Prösterchen, auf ein gutes, gesundes Heranwachsen! Sobald Nachwuchs unterwegs ist, fangen Eltern an, Entscheidungen für ihre kleinen Schätze zu treffen. Das betrifft beispielsweise die Wahl des Namens oder aber den Umfang der Grundausstattung, die unsere Babys die ersten Lebenswochen und Monate begleiten soll. Dazu zählen unter anderem Bodys, Windeln, Feuchttücher, Hygieneartikel und auch Babyflaschen.
Wir haben uns in diesem Test mit Letzteren befasst. Wie bei vielen anderen Babyartikeln ist auch hier der Markt gigantisch groß. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir 31 Babyflaschen unter die Lupe genommen und auf verschiedene Aspekte überprüft.
Positiv ist: Viele Babyflaschen überzeugen. Neben unseren Empfehlungen begeistern weitere Modelle mit einem guten Gesamtergebnis. Nur ganz wenige sind tatsächlich sowohl durch den Theorie- wie auch den Praxistest gerasselt. Das Fazit können Sie schnell und übersichtlich unserer Vergleichstabelle entnehmen. Wenn Sie ausführlichere Infos wünschen, einfach unter »Außerdem getestet« nachlesen.
Kurzübersicht
Nuk Nature Sense Starter Set Glas

- Sauger weich, klein und flexibel
- Brustähnliches Gefühl durch breite und weiche Lippenauflage
- Temperaturanzeige
- Natürlicher Trinkfluss
- Unhandlich
- rutschiges Material
Die Nature Sense von Nuk hat es an die Spitze in unserem Test geschafft. Der Babyflasche aus Glas gelingt es einfach, in gleich mehreren Kategorien zu überzeugen. Neben dem sehr weichen und superkleinen Sauger ist es vor allem die Temperaturanzeige, die fürs Siegertreppchen sorgte. Da viele Babyflaschen in unserem Test mit einer guten Gesamtnote abschneiden konnten, hebt sich dieses Modell mit seinem praktischen Extra von den anderen ab. Hinzu kommt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Also alles top, finden wir.
Pura Kiki Babyflasche aus Edelstahl

- Sauger weich
- Überzeugendes Material
- Langlebig und modular
Die Pura Kiki Babyflasche aus Edelstahl begeistert schlicht aufgrund der Materialbeschaffenheit, aber auch mit einem weichen Sauger und mit den modularen Möglichkeiten, die Aufsätze auszutauschen. So kann die robuste und langlebige Flasche auch als Trinklernflasche oder Sportflasche genutzt werden.
Snoozi Baby Nachtflasche

- Mit Milchpulver-Einsatz
- Mit Wärmebase
- Mit vielen Saugern kompatibel
- Teuer
- Unhandlich
Das Babyflaschen-Set der Snoozi Nachtflasche bringt neben der Weithalsflasche auch noch einen Einsatz für Milchpulver und eine Basis zum Aufwärmen mit. Damit eignet sich dieses Modell perfekt für Babys, die mit Pre-Nahrung gefüttert werden. Muttermilch darf in dieser Flasche allerdings nicht erwärmt werden.
Philips Avent Natural Response SCY670/01
Die Philips Avent Natural Response SCY670/01 setzt auf ein klar antikolikorientiertes System: Ein separater Luftkanal gleicht den Unterdruck aus, ohne dass Luft durch den Sauger in die Milch gelangt. Wir sind überzeugt von dem natürlichen Trinkfluss und der Hochwertigkeit der Flasche im Allgemeinen.
Medela Calma Muttermilchsauger
Der Medela Calma Muttermilchsauger wurde, wie der Name schon verrät, speziell für Stillbabys entwickelt. Also für Babys, die neben der Mutterbrust noch über die Flasche mit abgepumpter Milch ernährt werden. Dafür kommt ein besonderes Prinzip zum Einsatz, das dem Trinken beim Stillen nachempfunden ist. Ehrlicherweise sind sich unsere Tester uneinig: Einer sagt »großartig«, ein anderer sagt »irritierend«. Schlussendlich müssen also Sie und Ihr Baby entscheiden, ob die Medela Calma für Sie funktioniert oder nicht.
Vergleichstabelle
Bis zu 10 Produkte auswählen und direkt gegenüberstellen.





























- Sauger weich, klein und flexibel
- Brustähnliches Gefühl durch breite und weiche Lippenauflage
- Temperaturanzeige
- Natürlicher Trinkfluss
- Unhandlich
- rutschiges Material

- Sauger weich
- Überzeugendes Material
- Langlebig und modular

- Mit Milchpulver-Einsatz
- Mit Wärmebase
- Mit vielen Saugern kompatibel
- Teuer
- Unhandlich

- Sauger klein
- Gutes Anti-Kolik-System
- Handlich
- Günstig
- AirFree-Ventil erfordert akkurates Ansetzen der Babyflasche

- Speziell für Stillbabys entwickelt
- Vakuumsauger für einen natürlichen Trinkfluss
- Handlich
- Günstig
- Reinigung umständlich
- Das ausgefallene Prinzip wird nicht von allen Babys angenommen
- Ersatzsauger teuer

- Brustähnliches Gefühl durch breite und weiche Lippenauflage
- Gutes Anti-Kolik-System
- Natürlicher Trinkfluss
- Handlich
- Reinigung umständlich

- Sauger sehr weich
- Liegt angenehm auf und vermittelt ein natürliches Gefühl
- Individuelle Anfertigung
- Handlich
- Möglichkeit zu Hebammenkontakt
- Tropft
- Nicht optimal für unterwegs geeignet

- Mit Aufwärmfunktion
- Bedienbar über App
- Teuer
- Material riecht vor dem ersten Gebrauch leicht unangenehm

- Sauger sehr klein und weich
- Sauger ist gut zu greifen
- Deckel sitzt superfest
- Rutschiges Flaschenmaterial
- Günstig

- Sauger sehr weich und flexibel
- Gutes Anti-Kolik-System
- Handlich
- Sauger groß
- Reinigung umständlich
- Ersatzsauger nicht großflächig erhältlich

- Sauger weich und flexibel
- Temperature-Control-Anzeige
- Günstig
- Tropft
- Beim Schütteln tritt viel Wasser aus

- Sauger weich
- Günstig
- Unhandlich

- Sauger weich und klein
- Natürlicher Trinkfluss
- Handlich
- Anti-Kolik-System nur über ein Ventil am Sauger

- Sauger liegt beim Trinken super angenehm im Mund
- Sauger-Struktur bietet guten Halt
- Optisch ansprechend
- Rutschiges Flaschenmaterial

- Sauger weich und klein
- Natürlicher Trinkfluss
- Handlich
- Anti-Kolik-System nur über ein Ventil am Sauger

- Sauger sehr weich und flexibel
- Leicht
- Günstig
- Unhandlich

- Günstig
- Silikonsauger nicht optimal weich
- Tropft

- Sauger weich
- Günstig
- Tropft

- Sauger weich
- Überzeugendes Material
- Unhandlich
- Tropft

- Sauger sehr weich
- Günstig
- Deckel sitzt locker

- Sauger weich und klein
- Handlich
- Riecht vor der ersten Reinigung unangenehm muffig und nach Kunststoff

- Sauger aus Naturkautschuk
- Deckel sitzt sehr fest
- Sauger groß
- Rutschiges Material

- Sauger klein
- Temperaturkontrolle
- Anti-Kolik-System
- Günstig
- Zusatzkosten für Ersatzsauger
- Schneller Trinkfluss

- Sauger weich und klein
- Sehr leicht
- Natürlicher Trinkfluss
- Riecht neu leicht unangenehm
- Unhandlich

- Sauger angenehm
- Es wird viel Luft angesaugt
- Tropft
- Beim Schütteln tritt viel Wasser aus

- Sauger klein und weich
- Leicht
- Unhandlich
- Riecht neu unangenehm
- Hohe Kosten für Ersatzsauger

- Sauger flexibel und angenehm
- Seitliche Handgriffe für eine gute Handhabung
- Es wird viel Luft angesaugt
- Strohhalmsystem funktioniert nicht zuverlässig
- Deklarierung irreführend

- Sauger klein und weich
- Gefahr ist groß, dass das Baby sehr viel Luft schluckt
- Ersatzsauger teuer
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Für leckere Milch: Babyflaschen im Test
Wenn die Geburt kurz bevorsteht, ist es Zeit, Bestandsaufnahme zu machen. Haben Sie alles parat, was Sie für Ihr kleines Wunder brauchen könnten? Hebammen empfehlen, noch vor Stichtag eine kleine Grundausstattung anzuschaffen. Dazu sollten Bodys und Klamotten in Größe 50 bis 56 parat sein. Auch eine Packung kleiner Windeln und Stofftücher gehört ins Basispaket für Neugeborene. Und eine Babyflasche. Selbst dann, wenn die Mama eigentlich plant, ausschließlich zu stillen.

