Ein Geschäftskonto für Selbstständige und Freiberufler ist keine Pflicht. Doch um stets private und geschäftliche Einnahmen und Ausgaben auseinanderzuhalten, ist ein Geschäftskonto sinnvoll. Ein gutes Firmenkonto erleichtert nicht nur tägliche Finanztransaktionen, sondern bietet auch zusätzliche Funktionen, die den Verwaltungsaufwand verringern können: Belege scannen, Rechnungen schreiben oder die Integration von Buchhaltungssoftware.
Anders als bei normalen Girokonten, wo Buchungen wie Überweisungen, Lastschriften und Co. stets inklusive sind, muss man bei Geschäftskonten aufpassen. Denn in der Regel zahlt man pro Buchung eine Gebühr – das kann sich schnell summieren. Deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl des passenden Geschäftskontos genau hinzuschauen und sich das Konto auszusuchen, das zu den eigenen Bedürfnissen passt.
In unserem Vergleich haben wir uns 27 Geschäftskonten von 17 Banken angeschaut, die von Selbstständigen und Freiberuflern genutzt werden können. Dabei haben wir die Konditionen, Zusatzfunktionen, Buchhaltungsfunktionen sowie den Kundenservice genau unter die Lupe genommen. Mehr zur Methodik lesen Sie im Abschnitt »So haben wir verglichen«.
Kurzübersicht
N26 Business Smart

- Unbegrenzte Anzahl an Buchungen inklusive
- Kostenlos Bargeld abheben
- Unterkonten
- Debitkarte einmalig kostenpflichtig
- Nur erhältlich, wenn man kein privates N26-Konto hat
Das Konto Business Smart von N26 bietet ein gutes Gesamtpaket für Einzelunternehmer: Für nur 4,90 Euro pro Monat muss man sich über weitere Kosten keine Gedanken machen. Im Konto sind unbegrenzt viele beleglose Buchungen inklusive und auch Bargeld bekommt man kostenfrei an Geldautomaten und im teilnehmenden Einzelhandel. Das Konto eignet sich besonders für diejenigen, die ihr Geld gerne auf mehrere Unterkonten verteilen, denn davon sind zehn inklusive. So kann beispielsweise von jeder bezahlten Rechnung die Mehrwertsteuer auf eins der Unterkonten übertragen werden – das vereinfacht es nachher bei der Steuererklärung. Nicht geeignet ist das Geschäftskonto hingegen für Kunden, die bereits ein privates Konto bei N26 haben. Zwei Konten bei N26 sind aktuell nicht möglich.
Vivid Money Business Standard

- Unbegrenzte Anzahl an Buchungen inklusive
- Unbegrenzt viele physische und virtuelle Karten inklusive
- Kundenservice nur per Chat erreichbar
Business Standard von Vivid Money ist kostenlos, hat aber dennoch unbegrenzt viele beleglose Buchungen inklusive. Das macht es besonders interessant für Gründer, die anfangs noch Geld sparen möchten. Es sind unbegrenzt viele Konten kostenlos inklusive. Auch virtuelle und physische Karten sind gebührenfrei dabei. Das ist praktisch, um verschiedene Ausgabenarten wie Spesen oder Betriebsmittel über unterschiedliche Konten und Karten zu bezahlen und im Konto zu tracken.
Finom Start

- Kostenlos Bargeld abheben
- Rechnungstool
- Buchhaltungsfunktionen
- Kundenservice nur per Chat erreichbar
Das Start-Konto von Finom ist nicht nur ein simples Geschäftskonto, sondern eine All-in-one-Lösung, um die Buchhaltung zu vereinfachen. So können Rechnungen direkt aus dem Konto geschrieben und versendet werden. Zahlungseingänge werden automatisch mit den Rechnungen abgeglichen und verknüpft. Auch können Belege, beispielsweise für Betriebsausgaben, in der App gescannt werden. Finanzdaten aus dem Start-Konto könne außerdem automatisiert mit Buchhaltungssoftware wie Sevdesk oder Lexware Office synchronisiert werden. Dadurch eignet sich das Konto besonders für Nutzer, die sich möglichst wenig Gedanken um ihre Finanzprozesse machen möchten. Bis zum 10.03.26 gibt es 250 Euro wenn du als Neukunde ein neues Finom Business-Konto eröffnest (Basic- oder Smart-Tarif) und das Konto mindestens 6 Monate ab dem Eröffnungsdatum offen bleibt. Dafür musst du im ersten Monat nach Kontoeröffnung mindestens eine Kartentransaktion mit einem Gesamtbetrag von mindestens 400 € durchführen.
