Ob Konflikte mit dem Vermieter, Ärger am Arbeitsplatz oder nach einem Verkehrsunfall – Rechtsstreitigkeiten entstehen schneller, als man denkt. Und dann stellt sich die Frage: Lohnt sich der Gang zum Anwalt überhaupt? Denn selbst bei berechtigten Anliegen können die Gerichtskosten und Anwaltsgebühren schnell höher sein als der eigentliche Schadensersatz.
In einem solchen Streitfall kann eine Rechtsschutzversicherung den Rücken stärken. Sie übernimmt im Schadensfall die Kosten für Anwälte und Gerichte – und schützt damit vor finanziellen Risiken. Doch nicht jede Police passt zu jedem Lebensstil. Je nach Tarif und Bausteinen unterscheiden sich die Versicherung in Preis, Leistungsumfang und Wartezeiten stark. Ein Vergleich hilft, die passende Versicherung zu finden – damit man im Ernstfall nicht alleine dasteht.
Wir haben 48 Tarife von 25 Rechtsschutzversicherungen miteinander verglichen, die die Bereiche Privat, Beruf und Verkehr als Paket absichern. Dafür haben wir unter anderem die jährliche Prämie, den inkludierten Rechtsschutz und die Wartezeiten überprüft. Mehr zur Methodik lesen Sie im Abschnitt »So haben wir verglichen«.
Kurzübersicht
HUK-Coburg Plus

- Hohe Deckungssummen
- Kostenübernahme bei Mediation
- Zuschuss bei Vorsorgerechtsangelegenheiten
- Lange Wartezeit bei Studienplatzklagen
Der Tarif Plus der HUK-Coburg ist unser Favorit im Vergleich der besten Rechtsschutzversicherungen. Zu einem vergleichsweise günstigen Jahrespreis bietet die Versicherung viele Leistungen, die über die anderer Versicherungen hinausgehen. Durch die hohe Deckungssumme weltweit eignet sich der Tarif auch besonders für diejenigen, die häufig außerhalb Europas Urlaub machen.
WGV Optimal

- Hohe Deckungssummen
- Geringe Wartezeit bei Studienplatzklagen
- Wartezeitverzicht bei vielen Rechtsfällen
Der Comfort-Tarif der WGV bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit dem umfangreichen Leistungspaket ist man für die meisten Fälle gut abgesichert. Besonders für (angehende) Studenten könnte der Comfort-Tarif gut passen: Nach einer Wartezeit von sechs Monaten übernimmt die WGV pro Semester die Kosten für eine Studienplatzklage.
Arag Komfort

- Unbegrenzt hohe Deckungssumme weltweit
- Wartezeitverzicht bei vielen Rechtsfällen
- Rückwirkende Leistunge
- Lange Wartezeit bei Studienplatzklagen
Auch Arag Komfort können wir empfehlen. Der Tarif deckt die meisten Rechtsfälle ab. Besonders eignet sich der Tarif für Menschen, die viel in der Welt unterwegs sind und sich ausreichend absichern wollen. Da die Deckungssumme weltweit unbegrenzt ist, muss man sich auch bei Rechtsstreits in Ländern wie den USA keine Sorgen um die Anwaltskosten machen.
Vergleichstabelle
Die Preise in unserer Vergleichstabelle beziehen sich auf einen Selbstbehalt von 300 Euro. Bei manchen Tarifen haben wir 250 Euro Selbstbehalt gewählt, wenn 300 Euro nicht verfügbar waren.
Bis zu 10 Produkte auswählen und direkt gegenüberstellen.







- Hohe Deckungssummen
- Kostenübernahme bei Mediation
- Zuschuss bei Vorsorgerechtsangelegenheiten
- Lange Wartezeit bei Studienplatzklagen

- Hohe Deckungssummen
- Geringe Wartezeit bei Studienplatzklagen
- Wartezeitverzicht bei vielen Rechtsfällen

- Unbegrenzt hohe Deckungssumme weltweit
- Wartezeitverzicht bei vielen Rechtsfällen
- Rückwirkende Leistunge
- Lange Wartezeit bei Studienplatzklagen

- Wartezeitverzicht bei vielen Rechtsfällen
- Nicht versicherte Leistungsfälle sind für außergerichtliche Lösungen abgedeckt
- Lange Wartezeit bei Studienplatzklagen

- Hohe Deckungssummen
- Online-Rechtsberatung
- Studienplatzklagen nicht inkludiert

- Keine Begrenzung der Aufenthaltsdauer im Ausland
- Studienplatzklagen nicht inkludiert
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Der Preis der Gerechtigkeit: Rechtsschutzversicherungen im Vergleich
Eine Rechtsschutzversicherung deckt die Kosten eines Rechtsstreits, also zum Beispiel die Kosten für Anwalt, Gericht oder Sachverständige. So allgemein lässt sich das aber nicht sagen, denn Rechtsschutzversicherungen sind oftmals modular aufgebaut und versichern so nur bestimmte Lebensbereiche und auf Wunsch viel drumherum. Mögliche Bereiche sind das Vertragsrecht, Berufsrecht, Sozialrecht, Strafrecht, Familien- und Erbrecht, Steuerrecht, Verkehrsrecht oder Streitigkeiten rund um Miete und Eigentum.
