Ein geschwungener Lidstrich als Teil des täglichen Schminkrituals ist gewiss kein Muss. Auch ohne Eyeliner kann ein Make-up-Look vollendet aussehen. Doch kaum ein anderes Schminkprodukt erzielt mit einem kleinen Klecks Farbe einen so großen Unterschied im Gesamtbild: Bereits eine feine Linie entlang der Wimpern kann die Augen wacher und strahlender und die Wimpern dichter erscheinen lassen. Man könnte es ein Upgrade für die beste Wimperntusche nennen. Dabei ist ein Lidstrich um einiges vielseitiger, kann viele Formen und Farben haben und somit ein und demselben Makeup einen ganz anderen Effekt schenken.
Ein guter Eyeliner ist die halbe Miete für einen gleichmäßigen Lidstrich, weshalb wir 48 Eyeliner getestet und dabei den Schwerpunkt auf eine einfache Anwendung gelegt haben, sodass der Lidstrich weder morgens zur zeit- und nervenraubenden Angelegenheit wird noch ein aufwendiges Makeup am Ende mit Patzern zerstört. Unsere Favoriten finden Sie in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
Artdeco High Intensity Precision Liquid Liner
Der Artdeco High Intensity Precision Liquid Liner in der Farbe 10 „Ultra Black“ überzeugt uns auf gesamter (Wimpern-)Linie durch eine sehr einfache Anwendung, die dafür nicht an Farbbrillanz einbüßt. Am Ende des Tages sieht zwar auch er nicht mehr frisch aus, gehört aber immer noch zu den schwärzesten und unversehrtesten. Er dosiert optimal und erfordert kein Nachziehen, weil er sofort schwarz und blickdicht wird – sowohl Kante als auch Fläche sind knackig und gleichmäßig. Wenn man dennoch korrigieren oder im Laufe des Tages ausbessern muss, ist das Schichten unproblematisch – nass wie trocken.
Banana Beauty Basic Bitch Eyeliner

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Deckt in einem Zug
- Intensives Schwarz
- Haltbarkeit okay
Besonders einsteigerfreundlich ist die Filzspitze des Banana Beauty Basic Bitch Eyeliner. Im Vergleich zu vielen ähnlichen Markern ist er besonders satt und widerstandsfähig gegenüber Reibung und Wasser. Bei öligen Lidern knickt er zwar auch ein, lässt sich jedoch problemlos nachziehen. Er hat ein mattes bis seidenmattes Finish und glänzt weniger als der Testsieger.
L’Oréal Paris Infaillible Grip 24h Matte Liquid Eyeliner

- Präziser Auftrag durch gelungenen Applikator & Griff
- In mehreren Farben erhältlich
- Haltbarkeit okay
- In drei Farben erhältlich
- Günstig
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung
- Mehrere Züge für deckendes Ergebnis
Bevorzugt man eher einen traditionellen Dip Eyeliner zum Tunken sowie ein echt mattes Finish, können wir den L’Oréal Paris Infaillible Grip 24h Matte Liquid Eyeliner uneingeschränkt empfehlen. Er erfordert zwar etwas mehr Geschick, die Konstruktion mit einem gerillten Griff erleichtert einem die Applikation deutlich. Die fein zulaufende, beflockte Spitze dosiert satte, schwarze Farbe, die man nicht notwendigerweise schichten muss. Die Textur ist sehr gelungen, trocknet zügig, verläuft aber auch nicht in feine Linien. Am meisten überzeugt jedoch die Widerstandsfähigkeit.
Tom Ford Eye Defining Pen

Der Tom Ford Eye Defining Pen spricht mit seinem stattlichen Preis dagegen eher Liebhaber von Luxus-Kosmetik an. Die bekommen dafür aber auch zusätzliche Ausstattung – man bezahlt hier also nicht nur den Namen: Man erhält zwei unterschiedliche Eyeliner in einem und eine ausgetüftelte Haptik, die sich nicht nur luxuriös anfühlt, sondern auch den Auftrag erleichtert.
Essence Liquid Ink Waterproof Eyeliner

- Präziser Auftrag (für Dip Eyeliner)
- Intensives Schwarz
- Gute Haltbarkeit
- Günstig
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung + kurzer Griff
- Trocknet langsam
- Verklebt ggf. Wimpern
- Reißt im Laufe des Tages
- Enthält Duftstoff Farnesol
Der Essence Liquid Ink Waterproof Eyeliner gehört als Dip Eyeliner noch zur „alten Schule“ und erfordert Übung und etwas Ruhe. Das ist für Anfänger herausfordernd, er macht es aber nicht unnötig schwer: Der Pinsel ist gut, lässt sich beim Abstreifen gut formen und dosiert nicht zu viel Flüssigkeit, die stets ausgezeichnet deckt und lange hält. Und bei dem kleinen Preis kann man ihn bedenkenlos ausprobieren.
Vergleichstabelle
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- Sehr einfacher, präziser Auftrag durch Pinselspitze
- Deckt in einem Zug
- Intensives Schwarz
- Verläuft nicht
- Gute Haltbarkeit
- Regelmäßige Nutzung erforderlich, damit er nicht antrocknet
- Teuer (UVP, wesentlich günstiger erhältlich)

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Deckt in einem Zug
- Intensives Schwarz
- Haltbarkeit okay

- Präziser Auftrag durch gelungenen Applikator & Griff
- In mehreren Farben erhältlich
- Haltbarkeit okay
- In drei Farben erhältlich
- Günstig
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung
- Mehrere Züge für deckendes Ergebnis
- Haltbarkeit
- Zwei Eyeliner mit verschiedenen Spitzen
- Sehr einfacher, präziser Auftrag
- Intensives Schwarz in einem Zug
- Sehr ergiebig
- Nur an wenigen Standorten erhältlich (Testen nicht immer möglich)
- Verläuft in Linien im Innenwinkel
- Sehr teuer

- Präziser Auftrag (für Dip Eyeliner)
- Intensives Schwarz
- Gute Haltbarkeit
- Günstig
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung + kurzer Griff
- Trocknet langsam
- Verklebt ggf. Wimpern
- Reißt im Laufe des Tages
- Enthält Duftstoff Farnesol

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Sehr feine Spitze mit Widerstand für detaillierten Wing
- Intensives, mattes Schwarz
- Deckt (fast) in einem Zug
- Haltbarkeit
- Applikator trocknet an, oft bevor man fertig ist
- Beliebte braune Nuance nicht mehr erhältlich
- Teuer

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Intensives Schwarz
- Deckt in einem Zug
- Haltbarkeit
- Verpackung und Haptik dem Preis nicht entsprechend
- Teuer
- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Deckt (fast) in einem Zug
- Sehr günstig
- Haltbarkeitsversprechen überzogen
- Am Auge nicht wischfest (am Handrücken schon)
- Verläuft in feine Linien
- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Deckt in einem Zug
- Intensives Schwarz
- In drei Farben erhältlich
- Günstig
- Kann in feine Linien verlaufen

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Deckt in einem Zug
- Sehr intensives Schwarz
- In neun Farben erhältlich
- Haltbarkeit
- Mattes Schwarz glänzt deutlich
- Gelegentlich etwas klebrig
- Pinsel trocknet schnell an
- Sehr teuer

- Sehr einfacher, präziser Auftrag durch Pinselspitze
- Kontrollierter Schwung dank dickem Querschnitt
- Gedämpftes Schwarz
- Verblasst
- Nicht gänzlich matt (entgegen Namen)
- Applikator leckt minimal
- Teuer
- Einfacher, präziser Auftrag
- Deckt in einem Zug
- Günstig
- Verläuft leicht beim Auftrag
- Sehr einfacher, präziser Auftrag durch Pinselspitze
- Flexible Spitze
- Liegt gut in der Hand
- Haltbarkeit
- Erfordert mehrfaches Ziehen
- Verblasst
- Teuer

- Herausragende Haltbarkeit
- Intensive Farbe
- Präziser Pinsel
- Auch in Braun erhältlich (+ limitierte Kollektionen)
- Trocknet relativ langsam
- Wimpern können verkleben
- Erfordert Übung
- Sehr schwierig zu entfernen
- Teuer
- Einfacher, präziser Auftrag durch Flexible Filzspitze
- Ergonomischer dreieckiger Querschnitt
- Auch in Braun erhältlich
- Verläuft in Linien im Innenwinkel
- Teuer
- Einfacher, präziser Auftrag
- Deckt in einem Zug
- Günstig
- Verläuft leicht beim Auftrag
- Sehr einfacher, präziser Auftrag durch Pinselspitze
- Deckt in einem Zug
- Intensives Schwarz
- In 14 Farben erhältlich
- Günstig
- Verläuft in Linien im Innenwinkel
- Häufige Nutzung erforderlich, damit er nicht eintrocknet

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Intensives Schwarz
- Eckiger Querschnitt gibt Halt
- In fünf Farben erhältlich
- Mehrmaliges Ziehen erforderlich
- Haltbarkeit hinter Erwartungen
- Nicht wasserfest
- Deckel sitzt etwas locker
- Teuer

- Leicht zu korrigieren
- Ergiebig
- Kreativ einsetzbar
- Auch in braun erhältlich
- Erfordert Übung und Geduld
- Sattes Ergebnis nur in mehreren Zügen
- Verblasst
- Zusätzlicher Pinsel notwendig (+ Reinigung nach jedem Einsatz)
- Teuer

- Intensives Schwarz
- Gebogener Applikator erleichtert Detailarbeit
- Günstig
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung
- Gebogener Applikator bildet Straßen, besonders bei Korrekturen
- Trocknet langsam

- Intensivstes, gleichmäßiges Schwarz
- Haltbarkeit
- In drei Farben erhältlich
- Günstig
- Erfordert Übung
- Könnte reißen / bröckeln
- Man spürt ihn beim Tragen
- Brennt auf empfindlichen Lidern
- Neue Version nicht länger matt

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- In fünf Farben erhältlich
- Günstig
- Eher dünne Linien, ggf. mehrere Züge notwendig
- Spitze sehr nachgiebig
- Betont Lidtextur
- Nicht wischfest
- Im Test bei Tränchen verlaufen, sonst aber wasserfest

- Sehr einfacher, präziser Auftrag durch Pinselspitze
- Breiter, flacher Pinsel für variable Strichweite
- Deckt in einem Zug (zunächst)
- Pinsel trocknet bei langsamer Anwendung an
- Könnte satter sein
- Haltbarkeit hinter Erwartungen
- Relativ wenig Inhalt
- Teuer
- Sehr einfacher, präziser Auftrag durch Pinselspitze
- Deckt in einem Zug
- Intensives Schwarz
- Verläuft in Linien im Innenwinkel
- Regelmäßige Nutzung erforderlich, damit er nicht eintrocknet

- Sattes Schwarz
- Angenehmer Auftrag durch leicht cremige Textur
- In einem Zug deckend
- In drei Farben erhältlich
- Sehr günstig
- Enthält deklarationspflichtige Duftstoffe, Parfum & viel Alkohol
- Etwas Übung erforderlich

- Sehr einfacher, präziser Auftrag durch Pinselspitze
- Pflegende Inhaltsstoffe
- Haltbarkeit
- Verwaschene Farbe auch in mehreren Schichten
- Teuer
- Klobig
- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Günstig
- In fünf Farben erhältlich
- Verblasst
- Unschöner Glanz
- Nicht wasserfest

- Intensives, mattes Schwarz
- In einem Zug deckend
- Sehr günstig
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung
- Präzise Wing-Spitze kaum möglich
- Korrekturen erschwert
- Haltbarkeit
- Enthält deklarationspflichtige Duftstoffe & Parfum

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Sattes Schwarz
- Trockene Textur
- Intensität muss aufgebaut werden
- Ist im Test eingetrocknet

- Einfacher, präziser Auftrag durch Pinselspitze
- Sechskantform rollt nicht weg
- Drei Nuancen
- Relativ günstig
- Blass
- Trocken und bremst, zu wenig Produkt im Pinsel
- Mehrmaliges Ziehen erforderlich
- Haltbarkeit
- Nicht wasserfest
- Stempel-Applikator für einfachere Formfindung
- Einfache Anwendung
- Intensität aufbaubar
- Günstig
- Blass & verblasst
- Haltbarkeit, verläuft bei Tränen
- Nicht wasserfest