Vergleichstabelle
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- Unbegrenzte Anzahl an Buchungen inklusive
- Kostenlos Bargeld abheben
- Unterkonten
- Debitkarte einmalig kostenpflichtig
- Nur erhältlich, wenn man kein privates N26-Konto hat

- Unbegrenzte Anzahl an Buchungen inklusive
- Unbegrenzt viele physische und virtuelle Karten inklusive
- Kundenservice nur per Chat erreichbar

- Kostenlos Bargeld abheben
- Rechnungstool
- Buchhaltungsfunktionen
- Kundenservice nur per Chat erreichbar

- Kostenlos Bargeld abheben
- Kostenlos Bargeld einzahlen
- Vergleichsweise geringe Anzahl an Buchungen inklusive
- Unterkonto kostenpflichtig

- Unbegrenzte Anzahl an Buchungen inklusive
- Rechnungstool
- Buchhaltungsfunktionen
- Vergleichsweise hohe Kontoführungsgebühr

- Unbegrenzte Anzahl an Buchungen inklusive
- Weltweit kostenlos Bargeld abheben
- Vergleichsweise hohe Kontoführungsgebühr
- Keine Unterkonten

- Kostenlos Bargeld abheben
- Kostenlos Bargeld einzahlen
- Mastercard-Kreditkarte inklusive (Bonität vorausgesetzt)
- Vergleichsweise geringe Anzahl an Buchungen inklusive
Alle Infos zum Thema
Geschäftskonten im Vergleich: Das sollten Sie wissen
Wer selbstständig oder freiberuflich arbeitet, ist nicht verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Die Pflicht gilt nur für Unternehmen bzw. Kapitalgesellschaften mit Rechtsformen wie GmbHs oder UGs, nicht aber für Einzelunternehmer. Doch eine klare Trennung von privaten und geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben erleichtert die Buchhaltung und das Finanzmanagement, denn alle geschäftlichen Transaktionen sind auf einem Konto übersichtlich dargestellt.
Jede Buchung kostet Geld
Anders als bei einem normalen Girokonto kostet bei einem Geschäftskonto jedoch jede Transaktion in der Regel Geld. In unserem Vergleich verlangten Banken zwischen 0,10 und 0,40 Euro für sogenannte beleglose Buchungen.
Man zahlt also für jede einzelne Überweisung, Lastschrift oder auch Bargeldein- und -auszahlung. Oftmals sind aber eine bestimmte Anzahl solcher Buchungen pro Monat inklusive, manchmal sind auch unbegrenzt viele Buchungen kostenlos.
Ganz kostenlos sind sie jedoch nicht. Denn für mehr inkludierte Buchungen zahlt man in der Regel auch eine höhere Kontoführungsgebühr oder muss mit zusätzlichen Kosten für Bargeldabhebungen oder Zusatzfunktionen zahlen. Doch besonders Neobanken bieten oftmals Kontomodelle mit günstigen Konditionen.
Das günstigste Geschäftskonto finden
Um für sich das günstigste Geschäftskonto zu finden, muss man wissen, wie viele Transaktionen pro Monat auf dem Konto stattfinden. Hat man gerade erst gegründet, so sollte man die erwartete Anzahl überschlagen und gegebenenfalls noch ein paar Buchungen als Puffer draufrechnen.
