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Deutsche Bank AktivKonto im Check: Filialnetz, Kosten und Kon­ditionen Test: Deutsche Bank Aktivkonto Aufmacher Finanzen Foto: Kirill Smyslov / Adobe Stock

Deutsche Bank AktivKonto im Check: Filialnetz, Kosten und Konditionen

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6,90 Euro kostet das AktivKonto der Deutschen Bank jeden Monat. Dafür verbindet es Sie mit rund 400 Filialen, einer Debit­karte und dem großen Geldautomatennetz der Cash Group. Einen Preisnachlass für regelmäßigen Geldeingang gibt es nicht. Daher lohnt sich die feste Monatsgebühr vor allem für Kunden, die die Filiale besuchen, häufiger Bargeld einzahlen und persönliche Beratung in Anspruch nehmen.

Deutsche Bank Aktiv­Konto auf einen Blick

Das Deutsche Bank AktivKonto ist ein Girokonto für Privatkunden. Im Grundpreis von monatlich 6,90 Euro stecken Online- und Telefon-Banking, eine Deutsche Bank Card und die Nutzung der Filialen. Bargeld gibt es kostenlos bei der Cash Group und bei Kooperationsbanken in mehr als 30 Ländern. Viele fremde Geldautomaten und Zahlungen in Fremdwährung kosten allerdings extra.

  • rund 400 Filialen in Deutschland
  • Eine Deutsche Bank Card ohne zusätzlichen Jahresbeitrag
  • Kostenlose Bargeldauszahlungen bei der Cash Group
  • Partnerautomaten in mehr als 30 Ländern
  • Kostenlose Ein- und Auszahlungen in Deutsche-Bank-Filialen
  • Apple Pay, Google Pay und Samsung Wallet
  • Feste Kontoführungsgebühr von 82,80 Euro im Jahr
  • Beleghafte und persönlich erteilte Überweisungen kosten extra
  • Komplexe Entgelte an fremden Geldautomaten
  • Fremdwährungsentgelt auch beim Bezahlen
  • Dispozins von 11,6 Prozent
MerkmalDeutsche Bank AktivKonto
Kontoführung6,90 Euro im Monat (82,80 Euro im Jahr)
Enthaltene Karteeine Deutsche Bank Card, Debitkarte mit Girocard- und Mastercard-Funktion
Zweite Deutsche Bank Card10 Euro im Jahr
Mastercard Standard (Kreditkarte)39 Euro im Jahr
Online- und Echtzeitüber­weisungenkostenlos
Beleghafte oder persönlich erteilte Über­weisung1,50 Euro
Bargeld bei Deutsche Bank, Postbank und Cash Groupkostenlos
Bargeld in Euro außerhalb der Cash Groupim Girocard-System meist direktes Betreiber­entgelt, andernfalls 1 Prozent des Betrags, jedoch mindestens 5,99 Euro
Bargeld in Fremdwährung an übrigen Fremd­auto­maten1 Prozent, mindestens 5,99 Euro, ein Betreiberentgelt kann hinzu­kommen
Kartenzahlung in Fremdwährung1 Prozent, mindestens 1,50 Euro
Dispozins11,6 Prozent pro Jahr
Geduldete Überziehung13,05 Prozent pro Jahr

Quelle: Deutsche Bank Produktinformationen, Entgeltinformation, Preisaushang, Preis- und Leistungsverzeichnis sowie Online-Eröffnungsstrecke.

Deutsche Bank AktivKonto im Check

Das AktivKonto kostet 6,90 Euro im Monat und damit 82,80 Euro im Jahr. Nur der Eröffnungsmonat ist kostenlos.

Gehalt, Rente oder andere regelmäßige Eingänge senken diesen Monatspreis allerdings nicht, wie es bei anderen Banken teilweise der Fall ist. Enthalten sind bei der Deutschen Bank Online- und Mobile-Banking, Telefon-Banking, Bankterminals, Lastschriften sowie beleglose Überweisungen einschließlich Echtzeitüberweisungen.

Karten und Bargeld: Starkes Netz, teure Fremdautomaten

Zum AktivKonto gehört eine Deutsche Bank Card mit Girocard- und Mastercard-Funktion. Umsätze werden direkt vom Girokonto abgebucht. Auch beim Gemeinschaftskonto ist nur eine Karte enthalten. Die zweite Deutsche Bank Card kostet 10 Euro im Jahr, die Mastercard Standard als Kreditkarte 39 Euro. Eine virtuelle Mastercard-Debitkarte für mobiles Bezahlen kostet hingegen nichts.

Kostenloses Abheben ist in Deutschland an Automaten der Deutschen Bank, Postbank, Commerzbank und HypoVereinsbank möglich. Diese Institute bilden die Cash Group. Zudem zahlen viele Supermärkte und Drogerien beim Einkauf bis zu 200 Euro aus, wenn Sie für mindestens fünf bis zehn Euro einkaufen. Auch so kommen Sie also an Bargeld.

Der Bargeld-Code macht zudem die Kassen teilnehmender Supermärkte und Drogerien zu Ein- und Auszahlungsstellen. Kunden wählen in der App die gewünschte Funktion und den Betrag. Die App erzeugt dann einen Barcode, den das Kassenpersonal scannt. Eine Debitkarte oder ein Einkauf ist dafür nicht nötig. An mehr als 12.500 Partnerstellen sind Auszahlungen bis 300 Euro pro Vorgang kostenlos, Einzahlungen kosten 1,5 Prozent.

