TestSport & Outdoor Outdoor-TechnikJagdfernglas-Test

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Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Aufmacher Outdoor-Technik Foto: Benjamin Otterstein

Das beste Jagdfernglas

Aktualisiert:
Letztes Update: 7. Oktober 2026

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

2. Februar 2026

Wir haben fünf weitere Jagdferngläser getestet. Unser neuer Preistipp ist das Nikon Prostaff P3 8×42. Der bisherige Preistipp, das Carson RD 8×42, findet sich unter „Außerdem getestet“.

29. November 2024

Wir haben insgesamt acht weitere Ferngläser getestet. Das Swarovski EL 10×42 überzeugt mit erstklassiger optischer Leistung und ist selbst in der Dämmerung hervorragend einsetzbar. Technikbegeisterte Jäger dürften hingegen am Swarovski Optik AX Visio Gefallen finden. Beide Modelle sind neue Empfehlungen. Außerdem hat das Carson RD 8×42 das Bresser Pirsch 8×56 als neuen Preistipp abgelöst. Dieses ist ab sofort unter „Außerdem getestet“ zu finden.

Weitere Updates

Als Jäger ist es wichtig, Tiere richtig zu erkennen. Beim Ansitz oder auf der Pirsch ist daher ein Jagdfernglas unabdingbar. Die Auswahl ist jedoch riesig und die Gläser werden immer smarter. Neben Entfernungsmessern integrieren einige Hersteller bereits Kameras, um etwa Vögel identifizieren zu können. Ferngläser sind nicht mehr nur einfache Sehhilfen.

Wir haben insgesamt 25 Jagdferngläser getestet. Die günstigsten sind für knapp über 200 Euro zu haben, das teuerste liegt bei mehr als 4.000 Euro.

Kurzübersicht

Testsieger

Zeiss Terra ED 10×42

Kompakt, lichtstark und leicht: Das Zeiss Terra ED 10×42 erfüllt die Ansprüche vieler Jäger und ist vielseitig einsetzbar.
Test Jagdfernglas: Zeiss Terra ED 10x42
  • Sehr griffig und kompakt
  • Fokusrad leicht erreichbar
  • Objektiv­abdeckung mit Band befestigt
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Stabiles Etui
  • Etui ohne Staumöglichkeiten

Zeiss steht für qualitativ hochwertige Jagdferngläser: Das Zeiss Terra ED 10×42 ist keine Ausnahme. Das Fernglas ist an allen Ecken und Enden perfekt verarbeitet und hält durch seine hydrophobe Beschichtung jegliche Feuchtigkeit ab. Dabei erstaunt besonders seine Kompaktheit sowie das geringe Gewicht von weniger als 730 Gramm. Die Linsen zeigen in jeder Lage scharfe Bilder mit kleinsten Details bis in den Rand. Für knapp mehr als 500 Euro bekommen Sie ein tolles Fernglas für die Feldjagd, das auch auf der Pirsch eine gute Figur macht.

Bestes Kompakt-Jagdfernglas

Alpen Optics Black Tusk 8×42

Knapp am Testsieg vorbei: Das Alpen Optics Black Tusk 8×42 besticht durch ein geringes Gewicht, kleine Abmessungen sowie eine hohe Lichtstärke.
Test Jagdfernglas: Alpen Optics Black Tusk 8x42
  • Tolles, kompaktes Design mit hochwertiger Tragetasche
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Auch in der Dämmerung noch gut
  • Daumen­aussparung für besseren Halt
  • Sehr feste Abdeckungen
  • Riffelung sorgt nicht für besseren Grip

In unserer Testreihe sticht das Alpen Optics Black Tusk 8×42 durch seine Optik mit einigen schönen Akzenten hervor. Bekanntlich ist Aussehen nicht alles, aber hier stimmen auch die inneren Werte. So weist das Barium-Kronglas-4 eine Mehrschichtvergütung auf, die eine hohe Lichtdurchlässigkeit von bis zu 94 Prozent erlaubt. Damit bleiben Details auch in der Dämmerung nicht verborgen.

Innovativ

Swarovski AX Visio

Das Swarovski Optik AX Visio 10×32 vereint High-Tech und brillante Bildqualität – für Jäger mit höchsten Ansprüchen.
Jagdfernglas Test: Swarovski Ax Visio Produkt
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Integrierte Tier-Erkennung
  • Foto- und Videoaufnahmen
  • Orientierungshilfe
  • Hoher Preis
  • Groß
  • Schwer

Das Swarovski Optik AX Visio 10×32 kombiniert herausragende Bildqualität mit innovativen Funktionen und richtet sich an technikaffine Jäger mit einem großzügigen Budget. Die optische Leistung ist exzellent: Kontrastreiche, scharfe Bilder und minimale Verzeichnungen zählen zu seinen Stärken. Besonders beeindruckend sind die KI-Features, die Tierarten erkennen und dokumentieren können, sowie die Möglichkeit, Fotos und Videos aufzunehmen. Trotz kleinerer ergonomischer Schwächen und dem Fehlen eines Entfernungsmessers ist das AX Visio ein High-End-Gerät, das moderne Technologie und klassische Optik auf höchstem Niveau vereint – jedoch zu einem stolzen Preis.

Luxusklasse

Swarovski EL 10×42

Das Swarovski Optik EL 10×42 zählt zu den besten Ferngläsern auf dem Markt – mit beeindruckender Bildqualität und Verarbeitung, die Jäger ein Leben lang begleiten können.
Test Jagdfernglas: Swarovski EL 10x42
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Überraschend Lichtstark
  • Sehr griffig
  • Hoher Preis
  • Objektivabdeckung kann verloren gehen

Das Swarovski Optik EL 10×42 ist ein Premium-Fernglas mit beeindruckender optischer Leistung, das selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen mit Klarheit, Kontrast und überragender Schärfe bis zum Rand überzeugt. Hochwertige Materialien und eine durchdachte Ergonomie machen es robust, griffig und angenehm in der Handhabung, selbst bei widrigem Wetter. Der Lieferumfang ist umfangreich und lässt keine Wünsche offen. Mit einem Preis von rund 2.000 Euro und einem Gewicht von 840 Gramm ist es allerdings eher ein Luxusmodell – doch wer diese Investition tätigt, bekommt ein Fernglas fürs Leben.

Preistipp

Nikon Prostaff P3 8×42

Günstig muss nicht schlecht sein: Das Nikon Prostaff P3 erweist sich als solide Wahl für Jungjäger.
Test Jagdfernglas: Nikon Prostaff P3 8x42
  • Günstig
  • Sehr kompakt
  • Leicht
  • Auffällige Farbsäume
  • Keine Abdeckkappen

Alle Jungjäger und Jäger, die auf ihr Budget achten, sollten sich das Nikon Prostaff P3 8×42 genauer anschauen. Es ist zwar kein kompaktes Jagdfernglas, aber für rund 150 Euro bietet es ein gutes Handling und eine solide Lichtstärke, die vor allem im Wald von Vorteil sein kann. Allerdings muss man sich damit abfinden, dass man bei einigen Komforteigenschaften Abstriche in Kauf nehmen muss. Glücklicherweise gilt das nur geringfügig in puncto Bildqualität.

