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alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Aufmacher Getränke Foto: F.A.Z. Kaufkompass

Das beste alkoholfreie Bier

Veröffentlicht:

Der Sommer ruft und der Mensch sehnt sich nach einem erfrischenden Kaltgetränk. Der Griff zum Bier gehört dabei für viele Deutsche zu einer Art Lebensgefühl, denn das Traditionsgetränk schmeckt, ist preiswert, erfrischend – und enthält Alkohol. Wo verläuft hier also die Grenze? Wie viel ist unter der Woche noch unbedenklich, ohne dabei Schlaf, Regeneration und Fitness zu stören?

Bisher stand man im Biergarten oft vor einem frustrierenden Dilemma, denn das Alternativangebot war meist bescheiden. Softdrinks oder Limonaden sind oft zu süß für den ehrlichen Durst, zumal man sich dann noch vermehrt mit herumschwirrenden Wespen um das eigene Getränk schlagen muss. Wer früher stattdessen zu alkoholfreiem Bier griff, wurde oftmals enttäuscht, denn die damaligen Varianten schmeckten meist schwer und übertrieben malzig. Von Erfrischung blieb nicht mehr viel übrig.

Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Der rückläufige Bierkonsum in Deutschland zwingt selbst Traditionsbrauereien zum Umdenken. Es wird mehr in Forschung und Entwicklung investiert, was wiederum zu einer breiteren und hochwertigeren Produktpalette an alkoholfreien Bieren führt. Das triste Angebot von vor zehn Jahren ist zum Glück längst Geschichte.

Wir haben 15 alkoholfreie Biere der Kategorien Pils, Helles und Weizenbier getestet und vier Empfehlungen gekürt.

Kurzübersicht

Bestes Gesamt­paket

Giesinger Freiheit

Egal, welchem Bierstil man es zuordnen mag: Das alkoholfreie Giesinger Freiheit sorgt mit malzigen und fruchtigen Noten für eine Geschmacksexplosion.
alkoholfreie Bier Test: Giesinger Freiheit
  • individueller Geschmack
  • rund und harmonisch
  • gute Schaumstabilität
  • schlechte Verfügbarkeit
  • Preis leicht über dem Schnitt
  • Keine freiwillige Angabe zum Alkoholgehalt (

Beim Giesinger Freiheit ist der Name Programm: Das alkoholfreie Bier der Giesinger-Bräuerei hebt sich bewusst von klassischen Stil-Kategorien ab und lässt sich in keine Schublade stecken. Man kann die Auflehnung förmlich schmecken. Das Bier überzeugt mit fruchtigen Noten und einem vollen Körper, den man bei alkoholfreien Bieren sonst selten findet.

Bestes alkohol­freies Pils

Krombacher o,0% Pils

Nicht zu süß, nicht zu mild, nicht zu spritzig – mit diesem alkoholfreien Pils tut man sich etwas Gutes.
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Tst Krombacher Alkoholfrei
  • vollmundiger Geschmack
  • rund und harmonisch
  • absolut alkoholfrei
  • Werbeversprechen sollten nicht überbewertet werden

Das Krombacher o,0% Pils balanciert malzige Süße und die für ein Pils charakteristische Hopfenherbe perfekt aus. Ein mildes Kohlensäureprofil bläht nicht auf und unterstreicht zusammen mit dem Alkoholgehalt von 0,0 % vol. den Sportcharakter. Nährwerte- und Isotonie-Versprechen sollte man zwar nicht überbewerten, beim Geschmack macht diesem alkoholfreien Pils aber so schnell keiner was vor.

Bestes alkoholfreies Helles

Augustiner Alkoholfrei Hell

Sieht aus wie ein Helles, riecht danach und kann obendrein mit einer geschmacklichen Leichtigkeit überzeugen.
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Augustiner Alkoholfrei
  • sehr leicht und süffig
  • rund und harmonisch
  • Zuckerarm
  • schlechte Verfügbarkeit
  • Preis deutlich über dem Schnitt (z. T. nur einzeln verfügbar)
  • schlechte Schaumstabilität

Das Besondere beim Augustiner Alkoholfrei Hell: Es ist für ein alkoholfreies Bier außerordentlich süffig und schmeckt nicht übertrieben malzig-süß oder schwer. Damit hat Augustiner-Bräu eine spritzige, erfrischende Alternative geschaffen, von der man auch gern eine zweite (oder dritte) genießt.

Bestes alkoholfreies Weizen

Paulaner Weißbier 0,0%

Mit echten 0,0 % vol. Alkohol und authentischem Weizengeschmack setzt sich das Paulaner Weißbier 0,0% durch.
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Paulaner Alkoholfrei 0.0%
  • vollmundiger Geschmack
  • erfrischend fruchtig
  • absolut alkoholfrei
  • vergleichsweise hoher Zucker­gehalt
  • Werbeversprechen sollten nicht überbewertet werden

Das Paulaner Weißbier 0,0% ist der perfekte Schnitt zwischen Tradition und Innovation. Geschmacklich überzeugt es durch seine Vollmundigkeit und typischen Weizennoten. Durch seinen 0,0 % vol. Alkoholgehalt spricht es zudem eine breitere Zielgruppe als die anderen alkoholfreien Weizenbiere aus unserem Test an und unterstreicht damit seine Vermarktung als isotonisches Sportgetränk umso mehr.

