Wie wollen wir arbeiten?
Homeoffice, Remote-Jobs, Workation, Viertagewoche – viele Arbeitnehmer in Deutschland können heute schon so flexibel und selbstbestimmt arbeiten wie nie zuvor. Und wo das noch nicht möglich ist, werden neue Strukturen diskutiert. Dank der großen Arbeitskräfteknappheit und der damit verbundenen neuen Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer können diese oftmals selbstbewusst formulieren, was sie für Bedingungen erwarten. Zudem haben viele Unternehmen in der Corona-Pandemie gemerkt, dass sie die Arbeitsbedingungen flexibler gestalten können als bisher angenommen. Und auch die Digitalisierung ist ein Faktor, der teilweise mehr Flexibilität ermöglicht.
Was aber machen wir aus diesen neuen Möglichkeiten? Wie wollen wir arbeiten? Wo ergibt welches Modell Sinn, was funktioniert wie in der Praxis – und was sind die Konsequenzen für den Berufsalltag? Das haben wir acht Menschen gefragt: einen Gründer, zwei Chefärztinnen, die Betreiberin eines Cafés, einen Dachdecker und seine Tochter, eine Studentin und die Leiterin einer Baumschule. Ihnen sind unterschiedliche Dinge wichtig. Tobias Tullius, Gründer des Start-ups Häng, möchte genug Zeit haben, um das zu tun, was er möchte – und wann er es möchte. Dachdeckermeister Frank Metzner hingegen bekommt beim Thema Work-Life-Balance nach eigener Aussage „die Krise“: Die neue Arbeitswelt ermöglicht mehr Selbstbestimmung, die Erwartungen sind aber sehr unterschiedlich.





