Dreh im Piemont : Reise ins Reich der Trüffeljäger

Die Trüffeljäger des Piemont sind nicht mehr die Jüngsten, können den Herbst aber kaum erwarten: Dann zieht es sie zur Suche in die Wälder. Dokumentarfilmer haben sie drei Jahre begleitet und eine Welt fernab der Technologie entdeckt.
Was Pilze sammeln mit holländischer Barockmalerei zu tun hat? So einiges, wenn man sich „Truffel Hunters“, den Dokumentarfilm von Michael Dweck und Gergory Kershaw, anschaut. Das beginnt schon in der Anfangsszene. Da fährt die Kamera langsam auf das Panorama eines Herbstwalds zu. Was man erst für die Vogelperspektive hält, entpuppt sich als gerader Blick auf eine Steilwand voller gelbgoldener Bäume, durch deren Geäst sich zwei schwarz-weiß-gefleckte Hunde drängen. Erst ein wenig später fällt der Mann auf, der sich in schlammgrüner Weste mit Wanderstock hinter den Hunden den Steilhang hinauf arbeitet. Die Farben und der Aufbau der Szene ähnelen jenen auf den Landschaftsgemälden holländischer Meister. Diese Assoziation ist kein Zufall, entführen die beiden Filmemacher doch in eine Welt, in der die Zeit stehen geblieben scheint.