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Bestes Gesamt­paket
alkoholfreie Bier Test: Giesinger Freiheit
Giesinger Freiheit
Bestes alkohol­freies Pils
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Tst Krombacher Alkoholfrei
Krombacher o,0% Pils
Bestes alkoholfreies Helles
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Augustiner Alkoholfrei
Augustiner Alkoholfrei Hell
Bestes alkoholfreies Weizen
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Paulaner Alkoholfrei 0.0%
Paulaner Weißbier 0,0%
Alkoholfreies Bier Test Erdinger Alkoholfrei
Erdinger Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Veltins Pülleken Alkoholfrei
Veltins Helles Pülleken 0,0%
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Warsteiner 0.0%
Warsteiner Alkoholfrei 0,0%
Alkoholfreies Bier Test: Franziskaner Alkoholfrei
Franziskaner Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Lammsbräu Bio Alkoholfrei Glutenfrei
Neumarkter Lammsbräu Bio Glutenfrei Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Clausthaler Original
Clausthaler Alkoholfrei Original
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Jever Fun Alkoholfrei
Jever Fun Pilsener Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Becks Blue Alkoholfrei
Beck’s Blue Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Schneider Weisse Tap3 Alkoholfrei
Schneider Weisse Tap3 Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Zerolabs Futura Hell
ZeroLabs Futura Hell
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Tst Peroni 0.0%
Peroni Nastro Azzurro 0.0%
Bestes Gesamt­paket
Giesinger Freiheit
alkoholfreie Bier Test: Giesinger Freiheit
  • individueller Geschmack
  • rund und harmonisch
  • gute Schaumstabilität
  • schlechte Verfügbarkeit
  • Preis leicht über dem Schnitt
  • Keine freiwillige Angabe zum Alkoholgehalt (<0,5 % vol.)
Bestes alkohol­freies Pils
Krombacher o,0% Pils
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Tst Krombacher Alkoholfrei
  • vollmundiger Geschmack
  • rund und harmonisch
  • absolut alkoholfrei
  • Werbeversprechen sollten nicht überbewertet werden
Bestes alkoholfreies Helles
Augustiner Alkoholfrei Hell
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Augustiner Alkoholfrei
  • sehr leicht und süffig
  • rund und harmonisch
  • Zuckerarm
  • schlechte Verfügbarkeit
  • Preis deutlich über dem Schnitt (z. T. nur einzeln verfügbar)
  • schlechte Schaumstabilität
Bestes alkoholfreies Weizen
Paulaner Weißbier 0,0%
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Paulaner Alkoholfrei 0.0%
  • vollmundiger Geschmack
  • erfrischend fruchtig
  • absolut alkoholfrei
  • vergleichsweise hoher Zucker­gehalt
  • Werbeversprechen sollten nicht überbewertet werden
Erdinger Alkoholfrei
Alkoholfreies Bier Test Erdinger Alkoholfrei
  • rund und harmonisch
  • schlechte Schaumstabilität
  • vergleichsweise hoher Zucker­gehalt
  • hoher Kohlensäuregehalt
  • Werbeversprechen sollten nicht überbewertet werden
Veltins Helles Pülleken 0,0%
alkoholfreie Bier Test: Veltins Pülleken Alkoholfrei
  • vollmundiger Geschmack
  • gute Schaumstabilität
  • Kalorienarm
  • Zuckerarm
  • schlechte Verfügbarkeit
  • Preis leicht über dem Schnitt
Warsteiner Alkoholfrei 0,0%
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Warsteiner 0.0%
  • absolut alkoholfrei
  • vergleichsweise hoher Kalorien- und Zucker­gehalt
  • sehr süßer Geschmack
  • Werbeversprechen sollten nicht überbewertet werden
Franziskaner Alkoholfrei
Alkoholfreies Bier Test: Franziskaner Alkoholfrei
  • vollmundiger Geschmack
  • Kalorienarm
  • Zuckerarm
  • schlechte Schaumstabilität
Neumarkter Lammsbräu Bio Glutenfrei Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Lammsbräu Bio Alkoholfrei Glutenfrei
  • Glutenfrei
  • Bio-Zertifizierung
  • Preis stark über dem Schnitt
  • Für Pils sehr helle Farbe
Clausthaler Alkoholfrei Original
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Clausthaler Original
  • individueller Geschmack
  • setzt Vorliebe für ausgeprägte Hopfennoten voraus
  • teils seifige Noten
Jever Fun Pilsener Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Jever Fun Alkoholfrei
  • gute Schaumstabilität
  • kalorienarm
  • zuckerfrei
  • Zu Beginn eher wässrig
  • dominante Herbe im Abgang
Beck’s Blue Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Becks Blue Alkoholfrei
  • sehr gute Schaumstabilität
  • Zuckerarm
  • Zu Beginn eher wässrig
  • Holpriger Geschmacks­umschwung
  • viel Kohlensäure
Schneider Weisse Tap3 Alkoholfrei
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Schneider Weisse Tap3 Alkoholfrei
  • Kalorienarm
  • Zuckerarm
  • Fehlgeruch
ZeroLabs Futura Hell
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Zerolabs Futura Hell
  • Gute Schaumstabilität
  • Sehr kalorienarm
  • Zuckerfrei
  • Preis stark über dem Schnitt
  • unausbalancierter Geschmack
  • Fehlgeruch
Peroni Nastro Azzurro 0.0%
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Tst Peroni 0.0%
  • absolut alkoholfrei
  • Zuckerarm
  • Preis deutlich über dem Schnitt
  • Zu Beginn eher wässrig
  • schlecht leserliches Etikett
  • Künstliches Geschmacks­profil durch Aromazusätze
Füllgebinde
0,33 l und 0,5 l
0,33 l und 0,5 l
0,5 l
0,33 l und 0,5 l
0,33 l und 0,5 l
0,33 l
0,33 l
0,33 l und 0,5 l
0,33 l
0,5 l
0,33 l und 0,5 l
0,33 l und 0,5 l
0,5 l
0,33 l
0,33 l
Angabe Alkoholgehalt
< 0,5 % vol. (nur online)
0,0 % vol.
< 0,5 % vol.
0,0 % vol.
< 0,5 % vol.
< 0,5 % vol.
0,0 % vol.
< 0,5 % vol.
< 0,5 % vol.
< 0,5 % vol.
< 0,5 % vol.
< 0,5 % vol.
< 0,5 % vol.
0,0 % vol.
0,0 % vol.
Zutatenliste
Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe
Wasser, Gerstenmalz, Gärungskohlensäure, Hopfen, Hopfenextrakt
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Gärungskohlensäure, Hefe, Hopfen
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gärungskohlensäure
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure
Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfenextrakt, Gärungskohlensäure
Natürliches Mineralwasser, Gerstenmalz*, Doldenhopfen*; Gärungskohlensäure
*aus ökologischem Anbau
Wasser, GERSTENmalz, Hopfenextrakt, Gärungskohlensäure
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure
Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Gärungskohlensäure, Hopfen, Hefe
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Wasser, Gerstenmalz, Mais, Hopfen, Hopfenextrakt, natürliche Aromastoffe
Brennwert pro 100 ml
112 kJ/ 27 kcal
116 kJ/ 27 kcal
96 kJ/ 23 kcal
102 kJ/ 24 kcal
107 kJ/ 25 kcal
83 kJ/ 19 kcal
147 kJ/ 35 kcal
88 kJ/ 21 kcal
121 kJ/ 29 kcal
108 kJ/ 26 kcal
61 kJ/ 15 kcal
98 kJ/ 23 kcal
82 kJ/ 29 kcal
53,11 kJ/ 12,5 kcal
99 kJ/ 23 kcal
Fett pro 100 ml
< 0,5 g
0 g
< 0,5 g
0 g
< 0,5 g
< 0,5 g
0 g
0 g
< 0,5 g
0 g
0 g
< 0,01 g
0 g
< 0,5 g
0 g
davon gesättigte Fettsäuren
< 0,1 g
0 g
< 0,1 g
0 g
< 0,5 g
< 0,1 g
0 g
0 g
< 0,1 g
0 g
0 g
< 0,01 g
0 g
< 0,1 g
0 g
Kohlenhydrate pro 100 ml
5,6 g
6,4 g
4,5 g
5,3 g
5,3 g
4,4 g
8,1 g
4,4 g
6,9 g
5,6 g
2,5 g
5 g
3,8 g
2,56 g
5,6 g
davon Zucker
2,8 g
3,1 g
1,7 g
3,6 g
3,6 g
1,2 g
3,9 g
1,8 g
3,2 g
2,8 g
< 0,5 g
2,4 g
1,5 g
< 0,5 g
0,8 g
Eiweiß pro 100mg
< 0,5 g
0 g
0,5 g
0,7 g
< 0,5 g
< 0,5 g
0,5 g
0,6 g
< 0,5 g
< 0,5 g
< 0,5 g
0,3 g
0,5 g
< 0,5 g
0,2 g
Salz
< 0,01 g
0 g
< 0,01 g
0 g
< 0,01 g
< 0,01 g
0 g
0
< 0,01 g
< 0,01 g
0,02 g
< 0,01 g
0 g
< 0,0100 g
0 g
Angabe Isotonisch
nein
ja
nein
ja
ja
nein
ja
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
Angabe Vitamin B6 pro 100 ml
nein
0,07 mg (5 % der Nährstoffbezugswerte)
nein
nein
nein
nein
0,09 mg (6 % der Nährstoffbezugswerte)
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
Angabe Vitamin B9 (Folsäure) pro 100 ml
nein
27 µg (14 % des Nahrstoffbezugswertes)
nein
23,2 µg (11,6 % des Nahrstoffbezugswertes)
10 µg (5 % des Nahrstoffbezugswertes)
nein
12,6 µg (6 % des Nahrstoffbezugswertes)
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
Angabe Vitamin B12 pro 100 ml
nein
0,26 µg (10 % des Nahrstoffbezugswertes)
nein
0,25 µg (10,1 % des Nahrstoffbezugswertes)
0,13 µg (5,2 % des Nahrstoffbezugswertes)
nein
0,19 µg (8 % des Nahrstoffbezugswertes)
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
Label
nein
isotonisch, vitaminhaltig
Geschützte geografische Angabe »Münchner Bier«
Geschützte geografische Angabe »Münchner Bier«
nein
nein
DLG-Prämierung Gold
Geschützte geografische Angabe »Münchner Bier«
EU-Bio-Logo, Naturland, Bioland, Bio Bayern, Glutenfrei
Vegan
Vegan
nein
nein
nein
nein
Geschmack
süß mit fruchtigen Bananen- und Hopfennoten
malzig-süß
leicht süß
malzig-süß, fruchtig (Banane)
malzig-süß, leicht fruchtig (Banane)
malzig-süß
sehr süß, leicht malzig
sehr malzig-süß, sehr fruchtig (Banane)
malzig-süß
sehr süß, hopfig-kräuterig
eher wässrig, leicht hopfig
eher wässrig, malzig-süß
säuerlich-fruchtig
eher wässrig
eher wässrig
Abgang
leichte Säure
leichte, schnell abklingende Bittere
leichte, schnell abklingende Bittere
Banane geht in Brotnote über; leichte Säure
mild
leichte, kurz anhaltende Bittere
mild
fruchtig (Banane)
leichte, kurz anhaltende Bittere
leichte, kurz anhaltende Bittere
dominante, lang anhaltende Bittere
leichte, kurz anhaltende Bittere
dominante Säure, fruchtig (Banane)
dominante, lang anhaltende Bittere
leichte, kurz anhaltende Bittere

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Prost ohne Promille: Alkoholfreie Biere im Test

Es ist allseits bekannt: Der Alkoholkonsum befindet sich auf einem Abwärtstrend. Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für ein Leben ohne Alkohol – oder zumindest für eins mit weniger. Die Brauereien bibbern, denn dieser Trend macht sich auch bei ihrem Absatz bemerkbar. Denn: So stark wie 2025 ist der Bierabsatz seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr eingebrochen, meldete das Statistische Bundesamt im Februar 2026.

Um die Zahlen zu veranschaulichen: Rechnerisch hat jeder Einwohner im Vergleich zum Jahr 2024 etwa zwölf Halbe weniger getrunken. Der Absatz ist damit erstmals unter acht Milliarden Liter gefallen: eine erschreckende Entwicklung für alle Brauereien. Doch der Trend scheint sich auch gegenläufig zu verhalten, denn wo einerseits der Bierkonsum schrumpft, steigt andererseits die Nachfrage nach der alkoholfreien Alternative.

Die Brauereien reagieren nach und nach auf diesen Trend – und sind dabei sehr innovativ. Neben den alkoholfreien Varianten der Klassiker wie Helles, Pils oder Weizenbier können heute auch spritzige Radler in sämtlichen Geschmacksrichtungen bis hin zu hopfigen Craft-Bieren problemlos mit den alkoholhaltigen Originalen mithalten. Damit gehört Deutschland laut dem Deutschen Brauerbund zu den weltweit führenden Herstellern von alkoholfreiem Bier.

Alkoholfrei versus 0,0 % vol.?

Alkoholfrei ist übrigens nicht gleich alkoholfrei. Wer im Supermarkt genau hinschaut, entdeckt zwei Varianten: Klassiker mit der Aufschrift “alkoholfrei” und Produkte, die explizit mit “0,0 %” werben.

Dass “alkoholfrei” nicht automatisch bedeutet, dass kein Alkohol drin ist, verdanken wir – wie sollte es auch anders sein – der deutschen Gesetzgebung. Denn für den Gesetzgeber darf ein Bier als alkoholfrei ausgelobt werden, sofern ein Restalkoholgehalt von 0,5 % nicht überschritten wird. Dieser minimale Wert ist gesundheitlich völlig unbedenklich. Zum Vergleich: Eine reife Banane oder ein Glas Apfelsaft enthalten durch natürliche Reifung oft ähnlich viel Alkohol.

Wer hingegen komplett auf Promille verzichten möchte, sei es aus Überzeugung, Schwangerschaft oder gesundheitlichen Gründen, greift zur „0,0 %“-Variante. Ganz ohne Alkohol geht es allerdings auch hier selten: Gesetzlich erlaubt ist bei dieser Kennzeichnung ein minimaler technischer Restwert von bis zu 0,05 % Alkohol. Er ist im Körper nicht mehr nachweisbar und so verschwindend gering, dass die Brauereien extrem präzise arbeiten müssen, um diese strenge Obergrenze sicher einzuhalten.

Dennoch ist bei bestimmten Personengruppen Vorsicht geboten: Unabhängig vom Restalkohol sollten Kinder kein alkoholfreies Bier trinken, da sie dadurch früh an den Geschmack und das Trinkritual gewöhnt werden. Auch für trockene Alkoholiker ist der Genuss kritisch. Geruch und Geschmack des alkoholfreien Biers können das Suchtgedächtnis aktivieren und so einen Rückfall auslösen.

