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E-Bike für Touren Test: E Bike Für Touren Aufmacher 2 Fahrrad Foto: kegfire / Adobe Stock

Das beste E-Bike für Touren

Aktualisiert:
Letztes Update: 19. Juni 2026

Wir haben alle E-Bikes für Touren aus unserem Test Das beste E-Bike in diesen neuen Einzelartikel verschoben.

Außerdem haben wir zwei weitere E-Bikes für Touren getestet. Unser neuer Testsieger ist das Kalkhoff Endeavour 3 Excite, eine neue Empfehlung ist das Rose Mayor Plus 3. Das Canyon Pathlite Onfly 8 bleibt eine Empfehlung aus dem bisherigen Haupttest.

Ob alleine oder mit Freunden: E-Bikes sind die optimalen Gefährten, um auch mal längere Strecken zurückzulegen, neue Landschaften zu erkunden und in andere Städte zu radeln. 50, 60, 70 Kilometer oder mehr – was mit einem herkömmlichen Rad bisher eine echte Strapaze war, ist mit einem elektrifizierten Gefährt ein Genuss.

Genau für solche Einsatzszenarien eignen sich Tourenräder optimal. Sie bieten eine Mischung aus Sportlichkeit und Komfort und lassen die Fahrradfahrer entspannter am Ziel ankommen.

Wir haben 13 E-Bikes für Touren getestet und verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen. Bei den Rädern haben wir darauf geachtet, wie sich diese im Alltag schlagen, welche Motorisierung sinnvoll ist und auf welche Ausstattungsdetails Sie auf keinen Fall verzichten sollten.

Kurzübersicht

Testsieger

Kalkhoff Endeavour 3 Excite

Mit diesem leistungsstarken Allrounder kommen Sie fast überall hin: Das Kalkhoff Endeavour 3 Excite fährt sich superdynamisch und überzeugt durch hohen Sitzkomfort.
E-Bike für Touren Test: E Bikes Juni2026 Kalkhoff Endeavour 3 Excite Klein
  • Sehr gutes Fahrverhalten, durchzugsstark
  • Robuster Rahmen
  • Angenehm gefedert
  • Ausdauernder Akku
  • Überzeugendes Display, gutes Bedienkonzept
  • Recht schwer
  • Kein Schnellverschluss am Sattel

Ein sattes Drehmoment von 120 Newtonmetern liefert das Kalkhoff Endeavour 3 Excite und ist damit das ideale Tourenrad von Nordsee bis Alpen. Der bequeme Sattel und der individuell verstellbare Lenker unterstützen entspanntes Radeln auf Asphalt und Waldwegen. Der Akku ist nahezu unsichtbar im Rahmen integriert, und für fast jede Körpergröße ist eine passende Rahmengröße verfügbar.

Starke Scheibenbremsen bringen das Velo flott zum Stehen. Das farbige Display ist sehr auskunftsfreudig und liefert übersichtlich angeordnet unverzichtbare Informationen. Ob kurzer Städtetrip oder langer Ausflug, mit dem Kalkhoff hat man einen zuverlässigen Begleiter auf zwei Rädern, der zudem noch bezahlbar ist.

Mit Automatik

Rose Mayor Plus 3

Schluss mit manuellem Schalten: Das Rose Mayor Plus 3 kümmert sich um den Gangwechsel in Eigenregie, hat viel Power und bietet superbequemen Sitzkomfort.
Rose Mayor Plus 3
  • Sehr gutes Fahrverhalten, Automatik
  • Robuster Rahmen
  • Angenehm gefedert
  • Ausdauernder Akku
  • Überzeugendes Display, gutes Bedienkonzept
  • Recht schwer
  • Automatikschaltung trifft nicht immer die optimale Trittstufe
  • Kein Schnellverschluss am Sattel

Verschmutzte Hosen waren gestern, nie mehr Probleme mit einer fettigen Kette: Das Rose Mayor Plus 3 fährt mit Carbonriemen und schaltet automatisch. So kann man sich voll und ganz auf die Landschaft konzentrieren. Sattel- und Lenkergeometrie verdienen sich Bestnoten, der Motor hat ausreichend Power und das Bedienkonzept mit ansprechendem Display begeistert.

Sattel mit Fernsteuerung

Canyon Pathlite Onfly 8

Fernlicht, komfortabel höhenverstellbarer Sattel und optionaler Zusatzakku: Das Canyon Pathlite Onfly 8 bietet interessante Extras und hohen Fahrspaß.
E-Bike für Touren Test: Canyonpathliteonfly8
  • Komfortables Fahrverhalten
  • Ergonomie: Bequemer Sattel, verstellbarer Lenker
  • Zusatzakku erhältlich
  • Gute Bremsen
  • Sattel vom Lenkrad aus höhenverstellbar
  • Hauptakku mit nur 400 Wh

Für sportliche Fahrer, die die Landstraße auch mal verlassen wollen, bietet das Canyon Pathlite Onfly 8 pfiffige Features: Den Sattel kann man vom Lenker aus komfortabel in der Höhe verstellen, das zusätzliche Fernlicht erhöht nachts die Sicherheit, und wer längere Strecken zurücklegen will, kann einen Zusatzakku in der Größe einer Getränkedose andocken. Bei all dem bleiben Fahrspaß, Verarbeitungsqualität und Fahrkomfort nicht auf der Strecke.

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Testsieger
E-Bike für Touren Test: E Bikes Juni2026 Kalkhoff Endeavour 3 Excite Klein
Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Mit Automatik
Rose Mayor Plus 3
Rose Mayor Plus 3
Sattel mit Fernsteuerung
E-Bike für Touren Test: Canyonpathliteonfly8
Canyon Pathlite Onfly 8
Preistipp
E-Bike für Touren Test: E Bikes Oktober2026 Rockrider E Actv 900 Lf
Rockrider E-ACTV 900 LF
E-Bike Test: E Bikes Mai2023 Gazelle Ultimate T10 Klein
Gazelle Ultimate T10 HMB
E-Bike Test: Fischer Viator 6.0i
Fischer Viator 6.0i
E-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano Klein
BZEN Milano
E-Bike Test: Ebikes Mai2024 Riese Und Müller Charger4 Gt Vario Core
Riese & Müller Charger 4 GT Vario Core
E-Bike Test: Ebikes Mai2024 Victoria Utilyon3
Victoria Utilyon 3
Riese & Müller Delite 5
Testsieger
Kalkhoff Endeavour 3 Excite
E-Bike für Touren Test: E Bikes Juni2026 Kalkhoff Endeavour 3 Excite Klein
  • Sehr gutes Fahrverhalten, durchzugsstark
  • Robuster Rahmen
  • Angenehm gefedert
  • Ausdauernder Akku
  • Überzeugendes Display, gutes Bedienkonzept
  • Recht schwer
  • Kein Schnellverschluss am Sattel
Mit Automatik
Rose Mayor Plus 3
Rose Mayor Plus 3
  • Sehr gutes Fahrverhalten, Automatik
  • Robuster Rahmen
  • Angenehm gefedert
  • Ausdauernder Akku
  • Überzeugendes Display, gutes Bedienkonzept
  • Recht schwer
  • Automatikschaltung trifft nicht immer die optimale Trittstufe
  • Kein Schnellverschluss am Sattel
Sattel mit Fernsteuerung
Canyon Pathlite Onfly 8
E-Bike für Touren Test: Canyonpathliteonfly8
  • Komfortables Fahrverhalten
  • Ergonomie: Bequemer Sattel, verstellbarer Lenker
  • Zusatzakku erhältlich
  • Gute Bremsen
  • Sattel vom Lenkrad aus höhenverstellbar
  • Hauptakku mit nur 400 Wh
Preistipp
Rockrider E-ACTV 900 LF
E-Bike für Touren Test: E Bikes Oktober2026 Rockrider E Actv 900 Lf
  • Preiswert
  • Gute Automatik
  • Voll ausgestattet
  • Solider Motor
  • Ausdauernder Akku
  • Schlechte Federung
  • Recht schwer
Gazelle Ultimate T10 HMB
E-Bike Test: E Bikes Mai2023 Gazelle Ultimate T10 Klein
  • Sehr gutes Fahrverhalten
  • Kraftvoller Motor
  • Ergonomie: Bequemer Sattel, verstellbarer Lenker
  • Sehr gute Bremsen
  • Hohe Reichweite
  • Recht schwer
  • Kein Schnellverschluss am Sattel
Fischer Viator 6.0i
E-Bike Test: Fischer Viator 6.0i
  • Angenehmes Fahrverhalten
  • Sehr kraftvoller Motor
  • Sehr gute Ausstattung
  • Hohe Akkukapazität
  • Robuste Verarbeitung
  • Recht schwer
BZEN Milano
E-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano Klein
  • Leicht
  • Komfortables Fahrverhalten
  • Nicht als E-Bike zu erkennen
  • Zwei Akku-Varianten erhältlich
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Unbequeme Sitzposition
  • Zubehör wie Ständer, Schutzbleche und Gepäckträger müssen separat erworben werden
  • Akku fest verbaut
  • Keine Federgabel, kein Schnellverschluss am Sattel
  • Recht geringe Reichweite
Riese & Müller Charger 4 GT Vario Core
E-Bike Test: Ebikes Mai2024 Riese Und Müller Charger4 Gt Vario Core
  • Stufenlose Nabenschaltung (Riemenantrieb)
  • Ergonomie: Bequemer Sattel
  • Große Reichweite
  • ABS gegen Aufpreis
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Recht schwer
  • Stufenlose Nabenschaltung träger als Kettenschaltung
  • Kein Schnellverschluss am Sattel
  • Teuer
Victoria Utilyon 3
E-Bike Test: Ebikes Mai2024 Victoria Utilyon3
  • Kraftvoller Motor
  • Starker Akku
  • Ergonomie: Bequemer Sattel, verstellbarer Lenker
  • Stufenlose Nabenschaltung (Riemenantrieb)
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Recht schwer
  • Geringer Federungs­komfort
  • Stufenlose Nabenschaltung träger als Ketten­schaltung
  • Kein Schnellverschluss am Sattel
  • Teuer
Riese & Müller Delite 5
Rahmengröße
M, L, XL
S, M, L
M (bis 1,80 Meter), L (ab 1,80 Meter)
S, M, L
46, 49, 53, 57, 61, 65
Rahmenhöhe 50 und 55 cm
Medium (54 cm; von 165-180 cm)
Large (57 cm; von 175 – 195 cm)
von 1,60 bis 2,00 m geeignet (je nach Rahmengröße)
S, M, L (48, 52, 56 cm)
M, L, XL
Schaltung
Kette, 11-Gang
Riemenantrieb
Kette, 12-Gang
stufenlose Automatik
Shimano 10-Gang
Kette, 10-Gang
Kette, 9-Gang
stufenlose Nabenschaltung, Riemenantrieb
stufenlose Nabenschaltung, Riemenantrieb
stufenlose Nabenschaltung, Riemenantrieb
Antrieb
250 Watt
250 Watt
250 Watt
250 Watt
250 Watt
250 Watt
250 Watt
250 Watt
250 Watt
250 Watt
Newtonmeter
120
85
55
65
75
90
45
85
85
85
Akkukapazität
600
750 Wh
400 Wh, optioner Zusatzakku mit 250 Wh
694 Wh
500 oder 625 Wh
504 Wh
252 Wh oder 360 Wh
625 Wh
750 Wh
800 Wh
Reichweite
70 bis 160 km
70 bis 180 km
max. 85 km (ohne Zusatzakku)
50 bis 130 km
max. 130 bzw. 155 km
50 bis 120 km
35 bis 90 km
max. 120 km
max. 180 km
Bremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
hydr. Scheibenbremse
Display
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja (Akkustand und Fahrmodus)
ja
ja
ja
Gewicht
29 Kilo
30,1 Kilo
21,3 Kilo
26 Kilo
24,3 Kilo
26 Kilo
15,8 Kilo
29,6 Kilo
28,9 Kilo
32,9 Kilo