Aber auch aus einem anderen Grund ist die Absicherung im Detail nicht so klar. »Die Versicherungsbedingungen enthalten oft eine Vielzahl an Ausschlüssen«, so Weidenbach. Sie nennt ein Beispiel. Zwar sind die Klagen rund um Handwerkerleistungen in den meisten Fällen mitversichert, nicht aber Probleme rund um den Kauf, Verkauf, Entwurf, die Planung, die Errichtung oder die Finanzierung eines Hauses. »Das macht es alles sehr kompliziert«, so Weidenbach.
Die Tarife enthalten viele Ausschlüsse
In fast allen Fällen – mit Ausnahme von Arbeitsrechtsverfahren in der ersten Instanz – würde der Verbraucher auch dann seine Kosten erstattet bekommen, wenn er den Prozess gewinnt. Dann muss nämlich die Gegenseite dafür aufkommen. Aber das ist natürlich mit einem Risiko verbunden, zumal sich Parteien auch gerne vergleichen. Und bei einem Vergleich zahlen in aller Regel die Prozessbeteiligten ihre Kosten selbst. Überdies soll eine Rechtsschutzversicherung ja gerade das Kostenrisiko absichern, besonders bei kostenintensiven Fällen wie dem Strafrechtsschutz.
»Umso wichtiger ist es aber, dass ein Rechtsschutzversicherer relativ unkompliziert die Kosten übernimmt«, so Weidenbach weiter. Sprich: Er muss eine Deckungszusage machen. Und hier agieren die Unternehmen durchaus sehr unterschiedlich: Es ist sehr schwer vorherzusagen, ob der Versicherer der eigenen Klage eine Erfolgschance einräumt und damit eine Deckungszusage macht. Zwar kümmern sich oftmals die beauftragten Rechtsanwälte auch um die Deckungszusage, aber auch diese können nicht grundsätzlich eine Ablehnung verhindern.
Ist der Verbraucher trotz Ablehnung dennoch davon überzeugt, dass der Versicherer zahlen müsste, dann bleibt nur der Beschwerdeweg, etwa über den Versicherungsombudsmann. Oder eben die Beauftragung eines Anwalts auf eigene Kosten.

Formen des Rechtsschutzes
Welcher Rechtsschutz der richtige ist, hängt von den Bedürfnissen des Versicherten ab. Sehr viele Risiken können abgedeckt werden, was aber nicht für jeden immer sinnvoll ist. Folgende Unterscheidungen gibt es:
Privatrechtsschutz: Viele rechtliche Konflikte entstehen nicht aus einem klassischen Vertragsverhältnis, sondern aus alltäglichen Auseinandersetzungen – etwa zwischen Nachbarn, im Ehrenamt oder bei Streitigkeiten rund um Online-Bewertungen. Hier kann der allgemeine Privatrechtsschutz einspringen. Wichtig ist, dass die Auseinandersetzung nicht schon vor Versicherungsbeginn begonnen hat – andernfalls greift der Schutz nicht. Wer sich häufig in komplexen sozialen Kontexten bewegt, profitiert besonders von einem breiten Deckungsschutz. Allerdings gibt es häufig Einschränkungen: Bei Erbstreitigkeiten und Scheidungen zahlt die Versicherung meistens nicht – etwa im Rahmen des Familienrechtsschutzes – oder beispielsweise nur eine Erstberatung.
Berufsrechtsschutz: Wer einmal im Arbeitsrechtsstreit war, weiß: In der ersten Instanz zahlen alle Parteien selbst. Wenn es also Ärger mit dem Chef gibt, etwa wegen einer Kündigung, dann kommt der Berufsrechtsschutz für die eigenen Anwalts- und Gerichtskosten auf. Häufig kommt es auch zu einem Vergleich, auch in späteren Instanzen: Auch in diesem Fall zahlt die Versicherung in der Regel.
