Die meisten kennen es: Man wacht auf und der Nacken fühlt sich an wie ein Brett. Er schmerzt und es macht keinen Spaß, den Kopf zur Seite zu drehen. Eigentlich wissen wir ja, woran es liegt: Wir bewegen uns zu wenig. Wir sitzen den ganzen Tag vor unseren Bildschirmen, schlappen nach der Arbeit zum Auto oder in die Bahn, um uns abends auf die Couch zu verziehen.
Da ist es kein Wunder, wenn die Faszien und die Muskeln kürzer werden. Das ist nämlich laut Experten ein Grund für die Verspannungen und die Schmerzen. Die Muskeln verkrampfen und lassen irgendwann nicht mehr los. Wir wissen es ganz genau, aber wer hat schon den Drive und das Durchhaltevermögen, jede Woche dreimal ins Fitnessstudio zu radeln?
Nackenstrecker versprechen einen Kompromiss. Mit im Schnitt nur zehn Minuten Einsatz am Tag wollen sie die Brustmuskulatur dehnen und den Schultern so den Freiraum verschaffen, den sie brauchen, um sich wieder frei zu bewegen. Ziel ist, dass man sich schmerzfrei und ohne Verspannungen bewegen kann.
Wir haben 14 Nackenstrecker getestet – inklusive einiger wirklich schräger Konstruktionen, die einen eher an ein Folterwerkzeug erinnern als an ein Wellness-Tool. Wir haben uns bei der Auswahl auf die einfacheren Modelle konzentriert. Die von uns getesteten Produkte kommen alle ohne Wärme oder Vibration aus.
Kurzübersicht
Healthfix Nackenstrecker Orthopädisch
Der Healthfix Nackenstrecker orthopädisch ist ausladend, denn auch er hat rechts und links Flügel, die den Nacken auch an den Seiten umschließen. Der Nacken liegt nicht nur in einer Kuhle, sondern in einer Art Wippe, was Hin- und Her-Bewegungen während der Nutzung erleichtert. Die Kuhle ist mit ausgeprägten Triggernoppen ausgestattet. Dadurch ist seine Wirkung intensiver als die vieler Konkurrenten. Der Healthfix-Nackenstrecker wird mit einer Geld-zurück-Garantie verkauft. Man kann ihn also ohne Risiko ausprobieren. Wer eine deutliche Stimulation seines Nackens wünscht, der wird mit dem Healthfix-Nackenstrecker zufrieden sein.
Woodentoolz Neck King

- Massivholz
- Zwei Stufen
- Exklusives Design
- Sehr stabil
- Für die Sauna geeignet
- Teuer
- Schwer
Der Woodentoolz Neck King ist nicht nur ein wahres Schmuckstück, sondern auch sehr exakt gefertigt. Er ist aus massivem Holz gefertigt, das durch seine Beschaffenheit auch Wärme speichern kann. Woodentoolz setzt nicht auf Triggerpunkte, sondern auf eine ergonomische Neigung der Rampe, die die natürliche Krümmung der Halswirbelsäule unterstützt. Wer Nackenstrecker regelmäßig nutzt und auf Design sowie auf natürliche Materialien Wert legt und dafür auch bereit ist, tiefer in die Tasche zu greifen, wird mit dem Neck King täglich seine Freude haben.
Vergleichstabelle
Bis zu 10 Produkte auswählen und direkt gegenüberstellen.









- Zwei Stufen
- Hochwertig
- Mit Beutel
- Geld-zurück-Garantie
- Schwer

- Massivholz
- Zwei Stufen
- Exklusives Design
- Sehr stabil
- Für die Sauna geeignet
- Teuer
- Schwer

- Flexible Triggeraufsätze
- Drei Stufen
- Hochwertig
- Leicht
- Kein Beutel
- Nur Videoanleitung

- Klein
- Stabil
- Mit Anleitung
- Zwei Stufen

- Drei Stufen
- Mit Anleitung
- Weitere Infos und Übungen optional
- Leicht
- Rutschig
- Fällt leicht auseinander
- Teuer
- In der höchsten Stufe zu hoch

- Zwei Stufen
- Steht stabil
- Kompakt
- Triggerpunkte nicht sehr effektiv
- Material leiert schnell aus

- günstig
- stabil
- Triggerpunkte nicht sehr effektiv
- Für den Nacken nur bedingt geeignet
- Keine Anleitung

- Stimuliert auch den Rücken
- Stabil
- Triggerpunkte nicht gut gesetzt
- starr
- schwer
Alle Infos zum Thema
Adieu, steifer Hals: Nackenstrecker im Test
Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts haben über 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mindestens einmal im Jahr Rückenschmerzen. Nackenschmerzen kennt fast jeder Zweite. Und viele dieser Fälle sind inzwischen chronisch. Oft ist es die Nackenmuskulatur, die als Erste aufstöhnt, bevor die Schmerzen langsam den Rücken hinunterwandern. Rücken- und Nackenbeschwerden werden zwar oft getrennt betrachtet, hängen jedoch eng zusammen. Auch die Ursache haben beide gemein: Wir bewegen uns viel zu wenig.