Heben Sie innerhalb von Deutschland, aber außerhalb der Cash Group Geld am Automaten ab, hängt der Preis vom Abrechnungsweg ab: Erhebt der Betreiber des Automaten im Girocard-System ein Entgelt, berechnet die Deutsche Bank keine eigene Gebühr. Am Automaten erscheint dann der Preis des Betreibers. Verlangt er kein direktes Kundenentgelt, fallen seitens der Deutschen Bank 1 Prozent des Betrags, mindestens aber 5,99 Euro an. Bei einer Abrechnung über die Mastercard-Funktion können nochmal andere Kombinationen aus Bank- und Betreibergebühren gelten.

Bei Partnerbanken in mehr als 30 Ländern entfällt das eigene Auszahlungsentgelt. In Fremdwährung bleibt aber eine Gebühr für die Währungsumrechnung. An anderen Fremdautomaten berechnet die Deutsche Bank ebenfalls 1 Prozent, aber mindestens 5,99 Euro. Vorsicht: Hier kann noch eine direkte Gebühr vom Betreiber dazukommen. Kartenzahlungen in Fremdwährung kosten 1 Prozent und mindestens 1,50 Euro. Eine zusätzliche Reisekarte ohne Fremdwährungs­kosten kann sich deshalb lohnen.

Rund 400 Filialen stehen bereit, aber nicht immer kostenlos

Die rund 400 Filialen der Deutschen Bank schaffen eine persönliche Anlaufstelle. Dort sind Beratung, Bargeldeinzahlungen und Bankterminals verfügbar. Einfache Zahlungs­aufträge am Schalter bleiben allerdings kostenpflichtig: Überweisungen sowie Änderungen an Daueraufträgen kosten jeweils 1,50 Euro.

Deutsche Bank App: Gute Gesamtnote

Die Deutsche Bank App zeigt Kontostände und Umsätze, scannt Rechnungen, verwaltet Karten und führt Überweisungen aus. Über das BestSign-Verfahren geben Sie Aufträge direkt in der App frei. Finanzplaner, Wert­papierfunktionen und der angesprochene Bargeld-Code ergänzen das Angebot.

Die iOS-Version erreicht 4,7 von 5 Sternen bei rund 409.000 Bewertungen, die Android-App 4,6 Sterne bei rund 135.000 Rezensionen. Aktuelle Einzelrezensionen zeigen jedoch einige akute Probleme mit der App:

In den 50 jüngsten Apple-Rezensionen von August 2026 kamen 27 Bewertungen auf nur einen Stern. Wiederholt ging es um Face-ID-Login, BestSign und fehlende Benach­richtigungen. Positive Beiträge lobten Übersichtlichkeit und Bedienung der App.

In der Google-Play-Stichprobe von August betraf die Kritik vor allem Abstürze sowie Probleme beim Start und Login, mit BestSign sowie bei Überweisungen. Die Auswahl ist nicht repräsentativ, wiederkehrende Kritikpunkte deuten aber auf ein aktuelles Problem hin – das freilich mit dem nächsten Software­update behoben werden könnte.

Dispo und Über­ziehung sind teuer

Der Dispokredit kostet 11,6 Prozent pro Jahr. Ohne vereinbarten Dispo oder oberhalb des eingeräumten Rahmens fallen 13,05 Prozent an. Beide Werte sind variabel und ent­sprechen dem Stand vom 15. Juli 2026.

1.000 Euro dauerhaft genutzter Dispo verursachen damit rund 116 Euro Zinsen im Jahr. Schon wenige Monate im Minus können mehr kosten als die Kontoführung. Die fünf Vergleichskonten der Marktstichprobe (s. unten) lagen beim regulären Dispozins durchweg niedriger.

Einlagensicherung: Marken teilen sich Obergrenze

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt bis zu 100.000 Euro je Einleger und Kreditinstitut. Bei einem Gemeinschaftskonto gilt die Grenze für beide Kontoinhaber getrennt. Zusätzlich gehört die Deutsche Bank dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken an.

Was Sie dabei allerdings beachten sollten: Guthaben bei der Deutschen Bank, Postbank, Fyrst, Maxblue und DSL Bank zählen gemeinsam zur Deutschen Bank AG und werden für die Grenze von 100.000 Euro zusammengerechnet. Das ist vor allem bei größeren Beträgen auf mehreren Konten innerhalb des Konzerns wichtig.

Markteinordnung: Filialzugang kostet Aufpreis

Fünf vergleichbare Privatkonten aus dem BaFin-Kontenvergleich kosten ohne Gebührenermäßigung zwischen 3,90 und 5,90 Euro im Monat. Je nach Anbieter entfällt die Grundgebühr ab 500 bis 1.000 Euro monatlichem Geldeingang. Vier Konten sind außerdem für Kunden unter 28 beziehungsweise 30 Jahren kostenlos. Auch der Dispozins fällt im AktivKonto mit 11,6 Prozent höher aus als bei den anderen. Die Vergleichskonten verlangen regulär zwischen 8,51 und 11,04 Prozent.

Immerhin: Für den Aufpreis bietet die Deutsche Bank rund 400 Filialen, kostenlose Bargelddienste bei der Bank und das Cash-Group-Netz. Auch wer regelmäßig Geld einzahlt oder persönliche Beratung nutzt, bekommt einen konkreten Gegenwert für seinen Monatsbeitrag.

Fazit

Das Deutsche Bank AktivKonto passt zu Privatkunden, die regelmäßig Bargeld abheben und einzahlen, das Cash-Group-Netz nutzen und eine Filiale als feste Anlaufstelle schätzen. Für diese Nutzung kann die Kontoführungsgebühr passen. Bei überwiegend digitaler Kontoführung fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis schwächer aus. Vergleichbare Konten sind günstiger oder werden bei ausreichendem Geldeingang sogar kostenlos. Der hohe Dispozins und die Entgelte für Fremdwährungen sprechen außerdem gegen das AktivKonto, wenn Sie es häufiger auf Reisen nutzen oder öfter im Minus sind.

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