Deniz Yücel und der PEN : Rettet die Bratwurst!

Deniz Yücel tritt als PEN-Vorstand zurück. Die Schriftstellervereinigung sei eine „Bratwurstbude“. Braucht es eine Ehrenrettung der Bratwurst – oder ist die Zeit der Würstchen vorbei?
Gleich mehrere Dimensionen bedient die hübsche Beleidigung „Bratwurstbude“ – so nannte Deniz Yücel am Wochenende den PEN, immerhin ein Verein der Intellektuellen schlechthin, nämlich der Schriftsteller, und hängte seine goldene Grillzange, also die Wurstbuden-Präsidentschaft, an den Nagel. Einmal ist da der Vorwurf, dass es sich bei den PEN-Peepz gar nicht um Intellektuelle, sondern um Bratwurstbudenbetreiber handelt, was sich ja per se nicht ausschließt. Dann der Vorwurf der Spießigkeit: Kaum etwas ist so deutsch wie eine Würstchenbude, höchstens vielleicht Dönerbuden, die es in keinem anderen Land in einer solchen Dichte gibt. Und dann noch der Wurstvorwurf: Wer eine Wurst vorzuweisen hat, darf in den PEN – oder so. Ungegendert ist die Beleidigung aber trotzdem irgendwie: Bratwurstfreuden genießen kann wirklich jeder.
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