Wenn sich zur Erntezeit die Tische unter der Last von reifem Obst und Gemüse biegen, bricht die große Zeit des Haltbarmachens an. Auf diese Weise lassen sich die Schätze aus dem eigenen Garten auch in den Wintermonaten genießen. Das Einkochen stellt dabei eine besonders traditionelle und bewährte Methode zur Konservierung von Lebensmitteln dar. Heutzutage gibt es dafür eine Vielzahl spezialisierter Einkochautomaten, von denen etliche als Zusatzfunktion auch das Erhitzen und Warmhalten von Flüssigkeiten – wie etwa Glühwein – beherrschen.
Wir haben 21 Einkochautomaten unter die Lupe genommen und im Test ihre Stärken und Schwächen ermittelt. Preislich liegen unsere Testkandidaten zwischen 70 und 240 Euro. Hier kommen unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
Bielmeier BHG 685.2

- Hohe Materialqualität
- Ablasshahn aus Edelstahl
- Timer
- Abschaltautomatik
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Keine Signaltöne
- Deckelgriff wird sehr heiß
Der Bielmeier BHG 685.2 ist dem Weck WAT 15 wie aus dem Gesicht geschnitten. Er verfügt mit seinem Emaille-Topf über die gleiche ausgezeichnete Materialqualität, bringt ein Volumen von 29 Litern, Timer und Abschaltautomatik mit. Ein Entsafteraufsatz kann optional bestellt werden. Zusätzlich ist er mit einem sehr hochwertigen Ablasshahn ausgestattet.
Kochstar WarmMaster S

- Hohe Materialqualität
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Timer
- Abschaltautomatik
Der Kochstar WarmMaster S hat eine ausgezeichnete Materialqualität, ein Fassungsvermögen von 27 Litern und kommt mit 1.800 Watt zu uns in den Einkochautomaten-Test. Der Einkochautomat hat einen gut funktionierenden Timer, eine Abschaltautomatik und ist säurebeständig beschichtet. Der Einkochautomat kann mit dem richtigen Zubehör auch entsaften – das Zubehör muss dafür aber separat erworben werden.
Weck WAT 15
Der Weck WAT 15 ist wohl der berühmteste Einkochautomat und bringt schon optisch Flair in die Küche. Darüber hinaus ist er von bester Materialqualität, hat 2.000 Watt Leistung, einen Timer, eine sehr genaue Temperatur im Bereich von 30 bis 100 Grad und ein großes Volumen von 29 Litern. Einmach-Fans finden beim Hersteller viel Zubehör, das mit dem Einkochautomaten kompatibel ist. Der Einkochautomat ist etwas kostspielig, aber eine gute Investition.
Weck WAT 25A

- Hohe Materialqualität
- Ablasshahn
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Komfortabler Timer
- Abschaltautomatik
- Teuer
Der Weck WAT 25A ist ein Einkochautomat in hervorragender Qualität. Er hat für seinen Kochbehälter aus gebürstetem Edelstahl einen Deckel aus demselben Material bekommen. Dank Ablaufhahn lässt er sich auch für Heißgetränke nutzen und wird bei Bedarf mit einem Aufsatz (nicht im Lieferumfang) zum Entsafter. Besonders komfortabel: Der Timer startet erst, wenn die Einkochtemperatur erreicht ist.
Vergleichstabelle
Bis zu 10 Produkte auswählen und direkt gegenüberstellen.

















- Hohe Materialqualität
- Ablasshahn aus Edelstahl
- Timer
- Abschaltautomatik
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Keine Signaltöne
- Deckelgriff wird sehr heiß

- Hohe Materialqualität
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Timer
- Abschaltautomatik

- Hohe Materialqualität
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Timer
- Abschaltautomatik
- Hohes Volumen
- Keine Signaltöne
- Deckelgriff wird sehr heiß

- Hohe Materialqualität
- Ablasshahn
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Komfortabler Timer
- Abschaltautomatik
- Teuer

- Timer
- Ablasshahn
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Hohe Materialqualität
- Sehr teuer

- Timer
- Ablasshahn
- Abschaltautomatik
- Deckelverriegelung
- Kleiner Einlegerost
- Sehr teuer

- Viel Volumen
- Ablasshahn
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Gute Materialqualität
- Teuer
- Kein Timer

- Timer
- Ablasshahn
- Abschaltautomatik
- Display
- Sehr einfacher Ablasshahn
- Dünne Griffe
- Material nicht gut verarbeitet

- Für große Mengen
- Timer
- Ablasshahn
- Material eher dünn

- Timer
- Ablasshahn
- Brauchte lange zum Aufheizen

- Gute Materialqualität
- Ablasshahn
- Kein Entsaften möglich
- Kein Timer
- Eher zum Warmhalten von Getränken geeignet

- Kompakt und leicht
- Ablasshahn
- Timer
- Für kleinere Mengen
- Stecker wurde warm
- Piepston sehr durchdringend

- Gute Materialqualität
- Ablasshahn
- Zapfhahn muss selbst montiert werden
- Metall sehr scharfkantig: Verletzungsgefahr
- Piept laut und lang beim Erreichen der Temperatur

- Ablasshahn
- Sehr leicht
- Piept ohrenbetäubend beim Erreichen der Temperatur
- Macht nervige Tick-Geräusche
- Kein Entsaften möglich
- Materialqualität nicht gut

- Sehr leicht
- Kein Timer
- Kein Zapfhahn
- Keine Abschaltautomatik

- Ablasshahn
- Inklusive Einmachglasheber
- und Einmachtrichter
- Kein Timer
- Kein Entsaften möglich
- Materialqualität nicht gut
Auch interessant
Alle Infos zum Thema
Wie bei Oma: Einkochautomaten im Test
Hach, Einkochen wie bei Oma! Viele erinnern sich noch nostalgisch an eine Großmutter, die einen dicken Holzlöffel schwingend in der Küche stand und Unmengen an Himbeermarmelade, Erdbeermarmelade, Apfelmus und sauren Gurken eingekocht hat. Es roch süß nach Liebe und scharf nach Essig! Auch heute ist Einkochen wieder voll im Trend. Immer mehr Leute möchten wissen, was genau in ihrem Essen ist, und bauen Gemüse an – und müssen es irgendwie haltbar machen. Eine gute Methode ist da das Einkochen.
Klar – man kann ein Glas saure Gurken, Himbeermarmelade oder eingelegte Bohnen auch im Supermarkt kaufen. Doch schmecken diese Delikatessen deutlich besser, wenn sie selbst gemacht sind. Am besten mit dem eigens gezogenen Gemüse oder geernteten Obst.

