Dreharbeiten bei Filmfest : In Cannes überlegt man sich dreimal, was man anzieht

Während des Filmfestivals von Cannes kann man nicht nur Stars beim Joggen oder im Drogeriemarkt beobachten, man läuft wegen der „White Lotus“-Dreharbeiten auch selbst Gefahr, vor die Kamera zu geraten. Eine gute Gelegenheit, die Garderobe zu überdenken, findet unsere Autorin.
Das Leben imitiert die Kunst. Nirgends fällt das dieser Tage mehr auf als in Cannes. Ein Filmfestival ist an sich ja schon ein surrealer Ort. Man begegnet den Gesichtern, die man sonst nur auf der Leinwand oder dem Fernseher bewundert, plötzlich im Hotelfahrstuhl, in der Drogerieschlange, oder die Stars joggen verschwitzt in ausgeleierten T-Shirts an einem vorbei, während man selbst im Morgengrauen die von Palmen gesäumte Strandpromenade entlangläuft, um schon vor dem Frühstück den ersten Film zu sehen. In diesem Jahr aber legt die Surrealität noch eine Spur zu, denn bevor das Festival am vergangenen Dienstag eröffnete, berichteten aufgeregte US-Reporter bereits, dass in Cannes gerade die vierte Staffel von „The White Lotus“ gedreht wird; ein Luxushotel vor Ort sowie ein Château in Richtung Saint-Tropez dienen als Drehorte. Man kann als Reporterin also obendrein nun nirgends mehr hingehen, ohne Gefahr zu laufen, aufgenommen zu werden.