Gut zu wissen: Im europäischen Ausland gelten zum Teil andere Richtlinien. In Ländern wie Frankreich, Spanien oder Italien liegt die gesetzliche Grenze für alkoholfreies Bier deutlich höher, nämlich bei bis zu 1,2 % Alkohol. Wer also im Urlaub zur alkoholfreien Variante greift, sollte als sensibler Konsument lieber zweimal hinschauen.

Wie wird (alkoholfreies) Bier hergestellt?

Eins ist schon mal klar: Deutsche lieben Regeln! Und beim Bierbrauen hört der Spaß auf. Denn hier sind nach dem historischen Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 – das heute als Deutsches Reinheitsgebot weiterlebt – traditionell nur drei Zutaten erlaubt: Wasser, Malz und Hopfen.

Vier simple Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe

Natürlich gehört auch Hefe dazu, aber davon wusste man 1516 noch nichts. Doch wir wollen der Hefe keinesfalls den Platz streitig machen, denn ohne sie gäbe es kein Bier. Aber wie verwandeln die winzigen Mikroorganismen den süßen Gerstensaft eigentlich in Bier?

Der Schlüssel liegt in der Gärung: Zunächst wird beim Maischen das geschrotete Malz mit Wasser erwärmt, damit sich die Stärke in Malzzucker umwandelt. Das Malz ist hierbei speziell vorbehandeltes Getreide – meist Gerste –, das angekeimt und getrocknet wurde. Das aktiviert natürliche Enzyme, die später bei der Stärkeumwandlung relevant sind.

Anschließend folgt das Läutern, bei dem das Malz-Wasser-Gemisch gefiltert wird. Der daraus gewonnene Sud wird dann mit Hopfen gekocht. Daraus resultiert die Würze, die sehr viel gelösten Malzzucker enthält. Ein reines Festmahl für die Hefe, denn im Rahmen der Biergärung wandelt sie den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um. Hierdurch erhält das Bier seinen charakteristischen Geschmack inklusive prickelndem Mundgefühl und seinen Alkoholgehalt.

Welches Bier man erhält, hängt übrigens stark vom eingesetzten Hefestamm ab. Hier unterscheidet man zwischen ober- oder untergärigen Hefen. An dieser Stelle bietet sich eine Eselsbrücke perfekt an: Obergärige Hefen bevorzugen Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad und liegen damit im oberen Temperaturbereich. Außerdem steigt die Hefe während des Gärungsprozesses nach oben und kann nach der Gärung abgeschöpft werden.

Die untergärigen Hefen dagegen arbeiten am liebsten zwischen vier und neun Grad, liegen damit im unteren Temperaturbereich und sinken nach der Gärung nach unten. Bei ungefilterten Bieren bildet sich deswegen auch ein Hefesatz am Flaschenboden. Heutzutage sind etwa 85 Prozent der Biere untergärig. Dazu gehören etwa Pils oder Helles.

Traditionell wurde untergäriges Bier in Regionen mit strengen Wintern gebraut. Bis zur Erfindung moderner Kältetechnik durfte bis Mitte des 19. Jahrhunderts ohnehin nur in den kalten Monaten gebraut werden. Um die nötigen Temperaturen in den Gärkellern zu halten, musste sogar extra Eis gehackt werden. In den heißen Sommermonaten fehlte früher schlicht die nötige Kühlung. Durst hatte man aber trotzdem, weswegen auf das obergärige Brauverfahren zurückgegriffen wurde. Dazu gehören etwa das Weizen oder Kölsch.

alkoholfreie Bier Test: Bier Allgemeiner Teil

Doch was passiert, wenn man diesen Alkoholgehalt gar nicht im Glas haben möchte? Um alkoholfreies Bier herzustellen, nutzen die Brauereien verschiedene Herangehensweisen, die oft auch miteinander kombiniert werden.

Zum einen kann dafür gesorgt werden, dass bei der Gärung erst gar nicht so viel Alkohol entsteht, sodass der Alkoholgehalt auf maximal 0,5 vol. % begrenzt wird. In diesem Fall wird die Gärung gezielt gestoppt, indem man das Gebräu herunterkühlt. Als Folge stellt die Hefe ihre Arbeit ein und wandelt keinen Malzzucker mehr in Alkohol um.

Alternativ können spezielle Hefestämme eingesetzt werden, die den Malzzucker nicht in Alkohol umwandeln können. Da bei beiden Verfahren viel unvergorener Malzzucker im Bier zurückbleibt, schmecken viele alkoholfreie Biere meist süßer als ihre alkoholhaltigen Pendants. Vor allem bei obergärigen Bieren wie etwa Weizenbieren ist das eine beliebte Methode, da sie ohnehin einen süßeren Geschmack aufweisen.

Auch alkoholfreies Bier folgt dem Reinheitsgebot

Zum anderen kann man die Hefegärung ganz normal ablaufen lassen und der entstandene Alkohol wird nach dem Brauprozess entfernt. Hierbei kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Meist greifen Brauereien auf die sogenannte Vakuumdestillation oder Rektifikation zurück. Dabei wird dem fertig gebrauten Bier der Alkohol im Vakuum besonders schonend entzogen. Das Prinzip entspricht dem normalen Erhitzen, doch durch das angelegte Vakuum verdampft der Alkohol schon bei sehr niedrigen Temperaturen. So verflüchtigt er sich, während die empfindlichen Aromastoffe im Bier erhalten bleiben.

Alternativ kann das Bier bei der Umkehrosmose durch hauchdünne Filtermembranen gepresst werden, die nur Wasser und Alkohol passieren lassen. Das zurückbleibende Aromakonzentrat wird dann wieder mit Wasser gemischt. Bei beiden Methoden bleiben die typischen Hopfen- und Malzaromen voll erhalten, auch geht der Körper des Bieres nicht verloren.

Ein alkoholfreies Bier wird somit erst einmal genauso gebraut wie ein alkoholhaltiges. Allerdings geht – unabhängig vom gewählten Verfahren – bei der Herstellung von alkoholfreiem Bier Kohlensäure verloren oder wird unzureichend gebildet. Um dem entgegenzuwirken, fangen viele Brauereien die bei der normalen Gärung entstehende »Gärungskohlensäure« auf und fügen sie vor der Abfüllung wieder hinzu. Solange sie aus dem eigenen Brauprozess stammt und entsprechend auf der Zutatenliste deklariert wird, ist das völlig konform mit dem Deutschen Reinheitsgebot. Da es lediglich regelt, welche Zutaten hinzugefügt werden dürfen, wird es weder durch den nachträglichen Alkoholentzug noch durch die Rückführung der eigenen Kohlensäure verletzt.

Biersorten im Überblick

Wenn in einem Land über 1.500 Brauereien existieren, bedeutet das für den konsumierenden Biertrinker eine riesige Auswahl an verschiedenen Bieren. Jedes mit seinem unverwechselbaren Charakter und Aromaprofil. Sie lassen sich allerdings in verschiedene Bierstile unterteilen. In diesem Test konzentrieren wir uns auf die gängigsten: Pils, Helles und Weizenbier.

Das ursprünglich aus dem böhmischen Pilsen stammende Pils ist der beliebteste Bierstil unter den Deutschen: schlank, erfrischend und untergärig gebraut. Ganz klar im Vordergrund steht bei diesem Bierstil der Hopfen, weswegen es eher etwas herber und würziger schmeckt. Im Glas präsentiert es sich meist in einem klaren Stroh- bis Goldgelb.

Ebenfalls weit oben auf der Beliebtheitsskala steht das Helle – oft auch als Helles Lager oder Münchner Helles bezeichnet. Es ist untergärig, strohgelb und im Vergleich zu Pils deutlich weniger herb. Vor allem die Balance aus Malz und Hopfen macht es besonders süffig. Wird ein Helles unfiltriert abgefüllt, spricht man von einem naturtrüben Kellerbier oder Zwicklbier. Das Helle ist vor allem in München beliebt.

Das Weizenbier – auch Hefeweizen oder Weißbier genannt – besticht mit fruchtigen Noten, allen voran feinen Bananennuancen, einem spritzigen Kohlensäuregehalt und einer prachtvollen Schaumkrone. Der Name kommt dabei nicht von ungefähr: Während untergärige Stile wie Pils oder Helles laut Reinheitsgebot ausschließlich aus Gerstenmalz gebraut werden dürfen, ist bei obergärigen Bieren auch Malz anderer Getreidearten erlaubt.

Ein Weizenbier muss dabei aus 50 Prozent Weizenmalz bestehen. Traditionell wird diese Sorte unfiltriert abgefüllt, daher auch die Bezeichnung »naturtrübes Weizenbier«. Die gefilterte Variante nennt sich Kristallweizen und präsentiert sich glanzfein im Glas. Je nach Brauart gibt es das Weizenbier in den unterschiedlichen Farbnuancen: von hellgoldfarben bis hin zu einem kräftigen Haselnuss- oder Dunkelbraun.

Das Ding mit der Gesundheit

In der Theorie ist Bier ziemlich gesund. Es glänzt mit einer kurzen Zutatenliste und enthält längst nicht so viel Zucker wie so manche Softdrinks. Neben Mineralien wie Kalium oder Magnesium enthält es auch regenerationsunterstützende B-Vitamine wie B6, B9 (Folsäure) und Spuren von B12. Hinzu kommen entzündungshemmende Iso-Alphasäuren durch den Hopfen. Wäre da nicht der Alkohol, denn der wirkt eher diuretisch (harntreibend) und hemmt die Muskelregeneration sowie den Fettabbau.

Damit müsste die alkoholfreie Variante doch das ultimative Sportlergetränk sein, oder? Nicht ganz, aber es kann eine gute Option sein. Das Deutsche Institut für Sporternährung bestätigt zumindest, dass alkoholfreies Bier eine sinnvolle Option nach dem Training sein kann. Mit seinen enthaltenen Kohlenhydraten füllt es entleerte Energiespeicher auf, während Mineralstoffe und Vitamine die Regeneration unterstützen. Wer trainiert, schwitzt nämlich und verliert dadurch Flüssigkeit sowie Mineralstoffe.

