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Obst Test: Obst Aufmacher Lebensmittel Foto: F.A.Z. Kaufkompass

Das beste Obst

Aktualisiert:
Letztes Update: 1. April 2026

Wir haben fünf weitere Obstsorten getestet. Neu in unseren Empfehlungen ist die Mango, die uns mit ihrer Vielseitigkeit und der einzigartigen Kombination aus hervorragendem Geschmack und angenehmer Konsistenz überzeugt. Aus den Empfehlungen weichen muss unsere bisherige Social-Media-Empfehlung, die Avocado: Der Hype ist vorbei und die Frucht hat sich mittlerweile auf den Toasts großstädtischer Szenecafés etabliert. Sie finden sie ab sofort unter „Außerdem getestet“.

Kirsche, Melone, Erdbeere – was wie das Sortenportfolio eines Erfrischungsgetränks klingt, gibt es auch in essbarer Form. Dabei bietet Obst sogar mehr als nur fruchtigen Geschmack, denn es enthält auch lebenswichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine.

Die Unterschiede zwischen verschiedenen Obstsorten sind riesig: Manche sind groß und haben eine harte Schale, andere sind weich und passen problemlos in eine Hand. Wir haben uns an den Obststand gewagt, die 21 interessantesten Früchte ausgewählt und bis aufs Fruchtfleisch getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht

Testsieger

Banane

Unser Favorit unter den Früchten überzeugt mit hohem Komfort, aufregendem Design und exzellentem Geschmack.
Obst Test: Bananen
  • Schickes Design
  • Intuitive Handhabung
  • Fortschrittliche Haltbarkeits­anzeige
  • Gute Haltbarkeit
  • Nicht regional anbaubar
  • Geringer Vitamin-C-Gehalt

Die Banane ist nicht nur lecker, sondern bewährt sich auch im Alltag. Sie ist umweltfreundlich verpackt, gut zu transportieren und leicht zu öffnen. Obendrein erkennt man ihren Reifegrad sofort an der Farbe der Schale. Geschmacklich ist sie unaufdringlich, was zu ihrem breiten Appeal beiträgt, und auch bei den Vitaminen kann sie punkten. Unterm Strich fährt die Banane für uns damit klar den Testsieg ein.

Vitaminreich

Kiwi

Die Kiwi ist etwas umständlich in der Handhabung, überzeugt aber bei den Materialen.
Obst Test: Kiwi
  • Höchster Vitamin-C-Gehalt im Test
  • Interessantes Design im Inneren
  • Nicht regional anbaubar
  • Mäßige Handhabung

Wer Vitamin C braucht und wenig Kalorien zu sich nehmen möchte, wird bei der Kiwi fündig. Zwar ist die Handhabung nicht die leichteste, aber wenn die Kiwi einmal aufgeschnitten ist, wird man durch das schicke Design und den besonderen Geschmack entschädigt. Beim Transport sollte man allerdings aufpassen, da die Schale recht anfällig für Schäden ist, und auch vor Überreife sollte man sie bewahren, dann schmeckt sie schnell faulig.

Für unterwegs

Apfel

Der absolute Klassiker und Verkaufsschlager unter den Obstsorten hat auch heutzutage nichts an seinem Reiz verloren und eignet sich nicht nur als Wegbegleiter auf Wanderschaft.
Obst Test: Apfel
  • Außergewöhnlich gute Outdoor-Tauglichkeit
  • Hervorragende Handhabung
  • Ikonisches Design
  • Regional anbaubar
  • Gute Haltbarkeit
  • Sehr wenig Vitamin C
  • Verträgt sich aufgrund von Ethylen-Bildung nicht gut mit anderem Obst
  • Fällt nicht weit vom Stamm

Das häufigste Obst in deutschen Obstkörben ist der Apfel. Kein Wunder: Er ist lange haltbar, schmeckt frisch und saftig und ist nicht zu teuer. Dabei setzt er mehr auf Praxistauglichkeit als auf ein ausgeflipptes Äußeres, verstecken muss er sich aber keinesfalls – ganz im Gegenteil: Seine Optik ist so charakteristisch, dass sogar Computer unter der Marke vertrieben werden. Lediglich beim Vitamin-C-Gehalt muss er sich dem Rest des Testfeldes geschlagen geben.

Design-Tipp

Granatapfel

Nicht unbedingt praktisch, aber beeindruckend ansehnlich: Der Granatapfel punktet mit innovativem Design und edlem Understatement.
Obst Test: Granatapfel
  • Einzigartiges Design
  • Sehr lange Haltbarkeit
  • Akzeptable Outdoor-Fähigkeiten
  • Nicht regional anbaubar
  • Werkzeug nötig
  • Störende Zwischenwände im Inneren

Der Granatapfel punktet vor allem durch seine Schönheit: Das Fruchtfleisch ist in hübsche, kleine Kerne unterteilt und scheint in einem satten Rot – und das für eine ganze Weile: Unter den getesteten Früchten besitzt der Granatapfel eine der längsten Haltbarkeiten. Leider ist er nicht allzu gut für Outdoor-Aktivitäten geeignet, denn um ihn zu verzehren, braucht man Messer und Löffel. Die Kerne aus der Frucht zu lösen, ist alles andere als einfach, und will man sie zu leckerem Saft verarbeiten, ist eine Spezial-Saftpresse nötig.

Exot

Mango

Mit ihrer herrlichen Süße verfeinert die Mango eine Vielzahl an Speisen. Über die Sauerei beim Schälen können wir da hinwegsehen.
Obst Test: Bildschirmfoto 2026 03 30 Um 14.36.39
  • Süß und herzhaft kombinierbar
  • Bei richtigem Reifegrad butterweich
  • Bringt Pep ins Obst-Game
  • Nicht regional anbaubar
  • Recht geringe Haltbarkeit
  • (Pappiges) Schälen nötig
  • Kern-Fruchtfleisch-Ratio gering

Die Mango kann einem so einige Mahlzeiten versüßen. Im idealen Reifezustand bietet das tropische Obst eine herrlich weiche Konsistenz, die für ein angenehmes Kauerlebnis sorgt. Allerdings ist das Öffnen ein Streitthema und kritische Stimmen sprechen bei der Mango gar von einer Mogelpackung, da man für das Fruchtfleischgemetzel recht wenig Inhalt bekommt: Einen erheblichen Teil des Inneren macht der Kern aus. Dennoch finden wir, dass der bombastische Geschmack der Mango die Kritikpunkte übertrumpft.

Luxusklasse

Blaubeere

Die Blaubeere versprüht Eleganz und genießt einen exzellenten Ruf als Superfood. Allerdings ist die Luxusfrucht auch nicht günstig.
Obst Test: Blaubeeren
  • Schöne Farbe
  • Herausragende Handhabung
  • Regional anbaubar
  • Begrenzte Haltbarkeit
  • Teuer

Wer sich majestätisch ernähren möchte, greift zur Blaubeere. Die kleine Frucht überzeugt mit ihrem blauen bis leicht violetten Look und genießt zudem einen hervorragenden Ruf als regionales Superfood. Geschmacklich können Blaubeeren allerdings schnell wässrig geraten. Zudem ist ihr Genuss relativ kostspielig – und die Beeren halten sich nicht lange.