Immerhin kommt es manchmal einfach anders als geplant. Vielleicht gibt es Herausforderungen beim Stillen, die Muttermilch reicht nicht aus oder das Baby mag sich nicht so recht anlegen lassen. Oder der Papa möchte das Baby mit abgepumpter Milch füttern. Es kann auch sein, dass Pre-Nahrung nötig ist, um das kleine Menschenwesen durch die Ersatzmilch mit ausreichend Power zu versorgen. In jedem Fall: Eine Babyflasche im Haus zu haben, bietet Sicherheit für alle Eventualitäten.
Doch worauf kommt es bei einer Babyflasche an? Auf unterschiedliche Aspekte. Beispielsweise auf eine ergonomische Form, auf das Material, den Sauger und auf mögliche Anti-Kolik-Systeme. Wie bei vielen Produkten für Babys ist auch bei den Trinkflaschen stets das Bedürfnis des Kindes Maßstab für die finale Entscheidung.
Wir möchten Ihnen in unserem Test Auskunft darüber geben, welche Möglichkeiten und welche Modelle Ihnen zur Verfügung stehen. Dabei berichten wir über allgemeine Vor- und Nachteile, wir beschreiben aber auch Gegebenheiten, die jedes Elternpaar oder jedes Kind für sich individuell bewerten muss.
Weithalsflasche oder Standardflasche für Babys?
Bereits die Form der Flasche macht den Unterschied. Ein Babyfläschchen sollte möglichst ergonomisch geformt sein. Denn auch wenn man es vielleicht nicht vermutet: Babys mehrfach am Tag für um und bei eine halbe Stunde mit der Flasche zu füttern, ist relativ anstrengend. Nicht selten leiden Mütter und Väter tatsächlich im ersten Lebensjahr ihres Kindes oft an einer Sehnenscheidenentzündung im Daumengelenk. Und das liegt neben dem vielen Tragen mitunter auch am ständigen Halten der Babyflasche.
Deshalb sollte es Grundvoraussetzung sein, dass die Flasche gut in der Hand liegt. Hier geht allerdings Probieren über Studieren. Denn jede Hand ist immerhin unterschiedlich groß. Übrigens: In unserem Test haben wir das Halten mit einer großen Hand getestet. Ist die Flasche selbst für diese Hände zu groß oder unhandlich, dürfte sie es für viele andere auch sein.
Zwei Formen sind bei Babyflaschen gängig: Standard, was einigermaßen schmal bedeutet – und Weithals, also eine breite Flasche mit großer Öffnung (an der Flasche selbst, nicht am Sauger). Beide Formen bringen unterschiedliche Vor- und vielleicht auch Nachteile mit sich.
Weithalsflaschen lassen sich leichter befüllen und reinigen – dafür kühlen warme Inhalte wie etwa Milch schneller ab. Standardflaschen liegen besser in der Hand und halten aufgewärmte Flüssigkeiten länger warm – ohne Trichter sind sie dafür schwerer zu befüllen.
Tipps für die richtige Haltung
Wo wir gerade schon über die Form der Flasche und eine möglichst gute Handhabung sprechen, möchten wir noch ein paar Tipps zur richtigen Haltung beim Babyfläschchen geben.
Zunächst ist wichtig, dass Mama, Papa, die Großeltern oder wer auch immer gerade die Flasche geben darf, bequem sitzt. Auch wenn nicht gestillt wird, ist das Geben von Nahrung nicht nur als Versorgung zu sehen, sondern auch als Möglichkeit, sich mit dem Kind zu verbinden. Sie können beim Fläschchengeben nicht nur den Hunger des Kindes stillen, sondern auch das Bedürfnis nach Nähe, Wärme und Geborgenheit. Nehmen Sie sich deshalb viel Zeit, seien Sie möglichst entspannt und schauen Sie einfach zu, wie wunderbar niedlich Ihr Schatz beim Trinken aussieht. Genießen Sie den innigen Moment!
Arm beim Füttern abstützen
Stützen Sie Ihren Arm auf einer bequemen Unterlage ab, beispielsweise auf einem Stillkissen. Legen Sie das Baby mit seinem Köpfchen in Ihre Armbeuge. Achten Sie jedoch darauf, dass das Baby nicht flach liegt, sondern einigermaßen aufrecht. Halten Sie das Baby nah an Ihren Körper. Motivieren Sie Ihr Kind, selbst nach dem Sauger zu greifen – beispielsweise, indem Sie leicht mit dem Sauger über seine Lippen streichen. Vermeiden Sie möglichst, den Sauger selbst in den Mund des Babys zu schieben. Dreht das Baby sein Köpfchen beim Trinken weg, lässt den Sauger los oder schläft ein, ist das ein Zeichen dafür, dass es genug getrunken hat. Oder dass es nur eine kleine Pause braucht, ehe es wieder lossaugen möchte.
Die richtige Form des Saugers
Neben der Flaschenform ist auch die Form des Saugers wichtig. Vielleicht sogar noch wichtiger. Wie auch bei der Wahl des Schnullers trifft oft das Baby selbst seine Entscheidung. Welche Form wird gut angenommen, welche nicht? Nahezu alle Hersteller versprechen, dass ihre Form des Saugers besonders natürlich oder der Mutterbrust nachempfunden ist. Ein wichtiger Aspekt, der allerdings von jedem Hersteller und auch von jedem Kind anders interpretiert wird.
In unserem Test verfügen die Flaschen über Sauger aus Silikon, nur Ausnahmemodelle haben einen Sauger aus Naturkautschuk. Die Formen sind unterteilt in rund, symmetrisch und asymmetrisch. Wie auch bei Schnullern kommt es hierbei entscheidend auf die Vorlieben des Kindes an. Verweigert Ihr Baby die Flasche, verzagen Sie deshalb nicht gleich. Eine andere Flasche mit einem anderen Sauger könnte das Problem lösen. Wichtig ist, gerade bei frisch geborenen Säuglingen, dass der Sauger besonders klein ist, damit er auch gut in die kleine Zuckerschnute passt.
Babyflasche aus Glas oder Kunststoff?
Auch hier bestimmen zwei Ausführungen den Markt: Glas und Kunststoff. Wie bei der Form bringen auch hier beide Materialien Vor- und Nachteile mit sich. Grundvoraussetzung sollte stets sein, dass das Material frei von Schadstoffen ist. Stehen Infos wie BPA (BPA ist die Abkürzung für Bisphenol A, das in vielen Trinkflaschen, Milchtüten, Plastikbehältern oder Dosenbeschichtungen enthalten ist) und BPS (Bisphenol S) frei auf der Verpackung, ist das schon mal eine optimale Voraussetzung.
Babyflaschen aus Glas sind hygienisch und lassen sich gut reinigen. Sie halten große Temperaturunterschiede aus und sind auch sonst langlebig. Ein weiterer Vorteil ist die Geruchs- und Geschmacksneutralität. Zudem sind sie grundsätzlich frei von BPA. Leider sind sie echte Schwergewichte und leicht zerbrechlich.
Beide Probleme haben Kunststoffflaschen nicht. Sie sind leicht und bruchsicher. In Ihnen kann Muttermilch sogar eingefroren werden. Dafür muss man in Sachen Schadstoffbelastung die Augen offenhalten. Außerdem können sie sich verfärben und mit der Zeit Gerüche annehmen.
Jedoch wird noch ein weiteres Material immer beliebter: Edelstahl. Eine Variante, die schadstoffsicher sein soll, aber auch einige Nachteile mit sich bringt, wie den sehr hohen Preis.
Babyflaschen und das Problem mit Mikroplastik
Weil wir natürlich wissen, dass Eltern stets das Beste für ihr Baby möchten, wollen wir auch noch auf ein weiteres Thema näher eingehen: Mikroplastik in Babyflaschen. Für diese Problematik wird – gut so! – immer mehr Bewusstsein und Achtsamkeit geschaffen. Und leider müssen wir auch im Hinblick auf Babyflaschen ein Auge auf die Problematik werfen.
Im Jahr 2020 leiteten Forscher an der Universität in Dublin eine Studie, die aufzeigte, wie hoch die Belastung von Kunststoff Polypropylen (PP) in Babyflaschen ist. Und das Ergebnis war ziemlich schockierend! Säuglinge, die mit einer Babyflasche aus Kunststoff gefüttert wurden, nahmen zwischen ein und zwei Millionen Plastikpartikel in Nanogröße auf – pro Tag! Dabei wurden die Flaschen aus Polypropylen im Test ganz genau so genutzt wie im Alltag mit einem Baby: Die Babyflaschen wurden mit 70 Grad heißem Wasser befüllt und für 60 Sekunden kräftig geschüttelt. Diese Nutzung greift jedoch das Material an, die Oberfläche wird spröd, brüchig und gibt Mikroplastik ab.
Die sicherste Variante, um auf Mikroplastik zu verzichten: eine Babyflasche aus Glas. Oder auch aus Edelstahl. Doch zum Glück fokussieren sich auch immer mehr Hersteller darauf, das Problem mit den kleinen Kunststoffpartikeln in den Griff zu bekommen, es zu minimieren und irgendwann einmal ganz lösen zu können. Die Studie aus Irland liegt nun schon einige Jahre zurück und seither ist zum Glück sehr viel auf diesem Gebiet erforscht und weiterentwickelt worden. Wie wir schon aufgeführt haben, sind Hinweise wie BPA- oder BPS-frei schon mal sehr gute Hinweise dafür, dass Sie die Babyflasche möglichst sicher und sorglos verwenden können.
Wie Babyflaschen reinigen?
Hygiene ist bei Babyflaschen besonders wichtig. Durch Milchreste oder andere Spuren kann es zu Verunreinigungen und der Bildung von Bakterien kommen. Aus diesem Grund sollten alle Teile nach jedem Füttern gründlich abgewaschen werden – Sauger, Flasche, Drehverschluss. Hier gilt: Je schneller, desto besser. Denn gerade Milchreste können recht hartnäckig sein, wenn sie erst einmal festgetrocknet sind.
Viele Flaschen sind spülmaschinenfest. Allerdings gehen die Meinungen auseinander, ob die heiße Wäsche für das Material gut ist, beziehungsweise ob das meist aggressive Waschmittel gut ist für das anschließende Trinken aus der Flasche. Von Hand lässt sich die Babyflasche mit einer Flaschenbürste gut ausschrubben.
Alle drei bis sieben Tage sterilisieren
Manche empfehlen, Flasche und Sauger nach jedem Gebrauch zu sterilisieren oder auszukochen. Ist das Baby jedoch gesund und alles wird stets gründlich ausgewaschen, sollte auch ein regelmäßiges Sterilisieren im Vaprisator oder in kochendem Wasser alle drei bis sieben Tage ausreichen. Ist das Baby eine Frühgeburt oder krank, gilt die Regel, nach jeder Mahlzeit zu sterilisieren.
Führt eine Babyflasche zu Saugverwirrung?
Viele Mamas, die neben dem Fläschchen auch stillen wollen, sorgen sich vor der sogenannten Saugverwirrung. Damit ist gemeint, dass ein Baby durchs Trinken aus der Flasche (oder auch durch das Nuckeln am Schnuller) verlernt, aus der Brust zu trinken. Diese Sorge ist nicht vollkommen unbegründet.
In den ersten drei Monaten auf eine Babyflasche verzichten
Auch wenn Kinder mit einem natürlichen Saugreflex zur Welt kommen, müssen sie das eigentliche Trinken an der Brust erst noch lernen. Besonders in den ersten vier bis sechs Wochen trainieren also nicht nur Mamas, sondern auch ihre Babys das Stillen. Wird neben dem Stillen mit einer Babyflasche zugefüttert, kann es (muss aber nicht!) aus unterschiedlichen Gründen zur Saugverwirrung kommen: Das Mündchen muss sich bei der Flasche nicht so weit öffnen wie an der Brust, in der Regel muss die Zunge nur gegen den Daumen drücken, um Milch aus der Flasche zu bekommen, beim Saugen wird nicht so viel Kraft benötigt wie an der Brust …
Soll parallel gestillt werden und ist die Flasche nicht zwingend ein Muss, empfehlen Experten deshalb, in den ersten drei Monaten auf eine Babyflasche zu verzichten. Einfach, um die Gefahr einer Saugverwirrung zu umgehen.
Anti-Kolik-System in Babyflaschen
Für viele Eltern ein absolutes Grauen: Koliken! Besonders in den ersten drei Lebensmonaten leiden einige Babys unter Koliken, den sogenannten 3-Monats-Koliken. Das Symptom sind Bauchschmerzen, die durch zu viel Luft im Bauch entstehen. Die Auswirkungen sind oft herzzerreißend: intensives Weinen, stundenlanges Schreien, ein aufgeblähter Bauch, Blähungen. Schrecklich! Deshalb möchten viele Mamas und Papas natürlich alles tun, um Koliken zu verhindern. Und da kommen die Babyflaschen ins Spiel.
Denn nahezu alle verfügen über Anti-Kolik-Systeme. Während viele Modelle dafür mit einem kleinen Ventil am Sauger ausgestattet sind, kommen bei anderen Babyflaschen weitaus raffiniertere und speziellere Maßnahmen zum Einsatz. Wenn Ihr Baby ohnehin schon zu Bauchschmerzen neigt, würden wir Babyflaschen mit einem guten Anti-Kolik-System unbedingt empfehlen.
Unser Favorit
Nuk Nature Sense Starter Set Glas

