TestSport & Outdoor FahrradMountainbike-Sattel-Test

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Mountainbike-Sattel Test: Mountainbike Sattel Aufmacher Fahrrad Foto: F.A.Z. Kaufkompass

Der beste Mountainbike-Sattel

Aktualisiert:
Letztes Update: 24. August 2026

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

23. April 2026

Wir haben den Test um sechs weitere MTB-Sättel erweitert. Mit dem SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 haben wir einen neuen Testsieger. Unser bisheriger Testsieger, der SQlab 611 Ergowave, ist fortan unsere „Auch gut“-Empfehlung. Der Ergon SM Pro ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

12. August 2025

Wir haben den Test um vier weitere MTB-Sättel erweitert. Mit dem Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow haben wir eine neue Empfehlung für sportliche Fahrer. Er verdrängt den Ritchey WCS Cabrillo, welcher jetzt unter „Außerdem getestet“ zu finden ist.

12. Juli 2024

Wir haben den Test um fünf neue Mountainbike-Sättel erweitert. Mit dem Ritchey WCS Cabrillo haben wir eine neue sportliche Empfehlung gefunden. Der Prologo Dimension NDR ist fortan unter „Außerdem getestet“ zu finden.

29. August 2023

Wir haben sieben neue Mountainbike-Sättel getestet. Obwohl gute Sättel dabei waren, hat es dennoch nicht zu einer neuen Empfehlung gereicht.

Weitere Updates

Wer lange und mit Vergnügen Mountainbike fahren will, muss auch den richtigen Mountainbike-Sattel haben. Ein falscher Sattel führt zu Schmerzen und Taubheitsgefühlen, die einem die Freude am Radeln nehmen können.

Im Gegensatz zu freizeitlichen Sätteln für normale Fahrräder sind solche für Mountainbikes härter und leichter. Bei langen Touren sind härtere Sättel eher von Vorteil, da man sonst in das weiche Polster einsinkt und der Sattel anfängt, zu drücken. Dennoch ist ein MTB-Sattel weniger hart als ein Rennrad-Sattel.

Insgesamt haben wir 30 MTB-Sättel ausgiebig getestet. Die Preisspanne reichte von 10 bis ca. 200 Euro. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht

Testsieger

SQlab 6OX Ergowave Active 2.2

Der SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 bietet alles, was man sich von einem Top-MTB-Sattel erwartet: Komfort, Robustheit und ordentlich Bewegungsfreiheit auf dem Bike.
Test Mountainbike-Sattel: SQlab 6OX Ergowave Active 2.2
  • Bequem
  • Robust
  • Anpassbare Elastomere
  • Unterschiedliche Größen erhältlich
  • Bewegungsfreiraum
  • Teuer

Der SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 wurde speziell für lange sowie technische Allmountain- und Enduro-Touren entwickelt. Durch seine spezielle Ergowave-Form, Polsterung und Active-Technologie ist der Sattel sehr komfortabel und lässt sich sogar durch Tauschen bestimmter Elastomere direkt auf sein Gewicht einstellen. Weiter besitzt der Sattel viele nützliche Details wie den mit Kevlar verstärkten Bereich am Obermaterial sowie eine deutlich verkürzte Sattelnase, um Bikern maximale Bewegungsfreiheit auf dem Trail zu geben. Am Ende muss man etwas tiefer in die Tasche greifen, unserer Meinung nach lohnt es sich jedoch. Einen bequemeren, durchdachteren und verspielteren Sattel wird man sonst nicht so schnell bekommen.

Auch gut

SQlab 611 Ergowave

Der SQlab 611 Ergowave ist ein rundum gelungener MTB-Sattel: komfortabel und robust zu einem fairen Preis.

Der SQlab 611 Ergowave ist die etwas abgespeckte Variante zu unserem Testsieger. Er ist straff gepolstert, aber durchaus komfortabel, und mit dem breiten und tiefen Dip verhindert er ein Taubheitsgefühl im Dammbereich. Ohne Active-Technologie fällt die Dämpfung beim Pedalieren geringer aus als beim Testsieger und ist somit nicht individuell anpassbar. Vor allem bei langen Touren ist er nicht ganz so komfortabel wie der SQlab 6OX Ergowave Active, dafür aber preislich interessant. Die breite und flache Sattelnase unterstützt bei langen Uphills und ist somit eine etwas sportlichere Variante für den Cross-Country-Bereich. Der Ergowave ist ein Sattel, den wir für diese Disziplin durchaus empfehlen können.

Der Komfortable

Ergon SMC Core

Das spezielle Polstersystem des Ergon SMC Core macht ihn sehr komfortabel und beugt Schmerzen vor.

Der Ergon SMC Core hat das ausgeklügeltste Dämpfungssystem im Test. Zwischen einer steifen Unter- und einer flexiblen Oberschale befindet sich der Kern aus BASF-Infinergy-Material. Mit dieser Technik ist die obere Schale schwimmend gelagert und passt sich so der Tretbewegung an, was zu einem sehr hohen Fahrkomfort führt. Außerdem ist der MTB-Sattel so nachweislich rückenschonend. Der SMC Core ist somit der komfortabelste im Test.

Für Racer

Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow

Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow ist straff gepolstert, dennoch relativ komfortabel und verfügt über einen edlen Materialmix. Er ist ideal für schnelle Runden.
Test Mountainbike-Sattel: Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow
  • Unterschiedliche Größen erhältlich
  • Carbonverstärke Schale
  • Verstärkte Kanten
  • Titangestänge
  • Leicht
  • Teuer

Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow ist unsere erste Wahl für schnelle Cross-Country-Bikes und sportliche Fahrer. Der Sattel ist nicht nur leicht, sondern im Gesamten sehr durchdacht und komfortabel genug für viele Stunden auf dem Rad. Wer bereit ist, den aufgerufenen Preis zu zahlen, wird hier nicht enttäuscht werden.

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Testsieger
Test Mountainbike-Sattel: SQlab 6OX Ergowave Active 2.2
SQlab 6OX Ergowave Active 2.2
Auch gut
Test MTB-Sattel: SQlab 611 Ergowave
SQlab 611 Ergowave
Der Komfortable
Test MTB-Sattel: Ergon SMC Core
Ergon SMC Core
Für Racer
Test Mountainbike-Sattel: Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow
Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow
Test Mountainbike-Sattel: Selle San Marco  Mantra Manganese
Selle San Marco Mantra Manganese
Test Mountainbike-Sattel: SQlab 611 Ergowave Active 2.1
SQlab 611 Ergowave Active 2.1
Mountainbike-Sattel Test: Wcs Cabrillo 1 1615592
Ritchey WCS Cabrillo
Test MTB-Sattel: Ergon SM Pro
Ergon SM Pro
Test MTB-Sattel: Prologo Dimension NDR
Prologo Dimension NDR
Test Mountainbike-Sattel: Ritchey  WCS Trail
Ritchey WCS Trail
Mountainbike-Sattel Test: Title Mtb Es1 Enduro Rail Seat~2
Title ES1 Enduro
Test Mountainbike-Sattel: Terry Fly Exera Gel
Terry Fly Exera Gel
Test Mountainbike-Sattel: Selle Italia X-Bow Superflow
Selle Italia X-Bow Superflow
Test Mountainbike-Sattel: Terry Fly Ateria Gel
Terry Fly Arteria Gel
Test Mountainbike-Sattel: Ritchey WCS Trail
Ritchey Comp Trail
Test Mountainbike-Sattel: fi´zi:k Terra Alpaca X5
Fizik Terra Alpaca X5
Test Mountainbike-Sattel: Sixpack Racing Millenium
Sixpack Racing Millenium
Test Mountainbike-Sattel: Contec Dynamic
Contec Dynamic
Test Mountainbike-Sattel: Rockbros 380020001
Rockbros 380020001
Test Mountainbike-Sattel: Fifty-Fifty  Mtb Sattel
Fifty-Fifty MTB-Sattel
Mountainbike-Sattel Test: Rose Sport Comfort ZC1
Rose Sport Comfort ZC1
Test MTB-Sattel: Selle Royal Respiro
Selle Royal Respiro
Mountainbike-Sattel Test: Rose Sport Comfort E1
Rose Sport Comfort E1
Test Mountainbike-Sattel: Borgen  Mtb Fahrradsattel
Borgen MTB Fahrradsattel
Test Mountainbike-Sattel: Dunlop Mountainbike Sattel
Dunlop Mountainbike Sattel
Testsieger
SQlab 6OX Ergowave Active 2.2
Test Mountainbike-Sattel: SQlab 6OX Ergowave Active 2.2
  • Bequem
  • Robust
  • Anpassbare Elastomere
  • Unterschiedliche Größen erhältlich
  • Bewegungsfreiraum
  • Teuer
Auch gut
SQlab 611 Ergowave
Test MTB-Sattel: SQlab 611 Ergowave
  • Komfortabel
  • Leicht
  • Robust
Der Komfortable
Ergon SMC Core
Test MTB-Sattel: Ergon SMC Core
  • Komfortabel
  • Rückenschonend
  • Hochwertig
  • Teuer
  • Schwer
Für Racer
Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow
Test Mountainbike-Sattel: Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow
  • Unterschiedliche Größen erhältlich
  • Carbonverstärke Schale
  • Verstärkte Kanten
  • Titangestänge
  • Leicht
  • Teuer
Selle San Marco Mantra Manganese
Test Mountainbike-Sattel: Selle San Marco  Mantra Manganese
  • Leicht
  • Bequem
  • Gute Verarbeitung
  • Carbonverstärkte Schale
  • Mangan-Gestänge
  • Rutschige Oberfläche
SQlab 611 Ergowave Active 2.1
Test Mountainbike-Sattel: SQlab 611 Ergowave Active 2.1
  • Bequem
  • Robust
  • Anpassbare Elastomere
  • Unterschiedliche Größen erhältlich
  • Teuer
Ritchey WCS Cabrillo
Mountainbike-Sattel Test: Wcs Cabrillo 1 1615592
  • Leicht
  • Bequem
  • Gute Verarbeitung
  • Edler Materialmix
  • Teuer
  • Etwas empfindlicher Bezug
Ergon SM Pro
Test MTB-Sattel: Ergon SM Pro
  • Komfortabel
  • Hochwertig
  • Leicht
Prologo Dimension NDR
Test MTB-Sattel: Prologo Dimension NDR
  • Leicht
  • Gute Belüftung
  • Hochwertig
  • Schmaler Einsatzbereich
Ritchey WCS Trail
Test Mountainbike-Sattel: Ritchey  WCS Trail
  • Robust
  • Leicht
  • Edler Materialmix
Title ES1 Enduro
Mountainbike-Sattel Test: Title Mtb Es1 Enduro Rail Seat~2
  • Unterschiedliche Breiten erhältlich
  • Gute Verarbeitung
  • Stark geschwungene Form
Terry Fly Exera Gel
Test Mountainbike-Sattel: Terry Fly Exera Gel
  • Großer Einstellbereich
  • Bequem
  • Kleiner Einsatzbereich
Selle Italia X-Bow Superflow
Test Mountainbike-Sattel: Selle Italia X-Bow Superflow
  • Bequem
  • Günstig
  • Schwer
Terry Fly Arteria Gel
Test Mountainbike-Sattel: Terry Fly Ateria Gel
  • Großer Einstellbereich
  • Rutschfeste Oberfläche
  • Schmutz setzt sich an Oberfläche fest
  • Kleiner Einsatzbereich
Ritchey Comp Trail
Test Mountainbike-Sattel: Ritchey WCS Trail
  • Günstig
  • Bequem
  • Schwer
  • Kurzer Einstellbereich
Fizik Terra Alpaca X5
Test Mountainbike-Sattel: fi´zi:k Terra Alpaca X5
  • Leicht
  • Kleiner Einsatzbereich
Sixpack Racing Millenium
Test Mountainbike-Sattel: Sixpack Racing Millenium
  • Robust
  • Kleiner Einsatzbereich
  • Rutschige Oberfläche
Contec Dynamic
Test Mountainbike-Sattel: Contec Dynamic
  • Unterschiedliche Größen erhältlich
  • Günstig
  • Schwer
  • Unbequem
  • Kurzer Einstellbereich
Rockbros 380020001
Test Mountainbike-Sattel: Rockbros 380020001
  • gute Verarbeitung
  • Kurzer Einstellbereich
  • Rutschige Oberfläche
  • Unbequem
Fifty-Fifty MTB-Sattel
Test Mountainbike-Sattel: Fifty-Fifty  Mtb Sattel
  • gute Verarbeitung
  • Ungeeignet für MTB
  • Rutschige Oberfläche
Rose Sport Comfort ZC1
Mountainbike-Sattel Test: Rose Sport Comfort ZC1
  • Günstig
  • Kurzer Einstellbereich
  • Rutschige Oberfläche
  • Unbequem
Selle Royal Respiro
Test MTB-Sattel: Selle Royal Respiro
  • Integriertes Clipsystem
  • Ungeeignet für MTB
  • Schwer
  • Zu weich
Rose Sport Comfort E1
Mountainbike-Sattel Test: Rose Sport Comfort E1
  • Günstig
  • Kurzer Einstellbereich
  • Rutschige Oberfläche
  • Stark geschwungene Form
  • Unbequem
Borgen MTB Fahrradsattel
Test Mountainbike-Sattel: Borgen  Mtb Fahrradsattel
  • Günstig
  • Unbequem
  • Rutschige Oberfläche
  • Kurzer Einstellbereich
  • Schwer
Dunlop Mountainbike Sattel
Test Mountainbike-Sattel: Dunlop Mountainbike Sattel
  • Günstig
  • Verarbeitung
  • Weich
  • Kurzer Einstellbereich
  • Kaum montierbar
  • Auf Dauer unbequem
Gewicht
271,3 g
248,9 g
344,6 g
203,2 g
224,3 g
258,2 g
228,6 g
248,1 g
242,7 g
234,0 g
298,5 g
313,5 g
351,6 g
307,1 g
353,3 g
234,5 g
253,8 g
320,0 g
252,0 g
291,2 g
288,0 g
481,1 g
288,7 g
306,0 g
295,0 g
Abmessungen
25,0 x 16,0 x 6,8 cm
27,8 x 14,8 x 6,1 cn
27,8 x 14,6 x 8,3 cm
25,0 x 15,0 x 5,8 cm
24,2 x 15,2 x 6,2 cm
27,5 x 16,2 x 6,0 cm
25,8 x 14 x 6,8 cm
27,0 x 13,9 x 8,3 cm
24,1 x 14,4 x 6,7 cm
27,6 x 13,7 x 6,6 cm
24,9 x 15,2 x 6,8 cm
26,0 x 16,1 x 6,5 cm
25,4 x 15,1 x 6,5 cm
27,5 x 14,5 x 6,5 cm
28,0 x 13,6 x 6,7 cm
25,0 x 14,8 x 6,1 cm
28,1 x 14,3 x 6,9 cm
27,0 x 15,1 x 7,1 cm
25,0 x 14,5 x 6,5 cm
27,6 x 15,1 x 8,0 cm
26,0 x 14,8 x 6,8 cm
27,4 x 15,1 x 7,9 cm
27,2 x 14,4 x 8,0 cm
27,1 x 14,4 x 6,8 cm
26,2 x 15,7 x 8,2 cm
Gestell
CroMo
CroMo
CroMo
Titan
Mangan
S-Tube (Edelstahl)
NiRo-Edelstahl
TiNox
T4.0 (Tirox)
CrN/Ti-Legierung
CroMo
CroMo
FeC-Stahl
CroMo
Stahl
Stahl
CroMo
CroMo
Stahl
CroMo
CroMo
Stahl
CroMo
Stahl
Stahl
Obermaterial
Mikrofaser
C84 Kevlar
Microfaser
Mikrofaser
Synthetisch
Mikrofaser
Synthetisch
Microfaser
Synthetisch (Microfaserbeschichtet)
Mikrofaser mit Kevlar
Kunstleder
WeatherMax Dura Silk
Soft-Tex PU-Obermaterial
WeatherMax Dura Silk
Synthetisch
Synthetisch
PU-Obermaterial mit Kevlar
Synthetisch
Synthetisch
Synthetisch
Synthetisch
Cool Cover
Synthetisch
Kunstleder
Synthetisch
Polsterung
Schaumstoff
Superlight Foam
BASF Infinergy
Light Gel
Schaumstoff
Schaumstoff
PU-Schaumpolsterung
Orthopedic AirCell Foam
Gel
PU-Schaumpolsterung
Schaumstoff
Comfort Gel und Schaum
k.A.
Comfort Gel und Schaum
Schaumstoff
Schaumstoff
Schaumstoff
Schaumstoff
Schaumstoff
Schaumstoff
Schaumstoff
Royalgel
Schaumstoff
Schaumstoff
Schaumstoff
Geschlecht
Unisex
Unisex
Geschlechterspezifisch
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex
Geschlechterspezifisch
Unisex
Unisex
Unisex
Geschlechterspezifisch
Unisex
Geschlechterspezifisch
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex
Unisex