Konserven kann man selber machen, dafür benötigt man vor allem Zeit und Geduld – und einen Einkochautomaten. Ein Einkochautomat ist ein elektrisches Gerät, das speziell für das Einkochen – auch Einwecken genannt – von Lebensmitteln entwickelt wurde. Das Einwecken leitet sich von der Firma Weck ab, die seinerzeit die Weck-Gläser patentiert hatte. Ein Einkochautomat verwendet Wärme, um Lebensmittel in luftdichten Behältern zu konservieren, wodurch sie über einen längeren Zeitraum haltbar gemacht werden, ohne dass Nährstoffe oder Geschmack verloren gehen.
Wie funktioniert ein Einkochautomat?
Das grundlegende Prinzip eines Einkochautomaten basiert auf dem Erhitzen von Lebensmitteln auf eine bestimmte Temperatur, um Bakterien und Mikroorganismen abzutöten und deren Wachstum zu verhindern. Die Gläser mit den Lebensmitteln werden in den Einweckautomaten gestellt, der mit Wasser gefüllt ist. Dieses Wasser wird auf eine konstante Temperatur erhitzt – normalerweise um die 100 Grad Celsius –, wodurch die Lebensmittel sterilisiert werden und ein Vakuum im Glas erzeugt wird, das die Haltbarkeit verlängert.
Wikipedia schreibt dazu:
Das zu konservierende Gut wird erhitzt oder gekocht und heiß abgefüllt oder es werden fertig abgefüllte Flaschen oder Gläser in Wasser eingestellt, erhitzt oder gekocht. Die Deckel funktionieren dabei wie Ventile und schließen das Glas beim Abkühlen durch Unterdruck luftdicht ab. Dadurch können keine Bakterien oder Pilzsporen mehr hineingelangen, wenn deren maximale Überlebenstemperatur unterschritten wird.
Was kann man alles mit einem Einkochautomaten einkochen?
Es gibt fast nichts, das man nicht einkochen kann – man muss nur wissen, wie. Eine Vielzahl von Lebensmitteln wie Obst, Beeren, Gemüse, Marmelade, Chutneys, Fleisch, Fisch, Suppen und sogar ganze vorgekochte Mahlzeiten können eingekocht werden. So kann man Vorräte anlegen und saisonales Obst und Gemüse das ganze Jahr genießen.
Wie lange kocht man welches Lebensmittel ein, damit es haltbar ist?
Die Einkochzeiten variieren je nach Art der Lebensmittel:
- Obst und säurehaltige Lebensmittel wie Tomaten benötigen in der Regel bei 95 Grad 20 bis 30 Minuten.
- Fleisch und Fisch erfordern eine längere Einkochzeit und höhere Temperaturen. Hier wird eine Temperatur von 121 Grad benötigt, die mit einem Einkochautomaten nicht erreicht werden kann. Auch im Ofen, wie viele glauben, ist das Erreichen dieser Temperatur nicht möglich. Nur spezielle Hochdruck-Einkochautomaten können eine Temperatur von über 121 Grad erreichen. Es ist wichtig, sich daran zu halten, da sonst eine lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung – der Botulismus – droht. Bei Fleisch und anderen eiweißhaltigen, basischen Lebensmitteln kann ein Schnellkochtopf verwendet werden, da er 121 Grad erreichen kann.
- Gemüse muss teilweise bis zu einer Stunde eingekocht werden – je nachdem, wie der pH-Wert des Einkochguts ist.
Einkochautomat oder doch eher Heißgetränk- und Glühweinkocher?
Lebensmittel sind noch lange nicht alles, was in den Einkochautomaten passt. Auch für Heißgetränke wie Glühwein ist das Gerät oft und gerne im Einsatz. Einkochautomaten sieht man nämlich öfter, als man im ersten Moment annimmt. Spätestens dann, wenn man über den Weihnachtsmarkt spaziert und sich einmal ansieht, wo denn der Glühwein oder der Punsch eigentlich herkommt. Praktischerweise haben ja einige Einkochautomaten – eben mitunter als Glühweinkocher bekannt – auch einen Zapfhahn.
Glühwein, Punsch und mehr
Was hier allerdings nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist, dass die Temperatur eine enorme Rolle spielt, wenn man den Einkochautomaten als Heißgetränkekocher verwendet – vor allem, wenn es um Glühwein geht. Wenn dieser nämlich auf mehr als 78 Grad erhitzt wird, entweicht der Alkohol. Die ideale Temperatur zum Glühweinkochen liegt bei rund 73 bis 75 Grad. Dementsprechend ist ein Gerät mit Temperatureinstellung unabdingbar, wenn es als Glühweinkocher verwendet wird.
Ein weiterer Vorteil hierbei ist, dass größere Mengen eines Heißgetränks vorbereitet werden können, sodass dann auch jeder gleich ein Gläschen abbekommt. Zudem besitzen die Geräte eine Warmhaltefunktion, was nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, sondern auch zu Hause mit Familie und Freunden sehr hilfreich sein kann. So muss nicht immer jemand in der Küche stehen und neuen Glühwein kochen, sondern kann sich einfach am Gerät bedienen.
Wie kann man Lebensmittel noch haltbar machen?
Erntezeit ist Einmachzeit – so kann man Lebensmittel aus dem Garten auch haltbar machen:
Trocknen im Dörrautomat: Das Entziehen von Feuchtigkeit aus Lebensmitteln verhindert das Wachstum von Mikroorganismen und Enzymen. Trockenfrüchte, Kräuter, Fleisch (wie Beef Jerky) und sogar einige Gemüsesorten können durch Lufttrocknen, Verwendung eines Dörrgeräts oder Backofens haltbar gemacht werden.
Einfrieren im Tiefkühlschrank: Einfrieren ist eine der einfachsten Methoden, um Lebensmittel haltbar zu machen. Fast alle Lebensmittel – von frischen Früchten und Gemüsen bis hin zu Brot, Fleisch und vorbereiteten Mahlzeiten – können eingefroren werden. Allerdings ist es wichtig, Lebensmittel richtig zu verpacken, um Gefrierbrand zu verhindern und den Geschmack zu erhalten.
Einlegen: Durch das Einlegen in Essig oder eine Salzwasserlösung (Lake) werden Lebensmittel sauer oder salzig gemacht, was das Wachstum von Mikroben hemmt. Gurken, Zwiebeln, Eier und viele andere Lebensmittel können durch Einlegen haltbar gemacht werden.
Fermentieren fördert Geschmack und Gesundheit
Fermentieren: Bei der Fermentation werden Lebensmittel durch Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze verändert, was nicht nur zur Konservierung beiträgt, sondern auch den Geschmack verbessert und die Verdauungsgesundheit fördern kann. Beispiele sind Sauerkraut, Kimchi, Joghurt, Kefir und fermentierte Milchprodukte.
Salzen: Ähnlich wie beim Einlegen konserviert Salzen Lebensmittel durch das Entziehen von Feuchtigkeit, was das mikrobielle Wachstum hemmt. Es wird häufig bei Fleisch und Fisch angewendet (wie luftgetrockneter Schinken oder gesalzener Fisch).
Zuckern: Zuckern ist eine Methode, die vor allem bei Früchten angewendet wird. Durch das Kombinieren von Früchten mit Zucker wird die Feuchtigkeit gebunden und Mikroorganismen wird das Wachstum erschwert. Dies wird oft bei Fruchtkompotten oder kandierten Früchten angewendet.
Vakuumieren: Durch das Entfernen der Luft aus der Verpackung und das Versiegeln der Lebensmittel in einem luftdichten Beutel wird das Wachstum von Bakterien und Schimmel verlangsamt. Vakuumverpackte Lebensmittel können dann gekühlt, eingefroren oder trocken gelagert werden. Dafür benötigt man einen Vakuumierer.
Was ist Botulismus und wie kann man das beim Einkochen verhindern?
Botulismus ist eine ernste Lebensmittelvergiftung, die durch das Botulinumtoxin (kurz Botox) verursacht wird, das von dem Bakterium Clostridium botulinum produziert wird. Diese Bakterien können in unsachgemäß konservierten Lebensmitteln, insbesondere in hausgemachten Konserven, überleben und gedeihen. Die Erkrankung kann zu schweren neurologischen Symptomen und unbehandelt in 70 Prozent der Fälle zum Tod führen. Wird sie rechtzeitig erkannt und behandelt, liegt die Sterblichkeitsrate zwischen 10 und 15 Prozent. Zum Glück ist Botulismus inzwischen sehr selten und lässt sich beispielsweise durch richtiges Einkochen verhindern:
Säuregehalt: Clostridium botulinum gedeiht in einem niedrigen Säuremilieu. Daher ist es wichtig, den Säuregehalt in den Lebensmitteln, die Sie konservieren möchten, zu erhöhen. Bei Lebensmitteln mit niedrigem Säuregehalt, wie den meisten Gemüsesorten, Fleisch oder Fisch, sollten Sie einen Druckeinkochtopf verwenden, der 121 Grad erreicht, um das Bakterium abzutöten. Bei säurehaltigen Lebensmitteln wie den meisten Obstsorten und Rezepturen, die genügend Säure enthalten (pH unter 4,6), ist das Wasserbad-Einkochen ausreichend.
121 Grad sind ausreichend, um Clostridium botulinum abzutöten
Korrektes Erhitzen: Ein Druck-Einkochtopf ist bei der Konservierung von Lebensmitteln mit niedrigem Säuregehalt ein Muss. Das Bakterium und seine Sporen können bei Temperaturen überleben, die durch normales Kochen oder Wasserbad-Einkochen erreicht werden. Nur die Temperaturen, die durch das Einkochen unter Druck erreicht werden (etwa 121 Grad oder höher), sind ausreichend, um Clostridium botulinum abzutöten.
Sauberkeit: Alle Gerätschaften wie Gläser, Deckel, Einkochtopf sowie die Arbeitsflächen sollten immer gründlich gereinigt und sterilisiert sein. Das kann das Überleben von schädlichen Bakterien verhindern.
Richtige Versiegelung: Eine ordnungsgemäße Versiegelung der Einmachgläser verhindert das Eindringen von Luft und Bakterien in die Lebensmittel. Die Ränder müssen vollständig sauber sein.
Richtlinien und Rezepte: Die korrekte Zeit und Temperatur für das jeweilige Einkochgut sind unterschiedlich, daher ist es wichtig, Anweisungen zu folgen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und sicherheitsgeprüften Methoden basieren.
Kühlung: Nach dem Öffnen sollten eingekochte Lebensmittel im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb eines angemessenen Zeitraums verzehrt werden.
Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, erhitzt eingekochte Lebensmittel nach dem Öffnen erneut für 10 Minuten auf 100 Grad – dann ist jeder Keim endgültig tot.
Wie kocht man am besten mit einem Einkochautomaten ein?
Wenn neue, frische Weckgläser oder neue Gummiringe verwendet werden sollen, diese zu Beginn mit heißem Wasser abspülen oder in der Spülmaschine bei höchster Temperatur durchlaufen lassen. Gläser und Deckel am besten sterilisieren, das geht auch ganz wunderbar im Einkochautomaten oder in einem großen Topf.
Beim Einkochen sind Qualität und Sauberkeit Trumpf! Daher immer nur die besten Früchte oder Gemüse nehmen und gründlich waschen – und bei Bedarf gründlich schälen. Hier eine Anleitung zum Einkochen:
- Sobald das Einkochgut vorbereitet wurde, sollte es in das Weckglas gefüllt werden, und zwar noch kochend heiß. Dabei immer etwas Luft von etwa zwei Zentimetern zum Rand lassen. Nur so kann das wichtige Vakuum entstehen.
- Bei einem Weckglas nun das Gummi auflegen und die Klammern exakt gegenüber voneinander anbringen. Bei einem Twist-off-Glas den Deckel einfach draufschrauben und nicht umdrehen.
- Dann geht’s ab in den Einkochautomaten: die Gläser auf das Gitter im Einweckautomaten stellen.
- Nun wird das Wasser eingefüllt – und zwar so viel, dass die obersten Gläser mindestens bis zu drei Viertel im Wasser stehen. Die Gläser können dabei problemlos gestapelt werden. Die unteren Lagen sind dann unter Wasser. Wichtig ist auch, dass das Wasser unbedingt die gleiche Temperatur haben sollte wie das Glas, das hineingestellt wird.
- Wer einen Einkochautomaten mit Timer hat, stellt nun die gewünschte Temperatur und dann den Timer ein. Die Einkochzeit beginnt, sobald die Einkochtemperatur erreicht ist. Wer keinen Timer am Einkochautomaten hat, stellt sich einen Timer oder eine Eieruhr, sobald die Einkochtemperatur erreicht ist.
Unser Favorit
Bielmeier BHG 685.2

