Trinklernbecher sollen Babys den Übergang von der Brust beziehungsweise Milchflasche zum Trinken aus Glas, Becher oder Tasse erleichtern. Aus einem Becher zu trinken, ist für Babys erst einmal eine Herausforderung. Unbedingt nötig ist ein spezieller Becher dafür allerdings nicht. In der Übergangszeit, wenn der Nachwuchs schon unbedingt selbst trinken möchte, es aber noch nicht richtig kann, sind Trinklernbecher trotzdem eine Erleichterung.
Zum Einsatz kommen Trinklernbecher meist, wenn ab dem sechsten Monat Beikost eingeführt wird. Dann benötigt das Baby neben der Muttermilch oder Säuglingsersatznahrung zusätzliche Flüssigkeit. Am besten geeignet sind Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Wir haben uns 60 Becher unterschiedlicher Bauweise angesehen und von kleinen Testern probetrinken lassen. Hier sind unsere Empfehlungen.
Kurzübersicht
Munchkin Miracle 360°

- Trinken wie aus einem normalen Becher möglich
- Auslaufsicher
- Einfache Reinigung
- Funktioniert nicht mit Kohlensäure
Der Munchkin Miracle 360°, der in verschiedenen Größen und Designs erhältlich ist, ermöglicht das Trinken fast wie aus einem normalen Becher und verhindert dabei jedes Geklecker. Er führt das Kind so optimal an das Trinken aus normalen Gefäßen heran, auch wenn Mama ihre Augen mal woanders hat. Außerdem lässt er sich einfach auseinander- und wieder zusammenbauen und die Reinigung ist nicht aufwendig. Zudem ist er für unterwegs geeignet, weil er nicht ausläuft. Mit diesem Trinklernbecher kann man nicht viel falsch machen.
NUK Mini Magic Cup
Der NUK Mini Magic Cup ist vom Prinzip her dem Testsieger ziemlich ähnlich. Hergestellt wird er in Deutschland, aufgrund seiner Größe ist er gut für Kinder ab sechs Monaten geeignet. Für den Testsieg hat es nicht ganz gereicht, weil der Mini Magic Cup beim Herumfuchteln nicht völlig dicht bleibt. Aber ansonsten ist auch er eine gute Wahl.
Hoppediz CamoCup

- Gut für die Zähne
- Einfache Reinigung
- Das Kind lernt gleich, richtig zu trinken
- Braucht Begleitung beim Trinken
- Verschüttungsgefahr
- Keine Griffe
Der CamoCup von Hoppediz ist ein richtiger Becher. Kein Saugen, kein Nuckeln! Super für die Zähne des Kindes und auch optimal, um wirklich das Trinken aus einem normalen Becher zu lernen. Ohne Umwege über einen Trinklernbecher. Die Eltern müssen hier etwas mehr begleiten, Verschütten und kleine Pannen sind vorprogrammiert. Aber mit diesem Becher lernt das Kind sicher sehr schnell, »richtig« zu trinken.
Tommee Tippee Superstar Sippee

- Auslaufsicher
- Schüttelfest
- Antibakterielles Silikonmundstück
- Breite Griffe
- Guter Stand
Der Tommee Tippee Superstar Sippee ist nicht nur besonders leicht, sondern auch robust, auslaufsicher und günstig. Die flexiblen Griffe liegen gut in kleinen Kinderhänden und machen das selbstständige Trinken kinderleicht. Das weiche, bissfeste Mundstück besteht aus einem antibakteriellen Material. Die Schutzkappe sorgt dafür, dass der Becher auch unterwegs hygienisch sauber bleibt. Kein Tropfen geht daneben, selbst beim Schütteln. Besonders für Babys geeignet.
Vergleichstabelle
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- Trinken wie aus einem normalen Becher möglich
- Auslaufsicher
- Einfache Reinigung
- Funktioniert nicht mit Kohlensäure

- Bequemes Trinken
- Einfache Reinigung
- Nicht ganz auslaufsicher

- Gut für die Zähne
- Einfache Reinigung
- Das Kind lernt gleich, richtig zu trinken
- Braucht Begleitung beim Trinken
- Verschüttungsgefahr
- Keine Griffe

- Auslaufsicher
- Schüttelfest
- Antibakterielles Silikonmundstück
- Breite Griffe
- Guter Stand

- Alternative zur Flasche bei Stillproblemen
- Geruchs- und Geschmacksneutral
- Für kleine Hände gemacht
- Braucht Begleitung beim Trinken
- Keine Griffe

- Silikondichtscheibe einzeln nachkaufbar
- Einfache Reinigung
- Keine Griffe
- Erst für ältere Kinder geeignet, da ziemlich groß

- Weiche Griffen
- Geeignet für die Spülmaschine
- Weicher Schnabel
- Rutschfeste, ergonomische Griffe
- Nicht vollständig auslaufsicher

- Hält Getränke kühl oder warm
- Gute Qualität
- Langlebig
- Sehr groß
- Keine Griffe

- Ansprechende Optik
- Auslaufsicher
- Durchdachte Details
- Cleverer Dreh-Mechanismus
- Deckel kann sich lösen

- Auslaufsicher
- Anti-Kolik-Technik
- Super griffige Form
- Dicht

- Spritzt beim Öffnen
- Verschluss lässt sich zu schwer öffnen

- Sehr schönes Design
- Tritan
- Einknopf-Klappdeckel
- Ausgussmenge etwas zu groß
- Leichter Plastikgeruch

- Auslaufsicher
- Schwer zu saugen

- Kindgerechtes Design
- BPA-frei
- Kein 360 Grad Trinksystem

- Spülmaschinefest
- BPA-, Phthalat- und PVC-frei
- Plastikgeruch
- Zusammenbau nach Reinigung etwas fummelig

- Geruchs- und geschmacksneutral
- Hochwertiges Design
- Ausgussmenge etwas zu hoch

- Auslaufsicher
- Bequemes Trinken
- Kein Verschlussplättchen

- Auslaufsicher
- Griffe abnehmbar
- Schwer zu saugen

- Kohlensäurehaltige und warme Getränke möglich
- Leicht
- Nicht auslaufsicher

- Ist gleichzeitig ein Snack-Behälter
- Darf in die Mikrowelle
- Kommt mit zwei Deckeln
- Weich
- Nur Snackbecher für unterwegs gut geeignet

- Ansprechende Optik
- Absolut auslaufsicher
- Rutschfest
- Toll für etwas größere Kinder
- Nichts für Babys
- Strohhalm nicht robust
- Keine Griffe

- Auslaufsicher
- Ab 4 Monaten geeignet
- Mit Deckel
- Schwer zu saugen
- Keine Skala

- Auslaufsicher
- Mit Deckel
- Sehr leicht daraus zu Trinken
- Griffe abnehmbar
- Die Antitropfscheibe lädt dazu ein, damit zu spielen

- Umweltfreundlich
- Kann auch als normaler Becher verwendet werden
- Sehr hochwertiges Material
- Lange Lebensdauer
- Teuer
- Nur schwappsicher
- Farbe geht nach einiger Zeit ab
- Keine Griffe

- Hübsche Optik
- Kompakt
- Super für Babys
- Schwer zu saugen

- Günstig
- Kindgerechtes Dekor
- Leuchtet im Dunkeln
- Leicht
- Teils scharfkantig
- Starrer Sauger
- Nicht auslaufsicher

- Sehr schöne Optik
- Geruchs- und geschmacksneutral
- Auslaufsicher
- Gut zu reinigen
- Verschlusskappe kann abgehen
- Keine Griffe

- Süßes Design
- Verschluss ist gut konstruiert
- Griffe sind scharfkantig
- Starker Plastikgeruch

- Auch ohne Deckel als Tasse nutzbar
- Harter, robuster Schnabel
- Kann beim Runterfallen brechen
- Nicht für die Mikrowelle geeignet
- Darf nicht ausgekocht werden
- Nicht auslaufsicher

- Auch ohne Deckel als Tasse nutzbar
- Harter, robuster Schnabel
- Silikonring am Boden als Rutschstopp
- Leicht
- Kann beim Runterfallen brechen
- Nicht für die Mikrowelle geeignet
- Darf nicht ausgekocht werden
- Nicht auslaufsicher

- Ungewöhnliches Design
- Kleine Griffe
- Nicht auslaufsicher
- Braucht Begleitung beim Trinken

- Großes Volumen
- Nicht auslaufsicher
- Strohalm dünn und unsicher
- Strohhalm schwer zu reinigen
- Keine Griffe

- Großes Volumen
- Nicht auslaufsicher
- Hartes Mundstück
- Schwer zu saugen

- In vielen Farben erhältlich
- Etwas schwer zu öffnen und zu schließen
- Verträgt nicht mehr als 70°C
- Keine säurehaltigen Lebensmittel

- Süßes Design
- Leicht
- Schwer zu saugen
- Griffe sehr starr

- Niedliche Optik
- Sehr hipp
- Viele angesagte Farben
- Nicht auslaufsicher
- Zu viel Flüssigkeit auf einmal

- Hochwertiges Material
- Niedliches Design
- Isolierend
- Bisschen viele Teile
- Schwer zu saugen

- Auch ohne Deckel nutzbar
- Kommt normalem Trinken am Nächsten
- Plastik
- Nicht auslaufsicher
- Keine Skala
- Keine Griffe

- Schüttel- und Auslaufsicher
- Mit Deckel
- Hübsches Design
- Der Deckel ist nur unter erheblichen Kraftaufwand zu entfernen

- Günstig
- Schöne Optik
- Leicht
- Nicht auslaufsicher
- Hartes Mundstück
- Schwer zu öffnen
- Schwer zu saugen

- Latex- und PVC-frei
- Gut zu reinigen
- In drei Farben erhältlich
- Schwer zu saugen
- Sehr groß
- Eher für große Kinder
- Keine Griffe

- Auch ohne Deckel nutzbar
- Stylisches Design
- Nicht auslaufsicher
- Darf nicht sterilisiert werden
- Tassenschnabel verkratzt zu leicht
- 100 Prozent Melamin

- Günstig
- Schwer
- Schwer zu öffnen und zu schließen
- Einfache Verarbeitung
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Alle Infos zum Thema
Damit nichts danebengeht: Trinklernbecher im Test
Viele Mütter kaufen mehrere verschiedene Trinklernflaschen und -becher, bevor sie das richtige Produkt für ihr Kind gefunden haben. Dabei wird oft viel Geld ausgegeben und eine Menge Trinklernbecher stehen ungenutzt im Schrank herum, weil sie nicht so funktionieren, wie man sich das vorgestellt hat. Sie sind etwa alles andere als dicht in der Handtasche oder das Kind kaut nur darauf herum, statt daraus zu trinken.
Kein Becher ist perfekt
Wir haben 60 Trinklernbecher unterschiedlicher Art für Sie getestet, 43 davon sind noch verfügbar. Um es vorwegzusagen: Leider ist keiner der Trinklernbecher die alleskönnende, eierlegende Wollmilchsau.
Es gibt Trinklernhilfen, die eher wie Flaschen aussehen, aber schnabelähnliche Trinktüllen und Haltegriffe haben. Deren Sauger sind im Prinzip ähnlich wie Flaschensauger. Für das Ziel, das Kind von der Brust bzw. Flasche zu entwöhnen, sind sie nicht wirklich hilfreich.
Angeboten werden auch solche Trinklernhilfen, die einer Tasse oder einem Becher ähneln. Diese Trinklernbecher gibt es mit weichen Schnäbeln und mit harten. Erstere sollen für Kinder ab sechs Monaten geeignet sein, letztere für Kinder ab einem Jahr. Manche haben Griffe, damit die Kleinen sie besser in die Hand nehmen können, andere verzichten darauf.
Wieder andere haben einen ganz normalen Becherrand, sind aber mit einem Ventil versehen, damit beim Trinken nicht zu viel daneben geht. Und dann gibt es noch Trinklernhilfen, die wie ein besonders geformter Becher mit Henkeln daherkommen.
Manche Hersteller, wie beispielsweise NUK, haben ein ausgeklügeltes Trinklernhilfesystem auf den Markt gebracht – mit verschiedenen Modellen ab 6, 8, 12 und 18 Monaten. Damit wird suggeriert, dass man etliche verschiedene Modelle benötigt, bis das Kind aus einem normalen Becher, einer Tasse oder aus einem Glas trinken kann. Für die Hersteller ist das natürlich ein gutes Geschäft. Nötig ist das aber nicht.
Probleme mit Trinklernhilfen
Einige Zahnärzte und Logopäden raten eher von Trinklernbechern ab und halten es für die gesündere Alternative, das Trinken aus Schnabeltasse & Co. allenfalls kurzfristig als Übergangslösung zu verwenden. Der Grund: Der exzessive Gebrauch von Trinklernhilfen könne negative Folgen haben, darunter etwa Kieferfehlstellungen sowie spätere Sprachschwierigkeiten und -fehler aufgrund einer falsch antrainierten Zungenhaltung oder unzureichenden Trainings der Lippenmuskulatur.
Insbesondere sparsam sollte man dabei sein, den Kindern zuckerhaltige Getränke in einem Trinklernbecher zu servieren. Dabei kann nämlich eine »Nuckel-Karies« entstehen. Die Gebrauchsanweisung aller getesteten Trinklernbecher weist auf dieses Risiko hin. Wir raten daher dazu, Trinklernbecher mit Bedacht einzusetzen und im Zweifelsfall einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden zurate zu ziehen.
Hilfreich für die Eltern
Obwohl ein Trinklernbecher, der auch beim Umkippen und Schütteln dicht hält, im Alltag praktische Vorteile besitzt: Man braucht ihn nicht zwingend. Zwar formt der Mund beim Saugen an Brust oder Flasche sich zu einem O und muss beim Trinken aus dem Becher ein U bilden, sodass eine Umstellung nötig ist. Kinder lernen das Trinken aus einem gewöhnlichen Becher mit etwas Geduld jedoch von ganz allein. Hilfsmittel hingegen müssen wieder abgewöhnt werden, und sie trainieren häufig weder das natürliche Trinken noch das Schlucken. Der Begriff »Lernbecher« führt daher eher in die Irre.

