Kolumne : Fünf Dinge, die am Leben im amerikanischen Vorort nerven

Simpsons, Desperate Housewives, Reifeprüfung: Die amerikanische Suburb ist beliebte Kulisse für Geschichten jeder Art. Aber will man da leben? Die Kolumne „Fünf Dinge“.
Meine Nachbarschaft ist ein Suburb-Klischee: liebliche Häuser, gepflegte Rasen, die ein oder andere US-Flagge. Doch nach den ersten zwei Wochen meines Journalistenstipendiums in Nashville kann ich sagen: Die Häuser sehen lieblich aus, aber sie sind furchtbar gebaut. Meist aus Holz, null gedämmt. Wenn die Klimaanlage aus ist, wird es innerhalb kürzester Zeit unerträglich warm. Die Wände könnten aus Butterbrotpapier sein, so dünn sind sie. Man hört alles, was im Haus vor sich geht. Als es neulich stark geregnet hat, kam ein Teil der Regenrinne runter. Die Türen und Schlösser sind so instabil, dass man sie ohne nennenswertes kriminelles Spezialwissen aufbrechen könnte.