Es können verschiedene Bereiche abgedeckt werden
Strafrechtsschutz: Wer wegen einer angeblichen Straftat ins Visier der Ermittlungsbehörden gerät, steht oft vor erheblichen Kosten. Schon ein Ermittlungsverfahren kann die Beauftragung eines Strafverteidigers notwendig machen. Der Strafrechtsschutz greift in der Regel bei fahrlässig begangenen Straftaten – etwa bei einem Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung oder des Diebstahls im beruflichen Kontext. Bei vorsätzlichen Taten hingegen besteht meist kein Schutz – es sei denn, das Verfahren endet mit einem Freispruch. Wichtig: Der Schutz greift nicht nur vor Gericht, sondern oft bereits im Ermittlungsverfahren.
Verkehrsrechtsschutz: „Wer mobil mit dem Auto oder Motorrad oder auch nur als Fußgänger im Straßenverkehr unterwegs ist, sollte über einen Verkehrsrechtsschutz nachdenken“, rät Verbraucherschützerin Weidenbach. »In diesem Bereich gibt es viele Unfälle und schnell Streit und es werden Gutachten notwendig.« Der Versicherungsschutz gilt dann übrigens nicht nur als Fahrer im Auto, sondern auch als Beifahrer oder Fußgänger. Eine Deckungszusage bei Streitigkeiten rund ums Knöllchen lehnen die Versicherer ab – es gibt hier zwar immer mal wieder Angebote auf dem Markt, „die sind aber nicht als seriös einzustufen“, so Weidenbach.
Mieterrechtsschutz: Mieter haben in Deutschland tendenziell einen starken Stand. Geregelt wird das über ein umfassendes Mietrecht. Immer wieder gibt es aber dennoch Konflikte, manchmal um scheinbare Selbstverständlichkeiten, etwa rund um eine korrekte Nebenkostenabrechnung, manchmal auch um Übliches, wie etwa Klauseln rund um die sogenannten Schönheitsreparaturen, die der BGH dann irgendwann verboten hat. Und Ärger mit dem Vermieter landet recht schnell vor Gericht. Deshalb kann der Mietrechtsschutz als Anhang zum Privatrechtsschutz häufig mitgebucht werden.
Vermieterrechtsschutz: Auf der entgegengesetzten Seite stehen Vermieter und Hauseigentümer, die sich auch mit Mietern, aber auch Handwerkern herumärgern können. Bestimmte Fälle – längst nicht alle – deckt ein Vermieterrechtsschutz ab.
Tipp:Rechtsschutzversicherung bei anderem Anbieter abschließen
Wenn Sie Ihre Kapitalanlagen und Versicherungen zentral bei einem Versicherungsunternehmen führen, dann sollten Sie die Rechtsschutzversicherung lieber woanders abschließen. Die meisten Rechtsschutzversicherungen schließen eine Rechtsvertretung gegen die eigene Gesellschaft in den Versicherungsbedingungen aus.
Rechtsschutz über Vereine, Verbände und Kreditkarten
Absolut üblich und etabliert sind im Arbeitsrechtsschutz Verbände und Gewerkschaften: Wer Stress mit dem Arbeitgeber oder einfach auch nur eine Frage rund um den Arbeitsvertrag hat, geht zum Gewerkschaftssekretär und findet dort ein offenes Ohr – und wird dann entweder zu Rechtsexperten weitergeleitet, internen Anwälten oder erhält auch eine Deckungszusage für einen externen Anwalt. Auch eher berufsständische Verbände bieten oftmals einen ähnlichen Service. Es lohnt sich auf jeden Fall auch der Vergleich, was wie genau abgedeckt ist.
Was für den Arbeitsrechtsschutz gilt, gilt auch für den Mieter-, Vermieter und Hausbesitzerrechtsschutz. Auf Seite der Mieter steht zum Beispiel der Deutsche Mieterbund mit einer umfassenden Begleitung rund um Mietfragen, auf der Gegenseite unter anderem die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund. Zusätzlich gibt es zahlreiche Hausbesitzer- und Hausbauer-Verbände, die auch eine rechtliche Beratung anbieten können. Ein Vergleich ist hier sinnvoll.
Bei Kreditkarten lohnt sich der genaue Blick auf die Konditionen
Interessant ist auch ein Blick in die eigenen Kreditkartenbedingungen: Manchmal wird hier auch ein Rechtsschutz mitversichert. Immer gilt: Die Konditionen sollten kontrolliert werden. Häufig ist diese nämlich auch sehr ausgewählte Bereiche beschränkt, etwa den Reiserechtsschutz oder den Mietwagenrechtsschutz.
Anwaltshotlines nutzen: Unabhängig davon, ob Sie rechtsschutzversichert sind, ist es häufig sinnvoll, einen Anwalt zu befragen. Sonst verliert man sich unnötig in den Tiefen des Internets. Ein Anruf bei einer Anwaltshotline ist gar nicht so teuer und gibt vielleicht auch eine gute Richtung für die weitere Strategie vor. Viele Rechtsschutzversicherungen bieten auch eine kostenlose Erstberatung an.
