Trailrunning – also das Laufen abseits befestigter Wege – stellt besondere Anforderungen an Schuhwerk: Wurzeln, Fels, Matsch und Wetterwechsel fordern mehr Schutz, Grip und Führung als auf der Straße. Der passende Damen-Trailschuh entscheidet über Kontrolle, Komfort und Spaß im Gelände.
Damen-Modelle unterscheiden sich von Herrenvarianten durch schmalere Leisten, angepasstes Volumen und eine auf das Körpergewicht abgestimmte Dämpfung. Im Fokus stehen für uns die Faktoren, die auf Trails zählen: Grip und Traktion, Dämpfung und Stabilität, Wetterschutz und Atmungsaktivität, Passform sowie Haltbarkeit.
Wir testen praxisnah und berücksichtigen die aktuelle Verfügbarkeit am Markt. Ältere Serien bleiben im Vergleich, rücken aber hinter neue Jahrgänge zurück, wenn diese besser performen. Im Anschluss finden Sie unsere aktuellen Empfehlungen – Modelle, die heute überzeugen und zuverlässig erhältlich sind.
Kurzübersicht
Saucony Peregrine 16
Vielseitig, agil, zuverlässig: Der Saucony Peregrine 16 ist ein angenehmer und lauffreudiger Allrounder ohne echte Schwächen und hat sich damit den Testsieg gesichert. Er kombiniert eine PWRRUN-Zwischensohle und eine Vibram-Megagrip-Außensohle mit profiliertem Stollenbild. Gebaut für Läuferinnen, die ein gutes Bodengefühl, Dynamik und geringes Gewicht schätzen.
Adidas Terrex Agravic Speed 2
Ein leichter Tempomacher für schnelle Traileinheiten: Der Adidas Terrex Agravic Speed 2 eignet sich für Läuferinnen, die einen Schuh für Tempotraining, Speed-Läufe und Wettkämpfe suchen. Insbesondere auf Wald- und Schotterwegen spielt er seine Stärken aus. Mit hoher Sprengung ist er sehr reaktionsfreudig.
Brooks Ghost Trail
Der Brooks Ghost Trail ist ein leichter, flexibler Hybrid für Trail und Asphalt; ideal für Einsteigerinnen und vielseitige Läuferinnen. Die DNA-Loft-V3-Dämpfung sorgt für ein softes, rundes Laufgefühl, das flache Profil für guten Grip auf Schotter und Waldwegen. Für Matsch und technisches Terrain ist er weniger gemacht.
X-Bionic TerraSkin X02
Wenn Trails steiler und ruppiger werden, spielt der X-Bionic TerraSkin X02 seine Stärken aus. Er bietet präzisen Halt, bodennahes Laufgefühl und eine aggressive Profilierung für Grip auf nassem Waldboden, in Querungen und auf alpinem Gelände. Das Obermaterial fixiert den Mittelfuß, während vorn genug Spiel für ein sauberes Abrollen bleibt. Er ist ein Spezialist für technische Passagen, der Kontrolle vor maximal weiche Dämpfung stellt.
Arc’teryx Norvan LD 4 GTX W

- Sehr guter Grip
- Sicherer Halt
- GTX-Wetterschutz
- Hochwertige Verarbeitung
- Viel Downhill-Kontrolle
- Weniger luftig (GTX)
- Recht teuer
Beim Arc’teryx Norvan LD 4 GTX W trifft Langstrecken-Geometrie auf Wetterschutz: Die Gore-Tex-Membran hält trocken und Vibram-Megagrip sorgt auf nassen Wurzeln und Fels für verlässliche Traktion. Der Schuh läuft direkt und stabil, bietet guten Mittelfußhalt und ausreichend Platz im Vorfuß. Er ist ein robuster Partner für lange Einheiten bei Regen, Wind und Matsch – wenn Bedingungen und Distanzen fordern.
Vergleichstabelle
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- Sehr guter Grip
- Bequeme Passform
- Komfortable, bodennahe Dämpfung
- Robuster Zehenschutz
- Hochwertige Verarbeitung
- Schnürsenkellasche bei erstem Testschuh eingerissen

- Sehr guter Grip
- Reaktionsfreudig
- Spürbarer Vortrieb
- Komfortable Dämpfung
- Atmungsaktiv
- Kein ausgeprägter Zehenschutz

- Sehr guter Grip
- Bequeme Passform
- Rundes Abrollverhalten
- Hybrid (für Asphalt und Trails)
- Sehr flexibel
- Nicht für zu technisches Gelände geeignet

- Sehr guter Grip
- Präziser Tritt
- Rundes Abrollverhalten
- Sockenartiger Abschluss
- Hochwertige Verarbeitung
- Dämpfung etwas fest

- Sehr guter Grip
- Sicherer Halt
- GTX-Wetterschutz
- Hochwertige Verarbeitung
- Viel Downhill-Kontrolle
- Weniger luftig (GTX)
- Recht teuer

- Komfortable Dämpfung
- Guter Grip
- Rundes Abrollverhalten
- Guter Schmutzschutz
- Atmungsaktiv
- Etwas wenig Grip auf nassen Felsen oder Wurzeln
- Schmale Passform

- Gute Passform
- Guter Grip
- Rundes Abrollverhalten
- Sockenartiger Abschluss
- Atmungsaktiv
- Leichter Abrieb der Stollen

- Sehr guter Grip
- Perfekt für Ultraläufe im Gelände
- Robustes Material
- Hochwertige Verarbeitung
- Dämpfung etwas fest
- Braucht etwas Einlaufzeit

- Guter Grip
- Praktischer Allrounder
- Komfortable Dämpfung
- Hochwertige Verarbeitung
- Schmale Passform

- Sehr guter Grip
- Bequeme Passform
- Dezente Stabilität
- Bodennahe Dämpfung
- Robuster Zehenschutz
- Schwach im Tiefmatsch
- Etwas wenig Energierückführung

- Vielseitig einsetzbar
- Komfortable Dämpfung
- Sicherer Halt
- Atmungsaktiv
- Nicht ideal für Schlamm

- Bequeme Passform
- Recycelte Materialien
- Guter Grip
- Komfortable Dämpfung
- Nicht für zu technisches Gelände geeignet

- Guter Grip
- Bequeme Passform
- Großzügige Zehenbox
- Komfortable Dämpfung
- Hohe Stabilität
- Etwas locker für technische Trails

- Guter Grip
- Reaktionsfreudig
- Komfortable Dämpfung
- Bequeme Passform
- Hochwertige Verarbeitung
- Schmale Passform

- Guter Grip
- Komfortable Dämpfung
- Vielseitig einsetzbar
- Atmungsaktiv
- Schmale Passform

- Überarbeitete Passform
- Bewegliche Zunge
- Hochwertige Verarbeitung
- Quicklace-Schnürsystem
- Sehr hohe Ferse
- recht schwer

- Komfortable Dämpfung
- Sehr guter Grip
- Breite Zehenbox
- Robuster Zehenschutz
- Viel Stabilität
- Recht breit
- Weniger dynamisch
- Schwer

- Komfortable Dämpfung
- Rundes Abrollverhalten
- Stabiler Stand bergab
- Atmungsaktiv
- Breite Zehenbox
- Weniger Bodengefühl
- Schmale Passform
- Recht teuer

- Guter Grip
- Breite Zehenbox
- Robustes Material
- Natürlicher Laufstil
- Vielseitig einsetzbar
- Recht breit
- Braucht etwas Einlaufzeit

- Guter Grip
- Guter Zehenschutz
- Viel Stabilität
- Leichtes Gewicht
- Schmale Passform
- Weniger dynamisch

- Guter Grip
- Praktischer Allrounder
- Bequeme Passform
- Wasserdicht
- Ein bisschen klobig

- Weiche Dämpfung
- Griffiges Profil
- Perfekt für Ultraläufe im Gelände
- Guter Schmutzschutz
- Gore-Tex
- Schmale Passform
- Recht teuer

- Sehr guter Grip
- Reaktionsfreudig
- Spürbarer Vortrieb
- Atmungsaktiv
- Fehlende seitliche Stabilität
- Braucht etwas Einlaufzeit
- Recht teuer

- Guter Grip (im Trockenen)
- Viel Stabilität
- Komfortable Dämpfung
- Hochwertige Verarbeitung
- Wenig Grip auf nassem Untergrund
- Weniger luftig

- Guter Grip
- Komfortable Dämpfung
- Atmungsaktiv
- Solide Verarbeitung
- Nicht für schmale Füße
- Weniger dynamisch
- Wenig Präzision auf technischen Trails
- Wenig Grip auf nassem Fels
- Recht teuer

- Guter Grip
- Komfortable Dämpfung
- Vielseitiger Hybrid
- Für breite Füße
- Fehlende seitliche Stabilität
- Nicht für zu technisches Gelände geeignet

