Eine gute Krankenkasse ist mehr als nur eine Versicherung. Sie übernimmt im Krankheitsfall nicht nur die Kosten für Ärzte und Medikamente, sondern sorgt auch mit Vorsorgeleistungen und Präventivangeboten dafür, dass wir länger gesund bleiben.
Die meisten Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) sind standardisiert, um sicherzustellen, dass jeder Versicherte die notwendigen Behandlungen erhält. Doch es gibt Unterschiede bei den Zusatzbeiträgen und den Zusatzleistungen. Ein sorgfältiger Vergleich kann nicht nur erhebliche Kostenersparnisse bringen, sondern auch Extras wie kostenlose professionelle Zahnreinigungen oder Reiseschutzimpfungen sichern.
Wir haben 35 bundesweit geöffneten gesetzliche Krankenversicherungen miteinander verglichen. Dafür haben wir die Zusatzbeiträge, verschiedene Zusatzleistungen und den Kundenservice überprüft. Mehr zur Methodik lesen Sie im Abschnitt »So haben wir verglichen«.
Kurzübersicht
BKK Firmus

- Günstigster Zusatzbeitrag
- Vergünstigter Zahnersatz
- 1x pro Jahr kostenlose professionelle Zahnreinigung
- Impfungen ohne Altersgrenze
- Wenige Geschäftsstellen
- Eingeschränkte Servicezeiten
Die BKK Firmus ist derzeit die günstigste bundesweit abschließbare Krankenkasse mit einem Zusatzbeitrag von nur 1,84 Prozent. Trotz des vergleichsweise niedrigen Zusatzbeitrags bietet die BKK Firmus solide Zusatzleistungen. Versicherte profitieren von einer kostenlosen professionellen Zahnreinigung pro Jahr und vergünstigtem Zahnersatz über das Zahnärzte-Netzwerk DentNet. Auch bei den Vorsorgeleistungen punktet die BKK Firmus: Viele wichtige Vorsorgeuntersuchungen werden über den gesetzlichen Anspruch hinaus abgedeckt. Lediglich im Bereich Kundenservice zeigt die BKK Firmus Schwächen: Sie verfügt nur über sieben Geschäftsstellen und bietet eingeschränkte Telefon-Servicezeiten an.
HKK – Handelskrankenkasse

- Vergünstigter Zahnersatz
- 1x pro Jahr kostenlose professionelle Zahnreinigung
- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Wenige Geschäftsstellen
Wem die BKK Firmus nicht zusagt, aber dennoch Wert auf umfangreichen Impfschutz legt, sollte sich die HKK genauer ansehen. Neben den regulären, von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfohlenen Schutzimpfungen übernimmt die HKK auch die Kosten für Reiseschutzimpfungen wie Hepatitis A und B, Tollwut, Typhus und Gelbfieber. Zusätzlich geht die HKK über die üblichen Altersgrenzen hinaus: Beispielsweise wird die Grippeschutzimpfung auch für Personen unter 60 Jahren übernommen.
HEK – Hanseatische Krankenkasse

- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Gute Zusatzleistungen in der Alternativmedizin
- Vergünstigter Zahnersatz
- Geringer Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung
Für Freunde der Alternativmedizin kann die HEK eine gute Wahl sein. Die Krankenkasse kooperiert mit bundesweit rund 1.400 Ärzten und übernimmt beispielsweise die Kosten für homöopathische Behandlungen. Alternative Arzneimittel werden mit 70 Prozent der Kosten und maximal 100 Euro pro Jahr bezuschusst. Auch Osteopathie, Anthroposophische Kunsttherapie und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) werden bezuschusst.
R+V Betriebskrankenkasse

- Persönliche Beratung und Hilfe bei psychischen Erkrankungen
- Kurzzeit-Psychotherapie ohne lange Wartezeiten
- VR-Online-Therapie bei Angststörungen
- Nur eine Geschäftsstelle
Die R+V BKK ist besonders empfehlenswert für diejenigen, die Wert auf psychosoziale Unterstützung legen. Insbesondere Menschen, die beispielsweise mit psychischen Erkrankungen oder Stress zu tun haben, könnten die Angebote der R+V BKK helfen. So kooperiert die Krankenkasse mit verschiedenen Anbietern von entsprechenden Versorgungsprogrammen. Versicherte haben beispielsweise Zugang zu Online-Kurzzeittherapien ohne lange Wartezeiten oder erhalten niederschwellige Hilfe nach Psychiatrie-Aufenthalten. Der Zusatzbeitrag liegt mit 2,96 Prozent allerdings oberhalb des bundesweiten Durchschnitts.