Diese Tarifbedingungen könnten wichtig sein
Der Bereich der Rechtsschutzversicherung ist unendlich vielfältig. Neben den generellen Rechtsgebieten spielen einige Tarifbedingungen bei der Auswahl vielleicht eine Rolle. Ein Überblick:
Versicherungssumme: Alle Versicherungsgesellschaften geben Auskunft darüber, bis zu welcher Gesamthöhe bezahlt wird. Es gibt auch Tarife, die hier eine unbegrenzte Versicherungssumme beinhalten.
Ausland: Im europäischen Ausland und einigen umgrenzenden Regionen gilt oft der gleiche Schutz wie im Inland. Darüber hinaus gibt es aber Sonderregelungen für das Ausland, etwa in Bezug auf die Versicherungssumme und die zeitliche Gültigkeit.
Strafkaution: Ein wichtiger Punkt ist, ob Strafkautionen als (zinsloses) Darlehen von der Versicherungsgesellschaft übernommen werden. Die Höhe der Übernahme unterscheidet sich von Tarif zu Tarif.
Studienplatzvergabe: Vielen Eltern ist wichtig, dass im Falle eines nicht erhaltenen Studienplatzes geklagt werden kann. Einige Tarife – aber längst nicht alle – übernehmen hierfür die Kosten.
Einige Tarife übernehmen die Kosten für Studienplatzklagen
Erbschafts-, Familien- und Lebenspartnerschaftsrecht: Gute Tarife sichern auch hier in einer gewissen Bandbreite Streitigkeiten ab. Manchmal wird zumindest die Kostenübernahme für eine Mediation übernommen.
Kapitalanlagen: Gibt es Ärger mit den Kapitalanlagen, sind in manchen Tarifen die Rechtsschutzkosten inkludiert, oftmals begrenzt auf eine bestimmte Höhe.
Wohnrechtsschutz: Ob Mieter, Vermieter oder Selbstnutzer – spezielle Tarifoptionen ermöglichen auch hier einen Rechtsschutz.
Baurechtsschutz: Sehr kompliziert wird es rund um den Hausbau. In seltenen Fällen übernehmen hier Rechtsschutzversicherungen ebenfalls eine Absicherung.
Berufsrechtsschutz: Die Leistungen können hier sehr unterschiedlich sein, etwa, ob auch Dienstverhältnisse inkludiert sind oder auch die Kontrolle des Arbeitsvertrags oder der Aufhebungsvereinbarung.
Urheberrechtsschutz: Wenn man gegen das Urheberrecht verstößt, beispielsweise bei einem illegalen Download von Musik im Web, dann vertreten manche Tarife den Verbraucher dabei, oftmals begrenzt auf eine bestimmte Höhe.
Selbstbeteiligung: Selbstbeteiligungen sind in der Rechtsschutzversicherung üblich. Damit sollen Tarife besser vor notorischen Streithähnen geschützt werden. Und tatsächlich sinken die Preise deutlich, wenn eine Selbstbeteiligung vereinbart wird. Manche Versicherungsgesellschaften bieten zudem eine Art Schadensfreiheitsrabatt an: Dann sinkt die Selbstbeteiligung, teilweise bis auf null Euro, wenn sie jahrelang nicht in Anspruch genommen wurde, also kein Schadensfall eingetreten ist. Zudem sind oftmals kleinere Sonderleistungen vom Selbstbehalt ausgenommen.
Oft gibt es Wartezeiten von drei bis sechs Monaten
Wartezeiten: Die Wartezeiten für unterschiedliche Absicherungsbereiche unterscheiden sich von Vertrag zu Vertrag. Rechtsschutzversicherungen sind in Bezug auf ihre Leistung ein Sonderfall unter den Versicherungen: Der Nutzer entscheidet selbst, wann diese eintreten soll. Um ihr Risiko kalkulierbar zu halten, haben sich die Versicherungsunternehmen deshalb mit zahlreichen Wartefristen geschützt. Niemals darf der Anlass eines Rechtsstreites schon vor dem Abschluss bestanden haben. So gilt oftmals eine dreimonatige – manchmal sogar eine sechsmonatige – Wartefrist. In den teureren Tarifvarianten sind oftmals Wartezeiten für bestimmte Rechtsschutzbereiche gestrichen.
