Wenn es um die Gesundheit von Babys geht, spitzen alle Eltern sofort die Ohren. Und ein sehr wichtiger Faktor in puncto Gesundheit ist die Ernährung – und das schon von Anfang an. Es steht völlig außer Frage, dass Stillen mit Muttermilch die natürlichste und beste Methode ist, einem Neugeborenen das zu geben, was es braucht.
Wenn das Stillen aber keine Option ist, warum auch immer, dann ist das Füttern mit Flasche und Pre-Nahrung – auch Pre-Milch oder Anfangsmilch genannt – eine hervorragende Alternative. Und zwar eine, bei der Säuglinge genauso geliebt, genährt und umsorgt werden können wie gestillte Kinder.
Bei den Inhaltsstoffen, den Zusammensetzungen, den Preisen und anderen Faktoren wie Handling, Verpackung und Verfügbarkeit unterscheiden sich die Pre-Milch-Produkte teilweise stark. Deshalb haben wir 27 sehr beliebte Anfangsmilch-Pulver getestet, nämlich konventionelle Pre-Nahrung, Bio-Pre-Nahrung und hypoallergene (HA) Pre-Nahrung.
Kurzübersicht
Hipp Bio Combiotik Pre

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- EU-Bio-Label
- Teuer
Die Hipp Bio Combiotik Pre gehört seit Jahren zu den bewährten Produkten im Bereich der Pre-Nahrung. Herstellung und Qualitätskontrolle erfolgen beim Traditionshersteller nach hohen Standards. Zu den klaren Pluspunkten zählt bei der Bio Combiotik Pre die ausgewogene Zusammensetzung, insbesondere der Zuckergehalt, der identisch mit dem der Muttermilch ist. Auch die sehr gute Verfügbarkeit im Handel sowie die abfallarme Verpackung sprechen für unseren Favoriten. Ein Nachteil bleibt jedoch der vergleichsweise hohe Preis.
Nestlé Beba Pre

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Stabile Verpackung
- Teuer
- Zusatzstoffe
- Viel Müll
Die Nestlé Beba Pre war die erste Pre-Milch auf dem Markt. Denn Nestlé ist das Unternehmen, das Milchpulver erfunden hat. Die aktuelle Version ist über Jahrzehnte optimiert, geprüft und getestet worden. Neben diesen grundsätzlichen Vorteilen ist die Verpackung robust, das Dosieren fällt dank cleverer Details leicht und das Pulver löst sich sofort auf – ganz ohne Schütteln. Leider hat die Beba Pre einige Zusätze und macht viel Müll.
Aptamil Pronutra Pre

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Stabile Verpackung
- Teuer
- Zusatzstoffe
- Viel Müll
Die Aptamil Pro Natura Pre enthält eine patentierte Ballaststoffmischung und schmeckt vielleicht deshalb so angenehm. Sie ist sicher verpackt, lässt sich optimal dosieren und kommt mit allerhand Service daher. Auch diese Pre-Milch ist schon lange auf dem Markt und dementsprechend optimiert. Leider macht die gute Verpackung viel Müll – und teuer ist die beliebte Pre-Milch auch. Dafür kann man sie aber in fast allen gängigen Geschäften kaufen.
Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch

- Enthält kein Fischöl
- Optimaler Zuckergehalt
- Nur nachhaltige Produkte
- Ohne Gentechnik und Pestizide
- EU-Bio-Label
- Sehr teuer
Die Löwenzahn Organics Pre-Milch ist eine gut schmeckende Luxus-Pre-Milch, die konzeptionell durchdacht ist. Sie enthält kein Fischöl und orientiert sich bei den Inhaltsstoffen am aktuellen Stand der Forschung. Die Verpackung ist sehr umweltbewusst, und man kann sich die Pre-Milch im Abo bequem nach Hause liefern lassen. Die Produktpalette ist enorm und innovativ, und die Milch wird vollständig ohne Gentechnik oder Pestizide hergestellt. Der Service auf der Herstellerseite ist perfekt. Leider ist diese Pre-Milch kostspielig.
Bebivita Anfangsmilch Pre

- Günstig
- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Zusatzstoff
Die Bebivita Anfangsmilch ist auch eine Pre-Milch, die seit 20 Jahren auf dem Markt ist. Die Verpackung ist umweltfreundlich und minimalistisch. Es gibt die Pre-Nahrung in vielen Läden und man kann sie auch online gut bestellen. Auch Bebivita ist eine Marke, der man treu bleiben kann, wenn man sie für gut befunden hat. Die Produktpalette ist groß und vielfältig. Das Milchpulver schmeckte im Test ganz okay, schäumt aber etwas.
Vergleichstabelle
Bis zu 10 Produkte auswählen und direkt gegenüberstellen.





















- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- EU-Bio-Label
- Teuer

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Stabile Verpackung
- Teuer
- Zusatzstoffe
- Viel Müll

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Stabile Verpackung
- Teuer
- Zusatzstoffe
- Viel Müll

- Enthält kein Fischöl
- Optimaler Zuckergehalt
- Nur nachhaltige Produkte
- Ohne Gentechnik und Pestizide
- EU-Bio-Label
- Sehr teuer

- Günstig
- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Zusatzstoff

- Aus Ziegenmilch
- Guter Geruch, Geschmack und Konsistenz
- Ohne Gentechnik und Pestizide
- Bio-Siegel
- Sehr teuer

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Stabile Verpackung
- Länger haltbar
- Viel Zucker
- Viel Müll

- Aus Ziegenmilch
- Guter Geruch, Geschmack und Konsistenz
- Ohne Fischöl
- Bio-Siegel
- Sehr teuer
- Löffel steckt im Milchpulver

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Stabile Verpackung
- Zusatzstoffe
- Viel Müll

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Wenig Müll
- Teuer
- Schäumt viel

- Günstig
- Online erhältlich
- Wenig Müll
- Viel Zucker
- Nur bei Rossmann erhältlich

- Günstig
- Online erhältlich
- Wenig Müll
- Nur bei Müller erhältlich
- Viel Zucker

- Sehr günstig
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Nur bei dm erhältlich
- Viel Zucker

- Online erhältlich
- Gute Konsistenz
- Guter Geschmack
- Enthält kein Fischöl
- Stabile Verpackung
- Nur online erhältlich

- Sehr günstig
- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Sparsame Verpackung
- Schmeckt furchtbar

- Stabile Verpackung
- Länger haltbar
- Teuer
- Viel Verpackungsmaterial
- Eckiger Dosierlöffel
- Viel Schaum

- Sehr günstig
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Wenig Müll
- Bio-Qualität
- Nur bei dm erhältlich
- Viel Zucker

- Günstig
- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Stabile Verpackung
- Zusatzstoffe
- Viel Müll

- EU-Bio-Label
- Bio-Siegel DE
- Demeter-Siegel
- Geringe Packungsgröße
- Viel Zucker

- Lange haltbar
- Extrem teuer
- Viel Müll
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Babys erster Schmaus: Pre-Nahrung im Test
Pre-Nahrung wird oft auch als Pre-Milch oder Anfangsmilch bezeichnet, denn man gibt sie direkt nach der Geburt. Aber Pre-Milch ist nicht gleich Pre-Milch: Während früher ein Milchpulver den Markt dominierte, nämlich das von Nestlé, gibt es heute unzählige Mitbewerber auf diesem sehr lukrativen Markt. So vielfältig die Hersteller, so komplex das jeweilige Sortiment.
Was für Pre-Nahrung gibt es?
Im Wesentlichen kann man drei Arten Pre-Nahrung unterscheiden: konventionelle Pre-Milch, Pre-Milch für Allergiker (HA) und Bio Pre-Milch.
Konventionelle Pre-Nahrung
Die konventionelle Pre-Milch ist wie jede andere Pre-Milch auf die Bedürfnisse von Säuglingen abgestimmt. Die Unternehmen versuchen, jeweils die Vorzüge der Muttermilch so gut es geht nachzuahmen. Und im Prinzip enthalten alle Pre-Milch-Produkte die gleichen Inhaltsstoffe, jeweils in unterschiedlichen Mengen – schon allein, weil das gesetzlich so vorgeschrieben ist.

Man kann sich also immer sicher sein: Pre-Milch ist grundsätzlich völlig unbedenklich und gesund für Säuglinge und man kann sein Neugeborenes völlig entspannt mit Pre-Milch zu einem glücklichen, gut entwickelten Wonneproppen großziehen. Alle Pre-Milchprodukte, die man hierzulande im Supermarkt oder in der Apotheke kaufen kann, sind sicher. Sie unterliegen strengsten Sicherheitskontrollen und bewegen sich ausschließlich innerhalb der erlaubten Parameter.
Dieser Test soll keinesfalls verunsichern, sondern beschäftigt sich genau mit Inhaltsstoffen, besonders im Vergleich mit dem Original: der Muttermilch. Auch Pre-Milch, die hier im Test weniger gut abschneidet als andere, kann für das eigene Baby genau die richtige sein. Denn Babys und ihre Bedürfnisse sind alle unterschiedlich und auch Eltern legen unterschiedliche Prioritäten. Bei Zweifeln macht es immer Sinn, sich mit dem Kinderarzt oder der Hebamme über die beste Pre-Nahrung für das eigene Baby zu unterhalten. Ein Test bildet vor allem das Beste für den Durchschnitt ab.
Pre-Nahrung für Allergiker (HA)
Es gibt Kinder, die allergisch auf Pre-Milch reagieren, da diese aus Kuhmilch hergestellt wird. Nicht jedes Kind kann diese Kuhmilchprodukte gleich gut verstoffwechseln. Hypoallergene (HA) Pre-Milch verwendet besonders hydrolysiertes Eiweiß, das speziell beschaffen ist. Und zwar wird es so aufgespalten, dass zu Allergien neigende Säuglinge dieses Eiweiß besser verdauen können und so weniger Beschwerden (Koliken, Durchfälle) haben.

Kritiker bezweifeln allerdings die bessere Verträglichkeit und bemängeln auch den unangenehmen Geschmack, der durch die speziell aufgespaltenen Eiweiße entsteht. Nachgewiesen werden konnte ein positiver Effekt von HA-Pre-Milch bisher nur bei Neurodermitis. Nicht dagegen bei Asthma oder Heuschnupfen.
Wenn Ihr Baby Probleme mit konventioneller Pre-Milch hat, bietet es sich an, Pre-Milch aus Ziegenmilch auszuprobieren. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.
Eltern mit zu Allergien neigenden Kindern sind oft verzweifelt und daher auch bereit, sich Nischenprodukte zu kaufen. Wir raten dazu, sich immer erst von einer Hebamme, einer Laktationsberatung oder vom Kinderarzt eine professionelle Meinung einzuholen, bevor im Alleingang herumexperimentiert wird.
Pre-Nahrung auf Ziegenmilchbasis
Anfangsmilch, Pre- und Folgenahrung aus Ziegenmilch ist erst seit 2013 durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) offiziell zugelassen. Hierfür wurde eine wissenschaftliche Studie des neuseeländischen Herstellers Dairy Goat Co-operative vorgelegt, bei welcher Untersuchungen nach europäischen Richtlinien vorgenommen wurden.
Was sind die Vorteile von Ziegenmilch? Nun, zuallererst ist Ziegenmilch in der Zusammensetzung der Muttermilch am ähnlichsten. Dafür sorgt vor allem das Eiweiß in der Ziegenmilchnahrung. Die Fettsäurezusammensetzung von Ziegenmilch unterscheidet sich zudem von der von Kuhmilch. Bei Ziegenmilch ist der Anteil von α-Linolensäure (ALA) und Linolsäure (LA) doppelt so hoch. Der höhere Anteil an mittelfettigen Säuren sorgt nachweislich für eine bessere Verdauung. Und auch Palmitinsäure, die für die Entwicklung von Babys besonders wichtig ist, ist bereits von Natur aus in Ziegenmilch vorhanden und muss nicht zugeführt werden.
Bio-Pre-Nahrung
Viele Eltern legen großen Wert darauf, dass ihr Kind ausschließlich Bio-Produkte zu sich nimmt. Und für diese bietet der Pre-Milch-Markt allerhand Alternativen. Hier gilt es, auf das jeweilige Siegel zu schauen und was es bedeutet. Viele Standards müssen auf dem deutschen Markt ohnehin eingehalten werden, und es gibt so manchmal keinen großen Unterschied zu nicht biozertifizierten Produkten – außer (meistens) dem Preis.
Dennoch lohnt es sich, die Inhaltsstoffe und die Produktionsketten und den Umgang eines Unternehmens mit Umwelt, Mitarbeitern und Zulieferern anzuschauen, wenn man sich denn dafür interessiert. Ein wenig Vorabrecherche tut auch beim Thema Pre-Nahrung gut. Hier die gängigen Siegel und was sie jeweils bedeuten:

Das EU-Bio-Logo bedeutet: keine Gentechnik, artgerechte Tierhaltung und keine Verwendung von organisch-synthetischen Pflanzenschutz- und chemisch-synthetischen Düngemitteln.