Vergleichstabelle
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- Günstigster Zusatzbeitrag
- Vergünstigter Zahnersatz
- 1x pro Jahr kostenlose professionelle Zahnreinigung
- Impfungen ohne Altersgrenze
- Wenige Geschäftsstellen
- Eingeschränkte Servicezeiten

- Vergünstigter Zahnersatz
- 1x pro Jahr kostenlose professionelle Zahnreinigung
- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Wenige Geschäftsstellen

- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Gute Zusatzleistungen in der Alternativmedizin
- Vergünstigter Zahnersatz
- Geringer Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung

- Persönliche Beratung und Hilfe bei psychischen Erkrankungen
- Kurzzeit-Psychotherapie ohne lange Wartezeiten
- VR-Online-Therapie bei Angststörungen
- Nur eine Geschäftsstelle

- Sehr guter Kundenservice
- Umfangreiches Präventionsangebot
- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Große Auswahl an Gesundheits-Apps
- Geringer Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung
- Kein vergünstigter Zahnersatz
- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Vergünstigter Zahnersatz
- Geringer Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung
- Wenig Geschäftsstellen
- 1x pro Jahr kostenlose professionelle Zahnreinigung
- Hoher Zuschuss zur künstlichen Befruchtung
- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Vergünstigter Zahnersatz
- Wenige Geschäftsstellen

- Vergünstigter Zahnersatz
- 2x pro Jahr kostenlose professionelle Zahnreinigung
- Zuschuss zur Vollnarkose oder Sedierung bei Weisheitszahn-OP
- Zahnkorrekturschienen zum Festpreis
- Wenige Geschäftsstellen
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Gut versichert: Krankenkassen im Vergleich
Rund 74 Millionen Menschen in Deutschland sind in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert, das sind etwa 90 Prozent der Bevölkerung. Das macht die GKV zu einem zentralen Bestandteil des deutschen Gesundheitssystems. Insgesamt gibt es 95 Krankenkassen (Stand: 2025). Das klingt viel, ist aber im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich weniger – so gab es 1990 noch ganze 1147 Kassen.
Welche gesetzlichen Krankenversicherungen gibt es?
Die Krankenkassen unterscheiden sich nach der Kassenart:
- 11 Allgemeine Ortskrankenkassen (z. B. AOK Bayern oder AOK Rheinland/Hamburg),
- 6 Ersatzkrankenkassen (z. B. hkk Krankenkasse oder Techniker Krankenkasse),
- 6 Innungskrankenkassen (z. B. IKK gesund plus oder BIG direkt gesund),
- 70 Betriebskrankenkassen (z. B. BKK Firmus oder BKK VerbundPlus) sowie
- 2 Sonstige (Knappschaft und Landwirtschaftliche Krankenkasse)
Die Krankenkassen sind knapp zu einem Drittel bundesweit geöffnet, also unabhängig vom Wohnort in ganz Deutschland abschließbar. Nur diese Art Versicherer betrachten wir in unserem Vergleich. Versicherter der anderen Krankenkassen kann man aber nur werden, wenn man entweder in der Region wohnt (regionale Krankenkassen) oder im zugehörigen Betrieb arbeitet (betriebsbezogene Krankenkassen).
Wie viel kostet die gesetzliche Krankenversicherung?
Der Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist abhängig vom Einkommen. Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent des Einkommens. Dieser ist allerdings gedeckelt: Verdient man oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von 66.150 Euro (Stand: 2025), zahlt man nur den Höchstbeitrag zur GKV.
Hinzu kommt ein Zusatzbeitrag. Diesen legt jede Kasse individuell zum Ende des Jahres für das neue Kalenderjahr fest. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2025 bei 2,5 Prozent. Unter den bundesweiten Krankenkassen hat die BKK Firmus mit 1,84 Prozent den günstigsten Zusatzbeitrag. Den höchsten Zusatzbeitrag hat die Knappschaft mit 4,4 Prozent.