Wie entstehen Nackenschmerzen?
Die meiste Zeit des Tages sitzen wir mit rundem Rücken und nach vorn hängenden Schultern – an Schreibtischen, im Auto, in der Bahn, vor dem Fernseher. Wenn die Schultern hängen, beugt sich die Wirbelsäule nach vorn. Die natürliche S-Form der Wirbelsäule geht mit der Zeit verloren. Es entsteht ein sogenannter Rundrücken und im schlimmsten Fall ein Nackenbuckel. Würde der Kopf der Wirbelsäule folgen, müssten die Augen den ganzen Tag auf die Tischplatte starren.
Also gleicht der Körper aus und hebt den Kopf, um den Augen wieder Weitsicht zu verschaffen. Bei normal aufgerichteter Haltung und einer Wirbelsäule in S-Form thront der Kopf stolz auf dem sogenannten Atlas – diesem kleinen Knochenknubbel, der in der Mitte des unteren Schädelrandes sitzt. Der Kopf eines durchschnittlichen Erwachsenen bringt übrigens im Schnitt stolze sechs Kilo auf die Waage. Wird er nicht auf der Schädelbasis ausbalanciert, muss das Haupt vom Körper extra getragen werden. Um dieses Gewicht dauerhaft zu stemmen, müssen die Nackenmuskeln ziemlich hart gegen die Schwerkraft ankämpfen.
Auch wenn man noch keine chronischen Rückenschmerzen hat, gibt es erste Anzeichen, dass die Nackenmuskulatur und Bänder nicht mehr so fit sind wie in jungen Jahren. Der steife Hals am Morgen ist fast jedem bekannt. Es dauert eine ganze Weile, bis sich der Kopf wieder anständig bewegen lässt.
Da wir tagein, tagaus in nach vorn gebeugter Haltung verharren, ist die hintere Nackenmuskulatur fast ununterbrochen im Stress, während die vorderen Halsmuskeln überdehnt werden. Und durch die nach vorn gezogenen Schultern verkürzt die Brustmuskulatur. Diese Fehlhaltung verspricht eine lange Karriere in puncto Rückenschmerzen, denn je mehr die Muskulatur im Nacken und auf der Brust verkürzt, desto weiter zieht es die Schultern nach vorn.
Ein Teufelskreis, aus dem man ohne gezieltes Training geradewegs in Richtung Bandscheibenvorfall wandert. Denn der Körper muss ausgleichen. Durch die Geierhals-Haltung werden die Wirbel samt den empfindlichen Bandscheiben gestaucht. Die Nerven haben immer weniger Platz im Nacken. Der Körper versucht, Schaden zu vermeiden, indem er die innere Muskulatur anspannt – andauernd.
Anspannung wird zu Verkrampfung
Aus Anspannung wird mit der Zeit Verkrampfung. Und die tut weh. Die hinteren Muskeln im Nacken sind also verkrampft, die vorderen Halsmuskeln sind überdehnt und langweilen sich, die Brustmuskeln werden mit der Zeit immer kürzer. Das ist selbstverständlich nur eine sehr vereinfachte Darstellung der Vorgänge. Für eine detaillierte Erklärung sollte man einen Arzt oder Physiotherapeuten seines Vertrauens aufsuchen.
Was kann helfen?
In erster Linie hilft Bewegung. Erst wenn die Muskeln sich entspannen, lässt der Schmerz nach. Bewegung regt die Durchblutung an und das wiederum erhöht den Sauerstoff in den Muskeln und Bändern. Bewegung lockert die Faszien, Bänder und Muskeln und stärkt sie. Die meisten Leute finden jedoch kaum die Zeit und die Motivation, sich viel zu bewegen. Und wenn die Schmerzen erst einmal quälen, ist es leichter gesagt als getan, sich aufs Fahrrad zu schwingen oder sich dazu zu überwinden, an Pilates überhaupt nur zu denken. Nackenstrecker versprechen eine schnelle, alltagstaugliche Lösung für Nackenbeschwerden aller Art.