- Hohe Materialqualität
- Ablasshahn aus Edelstahl
- Timer
- Abschaltautomatik
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Keine Signaltöne
- Deckelgriff wird sehr heiß
Der Bielmeier BHG 685.2 macht einen sehr robusten Eindruck, den er mit seinem Gewicht von 6,3 Kilogramm unterstreicht, sieht dabei aber trotzdem sehr ansprechend aus. Und er kommt uns bekannt vor: Stellt man ihn neben den Weck WAT 15, zeigt sich, dass beide identisch sind – fast. Natürlich unterscheiden sie sich bei den Aufdrucken – und im Gegensatz zum Weck hat der Bielmeier einen Ablaufhahn.
Emaille für gute Wärmeverteilung
Der Einkochautomat Bielmeier BHG 685.2 kommt im weißen Emaille-Kleid, das der Hersteller als kratzfest, lebensmittelecht, robust und pflegeleicht beschreibt. Rein optisch hat Emaille schon den Vorteil, dass nicht jeder Fingerabdruck sofort darauf sichtbar ist. Außerdem ist hochwertig gefertigte Emaille sehr hitzebeständig und leitet dank des Metallkerns im Inneren die Wärme gut und gleichmäßig auch an die Seiten.
Emaille-Töpfe werden gern zum Schmoren und langsamen Garen eingesetzt, weil sie die Wärme lange halten und dadurch konstante Temperaturen erreichen – genau das, was beim Einkochen ebenfalls vorteilhaft ist. Materialqualität und Verarbeitung des Bielmeier sind überaus hochwertig.
Der Deckel aus relativ dünnem Kunststoff passt nicht ganz in das gute Erscheinungsbild. Die Griffe hingegen machen einen robusten Eindruck, mit denen man keine Sorge hat, auch den gefüllten Automaten hochzuheben. Für den sehr stabilen Stand sorgen sechs Kunststofffüße in Verbindung mit dem Bedienfeld, das als weiterer Fuß dient. Mit 135 Zentimetern hat das Kabel eine gute Länge, die bei der Aufstellung einiges an Flexibilität erlaubt. 14 Gläser à 1 Liter nimmt er in zwei Lagen auf. Sein Volumen gibt der Hersteller mit 29 Litern an.
Am linken Drehregler stellen wir die gewünschte Temperatur ein und kontrollieren, ob der Kippschalter auf »Einschalten« steht. Die Einstellung »Dauerbetrieb« ist für das Erwärmen und Warmhalten gedacht. Sobald wir am rechten Drehregler die Zeit wählen, beginnt die Kontrollleuchte zu leuchten und der Aufwärmvorgang beginnt.
Gleichmäßige Temperatur ohne Schwankungen
Ein Display findet sich am Bedienfeld des Bielmeier BHG 685.2 nicht, was wir aber nicht als Nachteil sehen, denn die gewählte Temperatur und die verbleibende Zeit lassen sich genauso gut an den Drehreglern ablesen. Die zusätzliche Info über die aktuelle Temperatur halten wir für das Einkochen nicht für entscheidend.
Wichtiger ist da schon die Tatsache, dass die Zeit erst zu laufen beginnt, wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist. Diesen Zeitpunkt zeigt der Bielmeier im Gegensatz zu einigen anderen Geräten nicht durch einen Signalton an. Dies ist ebenfalls für den Einkochvorgang nicht entscheidend, sondern lediglich für den Test.
Denn wir passen diesen Zeitpunkt ab und messen per Infrarotthermometer, ob die eingestellte Temperatur tatsächlich erreicht wird. Dies ist der Fall, und so lassen wir den Bielmeier seine Arbeit tun. Alle Zwischenmessungen bestätigen, dass er die Temperatur bis zum Ende des Einkochvorgangs ohne große Schwankungen hält.
Das Ende des Einkochvorgangs signalisiert der BHG 685.2 lediglich durch ein Knacken beim Abschalten und das Erlöschen der Kontrollleuchte. Besonders wenn man mehrere Durchläufe machen und die Einkochzeit für andere Tätigkeiten nutzen möchte, wäre es schöner, einen Signalton zu haben, den man beispielsweise auch aus dem Nebenzimmer hört.
Beim Abheben des Deckels erleben wir eine unangenehme Überraschung, denn dessen Griff ist richtig heiß. Bei näherer Betrachtung ist das nicht verwunderlich, denn er ist einfach nur eine hohle Ausstülpung im Deckel. Hier ist also Vorsicht beim Hantieren geboten. Die Griffe hingegen sind sehr gut isoliert und bleiben angenehm auf Zimmertemperatur, ohne sich zu erwärmen.
Alle eingekochten Gläser bestehen den Vakuumtest: Die Einmachgläser lassen sich nach Entfernen der Klammern am Deckel heben und die Deckel der Schraubgläser sinken nach innen, sodass sie beim Öffnen den typischen »Knack« von sich geben.
Nun zeigt sich, dass der Ablaufhahn für mehr als nur für das Zapfen von Glühwein nützlich ist. Nachdem wir alles eingekocht haben, nutzen wir den Hahn, um das Wasser abzulassen. Es ist eine große Erleichterung, nicht mit dem vollen Einkochautomaten hantieren zu müssen, um das Wasser auszuschütten. Auch der Hahn selbst verdient einige Worte.
Er ist ein tolles, stabiles Teil aus Edelstahl – der beste, den wir bisher im Test gesehen haben. Neben der hochwertigen, massiven Qualität gefällt uns besonders, dass wir ihn nicht festhalten müssen, um das Wasser abzulassen. Der kunststoffummantelte und damit hitzeisolierte Griff bleibt in der Offen- oder Geschlossenstellung, wie man ihn einstellt.
Nachteile?
Manche empfinden laute Signaltöne am Ende des Einkochvorgangs als lästig. Wir finden es praktisch, den Einkochautomaten nicht im Auge behalten zu müssen, um das Ende des Einkochvorgangs abzupassen, und würden uns deshalb für den Bielmeier BHG 685.2 einen Signalton wünschen. Dass der Griff am Deckel heiß wird, finden wir für ein Gerät dieser (Preis-)Klasse etwas schade.
Fazit
Der Bielmeier BHG 685.2 ist bestens für seine Aufgabe gerüstet. Beim Einkochen hält er die Temperatur gleichmäßig, Timer und Abschaltautomatik sorgen für entspanntes Arbeiten, ebenso wie der Überhitzungsschutz. Dank Ablaufhahn aus Edelstahl und der Funktion »Dauerbetrieb« können Sie ihn auch für das Erhitzen und Warmhalten von Flüssigkeiten einsetzen. Zusätzlich lässt er sich mit einem als Zubehör erhältlichen Aufsatz zum Entsafter erweitern.
Bielmeier BHG 685.2 im Testspiegel
Bislang gibt es keine weiteren seriösen Tests von unserem Testsieger. Auch Stiftung Warentest und Ökotest haben noch keine Einkochautomaten getestet. Sollte sich das ändern, tragen wir die Testergebnisse für Sie nach.
Weitere Empfehlungen
Kochstar WarmMaster S

