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E-Scooter-Versicherung: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen Test: E Scooter Versicherung Mit Diesen Kosten Müssen Sie Rechnen Aufmacher Finanzen Foto: julio / Adobe Stock

E-Scooter-Versi­che­rung: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

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E-Scooter sind eine praktische Möglichkeit, um kurze Strecken schnell zurückzulegen. Grundvoraussetzung ist aber: Wer einen eigenen Roller besitzt, muss in Deutschland eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Welche Schäden sie abdeckt, wie viel sie kostet und welche Strafen ohne Versicherung drohen, klären wir hier.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wer einen E-Scooter mit mehr als 6 km/h Geschwindigkeit fährt, muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen.
  • Die Kosten sind vergleichsweise niedrig: Die meisten Versicherer verlangen nur wenige Euro pro Monat.
  • Zusätzlichen Schutz bietet die Teilkasko. Vollkasko-Versicherungen gibt es für E-Scooter in der Regel nicht.

Was deckt die E-Scooter­-Haftpflicht ab?

E-Scooter mit einer Geschwindigkeit von sechs bis 20 km/h gelten in Deutschland als Elektrokleinstfahrzeuge. Doch auch wenn sie nicht schnell sind, können sie Schäden verursachen. Aus diesem Grund ist die Kfz-Haftpflicht in Deutschland eine Pflichtversicherung.

Sie übernimmt Schäden, die jemand mit seinem E-Scooter anderen zufügt. Dazu gehören Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Folgende Summen sind mindestens abgedeckt:

  • Personenschäden: 7,5 Millionen Euro
  • Sachschäden: 1,12 Millionen Euro
  • Vermögensschäden: 50.000 Euro

Versicherer bieten aber oft bis zu 100 Millionen Euro Deckungssumme an. Das ist auch sinnvoll. Schließlich können Schäden im Ernstfall die oben genannten Beträge weit überschreiten. In einem separaten Ratgeber erklären wir, wann der Schutz einer E-Scooter-Versicherung greift.

Die E-Scooter-Versicherung haftet allerdings nur, wenn der Roller gesetzestreu genutzt wird. Wenn Kosten durch Trunkenheit oder unter Drogeneinfluss entstehen, muss der Verursacher selbst dafür aufkommen. Gleiches gilt bei Fahrerflucht.

Gut zu wissen: E-Scooter dürfen ab 14 Jahren gefahren werden. Einen Führerschein braucht es dafür nicht. Hier haben wir beleuchtet, was für Minderjährige im Straßenverkehr gilt.

Was deckt die Teilkasko für E-Scooter ab?

Wer seinen E-Scooter absichern möchte, muss zusätzlich eine Teilkaskoversicherung abschließen. Denn die gesetzliche Kfz-Haftpflicht kommt nur für andere auf.

Die Teilkasko deckt folgende Schäden am eigenen Roller ab:

  • Diebstahl
  • Brand oder Explosion
  • Sturm oder andere Naturereignisse
  • Tierbisse

Zum Weiterlesen: E-Scooter-Versicherung mit Diebstahlschutz: Lohnt sich die Teilkasko?

Was kostet eine E-Scooter-Versi­che­rung?

Die Kosten für eine E-Scooter-Versicherung sind im Vergleich zu anderen Fahrzeugen gering und hängen vor allem davon ab, ob man nur die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht abschließt oder zusätzlich eine Teilkasko wählt.

Faktoren wie der Versicherer, die Selbstbeteiligung und das Alter des Fahrers spielen ebenfalls eine Rolle. Für einen besseren Überblick haben wir beispielhaft die Kosten für einen E-Scooter ermittelt.

E-Scooter-Haftpflicht­versicherung: Kosten

Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht kostet Versicherungsnehmer meist zwischen 22 und 58 Euro pro Jahr. Das Versicherungsjahr beginnt üblicherweise am 1. März und endet am letzten Februartag des Folgejahres.

Als Nachweis für die Versicherung erhalten Fahrer eine kleine Versicherungsplakette, die am E-Scooter angebracht werden muss. Die Farbe der Plakette wechselt jedes Jahr, damit Polizei und Behörden sofort erkennen können, ob der Versicherungsschutz aktuell ist. Seit dem 1. März 2026 gilt das neue schwarze Versicherungskennzeichen.

In unserem Beispiel betrachten wir den Mi Electric Scooter 3. Das günstigste Angebot hat die AdmiralDirekt mit 24,69 Euro pro Jahr. Im Angebot enthalten sind:

  • 100 Millionen Euro pauschale Deckungssumme
  • 5 Millionen Euro für Umweltschäden
  • 15 Millionen Euro je geschädigte Person

E-Scooter-Teilkasko: Kosten

Wer Teilkasko möchte, muss etwas mehr bezahlen. Das günstigste Angebot für den Mi Electric Scooter 3 hat die DEVK mit 47 Euro pro Jahr. Die Selbstbeteiligung liegt bei 150 Euro. Dafür sind abgesichert:

  • Brand- und Explosionsschäden
  • Kurzschluss (inklusive Folgeschäden bis 6.000 Euro)
  • Diebstahl
  • Naturgewalten
  • Zusammenstöße mit Tieren
  • Tierbisse (inklusive Folgeschäden bis 6.000 Euro)
  • Glasbruch

Außerdem können Versicherungsnehmer ihre Werkstatt frei wählen. Eine Neu- beziehungsweise Kaufpreisentschädigung gibt es allerdings nicht.