Dass bei der Wahl der passenden Krankenversicherung der Zusatzbeitrag eine große Rolle spielen kann, zeigt folgendes Beispiel: Als Arbeitnehmer mit einem Brutto-Einkommen von 3.000 Euro zahlt man bei der BKK Firmus 261,60 Euro pro Monat, bei der Knappschaft hingegen 285 Euro pro Monat. Aufs Jahr gerechnet sind das rund 281 Euro Ersparnis.
Was leistet die gesetzliche Krankenversicherung?
Was die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) leisten müssen, ist durch das Sozialgesetzbuch (SGB V) geregelt und vorgeschrieben. Diese sogenannten Regelleistungen sind weitgehend einheitlich und sollen sicherstellen, dass alle Versicherten Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung haben. Abgedeckt sind unter anderem:
- Arztbesuche und Facharztbehandlungen: Allgemeinärztliche und fachärztliche Untersuchungen und Behandlungen
- Krankenhausaufenthalte: Stationäre Behandlungen, einschließlich Operationen und notwendiger Nachsorge
- Medikamente und Heilmittel: Verschreibungspflichtige Medikamente und therapeutische Mittel wie Physiotherapie oder Ergotherapie
- Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen: Regelmäßige Check-ups und spezielle Vorsorgeuntersuchungen, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln
- Impfungen: Impfungen gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
- Mutterschaftsleistungen: Umfassende Betreuung vor, während und nach der Geburt, einschließlich Hebammenhilfe und Vorsorgeuntersuchungen
Ein Wettbewerb entsteht durch Zusatzbeitrag, Zusatzleistungen und Kundenservice. In den Bereichen unterscheiden sich die Kassen teils erheblich. Wer Geld sparen möchte oder wem bestimmte Zusatzleistungen wichtig sind, sollte deshalb genau vergleichen.
Einige Beispiele für Zusatzleistungen:
- Übernahme oder Zuschüsse zur professionellen Zahnreinigung
- Reiseimpfungen
- Kostenübernahme für alternative Heilmethoden
- Gesundheitskurse
- Zuschüsse für künstliche Befruchtungen
- Zuschüsse im Rahmen von Gesundheitsbudgets oder Bonusprogrammen
Im Rahmen des Kundenservices bieten viele Krankenkassen auch medizinische Hotlines, Vermittlung von Facharztterminen oder Zweitmeinungsverfahren an.
Einige Krankenkassen schließen Verträge mit Ärzte-Netzwerken ab, um ihren Versicherten vergünstigte oder kostenlose Zusatzleistungen zu bieten. Hat eine Kasse etwa einen Vertrag mit dem Zahnärzte-Netzwerk DentNet, dann haben Versicherte Zugang zu Leistungen wie kostenlosen professionellen Zahnreinigungen, sowie vergünstigten Zahnersatz oder Zahnkorrekturschienen zum Festpreis. DentNet ist ein bundesweiter Zusammenschluss von über 1.250 Zahnärzten.
Wie kann man Zusatzleistungen in Anspruch nehmen?
Neben den Regelleistungen übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen auch zahlreiche Zusatzleistungen wie professionelle Zahnreinigungen, zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen oder Naturheilkunde-Anwendungen. Wie genau sie aber übernommen werden und in welchem Umfang, das unterscheidet sich von Kasse zu Kasse.
Eine gesunde Lebensweise wird teils durch Bonusprogramme gefördert
Manche Kassen haben Leistungen in ihre Satzungen aufgenommen und übernehmen die Kosten ohne weitere Bedingungen vollständig oder bezuschussen sie. Bei anderen Krankenkassen verfügen Versicherte über ein sogenanntes Gesundheitsbudget, aus dem sie verschiedene Zusatzleistungen bezahlen können. Eine weitere Möglichkeit, Zusatzleistungen zu erhalten, sind Bonusprogramme, bei denen man durch gesundheitsbewusstes Verhalten und Vorsorge Guthaben ansammeln kann.