- Intensives Schwarz
- In einem Zug deckend
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung
- Starrer Applikator erschwert Kurvenzeichnung
- Sehr glänzendes Finish betont Textur
- Klebriges Finish, backt am Lid
- Flockt ab

- Sattes Schwarz
- Präziser Pinsel
- Günstig
- Haltbarkeit, weder wisch- noch wasserfest
- Verläuft, drückt sich ab
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung
- Angenehm flexible Spitze
- Günstig
- Neue Rezeptur weiterhin schlecht haltbar, nicht wasserfest
- Unpräzise
- Lückenhaft im Auftrag
- Korrekturen resultieren in Löchern
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung
Aqua, Styrene/ Acrylates Copolymer, Propylene Glycol, Laureth-21, Pentylene Glycol, PEG-40 Hydrogenated Castor Oil, Phenoxyethanol, Ammonium Acrylates Copolymer, Caprylyl Glycol, PPG-2-Deceth-30, Sodium Dehydroacetate, Sodium Lauryl Sulfate, Disodium Laureth Sulfosuccinate, [+/- Black 2 (CI 77266)(nano)].
Black (High Precision):
Aqua, Ammonium Styrene/ Acrylates Copolymer, Butylene Glycol, Alcohol, Beheneth-30, Phenoxyethanol, Acrylates/Octylacrylamide Copolymer, Methylparaben, Polyglyceryl-3 Disiloxane Dimethicone, Propylparaben, Sodium Hydroxide, Disodium EDTA, Sodium Benzoate, [+/- Black 2 (CI 77266)(Nano)].
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Alles für den perfekten Lidstrich: Eyeliner im Test
Ein perfekter Lidstrich hat leider einen großen Haken: Er ist so schwierig wie kaum eine andere Schminktechnik für den Alltag. Bereits kleine Abweichungen im Verlauf der Linie fallen sofort ins Auge und stören den Anblick. Hubbel entlang der Kante, lückenhafte Farbintensität oder misslungene Symmetrie an beiden Augen treiben viele Lidstrich-Liebhaber regelmäßig in den Wahnsinn – und Schminkanfänger erst recht. Sicherlich kennen viele die Erfahrung, dass man so oft nachbessert, dass das halbe Augenlid mit schwarzer Tinte bedeckt ist, weil man immer wieder auf der anderen Seite ausgleichen muss.

Es ist uns ein Bedürfnis, zu betonen, dass man nicht vorzeitig das Handtuch werfen sollte. Wie vieles im Leben ist auch das Ziehen eines Lidstrichs Übungssache, auch wenn man hier noch ein wenig mehr Geduld als bei anderen Schminkprodukten aufwenden muss.
Für den perfekten Lidstrich braucht man Geduld und Übung
Doch selbst ohne Talent gibt es für jeden eine vorteilhafte Lidstrichform und -farbe, und es lohnt sich unserer Meinung nach, darauf hinzuarbeiten. Das Wichtigste vorweg: Flüssige Eyeliner immer gut schütteln, insbesondere wenn sie neu sind oder eine Weile ungenutzt lagen. Es erspart einem viel Frust bei den ersten Zügen.
Für die Wagemutigeren gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine Doppel-Eyeline, für die der schwarze Artdeco High Precision Liquid Liner herhalten durfte.

Als Kontrastfarbe geht natürlich nicht nur ein sattes Blau: Eine der vielen Nuancen des Dior Diorshow Liquid Liners kann beispielsweise auf das Outfit abgestimmt werden. Mit dem schwarzen Teil dazu geht der wimpernverdichtende Effekt nicht verloren.
Tipps zur Anwendung
Den richtigen Eyeliner zu finden, ist das eine, die richtige Anwendung ist für ein schmeichelhaftes Ergebnis ebenso wichtig. Einige Tricks können dabei helfen, dass der Lidstrich möglichst ebenmäßig und wohlgeschwungen aussieht.
Üben ohne Zeitdruck
Wer sich das erste Mal einen Lidstrich zieht, sollte es nicht am Tag eines wichtigen Events tun oder zehn Minuten vor dem Gang zur Arbeit. Wir empfehlen, sich an einem entspannten Tag etwas Zeit zu nehmen und für vorteilhafte Bedingungen zu sorgen: einen gut positionierten, sauberen Spiegel, bestenfalls die Möglichkeit, die Ellenbogen abstützen zu können, und ausreichend Licht.
Übung macht den Meister
In Momenten, in denen man versucht ist, „Ich kann das nicht“ zu sagen, hilft die Vorstellung, wie Lernen funktioniert: Man muss eine Bewegung möglichst oft wiederholen, bestenfalls, bis es einen anödet – irgendwann sitzt sie und man kann den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Die ersten Versuche mit Eyeliner enden nicht selten mit viel zu breiten, unsymmetrischen Kurven. Erfreulicherweise lässt sich Make-up easy abschminken und man kann es direkt erneut versuchen. Für den Anfang kann man auch das innere Drittel erst einmal auslassen, da es hier besonders knifflig ist.
Die richtige Vorlage
Einigen Menschen steht ein ausdrucksstarker Lidstrich mehr als anderen. Ist der dann auch noch makellos, kann es frustrierend sein, wenn der eigene Versuch vollkommen anders aussieht – selbst wenn man ihn sauber hinbekommt. Es empfiehlt sich daher, eine Person als Vorlage zu wählen, die eine ähnliche Augenform hat, und sich den Verlauf und die Form des Lidstrichs genau anzusehen. Auch der Rest des Make-ups trägt zum Gesamtbild bei. Es lohnt sich daher, auch auf Details zu achten, um sich nicht unnötig zu ärgern, dass es zu Hause im Spiegel anders aussieht.
Das richtige Werkzeug
Es gibt verschiedene Arten von Eyelinern, und das nicht ohne Grund. Nicht nur die Augenformen sind unterschiedlich, sondern auch Fertigkeiten und Vorlieben.
Die Haltbarkeit
Ist der Lidstrich am Wimpernkranz gelungen, sollte er bestenfalls den ganzen Tag über halten. Das kann eine Herausforderung sein, denn er muss es mit drei starken „Gegnern“ aufnehmen: Reibung, Hautfett und Feuchtigkeit. Mit einem Waterproof-Eyeliner ist man gegen Tränchen und Schweiß gewappnet, nicht jedoch automatisch gegen die beiden anderen. Damit man das Verschmieren nicht unnötig herausfordert, kann man einige Dinge beim Pflegen und Schminken beachten:
- Augencreme um den unmittelbaren Eyeliner-Bereich vermeiden oder lange einziehen lassen.
- Das Augenlid vor dem Schminken abwischen, um Rückstände und bereits bestehenden Talg zu entfernen (Fett löst Eyeliner).
- Einen Eyeshadow Primer anwenden, auch wenn man keine bunten Looks plant. Die Silikonschicht füllt feine Linien und bildet eine Schutzschicht gegen Hautfett, das im Laufe des Tages entsteht.
- Das Lid mit hautfarbenem Puderlidschatten oder einer Prise Puder bestäuben, minimal. Das ist insbesondere auch in Verbindung mit Primer eine gute Basis.
- Vorzeichnen: Ob nun Punkte setzen, um sie Stück für Stück zu verbinden, oder mit einem unauffälligeren Kajalstift ganz leicht eine Form zeichnen, die man mit schwarzem Eyeliner ausmalt (im Laufe der Zeit wird es nicht mehr nötig sein).
- Den noch nicht getrockneten Eyeliner mit schwarzem Lidschatten betupfen (oder farblosem Puder) – das Ergebnis wird nicht nur intensiver, matter und auf Wunsch auch rauchiger, sondern fixiert das Ergebnis zusätzlich lang anhaltend – gerade kleine Lücken können so noch ausgebessert werden.
Hervorragende Haltbarkeit geht bedauerlicherweise mit Nachteilen einher. Eine Eyeliner-legende-Wollmilchsau gibt es leider nicht. In der Regel wird eine widerstandsfähige Formulierung mehr Geschick und Tempo beim Auftrag erfordern und sich schwieriger abschminken lassen.
Flüssige Eyeliner verdanken ihre Haltbarkeit synthetischen Copolymeren, die einen widerstandsfähigen Film beim Trocknen ausbilden. Sie schützen vor allem vor Feuchtigkeit und leichter Reibung, jedoch weniger von Fetten. Im Creme- oder Gel Eyeliner kommen wiederum eher synthetische Harze (meist Trimethylsiloxysilicate) zum Einsatz. Sie haben eine festere Textur und sind tendenziell robuster, jedoch schwieriger zu handhaben und zu entfernen.
Korrekturen
Hat man gepatzt, lässt sich ein Eyeliner noch recht gut ausbessern. Wir empfehlen jedoch, von ölhaltigem Eye-Makeup-Remover abzusehen, denn man wird die Rückstände selten vollständig los und der Eyeliner verschmiert.
Stattdessen raten wir zu mildem Mizellenwasser auf einem Wattestäbchen (je fester gebunden, desto besser). Manchmal lohnt es sich aber auch, den Lidstrich komplett zu entfernen und von vorn anzufangen, anstatt ewig herumzudoktern.
Perfect Wing
Wem selbst mit der feinsten Eyeliner-Spitze kein haarfeiner Wing gelingen will, der kann es einmal wie die Profis versuchen: Etwas abwarten, bis der Eyeliner fast komplett getrocknet ist, und anschließend über den letzten Millimeter der Spitze drüberfahren – zunächst mit einem dicht gebundenen Wattestäbchen, mit etwas Übung klappt es sicherlich auch mit dem Finger. Der winzige Überschuss der Tinte verwischt sich zu einem auslaufenden Schweif.
Abschminken
Herausragende Haltbarkeit bei Schminkprodukten geht leider meist auch mit schwierigem Entfernen einher. Gerade die Haut um die Augen und das Lid sind äußerst empfindlich und danken es einem langfristig, wenn man Reibung auf ein Minimum reduziert. Die mildeste Wahl – sowohl mechanisch als auch von den Inhaltsstoffen her, ist ein Abschminköl oder -balm mit Emulgator oder 2-Phasen-Produkten. Sanft auf das trockene Auge verteilen, ein wenig abwarten und mit Wasser abspülen – eventuell mit einem weichen, mit Wasser durchtränkten Tuch darüberwischen – fertig.
Das Öl löst auch hartnäckige Produkte ohne viel Mühe. Von Abschminktüchern raten wir ab, weil sie das Produkt schlechter lösen und man zu aggressivem Reiben tendiert. Obwohl wir es für Korrekturen schätzen, ist Mizellenwasser nicht das Abschminkprodukt unserer Wahl, weil es gerade um die Augen mehr Reibung herausfordert. Viele übersehen zudem, dass man es auch abwaschen sollte.
Richtige Aufbewahrung
Dosiert der Eyeliner zu viel oder zu wenig, sollte man ein Auge darauf werfen, in welcher Position man ihn aufbewahrt. Gerade am Anfang kann es Sinn ergeben, stiftförmige Eyeliner zunächst liegend oder mit der Spitze nach oben aufzustellen – lässt die Schwärze nach, verlagert man die Applikatorseite dauerhaft nach unten, sodass das Fluid immer schön zur Spitze läuft. Bei Produkten in Tiegeln empfiehlt es sich, sie nicht nur nach der Anwendung fest zuzuschrauben, sondern auch während des Schminkens auf den Kopf zu stellen.
Nicht teilen
Man wird sicherlich nicht widerstehen können, den Eyeliner einer Freundin auszuprobieren. Das sollte man jedoch stets miteinander absprechen. Von langfristigem Teilen, z. B. in der WG, möchten wir besonders bei Produkten für das Auge abraten. Es ist nicht nur eine Frage der Hygiene – das eigene Milieu des Augenbereichs verträgt sich nicht unbedingt mit einem fremden und fordert Reizungen heraus.
Kontroverse Inhaltsstoffe
Unsere Augen sollten besonderen Schutz genießen, aber auch die empfindliche Haut um sie herum setzt man möglichst wenigen oder besser gar keinen reizenden Inhaltsstoffen aus. Die meisten Eyeliner sind in der Hinsicht gut aufgestellt. Sie legen sich als oberflächlicher Film auf die Haut, der zugleich die Absorption in die Haut reduziert. Die sensiblen Partien können auf etwa Alkohol oder Konservierungsstoffe reagieren. Problematischer sind allerdings Duftstoffe. Sie bieten geringen Mehrwert, können die sensible Partie reizen und sensibilisieren, also Allergien auslösen. Die häufig kritisierten PEGs hingegen sind vergleichsweise gut verträglich. Das Argument, die Haut für etwa Schadstoffe durchlässiger zu machen, trifft grundsätzlich auf zahlreiche funktionelle Zusätze wie Lösungsmittel oder Tenside zu und ist nicht PEG-spezifisch.
Als potenzielle Schadstoffe in Eyeliner werden von der Stiftung Warentest Verunreinigungen durch Nitrosamine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie Schwermetalle wie Arsen, Blei und Quecksilber genannt. Für Produkte, die innerhalb der EU verkauft werden, werden nur technisch unvermeidbare Spuren mit strengen Grenzwerten geduldet. Hersteller müssen darüber stets Prüfberichte bereithalten. Auch weil Eyeliner in nur kleinen Mengen verwendet wird, sollte man sich Freude an einem kräftigen Lidstrich nicht durch Sorgen nehmen lassen.
Gegenwärtig sind Longlasting Eyeliner nur in Kombination mit ökologisch schwer abbaubaren Polymeren und Harzen realisierbar. Ferner kann man synthetische Farbstoffe wie Black 2 (CI 77266) vorziehen, um das Risiko abermals zu senken. Völlig ausschließen kann man es jedoch nicht.
Gegenwärtig sind Longlasting Eyeliner nur in Kombination mit ökologisch schwer abbaubaren Polymeren und Harzen realisierbar. Verzichtet man der Umwelt zuliebe darauf, etwa durch Naturkosmetikprodukte, muss man bei der Performance und oft auch der Verträglichkeit Kompromisse eingehen. Eine minimalistische Alternative stellt ein schlichter, schwarzer Puderlidschatten dar.
Arten von Eyelinern
In den vergangenen Jahren sind viele neuartige Eyeliner auf dem Markt lanciert worden, die die Anwendung vereinfachen und den Tragekomfort verbessern. Nicht nur ist für jeden Geschmack etwas dabei, sondern mittlerweile auch für jeden Grad an Talent und Erfahrung. Wer mit dem Ziehen eines Lidstrichs Probleme hat, sollte überdenken, ob ein anderes Produkt es einem vielleicht erleichtern kann.
Aufgrund der sehr unterschiedlichen Formulierungen sind Mengenangaben von Eyelinern nur bedingt miteinander vergleichbar.
Eyeliner unterscheiden sich nicht nur in der »Darreichungsform« und Anwendung. Sie sind von Grund auf unterschiedlich formuliert und haben im Prinzip nur die Farbpigmente gemeinsam. Das jeweils verwendete Medium variiert ebenfalls, sodass jede Kategorie recht spezifische Vor- und Nachteile aufweist.
Wir haben in diesem Test bewusst Stifte, also Eye Pencils, Kajalstifte oder Khol Kajals außen vor gelassen, weil sie sich aufgrund ihrer Eigenschaften und der Resultate am Auge nur schwer mit flüssigen Eyelinern vergleichen lassen. Dennoch ist ein Kajalstift immer eine gute Wahl für den allerersten Lidstrich. Das Ergebnis mit Kajalstift ist softer, kann verwischt werden und kreiert einen Lidstrich in „Light-Variante“ – sowohl in Ausdruck als auch in Fehleranfälligkeit. Man kann sich mit einem Kajalstift von dezent und rauchig bis zu intensiv und präzise vorarbeiten und mit der Form spielen. Sobald der Wunsch-Look ein messerscharfes Schwänzchen beinhaltet, kommt man um einen der folgenden Eyeliner aber nicht herum.