Das deutsche Bio-Siegel ist inhaltlich mit dem EU-Bio-Logo vergleichbar. Der Unterschied zum EU-Bio-Logo: Das deutsche Bio-Siegel ist eine freiwillige Kennzeichnung.

Demeter Siegel: Demeter-Höfe praktizieren biodynamische Landwirtschaft. Dieses viel gelobte, aber auch oft kritisierte Konzept ist eng verwoben mit der anthroposophischen Arbeit Rudolf Steiners. So sind einige gängige landwirtschaftliche Standards hier anders geregelt. Grundsätzlich sind Demeter-Produkte biodynamisch, werden ohne Gentechnik hergestellt und so natürlich belassen, wie es geht.
Kritische Inhaltsstoffe
Das Wichtigste vorweg: Alle getesteten Pre-Milch-Produkte und alle anderen Pre-Milch-Pulver auf dem deutschen Markt enthalten ernährungsphysiologisch das, was sie sollen und laut Gesetz dürfen, und sind somit gut und grundsätzlich empfehlenswert.
Pre-Milch schadet grundsätzlich keinem Kind
Einige Verbraucherportale wie Öko-Test und Stiftung Warentest prüfen allerdings oft weit über die Norm und den realistischen Alltagskonsum hinaus. Das bedeutet: Ein Inhaltsstoff, der von ihnen als kritisch bewertet wird, überschreitet dennoch die zugelassene gesetzliche Norm nicht. Die Tester von Ökotest und der Stiftung Warentest setzen so letztlich eine neue, eigene Norm. Wird sie überschritten, wird das Produkt im Test schlechter bewertet. Kurzum: Stiftung Warentest und Ökotest machen ihre eigenen Spielregeln – und kommen so zu teils aufsehenerregenden »Testergebnissen«.
Zudem nutzen viele Medien und Publikationen diese Tests, um Klicks oder Rezipienten zu generieren. Artikel und Beiträge zum Thema Kindergesundheit werden viel gelesen, geschaut, geklickt. Leider nutzen viele Publikationen das Element Angst, um eine besonders hohe Klickzahl zu erreichen.
Wir distanzieren uns von solchen Methoden und sagen: Alle Pre-Milch-Produkte in unserem Test können grundsätzlich bedenkenlos von Kindern konsumiert werden. Sogar Ökotest schreibt selbst (Ausgabe 6/21):
»Keine Panik! Öko-Test möchte Eltern, die ihren Kindern keine „sehr gut“ getestete Pre-Nahrung gegeben haben, dennoch beruhigen: In keinem Produkt stecken akut giftige Belastungen«
Trotzdem gibt es Unterschiede in der Qualität, es gibt produktionsbedingte Ausnahmen und individuelle Unverträglichkeiten. Generell sollte immer ein Arzt zurate gezogen werden, bevor einem Säugling Pre-Nahrung verabreicht wird. Einfach zur Sicherheit.
Was sind die »Gift-« oder »Schadstoffe«, die zu negativen Testergebnissen führen können?
Immer wieder liest man von Schadstoffen und Verunreinigungen in Pre-Milch. Wir erklären die beiden am häufigsten genannten, bei denen es sich um Mineralölbestandteile handelt.
Gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) werden immer wieder in Pre-Nahrung gefunden. Und die Ergebnisse dieser Tests gehen dann mit lautem Getöse durch die Presse und verunsichern Eltern. Dabei ist nur nachgewiesen, dass MOSH sich in Organen wie der Leber ablagern. Ob die Ablagerung dieser Mineralölbestandteile gesundheitsschädlich ist, wurde bis heute nicht nachgewiesen.
Die sogenannten aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) sind eine Stoffgruppe, zu der auch krebserregende Verbindungen gehören können. Als Schadstoff bewiesen ist auch hier bislang nichts. Beide Stoffe, also MOAH und MOSH, können in der Produktion und in der Verarbeitung durch Maschinen und Verpackungen in winzigen Mengen in Lebensmittel gelangen. In den Ergebnissen liegen die Werte der vermeintlichen Schadstoffe fast immer deutlich unter den zugelassenen Grenzwerten, weshalb Skandalberichte in diesem Segment mit Vorsicht zu genießen sind.
Wichtige Inhaltsstoffe in Pre-Nahrung: LPCs, DHA und ARA
LPCs sind mehrfach ungesättigte langkettige Fettsäuren (Long Chain Polyunsaturated Fatty Acids). Diese sind nach neuestem Stand der Forschung wichtig, wenn man ein Baby ausgewogen und optimal mit Pre-Milch ernähren möchte. Zwei entscheidende dieser LPCs sind Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.
Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und stärken die Abwehr und das Immunsystem. Omega-6-Fettsäuren sind essenziell an der Produktion von Hormonen und Botenstoffen beteiligt, ohne die das Kind nicht gut heranreifen kann.
Unter diesen Fettsäuren sind DHA und ARA entscheidend für die gesunde Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und den Sinnesorganen des Babys und entscheiden so am Ende auch über dessen Intelligenz.
Aber nicht nur die Aufnahme dieser Säuren ist entscheidend, sondern auch, in welchem Mengenverhältnis sie in einem Produkt aufeinander abgestimmt sind. Das Mengenverhältnis sollte neuesten Erkenntnissen zufolge 1:1 sein. Doch dieses Mengenverhältnis ist bislang nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Wie lange gibt man einem Kind eigentlich Milch?
Da gehen die Meinungen auseinander. Im Durchschnitt stillen die Hälfte der Mütter in Deutschland nach vier Monaten nicht mehr. Das hat ganz vielfältige Gründe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät dazu, bis zum zweiten Lebensjahr und darüber hinaus zu stillen und mindestens sechs Monate voll zu stillen. Das bedeutet auch, dass das Geben von Pre-Milch weit über das zweite Lebensjahr hinaus völlig okay und sogar gut ist.

Vieles spricht für ein biologisches Still-Ende von ungefähr fünf bis sieben Jahren. Denn dann ist das Gebiss des Kindes vollständig ausgebildet und ein passables, überlebensfähiges Gewicht wurde erreicht. Heutzutage ist die Ernährung so vielfältig und ausgeklügelt, dass ein Stillen bis zum siebten Lebensjahr die absolute Ausnahme und eigentlich nicht durchführbar ist.
Beikost – ab wann?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zum Stillen oder der ganzheitlichen Ernährung mit Milch oder Pre-Milch bis zu einem Alter von sechs Monaten. Dennoch ist es geläufig, dass hierzulande Kinder häufig schon mit vier Monaten an den ersten Brei herangeführt werden.
Auch in anderen Ländern beginnen die ersten Versuche, das Baby mit etwas anderem sattzubekommen, als immer nur Milch, schon vor dem sechsten Lebensmonat. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft rät zur Einführung von Beikost nicht vor dem fünften und nicht nach dem siebten Lebensmonat.

Was ist BLW?
BLW (Baby-led Weaning, also »Babygeführtes Abstillen«) ist ein großer Trend, der immer beliebter wird. Hier wird dem Baby schon früh immer wieder feste Nahrung (kein Brei) angeboten und geschaut, was passiert. Am Ende ist es ja so: Alle Babys sind unterschiedlich und damit auch ihre Bedürfnisse. Es ist daher ratsam, das Kind aufmerksam zu beobachten. Guckt es schon nach dem Essen der Eltern oder der größeren Geschwister? Dann könnte man, natürlich wie immer in Absprache mit dem Kinderarzt, mit weichen Lebensmitteln beginnen. Das ersetzt die Mutter- oder Pre-Milch nicht, sondern ist Beikost. Also Kost, die neben der Milch »nebenbei« angeboten wird.
Vorzüge von Muttermilch
Muttermilch ist das Beste, was Sie Ihrem Kind geben können. Ist es nicht möglich, Ihr Kind mit Muttermilch zu versorgen, ist Pre-Milch ein ganz hervorragender Ersatz. Doch warum ist Muttermilch so toll?
Muttermilch ist das Beste, was das Kind bekommen kann
Weil Muttermilch Millionen lebende Zellen enthält. In diesen Zellen sind auch weiße Blutkörperchen, die das Immunsystem des Kindes stärken. Auch Stammzellen findet man in Muttermilch, die die Entwicklung des Kindes fördern. Unzählige Proteine unterstützen die Reifung des Immunsystems des Kindes und schützen Neuronen im Gehirn. In Muttermilch sind mehr als 20 verschiedenartige Aminosäuren enthalten. Auch sie fördern die Entwicklung und die Reifung des Kindes. In der Muttermilch enthaltene DNA- und RNA-Fragmente fördern das Darmwachstum und wirken schlaffördernd.
Sogenannte Oligosaccharide unterstützen die Darmentwicklung und beugen so auch Infektionen vor, indem sie Erreger gar nicht erst in den Blutkreislauf lassen. Muttermilch enthält auch Hormone, die ganz natürlich den Appetit und den Schlaf des Babys regulieren können. Knochen und Zähne, aber auch die Organe werden durch die Vitamine und Mineralstoffe in der Muttermilch in ihrer Entwicklung unterstützt. Durch die Muttermilch bekommt das Baby auch eine große Portion Antikörper, die vor Viren und Bakterien schützen. Langkettige Fettsäuren sind ganz entscheidende Faktoren, wenn es um die Entwicklung des Nervensystems geht. Auch Augen und das Gehirn profitieren von diesen Fettsäuren. Kurzum: Muttermilch ist toll! Glücklicherweise kann Pre-Milch viele dieser tollen Eigenschaften heutzutage sehr gut reproduzieren.
Zubereitung von Pre-Milch
Gerade zu Beginn gilt es, auf gründliche Hygiene zu achten. Denn neugeborene Säuglinge haben noch kein Immunsystem und werden eigentlich durch die Muttermilch mit Antikörpern versorgt und so geschützt. Da der Hauptbestandteil von Pre-Milch Kuhmilch (oder manchmal auch Ziegenmilch) ist, ist es stets wichtig, den gesamten Fütterungsprozess so sauber wie möglich zu gestalten, denn tierische Produkte können schnell keimen und bei Babys zu Durchfällen, Koliken und anderen Krankheiten führen.
Deshalb sollten Sie vor der Zubereitung die Hände gründlich mit Seife waschen. Das Trinkwasser für die Flasche sollte mindestens fünf Minuten abgekocht werden, dann ist garantiert jeder Keim abgetötet. Anschließend das Wasser auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Das sind im Idealfall 37 Grad, also Körpertemperatur. Anschließend zwei Drittel der benötigten Wassermenge in die vorher sterilisierte Flasche füllen. Das Milchpulver nie mit zu heißem Wasser anrühren, denn dann könnten wichtige Inhaltsstoffe zerstört werden.
Nun das Pre-Nahrungs-Pulver in die Flasche geben. Informieren Sie sich vorher über den jeweiligen Bedarf Ihres Kindes. Die entsprechenden Mengenangaben stehen in der Regel immer mit auf der Verpackung. Oft liegt der Verpackung von Pre-Milch auch immer ein Dosierlöffel bei, mit dem das Dosieren der Pre-Milch besonders leichtfällt. Achten Sie stets darauf, das korrekte Mischverhältnis von Milchpulver und Wasser zu verwenden. Verwenden Sie zu wenig Milchpulver, fehlt es Ihrem Kind womöglich an benötigten Nährstoffen. Zu viel Pulver kann zu Unwohlsein, Verstopfungen und Koliken führen.
Verschließen Sie die Flasche und schütteln Sie kräftig, sodass sich die gesamte Pre-Milch auflösen kann. Im Anschluss das verbleibende Wasser in die Flasche geben. Zubereitete Flaschennahrung kann bis zu 60 Minuten lang im Flaschenwärmer warm gehalten und gefüttert werden. Danach ist die Verkeimungsgefahr zu groß, und eine frische Milch muss gemixt werden.
Unser Favorit
Hipp Bio Combiotik Pre