Allerdings ist es für die Eltern generell mehr Aufwand, dem Kind, zumindest im ersten Lebensjahr, zum Trinken ausschließlich einen normalen Becher zu reichen. Denn wenn man das Trinken dann nicht minutiös begleitet, wird man ständig verschüttete Flüssigkeit aufwischen müssen – bei Wasser ist das noch relativ problemlos, aber nass ist es trotzdem.
Man wird sein Kind aber auch mehrmals am Tag umziehen (oder föhnen) müssen – was ziemlich nervig sein kann, vor allem, wenn man unterwegs ist. Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir einmal beim Stadtbummel einen Friseur aufsuchten und darum baten, dass wir unseren Kleinen trocken föhnen dürfen. Er hatte nämlich den kompletten Inhalt einer Wasserflasche über sich geschüttet, und wir hatten keine Wechselkleidung dabei.
Kinder trinken meist zu wenig Wasser am Tag
Während des Essens kann man das Trinken aus einem normalen Becher noch bewerkstelligen. Aber Kinder sollten auch zwischendurch mal etwas trinken, andernfalls besteht das Risiko, zu wenig Flüssigkeit aufzunehmen. Flüssigkeitsmangel wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus – und macht sich zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Verstopfung bemerkbar.
Es ist also durchaus von Vorteil, wenn Kleinkinder jederzeit Zugriff auf ein Trinkgefäß haben, damit sie immer dann etwas trinken können, wenn sie Durst haben. Äußern können sie das ja unter zwei Jahren noch nicht. Einen offenen Becher im Kinderzimmer herumstehen zu lassen, finden allerdings die wenigsten Eltern praktikabel. Es sei denn vielleicht, das Zimmer ist gefliest. Das Gleiche gilt für den Becher am Bett, der den nächtlichen Durst stillen soll. Der sollte ebenfalls auslaufsicher sein, damit nicht das ganze Bett nass wird.
Im Einzelfall ist daher Abwägungssache, ob und in welchem Ausmaß der Einsatz eines Trinklernbechers hilfreich sein kann. Wichtig ist, auf jeden Fall das Trinken aus einem normalen Becher ebenfalls zu trainieren.
Was ist ein guter Trinklernbecher?
Mit einem guten Trinklernbecher sollte das Kind möglichst das Gefühl haben, aus einem normalen Becher zu trinken. Das leistet aber kein auslaufsicherer Trinklernbecher. Denn auch bei den Modellen, die wie ein normaler Becher geformt sind, muss das Kind wie aus einer Nuckelflasche saugen, um den Auslaufschutz zu überwinden. Das hat mit dem Trinken aus einem offenen Becher nichts zu tun.
Vergessen Sie also ruhig das Thema »Trinken lernen«. Es geht stattdessen darum, dass das Kind gut selbst aus dem Becher trinken kann, dass er auslaufsicher ist und nicht leicht kaputtgeht.
Die Reinigung ist außerdem ein wichtiger Punkt. Man sollte den Becher gut sauber halten und reinigen können. Trinkbecher werden nämlich häufig von schmierigen Kinderhänden angefasst und kommen mit essensverschmierten Mündern in Berührung. Wenn ihre Ventile nicht trocken und auseinandergebaut gelagert werden, drohen sie zu verkeimen.
Natürlich muss ein guter Trinklernbecher auch schadstofffrei sein. Ein Test von Ökotest aus dem Jahr 2013 gibt diesbezüglich allerdings Entwarnung. Alle von uns getesteten Trinklernhilfen sind aus den Bisphenol-A-freien Kunststoffen PP, PE oder PS sowie aus Silikon gefertigt.
Unser Favorit
Munchkin Miracle 360°

- Trinken wie aus einem normalen Becher möglich
- Auslaufsicher
- Einfache Reinigung
- Funktioniert nicht mit Kohlensäure
Der beste Trinklernbecher für die meisten ist für uns der Munchkin Miracle 360°. Diesen Trinklernbecher gibt es in drei Größen sowie mit und ohne Griffe, sodass ein Modell davon für jedes Kind passen dürfte. Er ist gut verarbeitet und das Kind kann daraus wie aus einem normalen Trinkbecher leicht trinken, ohne dass etwas daneben geht. Das ist sicher weniger kritisch für die Zahngesundheit und Kieferentwicklung als Trinklernbecher mit Schnabelaufsätzen.

Auch wenn man den Becher auf den Kopf stellt, hinlegt oder seitlich hält, läuft keine Flüssigkeit heraus. Zudem kann man den Munchkin Miracle 360° sehr leicht auseinanderbauen und reinigen – auch in der Spülmaschine.
Material, Design und Fassungsvermögen
Den Munchkin Miracle 360° gibt es in drei Größen und verschiedenen Designs. In das kleinste Modell passen 177 Milliliter, in das mittlere, von uns getestete 207 Milliliter und in das größte Modell, das ohne Griffe geliefert wird, passen 296 Milliliter Flüssigkeit. Gefertigt ist der Trinklernbecher aus Polypropylen und Silikon. Laut Hersteller ist er BPA-frei, aber »made in China«.
Es gibt den Trinklernbecher einfarbig mit weißen Griffen in Blau, Grün, Orange und Pink. Außerdem ist er mit bunten Griffen und bedruckt mit Vögeln, Walen und Autos zu bekommen. Da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Der Preis für die einfarbige Variante ist niedriger als für die bedruckte.
Aufbau des Trinklernbechers
Der Munchkin Miracle besteht aus drei Teilen: einem Becher, einem abschraubbaren Aufsatz mit Griffen (bzw. beim großen Modell ohne Griffe) und einem Silikonventil.
Der Aufsatz ist mit einem Dichtungsgummi versehen, damit der Becher nicht ausläuft. Außerdem sind oben zahlreiche kleine Löcher darin, aus denen die Flüssigkeit beim Trinken herauskommt.

Das Ventil wird auf einen Nupsi in der Mitte des Aufsatzes gedrückt und sitzt dann so fest darauf, dass keine Flüssigkeit ausläuft, wenn man den Trinklernbecher umdreht, schüttelt oder hinlegt. Zum Reinigen kann man es relativ einfach mit geringem Kraftaufwand abziehen.
Funktionsweise
Das Kind kann an jeder Stelle des Becherrands trinken, deshalb der Namenszusatz 360°. Es reicht nicht, dass es dazu den Becher schräg hält. Es muss auch ein bisschen saugen, damit das Getränk herausfließt, beziehungsweise mit der Lippe oder den Zähnen leicht auf das Silikonventil drücken. Sehr schwaches Saugen genügt aber, damit etwas herauskommt. Unser 18 Monate altes Testkind konnte das auf Anhieb.
Von jeder Stelle am Becher kann getrunken werden
Falls das Kind damit nicht gleich klarkommt, kann man ihm helfen, indem man selbst leicht auf das Ventil drückt, dann läuft etwas Flüssigkeit in den Mund des Babys. Der Munchkin Miracle ist damit auch für Stillkinder geeignet, die keine Flasche akzeptieren.
Empfohlen wird der Munchkin Miracle 360° mit Griffen ab 6 Monaten, der ohne ab 12 Monaten.
Auslaufsicherheit

Von den getesteten Modellen war der Munchkin Miracle mit am auslaufsichersten – auch wenn er nicht hundertprozentig dicht ist und keinen Deckel hat.
Fällt er aus größerer Höhe auf den Boden, dann spritzt ein bisschen Flüssigkeit heraus. Es ist aber kein Vergleich mit der Menge, die aus normalen Bechern in so einem Fall auf dem Boden landet.
Wir würden den Munchkin Miracle unterwegs dennoch eher nicht in die Handtasche stecken.
Reinigung
Den Munchkin Miracle kann man einfach auseinandernehmen und im obersten Fach der Spülmaschine reinigen. Dass er lediglich aus drei Teilen besteht, vereinfacht die Reinigung im Vergleich zu anderen Trinklernbechern enorm.
Wenn er nicht in Gebrauch ist, sollte man das Ventil abnehmen, abtrocknen und dann trocken wieder zusammenbauen – sonst könnte es dazu kommen, dass der Becher schimmelt, weil sich nach dem Trinken immer etwas Flüssigkeit zwischen Ventil und Aufsatz befindet.
Nachteile?
Der einzige Nachteil des Munchkin Miracle ist, dass er nicht mit kohlensäurehaltigen Getränken und solchen mit Fruchtfleisch funktioniert: Mit kohlensäurehaltigen und heißen Getränken ist er nicht dicht, Fruchtfleisch verstopft die Öffnungen. Auch für heiße Getränke ist er laut Anleitung nicht geeignet.
Außerdem verfügt er über keine Skala, sodass man nicht genau kontrollieren kann, wie viel das Kind getrunken hat. Er ist aber leicht transparent, sodass man von außen sehen kann, wie viel Flüssigkeit noch drin ist.
Zudem wäre es schön, wenn es für den Transport unterwegs noch einen Deckel gäbe – dann hätte man ein besseres Gefühl, dass wirklich nichts in die Tasche läuft. Das Silikonventil, das das Kind ja schließlich in den Mund nimmt, wäre so ebenfalls besser vor Schmutz geschützt.
Munchkin Miracle 360° im Testspiegel
Weder die Stiftung Warentest noch Ökotest haben den Munchkin Miracle 360° bisher getestet. Sobald es Testberichte gibt, werden wir sie hier für Sie nachtragen.
Weitere Empfehlungen
NUK Mini Magic Cup
Der Magic Mini Cup von NUK hat einen 360°-Trinkrand, der für Kinder ab sechs Monaten geeignet ist. Der sehr weiche Rand aus Silikon trainiert und fördert das Trinken von allen Seiten – wie ein normaler Becher. Das Konzept: Der Nachwuchs muss nur noch leicht am Rand des Bechers saugen und erlernt fast spielerisch das selbstständige Trinken – ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung des Babys und eine Herausforderung an Geschick und Geduld. Dabei wird die Selbstständigkeit gefördert.
Das klappte bei unserem Baby nach mehreren Trinkversuchen schon ganz gut. Schnell hatte es den Bogen raus und saugte fröhlich am pinkfarbenen Rand des Bechers.
Das BPA-freie Material des NUK Mini Magic Cup lässt den leichten Becher hochwertig und robust wirken. Mehrere Stürze vom Küchentisch konnten ihm dank seiner Bruchsicherheit nicht das Geringste anhaben. Klasse!
Die kleine Größe des Bechers sowie die kindgerechten, ergonomischen und abnehmbaren Haltegriffe ermöglichen ein leichtes Halten mit den kleinen Kinderhänden. Unser einjähriges Testbaby konnte den NUK auch sehr gut und leicht greifen.
Ein zusätzlicher Deckel verschließt den, mit einer Silikonscheibe abgedichteten, auslaufsicheren Magic Mini Cup unterwegs zuverlässig und sorgt für Sauberkeit. Dank der Silikondichtung kann der Becher so im Bett oder beim versehentlichen Umkippen nicht auslaufen.
Erfreulich: Der Becher besteht aus wenigen Einzelteilen, die sich zum Reinigen leicht auseinander- und zusammenbauen lassen. Alle Teile ließen sich sehr leicht reinigen, auch eine Reinigung in der Spülmaschine ist problemlos möglich. Wir empfehlen, die Verwendung scharfer Reiniger zu vermeiden, da sich das Material eventuell verfärben kann.
Beim ruckartigen Herumfuchteln und Herumspielen mit dem Becher beobachteten wir immer wieder das Auslaufen von Flüssigkeit. Das Testbaby hatte danach schnell gelernt, den Inhalt des Bechers noch auf anderem Wege herauszubekommen, wovon es dann fröhlich patschend ausgiebig Gebrauch machte. Das macht unser Testsieger Munchkin Miracle 360° besser. Beim entspannten Trinken im Kinderbett gab es dagegen kein Auslaufen oder Tropfen.
Der Magic Mini Cup hat uns ähnlich wie der Munchkin Miracle mit seinen Qualitäten überzeugt. Die fehlende Auslaufsicherheit beim Herumfuchteln beschert dem NUK Magic Mini Cup leider Punktabzug.
Hoppediz CamoCup