- Sauger weich, klein und flexibel
- Brustähnliches Gefühl durch breite und weiche Lippenauflage
- Temperaturanzeige
- Natürlicher Trinkfluss
- Unhandlich
- rutschiges Material
Wir haben die Nuk Nature Sense aus dem Glass Bottle Starter Set getestet. Wir haben die kleinste Größe S bewertet. Geeignet ab 0 Monaten fasst die Glasflasche 120 ml Flüssigkeit. Neben einem guten Gesamtergebnis konnte die Babyflasche vor allem mit diesem besonderen, Nuk-typischen Extra überzeugen: einer Temperaturanzeige, die vor zu heißen Getränken warnt.
Die Nature Sense ist eine Weithalsflasche. Das Einfüllen von Milchpulver, Wasser und Co. gelingt also sehr gut. Weil die Flasche sehr klein ist, ist sie für eine Glasflasche verhältnismäßig leicht. Während Babyhände und die meisten Hände von Erwachsenen die Flasche gut halten können, gibt es für sehr große Hände einen Nachteil: Die Flasche ist sehr kurz und liegt deshalb vielleicht bei dem ein oder anderen nicht gut zwischen Daumen und Zeigefinger auf. Hinzu kommt, dass das Material – wie üblich bei Glas – sehr rutschig ist. Doch das sind dann auch schon die einzigen (kleinen) Nachteile, die wir auflisten können. Weiter geht es mit vielen positiven Aspekten.
Der Sauger aus Silikon soll ein problemloses Wechseln zwischen Stillen und Fläschchengeben garantieren. Wir finden: Der asymmetrische Sauger ist sehr weich und schön klein. Sowohl der obere als auch der untere Teil des Saugers sind sehr flexibel und schmiegen sich beim Trinken an die Zunge an. Die Hersteller versprechen, dass die Sauger der Mutterbrust sehr ähnlich sind. Auch die breite, sehr flexible Lippenauflage fühlt sich gut an und soll ebenfalls für ein inniges Gefühl wie beim Stillen sorgen. Auch wenn wir das gute Gefühl bestätigen können, gibt es Flaschen, die diesen Aspekt noch besser erfüllen.
Hinzu kommt die spezielle Lochung: Der Sauger verfügt nämlich über drei versetzte, sehr kleine Löcher – so ähnelt der Trinkfluss dem beim Stillen. Allerdings sorgen die Löcher auch dafür, dass Babys nicht sonderlich viel Kraft beim Saugen aufbringen müssen. Von alleine tropft die Flüssigkeit nur sehr langsam aus der Flasche. Hier gilt es, individuell zu entscheiden. In jedem Fall finden unsere Tester, dass sich das Trinken aus der Nature Sense sehr gut anfühlt. Übrigens: Jede Flaschengröße bringt unterschiedlich große Trinklöcher mit sich. So kann die Nature Sense Ihr Baby auch über die ersten Monate hinaus begleiten.
Ein Ventil am Sauger sorgt dafür, dass der Trinkfluss gleichmäßig ist und möglichst wenig Luft geschluckt wird. Das Ventil ist im Vergleich zu anderen recht groß. Doch wenn ein Baby zu Koliken neigt, empfiehlt sich vielleicht dennoch ein spezielleres Anti-Kolik-System.
Als i-Tüpfelchen kommt bei der Nuk Nature Sense die bereits angekündigte Temperaturanzeige zum Tragen. Die »Temperature Control«-Anzeige verläuft neben der Milliliter-Angabe. Normalerweise dunkelblau, verfärbt sich die Skala beim Einfüllen der Flüssigkeit. Ist die ideale Trinktemperatur von 37 Grad erreicht, nimmt die Anzeige eine mittelblaue Färbung an. Und noch wichtiger: Sind Milch und Co. zu heiß, wird die Anzeige weiß. Ein tolles Gadget, das gerade frisch gebackenen Eltern eine Extraportion Sicherheit gibt.
Mit etwas über zehn Euro liegt die Nuk Nature Sense im mittleren Preissegment. Die Ersatzsauger sind mit sechs Euro für zwei Stück absolut fair. Wir finden: Diese Babyflaschen überzeugen auf ganzer Linie und sind eine rundum gute Wahl.
Nuk Nature Sense im Testspiegel
2021 wurde unser Testsieger von Ökotest insgesamt mit der Note »gut« bewertet. Sehr gute Noten erhielt die Flasche in den Kategorien »Sauger« und »Weitere Mängel«. Testsieger im Test 2026 wurde bei Ökotest die Weithalsflasche aus Polypropylen von Babylove.
Weitere Empfehlungen
Pura Kiki Babyflasche aus Edelstahl