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- EU-Bio-Label
- Teuer
Die Hipp Bio Combiotik Pre kommt in einer Packung mit einem 600-Gramm-Beutel. Die Verpackung ist schlicht gehalten, aber clever durchdacht. Seitlich gibt es eine Papplasche, an der man den Portionierungslöffel mit Pre-Milch glattstreichen kann. Ferner kann man die Verpackung einwandfrei wieder verschließen, bedenkt man, dass sie aus Pappe hergestellt ist.
Auch Hipp ist ein Babynahrungshersteller, der bereits 60 Jahre Erfahrung auf dem Buckel hat. Das setzt eine konstant gute Qualität voraus. Hipp verwendet nach eigener Aussage nur streng kontrollierte biologische Zutaten. Hipp geht, wieder laut eigener Aussage, bei der Auswahl der Rohstoffe dabei über die gesetzlichen Anforderungen für Säuglingsmilchnahrungen hinaus.
Die Inhaltsstoffe sind so, wie sie sein sollten. Besonders gut finden wir auch hier wieder den Zuckergehalt, der dem der Muttermilch entspricht. Hipp verwendet Palmöl bei der Herstellung. Dieses Palmöl ist bio-zertifiziert und aus nachhaltigem Anbau und deshalb nicht so negativ zu betrachten, wie einige es tun.
Das Milchpulver plumpst im Test schwer in das warme Wasser. Es ist hellgelblich und riecht etwas fischig. Der Pre-Nahrung wird Calciumorthophosphat hinzugefügt, was sie leichter löslich macht. Der Stoff wird kritisch besprochen, schadet in einer solch kleinen Dosis nicht. Ohne ist aber immer schöner, finden wir.
Ein paar Mal kräftig schütteln, und schon hat man eine trinkfertige Pre-Milch. Der Geschmack ist gruselig, aber das ist bei fast allen Pre-Nahrungen der Fall. Und, wie zuvor erwähnt, stört Säuglinge der tranige Geschmack ganz offensichtlich nicht. Der Schaum, der nach dem Schütteln entsteht, fällt schnell wieder in sich zusammen. Gut so, denn Schaum kann in Babys Bauch für gemeine Blähungen sorgen und frischgebackenen Eltern die Nacht verhageln.
Die Hipp Bio Combiotik Pre ist verglichen mit anderen Bio-Pre-Nahrungen recht teuer. Sie ist fast überall erhältlich und auch bei vielen Onlinehändlern kann man sie problemlos nach Hause liefern lassen. Sie hat das europäische und das deutsche Bio-Siegel.
Hipp Bio Combiotik Pre im Testspiegel
Stiftung Warentest bewertete unseren Testsieger mit »gut« (Test 09/2025). Besonders die ernährungsphysiologische Qualität wurde gelobt.
Öko-Test (11/2025) verleiht der Hipp Bio Combiotik Pre das Ergebnis »Befriedigend«. Zur Abwertung führten hier erhöhte Mineralölbestandteile. Wir hatten bereits erwähnt, dass Verbraucherportale wie etwa Öko-Test oder Stiftung Warentest in der Regel weit über die Norm hinaus prüfen. In Pre-Nahrung werden immer wieder Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) gefunden, die sich, nachgewiesen, in Organen wie der Leber ablagern. Ob die Ablagerung dieser Mineralölbestandteile gesundheitsschädlich ist, wurde bis heute nicht nachgewiesen.
Zu gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) schreibt Öko-Test selbst:
[…] ob sie etwas anrichten und, wenn ja, was, ist noch unzureichend erklärt […]
Weitere Empfehlungen
Nestlé Beba Pre

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Stabile Verpackung
- Teuer
- Zusatzstoffe
- Viel Müll
Die Nestlé Beba Pre ist für die meisten eine sehr gute Wahl. Man kann sie fast überall kaufen, und die Verpackung ist luftdicht versiegelt, dunkel und isoliert. So bleiben alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten, kühl, frisch und lichtgeschützt verpackt. Denn UV-Strahlen und hohe Temperaturen sowie Feuchtigkeit und Sauerstoff können der Qualität von Pre-Nahrung schaden.
Die Aluminiummembran im Inneren der Dose lässt sich nach dem ersten Öffnen leicht entfernen und das Milchpulver kommt zum Vorschein. Es ist fluffig, hell und riecht angenehm. Der Pre-Milch liegt ein praktischer Dosierungslöffel bei. Mit dem kann man die benötigte Menge Pre-Milch aufnehmen und am inneren Rand der Dose abstreifen, sodass man immer gestrichene Löffel nimmt, so wie es jeder Hersteller rät. Denn nur so ist die genaue Dosierung gewährleistet.
Das Milchpulver fliegt leicht in die Flasche, die mit dem perfekt temperierten Wasser schon wartet. Das Pulver schmilzt mit einem leichten Zischen. Wow – so fein wie Puderzucker! Wir schütteln die Pre-Nahrung nur, weil es so vorgeschrieben ist. Nötig ist es eigentlich nicht. Sofort entsteht eine sämige, milchige Flüssigkeit, die angenehm riecht und nur Schaum bildet, wenn man wie verrückt schüttelt. Die Blasen fallen sofort wieder in sich zusammen.
Wie Nestlé das anstellt, können wir anhand der Zutatenliste herausfinden: Natriumorthophosphate, auch E 339 genannt. Dieses Mittel findet man in vielen Lebensmitteln und wird eher kritisch bewertet. Es fördert die Cremigkeit und steckt daher auch in anderen Pulver-Lebensmitteln wie Cappuccino-Pulver oder Ähnlichem Natürlich ist es in Pre-Milch-Pulver nur in der zugelassenen Menge vorhanden und daher nicht schädlich. Für den Anfang, also wenn das Baby gerade erst eingezogen ist und die Eltern eine Flasche nach der anderen anrühren, finden wir solche Hilfsmittelchen absolut okay. Später, wenn die Säuglinge nur noch drei bis vier Flaschen pro Tag trinken und es auch nicht mehr ganz so eilig haben, kann man aber darüber nachdenken, auf ein Produkt umzusteigen, das auf solche Zusatzstoffe verzichtet.
Der Geschmack stört Säuglinge nicht
Der Geschmack ist, wie bei 99 Prozent aller Pre-Milch-Pulver, zum Davonlaufen. Das ist den in Pre-Nahrung enthaltenen Fischderivaten oder Fischölen geschuldet. Man darf den manchmal gruseligen Geschmack von Pre-Milch aber nicht als negativen Punkt bewerten – denn die Babys stört er in der Regel nicht.
Aber da ist jedes Kind anders. Schaut man auf die Inhaltsstoffe, ist das erfreulich. Der Zuckergehalt ist so wie in Muttermilch. Das ist uns besonders wichtig, denn es ist nicht nötig, Säuglingen mehr Zucker zu verabreichen, als in Muttermilch vorhanden ist.
Toll fanden wir im Test auch, dass die Packung ganze 800 Gramm fasst. Auch das ist super für frisch gebackene Eltern, da man am Anfang mit dem Fläschchenmachen kaum hinterherkommt, so hungrig sind die kleinen Würmchen. Gut, wenn man zwischen dem ganzen Trubel nicht auch noch ständig Pre-Milch-Packungen öffnen oder besorgen muss.
Apropos besorgen: Die Nestlé Beba Pre bekommt man in beinahe allen gängigen Geschäften. Sie wird zuverlässig nachproduziert und es kommt selten zu Engpässen. Das ist nicht bei allen Produkten der Fall. Eine mittelschwere Katastrophe, wenn man ein Kind hat, das sich auf eine Pre-Milch eingeschossen hat.
Toll ist auch, dass man die Nestlé Beba Pre online bestellen kann – und das auch im Abo. Herrlich bequem kommt so die Pre-Milch immer rechtzeitig ins Haus geflattert, bevor man überhaupt gemerkt hat, dass die Milch schon wieder fast aufgebraucht ist. Die geöffnete Pre-Milch hält sich optimal gelagert bis zu drei Wochen.
Seiner Geldbörse zuliebe sollte man allerdings darauf achten, das von uns getestete Pulver der Pre-Nahrung zu kaufen. Die Beba Pre gibt es nämlich auch fertig zubereitet – pro Liter zahlt man hier allerdings etwa dreimal so viel wie für das Pulver. Und dieses ließ sich immerhin so problemlos auflösen, dass wir hier auf jeden Fall zur sparsamen Variante raten.
Das Nestlé-Unternehmen steht viel in der Kritik, in den unterschiedlichsten Bereichen. Das ist schade, und man kann nur hoffen, dass der immer größere Druck und der Wunsch der Konsumenten nach fairem Handel, transparenten Lieferketten und ökologischer Landwirtschaft bei dem Gigakonzern irgendwann einmal Früchte tragen. Leider ist die tolle, praktische Verpackung natürlich alles andere als nachhaltig und lässt sich auch schwer recyceln, da mehrere Stoffe eng verbunden sind.
Natürlich lässt sich Nestlé seine Marke und den hohen Standard, den das Unternehmen garantieren kann, vergolden. Soll heißen: Die Pre-Milch ist ziemlich teuer, wenn man bedenkt, dass die Kleinen einem ungefähr ein bis zwei Jahre lang die Haare vom Kopf trinken.
Immer wieder gibt es Rückrufaktionen von Pre-Milch von Nestlé wie auch von anderen Herstellern. Das wird medial meist sehr negativ dargestellt. Oft kommen die Rückrufaktionen aber aus dem Hause Nestlé selbst. Bedeutet: Es wird so akribisch getestet, dass, selbst wenn, nur eine Packung der Pre-Nahrung Verunreinigungen aufweist (das kann auch außerhalb des Produktionsprozesses passieren), alle Packungen der Charge zurückgerufen werden. Man kann sich also sicher sein, dass Nestlé sehr genau testet und auch über die Mittel verfügt, eine Rückrufaktion zu starten. Auch wird bei Negativ-Schlagzeilen oft vergessen, dass Produkte, die regelmäßig konsumiert werden und die in großer Stückzahl überall auf der Welt zu kaufen sind, eher mal auffallen. Das ist schlicht Statistik.
Schlussendlich muss jeder selbst entscheiden, was ihm oder ihr wichtig ist. Wir finden: Gerade am Anfang sind Sicherheit, perfekte Hygiene und Praktikabilität das Allerwichtigste. Und das ist bei der Nestlé Beba Pre alles gegeben.
Aptamil Pronutra Pre

- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Stabile Verpackung
- Teuer
- Zusatzstoffe
- Viel Müll
Die Aptamil Pronutra Pre ist ebenfalls eine sehr beliebte Anfangsmilch. Die praktische Umverpackung, die Menge (800 Gramm pro Packung) und die gute Verfügbarkeit sind schon mal wichtige Pluspunkte für frisch gebackene Eltern, die Besseres zu tun haben, als im Laden die richtige Pre-Milch zu suchen. Diese hier bestellt man sich ganz einfach nach Hause.
Ein großer Vorteil ist die robuste Umverpackung. Da geht sicher nichts rein oder raus. Natürlich hat das Nachteile für die Umwelt, was wir schade finden, aber gerade am Anfang, wenn die Säuglinge noch klein sind, muss man Kompromisse eingehen. Und für manche Eltern ist eine standhafte und unverwüstliche Verpackung genau das Richtige. Die Pre-Milch ist noch einmal extra versiegelt und verpackt. Ein praktischer Löffel ist auch dabei, mit dem kann man die Milch einfach portionieren. Hier hat sich Aptamil etwas einfallen lassen: Einen Extra-Abstreifbereich, sodass die Löffel sehr einfach glatt gestrichen werden können. Wir brauchen das nicht, finden es aber toll für Eltern, die so etwas als wichtig erachten oder auf eine solche Hilfe angewiesen sind.
Im Inneren der Verpackung finden wir einen QR-Code, der zur Website des Herstellers führt, man kann sie dort einfach bestellen. Auch Aptamil hat schon 40 Jahre Erfahrung mit dem Herstellen von sehr beliebter Säuglingsnahrung. So beliebt, dass Eltern und clevere Geschäftsleute aus Südostasien regelmäßig die Läden leerkaufen und damit auch für Schlagzeilen in der Boulevardpresse sorgen. Man sollte also gewarnt sein: Manchmal ist diese Pre-Milch plötzlich ausverkauft. Einige Geschäfte haben den Verkauf des Produktes deshalb auf eine haushaltsübliche Verzehrmenge reduziert.
Aptamil wirbt neuerdings damit, dass sie kein Palmöl in der Säuglingsnahrung verwenden, sondern andere Pflanzenöle. Die kommen zwar nicht so nah an das Original, die Muttermilch, heran, dramatisch ist das nicht. Denn alle Inhaltsstoffe müssen den gesetzlich vorgegebenen Normen entsprechen, was auch streng überwacht wird. Liest man auf der Aptamil-Seite, wird sehr viel versprochen und über Innovationen in der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe erzählt. Das ist cleveres Marketing, denn am Ende ist auch das hier eine ganz normale, gute Pre-Milch mit sehr hohem Beliebtheitsfaktor.
Was aber macht die Milch so gut, dass sie im Test zu unseren Top-Empfehlungen zählt? Zum einen das Wissen darum, dass Aptamil ständig forscht und seine Produkte immer den höchsten Standards entsprechen, die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, die Verpackung, der Service und: der Geschmack! Die Milch löst sich super schnell auf, schäumt wenig und kurz und schmeckt wirklich okay. Und zwar ungefähr so gut wie die Löwenzahn Organics Pre, die allerdings noch mal viel teurer ist. Nicht falsch verstehen: Auch die Aptamil Pronutra Pre spielt preislich ganz weit oben mit und ist sicher für viele Eltern auf Dauer nicht bezahlbar. Aber der Geschmack für den Preis und die hervorragende Qualität könnten es für einige wert sein.
Calciumorthophosphat erhöht die Löslichkeit
Zur guten Löslichkeit sei noch mal gesagt: Schaut man auf die Zutaten, liest man Calciumorthophosphat – ein Zusatzstoff, auch E 341 genannt, der die Löslichkeit von Lebensmitteln erhöht und auch kritisiert wird. Selbstverständlich ist Calciumorthophosphat in einer erlaubten und ungefährlichen Menge in der Pre-Milch enthalten und daher so nicht schädlich für den Säugling. Gleiches gilt für den ebenfalls enthaltenen Emulgator Sojalecithin (E 322). Dieser sorgt für die Cremigkeit, stabilisiert und sorgt für Volumen.
Wir haben nach unserem eigenen Test auch viele Bewertungen im Internet gelesen. Dort bemängeln einige Eltern, dass ihre Säuglinge plötzlich nicht mehr mit der Pre-Milch klarkommen und unter Durchfall und Blähungen leiden. Und wir haben nachgeschaut: Ja, Aptamil hat an einer Stellschraube bei den Inhaltsstoffen gedreht: Es wurde erst kürzlich auf Palmöl verzichtet und auf andere pflanzliche Fette umgestellt.
Wahrscheinlich war der Druck zu groß, denn Palmöl hat einen sehr negativen Ruf. Aber es ist tatsächlich so, dass Säuglinge empfindlich auf neue Milch reagieren können. Nach kurzer Zeit sollte sich das Verdauungssystem aber an das neue Produkt gewöhnt haben. Durchfälle bei Säuglingen sollten allerdings immer von einem Arzt abgeklärt werden.
Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch

- Enthält kein Fischöl
- Optimaler Zuckergehalt
- Nur nachhaltige Produkte
- Ohne Gentechnik und Pestizide
- EU-Bio-Label
- Sehr teuer
Die Löwenzahn Organics Pre-Milch ist eine sehr beliebte Pre-Milch, die mit innovativen Inhaltsstoffen oder Inhaltsstoff-Kombinationen produziert wird. Einzigartig ist, dass das Unternehmen, das übrigens von zwei Müttern gegründet wurde, Algenöl anstelle von Fischöl verwendet, um die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren in das Milchpulver zu bekommen. Darüber hinaus orientiert sich das Unternehmen an den aktuellsten Standards und Forschungsergebnissen aus der Lebensmittel- und Gesundheitsforschung. Auch Transparenz wird hier großgeschrieben. Auf der Hersteller-Seite findet man alle nötigen Informationen über alle Inhaltsstoffe, Informationen darüber, wo die Rohstoffe herkommen, und darüber, wie die Inhaltsstoffe sich positiv auf das Baby auswirken.
Das Unternehmen setzt neben Algenöl (statt Fischöl) auch auf die Verwendung von Palmöl. Diese Zutat wird immer negativ bewertet, da Palmöl in den Medien viel negativ besprochen wird. Palmöl ist aber nichts Schlechtes, sondern im Gegenteil: Palmitinsäure ist ein natürlicher Bestandteil von Muttermilch und extrem wichtig für die gesunde Entwicklung von Kindern. So kommt Löwenzahn Organics mit Bio- und RSPO-zertifiziertem Palmöl am nächsten an das Original, die Muttermilch, heran.
Palmöl wird deshalb kritisiert, da große Teile Ur- und Regenwald für den Anbau von Ölpalmen gerodet werden und infolgedessen Lebensraum vieler Tierarten zerstört wird. Das gilt aber nicht für Palmöl, das unter Bio- und RSPO-zertifizierten Richtlinien angebaut und geerntet wird. Jedenfalls nicht annähernd in diesem fatalen Ausmaß, in dem Palmöl für die Kosmetik- oder Kraftstoffindustrie gewonnen wird. Überdies heißt es, dass Palmöl Krebs erregen kann. Das stimmt theoretisch. Aber nur, wenn man es sehr stark erhitzt und anschließend in enormen Mengen zu sich nimmt. Weder das eine noch das andere trifft auf den Konsum von Palmöl beziehungsweise Palmitinsäure in dieser oder anderer Pre-Nahrung zu.
Wir schätzen das Rundum-Engagement von Löwenzahn Organics zum Thema Mutterschaft, Elternschaft und allgemein die Infotainment-Seite. Dort kann man auch den Bedarf des Kindes an Pre-Milch errechnen und ein Abo abschließen. So kommt die Pre-Milch immer pünktlich und bequem nach Hause. Es gibt neben der Pre-Milch noch allerhand anderer spannender und innovativer Produkte, wie beispielsweise Pre-Milch auf Ziegenmilchbasis. Die Lieferung ab zwei Packungen ist bereits kostenlos. Einzelne Pakete kosten 5 Euro in der Lieferung. Die Lieferung erfolgt zuverlässig innerhalb von ungefähr zwei Werktagen. Bei einem Abo kommt die Milch automatisch alle drei, vier oder fünf Wochen, je nach Bedarf.
Grundsätzlich verzichtet Löwenzahn Organics auf Gentechnik und Pestizide und hat das EU-Bio-Label und das deutsche Bio-Label. Die Umverpackung ist minimalistisch, aus ungebleichtem Zellstoff und ohne giftige Farbstoffe bedruckt. Das Innenleben gestaltet sich auch sehr zurückhaltend. Ein Beutel, ein Löffel, das war’s.
Algenöl statt Fischöl
Das Pulver hat eine gelbliche Farbe und riecht sehr angenehm nach Kuhmilch, ohne dabei an Stall zu erinnern. Der penetrante Fischgestank, den man von anderer Pre-Milch kennt, fehlt hier – Algenöl sei dank – vollständig. Das Portionieren geht einfach, wenn man den Dreh raus hat. Klar: Hier fehlt der extra Abstreifrand, wie ihn andere große Hersteller in ihre Verpackungen einbauen. Aber mit etwas Einfallsreichtum benötigt man den auch nicht. Wir streifen das Pulver einfach am inneren Packungsrand ab. Das Ergebnis ist das gleiche.
Die Milch liegt fluffig auf dem warmen Wasser und die Flasche muss kräftig geschüttelt werden, bis das Pulver sich aufgelöst hat. Was einige negativ bewerten, finden wir im Test super. Das ist der Beweis dafür, dass der Milch keine Zusatzstoffe zugesetzt wurden, die die Löslichkeit der Pre-Milch fördern. Gut so! Denn die haben in Babys Magen eigentlich nichts verloren.
Ein wenig Schaum entsteht, der aber nach wenigen Sekunden in sich zusammenfällt. Der Geschmack ist völlig okay. Wie Kuhmilch, in die eine Sushi-Rolle geplumpst ist. Gar nicht eklig, wie man es von anderen Pre-Milch-Produkten gewohnt ist. Sie als lecker zu bezeichnen, wäre aber auch übertrieben.
Die Löwenzahn Organics ist eine rundum tolle Pre-Milch mit nur sieben Gramm Zucker – genau so viel, wie in Muttermilch enthalten ist. Pro Kaufeinheit bekommt man 500 Gramm, die nach Öffnung ungefähr zwei Wochen haltbar ist. Einziger Nachteil dieser Pre-Milch ist ihr hoher Preis.
Die Stiftung Warentest machte die Löwenzahn im Test 09/22 übrigens zum Testsieger.
Bebivita Anfangsmilch Pre