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Vergleichstabelle

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Testsieger
Test Jagdfernglas: Zeiss Terra ED 10x42
Zeiss Terra ED 10×42
Bestes Kompakt-Jagdfernglas
Test Jagdfernglas: Alpen Optics Black Tusk 8x42
Alpen Optics Black Tusk 8×42
Innovativ
Jagdfernglas Test: Swarovski Ax Visio Produkt
Swarovski AX Visio
Luxusklasse
Test Jagdfernglas: Swarovski EL 10x42
Swarovski EL 10×42
Preistipp
Test Jagdfernglas: Nikon Prostaff P3 8x42
Nikon Prostaff P3 8×42
Test Jagdfernglas: Zeiss Conquest HD 10x42
Zeiss Conquest HD 10×42
Test Jagdfernglas: Leica  Geovid 8x56
Leica Geovid R 8×56
Test Jagdfernglas: Steiner Ranger Xtreme 8x56
Steiner Ranger Xtreme 8×56
Test Jagdfernglas: Steiner eRanger LRF
Steiner eRanger LRF 10×42
Test Jagdfernglas: Steiner Nighthunter 8x56
Steiner Nighthunter 8×56
Test Jagdfernglas: Steiner Observer 10x42
Steiner Observer 10×42
Test Jagdfernglas: Carson RD 8x42 mm
Carson RD 8×42
Jagdfernglas Test: Swarovski Cl Companion Produkt
Swarovski CL Companion 8×30 B
Test Jagdfernglas: Swarovski SLC 8x56 WB
Swarovski SLC 8×56 WB
Jagdfernglas Test: Swarovski El Range Produkt
Swarovski EL Range 8×32
Jagdfernglas Test: Swarovski Nl Pure 10×32
Swarovski NL Pure 10×32
Test Jagdfernglas: Zeiss SFL 10x40
Zeiss SFL 10×40
Test Jagdfernglas: Leica Trinovid 10x42
Leica Trinovid 10×42
Test Jagdfernglas: Noblex NF 8x56 Inception
Noblex NF 8×56 Advanced
Test Jagdfernglas: Swarovski Habicht 10x40 W
Swarovski Habicht 10×40 W GA
Test Jagdfernglas: Minox 10x44 X-HD
Minox X-HD 10×44
Test Jagdfernglas: Eschenbach Sektor D 8x56 compact+
Eschenbach Sektor D 8×56 Compact+
Test Jagdfernglas: Eschenbach Trophy D 8x56
Eschenbach Trophy D 8×56
Test Jagdfernglas: Noblex NF 10x42 Vector Premium
Noblex NF 10×42 Vector
Testsieger
Zeiss Terra ED 10×42
Test Jagdfernglas: Zeiss Terra ED 10x42
  • Sehr griffig und kompakt
  • Fokusrad leicht erreichbar
  • Objektiv­abdeckung mit Band befestigt
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Stabiles Etui
  • Etui ohne Staumöglichkeiten
Bestes Kompakt-Jagdfernglas
Alpen Optics Black Tusk 8×42
Test Jagdfernglas: Alpen Optics Black Tusk 8x42
  • Tolles, kompaktes Design mit hochwertiger Tragetasche
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Auch in der Dämmerung noch gut
  • Daumen­aussparung für besseren Halt
  • Sehr feste Abdeckungen
  • Riffelung sorgt nicht für besseren Grip
Innovativ
Swarovski AX Visio
Jagdfernglas Test: Swarovski Ax Visio Produkt
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Integrierte Tier-Erkennung
  • Foto- und Videoaufnahmen
  • Orientierungshilfe
  • Hoher Preis
  • Groß
  • Schwer
Luxusklasse
Swarovski EL 10×42
Test Jagdfernglas: Swarovski EL 10x42
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Überraschend Lichtstark
  • Sehr griffig
  • Hoher Preis
  • Objektivabdeckung kann verloren gehen
Preistipp
Nikon Prostaff P3 8×42
Test Jagdfernglas: Nikon Prostaff P3 8x42
  • Günstig
  • Sehr kompakt
  • Leicht
  • Auffällige Farbsäume
  • Keine Abdeckkappen
Zeiss Conquest HD 10×42
Test Jagdfernglas: Zeiss Conquest HD 10x42
  • Gute Detailtreue bis in den Rand
  • Gummierung und Kanten machen es sehr griffig
  • Fokusrad gut erreichbar
  • Objektiv­abdeckung mit Band befestigt
Leica Geovid R 8×56
Test Jagdfernglas: Leica  Geovid 8x56
  • Entfernungsmesser-Tasten leicht erreichbar
  • Daumen­aussparung für besseren Halt
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Hoher Preis
  • Fokusrad schwer erreichbar
  • LED-Punkt könnte besser sein
  • Schwer
Steiner Ranger Xtreme 8×56
Test Jagdfernglas: Steiner Ranger Xtreme 8x56
  • Leichte Handhabung
  • Robust
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Großartig für die Nacht
  • Schwer
Steiner eRanger LRF 10×42
Test Jagdfernglas: Steiner eRanger LRF
  • Integrierter Entfernungsmesser
  • Vergleichsweise kompakt
  • Leichte Bedienung
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Schwer
Steiner Nighthunter 8×56
Test Jagdfernglas: Steiner Nighthunter 8x56
  • Großartig für die Nacht
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Abdeckungen schließen fest
  • Schwer
  • Groß
  • Etwas glatt
Steiner Observer 10×42
Test Jagdfernglas: Steiner Observer 10x42
  • Kompakt
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Auch in der Dämmerung noch gut
  • Geriffelt für besseren Halt
  • Integrierte Abdeckungen
  • Geringes Sichtfeld
  • Etwas glatt
Carson RD 8×42
Test Jagdfernglas: Carson RD 8x42 mm
  • Günstig
  • Sehr kompakt
  • Dioptrienausgleich zu leicht verstellbar
  • Lichtschwach
Swarovski CL Companion 8×30 B
Jagdfernglas Test: Swarovski Cl Companion Produkt
  • Sehr kompakt
  • Perfekt für die Pirsch
  • Scharf bis in den Rand
  • Leicht
  • Lichtschwach
Swarovski SLC 8×56 WB
Test Jagdfernglas: Swarovski SLC 8x56 WB
  • Tolles Ansitzglas
  • Lichtstark
  • Gute Klarheit
  • Schwer
  • Hoher Preis
Swarovski EL Range 8×32
Jagdfernglas Test: Swarovski El Range Produkt
  • Integrierter Entfernungsmesser
  • Leichte Handhabung
  • Personalisierbar per App
  • Tracking Assistant für Nachsuche
  • Hoher Preis
Swarovski NL Pure 10×32
Jagdfernglas Test: Swarovski Nl Pure 10×32
  • Kompakt
  • Sehr gut bedienbar
  • Hohe Bildqualität
  • Hoher Preis
Zeiss SFL 10×40
Test Jagdfernglas: Zeiss SFL 10x40
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Abdeckungen schließen fest
  • Fokusrad gut erreichbar
  • Kanten für besseren Grip
  • Hoher Preis
  • Tasche lässt sich nicht am Gürtel befestigen
Leica Trinovid 10×42
Test Jagdfernglas: Leica Trinovid 10x42
  • Kompakt: passt in die Jackentasche
  • Augenmuschel lässt sich angenehm fest herausdrehen
  • Fokusrad leicht erreichbar
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Sehr feste Abdeckungen
  • mäßiger Grip
Noblex NF 8×56 Advanced
Test Jagdfernglas: Noblex NF 8x56 Inception
  • Gute Detailtreue bis in den Rand
  • Stabiles Etui
  • Perfekt für die Waldjagd
  • Großes Fokusrad
  • Abdeckungen zu leichtgängig
  • Objektiv­abdeckung lässt sich zu leicht entfernen
  • könnte griffiger sein
  • Schwer
Swarovski Habicht 10×40 W GA
Test Jagdfernglas: Swarovski Habicht 10x40 W
  • Gute Klarheit
  • Objektiv­abdeckung leicht wechselbar
  • Sehr breit
  • Nur in der Mitte schön scharf
  • Fokusrad schlecht erreichbar
  • Tasche ohne Gurt
Minox X-HD 10×44
Test Jagdfernglas: Minox 10x44 X-HD
  • Sehr kompakt
  • Objektiv­abdeckung leicht wechselbar
  • Fokusrad gut erreichbar
  • Verliert am Rand leicht die Schärfe
  • Tasche funktional, aber sehr einfach
Eschenbach Sektor D 8×56 Compact+
Test Jagdfernglas: Eschenbach Sektor D 8x56 compact+
  • Sehr griffig durch Noppen
  • Abdeckungen schließen fest
  • Gute Detailtreue
  • Günstig
  • Fokusrad schlecht erreichbar
  • Verliert am Rand Schärfe
Eschenbach Trophy D 8×56
Test Jagdfernglas: Eschenbach Trophy D 8x56
  • Halterung für Stativ liegt bei
  • Gute Detailtreue
  • Abdeckungen schließen fest
  • Verliert am Rand Schärfe
  • Fokusrad sitzt weit hinten
  • Augenmuscheln nur zweistufig anpassbar
  • Schwer
Noblex NF 10×42 Vector
Test Jagdfernglas: Noblex NF 10x42 Vector Premium
  • Solide Detailtreue
  • kompaktes Design
  • Abdeckungen zu leichtgängig
  • Verliert am Rand Schärfe
  • Fokusrad dreht schwer
  • mäßiger Grip
  • Tasche sehr zweckmäßig
Abmessungen
142 x 120 mm
150 x 129 x 56 mm
154 x 137 x 96 mm
160 x 131 x 61 mm
130 x 150 x 54 mm
150 x 120 mm
182 x 135 x 68 mm
142 x 210 x 80 mm
140 x 210 x 56 mm
210 x 73,5 x 212 mm
158 x 128 x 65 mm
133 x 142 x 50 mm
127 x 118 x 55 mm
194 x 141 x 73 mm
146 x 131 x 69 mm
144 x 130 x 65 mm
144 x 114 mm
140 x 117 x 65 mm
190 x 160 mm
154 x 175 x 59 mm
150 x 130 x 70 mm
176 x 141 x 65 mm
174 x 143 x 67 mm
151,9 x 131,1 x 65 mm
Gewicht
725 g
799 g
1.090 g
840 g
585 g
795 g
1.090 g
1130 g
1100 g
1100 g
706 g
635 g
490 g
1225 g
685 g
640 g
640 g
730 g
1.280 g
790 g
720 g
1.038 g
1.100 g
680 g
Dämmerungszahl
20,5
18,33
17,9
20,5
17,6
20,5
21,2
21,17
20,49
21,16
20,49
keine Angabe
15,5
21,2
16
17,9
20
20,5
21,1
20
21
21,2
21,2
20,5
Austrittspupille
4,2 mm
5,25 mm
3,26 mm
4,2 mm
4,2 mm
4,2 mm
7 mm
7 mm
4,2 mm
7 mm
4,2 mm
5,25 mm
3,8 mm
7 mm
4 mm
3,2 mm
4,0 mm
4,2 mm
7 mm
4 mm
4,4 mm
7 mm
7 mm
4,2 mm
Sichtfeld auf 1.000 Metern
110 m
142 m
112 m
112 m
122 m
115 m
118 m
125 m
105
135 mm
100 m
113 m
132 m
133 m
135
132 m
115 m
113 m
126 m
108 m
115 m
114 m
101 m
105 m
Nahstellgrenze
1,6 m
1,5 m
3 m
3,3 m
3 m
2 m
5,6 m
2,3 m
5 m
20 m
2 m
3 m
3 m
3,9 m
5 m
2 m
1,5 m
1,6 m
3,5 m
4 m
2,5 m
1,8 m
3 m
2,5 m
Dioptrien-Verstellbereich
+/- 3.0 dpt
keine genaue Angabe
-7 / +5 dpt
+/- 5.0 dpt
Keine Angabe
+/- 4.0 dpt
+/- 4.0 dpt
+/- 4.0 dpt
Keine Angabe
+/- 5.0 dpt
+/- 4.0 dpt
keine Angabe
+/- 4.0 dpt
+/- 4.0 dpt
– 7 / +5 dpt
+/- 4.0 dpt
+/- 4.0 dpt
+/- 4.0 dpt
+/- 4.0 dpt
+/- 5.0 dpt
+/- 4.0 dpt
keine genaue Angabe
keine genaue Angabe
+/- 3.0 dpt
Herstellergarantie
2 Jahre
Keine Ende der Garantiezeit (bei Registrierung)
3 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
5 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
30 Jahre
10 Jahre
keine Angabe
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre
10 Jahre bei Registrierung
5 Jahre
10 Jahre
10 Jahre

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Gute Sicht ist Pflicht: Jagdferngläser im Test

Ferngläser gibt es für viele Anwendungszwecke. Einige nutzen sie zur Vogelbeobachtung oder im Urlaub, um ihre Umgebung besser zu erkunden. Letzteres ist auch bei der Jagd wichtig. Dort spielen nicht nur Tarnung, Ruhe und die Windrichtung eine Rolle, sondern auch, wie aufmerksam man sein Umfeld beobachtet. Daher kommen Ferngläser auch dort oft zum Einsatz.

Dabei schwören die einen auf einfache Modelle aus dem Discounter, die speziell für die Jagd und ihre Eigenheiten konzipiert sind, während andere auf Premium-Jagdferngläser setzen, die oft ein Vielfaches der normalen Hobbymodelle kosten. Meist müssen Jagdferngläser auch mehr aushalten – etwa Regen, Schnee oder einen Sturz vom Hochsitz. Im Folgenden möchten wir Ihnen verraten, auf welche Eigenschaften Sie achten sollten, was die verschiedenen Werte bedeuten und wie Sie das beste Fernglas für sich auswählen.

Was macht ein gutes Jagdfernglas aus?

Es sollte zum Einsatzgebiet passen. Nicht selten hört man daher in Jägerkreisen, dass viele Grünröcke mehrere Ferngläser besitzen, um beispielsweise sowohl für den Wald als auch für das Feld optimal gerüstet zu sein. Daraus ergibt sich auch, welche Vergrößerung vernünftig ist und welche Lichtstärke notwendig sein könnte.

Hochwertige Linsen sind das A und O

Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die Linsen und Prismen, die für ein klares Bild sorgen müssen, um Tiere korrekt identifizieren zu können. Ähnlich wichtig sind auch die Verarbeitung sowie die Haltbarkeit der Ferngläser, denn Jäger sind bei (fast) jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit im Revier unterwegs. Entsprechend muss ein Jagdfernglas Wind und Wetter aushalten und notfalls auch mal einen kleineren Sturz verkraften können. Beim Kauf sollte man daher darauf achten, dass ein Tragegurt sowie Abdeckungen für die Linsen mitgeliefert werden. Letztere sollten zudem möglichst fest sitzen, sodass sie sich nicht von allein öffnen, wenn man das Fernglas aus der Tasche zieht.

Wichtig: Das Gewicht spielt meist eine untergeordnete Rolle. Auf der Pirsch zahlt es sich jedoch aus, ein leichtes Modell zu verwenden, während es beim Ansitz etwas weniger wichtig ist. Allerdings sei auch anzumerken, dass ein schweres Fernglas stabiler in der Hand liegt und das Bild dadurch weniger wackelt.

Welche Vergrößerung ist sinnvoll?

Nicht jedes Fernglas eignet sich für alle Anwendungsbereiche und ein perfektes Modell, das allen Anforderungen gerecht wird, gibt es nicht. Kauft man ein Modell für die Feldjagd und möchte es auch im Wald verwenden, ist dies natürlich möglich, aber man muss dabei Einschränkungen wie eine geringe Lichtstärke oder eine zu große Vergrößerung in Kauf nehmen.

Grundsätzlich ist für einen Ansitz im Wald ein Modell mit maximal achtfacher Vergrößerung sinnvoll, wobei der Objektivdurchmesser groß gewählt werden sollte, etwa 56 Millimeter. Mehr Vergrößerung darf es beim Ansitz am Feld sein, da man hier deutlich weiter schauen kann, aber es sollte keine Vergrößerung größer als zehnfach gewählt werden – außer man hat wirklich ruhige Hände oder kann es an einem Stativ befestigen.

Beim Objektiv reicht hingegen ein Durchmesser von bis zu 42 Millimetern aus, da die offene Landschaft tendenziell heller ist. Auf der Pirsch gelten ähnliche Werte wie beim Feldansitz, wobei der Durchmesser auch gerne kleiner ausfallen kann, um Gewicht einzusparen. In unserer Testreihe finden Sie Werte im Bereich 10 x 40 bis 10 x 56, aber Moment: Was bedeuten diese Zahlen eigentlich?

Was bedeuten die Zahlen in den Bezeichnungen?

Nahezu jedes Fernglas wird vom Hersteller nicht nur mit einem Namen gekennzeichnet, sondern auch mit einer wichtigen Bezeichnung. Beispielsweise sieht man das beim Leica Geovid 8×56 R. Dabei stellt »8×56« zwei wichtige Merkmale dar. Die Acht bedeutet, dass das Fernglas eine achtfache Vergrößerung leistet, während die 56 den Objektivdurchmesser und damit die theoretische Lichtstärke anzeigt.