- Gut für die Zähne
- Einfache Reinigung
- Das Kind lernt gleich, richtig zu trinken
- Braucht Begleitung beim Trinken
- Verschüttungsgefahr
- Keine Griffe
Der Schnabelbecher CamoCup von Hoppediz wurde für Säuglinge ab dem Neugeborenenalter, für größere Kinder und für Erwachsene mit sensomotorischen Problemen konzipiert. Die Form ist trichterförmig, was das Trinken und Umfassen des Bechers für jede Hand- und Mundgröße möglich macht. Durch die schnabelförmige Trinkrille kann man die Flüssigkeit supergut dosieren. Entweder als Elternteil bei den Minis oder das etwas größere Kind selbst. Das sorgt auch für die beim Lernen generell so wichtigen Erfolgsmomente.
Das Kind lernt schnell, so zu trinken, wie es die »Großen« tun. Das macht sie stolz und motiviert, diese Fähigkeit noch auszubauen. Perfekt! Bei den Minis sorgen Noppen im Lippenbereich für eine Stimulierung des Schluckreflexes. So können schon Neugeborene das Trinken lernen, wenn es denn nötig ist. Der ausladende Boden bietet ordentlich Standfestigkeit – zudem ist der Trinklernbecher aus vollkommen schadstofffreiem Material hergestellt und für die Reinigung in der Geschirrspülmaschine und den Sterilisator geeignet.
Das Testkind neigt beim Trinken nach wie vor zum Verschütten und ist noch nicht sicher in Sachen Trockenheit beim Trinken. Freudig greift das Test-Kind den tollen roten Becher und führt ihn ungestüm an den Mund. Wir erwarten hier schon den ersten nassen Zwischenfall. Aber Fehlalarm. Durch die gut durchdachte Form des Bechers schwappt keine Flüssigkeit heraus oder läuft an den Mundwinkeln vorbei auf die Kleidung. Das Kind trinkt das Wasser in einem Zug aus und fordert wütend mehr, als der Becher leer ist. Es scheint wirklich Spaß zu machen.
Auch als Musikinstrument macht sich der Becher in den Trinkpausen sehr gut und wird mit aller Kraft auf den Tisch geschlagen. Das macht dem Becher überhaupt nichts aus – und dem Kind eine riesengroße Freude.
Toll ist auch die Trichterform. Dadurch, dass sich der Trinklernbecher im Durchmesser nach unten hin verjüngt, gibt es für jede Handgröße die perfekte Stelle zum Umfassen. Dieser Trinklernbecher kann also gar nicht unhandlich sein. Seitlich sind Rillen in den Trinklernbecher eingearbeitet, sodass die Stabilität des Festhaltens noch größer wird.
Es dauert nicht lange, da ist die geringe Menge Flüssigkeit überall fröhlich kreischend verteilt. Das ist halt der Nachteil davon, dass der Becher offen ist. Wir haben den Trinklernbecher aber über zwei Wochen täglich getestet und können sagen, dass es nur wenige Tage gedauert hat, bis das Herumschütten den ganz großen Reiz verloren hatte. Natürlich müssen Eltern das Trinkenlernen gut begleiten und die richtigen Signale setzen. Hat man dazu keine Lust oder Nerven – was mehr als verständlich ist –, dann eignet sich eine andere Empfehlung aus diesem Test sicher besser.
Auch ist der Trinklernbecher eher sperrig, wenn man unterwegs ist – zum Beispiel auf dem Spielplatz, im Park oder am Strand. Da würden wir auch eher zur Verwendung einer der anderen Trinklernbecher-Empfehlungen im Test raten. Vor allem wegen der Praktikabilität. Natürlich kann man sich die Mühe machen, diesen Trinklernbecher im Rucksack zu haben und ihn vor Ort mit einem Getränk, das man in einer anderen Flasche dabei hat, zu befüllen. Aber die Eltern-Realität ist dann doch oft eine andere.
Nach Gebrauch kann man den CamoCup einfach mit allem anderen Geschirr in die Spülmaschine schmeißen oder für die ganz kleinen Babys in den Sterilisator. Das alles hält der sehr robuste Trinklernbecher locker aus. Somit ist der Hoppediz CamoCup ein wirklich toller Trinklernbecher für Eltern, die Lust und Nerven haben, einmal kurz durch eine »feuchte« Lern-Episode zu waten, um dann ein tipptopp normal trinkendes Kind zu haben, das so nicht Gefahr läuft, Nuckel-Karies zu bekommen.
Tommee Tippee Superstar Sippee