- Hohe Materialqualität
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Timer
- Abschaltautomatik
Der Kochstar WarmMaster S ist die Timer-Variante des Kochstar WarmMaster Basic. Die Materialqualität ist auch hier sehr gut. Der 27-Liter-Topf ist sorgfältig in einen Schmuckkarton verpackt. Eine Bedienungsanleitung liegt bei, die auch Einkochzeiten und Tabellen zu unterschiedlichen Lebensmitteln enthält, was sehr praktisch ist. Auch dieser Einkochautomat hat eine Leistung von 1.800 Watt.
Der Temperaturbereich liegt zwischen 30 und 100 Grad Celsius. Somit ist auch das Glühweinkochen also kein Problem. Wer Saft herstellen möchte, kann zusätzlich einen Kombi-Saftgewinner dazu kaufen. Wir finden es toll, dass die Firma Kochstar viel Zubehör anbietet und somit den Einkochautomaten zu einem praktischen Allrounder in der Küche macht.
Der Timer ist wunderbar leise und tickt nicht permanent. Insgesamt ist der Einkochautomat schön leise. Lediglich ein leises Rauschen vom sich erhitzenden Wasser kann man wahrnehmen. Der WarmMaster S macht seinen Job sehr diskret.
Die genaue Temperatur wird erreicht und auch gehalten. Beim Erreichen der eingestellten Einkochzeit geht der Einkochautomat von allein aus. Es fällt uns auf, dass der Automat zu Beginn etwas stinkt, aber das ist fast bei allen Einkochautomaten der Fall.
Die Reinigung läuft auch sehr einfach ab – so einfach es eben ist, einen Einkochautomaten zu reinigen. Die schöne Beschichtung hilft dabei, dass sich der WarmMaster S gut auswischen und trocknen lässt. Auch das gewünschte Vakuum wird bei allen Gläsern erreicht. Nichts läuft aus und es wird kein Wasser gezogen – wir sind sehr zufrieden.
Der Kochstar WarmMaster S ist ein hervorragender Einkochautomat, der mit dem vielen Zubehör, das man zusätzlich erwerben kann, ein Küchengerät fürs Leben ist. Fürs Einkochen und Saft herstellen und Sterilisieren von Gläsern und Zubehör ist der Kochstar WarmMaster S bestens geeignet.
Weck WAT 15
Wer es nostalgisch mag und ein Gerät fürs Leben sucht, hat mit dem Weck WAT 15 die richtige Wahl getroffen. Die Firma Weck hat dem Einkochen den Namen gegeben, was nicht nur vertrauensbildend wirkt, sondern auch zu allerhand ausgeklügelten Geräten und Zubehör rund ums Thema Einkochen führte.
Mit Überhitzungsschutz und Präzisionsthermostat
Mit seiner robusten 2-Schicht-Emaillierung in zeitlosem Creme-Weiß hält er nicht nur einiges aus, sondern macht auch optisch was her. Laut Hersteller ist die Temperatur dank des Präzisionsthermostats sehr genau steuerbar, was die Sicherheit beim Einkochen oder beim Kochen von Glühwein gewährleistet. Auch ein Überhitzen kann laut Hersteller nicht vorkommen, denn dagegen wurde ein Überhitzungsschutz eingebaut, der den Einweckautomaten automatisch ausschaltet, sobald es zu heiß wird. Mit einer Stromzufuhr von 230 Volt und 2.000 Watt bringt der Einkochautomat ordentlich Power in die Küche.
Dank der Entsafter-Schaltung kann mit dem Weck WAT 15 auch Apfelsaft, Quittensaft, Kirschsaft, Johannisbeersaft und Co. hergestellt werden. Entweder zum Trinken oder zur Weiterverarbeitung in Gelees. Dafür muss allerdings noch ein spezieller Aufsatz gekauft werden, der nicht im Lieferumfang enthalten ist. Der Aufsatz schlägt mit etwa 50 bis 60 Euro zu Buche – je nachdem, wo man kauft.
Auch nicht im Lieferumfang enthalten sind die Gläser, die Greifzange, die man benötigt, um die fertig eingeweckten Gläser aus dem heißen Wasser zu heben, und der Einfülltrichter. Den braucht man, um das Einmachgut sauber in die Weckgläser zu füllen, sodass ein perfektes Vakuum entstehen kann. Einkochen ist also ein Hobby, das erst einmal etwas ins Geld geht, sich auf lange Sicht aber rechnet, wenn man die Preise von Lebensmitteln im Supermarkt bedenkt.
Praktische Zeitschaltuhr an Bord
Der Einkochautomat hat eine praktische Zeitschaltuhr, sodass man das Einkochverfahren perfekt timen kann. Der Durchmesser des Einkochautomaten liegt bei 35 Zentimetern. Er hat ein Fassungsvermögen von 29 Litern – das entspricht laut Hersteller 14 Gläsern à 1 Liter. Natürlich kann man mehr Gläser einkochen, je kleiner sie sind.
Für unseren Einkochautomaten-Test prüften wir erst einmal die Standhaftigkeit des robusten Weck-Einkochautomaten. Er hat einen sehr soliden Stand, was wichtig ist, wenn man bedenkt, dass er mit fast 30 Litern heißem Wasser gefüllt wird. Unser in verschieden große und verschiedenartige Gläser gefülltes Einkochgut stellten wir in den Einkochautomaten auf das Einlegerost und kippten so viel Wasser hinein, dass das höchste Glas zu drei Vierteln im Wasser stand. Die unteren Gläser standen so unter Wasser. Das Wasser hatte dabei die Temperatur der Gläser, um ein perfektes Einkochen zu ermöglichen. Erst jetzt steckten wir den Stecker in die Steckdose, da der Hersteller darauf hinweist, dass der Einkochautomat keinesfalls trocken aufgeheizt werden darf. Das Gerät kann davon überhitzen und kaputtgehen.
Wir schlossen den Topf mit dem großen Deckel und stellten die richtige Temperatur am Rad ein. Dann stellten wir noch die Zeit ein und lehnten uns zurück. Sobald die richtige Einkochtemperatur erreicht war, maßen wir mit unserem Präzisionsthermometer die Temperatur. Die Abweichung war minimal schwankend, sodass man sie vernachlässigen konnte.
Nach Ablauf der Zeit zogen wir den Netzstecker, nahmen mit der Glashebezange (nicht im Lieferumfang enthalten) die heißen Gläser aus dem Einkochautomaten, stellten sie auf ein Handtuch und ließen sie vollständig auskühlen.
Dann ging es an den entscheidenden Faktor: Haben die Gläser ein Vakuum gebildet? Dafür lösten wir nach 24 Stunden die Klammern der Weckgläser, zogen ganz behutsam am Gummi und hoben das Glas am Deckel hoch: Es hielt! Ein Vakuum hatte sich gebildet und der Inhalt war haltbar gemacht. Bei den Twist-off-Gläsern ist die Mitte des Deckels schön nach innen gesunken, was ein klares Zeichen für ein Vakuum ist.
Nachdem das Wasser abgekühlt war, schütteten wir es einfach ins Waschbecken und wuschen den Einkochautomaten von innen einmal mit einem Handtuch aus. Das war es dann schon mit der Reinigung.
Beim Einkochen – insofern nichts ausläuft oder anderweitig schiefgeht – muss man den Einkochautomaten nicht groß reinigen. Schließlich wird nur Wasser erhitzt. Beim Entsaften oder wenn man Getränke darin warmhalten möchte, ist das etwas anderes. Alle Einkochautomaten sind groß, schwer und klobig. Die Reinigung ist bei allen gleich unhandlich. Da muss man einfach durch. Man darf die Geräte übrigens niemals ganz in Wasser tauchen!
Wer mit einem Einkochautomaten Getränke warmhalten möchte, dem fehlt hier der Zapfhahn. Sonst hat der Weck WAT 15 keinerlei Nachteile. Außer, dass er nicht ganz billig ist – aber er ist bei Weitem nicht der teuerste auf dem Markt.
Bei dem Einkochautomaten ist kein Zubehör dabei. Wer also entsaften will und Gläser, Gummiringe, Twist-off-Gläser, Einfülltrichter und eine Glashebezange benötigt, muss sich die noch extra besorgen.
Weck WAT 25A

