Mailänder Modewoche : Dem Luxus ging es schon besser

Viele Modeschöpfer zelebrieren auf der Milano Moda Donna das Mehr-ist-mehr-Prinzip, Gucci zeigt das Maximum an Maximalismus. Doch Karl Lagerfeld verweigert sich der neuen Opulenz. Er ist nicht der einzige.
Wenn es ein Italiener versteht, in schwierigen Zeiten für Stimmung zu sorgen, dann ist es Matteo Renzi: Im Dezember muss er das Referendum über die Verfassungsreform gewinnen, um die italienische Wirtschaft ist es weiterhin schlecht bestellt, am Mittwoch, zu Beginn der Mailänder Modewoche, spricht er trotzdem vor ein paar Dutzend wichtigen Modeleuten beim Lunch. Es gibt Garnelen, dann Risotto, dann redet Renzi: „Die Mode ist ein Stück italienische Kreativität.“ Und: „Sie verdient die Aufmerksamkeit der Politiker.“ Und: „Das Made in Italy, das wir brauchen, steht für die Kultur des Handwerks.“ Renzi ist der passende Mann für die Mode dieser Tage.