Dip Eyeliner
Die klassische Form der flüssigen Eyeliner ist natürlich auch heute bislang nicht wegzudenken: In ein mit Eyeliner-Tusche gefülltes „Fässchen“ wird mit einem im Schraubdeckel integrierten Applikator gedippt und anschließend sorgfältig auf das Augenlid aufgetragen. Gerade bei dieser Art von Eyeliner ist das Abstreifen als Zwischenschritt, um eine optimale Dosierung zu erzielen, durchaus sinnvoll. Das ist sicherlich einer der Aspekte, die dazu geführt haben, dass modernere Produkte ihre „Tintenpatrone“ im Stift integriert haben.
Die Formulierung eines Dip-Eyeliners unterscheidet sich dabei deutlich von neuartigeren Versionen, weil man beim Dippen noch mit mehr Flüssigkeit pro Anwendung arbeitet. Die Texturen sind etwas dicker und tendieren dazu, nach dem Trocknen auch mal zu bröseln oder Risse zu bilden. Beim Abschminken sieht man dann schnell aus wie ein Panda.
Dip Eyeliner sind unschlagbar intensiv, müssen jedoch gezähmt werden
Der Vorteil der üppigen Dosierung ist oft ein sehr sattes Ergebnis, das sich deutlich von der Haut abgrenzt und für noch mehr Drama sorgen kann – zugleich ist sie entsprechend anfälliger für kleine Fehler, die besonders ins Auge fallen. Es erfordert daher viel Übung, einen gleichmäßigen Lidstrich mit einem Dip Eyeliner zu zaubern, weil man die größere Menge an Tinte geschickt verteilen muss. Insbesondere Korrekturen sind eine Falle für unverzeihliche Patzer. Langfristig ist die beste Methode, den Lidstrich mit Schwung in einem Zug aufzutragen – das will geübt sein.
Ein großer Frustfaktor ist der Produktüberschuss auf dem Applikator – insbesondere auf dem Stab. Oftmals schmiert man versehentlich etwas davon auf die Wimpern und sie verkleben. Je haltbarer der Eyeliner, desto schwieriger ist es beim Tuschen, sie wieder zu trennen. Besonders flüssige Formulierungen sind hier besonders „kontaktfreudig“.
Dip Eyeliner unterscheiden sich des Weiteren auch durch die Art des Applikators. Auch hier kann man mit der Zeit einmal ausprobieren, ob einem ein anderes Tool mehr liegt. So gibt es Pinsel, diverse Kunststoffspitzen oder den für Marken aus dem Hause L’Oréal typischen Silikonapplikator, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

Gel Eyeliner
Für detailverliebte Kreative: Der Name ist ein wenig irreführend, denn es gibt auch Produkte, die deutlich mehr einem (kühlenden) Gel ähneln. Es handelt sich dabei eher um eine formfeste Creme-Form auf Silikonbasis, die sowohl im Tiegel als auch in Stiftform zum Anspitzen angeboten wird. Ein wesentliches Merkmal ist die cremige, sanft auf der Haut gleitende Textur, die jedoch binnen weniger Minuten wisch- und wasserfest antrocknet. Man hat also viel Zeit, die gewünschte Form auszuarbeiten, zu korrigieren, zu intensivieren, und erhält daraufhin ein langanhaltendes Ergebnis – auch großflächig auf dem Augenlid als Creme Eyeshadow.
Gel Eyeliner: Perfekt für Detailarbeit mit geringem Klecksrisiko
Ein weiterer Vorzug dieser Sparte ist die Vielzahl an Farben und Effekten, die möglich sind. Mittlerweile ist die Auswahl auf beliebte, dunklere Farben geschrumpft. Als Gel Eyeliner neu auf dem Markt waren und diese Kategorie revolutionierten, hatte man eine große Auswahl an kreativen Tönen, die sich auch untereinander mischen ließen. Gelegentlich bieten die Hersteller saisonale Nuancen an – es lohnt sich, die Augen offen zu halten.
Vor- und Nachteil zugleich ist die Notwendigkeit eines zusätzlichen Tools, in der Regel eines Pinsels. Das bedeutet zwar zusätzliche Kosten, bietet aber auch die Flexibilität, ein auf die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmtes Werkzeug zu wählen und gar unterschiedlich je nach Anlass anzuwenden. So kann man die Gele auch für die Augenbrauen oder sogar auf den Wimpern nutzen.
Ein wesentlicher Nachteil, vor allem schwarzer Gel Eyeliner, ist ihre gedämpfte Intensität. Der Lidstrich wirkt vergleichsweise leicht transparent und minimal verwaschen. Das kann durchaus gewünscht sein – nicht jedem steht ein sehr intensiv schwarzer Lidstrich. Er kann das Auge kleiner wirken lassen.

Da solche Cremes blitzschnell am Auge wischfest antrocknen, ist auch die Masse im Tiegel anfällig fürs Austrocknen. Gerade wenn man noch länger für den Auftrag benötigt, sollte man den Tiegel stets verschließen oder auf den Kopf stellen, um das Produkt möglichst wenig Luft auszusetzen. Die Textur wird sich im Laufe der Nutzung auch noch etwas verändern. Auch das kann bei etwas zu weichen Formulierungen von Vorteil sein. Einige lassen sie bewusst etwas offen, damit die Textur komprimierter wird. Es ist durchaus möglich, dass ein solcher Eyeliner eintrocknet, bevor man den Tiegel leerbekommt, weil die Tiegel tendenziell großzügig gefüllt sind.
Gel Eyeliner sind eine Klasse für sich. Wer mit flüssigen Eyelinern und ihren Tücken große Probleme hat, könnte darin eine gute Lösung für einen schönen Lidstrich finden, weil man sehr viel Kontrolle über die Form hat und sich viel besser mikrometerweise herantasten kann, was flüssige Texturen nicht erlauben.
Pen Eyeliner
Die neuesten Generationen von Eyelinern sind handlicher und erleichtern die Anwendung durch eine Stiftform. Während es vor rund zehn Jahren mit Eyeliner-Filzstiften losging, gibt es mittlerweile auch von der Kalligrafie inspirierte Stifte mit einer Pinselspitze, die intensivere Tinte dosieren kann.

Felt Tip Eyeliner
Anfängerempfehlung: Eyeliner mit Filzapplikator erinnern an Filzstifte zum Malen. Je nach Hersteller sind hier jedoch die Spitzen für den Einsatz am Auge optimiert und mal kurz, mal lang, mal sehr fein, aber auch mal ganz dick wie Textmarker, um sehr breite Lidstriche in einem Zug gelingen zu lassen. Je dünner die Spitze, desto flexibler ist der Schwung. Leider können die Filzapplikatoren mit der Zeit weich werden, ihre Form verlieren oder sogar ausfransen. Bestenfalls passiert das gleichzeitig mit dem Leeren der Tusche. Man beugt dem mitunter, indem man sie auch stark angewinkelt mit der Seite anwendet.
Mit Filzspitzen kann man auch seitlich stempeln – perfekt für Anfänger!
Erfahrungsgemäß sind Filz-Liner im Vergleich zu anderen Eyelinern eher kurzlebig und ihre Farbsättigung ist oft etwas geringer. Damit das Fluid immer wieder den Filz durchtränken kann, wird vor allem auf Tinte, also flüssige Pigmente statt Pulver, gesetzt, die entsprechend besser decken würden.
Die Kombination aus der besonderen Spitze und der dünneren Textur macht Felt Tip Eyeliner zu einem hervorragenden Einsteigerprodukt. Es ist damit vor allem einfacher, einen schön geschwungenen, spitz zulaufenden Wing zu zeichnen. Man legt die präzise Spitze einfach außen am Auge an und zieht mit abnehmendem Druck nach innen – fertig. Die etwas zurückhaltende Schwärze verzeiht zudem einige Unebenheiten und erleichtert Korrekturen.
Leider eignen sich Eyeliner mit Filzapplikator wenig für den Einsatz auf Creme-Lidschatten, weil sie beim Auftrag die poröse Oberfläche der Filzspitze verstopfen können.