Unser Favorit
HUK-Coburg Plus

- Hohe Deckungssummen
- Kostenübernahme bei Mediation
- Zuschuss bei Vorsorgerechtsangelegenheiten
- Lange Wartezeit bei Studienplatzklagen
Der Tarif Plus der HUK-Coburg ist unser Favorit unter den Rechtsschutzversicherungen. Trotz eines umfangreichen Leistungspaket ist der Tarif unter den günstigsten in unserem Vergleich: Mit einem Selbstbehalt von 300 Euro zahlt unser Muster-Versicherter (siehe Methodik) als Single pro Jahr rund 242 Euro, als Familie rund 275 Euro. Wer sich auch gegen Mietstreitigkeiten absichern möchte, kann optional für 53 Euro einen entsprechenden Baustein dazubuchen. Die Prämien sind beispielhaft für einen Muster-Versicherten, siehe Methodik.
Mitversicherte
In der Rechtschutzversicherung Plus der HUK-Coburg sind bei der Familienversicherung neben dem Versicherungsnehmer unter anderem auch auch folgende Personen abgesichert:
- Ehe-/Lebenspartner
- minderjährige Kinder
- volljährige Kinder, sofern sie noch nicht arbeiten
- Enkelkinder, sofern sie im selben Haushalt leben und sie noch nicht arbeiten
- Eltern und Großeltern, sofern sie im selben Haushalt leben
- Geschwister, sofern sie im selben Haushalt leben
Wartezeiten
Die Wartezeit für privaten Rechtsschutz (z. B. Sozial- oder Verwaltungsrechtsschutz) und für Arbeitsrechtsschutz beträgt drei Monate. Das ist allgemein bei Rechtsschutzversicherungen üblich. Ohne Wartezeit deckt die HUK-Coburg unter anderem Schadenersatz-, Strafrecht- und Verkehrsrechtfälle ab. Bei Studienplatzklagen gilt eine Wartezeit von drei Jahren.
Deckungssummen
Für Rechtsfälle innerhalb von Europa ist die Deckungssumme unbegrenzt. Kommt es weltweit zu einem Rechtsstreit, dann sichert die HUK-Coburg die entstehenden Kosten bis zu einer Million Euro – weltweit. Das im Vergleich zu anderen Versicherungen sehr hoch und besonders nützlich bei Rechtsstreit im Urlaub.
Leistungen
Der Tarif Plus der HUK-Coburg deckt alle üblichen Rechtsschutzsparten ab, wie das Steuerrecht, das Verwaltungsrecht oder das Berufsrecht. Doch für viele Bereiche hält die HUK-Coburg erweiterten Rechtsschutz bereit: So zahlt sie bei außergerichtlichen Konfliktbeilegung im Familien-, Lebenspartnerschafts- und Erbrecht auch die Kosten für eine Mediation. Soll eine Patientenverfügung oder ein Testament veranlasst werden, so übernimmt die HUK-Coburg die Kosten für den Rechtsanwalt bis zu 500 Euro pro Versicherungsjahr. Hierbei entfällt dann auch die Selbstbeteiligung.
Kundenservice
Prinzipiell können Versicherte sich ihren Anwalt selbst aussuchen. Die HUK-Coburg vermittelt aber auch passende Anwälte. Bei der kostenlosen Anwaltshotline berät ein Anwalt rund um die Uhr und klärt direkt, ob sich ein Rechtsfall lohnt. Die Kosten für die rechtliche Erstberatung übernimmt die Versicherung auch – das geht bei der HUK-Coburg auch direkt online. Die Selbstbeteiligung entfällt bei der Erstberatung.
Was sagen die anderen?
Die Stiftung Warentest hat im Januar 2025 den Tarif Plus der HUK-Coburg untersucht. Den Versicherungsumfang und die Verständlichkeit der Versicherungsbedingungen bewertet sie mit dem Qualitätsurteil „gut“ (1,7). Damit landet der Tarif unter den Top 3 Tarifen im Vergleich.
Weitere Empfehlungen
WGV Optimal

- Hohe Deckungssummen
- Geringe Wartezeit bei Studienplatzklagen
- Wartezeitverzicht bei vielen Rechtsfällen
Auch WGV Optimal überzeugte in unserem Vergleich mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Selbstbehalt von 300 Euro zahlt unser Muster-Versicherter (siehe Methodik) als Single pro Jahr rund 246 Euro, als Familie rund 276 Euro. Wer auch Mietangelegenheiten abgedeckt haben möchte, kann optional für 44 Euro einen entsprechenden Baustein dazubuchen. Die Prämien sind beispielhaft für einen Muster-Versicherten, siehe Methodik.