Oftmals kombinieren Krankenkassen die verschiedenen Möglichkeiten. Das heißt, einige Zusatzleistungen wie Reiseimpfungen werden beispielsweise als Satzungsleistung bezahlt, andere Leistungen wie Zuschüsse zur Brille muss man sich über das Bonusprogramm erarbeiten.
Bevor man Zusatzleistungen in Anspruch nimmt, sollte man sich erkundigen, wie diese bezahlt werden. Einige können direkt über die Gesundheitskarte abgerechnet werden. Bei anderen müssen Versicherte in Vorkasse gehen und die Rechnung einreichen.
Wie wechselt man die Krankenkasse?
Die Krankenkasse zu wechseln, ist heute recht einfach. Wann und wie man die Krankenkasse wechseln kann, erklären wir im Folgenden genauer.
Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung
Die gesetzlichen Krankenversicherungen passen zum Jahresende den Zusatzbeitrag für das nächste Jahr an. Erhöht sich der Beitrag, dann hat man ein Sonderkündigungsrecht. Wichtig: Die Krankenkassen benachrichtigen in der Regel nicht mehr per Brief über die Erhöhung, sondern man muss selbst den Beitrag im Auge behalten.
Hat man eine günstigere oder bessere Krankenkasse gefunden, füllt man das Antragsformular aus – das geht meist direkt online. Praktisch: Um die Kündigung bei der alten Krankenkasse kümmert sich die neue Kasse. Wichtig ist, dass man den Antrag fristgerecht einreicht, spätestens zum Ende des Monats, in dem man über die Beitragserhöhung informiert wurde. Der eigentliche Wechsel findet dann zwei Monate später statt: Kündigt man bis Ende Dezember, ist man in der Regel ab dem 1. März bei der neuen Krankenkasse versichert.
Regulärer Wechsel
War man mindestens 12 Monate bei einer Krankenkasse versichert, kann man jederzeit wechseln. Auch dann kümmert sich die neue Krankenversicherung um die Kündigung bei der alten. Man muss nur den Antrag abschicken. Der Wechsel dauert ebenfalls zwei Monate.
Wechsel bei neuem Job
Wenn man einen neuen Job anfängt, kann man auch ohne die zwölfmonatige Wartezeit oder Sonderkündigungsrecht die Krankenkasse wechseln. Voraussetzung ist lediglich, dass man pflichtversichert ist und der Job nahtlos ohne Pause gewechselt wird. Auch hier muss man sich nicht selbst um die Kündigung kümmern, das macht die neue Krankenkasse. Allerdings dauert der Wechsel nicht zwei Monate, sondern er passiert sofort.
Unser Favorit
BKK Firmus

- Günstigster Zusatzbeitrag
- Vergünstigter Zahnersatz
- 1x pro Jahr kostenlose professionelle Zahnreinigung
- Impfungen ohne Altersgrenze
- Wenige Geschäftsstellen
- Eingeschränkte Servicezeiten
Die BKK Firmus ist mit 1,84 Prozent derzeit die günstigste bundesweite Krankenkasse und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die meisten Versicherten. Das macht die Krankenkasse zu unserem Favoriten.
Zusatzleistungen
Zähne: Pro Jahr übernimmt die BKK Firmus eine professionelle Zahnreinigung (PZR) bei einem Zahnarzt aus dem DentNet-Netzwerk. Alternativ bezuschusst sie die PZR bei einem Wunschzahnarzt mit 80 Euro. Zahnersatz gibt es vergünstigt über das DentNet-Netzwerk.
Impfungen: Die BKK Firmus übernimmt zusätzlich zu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) alle weiteren ärztlich verordneten Impfungen. Darunter Reiseimpfungen wie gegen Hepatitis A oder Gelbfieber. Auch Grippeschutz- und HPV-Impfungen werden ohne Altersgrenze übernommen.
Schwangerschaft: Schwangere können für ergänzende Vorsorgeuntersuchungen wie einen Toxoplasmose-Test ein Budget von 100 Euro nutzen. Ist ein werdender Vater bei der BKK Firmus versichert, bekommt er einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro für den Geburtsvorbereitungskurs. Eine Hebammen-Rufbereitschaft bezuschusst die BKK Firmus mit 300 Euro.
