Gutes Puder soll in erster Linie den Teint zuverlässig mattieren. Glanz öliger Haut oder aus Hautpflege, Sonnencreme oder Foundation soll direkt sowie über den Tag hinweg absorbiert werden. Bestenfalls sieht das Hautbild ebenmäßiger und weichgezeichneter aus, ohne plakativ und geschminkt zu wirken.
Ein Hauch Puder fixiert allerdings auch flüssiges Make-up und schafft eine gleichmäßige Unterlage für Rouge und Bronzer. Man kann dem Teint mit Finishing-Puder allerdings auch nur einen optischen Feinschliff verleihen. So sind Gesichtspuder längst nicht mehr nur matt. Fein lichtreflektierende Partikel können trockener Haut zu mehr Dimension verhelfen oder auch Linien und Poren kaschieren.
Der Wunsch, mit Puder zeitgleich auch Unebenheiten des Teints abzudecken, ist nachvollziehbar, für unseren Test jedoch keine Voraussetzung, weil es meist im Widerspruch zu einem natürlich aussehenden Finish steht. Wir empfehlen zu dem Zweck daher dafür optimiertes Kompakt-Make-up.
Kurzübersicht
MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural
Das MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural haben wir zum Testsieger ernannt, weil es sowohl für ölige als auch für trockene Haut funktionieren kann. Es hat eine sehr feine gebackene Textur, die optimal mit der Haut verschmilzt und im Finish das Licht so natürlich reflektiert wie gesunde Haut. Das Mineralpuder ist in vielen Farben erhältlich und kann auch feucht angewendet werden, um etwas mehr Abdeckung zu erzielen.
NYX Professional Make-up Wonder Snatch Lifting Setting Powder
Eine lose und günstige Alternative ist das NYX Professional Make-up Wonder Snatch Lifting Setting Powder mit leichter, fast transparenter Tönung in sechs Nuancen. Es eignet sich für die meisten Hauttypen, primär jedoch für normale und Mischhaut. Es absorbiert leichten Ölglanz, ebnet den Teint optisch und hinterlässt dennoch einen schönen Reflex, sodass das Ergebnis nicht plakativ wirkt. Leider wird die Handhabung durch die Verpackung erschwert. Das hat jedoch keinen Einfluss auf das recht langlebige Resultat.
Hourglass Ambient Lighting Powder

- Natürliches, lichtreflektierendes Finish (für trockener / reife Haut)
- Mattiert dennoch dezent
- Für reife, trockene Haut
- Staubt nicht (ergiebig)
- Mini erhältlich
- Verwirrende Farbstrukturierung (verschiedene Effekte – nicht nach Farben)
- Keine Quaste / Pinsel
- Sehr teuer
Das Hourglass Ambient Lighting Powder ist eine Empfehlung für alle Hauttypen, aber insbesondere für feuchtigkeitsarme Haut. Obwohl das gebackene Puder zu mattieren vermag, lässt es die Haut nie spannen und schenkt ihr durch feine Schimmerpartikel Dimension. Der Teint wirkt optisch verschönert, weichgezeichnet, ohne sich abzusetzen oder plakativ zu wirken. Die moderne Herstellungsweise beschert einen nahezu gar nicht staubenden Puderstein, der sich dadurch nur langsam verbraucht und den Preis rechtfertigt. Vorsicht jedoch bei der Nuancenwahl: Die sechs erhältlichen Schattierungen sind nicht farblich gestaffelt, sondern haben unterschiedliche Effekte.
Chanel Poudre Universelle Libre
Der Preis des Chanel Poudre Universelle Libre ist happig, aber man bietet uns dafür auch etwas: Es mattiert mit am besten in unserem Test und verfeinert das Hautbild optisch. Lose Puder haben stets einen Komfortnachteil, doch Chanel macht das Beste daraus und bietet uns eine dem Preis angemessene Verpackung. In neuer Version wird auf Talkum verzichtet, ohne Performance einzubüßen. Im Update auch in farbloser Version erhältlich, sodass sich unsere einstige Kritik zu den Nuancen erübrigt.
NYX Professional Make-up High Definition Finishing Powder

- Zuverlässige Mattierung
- Feines Finish
- Universell / farblos
- Sehr kompakt
- Guter Preis
- Kein Spiegel oder Quaste
Das NYX Professional Make-up High Definition Finishing Powder möchten wir vor allem für das Nachpudern zwischendurch empfehlen, weil es keine Farbe aufbaut, die sich im Laufe des Tages unschön absetzen könnte. Ein nahezu neutrales Produkt, das überschüssigen Glanz reduziert und lange zurückhält. Insbesondere in der Funktion würden wir uns einen Spiegel wünschen. Die Dose ist jedoch kompakt genug, dass in der Tasche noch Platz für Pinsel und Spiegel übrig bleiben sollte.
Vergleichstabelle
Bis zu 10 Produkte auswählen und direkt gegenüberstellen.




































- Zuverlässige Mattierung
- Leichte Korrektur (feuchter Auftrag für noch mehr Abdeckung möglich)
- Natürliches, lichtreflektierendes Finish
- Viele Farben
- Keine Quaste / Pinsel
- Teuer

- Seidenmattes Finish
- Weichzeichnend und leicht ölabsorbierend
- Feine, lose Textur
- Günstig
- Verpackung
- Geringe Füllmenge für loses Puder

- Natürliches, lichtreflektierendes Finish (für trockener / reife Haut)
- Mattiert dennoch dezent
- Für reife, trockene Haut
- Staubt nicht (ergiebig)
- Mini erhältlich
- Verwirrende Farbstrukturierung (verschiedene Effekte – nicht nach Farben)
- Keine Quaste / Pinsel
- Sehr teuer

- Zuverlässige, langanhaltende Mattierung
- Natürliches Finish
- Hochwertige Verpackung mit großer Öffnung + Quaste
- Viel Inhalt
- Nicht für unterwegs geeignet
- Teuer

- Zuverlässige Mattierung
- Feines Finish
- Universell / farblos
- Sehr kompakt
- Guter Preis
- Kein Spiegel oder Quaste

- Zuverlässige, langanhaltende Mattierung
- Weichzeichnend
- Feine, seidige Textur
- Viele Nuancen (Hauttöne + Brightening)
- Mini erhältlich
- Hochpreisig
- Parfümiert inkl. deklarationspflichtiger Duftstoffe
- Teuer

- Für Touch-Ups
- Zuverlässige Mattierung
- Etwas Weichzeichnend
- Unsichtbar & problemlos schichtbar
- Handschmeichler, nachfüllbar
- Verpackung Handschmeichler, aber recht klobig
- Mattierung etwas kurzlebig
- Teuer

- Intensive Mattierung
- Deutlich weichzeichnend
- Universell / farblos
- Mit Spiegel und Schwämmchen
- Dunkelt etwas nach
- Haltbarkeit könnte besser sein
- Teuer

- Für Touch-Ups
- Dezente Mattierung
- Leicht weichzeichnend und korrigierend
- Feine Textur, trägt nicht auf
- Viele Nuancen
- Dezenter Effekt, eher für Touch-ups
- Mattierung nicht langanhaltend
- Dose anfällig für Abdrücke

- Natürliches, lichtreflektierendes Finish (für trockene bis reife Haut)
- Mattiert dennoch dezent
- Korrigierende, ergiebige Puderkugeln
- Augenschmaus, schönes Geschenk
- Parfümiert
- Neueste Version mattiert weniger
- Anwendung etwas friemelig
- Teuer

- Für Touch-Ups
- Zuverlässige Mattierung
- Weichzeichnend
- Innovative Formulierung mit Upsalite
- Professionelle Quaste
- Neutrale Nuance
- Kann feine Linien & Flaum betonen
- Haltbarkeit hinter Erwartungen
- Sehr teuer

- Zuverlässige Mattierung
- Weichzeichnend
- Leichte Korrektur
- Viele Nuancen inkl. farblos
- Sammelt sich auf texturierter Haut
- Kantige Dose
- Falsche Inhaltsstoffe auf der Website

- Seidenmattes Finish für die Augenpartie
- Weichzeichnend
- Produktüberschuss nahezu unmöglich
- 5 Nuancen (Haut & Brightening)
- Kompakt
- Nur partiell sinnvoll (dauert sonst zu lang)
- Weniger für trockene Augenpartie geeignet
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- Fälschlicherweise als »vegan« geführt

- Dezente Mattierung
- Seidenmattes Finish
- Gut für Touch-ups
- Neutral / farblos
- Sehr günstig
- Stumpfe Optik bei Übermaß
- Etwas schwachbrüstig
- Weißer Schleier

- Zuverlässige Mattierung
- Subtil reflektierend
- Mit Quaste
- Relativ günstig
- Haltbarkeit, sieht abends nicht schön aus
- Weniger für trockene oder reife Haut geeignet
- Tönung nicht neutral genug

- Leichte Mattierung
- Natürliches Glow-Finish
- Verschließbares Sieb
- Günstig
- Eher für junge, glatte Haut
- Betont Poren & Fältchen

- Dezente Mattierung
- Weichzeichnend
- Natürlich reflektierendes Finish
- Nicht staubig
- Universell / farblos
- Effekt eher kurzlebig
- Teuer

- Neutrales Finish
- Anpassbare Mattierung
- Weichzeichnend
- Große Dose
- Preis-Leistungs-Verhältnis

- Zuverlässige Mattierung
- Weichzeichnend
- Unter Makeup anwendbar
- Farbneutral
- Sehr günstig
- Etwas stumpfes Finish
- Betont Schüppchen
- Auf dunkler Haut sichtbar
- Dose zu klein, staut bei jeder Anwendung

- Zuverlässige Mattierung
- Unscheinbar auf der Haut
- Universelle Nuance für hellere Haut
- Sehr günstig
- Betont feinen Flaum, etwas »cakey«
- Auf dunkler Haut als Schleier sichtbar
- Etwas staubig
- Mattierung recht kurzlebig

- Feines Finish
- Intensive Mattierung
- Leichte Korrektur
- Mattierung hält nicht so lange wie erhofft

- Zuverlässige Mattierung
- Verfeinert optisch das Hautbild
- Leichte Korrektur
- Mit Spiegel und Schwämmchen
- Günstig
- Sammelt sich auf texturierter Haut (auch ungetönt erhältlich)
- Effekt nicht langanhaltend
- Etwas klobig

- Natürliches Finish
- Zuverlässige Mattierung
- Günstig
- Enthält problematischen Konservierer Quaternium-15
- Verpackung
- Nur für helle bis mittlere Hauttöne

- Anpassbare Mattierung
- Weichzeichnend und minimal korrigierend
- Viel Farben
- Günstig
- Mattierung hält nicht lange an
- Kann sich in Poren sammeln
- Puderstein etwas staubig und empfindlich

- Seidenmattes, schimmerndes Finish
- Weichzeichnend und ölabsorbierend
- Feine Textur mit guter Dosierung
- Durchdachte Verpackung
- Grobe, funkelnde Schimmerpartikel
- Sehr dunkel (Bronzer auf heller Haut)

- Zuverlässige Mattierung
- Matt mit leichtem Reflex
- Vier Kammern zum Mischen
- Sehr günstig
- Weißer Schleier
- Betont Flaum
- Sammelt sich, »cakey«
- Friemelige Anwendung
- Intensiv süße Parfümierung mit deklarationspflichtigen Duftstoffen

- Zuverlässige Mattierung
- Leichte Korrektur
- Sehr günstig
- Sammelt sich auf texturierter Haut
- Spannt auf trockener Haut
- Nur für helle bis mittlere Hauttöne

- Zuverlässige Mattierung
- Leichte Korrektur
- Günstig
- Sammelt sich auf texturierter Haut
- Spannt auf trockener Haut
- Klapprige, klobige Verpackung
- Nur für helle bis mittlere Hauttöne
- Parfümiert + Farnesol

- In dünner Schicht schönes, natürliches Finish
- Anpassbare Mattierung
- Farbliche Korrektur
- Mit Spiegel und Quaste
- Sehr kompakt
- Sammelt sich auf texturierter Haut
- Bei Pickeln weniger geeignet
- Nur für helle bis mittlere Hauttöne