Viele alkoholfreie Biere sind isotonisch, aber nicht alle

Isotonische Getränke werden hierbei empfohlen, da sie genau so viele gelöste Teilchen wie unser Blut enthalten. Dadurch kann der Körper die enthaltenen Stoffe ohne Aufwand direkt aufnehmen und den Wasserhaushalt schnell ausgleichen. Bewirbt ein Hersteller sein Produkt als »isotonisch«, so ist er an gesetzliche Vorgaben gebunden, die eine exakte Teilchendichte vorgeben. Je nach Brauart und Restzuckergehalt sind zwar viele alkoholfreie Biere von Natur aus isotonisch – auf jede beliebige Sorte trifft das aber nicht zu. Auch B-Vitamine sind naturgemäß – vor allem durch das Malz – im Bier enthalten. Wie viel letztendlich im fertigen Bier landet, hängt vom jeweiligen Brauprozess und der Stammwürze ab. Das heißt, auch ein klassisches Bier ist per se vitaminhaltig, darf aber aufgrund des Alkoholgehaltes nicht damit beworben werden.

Fraglich war bisher nur, ob diese wertvollen Inhaltsstoffe nicht durch den Entzug des Alkohols verlorengehen. Immerhin: Eine Studie der TU München aus dem Jahr 2026 zeigte, dass alkoholfreie Biersorten ähnlich viel Vitamin B6 enthalten wie ihre alkoholischen Pendants. Es kommt vor allem auf die verwendeten Rohstoffe an, wie viel Vitamin drin ist. Ein weiteres entscheidendes Stichwort ist jedoch die Verfügbarkeit der jeweiligen Stoffe. Nicht jeder Nährstoff kann gleich gut von unserem Körper aufgenommen werden. Das ist vor allem abhängig vom Herstellungsverfahren des alkoholfreien Bieres. So kann der Körper das Vitamin optimal aufnehmen, wenn der Alkohol nach der vollständigen Gärung entfernt wurde.

Wurde die Gärung hingegen frühzeitig gestoppt, liegt das Vitamin teilweise in seiner gebundenen Form vor und kann nur etwa zur Hälfte vom Körper verwendet werden. Meist wird das Herstellungsverfahren nicht groß kommuniziert, es lohnt sich jedoch ein Blick auf die Nährstofftabelle. Eine gestoppte Gärung lässt sich meist an einem höheren Restzuckergehalt erahnen.

Dass nicht jedes alkoholfreie Bier als »isotonisch« oder »vitaminhaltig« beworben wird, hat vor allem rechtliche und strategische Gründe. Beide Begriffe sind lebensmittelrechtlich streng reguliert und erfordern regelmäßige Laborkontrollen, die mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Außerdem strebt nicht jede Brauerei eine Positionierung als Sport- oder Fitnessgetränk an.

Fazit: Ein alkoholfreies Bier schadet nach dem Sport nicht, ein Wasser oder eine stark verdünnte Saftschorle tut es aber ebenfalls.

Unsere Favoriten

Bestes Gesamt­paket

Giesinger Freiheit

Egal, welchem Bierstil man es zuordnen mag: Das alkoholfreie Giesinger Freiheit sorgt mit malzigen und fruchtigen Noten für eine Geschmacksexplosion.
alkoholfreie Bier Test: Giesinger Freiheit
  • individueller Geschmack
  • rund und harmonisch
  • gute Schaumstabilität
  • schlechte Verfügbarkeit
  • Preis leicht über dem Schnitt
  • Keine freiwillige Angabe zum Alkoholgehalt (

Das Giesinger Freiheit lässt sich in keine Kategorie einordnen und sprengt damit die Ketten des starren Bierdiktats. Vielleicht ist es deswegen die beste Option für alle, die auf der Suche nach einem guten alkoholfreien Bier sind und denen der jeweilige Bierstil egal ist. Denn was genau für ein Bier das ist, will uns keiner so richtig sagen. Es diene als erstklassige Ergänzung für alle Bierliebhaber, die Alternativen suchen, so Giesinger Bräu.

Warum die Einordnung so schwerfällt, zeigt sich schon beim Blick auf das blaue Etikett: Freche Sprüche, saloppes Auftreten und Smileys geben sofort den Ton an – das Giesinger Freiheit macht sein eigenes Ding. Giesinger Bräu verzichtet hier als einziges aller getesteten Biere auf eine Angabe zum Alkoholgehalt auf der Flasche. Rechtlich verpflichtend ist das auch erst ab einem Alkoholgehalt von 1,2 vol. %, aber ein kleiner Hinweis wie »<0,5 vol. %« hätte dem Etikett gut gestanden und würde für mehr Transparenz sorgen. Auf der Website der Brauerei findet man diese Angabe immerhin.

Abgefüllt wird das Bier sowohl in handlichen 0,33-l-Flaschen als auch in klassischen 0,5-l-Gebinden. Neben Gerstemalz findet sich auch Weizenmalz in der Zutatenliste. Da nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut wurde, lässt das auf eine obergärige Brauweise schließen, denn bei untergärigen Bieren darf gesetzlich nur Gerstenmalz eingesetzt werden.

Zur genauen Brauweise hielt sich die Brauerei aus wettbewerbsgründen zwar bedeckt, es werden aber spezielle Hefestämme eingesetzt. Die vergären nur wenig Zucker zu Alkohol. Was feststeht: Das Weizenmalz verleiht dem Giesinger Freiheit Körper und Geschmack. Damit kombiniert es die Fruchtigkeit eines Weizens mit der leichten Herbe eines Hellen.

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alkoholfreie Bier Test: Giesinger
Das Giesinger Freiheit überzeugt unter den alkoholfreien Bieren mit dem besten Gesamtpaket.
alkoholfreie Bier Test: Giesinger 3
Beim Giesinger Freiheit geben freche Sprüche den Ton an. Kalorien- und Zuckergehalt liegen im Mittelfeld.
alkoholfreie Bier Test: Giesinger 2
Neben Gerstenmalz findet sich auch Weizenmalz in der Zutatenliste. Das sorgt für den nötigen Körper.
alkoholfreie Bier Test: Giesinger
Das Giesinger Freiheit ist unfiltriert und präsentiert sich hell-golden im Glas.
alkoholfreie Bier Test: Schaumbildung
Zu Beginn weist das Giesinger Freiheit eine schöne und feine Schaumkrone auf.
alkoholfreie Bier Test: Schaumbildung 2
Das Ergebnis unseres Schaumstabilitätstests nach fünf Minuten Standzeit.

In unserem sensorischen Test ordnen wir das Giesinger Freiheit dennoch in die Kategorie »Helles« ein, da es diesem stilistisch etwas näherkommt als den anderen beiden Sorten. Die fruchtige Note von Banane ist bereits beim Einschenken wahrnehmbar und erinnert fast schon ein wenig an die eines Weizenbieres. Im Glas wirkt die leicht trübe Giesinger Freiheit – fast schon wie eine Apfelschorle. Immerhin mit einer schönen und stabilen Schaumkrone.

Das alkoholfreie Giesinger ist in diesem Fall unfiltriert. Es bleibt also mehr für Zunge und Gaumen, könnte für den ein oder anderen aber schwerer im Magen liegen. Der erste Schluck ist eine wahre Geschmacksexplosion. Das alkoholfreie Bier schmeckt malzig-würzig und leicht herb, kombiniert mit einer feinen Süße. Bei unseren Testern kommt das Bier hervorragend an und sie beschreiben das Freiheit-Getränk als »sehr erfrischend«.

Preislich liegt das Giesinger Freiheit im Vergleich zu unseren anderen getesteten Bieren leicht über dem Durchschnitt. Aktuell ist auch die Verfügbarkeit auf wenige Online-Shops begrenzt. Der Hersteller bietet das Produkt aber auch in einem eigenen Online-Shop zum Verkauf inklusive Versand an.

Bestes alkohol­freies Pils

Krombacher o,0% Pils

Nicht zu süß, nicht zu mild, nicht zu spritzig – mit diesem alkoholfreien Pils tut man sich etwas Gutes.
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Tst Krombacher Alkoholfrei
  • vollmundiger Geschmack
  • rund und harmonisch
  • absolut alkoholfrei
  • Werbeversprechen sollten nicht überbewertet werden

2017 brachte die familiengeführte Privatbrauerei Krombacher die beiden Sorten o,0% Pils und o,0% Weizen auf den Markt. Mit dem Werbeversprechen »Isotonisch & Vitaminhaltig« richtet sich das Produkt gezielt an eine sportaffine und gesundheitsbewusste Zielgruppe, die vollständig auf Alkohol verzichten möchte. Wie schon in unserem Infoteil erläutert, sollten solche Aussagen jedoch differenziert betrachtet werden. Ein Vergleich der Nährwerte mit einer Marktanalyse des Deutschen Instituts für Sporternährung aus dem Jahr 2023 zeigt, dass die Vitamin-B-Gehalte des Krombacher o,0% Pils im durchschnittlichen Bereich vergleichbarer alkoholfreier Pilsener und Schankbiere liegen.

Krombacher setzt eigenen Angaben zufolge auf eine gestoppte Gärung mit einer anschließenden schonenden Entalkoholisierung. In diesem Fall wird der Malzzucker von der Hefe nicht vollständig umgesetzt. Durch den abgebrochenen Gärprozess liegt ein Großteil des Vitamins B6 in gebundener Form vor, wodurch es von unserem Körper nur etwa zur Hälfte aufgenommen werden kann. Außerdem enthält Bier durch die verwendeten Rohstoffe wie Malz und Hefe prozessbedingt von Natur aus verschiedene B-Vitamine und ist damit kein Alleinstellungsmerkmal von Krombacher.

Die Vitamin-B6-Auslobung ist allerdings an strenge gesetzliche Vorgaben und damit einhergehende regelmäßige Kontrollen geknüpft. Für den Hersteller ist das mit zusätzlichem Aufwand und Kosten verbunden, weswegen diese Merkmale nicht von jedem aktiv beworben werden. Gleiches gilt für die Isotonie: Sie ist weder für Krombacher noch bei anderen auslobenden Marken ein Alleinstellungsmerkmal. Obwohl nicht jedes Bier isotonisch ist, sind es viele Biersorten, ebenso wie Kokosnusswasser oder verdünnte Saftschorlen.

