Ein guter Highlighter kann das Erscheinungsbild des gesamten Gesichts verändern. Er zählt zwar nicht unbedingt zu den wichtigsten Essentials in der Make-up-Tasche, gehört aber eindeutig zu den wirkungsvollsten Produkten, wenn es darum geht, dem Teint mehr Dimension und Lebendigkeit zu verleihen. Schon ein Hauch genügt, um Konturen subtil zu betonen, Anzeichen von Müdigkeit optisch abzumildern und der Haut ein frisches Aussehen zu schenken. Je nach Bewegung fängt der Highlighter das Licht an unterschiedlichen Punkten ein und reflektiert es, ähnlich wie Sonnenstrahlen, die über die Haut wandern.
Damit dieser Effekt überzeugend und zugleich natürlich wirkt, braucht es einen fein ausbalancierten Schimmer, der die Qualität des Produkts beschreibt. Doch der Markt ist groß und echte Qualitätsunterschiede zeigen sich oft erst bei genauerem Hinsehen. Moderne Highlighter nutzen Pigmenttechnologien, die Licht weich streuen sollen. Nuancen in Partikelgröße, Beschichtung und Textur entscheiden aber darüber, ob ein Produkt sanft mit der Haut verschmilzt oder auf ihr aufliegt und unruhig wirkt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher macht das die Auswahl nicht leichter: Puder-, Creme- und flüssige Texturen versprechen alle Glow, erzielen jedoch sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Deshalb haben wir 14 Highlighter getestet und auf Alltagstauglichkeit geprüft. Uns interessierte: Welche Produkte erzeugen tatsächlich einen natürlichen Glow statt einen Balken voll Glitzer? Welche funktionieren auf verschiedenen Grundlagen (mit oder ohne Foundation) und welche glänzen vor allem durch große Versprechen statt durch echte Wirkung?
Kurzübersicht
Charlotte Tilbury Beauty Light Wand
Der Highlighter Beauty Light Wand von Charlotte Tilbury hat im Test eindeutig die Nase vorn. Dank seines Schwammapplikators lässt sich das Produkt extrem präzise und zugleich sparsam dosieren, sodass sowohl ein sanfter Glow als auch ein intensiver Effekt problemlos gelingen. Besonders beeindruckt hat der Glanz selbst, der fast spiegelnd, aber nicht glitzernd wirkt und die Haut frisch, gesund und natürlich strahlen lässt. Der Halt ist außergewöhnlich lange – selbst ganze Tage übersteht er mühelos, ohne sich abzusetzen oder zu verblassen.
Pixi On-The-Glow SuperGlow
Auch der On-The-Glow SuperGlow von Pixi punktet mit einem zarten Schimmer, der leicht transparent ist und ausgewählte Hautstellen natürlich aufhellt. Die Formulierung wirkt nahezu schwerelos, bringt aber dennoch sichtbaren Glow ins Gesicht. Zwar enthält er minimal mehr Glitzerpartikel als klassische Glow-Formulierungen, bleibt aber im Gesamteindruck natürlich. Besonders ist das Packaging: Der breite Stick vereinfacht den Auftrag enorm. Auch die Haltbarkeit hat überzeugt, denn der Highlighter verliert im Laufe des Tages kaum an Strahlkraft.
Rare Beauty Positive Light Luminizer

- Samtiger, natürlicher Schimmer
- Sehr gute Haltbarkeit ohne sich abzusetzen
- Sehr ergiebig
- Verschmilzt gut mit der Haut
- Sehr reizarm formuliert
- Sehr flüssige Konsistenz
Der flüssige Positive Light Luminizer von Rare Beauty fällt durch seine sehr leichte, fast wässrige Textur auf, die dennoch hochpigmentiert ist. Ein winziger Punkt genügt, um ein großflächiges, gleichmäßiges Leuchten zu erzielen. Im Test hat vor allem die beeindruckende Ausdauer überzeugt: Während Foundation und Rouge nach Stunden bereits nachließen oder sich in Linien absetzten, hielt der Rare-Beauty-Highlighter unverändert durch, ganz ohne einzusinken, zu verrutschen oder an Intensität zu verlieren. Ein Produkt für alle, die lange Haltbarkeit ohne schwere Formulierung suchen.
Kiko Milano Radiant Touch Creamy Stick Highlighter

- Natürliches, warmes Finish
- Farbreflexe für einen frischen Teint
- Sehr unkomplizierter Auftrag
- Hochwertiges Packaging
- Kurzer Halt
Der Radiant Touch Creamy Stick Highlighter von Kiko Milano ist der überraschend elegante Preistipp. Das Packaging wirkt hochwertig, der Stick liegt gut in der Hand und ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Auftrag. Die cremige Textur gleitet sanft über die Haut und kann sowohl dezent als auch intensiver aufgebaut werden. Zwar erreicht die Haltbarkeit nicht das Niveau der teureren Konkurrenz, doch lässt sich das Produkt dank seiner kompakten Größe problemlos unterwegs auffrischen. Für den Preis bietet er eine erstaunlich luxuriöse Anmutung und ein sehr schönes, weiches Finish.
Vergleichstabelle
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- Natürlicher und weicher Glow
- Sehr lange Haltbarkeit
- Feine Pigmente
- Einfache, mühelose Dosierung
- Wenig Inhalt für hohen Preis

- Schönes, natürliches Finish
- Gute Haltbarkeit im Alltag
- Einfache, praktische und präzise Anwendung durch balsamartige Konsistenz
- Schönes Packaging
- Etwas zu viel Glitzer
- Verpackung täuscht mehr Inhalt vor