Brush Tip Eyeliner
Der perfekte Hybrid: Brush Tip Eyeliner sind die neueren Stars der Lidstrich-Szene und vereinfachen die Applikation noch einmal mehr. Die Borsten sind langlebiger als die Filzspitzen und erlauben eine intensivere Pigmentdichte, sodass der Lidstrich satter ausfallen kann als mit einem Filz-Eyeliner. Auch scheint es hinsichtlich der Haltbarkeit mehr Spielraum zu geben, denn die Pinselspitzen-Liner verblassen nicht und halten besser über den Tag hinweg.
Pinselspitzen vereinen das Beste zweier Welten
Brush Tip Eyeliner bieten einen komfortablen Kompromiss aus der Intensität der guten, alten Dip Eyeliner und der Anwendungsfreundlichkeit von Felt Tip Linern. Eine Empfehlung, sich in dieser Kategorie umzusehen – die Testerin nutzt sie bevorzugt, weil es morgens schnell geht und sie im Laufe des Tages nicht spürt. Ihr Nachteil ist das Eintrocknen der Spitze. Ein Longlasting-Effekt setzt robuste Filmbildner voraus, die auch die feinen Härchen umlagern. Wenn man sie nicht regelmäßig benutzt, können sie eintrocknen.
Weitere Eyeliner
Gerade im professionellen Bereich gibt es weitere Arten von Eyelinern, die wir in unserem Test ausgespart haben. Es hat Gründe, warum sie sich auf dem Massenmarkt auch nach Jahrzehnten nicht etablieren konnten. Einerseits wäre da die Anwendung, andererseits Kompromisse bei der Haltbarkeit. Wer jedoch mit keinem der zuvor genannten zufrieden ist oder gerne experimentieren möchte, für den gibt es beispielsweise noch Cream (irgendwo zwischen Dip und Gel Eyeliner), Cake (wasseraktiviert, wie Tuschkasten), Powder und Cushion Eyeliner, die alle zwar Vorzüge haben, bei denen die Nachteile, hauptsächlich für Verbraucher, jedoch überwiegen.
Unser Favorit
Artdeco High Intensity Precision Liquid Liner
Der Artdeco High Intensity Precision Liquid Liner hat uns sowohl mit einer einfachen, zuverlässigen Anwendung als auch mit einem satten, langanhaltenden Ergebnis überzeugt. Positiv anzumerken ist, dass die Marke Artdeco vielerorts erhältlich ist und man mit dem Kauf auch eine deutsche Marke unterstützt.
Zugegeben, ging dieses Produkt bereits als Anwärter für den Testsieg ins Rennen, weil wir die gute Performance kannten und andere Produkte sich an dem gelungenen Gesamtpaket messen lassen mussten. Allerdings hatten wir nur Erfahrung mit der Farbe 01, Black, ohne den Zusatz „Intensity“ im Namen. Wir entschieden uns, die neuere High-Intensity-Precision-Variante mit der Farbe 10 „Ultra Black“ in den Test aufzunehmen. Hervorragende Entscheidung: Die Version erweist sich als noch einen Tick besser.

An beiden High-Precision-Eyelinern schätzen wir die Vorzüge einer modernen Pinselspitze. Es vereint die intensive Schwärze und gleichmäßige Farbe eines traditionellen Flüssig-Liners mit der bequemen Handhabung der Stiftform. Das macht den Auftrag besonders für Anfänger und Gelegenheitsnutzer einfacher. Wer versierter ist, muss dennoch keine Abstriche im Ergebnis hinnehmen.
Der feine Applikator mit Kunststoffborsten dosiert das satte Fluid in idealer Menge, sodass es in einem Zug deckt und mit etwas Übung mit dem nachgiebigen Applikator auch eine ebenmäßige Form inklusive eines längeren Schwalbenschwanzes gelingen kann. Legt man Farbe nach oder muss korrigieren, bildet die Kombination aus Pinsel und Fluid keine „Straßen“, verschiebt kein bereits appliziertes Schwarz und bereitet auch im Innenwinkel keine Probleme – selbst bei feinsten Strichen.

Drei Details unterscheiden die Farbe 01 Black und die 10 Ultra Black, die auch den Testsieg untermauern:
- Ultra Black trocknet matt schwarz – 01 ist leicht glänzend. Dadurch wird das Schwarz intensiver und lückenloser.
- Die High Intensity Version verlief im Test nicht in die feinen Linien im Innenlid – auch ohne Vorbereitung.
- Die Haltbarkeit erscheint uns noch einmal besser, der Wing war im gesamten Test der langlebigste, er tendiert aber bei längerer Nichtbenutzung zum Eintrocknen.
Weniger gefallen hat uns, dass der Eyeliner – einmal getrocknet – minimal klebt. Bei bereits leichtem Schlupflid hat er sich dabei auf der Oberseite minimal abgedrückt. Es ist leider ein Wermutstropfen aller Brush Tip Liner, tritt aber keinesfalls immer auf, ist eher tagesformabhängig. Das kann man (wie man in den Tipps nachlesen kann) mit einigen Kniffen vermeiden und auch, indem man ihm wenige Sekunden mehr Zeit lässt, völlig durchzutrocknen.
Weniger geeignet ist der Artdeco High Intensity Precision Liquid Liner, wenn man nur gelegentlich Lidstrich trägt. Denn anders als die Ultra-Black-Variante trocknet der Pinsel hier tendenziell ein. Das vermeidet man, indem man ihn regelmäßig nutzt. Wenn das ein Dealbreaker sein sollte, empfehlen wir, ohne zu zögern, den klassischen Artdeco Precision Eyeliner, bei dem das auch bei langer Nichtnutzung nicht passiert.
Artdeco High Intensity Precision Liquid Liner im Testspiegel
Bislang gibt es zu unserem Favoriten noch keine offiziellen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier nach.
Weitere Empfehlungen
Banana Beauty Basic Bitch Eyeliner

- Einfacher, präziser Auftrag durch Filzspitze
- Deckt in einem Zug
- Intensives Schwarz
- Haltbarkeit okay
Der Banana Beauty Basic Bitch Eyeliner sieht auf den ersten Blick wie viele andere Marker mit Filzspitze aus. Er ist wie die meisten dieser Art „made in Germany“ und hat sogar nahezu identische Inhaltsstoffe wie teurere, aber auch günstigere „Geschwister“. Dennoch haben wir beim genauen Vergleichen festgestellt, dass er minimal mehr Produkt dosiert. Intensive, lückenlose Schwärze in einem Zug.
Nach dem Trocknen ist er leider etwas weniger satt und hat eine leicht warme Note. Dadurch wirkt er nicht so rabenschwarz wie manch blaulastigerer Ton. Dennoch ist er blickdicht, gleichmäßig und nahezu matt. Je nach Augenform wird man trotz seiner Deckkraft nicht um mehrere Züge herumkommen. Der Lidstrich wirkt glatt und Unebenheiten werden nicht betont. Dafür kann er im Laufe des Tages etwas rissig aussehen.

Wasserfest wird versprochen und auch mit Rubbeln gehalten. Dennoch schmilzt er bei Emulsionen oder Öl problemlos dahin. Mit einem Reinigungstuch bekommt man ihn durchaus weg. So gut er Wasser und Reibung trotzt, so ist Fett dann doch eine Schwachstelle. Ohne Puderlidschatten darunter hält der Schwalbenschwanz in der Lidfalte auch hier nicht. Damit ist er aber in bester Gesellschaft. Nachziehen ist mit Felt Tip dafür besonders einfach und auch unterwegs zu meistern.
Die Marke Banana Beauty hat sich einst durch aggressives Influencer-Marketing hervorgetan. Mit der Übernahme durch Henkel wurde es entspannter und die Strategien konservativer. Mittlerweile ist die Marke nicht mehr im Portfolio des Konzerns und man hört (ohne Werbung) nur noch wenig von den Produkten. Fans der Namensgebung sind wir nicht, aber das Ergebnis überzeugt.
L’Oréal Paris Infaillible Grip 24h Matte Liquid Eyeliner

- Präziser Auftrag durch gelungenen Applikator & Griff
- In mehreren Farben erhältlich
- Haltbarkeit okay
- In drei Farben erhältlich
- Günstig
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung
- Mehrere Züge für deckendes Ergebnis
Im Regal sieht der L’Oréal Paris Infaillible 24h Matte Liner ein wenig nach Werkstatt aus, aber hier hat alles seinen Sinn. Die gerillte, verdickte Oberfläche sorgt für besseren Halt, sodass man die sehr feine Spitze des Dip Eyeliners kontrolliert über das Lid führen kann. Mit satter Farbe getränkt kann man so bis in den inneren Winkel sehr feine Linien ziehen und mit steigendem Druck mehr Breite sorgen. Er trocknet zügig zu einem matten Finish an.
Eine Kugel sorgt dafür, dass vor jeder Anwendung die Pigmente gleichmäßig vermengt werden. Schwarz ist dabei nur eine von drei Farboptionen. Gelegentlich werden auch limitierte Saisonfarben angeboten. Wer besonders dicken Lidstrich bevorzugt, wird jedoch recht viele Züge machen müssen, damit das Ergebnis homogen aussieht.

Obwohl man hier deutlich merkt, dass L’Oréal Paris an alles gedacht hat und jahrelange Erfahrungen hat einfließen lassen, bleibt die Applikation eines Dip Eyeliners eine Übungssache. Der lange Applikator ist mit viel Flüssigkeit getränkt, die zu gern irgendwo patzt oder die Wimpern benetzt. Hat man den Dreh aber raus, weiß man, warum trotz neuer Technologien diese Art von Linern Evergreens bleibt.

Die Haltbarkeit des Eyeliners ist gut. Es geht sicherlich widerstandsfähiger, er performt jedoch besser als Filz-Eyeliner und hält leichten Hindernissen wie Tränchen problemlos stand. Ohne Lidschatten verläuft der L’Oréal Paris Infaillible 24h Matte Liner ganz leicht in der Schlupfpartie, verblasst aber dafür kaum. Er lässt sich recht einfach abschminken, und einmal mit Mizellenwasser eingeweicht kann man ihn sogar in Streifen abziehen. Erfreulich ist auch, dass L’Oréal Paris ausnahmsweise auf Parfum in dem Produkt verzichtet.
Tom Ford Eye Defining Pen

- Haltbarkeit
- Zwei Eyeliner mit verschiedenen Spitzen
- Sehr einfacher, präziser Auftrag
- Intensives Schwarz in einem Zug
- Sehr ergiebig
- Nur an wenigen Standorten erhältlich (Testen nicht immer möglich)
- Verläuft in Linien im Innenwinkel
- Sehr teuer
Der Tom Ford Eye Defining Pen ist mit großem Abstand der teuerste Eyeliner im Test und das merkt man ihm auch an. Er ist lang und schwer (Metall), liegt damit sicher in der Hand und beinhaltet immerhin zwei vollwertige Eyeliner in einem. An einem Ende befindet sich ein Brush Tip Liner wie ihn beispielsweise auch der Testsieger hat. Am anderen ein winziger, feiner Filz-Eyeliner für Detailarbeiten, beispielsweise für die Wing-Spitze oder den Innenwinkel.
Bemerkenswert an diesem Produkt ist, dass es äußerst ergiebig und langlebig ist. Ob man ihn täglich oder nur gelegentlich benutzt: Die Pinselspitze trocknet nicht ein und spendet nach dem Schütteln sofort schwarze Farbe in ausreichend Flüssigkeit. Kehrseite daran ist, dass er auch mal in feine Linien verlaufen kann. Ebenso scheint er „nie“ leerzugehen. Das persönliche Exemplar der Testerin hat viele andere Eyeliner überlebt, die sie im Laufe der Zeit als Beauty-Blogger verwendet hatte. Da andere Produkte im Test diesen Aspekt nicht dahingehend getestet wurden, erwähnen wir das nur am Rande.
Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich gut, wenn auch in Relation zur Pen-Form. An die Widerstandsfähigkeit von robusten Dip und Gel Eyelinern kommt er nicht heran, sieht aber auch ohne Lidschatten am Abend noch vorzeigbar aus. Einzig die Lidfalte oder allgemein ölige Lider sind seine Schwäche.
Essence Liquid Ink Waterproof Eyeliner

- Präziser Auftrag (für Dip Eyeliner)
- Intensives Schwarz
- Gute Haltbarkeit
- Günstig
- Dip Eyeliner erfordert mehr Übung + kurzer Griff
- Trocknet langsam
- Verklebt ggf. Wimpern
- Reißt im Laufe des Tages
- Enthält Duftstoff Farnesol
Der Essence Liquid Ink Waterproof Eyeliner ist seit vielen Jahren ein Geheimtipp. Die Marke richtet sich mit ihrem verspielten Design und den Produktkonzepten eher an sehr junge Käufer, sodass man dazu tendieren könnte, das Produkt zu unterschätzen.
Sieht man über die comic-artige Schrift hinweg, bekommt man einen sehr günstigen, zuverlässigen Eyeliner, der nicht nur mit seiner Intensität und Haltbarkeit überzeugt, sondern auch mit einer für Dip-Eyeliner-Verhältnisse guten Handhabung. Ganz so ausgereift wie der L’Oréal Paris Liquid Infaillible 24h Matte ist das Gesamtpaket nicht, dafür hält diese Formulierung noch länger und ist deutlich günstiger.