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alkoholfreie Bier Test: Krombacher
Das Krombacher o,0% Pils sichert sich den ersten Platz in der Kategorie der alkoholfreien Pilse.
alkoholfreie Bier Test: Krombacher 2
Mit der Auslobung von Isotonie und Vitaminen richtet sich Krombacher an eine sportaffine und gesundheitsbewusste Zielgruppe.
alkoholfreie Bier Test: Krombacher
Das Krombacher o,0% Pils präsentiert sich klar und golden im Glas. 
alkoholfreie Bier Test: Schaumbildung
Die Schaumkrone des Krombacher o,0% Pils zu Beginn unseres Stabilitätstests.
alkoholfreie Bier Test: Schaumbildung 2
Die Schaumkrone ist nach fünf Minuten Standzeit insgesamt akzeptabel.

Das Krombacher o,0% Pils präsentiert sich mit einer akzeptablen Schaumkrone klar und golden im Glas. Geruchlich dominieren malzig-würzige und hopfige Noten. Der erste Schluck schmeckt süßlich-malzig, der aber durch die im Nachgang einsetzende Hopfenherbe perfekt ausbalanciert wird.

Gerade in der Kategorie Pils bietet das Krombacher o,0% Pils damit die ideale Balance, denn während einige alkoholfreie Pilse aus unserem Test teilweise viel zu herb schmeckten und wir bei anderen hingegen die charakteristische Herbe vermisst haben, trifft dieses alkoholfreie Pils direkt ins Schwarze.

Das geringere Kohlensäureprofil macht es zudem angenehm zu trinken, was auch den Sportcharakter unterstreicht. Viele vergleichbare Produkte sind oft zu kohlensäurehaltig und wirken eher aufblähend – vor allem nach dem Sport ein No-Go. Erhältlich ist das o,0% Pils sowohl im 0,33-l- als auch im 0,5-l-Gebinde.

Bestes alkoholfreies Helles

Augustiner Alkoholfrei Hell

Sieht aus wie ein Helles, riecht danach und kann obendrein mit einer geschmacklichen Leichtigkeit überzeugen.
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Augustiner Alkoholfrei
  • sehr leicht und süffig
  • rund und harmonisch
  • Zuckerarm
  • schlechte Verfügbarkeit
  • Preis deutlich über dem Schnitt (z. T. nur einzeln verfügbar)
  • schlechte Schaumstabilität

Über 700 Jahre Tradition und im Schnitt alle 77 Jahre ein neues Produkt – Beim Augustiner-Bräu ticken die Uhren langsamer und um Trends wird sich nicht sonderlich geschert. Niemand hat also damit gerechnet, dass dieser Koloss auf den Trendzug »Alkoholfrei« aufspringt. Doch man wurde eines Besseren belehrt.

Im März 2024 – und damit 38 Jahre nach der letzten Produkteinführung – brachte Augustiner-Bräu das Alkoholfrei Hell auf den Markt – und löste einen regelrechten Hype aus. Was folgte, waren Lieferengpässe, Abgabenbeschränkungen im Getränkemarkt, leere Regale und horrende Preise im Internet. Mittlerweile hat die Brauerei ihre Kapazitäten erweitert, sodass der Durst endlich gestillt werden kann. Wenn auch mit kleinen Einschränkungen, denn online ist das alkoholfreie Augustiner aktuell nur als Einzelflasche verfügbar, was sich im Preis widerspiegelt.

Das Alkoholfrei Hell überzeugt in einem stilvollen blauen Design im Retrolook und ordnet sich damit gut in das Produktsortiment des Herstellers ein. Gebraut wird nach dem Deutschen Reinheitsgebot – abgefüllt klassisch und ausschließlich in der 0,5-l-Flasche. Im Glas präsentiert es sich im klaren Hellgelb mit schöner Schaumkrone, die allerdings nicht sehr stabil ist.

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alkoholfreie Bier Test: Augustiner Bräu
Das Alkoholfrei Hell von Augustiner konnte in der Kategorie der Hellen überzeugen.
alkoholfreie Bier Test: Augustiner Bräu 2
Die Angabe »Münchner Bier« ist geographisch geschützt und gilt nur für insgesamt sieben Münchner Brauereien.
alkoholfreie Bier Test: Augustiner Bräu
Optisch überzeugt das alkoholfreie Augustiner in einem klaren Hellgelb.
alkoholfreie Bier Test: Schaumbildung
Die Schaumkrone ist zu Beginn sehr voluminös, …
alkoholfreie Bier Test: Schaumbildung 2
… im Verhältnis fällt dadurch aber auch die prozentuale Abnahme größer aus.

Der Geruch mischt sich mit einer leichten Hopfennote und einer süßlich-würzigen Note. Trotz eines Restalkohols von unter 0,5 % vol. werden hier durchaus Erinnerungen an das alkoholhaltige Pendant geweckt. Sieht aus wie eins, riecht wie eins – schmeckt’s denn auch so? Wir finden: Ja! Unsere Tester bewerten das Augustiner Alkoholfrei Hell sehr positiv und beschreiben es als rund und harmonisch.

Die Besonderheit: Es umgeht das typische Dilemma alkoholfreier Biere elegant. Statt zu klebrig-süß und malzschwer oder im Gegenzug wässrig und fad zu schmecken, trifft Augustiner-Bräu genau die goldene Mitte. Dadurch wirkt das Bier angenehm leicht und lässt einen nicht erschlagen im Raum zurück. Wer allerdings einen extrem kräftigen Geschmack erwartet, könnte es als etwas zu mild empfinden – hier lohnt sich dann der Griff zu malzbetonteren Alternativen, wie etwa das Helles Pülleken 0,0% von Veltins. Wir finden, dass aber genau diese Eigenschaft es so süffig macht.

Eine leichte und kurz anhaltende Bitternote im Abgang rundet das Augustiner Alkoholfrei Hell schließlich komplett ab. Augustiner-Bräu schafft damit ein nahezu perfektes alkoholfreies Helles, das genau dort überzeugt, wo viele andere scheitern.

Bestes alkoholfreies Weizen

Paulaner Weißbier 0,0%

Mit echten 0,0 % vol. Alkohol und authentischem Weizengeschmack setzt sich das Paulaner Weißbier 0,0% durch.
alkoholfreie Bier Test: Alkoholfreies Bier Test Paulaner Alkoholfrei 0.0%
  • vollmundiger Geschmack
  • erfrischend fruchtig
  • absolut alkoholfrei
  • vergleichsweise hoher Zucker­gehalt
  • Werbeversprechen sollten nicht überbewertet werden

Als Ergänzung zum etablierten Hefe-Weißbier Alkoholfrei brachte Paulaner im Jahr 2020 ihr Weißbier 0,0% auf den Markt und erweiterte damit die eigene Zielgruppe. Es positioniert sich noch stärker als isotonisches Sportgetränk. Es lohnt sich jedoch ein nüchterner Blick hinter die Marketing-Kulisse, denn naturgemäß bringen fast alle alkoholfreien Biere eine gewisse Isotonie mit sich.

Differenzieren kann sich Paulaner bei den enthaltenen regenerativen Vitaminen, wie B9 (Folsäure) oder B12, die basierend auf den eigenen Nährwertangaben sogar etwas höher als die der Konkurrenz sind. Laut einer Marktanalyse des Deutschen Instituts für Sporternährung liegt der Vitamin-B12-Wert des Paulaner Weißbiers 0,0% sogar leicht über dem Schnitt von alkoholfreien Weizenbieren. Auch an dieser Stelle sei angemerkt, dass (alkoholfreies) Bier prozessbedingt immer B-Vitamine enthält. Ob Hersteller diese ausloben, ist eine strategische Entscheidung.

Die Bewerbung der B-Vitamine geht mit strengen gesetzlichen Auflagen, Nährwertkontrollen und entsprechenden Kosten einher. Bei alkoholhaltigem Bier dürfen Vitamine grundsätzlich nicht beworben werden. Zudem enthält das Paulaner Weißbier 0,0% im Vergleich zu den anderen getesteten Weizenbieren deutlich mehr Zucker. Wie so oft gilt: Man sollte sich vom Marketing nicht zu sehr blenden lassen. Ob nach dem Sport oder zum Genießen, mit dem Paulaner Weißbier 0,0% macht man keineswegs etwas falsch.

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alkoholfreie Bier Test: Paulaner München
In der Kategorie der alkoholfreien Weizenbiere schnitt das Paulaner Weißbier 0,0% am besten ab.
alkoholfreie Bier Test: Paulaner München 2
Die Etikettenrückseite des Paulaner Weißbiers 0,0%.
alkoholfreie Bier Test: Paulaner München
Im Glas zeigt sich das Paulaner Weißbier 0,0% in einem warmen Bernsteinton.
alkoholfreie Bier Test: Schaumbildung
Der Schaum des Paulaner Weißbiers 0,0% zu Beginn des Stabilitätstests.
alkoholfreie Bier Test: Schaumbildung 2
Insgesamt ist die Schaumstabilität des Paulaner Weißbiers 0,0% akzeptabel.

Hergestellt wird es erst mal traditionell wie ein klassisches Weizenbier. Im Nachgang wird der Alkohol dann schonend entfernt. Erhältlich ist es sowohl als 0,33-l- als auch als 0,5-l-Flasche. Das im Glas bernsteinfarbene Getränk überzeugt mit einer akzeptablen Schaumstabilität und typischen Malz- und Bananennoten. Geruch und Geschmack wirken stimmig: malzig und bananig zu Beginn, im Nachgang eine feine Brotnote. Insgesamt wirkt es rund sowie harmonisch und liefert vor allem die nötige Vollmundigkeit eines Weizenbieres.

Das Paulaner Weißbier 0,0% lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Erdinger Alkoholfrei. Letztendlich zeigt Paulaner, dass es nicht immer lautstarkes Marketing braucht, um zu überzeugen: Geschmack und Mundgefühl sind hier einfach näher an einem klassischen Weizenbier. Zudem punktet es mit absoluten 0,0 % Alkohol statt des üblichen Rests von unter 0,5 % und macht es damit für eine breitere Zielgruppe zugänglich.

