Wischen im Haushalt ist oft ein Eimer-und-Auswring-Ritual. Nach dem zweiten Tauchgang wird das vermeintliche Wischwasser zu Schmutzwasser. Also zieht man im Zweieimer-Modus durch die Wohnung: Frischwasser hier, Schmutzwasser dort.
Elektrische Bodenwischer setzen genau dort an: Motorisierte Pads oder Walzen arbeiten, und Frischwasser kommt dosiert aus dem Tank, je nach Modell automatisch oder per Knopfdruck. Einige Geräte leiten beim Zurückziehen Schmutzwasser in einen separaten Tank. Das Ziel lautet: alltagstaugliches Wischen ohne Eimer, mit besser kontrollierter Feuchtigkeit, bis zu nebelfeucht für empfindliche Böden.
Elektrische Bodenwischer, auch Hartbodenreiniger genannt, sind die kleineren Geschwister der Nass-Trocken-Sauger. Sie wischen aktiv, saugen jedoch keinen Festschmutz auf und arbeiten mit kleineren Wassertanks.
Kurzübersicht
Philips OneUp XV5113/01
Der Philips OneUp XV5113/01 überzeugt mit griffigen Tankzugängen und einer unkomplizierten Bedienung. Zwei Wasserstufen ermöglichen intensives Schrubben oder nebelfeuchtes Wischen auf empfindlichen Böden. Die flache Kopfgeometrie erreicht Kanten und den Bereich unter der WC-Schüssel. Die Pads sind pflegeleicht und kommen nach dem Einsatz in die Waschmaschine. Kleines, aber feines Detail: Er lädt über USB-C.
Einhell Cleanexxo
Der Einhell Cleanexxo Power X-Change überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung und einer sehr intuitiven Bedienung. Frisch- und Schmutzwassertank sind leicht zugänglich, die Station dient zugleich zur Selbstreinigung und zum Trocknen der Walze. Besonders praktisch ist das Power-X-Change-System: Bereits vorhandene Einhell-Akkus lassen sich einfach weiterverwenden.
Cecotec FreeGo Wash

- Schneller Aufbau, sehr einfache Handhabung
- Sehr geringe Restfeuchtigkeit
- Angenehm leise
- Lange Ladezeit
- Walze wird bei klebrigem Schmutz merklich gebremst
- Laut Hersteller nur für Wasser vorgesehen
Der Cecotec FreeGo Wash reinigt unsere Testverschmutzungen mit Wasser nach etwa acht bis zehn Zügen. Der eckige Wischkopf kommt gut an Kanten und in Ecken, gleichzeitig bleibt nur wenig Feuchtigkeit auf dem Boden zurück. Frisch- und Schmutzwassertank sind sehr leicht zugänglich. Die Laufzeit reicht im Test für knapp 150 Quadratmeter, anschließend dauert das vollständige Laden allerdings drei bis vier Stunden.