Nackenstrecker sollten auf keinen Fall bei diagnostizierten Schäden wie Bandscheibenvorfall oder Schleudertrauma angewendet werden.
Was versprechen die Hersteller der Nackenstrecker?
Die Hersteller der Nackenstrecker geben vollmundige Versprechungen. Sie sollen nach einer Eingewöhnungsphase bei Nacken- und Rückenschmerzen helfen, die Muskulatur und die Kiefergelenke zu entspannen. Bei längerer regelmäßiger Anwendung sollen sie die Halswirbelsäule aufrichten, sodass diese wieder ihre natürliche S-Kurve einnehmen kann. Manche Hersteller sagen, dass ihr Nackenstrecker bei Tinnitus hilft und Migräne beseitigt. Andere wagen sogar das Versprechen, dass ihr Produkt bei Skoliose hilft.
Ob die Geräte diese Versprechen wirklich erfüllen, konnten wir mit unserem Praxistest nicht abschließend beantworten. Fakt ist jedoch, dass gute Nackenstrecker den Nacken wirklich entspannen. Vor allem den steifen Nacken am Morgen konnten wir durch fünf Minuten auf einem guten Nackenstrecker schnell lockern.
Was ist ein Nackenstrecker?
Die meisten Nackenstrecker werden im Liegen verwendet und ähneln einem normalen Nackenkissen. Einige können zusätzlich auch auf dem Stuhl eingesetzt werden. Es gibt auch das ein oder andere Konzept, das eine mobile Anwendung im Stehen erlaubt. Solche Modelle haben in unserem Test allerdings nicht besonders gut abgeschnitten. Einige Modelle sind zusätzlich mit Noppen ausgestattet, die die sogenannten Trigger- oder Schmerzpunkte stimulieren sollen.
Nackenstrecker sind häufig aus Polyurethan gefertigt – einem Schaumstoff, der in seiner Konsistenz an Gummi erinnert. Das Material ist weich, aber stabil genug für eine tägliche Nutzung.
Wie wendet man einen Nackenstrecker richtig an?
Die Anwendung ist einfach: Man legt sich auf den Rücken, der Nackenstrecker kommt unter den Hals. Dadurch entsteht automatisch eine Entlastung der Muskeln und Bänder im Nackenbereich. Gleichzeitig wird die Brustmuskulatur durch die Rückenlage gedehnt. Verstärken kann man die Dehnung der Brustmuskulatur, indem man die Arme seitlich anwinkelt und die Hände neben die Ohren legt.
Wichtig ist, dass man den Nackenstrecker mit Bedacht anwendet. Zu viel ist nicht immer gut. Als Kissen für die Nacht sind Nackenstrecker auf keinen Fall geeignet. Die meisten Hersteller empfehlen eine Anwendungsdauer von zehn Minuten täglich. Das war es. Man kann die Anwendung auch auf zweimal aufteilen – morgens gegen den steifen Nacken und abends zum Lockern der Muskulatur nach dem Arbeitstag. Durch die Dehnung, so die Hersteller, werden Schmerzen gelindert, die Muskeln massiert. In unserem Praxistest haben einige Produkte das auch tatsächlich geschafft.
Kann mich der Nackenstrecker wirklich von meinen Schmerzen befreien?
Wir raten dringend, sich vor der Anwendung fachliche Hilfe beim Arzt oder Physiotherapeuten zu suchen – vor allem, wenn man bereits Rückenbeschwerden hat. Jeder Nacken – und jeder Rücken – ist anders. Und jede Diagnose auch. Für die einen könnte ein Nackenstrecker genau das Tool sein, das sie brauchen. Für die anderen könnten die Triggerpunkte zu heftig sein. Im schlimmsten Fall kann die Anwendung eines Nackenstreckers zu Schwindel und Erbrechen führen. Es ist also ratsam, die Anwendung der Nackenstrecker behutsam zu beginnen und, falls es guttut, langsam auszubauen. Es muss jedoch klar sein, dass ein Nackenstrecker allein nicht die Heilung sein kann.
Wenn Schwindel, Unwohlsein oder starke Schmerzen auftreten, sollte man die Anwendung sofort abbrechen.
Um sich dauerhaft von Verspannungen und Schmerzen zu befreien, muss man wohl oder übel die Haltung ändern. Und das geht am besten mit den passenden, vorsichtigen Übungen. Begleitend zu einer professionellen Therapie kann man in Absprache mit dem Profi natürlich auch auf kleine Helfer im Alltag zurückgreifen. Nackenstrecker gehören zu diesen Helfern.
