Gehypt als „Superfood“ : So gesund ist Grünkohl wirklich

Grünkohl heißt jetzt „kale“ und gilt als Superfood. Mittlerweile ist ein regelrechter Kult um das Gemüse aus Omas Garten entstanden. Was ist dran?
Das Licht ist gedämpft, Tischtücher und Servietten weiß, das Essen auf den Tellern sorgsam angerichtet. In dem kleinen Oldenburger Biorestaurant „Seidenspinner“ trifft sich, wer schick und mit gutem Gewissen essen will. Auf der Karte steht viel Vegetarisches und außerdem Grünkohl, das traditionelle Oldenburger Wintergemüse. Der Klassiker wird rustikal serviert: die krausen Blätter fein gehackt und weichgekocht, mit Bratkartoffeln und einer norddeutschen Grützwurst, die Pinkel heißt. Vom Teller steigt würziger Duft auf. Der Kohl dampft, zergeht auf der Zunge. Herb und ein wenig süß schmeckt er und erinnert an winterliche Mahlzeiten bei Oma auf der Küchenbank.
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