- Guter Grip
- Komfortable Dämpfung
- Hochwertige Verarbeitung
- Braucht etwas Einlaufzeit
- Weniger dynamisch
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Über Stock und Stein: Trailrunning-Schuhe für Damen im Test
Trailrunning-Schuhe sind das entscheidende Bindeglied zwischen Fuß und Untergrund. Eignet sich die Sohle für den jeweiligen Untergrund? Hat der Schuh die richtige Passform? Ist die Schnürung leichtgängig und macht der Schuh schon beim Anziehen Spaß? Diese und andere Fragen gilt es, beim Kauf zu beachten.
Was unterscheidet einen Trailrunning-Schuh von einem normalen Laufschuh?
Der Hauptunterschied liegt klar im Einsatzgebiet: Ein klassischer Laufschuh ist auf ebene und harte Untergründe wie Asphalt, Beton oder einfache Wege im Park optimiert. Wer schon mal mit herkömmlichen Laufschuhen auf feuchten Wurzelpfaden unterwegs war, bemerkt schnell die Grenze des Schuhs. Hier kommen Trailrunning-Schuhe ins Spiel. Sie sind für unwegsames Gelände (wie Schotter, Waldwege, technisches Gelände, Bergläufe) konzipiert und bieten dort besseren Schutz und Halt.
Ein starkes Sohlenprofil und Zehenschutz sind wichtig
Neben einer stark profilierten Außensohle, die für die Bedingungen auf Trails ausgelegt ist, bieten Trailrunning-Schuhe einen ausgeprägten Zehenschutz. Die Außensohle ist zudem in der Regel steifer als die von normalen Straßenlaufschuhen und ist oft weicher und griffiger. Hier kommen meist Vibram Megagrip oder Continental-Sohlen zum Einsatz. Diese Gummimischungen punkten mit Griffigkeit und nutzen im Gelände nicht so schnell ab. Zusätzlich haben Trailrunning-Schuhe in der Zwischensohle eine sogenannte »Rockplate«. Diese schützt die Fußsohle vor spitzen Steinen.
Das Obermaterial von Trailrunning-Schuhen ist meist deutlich robuster und verstärkt, um Schutz vor Abrieb durch Geröll oder Äste zu bieten. Einige Modelle sind wasserabweisend oder mit einer speziellen Membran versehen. Aus diesem Grund sind Trailrunning-Schuhe in der Regel schwerer als Laufschuhe.
Welcher Schuh-Typ bin ich?
Grob gibt es fünf unterschiedliche Arten von Trailrunning-Schuhen. Sie unterscheiden sich vor allem im Einsatzgebiet:
| Kategorie | Für wen | Vorteil | Nachteil |
| Road-to-Trail (Hybridschuhe) | Asphalt, Schotter, leichte Trails | Leicht, sowohl aus Asphalt als auch Trails gut laufbar | Meist wenig Halt im technischen Gelände |
| Cross Trail | Wald- und Forstwege, leichte Bergtrails | Allrounder | Kein Spezialist |
| Cross Adventure | Alpines/technisches Gelände, Matsch | Viel Grip, viel Stabilität | Schwerer, weniger geeignet für Tempoläufe |
| Cross Speed | Wettkampf, Tempotraining | Leicht, viel Vortrieb | Weniger Schutz, kürzere Haltbarkeit |
| Barfuß-Trailschuh | Für erfahrene Läuferinnen, Fußstärkung | Direkter Bodenkontakt | Kein Gelenkschutz, lange Eingewöhnung (Nischenschuh) |
Was muss man beim Kauf beachten?
Die Anforderungen an einen Trailschuh sind recht hoch: Er soll komfortabel sein, aber auch präzise am Fuß sitzen. Eine gewisse Dämpfung soll gegeben sein, viele wollen aber den unebenen Untergrund gut spüren können. Er muss auf steinigen Wegen sicheren Halt bieten, aber auch auf nassem oder matschigem Boden performen. Wir haben die wichtigsten Parameter im folgenden Kasten aufgelistet:
Größe und Passform
Bei Laufschuhen gilt: besser ein bisschen zu groß als zu klein. Das ist bei Trailrunning-Schuhen nicht anders als bei Straßenlaufschuhen. So empfiehlt es sich, eine Nummer größer zu wählen als die übliche Schuhgröße. Etwas mehr Freiraum für die Zehen ist beim Trailrun besonders wichtig, um beim Bergablaufen oder mit etwas geschwollenen Füßen nicht direkt gegen den Zehenschutz zu stoßen und sich möglicherweise die Zehen zu verletzen. Ferse und Spann hingegen sollten fest vom Schuh umschlossen sein, um Trittsicherheit zu garantieren.
Die Passform hängt in erster Linie von der Fußform ab, aber auch davon, welche Distanzen man läuft. Bei langen Distanzen sollte der Schuh etwas breiter sein, da sich der Fuß mit zunehmender Belastung weitet. Bei technischen Trails empfiehlt sich ein schmalerer Schuh für einen besseren Halt.
Je nach Hersteller und Modell kann die Passform auch variieren. So sind beispielsweise Schuhe von La Sportiva oder die Salomon-Speedcross-Reihe schmaler gebaut, während Hoka oft Schuhe für breitere Füße anbietet. Daher gilt: Lieber vor dem Kauf den Schuh anprobieren (am besten nachmittags oder abends) und testen oder direkt eine Laufberatung buchen.
Dämpfung
Das Thema Dämpfung spielt beim Trailrunning ebenso wie beim Straßenlauf eine große Rolle. Im Vergleich zum Laufschuh sind Trailrunning-Schuhe allerdings etwas weniger stark gedämpft. Das liegt daran, dass der Boden im Gelände abwechslungsreicher ist als harter Asphalt. Aber Dämpfung ist zum guten Teil einfach nur Geschmacksache.
Während man bei kurzen Läufen eher weniger Dämpfung braucht, können Schuhe mit mehr Dämpfung gerade bei langen Strecken oder Ultra-Trails für mehr Entlastung sorgen.
Generell sollte jede Trailrunnerin selbst entscheiden, wie viel Dämpfung es sein darf. Und generell hat man auch hier die Qual der Wahl: Marken wie Hoka bieten stark gedämpfte Schuhe an, die sich speziell an Langstreckenläufer richten, andere Hersteller wie zum Beispiel Salomon oder Inov-8 haben hingegen auch minimalistisch gedämpfte Schuhe im Sortiment, die für eine ausgezeichnete Kraftübertragung sorgen.
Sprengung
Mit dem Begriff »Sprengung« bezeichnet man den Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorderfuß, also gewissermaßen den Niveauunterschied zwischen Heck und Front eines Schuhs. Je nach Trainingsgrad und Trailrunning-Vorlieben wählen gut trainierte Läufer Schuhe mit wenig bis keiner Sprengung (kleiner als vier Millimeter), moderater Sprengung (4–8 Millimeter) oder hoher Sprengung (ab acht Millimeter).
Profil
Läuft man primär auf Kieswegen, reicht ein moderat profilierter Schuh aus. Ist der ein oder andere Wurzel-Trail dabei, sollte das Profil etwas bissiger sein. Ist man bereits eine versierte Trail-Läuferin und gehören auch Ausflüge ins alpine Gelände zum läuferischen Repertoire, ist ein Schuh mit gröberen Stollen gefragt.
Größere Abstände zwischen den Stollen sorgen dafür, dass sich das Profil durch die natürliche Abrollbewegung selbst reinigt. Matsch und Schlamm bleiben dadurch weniger leicht in den Zwischenräumen hängen. Da die Gummimischung der Außensohle weicher ist, schmiegen sich die Stollen an Stein und Geröll an und erzeugen dadurch guten Grip.
Obermaterial
Das Obermaterial eines Trailrunning-Schuhs muss einerseits atmungsaktiv sein und andererseits Schmutz und Feuchtigkeit vom Fuß fernhalten. Dabei sollte er zusätzlich noch robust und flexibel sein. All diese Anforderungen kann ein einziger Schuh kaum gleichzeitig erfüllen. Schuhe mit einem dünnen Mesh-Gewebe sind atmungsaktiver und eignen sich für intensivere Einheiten oder hohe Temperaturen. Schuhe mit einer wasserabweisenden Membran (z. B. Gore-Tex) sind ideal für nasse oder kalte Bedingungen, können allerdings Wärmestau im Inneren verursachen.
Wie lange hält ein Trailrunning-Schuh?
Ein Trailrunning-Schuh hält im Schnitt 500 bis 800 Kilometer. Die Frage nach der Haltbarkeit lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten. Denn Faktoren wie regelmäßige Verwendung oder Einsatzgebiet haben Einfluss darauf. Ein Schuh, der überwiegend im anspruchsvollen Gelände genutzt wird, hat eine kürzere Lebensdauer als ein Schuh, der auf leichten Trails gelaufen wird.
Wichtig ist, das Profil regelmäßig zu überprüfen. Ist es bereits stark abgelaufen? Ist die Stollentiefe weniger geworden? Haben die Schuhe durch die Abnutzung einen Schiefstand?
Unser Favorit
Saucony Peregrine 16
Der Saucony Peregrine 16 ist ein angenehmer und lauffreudiger Allrounder, der in unserem Test ohne echte Schwächen begeisterte. Geeignet ist er insbesondere für Läuferinnen, die ein gutes Bodengefühl und gleichzeitig einen dynamischen Schuh zu schätzen wissen.
An der Verarbeitung unseres Testschuhs haben wir erst einmal nichts auszusetzen. Die Klebestellen sind sauber, das Material löst sich auch nicht an typischen Knickstellen und die wenigen Nähte sind so verarbeitet, dass Blasenbildung kein Thema ist. Besonders positiv fällt der ausgeprägte Zehenschutz auf, der in felsigem und technischem Gelände zuverlässig vor Steinen schützt. Das Obermaterial besteht aus robustem Mesh, das den Schuh atmungsaktiv und leicht hält. Die Fersenkappe ist deutlich stabiler und stärker gepolstert, was besseren Halt garantiert.
Hinweis: Während unseres Tests riss uns beim Festziehen der Schnürsenkel eine Ösenlasche, wodurch sich der Schuh nicht mehr stabil und sicher testen ließ. Wir haben einen weiteren Testschuh erhalten und hier insbesondere die Laschen intensiv überprüft. Bei dem zweiten Testschuh ist dies nicht mehr passiert, weshalb wir von einem Produktionsfehler ausgehen.
Bei einem regulären Kauf im Saucony-Shop können Kundinnen und Kunden ein Produkt innerhalb von 30 Tagen nach Kaufdatum kostenfrei zurückschicken lassen. Sollte das Produkt beschädigt sein, kann man sich an den Saucony-Kundenservice wenden.
Die Vibram-Megagrip-Außensohle trägt rund fünf Millimeter tiefe Stollen, die selbst ein Mikroprofil aufweisen. Das sorgt auf nassen Untergründen, losem Schotter und matschigen Passagen für sehr guten Grip. Auf allen Trails unserer Testrunden hatten die Läuferinnen einen stabilen und sicheren Halt, fühlten sich sowohl up- als auch downhill sowie in Hängen wohl und behielten die Kontrolle über den Schuh. Die integrierte Rock-Plate schützt den Fuß von unten zuverlässig vor spitzen Steinen, bleibt dabei aber flexibel. Selbst nach mehreren Wochen im Einsatz konnten wir an der Außensohle kaum Verschleiß erkennen.
Die PWRRUN-Zwischensohle bietet ausreichend Komfort und Dämpfung, bleibt aber bewusst bodennah. Man spürt den Untergrund ausgezeichnet unter dem Fuß und kann aktiv mit dem Boden arbeiten. Tempoläufe sind mit dem Peregrine 16 gut möglich, er pusht aber nicht aktiv nach vorne wie etwa der Adidas Terrex Agravic Speed 2. Der Schuh richtet sich klar an Läuferinnen, die Bodengefühl und Dynamik einer üppigen Dämpfung vorziehen. Mit einer Stapelhöhe von 32 Millimetern an der Ferse und 28 Millimetern im Vorfuß ergibt sich eine Sprengung von vier Millimetern – was insbesondere Vorfuß- und Mittelfußläuferinnen entgegenkommt. Bei einem Gewicht von 250 Gramm pro Schuh (Größe 40,5) ist er kaum am Fuß zu spüren und eignet sich auch für schnelle, dynamische Einheiten.
Der erste Eindruck beim Anprobieren: Der Peregrine 16 fühlt sich bereits nach der ersten Sekunde angenehm vertraut am Fuß an. Die Passform ist normal bis etwas großzügiger, besonders bei der Zehenbox, was bei längeren Trails und für Läuferinnen mit etwas breiterem Vorderfuß ein klarer Vorteil ist. Der Schuh bietet genug Platz, ohne zu drücken. Auch an Ferse und Mittelfuß sitzt er ausgezeichnet. Die Schnürsenkel sind dick, lassen sich gut nachziehen und bleiben zuverlässig an Ort und Stelle.
Unsere Läuferinnen haben den Schuh auf unterschiedlich langen Laufrunden (10 bis 65 Kilometer) und in wechselndem Terrain (Wald, Berg, Schotter) getestet. Was sich beim Peregrine 16 durchgehend bestätigte: Insbesondere das Bodengefühl, die Dynamik und das geringe Gewicht machen ihn im Gelände richtig stark. Auch auf technischen Trails behält man stets die Kontrolle, der Grip überzeugt durchgehend.