Je größer der Durchmesser, desto mehr Licht kann einfallen und desto besser kann man mit dem Fernglas in dunklen Umgebungen wie einem Wald oder während der Dämmerung sehen.

Theoretisch kann aber auch ein Glas mit kleinerem Durchmesser viel Licht einlassen, wenn der Hersteller sein Handwerk beherrscht und hochwertige Linsen abliefert. Allerdings muss man dafür oft tiefer in den Geldbeutel greifen. Damit kann ein Fernglas mit 8 x 42 unter Umständen auch mit einem 8x56er-Modell mithalten. Interessant ist dabei der Umstand, dass dies nur schwer anhand der beiden Werte oder der Dämmerungszahl ablesbar ist.

Je größer die Dämmerungszahl ist, umso mehr Licht kann das Fernglas einlassen – zumindest theoretisch. Die Zahl sagt leider nichts zur tatsächlichen Lichtstärke aus und dient eher als Vergleichsmöglichkeit innerhalb einer Reihe eines Herstellers. Die Dämmerungszahl errechnet sich aus der Wurzel der Multiplikation von Objektivdurchmesser und dem Vergrößerungsfaktor. Das hat den Effekt, dass ein Fernglas mit kleiner Vergrößerung und großem Durchmesser dieselbe Dämmerungszahl wie ein Modell mit großer Vergrößerung und kleinem Objektivdurchmesser haben kann.

Deutlich aussagekräftiger ist daher die Austrittspupille, deren Quadrat die Helligkeit des Glases angibt. Sie sollte nicht unter einem Wert von 15 liegen, wenn man das Jagdfernglas auch in der Dämmerung oder im Dunkeln verwenden möchte. Die Austrittspupille beschreibt dabei den Durchmesser, der auf der Pupille des Auges genutzt wird. Der Wert sollte daher zwischen zwei und sieben Millimetern liegen.

Größere Werte liefern zwar mehr Licht, aber das bringt einem nur wenig, da sich die Pupillen der meisten Menschen in dunklen Umgebungen durchschnittlich nur auf sieben Millimeter weiten. Sind die Pupillen größer als die Austrittspupille, können mitunter schwarze Ränder zu sehen sein, die das Sichtfeld einschränken.

Unser Favorit

Testsieger

Zeiss Terra ED 10×42

Kompakt, lichtstark und leicht: Das Zeiss Terra ED 10×42 erfüllt die Ansprüche vieler Jäger und ist vielseitig einsetzbar.
Test Jagdfernglas: Zeiss Terra ED 10x42
  • Sehr griffig und kompakt
  • Fokusrad leicht erreichbar
  • Objektiv­abdeckung mit Band befestigt
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Stabiles Etui
  • Etui ohne Staumöglichkeiten

Das Zeiss Terra ED 10×42 lässt für rund 500 Euro nur wenige Wünsche offen und schwingt damit zum Testsieger auf, den wir allen Jägern empfehlen können, die ein kompaktes Allround-Fernglas von guter Qualität zu einem akzeptablen Preis suchen.

In unserem Test haben wir unterschiedliche Modelle mit einer acht- und zehnfachen Vergrößerung sowie mit Objektivdurchmessern zwischen 40 und 56 Millimetern getestet, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften haben und dadurch verschiedene Anwendungszwecke bieten. Ein perfektes Modell für jeden Jäger zu finden, ist daher ein unmögliches Unterfangen. Allerdings kommt das Zeiss Terra ED 10×42 als Universal-Kandidat infrage, obwohl es in einigen Bereichen schwächelt.

 Das Case lässt sich am Gürtel einhängen

Der Lieferumfang fällt eher typisch aus. Neben einem Mikrofasertuch zum Säubern der Linsen liegt ein Nackengurt bei, der sich angenehm trägt, aber leider ohne einen Schnellverschluss daherkommt. Richtig gut gefällt uns jedoch das mitgelieferte Hartschalen-Case, das optimalen Schutz bietet und sich an einem Gürtel befestigen lässt. Eine Schlaufe ermöglicht es zudem, dass Sie das Case per Karabinerhaken außen an einem Rucksack anbringen können. Zusätzliche Fächer – etwa für das Mikrofasertuch – sucht man vergebens.

Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Zeiss Terra Ed 10x42
Das Zeiss Terra ED 10×42 ist ein kompakter Allrounder mit guter Optik.

Trotz des relativ günstigen Preises lässt es Zeiss nicht an seiner typischen Qualität mangeln. Das Terra ED ist einwandfrei verarbeitet. Die Gummierung samt kleiner Noppen sorgt für einen guten Halt, der bei Feuchtigkeit etwas nachlässt. Hier hat das teure Zeiss Conquest HD die Nase vorn und bleibt auch in nassen Situationen griffig.

Die Fernglasbrücke gefällt durch ihr leichtes wie auch gleichmäßiges Knicken, wodurch das Einstellen des richtigen Augenabstands einfach ist. Sehr solide sind in diesem Zusammenhang auch die Augenmuscheln, die anders als bei den meisten Modellen keine Stufen haben, sondern sich durch ein schwergängiges Verstellen auszeichnen. Dadurch können sie noch individueller angepasst werden.

Nochmals kurz zurück zum Mittelsteg: Dort ist kein Stativgewinde vorhanden. Es gibt jedoch einen Stativadapter sowie eine Universalhalterung. Am hinteren Ende befindet sich das Fokusrad, das optimal erreichbar ist und ein schnelles Fokussieren erlaubt, was in einzelnen Situationen hilfreich sein kann.

Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Zeiss Terra Ed 10x42
Sowohl an der Oberseite als auch auf der Unterseite sorgt eine Textur für besseren Grip.

Gut gefallen hat uns auch das Halsband für die Objektivabdeckung. Der Schutz sitzt in der Regel fest auf den Linsen und kann dank des Schnellverschlusses auch im Handumdrehen entfernt werden.

Guter Durchblick?

Mit einer zehnfachen Vergrößerung und einem Objektivdurchmesser von 42 Millimetern eignet sich das Zeiss Terra ED 10×42 hervorragend für die Pirsch sowie den Ansitz am Feld. Auch im Wald lässt es sich trotz seiner Vergrößerung noch gut verwenden. Jedoch sollten Sie von den mehrschichtvergüteten Linsen mit 88 Prozent Lichtdurchlässigkeit keine Wunder erwarten, wenn es in die Dämmerung geht.

Die Schärfe ist insgesamt allerdings gut und auch bis in den Rand top. Die Nahstellgrenze, die den Mindestabstand für eine korrekte Fokussierung angibt, liegt bei ordentlichen 1,6 Metern.

Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Zeiss Terra Ed 10x42
Die mehrschichtvergüteten Linsen lassen sich hier gut erkennen.

Wem eine hohe Farbtreue wichtig ist, wird vom Zeiss Terra ED 10×42 nicht enttäuscht sein. Das Fernglas liefert eine natürliche Farbwiedergabe, die nur extremst selten von chromatischen Aberrationen, also störenden Farbsäumen, heimgesucht wird.

Ein weiterer Pluspunkt ist die hydrophobe Antireflexbeschichtung, die nicht nur die Lichtdurchlässigkeit verbessert, sondern gleichzeitig auch Regenwasser abperlen lässt, sodass Sie auch bei ungemütlichem Wetter stets eine gute Sicht haben.

Zeiss Terra ED 10×42 im Testspiegel

Testberichte von bestimmten Jagdferngläsern sind oft Mangelware. Das Zeiss Terra ED 10×42 ist jedoch eine Ausnahme und wurde etwa durch die Stiftung Warentest (04/2022) geprüft. Dort wurden dem Jagdfernglas ebenfalls gute optische Eigenschaften zugeschrieben.

Auch die Seite Fernglas-Tests.net kam zum selben Schluss und bescheinigt dem Glas gute Allrounder-Fähigkeiten.

IMTEST ordnet das Terra ED 10×42 an der Grenze zwischen dem „gehobenen Einsteiger-Segment“ und der »Premium-Klasse“ ein.

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Bestes Kompakt-Jagdfernglas

Alpen Optics Black Tusk 8×42

Knapp am Testsieg vorbei: Das Alpen Optics Black Tusk 8×42 besticht durch ein geringes Gewicht, kleine Abmessungen sowie eine hohe Lichtstärke.
Test Jagdfernglas: Alpen Optics Black Tusk 8x42
  • Tolles, kompaktes Design mit hochwertiger Tragetasche
  • Sehr gute Detailtreue bis in den Rand
  • Auch in der Dämmerung noch gut
  • Daumen­aussparung für besseren Halt
  • Sehr feste Abdeckungen
  • Riffelung sorgt nicht für besseren Grip

Das war knapp – zwischen dem Alpen Optics Black Tusk 8×42 und dem Zeiss Terra ED 10×42 lag nur ein wichtiger Faktor: der Preis. Wäre das Black Tusk etwas günstiger, wäre es das bessere Gesamtpaket gewesen, aber für uns wie auch für viele Leser spielt der Preis bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Daher gleich vorab: Wenn Sie bereit sind, noch etwas mehr für ein Jagdfernglas auszugeben, dann können wir Ihnen das Black Tusk ans Herz legen.

Im Lieferumfang des Black Tusk befinden sich eine schicke Tasche, ein Trageriemen für das Fernglas, ein Gurt für die Tasche sowie ein Neoprenetui mit integriertem Reinigungstuch. Letzteres kann man einfach an der Transporttasche befestigen, die optisch ein Highlight ist und sich von den schwarzen Modellen der Konkurrenz deutlich abhebt. Die Verarbeitung ist hochwertig, aber leider schließt sie nur per Magnet, der zwar stark ist, aber nicht so stark wie ein Reiß- oder Klickverschluss. An der Vorderseite befindet sich zudem ein schmales Fach, in dem etwa der Jagdschein untergebracht werden kann.

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Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Alpen Optics Black Tusk 8x42
Das Fernglas von Alpen Optics ist ein echter Hingucker.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Alpen Optics Black Tusk 8x42
Das Fokusrad ist sehr gut erreichbar.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Alpen Optics Black Tusk 8x42
Das Black Tusk hat ein angenehmes Design mit griffigen Kanten.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Alpen Optics Black Tusk 8x42
Die Tasche des Black Tusk ist sehr hochwertig gearbeitet.

Das Jagdfernglas gehört schon fast zur Premiumklasse. Von der hervorragenden Verarbeitung bis hin zur schicken Optik des Magnesiumgehäuses, das mit einer griffigen Gummierung versehen ist, spielt es ganz vorn mit. Alpen Optics hat viel Liebe zum Detail in das kompakte Design gepackt, wodurch es etwa 75 Gramm schwerer und auch größer als der Testsieger ist.

An den Seiten befinden sich Vertiefungen sowie klare Kanten. Darin schmiegen sich die Handballen bestens ein und bieten zusätzlichen Halt. An der Unterseite sind dazu Riffelungen sowie eine Ablage für die Daumen untergebracht, die noch mehr Grip bieten sollen und tatsächlich auch geben – sogar bei Nässe.

Die Abdeckungen für die Augenmuscheln und Linsen sind zudem fest, sodass sie sich nicht im Rucksack oder beim Hervorziehen aus der Tasche ablösen. Sowohl die Fernglasbrücke als auch das Fokusrad erinnern in ihrer Stabilität und Zuverlässigkeit stark an den Testsieger Zeiss Terra ED 10×42. Allerdings hat das Black Tusk am vorderen Ende des Mittelstegs noch ein Stativgewinde hinter einer Schraube versteckt.

Die Augenmuscheln lassen sich in drei Stufen einrasten, um den bestmöglichen Abstand zwischen Augen und Okularlinsen zu ermöglichen. Dies funktioniert nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwergängig. Alpen Optics verspricht eine volle Mehrschichtvergütung, die eine Lichtdurchlässigkeit von bis zu 95 Prozent erlauben soll. Dieser Vorteil wird besonders in der Dämmerung sowie in dunklen Umgebung ausgespielt.

