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Beachvolleyball : „Endspiel“ für Borger/Sude

Vorteil für die Jugend: Nadeschda Makrogusowa gewinnt mit Swetlana Cholomina schon ihr zweites Match Bild: Reuters

Keine 18 Stunden nach dem Sieg gegen die Olympiasiegerinnen folgt für Karla Borger und Julia Sude beim World-Tour-Finale im Beachvolleyball eine unerwartete Niederlage. Dennoch ist noch alles drin.

          1 Min.

          Die These von Karla Borger vor dem Turnier lautete: „Jedes Spiel ein Endspiel.“ Die daraus resultierende Erkenntnis im laufenden Wettbewerb beim World-Tour-Finale der Beachvolleyballerinnen konnte dann heißen: „wie gewonnen, so zerronnen“. Keine 18 Stunden nach dem überraschenden 2:1-Sieg von Borger mit ihrer Partnerin Julia Sude am Mittwoch gegen die Olympiasiegerinnen April Ross und Alix Klineman (USA) folgte am Donnerstag eine 0:2-Niederlage gegen Nadesda Makrogusowa und Swetlana Kholomina. Die beiden Russinnen hatten den ersten Satz knapp 23:21 für sich entschieden, und sich im zweiten dann schnell auf 8:2 abgesetzt. Von diesen Vorsprung zehrten sie bis ins Ziel (21:14).

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          Makrogusowa/Kholomina hatten zwar bereits bei der WM 2019 in Hamburg das Viertelfinale und bei den Olympischen Spielen 2021 das Achtelfinale erreicht, aber außer „russische Meisterinnen“ können sie noch keine Titel vorzuweisen – und deshalb wurden sie auch nicht als aussichtsreiche Anwärterinnen im Kampf um den Jackpot von 150.000 Euro angesehen.

          Dabei hatten sie mit jugendlicher Leichtigkeit schon eine ganzen Reihe von Top-Ten-Platzierungen im Laufe der World-Tour-Saison erzielt. Und während etablierte Spielerinnen wie die Amerikanerin April Ross mit 39 Jahren oder die kanadische Weltmeisterin Sarah Pavan (35) genau wie Julia Sude (34) langsam den Spätsommer ihrer Karrieren erreichen und ihre jeweiligen Teampartnerinnen auch schon um die 30 sind, bilden Makrogusowa/Kholomina mit 23 und 24 Jahren das mit Abstand jüngste Team in dem mit illustren Namen und tollen Titeln gespickten Teilnehmerfeld von Cagliari. Und nun wachsen sie langsam in die Rolle der anfangs unterschätzten Außenseiterinnen hinein, nachdem sie auch Ross/Klineman schon 2:1 bezwangen.

          Doch auch Borger/Sude haben, obwohl sie bereits den Europameisterinnen Nina Betschart/Tanja Hüberli aus der Schweiz knapp 1:2 unterlegen waren, vor ihrem abschließenden Gruppenspiel an diesem Freitag noch Chancen, in der K.o.-Runde einzuziehen. Die Zweit- und Drittplatzierten jedes Fünferpools spielen in Überkreuzpartien um den Einzug ins Halbfinale gegen die Gruppensieger, die direkt qualifiziert sind. Borger/Sude stehen somit gegen die Italienerinnen Marta Menegatti und Valentina Gottardi, die dank einer Gastgeberinnen-Wildcard ins Turnier rutschten, vor einem echten Endspiel. „Jetzt hängt alles vom Ergebnis gegen Italien ab“, schrieb auch Karla Borger bei Twitter: „Let's go!“

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