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Alle Infos zum Thema

Ab auf Tour: Mit diesen E-Bikes klappts am besten

E-Mountainbikes sind für schweres Gelände, E-Citybikes eignen sich perfekt für Fahrten in der Stadt und zum Einkaufen. E-Bikes für Touren liegen konzeptionell genau dazwischen. Mit ihnen kann man wunderbar viele Kilometer auf Landstraßen absolvieren, aber auch Wald- und Feldwege stellen kein Problem dar, denn ein gutes Tourenrad ist robust konzipiert und hält das locker aus. Beim Kauf sollte man speziell auf Motor, Akku, Geometrie und Ausstattung achten.

E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Kalkhoff Endeavour 5+ Move
Das Zusammenspiel aus Sattelhöhe und Lenkerposition spielt bei einem E-Bike für längere Touren eine entscheidende Rolle.

Sitzposition und Rahmengeometrie

Wer mit einem E-Tourenrad zu einem Ausflug aufbricht, der weiß, dass er wahrscheinlich viele Stunden im Sattel verbringen wird. Aus diesem Grund sind die Sitzposition, der Sattel und die Geometrie des Rahmens entscheidend für Komfort und Langstreckentauglichkeit. Nichts ist schlimmer, als wenn nach kurzer Zeit der Rücken schmerzt und der Nacken verspannt ist.

Für die meisten Tourenfahrer ist eine aufrechte bis leicht sportliche Sitzposition optimal. Je aufrechter man sitzt, desto effektiver werden Rücken, Nacken und Handgelenke entlastet. Man genießt eine bessere Übersicht. Allerdings leidet die Aerodynamik, weshalb das Radeln bei Gegenwind anstrengender wird.

Ist man leicht nach vorne geneigt, steigert dies die Effizienz auf langen Strecken. Das Lenkverhalten verbessert sich durch den größeren Druck auf das Vorderrad. Die Belastung für Rücken und Hände ist jedoch größer. Ein Kompromiss aus beiden Haltungen ist in der Regel optimal. Ganz wichtig, um dies zu erreichen: Der Lenker muss sich nicht nur in der Höhe verstellen lassen, sondern auch im Winkel. Dies erreicht man durch einen Lenkervorbau, den es teilweise bereits ab Werk gibt, den man aber auch kostengünstig nachrüsten kann. Griffe mit einer größeren Auflagefläche für die Handballen sind ebenfalls zu empfehlen.

E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Kalkhoff Endeavour 5+ Move
Mittelmotoren sind für E-Tourenräder die optimale Wahl.

Auf die Rahmengeometrie wirkt sich ein langes Steuerrohr positiv aus. Denn dieses bringt den Lenker nach oben und ermöglicht dadurch eine entspanntere Haltung.

Der Abstand zum Lenker sollte nicht zu groß bzw. zu lang ausfallen. Eine gestreckte Haltung ist zu belastend. Sitzt man zu nah am Lenker, ist die Gewichtsverteilung allerdings nicht optimal, das Fahrgefühl ist dann eingeengt. Auch hier muss man verschiedene Setups mit Hilfe des Lenkervorbaus einfach ausprobieren.

Bei einem Tourenrad empfehlen wir einen längeren Radstand. Dies garantiert mehr Laufruhe und Stabilität, speziell mit Gepäck. Zu dieser gewünschten Stabilität trägt ein flacherer Lenkwinkel ebenfalls bei.

Bei einer Probefahrt sollte man darauf achten, dass man entspannt an die Griffe des Lenkers kommt, ohne Schmerzen in den Handgelenken oder im Nacken zu verspüren. Der Sattel sollte weich, ausreichend breit und lang genug sein. Während der Fahrt sollte man ganz entspannt über die Schulter schauen und das Rad auch mal mit einer Hand kontrollieren können.

Da man auf Touren gerne mit Gepäck reist, ist ein stabiler Gepäckträger wichtig. Sollten Sie mit Gepäcktaschen unterwegs sein, dürfen Sie diese nicht mit den Fersen berühren.

Der richtige Motor

Bei einem Tourenrad sollten Sie beim Motor nach Möglichkeit zu einem Mittelmotor greifen. Im Vergleich zu einem Hinterradmotor vermittelt Ihnen dieser ein natürlicheres Fahrgefühl, die Gewichtsverteilung ist besser. Außerdem profitieren Sie von höherer Effizienz an Bergen, Reifenwechsel auf der grünen Wiese sind zudem einfacher. Bosch, Yamaha, Shimano und Brose sind bekannte Markenhersteller.

Der zweite wichtige Faktor neben der Bauform des Motors ist dessen Drehmoment. Dieses entscheidet darüber, wie kräftig der Motor unterstützt und anschiebt. 40 bis 55 Newtonmeter sollte man nur in superflachen Regionen für leichte Touren nehmen. Für Steigungen hat man hier keine Reserven. 60 bis 75 Newtonmeter eignen sich für Allrounder und mittelschwere Touren. Wer Steilstücke hat oder auf langen Etappen auch mal Kräfte sparen will, ist mit 85 Newtonmetern und mehr optimal unterwegs. Dann profitiert man von einer ordentlichen Brise Rückenwind.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Fischer Viator6.0i
Optisch am besten sieht es aus, wenn der Akku im Rahmen integriert ist. Zum Aufladen sollte er sich entnehmen lassen.

Achten Sie beim E-Bike-Kauf unbedingt auf einen Motor mit Drehmomentsensor. Dieser misst Tretkraft, Trittfrequenz und Geschwindigkeit, die Unterstützung des Motors fühlt sich dann deutlich feinfühliger und natürlicher an. Einfache Systeme reagieren oft nur darauf, wenn sich die Kurbel bewegt. Das Ergebnis fühlt sich dann weniger harmonisch an.

Ein guter Motor sollte unter Belastung keinesfalls durch eine unangenehme Lautstärke auffallen. Dies können Sie nur durch eine Probefahrt herausfinden. Niemand will ein stundenlanges Surren ertragen müssen.

Worauf Sie beim Akku achten müssen

Wie weit Sie mit einer Akkuladung kommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von Unterstützungsstufe, Fahrergewicht, Gepäck, Höhenmetern, Reifendruck, Wind und Temperatur. Die Kapazität des Akkus wird in Wattstunden (Wh) angegeben.

Wir empfehlen 750 Wh oder mehr. Somit haben Sie ausreichend Kapazität für lange Touren mit Gepäck, auch in bergigen Regionen. Akkus bis 500 Wh eignen sich nur für kürzere Ausflüge in flachem Gelände. 500 bis 750 Wh sind in Ordnung, aber auf langen Touren müssen Sie damit rechnen, dass Sie nur noch im Eco-Modus unterwegs sein dürfen, weil sonst der Akku zu schnell leer ist.

E-Bike Test: E Bikes August2025 Touroll Ma2
Markenhersteller wie Shimano liefern in der Regel die besten Schaltungen.

Zur groben Orientierung: Akkus mit 500 Wh reichen ungefähr für 50 bis 100 Kilometer, 625 Wh haben ausreichend Power für 70 bis 130 Kilometer, und mit 750 Wh kommt man zwischen 90 und 170 Kilometern weit.

Um beim Laden zu Hause und unterwegs maximal flexibel zu sein, sollte sich der Akku ohne Werkzeug aus dem Rahmen entnehmen lassen. Ansonsten benötigen Sie entweder eine Steckdose in der Nähe des Abstellplatzes oder Sie müssen das Velo zum Laden in die Wohnung oder in den Keller schleppen. Das nervt.

So schalten Sie richtig

Die Schaltung eines E-Tourenbikes sollte robust, präzise, möglichst wartungsarm und für hohe Drehmomente ausgelegt sein. Die Wahl fällt dabei zwischen Ketten- und Nabenschaltung. Kettenschaltungen sind leicht, bieten eine große Übersetzungsbandbreite für Berge und schnelle Abfahrten, zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad aus und garantieren eine einfache Ersatzteilversorgung. Allerdings sind sie wartungsintensiver und vergleichsweise empfindlich gegen Schmutz. Für Fahrer, die oft in hügeligem Terrain unterwegs sind, stellen Kettenschaltungen die erste Wahl dar.

Nabenschaltungen eignen sich eher für den Alltag und den städtischen Betrieb. Sie erlauben das Schalten im Stand, sind sehr wartungsarm und besser vor Dreck geschützt. Jedoch sind sie teurer in der Anschaffung und haben teilweise eine geringere Übersetzungsbandbreite.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Fischer Viator6.0i Bremse
Hydraulische Scheibenbremsen bremsen das E-Bike sicher ab.

Höherpreisige E-Bikes sind inzwischen öfter mit elektronischen Schaltungen ausgestattet. Da diese ohne mechanische Schaltzüge auskommen, entfallen Probleme mit Verschleiß. Elektronische Schaltungen arbeiten zudem sehr präzise und schnell, sie bieten einen Gewinn an Komfort, sind für Tourenfahrer jedoch keine echte Notwendigkeit.

Wer sich eine lange Lebensdauer ohne Wartung wünscht, sollte sich einmal E-Bikes mit Nabenschaltung und Riemenantrieb anschauen. Statt der Kette kommt ein Carbonriemen zum Einsatz. Durch den Verzicht auf Kettenöl sind saubere Hosenbeine garantiert. Doch Vorsicht: Viele Hersteller setzen im Zusammenspiel mit einem Riemenantrieb auf eine automatische Schaltung. Diese garantieren nicht immer, dass man im perfekten Gang unterwegs ist. Manuelles Schalten kommt den eigenen Vorlieben eher entgegen.

