Dampfgaren liegt im Trend, denn diese Zubereitungsart ist besonders schonend und bewahrt dem Gargut viele Vitamine. Dabei gibt es Modelle aus Kunststoff oder Edelstahl.
Um herauszufinden, welcher der beste Dampfgarer ist, haben wir die 32 interessantesten Tisch-Dampfgarer, die man zurzeit kaufen kann, in mehreren Disziplinen in einem Kochduell gegeneinander antreten lassen. 21 Dampfgarer sind derzeit noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
KeMar Kitchenware KFS-3000

- Langlebige Verarbeitung: Edelstahl & Glasdeckel
- Turm: Solider Stand
- Langer 12-Stunden-Timer
- Langsam Garen & Steam Pot 3,0 L
- Wasser verkocht: Turbo-Ring schmilzt
- Wasser nicht von außen nachfüllbar
Wer ohne Kunststoff dämpfen möchte, ist mit unserem Testsieger KeMar KFS-3000 gut beraten. Selbst die Wanne für Hot Pot besteht aus Metall. Der KeMar ist zwar breiter und wuchtiger als die meisten anderen Modelle, dafür steht er mit seinen drei Edelstahlkörben absolut wackelfrei. Das wertige Gerät wird durch ein übersichtliches Touch-Bedienfeld mit vier Programmen abgerundet.
Steba DG 2
Der BPA-freie Steba DG 2 überzeugte uns im Test durch schnelles Aufheizen, eine gute Wertigkeit und hohe Standsicherheit. Im Gegensatz zu unserem voluminösen Testsieger ist er für Single-Haushalte oder kleine Familien genau richtig.
H.Koenig VAP12

- Gute Verarbeitung
- Turm: Solider Stand
- Einfache Bedienung
- Einfache Reinigung
- Großes Volumen
- Auffangschale ohne Griffe
- Nur 30 Minuten Timer
Der H.Koenig VAP12 bietet einfach nur Dampfgaren, ohne Schnickschnack, ohne High-End-Material. Dafür hat er mit 12 Litern ganz viel Volumen in drei spülmaschinentauglichen und zerlegbaren Körben. Ein mechanischer Timer tickt deutlich hörbar und schaltet das Gerät nach der Garzeit ab. Während des Garens kann Wasser ohne Aufwand nachgefüllt werden.
Vergleichstabelle
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- Langlebige Verarbeitung: Edelstahl & Glasdeckel
- Turm: Solider Stand
- Langer 12-Stunden-Timer
- Langsam Garen & Steam Pot 3,0 L
- Wasser verkocht: Turbo-Ring schmilzt
- Wasser nicht von außen nachfüllbar

- Gute Verarbeitung
- Turm: Solider Stand
- Sichere und einfache Bedienung
- Schnelles Aufheizen
- Zeit-Presets für Gemüse, Fisch, etc.
- Nur 30 Minuten Timer

- Gute Verarbeitung
- Turm: Solider Stand
- Einfache Bedienung
- Einfache Reinigung
- Großes Volumen
- Auffangschale ohne Griffe
- Nur 30 Minuten Timer

- Langlebige Verarbeitung
- Sichere und einfache Bedienung
- 60-Minuten-Timer
- Speisen ohne Kunststoffkontakt
- Wasser sammelt sich unterm Griff
- Langsames Aufheizen
- Hoher Standby-Verbrauch

- Gute Verarbeitung: Edelstahl-Körbe
- Turm: Solider Stand
- 60-Minuten-Timer
- Speisen ohne Kunststoffkontakt
- Einfache Reinigung
- Kleines Volumen: Zwei Garräume

- Langlebige Verarbeitung
- Turm: Solider Stand
- Einfache Reinigung
- Viel Zubehör
- Gute Garergebnisse
- Wasserbehälter muss häufig nachgefüllt werden

- Hübsches Design
- Einfachste Bedienung
- BPA-frei
- Sortierte Garguttabellen
- Kein akustischer oder optischer Hinweis auf leeren Tank
- Kein Wassernachfüllen von außen

- Solider Stand
- Sichere und einfache Bedienung
- Einfache Reinigung
- 60-Minuten-Timer

- Solider Stand
- Sichere und einfache Bedienung
- Einfache Reinigung
- 60-Minuten-Timer
- Timer schwer drehbar
- Polycarbonat kann brechen

- Fester Stand, solider Turm
- Von außen Nachfüllbar
- 60-Minuten-Timer
- Körbe verfärben

- Braucht wenig Platz
- Kabelwickel
- Leichte Reinigung
- Vglw. schnelles Aufheizen
- Kein Wassernachfüllen von außen
- Kein Tropfwasserbecken
- Heizplatte wird schnell schmutzig

- Dampfbeschleuniger vorhanden
- Leider etwas magere Ausstattung

- Frei von Weichmachern
- Körbe schließen leider etwas schlecht

- Zwei Nachfüllöffnungen
- Hohes Garvolumen
- Durch PP-Körbe und Deckel stabil
- Standsicher
- Schnelles Aufheizen
- Dampfverlust durch Nachfüllöffnungen
- Billige Materialqualität
- Geringes Tankvolumen

- Nachfüllen von Außen
- Steht mit 2 Etagen stabil
- Brauchbare Anleitung
- Billige Konstruktion
- Winzige Nachfüll-Öffnung
- Körbe verfärben

- 2 seitliche Wassereinlässe
- Etwas wackeliger Turm
- Körbe verfärben

- Halbwegs stabiler Turm
- Sehr langsames Aufheizen
- Minderwertige Ausführung
- Böden nicht entnehmbar

- Nachfüllen von außen
- Warmhaltefunktion
- Timer
- Bedienfeld mit wenig Komfort
- Wasserstand schlecht erkennbar
- Kunststoff verfärbt

- Henkel und Korb-Clips zum Anheben des Turms
- Kompakte Abmaße
- Zerbrechliches, dünnes Plastik
- Kein Timer-Reset
- Keine Nachfüllöffnung oder Wasserstandanzeige
- Unsicherer Stand

