Egal ob fürs Gehalt, die Miete oder zum Einkaufen – ein Girokonto ist in Deutschland essenziell. In unserem Vergleich der besten Girokonten haben wir dafür verschiedene Konten unter die Lupe genommen. Eine Empfehlung ist das Girokonto der DKB.
Das DKB-Girokonto gehört seit Jahren zu den bekanntesten Direktbank-Girokonten in Deutschland. Die Deutsche Kreditbank (DKB) ist ein Tochterunternehmen der Bayerischen Landesbank und hat ihren Sitz in Berlin. Laut eigener Aussage hat die DKB aktuell 5,9 Millionen Kunden (Stand: 10. September 2025). Besonders beliebt ist das Konto, weil es unter bestimmten Bedingungen kostenlos geführt werden kann – inklusive kostenlos weltweit Bargeld abheben.
Doch wie gut ist das Konto wirklich und lohnt es sich im Alltag? Welche Nachteile gibt es? Wir haben uns das Konto näher angeschaut.
DKB-Girokonto auf einen Blick
| Aktivstatus | Ohne Aktivstatus | |
| Kontoführung | 0 Euro | 4,50 Euro |
| Visa Debitkarte | 0 Euro | |
| Visa Kreditkarte | 2,49 Euro/Monat | |
| Girocard | 0,99 Euro/Monat | |
| Bargeld | weltweit kostenlos | im Euroraum kostenlos |
| Bezahlen | weltweit kostenlos | im Euroraum kostenlos |
| Dispo | 8,68% | 9,28% |
| Extras | Cashback, Vermieterpaket, Notfallkarte & Bargeld (gratis für Aktivkunden), Banking-App mit Apple Pay & Google Pay | |
| Einlagensicherung | 100.000 Euro pro Kunde | |
Vorteile
- Kostenlose Kontoführung im Aktivstatus
- Weltweit kostenlos Bargeld für Aktivkunden
- Moderne App mit Apple Pay & Google Pay
- Nachhaltige Bank mit Fokus auf erneuerbare Energien
- Notfallservices kostenlos für Aktivkunden
Nachteile
- Ohne Aktivstatus Kontogebühr und Fremdwährungsentgelt
- Bargeldeinzahlungen teuer und unpraktisch
- Girocard und Kreditkarte kostenpflichtig
- Mindestabhebung 50 Euro bei Visa-Karten
Das DKB-Girokonto im Detail
Obwohl die DKB für manche Leistungen Gebühren verlangt, liegen die Konditionen im Vergleich zu anderen Banken immer noch im sehr guten Bereich. Besonders die Möglichkeit, drei verschiedene Bankkarten zum Girokonto dazu zu bekommen, fiel uns positiv auf.
Kontoführung beim DKB-Girokonto: Wann ist es kostenlos?
Die Kontoführung des Girokontos der DKB ist unter bestimmten Bedingungen kostenlos. Gehen pro Monat mehr als 700 Euro auf dem Konto ein, dann führt man das Konto im „Aktivstatus“ und zahlt keine monatliche Kontoführungsgebühr. Auch für Menschen unter 28 Jahren ist das Konto kostenlos.
Neukunden erhalten den Aktivstatus für die ersten drei Monate automatisch, auch wenn noch weniger Geld eingeht. Um den Status zu behalten, muss aber nach Ablauf der drei Monate genug Geld aufs Konto eingehen. Ansonsten zahlt man 4,50 Euro pro Monat.
Ein zweites Girokonto auf den eigenen Namen kostet immer 2,50 Euro pro Monat zusätzlich. Das gilt auch, wenn man ein zusätzliches Gemeinschaftskonto einrichtet.
Bargeld abheben mit dem DKB-Girokonto
Die große Stärke des DKB-Girokontos ist das Abheben von Bargeld. Mit der Visa Debitkarte können Aktivkunden weltweit gebührenfrei Geld ziehen, egal ob in Deutschland, im Euroraum oder in exotischen Währungen. Einziger Haken: Der Mindestbetrag liegt bei 50 Euro. Wer den Aktivstatus nicht erfüllt, zahlt dagegen ordentlich drauf: Für Abhebungen außerhalb der Euro-Zone fallen 2,2 Prozent Gebühren an.
Die Visa-Kreditkarte, die für 2,49 Euro monatlich erhältlich ist, bietet dieselben Konditionen wie die Debitkarte. Als Charge-Karte werden aber sämtliche Ausgaben gesammelt und am Ende eines Monats vom Girokonto abgebucht. Der Kreditrahmen hängt vom Gehalt ab und kann durch Einzahlung von Guthaben auf die Karte erhöht werden.
DKB Girokonto

- Kostenlose Debitkarte
- Weltweit kostenlos Bargeld abheben (Euro und Fremdwährung)
- Kostenlos in Fremdwährung bezahlen
- Sehr gut bewertete Banking-App
- Niedriger Dispozins
- Keine Girocard inklusive
- Keine Echtzeitüberweisung
Die Girocard für 99 Cent im Monat lohnt sich nur für den Einsatz in Deutschland. Bargeldabhebungen bei DKB-Automaten sind kostenlos, allerdings gibt es von denen nicht viele. Abhebungen bei Fremdbanken schlagen mit mindestens 10 Euro oder 1 Prozent des Betrags zu Buche. Das ist ein klarer Nachteil gegenüber den Visa-Karten.