- Auslaufsicher
- Schüttelfest
- Antibakterielles Silikonmundstück
- Breite Griffe
- Guter Stand
Auf den ersten Blick wirkt der Tommee Tippee Superstar Sippee eher unscheinbar. Kein modisches Statement, keine aufwendigen Muster – stattdessen ein funktionaler Schnabelbecher in knalligem Gelb oder kräftigem Grün. Doch hinter dem schlichten Design steckt durchdachte Qualität. Der Becher wiegt nur 57 Gramm, liegt damit leicht in kleinen Händen und steht dank abgeschrägtem Boden erstaunlich stabil. Die breiten Griffe bieten zusätzlichen Halt – auch bei noch unkoordinierten Bewegungen.
Das Mundstück aus weichem, antibakteriellem Silikon (Bac-Shield-Technologie) ist biegsam, aber bissfest. Es schützt empfindliche Zähnchen und hält dem Kaudrang kleiner Entdecker zuverlässig stand. Alles wirkt robust, sauber verarbeitet und langlebig – ein Eindruck, der sich im Alltagstest bestätigt.
Mit einem Fassungsvermögen von 190 Millilitern liegt der Becher im Mittelfeld. Geeignet ist er laut Hersteller ab vier Monaten. Bei uns im Einsatz: ein 18 Monate altes Kind, das keine Gelegenheit ausließ, den Becher durch das Wohnzimmer zu werfen. Ob auf Fliesen, Teppich oder quer durchs Kinderbett – der Superstar Sippee zeigte keine Schwächen. Für die Reinigung darf der Becher in die Geschirrspülmaschine und kann auch in der Mikrowelle desinfiziert oder sterilisiert werden.
Besonders überzeugend: die Auslaufsicherheit. Dank der integrierten Intellivalve-Technologie blieb der Becher selbst bei kräftigem Schütteln und in der vollgepackten Wickeltasche komplett dicht. Kein Tropfen trat aus, keine Kleckerei im Buggy oder auf dem Sofa. Ein schlichter, aber durchdachter Schnabelbecher für den Alltag. Robust, hygienisch, auslaufsicher – und genau das, was man sich von einem Trinklernbecher wünscht, wenn es zu Hause mal wieder hoch hergeht.
Außerdem getestet
Moonkie First Open Cup
Der Moonkie First Open Cup ist ein kleiner offener Trinkbecher aus Silikon, der im Doppelpack geliefert wird. Jeder Becher fasst 60 Milliliter und besteht vollständig aus weichem, lebensmittelechtem Silikon. Das Material ist geruchlos, BPA-frei und sowohl für Spülmaschine als auch Mikrowelle geeignet. Die Becher wirken schlicht und hochwertig, fühlen sich angenehm weich an und liegen gut in kleinen Händen.
Interessant ist der Einsatzbereich: Der Becher richtet sich nicht nur an Babys im Beikostalter, die das Trinken aus einem offenen Gefäß üben. Er kann auch genutzt werden, um Säuglingen kleine Mengen Muttermilch aus einem Becher anzubieten, etwa bei Stillproblemen. So lässt sich diese Phase überbrücken, ohne direkt eine Flasche einzuführen, die die Stillprobleme unter Umständen durch eine mögliche Saugverwirrung begünstigen kann. Natürlich braucht es dabei immer eine enge Begleitung durch die Bindungsperson.
Im Alltag werden die kleinen Becher aber auch ab dem Beikoststart interessant. Dann können Kinder erste Erfahrungen mit einem offenen Trinkgefäß machen. Durch das weiche Silikon ist der Becher angenehm für Mund und Hände, gleichzeitig robust und leicht zu reinigen. Da es sich um einen offenen Becher handelt, bleibt Kleckern allerdings nicht aus. Für unterwegs oder für Eltern, die eine auslaufsichere Lösung suchen, ist dieses Modell daher weniger gedacht. Für erste Erfahrungen mit einem offenen Becher zu Hause ist der Moonkie jedoch eine durchdachte Lösung und macht auch Kleinkindern noch viel Spaß.
Beim Kauf erhält man ein hübsches Set, das die Kinder eine lange Zeit begleiten kann. Auch über das Trinklernalter hinaus können die Becher weiterhin kindgerecht und bruchsicher verwendet werden oder aber auch für die Teeparty mit den liebsten Kuscheltieren zweckentfremdet werden.
Béaba 360 ° Learning Cup
Der Béaba 360° Learning Cup kommt in zwei schlichten Farbvarianten, nämlich in Blau und in Rosa. Er arbeitet mit einem rundumlaufenden Trinkrand und einer zentralen Silikonscheibe im Deckel. Kinder können von jeder Stelle des Randes trinken.
Im Deckel sitzt eine vom Hersteller patentierte Anti-Tropf-Scheibe, die sich öffnet, sobald das Kind mit der Oberlippe leichten Druck darauf ausübt. Wird der Becher gekippt, ohne dass dieser Mechanismus ausgelöst wird, bleibt er dicht. Im Test funktionierte das zuverlässig. Kinder konnten den Mechanismus beim Trinken problemlos aktivieren und ihren Durst stillen.
Mit einem Fassungsvermögen von 340 Millilitern gehört der Becher zu den größeren Modellen im Test und ist daher eher für etwas ältere Kinder geeignet. Im voll befüllten Zustand wird er nämlich recht schwer. Der Becher besteht aus leichtem, bruchsicherem Kunststoff und liegt trotz seiner Größe gut in der Hand. Zwei abnehmbare Griffe erleichtern anfangs das Halten und können später entfernt werden, wenn das Kind sicherer trinkt.
Zum Lieferumfang gehört außerdem eine Schutzkappe, die den Trinkrand unterwegs hygienisch abdeckt. Das ist sinnvoll, denn der Becher eignet sich durchaus für unterwegs. Zur Reinigung darf er in die Spülmaschine, der Hersteller empfiehlt jedoch Handwäsche, um das Material langfristig zu schonen.
Preislich liegt er im Verhältnis zur Füllmenge im unteren Bereich. Im Alltag zeigt sich jedoch ein kleiner Haken: Die Anti-Tropf-Scheibe reagiert sehr sensibel. Schon eine leichte Berührung reicht aus, um den Mechanismus zu öffnen. Dadurch kann Flüssigkeit austreten, wenn der Becher ohne Schutzkappe transportiert wird.
Hinzu kommt, dass der Mechanismus für Kinder sehr spannend ist. Unsere kleine Testerin drückte immer wieder neugierig auf die Scheibe, um zu sehen, was passiert. Ohne Aufsicht kann das schnell zu einer unerwünschten Überschwemmung führen.
Dr. Browns Milestones Cheers 360 ° Spoutless Transitions Cup
Der Dr. Brown’s Milestones Spoutless Transition Cup ist ein klassischer Trinklernbecher mit Silikonventil. Kinder müssen leicht saugen, damit Flüssigkeit aus dem Trinkbereich freigegeben wird – ein Prinzip, das man von vielen anderen Trinklernbechern kennt. Im Test funktionierte das problemlos.
Der Becher besteht aus BPA-freiem Kunststoff, fasst 200 Milliliter und hat zwei seitliche Griffe, die kleinen Händen das Halten erleichtern sollen. Das Ventilsystem lässt sich herausnehmen, sodass der Becher später auch ohne Ventil als offener Becher genutzt werden kann. Praktisch: Der Becher besteht nur aus drei Teilen und darf zur Reinigung in das obere Fach der Spülmaschine.
Im Test zeigte sich der Becher zuverlässig auslaufsicher. Auch bei kräftigem Schütteln trat keine Flüssigkeit aus.
Allerdings offenbart sich im Alltag ein klarer Schwachpunkt: Die mitgelieferte Schutzkappe sitzt extrem fest und lässt sich nur mit erheblichem Kraftaufwand abziehen. Selbst für Erwachsene ist das mühsam. Wenn ein Kleinkind gerade Durst hat, kann das schnell zur Geduldsprobe werden.
Der Becher gehört außerdem zu den teureren Modellen im Test, ohne funktional mehr zu bieten als vergleichbare Trinklernbecher mit ähnlichem Ventilsystem. Er ist zwar auslaufsicher, und auch das Trinken gelingt den kleinen Kindern gut, der sehr schwergängige Deckel trübt den Gesamteindruck jedoch deutlich.
Babylove Trinklernbecher aus Polypropylen
Der Babylove Trinklernbecher aus Polypropylen ist ein einfacher, günstiger Einstiegsbecher – optisch freundlich, in Blau, Grün oder Rosa erhältlich. Mit 72 Gramm ist er etwas schwerer als vergleichbare Modelle, liegt aber noch gut in der Hand. Die Griffe sind ausreichend groß, der Stand stabil, das Fassungsvermögen liegt bei 180 Millilitern. Auffällig ist das feste Mundstück: eine Schnabeltasse aus Hartplastik, die robust wirkt, aber wenig nachgiebig ist – vor allem beim Zahnen oder ersten Beißversuchen ist sie eher ungeeignet.
Im Alltag offenbaren sich Schwächen: Das Mundstück ist so konstruiert, dass Kinder sehr stark saugen müssen, um an den Inhalt zu gelangen – eine echte Hürde für Einsteiger. Zudem lässt sich der Deckel nur mit Mühe öffnen, was besonders unterwegs oder mit nassen Händen unpraktisch ist. Und obwohl der Becher offiziell als auslaufsicher gilt, tropfte er im Test bei ruckartiger Bewegung. In der Wickeltasche sollte man ihn also besser aufrecht transportieren. Funktional, hübsch und sehr günstig, aber nur bedingt alltagstauglich. Für Eltern, die einen robusten Becher für zu Hause suchen und beim Preis sparen möchten, kann er dennoch eine Option sein.
PandaEar Silikon Trinklernbecher
Der PandaEar Silikon Trinklernbecher kommt gleich im Doppelpack, bei uns in Rosa und Grün, ist aber auch in anderen Farben wie Blau oder Gelb erhältlich. Optisch macht das Set definitiv was her: schlicht, modern, mit weicher Haptik und kindgerechtem Look. Die Becher fassen je 180 Milliliter und sind für Kinder ab sechs Monaten gedacht. Mit 143 Gramm pro Becher gehören sie allerdings zu den schwereren Modellen im Test.
Das Material ist lebensmittelechtes Silikon, laut Hersteller BPA- und schadstofffrei, dazu hitzebeständig und spülmaschinenfest. Die Becher liegen angenehm in der Hand, die Griffe sind praktisch, allerdings wirkt die Verarbeitung insgesamt eher einfach: Der Deckel sitzt stramm und ist sehr schwer zu öffnen und wieder fest zu verschließen. Gerade unterwegs ist das ein echter Nervfaktor.
Punkten kann das Set beim Preis-Leistungs-Verhältnis: Zwei Becher für unter zehn Euro – das ist günstig. Im Alltag zeigte sich aber, dass man für den Preis auch Abstriche machen muss. Zwar läuft beim normalen Gebrauch nichts aus, aber der Deckel muss wirklich exakt sitzen. Lieber einige Euro mehr ausgeben. Keine Empfehlung.
Mushie Trinklernbecher Schnabeltasse
Die Mushie Trinklernbecher Schnabeltasse sieht schick aus, keine Frage. In sanften Farben wie Sage, Blush oder Ivory wirkt er fast schon wie ein Designerstück fürs Kinderzimmer. Mit 230 Millilitern Fassungsvermögen gehört er zu den größeren Modellen im Test und bietet genug Volumen für durstige Kleinkinder. Beim Material handelt es sich um robusten, spülmaschinen- und mikrowellenfesten Kunststoff. Der Becher bringt 111 Gramm auf die Waage und ist laut Hersteller ab sechs Monaten geeignet.
Im Alltag zeigt sich, dass der Becher optisch definitiv ein Highlight ist – aber funktional eher Durchschnitt. Der Deckel lässt sich gut schließen, eine Silikondichtung sorgt für den nötigen Halt. Trotzdem: Im Test tropfte es gelegentlich aus dem Schnabel, vor allem bei Bewegung oder wenn der Becher umkippte. Nicht dramatisch, aber eben nicht ganz auslaufsicher.
Das Mundstück selbst ist aus hartem Kunststoff, wirkt soweit hochwertig, ist aber wenig nachgiebig. Fürs Zahnen ist das eher suboptimal. Der Becher lässt sich insgesamt gut greifen, auch ohne Henkel – allerdings braucht es schon etwas Übung oder Hilfe von den Eltern, wenn er voll ist. Auch das Saugen ist eher beschwerlich.
Mit rund 20 Euro ist dieser Becher einer der teuersten im Test – für eine reine Schnabeltasse ohne besondere Technik oder Extras ein stolzer Betrag. Wer auf Design und Farbkonzept Wert legt und den Becher eher zu Hause nutzt, bekommt ein hübsches, stabiles Modell. Wer hingegen einen auslaufsicheren, praktischen Allrounder sucht, wird hier vermutlich nicht ganz glücklich.
NUK First Choice+ Flexi Cup
Der NUK First Choice+ Flexi Cup wirkt auf den ersten Blick wie eine klassische Kinderflasche: schlicht im Design, in Blau oder Gelb erhältlich, mit kindgerechtem Motiv auf der Vorderseite. Mit 80 Gramm ist sie weder besonders leicht noch schwer, und das große Fassungsvermögen von 300 Millilitern macht sie zur idealen Begleitung für unterwegs, vor allem für ältere Kinder, die schon größere Mengen trinken. Der Hersteller empfiehlt die Nutzung ab zwölf Monaten.