- Leichte Mattierung
- Universell farblos
- Günstig
- Mattierung nicht langanhaltend
- Kann auf dunkler Haut auffallen
- Kleine, überfüllte Dose

- Starke Abdeckung (eigentlich Foundation)
- Viele Farben
- Ebenmäßiges Hautbild
- Zum Nachpudern wenig geeignet
- Parfümiert + deklarationspflichtige Duftstoffe

- Sichtbare Abdeckung (eigentlich Foundation)
- Leicht mattierend
- Textur als Puder über Foundation unvorteilhaft, muss eingearbeitet werden
- Kann dadurch cakey aussehen und Hauttextur betonen
- Wenige Farben für deckendes Produkt
- Hellste ziemlich dunkel

- Mit Sulfur gegen Pickel
- Intensiv Mattierend
- Günstig
- Stumpfes Finish
- Rosige Farbe nicht universell
- Penetranter Parfum-Duft inkl. deklarationspflichtiger Duftstoffe

- Deutliche Mattierung
- Universell farblos
- Günstig
- Etwas stumpfes Finish
- Mattierung nicht langanhaltend
- Kann auf dunkler Haut auffallen
- Kleine, überfüllte Dose

- »Flüssiger« Puder mit Wasser (kühlend)
- Mattierend und weichzeichnend
- Feine Textur
- Deckel verspiegelt
- Mattierung nicht langanhaltend
- Bremst beim Verblenden
- Betont trockene Stellen
- Tönung zu dunkel auf heller Haut
- Gewicht inkl. Wasser, nicht ergiebig
dezente Tönung
dezente Tönung
dezente Tönung
dezente Tönung
subtile Tönung
dezente Tönung
subtile Tönung
deutliche Tönung
dezente Tönung
dezente Tönung
dezente Tönung
subtile Tönung
dezente Tönung
dezente Tönung
deutliche Tönung
dezente Tönung
dezente Tönung (weiß)
deutliche Tönung
deutliche Tönung
deutliche Tönung
deckende Tönung
dezente Tönung
subtile Tönung
Methyl Methacrylate Crosspolymer, Boron Nitride, Silica, Phenoxyethanol, Caprylyl Glycol, [+/- Iron Oxides (CI 77491, CI 77492, CI 77499)].
Pink: Talc, Mica, Aluminum Starch Octenylsuccinate, Dimethicone, Magnesium Stearate, Silica, Parfum, Boron Nitride, Trimethylsiloxysilicate, Lithothamnion Calcareum Powder, Mannitol, Caprylhydroxamic Acid, Diatomaceous Earth, Zinc Sulfate, Citronellol, Limonene, Linalool, , [+/- Titanium Dioxide (CI 77891), Red 28 Lake (CI 45410)].
White: Talc, Mica, Aluminum Starch Octenylsuccinate, Oryza Sativa Starch, Dimethicone, Magnesium Stearate, Silica, Parfum, Boron Nitride, Trimethylsiloxysilicate, Caprylhydroxamic Acid, Citronellol, Limonene, Linalool.
Green: Talc, Mica, Aluminum Starch Octenylsuccinate, Dimethicone, Magnesium Stearate, Silica, Parfum, Boron Nitride, Trimethylsiloxysilicate, Caprylic/ Capric Triglyceride, Magnolia Officinalis Bark Extract, Caprylhydroxamic Acid, Citronellol, Limonene, Linalool, [+/- Chromium Oxide Greens (CI 77288), Ferric (Ammonium) Ferrocyanide (CI 77510)].
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Toller Teint: Puder im Test
Bereits mit einem Inhaltsstoff kann ein brauchbares Puder hergestellt werden. Es überrascht daher nicht, dass viele Produkte minimalistisch formuliert sind und funktionieren. Einige beliebte Puder bestehen nur aus einem oder zwei Inhaltsstoffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Puder identisch sind und mehr Ingredienzien nutzlos wären. Die Qualität der Rohstoffe ist sehr unterschiedlich, etwa der Mahlgrad der Mineralien oder die Qualität von Mehlen. Reis und Mais werden nämlich auch gern zusätzlich eingesetzt.
Apropos: Wenn Marken mit Slogans wie „auf Mineralbasis“ werben, können Sie ab sofort darüber schmunzeln – denn das gilt für fast alle Puder auf dem Markt. Es handelt sich dabei um keine bemerkenswerte Eigenschaft.
Je problematischer die Haut, umso mehr steigen die Ansprüche an die finale Optik des Teints und die Performance über den Tag hinweg. Dazu können weitere, teils synthetische Bestandteile beitragen. Insbesondere ausgeprägte Poren sowie Fältchen und alternde Haut profitieren von raffinierten Formulierungen, die geschickt kaschieren, anstatt zu betonen.
Puder je nach Hauttyp
Für die richtige Wahl des Puders orientiert man sich an seinem Hauttyp und aktuellem Zustand. Die meisten dürften entweder mit Tendenz zur Trockenheit, zu einem Ölüberschuss oder in Form von Mischhaut zu beidem tendieren. Zusammen mit normaler Haut gibt es nur diese vier Hauttypen.
Ölige Haut kann feuchtigkeitsarm sein
So kann auch ölige Haut zeitweise den Hautzustand „feuchtigkeitsarm“ aufweisen und vor ähnliche Herausforderungen stellen wie trockene Haut. Stark mattierende Puder können sich trotz ausreichend Talg absetzen und das Hautbild trocken aussehen lassen. Auf den Hautzustand kann man allerdings mittelfristig Einfluss nehmen, etwa mit reizarmer, barrierestärkender Hautpflege.
Den Hauttyp kann man nicht aktiv ändern, jedoch Einfluss auf die Ausprägung nehmen. Die Sebumproduktion der Haut wird durch Hormone bestimmt, sodass wir beispielsweise während der Pubertät oder Schwangerschaft deutliche Veränderungen beobachten können. Auch der Lebensstil und die Ernährung sind daher nicht unwesentlich an der Menge und Qualität des Hauttalgs beteiligt. Mit Kosmetik kann man feinjustieren, beispielsweise die Qualität des Sebums verbessern, sodass sich Poren weniger verstopfen. Irritierende Produkte wiederum können durch teils unsichtbare Entzündungsreaktionen die Haut fettiger machen.
Viele Bestandteile von Kosmetikprodukten, insbesondere für unreine Haut, haben ein hohes Irritationspotenzial, das unbemerkt bleibt. Duftstoffe, hohe Mengen denaturierten Alkohols oder auch potente Wirkstoffe, die der Haut durchaus Gutes tun, aber auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Ferner kann auch Sonnenstrahlung oder zu warmes Wasser oder aggressive Gesichtsreinigung beim Waschen die Haut reizen. Alles kleine Stellschrauben, an denen man drehen kann, um langfristig den Puderbedarf zu senken.
Nicht nur bei Akne-geplagter Haut kann sich ein kontrollierter Einsatz von chemischen Peelings als erfolgreich erweisen. Insbesondere BHA (Betahydroxy-Säure) in Form von Salizylsäure kann den Abtransport von Talg aus der Pore begünstigen und weniger Unreinheiten nach sich ziehen. Ein weiterer Inhaltsstoff, den wir für ein feineres Hautbild empfehlen möchten, ist Niacinamid – all dies natürlich nur, um Puder schön wirken zu lassen.
Lose oder gepresst
Loses und Kompaktpuder unterscheiden sich mehr als nur in der „Darreichungsform“. Einige effektive Puderbestandteile lassen sich alleine nämlich nicht pressen, beispielsweise Silica. Insbesondere Talkum (Talc) sorgt für stabile Pudersteine, die bei einem Sturz nicht sofort zerfallen. Bei gepressten Pudern geht man daher stets auch einen Kompromiss zugunsten des Anwendungskomforts ein. Lose Puder sind weniger praktisch, bieten zugleich aber mehr Kontrolle über das Ergebnis. Je nach Zusammensetzung sind sie oft entweder stärker ölabsorbierend oder dienen einem optischen Feinschliff.

Man kann jedoch nicht behaupten, dass die eine Form besser für jenen Hauttyp sei und umgekehrt. Es gibt sowohl gelungene lose als auch gepresste Gesichtspuder für alle Hauttypen. Wichtiger ist, mit der zum Produkt passenden Technik und „Werkzeug“ zu arbeiten, um die Vorzüge herauszukitzeln.
Wichtiger als die Art ist die Technik beim Auftragen
Stäubt man lose Puder mit einem Pinsel, erzielt man auf trockener Haut einen ähnlichen Effekt wie mit gepressten Pudern. Auf öliger Haut kann es von Vorteil sein, das Puder großzügig aufzutragen, ein wenig abzuwarten und den Überschuss abzufegen. Mit einem helleren Puder auf selektierten Bereichen nennt man diese Technik „Baking“ und sie eignet sich vor allem für herausfordernde Anlässe.
Lose Puder haben in der Regel eine größere Füllmenge als gepresste und suggerieren einen besseren Deal. Man muss jedoch bedenken, dass man dazu tendiert, deutlich mehr Produkt anzuwenden und den Überschuss wegzufegen, wenn man es als Fixierpuder einsetzt. Auch verliert sich ein Teil durch einen stärkeren Staubnebel.
Gerade bei losen Pudern steht die Füllmenge auch stark im Zusammenhang mit den eingesetzten Füllstoffen. Diese sollen die Textur auflockern und haben ein geringeres Gewicht. Man sollte daher die Füllmengen nicht starr vergleichen.

Gebackenes Puder
Vergleichsweise neu im Vergleich zu losen und gepressten Pudern sind Baked Powder, die von gleich zwei Empfehlungen in unserem Test vertreten werden. Das Backen ermöglicht ein kompaktes Puder ohne die Notwendigkeit einer großen Menge pressbarer Grundstoffe, allem voran Talkum. Das macht sie besonders geeignet für trockene, feuchtigkeitsarme oder reife Haut. Oft werden die Produkte dieses Verfahrens als „Mineralpuder“ bezeichnet oder beinhalten „Mineral“ im Namen, obwohl sie nicht zwangsläufig „mineralischer“ sind als andere.
Diese Puder werden zunächst zu einem Brei angemischt und anschließend auf Tonplatten gebacken. Man unterschätzt deswegen durchaus die Restmenge bei solchen Produkten, weil kein Metallpfännchen in Sicht ist, je leerer es wird. Für den Brei werden Bestandteile verwendet, die in einem trockenen Puder nicht funktionieren würden. Beim Backen jedoch trocknen sie und ergeben andersartige Eigenschaften als traditionell gepresste Formulierungen. Die Textur ist meist seidiger und das Finish feiner und strahlender. Sie können sich beinahe cremig anfühlen. Sie verlängern zwar auch die Haltbarkeit des Make-ups, durch den sparsameren Einsatz jedoch sind es keine Fixierpuder per se.
Achtung, staubig! Hier gilt: Vorsichtiger kreisen als bei traditionellen Pudern!
Manche gebackenen Puder tendieren dazu, während der Anwendung etwas staubig zu sein. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran, weniger und vorsichtiger zu kreisen als bei traditionellen Pudern.
Das Hourglass Ambient Lighting Powder in unserem Test ist unter den gebackenen Pudern noch einmal eine Besonderheit, weil es überhaupt nicht staubt. Der Stein selbst ist auch viel härter als bei den oft als „Mineral Baked Powder“ kategorisierten Pudern wie auch dem MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish. Das macht es nicht nur enorm bequem dosierbar, sondern sehr effizient im Verbrauch.
Puderpinsel oder Quaste?
Nachteile des Einsatzes von Puder beim Make-up können mit einer passenden Auftragetechnik weitestgehend reduziert werden. Wer sich beispielsweise über betonten Gesichtsflaum ärgert, kann statt zu kreisen den Puderpinsel nur von oben nach unten ziehen. Man sollte ein ungeliebtes Puder nicht sofort aufgeben, sondern es stattdessen zunächst mit einem anderen Tool ausprobieren.
Puderpinsel
Der richtige Puderpinsel ist eine Wissenschaft für sich. Während es recht üblich ist, große, rund geformte Quasten zu benutzen, können sie bei einigen Formulierungen auch kontraproduktiv sein. Das zunächst intuitive Kreisen kann dazu führen, dass sich Puder auf dem feinen Flaum absetzt und nicht optimal mit dem Untergrund verbindet. In Kombination mit gröberen Borsten kann sich die Haut durch die Reibung etwas schuppen und zusätzlich zu einem unruhigen Hautbild beitragen.
Es hilft, sich den Puderpinsel als Quasten-Alternative vorzustellen und Puder sanft zu tupfen und in die Haut zu pressen. Statt runder Pinselköpfe können eher flach gebundene oder stark gestufte besser kontrollierbar sein. Puderpinsel müssen dabei keinesfalls groß sein. Insbesondere bei nur wenig öliger Haut kann auch ein kleiner Pinsel punktuell geschwungen sogar von Vorteil sein.