Wie viele Buchungen es werden könnten, kann man anhand der erwarteten Einnahmen und Ausgaben ermitteln. Die können sich je nach Beruf und Geschäftsmodell deutlich unterscheiden. So wird zum Beispiel ein Webentwickler mit zwei bis drei abgerechneten Projekten pro Monat wesentlich weniger Buchungen auf dem Konto haben, als ein Online-Händler mit gut laufendem Shop oder eine Tischlerei mit zahlreichen Buchungen für Material und Lohn.
Mit welchen Einnahmen und Ausgaben sollte man rechnen?
Typische Einnahmen sind:
- Einnahmen aus Kundenaufträgen oder Projekten (z. B. App-Entwicklung oder Maßanfertigungen)
- Einnahmen aus erbrachten Dienstleistungen (z. B. Fotoshootings oder Beratung)
- Einnahmen aus Produktverkäufen (z. B. aus Onlineshops)
- Lizenzgebühren (z. B. für Fotos)
Typische Ausgaben sind:
- Miete (z. B. für Büro, Lagerraum, Werkstatt etc.)
- Kommunikation (z. B. Internetvertrag, Mobilfunkvertrag etc.)
- Büromaterial (z. B. Druckerpapier, Kugelschreiber etc.)
- Ausstattung (z. B. neuer Laptop, neues Werkzeug etc.)
- Marketing und Werbung (z. B. Homepage, Visitenkarten etc.)
- Software (z. B. Adobe Creative Cloud, Microsoft Office etc.)
- Versicherungen (z. B. Krankenversicherung, Berufshaftpflicht etc.)
- Spesen (z. B. Reisekosten, Verpflegung)
- Fortbildungen
- ggf. Löhne und Gehälter für Angestellte oder freie Mitarbeiter
Monatliche Kosten berechnen
Hat man sich eine Übersicht über die realen oder erwarteten Buchungen pro Monat verschafft, kann man auf Basis der Kontoführungsgebühren, der gegebenenfalls inkludierten Buchungen und der Kosten pro Buchung den Monatspreis für das Konto berechnen. Dieser Schritt ist wichtig, da ein Konto mit günstiger oder gar kostenloser Kontoführung nicht immer das günstigste Konto für einen selbst sein muss.
Preisunterschiede bei unterschiedlicher Buchungsanzahl
Konto A
- kostenlose Kontoführung
- 5 Buchungen inklusive
- 0,20 Euro für weitere Buchungen
Konto B
- 9 Euro Grundgebühr für Kontoführung
- 100 Buchungen inklusive
- 0,20 Euro für weitere Buchungen
Konto C
- 15 Euro Grundgebühr für Kontoführung
- alle Buchungen inklusive
| Buchungen pro Monat | Kosten für Konto A | Kosten für Konto B | Kosten für Konto C |
| 30 | 5 Euro | 9 Euro | 15 Euro |
| 60 | 11 Euro | 9 Euro | 15 Euro |
| 100 | 19 Euro | 9 Euro | 15 Euro |
| 200 | 39 Euro | 20 Euro | 15 Euro |
Berechnung: (Anzahl benötigte Buchungen – Anzahl inkludierte Buchungen) × Kosten für weitere Buchungen
Anhand der Beispielrechnung sieht man sehr deutlich, dass das kostenlose Konto A nur bei geringer Anzahl an Buchungen das günstigste ist. Hat man mehr Buchungen pro Monat, dann kann es sich lohnen, sich für ein kostenpflichtiges Geschäftskonto mit ausreichend inkludierten Transaktionen zu entscheiden, wie unseren Favoriten N26 Business Smart. Es gibt auch kostenlose Geschäftskonten mit unbegrenzten Buchungen. Doch die Banken holen sich das Geld gern über andere Gebühren rein.
Versteckte Gebühren
Gute Voraussetzungen: Das gewählte Geschäftskonto ist kostenlos und hat auch noch unbegrenzt viele Buchungen inklusive. Doch wie sieht es mit zusätzlichen Gebühren aus?