- Sauger weich
- Überzeugendes Material
- Langlebig und modular
An der Pura Kiki gibt es viele Aspekte, die uns rundum überzeugen. Zunächst einmal das Offensichtliche: Die Babyflasche ist aus Edelstahl. Edelstahl ist frei von BPA, Phthalaten und anderen schädlichen Chemikalien, die in Kunststoffflaschen vorkommen können. Im Vergleich zu einer Babyflasche aus Glas ist eine aus Edelstahl natürlich deutlich robuster. Zudem ist Edelstahl von Natur aus antibakteriell und bildet keine Risse, in denen sich Bakterien ansammeln könnten.
Was uns außerdem gefällt, ist der Silikonbezug auf der Flasche. Dadurch ist sie nicht so rutschig oder kalt, wie Edelstahl es sonst gern mal sein kann. Einen Extrapunkt vergeben wir auch für den Deckel als Auslaufschutz. Er ist nicht einfach nur aus hartem Plastik, sondern aus weichem, flexiblem Silikon. Tatsächlich hält dieser Deckel enorm fest – top.
Die Flasche selbst ist insgesamt recht leicht, wobei sie im vorderen Bereich ein wenig schwerer ist. In der Mitte läuft die Flasche leicht zusammen. In der von uns getesteten Größe mit einem Fassungsvermögen von 325 Millilitern ließ sich die Edelstahl-Babyflasche von Puka gut halten. Die kleineren Flaschen dürften anders in der Hand liegen.
Der Sauger aus Silikon tropft nicht, und es braucht einiges an Kraft, um die Flüssigkeit heraussaugen zu können. Zudem ist der Sauger schön weich und die Lippen legen sich angenehm auf. Als Antikolik-System dient das übliche Ventil am Sauger. Gut, aber für Babys mit sehr empfindlichen Bäuchen nicht ausreichend.
Ein nachhaltiges Extra ist die Möglichkeit, die Aufsätze auszutauschen. Wird das Kind älter, kann etwa der Trinklernaufsatz oder später sogar der Aufsatz für eine Sportflasche aufgesetzt werden. Unser finales Fazit: Wir können die Pura Kiki Babyflasche aus Edelstahl empfehlen.
Philips Avent Natural Response SCY670/01
Die Philips Avent Natural Response SCY670/01 mit AirFree-Ventil folgt einem Anti-Kolik-geprägten Konzept. Der Fokus liegt auf kontrolliertem Trinkfluss ohne Lufteinzug. Dafür wurde das AirFree-Ventil konzipiert.
Das AirFree-Ventil der Philips Avent Natural Response funktioniert als separater Luftkanal im Inneren der Flasche, der dafür sorgen soll, dass Luft nicht durch den Sauger in Richtung Baby strömt. Wenn das Baby saugt, entsteht in der Flasche Unterdruck. Statt dass nun Luft durch die Saugerspitze nachgezogen wird – was zu Luftblasen in der Milch und damit zu vermehrtem Luftschlucken führen könnte –, gelangt die Luft über das oberhalb der Milch sitzende Ventil kontrolliert in den hinteren Teil der Flasche. So wird der Druck ausgeglichen, ohne dass sich Luft mit der Milch vermischt. Die Saugerspitze bleibt möglichst gleichmäßig mit Milch gefüllt, und das Baby trinkt ruhiger. Und das auch dann, wenn nur noch wenig Milch in der Flasche ist, da das Ventil nicht durch Milchkontakt, sondern durch gezielten Druckausgleich wirkt.
Der Sauger fällt vergleichsweise klein aus und liegt angenehm im Mund. Typisch für Philips Avent ist die leicht in sich gedrehte Struktur, die zusätzlich einen gleichmäßigen Trinkfluss unterstützen soll. Die Oberfläche ist dezent strukturiert, nicht rau im eigentlichen Sinne, aber spürbar anders als bei sehr glatten Silikonsaugern. Das Material bleibt weich, vermittelt jedoch ein eher natürliches, weniger gummiartiges Mundgefühl.
Gleichzeitig ist der Sauger weder besonders weich noch stark flexibel. Auch der Silikonkragen liegt kaum am Gesicht an. Für manche Babys könnte das ein Nachteil sein, weil gerade Stillbabys ein brustähnliches Gefühl haben wollen. Die Eignung bleibt damit stark individuell.
Im praktischen Einsatz zeigt sich die Konstruktion ausgesprochen dicht: Der Sauger tropft weder von selbst noch bei kräftigem Schütteln, was die Handhabung insgesamt sehr sauber macht.
Die Philips Avent Natural Response liegt gut in der Hand. Kleine Einbuchtungen und die in der Mitte leicht schmaler werdende Form sorgen für sicheren Halt. Das AirFree-Ventil erfordert jedoch Aufmerksamkeit: Es muss sich während des Trinkens stets oben befinden, damit das System zuverlässig funktioniert. Der Deckel sitzt ausreichend fest, ohne übermäßig schwergängig zu sein.
Übrigens: Das AirFree-Ventil lässt sich auch in andere Philips-Avent-Fläschchen einsetzen.
Snoozi Baby Nachtflasche