Vergleichstabelle
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- Schneller Aufbau, sehr einfache Handhabung
- Zwei Wasserstufen
- Schmutzwasseraufnahme
- USB-C zum Laden
- Keine Ersatzpads im Lieferumfang

- Schneller Aufbau, sehr einfache Handhabung
- Nimmt kleinere Krümel auf
- Rolle maschinenwaschbar
- Kommt nicht unter jedes Möbelstück – etwas sperrig
- Keine Ersatzpads im Lieferumfang
- Akku und Ladegerät nicht im Lieferumfang

- Schneller Aufbau, sehr einfache Handhabung
- Sehr geringe Restfeuchtigkeit
- Angenehm leise
- Lange Ladezeit
- Walze wird bei klebrigem Schmutz merklich gebremst
- Laut Hersteller nur für Wasser vorgesehen

- Sehr gute Reinigungsleistung
- Wasserabgabe per Knopfdruck
- Zwei Pad-Sets
- Führung erfordert festen Griff
- Randnähe/Ecken begrenzt
- Nur 20 Minuten Laufzeit

- Sehr gute Reinigungsleistung
- Wasserabgabe per Knopfdruck
- Zwei Pad-Sets
- Führung erfordert festen Griff
- Randnähe/Ecken begrenzt

- Schneller Aufbau, sehr einfache Handhabung
- Zwei Wasserstufen
- Schmutzwasseraufnahme
- USB-C zum Laden
- Tanks im Handling umständlich
- Keine Ersatzpads im Lieferumfang
- Nur mit Hersteller-Reinigungsmittel nutzbar

- Sehr gut für nebelfeuchtes Wischen
- Gute Führung; Front-LED
- Pads abnehmbar & maschinenwaschbar
- Platzsparend zerlegbar
- Kein Reiniger im Tank erlaubt
- Für stärkere Verschmutzung weniger geeignet

- Sehr gut für nebelfeuchtes Wischen
- Walzen abnehmbar & waschbar
- Trockenposition auf der Abstellstation
- Zu starker Eigenantrieb
- Nur 20 Minuten Laufzeit
- Kopfbeweglichkeit begrenzt
- Schmutzwassertank umständlich in Entleerung

- Gute Reinigungsleistung
- Leicht und einfach zu führen
- maschinenwaschbar
- Einfache Verarbeitung
- Griffverriegelung im Test gebrochen
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Wischmopps mit Motor statt Eimerarbeit: Elektrische Bodenwischer im Test
Bodenwischen geht auch ohne Eimer. Elektrische Bodenwischer dosieren Wasser aus dem Tank und bewegen den Wischkopf motorisch. Das senkt den Kraftaufwand, verbessert die Feuchtigkeitskontrolle und steigert die Reinigungsleistung.
Im Vergleich zu Nass-Trocken-Saugern (auch Saugwischer genannt) sind elektrische Bodenwischer die schlankere Lösung. Sie wischen aktiv und eignen sich für kleine Missgeschicke ebenso wie für die laufende Pflege.
Bei Mischschmutz oder größeren Flüssigkeitsmengen arbeitet ein Nass-Trocken-Sauger jedoch oft effizienter. Denn Nass-Trocken-Sauger nehmen im Gegensatz zu elektrischen Bodenwischern auch feste Partikel und Trockenschmutz auf. Man muss bei diesen Geräten daher teilweise nicht unbedingt vorher staubsaugen. Dafür sind Nass-Trocken-Sauger deutlich größer und müssen nach jeder Anwendung aufwendig gereinigt werden.
In der Praxis ist der Übergang zwischen den beiden Geräteklassen allerdings fließend. Wir ziehen die Grenze danach, ob das Gerät groben Schmutz und feste Partikel aufnehmen kann (Nass-Trocken-Sauger) oder nicht (elektrische Bodenwischer).
So arbeiten elektrische Bodenwischer
Elektrische Bodenwischer setzen auf rotierende Pads oder vibrierende Moppteller. Die Befeuchtung erfolgt automatisch mit konstanter, sparsamer Wasserabgabe oder per Taste nach Bedarf. Letzteres bietet mehr Kontrolle, erfordert aber etwas Gefühl. Flache Moppköpfe kommen näher an Sockelleisten und unter niedrige Vorsprünge. Höher bauende Kopfmodule sind robuster, erreichen enge Stellen jedoch schlechter. Geeignet sind wasserdichte Hartböden wie Fliesen, Laminat, Vinyl und versiegeltes Parkett. Teppiche und Läufer bleiben außen vor.
Teppich nein, Hartboden ja: Hier spielen die Geräte ihre Stärken aus
Beim Schmutzwasser-Management gibt es zwei Wege: Einige Modelle leiten beim Zurückziehen Feuchtigkeit in einen separaten Grauwassertank, andere geben sie klassisch in die Wischpads ab. Die Pads kommen nach dem Einsatz in die Waschmaschine, in der Regel bei 40 bis 60 °C und ohne Waschmittel. Sicherheitshalber sollte man immer die Pflegehinweise des Herstellers beachten.