Puderquasten
Ob aus Veloursamt, Plüsch oder Federn – appliziert man sein Puder mit einer Quaste, fühlt man sich direkt ein bisschen „vintage“. Damit es für die Applikation vorteilhaft ist, muss man sich zuvor mit der Technik auseinandersetzen.
Während große, flauschige Quasten eigentlich nur mit losem Puder funktionieren, indem der Teint mit einer Schicht bestäubt und der Überschuss weggefegt wird, sind kompakte Quasten, etwa aus Samt, vielen Produkten für Touch-ups unterwegs beigelegt.
Beiliegende Quasten sollte man regelmäßig reinigen und ersetzen.
Profis benutzen wiederum auch große, flache Quasten (im Foto oben links in Rosa), die sie mit Fixierpuder „durchtränken“, in die Fasern einreiben und tupfend in die Haut pressen. Das sorgt in der Regel für intensive, gleichmäßige und langanhaltende Mattierung, kann aber auch schnell etwas künstlich wirken.
Ebenso wie Pinsel sollten Quasten und Schwämme regelmäßig gereinigt und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Zwar sieht man oft nur die Produktreste, man trägt bei der Anwendung aber natürlich auch Produktreste und Hauttalg ab, die mit der Zeit oxidieren und Bakterienbildung begünstigen.
Make-up-Schwämmchen
Eigentlich sind die Schwamm-Eier vor allem für ihren Einsatz mit Foundation populär geworden. Die feinporöse Oberfläche hat sich aber für viele auch für den Auftrag von Puder bewährt. Diese Art von Tool wird in der Regel feucht angewendet (durchtränken und sorgfältig ausdrücken), was einem staubigen Finish entgegenwirken kann. Durch die Tupfbewegung erleben viele auch, dass das gesamte Make-up noch einmal abgerundet wird. Ein Hack unter Enthusiasten ist es, das Schwämmchen mit einem Setting-Spray einzunebeln, sodass darin enthaltene Feuchthaltemittel für eine noch etwas gepflegtere Optik sorgen.
Neuere Versionen solcher „Eier“ sind auch in einer beflockten Mikrofaser-Variante erhältlich. Sie haben ganz feine Fasern auf der Oberfläche. Sie können auch trocken angewendet werden und sorgen gerade zusammen mit Puder für ein deckenderes, aber natürlich aussehendes Finish. Für den großflächigen Einsatz ist es eventuell zu langwierig und auf trockener Haut etwas zu viel des Guten, punktuell jedoch ein ausgezeichneter Tipp für die Augenpartie und T-Zone.
Getönt oder transparent?
Getöntem Puder werden Eisenoxide und Titanoxid sowie seltener andere Färbemittel hinzugefügt. In geringer Menge beugen sie vor, dass man auf dunkleren Hauttönen einen weißen Schleier sehen kann. Je mehr man davon hinzutut, desto mehr können sie Unebenheiten kaschieren. Zugleich steigt jedoch auch das Risiko, dass getöntes Puder im Laufe des Tages in Linien kriecht und Schüppchen sichtbar betont. Bei trockener oder reifer Haut kann der Verzicht auf eine Tönung daher oftmals die bessere Wahl sein.
Etwas Pigment hilft beim Ausgleichen von Unebenheiten
Tönende Pigmente sind tendenziell etwas austrocknend und machen das Finish stumpfer. Dem kann durch leichtere Füllstoffe entgegengewirkt werden. Es ist zudem wichtig, getönte Puder unter realistischen Bedingungen zu testen oder die Farbe mit dem Wissen zu wählen, dass sie nachdunkeln können. Einerseits wirkt der trockene Puderstein meist heller als das Ergebnis auf eingecremter oder öliger Haut. Ebenso kann es auch im Laufe des Tages noch einmal nachdunkeln.

Dezente Schimmerpartikel im Puder wirken zunächst abschreckend, können sparsam eingesetzt auf trockener oder reifer Haut das fehlende Puzzleteil zu einem ebenmäßiger aussehenden Finish sein. Hat der Schimmer eine passende Größe, kann er Licht diffus streuen und so von beispielsweise feinen Linien ablenken.
Ein leichter Perlglanz gibt einer geschminkten Haut gegebenenfalls etwas mehr Tiefe zurück. Allerdings sollte man hier nicht überdosieren: Wie wir bei so manchem Puder erlebt haben, führt zu viel Glimmer (Mica) dazu, dass Linien und Poren unschön betont werden und speckig wirken.
Nachpudern
Selbst das beste Puder schützt nicht davor, dass man auch mal im Laufe des Tages partiell glänzt. Je nach Situation ist ein Nachpudern erforderlich. Grundsätzlich kann man dafür auch denselben Puder wie morgens verwenden. Insbesondere Puder, die viel Pigment enthalten, könnten mit jeder zusätzlichen Schicht allerdings für eine unerwünschte Optik sorgen.
Für solche Touch-ups gibt es spezielle Blotting Powder, die für das Nachpudern unterwegs konzipiert sind. Sie bauen in der Regel nicht unnötig Farbe auf und fokussieren sich nur auf die Reduktion des Glanzes. Beispielsweise eignet sich das NYX Professional Make-up High Definition Finishing Powder hierfür: Es ist kompakt und farblos.
Alternativ empfehlen wir Blotting Papers statt nachzupudern. Sie funktionieren wie Löschpapier, absorbieren überschüssiges Öl. Das funktioniert durchaus auch mit porösen Schwämmchen. Der Nachteil am Abtupfen ist natürlich, dass es nicht so langanhaltend wie eine weitere ölabsorbierende Puderschicht ist. Ein Vorteil wiederum, dass auch Schweißtröpfchen abgetragen werden können – große Empfehlung für den Sommer.

„Vorpudern“
In den vergangenen Jahren erlangte eine Profi-Technik durchaus auch unter Enthusiasten eine gewisse Popularität: Puder vor der Foundation anzuwenden. Ziel ist es, das Öl bereits zu absorbieren, bevor es an die Oberfläche gelangt. Überdies werden Linien und Poren wie durch einen Primer leicht aufgefüllt und bieten eine ebenmäßige Unterlage. Das funktioniert natürlich nicht mit allen Pudern. Da man aber Make-up schnell abschminken und neu auftragen kann, kann man es jederzeit einmal ausprobieren. Wir empfehlen es vor allem für kleinere Partien, die im Laufe des Tages dazu tendieren, aufzufallen.
Lichtschutzfaktor (SPF)
LSF in dekorativer Kosmetik ersetzt keinesfalls einen vollwertigen Sonnenschutz, den man vor dem Schminken auftragen und gut trocknen lassen sollte. Die erforderliche Menge, um den deklarierten Sonnenschutz zu erreichen, wird man mit Make-up niemals erreichen (zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut), geschweige denn lückenlos sein. Zudem ist der Schutz über den Tag hinweg instabil und muss regelmäßig erneuert werden, insbesondere wenn man sich lange in direkter Sonne aufhält – Problem siehe „Nachpudern“. Auch dürften die Produkte nicht ausreichend vor dem gesamten UV-Spektrum schützen.
Man kann es zwar durchaus als Booster sehen, gezielt ergänzend einsetzen und es ist ohnehin immer besser als nichts. Wir raten jedoch davon ab, sich in irgendeiner Form auf Puder beim Schutz vor Sonnenstrahlung zu verlassen.
Kontroverse Inhaltsstoffe in Pudern
Eine gesundheitliche Gefahr bei Pudern liegt vor allem bei losen Texturen vor, weil sie sehr leicht eingeatmet werden können. Man sollte auch ohne Asthma oder problematische Inhaltsstoffe darauf achten, die feinen Partikel nicht einzuatmen. Auch in Pudern werden durchaus ätherische Öle oder daraus stammende allergene Duftstoffe eingesetzt, die sensibilisierend oder irritierend wirken können.
Bei zu Pickeln neigender Haut würden wir zudem empfehlen, auf Puder mit Pflanzenölen zu verzichten. Unabhängig von Hautproblemen sollte man solche Produkte aussortieren, sobald man einen ranzigen Duft wahrnimmt. Auch aus ökologischer Sicht ergibt das Sinn, weil man Puder ohne organische Zusätze deutlich länger nutzen kann, und es schont zugleich landwirtschaftliche Ressourcen.
Da die Grundlage der meisten Puder mineralisch ist, lässt sich eine Verunreinigung durch Schwermetalle wie Blei, Antimon oder Arsen nicht absolut ausschließen. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um konventionelle oder Naturkosmetik handelt. Hersteller müssen sich zwar an gesetzlich festgelegte Grenzwerte halten und prüfen ihre Chargen regelmäßig, eine Überschreitung kann aber durchaus mal durchs Raster fallen. Unabhängige Stichprobenanalysen sind daher sinnvoll. So fand das ÖkoTest-Magazin in rund der Hälfte der Testprodukte Nickel-Verunreinigungen, die für Allergiker zum Problem werden könnten. Grundsätzlich befinden sich die Reinheitsstandards heutzutage jedoch auf einem sehr hohen Niveau und Gesichtspuder bieten keinen nennenswerten Grund zur Beunruhigung.
Silikone sind in Gesichtspuder, insbesondere in Form von Dimethicone, durchaus häufig vertreten. Sie verleihen losen wie gepressten Produkten eine lockere, seidige Textur für müheloseren, gleichmäßigen Auftrag und vermeiden ein staubiges „cakey“-Finish. Besonders bei trockener Haut ist es eine willkommene Alternative zu eher austrocknenden Pudergrundstoffen. Dimethicone sind gut verträglich und nicht allergen, sind ökologisch jedoch nicht gänzlich unbedenklich. Allerdings sind nicht alle Silikone gleich und selbst Dimethicone ist in vielen unterschiedlichen Varianten erhältlich. Im Vergleich zu zyklischen Silikonen gelten diese jedoch als wesentlich weniger problematisch, insbesondere in den kleinen Mengen, die in Make-up enthalten sind.
Kritischer wird die Situation beim häufig verwendeten, seidig-weichen Polymer Nylon-12, das als Mikroplastik eingestuft wird. Wer auf den Weichzeichner-Effekt nicht verzichten möchte, kann Produkte mit synthetischen Polymeren mit einem Einwegtuch oder -Pad abschminken und über den Hausmüll entsorgen, anstatt sie mit Wasser abzuwaschen.
Unser Favorit
MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural
Das MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural ist ein gebackenes Puder, das von seinen Fans liebevoll mit MSFN abgekürzt wird. Zum Launch vor über 10 Jahren hat es für große Begeisterung gesorgt und überzeugt auch heute durch eine gute Balance aus Ölabsorption und einem natürlichen Finish, das Licht subtil reflektiert – ähnlich wie Haut. Die Intensität kann variiert werden und funktioniert daher auf trockenen Partien in dünner Schicht ebenso gut wie konzentriert auf öligen.
Eine leichte Tönung korrigiert den Teint und feine Schimmerpartikel kaschieren zusätzlich. Wer noch mehr Abdeckung wünscht, kann das Puder auch mit einem angefeuchteten Schwämmchen benutzen (bei gepressten Pudern schwierig, weil sie verhärten können).
Dank 15 Nuancen für jeden Hautton was dabei
Das Puder ist mittlerweile in 15 Nuancen erhältlich, mit einer gleichmäßigen Verteilung von hell bis dunkel, wodurch nicht nur eine Kundschaft mit hellem Hautton angesprochen wird. Dunklere Töne können bei der Textur auch hervorragend als Bronzer benutzt werden, weil sich das Puder so fein und gleichmäßig verteilen lässt.
Obwohl die Mattierung nicht so intensiv wie bei einigen anderen Produkten ist, hält sie lange an. Die feine, lockere Textur macht auch das Nachpudern unkompliziert und sorgt für einen schönen Teint, sogar noch am Abend, bei dem sich nur wenig in Poren und Linien gesammelt hat.