Unsere Favoriten im Testspiegel

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag für keinen unserer Favoriten ein seriöser Testbericht vor. Sollte sich das ändern, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Die Stiftung Warentest bewertete 2024 in ihrem Test zu alkoholfreien Bieren das alkoholfreie Pils von Warsteiner am besten. Auch das Pendant von Krombacher wurde als »gut« bewertet. In beiden Fällen nahmen die Prüfer jedoch die regulären alkoholfreien Varianten, während wir in unserem Test bei beiden Marken die 0,0-%-Varianten testeten.

Des Weiteren kürte der World Beer Award, der zu den bedeutendsten globalen Bierwettbewerben zählt, im August 2026 das Maisel’s Weisse Alkoholfrei der Bayreuther Brauerei Gebr. Maisel zum herausragendsten alkoholfreien Weizenbier. Da dieser Award kurz vor Abschluss unserer ersten Testrunde vergeben wurde, konnten wir das Bier nicht mehr berücksichtigen.

Außerdem getestet

Erdinger Alkoholfrei

Das Erdinger Alkoholfrei schaffte es nur knapp nicht in unsere Empfehlungen. Im Duell gegen das Paulaner Weißbier 0,0% zog es letztendlich den Kürzeren, da es geschmacklich eher einem milden als einem traditionellen Weizenbier gleicht. Für Personen, die eher leichtere Weizenbiere bevorzugen, ist es dennoch eine gute Alternative.

Das Erdinger Alkoholfrei ist sowohl in einer 0,33-l- als auch in einer 0,5-l-Flasche erhältlich. Es weist eine goldene Farbe auf und ist damit das hellste Weizenbier in unserem Test. Der Schaum ist allerdings nicht sonderlich stabil. Auch erinnert es optisch eher an ein Helles. Gleiches gilt für den Geruch, der durch feine Bananennoten ergänzt wird. Es schmeckt leicht malzig, wirkt insgesamt sehr rund und harmonisch, fällt für ein klassisches Weizenbier allerdings recht mild aus. Zudem ist es sehr spritzig. Gleich nach dem Sport könnte die viele Kohlensäure für so manchen zu einem unangenehmen Aufgeblähtsein führen.

Apropos Sport: Erdinger zeigt, wie entscheidend gutes Marketing ist. Seit der Markteinführung im Jahr 2001 positioniert es sich gezielt als das Fitness- und Regenerationsgetränk – und gehört damit zu einer der erfolgreichsten Sorten im Bereich der alkoholfreien Biere. Wie auch bei unserer Empfehlung sollten die Werbeversprechen »isotonisch«, »vitaminreich« und »kalorienarm« mit einer gewissen Weitsicht betrachtet werden, da das kein Alleinstellungsmerkmal von Erdinger ist, sondern grundsätzlich für viele alkoholfreie Biere gilt. Hersteller entscheiden sich bewusst für oder gegen eine Vermarktung, wohlwissend, dass eine solche zwar den Absatz steigern kann, aber auch strengere rechtliche Auflagen mit sich bringt. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass das Erdinger Alkoholfrei teilweise einen doppelt so hohen Zuckergehalt aufweist wie die anderen Weizenbiere in unserem Test.

Veltins Helles Pülleken 0,0%

Das kleine Helles Pülleken 0,0% der sauerländischen Veltins-Brauerei kam im Frühjahr 2026 auf den Markt und ist damit eines der »jüngsten« alkoholfreien Biere in unserem Test. Der Name leitet sich hierbei von dem Wort »Pulle« für Flasche ab – Pülleken ist quasi die Verniedlichung davon. Passend dazu gibt es das Bier ausschließlich im handlichen 0,33-l-Gebinde. Allgemein wirkt das Produkt sehr schelmisch, nicht zuletzt wegen des humorvollen Motivs und der kleinen Reime auf dem Etikett.

In unserem Test bildet das kleine helle Pülleken die goldene Mitte. Es präsentiert sich im Glas im hellen Gelb mit einer schönen und stabilen Schaumkrone. Der Geruch ist eher dezent bis leicht malzig. Geschmacklich dominiert die Malznote, ist aber dennoch leicht und ausbalanciert. Im Abgang zeigt sich eine leichte Bitternote, die schnell abklingt, ohne unangenehm nachzuhängen.

Im Vergleich zu unserer Empfehlung von Augustiner ist das helle Pülleken etwas schwerer und herber. Es könnte also genau diejenigen überzeugen, die etwas mehr Körper im Glas suchen. Durch den garantierten Alkoholgehalt von 0,0 % vol. spricht es zudem eine breitere Zielgruppe an. Außerdem punktet es beim Kalorien- sowie Zuckergehalt. Preislich liegt es leicht über dem Durchschnitt. Auch ist die Verfügbarkeit zum Zeitpunkt unseres Tests online regional begrenzt und das Bier stellenweise nur in Dosen statt in Flaschen erhältlich. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn zusammenfassend macht man mit dem Helles Pülleken 0,0% absolut nichts verkehrt. Es ist ein solides und rundes alkoholfreies Bier.

Neumarkter Lammsbräu Bio Glutenfrei Alkoholfrei

Wer mit einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie diagnostiziert wird, muss seine Ernährung und damit auch sein Leben grundsätzlich umstellen. Das in vielen Getreidesorten – auch in Gerste oder Weizen – vorkommende Gluten enthält Proteine, die bei Betroffenen Entzündungen im Darm hervorrufen können. Einzig allein eine glutenfreie Ernährung kann hierbei Abhilfe schaffen.

Immerhin hat sich in den letzten Jahren einiges getan: Das Angebot an glutenfreien Alternativen ist spürbar gewachsen. Auf dem Biermarkt sieht das allerdings etwas anders aus, denn das Segment gilt nach wie vor als Nische. Die familiengeführte und ökologische Brauerei Neumarkter Lammsbräu wagte sich 2008 mit dem Bio Glutenfrei dennoch heran und brachte damit Betroffenen ein Stück gewohnte Lebensqualität zurück.

Drei Jahre später folgte das Bio Glutenfrei Alkoholfrei als Erweiterung des Sortiments. Die Besonderheit dabei: Gebraut wird wie ein normales Bier, also nach dem Deutschen Reinheitsgebot und damit auch mit glutenhaltiger Gerste. Erst im Nachgang wird mit einem speziell entwickelten Verfahren das Gluten entfernt. Zu den Details hält sich die Brauerei aus Gründen des Betriebsgeheimnisses allerdings bedeckt. Alternativ kann auch mit glutenfreien Getreidesorten, wie Reis oder Mais, gebraut werden. Dadurch verändert sich jedoch auch das Geschmacksprofil.

Übrigens bedeutet »glutenfrei«, dass maximal 20 mg/kg Gluten enthalten sein dürfen – das entspricht 0,002 Prozent. Das wird sowohl von internen als auch von externen Kontrollstellen streng überprüft.

Doch wie schmeckt nun das Bio Glutenfrei Alkoholfrei? Im Vergleich zu unseren anderen Testkandidaten in der Kategorie Pils ist es das hellste Bier, was auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig sein mag. Der Schaum zeigt eine akzeptable Stabilität, was bei glutenfreien Bieren keineswegs selbstverständlich ist. Durch die besondere Flaschenform sorgt das Bio Glutenfrei Alkoholfrei bereits beim Einschenken mit einem unverkennbaren »Gluck-Gluck« für Lust auf einen ersten Schluck.

Der Geruch ist eher süßlich und blumig. Diese Süße setzt sich auch im Gaumen fort, während der Abgang leicht herb ausfällt. Bei unseren Testern lag das Bier von Lammsbräu im soliden Mittelfeld.

Sympathiepunkte gibt’s für die Bio-Qualität mit eigener Mälzerei in Neumarkt, Engagement im Hinblick auf Umwelt und Nachhaltigkeit sowie eine enge Partnerschaft mit regionalen Bio-Bauern. Allerdings hat dieser Aufwand auch seinen Preis, den man bereit sein muss zu zahlen. Aufgrund des Nischencharakters hat es das Neumarkter Lammsbräu Bio Glutenfrei Alkoholfrei zwar nicht in unsere Empfehlung geschafft, es bildet aber eine optimale Alternative für alle, die von einer Glutenunverträglichkeit betroffen oder schlicht neugierig sind.

Peroni Nastro Azzurro 0.0%

Unser einziger internationaler Kandidat: das Peroni Nastro Azzurro 0.0% ruft bei vielen italienische Urlaubsgefühle hervor. Auch wenn es brautechnisch zu den milden, internationalen Lagern zählt, führen wir es in der Kategorie Pils. Das Original Peroni Nastro Azzurro wurde bei dessen Markteinführung 1963 explizit nach dem Vorbild europäischer Pilsner Bierstile konzipiert. Wir interpretieren die alkoholfreie Version als dessen Nachahmung – quasi als eine südmediterrane, mildere Variante eines Pils.

Erhältlich ist das 0,33-l-Nastro-Azzurro-0.0% in Deutschland seit 2024. Das Deutsche Reinheitsgebot greift in diesem Fall nicht, da außerhalb Deutschlands gebraut wurde. Obendrein leidet das Dolce-Vita-Image etwas, denn ein Blick auf das Etikett verrät: Abgefüllt wird nicht wie zu erwarten in Italien, sondern in der Tschechischen Republik. Grund liegt in der Konzernstruktur, denn die italienische Marke Birra Peroni wurde 2016 vom japanischen Brauriesen Asahi Group aufgekauft. Deer betreibt auch tschechische Marken wie Pilsner Urquell und nutzt die dortigen Kapazitäten wahrscheinlich zum Abfüllen.