Geräte mit Abstellstation bieten teilweise eine integrierte Selbstreinigung. Per Tastenkombination spült das Gerät die Walze automatisch durch. Das vereinfacht die Pflege. Alternativ lassen sich die Walzen ausbauen und von Hand reinigen. Anschließend trocknen sie an der Luft.
Wichtig: Den Schmutzwassertank direkt nach dem Putzen leeren, mit klarem Wasser ausspülen und offen trocknen lassen. So entsteht kein unangenehmer Geruch.
Reinigungsmittel – was gehört in den Tank?
Einige Hersteller legen ein eigenes Reinigungsmittel bei und empfehlen dessen Verwendung. Zusammensetzung und Dosierung sind auf Pumpe, Schläuche und Dichtungen abgestimmt. Wer regelmäßig zum Herstellermittel greift, sollte die dadurch entstehenden Folgekosten einplanen. Wie hoch sie ausfallen, hängt allerdings stark von Produkt, Dosierung und Nutzungshäufigkeit ab.

Manche Geräte erlauben gar kein Reinigungsmittel im Tank und arbeiten ausschließlich mit kaltem bis lauwarmem Wasser. Andere Modelle akzeptieren pH-neutrale, nicht aggressive Reiniger. Grundregel: Sparsam dosieren und die Hinweise der Anleitung beachten – zu viel Reiniger begünstigt Schlieren und Schaum. In Regionen mit hartem Leitungswasser reduziert gefiltertes oder entkalktes Wasser Kalkablagerungen in Tank, Leitungen und Düsen.
Unser Favorit
Philips OneUp XV5113/01
Der Philips OneUp XV5113/01 setzt auf eine flache, moppnahe Bauform und ein schlüssiges Tank-Handling. Frisch- und Grauwassertank sind gut zugänglich. Die integrierte Dosierflasche gibt per Tastendruck die passende Menge Reiniger in den Tank. Beim Zurückziehen leitet das Gerät Feuchtigkeit in den Schmutzwassertank. Zwei Wasserstufen ermöglichen intensives Schrubben auf Fliesen und versiegelten Hartböden oder nebelfeuchtes Wischen auf empfindlichen Belägen. Im praxisnahen Putzparcours braucht der OneUp XV5113/01 nur fünf bis acht Züge für stark verschmutzte Stellen.
Die Kopfgeometrie erreicht Kanten sauber und kommt unter Vorsprüngen, etwa einer freihängenden WC-Schüssel, besser heran als Rundteller-Konstruktionen. Gegenüber dem günstigeren Schwestermodell wirkt der Testsieger im Handling runder, weil Befüllen und Entleeren von Frisch- und Schmutzwassertank weniger Handgriffe erfordern. Der Akku lädt zügig über USB-C. Viele Wettbewerber setzen leider weiterhin auf unpraktische, proprietäre Anschlüsse. Der OneUp XV5113/01 lässt sich somit auch über eine Powerbank laden. In der Laufzeit deckt sich die Praxis mit der Herstellerangabe von bis zu 70 Minuten. Eine Ladung reicht für ein Haus mit rund 160 m² Wohnfläche, auch bei höherem Verschmutzungsgrad durch Kinder und Haustiere.
Nachteile?
Als elektrischer Wischmopp nimmt der OneUp keinen Festschmutz auf. Krümel, Haare und Katzenstreu gehören vorher in den Staubsauger. Eine automatische Selbstreinigung fehlt: Die Pads kommen nach dem Einsatz in die Waschmaschine und benötigen Trocknungszeit – der Aufwand ist gering, aber vorhanden.
Übrigens: Der elektrische Bodenwischer ist nicht nur mit dem Philips-Reinigungsmittel OneUp Bodenreiniger kompatibel, sondern auch mit Leitungswasser und flüssigem Bodenreiniger, der nicht schäumt. Der Hersteller rät allerdings zum One Up Bodenreiniger, um eine optimale Leistung sowie eine längere Lebensdauer zu erzielen.
