Berliner Altbau : Eine Wohnung als Gesamtkunstwerk

Ein „Immobilienhai“ und seine Frau haben sich in Charlottenburg kunstvoll eingerichtet. Ihr 300 Quadratmeter großes Zuhauses ist mit dem Wort Wohnung nur unzureichend beschrieben.
Berlin-Charlottenburg, in einer ruhigen Seitenstraße in der Nähe des Kurfürstendamms. Aus einem kleinen Auto steigt eine Frau mit einem Blumenstrauß von fast buschähnlichem Ausmaß und verschwindet in einem der Gründerzeithäuser. Die Nachbarbauten stellen ihren reichen Fassadenschmuck zur Schau und protzen mit wilhelminischer Pracht. Haus Nummer 68 dagegen hat nichts als glatten Putz zu bieten – und sticht gerade deshalb heraus. Drinnen dann ein reizarmes Treppenhaus, in dem von Stufe zu Stufe der Zweifel wächst, ob man hier überhaupt richtig ist. Oder ob der Innenarchitekt womöglich nur maßlos übertrieben hat, als er die Wohnung eine Bilderwelt nannte, die bis ins Detail durchkomponiert sei.