- Samtiger, natürlicher Schimmer
- Sehr gute Haltbarkeit ohne sich abzusetzen
- Sehr ergiebig
- Verschmilzt gut mit der Haut
- Sehr reizarm formuliert
- Sehr flüssige Konsistenz

- Natürliches, warmes Finish
- Farbreflexe für einen frischen Teint
- Sehr unkomplizierter Auftrag
- Hochwertiges Packaging
- Kurzer Halt

- Klarer, kräftiger Glanz
- Einfache Anwendung
- Kompaktes Format
- Nicht stark genug
- Halt begrenzt

- Einzigartiger, intensiver Glitzer
- Spektakuläres, extravagantes Finish
- Langanhaltende Sichtbarkeit der Partikel
- Glitzer bleibt nicht an Ort und Stelle
- Schwierigere Produktabgabe im Laufe der Nutzung

- Intensiver Glow mit Sofort-Effekt
- Sehr schöner, gleichmäßiger Auftrag
- Ergiebig
- Verblasst schnell und wirkt dann fleckig
- Setzt sich im Laufe des Tages ab

- Intensiver Glow beim ersten Auftrag
- Angenehm weiche Pudertextur
- Verblasst schnell und wird ungleichmäßig
- Wirkt weniger natürlich
- Betont Hautstruktur deutlich

- Sehr dezentes Finish
- Leicht zu verblenden
- Wirkung kaum als Highlighter erkennbar
- Optisch wenig hochwertig
- Zu schwache Leuchtkraft

- Natürlicher, frischer Glow
- Sehr leichte, pflegende Textur
- Effekt zu dezent für dekorative Highlights
- Schimmer verblasst relativ schnell

- Natürlicher Schimmer für dezente Looks
- Sehr leichte, unkomplizierte Textur
- Viel zu weich, um als echtes Highlight zu wirken
- Trocknet schnell an und lässt wenig Spielraum beim Verblenden

- Milde Formulierung
- Verträgt sich mit einer Tagescreme
- Schimmer verschwindet beim Auftrag teilweise

- Sehr leichte, einfach zu verblendende Formel
- Praktischer Cushion-Applikator
- Glow zu schwach und schnell verblassend
- Trocknet zügig an und kann Hauttextur betonen

