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Mit dem Auto in den Urlaub: So spart man bei Sprit, Maut und Parken Test: Mit Dem Auto In Den Urlaub Aufmacher Finanzen Foto: Vit Kovalcik / Adobe Stock

Mit dem Auto in den Urlaub: So spart man bei Sprit, Maut und Parken

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Wer die größten Kostentreiber kennt, kann an den richtigen Stellen sparen, ohne dass der Urlaub dadurch weniger schön wird. Wie das klappt, zeigen die folgenden Tipps.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bewusst tanken: Spritpreis-Apps zeigen günstige Tankstellen entlang der Strecke. Abseits der Autobahn ist Kraftstoff häufig deutlich günstiger.
  • Ruhig fahren: Eine gleichmäßige Fahrweise senkt den Verbrauch laut ADAC um bis zu 20 Prozent.
  • Vorab planen: Wer Maut, Parken und Verpflegung im Voraus organisiert, zahlt unterwegs weniger und reist entspannter.

Sprit- und Stromkosten senken

Sprit und Ladestrom gehören zu den größten Kostenpunkten einer Autoreise. Gerade hier lässt sich viel sparen: über den Preis pro Liter oder Kilowattstunde und über den Verbrauch.

Günstig tanken

  • Rechtzeitig tanken: Wer vor der Abfahrt an einer günstigen Tankstelle volltankt, umgeht die teuren Raststättenpreise zumindest auf der ersten Etappe.
  • Autobahntankstellen meiden: Muss man unterwegs nachtanken, lohnt es sich häufig, die Autobahn kurz zu verlassen. Der ADAC verglich im April 2026 die Preise von rund 14.000 deutschen Tankstellen. Super E10 und Diesel waren an Autobahntankstellen im Durchschnitt rund 33 Cent je Liter teurer als an Tankstellen abseits der Autobahn. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern entspricht das einem Preisunterschied von 16,50 Euro. In Grenznähe sollte man außerdem die Preise im Nachbarland vergleichen.
  • Tank-Apps nutzen: Apps wie Benzinpreis-Blitz oder ADAC Drive zeigen die aktuellen Preise entlang der Strecke.

Verbrauch senken

  • Gleichmäßig fahren: Wer früh hochschaltet und vorausschauend rollt, statt ständig zu beschleunigen und zu bremsen, spart laut ADAC bis zu 20 Prozent Kraftstoff. Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt der Verbrauch deutlich. Ein Tempomat kann auf freien und weitgehend ebenen Strecken helfen, das Tempo zu halten.
  • Reifendruck prüfen: Zu wenig Luft im Reifen erhöht den Rollwiderstand und damit den Verbrauch. Vor einer langen Fahrt sollte man den Reifendruck deshalb an die Beladung anpassen. Den passenden Wert für ein voll beladenes Auto findet man in der Bedienungsanleitung, im Tankdeckel oder im Türrahmen.
  • Unnötiges Gewicht vermeiden: Vor der Reise sollte man den Kofferraum ausräumen und alles zu Hause lassen, was im Urlaub nicht benötigt wird. Dachboxen und Träger sollte man nur montieren, wenn sie tatsächlich gebraucht werden, da sie den Luftwiderstand erhöhen. Mit einem Kofferraum-Organizer lassen sich kleinere Gegenstände übersichtlich verstauen.
  • Stauzeiten meiden: Wer beim Reisetag oder bei der Abfahrtszeit flexibel ist, sollte besonders belastete Ferienzeiten und den Berufsverkehr möglichst umgehen. Kurz vor dem Start lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage und die Stauprognose für die geplante Route.

Ladestopps mit dem E-Auto planen

Wer mit dem E-Auto unterwegs ist, sollte Ladestopps und Preise vorab vergleichen. Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter, Tarif und Ladeleistung deutlich.

