Kolumne : Fünf Dinge, die an Spaziergängen nerven

Spazieren, spazieren, spazieren: Es ist die beliebteste Freizeitbeschäftigung in der Pandemie, weil sonst kaum noch etwas erlaubt ist, was Spaß macht. Aber machen Spaziergänge überhaupt Spaß? Die Kolumne „Fünf Dinge“.
2020 ist das Jahr, in dem wir alle zu Spaziergängern wurden. Was blieb uns auch anderes übrig? Bis zur Pandemie gab es für die meisten Menschen unter 70 wenige Beschäftigungen, die unattraktiver waren. Sonntags zum Spaziergang treffen? Ja, sehr gerne, sobald ich in Rente bin. Natürlich treffen sich auch jüngere Menschen draußen, sogar Jugendliche: zum Musik hören, Biertrinken, Leute abziehen, Skateboarden, Kiffen, oder was auch immer – aber doch nicht zum Spazierengehen! Was soll das auch bringen, gelangweilt durch die Gegend zu laufen? Tatsächlich versteht man erst im etwas höheren Alter (oder im Lockdown): Es bringt der Psyche sehr viel. Selbst wenn es währenddessen langweilig ist, später geht es einem besser. Langweilig bleibt es trotzdem.