- Nachfüllen von Außen
- Kabelwickel
- BPA-frei
- Vergleichsweise langsam
- Thermische Abschaltung ohne akustischen Hinweis

- Minderwertig
- Wackeliger Turm
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Gesünder garen: Dampfgarer im Test
Vitaminschonendes Garen, kein Anbrennen und kein matschiges Gemüse durch Zerkochen – das sind die drei Hauptvorteile der Zubereitung mit Dampf.
Hinzu kommen eine nicht unbeträchtliche Zeitersparnis und ein logistischer Vorteil: Beilage, Hauptgericht und Soße oder sogar Dessert können in einem Kochgang zubereitet werden und sind punktgenau fertig. Während der Dampfgarer kocht, kann schon der Tisch gedeckt werden, denn der Dampfgarer und das Gargut müssen nicht überwacht werden. Damit das funktioniert, muss der Koch natürlich schon etwas Erfahrung mit dem Dampfgarer haben – und natürlich muss auch das Rezept der Speisen auf den Dampfprozess abgestimmt sein.
Einbau- oder Tischgerät?
Wir haben uns in diesem Test nur Tischgeräte angesehen. Einbaubacköfen mit Dampfgarung sind eine ganz andere Hausnummer, nicht nur preislich – 500 bis 1.200 Euro werden da schnell fällig. Es handelt sich dabei um echte Elektrobacköfen, die mit Wasseranschluss oder Tank und Dampfdüsen erweitert wurden. Damit können sie Gerichte erst unter Dampf garen und dann noch zusätzlich backen. Tischgeräte mit gleicher Backofen-Dämpfer-Kombination gibt es im Gastronomiebereich ab 700 Euro.
Kleine Dampfgarer-Tischgeräte zwischen 30 und 110 Euro eignen sich für Kochkünstler, die das Dampfgaren ohne große Investition und Umbaumaßnahmen ausprobieren möchten. Für den dauerhaften, intensiven Gebrauch eignen sich dabei aufgrund von Verarbeitung und Funktionen eher die höherpreisigen Dampfgarer.

Die meisten Dampfgarer haben drei Körbe, einige kommen mit zwei aus. Je mehr Volumen, umso mehr Kochgut passt hinein. Für Familien sind Dampfgarer mit knapp zehn Litern Füllmenge sinnvoll. Für den kleinen Haushalt genügen Geräte mit acht Litern oder weniger.
Durchlauferhitzer oder Heizelement?
Dampfgarer arbeiten entweder mit einem Durchlauferhitzer oder mit einem kuppelförmigen Heizelement. Heizelemente verdampfen schneller große Mengen an Wasser, bei ihnen ist die Aufwärmphase kürzer. Die Heizelemente haben sich durchgesetzt: Seit Jahren haben wir Modelle mit Durchlauferhitzer nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Die Reinigung der Heizelemente ist gar nicht so trivial, ganz gleich, ob es sich um eine kleine Kuppel handelt oder um ein flaches Element, ähnlich dem Boden eines Topfes. Weil große Mengen Wasser verdampft werden, bleiben auch große Mengen an Kalk und mitunter Eisen zurück. Die Kruste muss mit einem Essig-Wasser-Gemisch immer wieder beseitigt werden, am besten nach jedem Gebrauch.
Geräte ohne Auffangbecken wie der Mini von Korona oder die Hot-Pot-Modelle KeMar KFS-3000 und Skyehomo ES-9301 sind noch schwerer zu reinigen. Fett, Gewürze, ausgespülte Mineralien und Schmutz (Pellkartoffeln) landen direkt auf der Heizplatte. Die verkocht das Wasser komplett, die Rückstände backen an.

Trockenkochschutz
Alle Dampfgarer sind mit einem Trockenkochschutz ausgerüstet. Ohne Wasser wird das Heizelement bis zu 250 Grad heiß, dann schaltet es sich ab. Könnte man meinen, doch dem ist nicht so: Die Leistung wird gedrosselt, das Element hält aber konstant eine Temperatur von um die 150 Grad. Gerade die Kuppel-Heizelemente arbeiten so. Modelle mit flacher Heizplatte oder Topf schalten durchaus komplett ab.