- Lässt sich gut verteilen
- Eher ein Bronzer statt ein Highlighter, da zu orangestichtig
- Enthält BHT
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Shine bright like a Diamond: Highlighter im Test
Wer nach einem passenden Highlighter sucht, merkt schnell, dass »Glow« nicht gleich »Glow« ist. Hinter den schimmernden Formulierungen steckt eine erstaunliche Vielfalt an Technologien: pudrige Varianten, die punktuell Licht setzen, cremige Texturen, die mit der Haut verschmelzen, flüssige Highlighter, die fast spiegelnde Effekte erzeugen, Sticks, die Pflege und Glow verbinden.
Dazu kommen Unterschiede in Untertönen, von sehr kühlen Champagnertönen bis hin zu warmem Gold oder Rosé, und Finishes, die von kaum wahrnehmbar bis markant metallisch reichen. Für Verbraucherinnen bedeutet das: Die Wirkung eines Highlighters wird viel stärker durch die Textur, die Pigmentgröße und die Art des Auftrags bestimmt als durch die Farbe allein.
Was sorgt bei Highlightern für den Glow?
Eine einleuchtende Frage zum Thema Highlighter lautet: Wie kommt dieser Glanz eigentlich zustande? Der Leuchteffekt entsteht durch reflektierende Partikel, die in die Formulierung eingearbeitet sind. Hochwertige Highlighter nutzen extrem fein gemahlene Pigmente, deren Oberfläche so beschichtet ist, dass Licht nicht punktuell zurückgeworfen wird, sondern weich gestreut wird.
Highlighter nutzen feine reflektierende Pigmente
Das ist der Grund, warum ein hochwertiger Highlighter kaum noch glitzrig wirkt. Die Partikel sind so klein und gleichförmig, dass sie einen optischen Schleier aus Licht erzeugen, statt einzelne Schimmerpunkte sichtbar zu machen. Flüssige Highlighter verstärken den Effekt oft zusätzlich, weil die feuchte Oberfläche Licht noch gleichmäßiger reflektiert.
Warum sehen manche Highlighter natürlich aus – und andere nicht?
Die natürliche Wirkung eines Highlighters wird maßgeblich von drei Parametern bestimmt. Entscheidend ist zunächst die Pigmentgröße: Sehr feine Partikel erzeugen einen gleichmäßigen, fließenden Lichtfilm auf der Haut, während größere Pigmente schneller körnig wirken können.
Auch die Textur spielt eine wichtige Rolle, denn cremige und flüssige Formeln verschmelzen meist besser mit der Haut, wohingegen Puderprodukte – besonders bei trockener Haut – stärker sichtbar bleiben. Schließlich ist der Unterton ausschlaggebend für ein harmonisches Ergebnis: Ein zu heller oder zu kühler Highlighter kann schnell wie ein Fremdkörper erscheinen, während ein leicht getönter Ton optisch mit der Haut verschmilzt.
Wie lange hält ein Highlighter?
Die Haltbarkeit variiert stark je nach Formulierung. Puder halten auf gut vorbereiteter Haut zwar lange, aber da sie durch ihre Textur nicht mit der Haut verschmelzen, tragen sie sich mit der Zeit ab und liegen eben nur auf der Haut. Flüssige Highlighter trocknen meist an, verschmelzen aber zuvor mit der Haut und bleiben erstaunlich langhaltend, besonders wenn sie filmbildende Polymere enthalten.
Sticks sehen natürlicher aus
Cremige Sticks bieten den natürlichsten Look, können aber im Laufe des Tages sanft nachlassen. Interessant ist, dass manche Highlighter (wie auch unser Testsieger) optisch sogar schöner werden, je länger sie auf der Haut sitzen: Ein anfänglich intensiver Glow wird nach einigen Stunden zu einem weichen, hautähnlichen Lichtschein.
Welche Highlighter-Texturen gibt es?
Wer auf der Suche nach dem passenden Highlight für das eigene Gesicht ist, sollte sich zunächst mit dem eigenen Hauttyp und dem gewünschten Ergebnis auseinandersetzen. Puderhighlighter eignen sich besonders gut für ölige Haut, da sie präzise aufzutragen sind und eine langfristige Haltbarkeit bieten.
Cremehighlighter hingegen verschmelzen nahezu mit der Haut und sind ideal für trockene oder reife Haut, da sie ein natürliches Finish erzeugen. Flüssighighlighter sorgen für einen intensiven Glanz, sind sehr ergiebig und lassen sich hervorragend mit der Foundation mischen. Highlighter in Stickform sind besonders unkompliziert in der Anwendung, lassen sich unterwegs schnell auffrischen und ermöglichen je nach Auftrag ein Ergebnis von dezent bis intensiv.
Was sollte man beim Kauf beachten?
Wer beim Kauf von Highlightern nach den wichtigen Details sucht, sollte Folgendes beachten: Entscheidend sind Pigmentqualität, Unterton und Textur. Ein guter, natürlicher Highlighter, der dem Gesicht schmeichelt, wirkt im Tageslicht weich und nicht körnig, grau oder metallisch. Produkte mit sehr fein beschichteten Pigmenten liefern meist das natürlichste Ergebnis. Wer unsicher ist, testet nicht auf der Hand, sondern im Gesicht: Nur dort zeigen sich Reflexionsverhalten und Hautkompatibilität wirklich.
Welche kritischen Inhaltsstoffe können in Highlightern stecken?
Highlighter bestehen je nach Textur aus einer Mischung aus Füllstoffen, Bindemitteln, Pigmenten, Lösungsmitteln und – je nach Formulierung – Ölen, Wachsen oder Polymeren. In Pudern sind das meist Mica, Talkum, Silica und synthetische Fluorphlogopit-Pigmente, in cremigen oder flüssigen Varianten kommen Emulgatoren, Silikone und filmbildende Stoffe hinzu. Einige dieser Komponenten werden von Apps wie CodeCheck regelmäßig als kritisch eingestuft. In der praktischen Anwendung fallen viele dieser Bewertungen deutlich weniger dramatisch aus.
