Beamer erfreuen sich auch außerhalb von Unterhaltung und Wohnzimmer seit langem großer Beliebtheit. Ob im Büro oder beim Meeting, in groß sehen die meisten Charts und Präsentationen nicht nur besser aus, es können zudem mehrere Personen gleichzeitig an den Informationen teilhaben. Da es bei der Projektion im hellen Meetingraum ebenso wie beim Public Viewing gleichermaßen auf große Helligkeit und entsprechende Lichtausbeute ankommt, machen die meisten Arbeitsgeräte auch draußen auf der Terrasse oder in ähnlicher Umgebung eine gute Figur.
Kurzübersicht
Acer Vero PL3510ATV
Der Acer Vero PL3510ATV kommt nachhaltig daher, mit einer ebenso langlebigen wie sparsamen Laser-Lichtquelle. Er liefert eine enorme Helligkeit, ohne die Farbtreue außer Acht zu lassen. Ebenso wird er zusammen mit einem Steckmodul ausgeliefert, das mit einer Android-TV-Installation die wichtigsten Streaming-Dienste auf die Leinwand holt. Eine flexible Installation des Beamers und der Sport-Modus runden das Paket ab.
Acer H6518STi
Der Acer H6518STi ist der perfekte Beamer, um eine angemessen große Projektion zu bekommen, wenn der Abstand zur Leinwand für normale Projektoren zu gering ist. Er verfügt über die wichtigsten Schnittstellen und kann mit dem mitgelieferten WLAN-Stick problemlos ins Netzwerk eingebunden werden.
Epson EH-TW840
Beim Epson EH-TW840 liegt der Schwerpunkt bei möglichst hoher Lichtausbeute zum möglichst geringen Anschaffungspreis. Dabei hat der recht kompakte Beamer alles, was man im Office braucht, angefangen bei der Möglichkeit, den Bildschirm mit anderen Geräten zu teilen, bis hin zur optionalen Ergänzung mit einem WLAN-Stick. Da auf ein modernes Leuchtmittel, wie Laser oder LED, sowie die Kompatibilität mit 4K-Auflösung verzichtet wird, bleibt der Preis moderat.
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- Helles, farbtreues Bild
- Dank Android-TV-Installation vielseitig einsetzbar
- Auch für Filme geeignet

- Helles Bild auf kurzer Distanz
- Tolle Optik mit geringen Verzerrungen
- WLAN Dongle gehört zum Lieferumfang
- Für Filme kaum geeignet

- Sehr helles Bild mit natürlicher Farbdarstellung
- Flexibel einsetzbar
- Schwarzwert zu hell

- Gute Bildqualität in allen Anwendungen
- Auch für Filme geeignet
- Geringer Zoom
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Business statt Kinofeeling: Beamer für Präsentationen im Test
Beamer, die in Tagungsräumen zum Einsatz kommen, haben meist noch stärker mit äußeren Lichteinflüssen zu kämpfen als Beamer, die im Wohnzimmer genutzt werden. Die Räume sind oft sehr groß und wenn man eine entsprechend große Projektionsfläche füllen möchte, ist hier eine besonders hohe Lichtausbeute gefragt. Auch beim Public Viewing müssen möglichst viele Betrachter einen Blick auf die Leinwand werfen können. Da macht man sich weniger Gedanken darum, ob man gut abdunkeln kann – wenn nicht sowieso im Freien geschaut wird.
Alle anderen getesteten Modelle finden Sie in unserem Beamer-Test sowie den Artikeln zu Mini-Beamern und Ultrakurzdistanz-Beamern.
Einzig die Bildauflösung ist fürs Public Viewing vorgegeben, während es bei der Präsentation darauf weniger ankommt, denn die meisten Quellen lassen sich praktischerweise an die Projektor-Auflösung anpassen. Beim Rudelgucken von Sportübertragungen ist da schon zumindest Full-HD-Auflösung gefordert, wenn nicht sogar 4K, denn runterschalten kann man schließlich immer noch.
UHP, LED und Laser
So langsam bahnen sich bezüglich der Lichtquelle alternative Technologien den Weg: Gerade im Bereich von Präsentation und Business sind langlebige, energieeffiziente und robuste Lichtquellen gefragt, schließlich wird so ein Beamer auch mal transportiert. Das Gleiche gilt für Allrounder fürs Wohnzimmer und für Beamer zum Rudelgucken sowieso. Aber auch im klassischen Heimkino machen sich zusehends alternative Lichtquellen breit.