- Günstig
- Gibt es in vielen Läden
- Online erhältlich
- Wird geliefert
- Zusatzstoff
Die Bebivita Anfangsmilch Pre kommt in einem 500-Gramm-Beutel und ist bezüglich Müll und Umweltschutz super aufgestellt. Nur ein schlichter Karton, ein Beutel und ein Löffel, mehr braucht diese Pre-Milch nicht. Die Bebivita Anfangsmilch Pre wird in vielen gängigen Läden geführt und kann auch online nach Hause bestellt werden. Allerdings ist sie bei den großen Onlinehändlern oft vergriffen. In Drogerien und Supermärkten ist die Pre-Milch unserer Erfahrung nach immer gut und zuverlässig zu bekommen. Sie ist nach Öffnung drei Wochen haltbar.
Auch Bebivita blickt auf 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Herstellung von Kinder- und Säuglingsnahrung zurück. Bebivita produziert nachhaltig und vieles auch unter Bio-Standards. Die Zutaten sind so wie vom Gesetz vorgeschrieben und besser. Der Zuckeranteil ist wie bei Muttermilch und nicht unnötig höher. Super ist auch der sehr niedrige Preis und die immer wieder positiven Bewertungen von namhaften Testinstituten im Bereich Nährstoffzusammensetzung.
Das Pulver ist hellgelb und riecht leicht nach Fisch. Es ist dick und pappig, löst sich aber flott auf, muss aber ordentlich geschüttelt werden. Es entsteht kurz ein wenig Schaum, der aber nach kurzer Zeit wieder in sich zusammensackt. Der Pre-Milch wurde Calciumorthophosphat hinzugefügt, was sie leichter löslich macht. Der Stoff wird eher negativ bewertet, schadet in einer solch kleinen Dosis nicht. Ohne ist aber immer schöner, finden wir.
Der Geschmack ist fürchterlich – wie der Geschmack von fast jeder Pre-Milch. Im Vergleich schmeckt die Bebivita Anfangsmilch Pre aber noch »gut«. Säuglinge stört der fischige Geschmack (meist) nicht. Das Fischöl enthält die gesetzlich vorgeschriebene DHA. DHA gehört, wie schon beschrieben, zu den Omega-3-Fettsäuren und ist essenziell in der optimalen Ernährung von Säuglingen. Die Bebivita Anfangsmilch Pre enthält auch Palmöl aus nachhaltigem Anbau, was wir begrüßen, da daraus die wichtige Palmitinsäure gewonnen wird, die auch in Muttermilch enthalten ist.
Außerdem getestet
Pure Goat Bio Anfangsmilch 1
Was bei der Pure Goat Bio Anfangsmilch zuerst ins Auge fällt, ist die modische Verpackung. Wir sind sicher, dass viele schon aus Designgründen zu diesem Produkt greifen, da es vermittelt, ein State-of-the-Art-Produkt zu sein. Der Regenbogen, die Wolke, die kleine Ziege – wir sind sicher, dass alle Großstadt-Eltern mit entsprechendem Einkommen sofort »hier« rufen, wenn es um die Entscheidung der besten Pre-Milch für ihr Kind geht. Auch der Preis ist so exorbitant, dass, markenpsychologisch clever gemacht, vom Verbraucher nur angenommen werden kann, dass es sich hier um das Beste vom Besten handelt. Ist das auch so?
Wir müssen jedenfalls gleich an die Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch denken, die mit ähnlichen Kniffen ein Markengefühl erzeugt. Bei der Löwenzahn Organics steckt allerdings auch was dahinter. Schauen wir uns die Pure Goat Bio mal an.
Nach der optisch perfekten Verpackung geht es hier um die Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit. Eine Metalldose mit Aluminiumverschluss, der weggeworfen wird, und ein Kunststoffdeckel. Wir können annehmen, dass es sich hier nicht um die nachhaltigste Verpackung handelt. Natürlich lädt der hübsche Print dazu ein, die Dose upzucyceln, aber davon kann nicht ausgegangen werden. Natürlich lassen sich in der leeren, ausgewaschenen Dose hervorragend Feuchttücher, Schnullis, Buntstifte und Co. aufbewahren – aber nicht jeder steht auf Upcycling. Deshalb finden wir die Dose nicht gerade ressourcenschonend.
In der Dose befindet sich, wie bei fast allen Pre-Milch-Produkten, ein Dosierlöffel. Aber hier steckt der Löffel in der Milch. Also: mitten im Milchpulver. »Nicht so clever«, denken wir, denn so muss Mama oder Papa erst mal mit dem Finger in das Milchpulver greifen. Das ist ganz sicher nicht die hygienischste Lösung. Natürlich wäscht man sich die Hände, aber dennoch ist das kein schönes Gefühl, jedes Mal mit den Fingern in das Essen des Babys zu fassen, bevor man die Flasche fertig machen kann. Natürlich kann man das bei einer einmaligen Aktion belassen und den Löffel fortan außerhalb der Verpackung aufbewahren oder bei jeder Verwendung in den Sterilisator werfen, aber das kann auf Dauer auch nicht die Lösung sein. Es wäre schöner, wenn der Löffel anders mitgeliefert werden würde. Bei der Aptamil Profutura DuoAdvance Pre z. B. klemmt der Löffel im Deckel.
Der Geruch ist hingegen wirklich klasse: schön milchig, leicht vanillig, sehr angenehm. Man bemerkt sofort, dass hier kein Fischöl verarbeitet wurde. Das riecht man sonst sehr penetrant raus.
Wir bereiten also die Milch zu und schütteln kräftig. Die Schaumbildung hält sich in Grenzen, was prima ist. Denn Schaum kann in kleinen Babybäuchen zu Schmerzen führen – und das will keiner.
Kommen wir zu den Inhaltsstoffen: Geht man auf die Homepage des Unternehmens, wird einem deutlich mitgeteilt, dass die Pure-Goat-Produkte ohne Palmöl, Fischöl und Sojaprodukte auskommen. Alles ist biozertifiziert und es wird nur A2-Ziegenmilch verwendet.
Was ist aber A2-Milch, die auch »Ur-Milch« genannt wird? Das Onlinemagazin Utopia hat dazu einen spannenden Artikel geschrieben. In dem heißt es:
»A2-Milch wird nur von Kühen produziert, die den reinen A2-Genotyp im Milcheiweiß aufweisen. Die Bezeichnung A2 oder A1 (das sind die beiden am häufigsten Vorkommnisse) bezieht sich auf die jeweiligen Caseine im Eiweißanteil der Milch. Das A1-Casein soll sich im Laufe der Zeit durch eine Mutation bei den Rindern entwickelt haben. Für den menschlichen Verdauungstrakt soll die Milch, die lediglich das A2-Casein enthält, besser sein.«
Ergo: A2-Milch soll angeblich besser sein für Menschen mit Unverträglichkeiten. Da Ziegenmilch keine Kuhmilch ist, entfällt der Faktor der Kuhmilchallergie beziehungsweise der Intoleranz von Laktose. Bedeutet: Ziegenmilch ist immer A2-Milch. Eine neuseeländische Studie ergab, dass Ziegenmilch in Milchnahrung für Kinder besser verträglich sei als Alternativen auf Kuhmilchbasis. Im Text heißt es:
- abgekochtDas Kasein-Profil von Ziegenmilch ist dem der Muttermilch ähnlicher, weil sie wenig αs1-Kasein, aber einen höheren Anteil an β-Kasein enthält.
- Das in Kuhmilch-Säuglingsnahrung enthaltene β-Laktoglobulin ist verdauungsresistenter als das in Ziegenmilch-Säuglingsnahrung enthaltene.
- Der niedrigere Gehalt an αs1-Kasein sowie die effizientere Verdauung des β-Laktoglobulins kann eine mögliche Erklärung dafür sein, dass Ziegenmlich-Säuglingsnahrung weniger allergieauslösend ist als Kuhmilch-Säuglingsnahrung.
Man kann also laut dieser Studie davon ausgehen, dass die Pure Goat Bio Anfangsmilch langfristig von Babys mit einer Laktoseunverträglichkeit besser verstoffwechselt wird. Das macht sie für diese Gruppe von Kindern zu einem ausgezeichneten Produkt. Der hohe Preis erklärt sich also nicht nur aus dem Marketing und dem Packaging, sondern auch aus den hochwertigen Bio-Inhaltsstoffen. Ziegenmilch ist nämlich teurer als Kuhmilch.
Schaut man weiter auf der Homepage, sieht man, dass sich bei Transparenz und Herkunft extrem viel Mühe gegeben wurde. Die Gründer schildern hier ihre eigene Motivation hinter dem Produkt. Das alles wirkt vertrauensbildend.
Was wir auch herausfinden – und das wurde durch das reine Betrachten der Verpackung nicht klar: Das Produkt ist halal-zertifiziert. Das haben wir so nur noch bei der Aptamil Profutura DuoAdvance Pre sowie der Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch auf Ziegenmilchbasis gesehen.
Zu den weiteren Inhaltsstoffen und der Zusammensetzung: Es sind ausschließlich nachvollziehbare und unkritische Inhaltsstoffe enthalten. Sogar Vitamin K findet man in der Zutatenliste, was für Neugeborene wichtig ist. Bei der Zusammensetzung der Nährstoffe wurde auch genau aufgepasst. Beim Fettgehalt könnte noch etwas nachgelegt werden. Mit 3,4 Gramm sind die 4 Gramm von Muttermilch noch recht weit entfernt. Die ähnlich teure Löwenzahn Organics macht das mit 3,6 Gramm besser. Beim Zucker liegt die Pure Goat Bio Anfangsmilch mit 7,3 Gramm 0,3 Gramm über dem Gehalt in der Muttermilch (7 Gramm). Auch das macht die Löwenzahn Organics besser, denn hier finden wir exakt 7 Gramm Kohlenhydrate.
Dabei ist die Pure Goat noch mal eine ganze Ecke teurer als die von Löwenzahn, was aber an der Ziegenmilch liegt. Auch Löwenzahn Organics bietet Pre-Milch aus Ziegenmilch an, die dann aber wiederum etwas teurer ist als die von Pure Goat.
Hipp HA Combiotik
Die Hipp HA Combiotik macht uns schon beim Auspacken so wütend, dass wir uns bemühen müssen, objektiv zu bleiben. Was der Hersteller Hipp hier angeblich versucht, ist, Eltern das Leben leichter zu machen.
Die vollständig aus Plastik bestehende Flasche ergibt eine Flasche Pre-Milch à 200 Milliliter. Verkauft wird diese Darreichungsform als besonders praktisch, da hier nichts angerührt werden muss.
Da wurde aber nicht mitgedacht. Eine Flasche sollte immer Körpertemperatur haben, also etwa 37 Grad. Diese Milch hat aber maximal Zimmertemperatur. Wenn man also einen hungrigen Säugling hat, der laut nach Nahrung verlangt, muss es schnell gehen. Aber diese Flasche muss erst einmal erwärmt werden. Das geht nur, indem man die Milch in die Trinkflasche füllt und in einen Fläschchenwärmer stellt.
Das dauert einige Minuten, selbst wenn man das beste Gerät hat. In die Mikrowelle darf man die Flasche auf keinen Fall stellen, da immer die Gefahr besteht, das Kind mit zu heißer Milch zu verbrühen. Das bedeutet also für die Eltern, dass sie ihr Kind, solange sie auf die Milch warten, beruhigen müssen. Stress pur für alle Beteiligten.
Der zweite Kritikpunkt betrifft die Verpackung. Wenn man davon ausgeht, dass ein Baby von Geburt an mit dieser Milch gefüttert wird, und zwar bis zum ersten Lebensjahr, sind das nach unseren Berechnungen circa 1.300 Flaschen Plastikmüll, ausgehend von den allgemeinen Fütterungsempfehlungen. Natürlich gibt es immer Schwankungen und individuelle Handhabungen – aber grundsätzlich ist die Frage schon erlaubt, wie es sein kann, dass 2023 noch so viel Plastikmüll produziert wird.
Der dritte Kritikpunkt ist der Preis. Pro Flasche mit 200 Millilitern zahlen Eltern ungefähr zwei Euro. Das ist so viel, wie eine angemischte Flasche (200 Milliliter) Pure Goat Bio Anfangsmilch kostet – ein absolutes Premiumprodukt. Insgesamt wären das ungefähr 2.600 Euro bis zum ersten Lebensjahr. Ganz schön viel Geld für Milch.
Dabei ist die Hipp HA Combiotik nicht mal bio! Das geöffnete, unerwärmte Fläschchen muss im Kühlschrank (bei vier bis sechs Grad) aufbewahrt und innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden. Und wenn kein Kühlschrank da ist? Dann hat man dieses Plastikmüll-Fläschchen, das zwei Euro kostet, das Kind hat womöglich nur dran genippt, ist eingeschlafen, und den Rest kann man wegschütten. Testergebnis: negativ!
Was man der Hipp HA Combiotik zugutehalten muss, ist, dass sie mit nur sieben Gramm Zucker auskommt, was wir toll finden. Das war’s dann aber auch schon. Wir raten dringend vom Kauf dieses Produktes ab und hoffen, dass die Produktentwickler von Hipp erkennen, dass sie einen Fehler gemacht haben. Denn das Produkt ist nur teuer und macht Müll.
Bebivita Hydrolysierte Anfangsnahrung
Die Bebivita Hydrolysierte Anfangsnahrung ist eine hypoallergene (HA-)Säuglingsnahrung, die ab Geburt bis zum Ende des Flaschenalters (bis drei Jahre) gegeben werden kann. Die Verpackung ist aus recyceltem Karton gefertigt, fröhlich bedruckt und lässt vermuten, dass es sich um ein Bio-Produkt handelt. Die Farben und Formen haben etwas Reformhausmäßiges an sich. Der Hersteller schreibt:
»Bebivita PRE HA enthält hydrolisiertes Eiweiß, das heißt, es wird in kleine Bausteine aufgespalten. In Bebivita PRE HA ist Lactose als einziges Kohlenhydrat enthalten. So eignet sie sich auch besonders gut zum Zufüttern neben dem Stillen.«
Das bedeutet, dass Kinder, die eine Tendenz zu Allergien haben oder bei denen vermutet wird, dass sie eine Allergie haben, diese Milch besser vertragen. Viele Eltern von betroffenen Kindern berichten, dass HA-Pre-Milch tatsächlich eine Besserung erzielt. Die Deutsche Hebammen Zeitschrift sagt dazu:
»Es gibt jedoch bislang keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die aktuell auf dem Markt erhältlichen HA-Nahrungen zur Verhinderung des Entstehens einer Allergie geeignet sind. Sie werden deshalb nicht empfohlen.«
Auch hat die Bebivita Hydrolisierte Anfangsnahrung keine Bioqualität, was die Wahrscheinlichkeit, Allergene zu erhalten, eher erhöht. Die Pre-Milch enthält das DLG Siegel. Was bedeutet das?
»DLG-geprüftes Allergen-Management – so heißt der neue Zertifizierungsstandard zur Vermeidung unbeabsichtigter Allergeneinträge* in Lebensmittel. Auf dieser Basis haben DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) und DAAB e.V. (Deutscher Allergie und Asthmabund) gemeinsam praxisnah ein Produktlabel entwickelt, das eine fehlende gesetzliche Regelung schließt und damit allen Marktbeteiligten mehr Sicherheit bietet. Unbeabsichtigte Allergeneinträge in Lebensmittel können aufgrund von Produktionsbedingungen oder vorbelasteter Rohware nicht immer vollständig ausgeschlossen werden. Sie stellen Hersteller, Handel und Allergiker derzeit vor große Herausforderungen. Denn in relevanten Mengen können sie bei betroffenen Verbrauchern zu unerwünschten allergischen Reaktionen führen.«
Wir fassen zusammen: Das Siegel bedeutet genau genommen gar nichts. Es vermittelt Eltern von allergisch reagierenden Kindern falsche Sicherheit. Das finden wir schwierig.
Der Verpackung liegen ein Dosierlöffel und ein Paket Milchpulver bei, mehr braucht es auch nicht. Die Zubereitung ist sehr einfach, es klumpt nichts und es entsteht kein Schaum. Kein Wunder, denn hydrolysiertes Eiweiß schäumt nicht. Die Nährwerte sind einwandfrei austariert und nah am Original der Muttermilch, was sich für uns positiv auf unser Testergebnis auswirkt.
Der Preis der Bebivita Hydrolysierten Anfangsnahrung ist niedrig, weshalb bestimmt viele Eltern mit allergischen Kindern darauf zurückgreifen. Wir finden aber, solange nicht nachgewiesen ist, dass HA-Produkte wirklich einen Nutzen haben, sollte man die Finger davon lassen.
Aptamil Profutura DuoAdvance Pre
Die Aptamil Profutura DuoAdvance Pre kommt, ähnlich wie die Aptamil Pronutra, in einer sehr stabilen Verpackung. Ein regelrechtes Gepäckstück ist das. Solide, robust und unverwüstlich. Mitgeliefert wird ein praktischer Löffel, der im Deckel klemmt. Superclevere Idee. Leider ist die Wahl der Form des Löffels wiederum nicht so clever. Was ist falsch am runden Löffel? Wahrscheinlich klappt die coole Technik mit einem runden Löffel nicht.
Deshalb hier ein kleiner Satz für Produktdesigner: Es hat geklappt, aber nervt leider in der Praxis. So ein eckiger Löffel kann schnell sperrig werden, wenn man mitten in der Nacht Pudermilch in eine kleine, runde Öffnung füllen muss. Der Abstreichrand ist auch hier vorhanden, was schön, aber nicht unbedingt nötig ist.
Die Verpackung wirkt, als würde es sich um ein medizinisches Produkt handeln. Zellmembranen und Moleküle werden grafisch angedeutet. Eine schimmernde Doppelhelix schlängelt sich im Hintergrund. Es sieht aus wie Sportnahrung für Spitzenathleten. Oder wie ein extrem teures Diätpulver. Der Hersteller schreibt:
»Aptamil Profutura DUOADVANCE Pre basiert auf den neuesten Erkenntnissen aus über 50 Jahren Pionierarbeit in der Forschung und setzt mit der patentierten Formel neue Standards für Aptamil: Unsere besondere Nährstoffkombination mit einem innovativen und einzigartigen Prozess. Hochwertiges Milchfett sorgt auch für einen angenehmen Geschmack.«
Konkret wird hier also nichts genannt. Wir schauen auf die Inhaltsstoffe. Alles ist wie bei fast allen anderen auch. Uns fällt Guanosin-5′-Monophosphat ins Auge. Was ist das? Wikipedia sagt dazu:
»Guanosinmonophosphat (GMP) ist ein Nukleotid, der Phosphorsäureester des Nucleosids Guanosin. Es bildet zusammen mit Adenosinmonophosphat (AMP), Cytidinmonophosphat (CMP) und Uridinmonophosphat (UMP) die Grundbausteine der Ribonukleinsäure (RNA). Als Bestandteil der RNA kommt GMP in allen Lebewesen vor. Die RNA dient in Zellen zur Umsetzung von genetischen Informationen aus der Desoxyribonukleinsäure (DNA) in Proteine. Es wird industriell in der Regel mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt, die auch gentechnisch verändert sein können. Guanosinmonophosphat ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 626 (…) zugelassen.«
Es klingt nicht so, als wolle man das in der Säuglingsnahrung des eigenen Kindes haben. Recherchiert man weiter, findet man raus, dass GMP auch ein Geschmacksverstärker ist. Fazit: In Aptamil Profutura DuoAdvance Pre ist Geschmacksverstärker enthalten. Das ist schon mal ein dicker Minuspunkt.
Was ist noch besonders? Galacto-Oligosaccharide. Was ist das? Das sind Ballaststoffe, gewonnen aus Mehrfachzucker, die gut für die Entwicklung der Darmflora des Babys sein sollen. Diese Stoffe sind auch in Muttermilch enthalten. Man weiß ja, wie wichtig eine gesunde Darmflora ist, und wir finden diesen Zusatz deshalb prima.
Was noch? 2’Fucosyllactose. Das sind humane Milch-Oligosaccharide, die das Immunsystem unterstützen und die Förderung des Wachstums guter Bakterien im Darm anregen sollen. Langsam wird es wirklich medizinisch.
Aptamil schreibt dazu:
»Bei unserem einzigartigen Prozess kommen natürliche Milchsäurebakterien zum Einsatz, die schon im Herstellungsprozess einen Teil der Milch auf positive Weise vorverdauen.«
Sonst sind aber alle Inhaltsstoffe und Nährstoffe unauffällig und mehr oder weniger so wie in all unseren empfohlenen Pre-Milch-Produkten auch. Die Nährwerte sind erfreulich nah an denen von Muttermilch, was wir positiv bewerten.
Die Zubereitung ist halbwegs einfach, der Löffel nervt nach wie vor etwas. Die Milch riecht lecker und schäumt normal. Der Preis liegt im soliden Mittelfeld. Also wären der Löffel und der Geschmacksverstärker nicht, würden wir die Aptamil Profutura DuoAdvance Pre anstandslos empfehlen.
dm Bio Anfangsmilch Pre
Die dm Bio Anfangsmilch Pre ist von der Hausmarke des Drogeriemarkts dm. Das limitiert die Verfügbarkeit schon mal auf eine der 2.000 Filialen in Deutschland. Oder man bestellt die Pre-Milch ganz entspannt nach Hause. Ein Abo wird allerdings nicht angeboten. Die Pre-Milch erfüllt alle gesetzlich geregelten Standards und auch noch jene, die das EU-Bio-Siegel und das deutsche Bio-Siegel vorschreiben.
Die Verpackung ist schlicht und macht wenig Müll, was wir super finden. Auch finden wir gut, dass gleich zwei Beutel à 300 Gramm in der Packung sind. Das ist optimal für Eltern, deren Kind schon etwas älter ist und nur noch wenig Pre-Milch zu sich nimmt. Denn ein geöffneter Beutel sollte immer schnell verbraucht werden. Dieses Produkt hält sich zwei bis drei Wochen.
Leider enthält die Pre-Milch unserer Meinung nach unnötig viel Zucker. Mit 7,8 Gramm auf 100 Milliliter des fertig angemischten Erzeugnisses liegt das Produkt 0,8 Gramm über dem Zuckeranteil von Muttermilch. Schade!
Das Pulver riecht okay und ist hellgelb. Es liegt leicht auf der Wasserfläche und erst durch kräftiges Schütteln verbinden sich die Stoffe. Das erzeugt ordentlich Schaum, der auch so schnell nicht verschwindet. Wohl dem also, der ein geduldiges Baby und einen Flaschenwärmer hat. Der Geschmack ist wie bei fast allen Pre-Milch-Produkten nicht schön. Aber das stört Säuglinge meist nicht. Auch diese Pre-Milch enthält Palmöl aus Bio-Landwirtschaft, was gut ist. Und Fischöl, wie alle anderen Pre-Milch-Produkte auch (bis auf die Löwenzahn Organics Pre).
Uns wundert die etwas schwergängige Löslichkeit, denn auch dieses Produkt enthält das oft kritisierte Calciumphosphat. Ein Zusatzstoff, auch E 341 genannt, der bei Lebensmitteln dazu führt, dass sie sich schneller auflösen, also ein Trennmittel. Das Calciumphosphat ist in einer erlaubten und ungefährlichen Menge in der Pre-Milch enthalten und daher nicht schädlich für den Säugling. Ohne ist jedoch schöner, finden wir.
Der Preis ist unschlagbar niedrig, weshalb dieses Produkt auch oft in den Filialen vergriffen ist. Online ist das Produkt stets verfügbar. Leider für Versandkosten von 4,95 Euro. Man kann sich das Produkt aber auch in eine Filiale seiner Wahl bestellen. Das kostet registrierte Kunden nichts, andere 2,95 Euro Servicepauschale.
Milupa Milumil Pre
Die Milupa Milumil Pre kommt auch aus dem Hause Aptamil und ist in vielen Läden erhältlich. Optisch ist die Verpackung so aufbereitet, dass man meint, es handle sich um ein Bio-Produkt. Das ist aber nicht der Fall. Das moderne und hübsche Design ist trotzdem ansprechend. Die Verpackung ist genauso praktisch wie die der Aptamil Pronutra Pre – schließlich ist es die gleiche. Leider macht auch sie genauso viel Müll. Allerdings ist die Dose stabil und somit sicher. Auch diese Verpackung bietet viele Vorzüge für frisch gebackene Eltern, denn ein Abstreichbereich für den Portionierungslöffel ist in den Deckel integriert und die Dose lässt sich perfekt verschließen.
Auch diese Pre-Milch ist sehr beliebt und man kann sie in vielen Geschäften und auch online problemlos bei diversen Quellen beziehen. Leider enthält diese Pre-Milch etwas mehr Zucker als Muttermilch und andere Pre-Milch-Produkte auf dem Siegertreppchen, was wir negativ bewerten. Denn es ist schlicht unnötig und erwiesenermaßen nicht so optimal für Säuglinge und Kleinkinder. Aber auch hier wieder: Selbstverständlich liegt der Wert im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen. Hersteller haben einen Spielraum – hier wurde er etwas anders ausgereizt als bei anderen.
Auch diese Pre-Milch fällt satt auf das warme Wasser und löst sich in Sekundenschnelle auf. Das ist perfekt für ungeduldige Eltern, die keine Lust auf großes Schütteln haben. Gerade nachts hat niemand die Muße, groß nachzuschauen, ob das Pulver verklumpt oder sich womöglich noch oben in der Flasche von innen in den Sauger legt und dem Kind so die Nahrungszufuhr abschneidet. Jeder, der das mal erlebt hat, freut sich über ein Pulver, das sich rasch und zuverlässig auflöst.
Wie Milupa das hinbekommt, liest man in den Zutaten. Dort entdeckt man Calciumorthophosphat (E 341) und den Emulgator Sojalecithin (E 322) – Stoffe, die die Löslichkeit, das Volumen und die Cremigkeit von Lebensmitteln verstärken und nicht unkritisch gesehen werden. Bei der Löwenzahn Organics Pre findet man diese Stoffe beispielsweise nicht. Natürlich sind diese Stoffe in einer gesetzlich erlaubten Menge vorhanden und schaden dem Kind nicht.
Holle Bio Pre
Die Holle Bio Pre Milch trägt stolz ein Label, das das Höchste der Gefühle im Hinblick auf Bio-Label in Deutschland darstellt: das Demeter-Siegel. Nun, im Detail würde es hier den Rahmen sprengen, zu erklären, was das genau bedeutet. Nur so viel: Demeter steht für ganzheitlich biodynamische, nachhaltige Landwirtschaft, übertrifft das EU- und das DE-Bio-Siegel in seinen selbstkreierten Auflagen und legt den Fokus auf Tier- und Menschenwohl.
Die Pre-Milch kommt in einem schlichten Karton ohne viel Trara und mit einem Beutel mit nur 400 Gramm Pulver. Ziemlich wenig, finden wir. Der Knaller: Es gibt keinen Portionierungslöffel. Grundsätzlich eine super Sache, denn das erzeugt weniger Müll. Trotzdem benötigt man ja einen. Wir fragen uns, ob der bei unserer Packung einfach fehlte oder ob das eine generelle Philosophie von Holle ist. Wir leihen uns für die Fotos und den Test den Löffel aus der Packung von Humana. Den Beutel kann man mit einem praktischen Aufkleber wieder verschließen. Super!