Mit einem UVP von 160 Euro liegt er preislich im Mittelfeld. Je nach Angebot ist er sogar für etwas mehr als 100 Euro erhältlich. Mit dem Saucony Peregrine 16 GTX gibt es zudem eine wasserdichte Option.
Der Peregrine 16 eignet sich sowohl für Trail-Anfängerinnen als auch als solider Allround-Schuh für Trainingseinheiten von Feierabendrunden bis zu längeren Trails im Gelände.
Saucony Peregrine 16 im Testspiegel
Die Redaktion von xc-run.de hat im Januar 2026 den Saucony Peregrine 16 für Herren getestet und kommt zu dem Fazit:
Ein lauffreudiger, vielseitiger Trailschuh für jedes Terrain, der kaum Schwächen zeigt. Der Peregrine 16 kombiniert Grip, Schutz und Dynamik auf hohem Niveau und überzeugt zusätzlich mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein echter Dauerbrenner – und völlig zurecht einer der beliebtesten Trailrunning-Schuhe am Markt.
Die Stiftung Warentest hat bisher keine Trailrunning-Schuhe getestet. Sobald weitere interessante Tests erscheinen, tragen wir sie hier nach.
Weitere Empfehlungen
Adidas Terrex Agravic Speed 2
Ein leichter Schuh für schnelle Läufe: Der Adidas Terrex Agravic Speed 2 richtet sich klar an Läuferinnen, die einen Schuh für Tempotraining, Speed-Läufe und Wettkämpfe suchen.
Die Verarbeitung unserer Testschuhe ist einwandfrei: Die Klebestellen sind sauber, das Material löst sich auch nicht an bekannten Knickstellen und die wenigen Nähte sind so verarbeitet, dass Blasenbildung kein Thema ist. Lediglich auf ausgiebigen Zehenschutz wird bei diesem Schuh verzichtet. In felsigerem Gelände ist hier also Vorsicht geboten.
Das offene Mesh-Material garantiert eine effektive Belüftung und verhindert Wärmestau – ein klarer Vorteil bei intensiven Einheiten und Wettkämpfen. Für kältere Bedingungen ist der Agravic Speed 2 damit allerdings weniger geeignet. Ein integrierter D-Ring für Gamaschen fehlt hier, wieder ein Indiz dafür, dass der Schuh für schnelle Trails und Wettkämpfe ausgelegt ist.
Die Passform fällt normal aus: Unsere Testerinnen tragen Größe 39/40 und haben den Schuh in 40 2/3 getestet. Am Vorderfuß bietet er genügend Platz, im Mittelfußbereich sitzt er stabil. Am Knöchel hatte eine Testerin zwar etwas mehr Spielraum als erwartet, während des Gehens und Laufens rutschte der Fuß aber nicht, der Halt blieb über alle Strecken sicher. Die Schnürsenkel haben eine gerippte Struktur, wodurch sie einerseits nicht so leicht aufgehen und andererseits beim Nachziehen nicht zurückgleiten. Das Anziehen und Justieren ist dadurch deutlich komfortabler.
Die Continental-Außensohle greift sowohl bei nassen als auch bei trockenen Bedingungen zuverlässig. Das moderate Stollenprofil mit bis zu fünf Millimetern Tiefe kommt gut durch wechselndes Terrain. Die Stollen sind etwas weiter gesetzt, wodurch sich Schmutz nach Matschabschnitten durch die natürliche Beugung leichter löst. Die Gummimischung ist bewusst etwas weicher gehalten, was die Sohle dynamisch und nachgiebig macht.
So rollt der Terrex auch auf kurzen Asphaltpassagen angenehm ab. Für tiefen Schlamm ist er erwartungsgemäß nicht gemacht, das ist aber auch konsequent für einen auf Geschwindigkeit getrimmten Schuh. Bergauf schiebt die Sohle gut nach vorne, bergab hält der Grip, ohne dass der Fuß nach vorne rutscht – und das auf allen getesteten Untergründen. Auch nach mehreren Monaten des intensiven Testens erkennen wir nur eine geringe Abnutzung der Sohle.
Das Highlight des Agravic Speed 2 ist mit Sicherheit die Lightstrike-Pro-Zwischensohle. Der Schaumstoff-Aufbau aus zwei Lagen sorgt für eine leichte, reaktionsfreudige Dämpfung mit einer außergewöhnlich hohen Energierückgabe.
Das erste Tragen bestätigt unseren Eindruck: spürbar leicht (514 Gramm bei Schuhgröße 40 2/3), federnd und vortriebsorientiert. Schon im Stand drängt die zusätzlich gebogene Sohlenform nach vorne – beim Laufen verstärkt sich das zu einem deutlichen Ballenauftritt. Die Dämpfung ist generell bewusst moderat gehalten: Man spürt die unterschiedlichen Untergründe und behält ein gutes Bodengefühl. Auf spitzen Steinen wie auf weichem Waldboden fühlen sich die Schritte angenehm und stabil an. Gerade im Downhill federt der Schuh sehr gut ab und hilft, Geschwindigkeit aufzunehmen, ohne dass man das Gefühl hat, die Kontrolle zu verlieren.
Das Laufgefühl ist insgesamt sehr gut: Der Schuh ist nicht zu schwer am Fuß, man kann gut mit dem Boden arbeiten und aktiv laufen. Sowohl auf Stein, Schotter, Waldboden als auch auf Asphalt fühlt man sich sicher und agil.
Fazit: Der Adidas Terrex Agravic Speed 2 ist ein leichter, vortriebsstarker Trailschuh für Tempo- und Wettkampfeinheiten auf Wald-, Schotter- und moderaten Bergpfaden. Er sitzt sicher, dämpft reaktionsfreudig, belüftet effektiv und greift verlässlich auf wechselndem Untergrund. Wer maximalen Schutz, eine üppige Dämpfung oder Tiefmatsch-Tauglichkeit sucht, sollte sich aber eher bei robusteren Modellen im Testfeld umsehen.
Brooks Ghost Trail
Brooks hat das Ghost-Modell, das wir auch in unserem Laufschuh-Test getestet haben, nun ins Gelände geholt. Der Ghost Trail ist ein leichter und sehr flexibler Hybrid, der sich sowohl für Trails als auch für Asphalt-Passagen eignet. Daher ist er ideal für alle, die unterwegs auch Straßenabschnitte bewältigen müssen. Im Gelände muss er sich keineswegs verstecken und macht dank seines guten Grips im Wald, auf Schotter und auf dem Berg richtig Spaß.
Den Brooks Ghost Trail gibt es in zahlreichen Farbdesigns und in einer breiteren Variante, sodass für jeden Geschmack und Fuß etwas dabei ist. Mit etwas über 100 Euro, je nach Angebot, ist der Ghost Trail auch preislich attraktiv. An der Verarbeitung unserer Testschuhe haben wir nichts auszusetzen: Klebestellen und Nähte sind sauber verarbeitet, die Laschen der Schnürsenkel robust und das Material löst sich auch nicht an bekannten Knickstellen. Ein Zehenschutz ist ebenfalls vorhanden und schützt den Fuß bei Kontakt mit Steinen oder Wurzeln.
Das Obermaterial (62,3 Prozent aus recycelten Materialien) besteht aus weichem Air-Mesh, was für guten Komfort und Belüftung sorgt. Der Stoff ist zwar etwas dicker als bei anderen Trailrunning-Schuhen im Test, dennoch ist der Schuh gut atmungsaktiv. Während der Testläufe hatten unsere Testerinnen kein einziges Mal das Gefühl, dass sich Wärme am Fuß staut.
Die Passform fällt normal aus. Unsere Testerinnen tragen 39/40, getestet wurde in Größe 40,5. Selbst bei der Testerin mit etwas breiterem Vorderfuß saß der Schuh richtig gut. Generell bietet er im Vorderfuß- und Zehenbereich ausreichend Platz, während er an Ferse und Knöchel festen Halt gibt. Für unseren Geschmack fällt der Ghost Trail etwas schmal aus. Er lässt sich aber gut festziehen und sitzt sicher.
Die Zwischensohle besteht aus DNA-Loft-v3-Schaumstoff, der auch im Ghost-Straßenlaufschuh zum Einsatz kommt. Das sorgt für eine leichte, softe Dämpfung mit gutem Bodengefühl, mit der sich der Schuh sowohl auf hartem Asphalt als auch auf Trails angenehm läuft. Der Ghost Trail ist mit einem drei Millimeter tiefen Stollenprofil ausgestattet, was verhältnismäßig flach im Vergleich zu anderen Trailrunning-Schuhen ist.
Der Vorteil, den man in der Praxis sofort spürt: Man rollt ruhig und komfortabel ab. Das Laufgefühl ist fast wie bei einem herkömmlichen Straßenlaufschuh. Der Nachteil: In tiefem Matsch und auf nassem Gras bietet das flache Profil weniger Grip. Das Abrollverhalten ist gut und sehr intuitiv. Bergauf schiebt der Schuh angenehm an, bergab hat der Fuß sicheren Halt, ohne nach vorne zu rutschen. Während der Testläufe hatten unsere Läuferinnen stets zuverlässigen Grip. Insgesamt eignet sich der Schuh für Schotter, Forstwege, Parkanlagen und Asphalt.
Aber auch bei leichteren Bergpassagen kann der Ghost Trail punkten: Eine Läuferin testete den Schuh unter anderem in den Pfälzer Weinbergen auf sandigeren Untergründen. Sowohl auf den asphaltierten Zuwegen als auch auf unebenem Gelände mit größeren, losen Steinen hatte sie sicheren, stabilen Halt und ein spürbar gutes Gefühl für den Untergrund. Das Laufen auf den Trails machte ihr dank des leichten und flexiblen Schuhs sichtlich Spaß. Der Ghost Trail pusht nicht aktiv nach vorne, wie beispielsweise unsere »Tempojäger«-Empfehlung, bietet aber aufgrund seiner softeren Dämpfung und seines flexiblen Aufbaus ein leichtes, rundes Laufgefühl. Klar ist aber auch: Für hochalpines Gelände und bei besonders technischem Terrain ist er weniger geeignet, hier bedarf es mehr Stollentiefe und Stabilität.
Fazit: Der Ghost Trail ist ideal für alle, die gerade mit Trailrunning anfangen: Er fühlt sich wie ein »normaler« Laufschuh an, bietet aber mit seinem Stollenprofil guten Grip auf Trails. Er eignet sich trotzdem auch für fortgeschrittene Läuferinnen, die einen zuverlässigen Schuh für alle Geländetypen suchen und dabei einfach von der Straße auf unbefestigte Wege wechseln können möchten.
X-Bionic TerraSkin X02
Der X-Bionic TerraSkin X02 ist ein direkter, präziser Allround-Trailschuh mit Vibram-Megagrip, 4-mm-Sprengung und direkter, bodennaher Geometrie. Der sockennahe Schaftabschluss und der stabile Außenaufbau setzen klar auf Kontrolle und sauberes Abrollen statt maximaler Weichheit. Mit einem Preis von knapp 200 Euro handelt es sich hier definitiv um ein Premium-Modell, das für ambitionierte Vielläuferinnen ausgelegt ist.
Im ersten Kontakt wirkt der X02 hochwertig und aufgeräumt. Das nahtarme Strick-Obermaterial schmiegt sich angenehm an, Zehen- und Fersenbereich sind verstärkt und der Fersenhalt sitzt zuverlässig. Die Passform fällt regulär aus. Der weichere, sockenartige Abschluss liegt angenehm an und hält kleine Steinchen draußen. Das vermittelt vom Start weg ein sehr angenehmes und stabiles Gefühl mit viel Halt und ohne Druckstellen.
Auf dem Trail zeigt der Schuh seinen „sportlich-direkten“ Charakter. Die Zwischensohle dämpft moderat, der leichte Rocker unterstützt ein rundes, zügiges Abrollen. Man steht kontrolliert und bodennah, mit guter Rückmeldung vom Untergrund. Vor allem in technischerem Gelände und auf längeren Läufen ist das ein klarer Pluspunkt.
Die Vibram-Megagrip-Mischung liefert auf Waldwegen, Schotter, nassem Fels und Wurzeln sehr zuverlässigen Halt. Das moderat ausgeprägte Stollenprofil rollt auf Forstwegen ruhig vor sich hin und beißt in technischen Passagen ausreichend zu. Insgesamt deckt der X02 einen breiten Einsatzbereich ab: vom Mittelgebirge bis zu alpinen Steigen, solange kein tiefer Matsch vorhanden ist.
Das Fußklima ist stimmig: Der Schuh trägt sich an Tagen mit moderaten Temperaturen sehr angenehm. Bei mehr Hitze wird es dann doch etwas warm. Gewicht und Dynamik liegen im Mittelfeld und bieten genug Substanz für lange Downhills sowie ausreichend Flex und Torsion für technische Passagen. Der Vortrieb ist spürbar, ohne in die Race-Ecke zu kippen. Im Langzeiteindruck überzeugen Verarbeitung und Profil, am weicheren Zwischensohlen-Schaum zeigen sich nur leichte, optische Spuren.
Fazit: Mit dem X-Bionic TerraSkin X02 bekommt man einen präzisen, stabilen Allrounder mit sehr gutem Grip und bodennaher Führung. Ideal für Läuferinnen, die Kontrolle und Dynamik schätzen und von Forstwegen bis in technische Passagen unterwegs sind.
Arc’teryx Norvan LD 4 GTX W