Und ja, natürlich ist das Black Tusk gegenüber dem Zeiss Terra ED bereits heller, da eine geringere Vergrößerung erfolgt und sich dadurch die Austrittspupille vergrößert und entsprechend mehr Licht einlässt. Dennoch liegt auch die Lichtdurchlässigkeit bei bis zu sieben Prozent höher als beim Testsieger, die Alpen Optics auf das Barium-Kronglas-4-Prisma in Kombination mit der vollen Mehrschichtvergütung zurückführt.

Wichtig sei auch zu erwähnen, dass es sich um ein Extra-Low-Dispersion-Glas, kurz ED, handelt, das den Kontrast und den Detailgrad verbessert, während Farbfehler (chromatische Aberration) weitestgehend entfernt werden. Insgesamt schafft es Alpen Optics, dadurch ein sehr natürliches Bild wiederzugeben.

Der Aufpreis des Alpen Optics Black Tusk 8×42 könnte sich aus einem weiteren Grund lohnen. Anders als beim Zeiss Terra ED gibt man für das Black Tusk eine Garantie ohne Enddatum, wenn man sich registriert.

Innovativ

Swarovski AX Visio

Das Swarovski Optik AX Visio 10×32 vereint High-Tech und brillante Bildqualität – für Jäger mit höchsten Ansprüchen.
Jagdfernglas Test: Swarovski Ax Visio Produkt
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Integrierte Tier-Erkennung
  • Foto- und Videoaufnahmen
  • Orientierungshilfe
  • Hoher Preis
  • Groß
  • Schwer

Für mehr als 4.500 Euro bietet das Swarovski Optik AX Visio 10×32 ein echtes Innovationswunder und dürfte besonders technikaffine Jäger mit ausreichend tiefer Geldbörse begeistern. Uns hat seine Funktionsvielfalt beeindruckt, auch wenn es sich überwiegend für den Ansitz und die Naturbeobachtung eignet. Mit 1.090 Gramm ist es kein Leichtgewicht, aber im Testfeld gibt es auch „einfachere“ Jagdferngläser ohne smarte Features, die ähnlich viel auf die Waage bringen. Insofern ist diese Leistung beeindruckend. Im Lieferumfang befinden sich eine gepolsterte Tasche mit Innenfach sowie Befestigungsmöglichkeiten für einen Tragegurt. Auch ein Trageriemen, Schutzkappen für das Fernglas, eine Reinigungsbürste und Seife sind dabei. Zusätzlich enthält das Set eine 3.000-mAh-Lithium-Ionen-Batterie, ein Ladekabel und ein Ladegerät, das für zwei Batterien ausgelegt ist und auch ohne Stromanschluss den aktuellen Ladestand anzeigt.

Bevor wir zum Herzstück, den KI-Funktionen, kommen, wollen wir zunächst die Ergonomie und optischen Eigenschaften beleuchten. Wie das Gewicht bereits vermuten lässt, ist das Swarovski Optik AX Visio 10×32 kein Fernglas, das man längere Zeit in den Händen halten wird. Obwohl die Gummiarmierung angenehm in der Hand liegt, fehlen Griffmulden, die für ein besseres Handling gesorgt hätten. Auch das eigentlich sehr großzügig dimensionierte Fokusrad ist nur mit Fingerakrobatik zu erreichen, da beide Tubusse groß und damit schwer zu umfassen sind. Die Gründe für diese Komforteinschnitte sind nachvollziehbar: Swarovski musste in den kleinen Formfaktor zahlreiche Sensoren, ein Display, Kameras und die Batterie integrieren. Das kostet Platz und bringt Gewicht mit. Das Brillenokular ist mehrstufig verstellbar, und der Dioptrienausgleich kann auf beiden Seiten individuell angepasst werden. Swarovski verzichtet hier auf übliche Kniffe und lässt die Korrekturstärken mittels Drehrädern einstellen. Um versehentliches Verstellen zu verhindern, sind diese etwas schwergängig.

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Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik Ax Vision
Mit knapp 1,1 Kilogramm ist das Swarovski Optik AX Visio ziemlich schwer.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik Ax Vision
Das Case ist sehr gut gepolstert und liefert Schutz für das teure Jagdfernglas.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik Ax Vision
Am Modi-Rad kann man zwischen den verschiedenen Funktionen auswählen.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik Ax Vision
Abhängig vom Modus ändern sich die Funktionen der Tasten.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik Ax Vision
An der Unterseite kann man die Batterie entnehmen.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik Ax Vision
Der Dioptrienausgleich kann an beiden Seiten vorgenommen werden.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik Ax Vision
Aufgrund der Größe ist das Fokusrad mitunter schwer zu erreichen.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik Ax Vision
In der Mitte befindet sich die Kamera für Fotos, Videos und die KI-Funktionen.

Die optische Leistung des Swarovski Optik AX Visio 10×32 ist hervorragend. Es gehört zu den besten Modellen im Testfeld und liefert ein klares, kontrastreiches Bild. Die Schärfe bleibt über den gesamten Bildbereich hinweg konsistent und knackig – lediglich am äußersten Rand nimmt sie leicht ab. Bildverzeichnungen sind kaum wahrnehmbar, und Farbsäume treten ebenfalls so gut wie nicht auf. Als reines Fernglas gibt es nur wenige Modelle, die diese Bildqualität erreichen.

Gleich vorab: Die größte Enttäuschung beim Swarovski Optik AX Visio 10×32 ist das Fehlen eines Entfernungsmessers. Mit diesem Feature wäre es ein unfassbares Gesamtpaket. Doch auch ohne dieses Extra beeindruckt das Fernglas durch seine Funktionen. Es kann Tiere erkennen – und zwar nicht nur Säugetiere, sondern auch Vögel, Schmetterlinge und Libellen. Besonders in ruhigen Minuten auf dem Ansitz kann dies spannende Entdeckungen ermöglichen. Die Erkennung funktioniert bei den meisten Wildarten sehr gut, sodass man direkt im Glas die Tierart ablesen kann. Laut Swarovski lassen sich etwa 300 europäische und nordamerikanische Säugetierarten sowie mehr als 8.000 Vogelarten identifizieren. Mit einem Dreh am Modus-Rad kann man außerdem zur Kamera wechseln und sowohl Fotos (13 Megapixel) als auch Videos in Full-HD (30/60 Bilder pro Sekunde) aufnehmen.

Interessant ist auch die Verbindung zum Smartphone. In der dazugehörigen App kann eine Live-Ansicht aktiviert werden, um Entdeckungen mit anderen Personen zu teilen. Alternativ gibt es den Entdecker-Modus, mit dem ein bestimmter Punkt markiert werden kann. Gibt man das Fernglas weiter, zeigt das Display mithilfe von Pfeilen, wo die andere Person hinblicken sollte. Zudem gibt es zwei Favoriten-Modi sowie einen Kompass, der Himmelsrichtung und Neigungswinkel anzeigt.

Alles in allem liefert das Swarovski Optik AX Visio 10×32 eine beeindruckende Leistung, die sowohl in der Bildqualität als auch im Funktionsumfang höchste Ansprüche erfüllt – allerdings hat all das auch seinen Preis.

Luxusklasse

Swarovski EL 10×42

Das Swarovski Optik EL 10×42 zählt zu den besten Ferngläsern auf dem Markt – mit beeindruckender Bildqualität und Verarbeitung, die Jäger ein Leben lang begleiten können.
Test Jagdfernglas: Swarovski EL 10x42
  • Hohe Detailtreue bis in den Rand
  • Überraschend Lichtstark
  • Sehr griffig
  • Hoher Preis
  • Objektivabdeckung kann verloren gehen

Das Swarovski Optik EL 10×42 hat zweifellos Testsieger-Potenzial, doch die Auszeichnung scheitert am hohen Preis von rund 2.000 Euro und am vergleichsweise hohen Gewicht von 840 Gramm. Wer jedoch bereit ist, diesen Preis zu zahlen und das Gewicht in Kauf zu nehmen, erhält eines der besten Ferngläser auf dem Markt.

Der Lieferumfang ist, wie bei Swarovski-Optik-Produkten üblich, reichlich und hochwertig. Neben einer gut gepolsterten Tasche sind ein passender Tragegurt, ein Trageriemen für das Fernglas, ein Mikrofasertuch sowie Bürste und Seife zur Reinigung des Gehäuses enthalten. Außerdem liegen Abdeckungen für die Okulare und Objektive bei, sodass das Swarovski Optik EL 10×42 auch während der Jagd optimal vor Umwelteinflüssen geschützt ist. Sollte es dennoch einmal rauer zugehen, bleibt es bis zu einer Wassertiefe von vier Metern dicht und funktioniert problemlos in einem Temperaturbereich von -25 bis +55 °C.

Die Handhabung des Fernglases ist äußerst intuitiv, und es liegt hervorragend in der Hand. Die Gummiarmierung verleiht dem EL 10×42 nicht nur eine angenehme Haptik, sondern schützt es auch vor kleineren Stürzen. Zudem sorgt sie für eine hohe Griffigkeit, die selbst bei feuchtem Wetter kaum nachlässt. Zusätzliche Griffmulden an der Unterseite unterstützen die gute Ergonomie. Das Gelenk im Mittelsteg bietet genau den richtigen Widerstand – weder zu leicht- noch zu schwergängig.

Das Fokusrad ist angenehm breit, wodurch es leicht zu bedienen ist, und auch hier ist der Widerstand optimal abgestimmt. Im Inneren des Fokusrades befindet sich der Dioptrienausgleich. Um Anpassungen vorzunehmen, muss dieser zunächst entsperrt werden, bevor das Fokusrad leicht herausgezogen werden kann. Danach lassen sich die Dioptrienwerte auf einer Skala ablesen und mit feinen Einraststufen präzise einstellen. Brillenträger profitieren von anpassbaren Okularen, die in mehreren Stufen einrasten.

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Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik El 10x42
Das Swarovski Optik EL 10×42 ist kein Leichtgewicht, hat aber eine angenehme Ergonomie.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik El 10x42
Das mitgelieferte Case ist nicht gepolstert.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik El 10x42
Das Brillenokular lässt sich mehrstufig ausfahren.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik El 10x42
Zieht man das Fokusrad nach hinten weg, legt man den Dioptrienausgleich frei.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Swarovski Optik El 10x42
Die Schutzkappen werden am unteren Rand eingeklickt.

Das Swarovski Optik EL 10×42 überzeugt vor allem durch seine hervorragende optische Leistung. Trotz eines Objektivdurchmessers von 42 Millimetern ist es überraschend lichtstark und eignet sich hervorragend für schwierige Lichtverhältnisse, etwa bei Dämmerung oder im dichten Wald. Laut Swarovski Optik erreicht das Fernglas eine Lichttransmission von 90 Prozent, was den hochwertigen Linsen zu verdanken ist. Diese sorgen nicht nur für das zusätzliche Gewicht, sondern liefern auch ein Höchstmaß an Klarheit und Kontrast. Besonders bei der Schärfe beeindruckt das EL 10×42: Sie ist von der Bildmitte bis zu den Rändern überdurchschnittlich gut, und Verzeichnungen sind kaum wahrnehmbar. Insgesamt bietet dieses Jagdfernglas ein außergewöhnliches Gesamtpaket, das einen Jäger ein Leben lang begleiten kann.

Preistipp

Nikon Prostaff P3 8×42

Günstig muss nicht schlecht sein: Das Nikon Prostaff P3 erweist sich als solide Wahl für Jungjäger.
Test Jagdfernglas: Nikon Prostaff P3 8x42
  • Günstig
  • Sehr kompakt
  • Leicht
  • Auffällige Farbsäume
  • Keine Abdeckkappen

Das Nikon Prostaff P3 8×42 gehört mit rund 580 Gramm zu den leichtesten Modellen im Test und ist zudem auch das leichteste unter den Jagdferngläsern mit 42 Millimeter Durchmesser. Mit einem Preis von etwa 150 Euro dürfte es vor allem preisbewusste Waidmänner und Jungjäger ansprechen, die einen kompakten Allrounder suchen. Für den Jagdalltag und für den Anfang ist das Prostaff P3 eine solide Wahl. Allerdings sollte man anhand des Preises auch die Erwartungen anpassen.