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Testsieger
Obst Test: Bananen
Banane

Vitaminreich
Obst Test: Kiwi
Kiwi

Für unterwegs
Obst Test: Apfel
Apfel

Design-Tipp
Obst Test: Granatapfel
Granatapfel

Exot
Obst Test: Bildschirmfoto 2026 03 30 Um 14.36.39
Mango

Luxusklasse
Obst Test: Blaubeeren
Blaubeere

Obst Test: Avocado
Avocado

Obst Test: Trauben
Traube

Obst Test: Clementine
Clementine

Obst Test: Erdbeeren
Erdbeere

Obst Test: Himbeeren
Himbeere

Obst Test: Birne
Birne

Obst Test: Wassermelone
Wassermelone

Obst Test: Kirschen
Kirsche

Obst Test: Orange
Orange

Obst Test: Ananas
Ananas

Obst Test: Zitrone
Zitrone

Obst Test: Cantaloupe Melone
Cantaloupe-Melone

Obst Test: Johannisbeeren Rot
Rote Johannisbeere

Obst Test: Bildschirmfoto 2026 03 30 Um 14.40.07
Pfirsich

Obst Test: Nektarine Gelb
Nektarine

Testsieger
Banane

Obst Test: Bananen
  • Schickes Design
  • Intuitive Handhabung
  • Fortschrittliche Haltbarkeits­anzeige
  • Gute Haltbarkeit
  • Nicht regional anbaubar
  • Geringer Vitamin-C-Gehalt
Vitaminreich
Kiwi

Obst Test: Kiwi
  • Höchster Vitamin-C-Gehalt im Test
  • Interessantes Design im Inneren
  • Nicht regional anbaubar
  • Mäßige Handhabung
Für unterwegs
Apfel

Obst Test: Apfel
  • Außergewöhnlich gute Outdoor-Tauglichkeit
  • Hervorragende Handhabung
  • Ikonisches Design
  • Regional anbaubar
  • Gute Haltbarkeit
  • Sehr wenig Vitamin C
  • Verträgt sich aufgrund von Ethylen-Bildung nicht gut mit anderem Obst
  • Fällt nicht weit vom Stamm
Design-Tipp
Granatapfel

Obst Test: Granatapfel
  • Einzigartiges Design
  • Sehr lange Haltbarkeit
  • Akzeptable Outdoor-Fähigkeiten
  • Nicht regional anbaubar
  • Werkzeug nötig
  • Störende Zwischenwände im Inneren
Exot
Mango

Obst Test: Bildschirmfoto 2026 03 30 Um 14.36.39
  • Süß und herzhaft kombinierbar
  • Bei richtigem Reifegrad butterweich
  • Bringt Pep ins Obst-Game
  • Nicht regional anbaubar
  • Recht geringe Haltbarkeit
  • (Pappiges) Schälen nötig
  • Kern-Fruchtfleisch-Ratio gering
Luxusklasse
Blaubeere

Obst Test: Blaubeeren
  • Schöne Farbe
  • Herausragende Handhabung
  • Regional anbaubar
  • Begrenzte Haltbarkeit
  • Teuer
Avocado

Obst Test: Avocado
  • Kommt super auf Instagram
  • Stark im Team mit Zitrone
  • Weiterverarbeitung zu Guacamole
  • Nicht regional anbaubar
  • Recht geringe Haltbarkeit
  • Werkzeug nötig
Traube

Obst Test: Trauben
  • Regional anbaubar
  • Mundgerechte Stücke
  • Einfache Handhabung
  • Labiles Äußeres
  • Niedrigster Vitamin-C-Gehalt
Clementine

Obst Test: Clementine
  • Sehr gute Handhabung
  • Robustes Softcase
  • Lange Haltbarkeit
  • Nicht regional anbaubar
Erdbeere

Obst Test: Erdbeeren
  • Regional anbaubar
  • Hoher Vitamin-C-Gehalt
  • Gute Verarbeitungs­möglichkeiten
  • Begrenzte Haltbarkeit
  • Ziemlich labil
Himbeere

Obst Test: Himbeeren
  • Regional anbaubar
  • Mundgerechte Stücke
  • Leicht zerdrückbar
  • Verdirbt schnell
  • Verdirbt sehr schnell
  • Verdirbt unglaublich schnell
Birne

Obst Test: Birne
  • Regional anbaubar
  • Gute Handhabung
  • Nicht so stabil wie ein Apfel
Wassermelone

Obst Test: Wassermelone
  • Angenehmer Geschmack
  • Interessante Gestaltung mit charakteristischer Musterung
  • Nicht regional anbaubar
  • Groß und schwer
  • Hohe Kernstreuung
  • Schwierige Handhabung
  • Werkzeug nötig
Kirsche

Obst Test: Kirschen
  • Regional anbaubar
  • Sommerliches Design
  • Kern muss ausgespuckt werden
  • Saisonabhängig teuer
  • Wenig Vitamin C
  • Mit manchen Leuten nicht gut zu essen
Orange

Obst Test: Orange
  • Ordentliche Haltbarkeit
  • Robustes Softcase
  • Nicht regional anbaubar
  • Werkzeug und Geduld zum Schälen nötig
Ananas

Obst Test: Ananas
  • Interessantes Design
  • Toll auf Pizza
  • Nicht regional anbaubar
  • Klobig
  • Schlechte Handhabung
Zitrone

Obst Test: Zitrone
  • Robustes Softcase
  • Charakteristischer Geschmack
  • Relativ hoher Vitamin-C-Gehalt …
  • … der aber keinen Rekord aufstellt
  • Nicht regional anbaubar
Cantaloupe-Melone

Obst Test: Cantaloupe Melone
  • Interessanter Geschmack
  • Innovative Gestaltung mit grffiger Oberfläche
  • Nicht regional anbaubar
  • Eigenwilliges Design
  • Trotz Verbesserungen noch immer unter­durch­schnittliche Hand­habung
  • Nur mittelmäßiger Vitamin-C-Gehalt
Rote Johannisbeere

Obst Test: Johannisbeeren Rot
  • Einfache Handhabung
  • Geschmack ist Geschmacks­sache
  • Nur mittelmäßiger Vitamin-C-Gehalt
  • Geringe Haltbarkeit
Pfirsich

Obst Test: Bildschirmfoto 2026 03 30 Um 14.40.07
  • Akzeptabler Geschmack
  • Klassiker im Eistee
  • Leicht zerdrückbar
  • langweiliges Produktdesign
Nektarine

Obst Test: Nektarine Gelb
  • Akzeptabler Geschmack
  • Macht den Pfirsich nach
  • Leicht zerdrückbar
  • langweiliges Produktdesign


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Alle Infos zum Thema

Fruchtig, frisch und vielseitig: Obst im Test

Früchte gibt es schon seit Jahrtausenden, doch erst vor kurzem erkannten die Vereinten Nationen ihren außergewöhnlichen Stellenwert und erklärten das Jahr 2021 zum internationalen Jahr des Obst und Gemüses. Früchte sind Naturprodukte, wurden aber durch gezielten Anbau über Jahrtausende kultiviert und so stetig verbessert. Am Ende steht das Obst, wie wir es heute kennen – saftig, aromatisch und im besten Fall kernlos.

Der enthaltene Fruchtzucker, auch Fructose genannt, ist je nach Obstsorte nicht unerheblich. Dass Obst trotzdem oft und gerne von Ernährungsberatern empfohlen wird, liegt an anderen Bestandteilen: Früchte enthalten zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin A, Vitamin C und diverse B-Vitamine sowie Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Welches Obst wie viel von was enthält, unterscheidet sich aber stark.

Obst ist also gesund, allerdings nur in normalen Mengen. Übertriebener Obstkonsum kann aufgrund der bereits angesprochenen Fructose zu Übergewicht und erhöhten Cholesterinwerten führen – was wiederum das Risiko für Diabetes, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erhöht. Allen Obstliebhabern sei aber gesagt, dass es dafür wirklich erhebliche Mengen braucht – niemand wird über einen längeren Zeitraum täglich ein Kilo Äpfel zu sich nehmen wollen.

Falls Sie aber nicht an wissenschaftlichen Erkenntnissen interessiert sind, sondern lieber Fakten zum Angeben beim nächsten Stammtisch möchten, präsentieren wir hier noch völlig zusammenhangslos fünf Fun-Facts zum Thema Obst:

  1. Die Orange hat ihren Namen nicht von der Farbe – sondern die Farbe wurde nach dem Obst benannt.
  2. Bananen sind radioaktiv. Aber keine Sorge, man müsste Millionen Bananen in kürzester Zeit essen, um daran zu sterben.
  3. Manche Kirschbauern mieten nach einem Regenschauer Hubschrauber, um ihre Kirschbäume durch ihren Wind zu trocknen.
  4. Die erste Frucht, die auf dem Mond gegessen wurde, war der Legende nach ein Pfirsich.
  5. Die Erdbeere ist ein Hochstapler: Tatsächlich ist sie nämlich keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht.

Testsieger

Testsieger

Banane

Unser Favorit unter den Früchten überzeugt mit hohem Komfort, aufregendem Design und exzellentem Geschmack.
Obst Test: Bananen
  • Schickes Design
  • Intuitive Handhabung
  • Fortschrittliche Haltbarkeits­anzeige
  • Gute Haltbarkeit
  • Nicht regional anbaubar
  • Geringer Vitamin-C-Gehalt

Unser Favorit unter allen getesteten Obstsorten ist die Banane. Sie vereint einen dezenten, gefälligen Geschmack mit guter Handhabung. Vor allem Bananenschale hat es in sich: Sie ist eine hervorragende, leicht zu öffnende und noch dazu umweltfreundliche Verpackung und ihre Farbe zeigt auf den ersten Blick den Reifegrad an. So gut macht das kein anderes Obst!