Zugegeben, man muss auch hier etwas üben und ein etwas längerer Griff würde die Haptik verbessern (durchaus Geschmacksache), die Textur ist jedoch sehr gelungen. Hat man einmal den Dreh raus, wie viel Produkt man abstreifen muss (so bringt man den Pinsel auch optimal in Form), ist das Fluid weder zu flüssig noch zu dick. Es wird nicht zu viel Produkt abgegeben, das verschmieren könnte oder zu lange trocknen muss. So baut sich auch keine dicke, unangenehme Schicht auf dem Augenlid auf. Auch Korrekturen sind so recht einfach, was aber etwas mehr Feingefühl erfordert.
Der Essence Liquid Ink Waterproof Eyeliner hält lange und reißt eher, als dass er verblasst. Der Wing bröckelt am Ende des Tages eher, als dass er ganz verschwindet – dies ist jedoch nicht vorprogrammiert und durchaus individuell. Auch Essence ist eine deutsche Marke und vielerorts erhältlich. Bedauerlicherweise wird Farnesol eingesetzt – Duftstoffe am Auge sind absolut unnötig.
Außerdem getestet
Dior Diorshow Liquid Liner
Die jüngste Neuauflage des Dior Diorshow Liquid Liners geht nicht nur mit einem Austausch der Farbpalette einher, sondern abermals neuer Formulierung. Die neue Version ist in einem Zug satt und entsprechend der Nuance „Silky Black“ seidenmatt. Der Auftrag ist sehr einfach und ermöglicht auch feinste Linien sowie kontrollierbaren Aufbau der Breite. Ein filigraner Wing ist in einem Zug möglich. Während die Neuauflage auch nach einigen Monaten tadellos performt, hatten wir beim Vorgänger den Eindruck, er habe sich mit der Zeit etwas verändert.
Auch an der Haltbarkeit gibt es nichts auszusetzen. Er sieht abends noch ebenmäßig und kräftig aus, verschmiert nicht. Das bekommen aber auch andere unserer Kandidaten ähnlich hin. Für den vergleichsweise hohen Preis ist er vor allem für Fans der Marke Dior spannend oder für jene, die einen zuverlässigen Eyeliner in ungewöhnlicheren Farben suchen. Zwar gibt es mittlerweile nur neun Farben statt wie zuvor 15, die sind größtenteils neu und werden regelmäßig ausgewechselt.

NYX Epic Ink Eye Liner
Der NYX Epic Ink Eye Liner ist eine der ersten Drogerieoptionen mit Brush Tip als Alternative zu hochpreisigen Produkten wie unserem Testsieger von Artdeco und dabei erfreulicherweise sehr gelungen. Der Pinsel macht den Auftrag auch hier extrem einfach und überzeugt mit einem schönen Schwarz, das man jedoch mit mehreren Pinselstrichen herauskitzeln muss. Mittlerweile sind zudem 13 weitere, farbenfrohe Varianten dazugestoßen.
Auch dieser Eyeliner ist sehr einfach zu handhaben. Ein schöner, präziser und intensiv schwarzer Wing gelingt mit nur wenig Übung und erfordert kein ständiges Nachziehen für ein gleichmäßiges Ergebnis. Das Finish ist eher glänzend, kann aber mit schwarzem Lidschatten abmattiert werden. Bei dem Preis nimmt man den Kompromiss sicherlich gern in Kauf für einen rundum soliden Eyeliner.
Die Haltbarkeit ist in Ordnung, jedoch nach einigen Stunden Tragezeit etwas lückenhaft. Er hat uns auch einmal mit Auslaufen in die Lidfalte und einem Abdruck geärgert, das hat sich jedoch nicht wiederholt. Mit längerer Anwendung gewöhnt man sich schließlich auch daran, ein wenig Rücksicht zu nehmen und gegebenenfalls einige Sekunden Trocknungszeit einzuplanen.
Leider tendieren die Borsten dieses Eyeliners – noch mehr als bei anderen Brush Tip Linern – dazu, anzutrocknen. Man sollte ihn daher nur wählen, wenn man regelmäßig einen Lidstrich tragen möchte und das Produkt zügig aufbrauchen wird. Beim Aufsetzen der Kappe sollte man zudem stets darauf achten, keine Borsten einzuklemmen. Da diese sehr schmal ist, passiert das leider sehr schnell. Das Testexemplar ist zudem nach einer Weile komplett eingetrocknet, im Gegensatz zu anderen, teils wesentlich älteren Produkten.

Essence 24ever Ink Liner
Der Essence 24ever Ink Liner ist auch eine Neuheit im günstigen Essence-Sortiment. Bisher hatte die Marke es leider nicht hinbekommen, gute Eyeliner im Pen-Format herauszubringen. Umso erfreulicher ist es, dass man für einen ausgezeichneten Preis einen Felt Tip Eyeliner mit sattem, gleichmäßig deckendem Schwarz mit glänzendem Finish bekommt (die Extra Long-Lasting-Version ist wesentlich matter).
Die Filzspitze ist bei diesem Eyeliner recht kurz und auffällig nachgiebig, knickt dabei jedoch eher um, als Kurven zu umspielen. Die gleiche Spitze findet man bei Trend !t Up, und sie lädt dazu ein, damit herumzuspielen, um Form und Intensität zu variieren. Bisher hat er dennoch nicht an Form oder Widerstand eingebüßt. Das schwarze Fluid wird hier recht großzügig dosiert und könnte sich so schneller verbrauchen. Der günstige Preis würde über eine höhere Ersatzfrequenz sicherlich hinwegtrösten. Zu beobachten bleibt auch, ob die nicht einrastende Kappe dafür sorgt, dass er vorzeitig eintrocknet. Wer Eyeliner in der Handtasche mitnimmt, sollte ein Auge darauf haben.
Update 2022: Tatsächlich trocknet die Spitze des Eyeliners ein wenig an, sodass man nach längerer Nichtnutzung damit kaum zeichnen kann. Mit einem Abschminktuch oder etwas Alkohol lässt sich diese Schicht aber lösen und der Eyeliner gut weiterverwenden.
Weniger bequem ist das Korrigieren, denn einmal getrocknet gleitet die Filzspitze nicht mehr mühelos über die Oberfläche und tendiert dazu, auf der Haut zu „hüpfen“. Allerdings ist mehrfaches Schichten hier nicht nötig, insbesondere wenn man den Bogen einmal raus hat.

MAC Liquidlast 24Hour Waterproof Liner
Einer der haltbarsten flüssigen Eyeliner auf dem Markt ist der MAC Liquidlast 24Hour Waterproof Liner. Ist die satt getönte Flüssigkeit einmal angetrocknet, ist er nahezu unverwüstlich und man bekommt ihn ohne einen ölhaltigen Makeup-Entferner kaum von der Haut runter. Ölige Lider sind entsprechend seine Achillesverse, jedoch ist er auch darauf widerstandsfähiger als der Großteil unserer Testkandidaten.
Der feine Pinsel des kompakten Eyeliners ermöglicht Detailarbeiten, setzt jedoch Übung voraus, um in einem Zug optimal zu dosieren. Streift man zu viel ab, muss man nachzeichnen. Lässt man zu viel Flüssigkeit drauf, verkleben schon mal die Wimpern. Es kann in einigen Fällen sinnvoll sein, mit einem separaten Pinsel zu arbeiten.
Den Eyeliner gibt es derzeit in acht schönen Farben, die man nicht überall findet. „Point Black“ als Schwarz ist aber schon seit vielen Jahren vielerorts erhältlich und auch in Kits von Makeup-Artists zu finden. In der Vergangenheit gab es auch viele bunte Nuancen, die mittlerweile leider nicht mehr erhältlich sind. Es ist aber nicht unbedingt die naheliegendste Form eines Eyeliners für kreative Make-ups.

Fenty Beauty by Rihanna Flyliner
Der Fenty Beauty Flyliner von Rihanna musste erst „eingefahren“ werden. Ein Beispiel dafür, dass manche Eyeliner, insbesondere die mit Filzspitze, beim ersten Auftrag nicht gänzlich durchtränkt sind. Erst ab der zweiten Anwendung wurde das Ergebnis gleichmäßig. Ab dann zeichnet er einen satten schwarzen Lidstrich in einem Zug, ohne viel Übung. Positiv hervorzuheben ist die gute Haptik durch den dreieckigen Querschnitt. Die äußere Spitze des Applikators ist zudem besonders nachgiebig und begünstigt so filigrane Arbeiten.

Leider hat sich der Lidstrich dieses Eyeliners wiederholt auf dem oberen Teil des Lids abgedrückt, ist teils sogar in die Lidfalte oder im Innenwinkel in feine Linien verlaufen. Die Tinte ist hier im Vergleich zu anderen Felt Tip Linern in unserem Test flüssiger, erfordert mehr Aufmerksamkeit und Geduld, und die Deckkraft ist zudem nicht ganz so hoch wie bei der Konkurrenz, die deutlich günstiger ist. Gerade bei dem Produkt empfehlen wir, viel zu schütteln und ihn zunächst mit der Spitze nach oben zu lagern.

Manhattan Eyemazing Dip Eyeliner Waterproof
Auch Manhattan hat seinen Bestseller überarbeitet und der Dip Eyeliner Waterproof ist in neuer, sehr widerstandsfähigerer Formulierung erhältlich. Bedauerlicherweise hat man dafür das satte, matte Finish eingebüßt. Die neue Version des Dip-Eyeliners trocknet glänzend und hat damit ein wesentliches Kaufargument eingebüßt.
Den kurzen, tropfenförmigen Applikator hat Manhattan behalten. Eine flexible Spitze wie die des L’Oréal Paris Infaillible Liners gefällt uns besser, aber das ist sicherlich auch Geschmacks- beziehungsweise Gewöhnungssache. Präzise kann er, insofern man das stimmige Abstreifen meistert. Auf empfindlicher Haut brennt die Formulierung. Bei großflächigem Auftrag spürt man zudem ein leichtes Spannen der Filmformer.

Alterra Dip Eyeliner
Der Alterra Dip Eyeliner aus der Naturkosmetik-Linie von Rossmann ist bei nahezu identischem Ergebnis, also dem sattesten, mattesten Schwarz im Test, einfacher in der Handhabung als der Manhattan Dip Eyeliner Waterproof. Bedauerlicherweise enthält er mehrere deklarationspflichtige Duftstoffe, die für die Anwendung am Auge ungeeignet sind und zu Reaktionen führen können, selbst ohne Allergien. Dabei kann sich das Resultat durchaus sehen lassen. Ein kräftiges, mattes Schwarz.
Die Anwendung ist entsprechend eines flüssigen Liners etwas schwieriger, mit etwas Übung gelingt ein ebenmäßiges Ergebnis in wenigen Zügen. Man bessert am besten erst aus, wenn er getrocknet ist, um Straßen zu vermeiden. Das geht bei ihm rasend schnell. Die Haltbarkeit ist eher enttäuschend, wobei es sich auch nicht um eine Longlasting-Formulierung handelt. Er trotzt Wasser nicht und sein Wing war abends stets komplett verschwunden.