- Hohe Materialqualität
- Ablasshahn
- Kann mit Entsafter-Aufsatz entsaften
- Komfortabler Timer
- Abschaltautomatik
- Teuer
Weck hat den WAT 25A überarbeitet. Außer dem Kochbehälter selbst ist jetzt auch der Deckel aus gebürstetem Edelstahl, was sein Erscheinungsbild rundum elegant und professionell erscheinen lässt.
Hervorragende Materialqualität
Die Materialqualität ist an allen Stellen ausgezeichnet. Dies macht sich auch am Ablasshahn (dafür steht das A im Namen) bemerkbar, der einen stabilen Eindruck macht, sodass man nicht das Gefühl hat, die Klappe oder den Hahn abzubrechen, wenn es mal etwas hektischer zugeht. Dass das Gerät einen Hahn hat, weist schon darauf hin, dass der Einkochautomat auch zum Erwärmen und Warmhalten von Getränken geeignet ist.
Wie bei den Weck-Geräten üblich, kann auch der WAT 25A durch den Kauf des »Weck-Saftgewinners« zusätzlich zum Entsaften genutzt werden und wird damit zum echten Allrounder. Am stufenlos einstellbaren Temperaturregler findet sich deshalb auch die Einstellung »Entsaften«.
In seinem 30-Liter-Volumen nimmt der Automat bis zu 14 Gläser à 1 Liter auf – bei kleineren Gläsern werden es natürlich mehr. Damit kann man seine Vorräte in einem Kochvorgang aufstocken und hat so immer Tomatensoße, Apfelmus oder Gemüse zur Hand, wenn man sie braucht.
Wichtig bei einem so großen Gerät, das auch noch heiß wird, ist der sichere Stand. Der Weck WAT 25A hat dafür sechs Kunststofffüße, auf denen er stabil steht, und zwischen denen das Kabel bequem von der Unterseite zur Steckdose geführt wird.
Der Weck WAT 25A verfügt über einen Timer, eine Abschaltautomatik und einen Überhitzungsschutz, wie man es von einem Gerät dieser Klasse erwarten kann. Auch die Kontrollleuchte fehlt natürlich nicht. Anders als bei einigen anderen Geräten leuchtet die Kontrolllampe während des gesamten Einkochvorgangs durchgehend.
Zum Praxistest stellen wir die Gläser auf den Kunststoffrost und füllen, wie in der Bedienungsanleitung angegeben, so viel Wasser ein, dass das oberste Glas zu drei Vierteln bedeckt ist. Dadurch stehen die unteren Gläser unter Wasser, was aber für den Einkochvorgang kein Problem ist. Bereits jetzt sollten sie so gut verschlossen sein, dass sie dicht sind und kein Wasser eindringt.
Dann legen wir den Deckel auf und stecken den Stecker ein. Hier ist es wichtig, darauf zu achten, das Kabel so zu legen, dass es während des Kochvorgangs nicht mit dem Metall des Geräts in Berührung kommt.
Den Kippschalter am Bedienfeld stellen wir auf die Einstellung »0 – 120 Min.«, da wir mit dem Timer arbeiten wollen. Die andere Einstellung »Dauerbetrieb« ist für das Erhitzen und Warmhalten von Getränken gedacht.
Komfortabler Timer
Wir wählen die benötigte Temperatur und stellen anschließend die Kochzeit am Timer ein. Und dann brauchen wir uns die nächste Zeit nicht mehr um das Gerät zu kümmern: Der Timer beginnt vollautomatisch erst dann zu laufen, wenn die Kochzeit erreicht ist, ohne dass wir den Moment abpassen und den Timer selbst starten müssen. Sehr komfortabel!
Die Messung ergab, dass der WAT 25A die eingestellte Temperatur erreicht und bis zum Ende des Kochvorgangs hält. Die Griffe hingegen wurden während der ganzen Zeit nicht heiß.
Der einzige Wermutstropfen: Nach dem Ende der Kochzeit erlischt die Kontrollleuchte wörtlich ohne einen Pieps. Hier ist dann doch etwas Aufmerksamkeit gefragt, damit man das Einkochgut rechtzeitig aus dem Behälter nehmen kann. Das Gerät schaltet zwar automatisch ab, aber wir möchten unser Einkochgut nicht noch länger im immer noch heißen Wasser stehen lassen. Alle Gläser waren am Schluss vakuumverschlossen, also auch hier: Pflicht erfüllt!
Der Weck WAT 25A macht in allen Bereichen eine sehr gute Figur. Er hat eine hervorragende Qualität und richtet sich an Menschen, die häufig größere Mengen verarbeiten. Auch in einem Gastronomiebetrieb ist er am richtigen Platz. Wer den Bedarf hat und bereit ist, für die gebotene Qualität einen etwas höheren Betrag zu zahlen, sollte sich diesen Einkochautomaten vielleicht einmal anschauen.
Außerdem getestet
Rommelsbacher KA 2004/E
Der Rommelsbacher KA 2004/E hat 1.800 Watt. Mehr Power bedeutet eine schnellere Aufheizzeit, was von Vorteil ist, wenn man große Mengen Einkochgut hat. Der Einkochautomat sieht aus, als würde er in einer Großküche gut unterkommen: Gebürsteter, hochwertiger Edelstahl, sehr schwer dank gutem Stand, alle Teile sind von bester Qualität. Wir sehen den Einkochautomaten auf einem Buffet in einem Hotel, einer Tagung, einer großen Veranstaltung. Ein Gerät, wie es Profis benutzen, da sie wissen: Der hält für immer.
Mit seiner 120-Minuten-Zeitschaltuhr und einer speziellen Dauerbetriebsstufe kann man den Einkochautomaten optimal zum Getränkewarmhalten verwenden. Dank des Zapfhahns kann man Glühwein, Tee, Kaffee und Co. ganz einfach und sauber abzapfen. Aber: Wir testen die Einkochautomaten nur auf ihre Funktion als Einkochautomat. Somit ist diese Funktion zwar ein Bonus, fließt aber nur gering in unsere Bewertung ein.
Wir betrachten also die Faktoren, die zum Einmachen von Apfelmus, Tomatensoße, sauren Gurken und Co. relevant sind. Das Fassungsvermögen von 27 Litern bietet Platz für etwa 14 Gläser à 1 Liter.
Durch die stufenlose Temperaturregelung des Rommelsbacher KA 2004/E und die praktische Entsafter-Schaltung ist der Einkochautomat sehr gut zum Einkochen aller Lebensmittel und Getränke, wie auch Glühwein, geeignet und gleichzeitig auch zum Entsaften und zum Warmhalten. Laut Hersteller sorgt der integrierte Präzisionsthermostat für eine konstante und exakte Temperatur, was besonders beim Einkochen notwendig ist.
Gut ist auch der Überhitzungsschutz. Sollte der Einkochtopf also leerlaufen, schaltet er sich automatisch ab, sodass keine Gefahr für einen Brand entsteht. Die Kontrolllampe ist praktisch, da sie immer anzeigt, wann eine spezifische Temperatur erreicht ist.
Das Kabel lässt sich einfach aufrollen und im Boden des Gerätes verstecken. Diese Möglichkeit bieten allerdings fast alle von uns getesteten Geräte.
Im Lieferumfang sind keine weiteren Zubehörteile außer des Einlegerosts enthalten. Wer also einkochen oder entsaften will, der muss sich Gläser, Zange, Trichter und Co. noch besorgen.
Im Test steckten wir den Stecker in die Steckdose, stellten unsere Gläser in den Rommelsbacher KA 2004/E, füllten den Einkochtopf mit so viel Wasser, dass das höchste Glas zu drei Vierteln mit Wasser bedeckt war, und schalteten die gewünschte Temperatur und die Zeit ein. Das ging alles denkbar leicht. Die Temperatur wurde erreicht und erst dann begann die Einkochzeit.
Dann maßen wir, ob die eingestellte Temperatur stimmte. Auch hier deckte sich die Temperatur mit unseren Messergebnissen, was beim Thema Einkochen von großer Bedeutung ist. Wird die Zieltemperatur nicht erreicht oder gehalten, kann es sein, dass das Einkochgut weniger lange haltbar ist und verdirbt. Ein guter Einkochautomat muss die Temperatur erreichen und halten!