Ein Nackenstrecker kann Verspannungen der Nackenmuskulatur und verkrampfte Schultern lösen. Auch haben wir im Praxistest bei guten Modellen eine deutliche Dehnung der Brustmuskulatur festgestellt. Eine dauerhafte Korrektur etwaiger Fehlstellungen halten wir jedoch nur für möglich, wenn der Nackenstrecker als Ergänzung zu viel Bewegung und gezielten korrigierenden Übungen genutzt wird.
Sind Nackenstrecker gefährlich?
Für Menschen mit einem gesunden Nacken sind Nackenstrecker nicht gefährlich. Dann ist ein Nackenstrecker eine Möglichkeit, sich schnell zu entspannen. Wer jedoch eine Diagnose wie einen Bandscheibenvorfall oder gar ein Schleudertrauma hat, dem raten wir dringend ab, den Nackenstrecker ohne ärztliche oder physiotherapeutische Beratung zu verwenden. Das kann richtig unangenehm werden und schlimmstenfalls sogar schaden.
Ärztliche Beratung ist unumgänglich
In anderen Fällen ist eine regelmäßige Stimulation bestimmter Schmerzpunkte jedoch genau das Richtige, um die Lage nachhaltig zu verbessern. Das sollte allerdings immer unter professioneller Aufsicht und mit großer Vorsicht geschehen.
Worauf kommt es bei Nackenstreckern wirklich an?
Das Material des Nackenstreckers sollte weich sein, damit die empfindlichen Nerven und Muskelstränge im Halsbereich nicht verletzt werden. Dennoch muss das Produkt stabil sein. Leiert die Brücke am Nackentrapez schnell aus, kommt keine nennenswerte Dehnung mehr zustande und das Helferlein wird nutzlos.
Man sollte darauf achten, ob der Nackenstrecker in der Größe passt. Ist er zu hoch, wird der Nacken möglicherweise zu sehr gestreckt, ist er zu niedrig, dann fehlt die Dehnung. Leider gibt es die meisten Nackenstrecker nur in einer Größe.
Strecker mit mehreren Stufen sind daher sinnvoller als solche, die in Einheitsgröße an alle verkauft werden. Zwar bieten die meisten Modelle zwei Dehnungsmodi an, je nachdem, von welcher Seite der Strecker verwendet wird, ist das Modell jedoch zu niedrig oder zu hoch, hilft das nicht weiter. Im Notfall kann man aber ein Einheitsprodukt in der Höhe verändern, indem man zum Beispiel ein kleines Handtuch in den Hohlraum stopft.
Es ist wichtig, einen Nackenstrecker vorsichtig auszuprobieren. Es gibt Modelle mit sehr ausgeprägten Massagepunkten beziehungsweise Massagekanten, die schnell zu intensiv werden können. Einige Exemplare betrachten wir sogar als potenziell gefährlich für den Nacken, sofern dieser empfindlich ist oder bereits von Schädigungen geplagt ist. Insbesondere sind uns dabei Konzepte wie die Halshängematte oder der aufblasbare Nackenstrecker aufgefallen, von denen wir im Eigenversuch ohne fachliche Beratung dringend abraten.
Die meisten aufblasbaren Nackenstrecker pressen einem die Luft weg, bevor sie den Nacken dehnen. Ebenso kritisch sehen wir Nackenschaukeln, die man an der Tür installieren kann. Zum einen besteht die Gefahr, dass die Konstruktion nachgibt und man mit dem Kopf auf den Boden knallt. Zum anderen ist die Anwendung dieser Nackenstrecker eher kompliziert. Für den täglichen Einsatz eignen sie sich deshalb nur bedingt. Darüber kann man bei diesen Modellen die Wirkung nur schwer dosieren, was bei empfindlichen Hälsen eher gefährlich als nützlich sein könnte.
Unser Favorit
Healthfix Nackenstrecker Orthopädisch
Der Healthfix Nackenstrecker Orthopädisch musste seinen Thron als Testsieger für den Osteopathic Health Line Premium Nackenstrecker räumen. Ausschlaggebend war, dass die Triggerpunkte des Healthfix fest angebracht sind und sich nicht verändern lassen. Außerdem ist er schwer, während sein Konkurrent zu den Leichtgewichten zählt.
Der Nackenstrecker von Healthfix ist ausladender als andere Kollegen, da er rechts und links Flügel hat. Dieser Aufbau macht ihn deutlich stabiler. Der Hersteller kommt aus Deutschland und gibt eine 100-Tage-Rückgabe-Garantie.
