Auftakt in Cannes : Kein roter Teppich ohne Bill Murray

Bei der Eröffnung in Cannes schlendern die Stars möglichst glamourös die Treppen zum Filmpalast hinauf. Auffällig in diesem Jahr ist der Auftritt von Bill Murray – aber nicht, weil er sich so extravagant gekleidet hätte.
Man kann eine Lektion aus der Eröffnung des Filmfestivals in Cannes ziehen: Bill Murray sollte auf keinem roten Teppich fehlen. Nicht, weil er sich besonders extravagant in Schale geworfen hätte. Nein, er ist der einzige, der diesen Abend nicht furchtbar ernst nahm. Als er die Treppen zum Festivalpalast hinaufschlenderte, salutierte er vor einem Polizisten der Nationalgarde, der für die Sicherheit des Festivals verantwortlich ist und – das wissen wir aus jahrelanger Erfahrung am Einlass zu den Pressevorstellungen – der wie ein britischer Beefeater nie auch nur eine Miene verzieht oder zu Späßen geneigt scheint. Über Murrays Witzchen musste aber selbst er schmunzeln. Dann schäkerte Murray mit Selena Gomez, die wie er im Eröffnungsfilm „The Dead Don’t Die“ von Jim Jarmusch zu sehen ist. Die beiden warfen sich Luftküsschen zu und am Ende flüsterte Murray der Schauspielkollegin etwas ins Ohr, was in der internationalen Klatschpresse so hitzig diskutiert wurde, wie von den Filmkritikern damals die Schlussszene in „Lost in Translation“, als Murray – für das Publikum unhörbar – Scarlett Johansson etwas ins Ohr flüsterte.