Die Verpackung wurde vor nicht allzu langer Zeit verändert und um einen Spiegel ergänzt, der auch an gewünschter Stelle einrastet und nicht wegklappt. Leider lässt er sich nicht auf 180° öffnen, der Winkel ist aber durchaus angenehm. Die Dose schließt mit einem Magneten, sodass keine »Nase« wegbrechen oder sich unschön Produkt ansammeln kann. Die Verpackung ist wertig und stabil, schützt das Produkt daher auch unterwegs, ist allerdings auch recht schwer und hat kein gesondertes Fach für eine Quaste oder ein Schwämmchen. Es ist auch keines dabei.
Positiv anzumerken ist ebenfalls, dass beim MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural auf Parfüm verzichtet wird. Dennoch hat das Puder einen leicht süßlichen Geruch, der jedoch nicht auf die Haut übertragen wird.

Da wir das Puder bereits vor dem Test kannten, können wir eine durchschnittliche Ergiebigkeit bezeugen, die je nach Vorliebe für Abdeckung eher zum schnellen Verbrauch tendiert. Als die Haut der Testerin früher noch feuchtigkeitsärmer war, empfand sie das Puder als etwas zu trocken. Das MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural vermag auch durchaus Gesichtshärchen zu betonen, daher lohnt es sich, beim Auftrag auf unsere Anwendungstipps zu vertrauen.
MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural im Testspiegel
Bislang gibt es zu unserem Favoriten noch keine offiziellen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir die Ergebnisse hier nach.
Weitere Empfehlungen
NYX Professional Make-up Wonder Snatch Lifting Setting Powder
Hätte man uns das NYX Professional Make-up Wonder Snatch Lifting Setting Powder ohne Verpackung überreicht, hätten wir es für ein Produkt aus der Parfümerie gehalten. Und wir hätten es vermutlich auch besser gefunden, denn die kleine, klobige Verpackung ist äußerst unpraktisch und dämpft den ansonsten ausgezeichneten Eindruck vom Produkt. Die Dose mit verschließbarem Sieb eignet sich eher als Streuer als zur direkten Entnahme mit Pinsel oder Quaste.
Ansonsten handelt es sich um ein recht universelles Puder, das je nach Menge sowohl ölige Haut angenehm mattieren kann als auch in dünner Schicht die Grundierung auf trockener Haut settet, ohne stumpf auszusehen. Ein natürlicher Lichtreflex lässt das Finish plastisch wirken. Das Ergebnis bleibt lange erhalten und muss je nach Hauttyp nicht unbedingt aufgefrischt werden. Ganz feine Schimmerpartikel unterstützen den weichzeichnenden Effekt, indem sie minimal kaschieren.

Zum Abdecken von Unebenheiten eignet sich das Wonder Snatch Lifting Setting Powder trotz Tönung nicht. So sind einige der sechs Nuancen in Brightening-Tönen erhältlich und wirken eher wie ein angleichender Schleier. So sammeln sich auch keine Pigmente in Poren und Linien.
Der Kaufpreis ist grundsätzlich niedrig, so aber auch die Füllmenge für ein loses Puder. Idealerweise streut man eine kleine Menge auf eine flexible Quaste und presst das Puder auf die Haut, um Streuverluste zu minimieren. Wir sind von einem großen Puderpinsel auf einen flachen, kompakten umgestiegen und konnten so die unglückliche Verpackungswahl kompensieren.
Hourglass Ambient Lighting Powder

- Natürliches, lichtreflektierendes Finish (für trockener / reife Haut)
- Mattiert dennoch dezent
- Für reife, trockene Haut
- Staubt nicht (ergiebig)
- Mini erhältlich
- Verwirrende Farbstrukturierung (verschiedene Effekte – nicht nach Farben)
- Keine Quaste / Pinsel
- Sehr teuer
Das Hourglass Ambient Lighting Powder möchten wir explizit allen mit (partiell) trockener, feuchtigkeitsarmer und reifer Haut ans Herz legen, die ihren Teint nach dem Pudern als zu stumpf empfinden, dabei aber dennoch eine Mattierung erwarten – das muss nämlich kein Widerspruch sein. Die extrem feinen Partikel verschmelzen scheinbar mit der Haut und die minimale Tönung gibt den letzten Schliff. Poren und Fältchen werden kaschiert und nicht betont.
Es handelt sich hierbei ebenfalls um ein gebackenes Puder wie das MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural, jedoch ist die Qualität eine andere und bisher diesbezüglich einmalig auf dem Markt. Obwohl es auch überraschend gut Öl absorbiert, könnte das Puder für sehr ölige Haut im Finish zu reflektierend sein. Auf stumpf aussehender Haut bringt er wiederum Dimension zurück, ohne wie durch Highlighter zu glänzen. Die lichtreflektierenden Partikel sind bemerkenswert gut dosiert, wirken stets natürlich und kaschieren dabei auch noch über ein unebenes Hautbild hinweg, ohne wesentlich Deckkraft beizusteuern.

Der saftige Preis kann sicher schwer wegargumentiert werden. Ein pragmatisches Argument können wir dennoch liefern: Es ist ergiebig wie kein anderes, das wir kennen. Durch den harten Stein wird effizient und nur nach Bedarf dosiert, dabei fliegt praktisch nie Puder in die Luft und wird verschwendet.
Die Mattierung hält durchaus lange an. Nachpudern ist auch hier wegen der kontrollierbaren Dosierung ohne Abstriche im Gesamtbild möglich. Die Dose ist zum Mitnehmen durchaus stabil genug, bietet einen großen Spiegel, enthält jedoch weder Quaste noch Stauraum dafür. Das Design ist zwar recht schick, durch den Glanz allerdings auch recht anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer.
Ein großer Nachteil des Hourglass Ambient Lighting Powder ist eine etwas verwirrende Nuancenauswahl, da sie nicht linear nach Hautfarbe sortiert ist. Zwar sind die Puder unterschiedlich hell, weisen aber leicht abweichende Finishes auf, mal eher mit Perlglanzoptik, mal eher leichtem Schimmer. Details dazu sind in einem Hourglass-Anwendungsvideo unserer Autorin zu sehen. Man bekommt die Puder auch in einer zugegeben recht kostspieligen Mini-Version zum Verreisen (oder Ausprobieren) sowie als Palette.
Chanel Poudre Universelle Libre
Eine Investition in das berühmte Chanel Poudre Universelle Libre kann sich lohnen, wenn man den Teint langanhaltend, aber unscheinbar mattieren möchte. Es hat im Direktvergleich zu anderen Pudern als eines der wenigen am Ende des Tages eindeutig matter gewirkt. Dafür ergänzt es die gleiche zuverlässige Basis aus Aluminiumstärke und Cellulose um weitere Bestandteile, die den Tragekomfort und das Finish bereichern. In der Nuance ohne Tönung setzen sich auch keine Pigmente in Poren und Fältchen ab, sodass der Teint auch nach Stunden nicht cakey aussieht.
Das lose Puder enthält auch feine lichtreflektierende Partikel, die vor allem reifer Haut schmeicheln. Das Hautbild wird optisch leicht verfeinert und wirkt trotz der mattierenden Basis nicht stumpf, sodass es auch auf trockenen Partien funktioniert. Für gänzlich trockene oder sehr feuchtigkeitsarme Haut könnte es aber doch zu viel Absorption sein.

In puncto Verpackung hat die klassische Chanel-Ästhetik per se ihren Reiz und ist dem Preis entsprechend hochwertig. Man erhält ein dickwandiges Gefäß mit geprägtem, glänzendem Deckel. Die Dosenöffnung ist wunderbar groß und das Sieb sitzt recht tief, was die Anwendung erleichtert. Man kann das Puder problemlos vom Pinsel abklopfen, ohne den Tisch einzupudern. Alternativ liegt eine große Velour-Quaste bei, die man am besten separat aufbewahrt. Das Puder ist mit einem dezenten frisch-blumigen Duft parfümiert.
Mittlerweile ist vom Chanel Poudre Universelle Libre auch eine nachfüllbare Version für unterwegs mit Spiegel erhältlich, die bei kleinerer Füllmenge allerdings wesentlich teurer als die Dose ist.
NYX Professional Make-up High Definition Finishing Powder

- Zuverlässige Mattierung
- Feines Finish
- Universell / farblos
- Sehr kompakt
- Guter Preis
- Kein Spiegel oder Quaste
Das NYX Professional Make-up High Definition Finishing Powder möchten wir vor allem für Touch-ups unterwegs empfehlen, die nicht unnötig Pigment aufbauen sollen, denn das gepresste Puder ist komplett farblos. Zwar funktioniert es auch direkt auf Foundation, dennoch ist die Leistung nicht ganz so ausgeprägt wie bei anderen Gesichtspudern in unserem Test.
Die Mattierung ist sofort da und lässt sich je nach Bedarf gut dosieren. Sie hält nicht ganz so lange vor wie bei anderen Pudern, doch ist hier das Nachpudern, wie erwähnt, unproblematisch. Seit unserem Test wurde die Rezeptur minimal verändert.

Wer normale, ausgeglichene Haut hat, könnte in diesem Puder den perfekten Kompromiss finden. Einen optisch verfeinernden Effekt konnten wir trotz „High-Definition“-Titels zumindest unter Alltagsbedingungen nicht beobachten. Die Mattierung ist jedoch zuverlässiger als beim ebenfalls farblosen Alverde Kompaktpuder.
In der kompakten Dose ist der High Definition Finishing Powder zwar super für unterwegs, bietet jedoch weder Quaste noch Platz dafür. Für manche ist das sicher ärgerlich. Für diejenigen, die lieber ein vollwertiges Tool einpacken oder nur zu Hause pudern, kann es durchaus von Vorteil sein.
Außerdem getestet
Max Factor Ellen Betrix Loose Powder
Das Max Factor Ellen Betrix Loose Powder ziert noch das alte Ellen-Betrix-Logo, obwohl die Marke vor vielen Jahren von Max Factor und damit von Coty übernommen wurde. Daraus schließen wir, dass es so viele Fans gibt, die das Puder noch kaufen, obwohl es viele Alternativen gibt. Wir waren zunächst etwas skeptisch, weil Produkte, die bereits jahrzehntelang erhältlich sind, oft schlicht überholt sind, doch die vielen positiven Bewertungen haben uns neugierig gemacht – wir verstehen den Erfolg!
Das Puder hat eine Textur, die sich hinter vielen hochpreisigen nicht verstecken muss. Sie mattiert zuverlässig und spendet auflockernde Lichtreflexe. Die Pigmentierung ist nicht zu hoch, sodass sich nicht auffällig Produkt sammelt. Wer auf jeden Fall ein loses, getöntes Puder sucht, das nicht so zwangsläufig stark mattieren muss, und wem Chanel Poudre Universelle Libre zu teuer ist: Einen Test ist es wert.
Leider verwendet man zur Konservierung problematisches Quaternium-15, einen Formaldehyd-Abspalter. Die Einsatzmenge ist zwar durch die EU-Kommission konservativ gedeckelt, man verwendet ein solches Puder jedoch gern einmal über den MHD hinaus und erhöht so unnötig das Risiko.
Die Verpackung gibt leider nicht viel her. Auf der großen Öffnung der runden Dose liegt ein Sieb, das entnommen und gewaschen werden kann – eine Alternative zu den sonst verwendeten Plastikeinlegern mit Löchern. Darüber wiederum wird eine durchsichtige Plastikschale hineingelegt, in der sich die Quaste befindet. Das ist viel Friemelei, sodass man das Zwischenstück langfristig vermutlich entfernt oder das Puder umfüllt.

