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Tagesgeld anlegen: Platz für den Notgroschen Test: Tagesgeld Anlegen Der Beste Platz Für Den Notgroschen Aufmacher Finanzen Foto: Viktor Koldunov / Adobe Stock

Tagesgeld anlegen: Der beste Platz für den Notgroschen

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Die Autoreparatur kostet plötzlich das Doppelte oder eine unerwartet hohe Nebenkostenabrechnung flattert ins Haus: In Situationen wie diesen ist ein finanzieller Puffer entscheidend. Tagesgeld anlegen eignet sich dafür besonders gut. Das Tagesgeldkonto hält Ersparnisse getrennt vom Girokonto, verzinst sie und macht sie bei Bedarf schnell verfügbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tagesgeld ist der klassische Ort für den Notgroschen: Das Geld bleibt sicher angelegt, wird verzinst und ist bei Bedarf schnell verfügbar.
  • Das Konto eignet sich auch für geplante Ausgaben: Größere Beträge lassen sich dort kurzfristig parken, etwa für Urlaub, Steuern oder Anschaffungen.
  • Entscheidend sind die Konditionen: Wer Tagesgeld nutzt, sollte auf Einlagensicherung, Zinsgutschrift, Referenzkonto und Freistellungsauftrag achten.

Tagesgeld als Not­groschen

In der Finanzplanung gilt als Faustregel: Drei bis sechs Netto-Monatsgehälter sollte man für unvorhergesehene Notfälle beiseitelegen. Das Tagesgeldkonto bietet hier den Vorteil, dass dadurch Erspartes sauber vom Girokonto getrennt bleibt. So bleibt die Rücklage für den Ernstfall reserviert und wirft gleichzeitig Zinsen ab.

Wer zum Beispiel kurzfristig eine neue Waschmaschine benötigt, kann die Anschaffung so problemlos finanzieren, ohne laufende Aktien- oder ETF-Sparpläne zu stoppen oder gar Anteile mit Verlust verkaufen zu müssen.

Mehr zum Thema: Die besten Waschmaschinen finden Sie in unserem Vergleichs-Test.

Wofür Tagesgeld außerdem sinnvoll ist

Auch für andere Zwecke kann sich ein Tagesgeldkonto lohnen oder praktisch sein. Es eignet sich unter anderem für die folgenden Szenarien.

Kurzfristiger Parkplatz für geplante Ausgaben

„Tagesgeld ist für absolut jeden sinnvoll – als Geldparkplatz, auf den man jederzeit zugreifen kann und Zinsen erhält“, erklärt Finanzexperte Julian Pickbrenner. Dabei geht es nicht nur um den klassischen Notgroschen. Ein Tagesgeldkonto eignet sich auch, um größere Beträge für absehbare Ausgaben zwischenzuparken, etwa für eine anstehende Steuernachzahlung oder den nächsten Urlaub.

Risikoarmer Bestand­teil des Gesamt­vermögens

Ein Tagesgeldkonto kann außerdem ein risikoarmer Baustein in der Geldanlage sein. In einer ausgewogenen Anlagestrategie kann es den Gegenpol zu schwankungsanfälligen Werten wie Aktien bilden: So bleibt ein Teil des Geldes sicher geparkt, während ein anderer weiterhin Rendite bringen kann. Während Aktien auch mal kräftig ausschlagen können, federt Tagesgeld Schwankungen im Gesamtvermögen ab und sorgt durch die Verfügbarkeit für mehr finanzielle Flexibilität.

Wichtig ist jedoch die Unterscheidung: Der Notgroschen für den Alltag und das Tagesgeld als Teil der Anlagestrategie erfüllen unterschiedliche Zwecke. Notgroschen und Geldanlage sollte man deshalb immer getrennt betrachten: Der Notgroschen muss jederzeit verfügbar sein, das übrige Geld darf breiter investiert werden.

Zinsmöglichkeit für sicher­heits­orientierte Sparer

Auch für Sparer, die wenig Risiko eingehen möchten, ist Tagesgeld interessant. Das Guthaben liegt geschützt bei der Bank, bleibt jederzeit verfügbar und ist in der Regel besser verzinst als auf dem Girokonto. Die Rendite hält sich jedoch in Grenzen: Wirklich wächst das Geld nur, wenn die Tagesgeldzinsen über der Inflationsrate liegen. Gerade in Zeiten steigender Preise geht es beim Tagesgeld oftmals vor allem darum, den Wert des Ersparten möglichst stabil zu halten. Die Zinsen für Tagesgeld sind außerdem nicht garantiert und können sich jederzeit ändern.

Worauf man achten sollte

Um das Maximum aus der Anlage herauszuholen, sollte man folgende Punkte beachten:

  • Einlagensicherung: Achten Sie darauf, dass Ihr Guthaben durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt ist. In der EU sind Einlagen in der Regel pro Kunde und Bank bis zu 100.000 Euro geschützt. Bei höheren Summen empfiehlt es sich, das Geld auf mehrere Banken zu verteilen.
  • Zinsintervall: Es lohnt sich zu prüfen, ob die Bank die Zinsen monatlich, vierteljährlich oder jährlich gutschreibt. Werden die Zinsen monatlich gutgeschrieben, profitiert man vom Zinseszinseffekt, da sich die bereits erhaltenen Zinsen im nächsten Monat direkt mitverzinsen.
  • Freistellungsauftrag: Da Zinserträge der Kapitalertragsteuer unterliegen, sollte man direkt beim Eröffnen des Kontos einen Freistellungsauftrag erteilen. So nutzt man den jährlichen Freibetrag von bis zu 1.000 Euro pro Person, bei gemeinsam veranlagten Ehegatten oder Lebenspartnern bis zu 2.000 Euro. Solange die Zinserträge unter diesem Betrag liegen, werden sie automatisch ohne Steuerabzug gutgeschrieben.
  • Referenzkonto: Für ein Tagesgeldkonto wird in der Regel ein bestehendes Girokonto als Referenzkonto hinterlegt. Über dieses verknüpfte Konto wickeln Sie aus Sicherheitsgründen alle Ein- und Auszahlungen ab.

Welche Banken aktuell die attraktivsten Konditionen bieten, erfahren Sie in unserem ausführlichen Tagesgeld-Vergleich.

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