Wael Mohya :
Die Prämien des kleinen Mannes

Pirmin Clossé
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Kennt seinen Kontostand gar nicht: Wael Mohya (links) von Borussia Mönchengladbach
Kennt seinen Kontostand gar nicht: Wael Mohya (links) von Borussia Mönchengladbachdpa

Fußballprofis werden für alles Mögliche bezahlt, oft schon als Jugendliche. Wael Mohya bezieht nur Taschengeld von seinen Eltern und ist so ein erfrischendes Gegenbeispiel zum möglichen Weltfußballer.

Dass Fußballprofis zwar nicht unbedingt besser kicken, aber doch zumindest mehr rennen, wenn man sie mit Geldscheinen lockt, ist kein Geheimnis. Deshalb gibt es Prämien. Für Siege, für Unentschieden, für Tore, für den Gewinn eines Pokals mit einem Goldenen Ball.

Insofern ist es fast ein bisschen überraschend, dass für die „Man of the match“-Trophäe nach einem Bundesligaspiel offiziell keine Prämie ausgeschüttet wird. Man darf allerdings ohnehin bezweifeln, dass Wael Mohya, der den Preis für den Spieler des Spiels am Freitag nach Gladbachs 3:2 in Stuttgart erhielt, davon etwas mitbekommen hätte. Laut eigener Aussage hat er keine Kenntnis von der Höhe seines Kontostandes. Seine Eltern zahlen ihm lediglich ein Taschengeld.

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Nun könnte man es für normal halten, dass ein 17-Jähriger, der so frisch, fröhlich und frei Fußball spielt wie Mohya, sich nicht allzu sehr um das Geld schert, das er dafür bekommt. Das würde aber verkennen, in was für einer Parallelwelt sich 17 Jahre alte Profifußballer wie er bewegen.

An diesem Montag (21.00 Uhr bei DAZN) in London könnte beispielsweise einer, der nur unwesentlich älter ist als Mohya, den Goldenen Ball für den Weltfußballer bekommen. Seinen 18. Geburtstag feierte Lamine Yamal mit einer rauschenden Feier und ließ dabei unter anderem Kleinwüchsige zur Belustigung der Gäste auftreten.

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