Kolumne : Fünf Dinge, die bei der Wohnungssuche nerven

Von den Mietpreisen will unsere Autorin gar nicht erst anfangen: Die Wohnungssuche in der Großstadt ist auch so schon nervenaufreibend – dreisten Mitinteressenten, absurd hohen Abschlagssummen und anderen Horrorgeschichten sei dank.
Sie suchen eine schöne Wohnung? Kommen Sie nach Frankfurt! Hier ist es überall „gemütlich“, „stilvoll“ oder „romantisch“, manchmal sogar alles drei. Nur: Mit der Realität haben diese Beschreibungen oft so wenig zu tun, dass man nicht mal von einem Euphemismus sprechen kann. Was das soll, ist mir ehrlich gesagt nur bedingt klar: Spätestens, wenn ich zur Besichtigung komme, sehe ich doch, dass „gemütlich“ ein anderes Wort für „winzig“ ist, das Wohnzimmer mit Weitwinkelobjektiv fotografiert wurde, „stilvoll“ einen Fünfziger-Jahre-Bau mit marodem und muffigem Treppenhaus beschreibt und „romantisch“ ein Frankfurter Bad bedeutet. Ich kann es mir nur so erklären: Das ganze funktioniert ähnlich wie eine Fliegenfalle. Wenn nur genug Leute kommen, ist irgendwann jemand dabei, den die Wohnungssuche schon so zermürbt hat, dass er vor lauter Verzweiflung einfach kleben bleibt.