War Optoma vor wenigen Jahren mit dem HD91 als erster Hersteller mit LEDs als Leuchtmittel im Heimkino unterwegs, so gibt es heute keinen Hersteller mehr, der ausschließlich auf die UHP-Lampe setzt. Mindestens ein Modell mit Laser oder LED als Leuchtmittel hat jeder.
Auch die Preise haben, bedingt durch die sukzessiv steigenden Stückzahlen, deutlich nachgegeben. Die Laser-Beamer in unserem Test sind zwar teurer als ihre UHP-Pendants, das lässt sich aber durch die bessere Energieeffizienz und die längere Lebensdauer mittlerweile kompensieren. Für Firmen oder generell Kunden, die einen Projektor (auch) für Präsentationen nutzen, stellt sich diese Frage schlicht nicht. Entscheidend ist, dass die Lichtquelle problemlos das ganze Beamer-Leben lang hält und somit Wartungskosten und Ausfallzeiten weitestgehend vermieden werden.
Die Distanz zur Leinwand
Benötigt man für die Projektion eines Bildes von etwa zwei Metern Breite mit einem normalen Beamer gut und gerne einen Abstand von über zwei bis vier oder sogar mehr Metern zur Leinwand, kommt ein Kurzdistanz-Projektor locker mit Entfernungen um die zwei Meter hin. Das ist von Vorteil, wenn entweder die Räumlichkeiten keinen größeren Abstand zulassen oder man den Beamer lieber zwischen Betrachtern und Leinwand platziert, weil dann nicht jedes Mal ein Schatten auf der Leinwand erscheint, sobald sich jemand erhebt. Näher dran steht nur noch ein Ultrakurzdistanz-Beamer, dessen Abstand deutlich unter einem Meter liegt, sodass der Beamer direkt vor der Leinwand platziert werden kann. Diese Spezies kommt im Office jedoch eher selten zum Einsatz.
Unser Favorit
Acer Vero PL3510ATV
Wie der Name schon andeutet, verfügt der Acer Vero PL3510ATV über eine Android-TV-Installation. Das dazu notwendige Steckmodul mitsamt der dazugehörigen Fernbedienung ist ab Werk nicht eingebaut. Mit wenigen Handgriffen und vor allem ohne Werkzeug lässt es sich von jedem Laien in den dafür vorbereiteten Schacht an der Rückseite des Beamers einstecken.
Dort stehen dann zwei zusätzliche HDMI-Eingänge parat, von denen einer sogar ARC-kompatibel ist. Hier lässt sich einfach eine Soundbar mit ebenfalls rückkanaltauglicher HDMI-Buchse andocken, die Lautstärke kann mit der Fernbedienung vom Beamer eingestellt werden.
Wegen der Android-Installation gibt es neben der gewohnten Fernsteuerung noch eine weitere, die für die Android-Oberfläche optimiert ist. Das zeigt sich unter anderem dadurch, dass die gängigsten Streaming-Dienste eine feste Taste haben. Außerdem sind ein Mikrofon sowie eine Taste für den Google Assistant integriert.
Dennoch verfügt der Vero PL3510ATV über alle Vorzüge eines Präsentationsprofis, nämlich eine enorme Lichtausbeute, die von einer langlebigen Laser-Lichtquelle kommt. Die Optik mit 1,3-fach-Zoom sorgt zusammen mit dem Lensshift für flexible Aufstellungsmöglichkeiten.
Einstellungssache
Sobald das Modul mit der Android-TV-Installation eingesteckt ist, greift der Beamer automatisch darauf zu. Nun geht es nur noch darum, die zweite Fernbedienung mit dem Beamer zu koppeln, was mithilfe der Bildschirmanleitung problemlos vonstattengeht. Im nächsten Schritt wird der Beamer per WLAN ins Netzwerk und damit ins Internet eingebunden, denn ohne gibt es kein Streaming.
Dennoch steht auch das Beamer-Einstellungsmenü bereit, welches über diverse Bildpresets verfügt, zu denen auch der beliebte Sport-Modus gehört. Außerdem kann man die Laserhelligkeit optimal an die Rahmenbedingungen anpassen. Wie bei Präsentationsprofis üblich, steht sogar eine Auswahl von Wandfarben zur Verfügung, wenn mal nicht an die weiße Leinwand projiziert werden kann. Der Acer optimiert selbst dann die Farben für die entsprechende Fläche.
