TestSport & Outdoor FahrradMountainbike-Schuhe-Test

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Mountainbike-Schuh Test: Mtb Schuh Fahrrad Foto: F.A.Z. Kaufkompass

Die besten Mountainbike-Schuhe

Aktualisiert:
Letztes Update: 12. Oktober 2026

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

11. Juni 2026

Wir haben fünf weitere Mountainbike-Schuhe getestet. Bei den Klickschuhen bleibt alles beim Alten. Bei den Flatpedalschuhen haben wir mit dem Adidas Five Ten Trailcross XT einen neuen Testsieger gefunden. Der bisherige Testsieger Vaude AM Moab Tech bleibt als Empfehlung erhalten. Der Specialized 2FO Roost Flat Syn ist jetzt unter „Außerdem getestet“ zu finden.

25. Juli 2025

Wir haben fünf weitere Mountainbike-Schuhe getestet. Obwohl gute Mountainbike-Schuhe dabei waren, bleiben unsere aktuellen Empfehlungen weiterhin bestehen. Die neu dazugekommenen Schuhe finden Sie unter „Außerdem getestet“.

28. Juni 2024

Wir haben den Test unterteilt in Mountainbike-Flat- sowie Klickschuhe. Außerdem haben wir zwei weitere Flatschuhe getestet, hier bleiben unsere Empfehlungen unverändert.

Bei den Klickschuhen haben wir acht neue Modelle getestet. Testsieger für den anspruchsvollen Allmountain- und Enduro-Einsatz sind die Shimano SH-GE900. Für sportlich schnelle Touren empfehlen wir den Vaude MTB Kuro Tech.

13. Oktober 2023

Wir haben den Test um vier Mountainbike-Schuhe erweitert. Mit dem Specialized 2FO Roost Flat Syn haben wir einen sehr griffigen Mountainbike-Schuh und somit eine neue Empfehlung gefunden. Der O’Neal Pinned ist jetzt unter „Außerdem getestet“ zu finden.

Weitere Updates

Mountainbike-Schuhe sollen in anspruchsvollem Gelände sicheren Halt auf den Pedalen gewährleisten und eine effiziente Kraftübertragung beim Pedalieren ermöglichen.

Im Gegensatz zu Klickpedal-Schuhen sind Modelle für Flatpedals nicht fest mit dem Pedal verbunden. Das erleichtert das schnelle Absteigen in technischen Passagen oder das Zurücklegen längerer Strecken zu Fuß – etwa bei einer Bike-and-Hike-Tour.

Schuhe für Klicksysteme werden hingegen über sogenannte Cleats mit dem Pedal verbunden. Das sorgt für festen Stand und ermöglicht eine besonders effektive Trittbewegung, inklusive Zugphase beim Pedalieren, etwa an steilen Anstiegen.

Je nach Ausführung sind die Schuhe auf klassische Allmountain-Touren oder den Einsatz im Dirt- oder Bikepark zugeschnitten. Erhältlich sind die Modelle zusätzlich mit unterschiedlichen Verschlusssystemen – etwa Drehverschluss, Klettverschluss oder klassischen Schnürsenkeln.

Wir haben insgesamt 32 Paar Mountainbike-Schuhe für Flat- und Klickpedale ausgiebig getestet.

Die besten Mountainbike-Flatschuhe

Im folgenden Abschnitt haben wir uns zunächst den Schuhen für Plattformpedale gewidmet. Untenstehend eine Kurzübersicht über unsere Empfehlungen aus dieser Kategorie.

Kurzübersicht

Testsieger

Adidas Five Ten Trailcross XT

Der Adidas Five Ten Trailcross XT bietet überragenden Grip und Komfort, egal ob auf dem Pedal oder beim Gehen.
Test Mountainbike-Schuhe: Adidas Five Ten Trailcross XT
  • Bester Grip
  • Gute Belüftung
  • Komfortabel
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Adidas Five Ten Trailcross XT bietet das beste Paket in unserem Test. Die ausgeklügelte Sohle liefert den besten Grip auf dem Flatpedal, aber auch beim Gehen im Gelände. Der gut belüftete Schnürer ist tadellos verarbeitet und für jeden Einsatzzweck geeignet. Wer also einen Flatpedal-Schuh für ausgedehnte Bike-and-Hike-Touren sucht, aber auch im Bikepark auf einem technisch anspruchsvollen Trail einen guten Schuh benötigt, wird mit dem Trailcross XT fündig.

Auch gut

Vaude AM Moab Tech

Der Vaude AM Moab Tech bietet starken Grip auf dem Pedal und lässt sich dank des Boa-L6-Verschlusssystems schnell und optimal an den Fuß anpassen.
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Vaude AM Moab Tech
  • Guter Grip
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Knöchelschutz an der Innenseite
  • Komfortabel
  • Gute Belüftung

Der Vaude AM Moab Tech liefert ebenfalls ein solides Gesamtpaket in unserem Test. Die ausgeklügelte Sohle bietet ausgezeichneten Grip auf dem Flatpedal, aber auch beim Gehen im Gelände. Dank des Boa-L6-Verschlusssystems lässt er sich zudem perfekt und vor allem schnell an den Fuß anpassen und durch das etwas höher geschnittene Design bietet er einen guten Knöchelschutz, was ihn zu einem optimalen Begleiter bei jeglichen MTB-Unternehmungen macht.

Für schlechtes Wetter

Vaude AM Moab Mid STX

Der Vaude AM Moab Mid STX bietet einen hervorragenden Grip auf der Pedale. Dank Sympatex-Membran und des hohen Schnitts ist er ideal für schlechtes Wetter.
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Vaude AM Moab Mid STX
  • Guter Grip
  • Sympatex-Membran
  • Komfortabel
  • Umständliches An- und Ausziehen

Der Vaude AM Moab Mid STX ist ein klassischer Schnürer und kommt mit der gleichen Sohle wie der AM Moab Tech. Die überzeugt auch hier mit hervorragendem Grip auf dem Pedal und beim Gehen. Der Schuh ist jedoch höher geschnitten und besitzt ein Obermaterial aus Nubuk-Leder sowie eine zu 100 Prozent recycelte Sympatex-Membran, was den Schuh wasser- und winddicht macht. Somit ist der Schuh unsere Empfehlung, wenn man auf der Suche nach einem Schuh für das ganze Jahr ist.

Preistipp

Shimano ET5

Der Shimano ET5 ist ein klassischer Allmountain-Mountainbike-Schuh zu einem fairen Preis.
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Shimano  ET5
  • Leicht
  • Komfortabel
  • Verarbeitung
  • Günstig
  • Leicht rutschig auf dem Pedal

Der Shimano ET5 ist ein klassischer und vergleichsweise günstiger MTB-Schuh für ausgedehnte Allmountain-Touren und für die eine oder andere kleine Bike-and-Hike-Tour bei trockener Witterung. Die Sohle ist in verschiedene Zonen aufgeteilt und bietet guten Grip auf dem Plattformpedal sowie beim Laufen im Gelände. Der Schuh lässt sich gut an den Fuß anpassen, ermöglicht hohen Komfort und vermittelt Sicherheit, fällt aber etwas klein aus.

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Vergleichstabelle

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Testsieger
Test Mountainbike-Schuhe: Adidas Five Ten Trailcross XT
Adidas Five Ten Trailcross XT
Auch gut
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Vaude AM Moab Tech
Vaude AM Moab Tech
Für schlechtes Wetter
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Vaude AM Moab Mid STX
Vaude AM Moab Mid STX
Preistipp
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Shimano  ET5
Shimano ET5
Mountainbike-Schuhe Test: Specialized 2fo Roost Flat Syn
Specialized 2FO Roost Flat Syn
Test Mountainbike-Schuhe: Vaude Moab Tech II
Vaude Moab Tech II
Test Mountainbike-Schuhe: Crankbrother Stamp Lace
Crankbrothers Stamp Lace
Test Mountainbike-Schuhe: Fox Union Boa Flat
Fox Union Boa Flat
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: O'NEAL Pinned
O’Neal Pinned
Mountainbike-Schuhe Test: Unparallel Dust Up
Unparallel Dust UP
Test Mountainbike-Schuhe: Sidi Motus
Sidi Motus
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Scott  Crus-r Flat Lace
Scott Crus-r Flat Lace
Test Mountainbike-Schuhe: Pearl Izumi X-Alp Launch
Pearl Izumi X-Alp Launch
Test Mountainbike-Schuhe: fi´zi:k  Graviata Versor Flat
Fizik Gravita Versor Flat
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Northwave  Tailwhip
Northwave Tailwhip
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: O’NEAL  Traverse
O’Neal Traverse
Test Mountainbike-Schuhe: Bontrager Flatline Mountainbike Schuh
Bontrager Flatline Mountainbike Schuh
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Giro Jacket II
Giro Jacket II
Testsieger
Adidas Five Ten Trailcross XT
Test Mountainbike-Schuhe: Adidas Five Ten Trailcross XT
  • Bester Grip
  • Gute Belüftung
  • Komfortabel
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Auch gut
Vaude AM Moab Tech
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Vaude AM Moab Tech
  • Guter Grip
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Knöchelschutz an der Innenseite
  • Komfortabel
  • Gute Belüftung
Für schlechtes Wetter
Vaude AM Moab Mid STX
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Vaude AM Moab Mid STX
  • Guter Grip
  • Sympatex-Membran
  • Komfortabel
  • Umständliches An- und Ausziehen
Preistipp
Shimano ET5
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Shimano  ET5
  • Leicht
  • Komfortabel
  • Verarbeitung
  • Günstig
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
Specialized 2FO Roost Flat Syn
Mountainbike-Schuhe Test: Specialized 2fo Roost Flat Syn
  • Guter Grip
  • Leicht
  • Gute Belüftung
Vaude Moab Tech II
Test Mountainbike-Schuhe: Vaude Moab Tech II
  • Guter Grip
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Knöchelschutz an der Innenseite
  • Komfortabel
  • Einsparungen zum Vorgänger ersichtlich
Crankbrothers Stamp Lace
Test Mountainbike-Schuhe: Crankbrother Stamp Lace
  • Großer Einsatzbereich
  • In vielen Farben erhältlich
  • Verarbeitung
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
Fox Union Boa Flat
Test Mountainbike-Schuhe: Fox Union Boa Flat
  • Anpassbarkeit
  • Guter Grip
  • Teuer
  • Knickstelle beim Laufen
O’Neal Pinned
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: O'NEAL Pinned
  • Anpassbarkeit
  • Guter Grip
  • Komfortabel
  • Begrenzter Einsatzzweck
Unparallel Dust UP
Mountainbike-Schuhe Test: Unparallel Dust Up
  • Guter Grip
  • Knöchelschutz an der Innen­seite
  • Günstig
  • Schwer
  • Wenig atmungsaktiv
  • Begrenzter Einsatzzweck
Sidi Motus
Test Mountainbike-Schuhe: Sidi Motus
  • Robust
  • Stylisch
  • Bequem beim Gehen
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
Scott Crus-r Flat Lace
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Scott  Crus-r Flat Lace
  • Gute Belüftung
  • Schnellschnürsystem
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
Pearl Izumi X-Alp Launch
Test Mountainbike-Schuhe: Pearl Izumi X-Alp Launch
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Gute Belüftung
  • Robust
  • Steif
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
Fizik Gravita Versor Flat
Test Mountainbike-Schuhe: fi´zi:k  Graviata Versor Flat
  • Leicht
  • Gute Belüftung
  • Günstig
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
Northwave Tailwhip
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Northwave  Tailwhip
  • Stylisch
  • Komfortabel
  • Anpassbarkeit
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
  • Begrenzter Einsatzzweck
O’Neal Traverse
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: O’NEAL  Traverse
  • Schnellschnürsystem
  • Robust
  • Günstig
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
  • Harte Laufsohle
Bontrager Flatline Mountainbike Schuh
Test Mountainbike-Schuhe: Bontrager Flatline Mountainbike Schuh
  • Gute Belüftung
  • Komfortabel
  • Verarbeitung
  • Leicht rutschig auf dem Pedal
Giro Jacket II
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Giro Jacket II
  • Stylisch
  • Verarbeitung
  • Sehr rutschig auf dem Pedal
  • Begrenzter Einsatzzweck
Gewicht pro paar (Gr. 45)
800 g
940 g
1005 g
768 g
725 g
899 g
800 g
853 g
882 g
915 g
751 g
832 g
741 g
704 g
867 g
968 g
763g
819 g
Schuhverschluss
Schnürsystem
Boa L6
Schnürsystem
Schnürsystem
Schnürsystem
Boa L6
Schnürsystem
Boa Li2
Schnürsystem
Schnürsystem
Schnürsystem
Schnellschnürsystem
Boa L6C
Schnürsystem
Schnürsystem
Schnellschnürsystem
Schnürsystem
Schnürsystem
Obermaterial
Synthetik
Synthetik
Hydrophobes, geöltes Nubuk-Leder
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Mesh-Gewebe mit TPU
Synthetik
PU-Obermaterial
Synthetik
Synthetik
Synthetisches Polyurethan, 3D-Airmesh
Synthetik
Ripstop-Gewebe
Canvas
Synthetik
Synthetik
Mikrofaser
Wasserdichte Membran
Nein
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Passform
Normal
Fällt klein aus
Fällt klein aus
Schmal
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
Normal
Fällt klein aus
Normal
Normal
Normal

Auch interessant

Unser Favorit

Testsieger

Adidas Five Ten Trailcross XT

Der Adidas Five Ten Trailcross XT bietet überragenden Grip und Komfort, egal ob auf dem Pedal oder beim Gehen.
Test Mountainbike-Schuhe: Adidas Five Ten Trailcross XT
  • Bester Grip
  • Gute Belüftung
  • Komfortabel
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Adidas Five Ten Trailcross XT ist unser Testsieger. Dank der ausgeklügelten Sohle, dem Tragekomfort, aber vor allem dem unschlagbaren Grip sowohl auf dem Pedal als auch beim Gehen im Gelände lässt er die Konkurrenz in diesem Test weit hinter sich. Wer einen Flatpedal-Schuh für jeden Einsatzzweck sucht, wird hier ohne jeden Zweifel fündig.

Die Verarbeitung des Five Ten Trailcross XT ist wie zu erwarten sehr gut. Der Schuh wirkt hochwertig, und von unserer Seite gibt es nichts zu bemängeln.

Das Herzstück des Schuhs ist die Sohle. Die als „klebrigste Gummisohle der Welt“ bezeichnete Stealth-Sohle wird ihrem Ruf hier gerecht. Drückt man seinen Fingernagel in die Sohle, merkt man richtig, wie der Gummi den Nagel umschließt, und beim Abziehen spürt und hört man dies auch. Genauso verhält es sich mit den spitzen Pins an einem Plattformpedal. Die Pins bohren sich in den Gummi und gehen schon fast eine Verklebung ein, wohingegen bei anderen Herstellern lediglich das Profil für Halt sorgt. So bietet allein der Gummi mehr als ausreichend Grip auf dem Pedal.

Wir haben den Schuh im Bikepark Bad Hindelang auf mehreren Abfahrten getestet. Kein anderer Schuh in diesem Test hat uns so viel Sicherheit und Fahrkontrolle vermittelt wie dieser. Möchte man die Position auf dem Pedal verändern, muss der Fuß tatsächlich angehoben werden.

1 von 7
Mountainbike-Schuhe Test: Adidas 510 Trailcrossxt
Unser Testsieger der Adidas Five Ten Trailcross XT.
Mountainbike-Schuhe Test: Adidas 510 Trailcrossxt
Der Trailcross XT ist ein klassischer Schnürer und besitzt eine optimale Belüftung.
Mountainbike-Schuhe Test: Adidas 510 Trailcrossxt
Der gesamte Schuh ist weder zu steif noch zu weich.
Mountainbike-Schuhe Test: Adidas 510 Trailcrossxt
Das Herzstück des Schuhs, die Stealth-Phantom-Gummisohle.
Mountainbike-Schuhe Test: Adidas 510 Trailcrossxt
Die Sohle bietet sowohl auf dem Pedal wie auch zu Fuß enormen Grip.
Mountainbike-Schuhe Test: Adidas 510 Trailcrossxt
Im Fersen- und Zehenbereich ist das Profil etwas gröber.
Mountainbike-Schuhe Test: Adidas 510 Trailcrossxt
Der Trailcross XT ist der perfekte Schuh für jede Art von Bike-and-Hike-Touren.

Aber auch beim Gehen macht der Trailcross XT eine gute Figur, und hier merkt man die Gene des Guide Tennie, dem zuvor erwähnten ersten modernen Zustiegsschuh. Im gesamten Mittelfußbereich besteht das Profil aus runden Noppen, die im Vergleich zum Freerider Pro etwas höher designt sind. An der Ferse und im Zehenbereich ist das Profil stärker ausgeprägt und etwas kantiger, damit auch im losen Geläuf Halt vorhanden ist.

Ideal für Bike-and-Hike-Touren

Wäre noch eine Climbing-Zone in die Sohle eingearbeitet, hätte man mit dem Trailcross XT einen vollwertigen Zustiegsschuh. Nichtsdestotrotz bietet der Schuh in jedem Gelände, egal ob Geröll oder Fels, perfekten Grip. Somit ist dieser Schuh der ideale Kandidat für anspruchsvolle Bike-and-Hike- oder sogar Bike-and-Climb-Touren und auch unsere erste Wahl für einen Alpencross wie die bekannte Heckmair-Route. Aus Erfahrung können wir zudem sagen, dass die Stealth-Phantom-Gummisohle durchaus langlebig ist.

Die EVA-Zwischensohle ist genau richtig. Sie ist ordentlich steif, um effizient die Kraft auf das Pedal zu übertragen, bietet aber dennoch genug Dämpfung und Flexibilität, damit auch längere Geh- und Schiebepassagen kein Problem sind.

Das Obermaterial besteht beim Trailcross XT zu 50 % aus recycelten Materialien und bietet einen guten Mix aus Robustheit und Belüftung. Gerade im Zehenbereich ist der Schuh sehr luftig, und an warmen Tagen spürt man richtig einen Luftzug beim Biken. Somit ist es ein perfekter Schuh für die warmen Monate. Im Winter wird es jedoch schnell kalt, und wasserabweisend ist der Schuh ebenfalls nicht.

Zudem sorgt eine recht stabile Zehenkappe für ausreichenden Schutz der Zehen – sowohl auf dem Rad als auch zu Fuß im groben Schotter. Auch die Ferse wird gut geschützt, und um die Knöchel läuft ein angenehm dickes Polster.

Der Adidas Five Ten Trailcross XT ist ein klassischer Schnürer und lässt sich gut an die eigene Fußform anpassen. Generell würden wir sagen, dass die Zehenbox etwas breiter ist, wodurch man eine gute Bewegungsfreiheit hat. Wer schmale Füße hat, könnte hier jedoch unter Umständen Probleme bei der Passform bekommen. Damit die Schnürsenkel nicht stören, können sie mit einer kleinen Gummischlaufe an der Zunge fixiert werden.

Am Ende lässt der Adidas Five Ten Trailcross XT unserer Meinung nach keine Wünsche offen. Egal ob gemütlicher Radausflug, anspruchsvoller Alpencross oder ein spaßiger Tag im Bikepark auf dem Big-Bike – der Schuh hinterlässt stets einen guten Eindruck. Für uns gibt es keinen besseren Allrounder für den Bike-Sommer, und so ist dieser Schuh verdientermaßen unser neuer Testsieger. Preislich kann man nicht meckern, und selbst wenn wir suchen: Wir können nichts Negatives über den Schuh berichten.