  • Tarif vorab prüfen: In einer ADAC-Untersuchung war spontanes Laden ohne Vertrag beim gleichen Anbieter bis zu 62 Prozent teurer als ein Tarif ohne Grundgebühr. Ad-hoc-Laden ist zwar nicht grundsätzlich teurer, vor dem Ladestopp sollte man die Preise aber vergleichen und prüfen, welche Ladekarten oder Apps entlang der Route und im Urlaubsland funktionieren.
  • Route vorbereiten: Ladeplaner wie A Better Routeplanner berücksichtigen Reichweite, Ladeleistung und geeignete Stopps entlang der Strecke. So muss man nicht erst mit niedrigem Akkustand nach einer verfügbaren Ladesäule suchen.
  • Zusatzkosten beachten: Je nach Anbieter können Blockiergebühren anfallen, wenn das Fahrzeug nach dem Laden an der Säule stehen bleibt. Auch bei Ladepunkten an Unterkünften sollte man vorab erfragen, ob und zu welchem Preis sie genutzt werden können.

Maut und Verkehrsregeln im Ausland beachten

Auch Gebühren für Autobahnen und Schnellstraßen sollte man bei der Reiseplanung berücksichtigen. Hinzu kommen mögliche Kosten für Tunnel, Brücken, Umweltzonen und Verkehrsverstöße.

Vignette und Streckenmaut vorab organisieren

Vor der Abfahrt sollte man prüfen, welche Gebühren auf der geplanten Route anfallen. In Österreich, der Schweiz, Slowenien oder Tschechien benötigt man beispielsweise eine Vignette. In Frankreich und Italien richtet sich die Maut dagegen meist nach der gefahrenen Strecke.

Digitale Vignetten kauft man am besten direkt beim offiziellen Mautbetreiber des jeweiligen Landes. Webseiten von Drittanbietern sehen den offiziellen Verkaufsstellen oft täuschend ähnlich und verlangen zusätzlich Servicegebühren. Wichtig ist außerdem, die Vignette passend zur Reisedauer auszuwählen und Kennzeichen, Zulassungsland, Fahrzeugklasse und Gültigkeitsbeginn sorgfältig zu kontrollieren.

Eine mautfreie Alternativstrecke lohnt sich nur, wenn sie nicht deutlich länger ist und der zusätzliche Spritverbrauch die Ersparnis nicht wieder aufzehrt.

Österreich: Auf den Gültigkeitsbeginn der Vignette achten

Kauft man als Privatperson eine digitale Zwei-Monats- oder Jahresvignette im ASFINAG-Mautshop oder in der ASFINAG-App, ist sie frühestens ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig. Für die digitale Ein-Tages- und Zehn-Tages-Vignette gilt diese Wartefrist nicht. Sie können auch online mit sofortiger Gültigkeit gekauft werden.

Wer kurzfristig eine Zwei-Monats- oder Jahresvignette benötigt, kann sie bei einer offiziellen Verkaufsstelle, an einer ASFINAG-Mautstelle oder an einem Verkaufsautomaten kaufen. Dort entfällt die 18-Tage-Frist. Vor dem Kauf sollte man das ausgewählte Startdatum kontrollieren.

Wichtig für die kommenden Reisejahre: Die Klebevignette 2026 ist die letzte ihrer Art. Sie gilt noch bis zum 31. Januar 2027, danach gibt es in Österreich ausschließlich die digitale Vignette.

Wann sich eine Mautbox lohnt

Eine Mautbox kann praktisch sein, wenn man regelmäßig durch Länder wie Frankreich oder Italien fährt. Die Gebühren werden mithilfe des kleinen elektronischen Geräts automatisch abgerechnet. Außerdem kann man an vielen Mautstellen eigene Fahrspuren nutzen und dadurch Wartezeiten vermeiden.

Günstiger wird die Maut durch eine Mautbox aber nicht automatisch, denn je nach Anbieter fallen zusätzliche Gebühren an.

Tunnel, Brücken und Umweltzonen

Neben der eigentlichen Autobahnmaut können im Ausland Tunnel- und Brückengebühren, City-Maut und Kosten für Umweltzonen anfallen. Teilweise muss man das Fahrzeug vor der Einfahrt registrieren oder eine Umweltplakette bestellen. Versäumt man das, drohen Bußgelder.

Auf das Navigationssystem allein sollte man sich dabei nicht verlassen. Es kann eine Strecke durch eine Umweltzone oder über eine gebührenpflichtige Straße vorschlagen, ohne auf alle Kosten und Voraussetzungen hinzuweisen.

Welche Geräte im Test überzeugen, zeigt unser Navi-Test.