Während schon die Verpackung sehr kompakt gehalten ist, liegt innen eine Transporttasche sowie ein Trageriemen bei, der sich einfach am Fernglas befestigen lässt. Das Etui ist weich und aus einem Neopren-artigen Material. Eine dicke Polsterung oder einen Verschluss, der über einen Klettverschluss hinausgeht, gibt es nicht. An der Rückseite ist eine Halterung für den Gürtel integriert. Im Lieferumfang sind keine Abdeckungen für die Okulare oder Objekte enthalten, sodass man hier etwas vorsichtig sein sollte. Mit Blick auf den Anschaffungspreis kann man darüber hinwegsehen.

Obwohl Nikon zwar nicht beim Zubehör punktet, zeigt der Hersteller seine Stärken bei der Verarbeitung sowie der Haptik. Die weichen Augenmuscheln lassen sich in drei Stufen ausziehen. Bei jeder Stufe spürt man ein solides Einrasten, was im Jagdalltag auch einen stabilen Eindruck hinterlässt. Auf der rechten Seite befindet sich hinter der Augenmuschel ein Dioptrienausgleich, der nicht zu leichtgängig ist, aber sich dennoch gut und schnell justieren lässt.

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Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Nikon Prostaff P3 8x42
Das Nikon Prostaff P3 8×42 besticht durch Preis und Kompaktheit.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Nikon Prostaff P3 8x42
Die Augenmuscheln lassen sich gut eindrehen, um sie auch mit einer Brille nutzen zu können.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Nikon Prostaff P3 8x42
Mit einem Objektivdurchmesser von 42 mm ist das Glas gerade noch in der Dämmerung nutzbar.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Nikon Prostaff P3 8x42
An der Unterseite sind Vertiefungen.

Gleiches gilt auch für das Fokusrad, das einen angenehmen Widerstand hat. Es ist zudem sehr gut positioniert, wobei die Gummiarmierung für einen sicheren Halt sorgt, der durch leichte Vertiefungen für die Daumen unterstützt wird. Auch im Wassertest konnte es sich dadurch überzeugen und blieb sicher in der Hand. Laut Hersteller hat es eine Wasserdichtigkeit, sodass es für zehn Minuten problemlos in einem Meter Wassertiefe durchhält. Entsprechend bereiten Regen und Schnee dem Glas keine Probleme.

Bei der Abbildungsqualität gibt das Nikon Prostaff P3 8×42 eine gute Figur ab. Die Schärfe ist dabei nicht auf dem Niveau von Premiumgläsern, aber es hat eine gute Schärfe, die Tiere und Objekte sauber darstellt – jedenfalls in der Mitte. Im äußeren Drittel wird es bereits leicht unscharf, während zum Rand hin eine leichte Verzerrung erkennbar ist. Im Alltag dürfte sich das kaum bemerkbar machen. Das gilt auch für chromatische Aberrationen, die ebenfalls im letzten Drittel zum Rand auftauchen. Das ist besonders gut bei Schnee sichtbar, aber in dieser Preisklasse nicht ungewöhnlich.

Trotz dieser kleinen Unzulänglichkeiten ist das Nikon Prostaff P3 8×42 eine gute Empfehlung – entweder, wenn man frisch ins Jägerleben starten möchte, oder wenn man ein sehr günstiges Zweit- oder Dritt-Fernglas für die Jagd benötigt. Das geringe Gewicht und auch die kompakten Abmessungen machen es zudem zu einem guten Pirschglas, das jedoch etwas in der Dämmerung schwächelt.

Außerdem getestet

Steiner Observer 10×42

Der erste Eindruck des Steiner Observer 10×42 war sehr gut und auch der zweite ist es weitestgehend geblieben. Durch die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht von lediglich 706 Gramm wäre es fast zur Empfehlung als bestes Kompaktfernglas geworden. Dass es dazu nicht kam, lag allerdings kaum an der Verarbeitung oder Abbildungsqualität, sondern vielmehr an Kleinigkeiten, die im Jagdalltag etwas störten.

Der Lieferumfang ist mit einer gut gepolsterten und per Klickverschluss verschließbaren Tasche, einem Trageriemen, einer Okularabdeckung sowie einem Putztuch solide und für einen Preis im Bereich von 250 bis 330 Euro mehr als in Ordnung. Zudem sind Objektivschutzkappen direkt integriert und lassen sich bei Bedarf mit einem Handgriff tauschen. Die Kappen könnten allerdings etwas fester sitzen.

Die Haptik ist sehr angenehm, was an der Gummiarmierung liegt, die das Fernglas gegen Wettereinflüsse (IPX4) und Stürze schützt. Für mehr Grip sorgt dabei eine Riffelung, die das vordere Gehäuse umgibt. Dies ist auch notwendig, da die Gummierung etwas sehr glatt ist. Bei feuchten Händen kann das Fernglas etwas rutschen.

Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Die Augenmuscheln lassen sich in verschiedenen Stufen einrasten, sodass sich das Observer 10×42 auch für Brillenträger eignet. In der linken Seite ist zudem ein Dioptrienausgleich einstellbar, der über viele kleine Stufen verfügt und auch nicht zu leichtgängig ist. Ein Problem gibt es dann doch: das Fokusrad. Eigentlich ist es schön groß und gut bedienbar, aber die beiden Ösen für den Trageriemen blockieren die Hände etwas, sodass die natürliche Fingerposition leicht vor dem Rad ist. Es ist dennoch gut bedienbar, aber im Vergleich zu anderen Modellen muss man sich erst an die Positionierung gewöhnen.

In der Praxis liefert das Steiner Observer 10×42 insgesamt eine sehr scharfe Abbildung mit hoher Detailauflösung. In der Bildmitte wirkt das Bild klar und kontrastreich, feine Strukturen lassen sich sauber erkennen. Zum Rand hin nimmt die Schärfe leicht ab, bleibt für jagdliche Zwecke aber gut nutzbar. Leichte Farbsäume sind zum Rand hin sichtbar, fallen jedoch vor allem bei kontrastreichen Motiven wie Schnee oder hellen Himmelshintergründen auf und spielen im normalen Jagdalltag nur eine untergeordnete Rolle.

Steiner Nighthunter 8×56

Das Steiner Nighthunter 8×56 ist das perfekte Glas für den nächtlichen Ansitz. Das hat allerdings seinen Preis – nicht nur den Kaufpreis, sondern auch zwei weitere: Größe und Gewicht. Mit Abmessungen von 210 x 212 x 73,5 Millimetern (BxLxH) gehört das Nighthunter zu den größten Modellen im Test und bringt mit 1.100 Gramm auch das zugehörige Gewicht mit, das es für eine Pirsch eher ungeeignet macht. Optimal ist es nur auf dem Ansitz nutzbar.

Der Lieferumfang ist ordentlich: Putztuch, eine gut gepolsterte, umhängbare Tasche, Trageriemen sowie eine Okularabdeckung. In Summe ist man damit für das nächste Abenteuer gut gerüstet, da außerdem zwei Objektivabdeckungen integriert sind, die sich jedoch auch abnehmen lassen. Der Trageriemen lässt sich besonders komfortabel anbringen und entfernen: Er wird mittels Klicksystem in das Gehäuse gerastet.

Das Gehäuse ist mit einer Gummiarmierung geschützt, sodass es Regen, Schnee und auch kleinere Stürze abhält. Obwohl es sich um Gummi handelt, ist das Nighthunter 8×56 etwas rutschig, wenn es nass wird oder man schwitzige Hände hat. Aufgrund der Größe liegen die kleinen Finger vor dem Mittelsteg, während für die restlichen Finger Vertiefungen vorhanden sind, die mehr Halt geben sollen. Dabei offenbart sich eine Besonderheit: Das Steiner-Fernglas muss nicht manuell fokussiert werden, sondern es hat einen „unendlichen“ Autofokus ab 20 Metern integriert.

Die Augenmuscheln sind zudem nicht ausziehbar. Wenn man es doch versucht, verändert man nur den Dioptrienausgleich. Zudem verfügen die Augenmuscheln über einen Seitenschutz, um Licht zu blocken. Bei Nacht spielt das Nighthunter seine Stärken aus. Es setzt nämlich auf einen Objektivdurchmesser von 56 Millimetern und hat dabei eine Lichttransmission von mehr als 96 Prozent. Das bedeutet, dass auch bei Dunkelheit noch sehr viel Licht in das Glas einfallen kann und man Wild gut erkennt. Das Glas verfügt zudem über eine hydrophobe Oberflächenveredelung, sodass es schmutz- und wasserabweisend ist.

Bei der Schärfe zeigt das Steiner Nighthunter 8×56, wofür es gebaut wurde. Die Abbildung ist bis zum Rand sehr scharf und gleichmäßig, ohne dass Details sichtbar einbrechen. Verzerrungen oder optische Aberrationen sind kaum wahrnehmbar, selbst bei kontrastreichen Motiven oder beim Blick über größere Distanzen. Gerade in der Dämmerung und bei Nacht bleibt das Bild ruhig und klar, was die sichere Wildansprache deutlich erleichtert und den Eindruck eines konsequent auf optische Leistung ausgelegten Ansitzglases unterstreicht. Übrigens gibt Steiner auf das Nighthunter 30 Jahre Garantie.

Steiner eRanger LRF 10×42

Auf der Suche nach einem Jagdfernglas, das einen integrierten Entfernungsmesser besitzt, aber nicht zu teuer ist? Dann könnte das Steiner eRanger LRF 10×42 womöglich eine gute Wahl sein, wenn man sich mit dem erhöhten Gewicht von 1.100 Gramm anfreunden kann. Auf der Pirsch kann es daher unnötiger Ballast, aber auch ein nützlicher Helfer sein, da man nicht mit einem Fernglas und einem zusätzlichen Entfernungsmesser hantieren muss.

Mit einem Preis von unter 1.500 Euro bleibt es in einem vernünftigen Rahmen, während im Lieferumfang eine praktische Aufbewahrungstasche, Okularabdeckung, Putztuch sowie ein Trageriemen enthalten sind. Die Objektivabdeckungen sind direkt integriert, lassen sich aber auch problemlos ablösen. Das Fernglas liegt gut in der Hand und ist durch angeraute Einlässe auf der Unterseite auch gut griffig – selbst bei Nässe. Einzig beim Fokusrad muss man etwas umdenken, da es unter dem Mittelfinger liegt, während die Zeigefinger den Entfernungsmesser bedienen und anpassen können.

Der integrierte Entfernungsmesser ist das Highlight. Eines aber vorweg: Empfindliche Ohren können bei Aktivierung ein leises Surren wahrnehmen, was aber die wenigsten stören dürfte. Mit dem Fernglas kann man übrigens auch Punkte markieren und sie sich per App-Unterstützung auf dem Smartphone anzeigen lassen. Steiner geht dabei sogar noch einen Schritt weiter. Hat man mit dem Jagdfernglas etwa ein Stück Wild markiert, kann die Position an ein eRanger-8-Zielfernrohr gesendet werden, sodass man sie schnell wiederfindet.

In Sachen Abbildungsqualität bewegt sich das Steiner eRanger LRF 10×42 auf einem ähnlich hohen Niveau wie die meisten anderen Modelle mit einem Objektivdurchmesser von 42 Millimetern. Mit einer Dämmerungszahl von 20,49 ist es gerade noch lichtstark genug, um auch in der Dämmerung sinnvoll eingesetzt zu werden – Reserven für die tiefe Nacht bietet es naturgemäß nicht. Das Bild ist insgesamt klar und kontrastreich, Farbsäume oder andere optische Auffälligkeiten sind kaum wahrnehmbar und zeigen sich allenfalls bei sehr hohen Kontrasten. Die Schärfe reicht bis fast an den Rand und bricht dort nur minimal ein, was im jagdlichen Einsatz praktisch nicht ins Gewicht fällt.