Ein Blick auf die Inhaltsstoffe: alles drin, was reingehört, alles in bester Bio-Qualität und aus nachhaltigem Anbau. Sogar wertvolle Auszüge aus einer speziellen Mikroalge sind enthalten. Wirklich: perfekte Inhaltsstoffe, die nachweislich die Entwicklung des Kindes ganzheitlich fördern. Leider hat die Pre viel mehr Zucker als Muttermilch. 7,8 Gramm auf 100 Milliliter zubereiteter Flaschennahrung. Das sind 0,8 Gramm mehr, als im Durchschnitt in Muttermilch enthalten ist. Finden wir nicht so toll.
Das Pulver löst sich nicht gleich und muss kräftig geschüttelt werden. Der dabei entstehende Schaum fällt schnell in sich zusammen und die Milch kann schnell verfüttert werden. Der Geschmack ist schlimm – so wie viele Pre-Milch-Sorten einfach grausig schmecken. Diese Kombination aus Alge, Fisch und Milch: Ba! Babys stört der Geschmack meist nicht. Gut, dass wir aus dem Alter raus sind. Preislich liegt diese Pre-Milch im oberen Bereich und man kann sie in vielen großen Drogerien, Bioläden, Reformhäusern und auch online kaufen – sogar bei Amazon.
Kendamil Classic First Infant Milk
Eltern, die sich bereits mehrere Jahre durch den Dschungel an Babyprodukten kämpfen, sind mit den meisten Herstellern sicherlich vertraut, und es reicht meist der Name, um ein bestimmtes Produkt vor Augen zu haben. Die Marke Kendamil ist hierzulande jedoch eher unbekannt. Dennoch ist Kendamil laut Herstellerangaben der einzige britische Milchnahrungshersteller für Babynahrung – und das seit mehreren Jahrzehnten.
Die Verpackung der Kendamil First Infant Milk vermittelt bereits einen sehr ansprechenden und hochwertigen ersten Eindruck. Sie ist robust und mit 800 Gramm Gewicht fällt sie unter den vielen Kartonverpackungen auf. Viele Hinweise zieren die runde Dose: ohne Palmöl, Siegel, familiengeführtes Unternehmen, preisgekrönte Rezeptur.
Ein Löffel zum Zubereiten der Milchnahrung liegt der Verpackung bei. Das Milchpulver ist sehr fein, hat eine gelbliche Farbe und wird aus Kuh-Vollmilchpulver hergestellt. Beim Öffnen der Versiegelung kommt uns kein unangenehmer Geruch oder sonstiges entgegen. Der Hersteller gibt explizit an, kein Fischöl zu verwenden.
Bei der Zubereitung der Milchnahrung müssen wir zweimal hinschauen, denn diese unterscheidet sich doch stark von der üblichen Zubereitung der meisten Hersteller. Wasser wird abgekocht und anschließend auf knapp 70 Grad Celsius abgekühlt. Die entsprechende Menge an Milchpulver wird ins Fläschchen gefüllt, geschüttelt und kann sodann bei Körpertemperatur verzehrt werden. Wie das Ganze wohl schmeckt? Recht gut, finden wir!
Insgesamt löst sich das Pulver schnell auf und wird zu einer cremigen Konsistenz. Das kann darauf zurückgeführt werden, dass bei Kendamil First Infant Milk Vollmilch als Hauptfettquelle verwendet wird. Laut Kendamil wird daher weniger Pflanzenöl verwendet und komplett auf Öle aus Palm und Soja verzichtet.
Die Zutaten und Nährwerte möchten wir uns noch genauer ansehen: In der Formel enthalten sind die beiden Ballaststoffe Galacto-Oligosaccharide (GOS) sowie Fructo-Oligosaccharide (FOS). Die Präbiotika sorgen für eine verbesserte Darmflora. Enthalten ist auch die Aminosäure Taurin, die in der Muttermilch in hoher Konzentration vorkommt und wichtig für die Fettaufnahme ist.
Bei einem Inhaltsstoff müssen wir kurz stutzen, denn der Begriff ist uns nicht unbekannt: Guanosin-5′-Monophosphat, denn diesen Zusatzstoff haben wir bereits in der Aptamil Profutura DuoAdvance Pre bemerkt. Es handelt sich bei Guanosinmonophosphat (GMP) um einen Geschmacksverstärker. Daher gibt es auch hier für Kendamil einen dicken Minuspunkt. Schade, denn insgesamt gefällt uns die Pre-Nahrung aus Vollmilch recht gut. Allerdings ist das Produkt leider nur online erhältlich. Preislich befindet sich die Kendamil First Infant Milk im überdurchschnittlichen Bereich.
Babylove Anfangsmilch Pre
Die Babylove Anfangsmilch Pre stammt von der Eigenmarke der Drogeriekette dm und ist sowohl in den Läden als auch online erhältlich. Im Vergleich zu den meisten anderen Milchnahrungsherstellern ist die Verpackung der Babylove Anfangsmilch Pre schlicht. Die Vorderseite empfinden wir als etwas inhaltsarm. Insgesamt enthält die Verpackung jedoch die wichtigsten Angaben, die gesetzlich vorgegeben sind. Hierzu gehören etwa Hinweise zur Zubereitung, Dosierung und Lagerung.
Die Verpackung ist aus recycelten Materialien hergestellt und enthält neben einem 500-Gramm-Beutel zusätzlich ein Löffelchen zum Dosieren. Mehr braucht es auch nicht.
Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt uns mit 8,0 Gramm pro 100 Milliliter trinkfertiger Milch einen recht hohen Zuckergehalt an. Keine andere Pre-Nahrung in unserem Test weist einen höheren Wert auf. Im Vergleich dazu: In Muttermilch werden 7 Gramm Zucker auf 100 Milliliter gemessen. Der Zuckergehalt ist aus unserer Sicht daher unnötig und auch verbesserungsbedürftig. Weiterhin ist Palmöl enthalten, welches von vielen Seiten regelmäßig kritisiert wird. In sehr geringen Mengen, wie es bei der Pre-Nahrung vorgegeben ist, ist dies allerdings unbedenklich.
Nachdem wir für die Zubereitung Wasser abgekocht und anschließend abkühlen lassen haben, kippen wir die angegebene Dosierung ins Fläschchen. Das Milchpulver plumpst schwer ins Wasser und bildet einen Schaum, der sich nicht sofort auflöst. Der Geschmack ist trotz enthaltenen Fischöls unerwarteterweise ganz okay. Ob das am hohen Zuckergehalt liegt?
Die Anfangsmilch von Babylove ist eine der günstigsten in unserem Test.
Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch auf Ziegenmilchbasis
Mit der Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch auf Ziegenmilchbasis haben wir nicht nur ein weiteres Produkt aus dem Hause Löwenzahn Organics im Test, sondern neben der Pure Goat Bio Anfangsmilch 1 ein zusätzliches Produkt, welches auf Ziegenmilch statt Kuhmilch setzt.
Das Packaging ist ansprechend. Die wichtigsten Informationen finden sich auf einen Blick und auch nennenswerte Siegel, wie etwa das EU-Bio-Logo und das deutsche Bio-Siegel, werden ausgewiesen. Auf der Verpackung nicht aufgelistet, jedoch auf der Website: Das Produkt ist halal-zertifiziert Das ist nur bei zwei weiteren Produkten in unserem Test der Fall.
In der aktuellen Version wirbt der Hersteller mit dem Hinweis, dass die Anfangsmilch DHA (Docosahexansäure) enthält. Das ist uns ebenfalls bei einigen anderen Verpackungen aufgefallen. Der Zusatz der Omega-3-Fettsäure ist seit 2020 gesetzlich vorgeschrieben. Da es sich mittlerweile um eine Selbstverständlichkeit handelt, sollte diese Werbung im Packaging laut Gesetzgeber ab Februar 2025 nicht mehr als Hinweis ausgewiesen werden.
Besonders gut gefällt uns das hohe Maß an Transparenz, welchem die Gründerinnen von Löwenzahn Organics einen hohen Stellenwert beimessen. Das zeigt vor allem der Transparenz-Code auf der Unterseite der Verpackung, welcher anzeigt, wo die Zutaten der Milchnahrung hergestellt werden.
Und auch sonst lesen sich die Zutatenangabe und die Zusammensetzung wie ein erstklassiger Aufsatz: Bioprodukte aus ökologischer Landwirtschaft, also ohne Gentechnik und Pestizide, kein Palmöl, Algenöl anstatt Fischöl, Ziegenvollmilchpulver, Zuckergehalt von 7,0 Gramm (wie bei Muttermilch). Ebenfalls enthalten sind Galacto-Oligosaccharide (GOS). Hierbei handelt es sich um Ballaststoffe, die aus Mehrfachzucker gewonnen werden und sich positiv auf die Darmflora auswirken.
Die Bio Pre Anfangsmilch von Löwenzahn Organics enthält A2-Ziegenmilch – ebenso wie die von uns getestete Pure Goat Bio Anfangsmilch 1. Im entsprechenden Absatz wird genauestens erläutert, was genau A2-Milch bedeutet.
Ziegenmilchnahrung ist grundsätzlich dafür bekannt, für die Verdauung besser verträglich zu sein. Säuglingsanfangsnahrung auf Ziegenmilchbasis eignet sich daher besonders gut für Säuglinge mit Verdauungsproblemen oder bei einem möglichen Verdacht auf Kuhmilchunverträglichkeit. Zur Allergievorbeugung ist Ziegenmilch jedoch nicht geeignet.
Das hellgelbliche Pulver löst sich gut und recht zügig im Wasser auf. Ein wenig Schaum wird auf der Oberfläche erzeugt, geht nach kurzer Zeit jedoch zurück. Geschmacklich empfinden wir die Pre-Nahrung auf Ziegenmilchbasis als absolut in Ordnung.
Insgesamt kann uns die Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch auf Ziegenmilchbasis überzeugen. Lediglich der Preis fällt enorm hoch aus. Das Kilogramm kostet knapp 42 Euro. Das muss man sich natürlich erst einmal leisten können. In unserem Test ist die Löwenzahn Organics die mit Abstand teuerste.
Die Produkte von Löwenzahn Organics finden sich nicht nur im Onlineshop des Herstellers, sondern auch in den gängigen Drogeriemarken Müller, Rossmann und dm.
Aptamil Bio Pre
Die Aptamil Bio Pre ist das dritte Produkt des langjährigen Herstellers von Babynahrung, welches wir in unserem Test aufnehmen. Wie auch die Aptamil Profutura DuoAdvance Pre und die Aptamil Pronutra Pre erhält man die Aptamil Bio ebenfalls in einer robusten Verpackung. Das ist nicht ganz umweltschonend, hat allerdings auch seine Vorteile: Durch die große Öffnung lassen sich trinkfertige Fläschchen schneller zubereiten, es geht nichts daneben und auch das Verschließen erweist sich als effizienter.
Die Aptamil Bio Pre, vorher bekannt unter dem Namen Aptamil Organic Pre, verzichtet in ihrer Zubereitung auf Palmöl und setzt stattdessen auf die pflanzlichen Öle Sonnenblumen-, Kokos- und Rapsöl. Das Produkt ist mit dem EU-Bio-Logo sowie dem deutschen Bio-Siegel versehen.
Nachdem wir den stabilen Deckel geöffnet und die Versiegelung entfernt haben, bereiten wir die Milchnahrung nach den Herstellerangaben zu. Zum Dosieren nutzen wir den integrierten Löffelabstreifer, der uns gut gefällt. Es geht aber auch ohne. Besser und recht clever finden wir hingegen die Möglichkeit, den Löffel an der Unterseite des Deckels zu befestigen. Das ist viel hygienischer, als jedes Mal den Löffel aus der Milchnahrung herausfischen zu müssen.
Das Milchpulver ist fein und löst sich unglaublich schnell auf. So schnell können wir gar nicht schauen. Woran genau das liegt, erkennen wir recht schnell nach einem Blick auf die Zutaten: Die Mineralstoffverbindung Calciumorthophosphat (E 341) sowie der Emulgator Lecithine (E 322) sind enthalten. Diese sorgen bekanntermaßen dafür, dass sich Stoffe schneller miteinander vermischen. Das muss zwar nicht unbedingt sein, schadet Neugeborenen im gesetzlich vorgegebenen Rahmen jedoch nicht.
Uns fallen ebenfalls die Präbiotika Galacto-Oligosaccharide (GOS) sowie Fructo-Oligosaccharide (FOS) auf. Hierbei handelt es sich um Ballaststoffe, die zu einer gesunden Darmflora beitragen.
Auch bei der Aptamil Bio Pre machen wir den Geschmackstest. Unser Fazit: Sie schmeckt nicht gut, aber auch nicht so grauenhaft wie manch andere Milchnahrung im Test.
Insgesamt bewerten wir die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, die stetige Forschung und Weiterentwicklung der Produkte seitens des Herstellers sowie die Verfügbarkeit der Bio-Pre-Milch als positiv. Weniger gut sind die Zusatzstoffe, die für die Entwicklung des Kindes jedoch unbedenklich sind.
Beauty Baby Anfangsmilch Pre
Ein farbenfroher Karton, ein 500-Gramm-Beutel und ein Messlöffel – mehr braucht es bei der Beauty Baby Anfangsmilch Pre nicht. Die fröhlich gestaltete Vorderseite hält sich auffällig zurück. Es werden nur wenige Informationen geliefert, etwa »streng kontrolliert« oder »zum Zufüttern geeignet«. Die Konkurrenz gibt sich hier deutlich auskunftsfreudiger und schmückt sich gerne mit Gütesiegeln und dem Verweis auf langjährige Expertise.
Das Logo des Drogerie-Riesen Müller macht sofort klar, wo die Pre-Nahrung zu finden ist. Praktisch für diejenigen, die eine Müller-Filiale um die Ecke haben. Für alle anderen ist die eingeschränkte Verfügbarkeit weniger komfortabel, da die Beauty Baby Anfangsmilch Pre ausschließlich über die genannte Drogeriekette vertrieben wird. Immerhin ist sie auch online erhältlich.