Philips OneUp XV5113/01 im Testspiegel
Netzwelt lobt Wischleistung, Wendigkeit und die einfache Pflege und kritisiert unter anderem kleine Tanks und den mageren Lieferumfang (nur ein Pad):
Ohne große Mühe lassen sich Verschmutzungen wegwischen, die anschließende Gerätepflege ist ebenfalls schnell erledigt.
PC Games Hardware betont das geringe Gewicht, das 360°-Gelenk und rund 70 Minuten Laufzeit und verweist zugleich auf das bindende Reinigungskonzentrat:
Abgesehen von der Sache mit dem Reinigungskonzentrat ist der Philips OneUp […] ein sehr angenehmer und unkomplizierter Begleiter im Alltag.
Stiftung Warentest hat elektrische Bodenwischer noch nicht getestet.
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Einhell Cleanexxo
Schon beim Aufbau hinterlässt der Einhell Cleanexxo einen sehr guten Eindruck. Die Verarbeitung ist hochwertig, alle Teile sitzen sauber und die Bedienelemente fühlen sich angenehm solide an. Gleichzeitig bleibt die Bedienung unkompliziert. Die Funktionen erschließen sich praktisch ohne Blick in die Anleitung. Neben dem normalen Reinigungsmodus gibt es einen Boost-Modus, der die Reinigungsleistung erhöht. Durch längeres Drücken der Taste startet außerdem die automatische Reinigung der Walze.
Bei der Reinigungsleistung gibt sich der Einhell ebenfalls kaum eine Blöße. Nur mit Wasser benötigt er bei unseren stärkeren Testverschmutzungen rund sieben bis zehn Züge und tut sich insbesondere mit Honig etwas schwer. Mit lauwarmem Wasser und etwas handelsüblichem Bodenreiniger sieht das deutlich besser aus. Dann reichen etwa fünf bis sechs Züge, bis die Fläche sauber ist. Auch kleinere Krümel und leichter Festschmutz landen über die Walze im Schmutzwassertank.
Das Wasser gelangt nicht permanent auf den Boden. Über einen Pistolengriff wird die Walze bei Bedarf befeuchtet. Im Wischkopf wird anschließend Schmutzwasser von der Walze abgestreift und in den separaten Grauwassertank geleitet. Das funktioniert im Test sehr gut. Der Boden bleibt angenehm nebelfeucht bis feucht und trocknet entsprechend schnell. Die Walze sorgt zudem für einen leichten Vortrieb, ohne den Wischer unangenehm aus der Hand zu ziehen.
Der eckige Wischkopf kommt gut an Sockelleisten und in Ecken. Unter Möbel lässt sich der Cleanexxo ebenfalls schieben, sofern genügend Bodenfreiheit vorhanden ist. Die Bauhöhe setzt hier allerdings Grenzen. Unter eine freihängende WC-Schüssel in unserem Test passt der Wischkopf nicht.
Frisch- und Schmutzwassertank lassen sich schnell entnehmen und sind gut zugänglich. Für die Pflege steht eine automatische Reinigungsfunktion zur Verfügung, die gröberen Schmutz aus der Walze entfernt. Nach intensiveren Putzrunden reicht sie allerdings nicht immer aus. Dann muss die Walze noch einmal von Hand gereinigt werden. Ein passendes Reinigungswerkzeug gehört zum Lieferumfang. Besonders positiv ist, dass die Walze anschließend sogar in der Waschmaschine gereinigt werden kann, was die Pflege deutlich erleichtert. Danach lässt sie sich in der Station aufstellen und hygienisch trocknen.
Ein großer Pluspunkt ist das Power-X-Change-Akkusystem. Der Cleanexxo verwendet dieselben Wechselakkus wie zahlreiche andere Einhell-Geräte. Wer bereits passende Akkus besitzt, kann sie direkt weiterverwenden und bei Bedarf innerhalb weniger Sekunden gegen einen vollen tauschen. Mit dem im Test verwendeten Akku reicht die Laufzeit problemlos für mehr als 150 Quadratmeter Wohnfläche.
