Staubsauger sind wohl die am häufigsten verwendeten Reinigungsgeräte und in praktisch jedem Haushalt gibt es einen. An ihrer Grundfunktion hat sich seit ihrer Erfindung Ende des 19. Jahrhunderts praktisch nichts verändert. Kein allzu großer Raum für Innovationen also, von stärkerer Saugleistung und mehr Effizienz einmal abgesehen?
Falsch gedacht! Anders als klassische Sauger benötigen Akku-Staubsauger keine nervigen Kabel und kommen ohne Staubbeutel aus. Wie praktisch das im Alltag ist, verstehen vermutlich alle, die schon einmal das letzte Eck aufgrund eines zu kurzen Kabels nicht mehr erreicht haben und dann genervt die Steckdose wechseln mussten.
Häufig bleiben Akku-Staubsauger bei der Saugkraft hinter den kabelbetriebenen Geräten zurück. Der Dyson V15 Detect Absolute hat uns aber mit seiner Leistung überzeugt – er reinigt mit seinen vielen Aufsätzen zuverlässig auf jedem Untergrund.
Dyson V15 Detect Absolute im Test
Dyson V15 Detect Absolute

- Gute Akku-Laufzeit
- Automatische Leistungsanpassung
- Restzeitanzeige
- Perfekt für Haare
- Gute Saugleistung auf Teppich
- Etwas zu laut
- Staubbox umständlich zu handhaben
Kann der Dyson V15 Detect Absolute im Test seinen Preis rechtfertigen?
Dyson ist dafür bekannt, nicht gerade günstig zu sein, und so reißt auch der Dyson V15 Detect Absolute ein ordentliches Loch in die Haushaltskasse – aber der V15 ist jeden Cent wert: Er begeistert mit seiner enormen Saugleistung und innovativer Technik. Vor allem gehört er zu den sehr wenigen Akku-Staubsaugern, die tatsächlich kein Problem mit langen Haaren haben.
Auffallend ist bereits beim Auspacken das umfangreiche Zubehör, zu dem gleich drei angetriebene Bürsten gehören. Braucht man wirklich drei? Eigentlich nicht, aber wenn man die Vorzüge kennengelernt hat, möchte man keine davon mehr missen.
Da wäre als erstes die Bodendüse für Auslegware und Teppich, die Letztere sehr intensiv aussaugt. Der erzeugte Unterdruck ist so enorm, dass die angetriebene Bürste bis zum Stillstand gebremst wird. Allerdings ermöglicht es die Bodendüse, für etwas Nebenluft auf dem Teppich zu sorgen. Dadurch wird der Unterdruck verringert, die hohe Saugleistung geht jedoch nicht verloren.
Die Bürste für Hartböden ist mit einem Laserlicht ausgestattet, das feinste Schmutzpartikel sichtbar machen soll. Uns hat das Laserlicht allerdings nicht so richtig begeistert. Zum einen erzeugte es keine gleichmäßig beleuchtete Fläche, was eher irritiert, zum anderen ist es nur bei der passenden Raumbeleuchtung sinnvoll. In sehr hellen Räumen ist es kaum zu sehen, und in dunkleren Räumen wäre eine LED-Beleuchtung sinnvoller.
Dafür besticht die Hartbodendüse durch ihre Größe. Trotz angetriebener Bürste ist sie kaum größer als die einfachen, breiten Düsen vieler Nasssauger. Damit kommt man wirklich in jede Ecke und noch dazu lässt sie sich ausgesprochen gut navigieren.
Die dritte Düse ist eine Polsterdüse mit angetriebener Bürste. Sie ist speziell für das Entfernen von Tierhaaren gedacht und konnte im praktischen Test absolut überzeugen.
Auch elektronisch hat der Dyson V15 Detect Absolute einiges zu bieten: Sensoren erkennen feinste Schmutzpartikel und passen die Saugleistung automatisch daran an. Das funktioniert zwar ganz gut, etwas Luft nach oben gibt es aber: Die Sensoren könnten noch schneller und deutlicher auf unterschiedlichen Schmutz reagieren.