Die Flasche liegt gut in der Hand, lässt sich leicht öffnen und ist grundsätzlich auslaufsicher, zumindest so lange sie aufrecht steht. Wird sie jedoch geschüttelt oder stark bewegt, tritt Flüssigkeit aus dem Strohhalm aus. Der Trinkhalm selbst ist sehr dünn, wirkt wenig stabil und kann leicht verrutschen oder sich lösen. Zudem ist die Reinigung umständlich: Ohne spezielle Bürste lässt sich der schmale Schlauch kaum gründlich säubern – ein hygienisches Risiko, vor allem bei zuckerhaltigen Getränken.
Preislich ist der Becher attraktiv und für geübtere Kinder im Alltag durchaus nutzbar. Für den Einsatz in der Wickeltasche oder als Einsteiger-Modell ist er jedoch wenig geeignet. Dafür fehlen ihm die nötige Dichtigkeit und Robustheit.
Philips Avent SCF798/01
Bestens geeignet für Kleinkinder ist der Philips Avent SCF798/01. Zuerst sticht hier die sehr angesagte Dino-Optik ins Auge. Weitere Vorteile sind die ergonomische Form und die kleinen Noppen, die den großen Becher schön rutschfest machen. Mit 300 Millilitern passt auch ordentlich was in die Flasche hinein, was für etwas größere Kinder super ist.
Ebenfalls Pluspunkte gibt es für die »Abquetsch-Technik« (Anti-Auslauf-Ventil) des Deckels. Sie funktioniert durch Hoch- und Runterklappen des Deckels. Der Strohhalm verschwindet im Deckel und wird so stark zusammengedrückt, dass absolut gar keine Flüssigkeit mehr austreten kann – auch nicht beim Hinunterfallen.
Auch im Test zeigt sich: Der Philips Avent SCG98/01 begeistert. Das Kleinkind kreischt: »Meins, meins, meins!« Es beschlagnahmt die Flasche und trinkt den ganzen Inhalt aus. Wir sind völlig verblüfft, denn das Kind ist normalerweise eher zurückhaltend, was die Flüssigkeitszufuhr angeht. Große Freude also auch bei den Eltern, dass der Nachwuchs plötzlich erpressungsfrei und eigenständig für Hydration sorgt.
Auch das Festhalten klappt dank der erwähnten Noppen und der sehr ergonomisch geschwungenen Flasche ganz hervorragend. Die Reinigung klappt ebenso ganz einfach. Leider ist kein Strohhalm-Bürstchen im Lieferumfang enthalten – aber das hat man mit Kleinkindern meist ohnehin im Haus. Auch in die Spülmaschine kann die Trinklernflasche gegeben werden, das ist gar kein Problem. Wer die Flasche gerne sterilisieren möchte, kann auch das tun, ohne die Qualität negativ zu beeinflussen.
Da die Trinklernflasche auch noch sensationell günstig ist, können wir sie allen Eltern von hydrophoben Kleinkindern nur wärmstens ans Herz legen.
Der Langzeittest zeigt allerdings: Die Flasche hält zwar lange und stellt Eltern und Kind zufrieden. Der Strohhalm wird jedoch leider nach einem Jahr etwa brüchig und wird vollständig abgebissen. Letztendlich muss der Becher unsere Empfehlungen verlassen, obwohl er abgesehen davon weiterhin überzeugt.
Klean Kanteen Kid Cup Edelstahlbecher
Der Klean Kanteen Kid Cup Edelstahlbecher hat es in unseren Test geschafft, da das Label sehr beliebt bei Eltern ist und der Hersteller sich Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben hat. Der Trinklernbecher kommt in der Grundausstattung mit einem Strohhalm und einem Silikondeckel, kann aber mit extra dazu bestellten Deckeln zu einem Trinklernbecher mit Schnabel umfunktioniert werden. So kann er vom Babyalter bis zum Erwachsenenalter verwendet werden. Denn ganz ohne Deckel ist der Trinklernbecher einfach nur ein sehr hochwertiger und leichter Edelstahlbecher in einer schönen Farbe.
Der Becher fasst 296 ml und passt in die Becherhalter von Kinderwagen und Auto. Die Deckel sind laut Hersteller »schwappsicher« und aus hochwertigem Silikon hergestellt. Der Trinkhalm besteht auch aus Edelstahl und ist mit einer Spitze aus Silikon ausgestattet, sodass die Kinder einen weichen Trinkhalm haben, auf dem sie bedenkenlos herumbeißen können.
Der Becher sowie der Trinkhalm sind zu 90 Prozent aus recyceltem, zertifiziertem Edelstahl hergestellt, was wir super finden. Nicht nur die lange Verwendungsdauer macht diesen Trinklernbecher so nachhaltig, sondern auch noch die Herstellung. Die »Sippy-Deckel« muss man zu dem Becher separat dazu kaufen. Leider fallen die preislich noch mal ordentlich ins Gewicht.
Der Becher ist mit einer ungiftigen »Klean Coat Pulverbeschichtung« ummantelt, was den Becher einerseits schützt und andererseits dafür sorgt, dass kleine Hände guten Halt haben. Die Farben der Deckel und der Becher können wild und bunt gemischt werden, sodass wirklich für jedes Kind die richtige Farbkombi dabei ist. Mit 95 Gramm ist der Becher auch schön leicht und macht das Trinken zum Kinderspiel.
Im Test macht sich der Klean Kanteen Kid Cup Edelstahlbecher sehr gut. Das Testkind ist von der Farbzusammenstellung begeistert und will alle Deckel und den Strohhalm sofort ausprobieren. Der Becher liegt gut in den Händen, das Trinken klappt hervorragend und die Deckel halten super dicht. Allerdings sind die Deckel wirklich nur »schwappsicher«, denn auslaufsicher sind sie nicht. Sie können also nicht wild in die Wickeltasche oder den Sportbeutel geworfen werden.
Dennoch eignen sie sich für unterwegs. In der Seitentasche der meisten Wickeltaschen ist Platz für den Becher, und auch in extra dafür vorgesehenen Bereichen in Rucksäcken und Taschen kann der Becher problemlos mitgenommen werden. Der Deckel geht nicht ab und sitzt sehr straff.
Die Reinigung und das Wechseln der Deckel gehen unkompliziert. Einfach Deckel abziehen und ab damit in die Geschirrspülmaschine. Wir sind rundum zufrieden mit dem Trinklernbecher. Aber der Becher plus die Sippy-Deckel kosten so viel wie sonst kein Becher hier im Test. Lohnt sich das überhaupt? Wir finden ja. Denn der Becher kann die gesamte Kindheit über verwendet werden und auch für Erwachsene ist der Becher problemlos nutzbar (z. B. als Kaffeebecher) und unverwüstlich. So ist die einmalige Investition zwar hoch, der langfristige Nutzen aber ebenfalls.
Ergebnis Langzeittest: Nach etwa einem Jahr blättert die Farbe ab und der Strohhalm ist abgebissen. Leider kann man den Strohhalm nicht einzeln nachkaufen. Das finden wir schade. Deshalb haben wir unsere Bewertung leicht korrigiert. Wir können den Becher nach wie vor empfehlen, aber nicht uneingeschränkt, mit Blick auf den Preis.
Mam Starter Cup
Den Mam Starter Cup gibt es in drei süßen Designs. Er fasst 150 Milliliter und kommt mit Griffen, sodass das Kind selbstständig trinken kann. Der Becher ist aus Kunststoff hergestellt und der Trinkschnabel aus weichem Silikon. Der Becher darf in die Geschirrspülmaschine, was super ist. Den Schnabel kann man zusätzlich auskochen, wenn einem das wichtig ist. Eine Verschlusskappe schützt den Trinklernbecher beim Transport und verhindert so Verunreinigungen.
Im Test vom Mam Starter Cup merken wir und auch das Testkind, dass nichts aus der Flasche herauskommt. Auch bei wirklich starkem Saugen ist die Enttäuschung groß. Dann finden wir den Fehler: Den Schnabel muss man zusammenbeißen und gleichzeitig saugen. Eine sehr bewährte Technik aus dem Bereich der Trinkflaschen für Kinder. Leider ist das für Kinder mit vier Monaten oder älter dann ein Problem, insofern die Kinder parallel noch gestillt werden. Babys beizubringen, dass man beißen muss, um an das Getränk zu kommen, lässt jeder stillenden Mutter sicher die Fußnägel hochklappen. Für Babys, die mit Pre-Milch gefüttert werden, ist das sicher kein Problem.
Zusätzlich finden wir die Henkel recht hart und unhandlich für ein vier Monate altes Baby. Auslaufsicher ist die Flasche dann nicht, wenn der Schutzdeckel nicht auf dem Becher ist. Sobald man den Sauger knickt, fängt Flüssigkeit an, herauszutropfen. Wir finden die Schnuller von Mam wirklich klasse, aber diesen Trinklernbecher können wir nicht unbedingt empfehlen.
NUK Trainer Cup
Der NUK Trainer Cup fasst 230 Milliliter und ist aus Kunststoff und Silikon hergestellt. Das Design ist verspielt und niedlich, die Griffe sind richtig toll ergonomisch geformt und zudem wirklich rutschfest. Es gibt den Becher in sechs fröhlichen Designs und er hat eine Schutzkappe, die vor Verschmutzungen schützen soll. Der Hersteller sagt, dass der Becher auslaufsicher ist, was es natürlich zu prüfen gilt. Der Trinklernbecher ist ab einem Alter von sechs Monaten aufwärts geeignet. Besonders schön finden wir den weichen Trinkbereich samt Schnabel. Auch die Griffe sind regelrecht weich und zart und konfrontieren die kleinen Hände und Münder nicht mit hartem und kaltem Plastik.
Im Test macht sich der NUK Trainer Cup gut. Er liegt gut in der Hand und es kommt schnell ausreichend Flüssigkeit heraus, sodass keine Beschwerden kommen. Unser Testkind ist zum Testzeitpunkt ja schon drei Jahre alt und weiß deshalb das Design auch sehr zu schätzen. Es wird fröhlich mit der Flasche gespielt und begeistert daraus getrunken. Leider besteht der Trinklernbecher nicht den Test der Auslaufsicherheit. Wenn der Becher im Rucksack oder der Wickeltasche verstaut ist und durchgeschüttelt wird, kann er etwas auslaufen. Nicht extrem, aber schon so viel, dass der Inhalt des Rucksacks feucht wird.
Deshalb raten wir dazu, im Gepäck immer den Schutzdeckel auf den Becher zu machen, damit ein Auslaufen möglichst verhindert wird. Für die Reinigung kann der Becher schnell und einfach auseinandergebaut und in die Geschirrspülmaschine gegeben werden. Wir sind zufrieden mit dem Trinklernbecher, finden andere im Test aber besser, weshalb es nicht für eine Empfehlung gereicht hat.
Moewe Silikon Trinklern- und Snackbecher
Der Moewe Silikon Trinklern- und Snackbecher ist deshalb so spannend, da er einen austauschbaren Deckel hat. Der eine Deckel ermöglicht eine Funktion als Snackbehälter, der andere ist ein Deckel für einen Trinkhalm und ermöglicht die Verwendung als Trinklernbecher. Der gesamte Becher ist sehr weich und aus robustem Silikon hergestellt. Die Farbe (wir würden es augenzwinkernd »Pinterest-Caramel« nennen) ist sehr beliebt, aber nicht gerade attraktiv für kleine Kinder. Die lieben ja Kontraste und Knallfarben, weil sie diese einfach besser erkennen können. Der Becher fasst 250 Milliliter und hat im Inneren eine kleine Skala, sodass man die Trinkmenge gut nachvollziehen kann, wenn man das will. Andere Farben gibt es (bei Amazon) leider nicht.
Im Test saugt und kaut das Testkind begeistert an dem Becher herum. Da unser Kind fast vier Jahre alt ist, sind wir bei der ganzen Drückerei etwas nervös: »Hoffentlich kommt nicht die ganze Flüssigkeit raus«, denken wir uns. Aber der Test verläuft unfallfrei. Auch das Umswitchen auf die Snack-Funktion geht einfach. Dafür wird der Deckel mit Trinkhalm abgenommen und der Deckel mit der sternförmigen Öffnung auf den Becher gedrückt. Die Snacks sind so halbwegs sicher verstaut und das Testkind kann sie relativ einfach herausangeln. Snacks, die krümeln, sollten in diesem Becher nicht unbedingt untergebracht werden. Aber Apfelspalten, Trauben, Blaubeeren und Co. sind hier gut aufgehoben.
Die Reinigung des Bechers geht ganz einfach, denn er ist spülmaschinenfest und hitzebeständig von -40 °C bis 240 °C. Den Strohhalm würden wir aber separat und mit der Hand spülen, und zwar mit einer feinen Flaschenbürste. Sonst könnten sich Essensreste in dem Halm verfangen, und das will keiner. Der Becher kostet nur wenig, weshalb er sicherlich eine Kaufoption für Kleinkindeltern ist. Auslaufsicher ist er allerdings nicht, weshalb er auch nicht einfach so in die Wickeltasche geworfen werden kann. Für den Hausgebrauch ist der Becher gut geeignet. Für unterwegs würden wir nur die Snack-Funktion benutzen und einen anderen und auslaufsicheren Trinklernbecher mit dabeihaben.
Rice Trinklernbecher
Der Rice Trinkbecher darf in einem Test für Trinklernbecher nicht fehlen. Denn die Marke Rice ist bekannt für ihre farbenfrohen und fröhlichen Becher, Besteck, Geschirr und vieles mehr. Die Marke ist bei kleinen Kindern und bei großen Design-Liebhabern gleichermaßen beliebt. Unser Trinklernbecher ist ein Schnabelbecher aus Melamin. Doch was ist Melamin?