Als die Einkochzeit erreicht war, zogen wir den Netzstecker und hoben die heißen Gläser mit Glashebezange aus dem Topf und stellten sie auf ein Handtuch. Wir ließen das Wasser im Einkochautomaten abkühlen und schütteten es dann ins Waschbecken und wuschen den Einkochtopf aus. Da nichts ausgelaufen war, brauchte man hier nichts weiter zu reinigen. Die Reinigung war wie bei allen Einkochautomaten denkbar unhandlich, aber machbar.
Als die Gläser vollständig ausgekühlt waren (24 Stunden), machten wir den Vakuum-Test. Auch hier haben alle Gläser ein Vakuum gebildet – hurra!
Somit ist der Rommelsbacher KA 2004/E aufgrund seiner hochwertigen Materialqualität, des Timers, des Überhitzungsschutzes und der Möglichkeit, Zubehör für das Entsaften kaufen zu können, eine Empfehlung für alle, die das Thema Einkochen, Entsaften und vielleicht auch Warmhalten sehr ernst meinen. Denn der Einkochautomat ist kostspielig und hat nicht mal Zubehör dabei. Dafür bekommt man einen Einkochautomaten von allerbester Qualität.
Klarstein KonfiStar 40 Digital
Der Klarstein KonfiStar 40 Digital beeindruckt zunächst durch seine schiere Größe. Er hat ein Volumen von 40 Litern, wovon 34,5 Liter als »Nutzvolumen« angegeben werden, also die Menge Flüssigkeit, die er bei einer Füllung bis zur Maximalmarkierung aufnimmt. Sowohl der Topf als auch der Deckel sind aus Edelstahl. Bei Letzterem hat uns besonders gefallen, dass er einen einfachen Deckelverschluss hat, der dafür sorgt, dass der Deckel da bleibt, wo er hingehört.
Leider hat der Einlegerost einen deutlich geringeren Durchmesser als der Topf, sodass er im Endeffekt pro Lage sieben Einmachgläser à ein Liter aufnehmen kann – genauso viel wie die Geräte mit geringerem Volumen. Zwei Lagen 1-Liter-Gläser passen hinein. Eine dritte Lage mit kleineren Gläsern wird dadurch schwierig, dass wegen des kleinen Rosts zum Rand hin sehr viel Platz bleibt, die Gläser also sehr viel Bewegungsfreiheit haben.
Dank seiner 2.500 Watt Leistungsaufnahme erhitzt er trotz der erforderlichen größeren Menge das Wasser genauso schnell wie die kleineren Einkochautomaten und hält die eingestellte Temperatur präzise. Alle Gläser sind anschließend vakuumverschlossen. Timer und Abschaltautomatik sorgen für den Komfort. Sein Haupteinsatzgebiet sehen wir jedoch eher beim Erhitzen und Warmhalten von großen Mengen Flüssigkeiten als beim Einkochen. Wer beides benötigt, hat hier natürlich das ideale Gerät gefunden. Komfortabel auch beim Einkochen ist die Möglichkeit, das Wasser am Hahn abzulassen, bevor man den Klarstein nach Gebrauch bewegt.
Bielmeier BHG 685.2
Der Bielmeier BHG 685.2 macht einen sehr robusten Eindruck, den er mit seinem Gewicht von 6,3 Kilogramm unterstreicht. Er bringt einen emaillierten Topf mit, der Deckel ist aus eher dünnem Kunststoff. Der Ablaufhahn ist ein tolles, stabiles Teil aus Edelstahl – der beste, den wir bisher im Test gesehen haben.
Das Gerät hat zwar kein Display, arbeitet aber trotzdem digital, was daran zu erkennen ist, dass der Timer erst ab dem Erreichen der eingestellten Temperatur zu arbeiten beginnt. Die Kontrollleuchte leuchtet, sobald man die Temperatur wählt, und geht aus, wenn der Bielmeier sich nach getaner Arbeit abschaltet. Dass die Temperatur erreicht ist, bemerkt man lediglich dadurch, dass eine Art leises »digitales Ticken« hörbar wird.
Die Messung mit dem Infrarotthermometer bestätigt, dass die eingestellte Temperatur präzise erreicht und gehalten wird. Auch am Ende des Einkochvorgangs gibt der Bielmeier keinen Ton von sich – das einzige Geräusch ist ein Klack beim Abschalten. Wir würden es bevorzugen, durch einen Signalton benachrichtigt zu werden, damit man auch im Nachbarzimmer hört, wenn das Gerät fertig ist.
Der Test am Deckel der verschiedenen Gläser bestätigt, dass alle ein Vakuum erreicht haben. Der Griff am Kunststoffdeckel ist nach dem Einkochen sehr heiß, hier ist Vorsicht angesagt. Das finden wir bei einem sonst sehr soliden Gerät zu diesem Preis ein wenig schade.
Silvercrest SEAD 1800 B2
Der Silvercrest SEAD 1800 B2 kommt mit einem Volumen von 27 Litern, davon 24 Liter Nutzvolumen. Er besitzt einen Topf aus emailliertem Stahl, dessen Verarbeitung einen Tick besser sein könnte, und einen Deckel aus Kunststoff. Das Bedienfeld wird durch ein Display ergänzt, auf dem man die eingestellte und die aktuelle Temperatur sowie die Restlaufzeit ablesen kann.
Für den Komfort sorgen der Timer und die Abschaltautomatik, welche sich durch einen deutlichen Piepston bemerkbar macht. Sowohl Schraubgläser als auch Einmachgläser sind anschließend vakuumverschlossen. Der Silvercrest verfügt außerdem über einen Ablaufhahn, der ihn auch für das Erwärmen und Warmhalten von Getränken nutzbar macht. Der Hahn, ebenso wie die Griffe, macht jedoch nicht den stabilsten Eindruck.
Beim Einkochen erreicht der Silvercrest die eingestellte Temperatur und hält diese auch bis zum Schluss. Um das Wasser nach dem Einkochen abzulassen, muss man den Ablaufhahn dauerhaft gedrückt halten – das wird besonders gegen Ende nervig, wenn das Wasser immer langsamer fließt.
Klarstein Lady Marmalade
Den Klarstein Lady Marmalade testen wir zur Hochsaison der selbstgemachten Erdbeermarmelade. Der große Edelstahltopf fasst 27 Liter und hat so Platz für viele Gläser. Der Einkochautomat deckt einen Temperaturbereich von 30 bis 100 Grad ab – ausreichend für Erdbeermarmelade, die zehn Minuten bei 90 Grad eingekocht werden sollte. Die Materialqualität des Topfs, der Griffe, des Einlegerostes und des Deckels ist hochwertig.
Mit 1.800 Watt hat der Einkochautomat eine gute Energieleistung, die dafür sorgt, dass sich das Wasser zügig aufheizt. Einen Auslasshahn hat der Einkochautomat ebenso, leider muss er erst einmal angebaut werden. Das ist gar nicht so einfach, denn in der Bedienungsanleitung wird nicht final gezeigt, wie das am besten gelingt. Wir stellen uns so ungeschickt an, dass wir uns richtig böse an einer der zwei Unterlegscheiben schneiden und den Einkochtopf ordentlich voll bluten. Wer sich für diesen Topf entscheidet, sollte aufpassen: Hier herrscht Verletzungsgefahr. Der Hahn dient zusätzlich als Heißgetränkespender.
Der Einkochautomat lässt sich digital steuern und hat ein simples Bedienfeld, auf dem man die Temperatur und die gewünschte Einkochzeit einstellen kann. Die Bedingung ist dabei denkbar einfach. Super finden wir den Überhitzungsschutz. Die Warmhaltefunktion ist nicht so relevant zum Erdbeermarmeladenkochen.
Für den Test stecken wir den Netzstecker in die Steckdose und stellen unsere selbst gemachte Erdbeermarmelade in den Klarstein Lady Marmalade, den wir anschließend so mit Wasser befüllen, dass die Gläser mindestens zu 3⁄4 im Wasser stehen. Wir stellen die Temperatur auf 90 Grad und die Zeit auf zehn Minuten. Nach kurzer Zeit riecht es nach verbranntem Plastik. Das ist etwas, was häufig bei neuen Einkochautomaten passiert – angenehm ist es nicht.
Sobald die Einkochtemperatur erreicht ist, piept der Einkochautomat wie verrückt los – ohrenbetäubend laut. Wir versuchen, das Piepen irgendwie auszustellen, damit der Krach endlich aufhört – vergeblich. Man muss durchhalten, bis der Alarm von allein ausgeht.