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Alle Infos zum Thema

MTB-Sattel im Test: Harter oder weicher Sitz?

Auf den ersten Blick mag es vielleicht besser sein, dass der Sattel möglichst weich und bequem ist. Geht man dieser Frage aber genauer nach, dann hat ein sehr weicher und eventuell auch breiter Sattel beim Mountainbiken mehr Nachteile als Vorteile. Beim Mountainbiken sitzt man generell eher sportlich, also mit nach vorne gebeugter Haltung, und erzeugt dadurch einen anderen Druck auf den Sattel als beispielsweise auf einem City-Bike. Hier sitzt man sehr aufrecht und fährt meist ohne gepolsterte Radhose und nur kurze Strecken. Hier ist ein weicher Gel-Sattel noch sinnvoll.

MTB-Sattel Test: Mtb

Wird so ein weicher Sattel auf ein MTB geschraubt, dann wird beim Fahren das Gel schnell zusammengedrückt und erzeugt letztlich noch mehr Druck, wo der Sattel eigentlich keinen Druck erzeugen darf, nämlich im Damm- und Genitalbereich.

Ist der Sattel straff gepolstert, dann stützt er den Biker über längere Zeit und die Polsterung wird nicht zusammengedrückt. Zudem sollte man als sportlicher Biker ohnehin nur mit einer passenden und gepolsterten Radhose fahren, da dieses Polster meist keinen Druck im Dammbereich erzeugt, sofern die Hose zum entsprechenden Fahrer und Einsatzgebiet passt. Auch hier kann man eine falsche Wahl treffen, also Augen auf beim Kauf.

Gute ergonomische MTB-Sättel haben zudem eine Aussparung, den sogenannten Dip oder Entlastungskanal, welcher den Druck weiter reduziert beziehungsweise verhindert.

Am Ende gilt: Je sportlicher man fahren will, desto straffer sollte die Polsterung sein, damit bei langen Touren der Sattel ausreichend gut stützen kann. Hingegen würde ein weicher Sattel einfach zusammengedrückt werden, was zu Schmerzen und Taubheitsgefühl führen kann.

Material der Sattelstreben

Je nach Modell oder Typ bieten die Hersteller unterschiedliche Materialien für die Sattelstreben an. So gibt es Sättel mit Streben aus einfachen, aber auch hochvergüteten Stählen wie zum Beispiel CrMo-Stahl (Chrom-Molybdän-Stahl). Ebenso kommen Materialien wie Titan, Carbon oder spezielle Aluminiumlegierungen zum Einsatz. Die Wahl des Materials richtet sich einerseits nach dem Einsatzzweck, meist jedoch nach Preis und Gewicht des Sattels. Häufig wird auch behauptet, dass das Material den Sitzkomfort beeinflusst. Das mag in gewissem Maße zutreffen, hauptsächlich sind jedoch die Polsterung oder spezielle Dämpfungssysteme dafür verantwortlich. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass Carbon deutlich straffer ist als ein einfaches Stahlgestänge.

Grundsätzlich orientiert sich die Materialwahl am Einsatzzweck und am Preis. Kostengünstige Modelle werden meist mit einfachen Stahlstreben ausgestattet. Ist zu erwarten, dass der Sattel stark beansprucht wird, sowohl beim Pedalieren als auch aufgrund eines erhöhten Sturzrisikos, kommt häufig ein vergüteter Stahl wie CrMo, oder auch CroMo, zum Einsatz. Dieses Material ist daher im Mountainbike-Sport, insbesondere bei All-Mountain-, Enduro- oder Downhill-Bikes, weit verbreitet.

Mountainbike-Sattel Test: Mtb Sattel Strebenmaterial
Unterschiedliche Materialien der Sattelstreben: Am linken Sattel wurden CrMo-Streben verbaut, am rechten Sattel kam Carbon zum Einsatz.

Immer häufiger sieht man auch Sattelstreben aus Carbon. Dadurch kann ein Sattel sehr leicht und dennoch robust sein, sofern keine Querbelastungen auftreten. Aus diesem Grund kommen die meist sehr hochpreisigen Sättel vor allem im Cross-Country-Bereich und natürlich bei Rennrädern zum Einsatz. Stürze sollten jedoch möglichst vermieden werden, da Carbon hier einige konstruktionsbedingte Nachteile hat. Zudem ist bei der Montage von Sätteln mit Carbongestänge strikt darauf zu achten, eine geeignete Montagepaste zu verwenden und die vorgegebenen Anzugsmomente einzuhalten. Oftmals sind die Streben leicht oval, was dazu führen kann, dass ein solcher Sattel nicht auf jede Sattelstütze passt. Hier sollte man sich im Vorfeld informieren.

Titanlegierungen wie zum Beispiel TiNOX (Titan-Nitrid-Oxid) bieten bei geringem Gewicht eine hohe Belastbarkeit. Sättel mit einem solchen Gestänge sind jedoch meist etwas teurer als Modelle mit einfachen Stahlstreben. Vereinzelt findet man auch Aluminiumlegierungen, die bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis solide und robust sind und sich zwischen Stahl und Titan einordnen.

Wie finde ich den richtigen MTB-Sattel?

Die Suche nach dem richtigen MTB-Sattel ist nicht einfach und bedarf etwas Zeit und tatsächlich auch Geduld. Eine reine Faustformel gibt es nicht, aber gewisse Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann. Der erste Schritt ist sicherlich, den Sitzknochenabstand zu bestimmen. Im Fachgeschäft gibt es hierzu spezielle Matten, mit denen man den Abstand ermitteln kann, zu Hause ist das aber auch recht einfach machbar. Hierzu wird nur ein Stück Mess- oder Wellpappe sowie ein einfaches Lineal benötigt. Man legt die Pappe auf einen glatten und harten Hocker und setzt sich anschließend mit aufrechtem Rücken und leicht angezogenen Beinen darauf. Nachdem man vorsichtig aufgestanden ist, lassen sich auf der Pappe zwei kleine Abdrücke erkennen. Nun misst man den Abstand von Mitte zu Mitte der Abdrücke und schon hat man den Sitzknochenabstand ermittelt.

Ein weiterer Punkt ist die MTB-Disziplin beziehungsweise das Rad, für welches man den Sattel kaufen möchte. Je nach Disziplin sollte der Sattel schmaler oder breiter sein. Auf einem reinrassigen CC-Racer möchte man lieber einen schmalen, auf einem Enduro-Bike einen etwas breiteren Sattel haben.

Zum ermittelten Sitzknochenabstand kann man jetzt je nach Disziplin den einen oder anderen Zentimeter addieren. Beispielsweise kann man 0–1 cm bei CC-Bikes dazu addieren, 2 cm bei einem All-Mountain-Fully oder vielleicht sogar 3 cm bei einem reinrassigen Enduro-Bike. Namhafte Hersteller bieten hierzu ihre Sättel in unterschiedlichen Breiten an und teilweise auch geschlechtsspezifisch.

Ein zu breiter MTB-Sattel führt zum Beispiel dazu, dass der Biker leicht nach vorne rutscht, wo gegengesteuert werden muss. Das führt zu Schmerzen oder Taubheitsgefühl im Dammbereich, aber auch in den Armen und dem Rücken.

MTB-Sattel Test: Mtb

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sitzposition und die richtige Größe des Bikes überhaupt. Wer komplett falsch auf einem zu kleinen oder zu großen Bike sitzt, wird nie einen Sattel finden, der einen schmerzfrei Radfahren lässt. Wer hier also Probleme hat oder sich nicht sicher ist, sollte einen Fachhandel aufsuchen.

Weiter möchten wir noch erwähnen, dass jeder Hintern unterschiedlich ist und nicht jeder auf jeden MTB-Sattel passt. Wir können aber in diesem Test gut abwägen, welcher Sattel prinzipiell eine gute Wahl ist oder eben nicht. Auch muss sich der Po an einen Sattel erst etwas gewöhnen und am Ende hilft nur, ausreichend Testfahrten mit einem Sattel zu unternehmen.

Passt jeder Sattel auf eine Dropper-Post?

Kurz gesagt: Ja. Manche Hersteller geben explizit an, dass der Sattel auch auf eine absenkbare Sattelstütze beziehungsweise Dropper-Post passt. Grundsätzlich lässt sich jedoch fast jeder Sattel auf einer solchen Stütze montieren, da es zwischen einer variablen und einer festen Sattelstütze keine Unterschiede bei den Sattelstreben oder der Klemmung gibt. Eine Ausnahme bilden lediglich sehr alte Sättel mit sogenannter Sattelkerze. Dieser frühere Standard ist jedoch längst nicht mehr gebräuchlich und an modernen Mountainbikes praktisch nicht mehr anzutreffen.