Sofern man sich auf der Rückseite durch das Gewirr aus verschiedenen Sprachen und Schrägstrichen gekämpft und die Zutatenliste entdeckt hat, fallen einige Besonderheiten auf. Neben den traditionellen Inhaltsstoffen wie Gerstenmalz und Hopfen ist auch Mais enthalten. Der stammt aus Norditalien und wird von der Marke explizit beworben, da er dem Bier seine leichte, helle Note verleiht. Etwas irritierend sind die enthaltenen »natürlichen Aromastoffe«, die unserer Meinung nach nichts im Bier verloren haben.

Die Aromastoffe steigen einem bereits beim Einschenken in die Nase: süßliche und blumige Noten, die unangenehm, künstlich und irgendwie fehl am Platz wirken. Manche Tester erinnerte der Geruch an Eisbonbons. Immerhin weist das Bier eine ansprechende, klare, hellgoldene Farbe mit einer akzeptablen Schaumstabilität auf. Zum Glück schmeckt es nicht so, wie es riecht.

Auch wenn man zu Beginn nicht viel schmeckt, kommt die Herbe im Nachgang gut zur Geltung und wirkt in Kombination mit der Spritzigkeit ausbalanciert. Dennoch kann das Nastro Azzurro 0.0% in der Blindverkostung nicht überzeugen. Die meisten Testpersonen finden es zwar trinkbar, kaufen würden sie es sich allerdings nicht. Zumal der Preis im direkten Vergleich mit unseren anderen Testkandidaten im oberen Bereich liegt.

Ein weiterer Minuspunkt ist die schlecht leserliche Nährwerttabelle. Dabei weist es im Vergleich zu den anderen getesteten alkoholfreien Bieren einen geringen Zuckergehalt und Kaloriengehalt auf – zumindest laut Flaschenetikett. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stimmten die Nährwerte auf der Website nämlich nicht mit denen auf der Flasche überein.

Clausthaler Alkoholfrei Original

Wer nach einer hopfigen Erfrischung sucht, findet im Clausthaler Alkoholfrei Original einen passenden Kandidaten. Die Marke Claustahler gehört zu den Pionieren der alkoholfreien Biere in Deutschland. Sie wurde 1979 von der Binding-Brauerei, die seit 2002 Teil der Radeberger Gruppe ist, ins Leben gerufen und vertreibt ausschließlich alkoholfreie Sorten.

Bereits beim Einschenken steigen aus dem klaren, goldenen Bier intensive Hopfen- und Kräuternoten in die Nase – für manche allerdings auch gepaart mit leicht seifigen Nuancen. Der Schaum weist eine akzeptable Stabilität auf. Das Clausthaler Alkoholfrei Original schmeckt zu Beginn süß mit einer feinen Herbe. Insgesamt wirkt es sehr ausbalanciert – sofern man ein Fan intensiver Hopfenaromen ist. Auch ist es im Vergleich zu unseren anderen Testkandidaten deutlich schwerer.

Bei unseren Testern gingen die Meinungen auseinander. Durch den individuellen Geschmack war es für einige der absolute Favorit, für andere eher ein Mittel gegen den Durst, weswegen es sich bei der Blindverkostung letztendlich im Mittelfeld einordnete. Was man dem Clausthaler Alkoholfrei Original jedoch lassen muss: Es besitzt einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert. Es ist zwar kein klassisches alkoholfreies Bier, hat aber durchaus Charakter. Das mag Fluch und Segen zugleich sein, doch wer Hopfen liebt, kommt bei dieser »Hopfenlimo« voll auf seine Kosten. Erhältlich ist das alkoholfreie Bier sowohl in einer 0,33-l- als auch in einer 0,5-l-Flasche.

Warsteiner Alkoholfrei 0,0%


Nach dem prämierten Warsteiner Pilsener Alkoholfrei brachte die Warsteiner-Gruppe im Frühjahr 2021 auch das Alkoholfrei 0,0% auf den Markt. Auch wenn die Brauerei das Produkt – anders als seinen Vorgänger – nicht explizit als Pilsener bezeichnet, ordnen wir es in unserem Test dennoch in dieser Kategorie ein. Die Familienbrauerei Warsteiner braut traditionell Bier nach Pilsener Brauart. Es ist demnach anzunehmen, dass der Verbraucher im Supermarktregal auch beim Alkoholfrei 0,0% eine alkoholfreie Alternative zum klassischen Warsteiner Premium Pilsener erwartet.

Wie auch beim Krombacher o,0 % Pils richten sich isotonische Eigenschaften und enthaltene Vitamine gezielt an eine eher sportliche Zielgruppe. Anscheinend gibt es für den Sportsektor auch so etwas wie einen inoffiziellen »Dresscode«, denn die beiden Produkte ähneln sich optisch sehr. Die Augenbraue wandert jedoch beim Blick auf die Nährwerttabelle nach oben: Das Warsteiner weist im gesamten Testfeld den höchsten Zucker- und Kaloriengehalt auf. Selbst wenn die Werte im Vergleich zu Softdrinks moderat bleiben, wirkt das Sport-Marketing hier etwas fraglich, zumal andere Hersteller mit deutlich weniger Zucker auf diese Art von Vermarktung verzichten. Bei der Folsäure und dem Vitamin B12 liegen die Werte leicht unter denen des Krombacher o,0 % Pils. Auch hier sei angemerkt, dass die Werbeversprechen differenziert betrachtet werden sollten. Mehr hierzu lesen Sie in unserem Infoteil.

Warum hat es dann das Warsteiner Alkoholfrei 0,0% nicht in unsere Empfehlungen geschafft? Der Grund liegt in der Sensorik – und erklärt auch, warum Warsteiner hier auf den Namenszusatz »Pils« verzichtet: Dem Bier fehlt schlichtweg die typische Hopfenherbe. Während unsere Empfehlung von Krombacher eine pils-typische Bitternote mitbringt, fällt das Warsteiner im Nachgang sehr mild aus. Dabei ist das Alkoholfrei 0,0% keineswegs ein schlechtes Bier. Es überzeugt im Glas optisch mit einem klaren Gold als auch einer akzeptablen Schaumstabilität und besticht mit einem süßlich-würzigen Geruch.

Die malzige Süße findet sich auch im Geschmack wieder, allerdings vermisst man die für ein Pils charakteristische Herbe im Abgang. Wer jedoch ein eher mildes Pils-Profil schätzt, bekommt mit dem Warsteiner Alkoholfrei 0,0% in 0,33 Liter durchaus ein süffiges, rundes und harmonisches Geschmackserlebnis. 2026 holte sich das Bier auch Gold bei der Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).

Hinweis: Das Sortiment der Brauerei enthält auch ein als »Pilsener« deklariertes alkoholfreies Bier. Das Warsteiner Pilsener Alkoholfrei war allerdings nicht Teil unseres Tests.

Beck’s Blue Alkoholfrei

Das Beck’s Blue Alkoholfrei gehört zu den Klassikern der alkoholfreien Biere. Es wird von der Bremer Brauerei Beck hergestellt, die wie auch die Spaten-Löwenbräu-Gruppe als Tochtergesellschaft zum deutschen Ableger des weltgrößten Braukonzerns AB InBev gehört. Erhältlich ist es sowohl im kleinen 0,33-l- als auch im 0,5-l-Gebinde.

Das optisch sehr ansprechende, goldene bis bernsteinfarbene, klare Bier besitzt eine sehr gute und stabile Schaumkrone und weist neben einem malzig-würzigen Geruch auch leichte fruchtige Hopfennoten auf. Nach dem ersten Schluck schmeckt man jedoch nicht viel, lediglich die Kohlensäure ist sehr dominant.

Fast schon abrupt und etwas holprig stellt sich im Nachgang die klassische Herbe ein, die man von einem norddeutschen Pils erwartet. Insgesamt lag das Blue Alkoholfrei bei unseren Testern im soliden Mittelfeld. Positiv hervorzuheben sind an dieser Stelle die Nährwerte: Es enthält teilweise weniger Zucker und ist kalorienärmer als Produkte, die explizit damit werben.

Schneider Weisse Tap3 Alkoholfrei

Die bayerische Familienbrauerei Schneider Weisse brachte 2002 ihr Tap3 Alkoholfrei auf den Markt. Erhältlich ist das Weizenbier in der 0,5-l-Flasche. Im Vergleich zu den anderen Weizenbieren in unserem Test enthält es am wenigsten Kalorien und Zucker.

Das kupferfarbene Tap3 Alkoholfrei ist das trübste und dunkelste Weizenbier in unserem Test. Die Schaumstabilität ist akzeptabel. Der Geruch wird vor allem von Bananennuancen gepaart mit einer sauren Note geprägt. Auch der Geschmack ist eher säuerlich, im Nachgang wird die Bananennote immer stärker. Sowohl der säuerliche Geruch als auch der Geschmack wurden von unseren Testern als unangenehm empfunden, weswegen das Bier im Vergleich zu den anderen Weizenbieren in unserem Test am schlechtesten abschneidet.

Es sei aber angemerkt, dass eine säuerliche Note bei Weizenbieren durchaus präferiert und absichtlich als Stil eingesetzt wird. Wer es also sauer mag, ist mit dieser Variante durchaus bedient.

Franziskaner Alkoholfrei

Dass nicht jede Brauerei ihr alkoholfreies Bier als Fitness- oder Sportgetränk bewerben muss, zeigt Franziskaner. Die Marke gehört zur Spaten-Löwenbräu-Gruppe und ist damit – wie etwa auch Beck’s – Teil von Anheuser-Busch InBev Germany, der deutschen Tochter des weltweit führenden Braukonzerns.

Trotz dieses gigantischen Hintergrunds hält sich Franziskaner beim Marketing bewusst zurück. Das Franziskaner Alkoholfrei hätte zwar die Nährwerte für ein Sportgetränk – es enthält beispielsweise nur halb so viel Zucker wie unsere Empfehlung in der Katgeorie der Weizenbiere oder das Erdinger Alkoholfrei. Der Hersteller setzt stattdessen auf eine traditionelle Vermarktung, die schlicht eine alkoholfreie Alternative für seine Kunden anbieten will.