Adidas Five Ten Trailcross XT im Testspiegel

Im Test der Fachzeitschrift Enduro wurden die Adidas Five Ten Trailcross XT ebenfalls gelobt:

Five Ten hat mit dem Trailcross XT einen Flatpedal-Schuh für jede Art von Bike-Abenteuer entwickelt! Einfach alles an dem Design und der Umsetzung dieser Schuhe passt perfekt: von der bewährten Stealth-Sohle, die erstklassigen Grip sowohl auf als auch neben dem Bike bietet, bis hin zur leichtgewichtigen Konstruktion, die Verstärkungen an genau den entscheidenden Stellen besitzt. Allerdings solltet ihr euch mit dem luftigen Design vor Matschlöchern in Acht nehmen.

Weitere Empfehlungen

Auch gut

Vaude AM Moab Tech

Der Vaude AM Moab Tech bietet starken Grip auf dem Pedal und lässt sich dank des Boa-L6-Verschlusssystems schnell und optimal an den Fuß anpassen.
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Vaude AM Moab Tech
  • Guter Grip
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Knöchelschutz an der Innenseite
  • Komfortabel
  • Gute Belüftung

Der Vaude AM Moab Tech hat es bei unserem Test zu einer Empfehlung geschafft. Dank der ausgeklügelten Sohle, dem Schnürsystem sowie dem Tragekomfort, aber vor allem dem hervorragenden Grip sowohl auf dem Pedal als auch beim Gehen im Gelände, lässt er die Konkurrenz in diesem Test weit hinter sich.

Das synthetische Obermaterial besitzt im Zehenbereich sowie an den Seiten große Mesh-Einsätze, wodurch der Schuh eine spürbar gute Belüftung besitzt. So ist der Schuh auch an heißen Tagen gut zu tragen, bei Regen oder Kälte wird es aber dadurch schnell nass und kalt im Schuh. Der Moab Tech ist somit ein MTB-Schuh für die warme Jahreszeit. Eine stabile und schützende Zehenkappe runden das Erscheinungsbild ab.

Das Verschluss­system ist ein echtes Highlight

Ein erstes Highlight des Schuhs ist das Boa-L6-Verschlusssystem. Durch Ziehen des Verstellrades lässt sich der Schuh weit öffnen, um den Schuh bequem an- und ausziehen zu können. Durch Drehen am Rad werden die Schnüre gespannt, wodurch sich der Schuh optimal an den Fuß anpassen kann, und das vor allem schnell. Möchte man kurz vor der Abfahrt noch schnell den Schuh fester zuziehen, ist das sehr angenehm. Zum Schutz des Drehrades, aber auch um den Schuh noch besser anzupassen, verfügt der Moab Tech zudem noch über einen breiten Klettverschluss.

1 von 7
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04957 1
Der Vaude AM Moab Tech.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04961 1
Der Schuh besitzt das gut funktionierende Boa-L6-Verschlusssystem.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04964 1
Die Außensohle ist in verschiedene Zonen eingeteilt, um stets den besten Grip zu bieten.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04967 1
Ein breiter Klettverschluss gibt dem Fuß zusätzlichen Halt im Schuh.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04969 1
Für eine gute Belüftung besitzt der Schuh im Zehenbereich sowie an den Seiten große Mesh-Einsätze.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04971 1
Das asymmetrische Design des Schuhs bietet dem Knöchel Schutz.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc05076 1
Die Gummimischung SUPtraction Flat gepaart mit dem Sohlendesign bietet herausragenden Grip in jeder Situation.

Die Zwischensohle des Schuhs ist bis zum Mittelfußbereich sehr stabil, was eine optimale Kraftübertragung auf das Flatpedal gewährleistet. Im Zehenbereich ist sie aber dennoch flexibel genug, um auch bei längeren Gehpassagen noch angenehm abrollen zu können.

Das zweite Highlight des Vaude AM Moab Tech ist die Außensohle. Im Groben besteht die Sohle aus zwei Bereichen. Im Fersen- sowie im Zehenbereich ist die Sohle stärker profiliert, was bei steileren An- und Abstiegen sowie bei Schiebepassagen für ordentlich Grip und somit Vortrieb im Gelände sorgt. Dazu trägt auch die »SUPtraction Flat« genannte Gummimischung bei, die weder zu weich noch zu hart ist. Im Mittelfußbereich ist die Sohle kaum profiliert. Dadurch und dank der Gummimischung setzten sich die Pins der Plattformpedale richtig in der Sohle fest. Somit ist der Grip auf den Pedalen stets gewährleistet, und hier hat uns der Schuh echt überrascht: Sowohl während einer klassischen Allmountain-Tour als auch im Bikepark auf einer schnellen und anspruchsvollen Abfahrt hatten wir stets das Gefühl, dass der Schuh auf der Pedale klebt, was ein sehr sicheres Fahrgefühl vermittelt. Hier muss sich der Vaude-Schuh nicht vor den bekannten Five-Ten-Schuhen verstecken.

Das asymmetrische Design schützt den Knöchel

Sieht man genau hin, erkennt man, dass das leichte Hexagon-Profil in der Mitte sogar noch ein nach hinten geschupptes Design haben, was beim Schieben und Laufen für zusätzliche Traktion sorgt. Ungewöhnlich auf den ersten Blick, aber sehr sinnvoll auf den zweiten ist das asymmetrische Design des Schuhs. So ist auf der Innenseite der Schuh im Knöchelbereich höher geschnitten als am Außenknöchel. Dies hilft vor allem bei schnellen Abfahrten und schützt den Knöchel vor den bekannten Kurbelschlägen.

Letztlich ist der Vaude AM Moab Tech im Gesamtpaket ein ausgezeichneter Mountainbike-Schuh. Der Grip auf dem Pedal ist überragend, und das Boa-System sorgt für eine optimale Anpassung an den Fuß. Der Schuh ist komfortabel, vermittelt auf dem Trail ein Gefühl von Sicherheit und schützt zudem den Knöchel. Man kann sich definitiv auf den Schuh verlassen, egal bei welcher MTB-Disziplin.

Für schlechtes Wetter

Vaude AM Moab Mid STX

Der Vaude AM Moab Mid STX bietet einen hervorragenden Grip auf der Pedale. Dank Sympatex-Membran und des hohen Schnitts ist er ideal für schlechtes Wetter.
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Vaude AM Moab Mid STX
  • Guter Grip
  • Sympatex-Membran
  • Komfortabel
  • Umständliches An- und Ausziehen

Der Vaude AM Moab Mid STX ist unsere Empfehlung, wenn Sie auf der Suche nach einem Schuh für das ganze Jahr und für jede Wetterlage sind. Dank der Sympatex-Membran ist der Schuh wasser- und winddicht und der hohe Schnitt bietet zusätzlichen Schutz vor dem Wetter. Der Schuh hat die gleiche Sohle wie unser Testsieger und bietet einen überragenden Grip auf dem Flatpedal.

Das Obermaterial des Schuhs besteht aus einem geölten und hydrophoben Nubuk-Leder aus zertifizierter Herstellung. Das bietet nicht nur eine tolle Optik, sondern auch einen Schutz vor Nässe, Schmutz und vor Beschädigung. Zusätzlich kommt bei dem Moab Mid STX eine zu 100 Prozent recycelte Sympatex-Membran zum Einsatz, wodurch der Schuh wasser- und winddicht ist. Dadurch bietet der Schuh die Möglichkeit, ihn nicht nur bei Nässe, sondern auch in der kalten Jahreszeit zu tragen, wodurch auf einen Außenschuh verzichtet werden kann.

An heißen Tagen ist der Schuh aber auf Dauer doch etwas schwitzig und die kleinen Belüftungslöcher im Zehenbereich sind eher eine Verzierung.

1 von 8
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04943 1
Der Vaude AM Moab Mid STX ist unsere Empfehlung für schlechtes Wetter.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04956 1
Der Schuh ist ein klassischer Schnürer mit zusätzlichem Klettverschluss.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04944 1
Die SUPtraction-Flat-Gummimischung sorgt zusammen mit dem Profildesign für stets guten Grip.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04946 1
Das leicht schuppige Profil im Mittelfußbereich sorgt für zusätzlichen Grip auf steilen Gehpassagen.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04950 1
Bei dem Schuh besteht das Obermaterial aus einem hydrophoben und geölten Nubuk-Leder.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04952 1
Der Vaude AM Moab Mid STX besitzt eine zu 100 % recycelte Sympatex-Membran.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04948 1
Der hohe Schnitt sorgt für einen Schutz des Knöchels und gleichzeitig vor dem Wetter.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc04954 1
Am Zeh- und im Fersenbereich sorgt eine zusätzliche Verstärkung für Schutz der Füße.

Der Schuh ist ein klassischer Schnürer mit einem zusätzlichen Klettverschluss, der für zusätzlichen Halt im Schuh sorgt. Ein Haken ist, dass sich der Schuh aufgrund des hohen Designs etwas schwer an- und ausziehen lässt und etwas mehr Zeit beansprucht, vor allem mit dickeren Socken. Hier müssen die Schnürsenkel zunächst komplett gelockert werden, da sonst ein Hineinschlüpfen fast unmöglich ist. Dadurch dauert das Schnüren auch etwas länger, am Ende sitzt der Schuh aber sehr gut. Zudem bietet der hohe Schnitt einen guten Schutz der Knöchel.

Die Zwischen- und Laufsohle ist identisch zu der des Vaude Moab Tech und bedarf keiner weiteren Worte, außer dass sie in allen Bereichen und MTB-Disziplinen herausragend ist und stets ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle über das Bike liefert, egal auf welchem Trail.

Der Vaude AM Moab Mid STX bietet alles, was man sich von einem Schuh für schlechteres Wetter wünscht. Er hält den Fuß bei Nässe sowohl auf dem Pedal als auch beim Laufen während kleinerer Bike-and-Hike-Touren stets warm und trocken, an heißen Tagen wird es aber schnell mal warm im Schuh. Die Sohle ist eine Wucht und bietet stets Grip, egal unter welchen Umständen. Wer also einen Schuh für alle Bedingungen sucht, wird mit dem Vaude AM Moab Mid STX bestimmt glücklich.

Preistipp

Shimano ET5

Der Shimano ET5 ist ein klassischer Allmountain-Mountainbike-Schuh zu einem fairen Preis.
Test Flatpedal Mountainbike-Schuh: Shimano  ET5
  • Leicht
  • Komfortabel
  • Verarbeitung
  • Günstig
  • Leicht rutschig auf dem Pedal

Der Shimano ET5 ist ein klassischer MTB-Schuh für Mountainbike-Touren, der gerade beim Pedalieren eine gute Figur macht, mit dem aber dennoch ein paar Meter zu Fuß zurückgelegt werden können. Auch der Preis ist sehr interessant.

Der ET5 ist ein klassischer Schnürer, besitzt aber ein etwas ausgeklügelteres Schnürsystem, wodurch sich der Schuh gut an- und ausziehen lässt. Beim Binden passt sich der Schuh sehr gut an den Fuß an, wodurch er beim Laufen, aber vor allem auf dem Pedal Sicherheit vermittelt.

1 von 7
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc05039 1
Der Shimano ET5 ist ein klassischer MTB-Schuh für Mountainbike-Touren.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc05042 1
Der ET5 ist ein klassischer Schnürer.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc05048 1
Dank des doch recht profilierten Mittelbereiches ist der Schuh auf der Pedale aber etwas schwammig.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc05069 1
Die Außensohle ist grob in zwei Bereiche eingeteilt, was je nach Situation für guten Halt sorgen soll.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc05049 1
Die recht steife Zwischensohle sorgt für eine gute Kraftübertragen auf das Pedal.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc05052 1
Das synthetische Obermaterial besitzt im Zehenbereich und an den Seiten kleine Mesh-Einsätze für eine gute Belüftung.
Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc05054 1
Insgesamt fällt der ET5 recht schmal aus.

Das synthetische Obermaterial besitzt im Zehenbereich und an den Seiten kleine Mesh-Einsätze, wodurch der Schuh gut belüftet ist und sich gerade an heißen Tagen sehr komfortabel trägt. Sollte es aber einmal nass werden, wird der Fuß schnell feucht. Somit ist der ET5 gerade bei trockener und warmer Witterung ideal.

Die Außensohle ist grob in zwei Bereiche eingeteilt. Im Mittelfußbereich ist das Profil etwas feiner, was einen besseren Halt auf den Plattformpedalen verspricht. Im Zehen- und Fersenbereich ist das Profil deutlich gröber, wodurch der Schuh auch im steilen Gelände, sollten mal ein Stück gegangen werden, für ordentlich Vortrieb sorgen soll. Tatsächlich ist gerade beim Gehen der Grip sehr gut, allerdings ist der ET5 durch das recht grobe Profil im Mittelfußbereich etwas schwammig auf dem Pedal. Das ist jedoch erst bei sehr anspruchsvollen Abfahrten bemerkbar. Die Zwischensohle ist sehr steif, was beim Pedalieren sehr hilfreich ist, um die Kraft optimal auf das Pedal zu übertragen. Beim Gehen wird der Schuh aber gerade bei längeren Gehpassagen auf die Dauer unbequem.

Die Verarbeitung ist Shimano-typisch sehr gut und so gibt es von uns keine Beanstandungen. Generell sei aber erwähnt, dass der Schuh etwas kleiner ausfällt und eher für schmale Füße geeignet ist.

Letztlich ist der Shimano ET5 ein guter Allrounder und für ausgedehnte Allmountain-Touren im Sommer geeignet, aber weniger für den Parkeinsatz. Er sitzt sehr bequem am Fuß und die steife Zwischensohle überträgt die Kraft optimal auf das Flatpedal. Kurze Gehpassagen oder schnelle Bike-and-Hike-Touren mit geringerem Geh-Anteil nach dem Feierabend sind ebenfalls möglich. Beim Laufen wird der Schuh aber schnell unbequem, und auf anspruchsvollen Abfahrten ist der Schuh auf dem Pedal etwas schwammig. Dafür ist der Preis mehr als fair.

Außerdem getestet

Scott Crus-r Flat Lace

Der Scott Crus-r Flat Lace ist ein guter Flatpedal-Schuh für klassische Allmountain-Touren oder für Bike-and-Hike-Trips, wenn es technisch nicht zu anspruchsvoll wird.

Die Verarbeitung des Fahrradschuhs ist gut, lediglich bei genauem Hinsehen ist hier und da eine kleine Kante und die Laufsohle ist etwas konkav. Insgesamt geht das aber für den Preis voll in Ordnung.

Das Obermaterial ist teilweise aus Polyurethan und im Zehen- und Seitenbereich teilweise aus 3D-Airmesh. So ist der Crus-r Flat Lace mit Abstand der luftigste Schuh im Test und daher ideal für lange Touren an heißen Tagen. Bei schlechtem und kaltem Wetter kann der Fuß im Schuh jedoch schnell kalt und nass werden. Eine stabile Fersenkappe sorgt für Schutz in diesem Bereich.

Das An- und Ausziehen des Schuhs geht dank des Einzug-Schnürsystems sehr schnell und komfortabel. Insgesamt passt sich der Schuh beim Zuziehen aber nicht ganz so gut an den Fuß an wie unsere Empfehlungen. Etwas nervig fanden wir, dass nach dem Zuziehen der Schnürung ein sehr langes Stück mit dem Haltering übrig blieb. Zwar hat der Schuh ein kleines Gummiband, unter welches der Faden mit dem Ring geschoben werden kann, aber aufgrund der Länge muss der Faden recht oft um das Gummiband gewickelt werden, damit beim Pedalieren nichts hin- und herfliegt.

Die Einlegesohle ist eher dünn und kaum gedämpft, die Zwischensohle ist auch sehr straff. Das ist gut auf dem Pedal, bei längeren Laufstrecken, gerade bergab, kann der Schuh aber schon mal unbequem werden.

Die Laufsohle ist für einen Flatpedal-Schuh eher stark profiliert. Das macht ihn so etwas rutschiger auf dem Pedal, gerade wenn es schneller und anspruchsvoller wird. Beim Gehen im Gelände sorgt das Profil aber für guten Vortrieb.

Alles in allem ist der Scott Crus-r Flat Lace ein guter Flatpedal-Mountainbike-Schuh für klassische Mountainbike- oder Bike-and-Hike-Touren an warmen Sommertagen und weniger für anspruchsvolle Trails im Bikepark.

O’Neal Traverse

Der O’Neal Traverse ist ein klassischer Flatpedal-Mountainbike-Schuh mit gutem Sitz und recht steifer Mittelsohle sowie recht harter Außensohle. Er ist recht gut verarbeitet, nur hier und da sind ein paar Fadenreste an den Vermählungen erkennbar.

Das Polyurethan-Obermaterial hat im Zehenbereich kleine Belüftungsöffnungen sowie kleine Mesh-Einsätze an den Seiten, die für eine ausreichend gute Belüftung sorgen. Zudem ist das robuste Obermaterial an den Zehen und an der Ferse nochmals zusätzlich verstärkt. Das schützt zum einen die Füße, zum anderen wird der Schuh dadurch sehr robust und langlebig.

Der Traverse verfügt neben einem Schnellschnürsystem noch über einen zusätzlichen Klettverschluss. So kann der Schuh an den Fuß optimal und gut sitzend angepasst werden. Der beim Zuziehen überstehende Faden des Schnürsystems kann in den Verschluss und zusätzlich in eine kleine Gummischlaufe an der Zunge gelegt werden, sodass beim Pedalieren nichts stört.

Der Schuh ist insgesamt sehr steif. Das ist gut, wenn man auf den Plattformpedalen steht. Sollte es aber mal bei einer Allmountain-Tour zu längeren Schiebe- oder Tragepassagen kommen, wird der Traverse auf Dauer aber etwas unangenehm am Fuß.

Die Laufsohle ist grob in zwei Bereiche eingeteilt. Im Mittelfußbereich ist das Profil wenig ausgeprägt, an den Seiten sowie am Vorder- und Hinterfuß ist das Profil deutlich gröber. Das soll eigentlich für einen guten Stand auf dem Pedal sorgen und für Grip beim Gehen und Schieben. Tatsächlich bietet der Schuh zwar Grip beim Laufen, auf dem Pedal ist die Sohle aber zu hart, sodass die Pins der Flatpedals keine Chance haben, sich in den Schuh zu krallen. Dadurch ist es letztlich nicht verwunderlich, dass der Schuh gerade auf anspruchsvollen und feuchten Trails schlechten Halt auf den Pedalen bietet, für eine normale Tour reicht er aber aus.

Am Ende ist der O’Neal Traverse ein guter und robuster Schuh auf nicht zu schwierigen Trails. Die Laufsohle könnte unserer Meinung nach aber etwas weicher sein, um mehr Grip auf dem Pedal zu bieten.

Northwave Tailwhip

Der Northwave Tailwhip ist ein schicker Flatpedal-Schuh in Sneaker-Optik, der sich gut im Alltag oder auf dem Pumptrack tragen lässt. Auf schnellen Trails oder im Bikepark ist der Fahrradschuh jedoch etwas zu rutschig auf den Pedalen.

Die Verarbeitung des Tailwhip ist gut und bis auf die leicht wellige Sohle gibt es von unserer Seite aus nichts zu meckern.

