Kolumne : Fünf Dinge, die am Pauschalurlaub (auf Mallorca) nerven

Normiertes Erleben pur: Höhlenhorror statt Entdeckergeist, Bettenburgen statt individuelle Unterkunft. Wer erstmals einen Pauschalurlaub macht, braucht starke Nerven.
Oktober 2021, im Zentrum der mallorquinischen Kleinstadt Felanitx. Mitten auf einem Platz steht ein Hähnchenwagen, ein älteres Pärchen verkauft hier ihre halben Hühner und Kaninchen am Grill, die Menschen stehen Schlange. Das Fett trieft, der Geruch erfüllt den Ort mit einer Authentizität, die Mallorca andernorts verloren hat. Nur einige Schritte weiter verkauft ein Markthändler bedenklich zusammengepferchte Haustiere, es wird Spanisch gesprochen, und die Kunden sind meist Einheimische. Trotz allem, es ist der himmlischste Ort auf Erden – zumindest an diesem einen Tag, der mich nach Felanitx führt.