Hier sind einige der Inhaltsstoffe, die im Zusammenhang mit Highlightern häufig diskutiert werden. Stoffe, auf die man allergisch reagieren kann und die gegebenenfalls nicht für empfindliche Haut oder Allergiker geeignet sind, finden Sie in den einzelnen INCI-Listen der Produktdetails.
Mica und synthetische Pigmente
Bei Highlightern stehen häufig Mica (unterstützt den Glanz) und synthetische Schimmerpigmente im Fokus. Mica selbst ist toxikologisch unproblematisch, doch wird häufig die Herkunft thematisiert, insbesondere in Bezug auf mögliche nicht transparente Lieferketten. Viele Hersteller setzen inzwischen auf synthetische Fluorphlogopit-Pigmente, die im Labor hergestellt werden und deshalb eine kontrollierbare Qualität und Herkunft haben.
Talkum
Talkum ist ein sehr verbreiteter Füllstoff in kosmetischen Pudern und sorgt für Geschmeidigkeit, ein weiches Auftragsverhalten und gute Haftung auf der Haut. In der EU gilt kosmetischer, hochgereinigter Talkum als sicher, da er strengen Reinheits- und Qualitätsanforderungen unterliegt. Die gesundheitliche Relevanz entsteht vor allem dann, wenn Talkum als feiner, leicht einzuatmender Staub vorliegt – also bei Produkten, die als Sprüh- oder lose Aerosolform angewendet werden.
Bei Highlightern in Pressform oder in cremiger Textur besteht dieses Inhalationsrisiko praktisch nicht, da der Stoff nicht als schwebfähiges Pulver freigesetzt wird. Häufig wird im Zusammenhang mit Talkum über Asbest gesprochen, denn Talkum und einige Asbestarten können geologisch in denselben Gesteinsschichten vorkommen. Das bedeutet, dass natürlich gewonnener Talk theoretisch mit Asbest verunreinigt sein kann, allerdings nur dann, wenn er nicht ausreichend gereinigt oder analytisch geprüft wurde.
Titandioxid
Bei einigen Produkten liest man in den Inhaltsstofflisten den Stoff Titandioxid. Dieser weiße Mineralpigment steht immer wieder zur Diskussion. Er ist nämlich in Lebensmitteln verboten. In Kosmetika ist er dennoch enthalten, wenn auch stark reguliert. Vorwiegend geht es hier aber um die orale Aufnahme des Stoffes. Die potenziell entzündungshemmende und gegebenenfalls krebserregende Wirkung ist bei Highlightern kaum relevant. Denn die Produkte werden nur auf das Gesicht aufgetragen und nicht aufgenommen. Außerdem ist die Dosierung des Stoffes recht gering.
Silikone
Cremige und flüssige Highlighter enthalten häufig Silikone wie Dimethicone oder Cyclopentasiloxane, weil sie die Textur geschmeidig machen und Pigmente gleichmäßig auf der Haut verteilen. In Bewertungs-Apps schneiden Silikone oft kritisch ab, allerdings meist aus ökologischen Gründen, da einige Varianten nur schwer biologisch abbaubar sind. Gesundheitlich gelten die in der EU zugelassenen Silikone in kosmetischen Konzentrationen als sicher.
Silikone können zu Unreinheiten führen
Sie sind chemisch sehr stabil, gelten als nicht reizend und lösen in der Regel keine Allergien aus. Zwar können stark okklusive Formulierungen theoretisch dazu führen, dass sich Talg und Schweiß unter dem Produkt stauen und dadurch Unreinheiten begünstigen, doch die gängigen kosmetischen Silikone selbst gelten nicht als klassisch »porenverstopfend«. Wer Silikone dennoch aus Umweltgründen oder persönlichen Vorlieben vermeiden möchte, findet problemlos silikonfreie Highlighter-Alternativen.
Konservierungsstoffe und Stabilisatoren
In cremigen und flüssigen Highlightern finden sich gelegentlich Phenoxyethanol, BHT oder andere Antioxidantien. Diese Stoffe stehen regelmäßig in Apps in der Kritik und sind in der EU streng limitiert und toxikologisch bewertet. Problematisch wird es erst bei deutlich höheren Dosen als in Kosmetik üblich. Wichtig ist: Konservierungsstoffe schützen das Produkt vor Keimen – gerade bei Applikatoren, die direkt auf der Haut eingesetzt werden, ist das notwendig. Menschen mit sehr empfindlicher Haut sollten dennoch aufmerksam testen.
Zum Inhaltsstoff BHT (Butylhydroxytoluol): Es wirkt als Antioxidans, steht aber im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Es wird von der EU-Kommission „Scientific Committee on Consumer Safety“ zudem als sehr bedenklich eingestuft. Da wir die genaue Konzentration nicht bestimmen können, erwähnen wir sie in den Testergebnissen nicht. Trotzdem bewerten wir es als eher negativ, da BHT unter gewissen Bedingungen in der EU sogar verboten ist und es deutlich bessere Alternativen zum Konservieren von Kosmetika gibt.
Im gesamten Testfeld enthielt lediglich ein Produkt – der Born to Glow Illuminator von NYX – den umstrittenen Antioxidationsstoff BHT, alle übrigen Highlighter kamen ohne diesen Zusatz aus.
Polymere für Haltbarkeit
Flüssige Highlighter enthalten manchmal synthetische Polymere, die dafür sorgen, dass die Formulierung auf der Haut bleibt und ein gleichmäßiges Finish bildet. Diese Stoffe sind aus funktionaler Sicht schwer zu ersetzen. CodeCheck bewertet sie meist aufgrund von Umweltbedenken negativ, nicht aus Gründen der Hautverträglichkeit. Für Anwenderinnen gelten sie innerhalb der EU-Regulierung als sicher, dennoch erwähnen wir sie aus Transparenzgründen, vor allem für Personen mit empfindlicher oder zu Irritationen neigender Haut.
Unser Favorit
Charlotte Tilbury Beauty Light Wand