Das Obermaterial des Schuhs besteht zum größten Teil aus Canvas, mit einer Verstärkung um den Fersenbereich. Das gibt den Schuh eine schicke Optik und ist dennoch robust. Der Tailwhip lässt sich dank der leichtgängigen Schnürung sehr komfortabel anziehen und beim Festschnüren gut an den Fuß anpassen. Ein schönes Detail ist, dass in der Zunge ein Gummi integriert ist, welcher die Enden der Schnürsenkel festhält.

Mit dem gepolsterten Innenfutter und der gedämpften Innensohle läuft sich der Schuh sehr angenehm. Auf der Unterseite sorgt eine Michelin-Laufsohle für Grip. Auf nicht allzu anspruchsvollen Trails oder auf dem Pumptrack bietet der Schuh noch guten Halt auf den Pedalen. Wird das Gelände beziehungsweise der Trail anspruchsvoller, kommt er aber an seine Grenzen und wird rutschiger auf dem Flatpedal, besonders wenn es feucht ist.

Letztlich ist der Schuh ideal für Pumptracks oder für Tricks in einem Dirtpark, erträgt sich aber auch gut im Alltag, um nach der Arbeit, Uni oder Schule noch schnell auf den Homespot zu fahren. Für das klassische Mountainbiken ist er aber zu wenig.

Giro Jacket II

Der Giro Jacket II ist ein klassischer Flatpedal-Schuh in Sneaker-Optik mit einem Mikrofaser-Obermaterial und einer Vibram-Außensohle, die zwar viel Halt auf dem Pedal versprechen soll, uns aber nicht wirklich überzeugen konnte.

Die Verarbeitung des Fahrradschuhs ist sehr gut, und weder bei den Nähten noch bei der Verklebung ist uns etwas Unschönes aufgefallen.

Das wasserabweisende Obermaterial hat Belüftungsöffnungen an den Seiten und im Zehenbereich, wodurch sich der Giro Jacket II angenehm trägt, auch dank des gut gepolsterten Innenfutters. Die Schnürung wirkt zwar recht einfach, der Schuh lässt sich aber gut an den Fuß anpassen.

Im Alltag ist der Grip der Außensohle auf jeden Fall gegeben. Hier lässt sich der Schuh gut tragen, um nach Feierabend noch schnell eine Runde auf dem Pumptrack oder auf dem Homespot zu drehen. Auf dem Trail oder gar im Bikepark hat uns der Schuh aber nicht mehr gefallen und war auf dem Pedal der rutschigste im Test, gerade auf holprigen und verblockten Trails. Hier haben wir ein sicheres Gefühl vermisst, und bei Nässe wurde dies sogar noch schlimmer.

Am Ende ist der Giro Jacket II ein lässiger Sneaker für den Alltag oder für ein paar Runden auf dem Pumptrack. Bei klassischen Mountainbike-Touren oder im Bikepark ist der Schuh schnell überfordert.

O’Neal Pinned

Der O’Neal Pinned ist ein klassischer Flatpedal-Schuh in Sneaker-Optik, der einen guten Halt auf einem Plattformpedal bietet und dazu auch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

Der Pinned besitzt ein glattes PU-Obermaterial ohne Belüftungsöffnungen. Das gibt dem Schuh eine schlichte Optik, er ist dadurch aber nicht gut belüftet. Auf der anderen Seite ist er somit bedingt wasserabweisend, wodurch er auch gerne mal bei schlechterer Witterung oder auf einem matschigen Trail getragen werden kann, ohne gleich feuchte Füße zu bekommen.

Der Pinned ist ein klassischer Schnürer. Durch die Ösen, durch die die Schnürsenkel gefädelt sind, lässt er sich prima an- und ausziehen und gut an den Fuß anpassen, wodurch der Schuh auf dem Pedal einen guten Eindruck vermittelt. Ein kleines Gummiband, in das die Schlaufe nach dem Binden eingefädelt werden kann, wäre hier vielleicht noch wünschenswert gewesen.

Als Außensohle kommt hier die Honey-Rubber-Sohle von O’Neal zum Einsatz. Diese soll sowohl auf dem Flatpedal als auch im Gelände ordentlich Halt bieten. Die Zwischensohle ist weder zu weich noch zu hart. So bietet der Schuh beim Gehen ordentlich Komfort, wirkt aber auch nicht zu schwammig auf dem Pedal. Sowohl auf Allmountain-Touren als auch auf dem Downhillbike bietet der Pinned dank seiner Sohle guten Grip auf den Plattformpedalen, und das sogar bei Feuchtigkeit. Einzig beim Schieben im steilen Gelände ist die Sohle rutschig – das dürfte aber aufgrund des fehlenden Profils klar sein, dafür ist er aber auch nicht gemacht.

Der O’Neal Pinned ist letztlich ein klassischer Flatpedal-Schuh, der sowohl im Alltag als auch auf dem Pumptrack Spaß macht und auch mal im Bikepark angezogen werden kann. Er bietet ordentlich Grip, trägt sich sehr bequem und ist auch preislich sehr interessant, weshalb wir ihn für den entsprechenden Einsatz empfehlen können.

Unparallel Dust UP

Die Unparallel Dust UP sind robuste Mountainbike-Schuhe für den Bikepark oder für frühwinterliche Bedingungen. Der Schuh überzeugt vor allem mit ordentlich Grip auf dem Pedal und guter Rückmeldung vom Bike, ansonsten ist der Einsatzbereich eher begrenzt. Die Wurzeln des noch jungen Unternehmens sind jedoch deutlich spürbar.

Der Dust Up ist sehr gut verarbeitet. Weder am Obermaterial noch am Sohlenaufbau gibt es etwas von uns zu bemängeln. Unparallel setzt bei dem Schuh auf ein synthetisches und robustes Obermaterial, welches im Zehen- und Fersenbereich nochmals zusätzlich mit einer PU-Leiste verstärkt wurde. So ist der Fuß im Schuh optimal im Gelände und auf dem Bike geschützt. Lediglich im Zehenbereich verfügt der Dust Up über einige kleine Belüftungsöffnungen, ansonsten ist der Schuh geschlossen.

So bietet er etwas Schutz gegenüber Spritzwasser und Dreck, eine wasserdichte Membran hat der Schuh aber nicht. Allerdings ist er auch weniger atmungsaktiv: An warmen Tagen oder nach intensiven Abfahrten im Bikepark ist dies durch einen leichten Wärmestau spürbar. Der Vorteil hingegen ist, dass der Schuh so auch bei kühleren Temperaturen und feuchten Bedingungen im Herbst den Fuß warm hält.

Auffällig ist, dass der Schuh geringfügig höher geschnitten ist als klassische Flatpedal-Schuhe, die Fußknöchel liegen jedoch noch frei. Eine dickere Polsterung mit weichem Mesh-Gewebe um die Knöchel bietet zusätzlichen Schutz und stützt den Fuß im Schuh. Der Nachteil ist, dass der Schuh dadurch etwas klobig wirkt.

Für guten Sitz sorgt neben der klassischen Schnürung ein zusätzlicher Klettverschluss im oberen Bereich des Schuhs. In diesem kann die gebundene Schleife gelegt werden, damit sie unterwegs nicht stört oder aufgehen kann.

Die Zwischensohle des Unparallel Dust Up ist im Vergleich zu anderen Schuhen eher steif, was sich gut auf dem Pedal macht. So kann die Kraft beim Pedalieren gut übertragen werden und man bekommt ein gutes Feedback vom Bike. Die steife Zwischensohle ist jedoch etwas unangenehm beim Gehen. Dadurch beschränkt sich der Einsatzbereich eher auf spaßige Tage im Bikepark auf dem Downhill-Bike oder Enduro-Touren mit geringem Gehanteil.

Das Herzstück des Schuhs ist jedoch die Laufsohle, welche in zwei Bereiche aufgeteilt ist. Eine harte Gummimischung an den Rändern sowie im vorderen Zehenbereich und an der Ferse sorgt für Stabilität und nutzt sich weniger schnell ab. Am Zehenbereich ist zudem ein schuppenartiges Profil erkennbar, welches sich bei steilen Schiebepassagen in den Boden krallt und so für Grip sorgt.

Im Mittelfußbereich ist die Gummimischung deutlich weicher. Das Profil ist lamellenförmig mit kleinen, ca. 2,5 mm tiefen Vertiefungen dazwischen. Die Pins der Flatpedals finden zum einen in diesen Vertiefungen Platz und krallen sich zusätzlich in den Gummi. Dadurch baut der Schuh auf dem Pedal einen sehr guten Grip auf. Einmal hingestellt, verrutscht der Fuß auch auf verblockten Trails nicht vom Pedal. Diese Tatsache gibt gerade auf anspruchsvollen Trails Vertrauen sowie Sicherheit. Will man die Position auf dem Pedal verändern, muss tatsächlich der Fuß kurz angehoben werden.

Mit dem Unparallel Dust Up bekommt man letztlich einen Flatpedal-Schuh für den klassischen Bikepark-Einsatz und weniger für ausgedehnte Touren mit dem All-Mountain-Bike. Im Bikepark überzeugt der Schuh jedoch mit sehr gutem Grip auf dem Pedal. Die Belüftung könnte jedoch besser sein, und der geringe Einsatzbereich kostet dem Schuh den Platz unter unseren Empfehlungen.

Crankbrothers Stamp Lace

Der Crankbrothers Stamp Lace ist ein klassischer Flatpedal-Schuh und in diversen Farben erhältlich. Der Schuh sitzt sehr angenehm am Fuß und eignet sich besonders für ausgedehnte Enduro-Touren. Der Grip auf dem Pedal ist gut, kommt aber nicht ganz an unsere Empfehlungen heran.

Verarbeitet sind die Stamp Lace sehr ordentlich, auch bei genauer Betrachtung gibt es von unserer Seite aus nichts zu bemängeln. Das Obermaterial besteht aus einem Mesh-Gewebe, welches zum größten Teil mit TPU (thermoplastischem Polyurethan) überzogen ist. Das macht das Obermaterial robust, eine Zehenkappe schützt eben jene im schwierigen Gelände vor Verletzungen. Große Belüftungsöffnungen an den Seiten und mehrere kleine Öffnungen im Vorderfußbereich sorgen für Belüftung im Schuh – und in der Tat trägt sich der Stamp Lace sehr angenehm, selbst wenn es mal längere Zeit bergauf geht.

Die Seiten des Schuhs sind etwas weiter nach oben gezogen und die Schnürung beziehungsweise die Schuhzunge ist dadurch etwas versteckt. Das sieht zum einen optisch ansprechend aus, zum anderen ist die Gefahr etwas reduziert, mit den Schnürsenkeln am Rad oder beim Gehen im Gelände oder am Bike zu verhaken. Gut hat uns die kleine Mesh-Tasche direkt oberhalb der Schnürung gefallen. In diese kann die gebundene Schleife gelegt und zur Gänze verstaut werden.

Eine EVA-Zwischensohle sorgt für Dämpfung, vor allem beim Gehen. So läuft sich der Schuh auf längeren Schiebe- oder Gehpassagen durchaus komfortabel. Dabei ist die Zwischensohle nicht zu weich, wodurch effektiv pedaliert werden kann und man noch ausreichend Rückmeldung vom Bike beziehungsweise dem Untergrund bekommt. Hier hat Crankbrothers bei dem Stamp Lace einen guten Kompromiss zwischen Steifigkeit und Komfort gefunden.

Die Laufsohle ist etwas härter. Zwar läuft sich die Sohle so weniger schnell ab, die Pins auf den Pedalen haben es so aber etwas schwerer, sich in der Sohle zu krallen. Zwar bietet der Schuh im Bikepark oder auf verblockten Trails guten Grip auf dem Pedal, aber er kommt nicht ganz an unseren Testsieger oder den Specialized 2FO Roost Flat Syn ran.

Letztlich ist der Crankbrothers Stamp Lace ein solider und verlässlicher Mountainbike-Schuh für Plattformpedale. Er macht vor allem auf Enduro- sowie Bike-and-Hike-Touren Freude. Zudem ist er in vielen Farben erhältlich und nicht nur in Schwarz. Lediglich eine etwas zu harte Laufsohle wäre hier zu bemängeln, möchte man den Schuh primär auf dem Bike tragen.

Fizik Gravita Versor Flat

Der Fizik Gravita Versor Flat bietet dank einer ergonomischen Schnürung optimale Passform am Fuß und ist vor allem für den Gravity- oder Enduro-Bereich gedacht. Dank des Ripstop-Gewebs ist der Schuh leicht und durchaus luftig. In Sachen Grip auf dem Pedal kann er aber nicht mit unseren Empfehlungen mithalten.

Die Verarbeitung des Gravita Versor Flat ist durchaus gut, nur hier und da lassen sich gerade am Obermaterial und an den Nähten ein paar kleine Schönheitsfehler erkennen. Auffällig an dem Schuh ist die asymmetrische oder besser gesagt ergonomische Schnürung. So soll der Schuh eine optimale Passform garantieren. In der Tat sitzt er gut am Fuß, ohne irgendwo zu drücken. Lediglich das Hineinschlüpfen ist gefühlt etwas schwieriger.

Das Ripstop-Obermaterial ist nicht nur robust, sondern auch luftig und macht den Schuh insgesamt sehr leicht. Dadurch ist der Fizik Gravita Versor Flat der bisher leichteste und luftigste Schuh in unserem Test, was gerade an sehr heißen Tagen angenehm ist. Dennoch hat Fizik dem Schuh im Zehenbereich eine robuste TPU-Zehenkappe spendiert, die man zum Beispiel von Zustieg-Schuhen gewohnt ist und die Zehen im anspruchsvollen Gelände schützen soll.

Fizik setzt bei dem Flatpedal-Schuh auf eine leicht profilierte Vibram-Laufsohle, welche für ausreichend Grip auf dem Pedal sorgen soll. Die Sohle bzw. der Gummi ist jedoch eher hart, wodurch die Pins der Pedale sich nicht ganz so gut in den Gummi drücken können. Dadurch ist der Schuh etwas rutschig auf dem Pedal.

Wo der Schuh auf dem Pedal etwas rutscht, ist er hingegen im Gelände, vor allem auf felsigem Untergrund, sehr griffig, wodurch sich der primäre Einsatzzweck des Schuhes ergibt, nämlich Enduro- oder Bike-and-Hike-Touren mit eher felsigem Gehgelände. Die Zwischensohle ist etwas härter, was vor allem beim Pedalieren von Vorteil ist, da der Biker so eine gute Rückmeldung vom Pedal hat. Längere Gehpassagen auf entsprechenden Touren können aber auf Dauer etwas unangenehm werden.

Am Ende ist der Fizik Gravita Versor Flat ein solider, gut sitzender und luftiger Flatpedal-Mountainbike-Schuh, mit dem man auch mal eine Bike-and-Hike-, aber vor allem Enduro-Touren unternehmen kann. Der minimal fehlende Grip auf dem Pedal gibt jedoch etwas Punktabzug.

Fox Union Boa Flat

Der Fox Union Boa Flat ist ein Flatpedal-Schuh vor allem fürs Grobe und ideal für den Bikepark oder den Enduro-Einsatz. Dank des Schnürsystems lässt sich der Schuh einfach anziehen und perfekt an den Fuß anpassen, die Laufsohle bietet darüber hinaus guten Grip. Für ausdauernde Touren ist er jedoch nur bedingt geeignet.

Die Verarbeitung ist gut, bei genauem Hinsehen lassen sich jedoch ein paar Kleberückstände und etwas eckige Rundungen erkennen. Das ist jedoch Jammern auf hohem Niveau.

Der Schuh wurde aus einem Mesh-Material gefertigt, welches mit einer TPU-Beschichtung überzogen ist. Um für etwas Belüftung zu sorgen, sind im Vorderfußbereich ein paar Belüftungsöffnungen eingearbeitet, sowie einige wenige an den beiden Seiten. Dank der TPU-Beschichtung ist der Schuh wetterfest, dicht ist er aufgrund der Belüftung nicht. Durchfahrten durch kleine und große Pfützen sorgen aber nicht gleich für nasse Füße. So hatten wir auf unserem schlammigen Test-Trail hiermit keine Probleme. Die Belüftungsöffnungen sorgen dafür, dass kein Hitzestau im Schuh entsteht, luftig sind sie jedoch nicht. Dafür sind sie aber auch in der etwas kälteren Jahreszeit fahrbar.

Um den Fuß auf dem Trail vor Steinen zu schützen, besitzt der Fox-Schuh eine steife Zehenkappe sowie eine stabile Kappe rund um die Ferse.

Beim Union Boa Flat setzt Fox, wie der Name schon sagt, auf ein Boa-Schnürsystem. Genauer gesagt kommt hier das Boa-Li2-System zum Einsatz. Das Schöne dabei ist, dass der Schuh über zwei getrennte Schnürungen verfügt. Mit dem unteren Rad des Verschlusssystems kann die Passform des Vorderfußes eingestellt werden. Das obere System hält den Fuß je nach Wunsch fest oder etwas lockerer im Schuh. Der Vorteil des Systems ist, dass bei Bedarf selbst unter der Fahrt die Passform angepasst werden kann. Zudem ist der Schuh sehr einfach an- und auszuziehen.

Die Zwischensohle ist eher steif. Das ist gut, um die Kraft optimal auf das Pedal zu übertragen und um sicher zu stehen. Das Laufen ist jedoch eine etwas unangenehmere Geschichte. Am Ende der Zehenkappen im Bereich der Zehengrundgelenke ist ein abrupter Übergang zwischen hartem und weichem Obermaterial. Beim Laufen entsteht dadurch eine Sollknickstelle und Teile des Schuhs können so auf die Grundgelenke drücken, hauptsächlich dann, wenn das Bike einen etwas steileren Absatz hochgeschoben werden muss. Hier wäre es vielleicht geschickter gewesen, die Zehenkappe etwas länger am Schuh entlanglaufen zu lassen.

Als Laufsohle setzt Fox auf die Ultratac-Außensohle mit einem etwa feineren, wabenförmigen Profil. Der Gummi der Sohle ist nicht allzu hart, sodass die Pins der Pedale sich recht gut festkrallen können. Während der Testfahrten hatten wir stets guten Grip auf dem Pedal, was Sicherheit und somit Fahrspaß vermittelt. An den Grip unseres Testsiegers kommt der Union Boa Flat nicht ganz heran.

Fox hat mit dem Union Boa Flat einen tollen Schuh für den groben Einsatz auf den Markt gebracht, den wir hauptsächlich für den Bikepark oder technisch anspruchsvolle Enduro-Touren empfehlen können. Hier spielt er seine Eigenschaften zum Vorteil aus. Für lange Touren ist er unserer Meinung nach jedoch nicht so gut geeignet und auch das lange Laufen macht nicht unbedingt Spaß. Dazu kommt der recht hohe Preis. Übrigens haben wir den Fox Union Boa für die Klickpedale ebenfalls getestet.

Bontrager Flatline Mountainbike Schuh

Der Bontrager Flatline Mountainbike Schuh ist ein klassischer Schuh für Plattformpedale, der sich angenehm trägt und über eine gute Belüftung verfügt. Die Vibram-Laufsohle ist relativ hart, wodurch der Schuh etwas auf dem Pedal rutscht und somit eher für den gemäßigten Einsatz an warmen Tagen zu empfehlen ist.