Verkehrsverstöße im Ausland können teuer werden

Auch vermeintlich kleine Verkehrsverstöße können im Ausland kostspielig sein. Wer etwa in Italien 20 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss laut ADAC mit einem Bußgeld von mindestens 175 Euro rechnen. In den Niederlanden werden dafür mindestens 230 Euro fällig.

Auch die unerlaubte Handynutzung am Steuer wird teuer: In Italien kostet sie mindestens 250 Euro, in den Niederlanden sogar 440 Euro. Dort setzen die Behörden zudem spezielle Handy-Blitzer ein, die erkennen sollen, ob Fahrer während der Fahrt ein Smartphone in der Hand halten.

Weitere Reisekosten senken

Neben Sprit und Maut können Gebühren für Fähre und Parken, Verpflegung und Kosten beim Bezahlen die Reisekasse belasten. Auch bei diesen Posten lässt sich mit etwas Vorbereitung sparen.

Fährkosten früh einplanen

Führt die Route über eine Fähre, sollte man Preise, Abfahrtszeiten und mögliche Reisetage frühzeitig vergleichen. Die Kosten hängen unter anderem von der Strecke, dem Reisezeitpunkt und den Abmessungen des Fahrzeugs ab. Dachboxen, Fahrradträger oder Anhänger sollte man bei der Buchung angeben, da sie die Fahrzeugmaße verändern und den Preis erhöhen können. Vergleichsportale verschaffen einen Überblick, können aber Servicegebühren aufschlagen. Ein Gegencheck auf der Seite der Reederei lohnt sich deshalb.

Parkkosten senken

Parkgebühren werden bei der Urlaubsplanung leicht übersehen. Schon bei der Buchung sollte man deshalb prüfen, ob die Unterkunft einen Stellplatz anbietet und was dieser pro Tag kostet. Ein zunächst günstiges Hotel kann durch hohe Parkgebühren am Ende deutlich teurer werden.

  • Park-and-Ride nutzen: Am Stadtrand ist das Parken häufig günstiger als im Zentrum. Von dort kann man mit Bus oder Bahn weiterfahren.
  • Flughafenparkplätze vergleichen: Shuttle-Parkplätze außerhalb des Flughafengeländes sind häufig günstiger als Parkhäuser direkt am Terminal.
  • Park-Apps prüfen: Apps wie EasyPark, Parkster oder PayByPhone erleichtern die Bezahlung und ermöglichen teilweise eine genauere Abrechnung der Parkzeit. Zusätzlich zur Parkgebühr kann jedoch eine Servicegebühr anfallen. Deshalb sollte man den Gesamtpreis mit dem Parkscheinautomaten oder einer städtischen App vergleichen.
  • Parkplatz bei der Hotelwahl berücksichtigen: Unterkünfte außerhalb des Zentrums bieten häufiger kostenlose oder günstigere Stellplätze.
  • Elektronische Parkscheibe im Ausland prüfen: Im Ausland gelten unterschiedliche Regeln. Vor der Reise sollte man deshalb die Vorgaben am Urlaubsort prüfen, etwa beim ADAC oder beim Automobilclub des Reiselands. In Österreich sind elektronische Parkscheiben und die übliche deutsche Parkscheibe nicht gültig. Dort braucht man eine Parkscheibe mit Viertelstundeneinteilung und rundet die Ankunftszeit auf die nächste Viertelstunde auf. Welche Modelle sich für Deutschland eignen, zeigt unser Vergleich elektronischer Parkscheiben.

Reiseproviant mitnehmen

Viele verbinden den Toiletten-, Tank- oder Ladestopp mit einer Essenspause. Snacks, Getränke und Kaffee an der Raststätte sind allerdings deutlich teurer als im Supermarkt. Wer sich Reiseproviant einpackt, kann gerade bei einer Familienreise einiges sparen.

In einer guten Kühlbox bleibt das Essen auch bei Sommerhitze frisch. In unserem Kühlbox-Vergleich überzeugte die Kängabox Trip mit ihrer Kombination aus Kühlleistung, geringem Gewicht, einfacher Handhabung und Preis.

Kartengebühren vor der Reise prüfen

Außerhalb des Euroraums können beim Tanken, an Mautstellen, in Parkhäusern und beim Geldabheben zusätzliche Gebühren entstehen. Vor der Reise sollte man deshalb prüfen, ob die eigene Bank ein Fremdwährungsentgelt oder Gebühren für Abhebungen verlangt.

Eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsentgelt kann sich im Ausland lohnen. In unserem Vergleich der kostenlosen Kreditkarten empfehlen wir für Reisen die Bank Norwegian Visa Card. Mit ihr sind Fremdwährungszahlungen gebührenfrei, außerdem sind Reiseversicherungen enthalten.

In der Landeswährung zahlen

Kartenterminals und Geldautomaten bieten häufig an, den Betrag direkt in Euro umzurechnen. Bei dieser sogenannten Dynamic Currency Conversion legt der Händler oder Automatenbetreiber den Wechselkurs fest. Dieser ist häufig ungünstiger als die spätere Umrechnung durch den Kartenanbieter. In der Regel ist es deshalb besser, die Umrechnung abzulehnen und in der jeweiligen Landeswährung zu bezahlen.

Außerdem sollte man nicht nur ein einziges Zahlungsmittel mitnehmen. Wird eine Karte abgelehnt oder geht sie verloren, bleibt so eine Alternative.

Pannenkosten und Doppelabsicherungen vermeiden

Eine Panne im Urlaub kann schnell teuer werden. Deshalb lohnt es sich, das Fahrzeug vor der Abfahrt zu überprüfen und zu klären, welcher Schutz im Ausland bereits besteht.

Fahrzeugcheck vor der Abfahrt

Einige Tage vor der Abfahrt sollte man Reifen, Motoröl, Kühlmittel, Beleuchtung, Scheibenwischer und Bremsen kontrollieren. Auch der Verbandskasten gehört auf die Checkliste: Ist der Inhalt vollständig und sind die sterilen Materialien noch haltbar? Welche Modelle im Test überzeugt haben, zeigt unser Test der Verbandskästen fürs Auto.

Leuchtet bereits eine Warnlampe auf oder verhält sich das Fahrzeug ungewöhnlich, sollte man nicht warten. Eine Reparatur in der vertrauten Werkstatt ist häufig unkomplizierter und günstiger als eine Reparatur unterwegs oder im Ausland.

Versicherungsschutz und Schutzbrief prüfen

Vor der Fahrt lohnt sich außerdem ein Blick in die vorhandenen Verträge. Decken die Kfz-Versicherung oder ein Schutzbrief Pannenhilfe und Abschleppen im Ausland ab? Besteht bereits eine Mobilitätsgarantie des Fahrzeugherstellers oder eine Mitgliedschaft in einem Automobilclub, kann eine zusätzliche Absicherung überflüssig sein.

Je nach Reiseziel können Leistungen für die Weiterfahrt, eine Übernachtung, einen Mietwagen oder den Rücktransport des Fahrzeugs wichtig sein. Was bei einer Kfz-Versicherung zählt, erklären wir in unserem ausführlichen Ratgeber.

Checkliste: Vor der Autoreise prüfen

Mit dieser Checkliste lassen sich viele unnötige Ausgaben bereits vor der Abfahrt vermeiden:

  • Tank- oder Ladestopps entlang der Strecke planen.
  • Stauprognose prüfen und nach Möglichkeit eine verkehrsärmere Abfahrtszeit wählen.
  • Reifen und Reifendruck, Flüssigkeiten, Beleuchtung, Scheibenwischer und Bremsen überprüfen.
  • Unnötiges Gepäck ausladen und Dachboxen nur bei Bedarf montieren.
  • Maut, Vignette, Tunnelgebühren und Umweltzonen kontrollieren.
  • Schutzbrief, Mobilitätsgarantie und Leistungen der Kfz-Versicherung vergleichen.
  • Parkkosten der Unterkunft und mögliche Servicegebühren von Park-Apps prüfen.
  • Fähre rechtzeitig buchen und Fahrzeugmaße einschließlich Dachbox, Fahrradträger oder Anhänger korrekt angeben.
  • Fremdwährungsentgelt der Kreditkarte kontrollieren und ein zweites Zahlungsmittel mitnehmen.
  • Getränke und Verpflegung für die Fahrt einpacken.

Wer diese Punkte vor der Abfahrt erledigt, vermeidet viele Zusatzkosten und muss unterwegs seltener aus Bequemlichkeit die teurere Lösung wählen.

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