Auf dieser Stufe benötigt etwa der Braun FS 5100 immer noch 280 Watt (maximal 850 Watt) und das Element ist konstant circa 130 Grad heiß – natürlich nur, solange der Timer noch läuft. Der Braun ist keine Ausnahme, Russell Hobbs MaxiCook-23560-56 (160 Grad), Aigostar Fitfoodie 30CFO (130 Grad), TZS First Austria (160 Grad) und Clatronic DG-3547 (155 Grad) bleiben ebenfalls eingeschaltet.
Ausnahme ist der Eierkocher Korona-25303. Die Heizplatte des Geräts kühlt sich auf 50 bzw. 40 Grad Celsius ab und hält dann die niedrige Temperatur.
Wer jetzt seinen Dampfgarer bei laufendem Timer abbaut, kann sich am Heizelement verbrennen. Bei einem hörbar tickenden mechanischen Timer wird das eher nicht passieren, bei einem elektronischen Timer aber schon.
Warum der Hersteller das macht? Ein völlig abgekühltes Heizelement würde einige Zeit brauchen, bis es nachgefülltes, kaltes Wasser wieder zum Kochen bringt. Derweil kühlt das Gargut ab. Die Unterbrechung des Dämpfens soll so kurz wie möglich gehalten werden, sofern der Bediener zeitnah nachfüllt.
Verfärbungen
Bei allen Vorteilen des Dampfgarens lässt sich ein Phänomen nicht leugnen: Die Körbe aus Kunststoff verfärben sich, sie nehmen also die Farbstoffe aus Speisen wie dem Gemüse und dem Gewürz an. Solche Farbflecken lassen sich in der Regel nicht mehr beseitigen, zumindest nicht mit der Hand- oder Spülmaschinenwäsche.
Sie gehen auf Nummer sicher, wenn Sie stark färbende Lebensmittel und Speisen in flache Schüsseln/Teller aus Glas oder Porzellan legen. Allerdings verlängert sich dadurch die Garzeit, unter Umständen ist es nicht gleichmäßig durchgegart.
Was Farbpartikel aufnimmt, das nimmt auch Gerüche an. Wir konnten das zwar in unserem Testzeitraum nicht messen, es entspricht aber unseren Erfahrungen mit Küchenutensilien aus Kunststoff.
Die Geruchsaufnahme im Plastik können Sie nicht durch Schüsseln/Teller aus Porzellan oder Glas vermeiden, Gerüche der Speisen werden mit dem Wasserdampf übertragen.
Gefahr durch Weichmacher?
Die Debatte über Weichmacher in Kinderspielzeug hat viele Menschen aufgeschreckt, inzwischen ist Bisphenol A (BPA) in Plastikprodukten mit Mundkontakt für Kinder verboten.
BPA ist ein Grundbaustein des Kunststoffes Polycarbonat (PC). Ohne Weichmacher sind hingegen Polyethylen und Polypropylen (PE und PP) üblich, die meisten Lebensmittelverpackungen bestehen aus diesen Stoffen. Weich-PVC enthält dagegen immer Weichmacher. Auf der anderen Seite wurden die Grenzwerte auf 50 Mikrogramm pro Tag erhöht. Das sah die Industrie gern, Verbraucherschützer aber nicht, denn Bisphenol A kann im Körper wirken wie ein Hormon. Als solcher Botenstoff kann es auch für negative Niedrigdosiseffekte sorgen.
Wer sich um die toxische Wirkung von Kunststoffausdünstungen sorgt, sollte Polycarbonat (PC) im Lebensmittelkontakt vermeiden. Doch ein Teil der Dampfkörbe und Tanks von Tisch-Dampfgarern besteht aus Polycarbonat (PC). Allerdings ändert sich das offensichtlich, die Dampfgarer aus dem Update 01/2020 bestanden aus PP und TPX – oder waren gar nicht gekennzeichnet. Wir haben eine entsprechende Zeile in der obigen Produkttabelle ergänzt.

Ein selten eingesetzter Kunststoff ist TPX, Polymethylpentene. Wenngleich dieser transparente Kunststoff einen höheren Schmelzpunkt besitzt (240 °C), extrem leicht und dabei frei von BPA ist. Lediglich Braun setzt auf dieses Material (Deckel & Seitenwände).
Dämpfen ohne Weichmacher und Kunststoff
Sie wollen Ihre Speisen lieber ohne Kunststoff dämpfen? Es gibt folgende Alternativen:
Der KeMar Kitchenware KFS-3000 und der Skyehomo ES-9301 haben Behälter bzw. Böden aus Edelstahl, ihr Heizelement befindet sich direkt unter einem Edelstahltopf. Diese Hot-Pot-Modelle sind schwieriger zu reinigen, allerdings verfärbt nichts und die Lebensmittel liegen nicht auf Kunststoff.

Eine Zwischenlösung ist der Tefal VC1451. Er hat Körbe aus Edelstahl, einen Deckel aus Glas – allerdings besteht die Wanne des Geräts nach wie vor aus Kunststoff. Immerhin ist der direkte Kontakt der Lebensmittel mit Kunststoff vermieden. Die weiße Wanne wird mit der Zeit aber verfärben, darin sammelt sich ja das Tropfwasser mit allen Farb- und Geruchsstoffen.
Variante zwei: Sie bleiben bei Ihren Töpfen und holen sich einen Garbehälter (Steamer Basket) in den passenden Abmessungen für Ihren größten Kochtopf, zum Beispiel den WMF Steamer Insert 20 cm, oder aber Dampfgarkörbe, die komplett in einen vorhandenen Topf eingesetzt werden, zum Beispiel Silit Basket 19 cm.
Variante drei: Wer komplett auf Naturmaterial schwört, dem könnte ein Bambuskorb gefallen, etwa der Kyoano Bamboo Steamer mit zwei Ebenen. Ein solcher wird auf den Wok oder auf einen passenden Topf gesetzt.
Eine vierte Alternative sind Reiskocher, die meist Dämpfeinsätze aus Edelstahl mitbringen. Diese Dampfgarer gibt es bereits ab 40 Euro, etwa den Klarstein Osaka Rice Cooker mit Edelstahldampfeinsatz und Glasdeckel.
Unser Favorit
KeMar Kitchenware KFS-3000

- Langlebige Verarbeitung: Edelstahl & Glasdeckel
- Turm: Solider Stand
- Langer 12-Stunden-Timer
- Langsam Garen & Steam Pot 3,0 L
- Wasser verkocht: Turbo-Ring schmilzt
- Wasser nicht von außen nachfüllbar
KeMar verbannt Kunststoffe mit dem KFS-3000 komplett! Bei dem knapp 8,5-Liter-Modell bestehen nicht nur die drei Körbe aus Edelstahl, sondern auch die 2-Liter-Wasserwanne unter den Körben. Diese kann als Steam Pot für bis zu drei Liter Eintopf genutzt werden. Die soliden Körbe mit den Kunststoffgriffen machen einen langlebigen Eindruck, der breite Korpus des Geräts ebenso.