Unser Favorit

Testsieger

SQlab 6OX Ergowave Active 2.2

Der SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 bietet alles, was man sich von einem Top-MTB-Sattel erwartet: Komfort, Robustheit und ordentlich Bewegungsfreiheit auf dem Bike.
Test Mountainbike-Sattel: SQlab 6OX Ergowave Active 2.2
  • Bequem
  • Robust
  • Anpassbare Elastomere
  • Unterschiedliche Größen erhältlich
  • Bewegungsfreiraum
  • Teuer

Der SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 ist ein hochwertiger, durchdachter und sehr komfortabler Sattel, der vor allem für All-Mountain- und Enduro-Touren entwickelt wurde und dort auch sehr viel Spaß macht. Aber auch auf schnellen sowie langen Touren auf dem Cross-Country-Bike hat er uns sehr gut gefallen.

An der Verarbeitung gibt es nicht viel zu bemängeln. Hier stimmt eigentlich alles, sowohl bei den Materialien als auch bei deren Verarbeitung. Lediglich der Bezug an der Sattelunterseite ist nicht unbedingt ansehnlich angebracht, das ist jedoch Jammern auf sehr hohem Niveau. Im täglichen Einsatz auf dem Bike bekommt man das am Ende ohnehin nicht mit. Das CrMo-Gestänge wirkt ebenfalls hochwertig und bietet einen ordentlichen Verstellbereich, um die optimale Sitzposition auf dem Bike zu finden.

1 von 4
Mountainbike-Sattel Test: Sqlab 6ox Ew Active22
Unser Testsieger, der SQlab 6OX Ergowave Active 2.2.
Mountainbike-Sattel Test: Sqlab 6ox Ew Active22
Die wellenförmige Ergowave-Form stabilisiert und unterstützt den Fahrer.
Mountainbike-Sattel Test: Sqlab 6ox Ew Active22
Kevlar-Verstärkungen am Obermaterial schützen den Sattel vor Beschädigung.
Mountainbike-Sattel Test: Sqlab 6ox Ew Active22
Der Dip, also die Vertiefung in der Mitte des Unisex Sattels, entlastet den Dammbereich.

Das Polster auf der glasfaserverstärkten Polyamidschale ist eher straff, deshalb sollte man den Sattel nur mit einer gepolsterten Radhose fahren. Das sollte aber bei den meisten MTB-Disziplinen sowieso Pflicht sein. Das Außenmaterial ist im hinteren Bereich leicht strukturiert und bietet unterwegs guten Halt auf dem Bike. Ein lästiges Verrutschen während der Fahrt konnten wir nicht feststellen.

Zusätzlich besitzt der Sattel an den Seiten im hinteren Bereich Kevlar-Verstärkungen am Obermaterial, sodass bei einem Sturz oder beim Anlehnen des Bikes an eine raue Wand der Sattel nicht gleich beschädigt wird.

Der Dip, also die Vertiefung in der Mitte des Unisex-Sattels, ist deutlich ausgeprägt, zieht sich weit nach vorne und geht in die sehr flache und im Vergleich deutlich breitere Spitze über. So soll laut Hersteller der Druck auf den Dammbereich deutlich reduziert werden. Und in der Tat: Der SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 war bisher einer der bequemsten Kandidaten im Test. Dazu trägt auch die wellenförmige Ergowave-Form bei, die an den richtigen Stellen entsprechend gepolstert ist und den Druck beim Sitzen verteilt. Von Druckstellen, Ermüdungen oder einem Taubheitsgefühl war auch nach Stunden im Sattel nichts zu spüren.

Dieser Sattel verfügt weiter über die sogenannte Active-Technologie. Das bedeutet, dass im hinteren Bereich zwischen dem Gestänge und der Schale Elastomere eingeschoben sind, die die Bewegung beim Pedalieren unterstützen und den Druck verteilen sowie dämpfen. Je nach Gewicht können unterschiedlich harte beziehungsweise weichere Elastomere eingesetzt werden. Beim SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 waren insgesamt drei dieser Elastomere im Lieferumfang enthalten.

1 von 2
Mountainbike-Sattel Test: Sqlab 6ox Ew Active22
Dank der Active-Technologie können je nach Fahrergewicht unterschiedliche Elastomere eingelegt werden, die die Bewegung beim Pedalieren dämpfen.
Mountainbike-Sattel Test: Sqlab 6ox Ew Active22
Die Sattelnase ist um ca. 2 cm kürzer und bietet auf technischen Trails deutlich mehr Bewegungsfreiraum.

Der Sattel wurde speziell für den All-Mountain- und Enduro-Bereich entwickelt, wo es neben Komfort auch auf Bewegungsfreiheit auf dem Bike ankommt. SQlab hat dem Sattel in der 2.2er-Version eine um 2 cm kürzere Sattelnase verpasst. Das klingt nach nicht viel, auf einem technisch anspruchsvollen Trail kann dies aber sehr hilfreich sein, und in der Tat hat uns dieses Plus an Freiheit sehr gefallen. Das kommt einem aktiven Fahrstil deutlich entgegen.

Obwohl der Sattel hierfür nicht gedacht ist, wollten wir testen, wie sich der SQlab auf einem CC-Racer schlägt. So haben wir mit dem Sattel eine schnelle Runde gedreht und auch hier hat er uns gut gefallen. Der Komfort hat uns überzeugt. Allerdings kann sich die kurze Sattelnase hier etwas negativ auswirken. Bei steilen Uphills rutscht man gerne mal ganz nach vorn, um den Schwerpunkt zu verlagern und ein Steigen des Vorderrads zu verhindern. Hier ist man mit der kürzeren Nase jedoch etwas eingeschränkt. Ansonsten hat uns der 6OX Ergowave Active 2.2 auch in dieser Disziplin sehr gut gefallen.

Weiter finden wir gut, dass der Sattel in diversen Breiten erhältlich ist. Hier gilt es also, seinen Sitzknochenabstand genau zu ermitteln und dann die entsprechende Breite zu wählen. So kann jeder den für sich besten Sattel finden und ihn mit den Elastomeren auch noch anpassen.

Alles in allem bleibt zu sagen, dass uns der SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 sehr gefallen hat – und das nicht nur in der Disziplin, für die der Sattel designt wurde. Er bietet hohen Komfort und Anpassungsmöglichkeiten, ist hochwertig und durchdacht und unsere erste Wahl für einen Sattel im vorgesehenen Einsatzbereich. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch, und das ist der Preis, der vielleicht den ein oder anderen abschrecken könnte. Unserer Meinung nach ist der Sattel seinen Preis wert.

SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 im Testspiegel

Auch die Redaktion von eMTB-News hat den SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 bereits getestet und ist ähnlich begeistert:

Guter Sattel noch besser gemacht: Der ohnehin schon komfortable SQlab 60X erhält mit der neuen Sattelkonstruktion im vorderen Bereich eine weitere Verbesserung. Wir vermissen die lange Sattelnase nicht und konnten im ersten Test von der gesteigerten Bewegungsfreiheit profitieren. Einer der bequemsten Sättel auf dem Markt – der nicht ganz günstige Preis lohnt sich.

Weitere Empfehlungen

Auch gut

SQlab 611 Ergowave

Der SQlab 611 Ergowave ist ein rundum gelungener MTB-Sattel: komfortabel und robust zu einem fairen Preis.

Der SQlab 611 Ergowave hat es zu einer unserer Empfehlungen geschafft. Er überzeugt mit hohem Sitzkomfort bei jeglichen Bedingungen. Schmerzen an den Sitzknochen und ein Taubheitsgefühl im Dammbereich sind mit diesem MTB-Sattel nahezu kein Thema mehr, hat man die richtige der insgesamt vier Breiten gewählt. Zudem ist der Sattel recht leicht und bietet ein klasse Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Verarbeitung des 611 Ergowaves ist sehr gut, lediglich über die Klebereste an der Unterseite könnte man sich beschweren. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau und im täglichen Einsatz sowieso nicht sichtbar. Das CroMo-Gestänge wirkt ebenfalls hochwertig und bietet einen ordentlichen Verstellbereich, um die optimale Sitzposition auf dem Bike zu finden.

Das Polster ist eher straff, deshalb sollte der MTB-Sattel nur mit einer gepolsterten Radhose gefahren werden. Die sollte aber bei den meisten MTB-Disziplinen sowieso Pflicht sein. Das Außenmaterial aus C84 Kevlar ist leicht strukturiert und bietet beim Biken guten Halt. Zusätzlich schützt es den Sattel vor Schäden beim Anlehnen an eine raue Oberfläche oder bei einem Sturz.

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MTB-Sattel Test: Dsc04814 1
Der SQlab 611 Ergowave im Test.
MTB-Sattel Test: Dsc04813 1
Der breite und tiefe Dip sorgen für Entlastung im Dammbereich.
MTB-Sattel Test: Dsc04828 1
Die Sitzfläche ist breit und straff gepolstert für guten Fahrkomfort.
MTB-Sattel Test: Dsc04792 1
Die breite und flache Sattelnase des 611 Ergowaves verhindert weiter ein Taubheitsgefühl im Dammbereich.
MTB-Sattel Test: Dsc04795 1
Aufgrund des Aufbaus ist der Sattel recht leicht.
MTB-Sattel Test: Dsc04818 1
Die leicht konkave Form verhindert ein herunterrutschen bei steilen Uphills.
MTB-Sattel Test: Dsc04823 1
Die Flexeigenschaften des MTB-Sattels sind bis 75 kg abgestimmt und das Maximalgewicht von 90 kg sollte nicht überschritten werden.
MTB-Sattel Test: Dsc04830 1
Das CroMo Gestänge ist hochwertig und bietet einen ausreichenden Verstellbereich.

Der Dip, also die Aussparung in der Mitte des Sattels, ist deutlich ausgeprägt und zieht sich weit nach vorne und geht in die sehr flache und im Vergleich deutlich breitere Spitze über. So soll laut Hersteller der Druck auf den Dammbereich deutlich reduziert werden.

Auf dem Bike bzw. im Sattel ist der hinten recht breite 611 Ergowave sehr bequem, trotz der straffen Polsterung. So hatten wir während unserer ausgedehnten Testfahrten nie Schmerzen im Bereich der Sitzknochen. Auch der Dip und die breite Spitze machen genau das, was sie sollen, nämlich den Druck vom Damm nehmen und ihn auf eine breite Fläche verteilen. Bei den zum Teil recht langen Uphills hatten wir nie ein taubes Gefühl oder Probleme dieser Art. Der Sattel war der komfortabelste in dieser Testrunde. Das etwas hochgezogene Heck verhindert letztlich noch ein Herunterrutschen bei steilen Anstiegen.

Beim Kauf des MTB-Sattels sollte man das eigene Körpergewicht beachten. Die Flexeigenschaften des Sattels sind bis 75 kg abgestimmt, und das Maximalgewicht des Bikers sollte 90 Kilogramm nicht überschreiten.

Ein kleiner Kritikpunkt wäre vielleicht die fehlende Belüftungsöffnung. Für den All-Mountain- oder Enduro-Bereich ist das nicht unbedingt notwendig, aber dennoch schön zu haben.

Der SQlab 611 Ergowave bietet nahezu alles, was man von einem Top-MTB-Sattel erwartet. Viel Komfort und ein ergonomisches Design, um den Dammbereich zu schützen, ohne dabei zu weich oder zu hart zu sein. Auch das geringe Gewicht und die angenehme Oberfläche machen den Sattel zu einem treuen Begleiter auf langen, ausgedehnten und anstrengenden Touren mit dem ein oder anderen technischen Trail. Letztlich können wir den SQlab 611 Ergowave wärmstens empfehlen. Lediglich unser Testsieger SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 ist unter den SQlab-Sätteln noch bequemer und bietet mehr Bewegungsfreiraum auf dem Bike.

Der Komfortable

Ergon SMC Core

Das spezielle Polstersystem des Ergon SMC Core macht ihn sehr komfortabel und beugt Schmerzen vor.

Der Ergon SMC Core ist ein ausgeklügelter und ergonomischer MTB-Sattel, der die Sitzknochen aktiv entlastet. Er ist tatsächlich der bequemste Sattel im Test. So können wir den Sattel für nahezu alle Mountainbike-Disziplinen empfehlen. Nur der hohe Preis, das aufgrund des Aufbaus hohe Gewicht sowie die fehlende Belüftung kosten ihn den Testsieg.

Wie nicht anders bei Ergon zu erwarten, ist die Verarbeitung ausgezeichnet. Nur wenn man pingelig genau ist, lässt sich hier und da eine unschöne Stelle an der Unterseite des Sattels finden. Schön ist, dass die CroMo-Sattelstreben recht lang sind, wodurch dem Biker ein großer Verstellbereich in der Sitzposition gewährleistet ist.

