Anschlag in Berlin – Die Todesspur des Terror-Trucks
Von LORENZ HEMICKER20.12.2016 · Ein Lkw rast durch eine Weihnachtsgasse an der Berliner Gedächtniskirche. Der Fahrer wählte eine simple Route: Immer geradeaus.
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Am Montagabend, dem 19. Dezember, rast ein Lastkraftwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Zwölf Menschen werden getötet, Dutzende weitere verletzt.
© dpa Eine Schneise der Verwüstung auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin
Der Attentäter beginnt seinen Angriff gegen 20 Uhr. Mit einer Geschwindigkeit von schätzungsweise 65 Stundenkilometern nähert er sich in einem offenbar gestohlenen Lkw der Marke „Scania“ dem beliebten Touristenziel, das zu dieser Zeit von zahlreichen Menschen besucht wird.
© google earth / Bearbeitung F.A.Z. Terror in Berlin: Protokoll der Amokfahrt
Die Gasse mit den Weihnachtsmarktbuden, zwischen denen die Besucher flanieren, erstreckt sich in direkt Verlängerung der Kantstraße. Wirksame Barrieren, die ein heranfahrendes Fahrzeug aufhalten oder zumindest bremsen könnten, gibt es nicht. Der Fahrer braucht nur über den Bürgersteig geradeaus zu fahren.
Zwischen 50 und 80 Meter rast der Fahrer mit dem Lkw durch die Gasse, überfährt dabei Menschen und zerstört auch mehrere weihnachtlich geschmückte Hütten, bevor er nach links ausschert und neben einer Weihnachtsmarktbude zum Stehen kommt. Dort springt der mutmaßliche Täter aus der Fahrerkanzel und flieht. Ein Zeuge heftet sich an seine Fersen und verfolgt ihn. Wenig später nimmt die Polizei den Fliehenden nahe der Siegessäule fest.
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