Das Heizelement befindet sich direkt unter der Wanne. Anbrennen wird aber selten etwas, das Steam-Pot-Programm läuft mit kleinen Leistungsstufen. Im Kochprogramm geht der KeMar kurz mit voller Leistung ran, das sind 1470 Watt für wenige Minuten. Hier könnte man Speisen wie Speck scharf anbraten. Danach geht es mit 1023 Watt behäbig weiter. Die Folge: Mal schnell Wasser zum Sieden bringen, dauert ziemlich lange. Für zwei Liter benötigt der KeMar 11:10 Minuten.
Beim Dämpfen geht es viel schneller, dank Turbo-Ring. Dieser Kunststoffeinsatz verhindert die Durchmischung des Wassers in der Mitte des Topfes. So kocht es hier viel schneller. Die vom Hersteller angepriesenen 40 Sekunden bis zum Dämpfen sehen wir allerdings nur, wenn der Wasserstand gering ist, also nicht die vollen zwei Liter eingefüllt werden.
Der KeMar hat vier Programme, die über ein abwischbares Touch-Bedienfeld gewählt werden: Hot Pot, Dämpfen, Kochen und Steam Pot. Der Timer erlaubt eine Startverzögerung von bis zu 12 Stunden. Mit Plus/Minus kann das Preset des gewählten Programms verändert werden, so verlängern Sie die Kochzeit. Die Vorgänge können jederzeit mit Off beendet werden oder mittendrin kann die Zeit erhöht oder verringert werden.
Zusätzliche Verschmutzung durch Fleischsäfte, Gewürze etc. kann durch den Korb mit dem geschlossenen Boden verhindert werden, wenn er ganz unten aufgesetzt wird. Dieser kann als Becken für den Fond fungieren, daraus entsteht dann die Sauce.
Es gibt einen optionalen Zwei-Liter-Keramiktopf. Der wird dann von heißem Wasser unterspült, hier kann nichts anbrennen. Der Topf hat mittig eine kegelförmige Öffnung, darüber kann Dampf in aufgesetzte Körbe aufsteigen. So können Sie einen Eintopf garen und gleichzeitig dämpfen. Säfte von Fleisch, Gemüse und Gewürzen tropfen in den Hot Pot. In Summe stehen 11,3 Liter Garraum zur Verfügung, das ist für die geringe Höhe des KeMar imposant.
Ebenfalls eine Option, allerdings aus Kunststoff, ist der XXL-Dämpfkorb für große Teile wie Spargel oder ganzen Fisch.
Wir empfehlen den KeMar KFS-3000 allen, die zum kleinen Preis komplett auf Edelstahl dämpfen wollen.
Nachteile?
Um die Reinigung muss man sich gut kümmern, denn Kalk lagert sich je nach Wasserqualität in großen Mengen ab. Hier kommen wir nicht umhin, den Edelstahl auch mit dem Stahlschwamm zu bearbeiten.
Beim Verkochen hat der Turbo-Ring ein Problem: Bis die Maschine den Leerstand bemerkt und abschaltet, ist dieser bereits angeschmolzen. Ein Riesenproblem ist das nicht. Wir dämpfen einfach ohne den Ring, das dauert nur wenige Minuten länger.
KeMar Kitchenware KFS-3000 im Testspiegel
Die Kollegen von Haus & Garten Test haben den KeMar zum Testsieger gekürt. Sie loben die Programme und speziell die Hot-Pot-Funktion. Sollten weitere interessante Testberichte erscheinen, tragen wir sie an dieser Stelle nach.
Weitere Empfehlungen
Steba DG 2
Der Steba DG 2 bringt seine zwei Körbe schnell auf Temperatur, steht kippsicher auf der Arbeitsfläche und hat einige Zeit-Voreinstellungen für unterschiedliche Gargut-Sorten. Der Dampfgarer gibt keinen Anlass zur Kritik.
Der kompakte Steba hat nur zwei Körbe in rechtwinkliger Form. Das ist der Hauptgrund, warum der Dampfgarer standsicherer ist als die meisten anderen. Das Material ist insgesamt hochwertiger als bei den günstigen Einsteigern (Korpus und Körbe). Der Griff am Deckel ist thermisch entkoppelt und wird deshalb nicht heiß.

Wichtig für die Reinigung: Die Böden der Körbe sind herausnehmbar, was für besseres Stapeln in der Spülmaschine oder auch eine einfachere Handwäsche sorgt. Außerdem haben die zwei Böden kleine Mulden für Eier, so passen 16 Eier in den Dampfgarer.
Maximal erreicht der obere Korb 95 Grad – etwas weniger als bei anderen Modellen, aber ausreichend. Wichtiger ist die Aufheizzeit und die ist kurz: Nach nur zehn Minuten zeigt das Infrarot-Thermometer unter dem Deckel 90 Grad an – viele andere Modelle haben nach dieser Zeit nur 50 bis 80 Grad auf der Uhr – aber mit drei Körben. Der Steba-Dampfgarer hat einige Tasten, dahinter verstecken sich Zeit-Voreinstellungen für verschiedene Gargut-Arten wie Fisch oder Gemüse.
Nicht zuletzt hat sich Steba bei der Anleitung viel Mühe gegeben, sie ist ausführlich und schließt Rezepte ein. Die Abschaltung bei Wassermangel greift sehr spät, erst wenn die 1,2 Liter Wasser komplett verkocht sind. Wenn Wasser nachgefüllt wird, kocht der Dampfgarer sofort weiter – so muss es sein.
Wir empfehlen den Steba DG 2 allen, die nach einem kompakten, hochwertigen Dampfgarer für Solisten oder kleine Familien suchen.
H.Koenig VAP12

- Gute Verarbeitung
- Turm: Solider Stand
- Einfache Bedienung
- Einfache Reinigung
- Großes Volumen
- Auffangschale ohne Griffe
- Nur 30 Minuten Timer
Der H.Koenig VAP12 macht als einfaches, aber großes 12-Liter-Modell mit drei Etagen eine gute Figur. Die festen Polypropylen-Körbe können mit der Zeit verfärben, aber sie gehen nicht gleich kaputt, sollten sie mal herunterfallen. Noch mehr gilt das für die Reiswanne aus weißem Kunststoff, die schon nach einer Benutzung verfärbt ist, etwa durch Kurkuma oder Möhren.
Die drei Körbe stehen in beschrifteter Reihenfolge sicher übereinander, da kippelt nichts. Die Verarbeitung ist solide für den normalen Alltag, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Das Gerät hat einen einfachen mechanischen Timer, der laut tickend seine Tätigkeit anzeigt. Hier können bis zu 30 Minuten eingestellt werden – in dieser Zeit ist die Wassermenge noch lange nicht verkocht. Sie müssen deshalb schon bei kleinen Kartoffeln die Zeit einmal verlängern. Nach dieser Zeit geht das Gerät auf null Watt, es ist komplett stromlos. Wenn wir mit 1,4 Litern starten, dann befinden sich jetzt immer noch 0,5 Liter im Tank.
Ein Sichtfenster zeigt uns deutlich den Wasserstand an, Flüssigkeit kann jederzeit von rechts oder links nachgefüllt werden. 1,4 Liter passen hinein, das ist bestenfalls durchschnittlich.