Auf den ersten Blick wirken die Polster sehr unscheinbar, sie haben es jedoch in sich, sieht man etwas genauer hin. Der MTB-Sattel besitzt einen Zwei-Schalen-Aufbau. Das bedeutet, dass zwischen einer steifen unteren und einer flexiblen oberen Schale der dämpfende und ergonomische Kern aus dem BASF-Infinergy eingebettet ist. Somit ist die obere Schale mehr oder weniger schwimmend gelagert und macht dadurch die Tretbewegungen des Fahrers mit. Der Druck auf die Sitzknochen wird reduziert. Zeitgleich werden durch den Kern auch kleine Schläge gedämpft, wodurch Schmerzen im Bereich der Sitzknochen minimiert werden sollen und so der Sattel laut Ergon nachgewiesen rückenschonend ist. Tatsächlich hält der Sattel, was der Hersteller verspricht: Auch nach einer sehr langen Runde von mehreren Stunden konnten wir keine Schmerzen verspüren.

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MTB-Sattel Test: Dsc04890 1
Der Ergon SMC Core ist ein ausgeklügelter und ergonomischer MTB-Sattel.
MTB-Sattel Test: Dsc04896 1
Der tiefe und breite Entlasstungskanal verhindert ein Taubheitsgefühl im Dammbereich.
MTB-Sattel Test: Dsc04892 1
Zwischen Ober- und Unterschale ist der BASF Infinergy Kern eingebettet.
MTB-Sattel Test: Dsc04885 1
Durch den speziellen Aufbau macht der Sattel die Trittbewegung des Fahrers mit.
MTB-Sattel Test: Dsc04902 1
Der Ergon SMC Core ist nachweislich rückenschonend.
MTB-Sattel Test: Dsc04900 1
Die CroMo-Sattelstreben sind stabil und ausreichend lang.
MTB-Sattel Test: Dsc04807 1
Der Sattel ist in einer Frauen- und Männervariante erhältlich um der unterschiedlichen Anatomie gerecht zu werden.
MTB-Sattel Test: Dsc04811 1
Die Verarbeitung des Ergon SMC Core ist sehr gut.

Dank der Vertiefung in der Mitte des Sattels, dem sogenannten Entlastungskanal, wird ein zu hoher Druck auf den Dammbereich reduziert, um so ein Taubheitsgefühl zu verhindern. Im Übrigen setzt Ergon hier eine geschlechterspezifische Form des Kanals ein. Ist der Sattel richtig eingestellt in Position und Neigung, konnten wir bei den Testfahrten bestätigen, dass nie ein Taubheitsgefühl aufkam.

Eine Belüftung sucht man hier vergebens, aber da vorwiegend All-Mountain-Biker den Sattel bevorzugen, ist dies nicht ganz so wichtig, da bei der Abfahrt eh nicht gesessen wird. So gibt es nur minimalen Punktabzug.

Letztlich ist der Ergon SMC Core ein Top-MTB-Sattel, den wir jedem empfehlen können, egal für welche Disziplin. Wer Schmerzen oder Probleme mit dem Rücken hat, wird mit diesem Sattel bestimmt nicht enttäuscht werden. Der hohe Preis, das Gewicht sowie die etwas schlechte Belüftung kosten ihn nur sehr knapp den Testsieg.

Für Racer

Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow

Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow ist straff gepolstert, dennoch relativ komfortabel und verfügt über einen edlen Materialmix. Er ist ideal für schnelle Runden.
Test Mountainbike-Sattel: Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow
  • Unterschiedliche Größen erhältlich
  • Carbonverstärke Schale
  • Verstärkte Kanten
  • Titangestänge
  • Leicht
  • Teuer

Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow ist ein hochwertiger und durchdachter MTB-Sattel für schnelle Cross-Country-Bikes und Touren. Wer einen sportlichen Sattel sucht und bereit ist, den doch etwas höheren Preis zu zahlen, der wird hier fündig.

Die Verarbeitung und der gesamte Materialmix sind ausgezeichnet und rechtfertigen den hohen Preis. Hier bekommt man einiges für sein Geld. Wir fuhren den Sattel in der Größe L3 mit einer nachgemessenen Breite von 15,0 cm. Der Sattel ist außerdem in der kleineren Größe S3 mit einer Breite von 13,0 cm (Herstellerangabe) erhältlich.

Das Gestänge besteht, wie der Name schon vermuten lässt, aus Titan. Das spart nicht nur Gewicht, sondern macht den Sattel an dieser Stelle sehr robust. Titan ist aber relativ teuer, was den Preis nach oben treibt. Die Sitzposition lässt sich im Abstand von Sattel zu Lenker über einen sehr großen Bereich einstellen.

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Mountainbike-Sattel Test: Selle Italia Slr Boost
Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow ist ein äußerst sportlicher Sattel.
Mountainbike-Sattel Test: Selle Italia Slr Boost
Obwohl straff gepolstert, bietet der Sattel in Kombination mit einer gepolsterten Radhose einen guten Sitzkomfort.
Mountainbike-Sattel Test: Selle Italia Slr Boost
Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow bietet einen hochwertigen Materialmix.
Mountainbike-Sattel Test: Selle Italia Slr Boost
Die breite Öffnung in der Mitte des Sattels reduziert den Druck auf den Dammbereich und sorgt für gute Belüftung.
Mountainbike-Sattel Test: Selle Italia Slr Boost
Die Sitzschale des Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow besteht aus carbonverstärktem Nylon.
Mountainbike-Sattel Test: Selle Italia Slr Boost
Zwischen Gestänge und Sitzschale sind kleine Shock-Absorber eingebaut.
Mountainbike-Sattel Test: Selle Italia Slr Boost
Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow besitzt ein leichtes Titangestänge.

Die Sitzschale besteht aus carbonfaserverstärktem Nylon, was den Sattel insgesamt robust macht, aber auch Gewicht einspart. Zwischen Schale und Gestänge sind kleine Schaumstoffplättchen eingearbeitet. Diese Shock-Absorber sollen Fahrbahnstöße und Vibrationen minimieren und für zusätzlichen Komfort während der vielen Stunden im Sattel sorgen.

Als Polsterung kommt das Light Gel von Selle Italia zum Einsatz. Die Polsterung selbst ist durch das verwendete Gel sehr straff, aber genau das möchte man bei einem sportlichen Sattel haben, da dieser ohnehin mit einer gepolsterten Radhose gefahren wird. Ohne so eine Hose ist der Sattel nicht zu empfehlen.

Der Sattel verfügt über die neutrale und laut Selle Italia ikonische SLR-Form. Die große Aussparung reduziert nicht nur den Druck auf den Dammbereich, sondern sorgt zudem für eine gute Belüftung. Gerade bei langen Touren macht sich das bemerkbar. Der Sattel ist auch nach Stunden des Pedalierens komfortabel, Schmerzen oder Taubheitsgefühle haben wir im Test nicht gespürt. Hier besitzt die gesamte Konstruktion einen guten Mix aus Steifigkeit und Flexibilität.

Der Bezug ist auch bei Nässe nicht rutschig und sieht robust aus. Gerade die Kanten an den Seiten werden oftmals stärker beansprucht, sei es bei einem Sturz oder beim Abstellen des Bikes an einer Hauswand. Hier wurden dem Sattel extra verstärkte Kanten verpasst – bei Kontakt wird eher die Hauswand als der Sattel beschädigt.

Insgesamt erhält man mit dem Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow einen erstklassigen Sattel für seine schnelle CC-Maschine. Er ist nicht nur leicht, sondern auch robust und komfortabel und ideal für schnelle oder lange Runden. Dennoch würden wir das Einsatzgebiet genau auf das eben Erwähnte beschränken, denn bei aufrechter Sitzposition wird er dennoch schnell unkomfortabel. Am Ende hat sich der Sattel aber einen Platz unter unseren Empfehlungen verdient.

Außerdem getestet

Ritchey Comp Trail

Der Ritchey Comp Trail ist ein gut gepolsterter Mountainbike-Sattel für einen breiten Einsatzbereich. Er ist sogar ohne gepolsterte Radhose ausreichend bequem – und das zu einem fairen Preis. Der begrenzte Einstellbereich und das im Vergleich hohe Gewicht stören uns jedoch ein wenig.

Die Verarbeitung des MTB-Sattels ist gut, nur bei genauem Betrachten sind ein paar kleine, unschöne Kanten erkennbar. Das ist jedoch Jammern auf sehr hohem Niveau. Das synthetische Obermaterial sieht sehr robust aus und sorgt für guten Halt im Sattel, auch wenn es mal feucht ist. Bei der Polsterung kommt hier das patentierte Vector-Wing-Design zum Einsatz. Diese Technologie soll dafür sorgen, dass der Druck gleichmäßig auf den gesamten Sitzbereich verteilt wird. In der Tat ist der Sattel sehr bequem, und die Polsterung ist weder zu straff noch zu schwammig.

Mit einer gepolsterten Radhose lassen sich durchaus sehr lange Ausfahrten unternehmen, ohne dass es auf dem Sattel zu irgendwelchen Schmerzen oder einem Taubheitsgefühl kommt. Dabei ist es egal, ob es wie bei einem schnellen CC-Bike eher eine sportliche Sitzposition ist oder eine etwas lockere Sitzposition wie bei einem Allmountain-Fully. Sogar ohne eine spezielle Radhose ist der Sattel durchaus bequem. So sind zum Beispiel auch längere Bike-and-Hike-Touren möglich, auf denen man nur ungern eine gepolsterte Hose trägt, aber auf Sitzkomfort auf dem Bike nicht verzichten möchte.

Was uns etwas weniger gut gefallen hat, war der etwas eingeschränkte Einstellbereich auf der Sattelstütze sowie das im Vergleich recht hohe Gewicht von 353 Gramm. Das lässt sich aber bei dem doch recht fairen Preis verkraften, solange man nicht unbedingt Grammjäger ist.

Letztlich ist der Ritchey Comp Trail ein bequemer MTB-Sattel für einen sehr breiten Einsatzbereich. Ist man nicht unbedingt auf ein Leichtgewicht aus, dann können wir diesen Sattel durchaus jedem ans Herz legen, der nicht zu viel Geld ausgeben möchte.

Terry Fly Arteria Gel

Der Terry Fly Arteria Gel ist ein geschlechtsspezifisch anatomischer Sattel und macht vor allem auf sportlichen Cross-Country- oder All-Mountain-Touren Spaß. Dennoch haben uns der Testsieger sowie die weiteren Empfehlungen ein wenig besser gefallen.

Die Verarbeitung des MTB-Sattels ist sehr gut, lediglich die Verklebung des Obermaterials an der Unterseite der Sitzschale könnte etwas besser sein. Das beeinträchtigt jedoch nicht die Performance des Sattels und ist im montierten Zustand nicht zu erkennen.

Das WeatherMax Dura Silk genannte Obermaterial macht einen sehr robusten Eindruck. Zudem ist im Bereich der Sitzknochen das Obermaterial perforiert. Das macht den Sattel sehr griffig, auch bei feuchten Bedingungen verrutscht man kaum auf dem Sattel. Ein Nachteil der Perforation ist, dass sich dort Schmutz oder Steinchen festsetzen können, was etwas unschön aussieht.

Die Polsterung beziehungsweise die Gel-Dämpfung des Fly Arteria Gel ist recht straff angestimmt. Deshalb sollte der MTB-Sattel nur in Kombination mit einer gepolsterten Radhose gefahren werden. Auffällig an dem Sattel ist die langgezogene Aussparung um den Dammbereich. Zum einen schafft sie minimale Belüftung, vor allem aber sorgt sie für eine Entlastung des Dammbereiches.

Ist der Sattel perfekt eingestellt, erledigt er seine Aufgabe sehr gut. Auch auf längeren Touren verspürten wir keine Druckstelle, Schmerzen oder gar ein Taubheitsgefühl. Ist die Neigung bzw. die Position nicht optimal eingestellt, können die straff gepolsterten Stege um die Aussparung herum schnell Druckschmerzen verursachen. Um die Sitzposition jedoch optimal einstellen zu können, verfügt der Sattel über einen weiten Einstellbereich.

Schön finden wir bei Terry, dass man eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie bekommt, sollte man mit dem Sattel nicht zufrieden sein. So kann man den Sattel bei Nichtgefallen beim Fachhändler zurückgeben.

Letztlich bekommt man mit dem Terry Fly Arteria Gel einen sportlichen MTB-Sattel für schnelle Touren. Auf ausgedehnten All-Mountain- oder Enduro-Touren könnte er für den einen oder anderen jedoch auf Dauer etwas zu unbequem werden. Der Sattel setzt eine sportlichere Haltung auf dem Bike voraus, dann macht er jedoch eine gute Figur.

Terry Fly Exera Gel

Der Terry Fly Exera Gel ist im direkten Vergleich etwas breiter, kürzer und komfortabler ausgelegt als der Arteria Gel und eignet sich daher auch für längere Ausfahrten mit dem All-Mountain-Fully. Die Verarbeitung und die verwendete Technologie sind identisch zum Arteria Gel. Auch hier ist die Verarbeitung bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr gut.