Der Dioptrienausgleich ist sinnvoll gelöst und berücksichtigt das integrierte Display, das sich individuell anpassen lässt. Sowohl die Helligkeit als auch die Anzeigeoptionen – etwa Entfernung oder Winkel – können angepasst werden, sodass die Informationen gut ablesbar bleiben, ohne das eigentliche Bild zu überlagern. Gerade bei wechselnden Lichtverhältnissen erweist sich das als echter Vorteil und rundet den insgesamt durchdachten Eindruck des eRanger LRF 10×42 ab.

Steiner Ranger Xtreme 8×56

Mit dem Ranger Xtreme 8×56 bringt Steiner ein jagdliches Fernglas, das trotz kompakter Größe äußerst lichtstark ist – auf Kosten des Gewichts. Mit 1.130 Gramm gehört es zu den schwersten Modellen im Testfeld, ist gleichzeitig aber auch sehr robust gebaut und besticht durch einige Extras.

Der Lieferumfang ist dabei Steiner-Standard: Tasche, Putztuch, Trageriemen, Okularabdeckung sowie integrierte Objektivdeckel. Der Trageriemen setzt dabei auf das Klicksystem ClicLoc, sodass man ihn schnell befestigen oder entfernen kann. Das System würden wir gerne auch bei anderen Herstellern sehen.

Optisch tritt das Ranger Xtreme sehr wuchtig auf und bietet dabei viele kleine Highlights. Ein großer Anteil der Grifffläche ist entweder genoppt oder geriffelt und sorgt damit im Zusammenspiel mit der Gummiarmierung für optimalen Halt. Für den Daumen sind spezielle Ablagen integriert, die für weiteren Komfort sorgen. Nutzt man die Ablagen, muss man zur Fokussierung die Zeigefinger leicht nach hinten rutschen, um den Fokusring zu erreichen. Der Ring hat einen ordentlichen Widerstand, der etwas leichtgängiger sein könnte.

Der Dioptrienausgleich befindet sich hinter der linken Augenmuschel und geht nicht zu leicht, sodass ein versehentliches Verstellen eher unwahrscheinlich ist. Die Augenmuscheln selbst lassen sich herausdrehen, haben aber keine Abstufungen, sodass es nur drinnen für Brillenträger und draußen für alle anderen gibt. Sie sind zudem gegen seitlichen Lichteinfall geschützt, was sich aber auch wegklappen lässt.

Bei der Bildqualität orientiert sich das Ranger Xtreme 8×56 stark am Nighthunter und liefert insgesamt eine sehr hochwertige Abbildung. Dank der großen 56-Millimeter-Objektive überzeugt das Glas mit hoher Lichtausbeute und bleibt auch in der fortgeschrittenen Dämmerung sehr gut nutzbar. Das Bild wirkt ruhig, kontrastreich und detailstark, feine Strukturen lassen sich sauber erkennen. Die Schärfe reicht bis weit an den Rand heran, ohne dort deutlich einzubrechen. Verzerrungen oder Farbsäume sind kaum wahrnehmbar und zeigen sich allenfalls bei extremen Kontrasten. Im Unterschied zum Nighthunter setzt das Ranger Xtreme 8×56 auf eine klassische, manuelle Fokussierung, bietet optisch aber ein nahezu gleichwertiges Niveau – verpackt in einer deutlich kompakteren Bauform.

Carson RD 8×42

Wer ein Jagdfernglas mit guter Ergonomie und solider Optik sucht, sollte sich das Carson RD 8×42 genauer anschauen. Trotz seines niedrigen Preises überzeugt es in nahezu jeder Hinsicht. Bereits beim Auspacken fällt das mitgelieferte Softshell-Case positiv auf. Die feste Schutzhülle verfügt über einen praktischen Tragegriff, und ein Tragegurt kann ebenfalls befestigt werden. Im Inneren bietet das Case Platz für das Fernglas sowie weiteres Zubehör, da ein Netzfach integriert ist. Ein Trageriemen sowie Schutzkappen für Objektiv und Okulare sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten. In puncto Zubehör ist das Carson RD 8×42 vorbildlich.

Das Jagdfernglas liegt gut in der Hand – dank seines geringen Gewichts und der griffigen Oberfläche, die auch bei Feuchtigkeit keine Probleme bereitet. Die Okulare sind für Brillenträger anpassbar und verfügen über mehrere Raststufen. Diese könnten jedoch etwas straffer sein, funktionieren aber im Gebrauch einwandfrei. Der Dioptrienausgleich ist gut gelöst und verfügt über Erhöhungen, die das Drehrad leichter justierbar machen. Allerdings fehlen kleinere Raststufen und eine Feststellung. Beim Fokussieren mit dem großen Fokusrad kann es passieren, dass man den Dioptrienausgleich versehentlich verstellt, da die Erhöhung des Ausgleichsrads leicht zu berühren ist – insbesondere mit Handschuhen.

Die mitgelieferten Schutzkappen für die Okulare lassen sich am Trageriemen befestigen und gehen daher nicht verloren. Bei den Objektivkappen sieht es anders aus: Sie lassen sich zwar leicht anbringen, was jedoch auch bedeutet, dass sie ebenso leicht herunterfallen können. Zwar verkanten sie sich leicht, doch ein Hängenbleiben während der Pirsch kann dazu führen, dass eine Kappe verloren geht. Im verschlossenen Zustand sitzen sie jedoch sicher und tief auf den Objektiven.

Der günstige Preis macht sich bei der Optik nur wenig bemerkbar. Lediglich bei schwierigen Lichtverhältnissen, wie in der Dämmerung, zeigt das Glas Schwächen, sodass es zu dieser Tageszeit kaum geeignet ist, um Wild anzusprechen. Bei Tageslicht sieht es hingegen ganz anders aus: Das Glas überrascht mit einer sehr guten Schärfe, die lediglich zum Rand hin etwas nachlässt. Klarheit und Verzeichnung könnten zwar besser sein, sind jedoch in dieser Preisklasse überraschend gut.

Das Carson RD 8×42 bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und überzeugt mit solider Ausstattung und guter Bildqualität. Kleinere Schwächen, wie der etwas empfindliche Dioptrienausgleich, fallen dabei kaum ins Gewicht. Für Einsteiger oder Gelegenheitsjäger ist dieses Fernglas eine klare Empfehlung.

Swarovski NL Pure 10×32

Das schlanke Swarovski Optik NL Pure 10×32 ist ein hervorragendes Jagdfernglas, wenn man vor allem bei Tageslicht unterwegs ist. Der Linsendurchmesser von lediglich 32 Millimetern lässt nur wenig Licht ein, sodass eine Verwendung bei schlechten Lichtverhältnissen nicht ideal ist. Dennoch holt Swarovski dank seiner hochwertigen Linsen mehr heraus als vergleichbare Modelle. Wie bei den meisten Ferngläsern von Swarovski Optik liegt auch dem NL Pure eine umfangreiche Ausstattung bei: eine Tasche, Trageriemen, Tragegurt, Seife, Bürste sowie Kappen für die Okulare und Objektive.

Mit einem Gewicht von nur 640 Gramm gehört das Fernglas zu den Leichtgewichten im Testfeld und liegt dank dezenter Griffmulden hervorragend in der Hand. Besonders lobenswert sind das gut erreichbare Fokusrad und der Dioptrienausgleich, der bequem über einen leichtgängigen Drehregler eingestellt werden kann. Das Fernglas ist zudem ideal für Brillenträger, da es über anpassbare Okulare verfügt. Lediglich in der Nullstellung des Dioptrienausgleichs ist ein leichtes Klicken hörbar. Der eingestellte Wert kann auf der Unterseite des Reglers abgelesen werden.

Bei der Linsenqualität macht Swarovski niemand etwas vor. Auch das Swarovski Optik NL Pure 10×32 überzeugt mit außergewöhnlicher Klarheit und einer präzisen Farbwiedergabe, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Eine leichte Verzeichnung beim Nachführen des Fernglases ist zwar wahrnehmbar, wird jedoch durch die exzellente Schärfe bis in den Randbereich mehr als wettgemacht. Das Gesamtpaket ist beeindruckend, allerdings lässt sich Swarovski diese Qualität auch entsprechend bezahlen. Dieses Fernglas ist daher eher nichts für kleine Budgets.

Swarovski EL Range 8×32

Mit dem Swarovski Optik EL Range 8×32 hat der Hersteller eine High-End-Alternative in die EL-Reihe eingeführt, die über einen integrierten Entfernungsmesser, einen Tracking Assistant und weitere nützliche Features für den Jagdalltag verfügt. Zum Lieferumfang gehören eine sehr gut verarbeitete und gepolsterte Tragetasche, die optional auch am mitgelieferten Tragegurt befestigt werden kann, sowie eine Reinigungsbürste und Seife, um Schmutz nach einem Jagdtag effektiv zu entfernen. Im Inneren der Tasche befindet sich zudem ein praktisches Staufach.

Ergonomisch punktet das Swarovski Optik EL Range 8×32 mit seinem vergleichsweise geringen Gewicht von knapp unter 700 Gramm. Unterstützt durch die Erhebung am rechten Tubus, der die Komponenten für die Entfernungsmessung enthält, liegt es solide in der Hand. Diese wird dabei automatisch in die richtige Position gebracht, um das Fokusrad leicht bedienen zu können. Auf dem Mittelsteg befinden sich zwei Knöpfe, mit denen die Anzeige- und Messmethoden geändert und Messungen durchgeführt werden können. Dank Smartphone-Verbindung ist es möglich, die Tastenfunktionen in der App anzupassen, sodass das Fernglas sowohl für Rechts- als auch Linkshänder bequem nutzbar ist.

In der App können zudem bis zu drei Waffen, die zugehörigen Zielfernrohre (ausschließlich Modelle von Swarovski Optik) und die passende Munition hinterlegt werden. Auf Basis dieser Daten berechnet das Fernglas nach einer Entfernungsmessung den ungefähren Anschusspunkt. Anschließend kann es den Benutzer direkt dorthin navigieren. Die Daten helfen auch dabei, die korrekten Klicks am Zielfernrohr einzustellen. Die optische Leistung des Swarovski Optik EL Range 8×32 ist Spitzenklasse. Es liefert hervorragende Schärfe, hohen Kontrast und außergewöhnliche Klarheit, die den anderen Ferngläsern des Herstellers in nichts nachstehen. Lediglich zum Rand hin fällt die Schärfe leicht ab, was angesichts des Preises von über 3.000 Euro bedauerlich ist.

Swarovski CL Companion 8×30 B

Das Swarovski Optik CL Companion 8×30 B gehört im Testfeld zu den eher lichtschwachen Modellen. Dadurch konnte der Hersteller es jedoch deutlich kompakter bauen. Das besonders kleine und leichte Jagdfernglas passt in die Jackentasche und eignet sich daher perfekt für die Pirsch. Ein Trageriemen liegt bei, sodass es auch bequem um den Hals getragen werden kann. Alternativ wird eine Tasche mitgeliefert, die über verschiedene Befestigungsoptionen verfügt. Zudem sind eine Reinigungsbürste und Seife im Lieferumfang enthalten.

Das Glas liegt sehr gut in der Hand. Dafür sorgen die ergonomischen Griffmulden sowie die angenehme Gummiarmierung, die auch bei Feuchtigkeit einen sicheren Halt gewährleisten. Das Swarovski Optik CL Companion 8×30 B ist mit einem besonders großen Fokusrad zur einfachen Justierung ausgestattet. In der Mitte des Rads lässt sich der Dioptrienausgleich einstellen. Für Brillenträger sind die Okulare anpassbar, allerdings nur in zwei Stufen.

In einem Punkt hat uns das Glas überrascht: Während wir die hohe Qualität der Swarovski-Modelle gewohnt sind, liefert das CL Companion nicht nur eine sehr klare und kontrastreiche Bildqualität, sondern bleibt bis in den Rand hinein überraschend scharf. Erst im äußersten Bereich lässt die Schärfe nach. Auch Probleme mit Abschattung gibt es beim CL Companion 8×30 B nicht. Damit handelt es sich um ein ausgezeichnetes Jagdfernglas, das besonders für Pirschjäger zu empfehlen ist.