Der Healthfix fällt auch durch seine ausgeprägten Triggerpunkte auf. Er stimuliert vor allem die Punkte rechts und links vom Atlas ganz extrem. Der Healthfix bietet zwei Modi an – einen für Anfänger und Personen mit schwerwiegenden Nackenschmerzen. Diese sollten vorsichtig an die Dehnung der Muskulatur herangehen. Dreht man den Healthfix herum, bietet er eine stärkere Dehnung für Geübte und Fortgeschrittene.
Er ist aus PU-Schaumstoff, einem weichen, gut zu reinigenden Material. Im Praxistest hat er sich zunächst als ziemlich gewöhnungsbedürftig erwiesen. Das erste Liegen hat erst einmal Fluchtgedanken in uns hervorgerufen. Aber wir waren vorgewarnt. Die Anleitung schlägt vor, dem Healthfix einige Tage Zeit zu geben, bis sich der Nacken daran gewöhnt hat. Wir haben diesen Vorschlag beherzigt und durchgehalten. Tatsächlich hat sich auch schon beim ersten Mal nach etwa fünf Minuten eine angenehme Entspannung hinter den Augen eingestellt. Nach dem dritten Tag fielen die martialischen Triggerpunkte nicht mehr auf.
Da der Healthfix mit 480 Gramm vergleichsweise schwer ist, eignet er sich nicht zum Mitnehmen. Der Sitztest auf dem Bürostuhl war in Ordnung. Wir würden den Healthfix jedoch vorwiegend im Liegen anwenden.
Gut gefallen hat uns, dass der Nackenstrecker in einem Stoffbeutel und mit einer vergleichsweise ausführlichen Anleitung auf Papier geliefert wird. Es gibt einen QR-Code, den man einscannen kann und der laut Hersteller zu einem »Geschenk« führen soll. Selbstverständlich haben wir den QR-Code ausprobiert. Wir waren gespannt, ob der Code eventuell zu einigen guten Nackenübungen führen würde. Leider wurde unsere Erwartung enttäuscht, denn wir sind an der Registrierung gescheitert.
Noch bevor die Homepage von Healthfix überhaupt mit einem spricht, möchte sie schon einmal vorsorglich die Mailadresse und darüber hinaus noch die Kreditkartendaten preisgegeben haben. Für ein »Geschenk« ist uns der Preis zu hoch. Wir haben dankend abgebrochen und begnügen uns mit den Informationen, die uns das beiliegende Papier gibt.
Healthfix Nackenstrecker Orthopädisch im Testspiegel
Bislang gibt es keine weiteren seriösen Testberichte zu unserem Testsieger. Sobald welche erscheinen, tragen wir deren Ergebnisse an dieser Stelle nach.
Weitere Empfehlungen
Woodentoolz Neck King

- Massivholz
- Zwei Stufen
- Exklusives Design
- Sehr stabil
- Für die Sauna geeignet
- Teuer
- Schwer
Der Woodentoolz Neck King ist teuer. Wer allerdings vom Konzept Nackenstrecker überzeugt ist und ihn regelmäßig nutzt, der wird mit diesem Nackenstrecker seine Freude haben. Denn er ist nicht nur stilvoll, sondern auch ergonomisch geformt. Bestochen hat er uns damit, dass er aus FSC-zertifiziertem Massivholz gefertigt ist. Die nachhaltige Fertigung hat ihren Preis. Der Neck King von Woodentoolz spielt mit einem Preis von 290,00 Euro in einer vollkommen anderen Liga als alle anderen Nackenstrecker im Test.
In der Anwendung unterscheidet er sich nicht wesentlich von anderen, deutlich günstigeren Nackenstreckern. Sein Vorteil: Man muss ihn nicht wegräumen, denn er ist allein durch seine Anwesenheit im Raum ein Kunstobjekt. Der Neck King Woodentoolz sieht aber nicht nur gut aus, er hat auch den Praxistest mit Bravour bestanden. Die Wölbung ist perfekt geformt, der Nacken liegt auf dem Neck King sicher und in der richtigen Position.
Je nachdem, wie man ihn am Nacken platziert, bietet er sanfte oder etwas kräftigere Streckung. Der Woodentoolz verzichtet auf Triggerpunkte, schafft es aber dennoch, eine spürbare Dehnung und Entspannung zu erreichen. Uns hat vor allem die geschmeidig glatte Oberfläche gefallen, durch die man den Nacken mit Leichtigkeit hin- und herbewegen kann. Diese kleine Übung unterstützt die Lockerung der Nackenmuskulatur. Dieser Nackenstrecker war für die Nacken der Tester eine Wohltat.