Das WeatherMax Dura Silk genannte Obermaterial macht einen sehr robusten Eindruck. Zudem ist im Bereich der Sitzknochen das Obermaterial leicht geprägt. Das macht den MTB-Sattel recht griffig, und auch bei feuchten Bedingungen verrutscht man kaum auf dem Sattel. Das Obermaterial ist jedoch nicht perforiert wie beim Arteria Gel, wodurch sich hier wiederum kein Schmutz festsetzen kann.

Die Gel-Polsterung ist beim Exera deutlich weicher und der Sattel ist um 1,5 cm breiter. Dadurch verteilt sich das Gewicht bei aufrechter Sitzposition auf einen größeren Bereich. Um etwas mehr Bewegungsfreiheit zu haben, sind die Ecken etwas abgerundet. Auch die Aussparung im Dammbereich ist identisch, jedoch aufgrund der um 1,5 cm reduzierten Gesamtlänge des Sattels auch etwas kürzer. Aufgrund der etwas kürzeren Bauart lässt es sich übrigens leichter auf dem Bike agieren, was besonders bei technischen Abfahrten hilfreich ist.

Auf langen All-Mountain-Touren sitzt man mit gepolsterter Radhose sehr bequem – vorausgesetzt ist auch hier, dass die Neigung und die Sitzposition optimal auf den Biker eingestellt sind. Ist alles optimal eingestellt, verspüren wir bei dem Sattel weder ein Druckgefühl im Dammbereich noch ein taubes Gefühl. Ohne spezielle Radhose können mit dem Exear Gel jedoch ebenfalls kurze und entspannte Feierabendrunden gedreht werden.

Schön finden wir bei Terry, dass man eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie bekommt, sollte man mit dem MTB-Sattel nicht zufrieden sein. So kann man den Sattel bei Nichtgefallen beim Fachhändler zurückgeben.

Am Ende bekommt man mit dem Terry Fly Exera Gel einen komfortablen MTB-Sattel für entspanntere Touren, bei denen die Sitzposition etwas aufrechter ist. Dennoch will der Sattel optimal auf den Fahrer eingestellt sein, um Schmerzen oder Sitzstress zu vermeiden.

Selle Italia X-Bow Superflow

Der Selle Italia X-Bow Superflow ist ein bequemer MTB-Sattel, der vor allem auf langen und entspannten Touren sowie auf Radreisen eine gute Figur macht. Auch ohne gepolsterte Radhose bietet er ausreichend Komfort. Für schnelle oder technisch anspruchsvolle Touren ist der 351 Gramm schwere Sattel jedoch weniger geeignet.

Die Verarbeitung des MTB-Sattels ist ausgezeichnet. Weder an der Oberseite noch an der Unterseite der Schale gibt es etwas zu bemängeln. Das Soft-Tek-Obermaterial, ein spezieller Polyurethanbezug, sieht gut aus und ist robust. Bei Nässe ist es jedoch etwas rutschig. Auffällig am X-Bow ist die große Aussparung im Dammbereich. Die von Selle Italia sogenannte Superflow-Technologie soll den Druck beim Pedalieren auf den Dammbereich reduzieren. Genau das macht der Sattel auch recht gut.

Ist jedoch die Neigung nicht optimal eingestellt, dann können die seitlichen Stege um den Ausschnitt herum durchaus ein Druckgefühl auslösen. Ist der Sattel in Neigung und Position aber optimal eingestellt – und dazu bietet er einen großen Verstellbereich –, dann ist er sehr komfortabel. Hierzu trägt auch die Polsterung maßgeblich bei, die weder zu hart noch zu weich ist. Selbst ohne gepolsterte Radhose sind bequeme Bike-and-Hike-Touren möglich. Ein weiterer Vorteil der großen Aussparung ist ein gewisses Maß an Ventilation, was gerade an sehr heißen Tagen durchaus angenehm ist.

Aufgrund der Breite und des Gewichts ist der X-Bow jedoch weniger geeignet für schnelle Cross-Country- oder technisch anspruchsvolle Enduro-Touren.

Wer also einen bequemen Sattel für entspannte MTB- oder auch City-Touren sucht, der wird mit dem Selle Italia X-Bow Superflow durchaus glücklich werden. Wer gerne sportlich unterwegs ist, sollte lieber zu einem anderen Sattel greifen.

Sixpack Racing Millenium

Der Sixpack Racing Millenium ist ein robuster und straff gepolsterter MTB-Sattel, der vor allem im Gravity-Bereich zuhause ist und dort zu einem fairen Preis eine gute Figur macht. Die Verarbeitung des Millenium ist sehr gut. So sind die Nähte an der Oberseite sauber vernäht und auch an der Unterseite gibt es bis auf ein paar etwas unsaubere Abschlüsse des Bezuges nichts zu beanstanden.

Die Sitzfläche des Sattels besteht aus robustem Polyurethan mit vernähten Kevlar-Einsätzen an den Seiten und im hinteren Bereich. Diese Kombination macht den Sattel sehr robust gegen Beschädigungen, sollte man doch mal aus dem Sattel fliegen, was gerade im Gravity-Bereich hin und wieder passieren kann. Für weitere Stabilität sorgt das CroMo-Stahlgestänge, das jedoch über einen etwas kurzen Einstellbereich verfügt.

Der Sattel ist eher straff gepolstert. Im eigentlichen Einsatzbereich sorgt das für ein gutes Fahrgefühl, auf langen All-Mountain-Touren wird er aber nach gewisser Zeit etwas unangenehm. Schmerzen oder gar ein Taubheitsgefühl hatten wir jedoch nie. Was etwas gestört hat, war das etwas rutschige Obermaterial des Sattels, gerade wenn es etwas feucht war. Hier sind andere Sättel etwas griffiger.

Am Ende ist der Sixpack Racing Millenium ein hervorragender Sattel in seinem speziellen Einsatzbereich – und das zu einem fairen Preis und mit toller Optik. Für ausgedehnte All-Mountain- oder Enduro-Touren gibt es jedoch etwas bequemere Sättel.

Fizik Terra Alpaca X5

Der Fizik Terra Alpaca X5 ist ein leichter, kurzer sowie straffer MTB-Sattel und macht eine besonders gute Figur auf Enduro- bzw. Trail-Bikes. Auf entspannten Touren mit dem All-Mountain-Bike eignet er sich jedoch nur bedingt.

Verarbeitet ist der MTB-Sattel sehr gut. Wenn überhaupt, dann sind nur leicht unschöne Kleberückstände auf der Unterseite zu erkennen, was jedoch niemanden stören sollte.

Das Obermaterial des Sattels ist recht glatt. Einerseits kann man so seine Sitzposition schnell ändern, andererseits ist der Sattel bei Nässe jedoch etwas rutschiger. Für Stabilität sorgt eine carbonverstärkte Nylonschale mit einem S-Alloy-Gestell. Die Sitzposition lässt sich in einem weiten Bereich einstellen und mit einem Gewicht von 234 Gramm ist er sogar einer der leichteren Sättel in unserem Test.

Die Polsterung ist sehr straff gehalten. Daher sollte der Sattel am besten nur mit einer gepolsterten Radhose gefahren werden. So ist der Sattel jedoch durchaus komfortabel. Nicht zuletzt durch eine entsprechende Vertiefung im Dammbereich verspürten wir auch bei langen Uphills keinerlei unangenehme Druckstellen oder Schmerzen. Bei einer schnellen und verspielten Abfahrt sorgt dann wiederum die kurze Form des Terra Alpaca X5 für ordentlich Bewegungsfreiheit auf dem Bike.

Alles in allem ist der Fizik Terra Alpaca X5 ein Sattel für Enduro- bzw. Trailbikes. Er macht vor allem auf verspielten und technischen Trails eine Menge Spaß. Hier bietet er ausreichend Sitzkomfort und ist hier eine klare Empfehlung von uns für diesen Einsatzbereich. Für sehr lange und entspannte Touren oder auf schnellen Ausfahrten mit dem Cross-Country-Bike ist er wiederum weniger geeignet.

Selle Royal Respiro

Der Selle Royal Respiro verspricht, dank einer weichen Gel-Polsterung und eines Belüftungskanals ein besonders bequemer MTB-Sattel zu sein. Aus mehreren Gründen hat er uns im MTB-Bereich jedoch nicht überzeugt.

Die Verarbeitung des Sattels ist in Ordnung, nur an der Unterseite im hinteren Bereich hat er ein paar schärfere Kanten. Die Montage ist natürlich wie bei allen anderen Testkandidaten identisch, nur der etwas begrenzte Verstellbereich in der Länge aufgrund der im Vergleich kurzen Sattelstreben gibt Punktabzug.

Auffällig an diesem MTB-Sattel ist das sehr weiche Gel, welches auf den ersten Eindruck besonders bequem wirkt. Dies stimmt zwar, wenn man den Sattel auf ein City- oder Crossrad schraubt und ohne gepolsterte Hose kurz zum Eisessen fährt, auf einem Mountainbike jedoch wird der Sattel nach kurzer Zeit sehr unbequem. So hatten wir auf den Testfahrten schon nach kurzer Zeit das Gefühl, auf einem harten Brett zu sitzen. Der Grund ist einfach der, dass sich das weiche Gel schnell zusammendrückt und dadurch hart wird und dann der relativ breite Sattel schnell unbequem wird. Einen Druck auf den Dammbereich konnten wir aber bei den Testkilometern nie feststellen.

Auch die besonders innovativ wirkende Belüftung hat uns enttäuscht. Eine Öffnung im Vorderbereich soll einen Luftstrom in die Mitte des Sattels lenken und so für gute Luftzirkulation sorgen. Gut gedacht, aber schlecht umgesetzt, denn die Luft geht natürlich den Weg des geringsten Widerstandes und entweicht nahezu vollständig an den Öffnungen des Gestänges und ein Luftstrom am Gesäß ist nicht zu spüren. Dies lässt sich leicht überprüfen, indem man einfach in die Öffnung hineinpustet.

An den Seiten des Sattels sind die sogenannten Scuff Guards angebracht, welche den Sattelbezug vor Beschädigung schützen sollen, wenn man das Rad bzw. den Sattel an eine Wand anstößt. Auch hier wieder gut gedacht, aber schlecht umgesetzt, denn dieser Schutz ist nicht an der äußersten Stelle angebracht, sodass der Sattelbezug unterhalb der Scuff Guards dennoch direkt an einer Wand reibt.

Ein schönes Detail hat aber der Sattel. Über das integrierte Clip-System an der Unterseite können Satteltaschen des Herstellers einfach befestigt werden.

Alles in allem können wir den Selle Royal Respiro, wenn überhaupt, nur für Citybikes oder Ähnliches empfehlen, zum Beispiel für die tägliche Fahrt zum Einkaufen. Für Mountainbiker ist er aus den oben genannten Gründen nicht zu empfehlen, auch allein schon wegen des mit 481 Gramm sehr hohen Gewichts.

Prologo Dimension NDR

Der Prologo Dimension NDR ist dank seiner Konstruktion einer der leichtesten MTB-Sättel im Test. Zudem hat er die deutlich beste Belüftung und bietet gute Entlastung im Dammbereich. Das Polster ist zwar recht straff, aber auf schnellen Runden mit dem Mountainbike dennoch komfortabel genug.

Die Verarbeitung ist sehr gut, es gibt hier nichts zu bemängeln. Auch das Sattelgestänge aus T4.0, einer leichten, aber robusten Stahllegierung, bietet einen hohen Verstellbereich, um eine optimale Sitzposition zu finden.

Die Polsterung des Dimension NDR wirkt zwar recht straff, aber in Kombination mit einer gepolsterten Radhose ist der MTB-Sattel erstaunlich komfortabel. Mit der Zeit sind aber dennoch schnelle Stöße vom Boden zu spüren. Besonders gut hat uns das zweiteilige Design des Sitzpolsters und die große, längliche Belüftungsöffnung gefallen. Das Design schafft so einen Entlastungsbereich für den Damm, und wir konnten auch bei längeren Ausfahrten dort nie ein taubes Gefühl verspüren. Auch die im Vergleich kurze Sattelnase soll den Sitzkomfort erhöhen. Ob dies aber stimmt, sei dahingestellt.

Durch die große Belüftungsöffnung und die zweigeteilte Sattelspitze entsteht eine kleine Luftströmung unter dem Po, welche gerade bei höheren Geschwindigkeiten deutlich spürbar und bei wärmeren Temperaturen sehr angenehm ist. Somit verfügt der Prologo Dimension NDR über die mit Abstand beste Belüftung aller in dieser Runde getesteten Sättel.

Ein nettes Detail sind noch die Verstärkungen an den Seiten des Sattels, die beim Anlehnen des Rades an eine raue Oberfläche den Bezug schützen sollen. Der Bezug selbst ist für unseren Geschmack etwas zu rutschig. So hatten wir teilweise je nach Gelände das Gefühl, auf dem Sattel hin und her zu rutschen.

Am Ende ist der Prologo Dimension NDR ein luftig leichter und straff gepolsterter Sattel, der vor allem für Cross-Country-Racer oder schnelle Race-Fullys ideal ist. Auf langen All-Mountain-Touren ist die straffe Polsterung auf Dauer doch etwas unbequem.