Mitversicherte
In der Rechtsschutzversicherung Optimal der WGV sind bei der Familienversicherung neben dem Versicherungsnehmer unter anderem auch folgende Personen abgesichert:
- Ehe-/Lebenspartner
- minderjährige Kinder
- volljährige Kinder
- Enkelkinder, sofern sie im selben Haushalt leben
- Eltern und Großeltern, sofern sie im selben Haushalt leben
- Geschwister, sofern sie im selben Haushalt leben
Wartezeiten
Die Wartezeit bei der WGV beträgt allgemein drei Monate. Die WGV verzichtet aber auf die Wartezeit, wenn es sich beispielsweise um Schadenersatz-, Strafrecht- und Verkehrsrechtsfälle handelt. Auch entfällt die Wartezeit im Steuer- und Sozialrecht. Das ist eher unüblich. Die Kosten für Studienplatzklagen übernimmt die WGV einmal pro Semester, mit einer Wartezeit von sechs Monaten. Das ist vergleichsweise wenig – andere Versicherungen haben eine Wartezeit von bis zu drei Jahren.
Deckungssummen
Die Deckungssumme für Rechtsfälle in Europa ist unbegrenzt. Bei Rechtsstreiten weltweit übernimmt die WGV bis zu 500.000 Euro. Das ist vergleichsweise hoch und besonders nützlich bei Rechtsstreit im Urlaub.
Leistungen
Der Tarif Comfort der WGV deckt alle üblichen Rechtsschutzsparten ab, wie das Steuerrecht, das Sozialrecht oder das Berufsrecht. Kommt es mal zu Kapitalanlagestreitigkeiten, dann übernimmt die WGV die Kosten bis zu 10.000 Euro. Beim Rechtschutz für Vorsorgeverfügungen, als beispielsweise bei Patientenverfügungen oder Erstellung eines Testaments, bezahlt die Versicherung die Anwaltskosten bis zu 1.500 Euro.
Kundenservice
Bei der WGV können sich Versicherte ihren Anwalt selbst aussuchen. Die Versicherung unterstützt aber auch bei der Suche nach einem passenden Anwalt. Über die kostenlose Anwaltshotline können Versicherte Fragen zu sämtlichen Rechtsthemen stellen, auch wenn noch kein Rechtsschutzfall eingetreten ist. Die Kosten für eine rechtliche Erstberatung übernimmt die WGV ebenfalls und verzichtet dabei auf die Selbstbeteiligung.
Arag Komfort

- Unbegrenzt hohe Deckungssumme weltweit
- Wartezeitverzicht bei vielen Rechtsfällen
- Rückwirkende Leistunge
- Lange Wartezeit bei Studienplatzklagen
Auch der Tarif Arag Aktiv Komfort bietet einen soliden Rechtsschutz. Zwar liegt der Preis etwas höher, im gesamten Vergleich liegt er aber im Mittelfeld. Ein Single zahlt mit einem Selbstbehalt von 250 Euro rund 341 Euro im Jahr, als Familie sind es rund 401 Euro. Die Prämien sind beispielhaft für einen Muster-Versicherten, siehe Methodik. Wer auch Mietstreitigkeiten abgedeckt haben möchte, kann optional für 50 Euro einen entsprechenden Baustein dazubuchen.
Mitversicherte
In der Rechtschutzversicherung Aktiv Komfort der Arag sind bei der Familienversicherung neben dem Versicherungsnehmer unter anderem auch folgende Personen abgesichert:
- Ehe-/Lebenspartner
- minderjährige Kinder
- volljährige Kinder, sofern sie noch nicht arbeiten
Wartezeiten
Viele private Rechtsangelegenheiten wie Steuer- oder Verwaltungsrechtsfälle haben bei der Arag keine Wartezeit. Bei beruflichen Rechtsfällen müssen die Versicherten jedoch drei Monate warten.
Deckungssummen
Die Deckungssumme für Rechtsfälle ist sowohl in Europa als auch weltweit unbegrenzt. Eine unbegrenzte Deckungssumme weltweit ist unter den Rechtsschutztarifen eher selten. Deshalb eignet sich der Tarif besonders für Versicherte, die viel privat und beruflich reisen. Insbesondere bei Rechtsfällen in den USA können die Anwaltskosten schnell teuer werden. Der weltweite Schutz gilt bis zu einem Jahr Aufenthalt im Ausland.
Leistungen
Der Komfort-Tarif der Arag deckt die üblichen Rechtsschutzsparten ab, wie das Steuerrecht, das Sozialrecht oder das Berufsrecht. Zusätzlich übernimmt die Versicherung auch die Anwaltskosten im Rahmen von Opfer- oder Anti-Stalking-Rechtsschutz. Allerdings fehlen sonst übliche Zusatzleistungen wie die Kostenübernahme bei der Erstellung eines Testaments oder bei privaten Urheberrechtsverstößen im Internet.