Dann kocht der Klarstein Lady Marmalade für zehn Minuten die selbstgemachte Erdbeermarmelade ein – leise. Als die zehn Minuten erreicht sind, ertönt erneut der ohrenbetäubende Piepton. Wir ziehen den Netzstecker, denn das wollen wir nicht noch einmal erleben, und einen Aus-Knopf gibt es nicht.
Wir heben die Gläser aus dem Topf und lassen sie vollständig auskühlen. Alle Gläser mit der Erdbeermarmelade haben ein Vakuum gebildet, was zufriedenstellend ist. Doch es gibt deutlich bessere Einkochautomaten, an denen man sich nicht die Finger aufschneidet und die einen akustisch auch weniger herausfordern als der Lady Marmalade.
Arebos AR-HE-EA28TR
Der Arebos AR-HE-EA28TR mit 1.800 Watt fällt vor allem durch seine Optik auf. Mit einem hübschen Kirschrot kann er Fans von Ästhetik sicher begeistern. Der Einkochautomat mit einem Fassungsvermögen von 28 Litern hat Platz für 14 1-Liter-Einkochgläser und kommt mit einer praktischen Glashebezange und einem Einfülltrichter.
Was uns beim Zubehör begeistert, ziehen wir bei der Materialqualität aber gleich wieder ab. Der Einkochautomat wirkt etwas schlicht gefertigt, der Auslaufhahn, der Deckel, das Einlegerost – alles von einfacher Qualität. Auch der Edelstahl wirkt alles andere als edel. »Das wird nicht lange halten«, dachten wir und schauten uns den Einkochtopf weiter an. Dank des integrierten Ablaufhahns und der Warmhaltefunktion ist der Einkochautomat auch für das Servieren von Heißgetränken geeignet.
Im Test steckten wir den Stecker in die Steckdose, füllten den Einkochautomaten so mit Wasser, dass die höchsten Gläser zu drei Vierteln mit Wasser bedeckt sind, und stellten die Temperatur ein. Wir warteten, bis die Temperatur erreicht wurde, und stellten einen Timer. Die Temperatur wurde auch hier gehalten. Nach Ablauf der Einkochzeit hoben wir die Gläser mit der Glashebezange aus dem Topf, stellten sie auf ein Handtuch und ließen sie auskühlen.
Da wir bezweifelten, dass der Einkochtopf 110 Grad erreichte, stellten wir den Topf noch mal leer auf 110 Grad. Wir maßen immer wieder mit unserem Thermometer. Mehr als 100 Grad wurden nie erreicht. Wir ließen das Wasser abkühlen und schütteten es aus. Nach einem kurzen Auswischen ist der Einkochautomat sauber. Wir prüften die Gläser auf das Vakuum – das wurde erreicht.
Wir finden, dass das Erreichen der Temperaturen notwendig ist. Auch die etwas mindere Materialqualität führt dazu, dass wir trotz des niedrigen Preises den Arebos AR-HE-EA28TR nicht empfehlen können.
Clatronic EKA 3338
Der Clatronic EKA 3338 kommt mit 1.800 Watt Leistung und einem 25-Liter-Tank und kann so laut Hersteller bis zu 14 1-Liter-Gläser beherbergen. Also genauso viele wie ein Einkochautomat mit 30 Litern Fassungsvermögen. Ein Vorteil hat das etwas schmalere Maß des Einkochautomaten, denn er eignet sich so für kleinere Mengen und verbraucht bei optimalem Setting weniger Energie.
Der EKA 3338 kann als Warmhalter von Heißgetränken verwendet werden. Ein Auslaufhahn erleichtert die Benutzung in dieser Funktion. Der Hersteller spricht von einer stufenlosen Temperaturregelung von 30 bis 100 Grad.
Wir sind beim Testen des Einweckautomaten vorgegangen wie bei allen anderen Einkochautomaten. Leider hörte die Temperaturmessung immer bei etwa 90 Grad auf. Mehr schafft der Einweckautomat nicht – und das, obwohl er bis 100 Grad schaffen soll. Auch wenn es zur Bildung eines Vakuums bei unserem Einkochgut kam, bewerten wir falsche Angaben negativ.
Klarstein Biggie
Der Klarstein Biggie aus Edelstahl kommt mit integriertem Ablaufhahn und kann so nicht nur einkochen, sondern auch Glühwein, heißes Wasser, Kaffee und andere Heißgetränke warmhalten und ausgeben. Die Funktion haben aber viele Einkochautomaten im Test.
Der Einkochautomat kommt ohne weiteres Zubehör und schon beim Auspacken sehen wir, dass die Materialqualität eher schlicht ist. Vom Deckel schält sich ein langer Kunststofffaden ab. Ein Zeichen für eine zügige und ungenaue Herstellung. Sonst wirkt die Qualität aber solide. Der Timer, der Temperaturregler, der Power-Schalter, das Kabel, das Einlegerost – alles hat eine mittelgute Qualität.
Der Klarstein Biggie hat beim Einkochen einen Temperaturbereich von 30 bis 100 Grad und eine Warmhaltefunktion. Gut finden wir den integrierten Timer von bis zu 120 Minuten. Das Fassungsvermögen liegt mit 27 Litern im Mittelbereich, was Platz für 14 1-Liter-Einkochgläser bereithält. Die Leistung liegt bei hohen 2.000 Watt.
Im Test stellte sich heraus, dass der Einkochautomat permanent tickt, vergleichbar mit einer Eieruhr. Das nervt etwas.
Das Einkochen funktionierte zuverlässig und problemlos, auch das Vakuum bildete sich. Sobald die Einkochzeit vorbei war, machte der Einkochautomat ohrenbetäubenden Krach, sodass wir dachten, dass der Rauchmelder ausgelöst wurde. Das hätte man auch etwas dezenter gestalten können.
Wen die etwas vernachlässigte Materialqualität am Deckel, der nervige Tick-Ton und der Alarm nicht stören, der bekommt mit dem Klarstein Biggie einen soliden Einkochautomaten, der zuverlässig seine Sache macht. Der Preis liegt allerdings so hoch, dass wir dazu raten würden, etwas draufzulegen und den Testsieger zu kaufen.
Weck WAT 24A
Dass der Weck WAT 24A von bester Qualität ist, sieht man sofort. Bester Edelstahl, der Kunststoff robust und massiv und alle Schalter, das Kabel und auch der Einlegerost sowie der Deckel sind von ausgezeichneter Qualität. Wir denken sofort an den Einsatz in der Profi-Küche oder bei einem Catering-Service. Auch der Weck WAT 24A hat einen Ablasshahn, allerdings keinen Timer, was wir bedauern. Dafür hat er einen super Überhitzungsschutz, insofern er mal trockenlaufen sollte.
Er kommt mit 1800 Watt und einem Fassungsvermögen von 30 Litern – hier gehen allerdings auch „nur“ 14 1-Liter-Gläser rein. Bei kleineren Gläsern hat der Einkochautomat von Weck allerdings die Nase vorn. Man kann mit dem Einkochautomaten auch entsaften, insofern man das entsprechende Zubehör kauft – hier ist keins im Lieferumfang enthalten.
Das Einkochen und Haltbarmachen von Obst und Gemüse ging mit dem Weck WAT 24A in unserem Test ganz einfach – aber ein Timer wäre schön gewesen. Alles andere klappte wie am Schnürchen, auch die Reinigung. Alle Gläser bildeten ein Vakuum und konnten haltbar gemacht ins Vorratsregal.
Da der Weck WAT 24A keinen Timer hat und sehr teuer ist, finden wir den WAT 25A, ebenfalls von Weck, einen Tick besser. Ein Timer erleichtert einem das Einkochen schon sehr und wenn man bereit ist, so viel Geld in die Hand zu nehmen, dann kann man sich auch den noch teureren Einkochautomaten mit Timer besorgen.
Weck WAT 34
Der Weck WAT 34 ist ein sehr einfaches Gerät. Er besteht aus Kunststoff und ist deshalb ziemlich leicht. Statt der Griffe hat er einen umgestülpten Rand, an dem man ihn zum Tragen greift. Ein Ablasshahn und ein Timer sind nicht vorhanden.
Sobald man den Stecker einsteckt, ist das Gerät eingeschaltet. Man sollte also die Gläser mit dem Einkochgut und das Wasser bereits eingefüllt haben, wenn man das Gerät mit dem Strom verbindet. Wird die Temperatur eingestellt, geht die Kontrollleuchte an und erlischt, wenn die Einkochtemperatur erreicht ist. Das ist der Zeitpunkt, an dem man die korrekte Kochzeit mit einem externen Timer, zum Beispiel am Herd oder am Smartphone, startet.