Ritchey WCS Trail

Der Ritchey WCS Trail ist wie der ebenfalls hier getestete Ritchey WCS Cabrillo ein sportlich schneller Sattel, der speziell für die Cross-Country-Racer zugeschnitten wurde. Der Sattelbezug ist im direkten Vergleich robuster, der WCS Trail ist jedoch nicht ganz so komfortabel wie der WCS Cabrillo. Wer aber einen etwas robusteren Sattel für schnelle Runden sucht, wird mit dem WCS Trail nicht enttäuscht werden.

Die Verarbeitung ist sehr gut und bis auf überstehende Fadenreste an der Unterseite des Sattels gibt es nichts zu bemängeln.

Der WCS Trail besitzt einen ebenfalls hochwertigen Materialmix. Ritchey hat dem Sattel ein Sattelgestänge aus einer CrN/Ti-Legierung sowie eine Schale aus carbonverstärktem Nylon verpasst. Diese Kombination macht den Sattel leicht und robust. Zudem besitzt das Gestänge einen großen Einstellbereich, um die bestmögliche Sitzposition zu finden. Der Bezug besteht aus Mikrofaser und wurde an den hinteren Seiten noch mit Kevlar verstärkt. Ein unbeabsichtigtes Abstellen des Rades an einer rauen Oberfläche oder gar ein Sturz führen nicht gleich zu unschönen Kratzern im Bezug.

Der Sattel besitzt eine nachgemessene Länge von 27,6 Zentimetern und ist somit eher auf die Bedürfnisse der Mountainbiker zugeschnitten, welche tendenziell einen längeren Sattel bevorzugen. Die etwas längere Front ermöglicht es dem Biker, die Position schnell und in einem großen Bereich an die gerade vorherrschenden Begebenheiten anpassen zu können. Gerade bei einem steilen Anstieg ist dies wichtig, um ausreichend Druck auf das Vorderrad geben zu können, wodurch ein unerwünschtes Ansteigen des Vorderrades verhindert werden kann.

Die Spitze des Sattels besitzt aber eine etwas gewölbte Form und erzeugt dadurch einen kleineren Kontaktbereich zwischen Po und Sattel, also einen höheren Druck. Während langer Anstiege führte das in Kombination mit einer straffen Polsterung auf Dauer zu einem unangenehmen Gefühl im Kontaktbereich. Selbst bei Verwendung einer gepolsterten Radhose. Im Flachen war der Sattel jedoch recht komfortabel und hat uns während unserer Testrunden keine Schmerzen verursacht. Ohne entsprechende Radhose ist der WCS Trail aber kaum fahrbar.

Letztlich bekommt man mit dem Ritchey WCS Trail einen hochwertigen und robusten Sattel, der im Speziellen für die Cross-Country-Racer geeignet ist. Uns stört der fehlende Komfort zu einem recht hohen Preis. Wer mehr Wert auf Komfort legt, aber dennoch im Hause Ritchey einen Sattel sucht, der sollte lieber zum WCS Cabrillo greifen.

Title ES1 Enduro

Der Title ES1 Enduro ist ein gut verarbeiteter Sattel mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis für entspannte Touren. Möchte man richtig auf dem Sattel arbeiten, also aktiv fahren, dann ist die recht geschwungene Form in bestimmten Situationen hinderlich und erzeugt Druckstellen im Dammbereich.

Schön ist, dass der Sattel in unterschiedlichen Breiten erhältlich ist. So kann je nach Abstand der eigenen Sitzknochen die richtige Sattelbreite gewählt werden. Wir fuhren den Sattel in der »Large«-Variante, also mit einer Breite von 155 mm.

Anhand der Breite lässt sich der Einsatzzweck erahnen, welcher bereits im Namen steckt. Der ES1 wurde speziell für den Enduro-Sport entwickelt. Als Außenmaterial kommt ein robustes Kunstleder zum Einsatz, das Gestänge besteht aus CrMo-Stahl. Zusammen erhält man einen robusten Sattel, genau richtig für den entsprechenden Einsatzzweck.

Die Polsterung ist eher straff, bietet bei einer aufrechten Sitzposition guten Komfort und das selbst ohne gepolsterte Radhose. Die Form der Satteloberfläche ist stärker geschwungen als bei anderen Testkandidaten. Im ersten Moment fühlt sich das angenehm an, möchte man aber etwas aktiver im Sattel sitzen und je nach Begebenheiten die Sitzposition verändern, kann dies unter Umständen schnell zu Druckstellen führen.

Gleiches passiert bei einer sportlicheren, nach vorn geneigten Sitzposition. Die Nase des Sattels ist etwas erhöht und zwingt somit den Fahrer in eine gewisse Sitzposition. Rutscht man auf dem Sattel nach vorn, um zum Beispiel mehr Druck auf das Vorderrad während eines steilen Anstiegs zu bringen, drückt der Sattel schnell unangenehm auf den Dammbereich. Selbst bei optimaler Einstellung ist dies gegeben und hat uns während unserer Testrunden gestört.  Dies ist das einzige Manko eines ansonsten guten Sattels.

Somit können wir den Sattel eher für Biker empfehlen, die aufrecht auf dem Bike sitzen, und das egal, ob bei einer Enduro-Tour oder auf einem Reiserad, wo eine aufrechte Sitzposition normalerweise gegeben ist. Die Verarbeitung und der Preis stimmen zudem.

Dunlop Mountainbike Sattel

Der Dunlop Mountainbike Sattel ist mit der günstigste MTB-Sattel im Test. Hier gehen Preis und Qualität Hand in Hand und so können wir den Sattel für ernsthaftes Mountainbiken nicht empfehlen. Wer aber einen günstigen Sattel für den Heimtrainer oder für sein Bahnhofsrad sucht, der wird hier eventuell fündig.

Der Preis des Sattels ist wirklich gering, was sich auch in der Verarbeitung und den verwendeten Materialien widerspiegelt. Der Bezug des Sattels ist teilweise mit weißer Farbe bedruckt, welche sich jedoch schnell abreiben dürfte. Auch ist der Bezug sehr empfindlich und dünn. Einmal das Rad an einer Hauswand angelehnt und nicht aufgepasst, und schon sind nicht nur Kratzer, sondern ganze Löcher im Bezug. Das ist aber nicht mal das größte Manko des Sattels. Der Bezug selbst ist auf einen billig wirkenden Kunststoffrahmen gespannt und mit groben Metallklammern fixiert. Zieht man wirklich nur geringfügig an dem unsauber abgeschnittenen Bezug, lösen sich die Klammern sofort aus dem Kunststoff und fallen heraus. Wer jetzt meint, dies war das Schlimmste an dem Sattel, der täuscht. Am schlimmsten ist das Stahlgestänge des Dunlop-Sattels.

Der Sattel wird mit einem veralteten Sattelkloben geliefert, um diesen auf eine Kerzen-Sattelstütze montieren zu können. Dieses Zubehör ist jedoch im Mountainbike-Bereich nutzlos, da diese Form der Sattelstütze nicht mehr verbaut wird. Höchstens bei Heimtrainern und Ergometern lassen sich diese Stützen finden. Hier liegt unserer Meinung nach der einzig sinnvolle Anwendungsbereich des Sattels.

Der Kloben ist bereits vormontiert und muss vor der Montage an eine gängige Sattelstütze entfernt werden. Nach der Demontage fielen uns sofort kleine Rostflecken im einfachen Stahlgestänge auf. Das große Problem war jedoch, dass das Gestänge fast zu kurz und nicht gerade war, sondern leicht rundlich verbogen war. Nur mit Mühe konnten wir den Sattel in unserer Sattelstütze montieren. Zudem ist der Sattel ohne den Kloben kaum in die richtige Position zu bringen, da der Sattel und das Gestänge sehr weit nach vorn geneigt sind. Die Gewindegänge in unserer Sattelstütze haben gerade noch ausgereicht, um den Sattel montieren und somit testen zu können.

Im hinteren Teil ist die Polsterung sehr weich und schwammig, im vorderen Bereich des Sattels wird die Polsterung zunehmend straffer. Dadurch sinkt man hinten zu weit ein, wodurch ein unangenehmer Druckpunkt im Dammbereich entsteht. Dies tritt hauptsächlich bei einer sportlicheren Sitzposition auf. Sitzt man aufrecht, wie auf einem Reiserad, kann man so etwas wie einen Sitzkomfort verspüren.

Als kleines Gimmick hat der Hersteller einen kleinen Reflektor unter dem Sattel verbaut, um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen. Effektiv ist dies jedoch nicht, da dieser von einem normalen Blickwinkel aus nicht sichtbar ist oder gar vom Fahrer verdeckt wird.

Am Ende können wir nur raten, diesen Sattel nicht für ein Mountainbike zu kaufen, da wir nichts Positives an dem Dunlop Mountainbike Sattel finden können. Die einzig sinnvolle Anwendung ist unserer Meinung nach auf einem Heimtrainer oder an einem Bahnhofsrad.

Ritchey WCS Cabrillo

Der Ritchey WCS Cabrillo ist eigentlich ein Sattel, der für den Rennrad- oder Gravel-Bereich konzipiert wurde, aber auch an einem Cross-Country- oder gar an einem All-Mountain-Bike eine gute und sportliche Figur macht. Der Sattel ist leicht und trotz seiner straffen Polsterung komfortabel. Wer einen sportlichen Sattel sucht, wird mit dem Ritchey nicht enttäuscht.

Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, und auch wenn man wirklich sucht – an diesem Sattel gibt es nichts auszusetzen. Selbst der Einstellbereich ist recht großzügig gestaltet. Die Materialien, die am WCS Cabrillo verbaut wurden, machen schon deutlich, dass der Sattel vorrangig an schnellen Bikes montiert werden will, und rechtfertigen gewissermaßen den Preis. Der Sattel besitzt ein NiRo-Edelstahlgestänge und eine Sattelschale aus carbonverstärktem Nylon. Dies macht den Sattel leicht und robust.

Die PU-Schaumpolsterung ist straff, durch die Gesamtkonstruktion ist der WCS Cabrillo aber dennoch komfortabel. Die Verwendung einer Radhose empfehlen wir dennoch. Kürzere Strecken, zum Beispiel bei einer Bike-and-Hike-Tour, sind auch ohne gepolsterte Unterhose noch schmerzfrei fahrbar. Kleine Punkte auf dem Sattelbezug wirken einem ungewollten Verrutschen auf dem Sattel entgegen.

Während der Testfahrten hat uns der Sattel gut gefallen. Trotz der straffen Polsterung hatten wir nie Schmerzen oder Taubheitsgefühle im Dammbereich, egal ob bei einer sportlich schnellen Runde oder ohne gepolsterte Radhose während einer Bike-and-Hike-Tour. Obwohl der Sattel relativ kurz ist, bleibt noch genügend Spielraum vorhanden, um auf dem Sattel die Fahrposition je nach Begebenheiten anpassen zu können.

Der Sattelbezug soll zwar langlebig sein, dennoch sollte man beim Abstellen des Bikes darauf achten, dass der Sattel nicht in Kontakt zu rauen Oberflächen kommt. Hier können schnell kleine Kratzer an den Berührungspunkten entstehen.

Auch wenn der Ritchey WCS Cabrillo für den Rennradsport entwickelt wurde, macht er auf schnellen Cross-Country- oder All-Mountain-Bikes eine ebenso gute Figur. Der Sattel ist leicht, straff gepolstert, aber dennoch komfortabel und besitzt einen hochwertigen Materialmix. Wer also einen sportlichen Sattel sucht, wird mit dem WCS Cabrillo fündig. Lediglich der empfindliche Bezug und der Preis sind unter Umständen zu bemängeln.

Selle San Marco Mantra Manganese

Der Selle San Marco Mantra Manganese ist ein straff gepolsterter und gut durchdachter Mountainbike-Sattel, der dem Biker viel Platz zum Arbeiten auf seinem Bike lässt. Auch der Komfort kommt nicht zu kurz, ein paar Kleinigkeiten haben uns jedoch etwas gestört.

An der Verarbeitung und den verwendeten Materialien gibt es nichts zu bemängeln. Wir fuhren den Sattel in der Größe L2, eine andere Größe wurde zum Testzeitpunkt auch nicht angeboten. Dennoch hat man die Qual der Wahl beim Gestänge: Wir fuhren das Manganese-Gestell, es sind aber auch Gestelle aus Carbon oder Xsilite erhältlich.

Zum Thema Gestänge: Die Manganschienen sind hohl und besitzen einen Außendurchmesser von 7 mm sowie einen Innendurchmesser von 4 mm. Das spart nicht nur Gewicht, sondern ist zudem robust. Auch der Einstellbereich vom Abstand zwischen Sattel und Lenker ist recht großzügig gehalten.