E-Scooter-Versiche­rung unter 23 Jahren: Welche Kosten entstehen?

Die oben genannten Beispielkosten gelten für Fahrer, die älter sind als 23 Jahre. Bei jüngeren Personen kann es aufgrund des statistisch höheren Unfallrisikos zu Mehrkosten kommen.

Wir schauen uns drei Altersgruppen für den Mi Electric Scooter 3 an:

Alter des Fahrersreine Haftpflichtmit Teilkasko
ab 14 Jahren37,05 Euro (WGV)69,35 Euro (WGV)
ab 18 Jahren37,05 Euro (WGV)69,35 Euro (WGV)
ab 20 Jahren35,11 Euro (Admiral Direkt)69,35 Euro (WGV)
ab 23 Jahren24,69 Euro (Admiral Direkt)47 Euro (DEVK)

Quelle: Check24. Stand: März 2026.

Für Personen, die zwischen 14 und 19 Jahre alt sind, bietet die WGV das günstigste Angebot mit 37,05 Euro pro Jahr. Erst ab 20 Jahren reduziert sich der Beitrag auf 35,11 Euro bei der Admiral Direkt. In der Teilkasko bleiben die Beiträge unabhängig vom Alter gleich.

Erst ab dem 23. Lebensjahr wird es nochmal ein gutes Stück günstiger. Die reine Haftpflicht kostet bei der Admiral Direkt 24,69 Euro, die Teilkasko bei der DEVK 47 Euro.

So lassen sich Kosten bei der E-Scooter-Versicherung sparen

Sie haben mehrere Optionen, um bei der E-Scooter-Versicherung Kosten zu sparen.

  • Nur Haftpflichtversicherung abschließen: Die reine Kfz-Haftpflichtversicherung ist günstiger als die Teilkasko. Wichtig ist nur, sich bewusst zu sein, dass es dann keine zusätzliche Absicherung bei oben genannten Schäden und auch keinen Diebstahlschutz gibt.
  • Später im Jahr einsteigen: Wer seinen E-Scooter nicht ganzjährig nutzt, kann später im Jahr einsteigen (zum Beispiel im Sommer) und so Kosten sparen. Der Beitrag fällt nur anteilig bis zum Ende des Versicherungsjahres an.
  • Jährliche Zahlweise wählen: Wie bei der Kfz-Versicherung kann auch die E-Scooter-Versicherung günstiger werden, wenn der Versicherungsnehmer jährlich statt monatlich zahlt. Das hängt von den Konditionen der Versicherung ab. Häufig beziehen sich die Angebote aber auf eine einmalige Zahlweise.

E-Scooter-Versiche­rung abschließen: Wichtige Unterlagen

Für den Abschluss einer E-Scooter-Versicherung braucht es nur wenige Unterlagen:

  • Persönliche Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer und Zahlungsinformationen
  • Angaben zum Fahrzeug wie Hersteller, Modell und gegebenenfalls die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN)
  • Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des E-Scooters

Nach Abschluss der Versicherung erhalten Sie das Versicherungskennzeichen, das Sie am E-Scooter anbringen müssen.

Sie brauchen Unterstützung bei der Suche nach einer passenden E-Scooter-Versicherung? Jetzt Tarife vergleichen.

E-Scooter ohne Versicherung: Diese Strafen drohen

Wer ohne Versicherung unterwegs ist, begeht eine Straftat. Mögliche Konsequenzen sind eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr und Punkte in Flensburg. Sollte ein Unfall passieren, müssen alle entstandenen Schäden vom Unfallverursacher allein getragen werden.

Anders sieht es aus, wenn zwar eine Versicherung besteht, die aktuelle Versicherungsplakette allerdings nicht fristgerecht angebracht wurde. In dem Fall handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 40 Euro geahndet wird.

Auch interessant

Die wichtigsten Fragen

Brauche ich eine E-Scooter-Versicherung für geliehene Roller?

Geliehene E-Scooter müssen zwar auch versichert sein, allerdings ist es die Aufgabe des Verleihs, sich darum zu kümmern. In der Theorie gehen Mieter dennoch ein Risiko ein, sollte der Roller nicht versichert sein. Mit den Hintergründen haben wir uns in einem separaten Artikel beschäftigt: E-Scooter ohne Versicherung – Straftat oder Ordnungswidrigkeit?

Was brauche ich für den Abschluss einer E-Scooter-Versicherung?

Für den Abschluss einer E-Scooter-Versicherung müssen Sie Ihre persönlichen Informationen angeben und die Daten des E-Scooters. Außerdem benötigt der E-Scooter eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE).

Welche Schäden sind in der E-Scooter-Versicherung nicht versichert?

Die gesetzlich vorgegebene E-Scooter-Haftpflicht deckt keine Schäden am eigenen E-Scooter ab (Ausnahmen gibt es bei der Teilkasko). Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sind in der Regel ebenfalls ausgeschlossen. Auch wer sich nicht an die Regeln hält oder den E-Scooter illegal nutzt, muss damit rechnen, dass die Versicherung im Schadensfall nicht zahlt.

Kann ich eine E-Scooter-Versicherung unterjährig abschließen?

Ja, eine E-Scooter-Versicherung lässt sich das gesamte Jahr über abschließen. Wichtig ist, dass der Vertrag nicht rückwirkend abgeschlossen werden kann und die Laufzeit trotzdem zum Ende des Versicherungsjahres (Februar) endet. Sie zahlen anteilig für die restliche Zeit.

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