Kinder: Neben den regulären Vorsorgeuntersuchungen übernimmt die BKK Firmus auch die Kosten für die ergänzenden Untersuchungen U10, U11 und J2 – allerdings nur bei teilnehmenden Ärzten. Muss ein Kind im Krankenhaus behandelt werden, übernimmt die Kasse die Unterbringung eines Elternteils mit im Zimmer (Rooming-In) bis zum 12. Geburtstag.
Prävention: Für zwei Präventionskurse pro Jahr erstattet die BKK Firmus 90 Prozent der Kosten, maximal 103 Euro pro Kurs.
Kundenservice
Während die BKK Firmus bei Zusatzbeitrag und Zusatzleistungen stark ist, schwächelt sie etwas beim Thema Kundenservice. Für Termine vor Ort stehen nur sieben Geschäftsstellen zur Verfügung. Der telefonische Kundenservice ist auch nur eingeschränkt erreichbar, montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr. Viele Angelegenheiten kann man jedoch in der Online-Geschäftsstelle und über die Service-App selbst erledigen.
Was sagen die anderen?
Die BKK Firmus erhält zahlreiche Auszeichnungen, darunter von Focus Money für den besten Kundendienst (Focus 50/23) oder die beste Finanzkraft (Focus 31/23).
Im Krankenkassentest von krankenkasseninfo.de erhält die BKK Firmus die Gesamtnote 1,4 (»sehr gut«).
Weitere Empfehlungen
HKK – Handelskrankenkasse

- Vergünstigter Zahnersatz
- 1x pro Jahr kostenlose professionelle Zahnreinigung
- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Wenige Geschäftsstellen
Ähnlich wie die BKK Firmus bietet die HKK – Handelskrankenkasse solide Zusatzleistungen zu einem vergleichsweise niedrigen Zusatzbeitrag von 2,19. Wer eine Krankenkasse mit deutschlandweiten Geschäftsstellen vor Ort bevorzugt, sollte sich die HKK als Alternative zur BKK Firmus mal anschauen.
Zusatzleistungen
Zähne: Die HKK übernimmt einmal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung (PZR) bei einem Zahnarzt aus dem DentNet-Netzwerk. Eine PZR bei einem Wunschzahnarzt bezuschusst sie allerdings nicht. Zahnersatz gibt es vergünstigt über das DentNet-Netzwerk.
Impfungen: Neben den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) übernimmt die HKK auch alle weiteren ärztlich verordneten Impfungen, darunter Reiseimpfungen wie gegen FSME und Diphtherie. Die Grippeschutzimpfung übernimmt sie auch für Menschen unter 60 Jahren. Die HPV-Impfung übernimmt sie bis zum vollendeten 26. Lebensjahr.
Schwangerschaft: Die HKK übernimmt die Kosten für diverse Zusatzleistungen rund um die Schwangerschaft bis maximal 300 Euro, allerdings nur jeweils 80 Prozent des Rechnungsbetrags. Schwangere können das Budget für diverse Zusatztests, Folsäure-Präparate oder eine Hebammen-Rufbereitschaft nutzen.
Kinder: Neben den regulären Vorsorgeuntersuchungen übernimmt die HKK auch die Kosten für die ergänzenden Untersuchungen U10, U11 und J2. Wer mehr Leistungen für sein Kind möchte, kann optional für 15 Euro im Monat das Juniorpaket dazubuchen. Ähnlich wie bei einer privaten Krankenzusatzversicherung übernimmt die HKK dann nützliche Zusatzleistungen wie Rooming-In, Einbettzimmer sowie Zuschüsse zur kieferorthopädischen Behandlung und einer Brille.
Prävention: Für zwei Präventionskurse pro Jahr erstattet die HKK 80 Prozent der Kosten, maximal 100 Euro je Kurs.
Kundenservice
Die HKK hat 18 Geschäftsstellen. Der telefonische Kundenservice der verschiedenen Geschäftsstellen ist in der Regel Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr sowie Freitag von 9 bis 14 Uhr erreichbar. Vieles kann man auch in der Online-Geschäftsstelle und über die Service-App selbst erledigen.