Seit Urzeiten fragt sich die Menschheit: Warum ist die Banane krumm? Tatsächlich hängt der Fruchtstand aufgrund seines Gewichts nach unten, die Bananen selbst streben aber in Richtung Licht – und so wachsen sie eben krumm.

Obst Test: Banane

Geschmack

Unreife Bananen erkennt man an der grünlichen Farbe. Mit der Zeit werden sie gelb und zeigen damit an, dass sie nun genießbar sind. Lässt man seine Bananen zu lange liegen, werden sie erst braun und später schwarz. Auch dann sind sie noch essbar, wenn auch nicht mehr jedermanns Geschmack, denn ihr Geschmack wird sehr intensiv und süß. Für die Zubereitung von Milchshakes sind sie dann aber perfekt.

Das Timing ist entscheidend

Wenn die Banane schön gelb ist, schmeckt sie angenehm süßlich. Bei zu frühem Konsum bemerkt man eine säuerliche Note und unter Umständen ein pelziges Gefühl im Mund. Positiv ist zudem, dass die gelbe Frucht aufgrund ihrer Konsistenz stets leicht zu kauen ist – vor allem für Kinder ideal.

Handhabung

Überzeugt hat uns vor allem die Handhabung: Die Banane kommt in sehr handlichem Format und sie hat ihre biologisch abbaubare Verpackung stets schon dabei. Vor dem Essen muss lediglich die Schale abgezogen werden, weiteres Werkzeug wie bei vielen anderen Testkandidaten braucht es hier nicht. Was uns auch gefällt: Die Banane hat keine lästigen Kerne.

Obst Test: Banane
Obst Test: Banane

Ein kleiner, aber feiner Tipp zum Schälen kommt von den Bananen-Profis schlechthin: den Affen. Die öffnen die Banane nicht am Stiel, sondern am unteren Ende. Das geht oft leichter und die Banane zieht deutlich weniger Fäden.

Aufgrund ihrer kompakten Form und der hervorragenden Handhabung eignet sich die Banane perfekt als Snack für unterwegs. Auch Sportler schwören vor, während oder nach dem Training auf die gelbe Wunderwaffe, denn sie liefern als leichte Mahlzeit schnell Energie und helfen bei der Regeneration. Beim Transport sollte man nur aufpassen, dass die Banane im Rucksack nicht zerdrückt wird, denn die Schale ist zwar nachhaltig, aber nicht besonders robust.

Nachteile

Und da wären wir schon bei den Nachteilen, die es leider auch bei einer sonst so tollen Frucht gibt. Der Vitamin-C-Gehalt etwa ist mit 8,7 Milligramm pro 100 Gramm im Vergleich zu vielen anderen Früchten eher dürftig. So müsste man gut ein Kilo Bananen essen, um auf die selbe Menge Vitamin C zu kommen wie mit nur 100 Gramm Kiwi.

Viele Kohlen­hydrate

Im Vergleich zu anderen Obstsorten enthält die Banane mit 21 Gramm pro 100 Gramm besonders viele Kohlenhydrate und ist damit ein potentieller Dickmacher. Man sollte es also nicht übertreiben.

Leider muss die Banane aus fernen Ländern importiert werden, ein regionaler Anbau hätte uns nicht zuletzt wegen der Nachhaltigkeit besser gefallen.

Fazit

Trotz kleinerer Nachteile ist die Banane das Obst unserer Wahl. Sie überzeugt sowohl geschmacklich als auch ernährungsphysiologisch, und bei der Handhabung schlägt sie alle anderen Obstsorten um Längen. Noch dazu bekommt man sie überall zu fairen Preisen.

Bananen im Testspiegel

Öko-Test hat Bananen im Labor auf Pestizide untersucht und in einigen Proben bedenkliche Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Ausschließlich Bio-Bananen konnten überzeugen.

Im Test von Öko-Test 1/2018 wurde das beste „Nicht-Bio“-Bananenprodukt mit „befriedigend“ getestet. Bei 9 (von 10) Nicht-Bio-Bananenprodukten davon wurden „deutliche“ bis „sehr starke“ Pestizidbelastungen bemängelt.

Auch im Test von K-Tipp 14/2020 wiesen die Bio-Produkte keine Pestizide im Fruchtfleisch auf.

Weitere Empfehlungen

Die Banane ist unser Favorit unter den Früchten, aber es gibt weitere starke Herausforderer. Wenn Sie auf der Suche nach einem kleineren Obst sind, besonderen Wert auf einen hohen Vitamin-C-Gehalt legen oder schöne Fotos für Social Media machen wollen, sind auch die folgenden Kandidaten empfehlenswert.

Vitaminreich

Kiwi

Die Kiwi ist etwas umständlich in der Handhabung, überzeugt aber bei den Materialen.
Obst Test: Kiwi
  • Höchster Vitamin-C-Gehalt im Test
  • Interessantes Design im Inneren
  • Nicht regional anbaubar
  • Mäßige Handhabung

Nicht nur in Neuseeland sind Kiwis sehr beliebt, sondern auch bei all jenen, die sich besonders bewusst ernähren und großen Wert auf Vitamin C legen. Mit satten 92,7 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm ist die Kiwi in dieser Kategorie einsame Spitze und damit eine klare Empfehlung.

Ziemlich genau 2 Kilogramm Äpfel müsste man essen, um auf die gleiche Menge Vitamin C zu kommen wie mit 100 Gramm Kiwi. Kompromisslosen Apfelliebhabern wird es das wert sein, aber da nicht jeder unendliches Magenvolumen zur Verfügung hat, sollte man sich nach Alternativen umschauen: Und da kommt die Kiwi ins Spiel, die nicht nur überaus vitaminreich, sondern auch sehr kalorienarm ist.

Obst Test: Kiwi
Obst Test: Kiwi

Kiwis schmecken säuerlich und hinterlassen bei manchen ein pelziges Gefühl im Mund – das ist nicht jedermanns Sache. Schuld daran ist Actinidain, ein Enzym, das den Abbau von Proteinen katalysiert und allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Äußerlich sieht die Frucht nicht gerade einladend aus, das ändert sich aber, sobald man sie aufschneidet. Getreu dem Motto »Außen pfui, innen hui« offenbart sich im Inneren das grüne Fruchtfleisch mit vielen kleinen, schwarzen Kernen. Gut gefällt uns auch die lange Haltbarkeit: Im Kühlschrank überleben Kiwis über eine Woche.

Zum Verzehr hat man die Wahl zwischen dem klassischen Auslöffeln und dem fortgeschrittenen Schälen und Schneiden. Zum Mitnehmen gibt es so oder so bessere Alternativen – nicht zuletzt, weil die Frucht trotz des kompakten Formats relativ anfällig für Stoßschäden ist.

Wer einen gesunden Lebensstil pflegt und dafür bereit ist, Kompromisse einzugehen, wird mit der Kiwi glücklich werden. Genießern und Freunden eines schnellen und unkomplizierten Snacks empfehlen wir dagegen andere Früchte.

Für unterwegs

Apfel

Der absolute Klassiker und Verkaufsschlager unter den Obstsorten hat auch heutzutage nichts an seinem Reiz verloren und eignet sich nicht nur als Wegbegleiter auf Wanderschaft.
Obst Test: Apfel
  • Außergewöhnlich gute Outdoor-Tauglichkeit
  • Hervorragende Handhabung
  • Ikonisches Design
  • Regional anbaubar
  • Gute Haltbarkeit
  • Sehr wenig Vitamin C
  • Verträgt sich aufgrund von Ethylen-Bildung nicht gut mit anderem Obst
  • Fällt nicht weit vom Stamm

An apple a day keeps the doctor away? Von wegen: Der in Deutschland hochgelobte Apfel landet beim Vitamin-C-Gehalt nur auf den hinteren Plätzen. Abseits davon konnte die beliebteste Frucht der Deutschen aber in fast allen Test-Disziplinen überzeugen. Besonders die Handhabung und die hohe Outdoor-Tauglichkeit sind echte Vorteile des Apfels. Die vielen erhältlichen Sorten können zunächst verunsichern, aber keine Sorge: Die grundlegenden Apfel-Eigenschaften haben alle Äpfel.