- Sehr guter Grip
- Sicherer Halt
- GTX-Wetterschutz
- Hochwertige Verarbeitung
- Viel Downhill-Kontrolle
- Weniger luftig (GTX)
- Recht teuer
Schlank im Auftritt, robust im Kern: Der Norvan LD 4 GTX W ist Arc’teryx‘ Langstrecken-Allrounder mit Gore-Tex-Wetterschutz und Vibram-Megagrip-Außensohle (feineres, universelles Profil). Der Charakter ist eher direkt und stabil als weich – gemacht für lange Einheiten auf gemischten Trails von Waldwegen bis felsigem Gelände.
Im ersten Kontakt wirkt alles zweckmäßig und hochwertig: schlichtes elegantes Design, strapazierfähiges Mesh, umlaufende Schutzkanten, angenehm gepolsterter Schaft und Zunge. Die Passform fällt regulär aus (schmal bis mittel) und die leicht gepolsterte Zunge legt sich sehr angenehm auf den Spann. Dazu gibt es auch hier eine praktische Schnürsenkel-»Garage«. Insgesamt sitzt der Schuh sicher, ohne zu drücken.
Auf dem Trail läuft der LD 4 GTX W neutral und kontrolliert. Die eher feste, reaktive Dämpfung hält viel Bodengefühl und Stabilität bereit – passend für lange, moderat schnelle Läufe und sichere Downhills, aber weniger geeignet für maximalen Vortrieb. Die Außensohle liefert zuverlässigen Halt auf Schotter, Waldboden und nassem Fels. Das Profil bleibt universell und matschtauglich und liegt mit seinen 4-mm-Stollen im normalen Allrounder-Bereich.
Das Klima im Schuh ist wettertauglich: Die Membran hält Regen dauerhaft draußen, bleibt an warmen Tagen aber weniger luftig als die Non-GTX-Variante. Grundsätzlich wirken Materialwahl und Außensohle während des Tests sehr langlebig, der Gesamteindruck liegt deutlich über dem Durchschnitt. Hier zeigt sich einmal wieder, dass Arc’teryx zwar nicht gerade die günstigste Marke ist, qualitativ aber oftmals in der höchsten Liga spielt.
Fazit: Der Arc’teryx Norvan LD 4 GTX W ist ein verlässlicher Langstrecken-Allrounder mit starkem Grip, direkterem Fahrwerk und hochwertiger Verarbeitung – ideal für nasse, wechselhafte Tage. Dafür bringt er etwas weniger „Bounce“ und Spritzigkeit mit. Er eignet sich aus unserer Sicht sowohl für Laufeinsteiger als auch für ambitionierte Läuferinnen, die gerne auch mal mehrere Stunden auf dem Trail unterwegs sind.
Außerdem getestet
Scarpa Spin Planet W
Der Scarpa Spin Planet beeindruckt mit einer extrem angenehmen Passform und viel Komfort und setzt dabei auf recycelte Materialien. Ein bemerkenswertes Merkmal ist, wie gut sich der Spin Planet dem Fuß anpasst, was zu einem Gefühl führt, als wäre der Schuh auf den eigenen Fuß maßgeschneidert.
Der Schuh tendiert zu einer eher breiten Passform, gekoppelt mit einer angenehm geräumigen Zehenbox. Ein weiteres Plus ist der Fersenbereich, der durch seine weiche Polsterung Druckstellen effektiv vorbeugt und einen hohen Tragekomfort sicherstellt. Ein cleveres Detail findet sich in der Gestaltung der Zunge, die sich mit den Schuhbändern fixieren lässt, wodurch ein Verrutschen während des Laufens verhindert wird. Betrachtet man die Verarbeitungsqualität des Schuhs, fällt sofort auf, dass hier sehr sauber gearbeitet wurde. Der Schuh präsentiert sich nicht nur äußerst robust, sondern hinterlässt auch einen langlebigen Eindruck, was ihn zu einem verlässlichen Begleiter für diverse Outdoor-Aktivitäten macht.
Dank der moderaten Sprengung von lediglich vier Millimetern ermöglicht der Spin Planet ein harmonisches und vor allem auf Langstrecke natürliches Laufgefühl, das weder zu leistungsorientiert noch zu lässig ist. Diese Balance prädestiniert ihn zum idealen Gefährten auf gemäßigten Trails. Aufgrund seiner Bauweise dürfte er allerdings auch in anspruchsvollerem alpinen Gelände eine gute Figur machen, vorausgesetzt, der Boden wird nicht allzu technisch. Die voluminöse Zwischensohle ist so konzipiert, dass sie Erschütterungen aufnimmt und eine schützende Polsterung bietet, um auch auf anspruchsvollen Untergründen ein komfortables Laufen sicherzustellen.
Nachhaltigkeit steht bei Scarpa im Vordergrund, was beim Spin Planet besonders zum Ausdruck kommt. Das Obermaterial ist vollständig aus recyceltem Material gefertigt, während bei Zwischen- und Außensohle 45 bzw. 30 Prozent recycelte Materialien verarbeitet wurden. Trotz des anspruchsvollen Nachhaltigkeitskonzepts und der damit einhergehenden Kosten – mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 160 Euro – zeichnet sich der Spin Planet durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus, da er auf dem Markt bereits zu deutlich günstigeren Preisen angeboten wird.
Mizuno Wave Daichi 9
Vielseitiger Allrounder mit Komfort ab dem ersten Schritt: Der Mizuno Wave Daichi 9 kombiniert Enerzy-Dämpfung, dezente Stabilisierung (Wave), Vorfußschutzplatte und Vibram-Megagrip für verlässlichen Halt auf gemischtem Terrain.
Der erste Eindruck: Weiches, nahtarm verarbeitetes Mesh, eine solide Zehenkappe und eine leicht hochgezogene Randsohle vermitteln Schutz, ohne steif zu wirken. Fersenkragen und Zunge sind angenehm gepolstert, die Schnürung lässt sich fein justieren und die Bänder verschwinden in einer kleinen praktischen »Lace-Pocket«-Tasche. Die Zehenbox bietet spürbar Platz, bleibt aber beim Laufen präzise – kein „Schwimmen“, auch bei flotterem Tritt.
Egal, ob kurze Mittagsrunde oder mehrstündiger Lauf: Der Komfort blieb im Test konstant hoch, auch unabhängig vom Wetter. Die Dämpfung wirkt bodennah und ausgewogen, die Wave-Struktur stabilisiert unaufdringlich. Die Vorfußplatte bietet Schutz vor Steinen und Wurzeln, ohne das Abrollverhalten zu bremsen. Flex und Torsion sind gut austariert: ausreichend beweglich für Technikpassagen, stabil genug für längere Distanzen.
Der Vibram-Megagrip packt auf Wald-, Schotter- und Felsuntergrund verlässlich zu. Das flachere, breitgestellte Stollenbild rollt auf Forstwegen ruhig und straßennahe Abschnitte ohne „Klebegefühl“ ab. In tiefem Matsch stößt es aber etwas früher an Grenzen – konsequent für einen Allround-Schuh.
Nach mehreren Wochen zeigte die Außensohle geringe Abnutzung, Obermaterial und Nähte blieben unauffällig. Insgesamt ein robust wirkender Trainingspartner, den man im Wochenprogramm oft und gern aus dem Schrank holt.
Fazit: Der Mizuno Wave Daichi 9 ist ein komfortabler Allrounder für Wald- und Forstwege, Schotter und moderate Höhenwege. Er sitzt sofort angenehm, stabilisiert dezent, dämpft ausgewogen und greift zuverlässig – nur Tiefmatsch meidet er. Im Vergleich wirkt er komfortabler als agile Modelle, zugleich direkter und bodennäher als stark gedämpfte Optionen. Ideal für 5-km-Loops bis lange Wochenendläufe.
Asics Fujispeed 2 W
Japanische Ingenieurskunst trifft auf Trailrunning: Die Entwickler bei Asics haben sich beim Fujispeed 2 vom Straßenlaufschuh Magic Speed inspirieren lassen, um die Brücke zwischen Straße und Trail zu schlagen. Das Ergebnis ist ein Schuh, der durch seine durchgehende Carbonplatte für Geschwindigkeit auf den Trails konzipiert wurde.
Schon beim ersten Anziehen fällt die Leichtigkeit des Fujispeed 2 auf – mit nur 434 Gramm pro Paar gehört er zu den Leichtgewichten seiner Klasse. Das Mesh-Obermaterial und der gepolsterte Fersenabschluss bieten einen sehr guten Halt und jede Menge Komfort, während das innovative Design das Eindringen von Schmutz minimiert. Die geriffelten Schnürsenkel, die sich auch ohne Doppelknoten sicher binden lassen, runden das durchdachte Design ab.
Die Carbon-TPU-Platte und der FF-Blast-Plus-Schaum in der Mittelsohle katapultieren einen schon buchstäblich vorwärts, während die 5-Millimeter-Sprengung eine ausgewogene Kombination aus Performance und Komfort bietet. Die Außensohle sorgt für einen wirklich guten Grip auf unterschiedlichsten Untergründen, von schlammigen Wegen bis hin zu felsigen Pfaden. Die ausreichend breite Zehenbox ermöglicht eine natürliche Fußbewegung, weshalb sich der Schuh auch auf längeren Distanzen angenehm trägt.
Der Asics Fujispeed 2 zeigt sich als echter Allrounder. Er ist nicht nur auf laufbaren Trails ein dynamischer Begleiter, sondern meistert auch technisch anspruchsvolleres Terrain mit Bravour. Seine Vielseitigkeit macht ihn zum idealen Schuh für Läuferinnen, die Geschwindigkeit, Komfort auf unterschiedlichsten Untergründen sowie eine robuste Konstruktion mit ausreichend Schutz suchen.
Der Fujispeed 2 richtet sich an ambitionierte Läuferinnen, die auf der Suche nach einem High-Performance-Schuh sind, sich aber in puncto Distanz und Tempo nicht gerne festlegen wollen und lieber spontan entscheiden. Und genau das ist mit dieser kleinen »Trailwaffe« problemlos möglich. Seine Kombination aus Leichtigkeit, Dynamik und Komfort macht ihn zum perfekten Partner für alle, die gerne flott unterwegs sind und dennoch mal den ein oder anderen Extra-Kilometer einsammeln.
Icebug Arcus W RB9X GTX
Der Icebug Arcus W RB9X GTX vereint schwedische Nachhaltigkeit mit hoher Funktionalität für das Trailrunning. Mit einem klaren Fokus auf Komfort und Sicherheit, auch unter widrigen Wetterbedingungen, bietet dieser Schuh dank der Gore-Tex Invisible Fit Membran optimalen Schutz vor Nässe. Das Design des Arcus ist geprägt von einem robusten Obermaterial, einer leichten EVA-Zwischensohle und einer Rocker-Mittelsohle, die das Abrollverhalten unterstützt und Druck auf die Ferse verringert. Die Dual-Density-Sohle optimiert die Dynamik, während die RB9X-Außensohle exzellenten Grip auf rutschigen Untergründen garantiert.
Trotz seines eher unscheinbaren, bequemen Freizeitschuh-Looks überzeugt der Arcus RB9X GTX sofort durch seine ausgezeichnete Passform und Extraportion Dämpfung, die ein optimales Abrollen fördern und Schutz gegen spitze Steine und Äste bieten. Mit einem Gewicht von 562 Gramm (Paar) bei Größe EU40 ist der Schuh zwar in der oberen Gewichtsklasse angesiedelt, jedoch fühlt er sich am Fuß weit weniger schwer an, als man auf den ersten Blick meinen würde. Die Sprengung von 6 Millimetern in Kombination mit seiner wirklich angenehmen Dämpfung macht den Schuh enorm komfortabel und sorgt für ein gelenkschonendes Laufen.
Der Schuh punktet mit einer bequemen und eher breiten Passform und einer guten RB9X-Gummimischung der Sohle, die Sicherheit auf unterschiedlichsten Terrains bietet. Die steife Bauweise und die fehlende Dynamik schränken allerdings den Einsatzbereich etwas ein, sodass der Schuh vorrangig für gemütliche Läufe, zügige Hikingtouren oder ausgiebige Gassi-Abenteuer geeignet ist.
Der Arcus ist ideal für Trailneulinge oder Genussläuferinnen, die einen sicheren und komfortablen Schuh für gemütliche Läufe oder leichte Wanderungen suchen. Zusätzlich sollten sich alle Nachhaltigkeits-Fans den Arcus RB9X genauer ansehen, da Icebug den Fokus der Herstellung auf einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck setzt. Die Verwendung von 29 Prozent recycelten Materialien und 10 Prozent biobasiertem Material unterstreicht Icebugs Engagement für Nachhaltigkeit.
Fazit: Der Icebug Arcus Women’s RB9X GTX ist ein zuverlässiger Begleiter für alle, die Wert auf Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit legen. Er eignet sich besonders für Läuferinnen, die auf der Suche nach einem Allwetterschuh für gemütliche Trailruns und Wanderungen sind, jedoch nicht für diejenigen, die einen Schuh für ambitionierte Laufleistungen suchen. Mit seiner robusten Konstruktion, dem ausgezeichneten Grip und der wasserdichten Membran ist der Arcus ein vielseitiger Schuh, der die schwedische Tradition von Sicherheit und Umweltbewusstsein in sich vereint.
Salomon Sense Ride 5 W
Der Salomon Sense Ride 5 W ist ein vielseitiger und komfortabler Trailrunning-Schuh, der sich für verschiedenste Untergründe eignet. Egal, ob auf Asphalt oder unbefestigten Wegen. Er bietet zuverlässigen Halt, gute Dämpfung und eine robuste Verarbeitung – quasi die eierlegende Wollmilchsau unter den Trailrunning-Schuhen. Durch das atmungsaktive Obermaterial und das für Salomon typische Schnellschnürsystem passt er sich optimal dem Fuß an und ist sowohl für kurze als auch für lange Läufe geeignet.
Der Sense Ride 5 besitzt eine angenehme Passform, die insgesamt normal ausfällt. Da die Tendenz aber mehr zu »etwas kleiner« geht, ist es ratsam, ihn eine halbe Nummer größer zu wählen, falls man zwischen zwei Größen liegt. Im Zehenbereich bietet der Schuh genug Platz, um auch bei längeren Läufen eine angenehme Portion Komfort zu gewährleisten. Das Schnellschnürsystem ermöglicht eine individuelle Anpassung und sorgt dafür, dass der Schuh fest am Fuß sitzt. Trotz des festen Halts bleibt er leicht und bequem, was ihn unter anderem ideal für lange Strecken macht.
Der Schuh besteht aus einem robusten, atmungsaktiven Obermaterial, das sich auch auf anspruchsvollen Strecken (z. B. auf Schotter) bewährt. Verstärkungen im Zehenbereich schützen vor Hindernissen wie Steinen oder Wurzeln. Die hochwertige, saubere Verarbeitung macht auf uns einen sehr robusten Eindruck und verspricht ein langes Schuhleben, auch nach vielen Kilometern auf rauem Terrain.
Die Sohle des Sense Ride 5 bietet guten Halt auf verschiedenen Untergründen, eignet sich jedoch weniger für sehr schlammige oder technisch anspruchsvolle Strecken. Die moderate Stollentiefe sorgt für einen ausgewogenen Grip, während die Sohle auch auf Asphalt weiches Abrollen ermöglicht. Für extreme Bedingungen wäre ein aggressiveres Profil nötig.
Die Dämpfung des Sense Ride 5 ist moderat und angenehm, weder zu weich noch zu hart. Das macht ihn ideal für längere Läufe und verschiedene Laufstile. Die Sprengung von 8 Millimetern unterstützt vor allem Läuferinnen, die mit der Ferse zuerst aufsetzen. Der Schuh eignet sich für alle, die auf wechselndem Gelände unterwegs sind und sowohl Komfort als auch Halt und leichte Unterstützung suchen. Er ist ideal für alltägliche Läufe, lässt sich aber auch für längere Trail-Abenteuer einsetzen. Auf Asphalt fühlt er sich ebenso wohl wie auf Schotterwegen, was ihn zu einem herrlich vielschichtigen Begleiter macht.