Apropos Farben: Im Bildmenü findet sich außer der Voreinstellung »Film« eine Einstellung, in welcher der HDTV-Normfarbraum besonders akkurat abgebildet wird. Bezeichnenderweise heißt dieser Modus dann »BT.709«, und diese Darstellung dürfte Filmfreunde zufriedenstellen, zumal der Acer selbst dann noch mit 1.500 Lumen strahlt. So kann man im abendlichen Dämmerlicht schon mal ein kleines Open-Air-Kino für Nachbarn und Freunde aufbauen.
Der Vero PL3510ATV ist bezüglich seiner Möglichkeiten beim Präsentieren und Public Viewing kaum zu schlagen. Die Android-TV-Installation erweitert das Potenzial noch einmal erheblich und die Laser-Lichtquelle ist nicht nur langlebig, sondern auch vergleichsweise sparsam.
Nachteile?
Der einzige Nachteil des Vero PL3510ATV mag die recht einfache Tonabteilung sein. Der einzelne Lautsprecher kann sich gerade draußen kaum durchsetzen und kommt auch klanglich schnell an seine Grenzen. Dafür gibt es jedoch einen separaten Audio-Ausgang, der dann mit externen Lautsprechern gekoppelt werden kann.
Acer Vero PL3510ATV im Testspiegel
Das audiovision Magazin hat den Vero PL3510ATV im Mai 2025 getestet, der Beamer erhält mit 70 von 100 Punkten ein »gutes« Ergebnis. Tester Michael B. Rehders meint:
»Der Acer PL3510ATV ist ein heller Full-HD-Projektor, der auch mit HDR-Inhalten zu überzeugen versteht. Mit 3D-Wiedergabe, Smartfunktionen und zahlreichen Streaming-Apps erhalten Heimkino-Einsteiger ein überzeugendes XXL-Bild.«
Im Lite-Magazin wurde der Acer Vero PL3510ATV im April 2024 getestet. Er erhält die Gesamtnote 88/90 in der Oberklasse und außerdem ein »sehr gutes« Preis-Leistungs-Verhältnis:
»Der Acer Vero PL3510ATV ist ein mobiler Full-HD-Projektor, der schnell und flexibel im Wohnzimmer, Heimkino und unterwegs installiert ist. Alle beliebten Apps sind nutzbar. Netflix, WOW und DAZN gehören dazu. Mit SDR und HDTV läuft der Beamer zur Hochform auf. Dank der hellen und langlebigen Laserlichtquelle gelingt eine natürliche und brillante Farbreproduktion. Bis in die Ecken sind alle Bilder messerscharf. Die schicke Transporttasche gehört zum Lieferumfang. Jetzt kann die Fußball EM kommen, egal ob zu Hause oder unterwegs.«
Weitere Empfehlungen
Acer H6518STi
Zwischen einem Beamer für einen Abstand zur Leinwand im Bereich von zwei bis drei Metern und den Ultrakurzdistanz-Geräten, die direkt vor der Leinwand stehen können, schließen Geräte wie der Acer H6518STi eine Lücke. Mit einem Abstand zur Leinwand von nur einem Meter (für ein Bild von zwei Metern Breite) passt er perfekt auf den Wohnzimmertisch im kleineren Wohnzimmer oder in gleicher Entfernung unter die Decke.
Schon an der recht weit hervorlugenden Optik lässt sich erkennen, dass es sich beim Acer um keinen normalen Beamer handelt. Oben, wo normalerweise die beiden Stellräder für Zoom und Fokus zu finden sind, gibt es hier nur einen einzigen, nämlich den für den Fokus, also die Schärfe. Das hat seinen Grund darin, dass die Optik auch ohne Zoom schon sehr aufwendig ist, weil es trotz der Nähe ja so wenige Verzerrungen wie möglich geben soll. Ein Zoom würde die Optik erheblich verteuern, und damit auch den Beamer.
Man muss bei der Installation also etwas improvisieren bzw. ist von vornherein auf eine bestimmte Bilddiagonale festgelegt. Zwar kann man auch den digitalen Zoom bemühen, der kostet nur, wie immer, auch Auflösung.