Allerdings ist dieser Vorteil nur dann wirklich gegeben, wenn bereits Akkus aus dem System vorhanden sind. Daher ist es kritisch, dass weder ein Akku noch ein Ladegerät im Lieferumfang enthalten sind. Wer noch kein Einhell-Power-X-Change-System besitzt, muss diese Kosten zusätzlich einplanen, was den Einstiegspreis spürbar erhöht.
Insgesamt überzeugt der Einhell Cleanexxo mit einer sehr guten Reinigungsleistung, durchdachter Bedienung und ausgesprochen hochwertiger Verarbeitung. Kleine Einschränkungen gibt es bei der Bauhöhe und bei der manuellen Nacharbeit an der Walze. Das flexible Akkusystem ist ein großer Vorteil für bestehende Einhell-Nutzer, erfordert für Neueinsteiger jedoch eine zusätzliche Investition.
Cecotec FreeGo Wash

- Schneller Aufbau, sehr einfache Handhabung
- Sehr geringe Restfeuchtigkeit
- Angenehm leise
- Lange Ladezeit
- Walze wird bei klebrigem Schmutz merklich gebremst
- Laut Hersteller nur für Wasser vorgesehen
Beim Cecotec FreeGo Wash fällt zunächst auf, wie ruhig er seine Arbeit erledigt. Für einen Bodenwischer mit angetriebener Walze bleibt das Betriebsgeräusch angenehm zurückhaltend. Die Rolle zieht das Gerät dabei spürbar nach vorn, ohne dass die Führung unangenehm wird. Nur bei klebrigen Verschmutzungen stößt der Antrieb an Grenzen. Unser Honig reicht bereits aus, um die Walze merklich abzubremsen.
Sauber wird der Boden trotzdem. Mit klarem Wasser braucht der Cecotec bei unseren stärkeren Testverschmutzungen etwa acht bis zehn Züge. Das ist nicht rekordverdächtig, für die Preisklasse aber ein gutes Ergebnis. Sehr kleine Krümel und leichter Festschmutz landen ebenfalls über die Walze im Gerät. Zusätzliche Feuchtigkeit lässt sich per Taste anfordern. Dabei ist allerdings wichtig: Der Wash ist ausschließlich für den Betrieb mit klarem Wasser vorgesehen, Reinigungsmittel sollen laut Hersteller nicht verwendet werden. Besonders gut gefällt uns dabei, dass der Cecotec Wash den Boden nicht unnötig nass zurücklässt. Er eignet sich sehr gut zum nebelfeuchten Wischen.
An Kanten und in Ecken schlägt sich der eckige Wischkopf ebenfalls sehr ordentlich. Überhaupt macht der Cecotec konstruktiv einen besseren Eindruck, als der niedrige Preis zunächst vermuten lässt. Die Verarbeitung gefällt, der Aufbau ist schnell erledigt und im Gestänge müssen keine Kabel eingefädelt werden. Die Stromführung sitzt bereits innerhalb der Rohre. Frisch- und Schmutzwassertank sind gut erreichbar und lassen sich ohne Fummelei entnehmen.
Nach dem Einsatz kommt der Wischer zurück in seine Station. Dort lädt der Akku und es lässt sich die Selbstreinigung starten. Groben Schmutz bekommt das Programm aus der Walze, nach intensiveren Putzrunden reicht das aber nicht vollständig aus. Dann muss die Rolle herausgenommen und von Hand gereinigt werden.
Der Akku setzt dem Cecotec schließlich die deutlichste Grenze. In unserem Test hält er knapp 30 Minuten durch. Damit schaffen wir rund 150 Quadratmeter Wohnfläche gerade noch in einem Durchgang. Gibt es mehrere stärker verschmutzte Stellen, die zusätzliche Zeit benötigen, kann es knapp werden. Besonders ärgerlich ist dann die Ladezeit: Ein leerer Akku hängt rund drei bis vier Stunden an der Station. Eine kurze Ladepause und anschließend direkt weiterwischen ist damit praktisch keine Option.