Der Apfel schmeckt im Allgemeinen süß, kann je nach genauer Sorte aber auch ausgeprägt saure Noten haben. Als grobe Faustregel lässt sich festhalten: Je grüner ein Apfel ist, desto wahrscheinlicher ist ein erhöhter Säuregehalt. Generell können Äpfel aber das gesamte Farbspektrum einer Ampel darstellen – und dabei sogar mehrere Farben gleichzeitig.

Um die Suche nach der richtigen Sorte zu erleichtern, existiert eine Vielzahl an Namen: Tatsächlich handelt es sich bei Elstar, Cox Orange und Pink Lady nicht etwa um Pokémon oder Superhelden, sondern um Apfelsorten.

Grüne Äpfel sind meist saurer

Die Form des Apfels orientiert sich grob an einer Kugel, die an der Ober- und Unterseite nach innen gewölbt ist, was einen gewissen Wiedererkennungswert hat. Die beiden Mittelpunkte dienen darüber hinaus als Orientierungshilfe für das Kerngehäuse – zwar verzichtet der Apfel keineswegs auf Kerne, und diese sind sogar mit einer Größe und einem Geschmack versehen, die ein Daraufbeißen unangenehm machen. Der Clou ist aber, dass diese nicht wie bei einigen anderen Früchten überall im Fruchtfleisch verteilt sind, sondern eben in einem Kerngehäuse aufbewahrt werden, sodass sich ein Kontakt beim Verzehr verhältnismäßig einfach vermeiden lässt.

Obst Test: Apfel
Obst Test: Apfel

Allgemein ist die Handhabung eine der großen Stärken des Apfels: Die Schale ist dünn und optional essbar, und mit seinen kompakten Abmessungen passt er problemlos in eine Hand. So kann man ihn auch ohne jegliche Hilfsmittel essen. Viele bevorzugen den Apfel geschält, wobei dabei ein Großteil der Nährstoffe verloren geht, die eben in der Schale stecken.

Gerieben ist der Apfel ein klassisches Hausrezept für kranke Kinder, zu Saft gepresst ist er ebenfalls sehr beliebt: Zur Hälfte mit Sprudelwasser vermischt ist er als Apfelschorle zu Deutschlands heimlichem Nationalgetränk avanciert.

Lagern Sie Ihre Äpfel nicht in direkter Nähe zu anderen Früchten. Das von Äpfeln abgesonderte Gas Ethylen beschleunigt Reifeprozesse und lässt Obst schneller verderben.

Das feste, robuste Fruchtfleisch und die kompakte Form machen den Apfel zu einem Hit-Kandidaten für Ausflüge. Er zermatscht nicht so schnell wie Beeren oder Bananen und schlägt in dieser Hinsicht auch die ähnlich anmutende Birne.

Auch die Haltbarkeit ist hervorragend: Kühl und dunkel gelagert überstehen Äpfel einen ganzen Winter. Wir raten aber dringend zu einer geeigneten Lagerung: Äpfel stoßen das Reifegas Ethylen aus, auf das auch andere Obstsorten reagieren und ihrerseits schneller verderben. Die Frische des Apfels erkennt man visuell und haptisch schnell und einfach anhand der Textur der Schale.

Somit ist der Apfel ein toller Allrounder, der sich keine größeren Schnitzer erlaubt, und zu Recht das Lieblingsobst der Deutschen.

Design-Tipp

Granatapfel

Nicht unbedingt praktisch, aber beeindruckend ansehnlich: Der Granatapfel punktet mit innovativem Design und edlem Understatement.
Obst Test: Granatapfel
  • Einzigartiges Design
  • Sehr lange Haltbarkeit
  • Akzeptable Outdoor-Fähigkeiten
  • Nicht regional anbaubar
  • Werkzeug nötig
  • Störende Zwischenwände im Inneren

Auch wenn sein martialischer Name anderes vermuten lässt, besitzt der Granatapfel weit weniger Sprengkraft als ein handelsüblicher Feuerwerkskörper. So eine Schönheit zerbersten zu lassen, wäre auch jammerschade. Denn visuell macht der Granatapfel in vielerlei Hinsicht einiges her.

Ursprünglich stammt der Granatapfel aus dem asiatischen Raum, er wird heutzutage aber auch am Mittelmeer angebaut. Es handelt sich also um ein importiertes Produkt, das erst einen weiten Weg zurücklegen muss, um am Ende in deutschen Verkaufsregalen zu landen – für Umweltbewusste kommt er damit nur bedingt in Frage.

Darüber hinaus ist der Granatapfel nicht mit dem Apfel verwandt, vielmehr handelt es sich um eine eigenständige Obstsorte. Er kommt mit einer deutlich festeren Schale, das macht die Frucht relativ unanfällig für Druck, Stöße können die Schale aber leicht zerbrechen. Der Granatapfel altert nicht schnell und hält sich auch bei Zimmertemperatur über mehrere Wochen.

Schneidet man den Granatapfel auf, erhält man Zugriff auf das Fruchtfleisch im Inneren, und spätestens hier beginnt der Granatapfel, mit den gewohnten Obst-Konventionen zu brechen: Statt die Kerne planlos kreuz und quer zu verteilen, sind sie beim Granatapfel parzelliert und individuell mit Fruchtfleisch überzogen, sodass sich eine gleichmäßige Verteilung ergibt. Die fein abgeteilten Einheiten sind der eigentliche Star und sind für den Löwenanteil der Granatapfelästhetik verantwortlich: Sie strahlen in einem satten Rubinrot, glänzen sanft und sind ganz leicht transparent.

Obst Test: Granatapfel
Obst Test: Granatapfel

Trotz allem Lob haben wir aber auch einige Kritikpunkte: Die Kerne zum Verzehr aus der Schale zu lösen, ist eine Heidenarbeit. Dazu braucht man ein scharfes Messer und einen stabilen Löffel zum Auskratzen. Ohne entsprechende Vorsichtsmaßnahmen verkommt die fruchtige Leckerei dabei schnell zur furchtbaren Kleckerei – der Saft klebt nicht nur, er wurde traditionell auch als Farbstoff eingesetzt und hat schon so manches Kleidungsstück für immer ruiniert.

Der Lohn der Mühe ist ein besonderes Verzehrerlebnis, wie es keine andere Obstsorte bietet: Die Kerne knacken beim Aufbeißen leicht und geben einen süß-sauren Saft mit fein-herber Note frei, der noch dazu vitaminreich und äußerst gesund ist.

Unterm Strich ist der Granatapfel damit nicht nur ein Ästhet, der sich nicht um die Banalitäten praktischen Nutzens schert, sondern auch ein leckeres, gesundheitsförderndes Lebensmittel – auch wenn er alles andere als praktisch ist. Aber das ist bei vielen schönen Dingen so.

Exot

Mango

Mit ihrer herrlichen Süße verfeinert die Mango eine Vielzahl an Speisen. Über die Sauerei beim Schälen können wir da hinwegsehen.
Obst Test: Bildschirmfoto 2026 03 30 Um 14.36.39
  • Süß und herzhaft kombinierbar
  • Bei richtigem Reifegrad butterweich
  • Bringt Pep ins Obst-Game
  • Nicht regional anbaubar
  • Recht geringe Haltbarkeit
  • (Pappiges) Schälen nötig
  • Kern-Fruchtfleisch-Ratio gering

Tropisch, fruchtig, gut! Ob im Joghurt, im Shake, auf dem Salat oder als Topping auf der Açai-Bowl (wer Letztere nicht kennt, sollte beim lokalen Tagescafé unbedingt für zu viel Geld eine verspeisen): Die Mango ist ein altbewährter Klassiker in vielerlei Gerichten. Kein Wunder, denn sie ist nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern mit ihrer unverkennbaren, individuellen Süße auch eine wahre Freude für jeden Gaumen.

Eigentlich fühlt sich die Mango im deutschen Klima überhaupt nicht wohl, viel lieber hat sie tropische Verhältnisse. Wohl auch gerade deshalb lieben wir hierzulande dieses Steinobst: Schließt man beim Verzehr die Augen und konzentriert sich sehr stark, so spürt man fast etwas Sonne auf der Haut. Das holt von kaltem Nieselregen geplagte Menschen natürlich ab.