»Melamin ist eine chemische Verbindung mit hohem Stickstoffanteil, die großtechnisch als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Kunststoffen sowie speziellen Harzen und Klebstoffen verwendet wird.« (Quelle: Dr. Holger Knapp – Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Aufgerufen am 24.01.2024)
Da dieses Material immer wieder in der Kritik steht, klären wir über das Material auf, bevor wir uns mit dem Becher beschäftigen. Immer wieder liest man von negativen Auswirkungen auf die Gesundheit im Zusammenhang mit diesem Material. Auf der Seite der Verbraucherzentrale lesen wir Folgendes dazu:
»Werden säurehaltige Lebensmittel in melaminhaltigen Behältnissen aufbewahrt oder Essen darin bei über 70 Grad Celsius erwärmt, können Melamin und Formaldehyd austreten und auf die Lebensmittel übergehen. Sie sollten Melamingeschirr daher nur bis zu 70 Grad Celsius erwärmen (…). Melamingeschirr ist nicht geeignet für heiße flüssige Lebensmittel wie Kaffee, Suppe oder Säuglingsfolgenahrung. Gleiches gilt für die Verwendung in der Mikrowelle.«
Das bedeutet: Richtig verwendet ist das Material nicht gesundheitsschädigend. Sollte der Becher oder anderes Geschirr oder Küchenutensilien aus Melamin Kratzer aufweisen, sollte es umgehend weggeworfen werden. Die wenigsten wissen um die gesundheitlichen Risiken oder beachten die Sicherheitshinweise des Herstellers.
So – genug der Theorie, zurück zur Praxis. Der Rice Trinkbecher ist sehr hübsch und kommt mit praktischen Griffen. Er ist sehr einfach gearbeitet, weist aber eine stabile Materialqualität auf. 150 Milliliter passen in den 80 Gramm leichten Becher.
Der Praxistest des Rice Trinkbechers zeigt: Der Deckel lässt sich mit viel Mühe auf den Becher drücken. Das kann schon für etwas Unmut sorgen, denn Kleinkinder machen Dinge ja gerne selbst. Das ist bei diesem Becher ausgeschlossen. Den Deckel können nur Erwachsene auf den Becher bugsieren. Das Trinken klappt hingegen super und das Kind ist ganz begeistert. Die Henkel können prima umfasst werden und es läuft auch nichts aus. In eine Tasche oder Ähnliches kann man den Becher aber nicht geben, denn er kann tropfen und ist somit nicht komplett dicht, was der Hersteller aber auch nicht behauptet.
Der Trinklernbecher ist süß und nicht teuer, bekommt aber dennoch keine Empfehlung von uns, denn die Sache mit dem Melamin hat auch bei richtiger Verwendung immer einen komischen Beigeschmack. Auch dass der Deckel so schwer auf den Becher zu drücken ist, finden wir schade. Leider keine Empfehlung, trotz zauberhafter Optik.
NUK Action Cup 10255585
Der NUK Action Cup ist eine Innovation, die auch bei Eltern sehr beliebt ist, weshalb wir ihn unbedingt in den Test nehmen mussten. Das Besondere ist der Drehdeckel mit weichem Strohhalm, der einfach verschwindet, sobald man den Deckel dreht. Diese sehr einfache und geniale Erfindung macht es für Kinder theoretisch möglich, den Becher ganz einfach selbst zu öffnen und zu schließen.
Leider wird durch das ganze Gedrehe am Deckel nicht nur die Technik bedient, sondern auch der Deckel als solcher abgeschraubt. Das hat im Test dazu geführt, dass das Testkind irgendwann den abgeschraubten Deckel in der Hand hatte – nicht so gut.
Ansonsten gelingt das Trinken gut. Gerade bei Bechern mit Strohhalm heben Kinder den Becher häufig an, die Flüssigkeit läuft dann nach oben und nichts kommt mehr aus dem Strohhalm heraus. Großer Frust ist da vorprogrammiert. Das löst NUK hier ganz clever, indem in den NUK Action Cup ein dickerer Strohhalm im Inneren der Flasche verbaut ist. Dieser wölbt sich so, dass er auch beim Anheben des Bechers noch an die Flüssigkeit kommt, insofern der Becher gut gefüllt ist – auch das ist eine sehr gute und clevere Innovation, von der Eltern wie Kinder profitieren.
Es gibt den Becher in vielen verschiedenen Designs, da ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei. Auch ist der Trinklernbecher sehr günstig, weshalb wir ihn definitiv empfehlen können.
NUK First Choice
Die First Choice von NUK ist eine beliebte Trinklernflasche mit Schnabel, die bei vielen Familien im Einsatz ist. Aus ihr trinkt es sich eher wie aus einer Nuckelflasche.
Sie ist sehr robust und lässt sich fest zuschrauben. Die Griffe des Bechers sind drehbar, was wichtig ist, denn so kann man die Griffe ganz einfach seitlich zur Trinköffnung ausrichten.
Mit dabei ist ein Deckel und ein Verschlussplättchen, das in der Regel aber bald verloren geht. Für nicht kohlensäurehaltige Getränke ist es auch völlig überflüssig, denn auch mit Schütteln tropft so gut wie nichts aus der Flasche. Für unterwegs ist der Deckel aber eine gute Idee. Erstens wird der Schnabel so nicht schmutzig, zweitens kann Flüssigkeit auslaufen, wenn der Silikonschnabel zusammengedrückt wird. Sobald der Nachwuchs gelernt hat, dass er so Wasser aus der Flasche bekommt, wird er das natürlich hemmungslos ausnutzen – dann ist es vorbei mit der Auslaufsicherheit. Die gute Nachricht: Kleine Kinderhände brauchen eine feste Unterlage, wie einen Tisch, um Wasser aus der Flasche zu bekommen. Im Bett kann man sein Kind also weiterhin gefahrlos mit dem Trinklernbecher allein lassen.
Zum Reinigen lässt sich der Becher einfach zerlegen, zudem ist die Flasche kochfest, so kann man sie zur Desinfektion auskochen. Alle Teile kann man in die Spülmaschine geben, auch wenn der Hersteller das aufgrund möglicher Materialschäden nicht empfiehlt. Die Nuckelaufsätze kann man einzeln nachkaufen.
Durch ein spezielles Ventilsystem wird der beim Trinken entstehende Unterdruck langsam ausgeglichen und das Schlucken von Luft verhindert. Die Griffe ermöglichen ein einfaches Greifen der Flasche. Zudem sorgen kleine Noppen dafür, dass Kinderhände nicht abrutschen.
Ein großer Vorteil für alle, die bereits Produkte aus der First-Choice-Reihe besitzen: Die Flasche und ihre Komponenten sind mit anderen First-Choice-Artikeln kombinierbar.
Das Kind muss bei dieser Flasche zwar etwas stärker saugen als bei anderen Modellen, dafür ermöglichen die Griffe selbstständiges Trinken ohne Auslaufen. So eignet sich die Flasche z. B. auch fürs Bett, ohne gleich eine Überschwemmung zu verursachen.
Ikea Börja Kinderbecher mit Deckel
Eine günstige Variante ist der Ikea Börja Kinderbecher mit Deckel. Er besteht aus zwei Teilen: einem Becher mit Griffen, der auch ohne den Schnabelaufsatz verwendbar ist, und dem Schnabel. Die Teile lassen sich leicht zusammen- und auseinanderbauen.
Der Griff liegt gut in der Hand, der Becher ist sehr leicht und eher klein – kindgerecht eben. Zudem gibt es ein Sichtfenster mit Skala, sodass man sehen kann, wie viel noch im Becher ist und wie viel das Kind getrunken hat. Der Becher ist aus Polypropylen gefertigt, spülmaschinenfest und auch für die Mikrowelle geeignet, man kann dem Kind darin also auch Tee oder andere heiße Getränke geben. Das ist bei den meisten anderen Modellen, einschließlich unseres Testsiegers, nicht möglich.
Auch kohlensäurehaltige Getränke können aus dem Ikea Börja getrunken werden. Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar: Der Becher kostet bei Ikea lediglich 1,99 Euro und war mit das günstigste Modell im Test. Auslaufsicher ist er allerdings nicht. Wenn man ihn kopfüber hält, läuft Flüssigkeit heraus. Da die drei Löcher aber sehr klein sind, hält sich der Schwall in Grenzen. Aus dem anderen getesteten Schnabelbecher ohne Ventil läuft die Flüssigkeit schneller heraus. Für den Transport in einer Tasche ist der Ikea Börja Kinderbecher mit Deckel aber dennoch nicht geeignet.
Mushie Trinklernbecher mit Strohhalm
Der Trinklernbecher von Mushie kommt mit einem Strohhalm. Er ist aus weichem, völlig schadstofffreiem Silikon hergestellt und in schönen, sehr angesagten Farben erhältlich. Die Nuancen sind allerdings eher bei Eltern als bei Kindern beliebt. Zarte, dezente Pudertöne wie aus dem Einrichtungskatalog. Kinder bevorzugen ja eher intensive Töne, Muster und Aufdrucke. Da der Becher aber ab einem Alter von sechs Monaten verwendet werden kann, spielt das noch keine große Rolle. Der Becher fühlt sich schön griffig an und erinnert aufgrund der Haptik etwas an einen Gummistiefel. Der Deckel des Trinklernbechers von Mushie lässt sich durch starkes Pressen aus dem unteren Teil drücken – keine so gute Technik für den Fall, dass der Becher vollgefüllt ist. Ein Aufschrauben ist hier nicht möglich.
Der mitgelieferte Strohhalm lässt sehr viel Flüssigkeit zu – das Testkind verschluckt sich sofort. Das hätte man besser lösen können. Auch wird zu dem Becher keine Strohhalmbürste mitgeliefert – eine Reinigung wird so schwierig, falls man keine bereits im Haushalt hat. Die Henkel sind praktisch und eignen sich gut für kleine Hände. Allerdings sollen die Kinder das Trinken lernen und von den Griffen wegkommen. Für den Anfang ist das hilfreich, später könnten die Griffe kontraproduktiv sein, da das Kind den Trinklernbecher nicht wie einen normalen Becher halten kann. Der Munchkin Miracle 360° löst das besser, indem er zwar Griffe hat, aber dennoch ermöglicht, den Becher normal anfassen zu können.
Leider ist der Mushie Trinklernbecher mit Strohhalm auch nicht vollständig dicht. Beim Strohhalm-Lock kommt Flüssigkeit raus – ein No-Go für uns. Ein Trinklernbecher sollte wirklich dicht halten. Auch das Trinken mit einem Strohhalm ist zwar praktisch, lehrt den Kindern aber nicht das Trinken aus einem Becher. Deshalb gibt es hier keine Empfehlung.
NUK Kiddy Cup Night Trinklernflasche
Die NUK Kiddy Cup Night Trinklernflasche ist aus hochwertigem Kunststoff gefertigt, ab zwölf Monaten einsetzbar und lässt sich gut in ihre Einzelteile zerlegen. Der Sauger ist leider starr, was für das Trinkenlernen nicht optimal ist. Der Schutzdeckel ist fest an der Flasche montiert, leider ist das Verbindungsstück scharfkantig und baumelt ständig beim Trinken im Weg herum. Das Design ist sehr niedlich sowie kindgerecht und motiviert die Kinder so grundsätzlich zum Trinken. Eine weitere Clip-Halterung ermöglicht das Befestigen an Rucksäcken, Wickeltaschen und Co., was enorm praktisch ist.
Das Trinken an sich funktioniert relativ gut. Der Trinklernbecher läuft nicht aus, beim Herunterfallen spritzt er allerdings. Schade, denn das passiert bei kleinen Kindern natürlich immer wieder. Das können andere Trinklernbecher definitiv besser. Ganz besonders hervorzuheben ist bei der NUK Kiddy Cup Night Trinklernflasche, dass sie im Dunkeln leuchtet. Perfekt für etwas größere Kinder, die so mit Leichtigkeit nachts selbst zu ihrer Flasche greifen können, ohne die Eltern zur Hilfe holen zu müssen – und besonders das finden Kinder natürlich sehr spannend und aufregend. Deshalb ist die Motivation, aus dieser Flasche zu trinken, besonders hoch. Wenn man die Schutzkappe entfernt und gegebenenfalls den Sauger durch einen aus weichem Silikon austauscht, ist diese Trinklernflasche auch wegen des sehr niedrigen Preises definitiv eine Empfehlung wert.
Mepal 360° Trinklernbecher
Den Mepal Mio haben wir uns in der Farbe Blau ausgesucht. Es gibt ihn noch in anderen sehr hübschen Nuancen und auch in kindgerechten Prints mit beliebten Figuren, wie beispielsweise Miffy. Der Becher ist für Kinder ab sechs Monaten geeignet und fasst 200 Milliliter. Den Deckel kann man ganz einfach aufschrauben, und der Becher hält so auch dicht. Die praktische Abdeckkappe hält den Trinkbereich unterwegs schön sauber, und zwei Griffe sollen dem Baby dabei helfen, den Becher gut festhalten zu können. Die zwei kurzen Mundstücke sollen besonders gut für die Zahngesundheit sein, so der Hersteller. Leider ist es anfangs etwas fummelig, aus der Flasche zu trinken.