Der Beauty Light Wand von Charlotte Tilbury gehört seit Jahren zu den gefeierten Highlightern – und im Test zeigt sich schnell, warum er diesen Ruf völlig zu Recht trägt. Die Textur ist ungewöhnlich leicht, fast cremig, und lässt sich mit dem integrierten Schwammpräzisionsapplikator sehr kontrolliert dosieren und angenehm auftragen. Dadurch gelingt sowohl ein minimaler, kaum wahrnehmbarer Glow als auch ein intensiveres Highlight, ohne dass hartkantige Übergänge entstehen. Der Highlighter verschmilzt unmittelbar mit der Haut und fühlt sich nicht wie ein aufliegender Film an, sondern wie eine optische Verfeinerung der eigenen Hauthöhepunkte.
Besonders auffällig ist die Art des Glanzes: Der Effekt wirkt nicht glitzernd, nicht metallisch und auch nicht pudrig, sondern wie ein natürlicher Lichtreflex, der sich durch Bewegung verändert. Dieser „nasse“, aber dennoch subtile Glow ist selten und unterscheidet den Testsieger spürbar von vielen pudrigen oder grob schimmernden Konkurrenzprodukten. Selbst bei stärkerem Auftrag bleiben Poren und Texturen erstaunlich unbetont – vor allem aufgrund der sehr fein beschichteten Pigmente, die Licht weich streuen und kein Körnchen sichtbar werden lassen.
Auch im Alltag überzeugt das Produkt. Der Highlighter hält über Stunden hinweg, ohne sichtbar zu verrutschen oder auszublenden, und bleibt selbst auf Foundation stabil. Während viele cremige Highlighter im Laufe des Tages an Intensität verlieren, wirkt der Beauty Light Wand erstaunlich konstant. Nicht nur das: Der Glow verbessert sich von Stunde zu Stunde, statt abzuschwächen. Trägt man ihn eine Zeit lang, verschmilzt er nur noch mehr mit der Haut und am Ende des Tages blickt man immer noch in ein strahlendes Gesicht, während die Mascara schon fast vollständig abgetragen ist. Der Teint behält nicht nur seine Frische, sondern intensiviert sie über den Tag hinweg. Hinzu kommt, dass die Formulierung ausgesprochen ergiebig ist und eine kleine Menge genügt, um ein ganzes Gesicht gleichmäßig zu akzentuieren.
Zur Formulierung: Glycerin, Propanediol und Lindera‑Extrakt sorgen für Hydration und eine leichte Textur. Tocopherol wirkt zudem antioxidativ. Die Formel enthält Phenoxyethanol und ein synthetisches Antioxidans, beides Stoffe, die häufig eingesetzt werden, um die Qualität der Produkte zu erhalten, gleichzeitig oft kritisch markiert werden, in den zugelassenen EU-Mengen jedoch als sicher gelten.
Nachteile?
Einen Kritikpunkt gibt es dennoch: Die Tube enthält weniger Produkt, als die Verpackung vermuten lässt, und der Preis liegt deutlich über dem Durchschnitt der getesteten Produkte. Doch im Zusammenspiel aus Textur, Natürlichkeit, Haltbarkeit und Anwendungskomfort liefert kaum ein Highlighter ein ähnlich ausgewogenes Gesamtbild. Der Highlighter von Charlotte Tilbury eignet sich für alle, die ein Produkt suchen, das ohne sichtbare Partikel auskommt und dennoch einen klaren, frischen, fast schon fotografischen Glow erzeugt. Für jene ist der Beauty Light Wand die überzeugendste Lösung im Test.
Charlotte Tilbury Beauty Light Wand im Testspiegel
Es gibt zu unserem Favoriten noch keine seriösen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier nach.
Weitere Empfehlungen
Neben dem Testsieger von Charlotte Tilbury konnten im Test jedoch auch drei weitere Highlighter mit unterschiedlichen Stärken überzeugen. Sie erreichten zwar nicht die außergewöhnliche Gesamtbalance des Beauty Light Wand, zeigten aber jeweils klare Vorteile in einzelnen Disziplinen, sei es durch besonders unkomplizierten Auftrag, durch den überdurchschnittlich langen Halt, ein natürliches oder außergewöhnlich haltbares Finish oder durch ein intuitives Packaging, das die Anwendung spürbar erleichtert. Diese Highlighter sprechen unterschiedliche Bedürfnisse an und bieten je nach Hauttyp und gewünschtem Effekt sehr überzeugende Alternativen im Alltag.
Pixi On-The-Glow SuperGlow
Der On-The-Glow SuperGlow von Pixi erweist sich im Test als überzeugende Alternative, vor allem für alle, die ein unkompliziertes Produkt mit natürlichem Ergebnis suchen. Sein champagnerfarbener Ton ist bewusst transparent gehalten und legt sich wie ein feiner Lichtfilm über die Haut, ohne einzelne Schimmerpartikel sichtbar werden zu lassen. Durch die balsamartige Konsistenz entsteht ein weicher Auftrag. Auch der Glow wirkt weicher und viel zurückhaltender als bei Highlightern mit stärker spiegelndem Finish, bleibt aber den ganzen Tag über gleichmäßig und verliert kaum an Strahlkraft. die Formulierung enthält zudem Aloe Vera, Vitamin E und C sowie Frucht- und Pflanzenextrakte, was den SuperGlow einen antioxidativen Zellschutz verleiht.
Besonders punktet Pixi On-The-Go SuperGlow mit seinem Packaging: Der breite Stick ermöglicht einen schnellen, intuitiven Auftrag, der selbst unterwegs präzise gelingt und das Nachziehen mühelos macht. Obwohl der Highlighter im direkten Vergleich minimal mehr Glitzerpartikel enthält, bleibt der Gesamteindruck natürlich, gepflegt und unaufdringlich. Wer einen verlässlichen Alltags-Highlighter sucht, der unkompliziert anzuwenden ist und ein harmonisches, nicht überzogenes Ergebnis liefert, findet in dem Pixi-Stick eine sehr gelungene Option.
Rare Beauty Positive Light Luminizer