Ist einmal der richtige Platz für den H6518STi gefunden, kann er sogleich mit einem ausgesprochen hellen Bild begeistern. Das ist kaum verwunderlich, schließlich steht er ab Werk im besonders hellen Präsentationsmodus. Bei Präsentationen nimmt man es mit natürlichen Farben nicht so genau, Hauptsache, die einzelnen Felder der Tortendiagramme sind gut voneinander zu unterscheiden und man muss den Meeting-Raum nicht abdunkeln.
Das gilt beim Public Viewing nicht mehr, denn schließlich soll der Rasen angemessen grün sein, und man möchte nach Möglichkeit auch die Trikots sauber voneinander unterscheiden können. Da hilft dann der »Film«-Modus, der selbst bei heller Lampe natürlichere Farben liefert als der Präsentations-Modus.

Auch wenn der Acer mal für einen Film zwischen den Spielen gut ist, so liegen seine Qualitäten doch eindeutig bei einem möglichst hellen Bild. Der eingebaute Lautsprecher reicht für Kommentatoren vollkommen aus, ist beim Rudelgucken aber ohnehin meistens überflüssig.

Der Acer H6518STi ist ein Präsentations- und Public-Viewing-Spezialist, wenn es um räumliche Einschränkungen geht. Er mag kleine, helle Räume und kann besonders dort für knackigen Großbild-Spaß sorgen, wo anderen Geräten schlicht der Raum für eine richtig große Projektion fehlt.
Epson EH-TW840
Der Epson EH-TW840 ist ein echtes Arbeitsgerät, ziemlich kompakt, mit vielen Einstellmöglichkeiten, was eine flexible Aufstellung ermöglicht, und er ist sehr hell. Dass er dabei noch recht günstig ist, liegt nicht zuletzt daran, dass er seine hohe Lichtausbeute noch aus einer herkömmlichen Hochdrucklampe erhält. Hier strahlen also weder Laser noch LEDs auf die Leinwand, und deshalb ist das Lüftungssystem des EH-TW840 im hellsten Modus auch entsprechend laut.
Was beim Betrieb im Wohnzimmer inakzeptabel ist, fällt bei der Projektion im Büro oder im Meetingraum kaum ins Gewicht. Hier kommt es lediglich darauf an, dass man nicht im Dunkeln sitzen muss, um die Präsentation und die Tabellenkalkulation klar und kontrastreich ablesen zu können. Dabei ist der Epson dank seiner natürlichen Farbdarstellung sogar für das Anschauen von Filmen geeignet. Diese kann man ihm lediglich über eine der beiden HDMI-Buchsen zuführen, denn WLAN gibt es nur mit dem optionalen Wireless-LAN-Adapter ELPAP11, für den nochmal etwa 130 Euro fällig werden. Eine Smart-TV-Installation gibt es nicht, die ist für ein Arbeitsgerät wie den Epson auch eher ungeeignet. Dafür gibt es ein umfangreiches Farbmanagement sowie die Möglichkeit, den Bildschirminhalt mit anderen Geräten zu teilen.

Ein Szenario außerhalb des Büros gibt es dennoch, wo der Epson EH-TW840 seine Fähigkeiten optimal ausspielen kann: beim gemeinsamen Sport- oder Filmgucken, im Zweifel sogar draußen auf der Terrasse. Hier schafft er selbst in vergleichsweise heller Umgebung noch ein kontrastreiches Bild mit natürlicher Farbdarstellung.

Wer ein Arbeitsgerät fürs Büro sucht, mit dem man gelegentlich auch Filme in ordentlicher Bildqualität anschauen kann, liegt mit dem Epson EH-TW840 schon mal nicht falsch. Auf 4K- und HDR-Darstellung muss man bei dem Preis aber verzichten, bleibt allerdings bei der Wahl des Vorführraumes relativ frei. Für den Transport, beispielsweise im Außendienst, gibt es optional noch das Epson Soft Carry Case – ELPKS70 zum UVP von knapp über 30 Euro zu kaufen.
Außerdem getestet
BenQ TH585
Der BenQ TH585 ist trotz seiner kompakten Abmessungen erstaunlich hell. Selbst im farbkalibrierten Eco-Betrieb strahlt er die Leinwand immer noch mit weit über 1.000 Lumen an und schafft dabei immerhin eine Bildbreite von zwei Metern.
Damit und mit dem dezidierten Bildmodus für Fußball und andere Sportarten eignet sich der TH585 ganz hervorragend für das gemeinsame Filmvergnügen auf der Terrasse. Zumindest in der Abenddämmerung darf er unter Umständen sogar im Eco-Betrieb laufen.
