Japanische Paste aus Sojabohne : Noch so ein Superfood? Miso nicht?

Unsere Wortspiele müssen Ihnen nicht schmecken, aber falls Sie Herzhaftes mögen, ist dieser vielseitige Import aus der asiatischen Küche vielleicht etwas für Sie. Wir haben zusammen mit Tim Raue zehn weiße Sorten getestet.
Süß, sauer, salzig und bitter wirken jäh. Weil sie sich sozusagen an der Oberfläche von Speisen befinden, spürt man diese Grundqualitäten bereits mit der Zungenspitze und kann sie auch sofort benennen. Doch bei dem, was wir als „würzig“ oder „herzhaft“ mehr umschreiben als bezeichnen, verhält es sich anders. Dieser Geschmack formt sich erst am Gaumen. Er scheint aus einer tiefer liegenden Ebene zu kommen und eine gewisse Hintergründigkeit nie ganz aufzugeben. Bezeichnend ist, dass man ihm erst vor gut 100 Jahren einen Begriff zugeordnet hat: „Umami“, das japanische Wort für Schmackhaftigkeit. Erst mit der Namensgebung wurde ein Geschmack, der zuvor im Ungefähren schwebte, ganz entdeckt und zum Thema erhoben.