HEK – Hanseatische Krankenkasse

- Umfangreiche Übernahme von Impfkosten
- Gute Zusatzleistungen in der Alternativmedizin
- Vergünstigter Zahnersatz
- Geringer Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung
Auch die HEK – Hanseatische Krankenkasse hat einen vergleichsweise niedrigen Zusatzbeitrag (2,5 Prozent) und bietet dafür gute Zusatzleistungen an. Besonders aufgefallen ist uns die breite Auswahl an Zusatzleistungen im Bereich der Alternativmedizin, wie Naturheilkundeverfahren oder Homöopathie.
Zusatzleistungen
Zähne: Pro Jahr gibt die HEK nur 10 Euro zur professionellen Zahnreinigung (PZR) dazu. Das ist im Vergleich zu anderen Krankenkassen sehr wenig. Zahnersatz gibt es vergünstigt über das Dentaltrade-Netzwerk.
Impfungen: Neben den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) übernimmt die HEK auch alle weiteren ärztlich verordneten Impfungen, darunter die Grippeschutzimpfung und Reiseimpfungen wie gegen FSME oder Diphtherie. Die HPV-Impfung bezahlt sie ab 15 Jahren, ohne obere Altersgrenze.
Schwangerschaft: Bei den Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt schwächelt die HEK etwas. Sie bezuschusst zwar diverse Tests, wie auf Streptokokken oder Toxoplasmose, diese allerdings nur zu 70 Prozent und bis maximal 100 Euro pro Jahr. Eine Hebammen-Rufbereitschaft bezahlt sie ebenfalls bis zu 100 Euro. Für ungewollt kinderlose Frauen übernimmt die HEK die Kosten für eine Zyklusdiagnostik mit der OvulaRing-Methodik, sofern ein Vertrags-Gynäkologe diese Methode empfiehlt.
Kinder: Neben den regulären Vorsorgeuntersuchungen erstattet die HEK die Kosten für die ergänzenden Untersuchungen U10, U11 und J2. Muss ein Kind im Krankenhaus behandelt werden, übernimmt die Kasse die Unterbringung eines Elternteils mit im Zimmer (Rooming-In) bis zum 12. Geburtstag.
Prävention: Die HEK bezuschusst zwei Kurse pro Jahr. Wie hoch der Zuschuss ist, hängt von der Kursgebühr ab. Kursgebühren bis 150 Euro übernimmt die HEK bis maximal 75 Euro, darüber mit maximal 100 Euro. Kostet der Kurs über 300 Euro, dann bezuschusst sie 250 Euro als festen Betrag.
Alternativmedizin: Als Ergänzung zur Schulmedizin bezuschusst die HEK eine Reihe von alternativen Verfahren. So bezuschusst sie Naturheilverfahren wie Shiatsu oder »Traditionelle Chinesische Medizin« (TCM), anthroposophische Medizin wie Kunsttherapie sowie homöopathische und osteopathische Behandlungen. Das sind mehr alternative Verfahren als bei anderen Krankenversicherungen. Der Zuschuss ist allerdings begrenzt: Pro Jahr übernimmt die HEK nur 70 Prozent der Kosten und maximal 100 Euro.
Kundenservice
Die HEK hat nur vier Geschäftsstellen, alle in Norddeutschland. Dafür ist der telefonische Kundenservice rund um die Uhr erreichbar. Vieles kann man auch in der Online-Geschäftsstelle und über die Service-App selbst erledigen.
R+V Betriebskrankenkasse

- Persönliche Beratung und Hilfe bei psychischen Erkrankungen
- Kurzzeit-Psychotherapie ohne lange Wartezeiten
- VR-Online-Therapie bei Angststörungen
- Nur eine Geschäftsstelle
Die R+V BKK fiel uns besonders durch ihr umfangreiches Angebot im Bereich »psychische Gesundheit« auf. Die Kasse kooperiert mit diversen Anbietern zusammen, die psychisch kranken Menschen niederschwellig und schnell Hilfe verschaffen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, mit kurzer Wartezeit eine Online-Kurzzeittherapie zu starten oder es gibt Unterstützung nach Psychiatrie-Aufenthalten.