Dafür zeigt das Display des V15 an, welche Partikel in welcher Größe eingesaugt wurden. Ganz klar ein technisches Highlight, das auf dem Display toll aussieht – aber interessiert das wirklich? Wer möchte wissen, welcher Staub in welcher Größe eingesaugt wurde? Hauptsache, er wurde eingesaugt. Glücklicherweise geht der Dyson auch da kaum Kompromisse ein.
Der Dyson V15 hat Power ohne Ende
Der Praxistest bestätigt es: Der Dyson V15 hat Power ohne Ende. Da stört es auch nicht, dass er auf Teppichböden ein paar Krümel vor sich herschiebt. Zweimal hin und her und alles ist eingesaugt. Trotz der hohen Saugkraft lässt sich der Dyson gut und vor allem leicht über den Teppich führen. Das schaffen nur sehr wenige Akku-Staubsauger. Häufig bekommt man eine hohe Saugkraft mit einer guten Führbarkeit nicht unter einen Hut.
Sein ganzes Potential entfaltet der Dyson, wenn ihm Haare in die Quere kommen. Im ersten Moment wickeln sich die Haare (im Test Hanf) zwar um die Bürste der Teppichdüse – aber hier funktionieren die »Haarabstreifer« des Staubsaugers tatsächlich: Trotz aufgewickelter Haare saugt man einfach weiter, bald werden sie gelöst und landen nach und nach in der Staubbox. Faszinierend.
Noch genialer ist die Polster- oder Tierhaarbürste. Hier kann man zusehen, wie sich die Haare aufwickeln und langsam den Konus herunterwandern, um dann als aufgedrehter Zopf eingesaugt zu werden. Es macht regelrecht Spaß, dabei zuzusehen.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass man beim Dyson zum Saugen immer den Powerknopf gedrückt halten muss. Mit 1,9 Kilo liegt der Dyson zudem relativ schwer in der Hand, was bei längeren Saug-Sessions ermüdet.
Die Akkulaufzeit hat sich gegenüber den Vorgängern nicht verbessert: Auf der höchsten Stufe ist mit der Hartbodendüse nach rund 16 Minuten Schluss, mit der Universaldüse ist der Akku noch schneller leer. Im Normalmodus gibt Dyson rund 60 Minuten Akkulaufzeit an, was nach unseren Tests auch realistisch erscheint.
Die Reinigung von Bürsten und Staubbox ist leider etwas gewöhnungsbedürftig. Als Erstes muss zum Entleeren der Staubbox das Saugrohr abgenommen werden und auch dann verbleibt sie weiterhin an der Saugeinheit. Mit einem kleinen Hebel kann die Staubbox geöffnet und etwas nach unten geschoben werden, bevor der Vorfilter abgestreift wird.
Möchte man die Staubbox richtig reinigen, muss eine weitere Sperre entriegelt werden. So ganz lässt sich das Innenleben der Staubbox aber auch dann nicht abnehmen oder zerlegen. Die Staubbox ist zwar schnell entleert, die intensive Reinigung aber doch etwas zu umständlich.
Fazit
Unter den vielen Akku-Staubsaugern auf dem Markt sticht der Dyson V15 Detect Absolute nicht nur dank seiner charakteristischen Optik hervor, auch der Preis ist deutlich höher als bei den meisten Mitbewerbern. Dafür wird Käufern aber auch einiges geboten: von den vielen Aufsätzen für unterschiedliche Oberflächen über die tolle Saugkraft bis hin zur automatischen Leistungsanpassung.
Der V15 Detect Absolute hat uns im Test überzeugt. Extras wie das Laserlicht an der Hartbodenbürste oder die Anzeige der Partikelgröße des eingesaugten Staubs sind dagegen nette Spielereien, die man nicht unbedingt braucht.





