Wie immer richten wir unser besonderes Augenmerk auf die Zutatenliste. Was wir sehen, gefällt uns nicht wirklich: Mit rund acht Gramm Zucker pro 100-Milliliter- trinkfertiger Milch liegt der Wert über dem Zuckergehalt in der Muttermilch. Der höchste Wert in unserem Test, den neben der Beauty Baby Anfangsmilch Pre noch zwei weitere Produkte aufweisen. Wir finden, es geht auch mit deutlich weniger Zucker.
Kritisch sehen wir ebenfalls den Einsatz von Natriumsalzen der Guanosin-5′-Phosphat, ein Geschmacksverstärker, der aus unserer Sicht überflüssig ist und in Pre-Nahrung nichts zu suchen hat. Schließlich brauchen Babys keine geschmackliche Nachhilfe.
Auch wenn die Beauty Baby Anfangsmilch Pre zu den günstigsten Produkten in unserem Test zählt, können wir sie nur eingeschränkt empfehlen. Der Zuckergehalt ist zu hoch und auch der Geschmacksverstärker muss nicht sein.
Babydream Anfangsmilch Pre
Verpackungsgröße, Preis und Zutatenliste der Babydream Anfangsmilch Pre entsprechen nahezu eins zu eins der Beauty Baby Anfangsmilch Pre. Auch hier gibt es einen schlichten Karton aus Pappe, einen 500-Gramm-Beutel Milchpulver im Inneren und einen Dosierlöffel gleich dazu. Positiv fällt hier natürlich der Verzicht auf zusätzliche Kunststoffdosen auf. So wird immerhin Müll gespart.
Die Vorderseite der Verpackung bleibt auch bei der Babydream Anfangsmilch Pre eher wortkarg. Auffällige Gütesiegel oder anderweitige Hinweise sucht man hier vergebens. Bis auf ein niedliches Fuchs-Motiv gibt sich die weiß-blaue Verpackung zurückhaltend und sachlich. Das kann man sympathisch finden oder eben uninspiriert.
Ein Blick auf die Zutatenliste bestätigt dann auch gleich die starke Ähnlichkeit zur Beautybaby Anfangsmilch Pre. Auch hier wird ein Zuckergehalt von acht Gramm pro 100-Milliliter trinkfertiger Milch angegeben – nach wie vor der höchste Zuckerwert in unserem Test und aus unserer Sicht negativ zu bewerten. Ebenfalls vorhanden: der Geschmacksverstärker Guanosin-5′-Phosphat. Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen. Babys kommen sehr gut ohne geschmackliche Aufrüstung aus. Der Geschmack ist insgesamt mehr als okay und nicht ganz so grauenhaft wie bei vielen anderen Pre-Nahrungen. Die haben dann jedoch auch deutlich weniger Zucker.
Die Babydream Anfangsmilch Pre ist ausschließlich bei Rossmann erhältlich, sowohl in den Filialen als auch online. Die Verfügbarkeit bleibt auch hier eingeschränkt. Preislich hingegen ist das Produkt recht attraktiv, inhaltlich überzeugt es uns jedoch nicht, auch wenn die Werte im Rahmen der vorgeschriebenen Richtlinien liegen. Wer sparen möchte, kann hier eine Option finden. Wer dagegen besonderen Wert auf eine möglichst reduzierte Rezeptur legt, sollte sich lieber weiter umsehen.
Humana Pre Anfangsmilch
Bei der Humana Pre Anfangsmilch wird uns eines schnell klar: Man möchte es Eltern so leicht und praktisch wie möglich machen. Die Verpackung ist robust, hat einen verstärkten Boden, eine Schutzmembran im Inneren und Abstreifkanten zum sauberen Dosieren. Alles wirkt darauf ausgelegt, Eltern die Zubereitung so einfach und stressfrei wie möglich zu machen. Im Endeffekt genau das, was frisch gebackene Eltern sich um drei Uhr morgens wünschen.
Die Verpackung ist recht ansprechend gestaltet: ein Herz im Logo, daneben eine Sonne, darunter eine Wiese mit spielenden Kindern, einer Frau mit Kinderwagen und einer schwangeren Frau. Wir verstehen die Botschaft: Der Hersteller begleitet Familien von Anfang an. Gefällt uns! Der stabile Kunststoffdeckel hingegen, der zwar für sicheren Verschluss sorgt, ist nicht besonders umweltschonend. Bedenkt man zusätzlich, wie viele Packungen im ersten Jahr zusammenkommen. Immerhin fasst die Humana Pre Anfangsmilch 750 Gramm. So muss zumindest seltener nachgekauft werden.
Etwas schmunzeln müssen wir beim Öffnen der Packung, nachdem wir den herzförmig gestalteten Löffel erblicken. Der eckige Löffel von Aptamil Profutura DuoAdvance Pre hat sich im Test als nervig erwiesen. Wir sind gespannt, wie sich der Messlöffel in Herzform in der Zubereitung schlägt. Beim Öffnen erblicken wir feines Pulver, das sich leicht dosieren lässt und ohne Klumpen schnell auflöst. Entwarnung auch beim Löffel: Er stört nicht, da er die optimale Größe hat. Der Geschmack ist ebenfalls in Ordnung. Nicht so fischig wie bei anderen Pre-Nahrungen.
Unsere anfängliche Begeisterung wird nach einem Blick auf die Nährwerte etwas gedämpft. Mit 7,6 Gramm Zucker pro 100-Milliliter-trinkfertiger Milch liegt der Wert über dem durchschnittlichen Zuckergehalt von Muttermilch, der bei 7 Gramm liegt. Schade finden wir zudem den Zusatz des Geschmacksverstärkers Guanosin-5′-Phosphat, auch wenn die Menge sehr gering ausfällt. Gerade weil Humana sichtbar in Verpackung, Handhabung und Markenauftritt investiert, hätten wir uns bei der Rezeptur etwas mehr Zurückhaltung gewünscht.
Positiv hingegen fallen die enthaltenen Galacto-Oligosaccharide auf, die die Entwicklung einer gesunden Darmflora unterstützen. Wir finden: Der traditionsreiche Hersteller aus Deutschland macht vieles richtig. Ein etwas niedrigerer Zuckergehalt hätte die Humana Pre Anfangsmilch deutlich aufgewertet.
Hipp Pure Pre
Die neue Hipp Pure Pre präsentiert sich als überarbeitete Version der bisherigen Pre-Anfangsmilch: neues Konzept, angepasste Rezeptur und eine schlichte, moderne Verpackungsoptik. Auffällig ist zudem die reduzierte Füllmenge: 100 Gramm weniger bei gleichzeitig höherem Preis. Die Vorderseite fällt minimalistisch aus, liefert aber die wichtigsten Informationen auf einen Blick.
Wir möchten natürlich wissen, was die neue Pre-Milch von der bisherigen unterscheidet. Rezepturseitig setzt der Traditionshersteller von Babynahrung bei der Pure Pre auf Vollmilchpulver statt Magermilchpulver, was den Fettanteil natürlicher gestaltet und so näher an die Zusammensetzung von Muttermilch kommt. Der Emulgator Lecithin sorgt für eine gleichmäßige Konsistenz und verhindert, dass sich Fett und Wasser trennen. Positiv fällt der vollständige Verzicht auf Palmöl auf – nun werden hauptsächlich pflanzliche Öle aus biologischer Erzeugung verwendet.
In unserem Praxistest bereiten wir mehrere Fläschchen in zeitlichen Abständen zu, wobei sich bei der Zubereitung Optimierungsbedarf zeigt: Die Milch schäumt beim Anrühren vergleichsweise stark und in zwei Fläschchen finden wir zudem kleine Klumpen. Das sollte so nicht vorkommen. Die neue Variante von Hipp hat insgesamt zwar interessante Ansätze, im Alltag allerdings noch kleine Schwächen. Zudem liegt die Pre-Nahrung preislich im oberen Segment.
So haben wir getestet
Für unseren Test haben wir aus dem breiten Angebot an Pre-Nahrung 27 verschiedene Sorten ausgewählt und sie im Handel sowie online erworben. Dabei haben wir neben konventioneller Pre-Nahrung auch Bio-Varianten, hypoallergene Produkte, Pre-Nahrung auf Ziegenmilchbasis sowie solche auf Vollmilchbasis berücksichtigt.
Besonderes Augenmerk legen wir auf die Zusammensetzung der Zutaten. Grundlage unserer Analyse ist der Nährstoffgehalt von Muttermilch, um die Rezepturen der einzelnen Produkte besser einordnen zu können. Da die gesetzlichen Vorgaben für Pre-Nahrung gewisse Spielräume lassen, prüfen wir, in welchen Mengen wesentliche Bestandteile wie Zucker, Milch und Palmöl enthalten sind. Auch das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren fließt in die Bewertung ein. Mögliche Zusatzstoffe mit E-Kennzeichnung ziehen wir ebenfalls in die Bewertung mit ein, darunter Emulgatoren, Säureregulatoren oder weitere Substanzen, die die Löslichkeit oder Konsistenz der Milch beeinflussen.
Ein Bewertungskriterium ist der Preis. Pre-Nahrung stellt für viele Familien eine langfristige Investition dar, da sie häufig über zwei Jahre hinweg gefüttert wird. Selbst mit der günstigsten im Test vertretenen Sorte summieren sich die Kosten bei fünf Flaschen täglich auf fast 2.000 Euro, während bei den hochpreisigen Varianten bis zu 3.000 Euro anfallen können.
Auch die Verfügbarkeit der Produkte fließt in die Bewertung ein. Wir prüfen, ob die jeweilige Pre-Nahrung sowohl online als auch im stationären Handel erhältlich ist und ob Optionen wie Abo-Modelle oder eine Direktlieferung angeboten werden. Gerade in der ersten Lebensphase eines Kindes sind solche Services für viele Eltern eine erhebliche Erleichterung.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Verpackung. Sie sollte nicht nur stabil und praktisch sein, sondern auch die Frische und Qualität des Produkts bewahren. Neben der Funktionalität berücksichtigen wir zudem Umweltaspekte, da nachhaltige Verpackungen für viele Eltern eine zunehmend wichtige Rolle spielen.
Zusätzlich untersuchen wir, ob die Produkte Bio-Siegel tragen und ob einzelne Inhaltsstoffe ökologisch, biologisch oder biodynamisch erzeugt wurden.
Im Praxistest bewerten wir das Anrührverhalten: Ist das Pulver mit dem beiliegenden Löffel einfach dosierbar? Löst sich das Pulver klumpenfrei auf? Schließlich nehmen wir auch eine sensorische Einschätzung vor – wenngleich der Geschmack von Pre-Nahrung für Erwachsene gewöhnungsbedürftig ist, gibt es dennoch geschmackliche Unterschiede zwischen den Produkten.
Zur Einordnung der Qualität ziehen wir zudem relevante Tests unabhängiger Prüfinstitute, darunter Öko-Test und Stiftung Warentest, heran. Unsere Testmethodik basiert auf umfassender Recherche und einem sorgfältigen Bewertungsverfahren. Wir führen jedoch keine eigene Laboranalyse der Inhaltsstoffe durch. Daher empfehlen wir, vor der Wahl eines Produkts stets eine individuelle Rücksprache mit dem Kinderarzt zu halten, um den spezifischen Bedürfnissen des Kindes gerecht zu werden.
Die wichtigsten Fragen
Welche Pre-Milch ist die beste?
Wir finden die Hipp Bio Combiotik Pre am besten. Gerade für frisch gebackene Eltern sind die hohe Verfügbarkeit im Handel sowie die einfache Handhabung im Alltag ein echter Segen. Zudem produziert die Verpackung wenig Müll. Das ist ein großer Pluspunkt, da besonders im ersten Jahr viele Packungen benötigt werden. Besonders überzeugt unser Testsieger jedoch durch seine Zutatenliste: Der Zuckergehalt ist identisch mit dem der Muttermilch und es wird auf etliche Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker verzichtet. Nicht zuletzt punktet der Traditionshersteller mit fortlaufenden Qualitätskontrollen und einer ständigen Optimierung der Rezeptur.
Wie lagert man Pre-Milch am besten?
Die Verpackung sollte stets luftdicht versiegelt sein – immer kühl, frisch und lichtgeschützt verpackt. Der Lagerort sollte dunkel und trocken sein. So bleiben alle wichtigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente erhalten. UV-Strahlen und hohe Temperaturen sowie Feuchtigkeit und Sauerstoff können der Qualität von Pre-Milch erheblichen Schaden zufügen. Der Kühlschrank eignet sich nicht zur Lagerung von Pre-Milch.
Ist Pre-Milch schädlich für ein Baby?
Definitiv: Nein! Immer wieder liest man die schlimmsten Schlagzeilen von Altöl und anderen fürchterlichen Chemikalien in Pre-Milch, was zu einem Aufschrei in der Medienlandschaft führt und Unternehmen in Schwierigkeiten bringt. Man darf nie vergessen: Die Lebensmittel hierzulande, gerade die für Kinder, unterliegen extrem hohen Auflagen in puncto Sicherheit/Gesundheit. Pre-Milch ist grundsätzlich ein vollkommen unbedenkliches, gesundes Lebensmittel, das unseren Babys nicht schadet. Natürlich macht es Sinn, sich mit den Inhaltsstoffen zu beschäftigen, aber keinem Kind wird grundsätzlich durch den Konsum von Pre-Milch geschadet. Dennoch ist Muttermilch prinzipiell immer die bessere Alternative.

























































































