Maybelline New York Fit Me Matte + Poreless Powder
Das Maybelline New York Fit Me Matte Poreless Powder ist ein gepresstes, getöntes Puder in zahlreichen Nuancen, das einen angenehmen Soforteffekt bietet: Das Hautbild wird direkt nach dem Auftrag sowohl farblich als auch in der Textur angeglichen. Es ist matt, aber nicht stumpf.
Würde es so bleiben, hätten wir es sicherlich unter die Empfehlungen gepackt. Leider lässt der verfeinernde Effekt recht schnell nach. Die Kehrseite der farblichen Korrektur ist das Sammeln in Poren und Linien, die wegen des intensiveren Pigments durchaus ins Auge fallen. Man muss bestenfalls noch mal sorgfältiger nacharbeiten. Junge, glatte und zugleich ölige Haut wird das Nachlegen eventuell verzeihen.
Wenig begeistert hat uns die Verpackung. Sie ist klobig und scharfkantig. Da sich Schwämmchen und Spiegel in einem Fach unter dem Puderpfännchen befinden, klappert das Gerüst. Dabei zeigt die Schwestermarke mit dem L’Oréal Paris True Match Powder, dass es auch anders geht.

L’Oréal Paris True Match Powder
Die Verpackung des L’Oréal Paris True Match Powder möchten wir lobend erwähnen. So hat ein KOMPAKTpuder ausgestattet zu sein: nicht zu groß, nicht zu klein, vor allem flach, dabei abgerundete Kanten, damit er sich in der Tasche oder im Etui perfekt einordnet. Es hat einen Spiegel und ein Fach auf der Unterseite des Pfännchens mit einer weichen, anschmiegsamen Quaste. Hier klappert nichts.
Wir hatten 2020 noch den Vorgänger „Perfect Match“ in gleicher Verpackung getestet. Seither wurde die Formulierung jedoch gravierend verändert. Derzeit wird das Design der Pressung erneut umgestellt, die Rezeptur soll aber gleich geblieben sein. Leider empfinden wir die Änderung als ein Downgrade. Während man zuvor auf spannende, seidige Pudergrundstoffe setzte, die sowohl für ein weichgezeichnetes Finish und sanfte Mattierung sorgten, sind es nun eher Basic-Pulver und einige pflanzliche Buttern. Das klingt zunächst zwar pflegend, sorgt aber für unzuverlässige Ergebnisse. Immerhin bleibt der sehr fest gepresste Puderstein erhalten, der eine präzise Dosierung unterstützt und sich sehr seidig anfühlt.
In dünner Schicht sieht ein geschminkter Teint angenehm mattiert aus, reflektiert jedoch schön das Licht. Der Effekt lässt jedoch nach, insbesondere an Stellen mit einer dickeren Schicht. Relativ schnell sammeln sich die Farbpigmente in Linien und Poren und das Finish wirkt stumpf-matt. Ärgerlich ist zudem, dass die hellste Nuance in Ermangelung einer farblosen Variante auf heller Haut sichtbar dunkel aussieht und mit der Zeit sogar noch nachdunkelt. Die enthaltenen Buttern machen es weniger für zu Pickeln neigende Haut geeignet. Da kein Parfum zum Überdecken hinzugefügt wurde, riecht man leider auch eine leicht ranzige Note.
Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder
Eigentlich gilt das Laura Mercier Translucent Loose Setting Powder seit vielen Jahren als DAS von den Make-up-Artists empfohlene Puder gegen Ölglanz. Das gleichzeitige Versprechen, dabei auch natürlich zu wirken, erfüllt es durchaus, die Mattierung ließ aber zu wünschen übrig. Es reiht sich unserer Meinung nach bei der Performance gelungener Drogeriepuder ein. Wir geben zu, es sieht dabei etwas schöner aus, aber so minimal, dass wir es unter Anbetracht des Preises nur bedingt empfehlen können.
Es mag eine wenig enttäuschte Erwartung mitschwingen, doch gerade im Kontrast zu etwa Chanel fällt auf, wie wenig Mühe man sich beim Packaging gegeben hat. Das Plastik ist zwar dicker, über Nutzerfreundlichkeit hat man sich hier jedoch keine Gedanken gemacht. Die Öffnung ist nicht allzu groß und das Sieb könnte tiefer sitzen, um Verstreuen zu vermeiden. In der Preiskategorie sollte das sitzen.

Manhattan Soft Mat Loose Powder
Eigentlich kann man dem Manhattan Soft Mat Loose Powder nichts wesentlich Negatives vorwerfen. Es fällt im Vergleich allerdings auch nicht mit einer nennenswert positiven Performance auf. Ein günstiges Basic, das leicht mattiert und trotz Tönung eigentlich farblos wirkt. Leider betont es minimal die Poren und muss etwas früher als andere etwas nachgepudert werden. Für den günstigen Preis kann man es aber durchaus ausprobieren.
Es scheint eine neue Version des Puders zu geben – obwohl wir ihn frisch für den Test bestellt haben, handelt es sich hierbei noch um die alte Version.

Manhattan Soft Compact Powder
Das Manhattan Soft Compact Powder hat eine mattierende, abdeckende Textur, die leider zum Krümeln tendiert und sich recht offensichtlich in Poren und Linien absetzt. Das Puder enthält unter anderem Lanolinöl und Paraffinöl, die vermutlich für das Krümeln und das etwas „schwere Gefühl“ auf der Haut verantwortlich sind. Sie könnten der Grund dafür sein, dass das Puder so beliebt als Foundation-Alternative ist.
Das Schubfach für das mitgelieferte Schwämmchen ist sicher nett gemeint, macht die Dose jedoch recht klobig und klapprig. Insgesamt ist das Pfännchen verhältnismäßig klein gegenüber der Verpackung, das ist unpraktisch. Hinzu kommt der intensive Duft, wie ihn auch das Manhattan Clearface Compact Powder aufweist, jedoch hier noch einmal intensiver.

It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed
Wer sich vor allem ein intensiv porenverfeinerndes Porzellan-Finish wünscht, kann das farblose It Cosmetics Bye Bye Pores Pressed ausprobieren. Auch ohne Talkum schafft die Textur es, intensiv zu mattieren und durchaus lange matt zu halten. Nicht ganz so effizient wie bei Chanel, im halbseitigen Direktvergleich zum ähnlichen Benefit Dr. Feelgood Powder hat es aber definitiv die Nase vorn.
Das liegt sicherlich auch daran, dass auf Farbpigmente verzichtet wird, die sich nicht sichtbar sammeln könnten. Allerdings ist das Puder nicht komplett neutral: Durch die deutliche Weichzeichnung beim Auftrag wirkt der Teint sofort knapp eine Nuance dunkler. Dafür gleicht das Finish zumindest eine Weile einem Porzellan-Teint. Auf trockeneren Partien ist es etwas grenzwertig, kann aber durchaus funktionieren. Dafür sorgt das mitgelieferte Latexschwämmchen. Damit kann man das Produkt staubfrei und kontrolliert in die Haut einarbeiten. Wählt man einen Pinsel, wird deutlich mehr Puder aufgewirbelt und verschwendet. Es setzt sich dann viel eher an Schüppchen und Härchen ab. Das Puder ist besonders für Touch-ups im Laufe des Tages geeignet oder stellenweise ergänzend zu einem neutraleren Setting Powder.
Die Dose bietet stabilen Schutz, einen Spiegel sowie ein Fach für das beiliegende Schwämmchen. Sie ist optisch neutral, aber aufgrund des beweglichen Fachs etwas klapprig. Durch eine samtige Beschichtung sieht man weiße Schlieren, die sich nicht mal eben wegwischen lassen. Bei dem durchaus gehobenen Preis wünscht man es sich etwas runder.

NYX Professional Make-up Can’t Stop Won’t Stop Mattifying Powder
Durch seine Pressung in Herzform fällt das NYX Professional Make-up Can’t Stop Won’t Stop Mattifying Powder sofort ins Auge – vor Ort sicherlich auch durch die große Farbauswahl von zehn Hautnuancen, einem rosigen Ton für die Augenpartie sowie einer ungetönten Version in Weiß. Ein vielseitiges Puder aus der Drogerie zu einem fairen Preis: ohne Duft, aber auch ohne Spiegel und Quaste. Für die Handtasche zwar schön stabil, aber auch recht kantig.
Das Puder mattiert sichtbar, ohne die Haut nennenswert zu tönen, obwohl es in so vielen Farben erhältlich ist. Für eine Korrektur muss man schon einen sehr dichten Pinsel wählen oder mehrmals nachlegen. Es wird auf Titandioxid verzichtet, das üblicherweise für Deckkraft verantwortlich ist, Puder aber auch immer etwas trocken wirken lässt und dazu beitragen kann, dass es sich über den Tag hinweg in Linien sammelt.
So ist das Finish nicht maskenhaft und zeichnet den Teint angenehm weich. Es eignet sich eher für ölige Haut und funktioniert auf Mischhaut. Für trockene Haut sieht es etwas zu leblos aus. Die Mattierung muss zwar je nach Herausforderung aufgefrischt werden, funktioniert aber in getönter Variante gut. Darum gefällt es uns auch besser als beispielsweise Maybelline Fit Me!.

Rodial Glass Powder
Aus einer Mischhautperspektive ist das Rodial Glass Powder sehr gelungen und wirkt selbst dann natürlich und betont keine Linien, wenn man einmal zu viel der losen Textur erwischt. Die Haut wird dabei angenehm mattiert und leicht weichgezeichnet. Den großen AHA-Effekt, den uns Social Media suggeriert hatte, vermissen wir jedoch.
Gespannt waren wir vor allem auf die namensgebenden Glasperlen, aus denen das Puder anteilig bestehen soll. Es ist logisch und zugleich desillusionierend, dass man von ihnen nichts „mitbekommt“. Nicht, dass wir Murmeln erwartet hatten, aber vielleicht einen kühlenden Effekt oder einen besonderen Reflex … Allerdings könnten es genau diese sein, die dafür sorgen, dass das Puder nie stumpf wirkt, obwohl es mattiert. Der Effekt dürfte bei dem Preis allerdings etwas länger anhalten.
Das Dosen-Design passt zur Marke, ist aber sicherlich Geschmackssache. Zu dem gehobenen Preis hätten wir mehr Luxus oder Raffinesse erwartet. Allerdings dosiert das Sieb trotz großer Öffnungen stets eine angemessene Menge und der hohe Rand schützt davor, dass man es vorschnell verschüttet. Das Puder staubt zudem wenig.

Sulfoderm Teint Puder
Das Sulfoderm Teint Puder enthält Sulfur als nachweislich wirksamen, antimikrobiellen Wirkstoff gegen Entzündungen und Pickel. Inwieweit diese Wirkung über Hautpflege und Make-up aufgetragen tatsächlich nützlich ist, ist schwer einzuschätzen. Wir rechnen mit einem tatsächlichen Benefit nur, wenn es direkt auf der Haut aufgetragen wird. Es ist sinnvoller, eine passende Pflege zu nutzen, als auf ein Puder zu vertrauen. Kontraproduktiv für unreine Haut dürfte die überaus intensive Parfümierung sein, die auch deklarationspflichtige Duftstoffe umfasst. Diese können nicht nur unnötigerweise bereits kranke Haut irritieren. Die schwere Note ist zudem nicht gerade massentauglich und hat unserer Testerin leider wiederholt Kopfschmerzen beschert.
Die Textur ist überraschend fein und leicht, die Plastikdose erschwert jedoch die Dosierung. Das Sieb mit kleinen Löchern ist »aus einem Guss« mit der Dose und bietet keinen Rand, der vor dem Überlaufen schützt oder Abstreifen ermöglicht. Zum Schutz liegt ein Schwämmchen der Dose bei. Es ist recht grob und starr und eignet sich weniger zum Auftragen.
Gerade bei einem Puder für eine Zielgruppe mit entzündlichen Pickeln ist eine rosa Tönung wenig nachvollziehbar. Sulfur ist Schwefel, sodass wir eigentlich ein neutralisierendes Gelb erwartet haben. Dafür ist aber vermutlich zu wenig enthalten. Immerhin ist die Mattierung sehr zuverlässig, bietet darüber hinaus jedoch keine Raffinesse beim Finish. Die Haut wirkt stumpf, sodass es für Mischhaut eher ungeeignet ist. Der Preis ist für die große Füllmenge fair, aber nicht konkurrenzlos.