Der Mangogenuss beginnt schon bei der Auswahl der richtigen Frucht beim Obsthändler des Vertrauens: Feinschmecker werden wissen, dass man eine reife Mango am besten durch vorsichtiges Drücken der Frucht erkennt. Gibt das Fruchtfleisch unter der Schale leicht nach, so ist das ein vielversprechendes Zeichen. Ist die Mango allerdings noch steinhart, sollte man sie noch etwas ruhen lassen. Ansonsten ist der “signature taste” nicht gegeben und man läuft zusätzlich Gefahr, die Kauleiste unnötig zu beanspruchen.

Obst Test: Mango
Obst Test: Mango

Hat man seinen persönlichen Favoriten auserkoren, geht es an die Zubereitung. Und hier scheiden sich die Geister. Bei der Diskussion, wie man eine Mango am besten schält und verzehrt, sollen sich Mango-Ultras in der Vergangenheit bereits mehrmals in die Haare gekriegt haben. Die bekanntesten Gruppierungen sind hier die Werkzeug-Vertreter, die auf das Abziehen der Schale und das darauffolgende, mundgerechte Portionieren per Messer schwören. Ihnen gegenüber stehen die Manuell-Konservativen, die einen Teil des delikaten Obstes abtrennen und das Fruchtfleisch noch in der Schale per Hand-in-den-Mund-Technik abbeißen. Zu welcher Gruppe sie sich zählen oder ob sie eine gänzlich andere Methode verfolgen, ist uns egal: Wir verurteilen keinerlei Mango-Verspeiser! Ohnehin kommt man nämlich kaum ohne klebrige Finger davon. Unpraktisch, werden Kritiker sagen. Ein wahres Obsterlebnis, sagen wir.

Verbraucherschützer weisen immer wieder auf die unzureichende Kern-Fruchtfleisch-Ratio der Mango hin. Nach intensiver Recherche und wohldurchdachter Abwägung kommentieren wir das aber – auch mit Blick auf den wirklich überragenden Geschmack der Mango – mit einem entschiedenen “Trotzdem!”.

Luxusklasse

Blaubeere

Die Blaubeere versprüht Eleganz und genießt einen exzellenten Ruf als Superfood. Allerdings ist die Luxusfrucht auch nicht günstig.
Obst Test: Blaubeeren
  • Schöne Farbe
  • Herausragende Handhabung
  • Regional anbaubar
  • Begrenzte Haltbarkeit
  • Teuer

Die Blaubeere, auch als Heidelbeere bekannt, umspielt ein Hauch von Dekadenz. Ein Teil mag der charakteristischen blauen Farbe geschuldet sein, die traditionell als Symbol für Adel und Wohlstand gilt. Es mag aber auch daran liegen, dass sie nur wenige Tage haltbar ist – und obendrein ziemlich teuer. Dennoch existiert eine eingeschworene Anhängerschaft, für die die kleine Frucht schon regelrecht Kultstatus hat.

Ernährungsbewusste Zeitgenossen wissen wahrscheinlich bereits alles über die vornehme Beere, denn schon seit einigen Jahren gilt sie als Superfood. Sie wird als Zutat in Müsli und Salaten verwendet, in zahlreichen Rezepten aufgelistet und für Social Media abgelichtet. Besonders der letzte Punkt überrascht, denn optisch macht die schlichte Beere eigentlich wenig her.

Von der Heidelbeere gibt es zwei Varianten, was mitunter für Verwirrung sorgt: Während die europäische Blaubeere auch beim Fruchtfleisch auf die charmante Blaufärbung setzt, verzichtet die amerikanische Variante zugunsten eines hellen Fruchtfleisches darauf. Im Test hatten wir eine amerikanische Heidelbeere, angebaut werden aber hierzulande beide Varianten.

Obst Test: Blaubeere
Obst Test: Blaubeere

Neben der Farbe ist die Handhabung eine der herausstechendsten Eigenschaften. Dank der geringen Größe finden die Früchte selbst bei wenig verfügbarem Stauraum einen Platz, zugleich wird ihr Konsum zum Kinderspiel: Mund auf, Blaubeere rein, Mund zu – ganz ohne Abbeißen oder lästiges Herumhantieren mit Löffeln oder scharfen Klingen. Das macht Spaß und hält die Verletzungsgefahr niedrig, sodass auch Jüngere unbedenklich zur Blaubeere greifen können.

Nicht verschweigen wollen wir aber, dass Heidelbeeren trotz ihrer kompakten Bauweise nur sehr eingeschränkt für Outdoor-Aktivitäten zu empfehlen sind: Beerentypisch ist die Hülle nicht sonderlich robust, was bei Unachtsamkeit schnell in eine Sauerei ausarten kann.

Außerdem getestet

Avocado

Gerade für Millennials sind soziale Medien, allen voran Instagram, wichtiger denn je. Die Freude über neu hinzugewonnene Follower und das Leid wegen Bildern, die nicht genügend Likes bekommen, liegen bei den (Hobby-)Influencern aber nah beieinander. Damit das nächste Urlaubsfoto mit Essen am Strand nicht wieder zum Reinfall wird, sollte man in jedem Fall auf außergewöhnliche Früchte zurückgreifen. Avocados machen hier einen ausgezeichneten Job.

Zwar sind Avocados nicht gerade die kompaktesten Früchte, aber zumindest ein Exemplar sollte locker in jede Louis-Vuitton-Handtasche passen. Dank der recht robusten Schale ist der Transport kein Problem, man sollte aber bedenken, dass man zum ordnungsgemäßen Verzehr ohne Messer und Löffel nicht weit kommt. Denn die wohl verbreitetste Art der Befreiung des Fruchtfleischs erfordert ein Messer zum Aufschneiden und Entfernen des großen Kerns sowie einen Löffel für den Konsum selbst.

Obst Test: Avocado
Obst Test: Avocado

Hat man das Fruchtfleisch einmal aus der Schale ausgelöffelt, so sollte man es besser sofort essen. Im reifen, unversehrten Zustand macht die Avocado noch zwei bis drei Tage mit – Influencer sollten also nicht zu lange mit ihrem neuen Post warten. Zum idealen Konsumzeitpunkt schmeckt das Lorbeergewächs je nach Herkunft meist cremig und nussig, dabei enthält es allerdings auf 100 Gramm nur 10 Milligramm Vitamin C. Das ist eher mau.

Eine wirkliche Stärke der Avocado ist ihre Kompatibilität mit der Zitrone: Zitronensaft auf der aufgeschnittenen Avocado verlangsamt nicht nur den Oxidationsprozess, sodass diese länger genießbar bleibt, die saure Geschmacksnote ergänzt auch den etwas langweiligen Eigengeschmack der Avocado hervorragend. Wahlweise geht das auch mit Balsamico-Essig oder Limette. Zusammen mit Salz und Pfeffer und ein paar Zwiebeln wird eine leckere Guacamole daraus.

Bei der Avocado gibt es Licht und Schatten. Zum Beeindrucken der Follower ist sie eine ausgezeichnete Wahl, aber wie so oft auf Instagram verbergen sich hinter dem schönen Schein auch weniger tolle Seiten, wie die eher komplizierte Handhabung und die kurze Haltbarkeit.

Erdbeere

Erdbeeren sind Sammelnussfrüchte – und damit zählen wir auch sie zum Obst. Dank ihres gepunkteten, hauptsächlich in Rot gehaltenen Design mit grüner »Frisur« haben Erdbeeren einen hohen Wiedererkennungswert. Obwohl das Grünzeug auf dem Kopf der Erdbeere häufig abgeschnitten wird, ist es eigentlich genießbar und für so manchen sogar lecker. Streng genommen ist die Erdbeere also sofort verzehrbereit, ganz ohne händische Vorbereitungen.

Leider ist das Äußere ziemlich labil, weshalb man für den Transport eine Verpackung benötigt. Überhaupt sollte man mit dem Verzehr nicht zu lange warten, denn nach zwei oder drei Tagen sieht es schon kritisch mit der Haltbarkeit aus. Gute Erdbeeren überzeugen mit süßem und fruchtigem Geschmack, günstige Exemplare kommen leider oft wässrig daher. Daher: Augen auf beim Kauf!

Auf der Habenseite steht der starke Vitamingehalt von 58,8 Milligramm pro 100 Gramm, das ist Platz zwei in diesem Test hinter der überragenden Kiwi. Dabei ist die Erdbeere ein regionales Obst und macht sich gut auf Kuchen oder als Marmelade.