Denn im Inneren des Mepal Mio befindet sich ein Silikon-Teil, mit dem man wahrscheinlich die Flüssigkeitsmenge regulieren kann. Das müssen wir mehrfach ausprobieren, erst dann funktioniert es mit dem Trinken. Angeblich kann man auf beiden Seiten trinken – dem Testkind gelingt es allerdings nur auf einer Seite. Der Becher hält dafür super dicht und tropft wirklich gar nicht, was super bei ganz kleinen Kindern ist. Die Reinigung ist auch einfach und kann in der Geschirrspülmaschine erfolgen, was es leichter macht. Auch positiv zu bewerten sind die drei Jahre Herstellergarantie. Wenn man den Dreh mit dem Silikon-Stück raus hat, ist er ein guter Trinklernbecher für ganz Kleine.
Munchkin Miracle 360° Edelstahl
Für kalte und warme Getränke ist der Munchkin Miracle 360° Edelstahl optimal. Der Trinklernbecher erinnert von der Technik her stark an den sehr guten Trinklernbecher Munchkin Miracle 360°. Beide zeichnet die völlig auslaufsichere Trink-Membran aus, die um den gesamten Becher herumführt – deshalb auch der Name »360 Grad«. Dieser Trinklernbecher ist allerdings deutlich größer und könnte auch einfach ein ganz normaler Trinkbecher für Erwachsene sein. Mit knapp 300 Millilitern Fassungsvermögen passt da auch wirklich viel rein. Dank des doppelwandigen, isolierten Edelstahls halten sich Getränke hier lange warm oder kühl. Unterwegs kann der Munchkin Miracle 360° Edelstahl mit einem Deckel verschlossen werden, sodass er nicht verunreinigt wird. Es gibt den großen Trinklernbecher in vier fröhlichen Farben, und er ist laut Hersteller ab einem Alter von einem Jahr geeignet.
Unser Testkind findet Lila richtig gut und ist deshalb begeistert vom Munchkin Miracle 360° Edelstahl. Selbst für die fast Dreijährige ist der Becher allerdings richtig groß und das Umfassen will mit den kleinen Händen nicht so richtig gut gelingen. Schließlich ist der Becher genauso groß wie die Kaffeebecher von Mama und Papa. Das Trinken klappt dennoch gut, wie wir es wegen der sehr guten Erfahrungen mit dem Munchkin Miracle 360° schon erwartet haben. Der Becher ist absolut auslaufsicher und kein Tropfen verirrt sich aus dem Inneren des Bechers an die frische Luft – nicht mal, wenn der Becher zu Boden geht. Auch die Reinigung klappt ganz einfach per Hand oder auch in der Geschirrspülmaschine. Der Trinklernbecher ist relativ hochpreisig, doch man bekommt für das Geld einen wirklich guten, soliden und haltbaren Becher, der sehr lange verwendet werden kann.
MAM Trainer+
Der MAM Trainer+ bringt alles mit, was ein Trinklernbecher braucht. Er ist als Babyflasche wie auch als Becher benutzbar und hat kleine und rutschfeste Flaschengriffe, die sich perfekt für Babyhände eignen. Dank der großen Öffnung lässt sich der Trainer+ gut reinigen und befüllen. Sauger und Trinkschnabel sind aus besonders weichem Silikon und auslauf- und tropffrei. Der Lerntrinkbecher ist spülmaschinenfest, was den Alltag der Eltern deutlich erleichtern sollte. Die Reinigung im Geschirrspüler brachte aber nur befriedigende Ergebnisse: Wir mussten mit der Hand nachspülen.
Der MAM Trainer+ ist Metall-, BPS- und BPA-frei. Geruchstechnisch haben wir ebenfalls nichts am MAM zu bemängeln. Dank einer im Umfang enthaltenen Transportkappe kann der Becher hygienisch mit auf Reisen genommen werden.
Beim Testen musste der Einjährige allerdings zu viel Saugkraft aufwenden, um die Flüssigkeit des Bechers in den Mund zu bekommen. Mehrmals wurde der Becher frustriert vom Hochstuhl gefegt. Mit anderen Testmodellen kam das Baby beim Trinken deutlich besser klar.
NUK Flexi Cup
Wir haben uns für den NUK Flexi Cup mit dem Motiv Marienkäfer entschieden, welches dem kleinen Tester sehr gut gefiel und mit »Dahhhh!«-Rufen kommentiert wurde. Ein Ventil im praktischen Silikon-Strohhalm verhindert ein Auslaufen der Flüssigkeit. Der praktische Clip vermeidet einen ungewollten Verlust der Verschlusskappe. Durch die Verwendung des Materials Polypropylen ist die Flasche leicht, robust und BPA-frei. In unserem Test erwies sich der Flexi Cup als geruchsneutral. Auch schön: Die Einheit mit dem Strohhalm lässt sich mit anderen NUK-Flaschen kombinieren. Der Strohhalm reicht zwar bis auf den Boden der Trinklernflasche, aber sobald das Kind beim Trinken spielerisch den Kopf in den Nacken legt, versiegt der Zufluss von Flüssigkeit.
NUK Magic Cup
Der NUK Magic Cup fasst 230 Milliliter und eignet sich aufgrund seiner Größe erst für etwas ältere Kinder. Der Hersteller selbst gibt die zwar als Altersempfehlung ab 8 Monaten an, in diesem Alter hätte unsere Tochter den Becher aber noch nicht gut halten können.
Zudem hat sie daraus weniger Flüssigkeit herausbekommen als aus dem Munchkin Miracle, was wahrscheinlich an der geringeren Anzahl an Löchern im Deckel liegt. Auch die Motivauswahl ist kleiner.
Für den NUK Magic Cup spricht allerdings, dass er in Deutschland hergestellt wird. Außerdem ist die Silikondichtscheibe einzeln nachkaufbar. Allerdings ist sie mit 5,49 Euro (UVP) fast so teuer wie ein neuer Becher.
Philips Avent SCF262/06 Natural
Der Philips Avent SCF262/06 Natural sieht ein wenig aus wie eine Brust und eignet sich für Babys ab vier Monaten. Der Sauger ist so konzipiert und gebaut, dass das Baby keine Bauchschmerzen durch Blähungen bekommt. Die entstehen oft, weil das Baby beim Trinken zu viel Luft verschluckt. Ein Segen für Eltern mit zu hastig trinkenden Babys!
Die Griffe sind gut geformt, sodass das Kind sie sicher greifen und festhalten kann. Die kugelige Form des Trinklernbechers erinnert ein wenig an Mamas Brust. Nichts läuft hier aus oder tropft. Der Trinklernbecher ist völlig dicht und kommt zusätzlich noch mit einer Schutzkappe für die nötige Hygiene. Er lässt sich ganz einfach zusammen- und wieder auseinanderbauen und ist spülmaschinengeeignet.
Das Trinken geht ziemlich einfach. Kräftig saugen und schon kommt die Flüssigkeit raus. Das Testkind hat seine helle Freude damit und konnte gar nicht mehr von dem Trinklernbecher ablassen.
Munchkin Click Lock
Als Trinklernbecher für unterwegs eignet sich der Munchkin Click Lock: Er besitzt einen beschwerten Silikon-Trinkhalm, sodass praktisch in jeder Lage aus dem Becher getrunken werden kann. Die Griffe sind kindgerecht und griffig und lassen sich von kleinen Kinderhänden gut halten. Der Verschluss des BPA-freien Bechers lässt sich leicht schließen und schwer öffnen – so weit, so gut. Der Trinkhalm wird vom Verschluss eingeklappt und festgeklemmt, so läuft garantiert nichts aus. Der kleine Tester konnte leicht und ohne Verschlucken die passende Menge an Flüssigkeit aus dem Becher saugen.
Der Trinklernbecher von Munchkin gefiel uns gut und verpasst nur knapp eine Empfehlung. Der Verschluss allerdings ließ sich eine Spur zu schwer öffnen und dabei spritzte regelmäßig Flüssigkeit aus dem Inneren in hohem Bogen aus dem Strohhalm. Wenn Ihnen das nichts ausmacht, können Sie getrost zugreifen.
ÜneeQBaby Active Plus
Der ÜneeQbaby Active Plus glänzt mit einem sehr schönen Design. Für uns ist er eindeutig der optische Sieger der dritten Testrunde. Die Haptik des Tritan-Bechers ist perfekt und dank des gewichteten Silikonstrohhalms beträgt der Trinkwinkel volle 360°. Mittels eines Einknopf-Klappdeckels lässt sich der Verschluss schnell und unkompliziert mit nur einem Fingerdruck öffnen. Klasse!
Bemängeln müssen wir leider den latent aufdringlichen Plastikgeruch des Trinklernbechers sowie die etwas zu große Ausgussmenge, die immer wieder zum Verschlucken führte. Wir hätten dem ÜneeQbaby gern eine Empfehlung ausgesprochen.
B.box Lernbecher 0133
Für Puristen unter den Eltern ist der B.box Lernbecher 0133 geeignet. Er besticht durch sein schlichtes Design, eine hochwertige Verarbeitung und eine gute Griffigkeit. Sein beschwerter Strohhalm erlaubte ein entspanntes Trinken in jedem beliebigen Winkel. Die Ausgussmenge ist dabei immer genau richtig. Ein Messbecher mit Skala und die BPA-, PVC- und Phthalatefreiheit runden das gelungene Gesamtpaket ab.
Der schwergängige und fummelige Zusammenbau der Verschlusskappe nach dem Reinigen und der starke Geruch nach Plastik kosten den B.box letztendlich einen Platz auf den vorderen Rängen.
Béaba 913481
Aus doppelwandigem Edelstahl ist der Beaba 913481 gefertigt. Der robuste 316er-Inox-Edelstahl ist geruchs- und geschmacksneutral und minimiert Temperaturverluste des Inhalts. Die Griffe können nach Bedarf entfernt werden, die Edelstahl-Außenwand besitzt dann immer noch eine ausreichende Griffigkeit. Der Becher war in unserem Test auch bei geöffneter Verschlusskappe auslaufsicher und tropffrei. Wo wir gerade bei der Verschlusskappe sind: Diese schließt mit einem satten Klacken, welches uns auch akustisch ein Gefühl der Sicherheit gab.
Das Design und die hochwertige Verarbeitung des Trinklern-Sets haben uns gut gefallen. Wir hatten anfangs das Gefühl, das Baby hätte Schwierigkeiten beim Saugen: Die Bissstelle am Silikon-Strohhalm muss mit den Zähnen genau erwischt werden. Als der Kleine den Bogen raus hatte, verschluckte er sich prompt, da die Ausgussmenge etwas zu hoch ist. Wir empfehlen bei einem Kauf die klassische Variante der Beaba, da bei dieser Variante mit durchsichtigem Kunststoff der verbleibende Füllstand besser abgelesen werden kann. Und eine Thermosflasche für heiße Getränke hat man als Eltern ohnehin fast immer dabei.
NUK Nature Sense
Der NUK Nature Sense kommt im Gegensatz zu den anderen getesteten NUK-Flaschen ohne Verschlussplättchen. Der besonders weiche Schnabel soll das Kind an das Trinken aus der Brust erinnern. Ansonsten gibt es keinen Unterschied zu unserer Empfehlung NUK First Choice.
Deckel und Griffe sind abnehmbar, allerdings verfügt die Flasche nicht über Antirutsch-Noppen an den Griffen. Die Trinklernflasche eignet sich für Kinder ab sechs Monaten und das Material von Sauger und Flasche macht einen soliden, langlebigen Eindruck. Durch das Anti-Kolik-Ventil wird außerdem das Schlucken von Luft verhindert.
Mepal Mio
Der Mepal Mio ist ein echtes Schmuckstück. Das Design gefällt uns ganz besonders gut. Er ist für Kinder ab dem neunten Lebensmonat geeignet, und es lässt sich dank eines integrierten Strohhalms gut daraus trinken. Verschlossen wird der Trinklernbecher durch eine kippbare Verschlussklappe, die gut dicht hält, indem sie den Strohhalm einfach abdrückt. Das ist super für unterwegs, da man keine Verschlusskappe mehr auf den Trinklernbecher setzen muss, die man generell ohnehin nach zwei Tagen nie mehr wiederfindet.
Der Becher ist vollständig BPA-frei und die Einzelteile des Trinklernbechers lassen sich alle nachbestellen, sollte mal etwas wütend vom Kleinkind abmontiert werden. Somit ist der Trinklernbecher auch schön nachhaltig und umweltschonend. Für Eltern, denen die Optik wichtig ist, gibt es freudige Nachrichten: Das Label Mepal hat passend zu diesem Trinklernbecher ein vollständiges Geschirr-Set im Sortiment. Das lässt das Herz von designaffinen Mamas und Papas höher schlagen.
Das Trinken geht sehr einfach. Nur am Strohhalm ziehen, wie gewohnt, und es kommt, zugegeben, sehr viel Flüssigkeit raus. Das Testkind hat sich anfangs ordentlich verschluckt, hatte den Dreh aber schnell raus. So geht das lästige Trinken-Müssen nämlich schneller und es kann weitergespielt werden.
Philips Avent SCF796/01
Ziemlich enttäuscht ließ uns der auslaufsichere Philips Avent SCF796/01 zurück. Anfangs waren wir vor allem vom kindgerechten Design in Dino-Optik sehr angetan: Eine Reihe aus Dinostacheln zieht sich über den Verschluss des Lerntrinkbechers. Auch an den Griffen findet sich eine glänzende, leicht schuppige Oberfläche, die an einen Dino erinnert. Sehr süß! Der Verschluss benötigt genau den richtigen Kraftaufwand und schließt gut.
Nicht so gut gefiel uns die Scharfkantigkeit der Griffe, die sich beim Umgreifen bemerkbar macht. Der anfängliche starke Plastikgeruch war auch nach mehrmaligem Spülen nicht verschwunden. Das endgültige K.-O.-Kriterium war aber eine scharfe Kante an der Verschlusskappe, die sich direkt oberhalb der Strohhalmfassung befand. Bemerkt haben wir diese allerdings erst, nachdem das Philtrum und die Oberlippe des Babys sich rot verfärbten beziehungsweise anschwollen. Wir vermuten, dass es sich da wahrscheinlich um einen Fabrikationsfehler bei unserer Flasche handelte.