Die Verarbeitung des Flatlines ist hervorragend, auch bei genauer Betrachtung gibt es nichts

Das synthetische Obermaterial des Schuhs ist im Bereich des Vorderfußes, aber vor allem an den Seiten über einen großen Bereich perforiert, was für eine gute Belüftung sorgt. So werden selbst an heißen Tagen die Füße auf dem Bike gut belüftet. Für die kalte Jahreszeit sind sie dadurch weniger geeignet. Im Bereich der Zehen sowie der Ferse ist das Obermaterial leicht verstärkt, um etwas mehr Schutz auf dem Trail zu bieten.

Der Flatline ist ein einfacher Schnürschuh. Die Schnürsenkel sind breit und lassen sich gut binden und gehen nicht selbstständig auf, egal ob beim Biken oder Laufen. Schön ist, dass der Schuh im Mittelfußbereich über eine kurze Gummischlaufe verfügt. In dieser sogenannten Schnürsenkelgarage können die Schlaufen nach dem Binden verstaut werden, wodurch gerade die harten Enden nicht ständig auf dem Rahmen schlagen.

Die Zwischensohle ist nicht zu steif. Das macht den Bontrager Flatline vor allem beim Laufen angenehm, auf dem Pedal kann er aber noch gut die Kraft übertragen.

Die leicht, aber regelmäßig profilierte Vibram-Laufsohle ist hingegen eher hart. Beim Laufen auf Fels ist der Grip ordentlich, auf dem Pedal schaffen es die Pins jedoch nicht, sich weit in die Sohle zu drücken. Dadurch ist der Grip eher mäßig, selbst bei den aggressiven Pins der Crankbrothers Stamp-7-Pedale. Auf leichten Trails bleibt der Schuh jedoch auf dem Pedal. Wird es aber etwas verblockter, kann der Flatline schon mal verrutschen.

Letztlich ist der Bontrager Flatline ein angenehm zu tragender Schuh sowohl im Alltag als auch beim Biken. Auf nicht allzu anspruchsvollen Trails macht der Schuh eine gute Figur, der Grip könnte jedoch besser sein. Uns hat er am besten auf leichten Bike-and-Hike-Touren gefallen, da hier die Vibram-Sohle zuverlässig funktioniert und der Fuß immer gut belüftet bleibt.

Sidi Motus

Der Sidi Motus ist ein klassischer Flatpedal-Schuh im schicken Design mit nützlichen Details. Die Sohle bietet beim Gehen im Gelände einen guten Grip, auf dem Pedal hat er uns jedoch nicht gänzlich überzeugt. Preislich spielt er am oberen Ende in seiner Liga, die Verarbeitung ist sehr gut.

Das Ripstop- und Mikrofaser-Obermaterial macht einen soliden Eindruck, an den empfindlichen Stellen wie an der Ferse oder im Zehenbereich ist er zusätzlich verstärkt. Die Belüftung des Schuhs ist gut und selbst an warmen Tagen bleibt das Klima im Schuh angenehm. Sidi setzt beim Motus auf einen klassischen Schnürverschluss. Dabei sind die Schnürsenkel breit und flach gehalten. Das erhöht die Reibung und so gehen diese nicht ständig unterwegs auf. Zudem ist am oberen Zungenbereich eine Schnürsenkelgarage angebracht. In diese kann der Knoten verstaut werden. Diese Garage hält über einen kurzen Klettverschluss den Knoten verstaut. Mit etwas Nacharbeit bei der Verlegung der Schnürsenkel funktioniert alles am Ende einwandfrei. Insgesamt lässt sich der Schuh gut an den Fuß anpassen.

Insgesamt ist die Zwischensohle sehr steif, was für einen guten Halt auf dem Pedal spricht. Dennoch läuft man komfortabel mit dem Schuh im Gelände. Um hier für Grip zu sorgen, ist über den gesamten Sohlenbereich eine stark profilierte Laufsohle angebracht. Kleine und etwas größere Profilblöcke sorgen im weglosen Gelände für Vortrieb, und die zuvor erwähnten Verstärkungen am Obermaterial halten zum Beispiel die Zehen geschützt.

Die Laufsohle ist insgesamt als hart zu bezeichnen. Das macht die Sohle zwar langlebig, auf dem Pedal macht sich das jedoch negativ bemerkbar. Durch den harten Gummi können sich die Pins unserer Crankbrother-Stamp-7-Pedale nicht in die Sohle krallen. Lediglich rutschen die Pins zwischen die Profilblöcke des Motus. Dadurch verspürt man ein leichtes, aber dennoch permanentes Rutschen auf dem Pedal, und auch die gewünschte Stellung auf den Flatpedals ist so nicht leicht zu finden. Hier vermittelt der Schuh einen nicht allzu sicheren Eindruck, was uns vor allem auf den verblockten Abschnitten unseres Test-Trails nicht gefallen hat.

Zählt man letztlich alle Eigenschaften zusammen, dann kommt man zu folgendem Schluss: Rein für den Bikepark würden wir den Sidi Motus nicht empfehlen. Hier mangelt es etwas an Grip auf dem Plattformpedal. Auf klassischen Bike-and-Hike-Touren mit erhöhtem Trage- oder Schiebe-Anteil macht der Motus jedoch Spaß. Die Sohle hat hier wiederum guten Grip im Gelände und ist langlebig. Auch der Grip auf dem Pedal ist für so ein Abenteuer ausreichend. Wer also einen Schuh für diese Art von Touren sucht, wird mit dem Sidi glücklich. Und schließlich beschreibt Sidi den Schuh als »perfekt für Entdeckungen« – das können wir so unterschreiben.

Specialized 2FO Roost Flat Syn

Der Specialized 2FO Roost Flat Syn ist ein klassischer Flatpedal-Schuh im Sneaker-Design und überrascht mit erstaunlich viel Grip auf dem Pedal. Somit ist er ein idealer Begleiter auf klassischen Enduro-Touren, aber auch auf technischen sowie schnellen Abfahrten auf dem Downhill-Bike im Bikepark macht er Spaß.

Die Verarbeitung des Schuhs ist ausgezeichnet, weder am Obermaterial noch an den Nähten oder an der Sohle sind irgendwelche kleinen Fehler oder unschöne Kleinigkeiten zu finden.

Das synthetische Obermaterial erinnert ein bisschen an Leder und macht einen robusten Eindruck. An den Seiten verfügt der Schuh über zahlreiche kleine Belüftungslöcher sowie einige wenige direkt unterhalb der Schnürung. Das sieht zwar nicht nach viel aus, dennoch ist die Belüftung des Schuhs durchaus gut, und auch an einem warmen Tag auf dem Bike bildet sich kein Hitzestau im Schuh. Dazu kommt, dass das Paar gerade einmal 725 Gramm (in Größe 44) wiegt, wodurch der Specialized 2FO Roost Flat Syn einer der leichtesten Mountainbike-Schuhe in unserem Test ist.

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Mountainbike-Schuhe Test: Speciallized 2fo Roost Flat Syn Front
Der Specialized 2FO Roost Flat Syn im Testupdate 2023.
Mountainbike-Schuhe Test: Speciallized 2fo Roost Flat Syn Zunge
Die Schnürsenkel lassen sich gebunden in einem kleinen Gummiband verstauen.
Mountainbike-Schuhe Test: Speciallized 2fo Roost Flat Syn Seite 1
Die Zwischensohle ist etwas steifer, bietet aber auch beim Gehen noch einen gewissen Komfort.
Mountainbike-Schuhe Test: Speciallized 2fo Roost Flat Syn Seite 2
An den Seiten verfügt der Schuh über zahlreiche kleine Belüftungslöcher.
Mountainbike-Schuhe Test: Speciallized 2fo Roost Flat Syn Knöchel
Ein etwas breiteres Polster schützt den Knöchel im Schuh und gibt dem Fuß zusätzlichen Halt.
Mountainbike-Schuhe Test: Speciallized 2fo Roost Flat Syn Sohle
Als Laufsohle kommt die sogenannte SlipNot-Sohle zum Einsatz.
Mountainbike-Schuhe Test: Speciallized 2fo Roost Flat Syn Sohle Nah
Die SlipNot-Sohle baut auf dem Pedal ordentlich Grip auf und hält den Schuh an Ort und Stelle.

Die klassische Schnürung ist sehr gut. Die breiten Schnürsenkel laufen gut durch die Ösen, wodurch sich der Schuh bequem an- und ausziehen lässt. Auch sitzt der Schuh gut am Fuß und passt sich beim Schnüren gut an. Die breiten Schnürsenkel selbst halten sicher und die fertig gebundene Schleife lässt sich durch ein kleines Gummiband auf der Schuhzunge verstauen.

Im Knöchelbereich verfügt der 2FO Roost Flat Syn über eine verstärkte Polsterung, was dem Fuß im Schuh Stabilität verleiht und die Knöchel auf dem Bike schützt. Eine kleine TPU-Zehenkappe sorgt im Zehenbereich noch für zusätzlichen Schutz im Gelände.

Das Herzstück des 2FO Roost Flat Syn ist jedoch die Sohle. Die Zwischensohle ist eher steif, bietet aber noch etwas Komfort, sollte während einer ausgedehnten Enduro-Tour doch mal das Bike geschultert oder geschoben werden. Für längere Bike-and-Hike-Touren ist der Schuh am Ende aber doch etwas unbequem – dafür ist er jedoch auch nicht gedacht.

Die steife Sohle hat den Vorteil, dass beim Pedalieren die Kraft optimal an das Pedal weitergegeben wird und man dadurch während der Fahrt stets gute Rückmeldung vom Pedal oder dem Bike selbst hat. Als Laufsohle kommt die sogenannte SlipNot-Sohle zum Einsatz. Die leicht profilierte Sohle ist überwiegend flach und nur minimal im Vorderfußbereich nach oben gebogen, wodurch sich der Schuh auf kurzen Gehpassagen etwas bequemer läuft. Die flache Sohle soll entsprechend für einen guten Stand auf dem Pedal sorgen.

Die Gummimischung ist eher weich und erinnert an Autoreifen für die Rennstrecke. Einmal auf dem Pedal, bohren sich die Pedalpins quasi in die Sohle hinein, ohne dabei Löcher oder irgendwelche Beschädigungen in der Sohle zu hinterlassen. Tatsächlich ist der Specialized 2FO Roost Flat Syn bis dato einer der Schuhe mit dem besten Grip. Der Schuh geht mit dem Pedal quasi einen Stoffschluss ein, zumindest fühlt sich das so an, und einmal aufs Pedal gestellt, verrutscht der Schuh selbst auf sehr ruppigen und verblockten Abfahrten nicht.

Selbst bei Nässe kann man sich auf den Grip verlassen. Möchte man unterwegs die Position des Fußes auf dem Pedal verändern, muss dieser tatsächlich leicht angehoben werden. Ein Verrutschen des Schuhs ist fast nicht möglich.

Am Ende bekommt man mit dem Specialized 2FO Roost Flat Syn einen klassischen Flatpedal-Mountainbike-Schuh, der ordentlich Grip aufbaut. Somit ist der Mountainbike-Schuh ein idealer Begleiter auf Enduro-Touren oder auf schnellen und anspruchsvollen Trails mit dem Big-Bike im Bikepark. Somit können wir den leichten, aber robusten Schuh jedem ans Herz beziehungsweise an den Fuß legen, für den Grip auf dem Pedal das A und O ist.

Vaude Moab Tech II

Der Vaude Moab Tech II ist mehr oder weniger der Nachfolger des ebenfalls hier getesteten Vaude AM Moab Tech. Man merkt jedoch, dass am neuen Modell etwas gespart wurde, der Schuh aber nach wie vor eher hochpreisig ist. Die Sohle liefert weiterhin eine gute Performance auf dem Pedal.

Das synthetische Obermaterial besitzt an den Seiten Mesh-Einsätze, welche für etwas Belüftung sorgen. Im Zehenbereich sind allerdings keine Mesh-Einsätze mehr zu finden beziehungsweise sitzen diese unter einer Kunststoff- oder Gummischicht. Somit ist der Schuh nicht mehr so atmungsaktiv, und zudem ist er hier steifer als sein Vorgänger. Nach und nach sind diverse Knickstellen erkennbar, die durch das Gehen in Höhe der Zehengrundgelenke entstehen. Diese Stellen sind nichts Ungewöhnliches, fallen hier aber schon früh auf. Auch könnte sich an dieser Stelle die Verklebung lösen. Dies konnten wir im Rahmen unseres Tests nicht beobachten, im Netz lassen sich jedoch einige Berichte hierzu finden. Insgesamt ist der Schuh nun eher für die kühleren Monate geeignet.

Weiterhin ist beim Moab Tech II die hochgezogene Knöchelpartie an der Innenseite zu finden. Diese schützt den Knöchel vor Kurbelkontakt und somit vor Schmerzen in diesem Bereich. Auch die Polsterung ist hier etwas ausgeprägter. Dieses Detail finden wir sehr gelungen.

Der Moab Tech II verfügt über das bekannte Boa‑L6‑Verschlusssystem, welches recht gut funktioniert. Jedoch wurde unserer Meinung nach genau an dieser Stelle im Vergleich zum Vorgänger gespart. Dort gleiteten die Schnüre des Systems durch Kunststoffführungen, wodurch sie reibungsärmer liefen und sich der Schuh besser an die Fußform anpasste. Am Moab Tech II laufen die Schnüre nun klassisch durch breite Stofftaschen, wodurch die Reibung etwas höher ist und sich der Schuh nicht mehr so optimal anpassen lässt wie beim Vorgänger. Generell funktioniert das System aber gut.

Zudem wurde auf die Abdeckung mittels Klettverschluss verzichtet, und auch das Verstellrad sitzt nun seitlich und nicht mehr mittig auf der Zunge.

Die Zwischensohle des Schuhs ist bis zum Mittelfußbereich sehr stabil, was eine optimale Kraftübertragung auf das Flatpedal gewährleistet. Im Zehenbereich ist sie jedoch flexibel genug, um auch bei längeren Gehpassagen noch angenehm abrollen zu können. Glücklicherweise hat Vaude an der Sohle nichts geändert.

Im Groben besteht die Sohle weiterhin aus zwei Bereichen. Im Fersen- sowie im Zehenbereich ist sie stärker profiliert, was bei steileren An- und Abstiegen sowie bei Schiebepassagen für ordentlich Grip und somit Vortrieb im Gelände sorgt. Dazu trägt auch die SUPtraction‑Flat‑Gummimischung bei, die weder zu weich noch zu hart ist. Im Mittelfußbereich ist die Sohle weniger profiliert. Dadurch und dank der Gummimischung setzen sich die Pins der Plattformpedale richtig in der Sohle fest. Somit ist der Grip auf den Pedalen stets gewährleistet, wie wir es schon vom Moab Tech gewohnt waren.

Sowohl während einer klassischen Allmountain‑Tour als auch im Bikepark auf einer schnellen und anspruchsvollen Abfahrt hatten wir stets das Gefühl, dass der Schuh sicher auf den Pedalen steht, was ein sicheres Fahrgefühl vermittelt. Hier muss sich der Vaude‑Schuh vor den bekannten Five‑Ten‑Schuhen weiterhin nicht verstecken.

Sieht man genau hin, erkennt man, dass das leichte Hexagon‑Profil in der Mitte sogar ein nach hinten geschupptes Design besitzt, was beim Schieben und Laufen für zusätzliche Traktion sorgt.

Letztlich ist der Vaude Moab Tech II ein weiterhin solider Flatpedal‑Schuh, der guten Grip auf den Pedalen wie auch beim Laufen vermittelt. Der Vorgänger hat uns jedoch deutlich besser gefallen, da dieser etwas luftiger war und ausgereifter wirkte, was die Details anging. Dieses würden wir vor dem jetzigen Modell stets bevorzugen.

Für das Fahren im Bikepark oder für die kühlere Jahreshälfte ist der Vaude Moab Tech II weiterhin eine solide Nummer.

Pearl Izumi X-Alp Launch

Der Pearl Izumi X-Alp Launch ist ein klassischer Flatpedal‑Schuh im schlichten Design und mit Boa‑L6C‑Verschlusssystem, der vor allem auf dem Pumptrack oder bei leichten Parkeinsätzen auf einem Flowtrail Spaß macht. Für den harten Einsatz ist der Grip auf dem Pedal jedoch etwas zu gering, und auch die recht steife Zwischensohle macht auf ausgedehnten Touren mit Laufeinsatz nur bedingt Freude.

An der Verarbeitung des Schuhs gibt es nichts auszusetzen, sowohl am synthetischen Obermaterial als auch an der Goodyear‑Laufsohle.

Der Schuh verfügt im Zehen- wie auch im Seitenbereich über atmungsaktive Einsätze, wodurch der Fuß generell nicht ganz so schnell ins Schwitzen kommt. Zudem besteht das Obermaterial aus Cordura, wodurch der Schuh sehr robust sein sollte. Auffällig ist, dass die Zehenkappe nicht ganz so stabil ist wie bei anderen Schuhen der gleichen Kategorie, sie sollte die Zehen beim Biken aber ausreichend schützen. Der Fersen- und Knöchelbereich ist extra stabil gearbeitet und gepolstert.

Pearl Izumi setzt beim X‑Alp Launch auf das bewährte Boa‑L6C‑Verschlusssystem, das recht gut funktioniert. Lediglich der Zehenbereich schließt nicht ganz so sauber, und vor allem Personen mit schmalem Fuß müssen hier gegebenenfalls etwas an den dünnen Riemen ziehen. Insgesamt passt sich der Schuh aber recht gut an den Fuß an.

Insgesamt sind der Schuh sowie die Zwischensohle recht steif. Das macht auf dem Pedal Sinn, da man etwas Kraft spart, beim Laufen fühlt sich das jedoch nicht besonders geschmeidig an. Wer also nach einem Mountainbike‑Schuh sucht, mit dem man auch mal ein paar Meter laufen kann, wie zum Beispiel bei einer einfachen Bike‑and‑Hike‑Tour, ist mit dem X‑Alp Launch nicht gut beraten. Auf dem Pedal steht er jedoch solide da.

Der Schuh verfügt über eine Goodyear‑Gummisohle sowie über ein Profil mit kleinen, nach hinten gerichteten Dreiecken. Das Zusammenspiel soll für guten Grip auf dem Pedal sorgen. Ist der Trail nicht ganz so wild, ist der Grip mehr als ausreichend, auf einem verblockten Trail vermittelt die Sohle jedoch keinen so guten Eindruck wie der Vaude Moab oder der Adidas Five Ten. Beim X‑Alp Launch sorgt vor allem das Profil für Halt, indem sich die Pins der Pedale im Dreiecksprofil verfangen. Das spürt man deutlich, wenn man den Fuß etwas hin und her bewegt. Damit sich die Pins auch in den Gummi krallen könnten, ist dieser möglicherweise etwas zu hart. Obwohl der Schuh eher weniger zum Laufen gedacht ist, vermittelt die Sohle hier einen guten Eindruck, vor allem auf Fels, aber eher weniger auf Geröll.

Am Ende kann man sagen, dass man mit dem Pearl Izumi X‑Alp Launch einen soliden und klassischen Flatpedal‑Schuh erhält, der zudem über das Boa‑L6C‑Verschlusssystem verfügt. Auch das schlichte Design kann gefallen, und gerade auf einem Pumptrack oder Flowtrail lässt er sich gut tragen. Dennoch würden ein etwas weicherer und flexiblerer Schuh sowie eine entsprechend angepasste Sohle den Einsatzbereich erweitern.