Zusatzleistungen
Zähne: Pro Jahr übernimmt die R+V BKK eine professionelle Zahnreinigung (PZR) bei einem Zahnarzt aus dem DentNet-Netzwerk. Alternativ bezuschusst sie die PZR bei einem Wunschzahnarzt mit 50 Euro pro Jahr. Zahnersatz gibt es vergünstigt über das DentNet-Netzwerk.
Impfungen: Die R+V BKK übernimmt zusätzlich zu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) alle weiteren ärztlich verordneten Impfungen, darunter Reiseimpfungen wie gegen Hepatits B oder Cholera. Grippeschutzimpfungen können auch von Menschen unter 60 Jahre in Anspruch genommen werden, das bezuschusst die R+V BKK mit 80 Prozent der Impfstoffkosten (maximal 80 Euro). Bei der HPV-Impfung übernimmt sie 50 Prozent der Impfstoffkosten.
Schwangerschaft: Schwangere können für ergänzende Vorsorgeuntersuchungen wie einen Zytomegalie-Test ein Budget von 50 Euro nutzen. Möchte eine werdende Mutter nicht alleine zum Geburtsvorbereitungskurs gehen, kann sie eine beliebige Begleitperson mitnehmen. Die R+V BKK übernimmt die Kosten dafür vollständig. Eine Hebammen-Rufbereitschaft bezuschusst sie mit 250 Euro.
Kinder: Neben den regulären Vorsorgeuntersuchungen übernimmt die R+V BKK auch die Kosten für die ergänzenden Untersuchungen U10, U11 und J2 – jedoch nur bei teilnehmenden Ärzten. Muss ein Kind im Krankenhaus behandelt werden, übernimmt die Kasse die Unterbringung eines Elternteils mit im Zimmer (Rooming-In) bis zum 9. Geburtstag.
Prävention: Für zwei Präventionskurse pro Jahr erstattet die R+V BKK maximal 100 Euro je Kurs.
Kundenservice
Die R+V BKK hat nur eine Geschäftsstelle. Dafür ist der telefonische Kundenservice rund um die Uhr erreichbar. Vieles kann man auch in der Online-Geschäftsstelle und über die Service-App selbst erledigen.
Was gibt es sonst noch?
TK – Techniker Krankenkasse
Die Techniker Krankenkasse ist eine Krankenkasse mit solidem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Zusatzbeitrag liegt bei vergleichsweise niedrigen 2,45 Prozent. Besonders sticht sie aber durch die große Auswahl an Gesundheits-Apps heraus. So können Versicherte beispielsweise mit der TK-RauchFrei-App mit dem Rauchen aufhören oder mit der App TK Smart Habits gesunde Gewohnheiten aufbauen. Auch für viele Erkrankungen bietet die TK unterstützende Apps an, etwa für Migräne-, Rheuma- oder Asthma-Patienten.
Energie BKK
Die Energie BKK liegt mit ihrem Zusatzbeitrag von 2,98 Prozent im Mittelfeld unserer untersuchten Krankenkrassen. Sie beteiligt sich zweimal pro Jahr mit je 25 Euro an einer professionellen Zahnreinigung (PZR). Zahnersatz gibt es günstiger über das Dentnet-Netzwerk. Reiseschutzimpfungen übernimmt die Energie BKK vollständig. Schwangere haben ein Budget von 300 Euro, das sie für zusätzliche Tests auf beispielsweise Toxoplasmose oder Streptokokken oder für verschreibungspflichtige Medikamente wie Folsäure verwenden können.
Salus BKK
Mit 2,99 Prozent Zusatzbeitrag liegt auch die Salus BKK im Mittelfeld der untersuchten Krankenkassen. Sie übernimmt einmal im Jahr die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung (PZR) bei einem Zahnarzt im Dentnet-Netzwerk. Über das Netzwerk haben Versicherte auch Zugang zu vergünstigtem Zahnersatz. Neben Reise- und Grippeschutzimpfungen übernimmt die Salus BKK auch die Kosten für die HPV-Impfung bis zum 27. Geburtstag – für Frauen und Männer. Pro Schwangerschaft können Schwangere bis zu 250 Euro für zusätzliche Tests, Folsäure-Präparate oder eine Hebammen-Rufbereitschaft ausgeben.