Bremsen und Federung

Ein E-Tourenrad sollte mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet sein. Wir empfehlen Scheibenbremsen mit einem Mindestdurchmesser von 180 Millimetern, damit das Velo sicher zum Stehen kommt. Da ein Tourenrad gerne mal 25 bis 30 Kilo oder sogar noch etwas mehr wiegt, sind starke Bremsen von Vorteil.

Um auch auf unebenem Terrain komfortabel unterwegs zu sein, sollte nicht nur der Sattel mit einer gefederten Sattelstütze ausgestattet sein. Auch eine Federgabel ist sinnvoll. Luftfedergabeln sind leichter und besser auf das Fahrergewicht einstellbar und damit für Tourenräder die bessere Wahl. Stahlfedergabeln sind hingegen günstiger und robuster, dafür aber schwerer und oft weniger fein abstimmbar.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Fischer Viator6.0i Display
Der Bordcomputer sollte einfach zu bedienen und leicht ablesbar sein.

Ist man überwiegend auf Asphalt und gut ausgebauten Wegen unterwegs, reicht ein Federweg zwischen 50 und 75 Millimetern. 80 bis 100 Millimeter genügen auch für Touren über Waldwege und Schotter. Mehr als 100 Millimeter Federweg benötigt man nur, wenn man auch im Gelände fahren möchte.

Eine Sperrfunktion (Lockout) verhindert das Wippen auf Asphalt und bei Anstiegen. Achten Sie darauf, dass die Gabel nach Schlägen kontrolliert zurückfedert. Modelle mit einstellbarer Zugstufe bieten mehr Komfort und Kontrolle.

Was sonst noch wichtig ist

Jedes E-Tourenrad sollte mit einem Display ausgestattet sein. Wichtige Basisinformationen, die man über das Display ablesen kann, sind Geschwindigkeit, die restliche Akkukapazität, die Reichweite und die gewählte Trittstufe. Je nach Modell kann man sich zusätzlich die Trittfrequenz, Höhenmeter und die per App eingestellte Navigation einblenden lassen.

Die Bedienung erfolgt über Tasten in der Nähe des Displays oder eine separate Bedieneinheit. Wir empfehlen Modelle, bei denen man die Hände nicht vom Lenker nehmen muss. Außerdem präferieren wir Lösungen, die vollständig autark und ohne Smartphone arbeiten.

Unabdingbar für lange Fahrten ist eine komplette Alltagsausstattung, bestehend aus Front- und Rückbeleuchtung, Reflektoren, Schutzblechen, Gepäckträger, Kettenschutz und Seitenständer. Ausreichend breite Reifen (ab 50 Millimetern) fahren sich nicht nur auf Kopfsteinpflaster komfortabler, sie sind robuster und nehmen es auch nicht übel, wenn man mal eine Bordsteinkante oder Straßenbahnschienen übersieht.

Unser Favorit

Testsieger

Kalkhoff Endeavour 3 Excite

Mit diesem leistungsstarken Allrounder kommen Sie fast überall hin: Das Kalkhoff Endeavour 3 Excite fährt sich superdynamisch und überzeugt durch hohen Sitzkomfort.
E-Bike für Touren Test: E Bikes Juni2026 Kalkhoff Endeavour 3 Excite Klein
  • Sehr gutes Fahrverhalten, durchzugsstark
  • Robuster Rahmen
  • Angenehm gefedert
  • Ausdauernder Akku
  • Überzeugendes Display, gutes Bedienkonzept
  • Recht schwer
  • Kein Schnellverschluss am Sattel

Der nächste lange Ausflug kann kommen! Mit dem Kalkhoff Endeavour 3 Excite sind die meisten Radler optimal für leichte und anspruchsvolle Touren auf Landstraßen sowie Feld- und Waldwegen gewappnet. Das enorm leistungsstarke E-Bike ermöglicht extrem entspanntes und souveränes Fahren, ist super robust gebaut und gewährleistet hohen Bedienkomfort. Das Kalkhoff eignet sich nicht nur als Tourenrad, sondern macht auch im Alltag, bei Fahrten in die Stadt und zum Einkaufen eine tolle Figur.

Kalkhoff bietet das Endeavour 3 Excite in den beiden Rahmen-Konfigurationen »Diamond« und »Wave« an. »Wave« ist ein komfortabler Tiefeinsteiger, während es sich bei der von uns getesteten Variante »Diamond« um ein klassisches Herrenrad mit Querstrebe handelt. Zur Auswahl stehen die Farben Jetgrey matt und Polarblue matt. Für nahezu jeden Radler gibt es das E-Bike in der passenden Größe. M passt für Körpergrößen von 160 bis 186 Zentimetern, L eignet sich für Radler von 174 bis 191 Zentimetern und XL ist für 187 bis 196 Zentimeter konzipiert.

Das Endeauvour 3 Excite ist auf 29 Zoll großen Rädern und universellen Schwalbe-Reifen unterwegs. Diese eignen sich gleichermaßen für glatten Asphalt wie auch für holprige Wald- und Feldwege. Die Pneus sind mit dem Pannenschutz-Level 5 von 7 ausgestattet. Schwalbe zufolge sind sie damit äußerst widerstandsfähig gegenüber scharfen Gegenständen auf der Straße. Mit der Breite von 55 Millimetern fällt der Reifen recht robust aus und steckt auch auf holprigem Untergrund einiges weg.

Auf Anhieb gefällt uns der Sattel. Der ist superweich, bietet guten Halt und sorgt dafür, dass man sein Gesäß auch nach mehrstündigen Touren nicht spürt. Leider fehlt ein Schnellverschluss. Dafür gibt es eine gefederte Sattelstütze aus Aluminium. Vorn hat Kalkhoff eine Teleskopgabel mit einem Federweg von 80 Millimetern verbaut. Schläge und Unebenheiten werden effektiv eliminiert, das Velo gleitet dadurch angenehm auch über unbefestigte Wege.

Der Lenker lässt sich an Körpergröße und Haltung anpassen

Ganz wichtig, gerade für größere Fahrradfahrer: Das Endeavour 3 Excite ist mit einem verstellbaren Lenkervorbau ausgestattet. So lässt sich der Lenker perfekt in der Höhe und in der Neigung anpassen – je nachdem, ob man lieber aufrecht oder in gekrümmter Haltung fährt. Die Kunststoffgriffe sind zudem angenehm ergonomisch geformt und erlauben eine optimale Verteilung des Drucks auf die Hände. Das vordere LED-Licht leuchtet ausreichend hell. Es lässt sich genauso wie das Rücklicht über den Bordcomputer einschalten. Im Rücklicht ist ein Bremslicht integriert. Den Strom bezieht die Beleuchtung vom Rad-Akku.

1 von 4
E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Rücklicht mit Bremslicht: Das Kalkhoff ist im Dunkeln von hinten gut zu sehen.
E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Die 11-Gang-Kettenschaltung arbeitet präzise und schnell.
E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Das Frontlicht leuchtet die Straße hell aus.
E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Der Gepäckträger ist sehr robust und schultert Gepäck für längere Touren.

Der Alurahmen zeichnet sich durch außergewöhnliche Stabilität und Verwindungssteifigkeit aus, hier klappert und vibriert nichts. Mit 29 Kilogramm inklusive Akku ist das Kalkhoff kein Leichtgewicht. Das Tragen des Rads in eine höhere Etage bereitet wenig Freude. Der Akku lässt sich zum Laden oben aus dem Rahmen herausnehmen und kann abgeschlossen werden. Die Ladebuchse am Rad selbst ist gut zu erreichen und wird durch eine Klappe vor Feuchtigkeit geschützt.

Die meisten Kabel sind sauber in den Rahmen integriert. Auch die Kette ist gut geschützt, damit es keine schmutzige Hose gibt. Ausgeliefert wird das Kalkhoff inklusive Ständer und robustem Gepäckträger. Dieser hat eine Traglast von bis zu 27 Kilo und eignet sich damit problemlos für die alltäglichen Einkäufe. Ein Rahmenschloss ist ebenfalls fest verbaut.

Das Tourenrad darf mit insgesamt 150 Kilo belastet werden. Gegen einen Aufpreis von 99 Euro erhält man den sogenannten Front-Carrier. Dieser Frontgepäckträger wiegt nur etwas mehr als ein Kilo und schultert bis zu 10 Kilo.

Akku und Motor

Beim Motor bedient sich Kalkhoff im Bosch-Sortiment: Zum Einsatz kommt der Bosch Performance CX Smart System Antrieb. Der Mittelmotor verfügte zum Zeitpunkt unseres Tests noch über 100 Newtonmeter, durch ein Software-Update stehen jetzt sogar bärenstarke 120 Newtonmeter zur Verfügung. Der Mittelmotor ist mit Tretkraftsensor, Rotationssensor und Geschwindigkeitssensor ausgestattet. Geschaltet wird über eine 11-Gang-Kettenschaltung von Shimano. Die Gänge lassen sich leicht und schnell schalten, das System arbeitet sehr präzise.

E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Die Ladebuchse ist sicher unter einer Klappe geschützt und gut zu erreichen.

Der Bosch-Motor stellt vier Unterstützungsstufen und eine Schiebehilfe zur Verfügung. Im »Turbo«-Setting bekommt das Kalkhoff Flügel und schiebt den Fahrer wie von Geisterhand nach vorne. Auch stärkere Steigungen sind so überhaupt kein Problem. Im höchsten Gang kann man auch in der Ebene bei 25 km/h noch voll in die Pedale treten, ohne dass die Trittfrequenz unangenehm hoch wird. Die Abstimmung passt sehr gut. Mit dem maximalen Drehmoment von 120 Newtonmetern fühlt man sich auch in hügeliger Umgebung bestens aufgehoben.

Mehr als 100 Kilometer mit einer Ladung

Der Lithium-Ionen-Akku (Typ Bosch PowerTube 625) leistet 625 Wattstunden (Wh). Mit einer Ladung sollen im Zusammenspiel mit der geringsten Tretunterstützung Reichweiten von bis zu 115 Kilometern drin sein. Im Test hatte der Akku laut Display nach 60 Kilometern im Turbo-Modus ohne größere Steigungen noch eine Restkapazität von 51 Prozent, was ein toller Wert ist. Mit mehr als 100 Kilometern können Sie mit einer Akkuladung so ganz entspannt planen. Der Akku ist zudem bündig in den Rahmen integriert. Er kann zum Aufladen im Rahmen bleiben oder entfernt und mit in die Wohnung genommen werden.

E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Weich und komfortabel: Der Sattel des Endeavour 3 Excite erlaubt bequeme Touren.

Vorne und hinten hat das Kalkhoff jeweils 180 Millimeter große Bremsscheiben verbaut. Mit der Bremsleistung sind wir im Test sehr zufrieden. Die Bremsen lassen sich gut dosieren, sie sind ab Werk nicht zu weich und nicht zu hart eingestellt. Mit geringem Kraftaufwand bringt man das Zweirad schnell und sicher zum Stehen.