Einige kostenlose Geschäftskonten haben keine physischen Karten inklusive. Das heißt, man kann weder am Geldautomaten Bargeld abheben noch im Einzelhandel oder Restaurant mit der Karte bezahlen. Bezahlt man Lieferanten in bar oder hält regelmäßig Geschäftsessen ab, wird es ohne eine Karte schwierig. In der Regel kann man eine Debitkarte oder Kreditkarte zum Konto dazubuchen, allerdings kostenpflichtig.
Bargeld kostet oft extra
Ist eine Karte im Geschäftskonto inklusive, bedeutet das nicht immer, dass auch Bargeld abheben gebührenfrei ist. Oftmals zahlt man hohe Gebühren, um am Automaten Geld abzuheben oder es sind nur eine geringe Anzahl an Abhebungen pro Monat inklusive. Wer also öfter oder hohe Summen an Bargeld benötigt, sollte bei der Wahl eines Geschäftskontos darauf achten, dass Geld abheben nichts oder wenig kostet.
Buchhaltungsfunktionen
Einige Geschäftskonten bieten zusätzliche Buchhaltungsfunktionen an und können den administrativen Aufwand für Selbstständige und Freiberufler erheblich reduzieren.
So gibt es Geschäftskonten mit integrierten Rechnungstools, mit denen Nutzer Rechnungen direkt aus dem Konto schreiben und versenden können. Eingehende Zahlungen werden automatisch mit den Rechnungen abgeglichen. So spart man sich die manuelle Prüfung von Zahlungseingängen.
Auch bei der vorbereitenden Buchhaltung unterstützen manche Geschäftskonten, indem Buchungen automatisch kategorisiert und die Umsatzsteuer berechnet wird. Mit Schnittstellen zu gängiger Buchhaltungssoftware wie Lexware Office oder Sevdesk können Finanzdaten automatisch synchronisiert werden. Das hilft, Fehler beim Finanzmanagement zu vermeiden. Außerdem sind Kontoauszüge aus Papier dadurch nicht notwendig, man sieht alle Zahlungen und Transaktionen in der Software.
Zusätzlich bieten einige Geschäftskonten auch grafische Übersichten der Einnahmen und Ausgaben an und geben Nutzern damit eine umfassende Übersicht über ihre Finanzen.
Unser Favorit
N26 Business Smart

- Unbegrenzte Anzahl an Buchungen inklusive
- Kostenlos Bargeld abheben
- Unterkonten
- Debitkarte einmalig kostenpflichtig
- Nur erhältlich, wenn man kein privates N26-Konto hat
Unser Favorit im Vergleich ist das N26 Business Smart. Es bietet gute Funktionen zu einem günstigen Preis und eignet sich dadurch für alle, die keine speziellen Anforderungen an ein Geschäftskonto haben. Allerdings: Wer bereits ein privates N26-Konto hat, kann nicht gleichzeitig ein Geschäftskonto bei N26 haben.
Konditionen
Das Geschäftskonto von N26 kostet 4,90 Euro im Monat. Darin inklusive sind unbegrenzt viele beleglose Buchungen sowie bis zu zehn Unterkonten. Für eine Mastercard-Debitkarte zahlt man einmalig zehn Euro, eine virtuelle Debitkarte kann man sofort nach Kontoeröffnung nutzen. Beide Karten können weltweit zum Bezahlen genutzt werden, sowohl in Euro als auch in Fremdwährung. Eine Girocard gibt es hingegen nicht. Dafür stehen auch Apple Pay und Google Pay zur Verfügung. Echtzeitüberweisungen sind nicht im Buchungskontingent inkludiert und kosten 0,49 Euro pro Überweisung.
Bargeld abheben und einzahlen
Mit der physischen Karte kann man in Deutschland und in der EU kostenlos Bargeld abheben, in Deutschland im teilnehmenden Einzelhandel, EU-weit an Geldautomaten. Möchte man in Deutschland an einem Automaten Geld abheben, ist das fünf Mal pro Monat gebührenfrei. Erst danach zahlt man zwei Euro pro Abhebung. Wurde man beispielsweise in bar für einen Auftrag bezahlt, dann kann man das Geld auch auf das Konto einzahlen. Das geht im teilnehmenden Einzelhandel, kostet allerdings 1,5 Prozent Gebühr.