Die durchgängige Sattelschale besteht aus carbonfaserverstärktem Nylon. Durch diesen Materialmix ist die Schale sehr robust, kann flach gehalten werden und ist zudem sehr leicht. Der Sattel besitzt eine Gesamtlänge von nachgemessenen 24,2 cm und ist dadurch etwas kürzer als viele andere Testkandidaten. Die recht geschwungene Form erleichtert das Pedalieren und gibt dem Fahrer genug Spielraum, um auf dem Bike arbeiten zu können. Dadurch macht der Mantra gerade auf verspielten Trails eine besonders gute Figur.

Als Polsterung kommt ein Schaumstoff mit geringerer Dichte zum Einsatz. Zudem ist die Dicke variabel über die Schale verteilt und nur da, wo es nötig ist, etwas üppiger ausgelegt. Zunächst wirkt die Polsterung recht straff und unkomfortabel, das ist sie jedoch keineswegs. Generell soll der Mantra mit einer gepolsterten Radhose gefahren werden. So ist er auch bei längeren Uphills oder auf dem Gravelbike sehr komfortabel.

Das Obermaterial macht einen robusten Eindruck. Leider ist es relativ rutschig, und das sogar bei Trockenheit. Eine etwas strukturiertere Oberfläche würde hier vielleicht helfen. So rutscht man schon sehr auf dem Sattel hin und her. Abhilfe könnte hier eine Radhose mit hoher Reibung am Gesäß liefern.

Letztlich bekommt man mit dem Selle San Marco Mantra Manganese einen robusten, komfortablen und leichten Sattel, der einem genug Spielraum beim Biken lässt und vor allem auf technischen Trails zu Hause ist. Lediglich der rutschige Sattelbezug hat uns weniger gefallen.

Borgen MTB Fahrradsattel

Der Borgen MTB Fahrradsattel ist ein einfacher Kandidat zu einem fairen Preis. Verarbeitet ist der Sattel recht gut, allerdings wirken die verwendeten Materialien an dem 306 Gramm schweren Sattel nicht besonders hochwertig. Der Borgen verfügt über ein einfaches Stahlgestänge, der Verstellbereich ist mit 5 Zentimetern jedoch nicht gerade üppig. Je nach Sattelklemme an der Stütze besteht hier nahezu kein Spielraum.

Das synthetische Obermaterial fühlt sich recht gut an. An mehreren Stellen sind zudem sogenannte Grip-Pads angebracht. Diese einfachen, glänzenden Gummi- oder Silikonaufdrucke sollen den Sattel weniger rutschig machen. Bei Trockenheit funktioniert das, sobald es jedoch feucht wird, sind diese Grip-Pads sogar noch rutschiger als das restliche Obermaterial.

Weiterhin ist die Polsterung nicht optimal. Während sie im vorderen Bereich und Dammbereich recht straff ist, ist das Schaumstoffpolster im hinteren Bereich deutlich weicher. Dies hat zur Folge, dass man hinten weiter einsinkt und dadurch erhöhter Druck im empfindlichen Dammbereich aufgebaut wird. Die leicht erhöhte Form der Sattelspitze trägt zudem negativ bei. Selbst bei stark verstelltem Winkel, also einem überhöhten Heck, verbessert sich der Sitzkomfort nicht. Während unserer Testrunden haben wir hier vieles ausprobiert – durch die Schrägstellung wird zusätzlich Druck auf die Handgelenke aufgebaut, wodurch diese ebenfalls zu schmerzen begannen. Egal wie, ein nur annähernd komfortables Sitzgefühl konnten wir nicht herstellen.

Am Ende bekommt man mit dem Borgen MTB Fahrradsattel zwar ein günstiges, aber nicht wirklich durchdachtes Modell.

Fifty-Fifty MTB-Sattel

Der Fifty-Fifty MTB Sattel ist ein einfacher sowie kostengünstiger Vertreter seiner Art und besitzt eine weiche Polsterung, was aber nicht unbedingt von Vorteil sein muss. Für gelegentliche und kurze Radausflüge zur nächsten Eisdiele auf dem City-Bike ist er aber ausreichend.

Die Verarbeitung des Sattels ist gut, nur bei genauem Betrachten sind ein paar kleine unschöne Kanten erkennbar. Das ist jedoch Jammern auf sehr hohem Niveau. Das synthetische Obermaterial fühlt sich gut an und ist auch bei Nässe wenig rutschig. Im mittleren und hinteren Bereich des Sattels ist eine kleine Vertiefung eingearbeitet, die laut Hersteller den Dammbereich etwas entlasten, aber auch für eine gute Belüftung sorgen soll. Beides können wir im Test nicht unbedingt bestätigen, dafür ist die Vertiefung zu wenig ausgeprägt. Luftig ist etwas anderes.

Laut Hersteller verfügt der Sattel über einen Memory-Schaum. Die Polsterung ist jedoch relativ weich, vor allem im hinteren Bereich des Sattels. Das führt dazu, dass man dort relativ weit einsinkt, und gerade bei sportlicher Sitzposition wird so der Druck auf den Dammbereich erhöht. Ist die Sitzposition wiederum aufrecht, wie zum Beispiel an einem City-Bike, ist die Polsterung durchaus angenehm für nicht allzu weite Strecken. Hier liegt unserer Meinung nach das Haupteinsatzgebiet. Ohne gepolsterte Radhose ist der Sattel fahrbar, mit gepolsterter Radhose und bei sportlicher Fahrweise überzeugt der Sattel nicht. Auch bei optimaler Neigung verspürt man schnell einen permanenten Druck an den gewissen Stellen.

Am Sattel kommt ein robustes CroMo-Gestänge zum Einsatz, der Verstellbereich ist mit 5,5 cm gerade noch ausreichend, um die Sitzposition im Abstand Lenker zu Sattel etwas anpassen zu können.

Am Ende bekommt man mit dem Fifty-Fifty einen einfachen Sattel, jedoch unserer Meinung nach eher weniger fürs Mountainbiken. Auf einem City- oder Trekkingrad ist der Sattel bei gegebener aufrechter Sitzposition und ohne spezielle Radhose fahrbar.

Ergon SM Pro

Der Ergon SM Pro bietet alles, was ein versierter Mountainbiker von einem Sattel erwartet, nämlich gute Verarbeitung, edle Materialien und Sitzkomfort.

Wie schon erwähnt, ist die Verarbeitung des Ergon SM Pros ausgezeichnet. Wenn überhaupt, dann könnte man die Klebereste auf der Unterseite des Sattels bemängeln, dies wäre aber sehr kleinlich von uns. Das TiNox-Gestell des Sattels ist nicht nur leicht und robust, sondern bietet obendrein noch großzügige Verstellmöglichkeiten, um die ideale Sitzposition auf dem Bike zu finden. Zudem ist der Ergon in einer männlichen und einer weiblichen Version und in zwei Größen erhältlich.

Die Polsterung des MTB-Sattels besteht aus OrthoCell-Inlays, welche den Druck optimal verteilen sollen. Das Polster ist bequem, gerade auf Trails mit vielen kleinen Stößen. Der Entlastungskanal ist tief und geht recht weit nach vorne. So soll laut Ergon der Dammbereich bestmöglich entlastet werden. Zusätzlich ist hier noch eine kleine Belüftungsöffnung eingearbeitet. Das Obermaterial ist im Sitzbereich strukturiert, um ein Hin- und Herrutschen auf dem Sattel zu verhindern.

Während unserer ausgiebigen Testfahrten war der MTB-Sattel stets sehr bequem und schmerzende Sitzknochen waren nie ein Thema. Lediglich während einer langen Tour und den dortigen, teilweise recht steilen Uphills konnten wir ein minimales Taubheitsgefühl im Dammbereich feststellen, das auch mit Nachjustieren des Sitzwinkels nicht gänzlich verschwand. Hier schneidet der Sattel schlechter ab als unser Testsieger.

Der Ergon SM Pro besitzt eine kleine Belüftungsöffnung, um den Sitzkomfort weiter zu erhöhen. Diese ist aber doch recht klein und nach hinten geöffnet, wodurch eigentlich kein Luftzug zu spüren ist. Das ist aber ohnehin im All-Mountain-Bereich nicht zwingend notwendig. Ein weiteres nützliches Detail ist, dass der Sattel mit einem Topeak Quickclick Adapter geliefert wird, welcher an die Unterseite des Hecks geschraubt werden kann, um Satteltaschen der Firma Topeak ganz einfach verwenden zu können.

Am Ende bietet der Ergon SM Pro herausragenden Komfort und ein gelungenes Gesamtpaket.

Contec Dynamic

Der Contec Dynamic ist ein gut verarbeiteter, einfacher Sattel zu einem fairen Preis. Trotz guter Verarbeitung wirken die verbauten Materialien nicht allzu hochwertig, was aber zum aufgerufenen Preis passt. Insgesamt ist der Sattel mit nachgemessenen 320 Gramm relativ schwer.

Laut Hersteller besteht das Strebenmaterial aus einem Chrom-Molybdän-Stahl (CrMo) und die Polsterung aus einem Airfoam, der auf einer Nylonfaser-Kompositschale aufgebracht ist. Der synthetische PVC-Bezug soll zudem wasserdicht sein, da keine Nähte an der Oberseite vorhanden sind. Insgesamt ist der Dynamic-Sattel recht straff gepolstert und das Außenmaterial leicht rutschig. Daher empfehlen wir, den Sattel mit einer gut gepolsterten Radhose zu fahren. Gerade auf längeren Runden wird der Sattel dennoch auf Dauer unbequem, da der Sitzbereich etwas schmaler ist. Im Damm-Bereich verfügt der Sattel über einen Entlastungskanal, und obwohl er nicht der bequemste Kandidat ist, konnten wir weder ein Taubheitsgefühl noch Schmerzen feststellen. Generell sollte die Sitzposition aber nicht zu sportlich, also eher aufrecht sein.

Leider ist der Einstellbereich für den Abstand zwischen Sattel und Lenker sehr gering, sodass man die Fahrerposition nicht wirklich anpassen kann, obwohl das Gestänge relativ lang ausfällt.

Der Contec Dynamic ist ein einfacher Sattel für gelegentliche und nicht allzu lange Touren zu einem fairen Preis. Wirklichen Komfort oder einen sportlichen Sattel erhält man hier jedoch nicht.

Rockbros 380020001

Der Rockbros 380020001 ist ein einfacher Sattel zu einem fairen Preis mit guter Belüftung. Leider ist der Sitzkomfort nicht optimal, vor allem bei langen Ausfahrten. Zudem ist der Sattelbezug rutschig und der Einstellbereich sehr gering.

Der Sattel aus dem Hause Decathlon wirkt insgesamt recht gut verarbeitet, hier gibt es nichts zu bemängeln. Allerdings wirken die verbauten Materialien nicht allzu hochwertig. Laut Hersteller besteht das Strebenmaterial aus Stahl, die Sattelschale aus Nylon. Die Polsterung aus PU-Schaum wirkt auf den ersten Blick recht komfortabel, aber durchaus weich. Der Sattelbezug besteht aus Kunstleder mit kleinen Punkten aus Silikon oder Gummi, wodurch das Außenmaterial eigentlich nicht allzu rutschig sein sollte.

Wie erwähnt wirkt das Polster recht komfortabel, ist aber etwas zu weich für unseren Geschmack. Die Hauptdruckpunkte befinden sich im mittleren Teil des Sattels. Hier ist auch eine große Öffnung integriert, die tatsächlich für eine gute Belüftung sorgt. Allerdings ist der Sitzbereich sehr schmal, und im Zusammenspiel mit der etwas zu weichen Polsterung sowie der spitzen Form entstehen punktuelle Druckpunkte. Hinzu kommt, dass der Abstand zwischen Sattel und Lenker nicht wirklich eingestellt werden kann. Oftmals bringt schon eine kleine Veränderung des Abstandes und damit der Sitzposition spürbare Verbesserungen.

Selbst mit einer gepolsterten Radhose verspürten wir unangenehme Druckpunkte, was auf längeren Touren unbequem wird. Ein taubes Gefühl oder gar Schmerzen konnten wir jedoch nicht feststellen.

Obwohl vom Hersteller anders angegeben, fanden wir den Sattel durchaus rutschig, und wir mussten die Sitzposition permanent anpassen, vor allem, wenn die Neigung des Sattels leicht nach vorne eingestellt ist. Die kleinen Silikon- bzw. Gumminoppen, die das Obermaterial griffiger machen sollen, verhindern nicht, dass man nach vorne rutscht.

Letztlich erhält man mit dem Rockbros-Sattel ein Produkt zu einem fairen Preis. In puncto Leistung konnte er uns jedoch nicht überzeugen. Für kurze und gelegentliche Radausflüge sowie bei eher aufrechter Sitzposition kann man ihn aber durchaus in Betracht ziehen.