- Samtiger, natürlicher Schimmer
- Sehr gute Haltbarkeit ohne sich abzusetzen
- Sehr ergiebig
- Verschmilzt gut mit der Haut
- Sehr reizarm formuliert
- Sehr flüssige Konsistenz
Der Positive Light Luminizer von Rare Beauty gehört zu den Highlightern, die im Test vor allem durch ihre ungewöhnlich leichte Textur auffallen. Die Formulierung ist flüssig, beinahe serumartig, und lässt sich dadurch mühelos verteilen, ohne Streifen zu hinterlassen oder die darunterliegende Foundation zu verschieben. Ein winziger Tropfen reicht aus, um ein großflächiges, harmonisches Leuchten zu erzielen. Gleichzeitig ist das Produkt deutlich ergiebiger, als die kleine Verpackung vermuten lässt. Der Glow selbst wirkt weich und hautnah, eher wie ein feiner Lichtschimmer als wie ein klassischer Highlighter-Effekt.
Die Inhaltsstoffliste zählt neben Standard-Stoffen auch pflegende Öle, moderne, milde Emulgatoren und natürliche Pflanzenextrakte auf, die den Highlighter pflegend und schützend, aber trotzdem angenehm leicht machen.
Besonders beeindruckend ist die Haltbarkeit: Während viele andere Produkte im Laufe des Tages an Intensität verlieren oder sich in Poren und Linien absetzen, bleibt der Rare-Beauty-Highlighter stabil und hält seine Strahlkraft erstaunlich lange aufrecht. Er eignet sich damit besonders für jene, die ein dezentes, natürliches Finish wünschen, das sich problemlos in eine bestehende Make-up-Routine integrieren lässt. Zwar fällt der Effekt insgesamt etwas zurückhaltender aus als bei stärker reflektierenden Highlightern, doch gerade diese Zurückhaltung macht ihn im Alltag so vielseitig und ermöglicht es, ihn auch ohne Make-up zu tragen. Gemischt mit der Tagescreme und dann auf das Gesicht aufgetragen, entsteht ein glowy, aber vor allem natürliches und gesundes Finish, das den ganzen Tag bleibt. Wer auf der Suche nach einem langlebigen, unkomplizierten Flüssighighlighter ist, der den Teint frisch aussehen lässt, findet im Rare Beauty Positive Light Luminizer eine zuverlässige Option.
Kiko Milano Radiant Touch Creamy Stick Highlighter

