Mode mit Slogans : Immerhin ein Hauch Westwood-Punk

„Hot, hotter, dead“ – Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat in Berlin ein Vintagekleid mit politischer Botschaft getragen. Ist das wirklich so provokant?
Politische Botschaften auf Kleidern sind längst nicht mehr Punk. Wirklich eloquent drückte zuletzt nur noch die Britin Vivienne Westwood Protest auf ihren Designs aus. Etwa 2018, als sie Models auf den Laufsteg schickte, auf deren schwarzen Kleidern „Fracking Climate Chaos“ stand, wobei die ersten drei Buchstaben des letzten Wortes durchgestrichen waren und dank einer graffitiartigen Einfügung den Namen des britischen Chemiekonzern „INEOS“ ergaben – eine modische Ohrfeige für dessen Fracking-Vorhaben. Konnte Westwood noch komplexe Wortspiele einbauen, so muss die Botschaft heute Social-Media-tauglich sein, sprich kürzer und platter formuliert werden.


