Yossi Elad in Frankfurt : Koscher für alle

Yossi Elads Restaurant Machneyuda ist eine Institution in Jerusalem. Nun ist der Koch für elf Tage in Frankfurt – und hat sich für sein Menü von der Stadt inspirieren lassen.
„Oh, ich mische mich da nicht ein“, sagt Chefkoch Yossi Elad und schaut zu, wie Töpfe und Pfannen mit einem Feuerwerfer bearbeitet werden, während der Rabbi zwischen Herd und Regalen hin- und herläuft und Anweisungen gibt. Bevor im Frankfurter Restaurant „Club Michel“ koscher gekocht werden darf, muss die Küche vom Rabbi inspiziert und abgenommen werden. Und der nimmt seine Aufgabe genau. „Mit dem Rabbi diskutiert man nicht, ich diskutiere ja auch nicht mit meiner Frau“, sagt Elad und lacht. Das tut er gern, sein Gesicht hat fast nur Lachfältchen. Es ist das Gesicht eines Mannes, der seine Arbeit mag - und heute ist er sowieso zufrieden: „Als ich angekommen bin, habe ich dem Rabbi einige Gewürze aus Jerusalem gezeigt, die ich für mein Menü mitgebracht habe. Er hat gesagt, ich kann alles verwenden, das hat mich schon einmal sehr glücklich gemacht – und jetzt warte ich, bis er fertig ist“, sagt Elad setzt sich an einen der langen hellen Holztische, die unter tiefenhängenden Lampen stehen.