Die besten Mountainbike-Klickschuhe

Klick- und Flatpedal-Schuhe lassen sich nur schwierig miteinander vergleichen, da jedes System eigene Vor- und Nachteile besitzt, welche sich gegenseitig sogar ausspielen würden. Entsprechend haben wir uns in diesem Test dazu entschieden, die Klickschuhe gesondert zu testen. Los geht’s mit unseren Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht

Testsieger

Shimano SH-GE900

Der Shimano SH-GE900 ist ein idealer Begleiter für nahezu jedes Bikeabenteuer. Er ist komfortabel und besitzt nützliche, kleine Extras.
Test Mountainbike-Schuhe: Shimano SH-GE900
  • Gute Laufsohle
  • Carbon-Zwischensohle
  • Knöchelschutz
  • Komfortabel
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Kleiner Verstellbereich der Cleats
  • Teuer

Der Shimano SH-GE900 ist ein verlässlicher Begleiter bei fast allen Bike-Abenteuern. Tendenziell wurde er für den härteren Enduro- und Big-Bike-Einsatz entwickelt, dennoch macht er auch während ausdauernden Allmountain-Touren Spaß. Er bietet Komfort und Effizienz beim Pedalieren, aber auch längere Laufstrecken steckt er locker weg. Durch die Profilsohle bietet er hier guten Grip im weglosen Gelände.

Für sport­liche Touren

Vaude MTB Kuro Tech

Der Vaude Mtb Kuro Tech ist ein idealer Begleiter für sportlich schnelle Touren und bietet neben der Effizienz erstaunlich hohen Komfort.
Test Mountainbike-Schuhe: Vaude Mtb Kuro Tech
  • Gute Belüftung
  • Komfortabel
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Großer Einsatzbereich
  • Fehlende Skalierung an der Sohle

Der Vaude MTB Kuro Tech ist ein sportlich ausgelegter, aber dennoch komfortabler Klickschuh mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Er macht besonders auf langen und schnellen Touren Spaß. Egal, ob während einer Cross-Country- oder Gravel-Tour, der Schuh bietet ein effizientes Pedalieren. Selbst lange Allmountain-Touren sind kein Problem und eventuell anzutreffende Schiebe- oder Tragepassagen stellen keine Herausforderung dar. Trotz der sportlichen Auslegung bietet er einen recht hohen Laufkomfort.

Vergleichstabelle

Bis zu 10 Produkte auswählen und direkt gegenüberstellen.

Testsieger
Test Mountainbike-Schuhe: Shimano SH-GE900
Shimano SH-GE900
Für sport­liche Touren
Test Mountainbike-Schuhe: Vaude Mtb Kuro Tech
Vaude MTB Kuro Tech
Test Mountainbike-Schuhe: Crankbrother Mallet Boa Clip-in
Crankbrothers Mallet Boa Clip-in
Test Mountainbike-Schuhe: Shimano SH-GE700
Shimano SH-GE700
Test Mountainbike-Schuhe: Bontrager Foray
Bontrager Foray
Test Mountainbike-Schuhe: Fox Union Boa
Fox Union Boa
Mountainbike-Schuhe Test: Specialized Recon 3
Specialized Recon 3.0
Test Mountainbike-Schuhe: Sidi Mtb Dust
Sidi MTB Dust
Test Mountainbike-Schuhe: Scott Trail Evo Boa Mtb
Scott Trail Evo Boa Mtb
Test Mountainbike-Schuhe: Endura Hummvee Clipless
Endura Hummvee Clipless
Test Mountainbike-Schuhe: Northwave Enduro Mid 2
Northwave Enduro Mid 2
Mountainbike-Schuhe Test: 2915246771 1 2048x2048
Unparallel Up Link
Test Mountainbike-Schuhe: Luck Extreme MTB Fahrradschuh
Luck Extreme MTB Fahrradschuh
Mountainbike-Schuhe Test: Rockrider
Rockrider Race 900 Habu Fit
Testsieger
Shimano SH-GE900
Test Mountainbike-Schuhe: Shimano SH-GE900
  • Gute Laufsohle
  • Carbon-Zwischensohle
  • Knöchelschutz
  • Komfortabel
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Kleiner Verstellbereich der Cleats
  • Teuer
Für sport­liche Touren
Vaude MTB Kuro Tech
Test Mountainbike-Schuhe: Vaude Mtb Kuro Tech
  • Gute Belüftung
  • Komfortabel
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Großer Einsatzbereich
  • Fehlende Skalierung an der Sohle
Crankbrothers Mallet Boa Clip-in
Test Mountainbike-Schuhe: Crankbrother Mallet Boa Clip-in
  • Komfortabel
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Robust
  • Griffige Laufsohle
  • Teuer
Shimano SH-GE700
Test Mountainbike-Schuhe: Shimano SH-GE700
  • Gute Belüftung
  • Komfortabel
  • Verarbeitung
  • Knöchelschutz
  • Kleiner Verstellbereich der Cleats
Bontrager Foray
Test Mountainbike-Schuhe: Bontrager Foray
  • Gute Belüftung
  • Verschlusssystem läuft unsauber
  • Passform nicht für jeden geeignet
Fox Union Boa
Test Mountainbike-Schuhe: Fox Union Boa
  • Boa-Li2-Verschlusssystem
  • Großer Verstellbereich der Cleats
  • Gute Passform
  • Verarbeitung
  • Schwer
  • Teuer
Specialized Recon 3.0
Mountainbike-Schuhe Test: Specialized Recon 3
  • Boa-Li2-Verschlusssystem
  • Steife Sohle
  • Carbon-Grundplatte
  • Wenig atmungsaktiv
  • Teuer
Sidi MTB Dust
Test Mountainbike-Schuhe: Sidi Mtb Dust
  • Leicht
  • Steife Sohle
  • Austauschbarer Profilblock
  • Teuer
Scott Trail Evo Boa Mtb
Test Mountainbike-Schuhe: Scott Trail Evo Boa Mtb
  • Griffige Laufsohle
  • Verarbeitung
  • Schwer
  • Schlecht anpassbar
Endura Hummvee Clipless
Test Mountainbike-Schuhe: Endura Hummvee Clipless
  • Robust
  • Passform
  • Schwer
  • Mäßige Belüftung
Northwave Enduro Mid 2
Test Mountainbike-Schuhe: Northwave Enduro Mid 2
  • Robust
  • Knöchelschutz an der Innenseite
  • Schwer
  • Mäßige Belüftung
  • Teuer
Unparallel Up Link
Mountainbike-Schuhe Test: 2915246771 1 2048x2048
  • Komfortabel
  • Günstig
  • Kleiner Verstellbereich der Cleats
  • Wenig atmungsaktiv
  • Schwer
Luck Extreme MTB Fahrradschuh
Test Mountainbike-Schuhe: Luck Extreme MTB Fahrradschuh
  • Carbon-Sohle
  • Günstig
  • Verarbeitung
  • Klettverschlüsse
  • Schlecht anpassbar
Rockrider Race 900 Habu Fit
Mountainbike-Schuhe Test: Rockrider
  • Sehr leicht
  • Steife Sohle
  • Verarbeitung
  • Wenig atmungsaktiv
  • Umständliche Cleats-Montage
Gewicht pro paar (Gr. 45)
905 g
810 g
870 g
887 g
820 g
944 g
726 g
679 g
905 g
1082 g
1098 g
967 g
795 g
696 g
Schuhverschluss
Boa L6
Boa L6
Boa L6
Schnürsystem
Boa L6
Boa Li2
Boa Li2
Sidi Drehverschlusssystem
Boa L6
Schnürsystem
X-Dial SLW Drehverschluss
Schnürsystem
Klettverschluss
Habu Fit
Obermaterial
Kunstleder
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Synthetik
Wasserdichte Membran
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Passform
Normal
Fällt klein aus
Normal
Normal
Schmal
Normal
Ergonomisch
Normal
Normal
Normal
Schmal
Normal
Normal
Normal

Unser Favorit

Testsieger

Shimano SH-GE900

Der Shimano SH-GE900 ist ein idealer Begleiter für nahezu jedes Bikeabenteuer. Er ist komfortabel und besitzt nützliche, kleine Extras.
Test Mountainbike-Schuhe: Shimano SH-GE900
  • Gute Laufsohle
  • Carbon-Zwischensohle
  • Knöchelschutz
  • Komfortabel
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Kleiner Verstellbereich der Cleats
  • Teuer

Der Shimano SH-GE900 ist primär für Enduro-Touren entwickelt worden, er macht jedoch ebenfalls auf klassischen Allmountain-Touren sowie im Bikepark eine gute Figur. Auf dem Bike bietet er eine gute Kontrolle und Effizienz und sorgt somit für ein spaßiges Erlebnis auf dem Rad. Sollten längere Schiebe- oder Trageabschnitte auf einen zukommen, steckt der GE900 diese Herausforderungen locker weg. Er läuft sich komfortabel und dank der an den richtigen Stellen profilierten Sohle sorgt er selbst im losen Gelände für Grip. Neben diesen Eigenschaften, dem breiten Einsatzspektrum und weiteren praktischen Details hat er sich den Testsieg als bester Mountainbike-Klickschuh gesichert.

Die Verarbeitung des Schuhs ist sehr gut. Von der Sohle bis hin zum Klettverschluss gibt es keine Macken oder Fehler, die wir beanstanden könnten. Hier stimmt die Qualität zu dem doch recht hohen Preis.

Shimano verwendet Kunstleder als Obermaterial, welches nicht zu steif ist, dennoch ordentlich Halt spendet und sich gut an den Fuß anpassen lässt. Zudem ist das Material robust und somit eine gute Wahl, da der Schuh entsprechend für den gröberen Einsatz entwickelt worden ist. Im Zehenbereich sorgen diverse Belüftungsöffnungen für eine Frischluftzufuhr, Mesh-Gewebe an den Seiten für eine gewisse Luftzirkulation.

Im Sprunggelenkbereich verhindert zwar ein über den Knöchel laufender Neoprenschutz eine noch bessere Belüftung, dieser hat jedoch andere Vorteile. Gerade im weglosen oder schuttigen Gelände fallen oft kleine Steine von oben in den Schuh und gerade mit dem Bike auf den Schultern ist dies ziemlich nervig. Der Neoprenschutz verhindert dies bis zu einem gewissen Punkt und hat uns während unserer Testrunden gute Dienste geleistet. Zudem bietet er einen gewissen Schutz des Knöchels vor leichten Schlägen oder umherfliegenden Steinchen. Eine Zehenkappe bietet zusätzlichen Schutz im Geröll.

1 von 10
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 1
Der Shimano SH-GE900 ist der ideale Schuh für nahezu jedes Mountainbike-Abenteuer.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 3
Obwohl speziell für den Enduro-Einsatz entwickelt, macht er auch auf klassischen Allmountain-Touren Spaß.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 4
Das Obermaterial ist robust und steckt einiges weg.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 2
Lange Schiebe- oder Tragepassagen sind mit dem GE900 kein Problem.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 5
Die Zwischensohle ist an den nötigen Stellen steif, bietet aber viel Komfort.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 6
Im Zehen- sowie im Fersenbereich sorgt ein gröberes Profil für Grip.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 7
Im Bereich der Cleats ist das Profil weniger stark ausgeprägt.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 8
Besonders praktisch im weglosen Gelände, der hohe Neopronschutz schützt vor Steinchen im Schuh.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 9
Shimano setzt bei dem GE900 auf eine Kombination zwischen Boa-L6-Verschlusssystem und Klettverschluss.
Mountainbike-Schuhe Test: Shimano Ge900 10
Auch die Belüftung ist ausreichend.

Um den GE900 optimal anpassen zu können, setzt Shimano auf eine Kombination aus klassischem Klettverschluss im oberen Bereich des Schuhs und einem Boa-L6-Verschlusssystem im Mittelfußbereich. Diese Anordnung ergibt Sinn. Durch das Boa-System lässt sich der Schuh im Mittelfußbereich gut an den Fuß anpassen und das Seil des Systems läuft über eine kürzere Strecke generell gleichmäßiger. So werden optimal Druckstellen verhindert. Der einfache Klettverschluss ermöglicht es einem, den Sitz des Schuhs unproblematisch und je nach Bedarf einstellen zu können. Ein Boa-Li2-Schnürsystem ist hier definitiv eine alternative Lösung, würde den Preis des GE900 sicherlich nach oben treiben.

Die Zwischensohle im Bereich der Cleats besteht aus kohlefaserverstärktem Nylon. Dadurch ist dieser Bereich des Schuhs besonders steif und ermöglicht eine effiziente Kraftübertragung beim Pedalieren. Zudem erhält man eine gute Rückmeldung vom Bike, was einem Sicherheit und gute Kontrolle auf dem Trail vermittelt. Die restliche Zwischensohle besteht aus einem EVA-Kunstschaum und bietet einen guten Kompromiss aus Steifigkeit und Komfort. So ermüdet der Fuß im Schuh nicht zu schnell, bietet aber gute Lauf- und Dämpfungseigenschaften. Gerade auf anspruchsvolleren Bike-Touren können schon mal längere Laufpassagen auf einen warten. Mit dem Shimano SH-GE900 sind dank der Zwischensohle auch längere Laufabschnitte kein Problem.

Shimano hat für diesen Fall mitgedacht und dem Schuh ein recht grobes Profil im Zehen- sowie Fersenbereich verpasst. Selbst auf losem Geläuf, egal ob bergan oder bergab, kommt man so schnell nicht ins Rutschen. Dennoch haben wir einen kleinen Kritikpunkt gefunden. Der Einstellbereich der Cleats könnte für einen solchen Schuh etwas größer sein, ist aber tendenziell ausreichend. Im Übrigen ist der Schuh mit jedem System der SPD-Norm kompatibel.

Kurz gesagt, mit dem Shimano SH-GE900 bekommt man einen hochwertigen und durchdachten Schuh für fast alle Bike-Disziplinen, egal ob bei einer ausdauernden Allmountain-Tour oder einer technisch anspruchsvollen Abfahrt im Bikepark. Zur Not kann der Schuh auch mal beim Cross-Country-Fahren getragen werden, da er die Kraft effizient überträgt. Er bietet hohen Komfort, durchdachte Details und ist einfach ein verlässlicher Partner, den wir für entsprechende Abenteuer nur wärmstens empfehlen können. In der Summe ist er für uns der beste Klickpedal-Schuh.

Shimano SH-GE900 im Testspiegel

Die Kollegen von mtb-news.de haben den Shimano SH-GE900 im April 2024 ebenfalls getestet. Ihr Fazit:

Preislich liegen die Shimano GE9-Schuhe in der Oberklasse, doch die Features und die solide Verarbeitung können überzeugen. Die relativ warme Polsterung und der Knöchelschaft prädestinieren die Schuhe eher für Trail-Touren in der Übergangsjahreszeit. Im Bikepark konnte uns jedoch die exzellente Dämpfung, der sichere Sitz ohne Druckstellen und die gut geschützte Zehenkappe begeistern.

Sollten weitere, interessante Testberichte erscheinen, tragen wir sie an dieser Stelle nach.

Weitere Empfehlungen

Für sport­liche Touren

Vaude MTB Kuro Tech

Der Vaude Mtb Kuro Tech ist ein idealer Begleiter für sportlich schnelle Touren und bietet neben der Effizienz erstaunlich hohen Komfort.
Test Mountainbike-Schuhe: Vaude Mtb Kuro Tech
  • Gute Belüftung
  • Komfortabel
  • Boa-L6-Verschlusssystem
  • Großer Einsatzbereich
  • Fehlende Skalierung an der Sohle

Der Vaude MTB Kuro Tech ist ein sportlicher Schuh für jedes 2-Loch-SPD-System und ein idealer Begleiter für sportliche Touren. Egal, ob bei einer langen Gravel-Tour oder einer schnellen Cross-Country-Runde, der Schuh bietet gute Performance bei gleichzeitig hohem Komfort. Auch lange Allmountain-Touren mit gelegentlichen Schiebepassagen steckt der Schuh locker weg. Wer also in diesen Mountainbike-Disziplinen zu Hause ist, wird mit dem Kuro Tech glücklich werden und ist daher unsere Empfehlung für einen sportlich schnellen Mountainbike-Schuh.

An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, auch bei genauer Betrachtung. Das synthetische Obermaterial ist weder zu weich noch zu hart und lässt sich gut an die Fußform anpassen. Dazu ist das Material robust und selbst ein vorbeistreifender Ast oder Stein hinterlässt keine unschöne Macke am Schuh. Um die Zehen und die Ferse im groben Gelände zu schützen, ist an diesen Bereichen der Schuh extra verstärkt worden.

Im Vergleich relativ große und viele Belüftungsöffnungen am Kuro Tech sorgen für eine ordentliche Portion Frischluft am Fuß. So ist selbst an warmen Tagen während eines langen Uphills eine Luftzirkulation im Schuh spürbar, was uns während der Testrunden hervorragend gefallen hat. Damit keine Steinchen durch diese Öffnungen gelangen können, sind diese Bereiche mit einem dünnen Mesh überzogen.

1 von 9
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 2
Die sportliche Alternative, der Vaude MTB Kuro Tech.
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 3
Das Obermaterial des Kuro Tech ist angenehm weich, bietet aber guten Halt.
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 4
Die Verarbeitung des Vaude Kuro Tech ist sehr gut.
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 1
Der Fersenbereich des Schuh ist optimal gepolstert
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 5
Die Sohle ist ordentlich steif für ein effizientes Pedalieren.
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 6
Kleiner Kritikpunkt, die fehlende Skala macht das Einstellen der Cleats etwas komplizierter.
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 7
Das Boa-L6-Schnürsystem funktioniert am Kuro Tech sehr gut.
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 8
Die Belüftung des Schuhs ist ausgezeichnet.
Mountainbike-Schuhe Test: Vaude Kuro Tech 9
Selbst beim Gehen ist der Schuh durchaus komfortabel.

Vaude setzt auf das Boa-L6-Schnürsystem, das hier einwandfrei funktioniert. Beim Kuro Tech liegen die insgesamt sechs Kunststoffführungen etwas freier, wodurch das Seil des Boa-Verschlusses ohne nennenswerte Reibung läuft. Somit lässt sich der Schuh auch unter der Fahrt je nach Bedarf anpassen und Druckstellen entstehen so erst gar nicht. Im Bereich der Ferse und des Knöchels ist der Schuh relativ üppig gepolstert. Dies gewährleistet einen ordentlichen Sitz sowie Komfort, schützt aber zeitgleich die Knöchel in einem gewissen Rahmen. Dabei hat Vaude recyceltes Material für die Polsterung verwendet. Um etwas mehr Halt beim Gehen zu gewährleisten, ist im Bereich der Achillessehne das Futter angeraut.

Die nylonverstärkte Zwischensohle ist recht steif, gerade im Bereich der Cleats. Dadurch wird eine effiziente Kraftübertragung an das Pedal gewährleistet und zudem erhält man eine direkte Rückmeldung vom Bike. Der erste Punkt spart Energie, der zweite Punkt vermittelt Sicherheit und Fahrspaß auf dem Trail. Hier hat uns der Vaude MTB Kuro Tech ebenfalls ausgezeichnet gefallen.