Der TH585 ist recht schnell eingerichtet. Mit dem 1,1-fachen optischen Zoom lässt sich die gewünschte Bildgröße ohne Auflösungsverluste einstellen. Der Zoom ist damit zwar etwas knapp, für mehr Flexibilität muss man dann eben den Standort wechseln oder auf den digitalen Zoom zurückgreifen, was allerdings zu Lasten der Bildauflösung geht. Zur Einstellung der korrekten vertikalen Neigung gibt es vorn ein Rändelrad, mit dem diese justiert werden kann. Darüber hinaus sind auch die beiden hinteren Füße weit in der Höhe verstellbar.
Dank der anschlussfreudigen Rückseite, wo neben den beiden HDMI-Eingängen auch analoge Quellen berücksichtigt werden, wird der BenQ zu einer kleinen, aber gut ausgestatteten Schaltzentrale. Es gibt sogar einen VGA-Ausgang, der das Eingangssignal an einen zusätzlichen Beamer oder Bildschirm weiterreichen kann. Selbst der Ton kann separat eingespeist und auch abgenommen werden. Für den Einsatz im Wohnzimmer oder draußen ist der TH585 also bestens gerüstet, seitens der Lichtausbeute und der Bildqualität gilt das Gleiche.
Schon beim ersten Einschalten ist der TH585 sehr hell, die Lichtausbeute beträgt auf dem Papier satte 3.500 ANSI-Lumen, was das hinzugezogene Mess-Equipment bestätigt. Außerdem können wir dem BenQ eine Farbtemperatur um die 7.000 Kelvin bescheinigen, was nur wenig über den geforderten 6.500 Kelvin liegt. Er ist hier schon deutlich besser abgestimmt als sein Vorgänger.
Im Bildmodus »Cinema« und mit der Lampenhelligkeit im Eco-Betrieb zeigt er dann schon echte Kino-Qualitäten. Die Farbtemperatur sinkt nun deutlich unter die geforderten 6.500 Kelvin, der Normfarbraum für HDTV wird dagegen vorbildlich abgedeckt.
Der BenQ TH585 ist unser ehemaliger Favorit in dieser Klasse. Zwar muss man bezüglich Helligkeit und flexibler Aufstellung leichte Abstriche in Kauf nehmen, dafür ist er im Preis-Leistungs-Verhältnis aktuell unschlagbar.
So haben wir getestet
Jede Anwendung stellt andere Anforderungen an einen Projektor: Während der Beamer im perfekt abgedunkelten Heimkino nicht gegen gefürchtete fremde Lichtquellen oder Streulicht anstrahlen muss, sieht das bei der Projektion im Wohnzimmer, Besprechungsraum oder gar im Freien ganz anders aus.
Wichtig ist also neben der Leuchtkraft auch die Fähigkeit, dunkle Partien auch dunkel, idealerweise schwarz darstellen zu können, und das möglichst gleichzeitig, da ein Bild ja auch meistens aus dunklen und hellen Teilen besteht.
Hierzu projizieren wir im Test ein Schachbrettmuster mit acht schwarzen und ebenso vielen weißen Flächen auf eine schwarze, lichtschluckende Leinwand und haben das aus Richtung der Beamer-Optik austretende Licht in jedem Quadrat, auch in den schwarzen, gemessen. Die Leinwand muss das Licht schlucken, weil man ausschließlich das messen möchte, was aus dem Beamer kommt, ganz ohne Reflexionen und Streulicht von der normalerweise stark reflektierenden Leinwand.
Eine Kombination aus Licht, Schatten und perfekten Farben
Das Verhältnis von weißen und schwarzen Flächen nennt man ANSI-Kontrast, die gemessenen Werte haben wir in der Tabelle angegeben. Zu beachten ist, dass der ANSI-Kontrast lediglich eine Aussage über den Kontrast ist, nicht aber über den absoluten Schwarzwert, den finden Sie ebenfalls in der Tabelle. Der ist besonders bei Beamern für den Gebrauch im Heimkino wichtig, da Sie bei Nachtszenen lieber die Sterne vor einem möglichst dunklen Hintergrund blinken sehen wollen als vor einem grauen.
Neben dem maximal erreichbaren Schwarzwert haben wir auch die maximale Lichtausbeute eingetragen, einmal als Herstellerangabe und einmal den von uns im Test gemessenen Wert im farbkalibrierten D65-Eco-Betrieb. Den Eco-Betrieb wählen wir aus, weil hier zumeist eine akkurate Farbwiedergabe vor möglichst hoher Lichtausbeute geht. Außerdem ist der Beamer dann leiser und die Lampe hält länger.