Genau hier zeigt sich der Kompromiss, den der günstige Preis mit sich bringt. Bei Verarbeitung, Bedienung und Reinigungsleistung wirkt der Cecotec FreeGo Wash keineswegs billig. Er wischt gründlich, angenehm leise und mit erfreulich wenig Restfeuchtigkeit. Wer seine Fläche innerhalb einer Akkuladung schafft, bekommt deshalb für vergleichsweise wenig Geld einen sehr brauchbaren elektrischen Bodenwischer.
Außerdem getestet
Vileda Looper
Der Vileda Looper macht zunächst einen eher einfachen Eindruck. Die Verarbeitung wirkt sichtbar günstiger als bei vielen anderen elektrischen Bodenwischern, geht angesichts des Preises aber noch in Ordnung. Der Aufbau ist unkompliziert, die Bedienung ebenfalls. Zwei rotierende Wischpads übernehmen die eigentliche Reinigungsarbeit, Wasser wird bei Bedarf auf den Boden gesprüht.
Beim Wischen überrascht der Looper positiv. Bereits mit klarem Wasser entfernt er unsere stärkeren Testverschmutzungen nach rund acht Zügen. Die rotierenden Pads arbeiten effektiv und unterstützen die einfache Vor- und Zurückbewegung spürbar. Zusätzlichen Druck braucht es kaum. Wer möchte, darf laut Hersteller auch eine geringe Menge nicht schäumendes Reinigungsmittel verwenden.
Die Bauform erweist sich im Alltag ebenfalls als praktisch. Der Wischkopf lässt sich vergleichsweise weit unter Möbel schieben und kommt auch mit niedriger Bodenfreiheit ordentlich zurecht, stößt bei sehr engen Stellen aber an seine Grenzen. Nach dem Wischen lassen sich die beiden Pads einfach abnehmen und in der Waschmaschine reinigen. Einen separaten Schmutzwassertank besitzt der Looper nicht, er arbeitet damit eher wie ein motorisierter Wischmopp.
Die gute Reinigungsleistung reicht dennoch nicht für eine Empfehlung. Während unseres Tests bricht die Kunststoffverriegelung, die den Griff im Gestänge hält. Anschließend zieht sich der Griff beim Wischen immer wieder aus dem Rohr, sodass sich der Looper nicht mehr sinnvoll benutzen lässt. Einen vollständigen Laufzeittest konnten wir deshalb ebenfalls nicht mehr durchführen.
Ob der Defekt ein Einzelfall ist, lässt sich anhand eines Testgeräts nicht beurteilen. Im Zusammenspiel mit der ohnehin eher einfachen Verarbeitung wiegt er jedoch schwer. Schade, denn bei der eigentlichen Reinigungsleistung hinterlässt der Vileda Looper einen überraschend guten Eindruck.
Bissell SpinWave Cordless
Der Bissell SpinWave Cordless arbeitet als Mopp und Poliergerät: Zwei rotierende Pads entfernen Alltagsflecken in wenigen Zügen (fünf bis acht) und bringen versiegelte Holzböden bei Bedarf auf Glanz. Die Wasserabgabe erfolgt per Taste und lässt sich nach etwas Übung fein dosieren: Tankmarkierungen helfen bei kleinen wie großen Flächen. Ein Reinigungsmittel liegt bei. Der Hersteller empfiehlt dessen Verwendung, verpflichtend ist sie nicht. Zwei Pad-Sets decken empfindliche und robuste Böden ab.
Die Verarbeitung wirkt wertig, das Gerät tropft nicht und steht sauber in der Station. Die Pads kommen nach dem Einsatz in die Waschmaschine und trocknen dann an der Luft. In engen Bereichen stößt das Gerät konstruktionsbedingt an Grenzen. Die Randnähe bleibt mäßig, und unter niedrige Möbel oder eine freihängende WC-Schüssel passt der Kopf nicht.