- Mit Milchpulver-Einsatz
- Mit Wärmebase
- Mit vielen Saugern kompatibel
- Teuer
- Unhandlich
Das Babyflaschen-Set von Snoozi bringt viele überzeugende Attribute mit sich. Zunächst einmal die wichtigste Info: Diese Flasche ist speziell für Babys konzipiert, die ausschließlich oder hauptsächlich mit Pre-Nahrung gefüttert werden.
Das Babyflaschen-Set von Snoozi besteht aus einer Flasche, einem Milchpulver-Einsatz und einer Wärmebase. Dabei halten wir allen voran den Milchpulver-Einsatz für sinnvoll. So können Eltern schon am Abend Milchpulver einfügen – ohne dass dieses direkt mit der Flüssigkeit vermischt wird. Wenn sich das Baby mit Hunger meldet, kann das Pulver in die Flüssigkeit gegeben werden. Bereits in der Anleitung steht, dass hierfür ein wenig Kraft gebraucht wird. Wir möchten korrigieren: Es braucht sogar mehr als nur »ein wenig« Kraft. Wirklich: Wenn Sie Sorgen haben, Sie könnten etwas beschädigen, dann noch einmal fest drücken – dann klappt es.
Die Wärmestation braucht 30 Minuten bis 2 Stunden, um die Pre-Nahrung auf die richtige Temperatur zu erhitzen. Sobald die Flasche auf die Station gestellt wird, beginnt diese, das Wasser langsam zu erhitzen, bis die optimale Trinktemperatur von 37 °C erreicht ist. Damit Mamas und Papas direkt erkennen können, ob die 37 °C erreicht sind, leuchtet die Wärmebase. Blau = zu kalt, rot = zu heiß, grün = optimale Trinktemperatur. Ein super System für Eltern und Babys, die mehr Schlaf von der Nacht haben wollen und das Vorbereiten der Pre-Nahrung so unkompliziert wie möglich gestalten möchten.
Praktisch finden wir bei der Snoozi außerdem, dass sie mit vielen Saugern kompatibel ist, beispielsweise mit den Saugern von Mam, Nip oder auch Philips Avent Classic +. Letzterer befindet sich auf unserer Testflasche. Der rundliche Sauger aus Silikon fühlt sich weich und angenehm an. Er tropft zwar von allein recht stark. Die meisten Babys, die aus der Snoozi trinken, werden jedoch nicht gestillt. Bedeutet: Der Aspekt des Saugens an der Mutterbrust muss nicht zwingend nachempfunden werden.
Die Snoozi ist relativ groß, recht breit und auch ein wenig schwer. Sie liegt okay in der Hand, aber unserer Meinung nach nicht optimal. Woran wir uns wirklich stören: Es passiert beim Auf- und Zudrehen leicht, dass der Dichtungsring am unteren Drehverschluss verrutscht. Geschieht dies, läuft die Flasche aus – lästig! Hier gilt es also, in der Vorbereitung gut auf jedes Detail zu achten. Außerdem sollte beachtet werden, dass die Flasche nicht mit Muttermilch verwendet werden darf.
Medela Calma Muttermilchsauger
Bevor der Medela Calma Muttermilchsauger getestet werden kann, müssen wir erst einmal checken, wie er zusammengebaut wird. Selbsterklärend ist das verwendete Prinzip nämlich nicht. Doch ein kurzer Blick in die Anleitung reicht und schon haben wir es. Dabei wird allerdings schnell klar: Die Reinigung ist hier mit einigem Aufwand verbunden. Dennoch weckt die Babyflasche positiv unser Interesse.
Oberster Anspruch der Medela Calma: Das Baby soll vor Saugverwirrung geschützt werden. Tatsächlich ist diese Babyflasche auch nur für abgepumpte Muttermilch, nicht für Zusatzmilch gedacht. Folglich entwickelte Medela mit den Stillexperten der Hartmann Lactation Research Group der University of Western Australia ein ganz spezielles Prinzip. Der Sauger wird nicht einfach so auf einen Dichtungsring gesteckt. Dazwischen kommt ein weiterer Einsatz.
Der Sauger selbst ist sehr lang und mit einem wirklich großen Saugloch ausgestattet. Trotzdem fließt das Wasser nicht von alleine heraus. Im Gegenteil, fast kein Tropfen schafft es von alleine hinaus. Beim Saugen braucht es nicht sonderlich viel Kraft. Aber: Das Baby muss ein Vakuum erzeugen, um den Milchfluss zu starten. Dadurch kann Ihr Schatz jederzeit pausieren, in Ruhe atmen, ungestört mit dem Trinken aussetzen, OHNE dass weitere Flüssigkeit nachläuft. Das ausgeklügelte System soll außerdem die Gefahr von Koliken weitestgehend minimieren.
Beim Testen führte das System zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während das Saugerloch sich bei den ganz großen Testern an der Zunge festsaugte, empfand unsere kleinste Testerin (knapp über ein Jahr) das Prinzip augenscheinlich angenehm. Ein Testkind von zweieinhalb Jahren störte sich in der Trinkpause an dem Sauger im Mund. Das wird daran liegen, dass der Sauger, wie bereits erwähnt, sehr groß und auch recht unflexibel ist. Wie bei keiner anderen Babyflasche im Test gilt hier also eindeutig: Das persönliche Empfinden von Ihnen und Ihrem Kind entscheidet.
Die Kunststofflasche liegt gut in der Hand. Der Deckel sitzt schön fest. Auch schön: Die Babyflasche wird mit Flaschenverschlüssen geliefert. So kann die abgepumpte Milch für einige Zeit gut verschlossen direkt in der Babyflasche lagern. Abschließend glauben wir, dass der Medela Calm Muttermilchsauger auf jeden Fall einen Versuch wert ist. Besonders, wenn Sie Ihr Baby stillen möchten und diese Babyflasche die erste ist, die Sie Ihrem Kind anbieten – dann akzeptiert es das spezielle Saugerprinzip vermutlich am ehesten.
Außerdem getestet
Mam Easy Active
Die Mam Easy Active wurde extra ergonomisch konzipiert, sodass kleine Hände sie gut halten können – selbst die kleinen Händchen sehr aktiver Kinder. Wir finden auch, dass die Weithalsflasche aus Kunststoff gut in den Händen liegt (ob klein oder groß). Allerdings ist das Material am Flaschenhals doch sehr rutschig. Kleine Noppen am unteren Drittel stoppen jedoch. Doch ob das ausreicht, um wirklich aktiven Kindern das selbstständige Trinken ganz ohne Runterfallen der Babyflasche möglich zu machen? Der Silikonsauger fühlt sich sehr gut im Mündchen an. Klein, weich und gut zu greifen – super! Der Deckel, der auch als Messbecher dienen kann, sitzt bombenfest – auch sehr gut. Alles in allem eine tolle Wahl für Eltern und Kind.
Philips Avent Natural Glas SCF690/27
Auch die Philips Avent Natural Glas SCF690/27 überzeugt. Die Flasche liegt gut in der Hand. Die kleinen Einkerbungen rechts und links am Flaschenbauch sorgen für guten Halt, auch in kleinen Babyhänden. Der Sauger aus Silikon kommt im für Philips Avent typischen Design daher: rundlich geformt, mit Spiralen, die für Flexibilität sorgen, und mit Komfortkissen für ein angenehmes und laut Hersteller naturnahes Trinken. Allerdings können wir die Vorteile dieses Komfortkissens nicht klar ausmachen. Das kleine Mündchen des Babys müsste nämlich schon ziemlich stark gegen den Sauger drücken, um an der Ober- und Unterlippe überhaupt Kontakt zum Material herzustellen. Beim Trinken müssen Babys kräftig saugen. Von allein tropft die Flasche nur leicht und langsam. Ein Doppelventil im Sauger soll vor Koliken schützen. Die Flasche besteht aus wenigen Einzelteilen und lässt sich schnell und problemlos reinigen. Der Deckel sitzt ausreichend fest.
Mam Feel Good
Mit der Mam Feel God haben wir eine weitere Babyflasche aus Glas im Test. Wie ihre Schwesternmodelle ist auch diese Babyflasche aufgrund ihres Materials recht schwer. Und rutschig – leider bietet die Flasche keinen guten Halt. Dafür liegt sie von der Form, oben recht schmal, unten breit auslaufend, recht gut in der Hand. Besondere Aufmerksamkeit erregt – wie bei der Mam Easy Starts Elements – auch hier der Sauger.
Aufgrund seiner Form und Beschaffenheit unterscheidet er sich deutlich von den anderen Saugern im Test. Zunächst einmal verfügt er über eine Oberflächenstruktur. Dadurch ist der Sauger nicht super-superweich, aber die Struktur soll extra guten Halt bieten. Was wir bestätigen können: Dadurch, dass der Sauger vorne rundlich ist, dann schmaler zuläuft und dann in breite Ober- und Unterflächen ausläuft, entsteht beim Trinken viel Kontakt auf der Ober- und Unterlippe – etwas, das auch beim Stillen gegeben ist. Unsere Testkinder haben sich in jedem Fall sehr wohl mit der Form gefühlt.
Das Anti-Kolik-System ist auch hier ein Ventil am Sauger. Beim Trinken muss recht stark gesaugt werden. Dafür läuft die Flüssigkeit dann aber auch recht schnell von alleine raus. Der Deckel der Flasche sitzt schön fest. Nicht entscheidend, aber nett: Die Motive mit kleinen Tierchen und Co. sind zauberhaft designt.
Philips Avent Natural SCD287/25