Fazit: Der Salomon Women’s Sense Ride 5 ist ein vielseitiger Trailrunning-Schuh, der Komfort, Halt und Robustheit ideal kombiniert. Er bietet ausreichend Dämpfung für lange Läufe und genug Flexibilität, um auf verschiedenen Untergründen gut zu funktionieren. Besonders Läuferinnen, die häufig auf gemischtem Terrain unterwegs sind, finden hier einen verlässlichen Partner. Mit einem Preis von etwa 100 Euro liegt der Schuh im mittleren Preissegment und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu ähnlichen Modellen auf dem Markt.
Salomon Speedcross 5 GTX W
Der wahrscheinlich bekannteste Trailrunning-Schuh schlechthin geht in die fünfte Auflage. Die Rede ist natürlich vom Salomon Speedcross 5 GTX. Es wird wenige geben, die ihn nicht kennen. Er steht für maximalen Grip, ein ausgeprägtes Stollenprofil, gute Stabilität und vor allem ein schier unendliches Spektrum unterschiedlichster Farbvarianten.
Es gibt gewisse Dinge, die werden mit der Zeit immer besser. Dazu gehört unserer Meinung nach auch der Salomon Speedcross. Es gab Versionen, die haben wir geliebt, und andere, von denen wir nicht allzu begeistert waren. Die neue Auflage allerdings hat uns wieder in ihren Bann gezogen. Allein schon die großartige Verarbeitung überzeugt auf Anhieb. Der gesamte Schuh besteht aus einem nahtlosen Obermaterial, das ihm schon fast eine sockenartige Passform verleiht. Eine neue Gore-Tex-Konstruktion sorgt obendrein für absoluten Wetterschutz und hält den Fuß von außen trocken.
Neuerungen findet man zum einen bei der Zunge. Sie ist frei beweglich und sorgt für mehr Komfort und, wie Salomon so schön sagt, »für einen schnittigen Look«. Eine weitere Optimierung hat das Profil erfahren. Die Stollen sind nun etwas größer und breiter angeordnet, um noch besser greifen zu können. Und für alle, die bei den Vorgängermodellen aufgrund des schmalen Schnittes irgendwann aufgegeben haben, kommt hier eine neue Chance, denn die Passform ist nun deutlich breiter und bietet in der Zehenbox mehr Platz.
Also Schuh an und ab auf den Trail! Dank der gewohnten Quicklace-Schnürung sitzt er perfekt am Fuß, drückt nicht und gibt uns sofort ein Gefühl von gutem Schutz und einer ordentlichen Portion Stabilität. Unsere Teststrecke verläuft ca. 40 Kilometer über Asphalt, Wurzelböden, Wiesen, Schotter und ein paar kleine Bachläufe. Was uns sehr gut gefällt, ist das angenehme und gut gedämpfte Laufgefühl auch auf hartem Untergrund. Das Stollenprofil ist breit genug angeordnet, um selbst auf Asphalt nicht unangenehm zu wirken.
Sein volles Potenzial entfaltet er dann aber abseits der befestigten Wege. Die Stollen beißen sich regelrecht in den weichen Waldboden. Man springt präzise über Wurzeln und Steine, bekommt dank ausgeprägtem Zehenschutz ausreichend Schutz vor Stößen und wird im Downhill mit einer weichen Dämpfung belohnt. Bei einer Sprengung von 10 Millimetern wird generell relativ viel Bodengefühl geschluckt. Bei längeren Strecken schlägt sich das in langsamerer Ermüdung nieder.
Mit dem Salomon Speedcross 5 GTX W bekommt man einen ausgefeilten Trailrunning-Schuh, der einem auf unterschiedlichstem Terrain ein Gefühl von Sicherheit und Halt gibt. Er sitzt perfekt am Fuß und schützt diesen durch seine umlaufenden Gummiverstärkungen. Das Profil ist hauptsächlich etwas für weiche Böden. Die neue Variante macht zwar einen deutlich stabileren und langlebigeren Eindruck als ihre Vorgänger, auf harten Straßen wird man die Stollen aber dennoch unnötig schnell ablaufen.
Wer einen zuverlässigen, ausgefeilten und durchweg bequemen Trailrunning-Schuh für weiche Untergründe sucht, wird mit dem Speedcross 5 GTX bestimmt glücklich werden. Durch das verbaute Gore-Tex eignet er sich vor allem für Läufe bei schlechtem, regnerischem Wetter und bei kühlen Temperaturen. Bei Sommerhitze würden wir dann doch eher die Variante ohne GTX empfehlen. Er ist zwar nicht gerade ein Schnäppchen, durch seine einwandfreie Verarbeitung ist der Preis aber absolut gerechtfertigt.
Craft Pure Trail Pro W
Der Craft Pure Trail Pro W fühlt sich auf Wald- und Forstwegen am wohlsten. Er sitzt bequem, greift mit seinem groben Profil zuverlässig – auch bei Nässe – und bleibt dank des luftigen Schafts angenehm. In sehr technischem Gelände fehlt ihm allerdings etwas Führung im Mittelfuß. Unterm Strich: viel Komfort und Sicherheit auf „normalen“ Trails, weniger Präzision und Tempo auf anspruchsvollen und technischen Pfaden.
Im Vergleich zu manch anderem Modell wirkt der Pure Trail Pro etwas massig, punktet aber mit sauberer Verarbeitung, robustem Ripstop-Schaft und sportlichem Auftritt. Der Leisten fällt relativ breit aus und die Zehenbox bietet ordentlich Platz. Schmale Füße bekommen den Mittelfuß per Schnürung näher an den Fuß, für den perfekten Sitz reicht es jedoch nicht.
Auf dem Trail zeigt sich sein Charakter schnell: Er läuft sich bequem, bietet verlässlichen Halt auf weichem und feuchtem Untergrund und trocknet flott. Wo das Gelände steiler und verwinkelter wird, fehlt ihm die Präzision im Tritt – das weiche Obermaterial gibt dort etwas zu sehr nach. Insgesamt ist er ein verlässlicher Allrounder für nasses und gemischtes Terrain, jedoch ohne ausgeprägten Vorwärtsdrang und Tempo-Ambitionen.
Der größte Pluspunkt ist der Grip. Die HyperGrip-Außensohle (Vittoria) beißt sich mit kräftigen Stollen gut in den Untergrund. Nur glatter, nasser Fels bleibt etwas heikel. Die Cr-Foam-Pro-Mittelsohle mit PEBA-Anteil dämpft angenehm und rollt mit leichtem Rocker ab. Das Laufgefühl ist hier eher ruhig als spritzig. Die Energierückgabe bleibt verhalten.
Beim Wetterschutz setzt Craft auf Atmungsaktivität statt Membran. Das Mesh ist luftig und trocknet schnell. Spritzwasser steckt der Schuh gut weg, bei Dauerregen nimmt der Schaft jedoch Feuchtigkeit auf. Verarbeitung und Haltbarkeit hinterlassen nach unserem Test einen robusten Eindruck: Sohle und Stollen wirken langlebig und das Obermaterial ist robust und sauber umgesetzt.
Fazit: Der Craft Pure Trail Pro ist ein komfortabler, griffiger Allrounder für Wald- und Forstwege sowie nasses, wechselndes Terrain. Im technischen Gelände limitiert der etwas voluminöse Mittelfuß den Halt und die Dynamik bleibt zurückhaltend. Er ist ideal für normalbreite bis breitere Füße und eher ruhigere Trainings im Mittelgebirge.
La Sportiva Prodigio Pro Woman
Der La Sportiva Prodigio Pro Woman ist ein komfortstarker Langstrecken-Schuh mit spürbarem Rocker: Er kombiniert eine weiche, entlastende XFlow-Mittelsohle mit stabiler Plattform und griffiger Außensohle für verlässlichen Halt auf gemischtem Terrain. Er ist kein Schuh, den ein Hobbysportler unbedingt braucht, aber der definitiv Spaß machen kann.
Das sockennahe Obermaterial mit leicht hochgezogenem Knöchelabschluss sitzt stabil am Fuß. Die Zunge ist angenehm gepolstert und die Zehenbox bietet spürbar Platz. Für La Sportiva fällt der Leisten relativ großzügig aus und sollte den meisten Damen passen. In unserem Test passte die Größe grundsätzlich gut – bei Unsicherheit empfehlen wir eine halbe Nummer größer. Gleichzeitig trat bei uns während dem Laufen seitlicher Druck von unten auf. Aber Passform bleibt individuell und kann bei jemand anderem dafür perfekt passen. Grundsätzlich bietet er einen komfortablen Sitz und eine gute Atmungsaktivität.
Während unseres Testlaufs blieb die Dämpfung weich und entlastend. Der ausgeprägte Rocker sorgt für flüssiges Abrollen auf Forstwegen wie auf moderaten Trails. Trotz Bauhöhe ist der Schuh überraschend flexibel und bergab angenehm stabil. Kleine Steine und Wurzeln werden effektiv weggeschluckt. Das führt zu weniger Bodengefühl, dafür aber zu viel Komfort auf langen Strecken.
Die Gummimischung der Sohle greift zuverlässig auf Wald-, Schotter- und Felsuntergrund. Das moderat tiefe Stollenprofil rollt ruhig auf Forstwegen und bietet auf dem Trail ordentlich Halt. In tiefem Matsch gibt es aggressivere Spezialisten. Für gemischtes Terrain ist er aber ein toller Allrounder.
Die Verarbeitung und das Obermaterial machen auf uns einen robusten Eindruck. Nach unserem Testlauf zeigt die Außensohle nur minimale Spuren.
Fazit: Der Prodigio Pro ist ein komfortabler Ultra-Cruiser mit stabilem Stand und geschmeidigem Abrollverhalten – ideal für lange, gemischte Strecken. Er eignet sich weniger für Läuferinnen, die maximalen Bodenkontakt suchen. Im Vergleich zu den aktuellen Allround-Favoriten im Test wirkt der Prodigio Pro gedämpfter und abwärts stabiler, dafür weniger direkt.
New Balance Hierro v8 W
Der New Balance Fresh Foam X Hierro v8 ist ein vielseitiger Hybrid-Trailrunning-Schuh, der besonders für Läufer gemacht ist, die gerne zwischen Trails und Asphalt wechseln. Mit der robusten Vibram-Außensohle bietet er ordentlichen Grip auf verschiedenen Untergründen, während die Fresh-Foam-X-Dämpfung auch bei langen Läufen für Komfort sorgt. Der Hierro v8 ist also ein echter Allrounder, der sich auf anspruchsvollen Trails genauso gut schlägt wie auf festen Wegen.
Die Passform des Hierro v8 ist angenehm geräumig und bietet besonders Läufern mit mittelbreiten bis breiteren Füßen ausreichend Platz. Das flexible Obermaterial und die breite Zunge schmiegen sich gut an, ohne dass man die Schnürung zu fest ziehen muss. Der weiche Fresh Foam X sorgt für eine komfortable Dämpfung, ähnlich dem Straßenmodell 1080, was ihn auch auf längeren Strecken bequem macht. Die Schnürsenkel sind allerdings etwas zu lang, was etwas nervig sein kann, lässt sich aber gut fixieren.
Das Obermaterial besteht aus atmungsaktivem Mesh, das mit Verstärkungen an Zehen und Ferse kombiniert wurde, um für Stabilität und Schutz im Gelände zu sorgen. Dabei fühlt sich das Material überraschend weich an, ohne an Sicherheit einzubüßen. Für den Umweltschutz hat New Balance in der V8-Version recycelte Materialien im Obermaterial und der Mittelsohle verwendet. Die Vibram Eco-Step-Außensohle besteht zu 90 Prozent aus erdölfreien Bestandteilen – ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit im Trailrunning.
Die Vibram-Sohle mit den feinen Mikro-Traktionsstollen sorgt für einen soliden Halt, egal ob auf trockenen, steinigen Trails oder weichem Waldboden. Die 4 mm tiefen Stollen bieten einen guten Grip, ohne dabei auf Asphalt unangenehm zu werden. Gerade auf längeren Strecken oder gemischtem Untergrund spielt der Hierro v8 seine Stärken aus, da er dank der Sohle angenehm abrollt und sich auch auf befestigten Wegen gut schlägt.
Die Fresh-Foam-X-Mittelsohle sorgt für eine ausgewogene Dämpfung, die nicht zu weich ist, aber ausreichend Komfort auf langen Strecken bietet. Mit einer Sprengung von 6 mm fühlt sich der Schuh beim Laufen recht direkt an und die Rocker-Geometrie hilft beim gleichmäßigen Abrollen. Das macht ihn zu einem komfortablen Begleiter, egal ob auf einfachen Trails oder längeren Asphaltabschnitten.
Der Hierro v8 setzt auf recycelte Materialien, sowohl im Obermaterial als auch in der Sohle. Die Vibram-Eco-Step-Sohle ist aus umweltfreundlichen Materialien gefertigt, was den Schuh nicht nur robust, sondern auch nachhaltig macht. Für Läufer, die Wert auf umweltfreundliche Produkte legen, ist das ein klarer Pluspunkt.
Fazit: Der New Balance Fresh Foam X Hierro v8 ist perfekt für Läufer, die auf verschiedenen Untergründen unterwegs sind – egal ob auf Waldwegen, Schotter oder Asphalt. Besonders auf längeren, moderaten Trails zeigt er seine Stärken mit angenehmer Dämpfung und gutem Grip. Auf sehr technischem Terrain hat er allerdings leichte Schwächen in der seitlichen Stabilität. Er bietet eine ausgewogene Kombination aus Komfort, Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit, was ihn zu einer guten Wahl für Door-to-Trail-Läufe macht.
NNormal Tomir 2.0 W
Der NNormal Tomir 2.0 ist ein vielseitiger und langlebiger Trailrunning-Schuh, der vorrangig für anspruchsvolle Strecken entwickelt wurde. Als verbesserte Version des Tomir 1.0 bietet er stärkeren Schutz, mehr Dämpfung und eine optimierte Passform. Mit seiner robusten Konstruktion und der Vibram-Außensohle ist der Tomir 2.0 für alle Trailrunner geeignet, die Wert auf Komfort, Haltbarkeit und Traktion legen – egal ob auf felsigen Pfaden, Waldböden oder Schotterwegen.
Er bietet eine komfortable Passform, die sich mit ein bisschen Einlaufen noch besser an den Fuß anpasst. Das Obermaterial ist anfangs etwas fest, aber es bietet nach kurzer Zeit guten Halt. Die asymmetrische Schnürung reduziert Druckstellen und sorgt für eine sichere Fixierung des Fußes, besonders bei Downhill-Passagen. Die Zehenbox ist ausreichend groß, jedoch sollten Läufer mit breiteren Füßen möglicherweise eine halbe Größe größer wählen. Insgesamt fühlt sich der Tomir 2.0 sehr angenehm an. Besonders auf längeren Strecken, auch wenn das Obermaterial bei hohen Temperaturen etwas warm werden kann.
Der Tomir 2.0 besteht aus strapazierfähigem Ripstop-TPE-Material, das sowohl flexibel als auch extrem reißfest ist. Das Obermaterial wurde für zusätzliche Langlebigkeit mit der Zwischensohle vernäht, eine Technik, die heute selten zu finden ist. Eine verstärkte Zehenkappe schützt den Vorderfuß vor Hindernissen wie Wurzeln und Steinen, während die umlaufende PU-Verklebung vor Feuchtigkeit schützt. Die hochwertige und sehr saubere Verarbeitung verspricht eine lange Lebensdauer, auch wenn es mal etwas rauer zugeht.