Kundenservice
Versicherte haben bei der Arag freie Anwaltswahl. Die Versicherung vermittelt aber auch passende Anwälte. Über die kostenlose Anwaltshotline können Versicherte Fragen zu allen Rechtsthemen stellen. Gut für Reisende: Deutschsprachige Anwälte beantworten Rechtsfragen im jeweiligen Landesrecht für über 20 europäischen Ländern und den USA. Die Kosten für eine rechtliche Erstberatung übernimmt die Arag ebenfalls und verzichtet dabei auf die Selbstbeteiligung.
Was gibt es sonst noch?
Roland Rechtsschutz Komfort
Der Tarif Komfort von Roland Rechtsschutz bietet solide Leistungen, die die wichtigsten Bereiche abdecken. Die Deckungssumme in Europa ist unbegrenzt, weltweit liegt sie bei 400.000 Euro. Die Wartezeiten liegen allgemein bei privaten und beruflichen Rechtsfällen bei drei Monaten. Verkehrsrechtsfälle haben keine Wartezeit. Besonders ist bei Roland die „Wir helfen immer“-Garantie: Bei nicht versicherten Leistungsfällen übernimmt die Versicherung die Kosten für eine außergerichtliche Mediation. Und das ohne Wartezeit oder Selbstbeteiligung.
DEURAG Safe
DEURAG Safe ist eine weitere Rechtsschutzversicherung mit einem guten Rundum-Schutz. In Europa ist die Deckungssumme unbegrenzt, weltweit liegt sie bei 500.000 Euro. Bei privaten und beruflichen Rechtsfällen liegt die Wartezeit in der Regel bei drei Monaten. Verkehrsrechtsfälle haben keine Wartezeit. Als Serviceleistungen bietet Deurag u.a. eine Online-Rechtsberatung, Vertrag-Checks und einen Antragscheck für eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
ADAC Premium
ADAC Premium lohnt sich besonders für ADAC-Mitglieder, denn die bekommen auf die Jahresprämie einen Rabatt. Auch sonst bietet der Tarif solide Leistungen in allen wichtigen Bereichen. Die Deckungssumme in Europa ist unbegrenzt, weltweit liegt sie bei 300.000 Euro. Das ist vergleichsweise wenig. Dafür gibt es keine Begrenzung der Aufenthaltsdauer im Ausland. Die Wartezeit liegt in der Regel bei drei Monaten. Verkehrsrechtsfälle sind hingegen sofort abgesichert, in dem Bereich beispielsweise auch bei Vorwurf eines Halt- oder Parkverstoßes.
So haben wir bewertet
Für unseren Vergleich der besten Rechtsschutzversicherungen berücksichtigen wir nur Tarife, die im Vergleich von Stiftung Warentest mindestens das Qualitätsurteil „gut“ erhielten. Die 48 Rechtsschutztarife von 25 Versicherungsunternehmen analysieren wir anhand von 16 Kriterien, die in vier Kategorien zusammengefasst und unterschiedlich gewichtet sind.
Folgende Kategorien und Kriterien fließen in den Test ein:
Konditionen (40 Prozent Gewichtung):
Wir vergleichen u.a. den Jahrespreis für einen 36-jährigen Single aus Essen (250 bzw. 300 Euro Selbstbeteiligung) und prüfen, wie hoch die Deckungssummen in Europa und weltweit sind.
Leistungen (25 Prozent Gewichtung):
Wir prüfen, ob die Versicherung neben den üblichen Rechtsschutzleistungen auch zusätzliche Bereiche abdeckt, wie beispielsweise Studienplatzklagen oder Urheberrechtsverletzungen.
Wartezeiten (25 Prozent Gewichtung):
Wir bewerten, wie lange die Wartezeiten für die Rechtsbereiche Privat, Beruf und Verkehr sind.
Kundenservice (10 Prozent Gewichtung):
Wir prüfen, ob eine Versicherung u.a. eine kostenlose Anwaltshotline anbietet oder wie einfach auffindbar und verständlich die Versicherungsbedingungen sind.
Die wichtigsten Fragen
Welche Rechtsschutzversicherung ist die beste?
Unser Favorit unter 48 untersuchten Tarifen ist der Tarif Plus der HUK-Coburg. Welche die beste Rechtsschutzversicherung für Sie persönlich ist, lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten, denn die individuellen Anforderungen sind hier sehr unterschiedlich. Soll zum Beispiel das Mietrecht mit abgedeckt sein oder nicht? Wie wichtig ist ein Schutz bei Erb- oder Ehestreitigkeiten – also ein umfassender Familienrechtsschutz? Das sind alles individuelle Entscheidungen. Die Versicherungsgesellschaften haben hier oft sehr unterschiedliche Angebote, weshalb sich ein Vergleich lohnt – insbesondere im Hinblick auf den Leistungsumfang bei Konflikten und die Gerichtskostenübernahme.