Die Philips Avent Natural SCD287/25 aus Kunststoff unterscheidet sich nicht groß von ihrem Schwester-Modell aus Glas. Die Weithalsflasche verfügt über einen breiten, brustähnlich geformten Sauger und über das typische Anti-Kolik-System von Philips Avent. Die Flasche liegt sehr gut in der Hand, sowohl für die Eltern wie auch für kleine Kinder (mit beiden Händen). Der Sauger ist angenehm angeraut, sodass er für kleine Münder gut zu greifen ist. Diese müssen kräftig saugen, damit was kommt. Von allein tropft die Flasche nahezu gar nicht. Eine solide Flasche mit einem runden Silikonsauger.
Lansinoh Weithalsflasche Natural Wave
Bei der Weithalsflasche Natural Wave von Lansinoh fällt direkt der extrem weiche und flexible Sauger aus Silikon auf. Er formt sich den kleinen Mündern beziehungsweise Gaumen perfekt an und bietet guten Halt. Möchte man aus dem Sauger trinken, muss man recht stark saugen. Von alleine laufen Milch und Co. nur langsam und tröpfchenweise heraus.
Die Kunststoff-Babyflasche lässt sich für die Eltern mit einer Hand okay halten. Kleine Kinder können sie mit beiden Händen gut greifen. Wir haben Größe S mit einer Füllmenge von 160 Millilitern getestet. Die Flasche ist recht breit und in der Mitte nur minimal schmaler geformt. Ein Ventil am Sauger stellt das Anti-Kolik-System dar. Der Deckel könnte gerne einen Ticken fester sitzen. Alles in allem aber eine sehr gute Wahl. Besonders, da eine Flasche nur knapp über fünf Euro kostet.
Philips Avent Anti-Colic SCF690/27
Bei der Philips Avent Anti-Colic SCF690/27 ist klar, worauf der Fokus gelegt ist: Auf ein Anti-Kolik-System, das das Schlucken von Luft verhindern soll. Während es von Philips Avent auch AirFree-Filter-Einsätze gibt, die eben das verhindern sollen, setzt diese Babyflasche jedoch nur auf ein kleines Ventil. Tatsächlich ist es so klein, dass es gar nicht so einfach zu entdecken ist. In unserem praktischen Test fiel es uns schwer, die Anti-Kolik-Maßnahmen auf ihre Wirkung zu prüfen. Wir haben bei dieser Flasche – wie bei keiner anderen im Test – das Gefühl gehabt, viel Luft zu schlucken. Aber ein Baby mit Hang zu Koliken mag das anders empfinden …
Die breite Flasche rutscht zwar nicht weg, aber sie ist doch recht groß zum Greifen. Doch auf der Positiv-Seite steht, dass die Flasche mit rund 40 Gramm sehr leicht ist. Selbst kleine Kinder können die Flasche mit beiden Händen gut halten. Der Sauger ist klein und weich und verfügt außerdem über eine leicht gerippte Struktur. Das soll das Einschlupfen des Saugers verhindern und außerdem den Trinkfluss garantieren. Für diesen braucht es übrigens nicht sonderlich viel Kraft. Auch von alleine fließen Milch und Co. einigermaßen schnell raus. Zuletzt möchten wir noch anmerken, dass die Babyflasche ungewaschen leicht unangenehm riecht. Mit über zehn Euro ist die Babyflasche auch kein Schnäppchen.
Bibs Baby Glass Bottle
Die Bibs Baby Glass Bottle überzeugt schon wie die Schnuller der dänischen Marke mit einem schlichten und natürlichen Design. Dass die Flasche aus Glas ist, wird viele begeistern. Weniger schön ist allerdings, dass die Flasche rutschig ist und deshalb nicht einfach zu halten ist. Besonders, da die gradlinige Form keinen zusätzlichen Halt bietet.
Der Sauger aus Naturkautschuk ist rund und verhältnismäßig groß. Babys müssen recht stark an ihm saugen, von alleine läuft die Flüssigkeit jedoch ziemlich schnell. Positiv ist, dass der Deckel sehr fest sitzt. Mit einer kleinen Drehung aber gut zu lösen ist. Hier wird nichts in der Wickeltasche auslaufen! Als Anti-Kolik-Maßnahme kommt ein Ventil in Herzform zum Einsatz. Ein mitgeschickter Trichter ist super für ein gutes Einfüllen von Milchpulver und Co.
Nuk First Choice+ Set
Aus dem Nuk First Choice+ Bottle Set haben wir eine von drei 300-Milliliter-Kunststoff-Babyflaschen getestet. Wie auch der Testsieger verfügt auch dieses Modell über eine Temperaturkontrolle – ist das eingefüllte Getränk zu heiß, verfärbt sich die Anzeige und warnt Mamas und Papas so davor, ihrem Kind ein zu heißes Getränk zu geben.
Die Flasche liegt gut in der Hand. Der Silikonsauger ist klein und weich. Die Flüssigkeit fließt leicht aus der Flasche, auch von alleine tropft es schnell. Manch einer mag sich sorgen, ob das Trinken zu leicht gelingt und damit für Saugverwirrungen sorgen kann. Wenn das Stillen an sich gewünscht, aber schwierig ist, greifen Sie vielleicht vorsichtshalber lieber zu einer anderen Babyflasche.
Suavinex Babyflasche
Zunächst gestaltet es sich schwierig, den Deckel der kleinen Babyflasche aus dem My First Set von Sauvinex zu öffnen – er sitzt einfach bombenfest. Zunächst. Nach ein paarmal Öffnen geht es plötzlich ganz leicht, zu leicht – der Deckel sitzt lose. Unangenehm ist der intensive Geruch aus dem Inneren der Flasche vor der Reinigung. Ein Duft, der uns irgendwie an Kleber erinnert …
Der Sauger der Flasche ist angenehm klein und weich. Babys müssen einigermaßen stark saugen, damit die Flüssigkeit herauskommt. Ist sie einmal in Gang gesetzt, laufen Milch und Co. aber recht schnell von alleine raus. Das Anti-Kolik-System zeigt sich hier über ein einfaches Ventil am Sauger.
Mit zwei Händchen lässt sich die leichte Flasche gut halten. Für Eltern ist die Form eher ungünstig. Am unteren Ende verdickt sich die recht kurze Flasche, wodurch sie nicht mehr gut zwischen Daumen und Zeigefinger aufliegt. Im Set kommen: zwei Flaschen à 270 Milliliter, eine kleine Flasche mit 150 Millilitern, eine Trinkflasche mit Henkeln (150 ml) und ein Schnuller für Neugeborene.
Tommee Tippee Closer to Nature
Auf den ersten Blick fällt bei der Closer to Nature Babyflasche von Tommee Tippee die Form auf. Die Flasche aus Kunststoff ist unten schmal, wird dann kurz unterhalb der Mitte noch schmaler und läuft dann nach oben hin mit einem sehr weiten Flaschenhals aus. Sie liegt super in der Hand! Der runde Sauger aus Silikon ist angenehm klein und weich. Allerdings ist er auch auffällig flexibel. So verhält es sich auch mit der Fläche des Saugers, also dem Bereich, wo die Ober- und Unterlippe aufliegen. Sehr weich und sehr nachgiebig. Hier gilt es, auszuprobieren, ob Ihr Baby dieses Gefühl mag oder eher nicht. Was wir auf jeden Fall nicht mögen: Vor der ersten Reinigung und dem ersten Gebrauch riecht die Babyflasche unangenehm nach Kunststoff und irgendwie muffig.
Nip Standardflasche
Die Standardflasche von Nip hat auf jeden Fall eines: einen sehr weichen Sauger! Das verwendete Latex des anatomisch geformten Saugers ist supersoft und fühlt sich entsprechend gut an im Mund. Insgesamt ist das ganze Saugerteil sehr elastisch – hier muss jedes Kind selbst entscheiden, ob es damit gut umgehen kann. Ansonsten gibt es auch gar nicht viel über diese Babyflasche zu sagen. Denn sie ist – wie der Name schon verrät – ziemlicher Standard. Aus Kunststoff, gerade in der Form, der Deckel hält nur so lala und die Babyflasche verfügt über das übliche Ventil gegen Koliken. Nichts Besonderes also, aber total okay.
Suavinex Babyflasche
Wir waren sehr gespannt auf die Suavinex Babyflasche – denn sie ist anders als alle anderen, die wir getestet haben. Das Besondere: Die Flüssigkeit wird in einen kleinen Silikonbeutel gefüllt, der in der Flasche aus Kunststoff liegt. Beim Trinken zieht sich der Silikonbeutel zusammen, sodass (angeblich) keine Luft in den Babybauch gelangt. Spoiler: Bei uns ging dieser Plan nicht auf. Zugegeben: Wenn das Baby trinkt und fleißig saugt, dann läuft alles super. Legt es allerdings eine Pause ein, wird es plötzlich sehr tricky. Denn nur wenn Mama, Papa oder wer auch immer gerade fürs Füttern zuständig ist, die Flasche hoch genug hält, läuft alles gut.
Wird die Flasche auch nur leicht abgesenkt, schluckt das Baby jede Menge Luft, wenn es wieder zu Trinken anfängt. Wir sind sehr enttäuscht von diesem Ergebnis. Allem voran, weil es sich hier ja extra um eine Anti-Kolik-Flasche handelt. Ansonsten liegt die Babyflasche aufgrund ihrer breiten Form und der rutschigen Oberfläche nicht sonderlich gut in der Hand. Der Sauger ist schön klein und weich, der Deckel sitzt schön fest.
Klean Kanteen Edelstahl Babyflasche
Die Babyflasche aus Edelstahl von Klean Kanteen steht in verschiedenen Größen zur Verfügung. Wir haben die Flasche mit einem Fassungsvolumen von 266 Millilitern getestet. Die Babyflasche in dieser Größe finden wir insgesamt recht breit, schwer zu halten für kleine Hände. Zudem kann das Edelstahl-Material kalt sein und außerdem rutschig. Der Deckel ist aus Kunststoff und hält okay dicht. Der rundliche Sauger aus Silikon verfügt über zwei große Ventile. Leider tropft die Flüssigkeit leicht von allein heraus. Möchte ein Baby trinken, muss es gar nicht oder nur leicht saugen. Klean Kanteen bietet weitere Sauger an, die langsameren Trinkfluss garantieren sollen. Insgesamt finden wir, dass sich der Sauger angenehm weich anfühlt.