E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Auch hinten verzögert das Zweirad mit einer Scheibenbremse.

Bordcomputer

Das Display Kiox 300 stammt ebenfalls aus dem Hause Bosch. Es lässt sich flexibel am Lenker positionieren, der Neigungswinkel kann frei angepasst werden. Außerdem hat man die Möglichkeit, die Statusleiste mit Akku-Ladestand, Uhrzeit und Geschwindigkeit individuell zu konfigurieren.

Der Bildschirm ist auch im Hellen gut ablesbar. Zu den dargestellten Informationen gehören unter anderem Höhendaten, Anstieg, Leistungs-, Trittfrequenz- und Kalorienanzeige. Ebenso erfährt man, wie lange man bereits unterwegs ist, wie viele Kilometer man insgesamt und am jeweiligen Tag zurückgelegt hat. Die Übersichtlichkeit ist top!

E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Das Bosch-Display lässt sich gut ablesen und ist sehr informativ.

Damit man immer im richtigen Gang unterwegs ist, zeigt das farbige Display zudem über einen eingeblendeten Hinweis an, wann es Zeit wird, einen Gang hoch- oder runterzuschalten.

Bedient wird das Kalkhoff über eine kleine Steuereinheit. Über diese ist es unter anderem sehr komfortabel möglich, durch die Menüs auf dem Display zu blättern, das Licht einzuschalten und die Fahrmodi zu wechseln. Außerdem kann man die Schiebehilfe einschalten, die über eine sogenannte Hill-Hold-Funktion verfügt: Sie verhindert, dass das Rad an einem steilen Hang oder auf Treppen ungewollt zurückrollt.

E-Bike für Touren Test: E Tourenräder Kalkhoff Endeavour 3 Excite
Die Steuereinheit erlaubt eine intuitive Bedienung.

Besitzer eines Apple- oder Android-Smartphones können die eBike Flow-App installieren. So steuert man per Smartphone sämtliche E-Bike-Funktionen, außerdem nutzt man Navigation und Routenplanung, schützt das Velo vor Langfingern und ruft diverse Tour- und Fitnessdaten ab. Wichtig: Die App kann man als nette Spielerei nutzen, man braucht sie aber nicht. Alle Funktionen des Endeavour 3 Excite hat man über die Bedieneinheit und das Display im Griff.

Mit den zum Testzeitpunkt zur Verfügung stehenden 100 Newtonmetern (mittlerweile 120 Nm) hat das Velo Kraft ohne Ende, sodass man sich auch vor steilen Anstiegen nicht fürchten muss. Das Bike fährt dynamisch, aber nicht abrupt an. Auch mit 27 km/h kann man noch entspannt treten, ohne dass der Rhythmus nervt.

Die Sitz- sowie die Sattelposition gefallen uns richtig gut. Man radelt souverän und nicht verkrampft. Die Bremsen greifen sicher zu, die Schaltung legt die Gänge flott und sauber rein.

Das Kalkhoff Endeavour 3 Excite schnürt ein tolles Gesamtpaket: Es fährt sich ungemein entspannt und sicher, ist hochwertig verarbeitet, hat einen kraftvollen Motor und einen ausdauernden Akku, lässt sich unkompliziert bedienen und ist auf unterschiedlichen Terrains zu Hause. Das Kalkhoff ist der perfekte Allrounder für alle, die gerne in der Stadt und auf dem Land unterwegs sind. Es bietet ein absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kalkhoff Endeavour 3 Excite im Testspiegel

Die Stiftung Warentest hat zuletzt im April 2026 E-Bikes für die Stadt und Touren getestet. Unter den Touren-E-Bikes wurde das Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ getestet, das wir bislang noch nicht getestet haben. Aus der Modellreihe war das Endeavour 5+ Move lange unser Testsieger, es ist jedoch mittlerweile nicht mehr erhältlich.

Sollten weitere interessante Testberichte erscheinen, tragen wir die Ergebnisse an dieser Stelle nach.

Weitere Empfehlungen

Mit Automatik

Rose Mayor Plus 3

Schluss mit manuellem Schalten: Das Rose Mayor Plus 3 kümmert sich um den Gangwechsel in Eigenregie, hat viel Power und bietet superbequemen Sitzkomfort.
Rose Mayor Plus 3
  • Sehr gutes Fahrverhalten, Automatik
  • Robuster Rahmen
  • Angenehm gefedert
  • Ausdauernder Akku
  • Überzeugendes Display, gutes Bedienkonzept
  • Recht schwer
  • Automatikschaltung trifft nicht immer die optimale Trittstufe
  • Kein Schnellverschluss am Sattel

Kreide oder Sand – das Rose Mayor Plus 3 ist in zwei trendigen Farben erhältlich, außerdem in den drei Größen S, M und L. Damit werden laut Hersteller Körpergrößen zwischen 1,63 und 2 Metern abgedeckt. Mit etwas mehr als 30 Kilogramm ist dieses Tourenrad alles andere als ein Leichtgewicht.

E-Bike für Touren Test: E Tourenbike Juni2026 Rose Mayor 3
Rose liefert das Mayor Plus 3 inklusive kompletter Vollausstattung.

Dafür bekommt man ein Velo mit extrem steifem und stabilem Rahmen aus Aluminium. Dieser ist sicher und robust verstrebt, sodass man keine Vibration zu spüren bekommt. Der Sattel ist ausreichend groß dimensioniert, weich und per Sattelstütze gefedert. Den Lenker kann man in der Höhe und vom Winkel her anpassen. So findet jeder die optimale Geometrie und Sitzposition.

Beleuchtung, Schutzbleche und ein stabiler Gepäckträger gehören zur Ausstattung. Das Licht verfügt über eine Always-on-Funktion, ist also immer eingeschaltet. Im Rücklicht ist eine Bremslichtfunktion integriert. Der Lenker hat eine angenehme Breite, die Griffe haben eine breitere Auflage für die Handflächen, was den Komfort spürbar steigert.

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E-Bike für Touren Test: E Tourenbike Juni2026 Rose Mayor 3
Der Mittelmotor leistet ein maximales Drehmoment von 85 Newtonmeter.
E-Bike für Touren Test: Dsc02024
Der Gepäckträger ist mit bis zu 27 Kilo belastbar.
E-Bike für Touren Test: E Tourenbike Juni2026 Rose Mayor 3
Natürlich bremst das Rose auch hinten mit einer Scheibenbremse.

Als Motor ist der Bosch-Mittelmotor Performance Line CX mit 85 Newtonmetern verbaut. Ausreichend Energie liefert ein Bosch-Akku mit 750 Wh. Dieser lässt sich schnell herausnehmen, kann aber auch im Rahmen geladen werden. Eine klassische Schaltung gibt es nicht. Vielmehr schaltet das Mayor Plus 3 mit Riemenantrieb aus Carbon automatisch aus. Wie gut das funktioniert, verraten wir gleich.

Beim Display und bei der Bedieneinheit geht Rose glücklicherweise kein Risiko ein. Mit dem Kiox 300 von Bosch treffen wir hier einen alten Bekannten.

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E-Bike für Touren Test: Dsc02020
Das Bosch-Display liefert Informationen in Hülle und Fülle.
E-Bike für Touren Test: Dsc02007
Vorne ist das Tourenrad komfortabel gefedert.
E-Bike für Touren Test: E Tourenbike Juni2026 Rose Mayor 3
Das Rücklicht hat ein Bremslicht integriert.
E-Bike für Touren Test: Dsc02018
Pluspunkte: bequeme Griffe, intuitive Steuereinheit.

Die Schwalbe-Reifen machen auf festen Straßen eine genauso gute Figur wie auf Wald- und Feldwegen. Vorn hat das Tourenrad eine Federgabel mit 100 Millimeter langem Federweg verbaut. Sowohl vorne als auch hinten kommen Scheibenbremsen zum Einsatz, ein stabiles Schloss ist bereits auf dem Unterrohr angebracht.

Die 85 Newtonmeter reichen aus, um ohne Anstrengung steilste Anstiege in den Mittelgebirgen zu erklimmen. Das Rose Mayor Plus 3 hat Power ohne Ende, fährt sich entspannt und gutmütig. Auch im Turbo-Modus ist man vom Anfahrverhalten nicht überfordert. Lenker, Bremsen, Sattel und Federung sind optimal für lange Touren, härtere Schläge werden effektiv weggefiltert.

Nach 50 Kilometern im Turbo-Modus hat der Akku noch eine Restkapazität von 28 Prozent. Rund 15 Kilometer der Strecke waren extrem steil.

E-Bike für Touren Test: Dsc02035
Keine schmutzige Hose: Der Carbonriemen ersetzt beim Rose die klassische Kette.

Die Automatikschaltung ist zweifelsfrei bequem, schließlich muss man einfach nur treten, aber nicht mehr schalten. An die Effizienz eines handgeschalteten Zweirads kommt diese allerdings nicht heran. Ist die Strecke nicht gerade total flach, bemerkt man ständig Situationen, in denen man händisch einen Gang höher oder niedriger schalten würde. Die automatische Auswahl trifft hier nicht immer unseren Geschmack. Speziell bergauf ist für uns die Trittfrequenz häufig einen Tick zu hoch. Hier würden wir uns etwas mehr Widerstand wünschen.

Abgesehen davon ist das Rose Mayor Plus 3 der optimale Begleiter auf langen Strecken. Man steigt völlig entspannt ab und bewältigt viele Kilometer ohne große Kraftanstrengung.

Sattel mit Fernsteuerung

Canyon Pathlite Onfly 8

Fernlicht, komfortabel höhenverstellbarer Sattel und optionaler Zusatzakku: Das Canyon Pathlite Onfly 8 bietet interessante Extras und hohen Fahrspaß.
E-Bike für Touren Test: Canyonpathliteonfly8
  • Komfortables Fahrverhalten
  • Ergonomie: Bequemer Sattel, verstellbarer Lenker
  • Zusatzakku erhältlich
  • Gute Bremsen
  • Sattel vom Lenkrad aus höhenverstellbar
  • Hauptakku mit nur 400 Wh

Wer es etwas sportlicher und leichter als mit unseren Empfehlungen von Kalkhoff und Rose mag und auf einige Newtonmeter verzichten kann, sollte sich mal das Canyon Pathlite ONfly 8 anschauen. Dieses Trekkingrad eignet sich für ein breites Einsatzspektrum und macht gleichermaßen in der Stadt wie auf Landstraßen und Feldwegen eine gute Figur. Superpraktisch ist die Höhenverstellung des Sattels vom Lenker aus.

E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Canyon Pathliteonfly 7
In Blau, Grün und Grau: das Canyon Pathlite ONfly 8.

Erhältlich ist das Velo in den drei Farben Tundra Green, Lake Blue und Chalk. Zur Auswahl stehen die Rahmengrößen M (bis 1,80 Meter) und L (ab 1,80 Meter). Die L-Version hat sich im Test für eine Körpergröße von 1,88 Meter perfekt geeignet.