Mehr Transparenz geht nun wirklich nicht, die Markierung zeigt die 1,4 Liter Füllmenge an. Die Chance, dass Sie Wasser nachfüllen müssen, ist beim H.Koenig gering. Im Test kochte er 30 Minuten vor sich hin, dann sorgte eine thermische Abschaltung für ein Abregeln des Heizelements. Die rote LED leuchtet dann immer noch, so bemerken sie, dass hier noch etwas im Gange ist.
Die Bedienung hat keine Komfortfunktionen wie Verzögerungstimer oder ein LCD mit Programmen. Der Ringheizkörper ist wie üblich frei zugänglich. Das ist auch nötig, denn er verkalkt schnell.
Mit 950 Watt (Messung) ist das Modell weder leistungsschwach noch besonders stark. Fünf Minuten dauert es, bis der oberste Korb 98 Grad erreicht, was die Maximaltemperatur darstellt – hier ohne Beladung gemessen. Das ist im Vergleich viel, ist aber dem großen 12-Liter-Volumen geschuldet.
Der zweite nennenswerte Nachteil des Basic-Dampfgarers von H.Koenig ist seine Wanne, die Flüssigkeiten auffängt. Sie hat keine Henkel und kann daher erst nach dem Abkühlen herausgenommen werden.
Wir empfehlen den H.Koenig VAP12 allen, die einen schlichten Dampfgarer für kleines Geld suchen, ohne Schnickschnack. Ohne High-End-Material, dafür aber mit ganz viel Volumen und verlässlichen sowie alltagstauglichen Komponenten.
Außerdem getestet
Petra PT5885VDE
Der Petra PT5885VDE ist ein Mini-Dampfgarer mit drei Etagen. Mit seiner Heizplatte muss er das gesamte Wasser zum Kochen bringen, was bei Befüllung mit 0,5 Litern länger dauert als bei Geräten mit 1,4 Litern und kuppelförmigem Ringheizkörper. Beim Petra-Dampfgarer kann ein schwergängiger Timer bis 60 Minuten eingestellt werden. Nach der Zeit geht das Gerät komplett aus, wir messen null Watt.
Die drei Etagen sind einfach aufzubauen, basieren aber auf sechs Einzelteilen, was beim Abwaschen stört. Die drei Wandungen bestehen aus durchsichtigem Polycarbonat (PP), das leicht brechen kann. Die drei Böden aus Polypropylen sind unterschiedlich geformt, einer fungiert als Eierhalter für acht Stück. Insgesamt kein überzeugendes Gerät.
Alpina Dampfgarer 800 W
Der Alpina Dampfgarer 800 W ist ein einfacher Garer mit neun Litern Volumen und drei Polypropylenkörben. Sie stehen sicher Korb auf Korb, verfärben sich aber schnell bei bestimmtem Gemüse und Gewürzen.
Gelungen ist die einfache Bedienung mit einem laut tickenden 60-Minuten-Timer und den Garzeiten, die auf dem Gerät abgedruckt sind. Der Wasserstand kann an der Frontseite abgelesen werden. Wir können jederzeit von den Seiten nachfüllen. In der Praxis ist der Alpina Dampfgarer 800 W mit seinem Heizelement etwas langsamer als Modelle mit 900 oder 1000 Watt. Auch dieses Modell basiert auf einem Dome-Heizelement unter einer Kappe, was zu einem zügigen Erreichen von knapp 100 Grad nach vier Minuten sorgt.
Tefal VC2048
Der Tefal VC2048 ist ein einfacher Dampfgarer mit Kunststoffkörben und rudimentärer Steuerung mittels mechanischem 60-Minuten-Timer. Es gibt keine Programme und keine Beleuchtung, der VC2048 dämpft stur vor sich hin, bis der Timer nicht mehr hörbar klickt.
Der Wasserstand ist gut erkennbar. Direkt neben dem Schauglas öffnet eine kleine Schublade, hier kommt Wasser-Nachschub hinein, auch während des Kochens. Durch den breiten Fuß des Geräts steht der Turm sicher auf dem Tisch. Die Polypropylen-Körbe sind moderat verwindungsfest – sie verfärben sich aber schnell.
Korona 25303
Wer in erster Linie einen Eierkocher sucht, liegt mit dem Korona 25303 richtig. Hier passen 16 Eier hinein.
Natürlich können auch Reis, Fisch oder Gemüse im Dampfgarer gegart werden, allerdings in deutlich kleineren Mengen. Wir empfehlen den Korona für Reis oder kleine Portionen Fleisch oder Fisch, was dann in den vier kleinen Schalen gegart wird. Eierstich ist darin natürlich ideal, weil gleich portioniert.
Die thermische Abschaltung ist hier deutlicher als bei den großen Dampfgarern mit kuppelförmigem Heizelement. Es kühlt sich auf 50 Grad ab und hält dann diese Temperatur. Das Wasser wird vollständig verkocht, dann erst erfolgt die »Abschaltung«. Diese starke Reduzierung ist sinnvoll, damit sich niemand an der offenliegenden Heizplatte verbrennt.
Die Schwachstelle ist die Reinigung, denn sämtliches Tropfwasser und Fett landet im Kochwasser. Es gibt kein Tropfwasserbecken, wie es jeder andere Dampfgarer hat. Somit landen Gewürze, Fett und Mineralien auf der Heizplatte und brennen dort fest, wenn das Wasser verkocht ist. Und das Wasser ist bei nur 350 Millilitern Volumen bereits nach 35 Minuten vollständig verkocht.
Wer ernsthaft dampfgaren möchte und auch das Tropfwasser für den Fond braucht, sollte ein größeres Dampfgarer wählen. Außerdem ist der Komfort beim Abnehmen des Turms bzw. des Deckels gering. Durch die winzigen Henkel kann man schnell mit heißem Wasserdampf in Berührung kommen.
