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Skiläuferin Schmotz : „Sie fährt im Moment extrem gut Ski“

Überraschungsfrau des Tages: Marlene Schmotz Bild: EPA

Marlene Schmotz schafft es beim Riesenslalom in Courchevel mit Laufbestzeit weit nach vorne. Dagegen landet Skistar Mikaela Shiffrin nur auf Rang 17. Viktoria Rebensburg changiert zwischen Freude und Frust.

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          So gut war sie noch nie: Marlene Schmotz vom SC Leitzachtal hat beim Riesenslalom-Weltcup in Courchevel die komplette Ski-Elite hinter sich gelassen – wenn auch nur mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang. „Ich habe das gezeigt, was ich kann“, sagte die 25-Jährige hocherfreut: „Und das ist gut gelungen.“

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          In der Addition beider Durchgänge belegte die Bundespolizistin, die mit der hohen Startnummer 39 im ersten Lauf schon auf Rang 20 vorgefahren war, mit einer Gesamtzeit von 2:13,48 Minuten und einem Rückstand von nur 0,89 Sekunden auf Siegerin Federica Brignone (Italien) immerhin den neunten Platz. Es war das beste Resultat ihrer bisherigen Karriere, die 2017 durch einen Kreuzbandriss einen herben Einschnitt erlitten hatte. Ein ganzes Jahr musste sie danach pausieren, ehe sie in der Saison 2018/19 ein Comeback wagte und sich langsam vortastete.

          Heuer scheint ihr nun der Aufstieg in die erweiterte Spitzenklasse zu gelingen. Erst vor gut zwei Wochen war die 1,63 Meter große Sportlerin beim Slalom in Killington auf Rang 14 gefahren, was bis dato ihr bestes Weltcup-Resultat war. „Sie fährt im Moment extrem gut Ski“, lobte Bundestrainer Jürgen Graller und resümierte: „Ihre Laufbestzeit war schon extrem cool.“

          Naturschauspiel: Bedrohlich wirkende Himmelskulisse beim Riesenslalom in Courchevel.
          Naturschauspiel: Bedrohlich wirkende Himmelskulisse beim Riesenslalom in Courchevel. : Bild: AFP

          Beste Deutsche war allerdings einmal mehr Viktoria Rebensburg, gleichwohl war der 30-Jährigen nicht ganz so fröhlich zumute wie ihrer jungen Teamkollegin. In 2:13,07 Minuten belegte Rebensburg den vierten Rang – wie schon allzu oft in ihrer Karriere. Zum Podestplatz fehlten ganze 0,04 Sekunden. „Ein bissl enttäuscht bin ich schon“, bekannte sie im Bayrischen Rundfunk. Doch nach den Plätzen 13 in Sölden und 7 in Killington zeigte die Bayerin eindeutig aufsteigende Form in ihrer Paradedisziplin, in der sie schon 2010 Olympiasiegerin wurde.

          Andere urteilten positiver über das Resultat des Tages als sie selbst: „Die Vicky ist wieder auf ihrem Niveau“, lobte Graller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wagte einen Blick in ihr Innenleben: „Jetzt hat sie registriert, dass sie im Riesenslalom wieder zur absoluten Topklasse gehört.“

          Im Super-G hatte Rebensburg in dieser Saison sogar schon ein Weltcuprennen gewonnen. Sie selbst führte ihren Aufschwung letztlich darauf zurück, nach längerem Getüftel in der Materialfrage vorangekommen zu sein. Sie habe endlich wieder das Gefühl, „die Chefin“ über Ski und Schuh zu sein, wenn die den Berg runter fahre.

          Shiffrin so schwach wie lange nicht

          Den Tagessieg an diesem Dienstag sicherte sich die Italienerin Federica Brignone (2:12,59), die sich im zweiten Durchgang vom dritten Rang nach ganz vorne schob und damit nach dem dritten Riesenslalom der Saison auch die Führung in der Disziplin-Wertung von Mikalea Shiffrin übernahm. Die amerikanische Seriensiegerin musste dagegen mit einer für sie völlig ungewohnten Plazierung vorlieb nehmen: Platz 17 mit einem Rückstand von 1,65 Sekunden – schlechter war Shiffrin zuletzt im März 2014 bei einem Riesenslalom plaziert gewesen und auch sonst erst einmal, wenn sie ins Ziel kam.

          Als Zweite auf dem Siegerpodest nahm statt der üblichen Verdächtigen diesmal Mina Fuerst Hiltmann aus Norwegen (+0,04) Platz, die zwar ihre Führung nach dem ersten Durchgang im zweiten Lauf noch hauchdünn verlor, aber immerhin zum ersten Mal in ihrer Karriere einen „Stockerlplatz“ erreichte. Rang drei ging an die Schweizerin Wendy Holdener (+0,44), für die es auch ein Debüt war: Die 26-Jährige stand zwar schon 23 Mal nach einem Weltcup-Slalom auf dem Podium, aber noch nie im Riesentorlauf.

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