Das Rotationsmoment verlangt einen festen Griff und eine kurze Eingewöhnung. Die Trocknungszeit hängt stark von der gewählten Wassermenge ab. Eine zu großzügige Dosierung verlängert das Abtrocknen. Ein USB-C-Anschluss fehlt: Der Akku lädt über einen proprietären Anschluss, das ist im Alltag umständlich und in der Preisklasse wenig zeitgemäß.
Wer einen akkubetriebenen Wischmopp mit Poliereffekt sucht, liegt mit dem Bissell SpinWave Cordless richtig. Trotz des höheren Preises überzeugt er im Test mit solider Fleckenentfernung, manuell dosierbarer Wasserabgabe und waschbaren Pads.
Bissell SpinWave
Der Bissell SpinWave ist kabelgebunden und arbeitet wie die kabellose Variante mit zwei rotierenden Pads. Die Wasserabgabe erfolgt bei Bedarf per Tastendruck. Die Tankmarkierungen helfen bei kleinen wie großen Flächen und zwei Pad-Sets decken unterschiedliche Böden ab. In der Praxis entfernt er Alltagsflecken in wenigen Zügen (fünf bis acht), tropft nicht und parkt sauber in der Station. Die Pads kommen anschließend in die Waschmaschine und trocknen dann am besten an der frischen Luft.
Bauartbedingt bleibt die Randnähe hinter flacheren Moppköpfen zurück, Ecken erreicht er schlechter und unter niedrige Möbel oder eine freihängende WC-Schüssel passt der Kopf nicht. Das Rotationsmoment verlangt einen festen Griff, die Kabelzuführung erfordert Aufmerksamkeit beim Umstecken – Verheddern droht. Dafür läuft das Gerät ohne Ladepausen mit unbegrenzter Einsatzzeit.
Kärcher EWM 2
Der Kärcher EWM 2 arbeitet mit zwei angetriebenen Walzen und wischt zuverlässig bei nebelfeuchter Dosierung. Beim Abstellen tropft er nicht. Die Walzen sind abnehmbar und waschbar. Die Abstellstation bietet eine Trockenposition, das vereinfacht die Pflege.
Im Handling zeigt er jedoch Schwächen. Der kräftige Eigenantrieb zieht nach vorn und läuft leicht aus der Hand, der Kopf schwenkt nur seitlich. Die Randnähe bleibt mäßig, und unter niedrige Möbel oder eine freihängende WC-Schüssel passt der Kopf nicht. Für ein sauberes Ergebnis sind etwa zehn bis 15 Züge nötig, der schlechteste Wert im Testfeld. Das Entleeren der zwei Schmutzwassertanks ist umständlich, weil der gesamte Wischkopf zerlegt werden muss – machbar, aber fummelig. Die Laufzeit beträgt rund 20 Minuten und fällt damit sehr kurz aus. Das Laden erfolgt über einen proprietären Stecker und dauert vergleichsweise lang. Für größere Flächen ist das unpraktisch.
Philips OneUp XV3101/01
Der Philips OneUp XV3101/01 (3000er Series) wischt wie unser Testsieger mit motorisiertem Wischmopp, Dosierflasche im Tank und Schmutzwasseraufnahme beim Zurückziehen. In der Praxis genügen fünf bis acht Züge und zwei Wasserstufen ermöglichen kräftiges Schrubben oder nebelfeuchtes Wischen auf empfindlichen Böden. Die flache Kopfgeometrie arbeitet randnah und erreicht Vorsprünge besser als Rundteller-Konstruktionen. Die Pads kommen nach dem Einsatz in die Waschmaschine, das Gerät tropft nicht und lädt via USB-C.
Im Handling bleibt er hinter dem 5000er zurück: Tankzugang und -wechsel fallen umständlicher aus, Befüllen und Entleeren wirken weniger rund. Ersatzpads liegen nicht bei. Wie beim Philips OneUp XV5113/01 bindet die Dosierflasche an das herstellereigene Reinigungsmittel.