So haben wir bewertet
Für unseren Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) berücksichtigen wir ausschließlich Anbieter, die bundesweit geöffnet sind. Regionale oder betriebsbezogene Krankenkassen fließen nicht in die Bewertung ein. Insgesamt analysieren wir 35 Krankenkassen anhand von 19 Kriterien, die in fünf Kategorien zusammengefasst und unterschiedlich gewichtet sind.
Folgende Kategorien und Kriterien fließen in den Test ein:
Zusatzbeitrag (30 Prozent Gewichtung):
Wir vergleichen die Höhe der Zusatzbeiträge. Ein niedriger Beitrag wirkt sich positiv auf die Bewertung aus.
Vorsorge (25 Prozent Gewichtung):
Bewertet werden Zusatzleistungen im Bereich Vorsorge, etwa Reiseschutzimpfungen, Hautkrebsfrüherkennung für unter 35-Jährige oder Grippeschutzimpfungen für unter 60-Jährige. Ebenso fließen Zuschüsse zu Gesundheitskursen oder sportmedizinischen Untersuchungen in die Bewertung ein.
Zahnbehandlungen (20 Prozent Gewichtung):
Wir prüfen, ob Krankenkassen die Kosten für professionelle Zahnreinigungen übernehmen oder bezuschussen. Zusätzlich bewerten wir, ob Zugang zu vergünstigtem Zahnersatz besteht.
Kundenservice (20 Prozent Gewichtung):
Wir bewerten Serviceangebote wie die Vermittlung von Facharztterminen und die telefonische Erreichbarkeit. Zusätzlich fließt die Höhe des Bonus für einen Modellkunden im Bonusprogramm ein. Auch die Unternehmensbewertung durch das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) wird berücksichtigt.
Schwangerschaft und Kinder (5 Prozent Gewichtung):
Wir analysieren, ob Krankenkassen über die Regelleistungen hinaus Zuschüsse zur künstlichen Befruchtung anbieten, Geburtsvorbereitungskurse für Begleitpersonen übernehmen oder zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche fördern.
Die wichtigsten Fragen
Welche gesetzliche Krankenversicherung ist die beste?
Die beste gesetzliche Krankenversicherung für die meisten ist die BKK Firmus. Sie ist die günstigste Versicherung in unserem Vergleich und kann mit Zusatzleistungen wie einer kostenfreien jährlichen Zahnreinigung punkten.
Was ist eine Familienversicherung?
Bei einer Familienversicherung können Familienmitglieder, zum Beispiel Ehepartner oder Kinder, kostenlos über den Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mitversichert werden. Voraussetzung ist, dass das monatliche Einkommen des Familienmitgliedes nicht über 485 Euro bzw. 520 Euro bei Minijobs liegt.
Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV)?
Der Hauptunterschied zwischen der privaten Krankenversicherung (PKV) und der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt im Versicherungssystem und den Leistungen. Die GKV basiert auf dem Solidaritätsprinzip, die Beiträge richten sich nach dem Einkommen und die Leistungen sind für alle Versicherten gleich. Die PKV hingegen beruht auf dem Äquivalenzprinzip: Die Beiträge basieren auf Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und gewünschten Zusatzleistungen. Der Versicherungsschutz kann individuell angepasst werden, beispielsweise mit Zuschüssen zur Brille, Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus oder Behandlung durch den Chefarzt.
Kann ich zwischen der gesetzlichen (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) wechseln?
Ein Wechsel ist unter bestimmten Umständen möglich. Liegt das Einkommen eines Angestellten oberhalb der Versicherungspflichtgrenze (73.800 Euro, Stand: 2025), dann kann er in die PKV wechseln. Selbstständige, Freiberufler und Beamte können unabhängig vom Einkommen in die PKV eintreten. Auch Studenten können sich vor dem Studium für die PKV entscheiden, müssen dann aber während des gesamten Studiums dort versichert bleiben.
Was ist DentNet?
DentNet ist ein Netzwerk aus über 1.250 Zahnarztpraxen, die mit den Krankenkassen in Deutschland zusammenarbeiten. Versicherte haben über DentNet die Möglichkeit, beispielsweise vergünstigten Zahnersatz oder kostenlose professionelle Zahnreinigungen zu bekommen.
