MAC Pro Longwear Fluidline
Der MAC Pro Longwear Fluidline ist ein seit vielen Jahren bekannter und bewährter Gel Eyeliner im Glastiegel, der vor allem für die Flexibilität und seinen Long-Lasting-Effekt geschätzt wird. So kann man die geschmeidige Creme mit unterschiedlichen Pinseln kreativ einsetzen und auch als Lidschatten verwenden. Zunächst sehr geschmeidig im Auftrag, trocknet er schnell zu einem wisch- und wasserfesten Resultat an.
Die dünne Textur sorgt allerdings auch für eine leicht transparente, verwaschene Optik, auch wenn man ihn mehrfach schichtet. Sind einem andere Eyeliner zu hart und kontrastreich, ist das durchaus von Vorteil. Die Formulierung erinnert nicht grundlos an Augenkonturenstifte: Die Basis ist verwandt. Mit der Version im Tiegel hat man mehr Kontrolle über das Produkt, muss jedoch auch üben. Tendenziell patzt man damit weniger als mit flüssigen Linern.
Während es früher noch viele Nuancen gab, sind mittlerweile nur noch klassisches Schwarz und Braun verfügbar, sodass der Vorteil des Mischens keine Rolle mehr spielt. Er ist unparfümiert und alkoholfrei.

Rival Loves Me Liquid Eyeliner
Der Rival Loves Me Liquid Eyeliner ist der günstigste Eyeliner im Test. Er hat einen ungewöhnlichen, flachen, länglichen Plastikapplikator mit leicht gebogener Spitze, die Fluch und Segen zugleich ist. Sie erleichtert es zwar, einen schönen Wing zu platzieren, und das durchaus auch im Bereich des Innenwinkels. Hält man den Applikator aber versehentlich schräg oder korrigiert, zieht er eine Nut ins Schwarz, die wiederum ausgebessert werden muss. Auch Patzer sind schwieriger zu vermeiden als mit einer geraden Spitze. Schade, da das Fluid selbst eine gute Konsistenz und brillante Farbe aufweist. Ein bisschen Geduld für das Trocknen sollte man allerdings einkalkulieren.
Er ist einer der Eyeliner, die in einer wasserfesten sowie in einer nicht wasserfesten Version erhältlich sind. Wir können hier die Haltbarkeit nicht beanstanden, verstehen jedoch den Sinn dahinter nicht. Schließlich schaffen es die meisten Hersteller, einfach einen Longlasting Eyeliner ohne solche Abstufungen anzubieten.

L’Oréal Paris Super Liner Perfect Slim
Der L’Oréal Paris Super Liner Perfect Slim wurde nach unserem ersten Eyeliner-Test überarbeitet und ist in neuer Version tatsächlich sehr gelungen. Die lange Filzspitze erleichtert den Auftrag, bietet einen angenehmen Widerstand und damit stimmige Flexibilität. Die Farbe ist satt und tiefschwarz ab dem ersten Zug und man patzt verhältnismäßig wenig. Das Finish ist seidenmatt bis matt und glänzt weniger als andere günstige Liner mit Filzspitze.
Die neue Version ist im Gegensatz zum Vorgänger wasserfest und definitiv resistenter, kommt insgesamt aber nicht an die Widerstandsfähigkeit anderer Eyeliner heran. Wenn die Augenform es hergibt und man vor allem einen Lidstrich auf Lidschatten tragen möchte, ist er eine sicherlich ausreichend lang haltbare und eine narrensichere Wahl.

Maybelline Hyper Precise Allday Liquid
Der Maybelline Hyper Precise Allday Liquid Liner wurde seit unserem ersten Test überarbeitet und ist nun satter und hat einen höheren Anteil an Filmformern für einen Longlasting-Effekt. Obwohl er besser als sein Vorgänger ist, kann er mit der Konkurrenz noch immer nicht mithalten. Vielmehr erscheint es so, als habe man hier die alte Version des L’Oréal Paris Super Liners wiedergebracht, die uns nicht überzeugen konnte.
Der Eyeliner ist per se nicht schlecht und zeichnet auch ohne viel Vorkenntnis einen schwarzen, glänzenden Lidstrich ohne viele Patzer. Das Ergebnis könnte aber in weniger Zügen deckend sein und insgesamt gleichmäßiger aussehen. Fältchen am Lid werden betont. Man hat den Eindruck, als sei die Filzspitze mit zu wenig Fluid getränkt und als sei er schon eine Weile in Gebrauch. Er bremst, statt über das Lid zu gleiten.
Die Haltbarkeit liegt im Mittelfeld und eignet sich eher für unkomplizierte Lider. Bei öligen Schlupflidern ist er keine gute Wahl, weil der Wing sich schnell verabschiedet. Wir würden entweder etwas draufzahlen und den deutlich besseren, neuen L’Oréal Paris Super Liner Perfect Slim kaufen oder einige Euros sparen und bei Essence oder Trend !t Up zugreifen.

It Cosmetics Superhero Liner
Als Fans von Brush-Tip-Eyelinern wollten wir den It Cosmetics Superhero Liner wirklich mögen, zumal er auch einige pflegende Wirkstoffe enthält. Sicherlich sollte man sie nicht zu gewichtig in die Waagschale werfen, aber man bietet dem Kunden einen Mehrwert für den gehobenen Preis. Leider bleibt die eigentliche Performance hinter anderen Produkten weit zurück. Zwar ist der Auftrag mit Pinselspitze sehr einfach und komfortabel, das Resultat ist eher schwachbrüstig. Auch in mehreren Zügen wird das Schwarz nicht satter und wirkt stets etwas verwaschen und transparent.
Die Haltbarkeit ist gemessen am Preis einfach nicht ausreichend. Bereits nach wenigen Minuten sind Lücken im Lidstrich zu erkennen. Er trocknet schnell, verbleibt aber etwas klebrig. Daran bleibt selbst mit Lidschatten geschminktes Augenlid leicht haften und lässt schon mal einen Abdruck zurück. Bei öligen Lidern bricht er auch schon mal komplett und drückt sichtbar ab. Da überzeugt uns unser Testsieger zu kleinerem Preis auf jeder Linie mehr.
Die geschwungene Form erlaubt zwar, dass der Eyeliner auf beiden Seiten stehen kann, wirklich stabil ist das aber nicht. Es ist nur unnötig klobig. Für die Haptik scheint es keinen Vorteil zu bieten, dann schon eher die überdurchschnittliche Gesamtlänge.
Die enthaltenen, pflegenden Inhaltsstoffe Biotin, Kollagen, Keratin, Panthenol und sogar Peptide sollen laut It Cosmetics „wimpernstärkend“ sein. Anti-Aging-Versprechen werden erfreulicherweise nicht gemacht, obwohl das enthaltene Kupferpeptid (Copper Tripeptide-1) theoretisch Potenzial dazu hat. Auf der kleinen Fläche jedoch sollte nicht viel zu holen sein.

Manhattan Wonder Wing Eyeliner & Stamp
Eine Filzspitze, die zugleich ein Stempel ist, bietet der Manhattan Wonder Wing Eyeliner & Stamp zum kleinen Preis. Sie soll dabei helfen, einen perfekten Schwalbenschwanz am äußeren Augenwinkel zu kreieren. Die Idee ist gut, die Praxis okay. Zu hohe Erwartungen an die Hilfestellung dürften aber eher enttäuschen. Die an einer Seite flach abgeschnittene Filzspitze kann außen am Auge eine „Bügeleisenform“ stempeln. In puncto Symmetrie ist man dennoch weiterhin auf sich selbst gestellt. Die Form des Wings ist zudem etwas bauchig und lässt einen schönen Schwung vermissen. Der Abdruck ist außerdem nicht sehr satt und muss nachgezeichnet werden. Wir sind nicht vollends überzeugt, aber auch nicht enttäuscht.
Die Intensität ist in einer Schicht eher schwach und die Haut scheint deutlich durch. Allerdings lässt sie sich gut in mehreren Schichten aufbauen, hin zu einem satten, gleichmäßigen Lidstrich. Wasserfest ist die Rezeptur leider nicht, und sie macht bei öligen Lidern bereits beim Auftrag durchaus Probleme. Wir sehen ihn eher im Einsatz mit Lidschatten. Großen Bogen bei tränenden Augen machen, denn sonst ist das Geschmiere groß.

Catrice 24h Brush Liner Waterproof
Leider ist der Catrice 24h Brush Liner Waterproof gar nicht waterproof und verschmiert feuchtfröhlich bei der ersten kleinen Träne oder leichter Reibung. Ein herber Verlust ist es nicht, denn der Dip Eyeliner mit mattem Finish ist darüber hinaus nicht bemerkenswert am Auge. Man muss ihn mehrmals nachziehen, bevor er blickdicht und satt schwarz ist, und die Handhabung mit dem dünnen Pinsel ist durchschnittlich bequem. Auch wenn der kleine Preis verlockend klingt, so gibt es genügend Alternativen, die eine bessere Gesamt-Performance bieten.

Maybelline LineRefine Liner Express
Nachdem der Maybelline LineRefine Liner Express in alter Version so unsäglich enttäuscht hat, waren wir gespannt, ob man zumindest einige der Nachteile mit neuer Formulierung ausgebügelt hat. Immerhin sind nun Polymere enthalten, die die zuvor miserable Haltbarkeit boosten könnten. Leider ist die Performance nach wie vor katastrophal und der einzige positive Aspekt der sanfte Silikonapplikator mit Flock-Finish für sehr sensible Augen. Für alle anderen sorgt es leider für einen Kontrollverlust über den Lidstrich und insbesondere den Wing. Eine feine Spitze ist damit nahezu unmöglich.
Ein streifiges, stellenweise durchsichtiges Ergebnis mit schwacher Farbintensität ist auch weiterhin die Spezialität des flüssigen Liners. Auf leicht öligen Lidern will er gar nicht erst haften. Er trocknet je nach Menge vergleichsweise langsam. Einmal angetrocknet, ist er bereit, verwischt zu werden. Wenn er nicht abflockt oder durch Berührung abgerollt wird, verblasst er im Laufe des Tages. Er ist absolut nicht wasserfest.

Benefit They’re Real precision Xtreme Liner
Den Benefit They’re Real Precision Xtreme Liner haben wir in vielen Social-Media-Posts in Action gesehen und wollten unbedingt ausprobieren, ob er sich tatsächlich so schnell und scharfkantig auftragen lässt. Tatsächlich ist die Pinselspitze des flüssigen Liners noch einmal weicher als beispielsweise bei unserem Favoriten von Artdeco oder NYX und umspielt Winkel und Hügel sehr gekonnt. Andererseits dosiert sie dabei etwas zu wenig Flüssigkeit, sodass man zumindest auf ungeschminktem Lid immer nachziehen muss.
Das Schwarz ist satt und glänzend, aber nicht ganz so bestechend wie die anderer Hersteller. Das könnte daran liegen, dass es sich eher um ein leicht warmes Schwarz handelt. In puncto Haltbarkeit trumpft der Benefit-Eyeliner zwar mit gutem Widerstand gegen Reibung und Wasser, verblasst aber im Laufe des Tages schon etwas mehr, als wir uns in dem Preisbereich wünschen würden. Seine Schwalbenschwänzchen haben mal durchgehalten, mal aber auch nicht. Wir würden daher nur dazu raten, wenn einem die anderen Empfehlungen aus dieser Kategorie zu starr sind.