Für sportliche Fahrer bietet das Canyon Pathlite ONfly 8 interessante Extras: Den Sattel kann man vom Lenker aus komfortabel in der Höhe verstellen, das zusätzliche Fernlicht erhöht nachts die Sicherheit, und wer längere Strecken zurücklegen will, kann einen Zusatzakku in der Größe einer Getränkedose andocken. Bei all dem bleiben Fahrspaß, Verarbeitungsqualität und Fahrkomfort nicht auf der Strecke.

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E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Canyon Pathliteonfly 7
Über einen Hebel am Lenker kann man den Sattel in der Höhe verstellen.
E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Canyon Pathliteonfly 7
Der Sattel ist weich und sportlich geschnitten.

Der Sattel ist schmal und sportlich geschnitten, aber weich und durchaus langstreckentauglich. Auf einen Schnellverschluss kann man hier getrost verzichten. Denn über eine kleine Bedieneinheit am linken Griff lässt sich die Sattelhöhe manuell blitzschnell anpassen. Dieses Feature ist speziell bei Fahrten im Gelände interessant. Für Pisten abseits der befestigten Straßen ist das Pathlite Onfly 8 durchaus geeignet, ein Mountainbike kann es allerdings nicht ersetzen.

Die Silhouette des E-Bikes hinterlässt einen sportlichen Eindruck. Der Rahmen ist super steif und sauber verarbeitet, der Akku ist im Rahmen integriert und kann bei Bedarf zum Laden unten heraus entnommen werden, nachdem man eine Kunststoffabdeckung aufgeklappt hat. Der Bosch-Akku leistet 400 Wattstunden. Im Idealfall legt man mit einer Ladung 85 Kilometer zurück. Wem das nicht ausreicht, der kann einen zweiten Akku dazu ordern. Dieser hat 250 Wattstunden und kostet knapp 470 Euro. Am Unterrohr wird der Akku dauerhaft befestigt, die Fahrtzeit soll sich so um bis zu 60 Prozent verlängern lassen. Der Zusatzakku ist praktisch, die sportliche Optik des Canyon-Rads geht allerdings ein wenig verloren.

In unserem Test hatte der Hauptakku nach 20 Kilometern im schnellsten Modus noch eine Restkapazität von 25 Prozent. Für längere Touren mit maximaler Power ist der Zusatzakku empfehlenswert.

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E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Canyon Pathliteonfly 7
Der Akku lässt sich zum Laden unten aus dem Rahmen entnehmen.
E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Canyon Pathliteonfly 7
Der optional erhältliche Zusatzakku verlängert die Fahrzeit um bis zu 60 Prozent.

Als Motor hat das Pathlite Onfly 8 den Bosch Performance Line SX verbaut. Mit rund zwei Kilogramm ist dieses das leichteste Aggregat von Bosch, das maximale Drehmoment liegt bei 55 Newtonmetern. Das macht sich positiv beim Gewicht des E-Bikes bemerkbar. Mit 21,3 Kilogramm ist dies leichter als die Empfehlungen von Kalkhoff und Gazelle.

Für gesteigerten Fahrkomfort auf den 28 Zoll großen Rädern sorgt die Frontfedergabel mit einem 63 Millimeter langen Federweg. Sowohl auf Asphalt als auch auf Feldwegen ist der Fahrkomfort recht hoch. Unebenheiten werden gut weggefiltert und nur moderat an den Fahrer weitergegeben. Geschaltet wird komfortabel über einen Zwei-Finger-Schalthebel. Die 12-Gang-Kettenschaltung von Shimano arbeitet zuverlässig und schnell.

E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Canyon Pathliteonfly 7
Das 1,6 Zoll kleine Display informiert über alle wichtigen Details.

Als 1,6-Zoll-Farbdisplay inklusive intuitiver Bedieneinheit kommt von Bosch das Purion 200 zum Einsatz. Dieses bündelt auf wenig Raum zahlreiche Informationen, unter anderem zu gewählter Fahrstufe (Schiebehilfe ist vorhanden), Akkurestkapazität, aktueller Geschwindigkeit und Trittfrequenz. Klasse: Über die Taster kann man sogar die Fernlichtfunktion aktivieren. Im Zusammenspiel mit der für iOS und Android erhältlichen »ebike Flow«-App kann man den Diebstahlschutz aktivieren sowie Navigationsdienste nutzen.

Der Lenker mit angenehm gummierten Griffen lässt sich im Neigungswinkel verstellen und somit optimal auf den Fahrer hin anpassen – ob gerade oder sportliches Sitzen, alles ist maßgeschneidert möglich. Der robuste Gepäckträger schultert bis zu 27 Kilo und unterstützt das Click-System von MIK, um Zubehör wie Korb, Tasche oder Kindersitz blitzschnell zu montieren. Außerdem ist der Träger mit dem QL3.1-System von Ortlieb sowie den meisten herkömmlichen Packtaschen kompatibel.

Bei den Bremsen setzt Canyon auf 180 mm große Bremsscheiben vorne und hinten. Diese packen sicher zu und verzögern effizient.

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E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Canyon Pathliteonfly 7
Am stabilen Gepäckträger ist eine Luftpumpe befestigt.
E-Bike Test: E Bikes Mai2025 Canyon Pathliteonfly 7
Hinten und vorne bremst das E-Bike hydraulisch.

Das Pathlite Onfly 8 fährt sich sportlich und souverän, die komfortable Höhenverstellung erlaubt auch Ausflüge abseits der festen Straßen. Der Motor schiebt gut an, die Übersetzung ist so gewählt, dass man auch noch bei 25 km/h vernünftig in die Pedale treten kann, ohne sich wie ein Hamster zu fühlen. Steigungen meistert man auf dem E-Bike mühelos, die Newtonmeter, die zu den stärkeren Motoren von Kalkhoff und Rose fehlen, spürt man jedoch schon. Diese bieten noch ein wenig mehr Dynamik.

Unterm Strich stimmt beim Canyon Pathlite Onfly 8 vieles: Fahrleistungen, Ausstattung und Verarbeitung passen. Das gilt auch für den Preis.

Außerdem getestet

Victoria Utilyon 3

Mit dem Victoria Utilyon 3 haben wir ein zusätzliches E-Bike, das dem Charger 4 GT Vario Core von Riese & Müller sehr ähnlich ist: Es ist enorm schwer, super stabil, hat breite Reifen, einen 85 Newtonmeter starken Motor von Bosch und die identische stufenlose Nabenschaltung mit Riemenantrieb von Enviolo verbaut. Außerdem kann es mit bis zu 180 Kilo insgesamt beladen werden. Zum Preis von 5.500 Euro ist das Victoria noch teurer als das Charger 4, hat jedoch den schlechteren Federungskomfort.

Zu haben ist das Utilyon 3 ausschließlich in Blau-Metallic – eine gute Wahl, denn dieser Farbton sieht frisch, modern und hochwertig aus. Bei den Rahmengrößen kann man zwischen S (48 Zentimeter), M (52 Zentimeter) und L (56 Zentimeter, alle 28 Zoll) wählen. Das Unisex-Modell mit schräger Querstrebe richtet sich gleichermaßen an Frauen und Männer.

Das stattliche Gewicht von 28,9 Kilo spricht eine deutliche Sprache: Das Victoria-Velo schiebt man am besten, zum Tragen ist es fast zu schwer. Ein Platz in der Garage ist deshalb sehr zu begrüßen.

Beim Utilyon 3 handelt es sich um ein Komplettpaket: Schutzbleche aus Aluminium, Ständer, Rahmenschloss und Gepäckträger gehören zum Lieferumfang, ein Front-Gepäckträger ist optional erhältlich. Schade: Zum Preis von 5.500 Euro vermissen wir einen Schnellverschluss am Sattel. Ansonsten lässt die Ausstattung keine Wünsche offen. Und dies gilt auch für die Verarbeitung. Der blaue Aluminiumrahmen ist sehr stabil und verwindungssteif, der Akku ist unsichtbar im Rahmen integriert. Die Mischung aus geschwungenen und kantigen Formen verleiht dem E-Bike eine ansprechende Optik.

Verbaut ist der bewährte Bosch-Mittelmotor (Performance CX) mit starken 85 Newtonmetern. Der entnehmbare oder im Rad aufladbare Lithium-Ionen-Akku verfügt über stolze 750 Wattstunden. Für eine feinfühlige Anpassung sorgen eine Tretkraftmessung im Motor sowie ein Geschwindigkeitssensor. Sicher gebremst wird mit hydraulischen Scheibenbremsen, das Schalten erfolgt stufenlos mittels Getriebenabe und quasi wartungsfreiem Riemen.

Die Bedienung des E-Bikes könnte einfacher und komfortabler nicht sein. Links am Lenker befindet sich eine kleine Bosch-Steuereinheit, um die Fahrmodi zu wechseln und durch das farbige, 2 Zoll große Display des smarten Bosch-Systems Kiox 300 zu navigieren. Dieses ist super informativ und sehr übersichtlich und liefert unter anderem Informationen zur jeweiligen Restreichweite in jedem Modus, zur durchschnittlichen und maximalen Geschwindigkeit, zu Höhe und Anstiegen, zur aktuellen Geschwindigkeit, zu Distanzen und Fahrtzeiten. Über die »eBike Flow«-App für Android und iOS kann man zudem navigieren und Routen planen.

Der Sattel des Utilyon 3 ist maximal auf Komfort ausgelegt: Er ist breit, weich und der ideale Begleiter für lange Touren. Victoria hat eine Sattelstütze mit federnder Wirkung verbaut. Hinten am Sattel ist ein stabiler Griff befestigt, sollte man das Velo doch mal ein paar Meter tragen müssen. Leider fehlt eine Federgabel. Klasse ist der breite Lenker mit wunderbar ergonomisch geformten Griffen, der Neigungswinkel des Lenkers lässt sich mühelos anpassen. Mit einer Körpergröße von 1,88 Meter konnten wir auf dem Utilyon 3 in der Rahmengröße L extrem entspannt sitzen. Auch noch größere Radler können es sich hier gut gehen lassen. Lenker und Sattel ergeben eine perfekte Symbiose für aufrechtes und total unangestrengtes Sitzen.

Am hinteren Schutzblech ist eine stylische rote LED-Beleuchtung mit Bremslichtfunktion bei abrupter Geschwindigkeitsreduzierung montiert. Vorne leuchtet der Scheinwerfer mit 120 Lux Straße und Umgebung mühelos aus.