L’Oréal Paris Infaillible Fresh Wear Foundation
Wie der Name verrät, handelt es sich bei der L’Oréal Paris Infaillible Fresh Wear Foundation eigentlich um ein Kompakt-Make-up und nicht um ein Puder fürs Finish. Wir wollten aufgrund des Hypes, der 2021 um das Produkt entstand, dennoch einen Test auf flüssiger Foundation wagen. Könnte es womöglich partiell die Deckkraft verbessern und zugleich ein langanhaltend mattes Finish bescheren?
Leider wird hier schnell deutlich, dass es nicht grundlos die Unterscheidung zum Puder gibt. Für ein schönes Finish wird in so einer Konstellation einfach zu viel Substanz geschichtet. Neben viel Pigment sind es schließlich auch konsistenzgebende Bestandteile. Letztlich ist die Infaillible Foundation auch nicht mattierend genug, um über den Tag hinweg Sebum in Schach zu halten. Wir sind überzeugt davon, dass es keine gleichwertige Alternative zu einem „echten“ Puder bietet und die Stärken in seiner wahren Kategorie ausspielen kann.
Dem Puder liegt ein Schwämmchen bei, das sich auf der Unterseite des Pfännchens befindet. Hier ist auch ein Spiegel versteckt. In der Praxis muss man daher immer wieder das Mittelstück auf- und zuklappen, was ziemlich nervig ist. Mit Pinsel entnommen staubt die Textur leider sehr stark und verbraucht unnötig Produkt. Es ist darüber hinaus dezent parfümiert und enthält deklarationspflichtige Duftstoffe.

Essence Brighten up! Powder
Das günstige Essence Brighten up! Powder aus der Drogerie hat eine leicht gelbliche Farbe. Damit gilt es als sogenanntes „Banana Powder“ und kann minimal Rötungen neutralisieren und die Partie unter dem Auge optisch wacher aussehen lassen. Die Pigmentierung ist nicht hoch, hinterlässt aber durchaus einen hellen Schleier auf der Haut. Das sieht großflächig nicht auf jedem Hautton schmeichelhaft aus. Hier sollte man das Puder nur sparsam dosieren und kann so gegebenenfalls einen Glow aus Pflege und Foundation erhalten. Auf sehr öliger Haut stößt das Produkt an Grenzen und auch trockene Partien profitieren nicht von der Formulierung, weil sie tendenziell Härchen betont.
Grundsätzlich würden wir ein solches Puder einem getönten, gar deckenden Puder dennoch vorziehen. Es ist zu wenig Pigment enthalten, das in Poren und Linien kriechen könnte und sie so unvorteilhaft betont. Gerade in dieser Preisklasse ist das nicht selbstverständlich, aber eben auch längst keine Seltenheit mehr.

Fenty Beauty InvisiMatte
Wer die Halbzeit-Show des Superbowls und Rihannas Auftritt gesehen hat, wird das kompakte Fenty Beauty InvisiMatte Blotting Powder eventuell entdeckt haben. Aus Marketing-Sicht ein Geniestreich von Rihanna, ihr Produkt so in den Mittelpunkt zu stellen. Nötig hat es diesen Push aber nicht. Das weiß aussehende Kompaktpuder in einer ungewöhnlichen, sehr handschmeichelhaften Dose mit Spiegel und Quaste ist ein Bestseller. Es ist selbst auf dunkler Haut farblos, auch wenn es geschichtet wird. Der perfekte Begleiter für unterwegs, um unschönen Glanz mit wenigen Tupfern zu beseitigen.
Als großflächiges Setting Powder eignet sich die recht feste Pressung weniger. Man muss zu häufig nachdippen. Wer sich die Mühe macht, kann dennoch mit einem optisch weichgezeichneten Teint rechnen. Die Mattierung hält nicht so lange wie bei anderen Pudern, das Make-up sieht aber über Stunden gleichmäßig aus. Nachpudern mit dem beigelegten Schwämmchen ist hiermit schließlich kein Problem. Wer mag, kann separat einen Pinsel erwerben, der mit einem Magneten perfekt an der Dose haftet.

LH Cosmetics Blotting Powder
Das LH Cosmetics Blotting Powder von Makeup-Artist und Social-Media-Urgestein Linda Hallberg hat uns aufgrund einer Besonderheit neugierig gemacht. Das enthaltene Upsalite ist ein innovativer Inhaltsstoff, den man derzeit bisher nicht häufig findet. Es handelt sich um ein poröses Puder, das Sebum besonders gut und langanhaltend absorbieren soll, ohne die Haut trocken aussehen zu lassen. Prinzipiell ähnlich wie Blähton. In diesem Puder eingesetzt, resultiert es in einem leicht hautgetönten Stein mit sehr weicher Textur, die den Teint optisch weichzeichnet.
Wir hatten gehofft, das Puder würde als letzter Schritt des Teint-Make-ups, also als Setting-Powder, auch funktionieren. Leider bleibt die Haut dann nicht wirklich lange glanzfrei. Der Name „Blotting Powder“ ist demnach kein Understatement und für unterwegs zum Nachtupfen besser geeignet. Der Glanz ist schnell reduziert und das Ergebnis hält durchaus lange vor. Die eigentlich gering dosierte Tönung kann dennoch unebene Partien optisch etwas betonen, daher würden wir es nur für fettige Haut empfehlen.
Besonders gefällt uns, dass hier eine professionelle Samtquaste beigelegt ist, keine starre, billige Disc, mit der man gerade kleinteilige Partien gar nicht bearbeiten kann. Die Quaste kann um den Finger gewickelt werden und so auch Nasenflügel und Augenwinkel optimal ausbessern.

Catrice Cosmetics Invisible Matte Loose Powder
Das lose Catrice Cosmetics Invisible Matte Loose Powder ohne Tönung mattiert mittels sehr feiner Textur und verschmilzt scheinbar mit dem Untergrund. Der sofortige Weichzeichnungseffekt ist wie bei vielen solchen Silica-basierten Pudern beeindruckend. Auch ist jeglicher Glanz sofort eingedämmt und ein samtiges Finish bleibt zurück. Die Effekte sind bedauerlicherweise nur kurzlebig. Bereits nach einer Stunde ist das Ergebnis gemäßigt und wird auf besonders fettigen Stellen nachgetupft werden müssen. Da keine Pigmente enthalten sind und die Textur so leicht ist, muss sich das nicht unbedingt negativ auf die Optik auswirken, ist allerdings lästig.
Für trockene Haut ist das potenziell kein Nachteil, denn die intensive Absorption beim Auftragen betont trockene Stellen deutlich und man sieht sofort kleine Spannungslinien beim Lächeln. Mit der Zeit legt sich diese Optik zugunsten eines seidenmatten Finishes. Dennoch gibt es für diesen Hauttyp bessere Optionen.
Spannender jedoch ist die Möglichkeit, das Puder vor der Foundation aufzutragen. Eine ganz dünne Schicht auf Poren oder Linien kann diese ähnlich einem Primer auffüllen und für ein glatteres Ergebnis sorgen. Auch zu öligem Glanz tendierende Partien können vorbehandelt werden, weil die Textur so leicht ist und sich nicht zwangsläufig sammelt. Ob man diese Praxis jedoch langfristig zu einer Routine etablieren wird, ist fraglich. Ausprobieren kann man es in der Tat. Wer Spaß an solchen Kniffen hat, kann durchaus schwerere Puder damit strecken oder es in eine Foundation mischen.
Seit Jahren legt die Drogeriemarke solche Puder immer wieder neu auf und ist dennoch kritikresistent, was die Verpackung betrifft. Die Formulierung ist viel zu leicht für eine solche kleine Dose und Staub über dem gesamten Schminkplatz sollte bei jeder Anwendung einkalkuliert werden. Das relativiert natürlich auch den Preis ein wenig. Im Idealfall füllt man das Puder zeitnah in eine große Dose um. Vorsicht bei Blitzaufnahmen: Silica reflektiert das Licht intensiv zurück.

Douglas Skin Augmenting Hydra Powder
Das Douglas Skin Augmenting Hydra Powder ist ein sogenanntes „flüssiges Puder“ mit Wasseranteil, das sich bei Berührung kurz nass und kühlend anfühlt. Alle paar Jahre kommt ein solches Produkt auf den Markt und verschwindet dann auch schnell wieder, weil der zunächst coole Effekt langfristig keinen Mehrwert bietet, aber durchaus Nachteile hat. Zwar funktioniert der Trick stets in Verbindung mit Silica (Kieselsäure), die ein bewährter Pudergrundstoff ist. Um dessen Vorzüge zu nutzen, braucht man das Wasser jedoch nicht. Vielmehr verdunstet dieses sofort und kann dabei die Haut minimal trockener zurücklassen.
Silica sorgt für einen sofortigen Weichzeichnungseffekt und intensive Mattierung, die beide leider nicht sehr lang anhalten. Insbesondere mit öliger Haut muss man immer wieder nachpudern. Trockene Haut sieht wiederum schnell stumpf damit aus. Es sind zwar einige gute Inhaltsstoffe wie Glycerin und Niacinamid enthalten, jedoch ist die Menge nicht ausreichend, um es als „pflegend“ einzustufen.

All das wäre an sich nicht so dramatisch, wenn es zum Hauttyp passt. Die beiden großen Nachteile einer solchen Formulierung sind zum einen eine für Puder sehr kurze Haltbarkeit beziehungsweise ein Bedarf an Konservierung. Die meisten Puder sind „ewig“ haltbar, außer sie enthalten Öle oder eben Wasser. Andererseits erhält man verhältnismäßig wenig Produkt, weil die Füllmenge „schweres“ Wasser beinhaltet.
Die Schraubdose hat zwar keinen Spiegel, der verchromte Deckel ist jedoch absolut glatt und kann zu dem Zweck problemlos verwendet werden. Leider sieht man darauf jeden Fingerabdruck. Eine Quaste liegt nicht bei, die Klappe über einem Netzsieb bietet jedoch Platz für eine. Die Konstruktion ist dabei sehr gelungen und dosiert beim Schütteln eine passende Menge, nicht zu viel oder zu wenig. Der Duft ist leider intensiv vanillig-süß und lange wahrnehmbar. Obwohl es farblos aussieht, sieht man es dunkel abgesetzt auf hellem Teint und auch auf sehr dunkler Haut, und bei Blitzlicht fällt Silica durchaus auf.
e.l.f. Cosmetics Halo Glow Setting Powder
Das e.l.f. Cosmetics Halo Glow Setting Powder ist ein günstiges loses Puder, das leicht mattiert und dem Teint ein leichtes Glow Finish spendiert. Leider funktioniert es nur bei junger, praller Haut ohne grobe Poren oder feine Linien. In sparsamer Dosierung betont man unebene Textur zwar nicht so stark, das ist aufgrund der kleinen Dose und der etwas klumpenden Textur gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. Nach einigen Stunden Tragedauer kommt der Glanz stellenweise recht unvorteilhaft durch, was wir dem Glimmer-Basis (Mica) zuschreiben.
Passen die Voraussetzungen, ist es allerdings ein solides Gesamtpaket mit leichter Tönung in fünf Nuancen für minimale Korrektur ohne Duft oder Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs.