Da der Neck King aus Holz gefertigt ist, bringt er einiges an Gewicht mit auf die Waage. Das kann aber auch von Vorteil sein, denn er ist massiv. Der ein oder andere große Nacken mit höherem Gewicht sinkt bei Modellen aus PU-Schaum ein, weshalb kein Effekt erzielt wird. Auf dem polierten Holz dürfte er gut liegen. Der Nackenstrecker steht stabil und verrutscht keinen Millimeter. Es gibt diese Luxusvariante in sieben verschiedenen Designs und Holzarten. Wir hatten die Variante aus gemischtem Schichtholz im Test, die sich auch gut für die Sauna eignet. Der Nackenstrecker kam im Stoffbeutel, damit man ihn gut wieder verstauen kann.
Insgesamt ist der Woodentoolz Neck King wohltuender Luxus pur. Er ist teuer und schwer, schön und funktional – eine interessante Abwechslung in der Welt der Nackenstrecker, die von Gummi und Plastik regiert wird. Wer Wert auf nachhaltige Fertigung, hochwertige ergonomische Verarbeitung und außergewöhnliches Design legt, ist mit damit gut beraten.
Außerdem getestet
Strongert Strecker-S-001
Der große Nachteil des Strongert Nackenstrecker Orthopädisch und der vielen anderen, ähnlich konzipierten Nackenstrecker ist der Hohlraum unter dem Nackentrapez. Es gibt schon nach wenigen Anwendungen deutlich nach. Die für die Dehnung und Entspannung notwendige Höhe wird so nicht mehr erreicht.
Bei großen Nacken stellt sich dadurch keine ausreichende Entlastung ein, weil der Kopf auf dem Boden aufliegt.
Im Praxistest zeigte der Strongert-Nackenstrecker, dass seine Anwendung unmittelbar entspannend wirkt – zumindest zu Beginn. Die Nackenmuskulatur lässt los und mit ihr die gesamte Kopfhaut und die Augen. Das fanden wir als sehr angenehm. Die Triggerpunkte sind allerdings relativ klein. Neben der Materialmüdigkeit war das für uns der Hauptgrund, warum wir den Strongert und alle ähnlich konzipierten Modelle nicht empfehlen können.
Ysaka Relieflylab Trapezmuskeldehner
Der Ysaka Relieflylab Trapezmusdehner sieht aus wie ein Hummer. Er will sich um den gesamten Trapezmuskel kümmern, das heißt, er bezieht auch den oberen Rücken mit ein. Legt man sich drauf, merkt man aber schnell, dass hier willkürliche Noppen auf dem länglichen Nackendehner platziert wurden. Grundsätzlich fanden wir die Idee, auch den Rücken mit einzubeziehen, sehr gut. Nacken und Rücken existieren nicht getrennt voneinander. Allerdings ist der Ysaka ein schlechter Vertreter dieser Art von Nackenstreckern.
Die 14 Massagepunkte waren überall, nur nicht da, wo sie sein sollten. Vielleicht liegt es daran, dass der Dehner für große Rücken gemacht wurde und der Nacken nur Nebensache ist. Doch bei einem durchschnittlich großen Rücken landen die Massagepunkte in der Mitte der Schulterblätter und die zwei Triggernoppen für die Schädelbasis irgendwo am Hinterkopf. Wer einen größeren Rücken entspannen will, der könnte am Hummer seine Freude haben, denn dann könnte die Anatomie mit der Platzierung der Triggerpunkte übereinstimmen.
Der Stretcher kann im Liegen oder im Sitzen angewendet werden. Der Einsatz auf dem Stuhl war in unserem Praxistest leider auch nur von bescheidenem Erfolg gekrönt. Dieses Rücken-Nacken-Trapezmuskel-Brett können wir leider nicht empfehlen.
BINYI Align Rückenstrecker
Wer einen verspannten Nacken hat, sucht einen Nackenstrecker. Nur manchmal wird man an der Nase herumgeführt. Der Binyi Align Rückenstrecker ist hierfür ein gutes Beispiel. Seine Beschreibung preist es als Nackenstrecker und Rückenstrecker in einem an.
Für den Nacken ist es aber keinesfalls geeignet. Als Sitzkissen, als Rückendehner oder für die Oberschenkelmassage mag der Binyi geeignet sein, doch um den Nacken zu dehnen, ist der Winkel zu schräg, die Noppen zu klein und die Wölbung zu ausladend. Im Praxistest konnten wir keine Position finden, in der unser Nacken stimuliert oder entspannt wurde.