SQlab 611 Ergowave Active 2.1

Der SQlab 611 Ergowave Active 2.1 ist fast baugleich zu dem ebenfalls getesteten SQlab 611 Ergowave, nur eben mit der entsprechenden Active-Technologie, wie die Namensgebung verrät. Wer Wert auf dieses Feature legt, kann getrost zu diesem Sattel greifen. Ansonsten ist der 611 Ergowave ohne die Active-Technologie preislich deutlich interessanter.

Die Verarbeitung des 611 Ergowave Active 2.1 ist sehr gut, lediglich über die Klebereste an der Unterseite könnte man sich beschweren. Dies ist aber Jammern auf hohem Niveau, und auf dem Rad sind die sowieso nicht sichtbar. Das S-Tube-Gestänge aus Edelstahl wirkt hochwertig und bietet einen ordentlichen Verstellbereich, um die optimale Sitzposition, also den Abstand zwischen Sattel und Lenker auf dem Bike, zu finden.

Das Polster ist recht straff, deshalb sollte der Sattel nur mit einer gepolsterten Radhose gefahren werden. Das Außenmaterial wirkt robust, rutschfest und bietet auf dem Bike einen guten Halt. Zusätzliche Verstärkungen aus Kevlar an den hinteren Seiten schützen den Sattel vor Schäden beim Anlehnen an eine raue Wand oder gar bei einem Sturz.

Der Dip, also die Vertiefung in der Mitte des Sattels, ist sehr ausgeprägt und zieht sich weit nach vorne und geht in die sehr flache und im Vergleich deutlich breitere Spitze über. So soll laut Hersteller der Druck auf den Dammbereich deutlich reduziert werden. In der Tat hatten wir auch auf langen Touren und bei längeren und teils steilen Anstiegen von über 600 Höhenmetern am Stück keinerlei Schmerzen oder gar ein taubes Gefühl im empfindlichen Dammbereich. Dazu trägt auch die wellenförmige Ergowave-Form bei, die an den richtigen Stellen entsprechend gepolstert ist und den Druck beim Pedalieren verteilt.

Dieser Sattel verfügt, wie der Name schon sagt, über die sogenannte Active-Technologie. Das bedeutet, dass im hinteren Bereich zwischen dem Gestänge und der glasfaserverstärkten Polyamid-Schale Elastomere eingeschoben sind, die die Bewegung beim Pedalieren unterstützen, den Druck verteilen sowie dämpfen. Je nach Gewicht können unterschiedlich harte beziehungsweise weichere Elastomere eingesetzt werden. Die zusätzlichen Elastomere sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Weiterhin finden wir gut, dass der Unisex-Sattel in diversen Breiten erhältlich ist. Hier gilt es also, seinen persönlichen Sitzknochenabstand genau zu ermitteln und dann die entsprechende Breite zu wählen.

Primär sehen wir den Einsatzzweck bei langen und ausgedehnten Cross-Country- oder nicht allzu downhill-lastigen Allmountain-Touren. Die lange Sattelnase ermöglicht es, den Schwerpunkt während steiler Uphills nach vorne zu verlagern, sodass ein Steigen des Vorderrads verhindert werden kann. Bei technischen Abfahrten kann der Sattel aber schon mal im Weg sein. Hier empfehlen wir dann, zum SQlab 6OX Ergowave Active 2.2 zu greifen, der etwas mehr Bewegungsfreiheit bietet, durch seine kurze Sattelnase.

Wer also einen sehr komfortablen Sattel für die eben genannten Disziplinen sucht, der ist mit dem SQlab 611 Ergowave Active 2.1 gut beraten. Allerdings ist der Sattel im oberen Preissegment angesiedelt. Hier hat Komfort seinen Preis. Wer weniger ausgeben möchte, dem empfehlen wir den SQlab 611 Ergowave. Dieser besitzt zwar nicht die Active-Technologie, ist aber preislich deutlich interessanter.

Rose Sport Comfort E1

Der Rose Sport Comfort E1 ist ein kostengünstiger Sattel mit weicher Polsterung und vor allem für eine nicht allzu sportliche Sitzhaltung geeignet. Möchte man den Sattel an einem Bike mit sportlicher Sitzposition verbauen, ist die recht geschwungene Form in bestimmten Situationen hinderlich und erzeugt Druckstellen im Dammbereich.

In Anbetracht des Preises ist der Sport Comfort E1 gut verarbeitet, besitzt jedoch eine Schwachstelle. Der Sattel verfügt über einen Entlastungskanal im Bereich des Damms – genau an dieser Stelle ist eine prominente Naht, durch die Wasser in das Polster eindringen kann. Vor allem bei der Radwäsche haben wir dies bemerkt. So kann es vorkommen, dass während der nächsten Fahrt Wasser durch die Naht und den Druck des Fahrenden wieder austritt und für eine feuchte Hose sorgt.

Der Sattel hat einen synthetischen Oberstoff. Darunter befindet sich ein recht weiches Polster aus Memoryschaum, so der Hersteller. Einen solchen Effekt, wie man ihn beispielsweise von Matratzen kennt, konnten wir hier jedoch nicht feststellen.

Im ersten Moment fühlt sich die Form angenehm an. Möchte man jedoch etwas aktiver im Sattel sitzen und je nach Gegebenheiten die Sitzposition verändern, kann dies schnell zu Druckstellen führen. Gleiches passiert bei einer sportlicheren, nach vorn geneigten Sitzposition. Die Nase sowie das Heck des Sattels sind erhöht und zwingen den Fahrer somit in eine bestimmte Sitzposition. Rutscht man auf dem Sattel nach vorne, um beispielsweise mehr Druck auf das Vorderrad während eines steilen Anstiegs zu bringen, drückt der Sattel schnell unangenehm auf den Dammbereich. Selbst bei optimaler Einstellung ist dies der Fall und hat uns während unserer Testrunden gestört. Verstellt man die Neigung so, dass die Sattelnase etwas nach unten zeigt, verringert sich zwar der Druck auf den Dammbereich, dafür nimmt der Druck auf die Handgelenke zu.

Nicht hilfreich ist zudem das rutschige Obermaterial. Wir müssen uns ständig wieder nach hinten rutschen bzw. aktiv nach hinten drücken, was die Handgelenke zusätzlich belastet.

Ein weiteres kleines Manko ist der sehr geringe Einstellbereich der Sitzposition. Der markierte Bereich auf den CrMo-Sattelstreben ist sehr klein und passte gerade so zu unserer Sattelstütze. Hier hat man also keinen Spielraum, um den Abstand zwischen Sattel und Lenker zu verändern.

Somit können wir den Sattel, wenn überhaupt, nur für aufrechte Sitzpositionen empfehlen oder für Radsportler, die nur gelegentlich fahren und nicht viel Geld für einen Sattel ausgeben möchten. Ansonsten würden wir dazu raten, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und sich einen hochwertigeren Sattel zuzulegen.

Rose Sport Comfort ZC1

Der Rose Sport Comfort ZC1 ist ein kostengünstiger und sportlicher Sattel für Cross-Country- oder Gravelbikes. Wirklich überzeugen konnte er uns in Sachen Komfort jedoch nicht.

Der Sport Comfort ZC1 ist gut verarbeitet und hochwertig. Dennoch besitzt er eine konstruktionsbedingte Schwachstelle. Der Sattel verfügt über einen Entlastungskanal im Dammbereich – genau an dieser Stelle ist eine prominente Naht, durch die Wasser in das Polster eindringen kann. So kann Wasser durch die Naht und den Druck des Fahrenden austreten und für eine feuchte Hose sorgen.

Das Soft-Touch- und Anti-Slip-Obermaterial soll laut Hersteller nicht rutschig sein. Obwohl im hinteren Bereich des Sattels zusätzlich kleine Negativ-Noppen eingearbeitet sind, können wir das nicht bestätigen. Zwar ist der Sattel nicht ganz so rutschig wie der ebenfalls getestete Rose Sport Comfort E1, von einem nicht rutschigen Obermaterial kann jedoch keine Rede sein. Um also nicht permanent nach vorne zu rutschen, sollte der Sattel möglichst gerade ausgerichtet werden. Leider ist der markierte Bereich auf den CrMo-Sattelstreben recht klein, wodurch man keinen Spielraum hat, um den Abstand zwischen Sattel und Lenker einzustellen.

Für einen sportlichen Sattel ist die Polsterung vergleichsweise recht weich. Im ersten Moment klingt das positiv, je nach Person kann dies jedoch zu Problemen führen. Die Polsterung um den Ausschnitt zur Druckentlastung im Dammbereich ist etwas straffer als im breiteren Heck des Sattels, und die beiden Streben laufen recht spitz nach oben zu. Hier kann es unter Umständen passieren, dass man letztlich genau auf den beiden dünnen Streben sitzt, was bei langen Touren und trotz gut gepolsterter Radhose zu Schmerzen führen kann. Deshalb empfehlen wir, genau zu prüfen, ob der Sattel zur eigenen Anatomie passt, und ihn ausgiebig Probe zu fahren. Wir haben uns bemüht, die richtige Einstellung zu finden, dennoch hat uns der Sport Comfort ZC1 nie richtig gepasst. Stellenweise hat der Sattel bei uns sogar für Schmerzen gesorgt.

Letztlich ist der Rose Sport Comfort ZC1 eher für eine etwas aufrechtere Sitzposition geeignet, bei der vor allem die Sitzbeinhöcker belastet werden. Obwohl der Sattel durchaus günstig ist, würden wir dennoch empfehlen, lieber etwas mehr Geld auszugeben. Überzeugen konnte uns der Sattel am Ende der Testfahrten nicht und wenn, dann nur bei einer aufrechten Sitzposition.

So haben wir getestet

Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und 30 interessante MTB-Sättel für den Test besorgt.

Zuerst unterziehen wir die Testkandidaten einer genauen Sichtprüfung, um die Qualität und die Verarbeitung beurteilen zu können. Hierbei bewerten wir auch kleine Details, beispielsweise die Länge des Sattelgestänges oder nützliche Details wie integrierte Satteltaschenhalter. Ein großes Augenmerk legen wie bei der Montage auf das richtige Einstellen des Winkels.

1 von 5
Mountainbike-Sattel Test: Mtb Sattel Upgrade 2026
Mountainbike-Sattel Test: Mtb Sättel Update 2025
Mountainbike-Sattel Test: Update Mtb Sättel 2024
Mountainbike-Sattel Test: Update 2023
MTB-Sattel Test: Dsc04917 1

Der Praxistest findet anschließend auf den Bikes statt, und stets mit derselben gepolsterten Radhose, um hier gut vergleichen zu können.

Wir prüfen alle Sättel entsprechend ihres Einsatzzwecks und testen sie anschließend auf vergleichbaren Touren. Ein Sattel, der für den Cross-Country-Einsatz entwickelt wurde, kommt daher auf ein entsprechendes Bike und wird auf einer passenden Tour gefahren. Gleiches gilt für Sättel, die für All-Mountain-Fullys oder Enduro-Bikes konzipiert sind.

Besonders wichtig ist für uns der Komfort, also ob und, wenn ja, wann Schmerzen in den Sitzknochen auftreten oder gar ein Taubheitsgefühl im Damm- oder Schambereich entsteht. Außerdem beurteilen wir, ob eine vorhandene Belüftungsöffnung tatsächlich für ausreichend Luftzirkulation sorgt, wie griffig das Obermaterial ist und wie gut sich der Sattel an die fahrende Person anpassen lässt.

Die wichtigsten Fragen

Welcher Mountainbike-Sattel ist der beste?

Unser Favorit ist der SQlab 6OX Ergowave Active 2.2. Der Sattel ist straff, aber dank Form und der Active-Technologie sehr komfortabel. Das leicht strukturierte, robuste Obermaterial sowie die kürzere Sattelnase erhöhen die Kontrolle während der Fahrt und sollten eine lange Lebensdauer gewährleisten. Es gibt aber auch interessante Alternativen in unserem Test.

Was kostet ein guter MTB-Sattel?

In erster Linie sollte der Sattel zum Fahrer und zum Einsatzzweck passen. Je nachdem kann ein guter Sattel zwischen 60 und 200 Euro kosten.

Was ist besser, ein harter oder weicher MTB-Sattel?

Die Härte des Sattels richtet sich nach dem Einsatzzweck. Grob lässt sich jedoch sagen: Je länger und sportlicher die Touren, desto härter sollte der Sattel sein.

Was ist besser, ein breiter oder schmaler MTB-Sattel?

Das kommt auf den Einsatzzweck an. Ist beim MTB-Fahren der Sattel zu klein, können Schmerzen die Folge sein. Ist er zu breit, rutscht man tendenziell nach vorne. Dies kann ebenfalls zu Schmerzen im Po, Rücken und auch in den Armen und Händen führen.

Schmerzen und Taubheitsgefühl trotz richtigem MTB-Sattel?

Nicht jeder Po passt auf jeden Sattel, selbst wenn er auf dem Papier der Richtige ist. Einen großen Einfluss haben die Sitzposition und die Rahmengröße. Stimmt nur eines von beiden nicht, wird auch der beste Sattel Schmerzen verursachen.

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