Guerlain Les Météorites Puderperlen
Die Guerlain Les Météorites Puderperlen sind seit Jahrzehnten ein optisches Highlight in den Parfümerien und wurden kürzlich wiederholt neu aufgelegt. Nach einigen Versionen in silbernen Dosen ist das bunte Design zurück, das man vielleicht von früher kennt. Darin gebettet sind die berühmten, oft (schlecht) kopierten bunten Puderperlen – nun in einer Formulierung ohne Talkum und mit neuem, dezent-süßem Duft.
Obwohl die Kugeln lose in einem inneren Kunststoffbehälter spielen, kategorisieren wir die Meteoriten als gepresstes Puder. Daher ist es durchaus besonders, dass sie ihre Form stabil ohne diesen Grundstoff halten. Ein wenig lockerer sitzen die Partikel vielleicht, dennoch ist die gute Dosierung weiterhin eine Stärke des Produkts. Man entnimmt kreisend eine stimmige Menge zum Bestäuben des Teints. Zu viel zu erwischen, ist schier unmöglich. Das gelingt ehrlicherweise mit Pinselspitzen deutlich besser als mit der enthaltenen Quaste. Einen „offiziellen“ Pinsel gibt es separat, es klappt jedoch mit vielen Formen problemlos. Das Prinzip ist nicht nur praktisch, sondern macht die mit 20 Gramm großzügig dosierten Pearls auch überaus ergiebig. Allerdings war man früher noch spendabler.
Die Perlen mattieren dezent, wirken weichzeichnend, hinterlassen jedoch auch einen diffusen Lichtreflex. Besonders bei reifer, texturierter Haut kann das kaschierend wirken. Je nach Nuance sind auch die Farben der Perlen teils neutralisierend und sorgen so für einen leicht angleichenden Schleier. Allerdings haben wir den Eindruck, dass die neueste Version minimal weniger mattiert. Das Finish verleiht sowohl einen leichten Glow als auch feinsten Schimmer. Dabei kann schon das ein oder andere vereinzelt größere Partikel darunter sein, das man wegfegen kann.
Das Produkt ist hochpreisig, sollte jedoch keinesfalls nur als optisches Gimmick angesehen werden. Ein rundes Gesamtpaket, das bei reifer bis trockener Haut ein gelungenes Geschenk sein kann.
Huda Beauty Easy Bake Loose Baking & Setting Powder
Wir konnten es uns nicht nehmen lassen, das Social-Media-Phänomen Huda Beauty Easy Bake Loose Baking & Setting Powder zu testen. Leider mit schlechtem Timing, denn wir schafften es kurz vor einem Logo- und Verpackungs-Update an. Die Rezeptur ist allerdings identisch geblieben, mit dem Unterschied, dass die von uns gewählte parfümfreie Version bisher noch nicht im neuen, abgerundeten Design erhältlich ist. Neu ist zudem, dass das bei uns noch fest verbaute Netzsieb nun optional herausnehmbar ist, weil viele Anwender es frustriert abgeschnitten hatten.
Wie der Name es verrät, ist das lose Powder fürs „Baking“ konzipiert. Demnach soll es großzügig auf Partien aufgetragen werden, die hervorgehoben und weichgezeichnet werden sollen. Anschließend lässt man es für einige Minuten „garen“, bevor es weggefegt wird. So kann es sich mit dem Untergrund zu einer feinen Schicht verbinden, die einem Porzellanteint sehr nahekommt. Durch die superfeine Textur gelingt dies tatsächlich hervorragend, funktioniert aber auch nicht minder erfolgreich in traditioneller Technik mit geringerer Menge ohne Wartezeit. Das Ergebnis bleibt zudem überdurchschnittlich lange ebenmäßig.
Das Puder ist intensiv mattierend und daher auch als All-over-Powder für ölige Bereiche hervorragend. Es betont zumindest in der farblosen Version im Test trockenere Partien kaum (zum Hauttyp passende Produkte darunter vorausgesetzt). Das Finish ist matt, nicht stumpf, und hinterlässt keine Reflexpartikel. Ein Platz unter den Empfehlungen wäre gerechtfertigt, jedoch kam es im Direktvergleich nicht an das gelungene Gesamtpaket des Chanel-Puders heran. Wer jedoch dem feinen Lichtreflex von Chanel nichts abgewinnen kann, hat hiermit eine gute Alternative mit minimal schwächerer Mattierung. Wählt man nicht „fragrance free“, muss man leider auch einen schweren Duft hinnehmen.
Pat McGrath Labs Skin Fetish: Sublime Perfection Blurring Under-Eye Powder
Explizit für die Augenpartie ist das Pat McGrath Labs Skin Fetish: Sublime Perfection Blurring Under-Eye Powder konzipiert. Mit der von uns getesteten farblosen Version kann man dem Kriechen eines Concealers in Fältchen vorbeugen und ein weichgezeichnetes Finish verleihen. Getönte Nuancen passen sich entweder zusätzlich dem Teint an oder sorgen für eine wachere Optik (Brightening). Wenn es genau das ist, womit man sich mit anderen Pudern ärgert, ist das Produkt eine spannende Option. Alle anderen können es getrost ausblenden.
Das Puder passt zudem nur für diesen Zweck, wenn man sich ein mattes Finish in dieser Partie wünscht. Zwar hinterlässt das Puder durchaus einen seidigen Glanz, dieser ist allerdings in dünner Schicht nicht wahrnehmbar und nicht so dominant wie seine Mattierung und der weichzeichnende Effekt. Wenn Augencreme oder Concealer eine trockene Haut nicht ausreichend pflegen, könnte das Ergebnis mit dem Puder Unebenheiten hervorheben.
Das Produkt ist auf der offiziellen Website als „vegan“ deklariert, enthält jedoch Seidenpuder (Sericite) und in der rosanen Variante Karmin.

Der kuppelförmige Puderstein ist gebacken und bietet eine sehr seidige, feine Textur. Besonders gelungen ist, dass man mit jedem Zug nur eine ganz kleine Menge entnimmt und so nicht unnötig überdosiert. Mehr als einen feinen, verfeinernden Schleier wird man ihm nicht entlocken. Perfekt für die Augenpartie – nahezu unbrauchbar für das gesamte Gesicht. Sicherlich kann man beispielsweise unterwegs Nasenspitze und T-Zone mattieren. Dafür eignet es sich sogar sehr gut. Großflächig würde man jedoch viel zu oft nachholen müssen.
Für eine kleine Partie soll eine kleine Portion reichen. Mit nur vier Gramm Inhalt sieht die kompakte, gewölbte Dose wie eine Mini-Version oder ein großer Lidschatten aus. Immerhin ist ein winziger Spiegel im Deckel platziert. Ein Applikator ist nicht dabei, es passt jedoch eine kleine Quaste hinein. Sicherlich genügt die Füllmenge so lange wie ein Gesichtspuder, allerdings erscheint uns der Preis etwas überzogen und spiegelt sich beispielsweise nicht in einer wertigen, dem Preis angemessenen Verpackung wider.

YouStar Lucent FX Transluscent Loose Powder
Nur leicht getönt ist das günstige YouStar Lucent FX Transluscent Loose Powder. Gerade so, dass es nicht weißelt. Es deckt keine Unebenheiten ab, enthält jedoch durchaus genug Pigment, um trockene Stellen zu betonen. Es eignet sich entsprechend eher für normalen bis öligen Teint und absorbiert zuverlässig Glanz. In sparsamer Menge kann es allerdings durchaus bei etwas trockenerer Haut setten, insofern die Unterlage entgegenwirkt, beispielsweise auf Sonnencreme. Ein feiner Reflex aus Glimmer und Jojobaöl sorgt dafür, dass das Finish nicht stumpf aussieht. Die Raffinesse hat bei der minimalistischen Formulierung allerdings ihre Grenzen. Über mehrere Stunden hinweg schmeichelt das Finish reifer oder grobporiger Haut abnehmend. Kurz: Für pralle Mischhaut geeignet.
Zum Dosieren ist eine große Quaste in der Schraubdose enthalten. Mit einem Zwischenlid ist das Dosiernetz eingebettet. Positiv an der Konstruktion ist, dass das Puder nicht überquillt, weil es nicht bis zum Rand aufgefüllt ist. Das Netz lockert das Puder zwar schön auf, es ist jedoch nicht gerade bequem, eine passende Menge herauszuklopfen. Man hat vergessen, ein bisschen Platz zu lassen.
Das Produkt ist unter den Produkten aus dem Test-Update 2025 dem e.l.f. Halo Glow Powder ähnlich und liegt auch preislich je nach Shop gleichauf. Im halbseitigen Direktvergleich gefällt uns das Ergebnis mit YouStar ein klein wenig besser, weil es minimal weniger Pigment und Glanz enthält und so Poren und Linien weniger betont. Der Glow ist vergleichbar ausgeprägt, die Mattierung, wenn nicht gleich, dann eine Spur intensiver beziehungsweise langlebiger.
Alverde Naturkosmetik Puder Setting
Die dm-Naturkosmetikmarke Alverde hat ihr Setting Puder überarbeitet. Der Vorgänger war bisher mangels Effekt das Schlusslicht unseres Tests. Die neue, grundlegend veränderte Formulierung ist gelungener und eine günstige Wahl für helle Hauttöne aus der Drogerie. Das enthaltene Titandioxid kann man nämlich je nach Menge deutlich sehen und das ist vor allem großflächig aufgetragen unvorteilhaft. Allerdings kann man sich den weißen Schleier durchaus zunutze machen und ihn für Touch-ups und als Brightening Powder um die Augen verwenden.
Der feste Puderstein dosiert eine angenehme Menge, um einzelne Partien abzupudern. Dabei staubt er nur wenig und wird nicht wie der Vorgänger hart. Die Textur ist eher trocken und bietet keine raffinierten Aspekte, wie die meisten höherpreisigen Produkte. Feiner Flaum könnte in größerer Auftragsmenge betont werden. Sparsames Dosieren auf normaler bis leicht trockener Haut, nur um dezent den Glanz zu nehmen und minimal zu weichzuzeichnen, ist die beste Lösung.
Bei zu Pickeln neigender Haut sollte man eventuelle Reaktionen im Auge behalten, weil pflanzliche Öle enthalten sind. In den meisten Fällen sollte das bei der Einsatzmenge nicht ins Gewicht fallen. Erfreulicherweise ist das Puder nicht parfümiert. Ärgerlich finden wir jedoch, dass die runde Dose Spuren des Klebefilms zurückbehalten hat, der von den Filialen mangels Schrumpffolie verwendet wird. Das sollte längst Teil des Produktionsprozesses sein.

Rival loves me Loose Blur Powder
Bei Rossmann bekommt man das günstige Rival loves me Loose Blur Powder, das mit seinen vier Farbkammern in der eckigen Dose unverkennbar vom Givenchy Prime Powder inspiriert ist. Bis auf die Kombination vierer neutralisierender Farben hat es jedoch mit dem einst populären Puder nicht viel gemein. Es handelt sich um eine recht mehlähnliche, etwas klumpende Textur, von der man schnell zu viel erwischt. Das Ergebnis ist nicht nur als weißer Schleier offensichtlich, sondern verwandelt viele Foundations schnell in einen abgesetzten Brei. Es ist also unabdingbar, es nur sparsam zu dosieren. Das macht einem die Verpackung und lose Formulierung nicht wirklich einfach.
Das Finish ist matt und das von eher stumpfer Natur. Es fehlt dem Produkt an jeglicher modernen Raffinesse. Einerseits kann man das zwar mit dem Preis entschuldigen, andererseits gibt es günstigere Produkte mit besserer Performance. Es ist kein Totalausfall, jedoch muss man sich für ein unauffälliges Ergebnis die Ersparnis anderweitig erarbeiten. On top ist es parfümiert in einer Note, die an eine Mischung aus Parfum und Reinigungsmittel erinnert. Die klobige, kantige Verpackung finden wir auch bei Givenchy unnötig sperrig und die Praktikabilität muss dem Wiedererkennungswert weichen.
L’Oréal Paris Infaillible Glow Set Duo Universal
Das L’Oréal Paris Infaillible Glow Set Duo Universal hätte eine Bereicherung im Drogeriesortiment sein können. Die Basis ist ein sehr feines, weiches Puder, das sich wie ein feiner Schleier um die Haut legt, sie sanft mattiert, optisch weichzeichnet und sich im Laufe des Tages trotz Tönung nicht in Poren und Linien absetzt. Leider hielt man es für eine gute Idee, haufenweise Schimmer dazuzumischen. So funkelt man darin gehüllt wie eine Discokugel, insbesondere in direkter Beleuchtung. Für unser Verständnis ist das mehr als nur Glow.
Auch bei den Farben scheint etwas schiefgelaufen zu sein. Die hellere der beiden ist bei unserer blassen Testerin auf dem Niveau eines Bronzers und hüllt den Teint in ein wenig schmeichelhaftes Orange. Immerhin konnten wir so genauer beobachten, wie ebenmäßig das Puder über den Tag hinweg aussieht.
Die Dose kann L’Oréal gern für andere Produkte beibehalten. Sie hat eine praktische Größe und ein Zwischenlid, das die feinen Partikel unter dem Dosiernetz in Schach hält. Mit einem großen Pinsel kann man so ideal hineintunken.
Lavera Naturkosmetik Invisible Finish Loose Powder
Das Lavera Naturkosmetik Invisible Finish Loose Powder ist als Naturkosmetik zertifiziert und basiert auf ziemlich simplen Inhaltsstoffen ohne Tönung. Dafür ist es überraschend hochpreisig und lässt Raffinesse vermissen. Zwar absorbiert es anfänglich recht gut Glanz, der Effekt lässt jedoch recht früh und deutlich nach. Zwischendurch wirkt der Teint leider etwas stumpf, trockene Stellen werden unschön betont und auf dunkler Haut kann ein weißer Schleier sichtbar werden.
Die kleine Dose ist überfüllt. Ist Puder erst einmal durch die Dosieröffnungen gelangt, bekommt man es trotz Schieber nicht mehr zurück, ohne eine riesige, verschwenderische Staubwolke zu erzeugen. Eine kleine Quaste liegt bei, kann jedoch nach Anbruch nicht wirklich mehr in der Dose verstaut werden.