Swarovski SLC 8×56 WB

Groß. Schwer. Lichtstark. Mit diesen drei Wörtern lässt sich das Swarovski Optik SLC 8×56 WB am besten beschreiben. Das Jagdfernglas ist vor allem für Ansitzjäger konzipiert, die im Wald oder in den dunklen Stunden unterwegs sind. Genau in diesem Einsatzbereich kommen die hohe Lichtstärke und der achtfache Zoom optimal zur Geltung. Die Optik beeindruckt durch eine brillante Farbwiedergabe und außergewöhnliche Klarheit – selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen. Lediglich im Randbereich lässt die Schärfe leicht nach.

Trotz seines Gewichts punktet das Glas in der Ergonomie. Angenehme Griffmulden sorgen für hohen Komfort, und das gut erreichbare, fast überdimensionierte Fokusrad erleichtert die Bedienung. Ein besonderes Highlight ist der Dioptrienausgleich, der durch Herausziehen des Fokusrads zugänglich wird. Dies verhindert ein versehentliches Verstellen und sorgt durch spürbare Klickstufen für Präzision. Brillenträger profitieren von einem anpassbaren Okular mit vier Raststufen, das viel Flexibilität bietet.

Beim Zubehör liefert Swarovski ein Rundum-sorglos-Paket: Neben Schutzkappen für Objektiv und Okulare enthält das Set einen hochwertigen Trageriemen, der sich direkt am Glas befestigen lässt. Die mitgelieferte Tasche überzeugt durch ihre hochwertige Verarbeitung und bietet ein zusätzliches Fach sowie die Möglichkeit, einen Tragegurt anzubringen, der ebenfalls enthalten ist. Für die schnelle Reinigung unterwegs liegen außerdem eine Bürste und Seife bei.

Wer ein besonders lichtstarkes Fernglas von einer renommierten Marke sucht, wird mit dem SLC 8×56 WB glücklich – solange man mit den kleinen Schwächen leben kann.

Swarovski Habicht 10×40 W GA

Mit einem Preis von rund 1.400 Euro gehört das Swarovski Optik Habicht 10×40 W GA zu den günstigeren Modellen des Herstellers und überzeugt durch eine solide Verarbeitungsqualität. Die allgemeine Klarheit ist sehr gut, und das Bild wird kontrastreich dargestellt. Allerdings zeigt die Schärfe Schwächen am Bildrand und ist nur in der Mitte wirklich überzeugend. Das Glas verfügt über einen gut bedienbaren Dioptrienausgleich, der für Brillenträger notwendig ist, da Swarovski auf anpassbare Okulare verzichtet hat. Die Augenmuscheln lassen sich lediglich umstülpen, was in der Handhabung etwas eingeschränkt ist.

Die Ergonomie des Jagdfernglases ist durchwachsen. Das Gehäuse fühlt sich bereits im trockenen Zustand glatt an und wird mit feuchten Händen oder im Regen noch rutschiger. Die Riffelung mindert diesen Effekt nur geringfügig. Problematischer ist die Position des Fokusrads, das sehr weit hinten angebracht ist und nur mit einer gewissen Fingergymnastik erreicht werden kann. Die Objektivkappen lassen sich schnell und sicher anbringen und bieten guten Schutz. Das Gummi sorgt für einen festen Halt, sodass ein versehentliches Öffnen erschwert wird. Sicherheit und Schutz werden durch den mitgelieferten Trageriemen gewährleistet, der sich direkt am Glas befestigen lässt. Eine kleine, gut verarbeitete Tasche gehört ebenfalls zum Lieferumfang, verfügt jedoch weder über Staumöglichkeiten noch über einen Tragegurt oder eine Befestigungsmöglichkeit für den Gürtel. Insgesamt bietet Swarovski Optik mit dem Habicht 10×40 W GA ein solides Fernglas mit Stärken in der Bildqualität, aber auch kleinen Schwächen bei der Ergonomie und dem Zubehör.

Noblex NF 8×56 Advanced

Geht es nach Größe und Gewicht, dann wäre das Noblex NF 8×56 Advanced unser Testsieger, denn es bringt eine Länge von 19 Zentimetern und eine Breite von 16 Zentimetern auf ein Gewicht von 1.280 Gramm. Die fehlende Optimierung schlägt sich aber positiv auf den Preis nieder, der mit rund 620 Euro in einem guten Rahmen ist, wenn man ein solides Fernglas für die Ansitzjagd im Wald sucht.

Die hohe Lichttransmission von 90 Prozent erlaubt auch in der Dämmerung oder in dunkleren Umgebungen ein sehr klares Sehen von Details. Unterstützend liefern die Linsen eine sehr hohe Detailtreue und eine gute Schärfe, die bis zum Rand reicht. Die Stickstofffüllung, die auch die meisten anderen getesteten Jagdferngläser haben, sorgt dafür, dass die Gläser nicht beschlagen, sodass immer eine klare Sicht gewährleistet wird.

Etwas durchwachsener fällt es bei der Haptik aus. Durch das hohe Gewicht liegt das NF 8×56 Advanced fest in den Händen, aber sobald die etwa nass sind, beginnt das Fernglas zu rutschen. Noppen oder eine Gummierung hätten hier Wunder bewirkt. Ein großes Manko sind auch die zu leichtgängigen Abdeckungen, die ein unabsichtliches Verkratzen der Linsen erlauben. Bei den Objektivabdeckungen gibt es zu bemängeln, dass sie nur aufgesteckt sind und vergleichsweise locker sitzen, sodass man sie unter Umständen bei einer Pirsch oder auf dem Ansitz verlieren kann.

Noblex NF 10×42 Vector

Obwohl sich das Noblex NF 10×42 Vector nicht am unteren Ende der Preisskala befindet, kann der Hersteller bestenfalls ein durchschnittliches Produkt abliefern. Es erreicht in vielen Punkten nicht die Qualität des „großen“ Bruders, dem ebenso getesteten NF 8×56 Advanced. Das fängt schon beim Auspacken an.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Fernglas noch Schutzkappen, ein Putztuch sowie eine Tasche aus Neopren samt Tragriemen aus gleichem Material. Die Tasche wirkt dabei nur sehr zweckmäßig, ohne bis zum Schluss durchdacht zu sein. Immerhin handelt es sich um einen wasserabweisenden Stoff, der das Jagdfernglas schützen soll. Sowohl der Klettverschluss als auch die großen Lücken unter der Lasche lassen den Weg für Umwelteinflüsse wie Staub und Dreck offen. Das hätte durch einen Reißverschluss vermieden oder zumindest minimiert werden können. Auch eine Schulterschlaufe ist nicht vorgesehen, wodurch nur die Befestigung am Gürtel oder das Verwahren im Rucksack bleibt.

Das Jagdfernglas ist hingegen sehr solide verarbeitet und in einem Punkt besonders gut durchdacht. Die hintere Fernglasbrücke liegt nämlich weit hinten, sodass man gut durchgreifen kann, um es in einer Hand zu halten. Dabei rutscht der Zeigefinger automatisch auf das Fokusrad, das allerdings schwergängig ist. Dadurch fokussiert man langsamer als bei den meisten anderen Jagdferngläsern, was im Fall einer Sichtung wertvolle Zeit kosten kann.

Ein weiteres Manko ist die Objektivabdeckung, die oftmals schon leicht öffnet, sobald das Fernglas aus der Tasche gezogen wird. Trotz dieser Mängel überrascht Noblex mit einem kompakten Design und einem der leichtesten Gläser im Test. Es bringt nur 680 Gramm auf die Waage und eignet sich daher auch hervorragend für die Pirsch, während die zehnfache Vergrößerung eher auf dem Feld ausspielt.

Die Lichtstärke ist unterdessen in Ordnung, sodass man es auch noch während der Dämmerung gut verwenden kann. Dennoch sollte man sich nicht zu sehr darauf verlassen, da auch die am Tag solide Detailtreue mit schwindendem Licht nachlässt. Verstärkt wird dieser negative Effekt durch die leichte Unschärfe zum Rand hin. Unsere Empfehlung ist daher, etwas mehr zu investieren und zum Testsieger zu greifen.

Minox X-HD 10×44

Das Unternehmen Minox gehört zum renommierten Waffenhersteller Blaser und setzt sich einen guten Preis bei guter Leistung als Ziel. In unserem Test konnten wir dieses Versprechen kaum von der Hand weisen, aber einige Dinge wirken dabei wie ein Kompromiss. Etwa die Tasche des Minox X-HD 10×44 besteht aus wasserabweisendem Neopren, kann aber aufgrund des Klickverschlusses sowie der Öffnungen an den Seiten Feuchtigkeit sowie Staub und Schmutz nur bedingt abhalten. Ein Trageriemen für die Tasche fehlt ebenfalls. Dafür liegt ein Putztuch bei, und das Gewicht fällt mit 720 Gramm sehr gering aus.

Die Haptik ist gut. Kommt man mal ins Schwitzen oder in den Regen, wird es etwas rutschig. Das ist jedoch überhaupt nicht schlimm, da man die Finger automatisch in die offene Brücke legt und man damit wieder an der Fernglasbrücke anliegt, während dadurch auch das Fokusrad gut erreichbar ist. Das mag auch am kompakten Design liegen, sodass man das Jagdfernglas auch schnell mal in die Jackentasche stecken kann. Beim Herausziehen zeigt sich ein Makel: Die Objektivabdeckungen sind zwar wechselbar, geben aber auch viel zu leicht die Gläser frei, was in der Jackentasche eventuell zu Kratzern führen könnte.

Die wichtigste Frage beantworten wir zum Schluss: Das Bild wird sehr naturgetreu durchgereicht und lässt alle Details erkennen – sogar bei schlechten Lichtverhältnissen. Dennoch lässt sich die leichte Unschärfe am Rand nicht so leicht wegsehen, wenn man sie einmal wahrgenommen hat.

Eschenbach Trophy D 8×56

Ein kleines Highlight bringt das Eschenbach Trophy D 8×56 mit: eine Stativhalterung. Während andere Jagdferngläser im Test das ebenfalls unterstützen, liegt sie hier schon bei. Bei einem Preis von knapp mehr als 400 Euro eine echte Überraschung. Gleiches gilt übrigens auch für die mitgelieferte Tasche, die sich durch eine Kombination aus Reiß- und Klickverschluss perfekt verschließen lässt, während sich auch ein kleines Fach in der Verschlusslasche befindet. Vor dem Fernglas-Fach befindet sich eine weitere Staumöglichkeit. Die Tasche lässt sich sowohl am Gürtel als auch an einem mitgelieferten Schultergurt befestigen.

Eschenbach hat sich bei der Verarbeitung keine Fehler erlaubt und setzt auf ein robustes Magnaliumgehäuse, das zwar gut in der Hand liegt, aber aufgrund seines Gewichts problematisch wird, wenn man nasse Hände hat. In dem Fall wird es etwas rutschig, was zum Problem werden kann, wenn man das Fernglas weit hinten anfasst. Das ist allerdings kaum zu vermeiden, da das stabile Metallrad zum Fokussieren andernfalls nur schwer zu erreichen ist.

Der Objektivdurchmesser von 56 Millimetern sorgt für viel Licht, sodass sich das Trophy D 8×56 auch in dunkleren Umgebungen oder in der Dämmerung eignet. Unterstützt wird die Lichtstärke durch die mehrschichtvergüteten Linsen, die aus Extra-Low-Dispersion-Glas bestehen. Die Kombination liefert zudem eine optimale Detailtreue, während die Schärfe zum Rand hin abnimmt.

Eschenbach Sektor D 8×56 Compact+

Woher die Bezeichnung „Compact+“ stammt, bleibt uns nach der Verwendung des Eschenbach Sektor D 8×56 Compact+ ein echtes Rätsel. Immerhin gehört es zu den schwersten und größten Modellen im Test, ist aber gleichzeitig auch eines der günstigeren Ferngläser.

In der Größe unterscheidet sich das Sektor D 8×56 Compact+ kaum vom Trophy D 8×56, sodass beide mit den gleichen Taschen ausgeliefert werden. Kurioserweise liegt dem günstigeren Sektor-Modell noch ein Putztuch sowie eine Stativverlängerung bei, kämpft aber ansonsten mit ähnlichen Problemen wie der teurere Bruder. So verliert es am Rand deutlich an Schärfe, während die getreue Farbwiedergabe durch die mehrschichtvergüteten Linsen gut ausfällt. Jedoch liegt die Nahstellgrenze mit 1,8 Metern deutlich näher.