Einen kleinen Kritikpunkt haben wir an der Sohle dennoch. Vaude war in diesem Test der einzige Hersteller, der keine Markierungen um die Gewindeplatte herum angebracht hat. Dies ist zwar nur eine Kleinigkeit, erleichtert aber das Einstellen der Cleats enorm. Hier mussten wir uns mit einem Meterstab behelfen. Im Übrigen ist der Schuh mit jedem gängigen Klicksystem der 2-Loch-SPD-Norm kompatibel.

Die steife Sohle verspricht zwar Effizienz beim Biken, wie sieht es jedoch beim Laufen aus? Hier mussten wir feststellen, dass der Schuh ebenfalls sehr komfortabel ist. Beim Gehen schlüpft man nicht mit der Ferse aus dem Schuh und hat nicht das starre oder steife Laufgefühl wie bei reinen Rennradschuhen. Der Schuh rollt gut ab und die recht weiche Laufsohle mit ausgeprägten Profilblöcken dämpft die Schritte in einem gewissen Rahmen ab. Zudem bietet die Sohle einen recht guten Grip im Gelände, wodurch Schiebe- oder Tragepassagen kein Problem darstellen.

Unserer Meinung nach hat sich der Vaude MTB Kuro Tech einen Platz unter unseren Empfehlungen verdient. Hier bekommt man einen sportlichen, jedoch komfortablen Schuh, der besonders für schnelle und ausdauernde Bike-Disziplinen wie für Cross-Country- oder Allmountain-Abenteuer geeignet ist und kaum Wünsche offenlässt. Möchte man jedoch einen Schuh für gröbere Einsätze mit lang andauernden Gehpassagen und für den Park-Einsatz, dann würden wir zum Testsieger Shimano SH-GE900 greifen.

Außerdem getestet

Shimano SH-GE700

Der Shimano SH-GE700 ist sozusagen der kleinere Bruder des SH-GE900, unserem aktuellen Testsieger unter den Klickpedal-Schuhen. Der GE700 ist jedoch etwas einfacher und komfortabler ausgelegt und nicht ganz so kompromisslos. Wer also einen bequemen Schuh für die meisten und nicht ganz so anspruchsvollen Touren und Bike-Abenteuer sucht, wird mit dem SH-GE700 fündig.

Die Verarbeitung des Schuhs ist ausgezeichnet. Von der Sohle bis zum Klettverschluss gibt es keine Macken oder Fehler, die wir beanstanden könnten. Hier stimmt die Qualität. Shimano verwendet bei dem GE700 Kunstleder als Obermaterial. Dies macht den Schuh robust, aber nicht zu steif, und bietet dennoch ordentlich Halt und lässt sich gut an den Fuß anpassen.

Im direkten Vergleich mit dem SH-GE900 ist die Belüftung beim GE700 besser. Die vielen Belüftungsöffnungen im Zehenbereich sind gleich, an den Seiten ist die Belüftung aber etwas besser. Hier sorgen ebenfalls viele kleine Öffnungen für eine gute Luftzirkulation, wodurch der Schuh auch an warmen Tagen ein Überhitzen und dadurch ein zu schnelles Übermüden des Fußes im Schuh verhindert. Der im Vergleich fehlende Neoprenschutz verbessert zusätzlich die Belüftung, reduziert jedoch etwas den Schutz. Dennoch hat hier Shimano auch bei diesem Kollegen mitgedacht und dem Schuh einen asymmetrischen Sprunggelenkschaft verpasst. Dadurch ist der Innenknöchel optimal geschützt, was gerade an langen Tagen im Bikepark ein echtes Plus ist. Hier kann es öfter vorkommen, dass der Knöchel an die Kurbel schlägt.

Anstelle des Boa-L6-Verschlusssystems ist der Schuh ein klassischer Schnürer mit recht breiten Schnürsenkeln. Im oberen Teil ist nach wie vor ein breiter Klettverschluss angebracht. Durch die Schnürung lässt sich der Schuh gut an die Fußform anpassen. Der einfache Klettverschluss ermöglicht es, den Sitz des Schuhs unproblematisch und je nach Bedarf einstellen zu können.

Die Zwischensohle ist im Bereich der Cleats verstärkt und steif, was ein effizientes Pedalieren ermöglicht. Zudem erhält der Fahrer so stets eine gute Rückmeldung vom Bike oder Untergrund. Die restliche Zwischensohle wurde aus einem EVA-Schaum gefertigt, um zum einen Vibrationen dämpfen zu können, aber auch um für ausreichend Komfort während etwaiger Lauf- und Schiebepassagen zu sorgen. Im direkten Vergleich ist bei dem GE700 die Sohle etwas weicher als beim GE900. So ist der GE700 etwas komfortabler ausgelegt, aber dadurch nicht ganz so direkt wie sein großer Bruder. Je nach Einsatzzweck und Vorliebe kann hier der entsprechende Schuh gewählt werden.

Die etwas steifere Zwischensohle hat uns auf dem Bike besser gefallen. Auch hier ist der Einstellbereich der Cleats ausreichend, er könnte aber dennoch etwas größer ausfallen. Die Laufsohle mit dem Profil ist zum GE900 identisch. Im Vorderfußbereich sowie an der Ferse sind die Profilblöcke stärker, genauer gesagt gröber ausgeprägt. So ist man gut gewappnet, sollte das Bike durch unwegsames Gelände geschoben oder geschultert werden. Der Grip, den die Sohle hier aufbaut, ist hervorragend.

Der Shimano SH-GE700 ist letztlich ein komfortabel ausgelegter Klickpedal-Schuh für nahezu jeden Einsatz, mit ein paar nützlichen Details und vor allem für lange Radtouren in den Bergen und Mittelgebirgen geeignet.

Bontrager Foray

Der Bontrager Foray ist ein sportlicher Klickpedal-Schuh und hauptsächlich für entspanntere Cross-Country- oder Gravel-Touren geeignet. Auch nicht allzu anspruchsvolle Allmountain-Touren sind problemlos möglich. Die Belüftung ist ausgezeichnet, und selbst während eines langen Uphills an einem warmen Sommertag ist ein Luftzug spürbar. Dennoch ist trotz des Boa-L6-Verschlusssystems die Passform und Anpassbarkeit an den Fuß nicht optimal, wie auch der Tragekomfort. Daher sollte der Schuh vor dem ersten Einsatz unbedingt probiert werden.

Die Verarbeitung ist durchwegs gut, hier gibt es von unserer Seite aus fast nichts zu bemängeln. Lediglich die Fadenenden sind teilweise nicht sauber abgeschnitten.

Das synthetische Obermaterial ist nicht allzu steif und lässt sich gut an den Fuß anpassen. Für ein angenehmes Klima im Schuh sorgen über den gesamten Schuh verteilte Belüftungsöffnungen. Gerade die Öffnungen in der Zunge sorgen für ordentlich Durchzug. So ist selbst bei langsameren Uphills ein deutlicher Luftzug spürbar: Bei allen MTB-Schuhen im Test hat uns die Belüftung am Foray am meisten gefallen.

Bontrager hat dem Schuh das Boa-L6-Schnürsystem verpasst, das sich über die Jahre bewährt hat. Dennoch hat das System am Foray nicht perfekt funktioniert und das Seil lief nicht gleichmäßig durch die Kunststoffführungen. Gerade im Mittelfußbereich bleibt das Seil beim Spannen lose. Hier mussten wir erst an beiden Schuhen beim Verschließen an den Seiten ziehen, damit das Seil nachrutschen konnte. Erst danach war die Spannung des Seils über den Schuh gleich. Im Vorderfußbereich soll ein einzelner Klettverschluss für zusätzliche Anpassbarkeit und Halt sorgen, dieser ist aber nahezu nutzlos und man muss mit deutlicher Kraft ziehen, um einen Effekt zu spüren. Generell ist der Foray eher schmal geschnitten und weniger geeignet für breite Füße.

Im Bereich der Cleats ist der Schuh recht steif, wodurch die Kraft optimal auf das Pedal übertragen wird. Der Fersenbereich ist aber nicht weniger flexibel. Dies ist zwar gut beim Pedalieren, das Laufen mit dem Schuh ist jedoch auf längeren Strecken nicht wirklich angenehm. Die Tachyon-Gummisohle ist dabei eher hart, gibt aber gerade noch vernünftigen Halt im weglosen Gelände.

Somit ist der Schuh unserer Meinung nach nur auf den Einsatz am Bike ausgelegt. Kurze Gehpassagen können bewältigt werden, sind aber nicht angenehm.

Am Ende bekommt man mit dem Bontrager Foray einen sportlichen Schuh mit guter Belüftung, der aber ein paar Schwächen hat und eher für den reinen Einsatz am Bike geeignet ist. Die Passform ist nicht ideal und nicht für jeden geeignet. Sollte er aber passen, dann ist er ein ordentlicher Schuh fürs Graveln, den Cross-Country-Einsatz oder für gelegentliche Ausflüge mit dem Fully.

Fox Union Boa

Der Fox Union Boa ist ein Klick-Schuh fürs Grobe und eignet sich besonders für anspruchsvolle Enduro-Touren wie auch auf dem Big-Bike im Bikepark. Dank des Boa-Li2-Systems lässt sich der Schuh gut an den Fuß anpassen und bietet durch seine Robustheit Sicherheit für die Füße. Den Schuh können wir für den genannten Einsatzbereich wärmstens empfehlen, dennoch hat uns der Shimano SH-GE900 etwas besser gefallen.

Die Verarbeitung des Schuhs ist ausgezeichnet, was man bei dem hohen Preis erwarten kann. Hier gibt es also nichts zu bemängeln.

Aufgrund der Bauart eignet sich der Union Boa hauptsächlich fürs Trail-Fahren mit dem Enduro- oder Downhill-Bike. Der Schuh hat ein robustes Synthetik-Obermaterial und ist im Zehen- sowie Fersenbereich zusätzlich verstärkt. Somit bietet der Schuh einen gewissen Schutz im extremen Gelände. Trotz des steifen Obermaterials lässt sich der Schuh gut an den Fuß anpassen. Um dies zu gewährleisten, hat Fox das Boa-Li2-Schnürsystem verbaut. Das Praktische an diesem System ist, dass der Schuh über zwei getrennte Schnürungen verfügt. Mit dem unteren Rad des Verschlusssystems kann die Passform des Vorderfußes eingestellt werden, und die obere Schnürung hält den Fuß etwas fester oder lockerer im Schuh, je nach Wunsch. Bei Bedarf kann unter der Fahrt die Passform angepasst werden. Zudem ist der Schuh sehr einfach an- und auszuziehen. Für zusätzlichen Komfort sorgen kleine Belüftungslöcher im Zehen- und Seitenbereich des Schuhs. Selbst an warmen Tagen im Bikepark bekommt man zumindest dadurch keine schwitzigen Füße.

Durch die recht steife Sohle wird die Kraft optimal auf das Pedal übertragen. Zum einen lässt sich dadurch effizienter pedalieren, zum anderen bietet es ein direkteres Fahrgefühl und eine gute Rückmeldung an den Fahrer. Gerade dies fanden wir auch auf anspruchsvolleren Test-Trails sehr angenehm. Kurze Laufstrecken sind damit möglich, sollte das Bike kurz geschoben werden müssen, längere Gehabschnitte wie bei einer Bike-and-Hike-Tour sind mit dem Union Boa bedingt zu empfehlen. Die Einlegesohle sorgt dennoch für etwas Komfort und bietet ein nettes Detail. Bei Bedarf lässt sich über einen Klettverschluss ein etwas dickeres Stützpolster für das Fußgewölbe anbringen, welche im Lieferumfang zu finden sind.

Toll finden wir, dass Fox dem Schuh einen großen Verstellbereich für die Cleats spendiert hat. Drei Zentimeter beträgt dieser Bereich und so hat der Biker die Wahl, ob er maximale Power oder maximale Kontrolle über das Bike haben möchte, indem man die Cleats weit vorn oder eher in der Schuhmitte anbringt. Der Schuh ist mit allen gängigen Pedalherstellern wie Shimano oder Crankbrothers kompatibel.

Der Fox Union Boa bietet sowohl für anspruchsvolle Runden auf dem Trail Effizienz und Sicherheit und lässt sich gut an den Fuß anpassen. Auch auf kürzeren Allmountain-Touren ist der Schuh fahrbar. Wirkliche Schwächen konnten wir bis auf den Preis und den etwas eingeschränkten Einsatzbereich keine finden. Für den Haupteinsatzbereich ist der Schuh von uns zu empfehlen. Übrigens: Wer den Schuh ohne Klicksystem möchte, den Fox Union Boa Flat haben wir ebenfalls getestet.

Unparallel Up Link

Der Unparallel Up Link ist ein Klickpedal-Schuh mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich für andauernde Allmountain- und Enduro-Touren. Der Schuh ist sowohl beim Pedalieren als auch beim Laufen bequem und bietet dank Verstärkungen an den typischen Stellen Schutz im Gelände. Einen Kauf wird man sicherlich nicht bereuen, hält man sich an den Haupteinsatzbereich.

Bei dem Thema Verarbeitung gibt es fast nichts zu bemängeln. Nur stellenweise sind Fadenreste an den Nähten zu erkennen, ansonsten hinterlässt der Schuh einen hochwertigen Eindruck.

Als Außenmaterial kommt synthetische Mikrofaser zum Einsatz. Zum einen ist so das Obermaterial recht geschmeidig und nicht zu steif, hat aber dennoch einen robusten Charakter. Im Zehen- sowie im Fersenbereich sorgen zusätzliche Verstärkungen für Schutz im Geröll und weglosem Gelände, was gerade bei diesem Schuh sinnvoll ist. Im Mittelfußbereich sowie an der Zunge sind zwar kleine Belüftungsöffnungen angebracht, diese sorgen jedoch nicht wirklich für eine Erfrischung an warmen Tagen. Zum einen sind sie in der Anzahl zu gering und nur sehr lokal angebracht, zum anderen werden die meisten Löcher durch die Schnürsenkel verdeckt. Im Schuh wird es zwar warm, die Mikrofaser verrichtet tatsächlich ihren Job und ist etwas atmungsaktiv. Wirklich schwitzige Füße hatten wir während und nach den Testrunden nicht.

Um den Schuh optimal anpassen zu können, kommt der Up Link als klassischer Schnürer daher. Zusätzlich ist im oberen Bereich noch ein Klettverschluss angebracht. In dieser Kombination sitzt der Schuh fest am Fuß, ohne Druckstellen am Fuß zu hinterlassen. Die überstehenden Schnürsenkel können unter dem Klettverschluss und in ein kleines Gummiband eingelegt werden, wodurch sie während der Tour nicht stören.

Im Bereich der Cleats sorgt eine steife Platte für eine effiziente Kraftübertragung und eine direkte Rückmeldung. Leider lässt sich die Position nur in einem kleinen Bereich von maximal zwei Zentimetern einstellen. Ansonsten ist die EVA-Zwischensohle nicht zu steif. Dies soll zum einen die Vibrationen etwas dämpfen, hauptsächlich gefällt uns dies beim Laufen. Zusammen mit der OrthoLite-Einlegesohle ist der Tragekomfort nicht nur beim Pedalieren sehr hoch. Dementsprechend ist der Schuh vorwiegend für lange Allmountain-Touren oder gar für eine Transalp geeignet, da bei diesen Unternehmungen auch mal längere Trage- oder Schiebepassagen auf einen lauern können. Gleiches gilt für traglastige Uphills während einer Enduro-Feierabendrunde.

Einen kleinen Kritikpunkt haben wir hier dennoch: Ein etwas stärker ausgeprägtes Profil im Zehenbereich sowie an der Ferse wäre im weglosen Geläuf oder im Geröll hilfreich gewesen. Die breiten Profillamellen geben hier nur bedingt Grip.

Letztlich bekommt man mit dem Unparallel Up Link einen komfortablen Schuh, und das sowohl auf dem Bike als auch beim Laufen. Dadurch eignet sich der Klick-Schuh unserer Meinung nach sehr für Allmountain-Touren oder für Touren mit erhöhtem Laufanteil. Unparallel ruft hier einen fairen Preis auf, dennoch gibt es kleinere Kritikpunkte.

Luck Extreme MTB Fahrradschuh

Der Luck Extreme MTB Fahrradschuh ist ein eher sportlicher und kostengünstiger Vertreter seiner Art und eignet sich hauptsächlich für entspannte Cross-Country-Runden. Die laut Hersteller verbaute Carbon-Sohle ermöglicht zwar eine effiziente Kraftübertragung, allerdings ist die Passform und die Anpassbarkeit auf dem Fuß eher schlecht. Für schnelle Runden ist er in seiner Kategorie zudem recht schwer.

Die Verarbeitung ist optisch ordentlich, an der Ferse sind jedoch Klebereste zu erkennen und die Nähte im Schuhinneren sind unsauber.

Das Highlight des Schuhs ist sicherlich die laut Hersteller verbaute Carbon-Sohle. Sie ist sehr steif und ermöglicht eine effiziente Kraftübertragung auch mit kleinen SPD- oder Eggbeater-Pedalen. Eine solche Sohle ist generell praktisch auf dem Bike, für kurze Geh- oder Schiebepassagen macht der Schuh wiederum keinen Spaß. Dadurch ist er hauptsächlich für Cross-Country- oder Gravel-Ausfahrten geeignet und weniger für klassische All-Mountain-Touren. Dennoch bietet die Sohle etwas Grip, sollte das Bike kurz geschoben werden müssen. Auch die Cleats berühren den Boden nicht, wodurch auch mal entspannt ein Heißgetränk in einem Café geholt werden kann.

Als Obermaterial kommt Leder zum Einsatz. Ob es sich um Tier- oder Kunstleder handelt, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Im Schuhinneren soll Mikrofaserstoff für ein gutes Fußklima sorgen. In der Tat überhitzt der Fuß im Schuh auch an warmen Tagen nicht, das liegt aber vor allem an den vielen Belüftungsöffnungen im Vorderfuß und an den Seiten. Hier war stets ein angenehmer Luftzug während unserer Testrunden zu spüren. Nachteilig dabei ist, dass man schnell nasse Füße bekommt, sollte das Wetter mal nicht ideal sein, und auch für die kalte Jahreszeit ist der Schuh nur bedingt geeignet. Im Zehen- und Fersenbereich ist der Schuh zusätzlich durch stabile Kappen verstärkt. Vor allem an der Ferse ist die Kunststoffkappe sehr ausgeprägt und in dieser Kategorie eigentlich überflüssig.

Anstelle eines Verschluss-Systems besitzt der Luck-MTB-Schuh drei stabile Klettverschlussbänder. Der Schuh lässt sich zwar so schnell an- und ausziehen, anpassen an den Fuß aber nur begrenzt. Gerade das Klettband im Vorderfußbereich hat nahezu keine Funktion und auch das mittlere Band dient nicht wirklich zu einer Anpassung. Die Hauptlast trägt letztlich der oberste Klettverschluss. Wird dieser fest angezogen, was schnell passieren kann, drückt der Schuh in diesem Bereich am Fuß, wohingegen die Zehen beweglich bleiben. Hier lohnt es sich, den Schuh vor einem Kauf unbedingt anzuprobieren, um die Passform zu prüfen.

Am Ende bekommt man mit dem Luck Extreme MTB Fahrradschuh einen einfachen, luftigen und kostengünstigen Klickpedal-Schuh für die meisten Pedalsysteme, der für entspannte Cross-Country- oder Gravel-Touren unserer Meinung nach am geeignetsten ist. Für schnelle Runden oder klassische Allmountain-Touren ist er wiederum bedingt geeignet. Die Passform und Anpassbarkeit sind nicht die besten, und auch bei dem Thema Haltbarkeit hinterlässt der Schuh ein Fragezeichen.