Durch das hohe Gewicht liegt das Victoria-Rad sehr satt auf der Straße. Aufgrund der entspannten Sitzposition, des komfortablen Lenkers, des großen Akkus und des durchzugsstarken Motors ist es ein ideales Velo für lange Strecken. Je nach Modus, Steigungen und Wind sind problemlos Distanzen von 100 bis 180 Kilometern drin. Die breiten 29-Zoll-Laufräder fühlen sich auf Asphalt und Feldwegen sehr wohl. Die Vor- und Nachteile der Nabenschaltung mit Riemenantrieb von Enviolo haben wir beim Charger 4 GT Vario Core bereits ausführlich erklärt. Diese gelten auch beim Utilyon 3. Muss man wenig schalten und mag man es eher gemächlich mit geringen Tempowechseln, ist das System eine gute Wahl. Wir ziehen eine Kettenschaltung mit deutlich kürzeren Schaltvorgängen jedoch vor.

Leider ist das Victoria-Bike nicht sonderlich gut gefedert. Der Sattel schluckt noch die ein oder andere Bodenunebenheit, vorne poltert das schwere Rad hingegen in jedes Schlagloch. Für ein 5.500-Euro-Bike hätten wir uns deutlich mehr Fahrkomfort gewünscht.

Ansonsten erntet das Victoria viel Lob für Ausstattung, Verarbeitung und das ausgereifte Bosch-System mit drehmomentstarkem Motor und tollem Bedienkonzept. Das hohe Gewicht ist ein Manko, und eine Federgabel würde den Fahrkomfort auf ein noch höheres Level heben.

Riese & Müller Charger 4 GT Vario Core

Schon beim Herausheben des fertig montierten Charger 4 GT Vario Core von Riese & Müller aus dem voluminösen Karton wird deutlich: Dieses E-Bike ist kein Leichtgewicht. Die knapp 30 Kilo machen sich deutlich bemerkbar. Riese & Müller bezeichnet sein Velo als »Alltags-E-Bike«. Wichtig: Dieses sollte nach Möglichkeit in der Garage oder in einer Gartenhütte geparkt werden, denn aus dem Keller ins Freie oder umgekehrt will man das Charger 4 GT Vario Core nicht unbedingt wuchten.

Positiv: Man erhält ein fast »vollständiges« Fahrrad mit Schutzblechen, Gepäckträger und Klingel. Leider fehlt am Sattel ein Schnellverschluss, was in dieser Preisklasse für um die 5.000 Euro Standard sein sollte.

Das Charger 4 GT Vario Core könnte stabiler und massiver kaum sein. Der fast schon monströse Rahmen klappert und vibriert nicht und wirkt wie aus einem Guss. Auch auf unebenen Feldwegen verursacht das E-Bike keine Knarzgeräusche. Lediglich der Motor macht sich permanent mit einem dezenten Summen bemerkbar.

Erhältlich ist der schwarze Riese & Müller in den Rahmenhöhen 46, 49, 53 und 56 Zentimeter. So werden Radler mit Körpergrößen zwischen 1,60 und 2,00 Metern angesprochen. Angetrieben wird das elektrifizierte Velo durch den 85 Newtonmeter starken Bosch Performance Line CX<. Der unsichtbar im Rahmen verbaute Bosch-Akku PowerTube 625 Vertical bietet 625 Wattstunden. Eine Klappe schützt die Ladebuchse vor Schmutz und Feuchtigkeit.

Der gelartige Sattel verdient sich Bestnoten. Er ist angenehm weich, nicht zu groß und nicht zu klein geschnitten und hat eine ansprechende Optik. Die Sattelstütze eliminiert effektiv Schläge und Fahrbahnunebenheiten. So übersteht man auch lange Touren ganz bequem. Speziell im Zusammenspiel mit dem Lenker, der entspanntes und aufrechtes Sitzen erlaubt. Die Griffe sind ergonomisch toll geformt und liegen wunderbar in der Hand.

Die LED-Remote von Bosch garantiert höchsten Bedienkomfort. Über die clever durchdachte Bedieneinheit schaltet man das Rad ein, wechselt die Fahrstufen und navigiert durch die Bildschirm-Menüs. Farbige LEDs signalisieren, welchen Fahrmodus man gewählt hat. Zentral am Lenker ist das auch bei Sonnenschein gut ablesbare Intuvia 100 Display von Bosch verbaut. Hier erhält man Infos zum Modus, zu Fahrtzeit, Reichweite, aktueller, höchster und Durchschnittsgeschwindigkeit, zur zurückgelegten Gesamtstrecke und zur Uhrzeit.

Der Gepäckträger des Charger 4 GT Vario Core ist enorm stabil. Dieser lässt sich laut Hersteller mit bis zu 27 Kilogramm beladen. Praktisch sind die beiden Spanngummis, um etwa eine Tasche oder einen Rucksack sicher zu befestigen.

Die 6,2 Zentimeter breiten Reifen sind breiter als die von Trekkingrädern und haben eher die Dimensionen von Mountainbike-Pneus. Riese & Müller hat einen guten Kompromiss gefunden, denn die Schwalbe Super Moto-X 62-584 Reflex rollen lautlos auf der Strecke, bieten auf Feldwegen aber dennoch einen ordentlichen Grip. Löblich sind auch die Pedale, die rau beschichtet sind und damit einen optimalen Halt gewährleisten. Vorn ist das Velo mit einer Federgabel ausgestattet.

Durch seine Masse und die großen Dimensionen rollt das Charger 4 GT Vario Core sehr souverän und entspannt und alles andere als hektisch. Es eignet sich ideal für lange Touren. Innerstädtisch ist es mit knapp 30 Kilo logischerweise nicht das handlichste E-Bike, aber durch die komfortable Lenkung und die hohe Eigenstabilität kommt man dennoch problemlos durch den Feierabendverkehr.

Riese & Müller hat eine stufenlose Nabenschaltung mit Riemenantrieb verbaut (Enviolo 380). Das hat einerseits den Vorteil, dass man sich seine Hose nicht an einer verölten Kette versaut. Andererseits kann man über einen Drehgriff am rechten Lenker stufenlos schalten, was eine kontinuierliche Anpassung zwischen den Übersetzungen gestattet. Das Schalten ist in jeder Fahrsituation möglich.

Was uns positiv auffällt: Die Übersetzung ist klasse, für jede Geschwindigkeit findet man ein passendes Setup. Auch bei 27 km/h kann man noch entspannt treten und fühlt sich nicht wie ein Hamster im Rad, der kaum hinterherkommt. Großes Lob für diesen Antrieb. Was uns weniger gefällt, ist der Drehgriff. Teilweise erfordert es Kraft in den Fingern, den Griff bis zur gewünschten Übersetzung zu drehen. Bei einer klassischen Schaltung kann man die Hand in der Regel in der normalen Position am Lenker lassen. Dies klappt bei diesem System nicht. Zudem ist man mit einer manuellen Kettenschaltung deutlich schneller, um von einem kleinen in einen großen Gang oder zurückzuschalten. Bei der stufenlosen Nabenschaltung dauert es deutlich länger, direkt nach dem Anfahren in eine hohe Übersetzung zu gelangen.

Die Enviolo-Schaltung wiegt rund ein Kilo mehr als eine herkömmliche Kettenschaltung und eignet sich perfekt für lange Strecken, in denen man nur wenig und wenn, dann intensiv schalten muss. Die Schaltvorgänge gelingen hier kaum spürbar, abrupte Tempowechsel sind hingegen nicht so einfach möglich. Kettenschaltungen sind demgegenüber deutlich wartungsintensiver und sprechen vor allem dynamischere und aktivere Fahrer an.

Der Bosch-Motor mit 85 Newtonmetern hat Kraft ohne Ende. Steile Steigungen meistert man mühelos. Im »Turbo«-Modus fliegt man nur so über den Asphalt oder über Schotterstrecken. Das Charger 4 GT Vario Core liegt wie ein Brett auf der Piste, bügelt im Zusammenspiel mit der Federgabel alle Unebenheiten weg und bietet extrem viel Fahrspaß. Für längere Touren ist das Velo die ideale Wahl. Die Magura-Scheibenbremsen packen ordentlich zu und bringen das 30-Kilo-Rad schnell und sicher zum Stehen. Unter Idealbedingungen mit geringer Tretunterstützung sind Distanzen von bis zu 120 Kilometern mit einer Akkuladung drin.

Gegen einen Aufpreis von kann man für das Zweirad das optionale Bosch eBike ABS 2.0 dazuordern: Dieses soll das Wegrutschen der Reifen, das Abheben des Hinterrades und das Ausbrechen zur Seite verhindern. Für einen weiteren Aufpreis gibt es den RX-Chip: So kann man für ein Jahr lang kostenlos den RX-Service »ConnectRide Free« aktivieren und profitiert unter anderem vom Diebstahlschutz per GPS-Tracking und Bewegungsalarm bis zu persönlichen Fahrstatistiken per Smartphone.

Fahreigenschaften, Verarbeitung, Sattel, Lenker und Gepäckträger des Riese & Müller Charger 4 GT Vario Core sind hervorragend. Uns ist das Velo etwas zu schwer, die stufenlose Nabenschaltung hat ihre Vorteile, wir ziehen eine klassische Kettenschaltung allerdings vor. Das Gazelle Ultimate T10 HMB ist mehr als 5 Kilo leichter, bietet gleichwertige Fahrleistungen und kostet 1.000 Euro weniger. Deshalb zieht das Riese & Müller im Ranking den Kürzeren.

BZEN Milano

Leicht, schick und hochwertig verarbeitet: Das BZEN Milano mit 9-Gang-Kettenschaltung vereint viele positive Eigenschaften für alle, die sich überwiegend im städtischen Umfeld aufhalten.

Das E-Bike der noch recht jungen belgischen Firma BZEN wiegt nur 15,8 Kilo und lässt sich somit auch problemlos mal eine Treppe herauftragen. Selbst wenn der Akku schlappmachen sollte, kann man das Pedelec mit Aluminiumrahmen beinahe wie ein herkömmliches Fahrrad fortbewegen.

Für ein solches hält man das Milano auch. Denn der Akku ist unsichtbar im Rahmen untergebracht, und auch der Hinterrad-Nabenmotor von Bafang fällt nicht auf. Erhältlich ist das Bike mit Carbon-Gabel in den Farben Rot und Schwarz. Das stylische und frische Rot kostet leider 95 Euro Aufpreis. Etwas schade, dass man zusätzlich zum Grundpreis von 2.890 Euro auch noch 25 Euro für Schutzbleche, einen Zehner für den Ständer und 45 Euro für den Gepäckträger draufzahlen muss.

Verarbeitung und Materialien des motorisierten Zweirads machen einen exzellenten Eindruck. Der Rahmen ist trotz seines geringen Gewichts sehr verwindungssteif. Der ist in den Größen Medium (54 cm) für Personen zwischen 165 und 180 Zentimetern sowie in Large (57 cm) für Radler von 175 bis 195 Zentimetern zu haben. Wir empfehlen für Großgewachsene einen zusätzlichen Lenkervorbau für eine entspanntere Sitzposition. Die Werksversion ist für unseren Geschmack viel zu niedrig, die gekrümmte Haltung bereitet wenig Freude und ist gerade auf längeren Strecken ein echter Schwachpunkt.