Sante Liquid Eyeliner
Der Liquid Eyeliner von Sante Naturkosmetik enthält viel Alkohol, deklarationspflichtige Duftstoffe und sogar Parfum und ist damit für den Einsatz am Auge wenig geeignet. Schade, denn der Dip-Eyeliner hat eine fast schon cremige Textur, die angenehm auf dem Lid gleitet und einen sehr satten, matten Lidstrich hinterlässt. Um mit dem Pinsel eine filigrane Spitze hinzubekommen, muss man, zugeben, etwas üben, aber dafür verläuft er nicht in feine Linien. Je nachdem, wie sehr man ihn abstreift, trocknet er unterschiedlich schnell, ist dann aber kräftig matt.
Allerdings ist Widerstandsfähigkeit keine seiner Stärken und verblasst im Laufe des Tages beziehungsweise verschwindet der Wing.

Trend !t Up Calligraphy Ultra Precise Eyeliner Waterproof
Ist es ein Déjà-vu beim Eyeliner-Test-Update 2023 oder ist der Trend !t Up Calligraphy Ultra Precise Eyeliner Waterproof von dm identisch mit dem Essence 24ever Ink Liner? Preis, Füllmenge, Verpackung und Inhaltsstoffe sind identisch, und das Produkt ist Made in Germany. Ist der eine ausverkauft, kann man sicherlich problemlos zum anderen greifen. Die kurze Filzspitze ist auch hier ähnlich flexibel und erlaubt präzisen Auftrag in wenigen Zügen. Das Ergebnis ist deckend, gleichmäßig und seidenmatt. Ein guter Einstiegs-Eyeliner für unkomplizierte Lider. Mit Schlupflid wird das Ergebnis nicht lange halten. Die Farbe verblasst zwar im Laufe des Tages etwas und es bilden sich kleinere Lücken im Augenwinkel, aber für den Preis ist es grundsätzlich okay. Vegan und duftfrei ist es dazu auch.

Charlotte Tilbury The Feline Flick Eyeliner
Rabenschwarzen Lidstrich erzielt man mit dem Charlotte Tilbury The Feline Flick Eyeliner bereits in einem Zug. Die Filzspitze gleitet mühelos über das Lid und umspielt dank zylindrischer Form die Kurven, ohne in Linien zu verlaufen. Er trocknet zügig und hinterlässt ein dunkles, mattes Finish mit minimal seidigem Glanz im Vergleich zu Dip Eyelinern. Dadurch eignet er sich für reife Haut, weil er texturierte Lider nicht betont und mit jeder Schicht sogar leicht glatter aussehen lässt. Je dicker jedoch, desto eher kann er am Ende des Tages rissig aussehen.
Anders als bei anderen Prestige-Marken in der Preiskategorie wie NARS, Benefit oder Fenty kommt allerdings kein Luxus-Feeling auf. Man hat dem typischen „Made in Germany“-Eyeliner keine schöne Verpackung spendiert, die durch Mehrgewicht sicher in der Hand liegt, oder einen Deckel, der sicher einrastet. Auch gibt es keine spannenden Farben außer Schwarz wie bei Dior. Wer nicht genau hinsieht. wird ihn mit Essence oder Banana Beauty verwechseln können. Letzter ist zwar weniger satt, in allen anderen Punkten jedoch sehr ähnlich. Beide halten hervorragend, sind wisch- und wasserfest.

NARS Climax Liquid Eyeliner
Große Augen und Hoffnungen hatten wir beim Auspacken des NARS Climax Liquid Eyeliners. Im Karton ist er zusätzlich in einem Sachet luftdicht eingeschweißt, das beim Aufreißen ein rot glänzendes Schmuckstück enthüllt. Am spannendsten jedoch ist die ungewöhnliche Form des Pinselapplikators. Er ist nicht rund wie Tom Ford oder Artdeco, sondern flach gebunden. Durch eine Vierteldrehung kann man so fließend von einem dicken zum dünnen Strich übergehen. Auch verleiht es beim seitlichen, präzisen Auftrag etwas mehr Widerstand und somit Kontrolle.
In der Praxis kommt leider die große Ernüchterung. Mit jeder Anwendung wird es schwieriger, beide Augen satt einzurahmen. Wir sind uns nicht sicher, ob nicht ausreichend Produkt in den immerhin recht großen Pinsel dosiert wird oder ob es zu schnell trocknet und den Durchfluss behindert. Vor der ersten Anwendung mussten wir den Eyeliner mit der Spitze nach unten für einen Tag stehen lassen. Erst dann hat er richtig viel sattes Schwarz dosiert. Am ersten Auge gleitet es wie von allein über das Lid und verleiht die Intensität, die wir uns wünschen. Beim zweiten Auge muss man anfangen, zu schütteln, zweimal zu ziehen und auszubessern. Bei der unterdurchschnittlichen Füllmenge von 0,4 Millilitern tut jedes „Refreshen“ am Handrücken doch etwas weh.
Bedauerlicherweise enttäuscht auch die Haltbarkeit. Ob Wasser, Reibung oder auch Hautfett: alles unterdurchschnittlich widerstandsfähig und nicht dem Preis angemessen. Trägt man Eyeliner solo, ohne Lidschatten darunter, ist das Produkt keine gute Wahl. Dabei verspricht der Hersteller sogar explizit Wisch- und Wasserfestigkeit bis zu 16 Stunden.

Maybelline Hyper Easy Liquid Liner
Ein Flop ist leider der Maybelline Hyper Easy Liquid Liner, und er enttäuscht in jeder Hinsicht. Das einzig Positive ist der sechskantige Querschnitt, der ihn am Wegrollen hindert. Sicherer wird der Halt damit jedoch kaum, weil der Durchmesser sehr klein ist. Für steife Finger daher keine Option. Er hat eine feine Pinselspitze, die auf eine besonders einfache Anwendung hoffen lässt. Pustekuchen.
Er ist schwachbrüstig und hinterlässt selbst in mehreren Zügen ein durchscheinendes, fahles, intensiv glänzendes Schwarz, das selbst ohne Reibung unter laufendem Wasser abgewaschen werden kann. Es wird einfach viel zu wenig Liquid dosiert, um ein schönes und resistentes Ergebnis zu schaffen. Infolgedessen ist auch der Pinselapplikator recht trocken und bremst unangenehm, wenn man über die Haut fährt. In Rezensionen ist zu lesen, dass er wiederum auch zum Überlaufen tendiert. Er ist in China produziert und nicht wie die gelungenen Brush Tip Eyeliner in Korea oder Japan.

Lancôme Idôle Ultra Precise Waterproof Liner
Der Lancôme Idôle Ultra Precise Waterproof Liner sticht mit Form und Farbe aus dem schwarzen Einheitsbrei dieser Kategorie auf jeden Fall hervor. Die kantige Verpackung hat einen Nutzen. Zum einen rollt es nicht vom Tisch, zum anderen liegt er damit besonders sicher in der Hand. Da der Querschnitt etwas klobig ist, ist er bei Personen mit Problemen mit den Fingergelenken unter Umständen eine hilfreiche Option. Auch die Filzspitze mit länglicher Kegelform macht es dieser Zielgruppe sowie Anfängern einfach.
Leider kann uns die Performance ansonsten nicht so recht überzeugen. Es ist kein schlechter Eyeliner, für den gehobenen Preis bekommt man jedoch nur durchschnittliche Intensität und Longlasting-Performance. Nicht schlecht, aber eben nicht herausragend. Besonders das intensiv glänzende Finish empfinden wir als unvorteilhaft „krisselig“. Es betont Unebenheiten und kann reife Haut unvorteilhaft aussehen lassen.
Auf sozialen Plattformen wird das Produkt überdurchschnittlich oft vorgeführt, insbesondere als vier weitere Nuancen lanciert wurden. Bei genauem Hinsehen stellt man fest, dass es sich bei den meisten um Werbung handelt. Es ist kein schlechtes Produkt, aber die Omnipräsenz ist nicht organisch entstanden.

Rare Beauty Perfect Strokes Matte Liquid Liner
Mit seiner besonderen Pinselform hat der Rare Beauty Perfect Strokes Matte Liquid Liner uns durchaus Freude beim Testschminken bereitet. Der große Querschnitt mit vielen Nylonborsten, die zu einer sehr feinen Spitze zulaufen, verhilft nicht nur zu einem breiten Lidstrich. Er stabilisiert auch die Quaste, sodass sie die wenigen Härchen an der Spitze nicht komplett, sondern ganz homogen verbiegen. Dass man bei der Namensgebung keinen Bezug zur Kalligrafie genommen hat, überrascht da sehr.
Wie schade, dass das Ergebnis für den Preis einfach nicht satt und ebenmäßig genug ist. Man muss unweigerlich mehrmals drüberstreichen und macht so den Vorsprung vor anderen Linern zunichte. In einer Schicht ist das Schwarz etwas transparent, stellenweise leicht lückenhaft, aber auch geschichtet nicht das Ende der Fahnenstange. Auf Lidschatten ist das Ergebnis immerhin etwas intensiver. Wer meist beides kombinieren möchte und mit anderen Applikatoren Schwierigkeiten hat, kann es mit dem schön gestalteten Stift probieren.
Der Stab lässt sich übrigens per Drehung öffnen und hat offenbar ein Refill-System verbaut. Nachfüllkartuschen sind jedoch nicht verfügbar. Das überrascht ein wenig bei der Marke, die sich im Marketing auch auf Ideale beruft. Es ist denkbar, dass man es versucht, jedoch daran gescheitert ist, denn der große Pinsel hat den Nachteil, schnell anzutrocknen. Nicht jeder Kunde wird zu einer Reinigung bei Tintenwechsel bereit sein.

Morphe Make It Big Brush-tip Liquid Liner
Der Morphe Make It Big Brush-tip Liquid Liner hat eine Pinselspitze, wie viele andere. Das Fluid darin jedoch ist trockener und wird vergleichsweise sparsam dosiert. Das vermeidet unter Umständen feuchte Abdrücke, erschwert jedoch unnötigerweise den Auftrag. Manchmal schafft man es nicht mehr, den Lidstrich zu vervollständigen, bevor die Kappe wieder drauf muss. Die Linie sieht zudem nie knackig abgegrenzt, sondern etwas schwammig aus, weil man immer wieder neu ansetzen muss. Dafür hält der Lidstrich besonders gut und ist zudem sehr intensiv schwarz und matt.
Leider war unser Testexemplar in recht kurzer Zeit eingetrocknet. Wir konnten ihn ähnlich wie den L’Oréal Paris Infaillible Liner mit etwas Alkohol, Unterdruck und Geduld kurzzeitig wiederbeleben. Würden wir uns nur am Resultat orientieren, würde uns das kräftige, matte Finish überzeugen. Der Weg dahin ist jedoch etwas steinig und nur für jene eines Kompromisses wert, die täglich Lidstriche ziehen.

e.l.f. Cosmetics H2O Proof Inkwell Eyeliner
Das einzig Positive, was wir mit dem e.l.f. Cosmetics H2O Proof Inkwell Eyeliner in Verbindung bringen können, sind drei recht ungewöhnliche Farben über klassisches Schwarz und Braun hinaus. Ansonsten konnte der flüssige Dip Eyeliner mit kurzem Filzapplikator uns weder in Anwendung noch Haltbarkeit überzeugen. Die angeraute Fläche bremst auf der Haut und dosiert die gelartige Textur nur unebenmäßig. Man muss unweigerlich stricheln und kreiert damit unfreiwillig Hubbel. Ein geschwungener Wing mit ebenmäßiger Farbverteilung wollte uns ebenso wenig gelingen wie gerade Linien. Auch der Versuch, sie zu verbreitern, scheiterte. Auf der Hand gelang das zwar alles super, nicht jedoch am Auge.
Das Finish ist intensiv glänzend und betont das Hautrelief ungünstig. Es sieht faltiger aus, als es ist. Das hängt vermutlich auch damit zusammen, dass man die dickere Textur beim Stricheln immer mehr aufbaut. Das Ergebnis sieht wie ein Aufkleber aus und lässt sich auch ähnlich abziehen, oder das Produkt flockt mit der Zeit ab. Auch hier täuschen die Bilder unten im Artikel. Dabei ist der Eyeliner nicht einmal günstig. Die Zeiten, in denen e.l.f.-Produkte nur einen Dollar gekostet haben, sind schon lange vorbei.