Sichler FPM-900
Der Sichler FPM-900 ist auf nebelfeuchtes Wischen ausgelegt und erreicht dank flacher Bauform Bereiche unter Möbeln und unter der WC-Schüssel. Die Front-LED hilft in dunklen Bereichen und die Pads kommen nach dem Einsatz in die Waschmaschine. Das Gerät lässt sich platzsparend zerlegen (Klickstangen), ein Nachfüllfläschchen erleichtert das saubere Befüllen. In sauberen Haushalten oder auf empfindlichen, versiegelten Holzböden liefert er gleichmäßige Ergebnisse.
Der Tank erlaubt nur Wasser. Wer Reiniger nutzen will, sprüht ihn vorher auf den Boden. Bei stärkerer Verschmutzung sind mehr als zehn Züge nötig, als Polier- oder Schonmopp eignet er sich eher als Allrounder. Die Laufzeit reicht für große Flächen, der Akku lädt über einen proprietären Anschluss.
So haben wir getestet
Wir testen ausschließlich elektrische Bodenwischer, also motorisierte Wischmopps mit Pad-, Walzen- oder Vibrokopf. Dazu zählen auch Modelle, die Schmutzwasser zurückführen oder kleine Krümel und Flüssigkeiten aufnehmen. Dampfreiniger und Saugwischer bleiben außen vor.
Im Praxisparcours wischen wir auf Fliesen mit Fugen, Laminat, Vinyl und versiegeltem Parkett. Wir tragen typische Alltagsflecken auf: Kaffee, Ketchup, Honig und etwas Milch. Wir zählen, wie viele Züge bis zur vollständigen Reinigung nötig sind, prüfen die Randnähe und bewerten, wie schnell die Fläche wieder begehbar ist. On-Demand-Spray und Auto-Feed beurteilen wir nach Dosierbarkeit und Schlierenneigung. Auch enge Bereiche wie unter der WC-Schüssel fließen in die Wertung ein.

Zur Handhabung prüfen wir Aufbau, Lenkigkeit und Eigenantrieb, testen den Pausenstopp auf der Ablage (Tropfen: ja/nein) und bewerten Tankzugänge sowie Pflege, von waschbaren Pads bis zur Selbstreinigung in der Station (inklusive möglichem Spritzwasser). Bei Akku und Laden erfassen wir die Laufzeit im Normalmodus, die Ladezeit und die Anschlussart (USB-C oder proprietär). Die Verarbeitung beurteilen wir über Materialeindruck, Passungen und die Qualität der Station.
Am Ende steht ein praxisnahes Gesamtbild: Reinigung im Alltag, Bedienkomfort, Energie- und Ladeverhalten sowie Verarbeitung – genau in der Tiefe, die für eine Kaufentscheidung zählt.
Die wichtigsten Fragen
Welcher ist der beste elektrische Bodenwischer?
Unser Testsieger ist der Philips OneUp XV5113/01. Er reinigt Alltagsflecken in wenigen Zügen, wischt randnah, bietet zwei Wasserstufen bis hin zu nebelfeucht. Wir haben aber auch interessante Alternativen.
Welches Reinigungsmittel darf in den elektrischen Bodenwischer?
Für Fliesen und Vinyl genügt ein pH-neutrales Mittel in geringer Dosierung. Versiegeltes Parkett/Laminat bitte nebelfeucht wischen. Einige Geräte erlauben nur Wasser, viele empfehlen ihr Markenmittel. Grundregel: sparsam dosieren, Hinweise der Anleitung beachten.
Für welche Böden eignet sich ein elektrischer Bodenwischer?
Elektrische Bodenwischer sind für wasserdichte Hartböden gedacht: Fliesen, Vinyl, Laminat, versiegeltes Parkett. Teppiche, Läufer sowie wasserempfindliche Beläge wie unversiegeltes Holz oder Kork bleiben außen vor.
















































