Der Sattel ist recht schmal und sportlich geschnitten. Wer hier auf maximalen Komfort steht, sollte diesen austauschen. Die Sattelstütze eliminiert die schlimmsten Bodenunebenheiten. Ein Schnellverschluss für spontane Höhenanpassungen wäre in dieser Preisklasse wünschenswert.

Der Nabenmotor leistet 250 Watt und 45 Newtonmeter. Beim Akku hat man die Wahl zwischen einem Modell mit 7 Ah und 252 Wh und einem 10-Ah-Modell mit 360 Wh. Der Aufpreis beträgt 195 Euro, BZEN verspricht 50 Prozent mehr Reichweite. Diese liegt mit dem Standardakku je nach Art der Tretunterstützung und des Streckenprofils bei 35 bis 75 Kilometern, bis zu 90 Kilometer sind mit dem stärkeren Energiepack möglich. Für eine komplette Ladung benötigt man rund drei Stunden.

Auf ein klassisches Display verzichten die Belgier leider. Stattdessen kommt eine kleine Kontrolleinheit mit blauen LEDs zum Einsatz, die bei direkter Sonneneinstrahlung nicht immer optimal zu erkennen sind. Die blauen Lichter signalisieren die aktuell gewählte Motorunterstützung (5 Stufen verfügbar) sowie den Ladezustand der Batterie. Die Bedienung ist an Einfachheit nicht zu überbieten. Über einen Knopf schaltet man das Pedelec ein, die beiden anderen dienen zum Verändern der Tretunterstützung. Außerdem kann man von hier aus die Beleuchtung zum Leben erwecken. Das Rücklicht aktiviert sich automatisch bei Einbruch der Dunkelheit.

Insgesamt sind die Fahrleistungen des Milano sehr ausgewogen und überzeugend. Die Continental-Reifen rollen leise und bieten guten Grip. Die 9-Gang-Kettenschaltung von Shimano (alternativ kann man eine Variante mit Carbonriemen nehmen) lässt sich präzise schalten und liefert auch bei 25 km/h – dann endet die Tretunterstützung des Motors – noch eine passable Übersetzung, um nicht wie ein Irrer in die dank Sandpapierauflage sehr griffigen Pedale treten zu müssen, damit zusätzlicher Vortrieb entsteht.

Die Lenkung reagiert präzise, das gesamte Rad erweist sich als stabil und ist auch in Kurven angenehm zu handeln. Der 45-Newtonmeter-Nabenmotor ist kein Raketenantrieb, hilft aber dabei, das BZEN recht dynamisch zu beschleunigen. Im Stadtverkehr und in der Ebene benötigt man nicht unbedingt mehr Motor-Power. Für ausgedehnte Radtouren mit extremen Steigungen ist dieses Pedelec ohnehin nicht primär konzipiert.

Die beiden Scheibenbremsen von Shimano lassen sich gut dosieren und packen bei Bedarf ordentlich zu. Obwohl dem Milano eine gefederte Vordergabel fehlt, fährt es sich nicht überaus hart, sondern recht komfortabel.

Uns gefällt nicht nur die Optik des BZEN Milano mit versteckten Kabeln und Akku im Rahmen. Das geringe Gewicht des Pedelecs ist ein echtes Pfund, und die Fahrleistungen sind gut. Mit erforderlichem Zubehör wie Ständer, Schutzblechen und Gepäckträger ist das rote Milano zum Preis von rund 3.000 Euro allerdings kein Schnäppchen – wer den stärkeren Akku nimmt, landet sogar darüber.

Fischer Viator 6.0i

Für rund 2.000 Euro gibt es das Fischer Viator 6.0i. Der Akku ist im Rahmen integriert, und der Motor leistet stolze 90 Newtonmeter. Erhältlich ist das Viator 6.0i als Herren- und Damenmodell in jeweils zwei Größen (Damen: Rahmenhöhe 44 und 49 Zentimeter, Herren 50 und 55 Zentimeter). Zusatzkosten fallen beim Kauf des Viator in der Regel keine an, denn zur Komplettausstattung gehören ab Werk Sattelfederstütze, Schutzbleche, Gepäckträger, Lenkervorbau, Beleuchtung und ein Abus-Rahmenschloss.

Beim Fischer Viator 6.0i handelt es sich um einen echten Allrounder. Kurze Einkaufstrips sind genauso wie Fahrten zur Arbeit in der Stadt oder längere Trekking-Touren möglich. Die Continental-Reifen rollen auf glatter Asphaltdecke angenehm leise, bieten aber auch auf unebenen Pisten noch ausreichend Grip.

Der Sattel ist weich und bequem, und die gefederte Sattelstütze nimmt Schläge effektiv auf. An der vorderen Federgabel werkelt ebenfalls ein Dämpfer. Front- und Rücklicht werden über den Bordcomputer eingeschaltet. Die Front-LED liefert 70 Lux und leuchtet die Straße gut aus. Der Ständer bietet einen sicheren Stand, als stabil für den täglichen Einkauf erweist sich im Test der Gepäckträger. Der ist schön robust und sehr alltagstauglich.

Pluspunkte sammelt das Fischer-Rad im Test durch den Lenkervorbau. So etwas findet man in dieser Preisklasse eher selten. Vorteil: Die Lenkstange kann nicht nur in der Höhe, sondern auch im Kippwinkel verstellt werden. Dadurch wird verhindert, dass sich der Fahrer unangenehm krümmen muss.

Als Motor hat das Fischer-Bike den Brose Drive S Mittelmotor mit bärenstarken 90 Newtonmetern verbaut. Dieser ist angenehm leise und hat in der höchsten der vier Unterstützungsstufen richtig viel Kraft. Beim Anfahren in einem kleinen Gang schiebt das Velo ordentlich nach vorne, steile Anstiege werden ohne Anstrengung nahezu pulverisiert. Selbst mit 25 km/h ist die Übersetzung im höchsten Gang so ausgelegt, dass man noch mit einer angenehmen Trittfrequenz strampeln kann.

Die 10-Gang-Kettenschaltung arbeitet zuverlässig. Auch die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano verzögern zur vollsten Zufriedenheit. Mit 26 Kilo ist das Viator 6.0i kein Leichtgewicht. Die Masse macht sich jedoch nur bemerkbar, wenn man das Bike beispielsweise in den Keller tragen will. Rein beim Fahren hinterlässt das Fischer einen sehr agilen und wendigen Eindruck.

Der 36 Volt starke Akku leistet 504 Wattstunden. Im höchsten Fahrmodus sind so bis etwa 50 Kilometer drin. Geht man mit den Ressourcen schonender um und setzt etwas mehr auf die Kraft der eigenen Beine, lassen sich Strecken mit einer Distanz von bis zu 120 Kilometern zurücklegen.

Zum Laden kann der Akku im Fahrrad verbleiben, er lässt sich jedoch auch herausnehmen (ein Schloss schützt ihn vor Langfingern), um ihn über Nacht in den eigenen vier Wänden zu betanken. Das dauert etwa fünf Stunden.

Der kompakte Bordcomputer lässt sich intuitiv über vier Tasten und eine Art Mini-Joystick bedienen. Im gut ablesbaren Display sieht man den gewählten Modus, die Akku-Restkapazität, die Rest-Reichweite in Kilometern, die Gesamtstrecke und die Kilometer des aktuellen Trips. Außerdem gibt das Display darüber Auskunft, wie viel Watt der Fahrer an Eigenleistung aufbringt. Das Licht lässt sich bequem über eine eigene Taste ein- und ausschalten.

Der Bordcomputer verfügt über eine USB-Buchse, um das Smartphone während der Fahrt mit frischer Energie zu versorgen. Darüber hinaus lässt sich das Rad per Bluetooth mit der »Fischer E-Connect«-App koppeln. Dann kann man unter anderem kostenfrei auf Europas Fahrradwegen navigieren sowie Strecken aufzeichnen und speichern.

Um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie weit man in welchem Fahrmodus mit einer Akkuladung ungefähr kommt, hat der Hersteller einen Reichweiten-Assistenten im Internet eingerichtet. Hier gibt man sämtliche Parameter wie Gewicht, Geschwindigkeit, Bodenbeschaffenheit, Wind und Tretmodus ein und erhält dann eine Prognose, wie viele Kilometer man schaffen kann.

Qualitativ macht das E-Bike in Graphit-Metallic-Matt einen sehr robusten Eindruck. Hier wackelt oder klappert nichts. Probleme mit der Kette, die beim ETH 1861.1 immer mal raussprang, scheinen behoben. Während unseres Tests traten diesbezüglich keine Probleme auf.

Für den fairen Preis bietet das Fischer Viator 6.0i derzeit mit das beste Gesamtpaket im Test: sehr gute Ausstattung, ordentliche Verarbeitung, agiles Fahrverhalten und hohe Akkukapazität.

Gazelle Ultimate T10 HMB

Das Gazelle T10 Ultimate HMB ähnelt unseren Empfehlungen von Kalkhoff und Rose. Es eignet sich ebenfalls für Stadt, Feldwege und Landstraßen, hat einen starken Bosch-Motor verbaut und punktet durch seine robuste Verarbeitung.

Erhältlich ist das T10 HMB in den Varianten »High-Step« und »Low-Step« – also mit Mittelstange oder als Tiefeinsteiger. Letzteres hatten wir im Test, was sich speziell für alle Radler lohnt, die jederzeit von ihrem Velo absteigen wollen, möglicherweise schon etwas älter sind und sich speziell im Stadtverkehr auf diese Weise deutlich sicherer fühlen.

Bei den Rahmengrößen hat man die Auswahl zwischen 46, 49, 53, 57, 61 und 65. Auf der Gazelle-Homepage kann man seine Körpergröße eingeben und erhält dann eine Empfehlung für die perfekte Rahmengröße. Zu haben ist das T10 in einem Weiß- sowie in einem Grauton.

Das T10 HMB rollt auf 28 Zoll großen Rädern. Viel Lob verdient sich der weiche und bequeme Sattel. Leider verzichtet der Hersteller auf einen Schnellverschluss für eine flotte Höhenanpassung.

Gazelle hat vorne eine Teleskopgabel mit einem Federweg von 75 Millimetern verbaut. Dies wirkt sich extrem positiv auf den Fahrkomfort aus. Wichtig ist ebenfalls der verstellbare Lenkervorbau. Das vordere Licht leuchtet mit 60 Lux. Es lässt sich genauso wie das stylische Rücklicht über den Bordcomputer einschalten.

Der Alurahmen ist stabil. Mit 24,2 Kilo ist das Gazelle etwas leichter als das Kalkhoff-Bike. Zur Serienausstattung gehören Ständer und Gepäckträger dazu.