Buchhaltungsfunktionen
Das Business Smart von N26 enthält keine speziellen Buchhaltungsfunktionen, kann aber in übliche Buchhaltungssoftware wie Lexware Office oder Sevdesk integriert werden. Transaktionslisten können über die Web-App heruntergeladen werden.
Banking-App
Die Banking-App von N26 erhält sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store gute Bewertungen von 4,5 und 3,9 von 5 Sternen (Stand: 01. August 2024). Nutzer loben die einfache Bedienung und übersichtliche Benutzeroberfläche. Kritisiert wird vereinzelt, dass es beim Verifizierungsprozess innerhalb der App zu Problemen kam.
Kundenservice
Der Kundenservice ist telefonisch montags bis sonntags von 7 bis 23 Uhr erreichbar. Die Kontoeröffnung erfolgt online über die App oder die Web-App. In der Regel reicht die Angabe, dass man selbstständig oder freiberuflich arbeitet. Bei Bedarf könnte N26 aber auch einen entsprechenden Nachweis anfordern. Da sollte aber eine Bestätigung vom Finanzamt reichen.
Was sagen die anderen?
Beim Onlineportal Für-Gründer.de, das sich mit Themen rund um die Selbstständigkeit befasst, ist das Business Smart-Konto von N26 im Geschäftskonto-Vergleich 2024 mit der Note 1,1 Testsieger. Auch das Portal lobt die niedrige monatliche Kontoführungsgebühr und die unbegrenzt inkludierten Buchungen.
Weitere Empfehlungen
Vivid Money Business Standard

- Unbegrenzte Anzahl an Buchungen inklusive
- Unbegrenzt viele physische und virtuelle Karten inklusive
- Kundenservice nur per Chat erreichbar
Das Konto Business Standard von Vivid Money ist besonders interessant für Gründer, die ihre Kosten erst einmal niedrig halten wollen und noch nicht wissen, wie viele Buchungen sie pro Monat benötigen. Dafür bietet das Konto alle wichtigen Funktionen.
Konditionen
Das Geschäftskonto von Vivid Money ist kostenlos. Dennoch sind unbegrenzt viele Buchungen inklusive. Auch die Anzahl der Konten mit eigenen IBANs ist unbegrenzt, ebenso die Anzahl an virtuellen und physischen Visa-Debitkarten. Eine Girocard gibt es hingegen nicht. Um mit den Karten zu bezahlen, kann sowohl Apple Pay als auch Google Pay genutzt werden. Echtzeitüberweisungen sind ebenfalls inklusive.
Bargeld abheben und einzahlen
Mit der physischen Debitkarte kann man weltweit bis zu 200 Euro pro Monat Geld abheben. Danach kostet es eine Gebühr von drei Prozent auf den Abhebebetrag. Das kann schnell teuer werden. Bargeld einzahlen ist aktuell nicht möglich.
Buchhaltungsfunktionen
Das Business Smart von Vivid Money enthält keine speziellen Buchhaltungsfunktionen, kann aber in übliche Buchhaltungssoftware wie Sevdesk oder Lexware Office eingebunden werden.
Banking-App
Die Banking-App von Vivid Money erhält sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store gute Bewertungen von 4,5 und 3,8 von 5 Sternen (Stand: 02. August 2024). Nutzer loben die leicht verständliche Bedienung. Kritisiert wurde vereinzelt, dass es bei der aktuellen Umstellung auf Vivid 2.0 zu Problemen kam.
Kundenservice
Der Kundenservice ist per Chat Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Die Kontoeröffnung erfolgt online über die App oder wie Web-App. Unter Umständen muss man seine Geschäftstätigkeit durch Rechnungen oder ähnlichem nachweisen.