Auch die möglichst gleichmäßige Ausleuchtung der Leinwand ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Zur Messung werden in unseren Tests neun weiße Flächen gleichmäßig auf die Leinwand projiziert, um dann – ähnlich wie bei der ANSI-Messung – die Lichtstärke der einzelnen Punkte zu messen. Die Differenz gibt Auskunft über die mehr oder weniger gleichmäßige Ausleuchtung: 100 Prozent wäre eine absolut gleichmäßige Helligkeitsverteilung über die gesamte Leinwand.
Neben dem möglichst kontrastreichen Verhältnis zwischen Licht und Schatten spielt die akkurate Farbdarstellung im Beamer-Test eine wichtige Rolle, insbesondere beim Anschauen von Filmen. Sämtliche Beamer verfügen über mehrere Voreinstellungen für die verschiedenen Anforderungen, die meisten sogar über einen Filmmodus. Dieser kann auch Cinema, Kino oder ähnlich heißen und bringt die Einstellungen, insbesondere der Farbwiedergabe, zumeist schon in die richtige Richtung.
Wir haben im Test daher alle Beamer in den sparsamen, leiseren und auch etwas dunkleren Eco-Betrieb gestellt und zudem mit der entsprechenden Voreinstellung auf möglichst neutrale Farbwiedergabe getrimmt. Beide Ergebnisse haben wir für jeden Projektor von der Leinwand abfotografiert, und zwar immer mit den exakt gleichen Belichtungseinstellungen der Kamera. Daher sind einige Bilder dunkler als andere, wenn der Beamer nicht ganz so lichtstark ist.
So groß, wie das auf den Fotos wirkt, sind die Unterschiede aber in der Realität nicht. Diese Fotos dienen nur der Anschauung. Für annähernd nachvollziehbare Abbildungen, müssten wir sowohl den Fotoapparat als auch das Display, über welches Sie die Fotos betrachten, penibel aufeinander abstimmen. Wir haben für Sie aber die Einstellungen der Beamer in der Bildunterschrift notiert, falls Sie sie bei sich zu Hause mit dem einen oder anderen Beamer nachvollziehen möchten.
Die wichtigsten Fragen
Welcher Beamer ist der beste für Präsentationen?
Der Acer Vero PL3510ATV ist für uns aktuell der beste Beamer fürs Büro und ähnliche Anwendungen. Er sorgt mit seiner hohen Lichtausbeute selbst im hellen Meetingraum klare, kontraststarke Bilder.
Braucht man für Beamer eine Leinwand oder tut es auch eine weiße Wand?
Eine weiß gestrichene Wand tut es notfalls auch, sie sollte nur entsprechend glatt sein. Viele Beamer fürs Büro projizieren auch auf abgetönte Wände noch ein akzeptables Bild. Die Farbwiedergabe lässt sich oft sogar an bestimmte Farbtöne der Wand anpassen.
Wie groß muss die Entfernung des Beamers zur Leinwand sein, um eine Bilddiagonale von etwa 100 Zoll zu erhalten?
Das hängt ganz von der Optik des Beamers ab. Es gibt Geräte mit normaler Zoom-Optik, dann Kurzdistanz-Beamer, die für ein so großes Bild einen Meter Abstand benötigen, und schließlich die Ultrakurzdistanz-Beamer, die quasi wenige Zentimeter vor der Leinwand stehen dürfen. Letztere trifft man im Büro allerdings eher selten an. Wir haben zur Orientierung die Abstände in der Tabelle eingetragen, die der Beamer benötigt, um eine Bildbreite von zwei Metern zu erreichen. Das entspricht etwa einem 90-Zoll-Fernseher.
Gibt es 8K-Beamer?
Das wird noch eine Weile dauern. Schließlich sind die einzigen Beamer, die wirklich eine echte 4K-Auflösung an die Leinwand bringen, noch ziemlich teuer. Alle anderen rechnen die FullHD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) mit einiger technischer Raffinesse schlicht auf 4K hoch. Für die meisten Anwendungen im Büro reicht eine FullHD-Auflösung indes vollkommen aus.
























