Ember Babyflaschensystem
Der Ferrari unter den Babyflaschen: Das Ember Babyflaschensystem bietet mehr. Jede Menge mehr. Zunächst einmal das Wichtigste: Diese Babyflasche ist speziell für Kinder konzipiert, die Pre-Nahrung trinken. Neben den Babyflaschen wird daher auch eine Aufwärmstation mitgeliefert. Die Babyflasche mit der Milch auf die Station gestellt und auf Trinktemperatur erhitzt.
Ein zusätzlicher Aufsatz für die Flasche sorgt für das Gegenteil: Das Getränk in der Babyflasche bleibt kühl (perfekt für Wasser im Sommer). Uns wundert allerdings, dass die Babyflasche unter dem Kühldeckel überhaupt nicht sicher hält – schon ein leichtes Schütteln reicht, damit die Flasche herausrutscht. Außerdem ist der Deckel sehr schwer und groß. Wir glauben: Hier gibt es praktischere Alternativen.
Besonders die App-Funktion könnte für viele Eltern sinnvoll sein. Hierüber können Eltern Trinkzeiten, Menge und Gewichtszunahme des Kindes tracken. Der Sauger aus Silikon ist rundlich und fühlt sich angenehm an. Er tropft nicht von allein, und es braucht eine gute Portion Kraft, um die Flüssigkeit heraussaugen zu können. Auch der Plastikdeckel als Auslaufschutz hält sehr gut.
Leider riecht das Material der Flasche vor dem ersten Gebrauch leicht unangenehm nach Kunststoff. Insgesamt sehen wir viele Vorteile in der Ember, allerdings haben all die Extras auch einen Preis: Beinahe 400 Euro kostet das Babyflaschensystem.
Babylove Mint Babyflasche
Absoluter Standard, ohne besondere Vor- und Nachteile: An der Babylove Mint Babyflasche ist nichts Außergewöhnliches. Der Sauger aus Silikon ist weich und sehr flexibel. Aus ihm tropft die Flüssigkeit sehr schnell heraus, es braucht also kaum Saugkraft, um an die Flüssigkeit zu kommen. Der Plastikdeckel als Auslaufschutz hält gut. Zudem ist die Babyflasche günstig, tatsächlich gehört sie zu den günstigsten Flaschen im Test. Für eine Empfehlung konnte sie allerdings nicht ausreichend begeistern.
Babylove Glas Weithals
Die Babyflasche Glas Weithals von Babylove erfüllt voll und ganz ihren Zweck. Die kleine Flasche aus Glas ist mittig leicht schmaler, doch für kleine Babyhände immer noch eher schwer zu halten. Der Silikonsauger fühlt sich gut an, weich, aber nicht zu flexibel. Er tropft von allein leicht, es braucht also nicht allzu viel Kraft beim Saugen. Der Kunststoffdeckel als Auslaufschutz sollte unserer Meinung nach ein wenig fester sitzen. Aber wie für die Babyflaschen von dm üblich, ist auch diese im Vergleich zu anderen Modellen angenehm günstig.
Babydream Klassische Weithalsflasche
Die Klassische Weithalsflasche von Babydream ist genau das: klassisch. Dennoch sind wir in diesem Fall nicht rundum zufrieden. Zunächst einmal der Sauger: Das Silikon ist zwar glatt, aber nicht sonderlich weich. Außerdem finden wir am unteren Teil eine kleine Unebenheit. Wir können sie allerdings auf der Zunge fühlen und gerade empfindliche Babys könnten sich daran stören. Dabei müssen wir natürlich sagen: Vielleicht war das eine Ausnahme bei dem von uns getesteten Sauger, während andere Ausführungen dieses Saugers vielleicht nicht das gleiche Problem haben. Zudem stören wir uns daran, dass der Sauger von allein stark und schnell tropft. Nun zur Flasche selbst: Sie besteht aus Kunststoff und ist in der Mitte leicht schmal zulaufend. Der Deckel als Auslaufschutz hält gut fest. Der Preis findet sich im unteren Segment.
Mam Easy Start Elements
Ganz besonders möchten wir bei der Mam Easy Start Elements das Anti-Kolik-System hervorheben, das hier über ein Ventil am Boden arbeitet. Kein Ventil am Sauger, sondern eines, das über den gesamten Boden verläuft – das ist hier das Geheimnis. Das großflächige Bodenventil soll die Bildung von Luftblasen verhindern. Besonders Neugeborene und Babys mit immer wiederkehrenden Bauchschmerzen können von diesem Prinzip profitieren.
Das Ventil am Boden erfüllt einen weiteren Zweck. Flasche aufschrauben, Boden lösen, 20 Milliliter Wasser in den Boden füllen, Sauger mit Schraubring reinstellen, Flasche und Deckel obendrauf und ab in die Mikrowelle. So kann die Flasche ohne weitere Gerätschaften praktisch und einfach sterilisiert werden. Ein Aspekt, der das Manko wieder ausgleicht, ist, dass das alltägliche Reinigen aufgrund des Bodenventils und damit der vielen Einzelteile doch recht umständlich ist.
Der Sauger ist klein und flexibel. Seine Oberflächenstruktur sorgt dafür, dass er ausreichend weich ist und außerdem guten Halt bietet. Die symmetrische Form liegt gut im Mündchen. Doch es ist die Lippenauflage, die wir besonders gut finden. Während die Saugerspitze gerundet ist, flacht der Sauger zunächst etwas ab, um dann wieder breiter auszulaufen. Ober- und Unterlippe rutschen dadurch perfekt in die kleinen Kuhlen und es entsteht viel Hautkontakt – ganz so wie beim Stillen an der Mutterbrust. Beim Saugen muss das Baby ziemlich viel Kraft aufbringen. Von allein tropft die Flüssigkeit nahezu gar nicht. Ideale Voraussetzungen, wenn man die Gefahr von Stillverwirrung umgehen möchte.
Nuk Perfect Match
Die Nuk Perfect Match richtet sich an Babys ab drei Monaten. Auffälligstes Merkmal ist die integrierte Temperature-Control-Anzeige: Wechselt die sonst blaue Skala zu Weiß, ist der Inhalt zu heiß. Ein tolles Extra, aber Achtung: Das System bietet eine zusätzliche Orientierung, ersetzt jedoch keine klassische Temperaturprüfung.
Die Flasche besteht aus Kunststoff, ist als Weithalsflasche konzipiert und fasst 260 Milliliter. Laut Bedienungsanleitung dürfen sowohl Flasche als auch Sauger nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. Die Nutzung in der Mikrowelle ist möglich, wird vom Hersteller jedoch nicht empfohlen.
Der getestete Perfect-Match-Sauger in Größe M besteht aus Silikon und fällt durch ein sehr weiches, flexibles Material auf. Er passt sich den Bewegungen des Babymundes an. Gleichzeitig tropft der Sauger vergleichsweise schnell von selbst, was beim Ansetzen oder Ablegen auffällt und gerade für sehr junge Babys zu intensiv sein könnte. Das Anti-Kolik-System setzt auf die Kombination aus Ventil und gleichmäßigem Fluss, um ein entspanntes Trinken zu fördern.
Die Babyflasche liegt gut in der Hand. Im allgemeinen Handling zeigt sich die Flasche jedoch nicht auslaufsicher. Beim Schütteln tritt einiges an Flüssigkeit über den Sauger oder das Ventil aus. Der Deckel sitzt angenehm fest. Die Bedienungsanleitung vermittelt die grundlegenden Informationen, ist jedoch sehr klein gedruckt und nicht besonders nutzerfreundlich gestaltet.
Oberni Babyflasche mit Strohhalm
Die Oberni Wide Neck PP Baby Bottle richtet sich laut Hersteller an Babys ab zwei Monaten und kombiniert Polypropylen mit Silikonelementen. Charakteristisch ist der integrierte, beschwerte Strohhalm. Das Gewicht am unteren Ende soll ermöglichen, dass das Kind aus nahezu jeder Position trinken kann – auch wenn die Flasche gekippt wird.
Im praktischen Gebrauch zeigt sich das System jedoch komplexer als erwartet und überzeugt leider nicht.
Die Flüssigkeit wird zunächst über den Strohhalm in den Sauger gezogen. Erst wenn sie dort angekommen ist, kann getrunken werden. Bis dahin wird vergleichsweise viel Luft angesaugt. Zudem ist ein deutlich stärkerer Saugaufwand erforderlich, um überhaupt Flüssigkeit zu fördern. Besonders problematisch wird es, wenn die Flasche nur noch halb gefüllt ist und nach oben geneigt wird: In diesem Fall bewegt sich der beschwerte Strohhalm nicht zuverlässig mit, sodass zeitweise keine Flüssigkeit mehr erreicht wird. Für ältere Kinder, okay, da kann es gehen. Bei Babys, die vielleicht sogar noch im Liegen gefüttert werden, verursacht es Probleme.
Der Sauger selbst ist glatt, flexibel und wirkt angenehm verarbeitet. Die Flasche liegt – trotz ihres vergleichsweise hohen Gewichts – insgesamt gut in der Hand, auch dank der seitlichen Handgriffe. Dafür, dass sie als Weithalsflasche deklariert ist, fällt die Öffnung allerdings eher schmal aus.
Immerhin ist die Konstruktion auslaufsicher und tropft nicht von selbst. Der Deckel lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres vom Sauger lösen, was die Handhabung erschwert.