Finom Start

- Kostenlos Bargeld abheben
- Rechnungstool
- Buchhaltungsfunktionen
- Kundenservice nur per Chat erreichbar
Finom Start ist ein Geschäftskonto mit zusätzlichen Buchhaltungsfunktionen, also ein All-in-one-Konto. Es eignet sich besonders für Nutzer, die sich wenig Gedanken um ihre Finanzprozesse machen wollen.
Konditionen
Das Geschäftskonto von Finom kostet neun Euro im Monat. Inklusive sind 100 Buchungen pro Monat, jede weitere Buchung kostet 0,20 Euro. Zusätzlich gibt es drei physische und unbegrenzt viele virtuelle Debitkarten dazu. Hier sollte man aber vorsichtig sein, denn für nicht genutzte aber ausgestellte Karten fallen Gebühren an. Eine Girocard gibt es hingegen nicht. Zum Bezahlen kann sowohl Apple Pay als auch Google Pay genutzt werden. Die Kosten für Echtzeitüberweisungen hängen vom Betrag ab: bis 500 Euro kostet die Überweisung einen Euro, zwischen 500 und 2.000 Euro zahlt man drei Euro und bei Überweisungen über 2.000 Euro sind es fünf Euro.
Bargeld abheben und einzahlen
Mit der Debitkarte kann man fünf Mal pro Monat kostenlos Bargeld abheben, sofern es nicht mehr als 2.000 Euro pro Abhebung sind. Danach zahlt man zwei Euro. Höhere Beträge sind stets gebührenpflichtig, mit bis zu sieben Prozent bei Abhebungen über 10.000 Euro. Bargeld einzahlen ist aktuell nicht möglich.
Buchhaltungsfunktionen
Die Buchhaltungsfunktionen sind das Aushängeschild des Finom-Kontos. In einem Dashboard erhält man eine visuelle Übersicht über alle Transaktionen, dem Einkommen und den Ausgaben. Rechnungen können direkt aus dem Konto heraus erstellt und an Kunden versendet werden. Wird eine Rechnung bezahlt, dann wird der Rechnungsstatus automatisch aktualisiert. Auch Belege können gescannt und Transaktionen zugeordnet werden, sowohl automatisch als auch manuell. Das Konto lässt sich nicht nur in gängige Buchhaltungssoftware integrieren, sondern synchronisiert die Transaktionen selbstständig mit der Software.
Banking-App
Die Banking-App von Finom erhält sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store gute Bewertungen von 4,7 und 4,8 von 5 Sternen (Stand: 02. August 2024). Nutzer loben die intuitive Bedienung und übersichtliche Oberfläche. Kritisiert wurde vereinzelt, dass es Fehler beim Einbinden von anderen Girokonten gab.
Kundenservice
Der Kundenservice ist per Chat, Whatsapp und E-Mail erreichbar. Informationen zu den Kontaktzeiten konnten wir auf der Website leider nicht finden. Die Kontoeröffnung erfolgt online über die App oder die Web-App.
Was gibt es sonst noch?
Grenke Business
Das Konto Business von der Grenke Bank ist kostenlos nutzbar. Pro Monat sind 50 beleglose Buchungen inklusive, jede weitere Buchung kostet 0,10 Euro. Eine Mastercard-Kreditkarte ist ebenfalls inklusive (Bonität vorausgesetzt). Mit dieser kann gebührenfrei im teilnehmenden Einzelhandel Bargeld abgehoben werden. Auch Bargeld aufs Konto einzahlen ist dort fünf Mal pro Monat kostenlos möglich. Unterkonten gibt es keine. Das Konto kann man in übliche Buchhaltungssoftware wie Sevdesk oder Lexoffice integrieren. Weitere Buchhaltungsfunktionen wie Rechnungen schreiben oder Belege scannen bietet die Grenke Bank nicht an.