Traube

Trauben gibt es in vielen verschiedenen Sorten: Hierzulande sind rote und grüne Trauben am geläufigsten. Trauben wachsen in mundgerechten Stücken, die vor dem Verzehr nur gewaschen, aber nicht weiter bearbeitet werden müssen. Perfekt also für den spontanen Snack zwischendurch.

Allerdings sollte man die Früchte für den Transport zum Strand oder zum See lieber verpacken, denn sonst kugeln sie im Rucksack herum und werden schnell von größeren Gegenständen zerdrückt.

Kommen wir zur Kernfrage: Mittlerweile bekommt man Trauben im Supermarkt häufig kernlos, was für viele angenehmer beim Verzehr ist. Allerdings sind Traubenkerne sehr gesund und können so in einem gewissen Maß den sehr geringen Vitamin-C-Gehalt kompensieren.

Geschmacklich variieren Trauben je nach Sorte und Qualität stark. Von süß bis sauer und von kräftig bis wässrig ist alles dabei und der Kauf daher oft Glückssache.

Auch wenn die Traube knapp an unseren Empfehlungen vorbeigeschrammt ist, können wir Ihnen die kleinen Strauchgewächse als Geheimtipp durchaus ans Herz legen.

Clementine

Auch wenn es auf den ersten Blick so wirken mag, handelt es sich bei der Clementine keineswegs nur um ein einfaches Rebranding der Mandarine und auch nicht um eine abgespeckte Light-Version. Die Frucht ist vielmehr aus einer Kreuzung zwischen der Orange und der mediterranen Mandarine hervorgegangen – mit Erfolg: Gegenüber der Orange bietet die Clementine eine deutlich verbesserte Handhabung, der Mandarine hat sie eine geringere Kernanzahl und einen etwas größeren Wuchs voraus und ist aufgrund verbesserter Kälteresistenz einfacher anzubauen. Das macht die Clementine nicht zuletzt nachhaltiger als andere Zitrusfrüchte. Obendrein lässt sich die Clementine relativ lange lagern, ohne zu verderben. Übertreibt man es, rächt sie sich aber mit starker Schimmelbildung.

Wie das Aussehen erinnert auch der Geschmack entfernt an den einer Orange, weist aber etwas weniger Säure auf. Die Handhabung erinnert wiederum eher an eine Mandarine: Das Fruchtfleisch ist in handliche, einzelne Stücke unterteilt, was den Verzehr nicht nur erleichtert, sondern diesem sogar eine soziale Komponente verleiht – mit anderen zu teilen ist sonst nur bei Beeren so einfach.

Messer oder anderes Werkzeug benötigt man dazu auch nicht, da die Schale auch mit bloßer Hand geöffnet werden kann. Auf Kerne verzichtet die Clementine dankenswerterweise so gut wie vollständig. Der Vitamin-C-Gehalt liegt im Mittelfeld.

Birne

Äußerlich ähnelt die Birne dem Apfel, was kein Zufall ist: Beide gehören zu den Kernobstgewächsen. Das erleichtert den direkten Vergleich der beiden Obstsorten bedeutend, erschwert aber zugleich das Erkennen individueller Stärken und Schwächen – was die eine Frucht kann, kann die andere meist ebenfalls, wenn auch nicht unbedingt in der gleichen Qualität.

Wie der Apfel hat auch die Birne eine runde Basis, ist aber nach oben hin schmal zulaufend verlängert. Die Form hat einen starken Wiedererkennungswert, macht die Birne aber leider auch instabiler als den Apfel – ein Problem, das bei fortschreitendem Verzehr sogar noch zunimmt. Farblich unterscheiden sich beide nur in Nuancen, die Birne kann also ebenfalls das gesamte Farbspektrum wie der Apfel darstellen.

Wie unsere Outdoor-Empfehlung eignet sich auch die Birne hervorragend für Unternehmungen, erreicht aber nicht ganz die Stabilität des Vorbildes. Das ist neben der bereits erwähnten Form nicht zuletzt dem Fruchtfleisch geschuldet, das zumindest im reifen Zustand weicher und empfindlicher ist. Den Aufbau mit Kerngehäuse und den werkzeuglosen Verzehr gibt es aber auch hier, um einen Mangel an Verzehrmöglichkeiten muss man sich somit auch außer Haus keine Gedanken machen.

Neben Form und Konsistenz ist der größte Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen der Geschmack: Birnen schmecken deutlich feiner und auch herber, können aber wie Äpfel von süß bis sauer changieren. Die geschmackliche Varianz von Birnen ist deutlich größer als die von Äpfeln und trifft längst nicht so sehr den Massengeschmack. Daher reicht es für die Birne nicht zur Empfehlung.

Orange

Die Verwirrung ist groß. Orange, Apfelsine, Mandarine, Clementine – wo ist denn da der Unterschied? Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen: Orange und Apfelsine beschreiben die gleiche Frucht, der Begriff »Apfelsine« ist aber eher bei den Nordlichtern und der älteren Generation verbreitet. Mandarinen sowie Clementinen sind etwas anderes und vor allem kleiner als Orangen, ähneln ihrem großen Bruder sonst aber in vielen Belangen.

Was man der Orange zweifelsohne zugutehalten muss: Sie hat es geschafft, dass eine ganze Farbe nach ihr benannt wurde. Respekt! Dabei ist nicht nur die Frucht selbst orange, sondern auch ihre Schale, die erstaunlich robust daherkommt und leichtere Erschütterungen beim Transport wegstecken kann. Und was gut beschützt ist, hält dementsprechend auch ziemlich lange: Bei Zimmertemperatur bleibt die Orange gut eine Woche frisch, gekühlt noch deutlich länger.

Warum es trotzdem nicht zur Empfehlung gereicht hat? Bis man seine Orange genießen darf, muss man sie erstmal schälen. Dafür gibt es verschiedenste Techniken, für die man eine gewisse Erfahrung braucht. Und auch wenn die Schale endlich besiegt wurde, steht so mancher noch vor der Aufgabe, die ungeliebte weiße Haut zu entfernen. Zwar kann man die auch mitessen, aber schön und einladend sieht anders aus. Schlussendlich tropft die Orange beim Teilen des Fruchtkörpers und verklebt die Hände.

Benutzerfreundlich ist das nicht, was wohl auch dazu geführt hat, dass Orangen als Saft deutlich beliebter sind als als Frucht.

Kirsche

Eines muss man Kirschen lassen: Sie sind vielseitig. Zum einen gibt es unzählige Sorten mit teilweise sehr unterschiedlichem Geschmack, zum anderen lässt sich damit auch viel anfangen. Kirschen schaffen es in Kuchen, Saft, Rum oder Pralinen – und an dieser Stelle möchten wir einen Mythos beerdigen: Die hochgepriesene Piemont-Kirsche, bekannt aus der Mon-Chéri-Werbung, gibt es nicht! Sie ist bloß eine Erfindung der Marketingabteilung, denn tatsächlich kommen die verwendeten Kirschen nicht aus der gleichnamigen Region in Italien, sondern aus Mittel- und Osteuropa.

Aber zurück zur Frucht selbst. Kirschen sind rot, rund und geheimnisvoll und machen gerade im Sommer einiges her. An der Optik haben wir absolut nichts auszusetzen, allerdings hält sich das tolle Erscheinungsbild nicht lange. Sobald Kirschen geerntet sind, sollte man sie lieber schnell verzehren oder weiterverarbeiten, denn selbst im Kühlschrank bleiben sie kaum länger als zwei Tage frisch. Kleiner Tipp dazu: Den Stiel bis zum Verzehr an der Kirsche lassen, das zögert das Verfaulen hinaus.

Beim Verzehr fällt dann der große Nachteil der Kirsche auf: der Kern. Der lässt sich nicht ohne Weiteres herausschneiden und muss daher erstmal mit in den Mund, bevor er nach Abnagen des köstlichen Fruchtfleischs wieder ausgespuckt werden kann. Bei Kindern besteht dabei immer Verschluckgefahr, und selbst für Erwachsene ist die Prozedur eher nervig. Gediegen essen geht so nicht.

In Kombination mit dem vergleichsweise geringen Vitamin-C-Gehalt können wir für die Kirsche daher keine Empfehlung aussprechen.