L’Oréal Paris Infaillible 36H Grip Micro-Fine Liner
Der L’Oréal Paris Infaillible 36H Grip Micro-Fine Liner erinnert uns ein wenig an den satten NYX Epic Ink Eye Liner, der ebenfalls eine Pinselspitze mit Nylonborsten hat. Da beide zum L’Oréal-Konzern gehören, hätte uns eine identische Zusammensetzung nicht überrascht, sie unterscheiden sich allerdings. Gemeinsam haben sie China als Ort der Produktion sowie die Tendenz zum Eintrocknen. In unserem Test passierte das mit dem L’Oréal-Liner noch einmal früher als mit NYX. Fairerweise sei erwähnt, dass wir dem Hinweis auf waagerechte Lagerung nicht nachgekommen sind. Das mag auf unsere Kappe gehen, ist anderen Linern aber auch nicht zum Verhängnis geworden.
Erfreulicherweise konnten wir den komplett trockenen Liner mit etwas Alkohol und Unterdruck durch langes, intensives Saugen an der Pinselspitze kurzzeitig wiederbeleben. Für unseren Vergleichstest hat es jedoch nicht gereicht. Er muss bis ins Innere eingetrocknet sein.
Zuvor dosierte er die intensiv schwarze Tinte recht großzügig und sorgte für einen semimatten, intensiv schwarzen Lidstrich in einem Zug. Arbeitet man mit dem Liner jedoch nicht zügig genug, trocknet auch die Pinselspitze an, sodass man nicht fertigzeichnen kann. Immerhin verspricht er 36 Stunden Halt. Dieses Zeitfenster haben wir nicht getestet. Wir empfinden den Liner zwar grundsätzlich als recht widerstandsfähig, bei öligen Stellen kann es aber durchaus zu Lücken und Abdrücken kommen.
Stiftung Warentest hat in diesem Eyeliner Nitrosamin-Rückstände deutlich über dem zumutbarem EU-Grenzwert gemessen.

Benefit Roller Liner
Der Benefit Roller Liner sticht durch seine rosa Kappe und konische Form optisch aus der Masse heraus. Dahinter verbirgt sich ein nicht ganz so individueller, länglicher Filzapplikator. In der Praxis hat er aufgrund einer recht festen Beschaffenheit einigen ähnlichen Exemplaren gegenüber einen minimalen Vorteil. Feine Linien, insbesondere die Spitze des Wings, gelingen damit einfacher und je nach Augenform und Übung durchaus in einem Zug. Ein souveräner Auftrag ist bei dem Eyeliner von großem Vorteil, denn die schwarze Flüssigkeit trocknet am Applikator sehr schnell. Arbeitet man nicht zügig genug, geht ihm die Puste aus. Auch sollte man ihn möglichst oft verwenden, damit der Filz nicht vorzeitig eintrocknet.
Ohne diesen Nachteil hätte uns das satte, fast vollständig matte Schwarz in Kombination mit guter Haltbarkeit selbst bei dem gehobenen Preis überzeugt. So ist er jedoch eher etwas für Geübte, die täglich einen ausdrucksstarken Lidstrich schminken. Besonders populär war die braune Nuance, die mittlerweile nicht mehr erhältlich zu sein scheint. Man sollte beim Durchlesen von Bewertungen daher immer darauf achten, ob sie sich auf das Produkt allgemein oder nur auf diese bestimmte, offenbar ungewöhnliche Farbe beziehen. Zum Probieren gibt es immerhin ein Mini, das gelegentlich auch in Sets erhältlich ist.

Manhattan Wonder Ink Precision Eyeliner Pen
Der Manhattan Wonder Ink Eyeliner ist der Nachfolger des Eyemazing-Liners, der seit vielen Jahren in der Drogerie erhältlich war und sicherlich auch viele Fans hatte. Für viele war es einer der ersten Berührungspunkte mit einer Filzspitze. Diese behält das Produkt bei, sie ist jedoch minimal flexibler. Das macht sie bedauerlicherweise etwas weniger kontrollierbar. Ein richtig fein auslaufender Schwalbenschwanz wollte uns damit nicht gelingen.
Die Tinte selbst erscheint uns etwas satter und haltbarer, jedoch erschwert auch hier der Applikator es, sie in einem Zug satt oder auch breit aufzutragen. Man muss unweigerlich mehrmals drübergehen. Das Risiko von Hubbeln und Patzern steigt. Das Resultat ist grundsätzlich in Ordnung, jedoch haben wir weitaus einfachere und intensivere Kandidaten probiert. Wir würden ihn daher nur für eine der vier anderen bunten Farben in Erwägung ziehen.
Obwohl die neue Formulierung mehr Polymere enthält und am Handrücken sowohl recht gut gegen Wasser als auch gegen Mizellenreiniger bestanden hat, ist uns der Lidstrich beim ersten Tränchen schon verlaufen und konnte zudem sehr einfach verwischt werden. Wir würden ihn daher eher für die Anwendung auf Lidschatten verwenden oder mehrmals schichten. Unserer Erfahrung nach wird der Eyeliner dann besonders widerstandsfähig.

So haben wir getestet
Bei der Auswahl der Eyeliner für unseren Test beschränken wir uns auf schwarze Exemplare und berücksichtigen wegen des stark abweichenden Konzeptes keine Kajalstifte. Der Fokus liegt auf flüssigen und cremigen Texturen zum Schminken eines Lidstrichs. Dafür wählen wir Produkte unterschiedlicher Preisklassen aus Drogerie, Parfümerie und Onlinehandel von bekannten Marken aus, die möglichst viele Applikationstechniken abbilden, wie klassische Dip-Eyeliner, Stifte mit Filz- oder Pinselspitze oder Creme-Texturen, für die man einen separaten Pinsel benötigt.
Jedes Produkt wird auf ungeschminktem Auge aufgetragen, um die Haltbarkeit nicht von Lidschatten positiv beeinflussen zu lassen. Wir beobachten dabei das Verhalten beim Auftrag, wie viel Produkt dosiert wird und somit, wie oft man gegebenenfalls nachziehen oder gar zuvor abstreifen muss. Zunächst wird eine möglichst feine Linie gezeichnet und eingeschätzt, wie mühelos ein annähernd gerades Ergebnis zu erzielen ist. Anschließend wird die Form aufgebaut, inklusive einem, soweit machbar, geschwungenen, spitz zulaufenden Schwalbenschwänzchen im Außenwinkel. Dabei ist wichtig, ob die Eyeliner in einem Zug decken, ob sie unschön verlaufen und wie schnell sie trocknen. Abdrücke, Läufe, aber auch Rillen im Resultat sowie eine durchscheinende oder gräuliche Farbe sind weniger erwünscht.
Ebenso bewerten wir das Finish, ob das Hautrelief etwa durch Glanz stark betont wird und ob die Bezeichnung des Herstellers passt. Oft glänzen als „matt“ verkaufte Liner dennoch. Positiv stufen wir weitere Nuancen ein, insbesondere wenn ein (echt) mattes und ein glänzendes Schwarz verfügbar sind.
Jeder Eyeliner wird an zwei Tagen für mindestens acht Stunden alleine im Alltag getragen und seine Performance beobachtet. Die Haltbarkeit ohne zusätzliche Fixierung, wie durch Puder, Lidschatten oder Primer, ist neben der Optik entscheidend. Allen voran achten wir dabei darauf, wie gut jeder Kandidat Hautfett, leichter Reibung und gegebenenfalls Tränchen oder Schweiß trotzt. Wasserresistenz bewerten wir jedoch wegen der möglichen einheitlichen Prüfung vor allem am Handrücken. Ähnliche Produkte testen wir zudem paarweise halbseitig erneut, um eventuelle Unterschiede einbeziehen zu können. Bevor abgeschminkt wird, schauen wir sehr genau hin, wie sich der Lidstrich im Vergleich zum frischen Auftrag verändert hat.
Die Eyeliner werden an den Lidern unserer Autorin mit halben Schlupflidern getestet. Anfang 40 weisen sie einen leichten Elastizitätsverlust mit zunehmend sichtbarer Textur auf, die von einigen Finishes unvorteilhaft betont werden kann. Zudem bewegt sich die Haut beim Auftrag mittlerweile leicht mit. Die Lider sind weder ausgeprägt fettig noch trocken, jedoch stellt die Lidfalte einen Härtetest über den Tag hinweg dar. Ein Lidstrich, insbesondere ohne Lidschatten, gehört nicht zu ihrer regelmäßigen Schmink-Routine, sodass jede Anwendung Konzentration und Geduld erfordert, insbesondere hinsichtlich der Symmetrie.
Die Performance auf der Hand kann wesentlich vom Verhalten am Auge abweichen. Nicht nur ist die Beschaffenheit anders, sondern auch die Schichtdicke zur Anschaulichkeit schnell dicker und widerstandsfähiger.
Die wichtigsten Fragen
Welcher ist der beste Eyeliner?
Der beste Eyeliner ist für uns der Artdeco High Intensity Precision Liquid Liner. Er überzeugt uns auf ganzer Linie durch eine sehr einfache Anwendung, die dafür nicht an Farbbrillanz einbüßt. Am Ende des Tages sieht zwar auch er nicht mehr frisch aus, gehört aber immer noch zu den schwärzesten und unversehrtesten. Er dosiert optimal und erfordert kein Nachziehen, weil er sofort schwarz und blickdicht wird.
Was ist der Unterschied zwischen Eyeliner und Kajal?
Ein Kajal ist aufgebaut wie ein normaler Stift mit einer farbigen Mine. Mit ihm lassen sich weichere Linien ziehen als mit einem Eyeliner. Ein Kajalstift ist immer eine gute Wahl für den allerersten Lidstrich. Das Ergebnis ist softer, lässt sich verwischen und kreiert einen Lidstrich in „Light-Variante“ – sowohl in Ausdruck, als auch in Fehleranfälligkeit.
Was für Eyeliner gibt es?
Der Dip Eyeliner besteht aus einem mit Tusche gefüllten Behälter und einem integrierten Applikator. Gel Eyeliner werden sowohl in Tiegeln, als auch in Stiftform zum Anspitzen angeboten. Pen Eyeliner werden – wie der Name schon sagt – in Stiftform verkauft. Felt Tip Eyeliner sind ebenfalls in Stiftform, haben aber einen Filzapplikator, sodass diese Eyeliner an Filzstifte erinnern.
Welchen Eyeliner für Anfänger?
Ein präziser, satter Lidstrich erfordert viel Übung, auch um erstmal die passende Form für sich zu finden. Am besten startet man mit einem Kajalstift. Ist die Mine weich, kann man auch mit einem Pinsel Farbe entnehmen und wie einen Gel Eyeliner verwenden. Flüssige Eyeliner mit Filzspitze sind ein guter Einstieg, weil sie viel verzeihen und seitlich gehalten die Form schier von allein ziehen. Satter wird es mit Pinselspitze.
Wie verhindert man, dass der Eyeliner verschmiert?
Die beste Möglichkeit, um Eyeliner am Verschmieren, Verlaufen oder am Abdrücken zu hindern, ist, einen anderen zu wählen. Wir haben einige sehr haltbare Empfehlungen in unserem Test, die Nerven schonen. Bis dahin kann man einen schlecht haltbaren Eyeliner direkt nach dem Auftrag mit schwarzem Lidschatten abpudern, um seine Haltbarkeit zu verbessern. Mit Lidschatten geschminkte Lider – bestenfalls mit Eyeshadow Primer grundiert – verbessern ebenfalls die Haltbarkeit.
Wie schminkt man einen schönen Schwalbenschwanz (Wing) mit dem Eyeliner?
Um einen wohlgeformten, geschwungenen Wing am Auge hinzubekommen – und das auf beiden Augen symmetrisch – ist vor allem viel Übung erforderlich. Mit jedem Mal wird es ein wenig besser, bis die Handgriffe ins Blut übergehen und man sich nicht mehr so anstrengen muss. Ein guter Eyeliner kann den Lidstrich vereinfachen. Gerade in der Eingewöhnungsphase empfehlen wir Felt Tip Liner, weil man mit ihnen nur stempeln muss. Die besten in unserem Test…
























































