Die Vibram-Litebase-Außensohle mit 5 mm tiefen Stollen sorgt für einen guten Grip auf verschiedensten Untergründen, von nassem Fels bis hin zu lockeren Waldböden – nur bei recht matschigen Passagen sollte man etwas aufpassen, da auch hier irgendwann das Stollenprofil an seine Grenzen stößt. Insgesamt greift die Sohle aber recht sicher, auch auf schwierigen technischen Trails, und bietet gleichzeitig ein gutes Abrollverhalten auf festeren Wegen. Besonders auf langen Strecken und in anspruchsvollem Gelände überzeugt der Tomir 2.0 mit seiner Balance aus Dämpfung und Traktion.
Die 8-mm-Sprengung des Tomir 2.0 und die neu entwickelte EExpure-Zwischensohle bieten eine ausgewogene Dämpfung, die weder zu weich noch zu hart ist. Sie sorgt für ein angenehmes Laufgefühl und ausreichend Schutz vor Stößen, während der Rocker-Shape der Sohle das Abrollen erleichtert. Besonders auf langen Strecken zeigt sich die Dämpfung gut gelungen, auch wenn der Schuh leider nicht so dynamisch ist wie einige Konkurrenten. Hier vermissen wir ein bisschen Energierückgewinnung, was bei meinem „Allrounder“ aber auch nicht selten ist.
Die Marke NNormal setzt auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Der Tomir 2.0 kann neu besohlt werden, wodurch seine Lebensdauer deutlich verlängert wird. Zudem werden nachhaltige Materialien verwendet und der Hersteller bietet ein Austauschprogramm für abgenutzte Schuhe an.
Fazit: Der Tomir 2.0 ist ein vielseitiger und langlebiger Trailrunning-Schuh, der sich besonders gut für lange Distanzen und technisch anspruchsvolle Trails eignet. Mit seinem robusten Obermaterial, der hervorragenden Vibram-Sohle und der ausgewogenen Dämpfung punktet er besonders auf technischen Pfaden. Der Schuh bietet zuverlässigen Halt und Komfort, ist jedoch nicht der dynamischste im Vergleich zu anderen Modellen. Mit einem Preis von 160 Euro bewegt er sich im oberen Preissegment, das jedoch durch die Langlebigkeit und die Möglichkeit der Neubesohlung gerechtfertigt ist.
Mammut Saentis TR Low
Der Mammut Saentis TR Low Women ist ein leichter und agiler Trailrunning-Schuh, der speziell für Damen entwickelt wurde. Er richtet sich an Läuferinnen, die kurze bis mittellange Strecken in alpinem Gelände bevorzugen. Der Schuh bietet eine gut ausgewogene Kombination aus Komfort und Performance auf der empfohlenen Streckenlänge, was ihn ideal für technische Trails macht. Dank seiner robusten Bauweise und einem guten Grip ist er sowohl für Trainingsläufe als auch für Wettkämpfe geeignet.
Die Passform des Mammut Saentis TR Low überrascht positiv: Der Schuh fühlt sich weicher an, als man es auf den ersten Blick erwarten würde. Die frauenspezifische Passform sorgt für einen angenehmen Sitz, wobei die Zehenbox eher schmal ausfällt. Deshalb empfiehlt es sich, den Schuh eine halbe Nummer größer zu wählen. Die weiche Polsterung und der tiefe Stand im Schuh vermitteln ein gutes Laufgefühl und Stabilität. Die Schnürung ist allerdings anfangs etwas schwergängig, bleibt aber zuverlässig fixiert. Die ziemlich breite Zunge nimmt ein wenig vom guten Sitz, bietet aber gleichzeitig mehr Komfort und Schutz vor Druckstellen.
Der Schuh besteht aus atmungsaktiven synthetischen Materialien und einem Mesh-Obermaterial, das für eine gute Belüftung während der Aktivität sorgt und schnell trocknet. TPU-Verstärkungen schützen den Fuß, vor allem an den Zehen, während der restliche Schuh eher minimal verstärkt ist. Insgesamt überzeugt der Schuh durch eine hochwertige Verarbeitung und langlebige Materialien, die auch rauen Bedingungen standhalten.
Die flache Sohle mit einer Sprengung von 4 mm unterstützt eine natürliche Abrollbewegung und sorgt für viel Stabilität, vor allem auf technischen Trails. Der „High rebound EVA“-Schaum bietet eine moderate Dämpfung, die zwar angenehm, aber nicht allzu dynamisch ist. Das Stollenprofil ist mit 4 mm tief genug für festen Halt auf steinigem Untergrund, jedoch weniger geeignet für schlammige Strecken. Auf Asphalt und Forstwegen lässt sich der Schuh ebenfalls angenehm laufen, obwohl er primär für unwegsames Gelände konzipiert wurde.
Ein weiterer Pluspunkt in puncto Nachhaltigkeit & Innovation: Mammut setzt beim Saentis TR Low auf recycelte Materialien und eine 100% CO₂-neutrale Produktion. Die Base Fit 2.0-Technologie verbessert den Sitz und erhöht den Tragekomfort, was gerade auf anspruchsvollen Trails von Vorteil ist.
Fazit: Der Mammut Saentis TR Low ist ideal für Läuferinnen, die häufig auf technischen und alpinen Trails unterwegs sind. Er bietet starken Grip, Stabilität und Schutz, besonders auf steinigen Pfaden. Für kürzere bis mittellange Distanzen ist er bestens geeignet, während er auf flachen Strecken weniger Dynamik zeigt. Mit einem Preis von 160 Euro liegt er im oberen Preissegment, was für die gebotene Leistung und den speziellen Einsatzbereich jedoch gerechtfertigt ist.
Asics Gel-Trabuco 11 W
Der Asics Gel-Trabuco 11 für Damen spiegelt die langjährige Erfahrung von Asics im Trailrunning-Bereich wider. Mit einem klaren Fokus auf Komfort und Schutz ist der Schuh die perfekte Wahl für die breite Masse an Trailrunnerinnen, insbesondere für Anfängerinnen und Genussläuferinnen, bei denen Komfort vor Performance steht. Dank des FF Blast Plus Foams und der Asicsgrip-Außensohle bietet er sicheren Tritt und angenehme Landungen auf den unterschiedlichsten Untergründen. Eine Steinschutzplatte bietet zusätzlichen Schutz vor steinigem und schroffem Gelände, während das umweltfreundliche Design mit mindestens 50 Prozent recycelten Materialien beim Obermaterial und einer ressourcenschonenden Einlegesohle überzeugt.
Im Vergleich zum Vorgängermodell zeichnet sich der Trabuco 11 durch eine verbesserte Frontpartie und einen höheren Sohlenaufbau aus, was den Komfort steigert, allerdings auch das Gewicht leicht erhöht. Die hochwertige Verarbeitung und das praktische Gummiband zur Fixierung der Schnürsenkel sind beispielhaft für die durchdachte Gestaltung.
Die Passform ist exzellent und gewährleistet auch auf langen Strecken hohen Komfort und Sicherheit. Obwohl der Schuh auf Asphalt etwas steifer wirkt, überzeugt er im Gelände mit ausgezeichnetem Schutz und Dämpfung. Der Fokus liegt eindeutig auf Komfort, unterstützt durch ausreichend Grip für alle Untergründe. Der Trabuco 11 eignet sich besonders für mittlere bis lange Distanzen in anspruchsvollem Gelände, wie steinigen und felsigen Pfaden, während er für weichere Trails an Flexibilität einbüßt.
Der Schuh richtet sich vorrangig an mittelschwere bis schwere Läuferinnen, die nach einem robusten und komfortablen Trail-Schuh suchen. Das Fehlen der Pronationsstütze im Vergleich zum Vorgänger könnte für Läuferinnen mit spezifischen Fußproblemen ein Nachteil sein, doch für die breite Masse stellt dies keinen Hinderungsgrund dar.
Der Asics Gel-Trabuco 11 vereint Schutz, Komfort und Nachhaltigkeit in einem Schuh, der aus unserer Sicht vorrangig für Trailrunning-Anfängerinnen und Genussläuferinnen konzipiert wurde. Er ist ein zuverlässiger Begleiter für Trailrunnerinnen, die einen vielseitigen und umweltschonenden Schuh für anspruchsvolles Gelände suchen. Mit seiner soliden Konstruktion und den technischen Features bietet der Gel-Trabuco 11 eine hervorragende Grundlage für sichere und komfortable Läufe abseits befestigter Wege.
Altra Lone Peak 8 W
Der Altra W Lone Peak 8 ist die neueste Version eines Klassikers unter den Trailrunning-Schuhen. Er kombiniert Altras charakteristische Features wie die breite Zehenbox und die 0-mm-Sprengung mit einem robusteren Obermaterial, das für längere Haltbarkeit sorgt. Mit einer komfortablen Dämpfung und gutem Grip auf unterschiedlichen Untergründen eignet er sich für alle, die Wert auf ein natürliches Laufgefühl legen – ob beim Trailrunning oder Wandern.
Der Lone Peak 8 setzt auf die bewährte Original-FootShape-Passform. Diese bietet besonders viel Platz im Vorfußbereich, wodurch sich die Zehen frei bewegen können. Das sorgt für eine natürliche Fußhaltung und mehr Komfort, vor allem auf langen Läufen. Der Schuh bietet ab dem ersten Schritt ein angenehmes Laufgefühl – egal ob auf weichen Waldböden oder Schotterwegen. Für Läuferinnen mit schmalen Füßen könnte er jedoch etwas zu weit sein.
Das Obermaterial hat beim neuen Lone Peak 8 ein Update erhalten und besteht nun aus strapazierfähigem Ripstop-Material. Dies macht den Schuh widerstandsfähiger und langlebiger – perfekt für Läuferinnen, die auch abseits gut ausgetretener Wege unterwegs sind. Zudem schützt der integrierte GaiterTrap vor Schmutz, indem er die Befestigung von Gamaschen ermöglicht. Insgesamt wirkt der Schuh gut verarbeitet und solide, mit dem Fokus auf Funktionalität.
Die Außensohle bietet sehr guten Grip, selbst auf anspruchsvollem Gelände. Bergauf oder bergab – der Schuh bleibt stabil und vermittelt Sicherheit auf verschiedensten Untergründen. Auch bei Nässe oder auf glatten Felsen zeigt die Sohle ihre Stärke. Die Kombination aus griffigem Profil und flexibler Zwischensohle sorgt für eine ausgewogene Mischung aus Stabilität und Bewegungsfreiheit.
Mit 25 mm Dämpfung und einer 0-mm-Sprengung fördert der Schuh einen natürlichen Laufstil. Der verwendete Schaum in der Zwischensohle bietet eine gute Balance zwischen Komfort und Reaktivität, ohne dass der Bodenkontakt verloren geht. Dies macht den Lone Peak 8 besonders angenehm auf längeren Strecken, wobei die moderate Dämpfung auch genügend Schutz für steinigere Trails bietet.
Fazit: Mit einem Preis von etwa 140 Euro liegt der Lone Peak 8 im mittleren Preissegment. Das Preis-Leistungs-Verhältnis finden wir dabei sehr angemessen, da der Schuh mit seiner langlebigen Verarbeitung, dem komfortablen Laufgefühl und der vielseitigen Einsetzbarkeit überzeugt. Er ist ideal für Läuferinnen, die auf einen natürlichen Laufstil und eine breite Zehenbox Wert legen, sowie für alle, die eine robuste und komfortable Lösung für längere Läufe und Wanderungen suchen. Für Damen mit schmalen Füßen oder diejenigen, die schnelle Sprints und maximale Performance bevorzugen, könnte er jedoch weniger geeignet sein. Insgesamt ist er ein hervorragender Begleiter für alle, die einen natürlichen Laufstil bevorzugen und viel Zeit auf Trails verbringen.
Inov-8 Parkclaw G 280 Damen
Der Inov-8 Parkclaw G 280, hergestellt mit der Graphene-Technologie, ist ein sehr vielseitiger Allround-Laufschuh, der sich für so ziemlich jeden Untergrund eignet. Daher ist er perfekt für Läuferinnen, die gerne spontan entscheiden, wohin ihr Lauf gehen soll. Er ist ein Hybrid-Trail-Laufschuh für Tage, an denen es von zuhause über die Straße zum Trail geht und man das Beste aus beiden Welten herausholen möchte – also der ideale Begleiter für Abenteuer genau vor der Haustür.
Seit seiner Erstauflage 2017 gehört er zu den meistverkauften Trail-Schuhen von Inov-8. Und das nicht ohne Grund: Zum einen ist er sozusagen die eierlegende Wollmilchsau unter den Laufschuhen und daher für alle geeignet, die sich einen Allrounder wünschen, der gleichermaßen auf der Straße wie auch auf dem Trail funktioniert. Zum anderen eignet er sich auch prima für den Einstieg ins Trailrunning, da man sich mit ihm ganz leicht an den Trail herantasten kann. Dank seiner G-Fly-Zwischensohle, dem griffigen Graphene und den zahlreichen, aber mit vier Millimetern nicht allzu sehr ausgeprägten Stollen gibt er genug Halt auf Wald- und Bergwegen und läuft sich ebenfalls auf hartem Untergrund einwandfrei. Tipp: Damit die Graphene-Sohle auch ihre volle Griffigkeit ausleben kann, muss man auf ein paar Kilometern erst eine schützende Silikonschicht ablaufen.
Der Parkclaw kommt recht schlicht und zeitlos daher. Sein Obermaterial besteht aus angenehm weichem und luftdurchlässigem Mesh. Stark beanspruchte Stellen wie Zehen und Ferse sind mit einer verstärkten Schutzschicht versehen. Zunge und Ferse sind innen weich gepolstert und sorgen für die Extraportion Komfort. Die Zunge ist mit der Schnürung verbunden, was sie an Ort und Stelle hält und den Schuh gleichzeitig wunderbar nah an den Fuß schnüren lässt. Die Passform gefällt uns generell sehr gut, jedoch fällt der Schuh vergleichsweise klein aus. Eine halbe Nummer größer kann nicht schaden.
Auf unseren Testrunden haben wir darauf geachtet, möglichst vielseitig unterwegs zu sein. Und was sollen wir sagen? Da gibt es nicht viel zu meckern. Der Laufschuh konnte auf hartem Boden mit einer komfortablen Dämpfung und einem natürlichen Abrollverhalten punkten und auf holprigeren Wegen seine Traktion unter Beweis stellen. Bei sehr schlechtem Wetter und nassen Trails mit vielen Wurzeln und Steinen stößt er dann aber doch irgendwann an seine Grenzen. Für alle halbwegs normalen Wege ist er aber super geeignet.
Fazit: Mit dem Parkclaw G 280 von Inov-8 bekommt man einen tollen Allrounder, mit dem man so gut wie immer für spontane Läufe gewappnet ist. Mit einem regulären Preis von 180 Euro gehört er zwar eigentlich zu den teuren Modellen, allerdings bekommt man ihn mittlerweile schon deutlich günstiger im Sale. Wir können diesen Hybrid guten Gewissens empfehlen. Aber nicht vergessen – aufpassen bei der Größenwahl!
Dynafit Ultra 100 GTX W
Wie der Name Dynafit Ultra 100 GTX W schon vermuten lässt, wurde der Schuh speziell für Ultra-Distanzen im Gelände kreiert. Dank Gore-Tex hält er vor allem beim Training in der kalten Jahreszeit oder an nasskalten Tagen die Füße angenehm warm und trocken.
Da man insbesondere beim Laufen im Gelände einen perfekten Halt sowie einen direkten Tritt benötigt, liegt der Schuh recht eng am Fuß an. Bei diesem Modell, wie auch bei seinen Vorgängern, ist er zudem auch noch recht klein geschnitten. Daher empfehlen wir, den Schuh auf jeden Fall eine Nummer größer zu nehmen. Hat man die richtige Größe gefunden, darf man sich über eine frauenspezifische Passform freuen, die den Fuß optimal umschließt und kein Verrutschen zulässt.