Rockrider Race 900 Habu Fit

Der Rockrider Race 900 Habu Fit ist ein sportlicher Fahrradschuh für die meisten auf dem Markt befindlichen Klicksysteme und eignet sich für Cross-Country- wie auch für Gravel-Touren. Der Schuh besitzt ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis, ist aber recht schwitzig an warmen Tagen. Die Verarbeitung ist unserer Meinung nach der größte Kritikpunkt, und selbst der noch günstigere Luck Extreme MTB Fahrradschuh schnitt hier besser ab.

Viele Nähte sind optisch unsauber verarbeitet, und an dessen etwas nachlässig aussehenden Abschlüssen stehen Fäden über. Auch die Verklebungen sehen teilweise unschön aus, zum Glück fielen die meisten Kleberückstände und Fäden am Schuh nach der ersten Probefahrt ab. Im Inneren des Schuhs ist die Zunge mit deutlichem Überstand vernäht. Dies ist an sich nicht schlimm, würde diese sauber verklebt sein. Bei unserem rechten Schuh war diese jedoch zusammengerollt, verklebt und hat im Bereich des Großzehengrundgelenkes gedrückt. Nachdem wir die Verklebung gelöst und die Druckstelle beseitigt hatten, war der Schuh fahrbar. Die Verklebung hielt so leider nicht mehr und gegebenenfalls musste die überstehende Zunge nach dem Ausziehen entrollt werden. Letztlich sieht es so aus, als ob man Glück oder Pech bei der Verarbeitung haben kann.

Das Obermaterial besteht aus Polyester, welches mit PU beschichtet ist. Somit ist der Schuh wind- und wasserabweisend, eine Belüftung fehlt aber vollkommen. Hier muss man selbst entscheiden, was einem wichtiger ist. Generell ist der Schuh nur bis zur Zunge dicht und bei Regen läuft schnell Wasser von oben in den Schuh. Ist das Wasser erst mal im Schuh, kann es nicht mehr ablaufen. Entsprechend hätten wir uns für eine bessere Belüftung entschieden, da gerade an warmen Tagen der Fuß im Schuh schnell warm und schwitzig wird.

Rockrider hat am Schuh das Habu-Fit-Verschlusssystem verbaut, was einem Boa-System ähnelt. Das Habu-System funktioniert ordentlich und die Seile laufen gut durch die Schlaufen, wodurch sich der Schuh recht gut an den Fuß anpassen lässt.

Der Race 900 besitzt eine steife Nylonsohle, welche die Kraft gut an das Pedal überträgt. Kleinere Profilblöcke sorgen bei kurzen Gehpassagen für etwas Grip im Gelände, wirklich lange möchte man jedoch nicht laufen müssen. Hier ist der Schuh eher unkomfortabel und auch die Ferse schlüpft bei jedem Schritt deutlich aus dem Schuh. Auf dem Pedal spürt man davon nichts und ist hier ansonsten komfortabel.

Um die Cleats an den Schuhsohlen befestigen zu können, ist anstelle von standardmäßig zwei nur ein Gewindepaar vorhanden. Somit ergibt sich ein maximaler Verstellbereich von zwei Zentimetern – andere Hersteller bieten an ihren Modellen teilweise mehr Spielraum. Auch das Festziehen der Schrauben ist etwas umständlicher, da die Gewindeplatte beim Anziehen der Schrauben verkippt und eine Zange notwendig ist, um die Lage der Cleats optimal einstellen zu können.

Letztlich bekommt man mit den Rockrider Race 900 Habu Fit sportliche Schuhe für entspanntere Runden auf dem CC- oder Gravel-Bike, man muss aber Abstriche bei der Verarbeitung und dem Komfort machen.

Specialized Recon 3.0

Der Specialized Recon 3.0 ist ein sportlicher Schuh mit steifer Carbon-Grundplatte für effizientes Pedalieren und zwei Boa-Li2-Drehverschlüssen für eine gute Anpassbarkeit am Fuß. Obwohl der Schuh ein grobes Profil im Fersen- und Zehenbereich besitzt, ist er zum Gehen weniger geeignet, auch aufgrund der nur minimal flexiblen Zehenbox. Auf dem Bike macht er wiederum Spaß. Der Recon 3.0 eignet sich vor allem für schnelle Cross-Country- oder Gravel-Runden.

Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, und auch bei sehr genauer Betrachtung konnten wir nichts Negatives feststellen. Bei einem UVP von 250 Euro hätten wir auch nichts anderes erwartet.

Der Recon 3.0 ist sehr minimalistisch gestaltet. Das synthetische Obermaterial ist, bis auf die Zunge, aus einem Stück gefertigt und ergonomisch designt. Im Inneren ist der Schuh, bis auf die Zunge und den Fersenbereich, nicht gepolstert. Für minimale Belüftung sind eine Vielzahl an winzigen Belüftungsöffnungen im Obermaterial zu finden. Effektiv sind diese aber weniger.

Um den Schuh perfekt an den eigenen Fuß anpassen zu können, besitzt der Recon 3.0 zwei Boa-Li2-Drehverschlüsse. Dabei sind die Schnüre so kurz wie möglich gehalten und die Umlenkungen erfolgen über zwei Ösen aus Kunststoff. Durch die zwei getrennten Schnürsysteme und die minimale Reibung der Seile durch die Kunststoff-Ösen lässt sich der Schuh nicht nur gut auf die eigene Fußform einstellen, sondern auch das Ausziehen des Schuhs ist sehr angenehm und geht schnell.

Für Effizienz beim Pedalieren hat Specialized dem Recon 3.0 eine Grundplatte aus Carbon spendiert. Die Sohle ist so nicht nur sehr steif, sondern auch robust und daher ideal für schnelle Runden auf dem Bike. Gerade bei Cross-Country-Runden hat uns der Schuh gut gefallen, bei sehr warmem Wetter ist er aber etwas schwitzig.

Laut Specialized besitzt der Schuh eine flexible Laufsohle, um das Gehen angenehmer zu machen. Das können wir aber nicht wirklich bestätigen. Mit dem Recon 3.0 möchte man so wenige Meter wie möglich zu Fuß zurücklegen. Selbst das grobe Profil im Zehen- und Fersenbereich macht dies nicht angenehmer. Lediglich ein reiner Rennradschuh ist noch unangenehmer an diesem Punkt.

Am Ende bekommt man mit dem Specialized Recon 3.0 einen minimalistischen Schuh, welcher auf Effizienz getrimmt und nur auf dem Pedal komfortabel ist. Für sportliche Runden auf dem MTB oder dem Gravel-Bike ist er somit eine ideale Wahl, möchte man den aufgerufenen Preis auch zahlen.

Crankbrothers Mallet Boa Clip-in

Der Crankbrothers Mallet Boa Clip-in ist ein Tausendsassa unter den Klickpedal-Schuhen und macht sowohl auf langen Allmountain-Touren, auf dem Big-Bike im Bikepark als auch auf einer kurzen Cross-Country-Ausfahrt eine tolle Figur.

Die Verarbeitung ist ausgezeichnet und dem Preis angemessen. Hier gibt es auch nach genauer Betrachtung nichts zu bemängeln. Der Mallet Trail Clip-in wird bereits mit vorinstallierten Match-Shims und Cleats geliefert, die zu den entsprechenden Mallet-, Candy- oder Eggbeater-Pedalen passen. Sollte man persönlich andere Pedale, wie zum Beispiel SPD-Pedale, fahren, sind die mitgelieferten Cleats nutzlos, aber mitbezahlt.

Das Obermaterial besteht aus einem robusten Mesh-Gewebe, welches im seitlichen Außenbereich sowie im Zehenbereich gummiert und verstärkt ist. Eine stabile Zehenbox schützt dabei den Vorderfuß zusätzlich, sollte man mal im unwegsamen und steinigen Gelände zu Fuß unterwegs sein. Durch das Gewebe besitzt der Schuh eine gewisse Belüftung, bietet aber auch etwas Schutz vor Spritzwasser, sollte es mal kurz regnen oder der Trail matschig sein.

Im Sprunggelenkbereich verhindert ein über den Knöchel laufender Neoprenschutz das Eindringen von Schmutz oder Steinchen in den Schuh, was bei entsprechenden Touren oftmals sehr hilfreich sein kann und uns gut gefallen hat. Auch das Eindringen von Wasser wird dadurch minimal reduziert.

Crankbrothers setzt beim Mallet Trail Boa Clip-in auf eine Kombination aus dem Boa-Fit-System-Li2 im Zehen- und Vorderfußbereich und einem langen und stabilen Klettverschluss im oberen Bereich. Hier ist das Boa-System nicht zu lang und funktioniert reibungslos, der Klettverschluss fixiert je nach Bedarf den Fuß fest im Schuh. Ein leichter Schlupf zwischen Ferse und Schuh kann so verhindert werden. Insgesamt bietet der Schuh eine gute Anpassbarkeit an den Fuß, was gerade bei sehr anspruchsvollen Touren oder Trails ein sicheres Gefühl vermittelt.

Der Schuh ist über den gesamten Bereich recht steif, die EVA-Zwischensohle bietet aber noch ein gewisses Maß an Dämpfung, was gerade bei längeren Schiebe- oder Tragepassagen sehr angenehm ist. Dennoch lässt sich der Schuh nicht ganz optimal abrollen, da die Sohle im Zehenbereich als durchaus steif bezeichnet werden kann. Das sorgt wiederum am Pedal für einen guten Kraftübertrag und ein effizientes Pedalieren. Uns gefällt die durchgängig steife Sohle sehr gut, denn schließlich möchten wir so oft wie möglich im Sattel sitzen und nicht schieben. Sollte das dennoch vermehrt vorkommen, ist die Laufsohle noch mit einem tiefen Profil im Fersen- und Zehenbereich ausgestattet, welches auch auf losem Geläuf Halt bietet.

Gerade das Einklicken ist dank einer kleinen Rampe um die Cleats herum sehr einfach und geht schnell, was bei Starts auf steilen Trails hilfreich ist. Beim Ausklicken gibt es auch keine Probleme.

Am Ende bekommt man mit dem Crankbrothers Mallet Trail Boa Clip-in einen hervorragenden Klickpedal-Schuh, der sich auf fast jedem Bike oder jeder Tour wohlfühlt und unserem derzeitigen Testsieger in fast nichts nachsteht, sowohl in der Performance als auch im Preis. Wer an seinem Bike ebenfalls Crankbrothers-Pedale fahren möchte oder fährt, dem würden wir tendenziell eher sogar zu diesen Schuhen raten, ansonsten hat der Shimano SH-GE900 die Nase noch leicht vorne.

Scott Trail Evo Boa Mtb

Die Scott Trail Evo Boa Mtb ist ein toller Allrounder und ideal für klassische Allmountain-Touren und bietet ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Sowohl auf dem Pedal als auch auf kurzen Schiebepassagen macht er eine gute Figur, dennoch gibt es hier und da kleine Kritikpunkte.

Beim Thema Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Der Schuh hinterlässt durchweg einen hochwertigen Eindruck. Das Obermaterial aus Polyurethan und Polyester macht einen robusten Eindruck. Eine steife Zehenkappe sorgt zusätzlich für Schutz des Fußes an entsprechender Stelle. Sollte das eigene Bike also mal durch unwegsames Gelände geschoben werden, dann steckt der Schuh dies gut weg. Zusätzlich sind an der Oberseite eine Vielzahl an Belüftungsöffnungen eingearbeitet, damit der Fuß nicht sofort ins Schwitzen kommt, luftig ist aber etwas anderes.

Der Trail Evo verfügt über das bewährte Boa-Fit-System-L6, um den Schuh sicher und gut an den Fuß anpassen zu können. Die Schnüre des Schnürsystems laufen durch flexible Kanäle aus Stoff, wodurch sie nicht ganz ohne Reibung laufen. Das führt letztlich zu einer nicht ganz optimalen Anpassung, und wir mussten während der ersten paar Kilometer den Schuh bei jeder Fahrt etwas nachschnüren. Dank des L6-Systems geht das aber auch schnell auf dem Bike und man muss nicht absteigen.

Die Laufsohle ist im Bereich des Vorderfußes und der Ferse stark profiliert und sorgt auch auf weichem Geläuf für guten Grip, sollte das Bike einmal geschoben oder geschultert werden. Die Cleats sind leicht anzubringen und stehen nicht über das Sohlenprofil hinaus. Eine Skala, um das Einstellen der Cleats zu erleichtern, ist leider nicht angebracht. Hier benötigt man unter Umständen etwas länger, um die richtige Position zu finden.

Der Scott Trail Evo Boa Mtb besitzt einen guten Kompromiss aus Steifigkeit und Flexibilität der Zwischensohle. Diese besteht aus glasfaserverstärktem Polyamid und ist im Zehenbereich noch recht flexibel, um das Laufen so komfortabel wie möglich zu gestalten. Ansonsten ist der restliche Schuh sehr steif, was einen optimalen Kraftübertrag auf das Pedal gewährleistet.

Summiert man nun alle Eigenschaften zusammen, dann macht der Scott Trail Evo Boa Mtb vor allem auf langen Allmountain-Touren Spaß, da er dort seine Eigenschaften am besten ausspielt. Bei solchen Touren hat uns der Schuh am besten gefallen und uns überzeugt. Kleinigkeiten wie ein nicht ganz optimal laufendes Boa-L6-System und weitere kleine Punkte wie die fehlende Skala für die Montage der Cleats geben kleine Abzüge in der B-Note. Falsch macht man mit dem Schuh aber nichts.

Sidi MTB Dust

Der Sidi MTB Dust ist ein leichter Klick-Schuh mit guter Belüftung und steifer Sohle für ein Maximum an Effizienz am Pedal. Somit ist er eine gute Wahl für Gravel-Touren oder sportliche Cross-Country-Ausflüge. Der Dust ist auf das Nötigste beschränkt, den UVP von 259 Euro empfinden wir aber als zu hoch.

Die Verarbeitung des Schuhs ist sehr gut, was bei dem Kaufpreis auch zu erwarten ist. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Das Microtech genannte Obermaterial macht einen robusten Eindruck, zudem sind über den gesamten Schuh mittelgroße Belüftungsöffnungen zu finden. Im Zehenbereich sorgen zwei größere Mesh-Einsätze für zusätzliche Frischluft. Tatsächlich ist die Belüftung sehr gut und selbst an heißen Tagen blieb das Klima während unserer Testfahrten im Fuß erträglich. Im Inneren ist der Schuh nur minimal gepolstert. Lediglich im Fersenbereich ist ein etwas dickeres Schaumstoffpolster zu finden.

Anders als andere Hersteller setzt Sidi auf ein eigenes Verschlusssystem, das Tecno-3-System, welches einem Boa-System jedoch ähnelt. Über einen Drehverschluss wird ein Dyneema-Seil über insgesamt fünf Ösen aus Kunststoff pro Schuh gespannt. Im oberen Bereich läuft das Seil recht gut durch, im Zehenbereich ist dies aber nicht mehr der Fall. Hier muss eventuell mit der Hand nachgeholfen werden. Dadurch passt sich der Schuh nicht ganz so gut wie andere hier getestete Modelle an den Fuß an. Auch ist der Drehverschluss selbst etwas umständlicher zu bedienen als bei einem Boa-System. Nach kurzer Eingewöhnung ist das aber kein Problem mehr.

Die Sohle besteht aus carbonfaserverstärktem Nylon und ist für einen Mountainbike-Schuh sehr steif. Dadurch wird die Kraft optimal an die Pedale und an das Bike übertragen, wodurch sehr effizient pedaliert werden kann. Verwundert hat uns, dass der Schuh relativ bequem beim Laufen ist, trotz der steifen Sohle. Kurze Trage- oder Schiebepassagen im Gelände sind somit auch mit etwas Komfort möglich. Das Geläuf sollte dabei jedoch fest sein, da die insgesamt vier kleinen Profilblöcke kaum für Grip im Gelände sorgen. Schön ist, dass der vordere Profilblock austauschbar ist.

Letztlich bekommt man mit dem Sidi MTB Dust einen leichten, sportlichen und effizienten Schuh für die schnelleren Mountainbike-Disziplinen sowie fürs Graveln. Die Belüftung ist gut und der Schuh bietet sogar minimalen Komfort beim Laufen. Das Verschlusssystem könnte aber etwas besser laufen, zudem ist der UVP etwas zu hoch für unseren Geschmack.

Endura Hummvee Clipless

Der Endura Hummvee Clipless ist ein lässiger Klickpedalschuh im Look eines Flatpedalschuhs. Das steife und robuste Modell macht vor allem im Bikepark Spaß. Für schnelle Touren auf dem Cross-Country-Bike ist er jedoch zu schwer, Gleiches gilt für längere All-Mountain-Touren.

Der Hummvee Clipless ist in erster Linie robust. Das merkt man an den verwendeten Materialien und an der Verarbeitung. An dieser gibt es auch bei genauer Betrachtung nichts auszusetzen. Das synthetische Obermaterial kann einiges ab, und selbst bei Felskontakt bleibt kein unschöner Kratzer zurück. Zudem ist der Schuh im Fersen- und Zehenbereich verstärkt und schützt den Fuß mehr als ausreichend. Die dicke StickyFoot-Gummisohle ist umlaufend und sehr widerstandsfähig. All das hat seinen Preis, und so kommt der Endura Hummvee Clipless in Größe 45 auf ein nachgewogenes Gewicht von 1081,6 g. Für ein halbhohes Modell ist das schon ordentlich, und so ist der Hummvee Clipless auch einer der schwersten Schuhe in diesem Test.

Die Cleats lassen sich in einem großen Bereich einstellen. Im Zehen- sowie im Seitenbereich des Schuhs sind kleine Belüftungsöffnungen eingearbeitet, die jedoch nicht wirklich für eine gute Luftzirkulation sorgen. Daher würden wir die Belüftung eher als mäßig bezeichnen. Einen Vorteil hat das Ganze dennoch. Bei feuchter Strecke oder Regen wird der Fuß nicht sofort nass. Somit ist der Schuh auch gut bei Schmuddelwetter geeignet.

Der Hummvee Clipless ist ein klassischer Schnürer und kann somit gut an den eigenen Fuß angepasst werden. Für zusätzlichen Halt sorgt ein Klettverschluss, in dem sich auch die Schnürsenkel fixieren lassen.

Der gesamte Schuh ist sehr steif. Das ist zwar unpraktisch beim Gehen, aber das möchte man hier ohnehin eher weniger. Auf dem Pedal hingegen sorgt die Steifigkeit für effizienten Vortrieb und ein sehr direktes Fahrgefühl. So hat man auch auf schweren Trails stets eine gute Rückmeldung vom Pedal. Hier hat der Schuh auch am meisten Spaß gemacht, nämlich auf dem Big-Bike im Bikepark. Dort sind Belüftung und Gewicht eher zweitrangig.

Viel mehr gibt es zum Endura Hummvee Clipless nicht zu sagen. Wer einen robusten Klickpedalschuh für den härteren Einsatz im Bikepark sucht und auch gerne mal bei nicht ganz so gutem Wetter fährt, wird mit diesem Kandidaten fündig. Zudem hat er ein lässiges Design. Wer aber auch gerne bergauf strampelt, wird mit dem Schuh aufgrund der mäßigen Belüftung und des Gewichts eher weniger zufrieden sein. Die steife Sohle macht hier aber dennoch einen guten Job.