Mit der DKB-Karte bezahlen: Gebühren im In- und Ausland
Bezahlen innerhalb der Eurozone ist mit allen drei Karten stets kostenlos. Spannend wird es aber bei Fremdwährungen. Aktivkunden zahlen mit der Debitkarte weltweit gebührenfrei. Ohne Aktivstatus wird es teuer. Wie beim Bargeldabheben zahlt man 2,2 Prozent vom Umsatz an Gebühr. Mit der Kreditkarte ist der Status egal, Zahlungen sind in jeder Währung kostenlos. Mit der Girocard zahlt man unabhängig vom Status immer 2,2 Prozent Gebühr.
Bargeld einzahlen bei der DKB: So funktioniert es und das kostet es
Während die DKB beim Bargeldabheben glänzt, wirkt das Einzahlen eher schwach. Die DKB betreibt nur wenige eigene Automaten und verlangt dort 1,5 Prozent vom Einzahlungsbetrag, mindestens 2,50 Euro und maximal 15 Euro. Mit „Cash im Shop“ lässt sich ebenfalls Bargeld einzahlen, etwa bei REWE oder dm. Doch auch hier zahlt man 1,5 Prozent Gebühr. Wer häufig Bargeld einzahlen muss, wird mit der DKB eher nicht glücklich. Filialbanken und Anbieter mit breiterem Automatennetz sind dann die bessere Wahl.
Dispozinsen beim DKB-Girokonto: So teuer ist die Überziehung
Wie bei fast allen Banken fallen auch bei der DKB Überziehungszinsen an. Die Höhe hängt vom Status ab:
- Dispozins mit Aktivstatus: 8,68 Prozent p. a.
- Dispozins ohne Aktivstatus: 9,28 Prozent p. a.
Auch geduldete Überziehungen werden zu diesen Zinssätzen abgerechnet. Im Vergleich zu vielen Filialbanken, die über 10 Prozent verlangen, liegt die DKB damit im günstigen Bereich.
DKB-Onlinebanking: Funktionen und Sicherheit
Das DKB-Onlinebanking läuft über Browser und App. Die Kontoeröffnung erfolgt digital per Video-Ident, alternativ per Post-Ident. In der App lassen sich alle Standardfunktionen erledigen: Überweisungen, Daueraufträge, Kartenverwaltung, Push-Benachrichtigungen. Auf Wunsch können Kunden einzelne Umsatzarten wie Bargeldabhebungen und auch Länder blockieren. Positiv ist die Integration von Apple Pay und Google Pay. Ab dem 7. Oktober 2025 sollen zudem Echtzeitüberweisungen möglich sein – ein Feature, das viele Wettbewerber bereits anbieten.
Die DKB erfüllt die gesetzlichen Vorgaben für Online-Banking-Sicherheit. Ein einfacher Login mit Benutzername und Passwort reicht nicht. Stattdessen wird der Zugriff zusätzlich per Smartphone-App oder ChipTAN bestätigt. Das nennt sich 2-Faktor-Authentifizierung. Auch Überweisungen und andere Transaktionen müssen freigegeben werden. Das Verfahren ist manchmal umständlich, schützt aber vor unbefugtem Zugriff.
Erfahrungen mit der DKB App: Bewertungen und Funktionen
Kunden bewerten die App sowohl im Apple-App-Store als auch im Google Play Store mit 4,6 von 5 Sternen (Stand: 10. September 2025). Besonders loben sie die benutzerfreundliche Bedienung und das übersichtliche Design. Vereinzelt beschweren sich Nutzer über Fehlermeldungen und langsame Ladezeiten. Auch auf uns wirkt sie aufgeräumt und modern.
Einlagensicherung: Schutz bis 100.000 Euro
Wie alle Banken mit Sitz in Deutschland unterliegt auch die DKB der gesetzlichen Einlagensicherung. Das bedeutet: Guthaben bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank sind im Insolvenzfall geschützt. Diese Sicherung ist europaweit vorgeschrieben und greift automatisch, ohne dass Kunden aktiv werden müssen.
DKB-Girokonto-Extras: Cashback, digitaler Kiosk und Notfallservice
Über das Girokonto hinaus bietet die DKB einige Services, die den Alltag erleichtern oder Vorteile bringen:
- Cashback-Programme: Aktivkunden erhalten Rabatte und Rückvergütungen bei ausgewählten Partnern.
- Digitaler Kiosk: Mit der Visa-Kreditkarte erhalten Kunden monatlich drei kostenlose Zeitungen und Zeitschriften aus über 1.100 Titeln.
- Notfallservices: Ersatzkarte und Notfallbargeld werden im Aktivstatus kostenlos bereitgestellt. Ohne Aktivstatus kosten sie bis zu 180 Euro (Karte) oder 150 Euro (Bargeld).
Fazit
Das Girokonto der DKB ist ein attraktives Angebot für alle, die regelmäßig Gehalt oder andere Zahlungen ab 700 Euro im Monat erhalten. Besonders Vielreisende profitieren von der weltweit kostenlosen Bargeldversorgung. Weniger geeignet ist das Konto für Menschen, die häufig Bargeld einzahlen oder unbedingt eine Girocard benötigen.






