Beim Obermaterial setzt Dynafit auf ein sehr atmungsaktives Mesh, welches bei schweißtreibenden Trainingseinheiten für eine gute Atmungsaktivität sorgt. Zusammen mit diversen rundum laufenden Verstärkungen sowie einem ausgeprägten Zehenschutz bekommt man ordentlich Schutz vor Steinen und Ähnlichem. Ein schönes Detail bietet hier auch eine elastische »Tasche« über den Schnürsenkeln. Darin können zum einen die Schuhbänder verstaut werden, zum anderen bietet sie ebenfalls einen sehr guten Schmutzschutz. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen lässt sie sich nun auch seitlich öffnen. So kann der angesammelte Schlamm nun deutlich einfacher entsorgt werden.
Ebenfalls verantwortlich für einen guten Halt und viel Komfort sind die sogenannte Heel-Preloader-Technologie, eine diagonale Verstärkung an der Ferse, mit der Passform und Halt nochmals optimiert werden, und natürlich eine sehr gut ausgeprägte Dämpfung, die durch die in Form der neu entwickelten Mittelsohle für gleichbleibenden Komfort auf Ultra-Distanzen sorgt. Die Pomoca-Außensohle besitzt ein ausgeprägtes Profil für abwechslungsreiches Gelände und bietet auch bei nassen Verhältnissen sehr guten Grip auf Fels und Matsch.
Der Ultra 100 GTX ist somit ein wirklich toller Schuh für lange Läufe in abwechslungsreichem Gelände und vor allem am Berg. Dank seiner angenehm weichen Dämpfung hat man dabei von Anfang bis Ende viel Spaß, einzig der schmale Leisten sowie die sehr kleine Schuhgröße könnten bei manchen Füßen etwas problematisch werden. Daher unbedingt am besten beim Lieblings-Laufschuh-Dealer des Vertrauens testen!
On Running Cloudultra 3
Auch wenn der Hersteller angibt, dass der Cloudultra 3 insbesondere für Ultradistanzen konzipiert ist, finden wir, dass sich der Schuh fürs alltägliche Training und für kürzere Distanzen genauso gut eignet.
Der On Cloudultra 3 setzt auf ein »Leno-Weave«-Obermaterial (gitterartiges Gewebe). Es ist sehr dünn und flexibel, was eine gute Belüftung garantiert, aber trotzdem äußerst robust wirkt. Damit ist eine gute Atmungsaktivität gegeben, was besonders bei längeren Trails von Vorteil ist. Für kältere Temperaturen ist der Schuh aber weniger geeignet. Die Übergänge zwischen Obermaterial und Zwischensohle sind sauber, das Material löst sich auch an typischen Knickstellen nicht. Im Fersenbereich wird das Material deutlich dicker, was spürbar mehr Halt und Stabilität gibt. Insbesondere der Zehenschutz ist beim Cloudultra 3 stark ausgeprägt. Bei Felsenkontakt werden die Zehen hier gut geschützt – konsequent für einen Schuh, der im anspruchsvollen Gelände zuhause sein will.
Die »Missiongrip«-Außensohle trägt ein neues Stollenprofil gegenüber dem Vorgänger: Die Stollen sind rund drei bis vier Millimeter tief und etwas weiter auseinandergesetzt, was für zuverlässigen Grip und Traktion sorgt. Ob lose Steine, Kies oder Wurzeln – unsere Testerinnen rutschten auf keinem Untergrund weg. Bergab überzeugte der Schuh sogar etwas mehr als bergauf. Aufgrund der moderaten Stollentiefe würden wir ihn für tiefe Schlammpassagen allerdings nicht empfehlen. Nach mehreren Monaten intensiver Testung erkennen wir nur eine geringe Abnutzung der Sohle.
Die Zwischensohle besteht aus zweischichtigem Helion-HF-Schaum, der laut On für Energierückgabe und Aufprallschutz sorgt. Dazwischen liegt das on-typische Speedboard – eine Platte, die den Vortrieb unterstützt und den Fuß von unten gegen spitze Steine und Wurzeln schützt. On beschreibt die Dämpfung als »maximal« mit »supersoftem und angenehmem Laufgefühl«. Unsere Testerinnen erlebten das aber differenzierter: Die Dämpfung ist spürbar straff, besonders auf den ersten Kilometern. Auf weichem Waldboden funktioniert das gut, weil die feste Dämpfung nicht zusätzlich nachgibt. Bei spitzen Steinen und Wurzeln fehlt es aber an Federung und auch auf längeren Asphaltpassagen wirkt der Schuh zu hart. Interessant ist aber, dass sich der Schuh etwa ab dem zehnten Kilometer einlief und die Dämpfung sich geschmeidiger anfühlte. Dem Cloudultra 3 sollte man also ein paar Kilometer geben, bis er richtig mit dem Fuß arbeitet.
Unsere Läuferinnen haben bei Schuhgröße 39/40 den Cloudultra 3 in 40.5 getestet. Die Passform fällt normal aus. Die Zehenbox ist etwas großzügiger gestaltet und im Mittelfußbereich gibt der Schuh ausreichend Halt. Beim »normalen Gehen« rutschte die Ferse bei beiden Testerinnen leicht, beim Laufen hingegen hatten beide eine gute Stabilität und rutschten nicht. Ein Schwachpunkt: Die Schnürsenkel sind leider sehr dünn, wenig elastisch und gleiten beim Festziehen immer wieder zurück.
Insgesamt fiel das Laufgefühl unserer Testerinnen mit dem Cloudultra 3 gemischt aus: Die eine Testerin vermisste Bodengefühl, da der Schuh doch relativ hart ist. Dadurch fühlte sich das Laufen etwas monotoner an. Sie konnte im unterschiedlichen Gelände (Steinpfade, Laub, Waldboden) den Fuß nicht ganz so einsetzen wie bei Schuhen mit weicherer Dämpfung. Die andere Testerin fand den Schuh auch etwas zu hart, aber ideal für Waldwege und Schotter, insbesondere downhill.
Dem On Cloudultra 3 sollte man also ein paar Kilometer geben, bis er richtig gut mit dem Fuß arbeitet. Wer auf maximale (härtere) Dämpfung setzt, könnte hier einen soliden Trailschuh finden. Wer ein weiches, bodennahes Laufgefühl sucht oder vermehrt auf Asphalt unterwegs ist, wird mit anderen Modellen glücklicher. Mit 200 Euro (UVP) gehört der Schuh zudem nicht zu den günstigsten Modellen.
Helly Hansen Kestrel TR
Der Helly Hansen Kestrel TR performt sowohl auf einfachen Laufstrecken als auch auf anspruchsvolleren Trails gut. In unserem Test für Herren-Trailrunning-Schuhe ist er Testsieger, bei den Damen hat er es knapp nicht in die Empfehlungen geschafft.
Der erste Eindruck: leicht, luftig, unkompliziert. Das Mesh-Obermaterial sorgt für gute Belüftung und verhindert Wärmestau – besonders bei warmen Temperaturen und intensiven Einheiten ein Vorteil, bei Kälte entsprechend weniger. Der Übergang zwischen Obermaterial und Zwischensohle ist sauber verarbeitet. Ein Zehenschutz ist vorhanden. Dieser ist zwar nicht ganz so ausgeprägt wie bei anderen Modellen, schützt aber zuverlässig bei leichtem Steinkontakt.
Die Passform fällt normal aus. Der Schuh sitzt aber besonders im Mittelfußbereich etwas enger, während die Zehenbox deutlich großzügiger ausfällt. Bei sehr schmalen Füßen könnte der vordere Bereich daher etwas zu breit ausfallen. Die Ferse sitzt fest und bekommt Halt und Stabilität. Einer unserer Testerinnen war der Mittelfußbereich etwas zu schmal. Nach einigen Kilometern entwickelten sich bei ihr an der Fußinnenseite leichte Scheuerstellen. Die Schnürung hingegen läuft komfortabel: Die Schnürsenkel sind dick, lassen sich gut enger ziehen und bleiben im Zug zuverlässig an Ort und Stelle.
Die Stollen sind rund drei Millimeter tief – ein eher flacheres Profil, das den Schuh auf festeren Wegen, Schotter und Asphaltabschnitten geschmeidig abrollen lässt. Für matschige Passagen reicht die Stollentiefe erwartungsgemäß nicht aus. Die Zwischensohle besteht aus mit Stickstoff initiiertem Schaumstoff, was laut Hersteller für eine optimale Performance, Dämpfung und Reaktionsfähigkeit sorgen soll. Das bestätigt sich im Lauf: Auf hartem Asphalt wie auf Stein, Kies und Waldboden rollt der Schuh angenehm flüssig ab. Er ist weich im Auftritt, dynamisch und direkt, ohne sich je zu hart anzufühlen. Das Bodengefühl bleibt dabei erhalten: Man spürt die wechselnden Untergründe gut unter den Füßen. Der Kestrel TR pusht jedoch nicht aktiv nach vorne. Auch nach längeren Läufen blieb der Komfort im Test konstant hoch. Sowohl bergauf als auch bergab greift die Sohle sicher in den Boden.
Der Helly Hansen Kestrel TR ist ein unkomplizierter, komfortabler Allrounder für Wald-, Schotter- und Wurzelpassagen. Er sitzt angenehm, dämpft ausgewogen, rollt flüssig ab und belüftet gut. Im Angebot oft für rund 100 Euro erhältlich, eignet er sich besonders für Einsteigerinnen, die erste Trail-Erfahrungen sammeln wollen, oder als gemütlicher Cruiser für längere, komfortable Trainingseinheiten. Für alpine Berg-Trails empfehlen wir andere Modelle im Testfeld.
Brooks Cascadia 19
Der Brooks Cascadia 19 ist ein Trailschuh, der insbesondere Stabilität und Halt gibt, aber nicht bei jedem Wetter. Mit um die 150 Euro (UVP) ist er preislich im soliden Mittelfeld und eignet sich sowohl als Trainingsschuh für alle Distanzen auf wechselndem Gelände als auch für Laufanfängerinnen und erfahrene Läuferinnen.
Die Verarbeitung des Cascadia 19 ist einwandfrei, Klebeflächen sowie Nähte sind sauber und das Mesh-Material fühlt sich leicht und flexibel an. Allerdings bestätigte sich beim Test der Verdacht, dass es weniger atmungsaktiv ist als bei anderen Trailrunning-Schuhen im Test: Schon bei rund 15 Grad bemerkte eine Testerin aktiv Wärmestau an den Füßen. Die Kehrseite ist ein Vorteil: Bei kälteren Temperaturen hält der Cascadia 19 die Füße angenehm warm, während offenere Modelle hier passen müssen.
Brooks hat beim Cascadia 19 sein »Trail Adapt System« optimiert und setzt nun auf »DNA-Loft-v3«-Schaum in der Zwischensohle, um mehr Schutz und Anpassungsfähigkeit bei langen Trails zu bieten. Die Stapelhöhe wurde gegenüber dem Vorgänger um zwei Millimeter erhöht, die Sprengung beträgt aber weiterhin sechs Millimeter. In der Zwischensohle sitzt eine flexible Steinschutzplatte, die den Fuß von unten effektiv vor spitzen Steinen schützt. Positiv ist, dass die Außensohle zu 25 Prozent aus recyceltem Material besteht. Die Stollen sind rund vier Millimeter tief. Für besonders matschige Passagen ist der Cascadia 19 demnach weniger geeignet.
Die Passform des Schuhs fällt eher schmal aus. Sowohl die Zehenbox als auch der Mittelfußbereich sind knapp geschnitten. Für schmalere Füße ideal, für eine unserer Testerinnen war die Standardweite zu eng: Während der Läufe entwickelten sich leichte Scheuerstellen an der Innenfußseite. Wer breitere Füße hat, sollte auf die von Brooks angebotene weitere Version ausweichen.
Auf trockenen Trails überzeugt der Brooks Cascadia 19 mit solider Traktion und gutem Grip. Das Laufgefühl ist vor allem eines: sicher. Man kann mit dem Schuh lange, ausdauernde Einheiten zuverlässig absolvieren. Die Dämpfung ist in der Praxis angenehm weich. Sowohl im Gelände als auch auf Asphalt läuft der Schuh rund. Wer allerdings intensiv mit dem Boden arbeiten möchte, könnte etwas Gespür für den Untergrund vermissen. Auch für Tempoeinheiten fehlt ihm etwas an Dynamik, er ist eher Cruiser als Racer.
Ein Aspekt, der im Test deutlich auffiel: Auf nassem, glattem Untergrund zeigt der Cascadia 19 eine spürbare Schwäche. Sowohl auf nassem Asphalt der Zuwege als auch auf nassen, glatten Steinen auf Schotter- und Waldwegen rutschte der Schuh leicht weg – kein abruptes Wegrutschen, aber ein konstantes, leichtes Gleiten, das Vertrauen kostet. Die Folge: Beide Testerinnen hielten sich bei Nässe unwillkürlich zurück und liefen nicht mit voller Intensität.
Der Brooks Cascadia 19 ist ein stabiler, komfortabel gedämpfter Trailschuh für lange Trainingseinheiten auf trockenen Wald-, Schotter- und Feldwegen. Er sitzt sicher, dämpft weich und rollt rund. Bei Nässe verliert er spürbar an Grip. Für Tempoläufe und bodennahes Laufen gibt es dynamischere Modelle im Testfeld. Ideal ist er für Läuferinnen mit schmalen Füßen, die einen zuverlässigen, gut gedämpften Begleiter für entspannte und moderate Trainingsrunden suchen.
Arc’teryx Sylan 2
Der Arc’teryx Sylan 2 ist ein äußerst dynamischer Trailschuh, der klar für schnelle Trailläufe konzipiert ist, aber auch großen Wert auf Ausdauer legt.
Die Verarbeitung ist einwandfrei: Nähte und Klebeflächen sind sauber, das Obermaterial aus speziellem Funktionsgewebe wirkt hochwertig, leicht und robust – ideal also für intensive Einheiten. Dafür für kühlere Temperaturen aber eher weniger geeignet.
Der Sylan 2 setzt in der Rocker-Zwischensohle auf Schaumstoff mit überkritischem Fluid, was Antrieb und Energierückgabe maximieren soll. Die Dämpfung ist angenehm, die Ferse wird gut abgefedert und im Zehenbereich bietet er ein gutes Feingefühl. Die integrierte Carbonplatte soll für mehr Stabilität in unebenem Gelände sorgen, was sich in unserem Test nur eingeschränkt bestätigen ließ. Die Vibram-Megagrip-Außensohle hat ein überarbeitetes und gestuftes Stollenprofil mit einer Stollentiefe von 3,5 bzw. 4,5 Millimetern. Das sorgt für zuverlässigen Grip auf unterschiedlichem Terrain, was auch unsere beiden Läuferinnen beobachten konnten: Mit dem Sylan 2 hatten beide ein gutes Bodengefühl. Uphill schob die Sohle gut nach vorne, downhill hielt der Grip, ohne dass der Fuß nach vorne rutschte.
Die Passform fällt normal bis großzügig aus, insbesondere der Vorderfußbereich ist eher breiter gebaut. Unsere beiden Testerinnen hatten teilweise das Gefühl, im Schuh zu »schwimmen«, und die Zehen hatten sehr viel Platz. Im Mittelfußbereich sitzt der Schuh besser, an der Ferse ist er wiederum etwas großzügig geschnitten. Läuferinnen mit schmalen Füßen sollten daher den Sylan 2 vor dem Kauf anprobieren und ausgiebig testen.
Das Laufgefühl ist zunächst ungewohnt: Das Abrollverhalten des Schuhs verlangt Einlaufzeit. Hat man sich daran gewöhnt, pusht der Schuh, wie von einem Tempomacher erwartet, sehr gut nach vorne. Das Laufen wird äußerst dynamisch und macht richtig Spaß. Dabei verliert man nie das Gespür für den Boden.