Tefal VC1451
Der Tefal VC1451 bietet einen Kompromiss aus Metall und Kunststoff: Während die Garkörbe aus Edelstahl bestehen und der Deckel aus Glas, sind Wasserbecken und Tropfwanne aus Polypropylen (PP). So ist der direkte Lebensmittelkontakt metallisch. Die Konstruktion macht in Sachen Wertigkeit und Optik mehr her als Kunststofftürme.
Der Dampfgarer hat durch seinen Fußdurchmesser von 17 Zentimetern einen sicheren Stand. Die Körbe sitzen solide aufeinander. Letztere würden auch einen Sturz auf den Küchenfußboden überstehen. Der weiße Griff am Glasdeckel hat ein kleines optisches Problem: Beim Spülen sammelt sich Wasser unter der Manschette. Das gibt mit der Zeit einen unschönen Schmutzrand.
Der Tefal VC1451 glänzt mit einfachster Bedienung: Es gibt einen zurücksetzbaren 60-Minuten-Timer und das war es auch schon. Den Stecker sollte man immer ziehen, der Dampfgarer hat sonst einen Standby-Verbrauch von 0,66 Watt. Einen Netzschalter gibt es nicht.
Tefal gibt 860 bis 900 Watt an, unser Testgerät heizt mit maximal 910 Watt. Das ist viel im Vergleich, dennoch dauert es 16 Minuten, bis oben 100 Grad erreicht werden. Die lange Aufheizzeit ist dem Metall, dem Glas und dem 1,5-Liter-Tankvolumen geschuldet.
Die Körbe haben einen Durchmesser von 24 bzw. 24,5 Zentimetern. So passt auch langes Gemüse wie Spargel hinein. Für Eier haben die Körbe kleine Vertiefungen.
Clever ist die Nachfüll-Schublade: Geschlossen gibt es keinen Dampfverlust, geöffnet kann ein niedriger Füllstand ausgeglichen werden. Wenn das Nachfüllen mal vergessen wird, deaktiviert eine thermische Schaltung den Dampfgarer beim Auskochen des Wassers.
Bella Zwei-Etagen-Dampfgarer
Der Zwei-Etagen-Dampfgarer von Bella ist ein unauffälliges Modell zum kleinen Preis. Die Stabilität der Körbe ist nicht exzellent, aber für zwei Etagen ausreichend. Der simple, mechanische Timer lässt keine Fragen aufkommen. Ist die Zeit vorbei, schaltet sich das Gerät komplett ab, ohne Standby-Verbrauch und ohne Warmhaltefunktion.
Das milchige Polypropylen verfärbt wie zu erwarten. Kocht das Wasser aus, so schaltet sich das Bella nicht ab, sondern es drosselt die Leistung, das Heizelement hält konstant 150 Grad. Nachfüllen von außen ist über eine winzige Schublade möglich, hier kleckert man schnell daneben.
Aigostar Fitfoodie Steel 30INA
Der Aigostar Fitfoodie Steel 30INA fasst 1,3 Liter und hat zwei seitliche Einfüllstutzen, über die jederzeit nachgefüllt werden kann. Das war es schon mit den Vorzügen. Der nicht komplett standfeste Turm, die verfärbenden Körbe und die rudimentäre Anleitung können uns nicht begeistern. Der Aigostar erfüllt seinen Job und schaltet bei Wassermangel auf circa 150 Grad. Qualität, die uns begeistert, schaut anders aus.
WMF Vitalis E
Als BPA-frei wird der WMF Vitalis E angepriesen, Wassertank und Tropfbehälter bestehen aber aus Polypropylen. Das ist zwar ohne Weichmacher, Plastikvermeider werden trotzdem enttäuscht sein.
Zudem hat der Dampfgarer nur zwei Garräume mit 2,15 Litern Fassungsvermögen. Das ist für Familien viel zu klein.
Tefal VS4003 VitaCuisine Compact
Der Tefal Vitacuisine Compact VS 4003 ist in vielen Details ein gelungener Dampfgarer, patzt aber beim Bedienkomfort: Das umständliche Wasser-Nachfüllen bei einem Tank, der deutlich weniger als 60 Minuten dämpfen kann, versagte dem Vitacuisine Compact unsere Empfehlung. Der Tefal VS 4003 forderte bereits nach 35 Minuten mehr Wasser, was gerade bei ihm ungünstig ist, denn zum Nachfüllen muss der Turm abgenommen werden – ein klarer Minuspunkt, denn 60 Minuten Kochzeit sollten mit einem vollen Tank auf jeden Fall erreicht werden.
Dafür bringt der Tefal VS 4003 eine einzigartige Funktion mit: Die »Vitamin+«-Taste pumpt für eine kurze Zeit mit 1800 Watt extra Wasserdampf in die Garbehälter.
Das passiert am Anfang zum schnellen Aufheizen und kann nach dem Öffnen der Garbehälter auch manuell aktiviert werden. Dadurch verkürzen sich die Garzeiten. Auch beim Zubehör macht der Dampfgarer von Tefal eine gute Figur.
Braun FS 5100
Der Braun FS 5100 ist optisch ein Hingucker und die Bedienung ist mit der mechanischen 60-Minuten-Zeitschaltuhr simpel. Die Uhr gibt ein deutliches Ticken von sich und kann auch rückwärts gedreht werden. Sie und auch das Gehäuse machen einen robusten und langlebigen Eindruck.
Braun legt vergleichsweise viel Zubehör bei und setzt auf hochwertigen TPX- und PP-Kunststoff. TPX ist, wie Polypropylen, BPA-frei, aber härter und durchsichtiger. Dazu gibt es einen echten Eierhalter, der einzeln herausgenommen werden kann, sowie eine zweite Tropfwanne. Somit kann der Fonds unter jeder der zwei Ebenen aufgefangen werden. So wird ihr Gemüse nicht vom Fischwasser benetzt.