DKB Business
Das DKB Business kostet 15 Euro pro Monat, hat dafür aber auch unbegrenzt viele beleglose Buchungen inklusive. Zusätzlich gibt es eine Visa-Kreditkarte, mit der weltweit kostenlos bezahlt und Bargeld abgehoben werden kann. Bargeld einzahlen geht hingegen nur kostenpflichtig an DKB-Automaten. Dafür zahlt man 1,5 Prozent Gebühr auf den Auszahlbetrag. Unterkonten bietet die DKB bei diesem Konto nicht an, ebenso fehlen nützliche Funktionen, wie Belege scannen oder Rechnungen schreiben. Dafür kann man das Konto aber in Buchhaltungssoftware wie Sevdesk oder Lexoffice integrieren.
Holvi Pro
Holvi Pro ist, ähnlich wie unsere Empfehlung Finom Start, eine All-in-one-Lösung mit Ausgabenverwaltung, Rechnungsfunktion und verschiedenen Buchhaltungsfeatures. Es kostet 15 Euro im Monat und bietet unbegrenzt beleglose Buchungen. Zum Konto dazu gibt es eine virtuelle und drei physische Debitkarten. Bis zu fünf Unterkonten sind außerdem inklusive, weitere kosten monatlich pro Konto 1 Euro. Rechnungen können direkt in der App erstellt, verschickt und verfolgt werden. In einem Dashboard erhält man eine Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und Gewinn. Auch seinen Umsatzsteuer-Saldo kann man verfolgen. Zusätzlich unterstützt das Konto bei der vorbereitenden Buchhaltung. Der Kundenservice ist bei Problemen per Chat und telefonisch erreichbar.
FYRST Base
FYRST Base, ein Angebot der Deutschen Bank, ist kostenlos nutzbar. Pro Monat sind 50 beleglose Buchungen inklusive, jede weitere Buchung kostet 0,19 Euro. Beim Konto sind sowohl eine Girocard als auch eine Debitkarte dabei. Mit der Girocard können Kunden an Automaten der Postbank kostenlos Bargeld abheben. Mit der Debitkarte ist das an allen Automaten der Cash Group sowie an Shell-Tankstellen möglich. An den Postbank-Automaten kann auch Bargeld eingezahlt werden. Das kostet pro angefangene 5.000 Euro eine Gebühr von 3 Euro. Ein Unterkonto kann für 6 Euro pro Monat dazugebucht werden. Buchhaltungsfunktionen wie Rechnungen schreiben oder Belege scannen sind mit FYRST Base nicht verfügbar.
So haben wir verglichen
Für unseren Vergleich der besten Geschäftskonten für Selbstständige und Freiberufler im August 2024 haben wir 27 Konten von 17 Banken miteinander verglichen. Dafür haben wir insgesamt 18 Kriterien, aufgeteilt in vier Kategorien, geprüft und gewichtet. Sieben Kontomodelle für Selbstständige und Freiberufler können wir empfehlen.
Einzelne Banken bieten verschiedene Kontomodelle an. Wir haben das jeweils günstigste Modell für unsere Musterkunden in den Vergleich einbezogen. Das war nicht immer das Geschäftskonto mit den niedrigsten Kontoführungsgebühren. Denn durch andere Buchungskosten wie für Zahlungseingänge oder Überweisungen können die monatlichen Gesamtkosten höher sein, als bei teureren Kontoführungsgebühren mit inkludierten Buchungen.
Folgende Kategorien und Kriterien haben wir in unserem Vergleich berücksichtigt:
Bei den Konditionen haben wir unter anderem geprüft, wie hoch die monatlichen Kosten für unsere Musterkunden (Kontoführung plus Buchungsposten) sind, wie viele beleglose Buchungen inklusive sind oder ob Bargeldabhebungen in Euro kostenlos sind (50 Prozent Gewicht).
Bei den Zusatzfunktionen haben wir geprüft, wie viel SEPA-Sofortüberweisungen kosten, ob Unterkonten inklusive sind, ob Apple Pay sowie Google Pay verwendet werden können und wie die zugehörigen Apps bewertet wurden (25 Prozent Gewicht).