Allerdings war für beide Testerinnen die Seitenstabilität des Schuhs nicht optimal: Während die eine Testerin keinen perfekten Halt im Vorderfußbereich, insbesondere bei vielen Wurzeln und großen Steinen, hatte, fühlte sich die andere Testerin im Knöchelbereich instabiler. Das Resultat: Sowohl auf wurzeligen Trails und hügeligen Trampelpfaden als auch an abschüssigen Hängen kippte der Schuh wiederholt seitlich weg, was mehrfach zum Umknicken führte. Das passierte nicht nur auf steilen Hangquerungen und Bergab-Passagen, sondern auch auf ebenen Abschnitten. Dadurch nahmen beide Läuferinnen die Intensität in den Läufen heraus. Ein möglicher Grund: In Größe 40.5 hatte die Ferse bei unseren Testerinnen zu viel Spiel, der Fuß schlüpfte leicht.
Der Sylan 2 ist ein sehr dynamischer Trailschuh mit spürbarem Vortrieb und zuverlässigem Grip. Er richtet sich eher an ambitionierte Trailrunnerinnen und erfahrene Läuferinnen, da man sich an das etwas andere Laufgefühl erst einmal gewöhnen muss. Für Einsteigerinnen oder für alle, die einen gemütlichen Cruiser für lange Läufe suchen, ist er weniger geeignet. Mit 220 Euro (UVP) ist er klar im höheren Preissegment angesiedelt.
Joe Nimble Trail Addict Flow+
Der Trail Addict Flow+ von Joe Nimble zeichnet sich insbesondere durch seine großzügige Zehenfreiheit und seinen guten Grip im Gelände aus.
Die Verarbeitung unseres Testpaars ist sehr gut: Nähte und Klebestellen sind sauber verarbeitet und das Obermaterial aus Mono-Mesh fühlt sich robust und griffig an, ist dabei auch atmungsaktiv, sodass kein Wärmestau am Fuß entsteht. Etwas gestört haben uns die doch dünnen Schnürsenkel, die zudem etwas zu lang ausfallen. Nachjustieren mussten unsere Testerinnen während der Läufe jedoch nicht.
Die Passform des Trail Addict Flow+ fällt eher breit aus. Unsere Testerinnen tragen 39/40, der Testschuh ist eine 40,5. Trotz integrierter (und wechselbarer) PU-Einlegesohle, die zugleich für mehr Komfort sorgt, fällt der Schuh recht breit und groß aus. Im Mittelfußbereich sitzt er bei unseren Testerinnen noch stabil, die Fersenpartie hat jedoch etwas zu viel Bewegungsspielraum. Zusätzlich bietet die Zehenbox sehr viel Platz. Das liegt an der vom Unternehmen bekannten »Toefreedom«-Konstruktion: Man hat vorne im Schuh ordentlich Raum, was für Läuferinnen mit breiten Füßen oder auf langen Läufen ein klarer Vorteil ist. Wer sehr schmale Füße hat, sollte prüfen, ob der Schuh im Vorderfußbereich nicht zu viel Spielraum bietet. Noch etwas fiel uns beim Tragekomfort auf: Beide Testerinnen hatten das Gefühl, sehr erhöht zu stehen. Das könnte an der Sohlenhöhe von insgesamt 36 Millimetern liegen. Wer das nicht gewohnt ist, braucht etwas Einlaufzeit.
Der Trail Addict Flow+ zeichnet sich zudem durch die ToePilot-Technologie aus; eine Schiene, die in der Mittelsohle aus eTPU-Kügelchen eingearbeitet ist. Sie soll dafür sorgen, dass der große Zeh stärker in der Vortriebsphase eingesetzt wird und der Großzehenstrang bei jedem Schritt stärker belastet werden kann. Das soll eine bessere Stabilität in der Abstoßphase sowie einen explosiveren Vortrieb garantieren, so der Hersteller. Insgesamt bietet der Schuh eine sehr softe und komfortable Dämpfung. Dadurch entsteht aber kein besonders bodennahes Laufgefühl. Der Untergrund ist spürbar, aber stark gedämpft.
Die Vibram-Sohle mit sechs Millimeter Stollenprofil ist besonders gut geeignet für tiefen Matsch und losen Stein. Das bestätigte sich auch in den Testläufen im Wald: Die Sohle ist robust, griffig und gibt zuverlässig Halt. Die beiden Läuferinnen hatten sowohl auf nassem als auch trockenem Untergrund stets sicheren Stand. Besonders bei Wurzel- und Steinpassagen spielt die griffige Sohle ihre Stärke aus: Man rutscht nicht ab, kann sicher und schnell laufen und hat jederzeit guten Halt. Auch bergab überzeugte der Schuh mit stabiler Führung.
Insgesamt ist das Laufgefühl solide. Die beiden Testerinnen mussten sich zunächst an die erhöhte Sohle und die starke Dämpfung gewöhnen. Nach einer Einlaufphase läuft der Trail Addict Flow+ jedoch rund und flüssig, einen dynamischen Tempomacher sollte man aber nicht erwarten. Seine Stärke zeigt er insbesondere auf Wald- und Wurzelwegen; auf Asphalt fühlt sich der Schuh hingegen etwas hart an.
Fazit: Der Trail Addict Flow+ ist ein solider Cruiser mit Fokus auf Zehenfreiheit, starker Dämpfung und starkem Grip. Er eignet sich einerseits für Läuferinnen, die eine breite Zehenbox bevorzugen, und andererseits für alle, die gerne auf vielseitigem, aber auch matschigem Gelände unterwegs sind. Dank des herausragenden Grips läuft es sich mit dem Trail Addict Flow+ besonders stabil und sicher.
Hoka Speedgoat 7
Hoka startet mit dem Speedgoat in die nächste Generation: Neu am Speedgoat 7 sind unter anderem der Schaumstoff in der Zwischensohle, eine bequemere Fersenmanschette, Gamaschenbefestigungen und eine überarbeitete Stollenausrichtung.
Den Speedgoat 7 gibt es in zahlreichen Farbdesigns, sodass für jeden Geschmack und jede Präferenz etwas dabei ist. Die Verarbeitung ist erwartungsgemäß top: Die Nähte und Klebestellen sind sauber verarbeitet und das Obermaterial aus Textilgewebe fühlt sich robust und griffig an und ist zugleich leicht und atmungsaktiv. Hervorheben möchten wir die reflektierenden Elemente an der Fersenrückseite, die für bessere Sichtbarkeit sorgen. Besonders positiv fiel uns auf, dass das Obermaterial gut Nässe und Matsch standhält: Während des Testzeitraums lief eine Läuferin nach einer regenreichen Woche im Alpenvorland. Die Wege waren voller Matsch, die Schuhe waren nach dem Trail entsprechend verschmutzt. Das Obermaterial ließ sich aber erstaunlich leicht von tiefsitzendem Matsch befreien.
Die Passform fällt sehr eng aus; es gibt den Schuh allerdings auch als »wide«-Version. Wer einen breiteren Vorderfuß hat, sollte daher zunächst das weitere Modell anprobieren. Unsere Testerinnen, die 39/40 tragen, haben den Schuh in 40 2/3 (normale Passform) getestet. Eine der Läuferinnen hat einen etwas breiteren Vorderfußbereich. Sie hätte sich etwas mehr Platz für die Zehen gewünscht. Im Mittelfuß- und Fersenbereich sitzt der Schuh hingegen spürbar fest und stabil.
Neu ist die SCF-Zwischensohle, die den Speedgoat reaktionsfähiger machen und mehr Energierückgabe liefern soll. Auch unsere Testerinnen bestätigen: Das Laufgefühl ist lebendig und dynamisch, während die Dämpfung, ganz Hoka, trotzdem weich und komfortabel und auch auf lange Distanz zuverlässig bleibt. Ein besonders bodennahes Laufgefühl bietet der Schuh aber nicht.
Die Vibram-Megagrip-Außensohle verfügt über ein überarbeitetes Stollenprofil von fünf Millimetern. Damit funktioniert der Schuh gut auf Waldböden, Schotter und felsigen Trails, bietet ausreichend Biss, stört aber auch nicht auf kurzen Asphaltstücken. Unsere Läuferinnen bestätigten das im Test: Auf losen Bodenflächen, Ab- und Aufstiegen beißt sich der Schuh gut in den Boden. Ein Manko gibt es allerdings: Auf besonders nassen und matschigen Wurzel- und Steinpassagen (besonders bergauf) hatte eine unserer Testerinnen ein nicht ganz so sicheres Haltgefühl. Der Speedgoat rutschte zwar nicht ab, die Läuferin berichtete aber von einem leicht schwimmenden Gefühl auf dem Untergrund.
Das Laufgefühl ist insgesamt rund und dynamisch. Der Schuh ist kein gemütlicher Cruiser, sondern reaktionsfreudig und bietet zugleich gute Stabilität. Der Speedgoat 7 eignet sich für Läuferinnen, die einen zuverlässigen Schuh auf langen und/oder technischen Trails suchen; sowohl für Einsteigerinnen als auch für Fortgeschrittene. Wer breitere Füße hat, sollte zur „wide«-Version greifen, da die Standardpassform sehr eng ausfällt.
On Running Cloudsoma
Unkompliziert und entspannt: So lässt sich der On Running Cloudsoma am besten beschreiben. In einigen Farben erhältlich, könnte man den Cloudsoma als Hybridschuh bezeichnen, der sich sowohl auf leichten Trails mit unterschiedlichem Untergrund als auch auf Asphalt angenehm läuft. Dabei richtet er sich an alle, die einen Schuh für tägliches Training oder lockere Dauerläufe suchen.
Der Cloudsoma ist hochwertig verarbeitet: Die Nähte und Klebestellen sind sauber verarbeitet und das Obermaterial aus recyceltem Polyester ist besonders dünn und äußerst atmungsaktiv. Während der Testrunden im Sommer staute sich zu keinem Zeitpunkt die Wärme am Fuß.
Die Passform fällt normal aus (bestellte Größe 40,5 bei Schuhgröße 39/40), der Tragekomfort ist perfekt: Einmal hineingeschlüpft, fühlt sich der Schuh sofort vertraut an. Das dürfte unter anderem am sockenartigen Abschluss liegen. Im Cloudsoma hat man sofort ein Gefühl wie in einem Straßenlaufschuh: leicht, flexibel, unaufdringlich. Der Schuh bietet besonders guten Halt an Ferse und Mittelfuß, während der Vorderfuß etwas mehr Spielraum für die Zehen lässt.
Die Helion-HyperFoam-Zwischensohle bietet eine angenehme, aber nicht zu starke Dämpfung. So bleibt der Kontakt zum Boden bestehen. Verschiedene Untergründe sind unter dem Fuß gut spürbar, was für ein bodennahes Laufgefühl sorgt. Der Schuh pusht nicht aktiv nach vorne, das Laufverhalten ist eher ruhig und kontrolliert. Das Abrollverhalten ist gleichmäßig. On hat beim Cloudsoma die »CloudTec Connect-Technologie« verbaut: Die Zwischensohle besteht aus mehreren kleinen Elementen, die sich unabhängig voneinander bewegen können. Das Resultat: Unebenheiten werden direkt an die Unterseite weitergegeben, wodurch ein noch besseres Bodengefühl entsteht.
Die Missiongrip-Außensohle verfügt über breiter gesetzte Stollen mit einer Tiefe von etwa drei Millimetern. Damit rollt der Schuh zuverlässig auf Schotter, Waldwegen und leichten Trails ab, während er auch auf Asphalt-Passagen funktioniert. Für sehr technisches und/oder loses Gelände ist der Schuh aber weniger ausgelegt. Ein kleines Manko: Nach einigen Monaten im Test stellten wir einen leichten Abrieb des Profils fest.
Fazit: Der Cloudsoma von On Running richtet sich an alle Läuferinnen, die einen unkomplizierten, leichten und flexiblen Schuh suchen. Er eignet sich für leichte Trails im Gelände und Asphaltabschnitte und spielt besonders an heißen Tagen seine Stärke aus. Er ist kein Tempomacher, sondern ein Schuh für entspannte, ehrliche Läufe. Auch Trail-Einsteigerinnen dürften an diesem Schuh Freude haben.
So haben wir getestet
Alle 35 Damen-Trailrunningschuhe werden auf Strecken zwischen zehn und 100 Kilometern getestet. Von Wald- und Schotterwegen über Wurzelpassagen bis hin zu nassem Fels und alpinem Gelände, bei Trockenheit bis Starkregen und in unterschiedlichen Tempi (locker bis zügig).
Dafür haben wir zwei Testerinnen mit unterschiedlichem Laufstil: Testerin 1 macht gerne kürzere Trails bis zu 30 Kilometer und bevorzugt Speed-Läufe. Testerin 2 läuft Ultra-Distanzen bis 100 Kilometer und ist immer auf der Suche nach zuverlässigen, ausdauernden Schuhen.
Bewertet werden Passform (Fersenhalt, Mittelfußsitz, Zehenbox), Grip und Traktion (Halt auf Nässe, Bremsen bergab, Querungen), Dämpfung und Stabilität (Bodenkontakt, Führung, Torsion), Wetterschutz und Atmungsaktivität (z. B. Gore-Tex, Trocknungszeit, Wärmeentwicklung) sowie Haltbarkeit und Verarbeitung (Abrieb an Sohle/Toebox, Verklebungen, Setzung der Zwischensohle).
Unsere Empfehlungen entstehen aus dem Gesamteindruck der Praxistests, ergänzt um verfügbare Sachangaben (unter anderem Sprengung, Gewicht, Gummimischung) – mit besonderem Blick auf Einsatzprofil, Verfügbarkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die wichtigsten Fragen
Welche Damen-Trailrunning-Schuhe sind die besten?
Der beste Trailrunning-Schuh für Damen ist für uns der Saucony Peregrine 16: ein Allrounder mit verlässlichem Grip und ausgewogener Dämpfung, der sowohl für Anfängerinnen als auch erfahrene Trailrunnerinnen geeignet ist und auf unterschiedlichen Distanzen und gemischtem Terrain zuverlässig läuft.
Worauf sollte man bei Trailrunning-Schuhen achten?
Wie andere Laufschuhe auch sollten Trailrunningschuhe stets etwas größer gekauft werden, da der Fuß beim Laufen etwas Bewegungsfreiheit braucht und sich Blasen bilden, wenn man beispielsweise beim Bergablaufen mit den Zehen dauernd vorne am Schuh anstößt. Zudem sollte man sich vor dem Kauf überlegen, für was man die Schuhe primär einsetzen will. Lockere Geländeläufe über Kieswege als Feierabendrunde oder anspruchsvolle Trailruns oder sogar Ultraläufe am Wochenende? Nicht zuletzt hängt die Schuhwahl davon ab, wie gut der Fuß trainiert ist. Im Zweifel hilft der Händler des Vertrauens – oder ein Orthopäde bzw. Sportmediziner.
Welche Arten von Trailrunning-Schuhen gibt es?
Genauso vielseitig wie die Vorlieben jedes einzelnen Läufers ist auch die Bandbreite der Trailrunning-Schuhe. Grob lassen sich die Schuhe in fünf Kategorien unterteilen, die auf der Art des Geländes sowie der Trainingsintensität basieren: Cross Running, Cross Trail, Cross Adventure, Cross Speed und Barfußschuhe.
Sollten Trailrunning-Schuhe wasserdicht sein?
In den seltensten Fällen ist es unbedingt notwendig, einen wasserdichten Trailrunning-Schuh zu kaufen. Erstens sind wasserdichte Schuhe schwerer als „herkömmliche“ Laufschuhe und zweitens bringt die wasserdichte Membran bei Laufschuhen oft nichts, da der Schuh bei stärkerem Regen so oder so von oben her vollläuft. Trotzdem bedeutet eine wasserdichte Membran einen Komfortvorteil, insbesondere bei halbhohen Trailrunning-Schuhen, wie sie inzwischen von einigen Herstellern angeboten werden.




































































































