In unserem Test bildet das Franziskaner Alkoholfrei die goldene Mitte. Auch hier setzt der Hersteller auf den Verkauf in 0,33-l- und 0,5-l-Gebinden. Es präsentiert sich kupferfarben im Glas, der Schaum ist hingegen nicht sonderlich stabil. Geruchlich charakterisiert es sich über dominante Bananennoten. Im Vergleich zu unserer Empfehlung schmeckt es deutlich süßer sowie malziger und wirkt dadurch vollmundiger. Wer nach einem bananigeren und schwereren alkoholfreien Weizenbier als unserer Empfehlung sucht, tut sich mit dem Franziskaner Alkoholfrei durchaus etwas Gutes.

Jever Fun Pilsener Alkoholfrei

Das Jever Fun Pilsener Alkoholfrei gibt sich optisch schlicht und macht sich nicht viel aus lautstarken Werbeversprechen – wenngleich seine Nährwerte das Zeug dazu hätten. Im Vergleich zu unseren anderen Testkandidaten in der Kategorie der alkoholfreien Pilsener weist es den mit Abstand niedrigsten Zucker- und Kaloriengehalt auf.

Das Friesische Brauhaus zu Jever gehört zur größten Brauereigruppe Deutschlands – der Radeberger Gruppe. Es wirbt auf dem Etikett zwar mit »kalorienarm«, positioniert die Marke jedoch deutlich weniger stark im sportiven Milieu als viele andere Marken. Vielleicht ist das die innere Ruhe eines Pioniers, der bereits seit Anfang der 1990er-Jahre den deutschen alkoholfreien Biermarkt prägt. Seit Januar 2026 ist mit der Einführung der 0,0-%-Variante nun auch eine gezieltere Vermarktung im Sportsegment abgedeckt.

Das helle, klare alkoholfreie Bier mit stabiler Schaumkrone riecht süß bis malzig und so mancher kann feine Bananennoten ausmachen. Der erste Schluck schmeckt allerdings eher wässrig, erst im Nachgang entwickelt sich eine dominante Herbe – »Friesisch herb« eben. Es zählt zu den herbsten Kandidaten in unserem Test. Für so manchen mag das aber auch als kratzig empfunden werden. Auch weil es sehr spritzig ist. Das ist jedoch Geschmackssache.

Mag es der Gaumen etwas herber, so ist das Jever Fun Pilsener Alkoholfrei sicherlich eine gute Wahl. Bei unseren Testern gingen die Meinungen hierzu auseinander, weswegen sich das Bier im soliden Mittelfeld einordnen lässt. Erhältlich ist das Pilsener Alkoholfrei sowohl im 0,33-l- als auch im 0,5-l-Gebinde.

ZeroLabs Futura Hell

Hier bin ich! Ein hippes Design, das direkt ein Statement setzt. Die Message ist klar: Auch ein alkoholfreies Bier muss sich nicht verstecken – und wer es trinkt, erst recht nicht. Das Münchner Start-up ZeroLabs tüftelte gemeinsam mit einer bayrischen Partnerbrauerei insgesamt eineinhalb Jahre an einem alkoholfreien Bier, das komplett zuckerfrei und möglichst kalorienarm sein sollte. Gebraut wird nach dem Deutschen Reinheitsgebot, erhältlich ist das Futura Hell ausschließlich in der handlichen 0,33-l-Flasche. Mit 0,0 % richtet sich das Bier an alle, die bewusst nüchtern bleiben wollen.

Im Glas präsentiert sich das Futura Hell in einem hellen Gelb und besitzt im Vergleich zu unseren anderen Bieren eine relativ niedrige, aber dafür stabile Schaumkrone. Der erste Eindruck ist erfreulich, allerdings weist das Getränk neben süßen Malznoten noch einen leicht muffigen Fehlgeruch auf. Beim ersten Schluck schmeckt man nicht viel.

Entgegen des malzigen Geruchs ist es auch nicht süß – was bei weniger als 0,5 g Zucker pro 100 ml auch nicht überrascht. Im Nachgang entwickelt sich eine sehr dominante Herbe. Für Pils-Trinker, die herbe Biere bevorzugen, mag das Futura Hell daher besser geeignet sein als für Liebhaber eines typisch süffigen Hellen. Durch die fehlende Süße in Kombination mit der ausgeprägten Bitternote wirkt das Geschmacksbild unserer Meinung nach allerdings nicht ganz ausbalanciert.

Auch bei unseren Testern fiel das Futura Hell geschmacklich durch – von einem klassischen Hellen ist es einfach zu weit entfernt. Im Endeffekt hat das alkoholfreie Bier wenig mit einem typischen Hellen zu tun. Mit nur 12,5 kcal pro 100 ml ist es jedoch das kalorienärmste Bier in unserem Test – leider aber auch das teuerste. Es funktioniert viel mehr als hip-urbanes Lifestyle-Getränk für alle, die bewusst nüchtern bleiben wollen, auf ihre Linie achten und nach einer stylischen Erfrischung suchen.

An dieser Stelle möchten wir anmerken, dass in unserem Test auch andere Biere – wie etwa das Jever Fun Pilsener Alkoholfrei – ähnlich gute Nährwerte enthalten, ganz ohne großes Marketing. Pluspunkte gibt es dennoch für den Mut der Macher: Dass ein kleines Start-up als Underdog den Markt aufmischen will und dabei auf Nachhaltigkeit und Transparenz setzt, finden wir durchaus sympathisch.

So haben wir getestet

Wohlwissend, dass auf dem Markt unzählige alkoholfreie Biere erhältlich sind und wohl jeder seinen eigenen persönlichen Favoriten hat, wählen wir unsere Testkandidaten möglichst breit aus. Das Testfeld umfasst sowohl bekannte Marken als auch kleinere Brauereien, sofern die Verfügbarkeit deutschlandweit gegeben ist.

Wir testen sowohl Biere mit 0,0 % vol. als auch solche mit bis zu 0,5 % vol. Alkohol. Unterschieden wird hierbei nicht nach dem angegebenen Alkoholgehalt, sondern nach den Sorten Pils, Helles und Weizenbier.

Zunächst vergleichen wir die angegebenen Nährwerte, Kalorien und die jeweiligen Werbeversprechen miteinander und ordnen diese entsprechend ein. Basis hierfür sind aktuelle wissenschaftliche Studien sowie Empfehlungen renommierter Fachinstitute. Eine nachträgliche Laboranalyse zu Inhaltsstoffen oder tatsächlichem Alkoholgehalt ist nicht Teil des Testumfangs.

Natürlich kommt es auf die inneren Werte an – vor allem beim alkoholfreien Bier. Im Rahmen einer sensorischen Blindverkostung werden die Testkandidaten bei uns in der Redaktion in ihrer jeweiligen Kategorie verkostet und hinsichtlich Farbe, Trübheit, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und dem Gesamtpaket bewertet. Ein Bewertungsbogen mit vorgegebenen Attributen sorgt hier für eine optimierte Vergleichbarkeit. Alle unsere 15 Testpersonen trinken regelmäßig bis gelegentlich Bier, auch alkoholfreies.

Des Weiteren wird die Schaumstabilität ermittelt, indem die gesamte Bierflasche reproduzierbar in einen Messzylinder eingeschenkt und die Schaumhöhe über einen Zeitraum von fünf Minuten notiert wird. Da unterschiedliche Gebindegrößen (0,33 l versus 0,5 l) vorliegen, wird die prozentuale Abnahme der Schaumhöhe bewertet und nicht der absolute Wert.

Sowohl beim Sensoriktest als auch bei der Ermittlung der Schaumstabilität liegt die Temperatur der getesteten alkoholfreien Biere zwischen sechs und acht Grad.

Die wichtigsten Fragen

Welches alkoholfreie Bier ist das beste?

Das kommt darauf an, welche Biersorte man bevorzugt. Für uns bietet das Giesinger Freiheit das beste Gesamtpaket, vor allem wenn man auf einen vollmundigen und unverwechselbaren Geschmack setzt. Wer eher auf klassische Sorten setzt, trifft mit dem Krombacher o,0% Pils, dem Augustiner Alkoholfrei Hell oder dem Paulaner Weißbier 0,0% eine gute Wahl.

Wie wird alkoholfreies Bier hergestellt?

In Deutschland unterliegen auch alkoholfreie Biere dem Deutschen Reinheitsgebot. Es schreibt die Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe vor – der spätere Entzug von Alkohol widerspricht diesem Gesetz nicht. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die oft auch miteinander kombiniert werden: Zum einen kann dem fertigen Bier der Alkohol nachträglich entzogen werden, beispielsweise durch schonendes Verdampfen im Vakuum oder durch den Einsatz spezieller Filter. Zum anderen kann die Entstehung von Alkohol von Anfang an verhindert werden, indem man spezielle Hefen einsetzt oder die Gärung frühzeitig stoppt.

Was ist der Unterschied zwischen alkoholfrei und 0,0 %?

Der Unterschied liegt in der deutschen Gesetzgebung. Demnach darf der Alkoholgehalt eines als »alkoholfrei« deklarierten Bieres einen Restwert von 0,5 % vol. nicht überschreiten. Solche geringen Mengen haben keine physiologische Auswirkung auf den menschlichen Körper. Wird ein Bier hingegen explizit mit »0,0 % vol.« ausgelobt, gelten strengere Vorgaben: Hier sind lediglich technisch nicht vermeidbare Spuren von maximal 0,05 % vol. erlaubt.

Für wen ist alkoholfreies Bier (nicht) geeignet?

Alkoholfreies Bier eignet sich gut für Erwachsene, die entweder bewusst oder aus reiner Neugier eine Alternative zu alkoholhaltigen Getränken oder zuckerhaltigen Softdrinks suchen. Auch für Sportler kann alkoholfreies Bier als isotonische Erfrischung dienen. Schwangere dürfen ebenfalls zugreifen, sollten jedoch bevorzugt die 0,0-%-vol.-Variante wählen. Abzuraten ist der Konsum von alkoholfreiem Bier jedoch für trockene Alkoholiker, da der Geschmack und Geruch das Suchtgedächtnis aktivieren und so einen Rückfall auslösen können. Auch für Kinder ist es ungeeignet, da sie so früh an den Biergeschmack und an das Trinkritual gewöhnt werden, was die spätere Hemmschwelle senken kann.

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