Himbeere

Sehr zwiegespalten sind wir zum Thema Himbeeren. Fangen wir mit positiven Eigenschaften an: Die Himbeere besitzt einen durchaus einzigartigen Geschmack mit einer Mischung aus Süße und Säure und fühlt sich schön weich im Mund an. Die Frucht kann einfach per Hand verspeist werden und wird von ihrem Strauch bereits in mundgerechten Stücken geliefert. Die Kerne sind allesamt so klein, dass sie beim Verzehr nicht stören.

Auch der regionale Aspekt überzeugt uns. So kann man Himbeeren vielerorts draußen pflücken oder sie gar selbst im Garten anbauen, wo sie sich vermehren wie Unkraut. Anstatt die Frucht direkt und roh vom Strauch zu essen, lässt sie sich auch weiterverarbeiten. Beispielsweise individualisiert und verschönert sie jede Torte – ob zermatscht im Inneren oder in ihrem originellen Knubbeldesign als Topping.

Soweit klingt das ja super – aber leider kommt jetzt unser K.O.-Kriterium: Himbeeren halten sich ungefähr so lange wie Trainer bei Schalke 04 – zumindest in der Relativwertung: Man sollte sie dringend am Tag des Einkaufs oder des Pflückens essen, bevor sie schlecht werden. Denn faule Himbeeren aus dem Kühlschrank zu entfernen, macht ähnlich viel Spaß wie in der 60. Minute schon zum fünften Mal den Ball aus dem eigenen Netz zu holen – fragen Sie mal den Schalke-Keeper.

Wassermelone

Die Wassermelone ist schon fast ein Klassiker, weist im direkten Vergleich mit einigen Konkurrenten aber zu viele Defizite auf. Der Geschmack ist exotisch und süß, aber nicht so intensiv wie etwa der einer Zitrone. Das Design mit seiner extravaganten Musterung und der Kombination der Komplementärfarben Grün und Rot ist durchaus ein Hingucker, die Kugelform hinterlässt aber einen etwas uninspirierten und bestenfalls zweckmäßigen Eindruck.

Bei der Größe denkt man nur »viel hilft viel«, liegt damit aber falsch, denn mit ihrem riesigen Durchmesser verursacht die Melone selbst in einem Rucksack schnell Platzmangel. Durch das damit verbundene Gewicht möchte man sie aber ohnehin nicht allzu weit tragen – ausgiebige Wanderungen werden mit dieser Frucht schnell zur Qual. Völlig unverständlich ist uns, warum die Melone trotz der üppigen Maße auf sehr kleine Kerne setzt, diese aber gleich in überbordender Anzahl mitliefert und sie dabei auch noch eine hohe Streuung aufweisen. Komfortabel ist das nicht.

Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass sich das Gehäuse nicht ohne Weiteres öffnen lässt. Ein spitzes, scharfes Messer erledigt die Aufgabe zwar zufriedenstellend, man muss aber aufpassen, sich nicht zu verletzen.

Isst man die Melone mit den Fingern, verkleben die Hände schnell aufgrund des austretenden Safts. Bleibt nur der Verzehr mit Messer und Gabel am Tisch – aber da fehlt uns der Fun-Faktor.

Zitrone

Die Zitrone zeichnet sich durch einen außergewöhnlich sauren Geschmack aus, was viele Obst-Fans mit Sicherheit erst einmal abschrecken wird. Besonders diejenigen, die sonst vorwiegend süße Früchte wie Banane oder Erdbeere gewohnt sind, werden daran ordentlich zu schlucken haben, und selbst hartgesottenen Zitronenfreunden kann das im Obstsalat schnell zu viel des Guten sein. Sollte man aufgrund einer unglücklichen Lebensfügung einmal zu einer größeren Anzahl der gelben Früchte kommen, empfiehlt es sich, daraus Erfrischungsgetränke herzustellen.

Die Zitrone präsentiert sich in ihrer Haus- und Hoffarbe Zitronengelb. Haptisch erinnert sie etwas an die Orange, bricht deren bewährte, aber etwas altbacken wirkende Kugelform aber durch eine distinktive Streckung auf. Die Schale macht ihren Job gut, beschert der Frucht aber die gleichen Probleme wie der Orange: Als zusätzliches Werkzeug wird mindestens ein Messer benötigt. Profis nutzen auch gern eine Zitruspresse und eventuell einen Zester.

Die Handhabung ist damit weniger komfortabel als beispielsweise beim Apfel, zumal Kerne, sofern vorhanden, auch noch ziel- und planlos im gesamten Fruchtfleisch verteilt sind.

Etwas überrascht waren wir aufgrund des Vitamin-C-Gehalts der Zitrone, der sich auf lediglich 52 Milligramm auf 100 Gramm Gesamtmasse beläuft, entgegen weit verbreiteter Meinung keinen Rekord aufstellt und sich stattdessen nicht nur dem Spitzenreiter in dieser Disziplin, der Kiwi, geschlagen geben muss, sondern auch von der Erdbeere übertrumpft wird.

Ananas

Bei der Ananas stellt sich sofort die Gretchenfrage, die für viele noch heikler ist als die Frage nach der Religion oder dem Lieblings-Fußballverein: Gehört Ananas auf die Pizza oder nicht? Da wir unser gutes Arbeitsklima in der Redaktion nicht auf einen Schlag zerstören wollten, haben wir auf die interne Diskussion darüber verzichtet und überlassen jedem selbst die Antwort.

Je nach Sorte konkurriert die Ananas mit der Wassermelone um den Titel des größten Testkandidaten. Allein deswegen eignet sie sich schon nicht als Obst für unterwegs, und wer doch genug Platz im Rucksack hat, müsste auch noch ein Messer mitnehmen oder die Ananas schon daheim schneiden und verpacken – beides ist nicht so toll und kein Vergleich zum Komfort eines Apfels oder einer Banane.

Überhaupt sollte man beim Schneiden aufpassen, denn am stachelartigen Blattrand ist die Verletzungsgefahr groß, nicht nur für Kinder. Ist man damit fertig und unverletzt geblieben, so ist das Ergebnis doch eher ernüchternd: Von der einst rustikalen und majestätischen Frucht bleibt vergleichsweise wenig Essbares übrig, und das brennt dann auch noch auf der Zunge. Schade!

Für die Ananas spricht letztendlich nur der süß-aromatische Geschmack und der recht hohe Vitamin-C-Gehalt von 47,8 Milligramm auf 100 Gramm.

Cantaloupe-Melone

Etikettenschwindel? Die Cantaloupe-Melone gehört zu den Honigmelonen, und auch wenn der Name der Reihe Gegenteiliges vermuten lässt, enthalten die Produkte in Wahrheit gar keinen Honig. Dass dennoch mit dem Bienenerzeugnis geworben wird, macht uns zunächst etwas stutzig – ist das Obst denn so schlecht, dass es sich mit fremden Federn schmücken muss?

Wir beginnen mit dem Test und stellen fest: Eigentlich nicht. Die Cantaloupe-Melone zeichnet sich durch ein angenehmes, exotisches Aroma aus und beweist dabei eine satte Portion eigenen Charmes. Der Geschmack ist exotisch, mild süß und aromatisch, gleichzeitig jedoch nicht zu aufdringlich. Während die Cantaloupe-Melone wie ihr Schwestermodell Wassermelone die runde Form beibehält, bricht sie mit deren Kern-Konventionen – und das mit Erfolg: Die Samen sind stärker auf die Mitte der Melone konzentriert und werden weitgehend separat vom Fruchtfleisch aufbewahrt, was das Essen deutlich erleichtert und das Risiko einer klebenden Sauerei mindert.

Auch sonst merkt man der Cantaloupe-Melone den Fokus des Herstellers an, der bei der Entwicklung sichtlich auf Entschlackung und einer verbesserten Handhabung lag. So ist die Cantaloupe-Melone kleiner als die Wassermelone, was den Transport erleichtert und einen deutlich komfortableren Verzehr erlaubt. Hinzu kommt die neue Oberflächenstruktur, die den Grip erhöht und so ebenfalls zum besseren Halt beiträgt.

Freunde kompromisslos voluminöser Fruchtmassen könnten allerdings enttäuscht sein – für sie bleibt die Wassermelone klar die geeignetere Wahl. Auch beim Design dürften sich die Geister scheiden: Die einen loben die innovative Oberflächenstruktur und die neue Farbvariante »Orange«, andere hingegen vermissen die glatte Schalte und monieren die farbliche Ähnlichkeit des Fruchtfleischs mit dem des Kürbis.