Kritisch zu betrachten ist zudem die Deklaration: Auf der Umverpackung wird die Flasche als Anti-Kolik-Modell ausgewiesen, ergänzt durch die Silhouette eines Säuglings. Zwar existieren Varianten der Marke ab 0 Monaten – dann jedoch ohne Strohhalm –, die Darstellung kann dennoch missverständlich wirken.
Dr. Brown’s Anti-Kolik-Flasche
Dr. Brown’s Anti-Kolik-Flasche setzt auf ein ventiliertes Flaschensystem, das auf eine Reduzierung der Luftaufnahme während des Trinkens abzielt. Die getestete Flasche fasst 150 Milliliter und ist laut Hersteller spülmaschinenfest. Das interne Ventilsystem kann genutzt oder weggelassen werden, wodurch sich die Flasche flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse und Altersklassen anpassen lässt.
Der Sauger weist eine in sich gedrehte Struktur auf und liegt angenehm im Mund. Im Handling zeigt sich jedoch, dass der Sauger relativ schnell von selbst tropft. Während des Trinkens muss dennoch konstant und vergleichsweise kräftig gesaugt werden, damit die Flüssigkeit gleichmäßig fließt.
Gerade beim Ventilsystem entdecken wir Schwächen, denn es reagiert sensibel auf den Füllstand: Befindet sich das Ende des Ventils nicht vollständig in der Flüssigkeit, läuft keine Milch nach. Wird dies nicht rechtzeitig bemerkt, kann Luft angesaugt werden oder es kommt zu Trinkunterbrechungen, beides kann Bauchweh und Frust verursachen.
Die Flasche liegt gut in der Hand und vermittelt insgesamt einen hochwertigen Eindruck. Beim Schütteln zeigt sich allerdings eine deutliche Schwäche: Es tritt Flüssigkeit aus, was die Auslaufsicherheit im Alltag einschränkt.
Happymami Individuell gestaltete Babyflasche
Happymami verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz: Jede Babyflasche wird individuell angefertigt. Für die Bestellung sind Angaben zur Brustform, zur Brustwarzengröße sowie zum Alter des Kindes erforderlich. Der Hersteller verspricht eine echte Maßanfertigung, die sich möglichst nah an das Stillen anlehnen soll. Die Lieferzeit liegt bei etwa einer Woche, kann jedoch bis zu zwei Wochen betragen.
Die Flasche selbst besteht vollständig aus Silikon und ist als Weithalsflasche ausgeführt. Zwei Luftventile im Sauger sollen einen gleichmäßigen Trinkfluss unterstützen. Spülmaschine und Mikrowelle sind laut Hersteller erlaubt. Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich gestaltet, QR-Codes führen zu weiterführenden Erklärungen und einem Hebammen-Chat. Wer konkret hinter diesem Service steht, lässt sich von außen allerdings nicht abschließend beurteilen.
Aber: Wir haben ihn getestet. Vor der Erstreinigung verströmt die Babyflasche einen sehr dezenten Geruch, der leichtunangenehm ist. Wirklich nur dezent, aber dennoch wahrnehmbar. Das haben wir zum Anlass genommen, den Chat anzuschreiben. Innerhalb von 15 Minuten erhielten wir eine Rückmeldung und das Angebot, die Flasche zu reklamieren. Der Kontakt war insgesamt nett, kundenfreundlich und Antworten trafen stets zeitnah ein.
Der Sauger liegt angenehm im Mund, die Flasche schmiegt sich weich an das Gesicht des Kindes an und vermittelt tatsächlich ein stillähnliches Gefühl. Auch in der Hand liegt die Silikonflasche sehr angenehm.
Gleichzeitig treten leichte praktische Schwierigkeiten auf: Der Deckel lässt sich nur mit erheblichem Kraftaufwand vom Sauger lösen. Zudem tropft der Sauger relativ schnell. Beim Schütteln tritt ebenfalls Flüssigkeit aus, ansonsten ist die Flasche dicht.
Für unterwegs erweist sich das Material als problematisch. Wird die Flasche zusammengedrückt – was in einer Wickeltasche schnell passiert –, gibt sie deutlich Flüssigkeit ab. Das schränkt die Alltagstauglichkeit außerhalb der eigenen vier Wände ein.
Dennoch: Die individuelle Anfertigung macht die Babyflasche gerade für Stillbabys zu einer guten Wahl.
Difrax Anti-Kolik S-Flasche
Worauf die Anti-Kolik S-Flasche von Difrax abzielt, ist klar: das Verhindern von Bauchschmerzen. Dafür setzen die Hersteller auf eine Kombination aus der geschwungenen Form und einem großflächigen Bodenventil. In jedem Fall ist die Babyflasche besonders. Und besonders gut. Denn viele Punkte in der Theorie wie in der Praxis konnten von uns positiv bewertet werden.
Das Bodenventil und die bereits erwähnte, geschwungene Form der Babyflasche sollen verhindern, dass sich Luftblasen in der Nahrung bilden. Weniger Luft in der Nahrung = weniger Luft im Babybauch = weniger Blähungen = weniger Bauchschmerzen. Die besondere Form hat noch mehr Vorteile: Sie ist ergonomisch und liegt daher sehr gut in der Hand (auch in den kleinsten). Des Weiteren ist der Sauger auch bei einer fast leeren Flasche immer vollständig mit Milch gefüllt.
Der Sauger besteht aus Silikon, ist rund und unserer Meinung nach ein wenig zu groß. Dafür fühlt er sich – trotz der sanften Oberflächenstruktur für besseren Halt – sehr weich und superflexibel an. Das Trinken erfordert hier viel Kraft. Von alleine tropft die Flüssigkeit allerdings einigermaßen schnell heraus.
Die Reinigung gestaltet sich aufgrund der vielen Einzelteile als recht kompliziert. Und Achtung: Vor dem Einfüllen von Milch und Co. unbedingt darauf achten, dass das Ventil am Boden richtig verschlossen ist. Ist es das nicht, läuft alles unten raus und es gibt eine riesige Sauerei. Wir wissen, wovon wir reden …
Nettes Extra: Im Deckel der Flasche befindet sich eine Messskala, so kann der Deckel gleichzeitig als Messbecher für Pulvermilch und Muttermilch genutzt werden. Schade ist, es scheint gar nicht so einfach, Ersatzsauger für die Babyflasche aufzutreiben. Nur wenige Anbieter haben die Sauger im Sortiment.
So haben wir getestet
Für unseren Test nehmen wir das Angebot an Babyflaschen unter die Lupe. Wir treffen eine Auswahl an Babyflaschen, die unterschiedliche Formen, Materialien und Besonderheiten bieten. Zudem achten wir auf einen ausgewogenen Mix aus Discounter-Marken und kleinen Herstellern. Insgesamt haben wir 31 Babyflaschen getestet, von denen 28 noch verfügbar sind.
Im Fokus unseres theoretischen Tests stehen Preis, Material von Flasche und Sauger sowie die Form. Schadstofftests führen wir nicht durch, wir beziehen aber, sofern vorhanden, Ergebnisse anderer Institutionen wie Ökotest oder der Stiftung Warentest mit ein.
Zudem berücksichtigen wir integrierte Anti-Kolik-Systeme in der Bewertung.
In der praktischen Prüfung teilen wir den Test in zwei Bereiche: das Handling für Eltern und die Eignung für Babys. Für Eltern beurteilen wir, wie gut die Flasche in der Hand liegt und ob der Deckel sicher schließt. Für Babys bewerten wir zunächst den Sauger (Haptik, Weichheit, Sitz im Mund) und dokumentieren den Trinkfluss; die abschließende Einschätzung des Trinkflusses erfolgt dabei durch Kind beziehungsweise Eltern.
Die Babyflaschen prüfen wir sowohl durch erwachsene Testerinnen und Tester als auch mit zwei Testkindern. Ein Testkind im Alter von zweieinhalb Jahren gibt ein differenziertes Feedback zu Vorlieben und Abneigungen. Bei einem 13 Monate alten Testkind stützen wir die Beurteilung auf unsere Beobachtungen während des Trinkens.
Die wichtigsten Fragen
Welche Babyflasche ist die beste?
Die für uns beste Babyflasche ist die Nuk Nature Sense. Sie bietet alles, was eine Trinkflasche für Babys bieten sollte. Sie ist aus Glas, liegt gut in der Hand, verfügt über einen sehr kleinen und weichen Sauger und bringt ein besonderes Extra mit sich: Eine Temperaturanzeige, die sich verfärbt, wenn die eingefüllte Flüssigkeit zu heiß ist. Doch auch andere Babyflaschen konnten uns im Test überzeugen.
Welche Flaschen empfehlen Hebammen?
Viele Hebammen empfehlen unterschiedliche Babyflaschen – wir finden, das ist gut so. Denn auch wenn es Eltern dadurch nicht leichter gemacht wird, eine Entscheidung zu treffen, es bedeutet auch, dass es viele gute Babyflaschen am Markt gibt. Etwas, das wir mit unserem Test bestätigen können. Denn neben den fünf Empfehlungen sind auch viele Babyflaschen aus unserer Kategorie „Außerdem getestet“ eine absolut gute Wahl.
Welche Babyflasche ist der Brust am ähnlichsten?
Auch hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen. Und die meisten Hersteller deklarieren ihre Babyflaschen beziehungsweise die entsprechenden Sauger als der Mutterbrust nachempfunden. Für uns sind es jedoch die Happymami, die individuell nach der Brustform und -größe der Mutter angefertigt wird und beim Trinken angenehm auf dem Babygesicht aufliegt.

















































