Was muss ich im Schadensfall tun?
Kommt es zu einem Schadensfall, sollte der Versicherte schnell handeln. Wichtig ist die zeitnahe Meldung an die Versicherung, meist innerhalb weniger Tage. Eine genaue Schilderung des Sachverhalts und alle verfügbaren Unterlagen – etwa Schriftwechsel, Fotos oder Polizeiberichte – helfen bei der Beurteilung durch die Versicherung. Viele Anbieter bieten digitale Schadenmeldungen oder Apps an, mit denen die Unterlagen unkompliziert eingereicht werden können. Je schneller der Fall aufgenommen wird, desto früher kann ein Anwalt tätig werden.
Hilft mir eine Rechtsschutzversicherung, gegen ein schlechtes Arbeitszeugnis vorzugehen?
Sofern eine entsprechende Leistung in der Rechtsschutzversicherung vereinbart wurde – etwa über einen Berufsrechtsschutz – hilft sie bei der Beurteilung und bei der Anfechtung des Zeugnisses. Entscheidend ist immer, ob eine Deckungszusage erteilt wird. In arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen ist der Versicherungsschutz besonders sinnvoll, da die Kosten in der ersten Instanz selbst getragen werden müssen.
Übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Anwaltskosten bei einer Abmahnung?
Im Rahmen der vereinbarten Versicherungsleistungen werden die Kosten für einen Anwalt übernommen – etwa über den Berufs- oder Vertragsrechtsschutz. Auch hier gilt: Es hängt davon ab, was Sie konkret als Versicherungsleistung vereinbart haben. Wichtig ist vor allem, ob der Fall unter einen versicherten Streitfall fällt und eine Deckungszusage erfolgt.
Sind volljährige Kinder in der Rechtsschutzversicherung noch mitversichert?
Ein Blick in die Versicherungsbedingungen ist hier wichtig, um zu erkunden, welche Regelungen gelten. In der Regel sind volljährige, unverheiratete/nicht partnerschaftliche Kinder bis zur ersten Berufstätigkeit mitversichert – oft auch im Rahmen eines Familien- oder Allrecht-Schutzes, der viele Lebensbereiche abdeckt.
Wo kann ich mich über meine Rechtsschutzversicherung beschweren?
Tatsächlich ist es schwer, eine Rechtsschutzversicherung zu verklagen, denn sie wird dafür selbst kaum die Deckungszusage übernehmen. Sprich: Sie müssen im Zweifel die Kosten selbst tragen. Aber bevor es soweit ist, können Sie auch den Versicherungsombudsmann einschalten. Dieser ist von den Versicherern beauftragt und wird auch von diesen bezahlt. Er schlichtet und vermittelt. Vielleicht erreichen Sie dadurch doch noch eine Deckungszusage durch den Versicherern. Da dies eine gangbare Möglichkeit ist, haben wir Versicherer, die nicht an dem Ombudsmannverfahren teilnehmen, nicht in unseren Vergleich aufgenommen. Natürlich können Sie sich auch an die Beschwerdestelle der BaFin wenden.
Was ist eine Strafkaution?
Einige Rechtsschutzversicherungen bieten im Bereich Strafrechtsschutz auch die Übernahme einer sogenannten Strafkaution an – meist als zinsloses Darlehen. Dies kann relevant werden, wenn der Versicherte in einem Ermittlungsverfahren in Untersuchungshaft genommen wird. Der Umfang dieser Leistung variiert stark je nach Tarif und Versicherer. Eine vorherige Klärung der Bedingungen ist ratsam.
Zahlt die Rechtsschutzversicherung auch bei Ordnungswidrigkeiten?
Nicht alle Versicherer übernehmen die Kosten für Verfahren rund um Ordnungswidrigkeiten, etwa bei Verkehrsverstößen oder Bußgeldbescheiden. In manchen Premiumtarifen ist dies inkludiert – jedoch meist nur, wenn Aussicht auf Erfolg besteht. Auch hier ist eine vorherige Deckungszusage notwendig.
Wann brauche ich einen Sachverständigen?
In vielen Fällen – etwa bei Verkehrsunfällen, Baumängeln oder technischen Defekten – ist ein neutrales Gutachten entscheidend für die Durchsetzung rechtlicher Ansprüche. Rechtsschutzversicherungen übernehmen häufig die Kosten für solche Sachverständige, wenn der Fall versichert ist. Besonders im Verkehrs-, Miet- oder Vertragsrecht sind Gutachten ein zentrales Beweismittel. Wichtig ist, dass der Versicherer vorab informiert wird und eine Deckungszusage auch für diese Leistungen erteilt.




