Leider meldet der Dampfgarer einen leeren Tank weder optisch noch akustisch. Man bemerkt es erst, wenn kein Wasserdampf mehr aufsteigt. Das Heizelement geht dann auf eine niedrige Leistungsstufe und bleibt etwa 130 Grad heiß, selbst wenn sich kein Wasser mehr im Tank befindet. Das Heizelement wird durch diese Temperatur nicht beschädigt. Diese Eigenschaft des Herunter- statt Abschaltens haben wir bei fast jedem Dampfgarer aus dem Update 01/2020 beobachtet.
Ein leerer Tank wird nicht zwangsläufig zu einem Problem, denn die 1,3 Liter genügen für stolze 76 Minuten Dämpfen. Da sind die meisten Gerichte lange durch. Ein Nachfüllen von Wasser von außen ist nicht möglich, es muss zwingend der Turm abgenommen werden.
Braun FS 3000
Nicht viel mehr passt in den Braun FS 3000, die beiden Garbehälter fassen jeweils nur 3,1 Liter. Auch der Braun kommt mit BPA-freien Dampfkörben, ist aber mit einer einfachen Zeitschaltuhr recht mager ausgestattet.
Russell Hobbs Cook at Home 19270-56
Der Russell Hobbs Cook at Home 19270-56 ist ein sehr einfacher Dampfgarer. Das merkt man schon daran, dass die Garbehälter schlecht schließen. Damit kein Wasserdampf entweicht, muss der Koch schon sehr genau stapeln. Auf der anderen Seite ist der Dampfgarer durch das Alu-Chassis sehr stabil und die weichen Garbehälter aus Polypropylen splittern nicht, wenn sie einmal auf die Fliesen fallen.
Leider hat auch der Russell Hobbs keinen An/Aus-Schalter und die mechanische Zeituhr des Dampfgarers kann durch Zurückstellen beschädigt werden. Um das Dämpfen vorzeitig zu beenden, muss man also den Netzstecker ziehen – elegant geht anders.
Cecotec Vapovita 3000
Der dreistufige Turm-Dampfgarer Cecotec Vapovita 3000 fasst insgesamt 9 Liter und macht in der Praxis mit bruchsicheren PP-Garbehältern und Deckel eine gute Figur. Zudem gibt es zwei Nachfüllöffnungen und eine gut sichtbare Wasserstandsanzeige. Leider entweicht durch die Nachfüllöffnungen auch Dampf, das kostet Energie. Die Materialqualität ist bruchsicher, aber nicht wertig.
Durch die ovale Form ist das Cecotec recht standsicher, es hat einen Durchmesser von 20 bis 26,5 Zentimetern. Mit 843 Watt heizt der Vapovita 3000 recht schnell auf: Keine zehn Minuten braucht es, bis oben 100 Grad erreicht sind.
H.Koenig Wëasy VEGE8
Der Wëasy Vege8 von H.Koenig sorgte mit einer nicht oder zumindest nicht vollständig funktionierenden Abschaltung für Missstimmung. Sind die 1,2 Liter verkocht, bleibt das Heizelement konstant auf 135 Grad, bis der mechanische Timer abschaltet. Eigentlich sollte das Heizelement bei Wassermangel zumindest auf eine geringe Temperatur abregeln, das hier empfinden wir als zu hoch. Der dreiteilige Turm ist von eher minderwertiger Bauart, aber er steht stabil.
Beim Aufheizen ist dieser Dampfgarer einer der langsamsten: Nach zehn Minuten waren im obersten Korb erst 54 Grad erreicht. Da nützt auch die ausführliche Anleitung nichts. Wëasy kann uns mit dem Vege8 nicht überzeugen.
Clatronic DG 3547
Der Clatronic DG 3547 punktet im Detail mit seiner Warmhalte-Funktion, hat aber Schwächen bei der Bedienung: Jeder Tastendruck wird mit einen unschönen, lauten Piepen quittiert, der Wasserstand ist schlecht von außen erkennbar und bei der Zeitwahl gibt es keine Minus-Taste. Wer übers Ziel hinaus ist, muss von vorn starten.
Der Inhalt des einen Liter fassenden Tanks wird völlig verdampft (60 Minuten), dann erst meldet der Clatronic mit einem Dauer-Piep-Intervall den Wassermangel. Sehr gut ist die Schnelligkeit: Der Milchreis ist nach 25 Minuten Garen bissfest.
Russell Hobbs Compact 26530-56
Der Russell Hobbs Compact 26530-56 ist in ganzer Länge ein Fehlgriff. Die wackelige Konstruktion stellt einen kompakten Turm dar. Die Stapelkörbe sind biegsam, von minderwertiger Qualität und nicht standsicher. Die zu kurzen Henkel am Deckel werden heiß, denn sie befinden sich ungünstig an den Seiten und nicht wie bei anderen Dampfgarern oben.
Mit der geringen Leistung von 400 Watt ist der Russell Hobbs Compact einer der langsamsten Dampfgarer in unserem Test (0,5 Liter Wasser). Nach zehn Minuten sind es im obersten Korb erst 39 Grad, nach 20 Minuten 91 Grad. Maximal werden 97 Grad im Garer erreicht. Ungünstig: Es gibt keine Auffangschale für das Kondenswasser, es landet immer wieder auf dem Heizelement, wo die Gewürze und andere Rückstände sich einbrennen. Wir raten vom Kauf ab.
Aigostar Fitfoodie 30CFO
Der Aigostar Fitfoodie 30CFO ist ein einfacher Dampfgarer aus weißem Kunststoff, der nicht besonders schnell arbeitet. 1,2 Liter Wasser passen in den Tank, das reicht für 63 Minuten Dämpfen. Leider macht sich der Fitfoodie nicht durch ein akustisches Signal bemerkbar, wenn Wasser nachgefüllt werden muss.