Auch wenn die Handhabung tatsächlich verbessert wurde und wir die Produktdiversifikation der Melonen-Serie klar begrüßen, sehen wir bei der Cantaloupe-Melone noch immer Luft nach oben. Mit einem Gewicht von durchschnittlich 1–2 kg, der relativ schlecht verstaubaren Form und der unverändert harten Schale bleibt die Melone auch in der Cantaloupe-Version für Outdoor-Aktivitäten kaum geeignet.

Über das Fehlen echten Honigs in der Rezeptur schauen wir wohlwollend hinweg – für vegane Ernährung kommt die Cantaloupe-Melone dadurch überhaupt erst in Frage. Ein Einzug in unsere Empfehlungen gelingt der rauen Kugel trotz insgesamt guter Leistungen aufgrund der starken Konkurrenz allerdings nicht.

Rote Johannisbeere

Die Johannisbeere gibt es in zwei Editionen: rot und schwarz. Die beliebte Farbkombination kennt man bereits von anderen erfolgreichen Produkten wie Spielkarten, Ferraris und Marienkäfern. Was zunächst lediglich wie eine reine Design-Entscheidung wirkt, spielt im Fall der Johannisbeere jedoch eine entscheidende Rolle, denn die beiden Modelle unterscheiden sich auch jenseits optischer Raffinesse.

Gemeinsam haben beide zuerst einmal die Wuchsgröße und den generellen Aufbau. Die Früchte sind rund und selbst im Vergleich zu anderen Beeren sehr klein – und mit Schwergewichten wie der Wassermelone kann eine Johannisbeere erst recht nicht mithalten, wenn es um schiere Präsenz geht. Außerdem benötigt man durch den Formfaktor nicht nur eine oder zwei Früchte für eine Portion, sondern gleich Dutzende.

Auf der Habenseite stehen eine hohe Mobilität und ein herausragender Komfort beim Aufteilen der Früchte – eine klassische Stärke von Beeren, die auch die Johannisbeere brillant umsetzt. Uns gefällt auch, dass beim Konsum auf zusätzliches Werkzeug verzichtet werden kann: Die Schale ist – auch das ist beerentypisch – sehr dünn und essbar.

Größere Unterschiede zeigen sich jedoch beim Geschmack und bei der Zusammensetzung. Wir haben die rote Version getestet, die sich fruchtig-aromatisch gibt. Die zart-süße Note wird dabei von einer mittelstarken Säure begleitet, die je nach Reifegrad der Beere mal mehr, mal weniger intensiv zum Tragen kommt. Schwarze Johannisbeeren (hier nicht getestet) gelten als vergleichsweise herber im Geschmack.

Im Gegensatz zur schwarzen Edition ist die rote Johannisbeere selbstfruchtbar und dadurch potenziell günstiger im Anbau. Leider merkt man der Frucht ihren Sparkurs jedoch auch an: Die rote Budget-Variante enthält weniger Spurenelemente und Vitamine als die dunklere Schwester. Besonders Freunde eines gepflegten Vitamin-C-Füllhorns sollten von der roten Johannisbeere Abstand nehmen: Während die schwarze Beere mit ca. 175 mg pro 100 Gramm regelrecht unseren Vergleich sprengt, erreicht die rote Frucht mit ca. 35–40 mg gerade einmal das Mittelfeld.

Da die Haltbarkeit beider Varianten mit nur wenigen Tagen zudem äußerst gering ausfällt, sehen wir von einer Empfehlung ab – auch wenn die Johannisbeere durchaus auch ihre Vorzüge hat.

Nektarine

Befragt man Google zur Nektarine, erscheint mitunter als erstes die Frage, was der Unterschied zum Pfirsich ist. Genau da liegt dann auch schon das Problem: Die Nektarine hat so wenig Alleinstellungsmerkmale, dass sie in der riesigen Produktauswahl einfach untergeht.

Die Antwort auf die Google-Frage lautet übrigens, dass die Nekatrine wohl eine Mutante – ein Rip-off quasi – des Pfirsichs ist. Lediglich durch die Schale, die bei der Nektarine glatt und beim Pfirsich leicht pelzig ist, kann man diese Öbster (Obstis? Obsten? Obstusse?) überhaupt optisch auseinanderhalten. Und vom Original kopieren kann ja wohl jeder!

Geschmacklich kann die Nektarine zwar etwas säuerlicher ausfallen als der Pfirsich, das hilft dem Trittbrettfahrer aber in der Wertung auch nicht mehr weiter – dass sie sich beim Transport etwas länger hält, ist auch nicht wirklich ein Kunststück. Wenn man schon eine andere, langweilige Steinobstsorte nachahmt, sollte man im Produktdesign wenigstens darauf achten, dass das Endergebnis nicht noch unterdurchschnittlicher herauskommt.

Pfirsich

An und Pfirsich (Verzeihung, es juckte förmlich in den Fingern) ist hier nichts auszusetzen. Dafür, dass der Pfirsich vom Internet mittlerweile als Emoji symbolisch degradiert wird, kann er ja wohl auch nichts. Leider macht einem Social Media hier wie so oft vollkommen falsche Versprechungen, denn der Pfirsich wirkt im Internet deutlich interessanter, als er im wahren Leben ist: weiche, pelzige Schale, dicker Kern. Sonderlich viele nützliche Zusatzfunktionen bekommt man hier nicht, der Pfirsich konzentriert sich auf das Wesentliche.

Zwar bietet der Pfirsich mit seinen saftig-süßen Aromen durchaus einen geschmacklichen Mehrwert, doch beim Transport erleidet er schneller Dellen, als man »Obstsalat« sagen kann. Hier würden wir doch eher zum robusteren Apfel greifen. Geschmacklich viel besser macht sich der Pfirsich übrigens in Eistee. Wie viel vom gesunden Obst dort überhaupt drin ist, ist zwar fraglich, untermauert aber unseren Punkt: Wenn der künstliche Geschmack eines Obstes besser mundet als das Obst selbst, so stimmt etwas nicht.

So haben wir getestet

In unseren Obst-Test haben wir die gesammelte Expertise und Erfahrung aus der gesamten Redaktion einfließen lassen. Zusätzlich haben wir uns nochmal die gesamte Obstpalette ins Haus geholt und die Früchte fotografiert, aufgeschnitten und verkostet.

Der Geschmack der 21 getesteten Obstsorten war für uns nur eins von vielen Kriterien, da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind. Darüber hinaus haben wir auf einfache Handhabung, lange Haltbarkeit und gute Transporttauglichkeit geachtet.

Ebenso haben wir den Vitamin-C-Gehalt aller Früchte verglichen und auch das Äußere beurteilt – das Auge isst schließlich mit. Für die abschließende Bewertung spielt nicht zuletzt der Preis eine gewichtige Rolle.

Die wichtigsten Fragen

Welches ist das beste Obst?

Das beste Obst ist die Banane. Sie überzeugt mit einem wiedererkennbaren, ansehnlichen Design, großartiger Handhabung und langer Haltbarkeit. Aber auch andere Obstsorten in unserem Test sind empfehlenswert.

Für was eignet sich Obst?

Obst kann man essen, weiterverarbeiten, fotografieren und künstlerisch interpretieren. Auch die Verwendung als Wurfgeschoss ist streckenweise verbreitet, davon raten wir aufgrund der Verletzungsgefahr und der juristischen Situation aber klar ab.

Muss ich Obst vor dem Verzehr kochen?

Viele Obstsorten können gekocht oder gebacken werden, notwendig ist das jedoch nicht. Auch der Verzehr roher Früchte ist gesundheitlich unbedenklich.

Was ist der Unterschied zwischen Obst und Gemüse?

Die Grenze zwischen Obst und Gemüse ist fließend. Üblich ist die Unterscheidung, dass Obst die Früchte von Pflanzen beschreibt und Gemüse andere Teile, etwa Wurzeln und Stiele.

Gehört Ananas auf Pizza?

Die meisten Pizza-Varianten verzichten auf Ananas, doch es gibt eine Ausnahme: die Pizza Hawaii. Entnimmt man dort die Ananas, wird sie zu einer herkömmlichen Schinkenpizza.

Soll das ein Witz sein?

Ja. Zwar ist Obst wie auch Humor ein erstes Thema, in der Redaktion war es uns den Spaß aber wert – ob man das mag, muss jeder für sich entscheiden.

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