Der Binyi Align Rückenstrecker liegt stabil auf dem Boden, kann aber auch auf dem Stuhl genutzt werden. Er kommt ohne Anleitung oder Beutel. Insgesamt können wir ihn als Nackenstrecker leider nicht empfehlen.
Rearand 3 in 1 Nackenstrecker
Der 3 in 1 Nackenstrecker von Rearand ist wie viele Nackenstrecker aus Polyurethan, einem weichen und gleichzeitig stabilen Material. Er ist aufgebaut wie ein Kissen und erinnert im Design von der Seite etwas an eine Welle.
Sein Vorteil ist, dass er stabiler ist als die anderen ähnlich konstruierten Produkte. Die meisten Modelle haben eine Lücke unter der Fläche, auf der der Nacken aufliegt. Diese Fläche schwebt meist auf einer Seite in der Luft und kann mit der Zeit instabil werden, was die Wirkung schmälert. Beim Rearand ist diese Lücke zur Hälfte mit Material gefüllt. Somit ist er zwar weich, aber der Bereich für den Nacken ist stabiler.
Ein weiterer Vorteil des Rearand ist die clevere Anordnung seiner Massagepunkte. Sie sind weder zu intensiv noch zu flach. Zwei große Knubbel passen genau in die kleinen weichen Mulden rechts und links am Nacken, die so gern verspannt sind. Außerdem ist er auch im Sitzen sehr angenehm. Klemmt man ihn zwischen Lehne und Rücken, stimuliert er die Nierengegend und sorgt nebenbei für eine aufrechte Haltung.
Der Rearand bietet drei Entspannungsmodi an – einen sanfteren für den Einstieg und einen etwas intensiveren für die fortgeschrittene Anwendung. Um die Modi zu wechseln, muss man ihn lediglich umdrehen. Die Anwendung ist also denkbar einfach und unkompliziert. Das dritte Einsatzgebiet ist gleichzeitig eine der großen Stärken dieses Relaxers. Klemmt man ihn zwischen Stuhllehne und Rücken, nimmt man automatisch eine anatomisch aufrechte Haltung an. Dann erreicht er zwar nicht den Nacken, dafür aber den Lendenwirbelbereich. Die großen Noppen rechts und links massieren dabei sanft die Nieren. Wir haben den Rearand im Büro am Schreibtisch ausprobiert und als sehr angenehm empfunden. Der gesamte Rücken hat sich durch die Anwendung tatsächlich aufgerichtet.
Der Rearand kommt mit einer kleinen Anleitung, die allerdings nur auf Englisch die wichtigsten Schritte erklärt. Der Hersteller empfiehlt die Anwendung von zweimal fünf Minuten am Tag.
Liebscher & Bracht Nackenretter
Der Nackenretter von Liebscher & Bracht ist der härteste unter den getesteten Nackenstreckern. Er wurde laut Hersteller von Physiotherapeuten entwickelt. Schön ist er nicht und das Material ist auf den ersten Blick eher unangenehm. Der Nackenretter ist sehr hart und gibt kaum nach. Laut Hersteller soll er das auch nicht, denn die obere Kante des Nackenretters ist so konzipiert, dass sie die Schmerzpunkte an der Schädelbasis stimuliert. Dafür kann man ihn in drei verschiedenen Höhen einstellen, je nachdem, wie intensiv die Dehnung sein soll.
Der Pluspunkt beim Nackenretter ist die gute und klare Anleitung, die man sich auf der Internetseite des Herstellers und auf YouTube ansehen kann. Liebscher & Bracht erklären ganz genau, wie man den Nackenretter anwendet. Passende Übungen gibt es gleich noch dazu, und wird die App installiert, bekommt man ein ganzes Trainingsprogramm mitgeliefert. Die App ist allerdings nur einen Monat kostenlos, danach kostet sie jeden Monat eine Gebühr.
Im Praxistest hat uns der Nackenretter nicht überzeugt. Es stellte sich auch nach Eingewöhnung nie wirkliche Entspannung ein. Wir haben allerdings nur die ersten zwei Stufen ausprobiert. Bei der dritten Stufe stellte sich sofort das Gefühl ein, die eigentliche Fehlstellung sogar noch zu verstärken, weil die Neigung so heftig war. Unsere Experten, die wir befragt haben, waren auch eher skeptisch, ob dieser große Winkel, in dem der Hals in der dritten Stufe abgeknickt wird, wirklich zielführend ist.