Durch die zwei seitlichen Nachfüllöffnungen entweicht beim Garen Dampf, außerdem könnte es hier überschwappen, wenn der Dampfgarer befüllt von rechts nach links getragen wird. Der Timer kann 60 Minuten und die Unterseite hat eine Kabelaufwicklung.
Beper BC.261
Vom Garen mit dem Beper BC.261 können wir nur abraten: Der viel zu leichte Dampfgarer hat keine Anzeige zum Wasserstand. Immerhin funktioniert die Abschaltung beim Auskochen. Die Garbehälter wirken fragil und sind dünn (PP), einen Sturz auf den Küchenboden würden die nicht überleben. Korb-Clips halten die beiden Garbehälter zusammen, schon das ist eine fummelige Angelegenheit. Der Turm muss zum Wasser-Nachfüllen angehoben werden, das geht mit den oberen Klapphenkeln ganz gut.
Der 60-Minuten-Timer hat kein Reset. Das heißt: Um zu stoppen, kann die Uhr auf Null gesetzt werden, jedoch tickt die Timer-Mechanik munter weiter. Folge: Es ist nicht möglich, eine zu lang eingestellte Garzeit zu verkürzen. Lediglich 0,45 Liter passen in den kompakten Beper BC.261, durch die winzige Heizplatte reicht das aber für ein Stunde Garen.
So haben wir getestet
Wir testen 32 Dampfgarer in einer Preisspanne von 30 bis 200 Euro. Die Auswahl umfasst kleine Modelle für geringe Portionsmengen ebenso wie größere Geräte für den Mehrpersonenhaushalt.
Alle Dampfgarer bereiten in unserem Test verschiedene Gerichte mit unterschiedlichen Zutaten zu. Zusätzlich prüfen wir die Sicherheitsfunktionen der Geräte. Dabei beobachten wir insbesondere, ob beim Befüllen und beim Abnehmen der Garbehälter Wasser auf Bedienelemente tropft. Um die Abdichtung zu überprüfen, lassen wir während des Betriebs gezielt Wasser auf die Armatur tropfen.
Bei der Bewertung der Verarbeitung legen wir Wert auf langlebige Materialien. Wir prüfen, ob die Geräte aus robustem Kunststoff oder Edelstahl gefertigt sind und ob die Oberflächen widerstandsfähig gegenüber Verfärbungen bleiben.
Für den Praxistest berücksichtigen wir die Garleistung bei verschiedenen Lebensmitteln. Dazu gehört das Garen von Kartoffeln, Gemüse und Fleisch. Beim Reistest bereiten wir in jedem Gerät 50 Gramm Natur- oder Milchreis zu und überprüfen, ob der Reis nach der angegebenen Garzeit die gewünschte Konsistenz erreicht.
Darüber hinaus bewerten wir die Bedienfreundlichkeit. Dazu zählen ein sicherer Stand, griffige Henkel oder Seitengriffe sowie eine Konstruktion, die direkten Dampfkontakt vermeidet. Der Wasserstand muss von außen gut erkennbar sein.
Abschließend prüfen wir die Reinigungseigenschaften. Sowohl die Körbe als auch die Heizelemente sollen sich einfach säubern lassen, idealerweise in der Spülmaschine. Kalkrückstände auf Heizringen entfernen wir manuell mit Essig, um die Pflegefreundlichkeit zu bewerten.
Die wichtigsten Fragen
Welcher Dampfgarer ist der beste?
Der beste Dampfgarer für die meisten ist der KeMar KFS-3000. Er ist breiter und wuchtiger als andere Modelle, dafür steht er mit seinen drei Edelstahlkörben absolut wackelfrei. Wer ohne Kunststoff dämpfen möchte, ist hier richtig, auch die als Hot Pot nutzbare Wanne besteht aus Metall. Das wertige Gerät wird durch ein übersichtliches Touch-Bedienfeld mit vier Programmen abgerundet.
Was kann ein Dampfgarer, was ein Kochtopf mit einem Dampfgar-Einsatz nicht kann?
Ein Dampfgarer hat zwei bis drei Etagen, Sie können also, ohne zu durchmischen, bis zu drei Lebensmittel garen. Alle Zutaten sind sichtbar und das Gerät hat einen eingebauten Timer und eine Abschaltung, wenn das Wasser verkocht ist (Überhitzungsschutz).
Dauert das Dampfgaren länger als Kochen im Topf?
Ja, es dauert länger, hat aber Vorteile: Wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe werden nicht aus dem Lebensmittel herausgespült. Die Temperatur am Lebensmittel überschreitet zwangsläufig 100 Grad nicht, im oberen Segment sind es 90 bis 95 Grad. Das kann schon als schonende Zubereitung gelten.
Lohnt sich ein Dampfgarer, wenn man viel Gemüse und Rohkost isst?
Wenn Sie Ihren Speiseplan durch einen höheren Anteil an gekochtem Gemüse bereichern wollen, dann lohnt sich ein Dampfgarer auch, wenn er nur zweimal die Woche läuft. Gerade als Gemüse-Fan werden Sie knackiges, bissfest gegartes Gemüse dem mitunter matschig gekochten Topf-Gemüse vorziehen!
Dauert Dampfgaren im obersten Einsatz länger?
Nein, selbst Geräte mit schwacher Leistung von 500 Watt erreichen in der obersten Etage knapp über 100 Grad Celsius. Hier wird diese Temperaturmarke aber erst später erreicht als in den unteren Ebenen. Darum sollte man das Gargut mit dem längsten Zeitbedarf unten einfüllen.


















































































