Bei den Buchhaltungsfunktionen haben wir unter anderem geprüft, ob es Anbindungen an gängige Buchhaltungssoftware gibt, ob Belege gescannt werden können oder ob Rechnungen innerhalb des Kontos erstellt und verwaltet werden können (15 Prozent Gewicht).
Beim Kundenservice haben wir geprüft, zu welchen Zeiten der Support wie erreichbar ist und wie einfach das jeweilige Preis-Leistungs-Verzeichnis des Geschäftskontos zu finden ist (10 Prozent Gewicht).
Die wichtigsten Fragen
Welches Geschäftskonto ist das beste?
Das beste Geschäftskonto für die meisten ist das N26 Business Smart. Es bietet zu einem günstigen Preis ein gutes Gesamtpaket mit unbegrenzten beleglosen Buchungen, zehn Unterkonten und gebührenfreien Bargeldabhebungen. Wer ein kostenloses Geschäftskonto sucht, für den könnte das Vivid Money Business Standard interessant sein. Auch hier sind unbegrenzt viele beleglose Buchungen inklusive. Diejenigen, die Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionalitäten in ihrem Konto inkludiert haben wollen, sollten sich das Finom Start näher anschauen.
Was sind beleglose Buchungen?
Als beleglose Buchungen werden alle Kontobewegungen und Transaktionen auf einem Bankkonto bezeichnet, die ohne physische Belege wie ein Überweisungsbeleg oder Schecks automatisiert durchgeführt werden. Das sind beispielsweise Daueraufträge, Überweisungen, Lastschriften oder auch Bargeldein- und -auszahlungen. Da sich die Buchungen pro Monat schnell häufen können, sollte man sich für ein Geschäftskonto mit ausreichend inklusiven Buchungen entscheiden.
Wann ist ein Geschäftskonto Pflicht?
Eine gesetzliche Pflicht für ein Geschäftskonto besteht bei Kapitalgesellschaften wie GmbHs oder UGs. Diese müssen von Beginn an private und geschäftliche Finanzen strikt trennen. Für Selbstständige und Freiberufler besteht diese Pflicht nicht. Allerdings erleichtert die Trennung die Buchhaltung, gibt einen besseren Überblick über die Finanzen und kann bei der Steuererklärung ein Vorteil sein. Als Betriebsausgabe sind die Kosten für ein Geschäftskonto zudem absetzbar.
Kann ich ein normales Girokonto als Geschäftskonto nutzen?
Theoretisch ist es möglich, ein normales Girokonto als Geschäftskonto zu nutzen. Allerdings haben viele Banken in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen stehen, dass private Konten nicht für geschäftliche Zwecke verwendet werden dürfen. Abgesehen davon macht es aber auch Sinn, private und geschäftliche Einnahmen und Ausgaben zu trennen. Das vereinfacht die Buchhaltung. Außerdem bieten Geschäftskonten oftmals nützliche Zusatzfunktionen wie Unterkonten, Rechnungstools oder die Integration in Buchhaltungssoftware an. Als Betriebsausgabe sind die Kosten für ein Geschäftskonto zudem absetzbar.
Ist mein Geld auf einem Geschäftskonto sicher?
In der Regel ist das Geld auf dem Geschäftskonto sicher, denn innerhalb der EU die gesetzliche Einlagensicherung. Geht eine Bank insolvent, dann ist das Guthaben bis zu einem bestimmten Betrag abgesichert – bei deutschen Banken beispielsweise bis zu 100.000 Euro pro Kunde. Ausgezahlt wird das Geld hier von der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), bei der alle deutsche Banken Pflichtmitglieder sein müssen. Manche Banken gehören zusätzlich dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken an. Dann sind auch höhere Beträge abgesichert. Plant man hohe Summen auf dem Geschäftskonto oder einem Sparkonto zu haben, sollte man sich eine Bank mit entsprechend hoher Einlagensicherung aussuchen.





