Verbaut sind der Motor Bosch Performance Line mit 75 Newtonmetern und das Display Kiox 300, das wir bereits bei den empfohlenen Modellen von Kalkhoff und Rose detailliert vorstellen. Geschaltet wird mittels 10-Gang-Kettenschaltung von Shimano.

Beim Akku hat man die Wahl zwischen der Platin-Version mit 500 Wattstunden (Wh) und der teureren Diamant-Edition mit 625 Wattstunden. Laut Hersteller sind mit dem Platin-Akku bis zu 130 Kilometer drin, mit dem Diamant-Modell schafft man im Idealfall 155 Kilometer. Der Lithium-Ionen-Akku ist jeweils nahezu unsichtbar im Rahmen integriert und mit einem Schloss gesichert. Er lässt sich schnell entfernen, damit man ihn in der Wohnung laden kann, während das Rad in der Garage bleibt.

Vorn und hinten bremst das Gazelle-Rad mit hydraulischen Scheibenbremsen. Die vordere Scheibenbremse hat einen Durchmesser von 180, die hintere von 160 Millimetern. Das Velo steht damit sicher und flott.

Die Fahrleistungen des Gazelle Ultimate T10 HMB überzeugen. In der Ebene und am Berg stellt das Rad genügend Power zur Verfügung. Es beschleunigt stark, fährt sich aber sicher und souverän. Sitz- und Lenkerposition sind top.

Schwächen kennt das Gazelle-Zweirad nicht. Falls Sie ein gutes Trekkingrad suchen, sollte das Modell unbedingt in die nähere Auswahl kommen.

So haben wir getestet

Im Test haben wir 11 E-Bikes für Touren zu Preisen zwischen rund 1.000 und 5.500 Euro. Unsere E-Bikes werden zu Begleitern im Alltag. Primär testen wir sie auf längeren Strecken, aber auch mal bei kürzeren Fahrten in die Stadt oder zum Einkauf. Als Tourenräder müssen die Bikes ihre Stärken auf Landstraßen sowie auf Wald- und Feldwegen beweisen.

Direkt nach dem Auspacken aus dem Karton überprüfen wir, ob der Lieferumfang vollständig ist und ob möglicherweise Werkzeug beiliegt. Zudem ist wichtig, dass der Rahmen und alle anderen Komponenten gut vor Kratzern geschützt sind. Anschließend geht es an die Montage der Zweiräder. Mal muss nur der Lenker gedreht und festgeschraubt werden, mal das Vorderrad eingesetzt, das Display fixiert und der Schalter für die Höhenverstellung des Sitzes installiert werden.

Anschließend bewerten wir die Verarbeitung: Wie stabil und verwindungssteif ist der Rahmen, wie kratzerempfindlich, wie robust verhält sich der Lenker, wie stabil der Gepäckträger, wie schwer darf dieser beladen werden? Klappert und vibriert hier etwas und sitzt der Akku bombenfest? Apropos Akku: Wir kontrollieren, ob sich dieser möglichst einfach und ohne Werkzeug aus dem E-Bike entnehmen lässt. Zudem achten wir darauf, dass man diesen auch im Rahmen laden kann, ohne ihn herauszunehmen. Beim Thema Akku nehmen wir die Stärke des Energiespeichers unter die Lupe (Wh) und geben eine ungefähre Empfehlung ab, wie weit man mit einer Akkuladung kommt. Die Reichweite hängt von diversen Faktoren wie Gewicht des Fahrers, Temperatur, Steigung und Fahrbahnbelag ab. Wir fahren in der Regel mindestens 40 Kilometer im leistungsstärksten »Turbo«-Modus, um die Akkus miteinander zu vergleichen. Den größten Teil fahren wir auf Asphalt, aber auch leichte Waldwege dürfen nicht fehlen.

Neben der Anzahl der verschiedenen Rahmengrößen spielt das Gewicht eines E-Bikes eine bedeutsame Rolle. Kann man dieses auch mal eine Treppe hochtragen oder bringt das Zweirad einfach zu viel Masse auf die Waage? Unter 20 Kilo gilt ein E-Bike für uns als leicht und kann mühelos manövriert werden.

Unterwegs auf dem Rad checken wir das Anfahrverhalten und das Beschleunigen in unterschiedlichen Modi. Wie effizient unterstützt der Motor, hat man notfalls auch für Steigungen ausreichend Power, wie harmonisch arbeiten Schaltung und Motor zusammen und wie schnell und präzise gelingen Gangwechsel? Eine gute Elektronik sorgt dafür, dass der Motor nicht super abrupt anspringt, sondern dem Fahrer gleichmäßigen Rückenwind verleiht. Hochwertige Motoren sollten sich zudem geräuscharm verhalten und nicht durch lautes Surren oder Brummen nerven.

Die Geometrie des Fahrrads muss zu den individuellen Ansprüchen eines Fahrers passen. Wir kontrollieren, ob sich Sattel und Lenker sinnvoll einstellen lassen. Natürlich spielt der Sitzkomfort eine Rolle, aber Sättel lassen sich mühelos austauschen. Bei einem E-Bike für Touren ist eine bequeme Sitzposition von Vorteil – sie ist komfortabel und entspannt.

Auf Asphalt kontrollieren wir den Rollkomfort, die Fahrgeräusche und den Grip. Eignen sich die Reifen auch für kurze Fahrten über Wald- und Feldwege? Die Bremsen müssen sich in verschiedenen Szenarien beweisen: in der Ebene, bei leichtem und bei starkem Gefälle. Bringen diese das Velo schnell und sicher zum Stehen, sind die Bremshebel ab Werk zu hart oder zu weich eingestellt und lassen sich diese bei Bedarf mühelos anpassen?

Von den Bremsen geht es zur Federung: Sind die E-Citybikes vorne gefedert, verfügt möglicherweise auch die Sattelstütze über eine Federung? Wie effektiv schlucken die Bikes die Überfahrt von Gullideckeln, Schlaglöchern und Bordsteinkanten?

Darüber hinaus legen wir den Fokus auf den Bedienkomfort. Ist ein Display verbaut, kann man dieses auch bei starker Sonne mühelos ablesen? Welche Parameter werden angezeigt und wie intuitiv klappt die Bedienung? Außerdem spielt der Ort eine Rolle, an dem das Display montiert ist: vorne am Lenker oder im Oberrohr des Rahmens? Natürlich checken wir, ob das E-Bike autark nutzbar ist oder ob man ein Smartphone und eine App benötigt. Dann gibt es beim Thema Handling Punktabzüge.

Die wichtigsten Fragen

Welches E-Bike für Touren ist das beste?

Das beste E-Bike ist für uns das Kalkhoff Endeavour 3 Excite mit 120 Newtonmetern. Es fühlt sich als Trekkingrad auf festen Straßen und Feldwegen pudelwohl, bietet hohen Fahrkomfort, eine flotte Beschleunigung und sichere Bremsen. Der bequeme Sattel und der manuell einstellbare Lenker steigern das Fahrvergnügen. Auch bei der Bedienung verdient sich das Kalkhoff-Rad Bestnoten. Aber es gibt in unserem Test auch interessante Alternativen.

Worauf sollte man bei Lenker und Sattel eines Touren-E-Bikes achten?

Mit einem E-Tourenrad ist man in der Regel lange unterwegs. Deswegen sind die Sitzposition, der Sattel und die Geometrie des Rahmens entscheidend für Komfort und Langstreckentauglichkeit. Für die meisten Tourenfahrer ist eine aufrechte bis leicht sportliche Sitzposition optimal. Je aufrechter man sitzt, desto effektiver werden Rücken, Nacken und Handgelenke entlastet. Der Lenker muss sich nicht nur in der Höhe verstellen lassen, sondern auch im Winkel. Dies erreicht man durch einen Lenkervorbau, den es teilweise bereits ab Werk gibt, den man aber auch kostengünstig nachrüsten kann. Griffe mit einer größeren Auflagefläche für die Handballen sind ebenfalls zu empfehlen.

Was sollte ein guter Motor bei einen E-Tourenrad leisten?

Bei einem Tourenrad sollten Sie beim Motor nach Möglichkeit zu einem Mittelmotor greifen. Im Vergleich zu einem Hinterradmotor vermittelt Ihnen dieser ein natürlicheres Fahrgefühl, die Gewichtsverteilung ist ausgewogener. Außerdem profitieren Sie von höherer Effizienz an Bergen, Reifenwechsel auf der grünen Wiese sind zudem einfacher. Bosch, Yamaha, Shimano und Brose sind bekannte Markenhersteller. Der zweite wichtige Faktor neben der Bauform des Motors ist dessen Drehmoment. Dieses entscheidet darüber, wie kräftig der Motor unterstützt und anschiebt. 40 bis 55 Newtonmeter sollte man nur in superflachen Regionen für leichte Touren nehmen. Für Steigungen hat man hier keine Reserven. 60 bis 75 Newtonmeter eignen sich für Allrounder und mittelschwere Touren. Wer Steilstücke hat oder auf langen Etappen auch mal Kräfte sparen will, ist mit 85 Newtonmetern und mehr optimal unterwegs. Dann profitiert man von einer ordentlichen Brise Rückenwind.

Wie stark sollte der Akku bei einen E-Bike für Touren sein?

Wie viele Kilometer Sie mit einer Akkuladung schaffen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von Unterstützungsstufe, Fahrergewicht, Gepäck, Höhenmetern, Reifendruck, Wind und Temperatur. Die Kapazität des Akkus wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Wir empfehlen 750 Wh oder mehr. Somit haben Sie ausreichend Kapazität für lange Touren mit Gepäck, auch in bergigen Regionen. Akkus bis 500 Wh eignen sich nur für kürzere Ausflüge in flachem Gelände. 500 bis 750 Wh sind in Ordnung, aber auf langen Touren müssen Sie damit rechnen, dass Sie nur noch im Eco-Modus unterwegs sein dürfen, weil sonst der Akku zu schnell leer ist.

Was sollte ein E-Bike für Touren sonst noch bieten?

Jedes E-Tourenrad sollte mit einem Display ausgestattet sein. Wichtige Basisinformationen, die man über das Display ablesen kann, sind Geschwindigkeit, die restliche Akkukapazität, die Reichweite und die gewählte Trittstufe. Je nach Modell kann man sich zusätzlich die Trittfrequenz, Höhenmeter und die per App eingestellte Navigation einblenden lassen. Ein E-Tourenrad sollte mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet sein. Wir empfehlen Scheibenbremsen mit einem Mindestdurchmesser von 180 Millimetern, damit das Velo sicher zum Stehen kommt. Um auch auf unebenem Terrain komfortabel unterwegs zu sein, sollte nicht nur der Sattel mit einer gefederten Sattelstütze ausgestattet sein. Auch eine Federgabel ist sinnvoll.

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