FinanzenHundesteuer absetzen

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Test: Hundesteuer Absetzen Aufmacher Finanzen Foto: Nikita / Adobe Stock

Hundesteuer absetzen: Wann gibt es Geld zurück?

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Die Hundesteuer gilt in Deutschland als kommunale Pflichtabgabe für Hundebesitzer. Was viele aber nicht wissen: Unter bestimmten Bedingungen kann sie steuerlich geltend gemacht werden. In diesem Artikel erklären wir, wann und wie Hundebesitzer die Hundesteuer absetzen können – und wo sich noch sparen lässt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei privat gehaltenen Hunden lässt sich die Hundesteuer nicht absetzen. Lediglich haushaltsnahe Dienstleistungen, die den Hund betreffen, können in der Steuererklärung eingetragen werden.
  • Es kann sein, dass das Finanzamt bei beruflich genutzten Hunden Nachweise verlangt, beispielsweise eine Einsatzbeschreibung oder die Ausbildungsbescheinigung des Hundes.
  • Neben der Hundesteuer lassen sich weitere Ausgaben als Werbungskosten oder sonstige Vorsorgeaufwendungen absetzen. Allerdings nur, sofern der Höchstbetrag noch nicht erreicht wurde.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Da es sich bei der Hundesteuer um eine kommunale Steuer handelt, ist sie in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Die Kommunen entscheiden selbst darüber, wie viel sie verlangen. Listenhunde, umgangssprachlich Kampfhunde, sind meist besonders teuer. In München macht die Hundesteuer beispielsweise jährlich 100 Euro pro Hund aus, Listenhunde hingegen kosten 800 Euro pro Jahr.

In einem separaten Artikel haben wir tabellarisch zusammengefasst, wie viel Hundesteuer in den größten deutschen Städten anfällt.

Wann lässt sich die Hundesteuer absetzen?

Wer einen Hund aus rein privaten Gründen hält, also als Haustier oder Familienhund, kann die Hundesteuer nicht geltend machen. Auch wenn der Hund zur persönlichen Sicherheit gehalten wird oder emotional wichtig ist, bleibt die Steuer bestehen.

Hundesteuer für beruflich genutzte Hunde absetzen

Anders sieht es aus, wenn jemand einen Hund nachweislich beruflich nutzt, zum Beispiel als

  • Wachhund auf dem Firmengelände,
  • Diensthund bei Polizei, Zoll oder beim Sicherheitsdienst,
  • Hütehund in der Landwirtschaft oder
  • speziell ausgebildeten Therapiehund.

In diesen Fällen lässt sich die Hundesteuer als Betriebsausgabe verrechnen oder als Werbungskosten geltend machen.

Hundesteuer absetzen: Voraussetzungen und Nachweise

Grundvoraussetzung ist, dass der Hund überwiegend beruflich genutzt wird und der Einsatz nachvollziehbar ist. Das Finanzamt kann im Zweifel zusätzliche Nachweise verlangen, zum Beispiel:

  • Einsatzbeschreibung
  • betriebliche Notwendigkeit
  • gegebenenfalls Ausbildungsbescheinigung

Welche Hundekosten lassen sich noch absetzen?

Es gibt noch andere Einsparmöglichkeiten, auch bei privat gehaltenen Hunden.

Welche Kosten lassen sich für einen privat gehaltenen Hund absetzen?

Wer seinen Hund privat hält, kann nur haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung angeben. Dazu gehören etwa die Hundebetreuung (darunter auch Gassi gehen) oder der Hundefriseur. Es gibt aber Einschränkungen: Sowohl die Hundebetreuung als auch die Fell- oder Krallenpflege müssen im privaten Haushalt stattfinden. Wer seinen Hund in eine Pension oder einen Salon gibt, muss die Kosten komplett selbst tragen. Wichtig ist auch, per Überweisung zu zahlen. Nur mit Rechnung erkennt das Finanzamt die Ausgabe an.

Was kann man neben der Hundesteuer für beruflich genutzte Hunde absetzen?

Wer sein Tier aus beruflichen Gründen hält, hat noch zusätzliche Optionen. Laut Vereinigter Lohnsteuerhilfe lassen sich Pflegeaufwendungen wie Futter, Spielzeug, Leinen und weiteres Zubehör als Werbungskosten geltend machen. Kosten für den Tierarzt oder die Hundekrankenversicherung zählen ebenfalls dazu.

Die Hundehaftpflicht fällt unter sonstige Vorsorgeaufwendungen. Sofern der Höchstbetrag noch nicht erreicht ist, lässt sie sich ebenfalls absetzen.

Besonderheit bei Assistenzhunden: Die Zucht und Ausbildung eines Assistenzhundes ist in der Regel sehr teuer. Laut Vereinigter Lohnsteuerhilfe werden von den gesetzlichen Krankenkassen meist nur die Kosten für Blindenhunde übernommen. Mit einer ärztlichen Verordnung können die Ausgaben für andere Assistenzhunde jedoch als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden. Bei einer anerkannten Behinderung deckt der Behindertenpauschbetrag diese oft ab.

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