Die Messung mit dem Infrarotthermometer ergab eine deutliche Abweichung von der eingestellten Temperatur von 80 °C. Wir haben den Temperaturregler auf 90 °C eingestellt, damit das Gerät mit 80 °C einkocht.
Klarstein Biggie Small
Der Biggie Small von Klarstein trägt seine Besonderheit schon im Namen, denn er ist vor allem niedriger als die anderen Geräte. Er hat ein Volumen von 20 Litern und kann die klassischen 1-Liter-Einkochgläser nur in einer Etage aufnehmen. Damit ist er gut geeignet für Leute, die mit kleineren Mengen arbeiten wollen.
Der Gitterrost bei unserem Modell war nicht ganz eben. Nachdem die gefüllten Gläser darauf standen, war davon allerdings nichts mehr zu sehen.
Nach dem Bestücken des Gerätes mit Einkochgut und Wasser muss der Timer-Schalter auf „On/Cont.“ gestellt und die Temperatur gewählt werden. Dann zeigt sich eine weitere Besonderheit des Geräts. Denn der Schalter ist kein normaler An-/Aus-Schalter, sondern dient dazu, den lauten Piepton abzustellen, den der Einkochautomat von sich gibt, sobald die Einkochtemperatur erreicht ist.
Die gewählte Temperatur hat der Biggie Small erreicht und bis zum Ende des Einkochvorgangs gehalten.
Profi Cook PC-EKA 1283
Mit 2.100 Watt hat der Profi Cook PC-EKA 1283 mehr Leistung als viele unserer Testgeräte. Auch bei den Maßen ist er einer der größten Einkochautomaten, kann aber laut Bedienungsanleitung bis zu 14 Gläser à 1 Liter auf einmal aufnehmen, was Geräte mit etwas geringeren Maßen ebenfalls können. An der generellen Materialqualität haben wir nichts auszusetzen, nur der Ablasshahn erscheint uns doch sehr wackelig.
Mit einem „Pling“ zeigt das Gerät das Ende der eingestellten Kochzeit an. Beim Abheben des Deckels muss man besonders vorsichtig sein, denn das auf der Innenseite gesammelte Kondenswasser landet sonst auf der Standfläche. Trotz aller Vorsicht ist es uns nicht gelungen, dies völlig zu vermeiden. Bei den anderen Geräten war dies nicht in dem Maße der Fall.
Sollte das Gerät einmal überhitzen, schaltet es sich ab und muss mittels des Resetknopfes am Boden des Gerätes reaktiviert werden, damit es wieder läuft.
DMS EA27.T
Der DMS EA27.T hat einen emaillierten Flüssigkeitsbehälter. Wir haben ihn mit unserem Einkochgut und Wasser bestückt und zum Aufheizen eingeschaltet. Dabei fiel auf, dass die Zeit bis zum Erreichen der gewählten Temperatur länger dauert als bei einigen anderen Geräten – dafür heizt er aber auch während der Kochzeit deutlich seltener nach. Beides dürfte an den Produkteigenschaften der Emaille liegen.
Um festzustellen, wann die Einkochtemperatur erreicht ist, muss man die Kontrollleuchte genauestens beobachten, denn dann erlischt sie. Einen Ton zur Info gibt es nicht. Jetzt muss die Kochzeit gewählt werden, an deren Ende ein „Pling“ ertönt. Die Messung ergab, dass die Einkochtemperatur erreicht und bis zum Schluss des Vorgangs gehalten wurde.
Die Bedienungsanleitung ist beim Thema Einkochen sehr kurz gefasst; ausführlicher wird das Thema Slow Cooking behandelt. Insgesamt ist sie außerdem schlecht übersetzt.
So haben wir getestet
Wir haben im Testlauf bisher die 21 beliebtesten Einkochautomaten getestet. Dabei achten wir auf die Materialqualität, den Preis und die Funktionalität. Eine gute und solide Materialqualität deutet auf ein langlebiges Gerät hin. Wir messen mit einem Infrarot-Thermometer die Genauigkeit der Temperatur, denn die ist beim Einkochen entscheidend und bestimmt später die Haltbarkeit und Sicherheit des Einkochguts.
Wir berücksichtigen ebenfalls, wie viel Platz die Einkochautomaten bieten und wie viele Gläser hineinpassen. Positiv bewerten wir auch Zubehör, das im Lieferumfang enthalten ist. Dennoch ist das nicht ausschlaggebend.
Wichtig finden wir im Test Timer und Zeitschaltuhren. Denn die Zeit, die Obst und Gemüse zum Einkochen benötigt, ist entscheidend für das Ergebnis, die Haltbarkeit und die Sicherheit des Einkochguts.
Die Möglichkeit, Saft herzustellen, bewerten wir positiv, da viele, die einkochen, auch Saft herstellen möchten. Wer etwa Gelee genießen will, benötigt dafür erst einmal Saft. Also: Entsafter-Funktion ist für uns ein Pluspunkt!
Darüber hinaus prüfen wir, ob der Einkochautomat eine Abschaltautomatik hat, wenn etwa die Temperatur und Einkochzeit erreicht sind. Wir begutachten zusätzlich, ob der jeweilige Einkochautomat eine Warmhaltefunktion hat, was zwischen mehreren Einkoch-Durchläufen praktisch sein kann. Auch schauen wir, ob der Einkochautomat einen Überhitzungsschutz hat, denn Sicherheit ist ein großes Thema. Ein Einkochautomat kann trockenlaufen und dann zu heiß werden. Gut, wenn das Gerät das erkennt und sich selbst abschaltet!
Zu guter Letzt informieren wir uns, was sich mit dem Einkochautomaten noch alles machen lässt – laut Hersteller. Einige haben einen Zapfhahn (auch Auslaufhahn oder Ablaufhahn genannt) und eignen sich so zum Erwärmen und Warmhalten von Getränken – perfekt für den Glühwein auf der Weihnachtsfeier oder Kaffee und Tee bei Hochzeiten oder anderen Anlässen.
Die wichtigsten Fragen
Welcher ist der beste Einkochautomat?
Der Bielmeier BHG 685.2 ist der beste Einkochautomat in unserem Test, denn neben allem, was man fürs Einkochen benötigt, bringt er auch noch hohe Qualität, Sicherheit und viele Möglichkeiten für weitere Anwendungen mit in die Küche.
Kochtopf vs. Einkochautomat, was ist besser?
Das Tolle an Einkochautomaten ist, dass sie einem die ganze Tüftelei und das Rumgefrickel mit der Temperatur und Zeit abnehmen. Man wirft die Zutaten rein, stellt die Temperatur ein und schon kann man sich anderen Dingen in der Küche widmen, wie beispielsweise Etiketten für die Gläser beschriften. Für Küchen-Neulinge und Meisterköche gleichermaßen ist es ein echter Gewinn, so einfach Top-Einkoch-Ergebnisse zu bekommen. Der Automat checkt im Gegensatz zum Kochtopf die Temperatur von alleine. Der Einkochvorgang beginnt erst, wenn die Einkochtemperatur erreicht ist. Beim Kochtopf steht man daneben und muss immer wieder mit dem Thermometer checken, wie heiß das Wasser ist.
Worauf sollte man beim Kauf eines Einkochautomaten achten?
Einige wichtige Überlegungen beim Kauf eines Einkochautomaten sollten sein: Wie groß muss mein Einkochautomat sein? Also, wie viel koche ich wirklich ein? Bei kleinen Mengen tut es nämlich genauso gut ein großer Topf. Ein Einkochautomat wird nur benötigt, wenn große Mengen eingekocht werden sollen oder Saft hergestellt werden soll. Wichtig sind die Qualität und Zuverlässigkeit der Temperaturregelung. Ein Einkochautomat sollte zuverlässig die Einkochtemperatur halten können, sonst ist er überflüssig. Wirklich praktisch und ein großer Vorteil gegenüber einem Topf sind Zusatzfunktionen wie ein Timer und eine automatische Abschaltung bei Erreichen der benötigten Einkochzeit. Schön ist auch, wenn bereits Zubehör wie Glashebezangen, Weckgläser und Gummiringe und ein Einfülltrichter im Lieferumfang enthalten sind.


































