- Natürliches, warmes Finish
- Farbreflexe für einen frischen Teint
- Sehr unkomplizierter Auftrag
- Hochwertiges Packaging
- Kurzer Halt
Der Radiant Touch Creamy Stick Highlighter von Kiko Milano zeigt im Test, dass ein gutes Ergebnis nicht zwingend teuer sein muss. Der Stick ist unkompliziert aufgebaut, wirkt aber in der Hand erstaunlich solide und hochwertig. Die cremige Textur lässt sich direkt auf die Haut geben, verteilt sich schnell und erzeugt einen klaren, leicht wärmenden Schimmer, der ohne sichtbare Glitzerpartikel auskommt. Besonders positiv fällt auf, wie intuitiv das Produkt zu verwenden ist. Ein Strich, kurz verblenden, und der Teint wirkt sofort ein wenig frischer. Hier dürfte genau dieser unkomplizierte Charakter der größte Vorteil sein. Aber auch die Formulierung bringt dank Jojobaöl, Reiskeimöl, Lecithin und Glyceryl Regeneration und nährende Pflege.
In der Haltbarkeit zeigt sich jedoch, dass der Highlighter aus dem preiswerteren Segment stammt. Die Farbe bleibt nicht so beständig wie bei den Luxusprodukten im Test, sondern verliert im Lauf des Tages etwas an Präsenz. Da der Stick jedoch kompakt ist und sich ohne Aufwand nachtragen lässt, fällt dieser Punkt weniger stark ins Gewicht. Entscheidend ist: Der Radiant Touch Creamy Stick Highlighter liefert ein stimmiges, angenehm cremiges Finish, ist leicht handhabbar und optisch ansprechend verpackt. Als preisgünstige Option für den Alltag ist er damit eine überzeugende Wahl, vor allem für alle, die ein unkompliziertes Produkt suchen, das auf der Haut sofort etwas tut, ohne viel Technik oder Aufwand zu verlangen.
Außerdem getestet
Kess Mono Stick
Der Mono Stick von Kess fällt im Test durch seine festere Textur auf, die sich dennoch gut verblenden lässt. Sie erzeugt einen klaren, diamantartigen Glanz. Der kleine Stick ist praktisch in der Anwendung, lässt sich farblich problemlos aufbauen oder dezent halten und überzeugt zudem mit guter Haltbarkeit. Dank seines kompakten Packagings eignet er sich ideal zum Mitnehmen und unkomplizierten Nachtragen unterwegs. Mit einem sehr starken, auffälligen Finish darf man hier jedoch nicht rechnen.
Fenty Beauty Diamond Bomb All-Over Diamond Veil
Der Diamond Bomb All-Over Diamond Veil von Fenty Beauty trägt seinen Ruf nicht ohne Grund, denn kaum ein anderer Highlighter erzeugt einen derart funkelnden, fast schon bühnenreifen Glitzer, der das Licht aus jeder Richtung einfängt. Der Effekt ist spektakulär, aber klar außerhalb des Alltags verortet: ein extravagantes Finish mit deutlich sichtbaren Glitzerpartikeln, das gezielt für besondere Anlässe gemacht ist. Die Besonderheit liegt in der Textur, die zwischen Puder und Gel angesiedelt ist und dadurch ein unverwechselbares Hautfinish kreiert. Der Auftrag wird jedoch mit der Zeit anspruchsvoller. Zwar bleiben die Glitzerpartikel über Stunden hinweg sichtbar, doch nicht unbedingt dort, wo man sie ursprünglich platziert hat. Der Halt ist somit punktuell weniger präzise. Zudem erschwert die Konsistenz bei häufiger Nutzung die Produktabgabe, weshalb man zweifeln kann, ob sich der Highlighter bis zum Ende sinnvoll aufbrauchen lässt. Dennoch liefert er einen Effekt, den kaum ein anderes Produkt erreicht, und bleibt damit ein Highlighter, der seinen Hype trotz kleiner Schwächen verdient.
Maybelline New York Sunkisser Highlighter
Der Sunkisser Highlighter von Maybelline New York überrascht im Test erst positiv: Der Auftrag gelingt mühelos, die Textur wirkt angenehm und lässt sich gleichmäßig auf der Haut verteilen. Zunächst entsteht ein deutlicher »Wow-Effekt«. Der goldene Ton der Palette passt vor allem zu warmen Hautuntertönen und erzeugt anfangs einen intensiven, sonnigen Glow, aber auch die kühleren Töne eignen sich für einen frischen Teint.
Auch zeigt sich schnell, dass das Produkt sehr ergiebig ist, denn schon eine kleine Menge wirkt kräftiger als erwartet. Vielleicht etwas zu kräftig, denn gleichzeitig fehlt die Intensität an anderer Stelle. Mit zunehmender Tragedauer verliert der Highlighter an Gleichmäßigkeit. Er setzt sich ab, wird fleckig und kann den Teint dadurch leicht unordentlich wirken lassen. Würde der anfängliche Glanz über den Tag erhalten bleiben, hätte der Sunkisser das Potenzial, weit vorne im Test zu landen, dafür verblasst er jedoch zu schnell und verliert seine anfängliche Qualität.
Catrice More Than Glow Highlighter
Der More Than Glow Highlighter von Catrice liefert einen kräftigen, metallischen Glanz, zeigt im Test aber schnell die typischen Schwächen vieler Puderhighlighter. Der Schimmer wirkt zwar intensiv, verbindet sich jedoch nicht dauerhaft mit der Haut und verliert schon nach kurzer Zeit an Gleichmäßigkeit. Zudem betont die Formulierung Hauttexturen stärker als gewünscht, was den Glow weniger natürlich erscheinen lässt. Insgesamt ist das Ergebnis für gelegentlichen Einsatz in Ordnung, doch im Vergleich zu anderen getesteten Produkten fehlt es an Haltbarkeit, Feinheit und einem harmonischen Finish.
Trend !t up Highlighter Silky Baked
Der Silky Baked Highlighter von Trend !t up wirkt im Test wenig hochwertig und kann seinen Namen als Highlighter nur bedingt rechtfertigen. Der Schimmer fällt deutlich zu dezent aus, um im Alltag wirklich als Highlight-Effekt wahrgenommen zu werden. Er erinnert eher an einen leichten Puder mit minimaler Leuchtkraft. Auch optisch macht das Produkt keinen besonders starken Eindruck, wodurch es im direkten Vergleich schnell an Präsenz verliert. Für ein sichtbares, definierendes Highlight reicht seine Wirkung schlicht nicht aus.
L’Oréal Paris Lumi Glotion
Die L’Oréal Paris Lumi Glotion fällt im Test durch ihre sehr leichte, lotionartige Textur auf, die sich mühelos mit den Fingern verteilt und sofort einen frischen, gepflegten Glow erzeugt. Die Haut wirkt dewy und belebt, ohne fettig oder überladen zu wirken. Die enthaltenen pflegenden Komponenten wie Glycerin und Sheabutter spenden zusätzlich Feuchtigkeit, wodurch sich die Haut weich und geschmeidig anfühlt. Der Glow bleibt dezent und natürlich, ideal für Tages-Make-ups oder einen minimalistischen Look. Sie lässt sich wahlweise solo oder unter Foundation anwenden. Dennoch erweist sich der Effekt als relativ unscheinbar und daher kaum als klassischer Highlighter wahrnehmbar. Wer ein deutliches, definiertes Highlight erwartet, dürfte kaum zufrieden sein. Der subtile Schimmer verblasst mit der Zeit und bleibt im Alltag oft so leicht, dass er nur noch bei bestimmtem Licht sichtbar ist.
Essence Baby Got Glow Liquid Highlighter
Der Baby Got Glow Liquid Highlighter von Essence hinterlässt im Test einen gemischten Eindruck. Die flüssige Formulierung wirkt vielversprechend: Sie lässt sich schnell auftupfen, verteilt sich leicht und bringt einen sanften, fast pfirsichfarbenen Schimmer auf die Haut. Doch genau dieser Effekt ist auch der Punkt, der dem Produkt im Vergleich zu den anderen Highlightern nicht ausreichend Profil verleiht. Der Glow ist flüchtig und erreicht kaum die Strahlkraft, die man von einem Highlighter erwartet. Zudem trocknet die Textur recht schnell an, wodurch das Verblenden etwas zügiger erfolgen muss und der Highlighter je nach Hauttyp leicht unruhig wirken kann. Für minimalistische Make-up-Looks ist die Formulierung durchaus attraktiv, doch für klare Lichtpunkte oder einen definierenden Glow liefert der Baby Got Glow zu wenig Präsenz.