Die harte Kante hat tatsächlich eine ziemlich intensive Stimulation der Schädelbasis zur Folge. Neigt man im Liegen den Kopf hin und her, wird dieser gesamte Bereich intensiv geknetet. Uns war das – auch noch nach Tagen der Anwendung – zu viel. Menschen mit Schädeltrauma oder heftigeren Beschwerden im Nackenbereich sollten bei der Anwendung sehr vorsichtig sein. Das hat auch unser Experte angemerkt, den wir zu Rate gezogen haben.
Das größte Manko war allerdings, dass der Nackenretter sehr instabil ist. Er besteht aus drei Styroporteilen, die locker ineinandergesteckt werden. Das Material ist rutschig und die Teile greifen nicht richtig ineinander. So fällt der Strecker bei jeder etwas größeren Bewegung auseinander. Wenn man gerade seinen gequälten Kopf darauf abgelegt hat, ist das nicht lustig. Im Praxistest ist das leider mehrmals passiert. Dieser Punkt gepaart mit dem hohen Preis hat dem Nackenretter die Empfehlung gekostet.
So haben wir getestet
Nackenstrecker zu testen, erscheint zunächst einfach. Von außen betrachtet muss man nur Folgendes tun: Auspacken, drauflegen, zehn Minuten warten, nachfühlen, ob es sich leichter anfühlt. Hört sich nach einem schnellen Test an. Unsere Testpersonen waren zu Beginn des Tests schmerzfrei, hatten also keine Vorerkrankung. Dennoch ist lange Bildschirmarbeit im Alltag üblich und dementsprechend verspannt sind Schultern und Nacken.
Neben dem Praxistest bewerten wir Stabilität und Material. Da die meisten Nackenstrecker aus Kunststoff sind, ist der Geruch ein wichtiges Kriterium, ebenso wie die Haptik des Materials. Auch die Nachhaltigkeit der Herstellung ist ein positiver Punkt in der Bewertung.
Entscheidend ist für uns auch, ob das Produkt mit einer Anleitung und eventuellen Hintergrundinformationen geliefert wird. Ohne eine Anleitung kann man viele Fehler machen, die im Falle der Nackenstrecker weitreichende Folgen haben können. Sind Hilfestellungen beigelegt, wirkt sich das positiv auf die Bewertung aus.
Im Praxistest wird jeder Nackenstrecker mehrere Tage in drei Phasen getestet, zwischen denen jeweils eine Pause von mehreren Tagen liegt. Die Anwendung erfolgt strikt nach den Anweisungen des Herstellers, soweit sie vorhanden ist. Darüber hinaus wenden wir standardisiert zwei leichte Übungen an, die uns von Physiotherapeuten für den Praxistest geraten wurden.
Um die Entspannungswirkung beurteilen zu können, achten wir auf die Wirkung unmittelbar und noch einmal etwa 30 Minuten nach der Anwendung. Da es sich dabei um weiche Faktoren handelt, fließen diese Beobachtungen nur gesammelt in das Gesamtbild mit ein.
Außerdem prüfen wir nach mehrmaliger Anwendung noch einmal die Stabilität des Materials. Wenn ein Nackenstrecker bereits nach wenigen Einsätzen die Form verliert oder an Höhe verliert, werten wir entsprechend ab. Abschließend bewerten wir, wie gut sich der Nackenstrecker reinigen lässt.
Auch interessant
Die wichtigsten Fragen
Welcher Nackenstrecker ist der beste?
Unser Testsieger ist der Osteopathic Health Line Premium Nackenstrecker 1001. Er hat links und rechts Flügel, die den Nacken auch an den Seiten stützen. Seine Wirkung ist deutlich intensiver als die der Konkurrenten. Durch austauschbare Triggerstifte passt er sich in seiner Intensität aber an die Befindlichkeit des Nackens an.
Was ist der Unterschied zwischen einem Nacken- und einem Rückenstrecker?
Ein Nackenstrecker wird in den Nacken gelegt. Ein Rückenstrecker umfasst den gesamten Rücken bis hinunter zum Lendenbereich und spart den Nacken aus. Welcher Helfer am besten eingesetzt wird, sollte man bei einem Experten abklären.
Ersetzt ein Nackenstrecker den Gang zum Physiotherapeuten?
Nein, bei Nacken- oder Rückenschmerzen ist es immer ratsam, einen Experten zu konsultieren. Man sollte abklären, ob ein Nackenstrecker eine sinnvolle Ergänzung zu einer ganzheitlichen Behandlung sein kann.