Lässig Bambus Gala Lama
Der Gala Lama von Lässig in unserem Test besteht zu 45 Prozent aus Bambus, zu 35 Prozent aus Mais und (leider) zu 20 Prozent aus Melamin. Die Materialien dieses Modells überzeugen uns mehr als beim ersten Becher, das Prinzip und die Form sind identisch, nur der Deckel lässt sich hier deutlich schwerer abnehmen. Auch dieser Becher ist nicht auslaufsicher, darf ebenfalls nicht in die Mikrowelle und kann beim Herunterfallen brechen. Die Idee, einen Trinklernbecher aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen, gefällt uns, leider kommt der Becher aber in einer Plastikverpackung. Empfehlen können wir ihn nur bedingt.
Lässig Little Chums
Bei den Trinklerntassen von Lässig handelt es sich um Schnabeltassen. Der Schnabelaufsatz kann abgenommen werden, dann hat man eine normale Tasse mit zwei Henkeln. Der Lässig Little Chums aus Melamin darf in die Spülmaschine, aber nicht in die Mikrowelle. Das Trinken daraus ist dank der drei Löcher im Schnabel sehr einfach, allerdings ist der Becher dadurch auch nicht dicht. Einen zusätzlichen Deckel gibt es nicht.
Überzeugen konnte uns die Tasse von Lässig leider nicht. Melamin ist als Material sehr umstritten und steht im Verdacht, bei Hitze (ab 70 °C) giftige Stoffe abzugeben. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass der Becher beim Herunterfallen brechen kann – als Trinklernbecher für Babys eignet er sich damit nicht wirklich.
Doidy Cup Trinklernbecher
Eine ganz andere Trinklernhilfe ist der Doidy Cup. Er hat keinen Aufsatz, sondern ist eine besonders geformte Kunststofftasse mit zwei Griffen. Sie soll mit ihrer schrägen Form für Babys ab sechs Monaten geeignet sein. Das spezielle Design führt dazu, dass das Kind den Becher beim Trinken nicht so sehr kippen und den Kopf nicht in den Nacken legen muss. Das Trinkgefühl ist sehr nah an dem eines normalen Bechers. Allerdings bietet der Doidy Cup keinerlei Schutz vor Verschütten. Seine Griffe sind sehr klein und beim Trinken schwappt das Getränk über das Gesicht. Der Becher eignet sich wohl nur für Kinder, die bisher keine Becher-Erfahrung haben.
Mam Starter Cup
Der MAM Starter Cup eignet sich sogar schon für Babys ab vier Monaten. Die Griffe sind durch kleine Erhebungen innen rutschsicher, und er wird mit einem Deckel geliefert.
Der Becher ist auslaufsicher, auch wenn oben im Sauger eine kleine Restmenge an Flüssigkeit zurückbleiben kann. Bei maximal 65 Grad darf er auch in den Geschirrspüler.
Munchkin Cool Cat
Der Munchkin Cool Cat sieht ein bisschen aus wie eine Katze, was der Name schon erahnen lässt. Auch das »cool« stimmt dahingehend, dass der Trinklernbecher die enthaltene Flüssigkeit dank der Verarbeitung von doppelwandigem Edelstahl auf Temperatur hält. Entweder kalt oder warm. Nicht ewig – das ist keine Thermoskanne – aber schon über einen normalen Kindertag-Zeitraum. Der Hersteller sagt bis zu 15 Stunden lang. Das kommt ungefähr hin.
Es gibt den Trinklernbecher in vier quietschbunten Farben, was ihn für Kinder in dem Alter natürlich sehr begehrenswert macht. Gut so – bedenkt man, wie schwer es ist, die kleinen Räuber dazu zu motivieren, gefälligst hydriert zu bleiben. Optisch hat der Trinklernbecher wegen der Kätzchenohren auch etwas von einem Spielzeug. Das Testkind schraubt erst einmal motzend an dem Klappverschluss und an den Henkeln herum. Alles sehr robust verbaut. Auch einen, zugegeben ungeplanten, Schlagtest gegen den Kühlschrank übersteht der Trinklernbecher heile und ohne auszulaufen. Auch eine ganze, ebenfalls nicht eingeplante Schwerkraft-Testreihe in Form von Schütteln meistert der Katzenbecher mit Bravour.
Das Trinken ist ein wenig knifflig. Man muss schon echt ordentlich saugen, was das Testkind sehr frustriert. Das Reinigen gestaltet sich ebenfalls etwas mühselig, da der Trinklernbecher aus kleinen Teilen besteht, die selbst in der Geschirrspülmaschine nicht richtig toll sauber werden. Auf jeden Fall sollte der Trinklernbecher nur im oberen Teil der Geschirrspülmaschine mitfahren, sonst sammelt sich überall Schmutzwasser im Strohhalm und in der Kappe. Eklig! Das bekommt man nie wieder schön gereinigt. Am Ende steht man da mit einem Pfeifenreiniger. Und die Zeit und Geduld hat echt keiner – jedenfalls niemand, der kleine Kinder hat.
Nuby Trinkbecher
Eher dem Trinken aus richtigen Bechern nachempfunden sind die Trinkbecher von Nuby. Sie bestehen aus Plastik und kommen in unserem Fall im Sechserpack, stapelbar und für warme und kalte Getränke geeignet. Auslaufsicher sind die Becher nicht, durch die drei Öffnungen im (festen) Schnabel fließt Wasser, wenn man den Becher schüttelt oder auf den Kopf stellt. Sie sind ab neun Monaten geeignet und können ohne Deckel auch wie ein normaler Becher benutzt werden.
Das Material überzeugt uns im Vergleich zu den anderen Bechern nicht. Es handelt sich um Schnabelbecher mit abnehmbarem Deckel, die sich eher für ältere Kinder eignen, dafür bekommt man aber gleich ein ganzes Set für wenig Geld.
Vital Baby Strohhalmbecher
Der Vital Baby Strohhalmbecher sieht ein bisschen aus wie eine Flasche, die Leute mit ins Fitnessstudio nehmen. Wie eine sportliche Trinkflasche eigentlich. Es gibt die aus Kunststoff hergestellte Trinkflasche in drei knalligen Farbtönen. Laut Herstellerangaben ist der Trinklernbecher frei von Latex und PVC. Und auch ohne die Hinzugabe von giftigem Bisphenol A soll sie produziert sein. Ehrlich gesagt macht die Flasche trotzdem keinen so »gesunden« Eindruck. Sie ist allumfassend irgendwie billig produziert und wir bieten sie unserem Testkind eigentlich nur an, weil wir wissen, dass das eine einmalige Sache ist.
Gut ist, dass richtig viel reingeht, was allerdings bei kleinen Kindern ein relativ unnötiger Bonus ist. Welches kleine Kind trinkt schon 280 Milliliter Wasser am Stück? Schön wär’s. Unser Testkind findet den großen schweren Trinklernbecher jedenfalls richtig toll und rennt damit mehr weg und durch die Gegend, als daraus zu trinken. Er scheint einfach nicht so einladend zu sein. Also nehmen wir als Vorbilder mal einen kräftigen Zug aus der Pulle. Und siehe da: ganz schön schwer, da was rauszuzuzeln. Dann will das Kind auch mal – und tut sich ebenso schwer mit der Flüssigkeitsaufnahme. Für kleine Kinder ist der Widerstand wirklich zu groß. Für größere Kinder ist der Becher sicher besser geeignet. Aber ein TrinkLERNbecher ist das hier nicht.
Deshalb können wir den Becher auch nicht empfehlen. Auch wenn er sehr günstig ist, macht er im Hinblick auf Inhaltsstoffe keinen vertrauenerweckenden Eindruck und ist in der vorgesehenen Handhabe zu schwergängig. Leider ist er zudem auch noch undicht und nässt bei Hochbetrieb alles voll.
Done by Deer 10701 Happy Dots
Wir konnten es gar nicht erwarten, den Happy Dots von Done by Deer zu testen. Das stylishe rosa-goldene Tupfendesign hatte uns bei der Recherche im Internet vorab hervorragend gefallen. Wir öffnen den nachhaltigen Karton und entnehmen den leichten und bruchsicheren Becher sowie eine beigelegte Karte, auf der sich eine gewisse Jaqueline handschriftlich für die Bestellung bedankt. Schöne Idee! Während der Reinigung des Bechers stellen wir fest, dass sich der Deckel etwas zu schwer lösen lässt. Aber das ist okay.
Dann folgen leider nur noch Enttäuschungen: Bereits nach einmaligem Einsatz finden sich Bissspuren am weichen Schnabel des PE-Deckels, der Becher ist nicht auslaufsicher und nur spülmaschinengeeignet bis 70 °C. Das können wir uns schnell erklären: Der Lerntrinkbecher besteht zu 100 Prozent aus Melaminharz, einem Material, welches erwiesenermaßen bei Temperaturen ab 70°C Schadstoffe absetzt. So kann es leicht zu einem unsachgemäßen und fehlerhaften Gebrauch des Bechers kommen. Wir haben lieber die Finger davon gelassen und das raten wir Ihnen auch.
So haben wir getestet
Wir haben insgesamt 60 Trinklernbecher getestet. Man bekommt sie schon ab zwei Euro, das teuerste Modell kostet (mit allem Zubehör) 37 Euro. Wir prüfen Trinklernbecher unter realistischen Alltagsbedingungen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie gut die Modelle den selbstständigen Trinklernprozess von Kleinkindern unterstützen und dabei den Alltag der Eltern erleichtern.
Zur Bewertung zerlegen wir die Becher in ihre Einzelteile und setzen sie wieder zusammen, um die Handhabung zu beurteilen.
Anschließend testen wir, wie leicht die Reinigung vonstattengeht, ob sie also spülmaschinengeeignet sind oder ob es Stellen gibt, an die man schlecht herankommt. Nischen, die man nicht reinigen kann und in denen Flüssigkeitsreste verbleiben, werden negativ bewertet.
Durch Umkippen und kräftiges Schütteln prüfen wir, ob die Becher tatsächlich auslaufsicher bleiben – auch bei einem Sturz vom Tisch.
Für den Praxistest trinken Kinder im Alter von 12 bis 18 Monaten selbstständig aus den Bechern. Wir beobachten, wie gut die Modelle in kleinen Händen liegen, ob das Trinken intuitiv möglich ist oder ob Hindernisse wie starker Saugwiderstand oder unflexible Mundstücke bestehen.
Auch das Trinkgefühl fließt in die Bewertung ein: Wir analysieren, wie nah das Trinken aus dem Becher dem aus einem offenen Gefäß kommt. Um die Perspektive der Kinder besser zu verstehen, probieren wir alle Modelle auch selbst.
Weiterhin untersuchen wir die Materialqualität und die Verarbeitung. Funktionale Details wie Hygienekappen, spezielle Verschlüsse oder kindgerechte Strohhalme finden ebenfalls Berücksichtigung.
Die wichtigsten Fragen
Welcher ist der beste Trinklernbecher?
Der beste Trinklernbecher für die meisten ist der Munchkin Miracle 360°, der dank seines Auslaufschutzes auch unterwegs den Alltag erleichtert. Aufgrund der verschiedenen Größen und Designs ist für jeden etwas dabei. Wir haben allerdings noch weitere empfehlenswerte Trinklernbecher getestet.
Was ist ein Trinklernbecher?
Trinklernbecher eignen sich sehr gut, um den Umstieg von der Brust beziehungsweise der Babyflasche auf ein Glas zu erleichtern. Durch diese Trinkhilfen lernen die Kleinen, selbstständig zu trinken. Die Flüssigkeit kommt nur aus dem Mundstück des Trinklernbechers, der Rest ist verschlossen. So kann nichts kleckern oder tropfen. Ab dem sechsten Lebensmonat kann das Baby das Trinken erlernen.
Welche Unterschiede gibt es bei Trinklernbechern?
Da es eine Vielzahl von unterschiedlichen Trinklernbechern gibt, ist es nicht immer leicht, den geeigneten auszuwählen. Wir haben daher einen kurzen Überblick über die verschiedenen Modelle für Sie zusammengestellt: Schnabelbecher können den Übergang von der Flasche beziehungsweise der Brust erleichtern. Trinklernbechern mit einem Trinkrand sind wie normale Becher geformt. Der Rand ist mit einer Scheibe aus Silikon abgedichtet und öffnet sich erst, wenn das Kind daran saugt. Offene Trinkbecher haben eine Schnabelform mit Trinkrille. Die große Öffnung sorgt dafür, dass das Kind das Getränk auf sich zukommen sieht. Diese Modelle eignen sich allerdings weniger für unterwegs.
Sind Trinklernbecher wirklich sinnvoll?
Wir finden ja! Trinklernbecher können als Ergänzung und für unterwegs eine sinnvolle Anschaffung und Erleichterung für die Eltern sein. Sie sind auslaufsicher und die Kleinen können jederzeit allein Flüssigkeiten zu sich nehmen. Zuhause und während der Mahlzeiten ist es nicht schlimm, wenn die Kleinen kleckern, doch wenn unterwegs mal etwas daneben geht, kann das Verschütten von Getränken schon mal ein echtes Problem werden.











































































































