Northwave Enduro Mid 2

Der Northwave Enduro Mid 2 ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein etwas höher geschnittener Klickpedalschuh, der sich vor allem an Enduro-Fahrer und -Fahrerinnen richtet. Der Unisex-Schuh verfügt über ein praktisches Verschlusssystem und bietet eine spannende Michelin-Laufsohle.

Das Modell an sich ist gut verarbeitet, und auch der X-Dial-SLW-Drehverschluss macht einen guten Eindruck. Dieses Verschlusssystem läuft sehr geschmeidig und zieht sich über insgesamt acht Schlaufen gleichmäßig zu. Direkt über dem Drehverschluss ist ein zusätzlicher Klettverschluss angebracht, der für zusätzlichen Halt sorgt. Somit lässt sich der Schuh sehr gut an die Fußform anpassen und sitzt insgesamt sehr fest. Allerdings ist der Schuh unserer Meinung nach recht schmal geschnitten. Wer also einen breiten Fuß hat, wird hier möglicherweise nicht glücklich.

Der Enduro Mid 2 bietet vor allem Schutz für die Füße. Im Fersen- sowie im Zehenbereich ist er sehr robust und extra verstärkt. Zudem ist an der Innenseite der Schaft über den Knöchel gezogen und besonders dick gepolstert. Dies hilft vor allem bei schnellen Abfahrten und schützt den Knöchel vor den bekannten Kurbelschlägen. Auch beim Gehen im weglosen Gelände oder im Geröll, wenn man das Bike einmal schieben oder schultern muss, macht sich dieser Schutz positiv bemerkbar. Das gesamte synthetische Obermaterial wirkt ebenfalls sehr robust und damit genau richtig für solches Gelände.

Im Zehenbereich sowie an den Seiten sind kleine Mesh-Einsätze und Belüftungsöffnungen eingearbeitet. Diese sorgen zwar nicht für einen spürbaren Luftzug, aber der Fuß kann etwas atmen. Dadurch kann der Enduro Mid 2 auch bei schlechtem Wetter getragen werden, ohne dass sofort Wasser im Schuh steht.

Besonders spannend ist die Sohle. Der Schuh verfügt über eine Michelin-Sohle, die im Zehen- und Fersenbereich extra profiliert ist. Dadurch bietet sie im steilen und losen Gelände etwas besseren Grip. Im Bereich der Cleats, die sich im Übrigen über einen großen Bereich einstellen lassen, ist das Profil nur minimal ausgeprägt. Die gesamte Konstruktion ist sehr steif, lediglich in der Zone der Zehengrundgelenke ist der Schuh minimal flexibel. Dadurch fühlt er sich beim Gehen wie ein sehr steifer Zustiegs- oder Bergschuh an. Auf dem Pedal sorgt die steife Sohle jedoch für ein gutes Fahrgefühl und eine effiziente Kraftübertragung.

Für etwas Laufkomfort soll ein kleines, interessantes Detail sorgen. Unter der Ferse ist die Laufsohle nicht über den kompletten Bereich mit dem Schuh verklebt, sondern es wurde eine kleine Brücke eingearbeitet. Dadurch erhält der Schuh an dieser Stelle eine gewisse Dämpfung, um etwas mehr Komfort herauszukitzeln. Insgesamt spürt man beim Laufen bzw. beim Abrollen über die Ferse keinen riesigen Unterschied, aber es trägt sicherlich ein wenig zum Komfort bei. Eine etwas weichere Sohlenkonstruktion wäre hier vielleicht sinnvoller gewesen.

Die Cleats sind etwas tiefer eingearbeitet, sodass sie beim Gehen nicht ständig Kontakt mit hartem Untergrund haben. Dennoch lässt sich problemlos ins Pedal einklicken.

All diese Details sorgen dafür, dass sich der Einsatzbereich des Northwave Enduro Mid 2 zwar auf ein eher kleines Gebiet beschränkt, dort macht er aber einen insgesamt guten Eindruck. Wer also einen Schuh für den harten und anspruchsvollen Enduro-Einsatz sucht, bei dem die Laufstrecken eher gering sind, kann getrost zugreifen. Auch Einsätze im Bikepark steckt er gut weg. Wer jedoch einen Schuh für alles sucht oder meist mit dem Cross-Country- oder All-Mountain-Fully unterwegs ist, wird mit dem Enduro Mid 2 eher weniger glücklich. Hier ist er einfach zu schwer, zu klobig und insgesamt etwas „zu viel des Guten“.

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Mit Power in die Pedale: Mountainbike-Schuhe im Test

Bevor man sich einen neuen MTB-Schuh zulegt, sollte man sich Gedanken machen, für welche Disziplin man einen Schuh kaufen und wie intensiv man fahren möchte. Möchte man nur gelegentlich eine kurze Feierabendrunde zum nächsten Café im Sommer unternehmen, dann benötigt man sicherlich keinen speziellen Schuh.

Fährt man aber gerne und viel, lohnt sich ein MTB-Schuh. Allerdings stellt sich dann die Frage, für was genau man den Schuh benutzen möchte und was für einer es sein soll – lieber einer mit Klicksystem (Cleats) oder ein Flatpedal- bzw. ein Schuh für Plattformpedale? Gerade bei Enduro-Touren oder im Bike- und Dirtpark sieht man häufiger Flatpedal-Schuhe und weniger für Klickpedale.

Für Vielfahrer lohnen sich MTB-Schuhe

Der Vorteil ist, dass Mountainbike-Schuhe einen speziell auf das Biken abgestimmten Aufbau haben. So ist zum einen die Zwischensohle stabiler beziehungsweise fester, um die Kraft beim Pedalieren bestmöglich auf das Pedal zu bekommen und somit möglichst kraftschonend den Berg hochkurbeln zu können. Aber auch beim Bergabfahren hilft eine steifere Sohle, um ein bestmögliches Gefühl für das Rad zu bekommen. Speziellere Schuhe haben dann noch nützliche Details wie einen Knöchelschutz oder ein in Zonen aufgeteiltes Profil in der Außensohle.

Auch gibt es Schuhe, die sowohl für den Alltag als auch für die Feierabendrunde auf dem örtlichen Pumptrack oder Dirtpark gemacht sind und auch hier einen anderen Sohlenaufbau besitzen. Letztlich gibt es schon für jede Mountainbike-Disziplin speziell konstruierte Schuhe, die mal mehr und mal weniger sinnvoll sind.

Flat- oder Klickpedal?

Ob man sich für Klick- oder Plattformpedale entscheidet, hängt am Ende hauptsächlich von der eigenen Vorliebe und dem Können ab. Auch die Mountainbike-Disziplin sollte nicht außer Acht gelassen werden, diese ist jedoch kein ausschlaggebender Punkt. Es gibt Mountainbiker und Mountainbikerinnen, die lieber mit Flatpedals auf dem Cross-Country-Renner fahren oder im Gegenzug dazu lieber mit Klickpedalen auf dem Downhill-Bike unterwegs sind.

Hierfür hat jede Variante eigene Vor- und Nachteile. Auch gibt es diverse Punkte, auf die man beim Kauf eines entsprechenden Pedals achten sollte, wie die richtigen Schuhe oder die Breite des Pedals. Aber auch, ob das Pedal einen Käfig haben soll oder nur den Klickmechanismus, darf nicht außer Acht gelassen werden.

Für Anfänger eignen sich Flatschuhe

Wer gerade mit dem Mountainbiken begonnen hat oder mit dem Gedanken spielt, damit zu beginnen, dem würden wir an dieser Stelle eher zu Plattformpedalen raten. Bei diesem Pedal-Typ überwiegt ein Punkt deutlich, nämlich das schnelle und vor allem einfache Absetzen des Fußes. Da der Fuß nur auf dem Pedal steht und nicht über einen Klickmechanismus damit verbunden ist, kann der Fuß in einer brenzlichen Situation einfach vom Pedal genommen werden. So könnte ein Sturz unter Umständen schon mal vermieden werden. Erfahrungsgemäß tut man sich als Anfänger deutlich schwerer damit, den Fuß aus dem Klickpedal zu drehen als jene Mountainbiker, die schon den ein oder anderen Trail gefahren sind und dadurch ein Verständnis für das Bike entwickelt haben. Flatpedals geben zudem mehr Sicherheit auch mal schwerere Trails anzutesten, da schnell abgestiegen werden kann.

Erfahrene Biker greifen wiederum gerne zu Klickpedalen, da diese gerade auf verblockten Trails etwas mehr Kontrolle über das Bike geben und der Fuß nicht vom Pedal rutschen kann. Außerdem lässt sich mit Klickpedalen und den entsprechenden Schuhen deutlich effizienter pedalieren. Die Kraft wird dabei über eine steife Platte am Schuh direkt an das Pedal übertragen. Zudem ist es mit einem Klicksystem möglich, zusätzlich am Pedal zu ziehen, als nur zu treten. Dies ist besonders bei kurzen und steilen Anstiegen sehr von Vorteil, oder wenn man kurz ansprinten will.

Besonderheiten bei Flatschuhen

Hat man sich für ein Flatpedal und den entsprechenden Schuh dazu entschieden, dann sind für eine optimale Funktion nur wenige Dinge zu beachten. Einzelne Hersteller bieten Pedale in verschiedenen Größen an. Ist dies der Fall, dann sollte die entsprechende Käfiggröße zur eigenen Schuhgröße gewählt werden. Allerdings gibt es noch die Frage der Sohle zu klären: glatt oder mit Profil?

Ob eine glatte oder eine Profilsohle besser ist, richtet sich ganz nach dem Einsatzzweck beziehungsweise der MTB-Disziplin, die man ausübt. Wer klassische Allmountain- oder Enduro-Touren unternehmen möchte, muss auch mal mit der einen oder anderen Schiebe- oder Tragepassage rechnen. Hier hilft es natürlich sehr, wenn der Mountainbike-Schuh eine profilierte Sohle hat, um auch im losen Gelände sicher gehen zu können. Auch bei einer Bike-and-Hike-Tour ist es hilfreich, wenn die Sohle ein griffiges Profil hat.

Möchte man aber maximalen Grip auf dem Plattformpedal haben, sollte die Außensohle zumindest im Mittelfußbereich über kein bzw. ein feines Profil verfügen, damit die Pins der Pedale optimalen Halt finden.

Flatpedal Mountainbike-Schuh Test: Dsc00006 1

Soll es aber ein Schuh sein, der hauptsächlich auf Pumptracks oder in Dirt- und Bikeparks getragen wird, ist ein Profil eher zweitrangig. Hier sollte die Sohle besser ganzflächig über ein möglichst geringes oder nahezu kein Profil verfügen. Hier kommt es stark auf die Gummimischung und Härte der Sohle an. Hier geht es vor ausschließlich um maximalen Halt auf dem Flatpedal und darum, dass sich die Pins regelrecht in die Sohle bohren.

Besonderheiten bei Klickschuhen

Bei Klickschuhen hat man die Wahl unterschiedlicher Klicksysteme, also die Art der Cleats. Diverse Hersteller wie Shimano oder Crankbrothers bieten unterschiedliche Pedale an. Im Mountainbike-Bereich erfüllen diese aber die sogenannte 2-Loch-SPD-Norm. Das bedeutet, dass die Cleats der Pedale an jeden Schuh geschraubt werden können, es bedeutet aber nicht, dass alle Cleats und Pedale, welche zwar die Norm erfüllen, auch gemischt gefahren werden können. Hier gilt, dass Pedale sowie Cleats von einem Hersteller stammen müssen, um zuverlässig zu funktionieren.

Mountainbike-Schuhe Test: Cleats

Im groben kann man Klickpedalschuhe in zwei Kategorien einteilen. Zum einen in sportliche Schuhe mit einer sehr steifen Sohle ähnlich wie ein Rennradschuh oder in Klickschuhe, die einem Flatpedal-Schuh oder Sneaker ähnlich sehen. Die sportlich steifen Schuhe sollen hauptsächlich die Kraft effizient auf das Pedal übertragen und sind daher optimal für schnelle Runden auf dem Cross-Country Bike, der Laufkomfort steht dabei nicht im Fokus. Aufgrund der durchgängig steifen Sohle kann das Pedal kleiner ausfallen und nicht selten werden hier Pedale an die Kurbel geschraubt, die nur aus dem Klicksystem an sich bestehen. Ein prominentes Beispiel sind die Eggbeater-Pedale der Firma Crankbrother.

Die Sneaker ähnlichen Klickschuhe haben meist eine weichere Zwischensohle, um auch mal längere Gehabschnitte komfortabel wegstecken zu können. Demnach eignen sich solche Schuhe für Allmountain- oder Enduro-Touren. Um hier effizient pedalieren zu können, empfehlen sich Pedale, welche einen Käfig um das eigentliche Klicksystem herum besitzen. Dadurch wird die Kraft besser auf das Pedal übertragen und verpufft nicht in der dämpfenden Sohle. Ein Vertreter dieser Art sind die Mallet Pedale von Crankbrother, um bei der gleichen Firma zu bleiben.

Mit oder ohne Membran?

Die Frage, ob ein Mountainbike-Schuh mit oder ohne wasserdichte Membran besser ist, kann nicht so einfach geklärt werden. Auch hier kommt es darauf an, unter welchen Bedingungen man biken will und in welcher Disziplin. Bei einem klassischen Flatpedal-Schuh in Sneaker-Optik für den Pumptrack oder den Dirtpark ergibt eine Membran natürlich wenig Sinn, da hier ohnehin nur bei guten und trockenen Bedingungen gefahren werden kann. Unternimmt man im Sommer und nur bei gutem Wetter eine Tour, ist eine Membran ebenfalls wenig sinnvoll. Hier sollte das Hauptaugenmerk eher auf einer guten Belüftung liegen, da diese bei warmen Temperaturen und bei langen Mountainbike-Touren viel wichtiger ist.

Bei Kälte und schlechtem Wetter ist eine Membran sinnvoll

Ein wasser- und winddichter MTB-Schuh ist hingegen sinnvoll, wenn man auch bei schlechtem Wetter oder im Winter bei Kälte unterwegs sein will. Hier hilft eine Membran extrem, den Fuß vor dem Wetter zu schützen – vor allem bewahrt sie den Fuß bei tiefen Temperaturen vor zu schnellem Auskühlen. Auch auf mehrtägigen Touren wie bei einem Alpencross kann ein wasserdichter Schuh nützlich sein, sollte doch mal das Wetter umschlagen. Einen Nachteil haben Schuhe mit Membran dennoch: Egal wie gut die Membran auch ist, bei einem heftigen Regenschauer läuft der Schuh von oben dennoch voll mit Wasser, und durch die Membran bleibt es länger im Schuh und kann schlechter ablaufen.

Braucht man also ein zweites Paar für Sommer und Winter? Natürlich nicht. Möchte man mit den Schuhen das ganze Jahr über fahren, bieten verschiedene Hersteller wie zum Beispiel Endura oder Vaude spezielle Überschuhe für Flatpedal-Schuhe an. So kann auch ein luftiger Schuh das ganze Jahr über genutzt werden.

So haben wir getestet

Zunächst prüfen wir jedes Modell im Detail auf Verarbeitung und Materialqualität und erfassen die technischen Daten. Anschließend folgen Praxistests auf dem Bike.

Die Flatschuhe testen wir zuerst auf einer Allmountain-Strecke. Hier bewerten wir Tragekomfort, Pedalkontakt und Fahrverhalten. Auch Schiebe-Passagen auf weichem Waldboden und Schotter fließen in die Bewertung ein, um den Grip beim Gehen zu beurteilen.

Anschließend unterziehen wir die Schuhe einem Härtetest im Bikepark Bad Hindelang. Dort testen wir das Verhalten auf dem Downhillbike mit Plattformpedalen unter besonders anspruchsvollen Bedingungen. Hier fahren wir mehrere Abfahrten pro Schuh auf einem S3-S4-Trail. Als Testpedale nutzen wir die Crankbrother Stamp 7, welche sich unter Bikern und Bikerinnen eine breite Beliebtheit erfreuen und gängige Flatpedals sind.

Insgesamt ist uns der Grip auf einem Flatpedal unter verschiedenen Bedingungen am wichtigsten, ungeachtet der genauen Bauform des Schuhs, also ob klassischer Flatpedal-Schuh oder klassischer Mountainbike-Schuh. Aspekte wie eine speziell aufgeteilte Sohle, um mit dem Schuh auch gut im Gelände laufen zu können, sind je nach Design des Schuhs ebenfalls relevant für uns. Auch der Tragekomfort und die Anpassbarkeit an den eigenen Fuß sind wichtige Kriterien.

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Klickpedal-Schuhe testen wir nahezu identisch. Auf einer anspruchsvollen Allmountain-Strecke fahren wir zunächst jeden Schuh. Hier bewerten wir den Tragekomfort und den Grip auf dem Pedal sowie auch auf Schiebe-Passagen auf weichem Waldboden und Schotter. Je nach Art fahren wir Klickschuhe auch mit einem schnelle Cross-Country-Bike, um die Effizienz bewerten zu können, oder auf dem Downhill-Bike im Bikepark. Hier ist wieder die Art des Schuhs entscheidend. Als Pedale verwenden wir die Crankbrother Mallet DH sowie die Crankbrother Eggbeater 3.

Neben Tragekomfort und Grip zählt bei Klickpedal-Schuhen auch die Effizienz beim Pedalieren. Zudem ist es wichtig, dass die Schuhe einen großen Einstellbereich der Cleats ermöglichen, um zum Beispiel Schmerzen in den Gelenken vorzubeugen. Kriterien wie eine Steife oder etwas weichere Sohlenkonstruktion muss ebenfalls je nach Einsatzzweck berücksichtigt werden. Wo bei einem sportlichen Schuh die Sohle sehr steif sein darf ,um die Kraft direkt auf das Pedal zu übertragen, darf ein Schuh für den Enduro-Bereich schon mal etwas weicher sein um besser laufen zu können. Gerade hier sind Schiebe- oder Tragepassagen nicht selten.

Die wichtigsten Fragen

Welcher Mountainbike-Schuh ist der beste?

Unser Favorit für Plattformpedale ist der Adidas Five Ten Trailcross XT. Im Test überzeugte der Mountainbike-Schuh mit ausgezeichnetem Halt auf dem Pedal und einer sehr bequemen Passform. Für Klickpedale können wir die Shimano SH-GE900 empfehlen, mit denen man nahezu jedes Bikeabenteuer angehen kann. Aber es gibt auch andere, empfehlenswerte Modelle im Test.

Warum ein Mountainbike-Schuh?

Mountainbike-Schuhe sind speziell für das Biken gemacht und haben dadurch einen besonderen Aufbau. Um etwa die Kraft optimal auf das Pedal übertragen zu können, haben diese Schuhe eine steifere Zwischensohle.

Was kostet ein guter MTB-Schuh?

Hier kommt es stark darauf an, für welche Disziplin und für welches Können der Schuh sein soll. Gute Modelle liegen meist zwischen ca. 70 und 200 Euro.

Lieber MTB-Schuhe für Klickpedale oder Flatpedals?

Das kommt stark auf die eigene Vorliebe und die Disziplin an. Beim Cross-Country wird man selten ein Plattformpedal sehen, wohingegen im Bikepark Flatpedal-Schuhe gängig sind. Sie ermöglichen ein schnelleres Absteigen und lassen auch mal längere Laufstrecken im Gelände zu.

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