Alverde Naturkosmetik Perfect Glow Fluid
Der Perfect Glow Fluid von Alverde Naturkosmetik macht einen soliden ersten Eindruck: Die Textur ist ausgesprochen leicht, zieht schnell ein und fühlt sich angenehm auf der Haut an. Vor allem als Glow-Base unter Make-up oder als dezenter, natürlicher Highlighter für den Alltag funktioniert er gut. Die enthaltenen Inhaltsstoffe wie Mondsteinpulver und Squalan erzeugen einen sanften Schimmer, der den Teint gleichmäßig erscheinen lässt.
Allerdings zeigt sich ein klares Manko. Schon während des Auftrags neigt das Fluid dazu, teilweise zu verschwinden. Der zunächst sichtbare Schimmer verflüchtigt sich beim Verblenden oder dem Auftrag weiterer Produkte, sodass der Glow auf der Haut schnell verloren geht. Damit wirkt das Finish weniger wie ein Highlighter und eher wie eine getönte Pflegecreme.
e.l.f. Cosmetics Halo Glow Highlight Beauty Wand
Der Halo Glow Highlight Beauty Wand von e.l.f. Cosmetics wirkt auf den ersten Blick wie eine preisgünstige Alternative zu den bekannten Tilbury-Wands. Der Cushion-Applikator erinnert stark an deren Prinzip und macht den Auftrag tatsächlich unkompliziert. Die sehr leichte Textur lässt sich schnell einarbeiten und sorgt für einen dezenten, frischen Glow. Im Test zeigt sich jedoch, dass der Effekt oft deutlich unauffälliger ausfällt als erwartet und auf der Haut schnell an Intensität verliert. Zudem trocknet die Formulierung rasch an, wodurch auch hier das Verblenden etwas hektisch werden kann und somit ein unruhiger Glow kreiert wird. Auch betont sie je nach Hauttyp feine Texturen oder Unebenheiten.
NYX Professional Make-up Born to Glow! Liquid Illuminator
Der Born to Glow! Liquid Illuminator von NYX Professional Make-up bietet zwar eine flüssige, leicht zu verblendende Textur und verspricht einen strahlenden Glow, erweist sich in der Praxis aber als problematisch, wenn der Ton nicht genau zum eigenen Hautton passt. Im Test wirkt die Farbe oft zu dunkel oder zu orange und setzt dadurch unnatürliche Lichtakzente, statt harmonisch mit der Haut zu verschmelzen. Das Ergebnis verliert so das, was einen guten Highlighter auszeichnet: Natürlichkeit und einen subtilen Lichtreflex. Bei hellerem oder neutralem Hautton erzeugt der Illuminator eher einen warmen, fast bronzenen Schimmer. Zusätzlich enthält die Formel BHT, einen synthetischen Antioxidationsstoff, der zwar zugelassen ist, aber immer wieder kritisch betrachtet wird.
So haben wir getestet
Wir haben 14 Highlighter getestet. Für diesen Test berücksichtigen wir unterschiedliche Produktformen – pudrige Varianten, cremige Sticks und flüssige Highlighter. Jedes Produkt testen wir sowohl auf ungeschminkter, gepflegter Haut als auch über einer leichten Foundation, um zu beurteilen, wie sich die Formulierungen unter verschiedenen Bedingungen verhalten. Dabei konzentrieren wir uns bewusst auf helle bis champagnerfarbene Nuancen, da diese Töne bei den meisten Marken erhältlich sind und auf unterschiedlichen Hauttönen am besten zeigen, wie natürlich oder intensiv ein Highlighter wirkt.
Im Test achten wir zunächst auf den Auftrag: Wie präzise lässt sich das Produkt platzieren? Wie gleichmäßig verteilt sich der Highlighter? Und wie gut gelingt das Verblenden, ohne dass Ränder entstehen oder die darunterliegende Foundation verschoben wird? Anschließend bewerten wir das Finish, also ob der Glow fein und hautähnlich wirkt, ob sichtbare Partikel vorhanden sind und wie stark Lichtreflexe im Tageslicht oder unter Innenbeleuchtung sichtbar werden. Auch die Textur spielt eine zentrale Rolle: Wie fühlt sich der Highlighter auf der Haut an, wie ergiebig ist er und wie gut verbinden sich Pigmente zu einem harmonischen Ergebnis?
Darauf folgt ein Alltagstest: Wir prüfen über mehrere Stunden hinweg, wie lang der Glow sichtbar bleibt, ob sich das Produkt in Linien oder Poren absetzt und wie stabil es auf verschiedenen Hautzuständen bleibt. Abschließend bewerten wir, wie angenehm sich die Haut nach längerer Tragedauer anfühlt und ob einzelne Formulierungen die wahrgenommene Hautstruktur verbessern oder beeinträchtigen.
Zu guter Letzt begutachten wir die Inhaltsstofflisten. Befinden sich kritische Inhaltsstoffe in den Formulierungen? Oder sind sogar pflegende oder besondere Stoffe enthalten?
Die wichtigsten Fragen
Was ist der beste Highlighter?
Im Test setzte sich der Beauty Light Wand von Charlotte Tilbury klar durch. Der integrierte Schwammapplikator ermöglicht ein äußerst präzises und zugleich sparsam dosiertes Auftragen, sodass sowohl ein zarter Glow als auch ein intensiver Effekt mühelos erzielt werden können. Besonders der Glanz selbst begeistert, denn er ist fast spiegelnd. Ohne zu glitzern, lässt er die Haut frisch, gesund und natürlich strahlen. Auch der Halt überzeugt, da selbst lange Tage problemlos überstanden werden, ohne zu verschmieren oder an Leuchtkraft zu verlieren.
Welche Partikel sorgen in Highlightern eigentlich für den Glanz?
Für den charakteristischen Glow sind in der Regel perlmutähnliche Pigmente verantwortlich, sogenannte Mica- oder synthetische Fluorphlogopit-Partikel. Entscheidend ist nicht nur das Material, sondern vor allem dessen Beschichtung, häufig mit Titandioxid oder Silica. Diese Hüllen bestimmen, wie das Licht reflektiert wird: grob, punktuell (wirkt glitzernd) oder weich, flächig (wirkt hochwertig). Moderne Highlighter nutzen extrem fein gemahlene, gleichmäßig geformte Partikel, die Licht streuen, statt es hart zurückzuwerfen.
Warum wirken manche Highlighter auf reifer Haut vorteilhafter als andere?
Reife Haut hat feinere Linien und weniger Eigenfeuchtigkeit. Produkte mit hohem Mica-Anteil können sich in Linien absetzen. Besser geeignet sind cremige Formulierungen mit synthetischen Fluorphlogopit-Partikeln, die glatter und gleichmäßiger sind. Diese erzeugen Glanz, ohne Textur zu betonen.
Hat die Hautpflege Einfluss darauf, wie gut Highlighter aussieht?
Sehr stark. Ein Highlighter kann nur dann gleichmäßig reflektieren, wenn die Haut durchfeuchtet und glatt ist. Das bedeutet: Auf trockener Haut wirkt Highlighter schnell streifig. Auf öliger Haut kann er rutschen und sich sammeln. Ein leichter Moisturizer oder ein hydratisierender Primer verbessert den Glow messbar, weil die Pigmente eine homogenere Oberfläche vorfinden.
Worauf sollte man beim Kauf eines Highlighters achten?
Entscheidend für ein natürliches Ergebnis ist die Qualität der Schimmerpartikel. Feine, gleichmäßig beschichtete Pigmente – häufig synthetisches Fluorphlogopit statt klassischem Mica – streuen Licht weich und lassen die Haut leuchten, ohne sie glitzernd wirken zu lassen oder Poren zu betonen. Ebenso wichtig ist die Textur: pudrig Formeln bieten Präzision, können aber bei trockener Haut Texturen hervorheben, während cremige oder flüssige Produkte besser mit der Haut verschmelzen, dafür aber eine gewisse Feuchtigkeitsbasis benötigen, um nicht zu verrutschen. Der Unterton sollte subtil heller als der eigene Teint sein, aber nicht weißlich reflektieren, sonst liegt das Produkt sichtbar auf der Haut. Und schließlich entscheidet das Licht, in dem man den Highlighter trägt, über seinen Effekt. Was im Badezimmer sanft wirkt, kann im Tageslicht deutlich stärker glänzen. Deshalb gilt: Nicht nur die Farbe testen, sondern auch die Reflexionsqualität.



















