Benecos Natural Mineral Powder
„Zweckmäßig“ beschreibt das Benecos Natural Mineral Powder wohl am treffendsten. Es ist erschwinglich, farbneutral und mattiert moderat, ohne stumpf auszusehen. Aber es verfeinert nicht, erleichtert durch die kleine, überfüllte Dose nicht unbedingt die Applikation und kann je nach Menge auch etwas fahl wirken. Es wirkt tendenziell etwas natürlicher als das Puder von Lavera, das wir zeitgleich getestet haben. Die Mattierung lässt aber ähnlich schnell nach. Dafür kann man es eher nachpudern, weil es sich nicht so sichtbar in den Poren sammelt.

Artdeco Mineral Powder
Beim Artdeco Mineral Powder handelt es sich um eine Puder-Foundation. Leider wird der Unterschied bei Anwendung durchaus deutlich. Es ist nicht so fein rieselnd wie Puder. Stattdessen bündeln sich die Körnchen kompakt zusammen, als seien sie leicht feucht. Mineralpuder mit Deckkraft wird in der Regel mit einem dichten Pinsel in die Haut eingearbeitet. Versucht man wie gewohnt, den Teint großflächig zu bestäuben, will es nicht ebenmäßig gelingen. Die Farbpigmente haften stellenweise unterschiedlich und das sieht scheckig aus. Unter nur vier Nuancen einen passenden Ton zu finden, mit dem es nicht auffällt, ist eher unwahrscheinlich.
Ebenso ist das Puder eher seidenmatt und glänzt zunehmend im Laufe des Tages, weil Ölabsorption hier nicht die Priorität ist. Eine Puderalternative ist es daher nur dann, wenn man darunter keine Foundation verwendet. Direkt auf Sonnencreme oder öliger Haut aufgetragen verschmilzt es scheinbar mit dem Untergrund und erfüllt die eigentliche Aufgabe wesentlich besser. Auf trockener Haut sollte man es sparsam einsetzen, damit sie nicht spannt.

Catrice Cosmetics Soft Blur Matte Airbrush Powder
Für den erschwinglichen Preis können wir beim Catrice Cosmetics Soft Blur Matte Airbrush Powder eigentlich nicht viel meckern. Es hält, was der Name verspricht, und verleiht dem Teint eine weichgezeichnete, sanft mattierte Optik. Da der Puderstein recht locker gepresst ist, kann man viel Produkt mit einem Swipe dosieren und kleine Unebenheiten kaschieren. Allerdings sorgt diese Textur auch für Staubkörnchen sowie betonte Poren im Laufe des Tages. Denn das Puder wandert mit der Zeit ein wenig und verliert allmählich den mattierenden Effekt.
Für unterwegs eignet es sich wiederum weniger. Man hat nur wenig Kontrolle, keinen Spiegel und Applikator und auch keinen Platz für ein Schwämmchen. Zudem ist die besondere Textur sturzempfindlich. Wir sehen seinen Einsatz als ergänzendes Finishing Powder für die T-Zone und weniger als alleiniges Setting-Puder. Bei stark öliger Haut sollte man den gewählten Applikator zudem regelmäßig waschen. Die Oberfläche des Puders tendiert dazu, sich mit dem Hautöl oder Produktresten zu einer festen Schicht zu vermischen. Es ist in zehn Farben erhältlich, davon jedoch die meisten nur online.

Clinique Blended Face Powder
Die große Dose mit wenigen Dosieröffnungen des Clinique Blended Face Powder ist für ein loses Puder sehr praktisch. Das Sieb sitzt tief, sodass man mit einem Puderpinsel eintunken kann, ohne dass die Arbeitsfläche sofort eingestaubt wird. Die leichte Tönung kaschiert nur wenig, fällt dafür aber auch nicht negativ auf und kriecht nicht in die Poren. Das Finish ist leicht mattierend, hinterlässt aber auch einen leichten Reflex ohne Schimmer. Es verändert sich vergleichsweise wenig.
Diesen Effekt bekommt man allerdings auch wesentlich günstiger hin beziehungsweise bieten ähnlich hochpreisige Produkte mehr Raffinesse. Immerhin bekommt man Clinique-Produkte häufig deutlich unter der UVP. Dann könnte man mit leicht öliger Haut von seiner Konstellation profitieren. Es ist minimal effektiver als unsere Empfehlung von NYX. Den Unterschied im Direktvergleich konnten wir allerdings auch nur sehr konzentriert mit der Nase am Spiegel feststellen.

Kiko Milano Matte Fusion Pressed Powder
Das Kiko Milano Matte Fusion Pressed Powder ist in zwölf gut sortierten Nuancen zu einem fairen Preis erhältlich. Angesichts der eher dezenten Deckkraft ist das im Vergleich zu anderen Herstellern ziemlich großzügig. Der feine Mahlgrad sorgt für einen fest gepressten Puderstein, der sparsam dosiert und kaum staubt, dem man eine zuverlässige Puderschicht allerdings auch recht mühsam entlocken muss. Das ist vorteilhaft für eher trockene oder feuchtigkeitsarme Haut oder für unterwegs.
Zu diesem Zweck ist die kompakte Dose ideal. Sie ist stabil, zugleich haptisch angenehm, enthält einen großen Spiegel sowie ein Schwämmchen. Der Teint wird subtil mattiert, leicht weichgezeichnet und sieht nicht staubig aus. Für einen intensiveren Effekt muss man mehrmals schichten, kommt aber durchaus an Grenzen. Für sehr ölige Haut könnte es zu mühsam und vielleicht auch etwas zu seidenmatt sein. Auch lässt der Effekt mit der Zeit sichtbar nach. Schön ist allerdings, dass es nach dem Nachlegen weder Poren noch Linien betont.

So haben wir getestet
Wir haben 47 Puder getestet. Dafür wählen wir aus einer Vielzahl von Optionen eine möglichst repräsentative Mischung aus losen, gepressten und gebackenen Pudern aus Drogerie, Parfümerie und Online-Handel aus. So sind für unterschiedliche Budgets, Hauttypen und Anwendungsbereiche Exemplare vertreten. Wir legen ein Augenmerk auf Bestseller und populäre Produkte renommierter Marken, ergänzen aber auch regelmäßig ganz neue Lancierungen, insbesondere wenn sie ein besonderes Konzept verfolgen.
Im Praxistest wird jedes Puder in dünner Schicht auf vorbereiteter Haut aufgetragen, sprich auf Hautpflege, mindestens einmal auf Sonnencreme und einmal ohne sowie einer dünnen Schicht neutraler bis glowiger Foundation. Primer oder Fixing Sprays kommen nicht zum Einsatz, um weder Hautrelief noch Haltbarkeit zu beeinflussen.
Falls ein Applikator wie etwa eine Quaste oder ein Schwämmchen beiliegt, verwenden wir diesen, jedoch auch stets einen größeren, mitteldichten Puderpinsel, vereinzelt durchaus auch einen dichteren, wenn es uns sinnvoll erscheint. Je nach Partie legen wir stellenweise eine zweite Schicht nach. Dabei beobachten wir bereits, wie gut sich das Produkt dosieren, aufnehmen und verteilen lässt.
Im Fokus steht allerdings die Optik direkt nach dem Auftrag sowie im Laufe des Tages. Wir checken mehrmals am Tag den Anblick im Spiegel. Für bessere Vergleichbarkeit tragen wir in späteren Durchläufen zwei ähnliche Produkte halbseitig auf und vergleichen ihr Verhalten und ihre Optik.
Bei den Inhaltsstoffen checken wir unsere Eindrücke aus der Praxis gegen und prüfen, welche die dominierenden Pulver sind, die Fett absorbieren, weichzeichnen oder gar für Glow und Glanz sorgen. Ungern sehen wir Duftstoffe oder gar ätherische Öle. Zubehör sollte Mehrwert bieten, allerdings beziehen wir Spiegel und Applikatoren nicht in die Bewertung mit ein, durchaus jedoch, wenn die Verpackung besonders (un)praktisch ist.
Unsere Testerin ist Anfang 40 und hat Mischhaut, sodass wir sowohl Eindrücke von jedem Puder auf trockeneren Wangen erhalten als auch von Mattierung und Weichzeichnung in der T-Zone. Aufgrund eines blassen Teints sind viele Puder selbst in hellster Farboption noch zu dunkel oder zu rosa. Dann fallen das Kriechen in Poren und Linien sowie ein cakey Resultat besonders ins Auge. Aus diesem Grund sind die praktischen Eindrücke nicht automatisch auf jeden Hauttyp übertragbar, sondern dienen als grobe Orientierung.
Die wichtigsten Fragen
Welches ist das beste Puder?
Das beste Puder ist für uns das MAC Cosmetics Mineralize Skinfinish Natural. Es ist universell für ölige als auch trockene Haut geeignet. Die sehr feine, gebackene Textur verschmilzt optimal mit dem Teint und kaschiert dezent, ohne maskenhaft zu wirken. Es mattiert dabei zuverlässig mit natürlichem Finish.
Was macht man mit Puder?
Gesichtspuder benutzt man, um die Haut (stellenweise) zu mattieren, indem überschüssiges Öl absorbiert wird. Es verlängert aber auch die Haltbarkeit anderer Make-up-Produkte und schützt vor dem Abfärben. Je nach Produkt kann man auch das Hautbild feiner erscheinen lassen oder leicht abdecken.
Wie trägt man Puder richtig auf?
Es gibt mehrere Methoden, um Gesichtspuder aufzutragen, je nachdem, ob es lose oder gepresst ist und je nachdem, welchen Effekt man erzielen möchte. Traditionell verwendet man eine Quaste, um das Puder tupfend in die Foundation einzuarbeiten. Für eine natürlichere Optik, z. B. direkt auf der Haut, eignet sich ein Puderpinsel.
Braucht man Puder bei trockener Haut?
Puder soll in erster Linie mattieren. Trockene Haut glänzt üblicherweise nicht. Ergänzend zu Make-up und Pflege kann Puder dennoch helfen, eine feinere Optik zu erzielen und ggf. die Haltbarkeit zu erhöhen. Moderne Foundation und Concealer machen diesen Schritt jedoch nicht unbedingt notwendig.
Puder ohne »cakey« Finish?
Sammelt sich Make-up in Linien und Poren oder wirkt ungleichmäßig auf der Haut, spricht man von einem „cakey“ Finish, bei dem sich Produkte mischen und als Überschuss sammeln. Bei Puder kann man dem vorbeugen, indem man ein farbloses Produkt wählt, es sparsamer dosiert und gegebenenfalls die darunter verwendeten Produkte wechselt.











































