Der größte Mangel ist das Fokusrad. Es sitzt sehr weit hinten, sodass man hinter den genoppten Bereich fassen muss, um es zu erreichen. Im Alltag kann das Umgreifen zwischen gutem Halt und dem Fokussieren etwas nervig sein. Mit feuchten Händen sollte man vorher lieber den Trageriemen befestigen, denn die Oberfläche kann glatt werden und abseits der Noppen ist dann wenig Grip.

Positiv sei an dieser Stelle noch das Schnellverschlusssystem des Trageriemens zu erwähnen, um ihn schnell zu entfernen – etwa, wenn man das Fernglas in die Tasche stecken möchte.

Leica Trinovid 10×42

Wenn man Leica hört, denkt man zuerst an Kameras. Allerdings kann das Unternehmen mehr und setzt sein Know-how ein, um andere Produkte wie etwa Jagdferngläser zu bauen. Das Leica Trinovid 10×42 ist ein sehr gutes Beispiel dafür, aber leider nicht in allen Bereichen. Die mitgelieferte Tasche ist zweckmäßig und bietet ausreichenden Schutz, könnte aber bei einem Gerät für mehr als 1.000 Euro deutlich besser und funktionaler sein.

Dafür gibt es am Fernglas nur wenig auszusetzen. Während Leica das Trinovid einwandfrei verarbeitet hat, fehlt ihm etwas Grip. Die Gummierung fühlt sich zwar sehr angenehm an, aber bei Nässe wird es ein wenig glatt, sodass der mitgelieferte Trageriemen zu empfehlen ist, um etwaige Missgeschicke vorzubeugen. Dafür sind jedoch die Objektivabdeckungen sehr fest, was ein ungewolltes Öffnen verhindert.

Die Gläser haben jedoch die gewohnte Leica-Qualität und bieten eine ausgezeichnete optische Leistung, sodass die 90-prozentige Lichttransmission für eine hervorragende Farbwiedergabe sorgt, während die Linsen ein scharfes Bild bis zum Rand ermöglichen, wodurch Ihnen kein Detail im Sichtfeld verloren geht. Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass das Trinovid als eines der wenigen Jagdferngläser im Test über vier Raststufen der Augenmuscheln verfügt. Die meisten anderen Ferngläser haben lediglich zwei bis drei Stufen.

Zeiss SFL 10×40

SFL steht für Smart Focus Lightweight. Die neue Zeiss-Modellreihe macht ihrem Namen alle Ehre und ist tatsächlich auch das leichteste Fernglas im Test: Es wiegt nur 640 Gramm. Das erreicht Zeiss durch das robuste Magnesiumgehäuse, während sie die Linsen schlanker gemacht haben. Damit spart man sich Platz und Gewicht. Die mitgelieferte Tasche ist zwar gut verarbeitet, aber bestenfalls funktional, auch wenn das Befestigungsprinzip per Plastik-Karabiner sehr gut funktioniert.

Äußerlich ist das Zeiss SFL 10×40 dem Conquest HD 10×42 sehr ähnlich, setzt aber nicht auf ein Band für die Objektivabdeckung, sondern auf wechselbare Aufsätze, die fest sitzen und sich auch nur schwer öffnen lassen. Daraus resultiert ein umfassender Schutz für die Gläser, die übrigens auf Zeiss‘ T-Mehrschichtvergütung setzen, um ein möglichst realistisches Bild zu garantieren – sogar, wenn es dämmert. Das Bild bleibt zudem von der Mitte bis zum Rand immer schön scharf.

Um zu fokussieren, nutzt man das Fokusrad, das zwischen den beiden Doppelstegen sitzt. Die Position erlaubt ein einfaches sowie schnelles Fokussieren mit dem Mittel- oder Zeigefinger, was mit einem angenehmen Widerstand funktioniert. Sollten Sie sich um den Halt Sorgen machen, können wir Sie beruhigen. Wie beim Conquest HD 10×42 hat Zeiss beim SFL 10×40 auf eine spezielle Oberfläche gesetzt, die das Rutschen bei Nässe weitestgehend verhindert. Jedoch hat das Modell einen vergleichsweise hohen Preis.

Zeiss Conquest HD 10×42

Das Zeiss Conquest HD 10×42 hätte das Zeug zum Testsieger haben können, aber dem standen Gewicht, Größe und der höhere Preis entgegen, sodass es schlussendlich nicht gereicht hat. Auch bei der Tasche muss man Abstriche machen, die weniger stabil ausfällt und nur per Klicksystem geschlossen wird. Allerdings hat Zeiss aufgepasst und der Verschlusslasche Seitenteile spendiert, um mögliches Eindringen von Schmutz und Wasser zu reduzieren.

Dem Fernglas merkt man beim Halten seine Herkunft an. Zeiss legt hohen Wert auf Qualität, und die spürt man überall. So schließen die Abdeckung von Objektiv und Augenmuscheln fest und lösen sich nicht schon beim Auspacken aus der Tasche. Der Objektivschutz ist zudem mittels Schnellwechselsystem am Fernglas befestigt.

Das Conquest HD 10×42 fasst sich zudem sehr angenehm an und bringt niemanden mit feuchten Händen in Verlegenheit. Auch dann bleibt es fest in der Hand liegen. Möchte man die Augenmuscheln verstellen, sollte man beachten, dass das ungewöhnlich schwer geht, wodurch jedoch ein unbeabsichtigtes Verstellen erschwert wird. Das Fokusrad bietet unterdessen genau den richtigen Widerstand.

Den Zusatz »HD« erhält das Fernglas durch das High-Definition-Glas, das eine hohe Lichtdurchlässigkeit von 90 Prozent bietet und damit eine sehr hohe Detailtreue aufweist, die auch bis zum Rand nicht nachlässt. Gleiches gilt dabei für die Schärfe.

Leica Geovid R 8×56

Das Leica Geovid R 8×56 stellt eine absolute Ausnahme im Testfeld dar. Das liegt nicht nur am Preis von mehr als 2.200 Euro, wodurch es in die absolute Luxusklasse aufsteigt, sondern auch am integrierten Entfernungsmesser. Aber schön der Reihe nach.

Fangen wir beim Lieferumfang an. Hier bringt Leica nichts Außergewöhnliches mit: Trageriemen, Putztuch und Tasche. Letztere ist zwar solide und bietet ausreichend Schutz beim Transport, aber Leica hätte noch Fächer spendieren können, um unter anderem ein Smartphone oder Ausweisdokumente zu verstauen.

Beim ersten Anheben wird Leicas Fertigkeit deutlich: Das Geovid R 8×56 ist nicht das größte und schwerste Fernglas im Test, obwohl es über einen Laserentfernungsmesser verfügt, der zusätzliche Batterien, eine Projektionseinheit und Hardware-Tasten benötigt. Auch sonst spürt man die Qualität sofort. Das Glas ist sehr ergonomisch gestaltet und liegt daher ausgezeichnet in der Hand. Eine Daumenmulde an der Unterseite trägt zum weiteren Komfort bei.

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Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Leica Geovid R 8x56
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Leica Geovid R 8x56
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Leica Geovid R 8x56

Die Anpassung des Augenabstands erfolgt über den Mittelsteg, der sich angenehm leicht knicken lässt. Ebenso am Mittelsteg ist der Mitteltrieb zur Fokussierung angebracht. Der ist allerdings schlecht erreichbar, um die Tasten für den Entfernungsmesser besser verwenden zu können. Anders als bei anderen Jagdferngläsern ist der Dioptrienausgleich etwas schwergängig, aber das ist gewollt, um ein versehentliches Verstellen zu verhindern.

Das Herzstück des Leica Geovid R 8×56 ist die optische Leistung: Sie ist hervorragend für ein Jagdfernglas mit einem Entfernungsmesser. Je nach Darstellungsmethode können aufgrund von Entfernungsmessern Licht und Klarheit verloren gehen. Beim Geovid wird eine hervorragende Farbtreue abgeliefert, während das Bild bis zum Rand äußerst scharf bleibt. Farbfehler sind kaum zu entdecken. Die große Austrittspupille lässt unterdessen viel Licht herein, sodass eine Verwendung auch am Abend möglich ist.

Beim Leica Geovid müssen wir auch über den Entfernungsmesser sprechen. Er setzt auf eine Lasermessung und verwendet dazu eine gewöhnliche CR2-Batterie, die bis zu 2.000 Messungen durchhalten soll. Klingt nach viel? Es kann viel sein, wenn man nur eine Einzelmessung durchführt. Das Gedrückthalten der Taste kann jedoch auch eine Dauermessung auslösen, die alle 0,5 Sekunden die Entfernung misst. Damit sind in nur einer Minute 120 Messungen möglich. Laut Leica soll das Geovid R unter optimalen Bedingungen Entfernungen bis zu 1.800 Metern erlauben, wobei Abweichungen der Genauigkeit von ein bis zwei Metern möglich sind.

Als kleinen Bonus für Jäger verfügt das Jagdfernglas auch über eine Ballistikfunktion, die laut Hersteller eine „ebenengleiche Entfernung bei Winkelschüssen für Distanzen von bis zu 1.100 Metern ausgibt“.

So haben wir getestet

Wir testen alle Jagdferngläser nach vorher festgelegten Kriterien unter vergleichbaren Bedingungen. Zunächst prüfen wir den Lieferumfang und achten darauf, ob Schutzabdeckungen, Trageriemen oder Taschen beiliegen und wie hochwertig die Verarbeitung wirkt. Anschließend wiegen wir jedes Modell und testen die Haptik mit trockenen und feuchten Händen – dafür stehen stets ein kleiner Wasserbehälter und ein Handtuch bereit. Beim Handling liegt der Fokus auf der Erreichbarkeit des Fokusrings und darauf, wie präzise und leichtgängig er sich bedienen lässt.

Im nächsten Schritt folgt der Praxistest: Die Ferngläser kommen an Jagdständen im Feld und Wald zum Einsatz – meist von kurz vor Sonnenuntergang bis in die Dämmerung hinein. Zusätzlich blicken wir zur Beurteilung der optischen Leistung in den Garten auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Der Blick umfasst Stabmatten- und Maschendrahtzaun, Hecken, Wiese, Rosen und Bruchsteinmauern in 25 bis 70 Metern Entfernung – ideale Bedingungen, um Schärfe, Kontrast und Farbwiedergabe realitätsnah zu vergleichen.

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Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Uebersicht Updatefeb26
Im Februar 2026 haben wir fünf weitere Jagdferngläser getestet.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Uebersicht Updaten24
Im November 2024 haben wir acht weitere Jadgferngläser getestet.
Jagdfernglas Test: Jagdfernglaeser Uebersicht
Die Jagdferngläser der ersten Testrunde 05/2024.

Besonderes Augenmerk gilt der Schärfeleistung in der Bildmitte sowie am Rand. Dort zeigt sich, ob feine Strukturen wie Blätter oder Zaungitter klar bleiben oder durch sphärische Aberration leicht verschwimmen. Auch Farbsäume prüfen wir gezielt, etwa an Ästen oder Hecken vor hellen Hintergründen – hier werden violette oder grünliche Linien sichtbar, wenn das Glas nicht optimal korrigiert ist.

Sonderfunktionen wie Entfernungsmesser oder Tiererkennung testen wir zusätzlich unter verschiedenen Licht- und Witterungsbedingungen.

Die wichtigsten Fragen

Welches ist das beste Jagdfernglas?

Das beste Jagdfernglas ist für uns das Zeiss Terra ED 10×42. Es ist besonders kompakt und sowohl auf dem Feld als auch im Wald eine einwandfreie Wahl, ohne zu teuer zu sein. Andere Modelle konnten uns im Test allerdings auch überzeugen.

Wie stark ist die Vergrößerung bei einem Jagdfernglas und was bedeutet es für das Sichtfeld?

Die Vergrößerung lässt sich bereits an den Produktbezeichnungen ablesen, die oft etwas wie „8 x 42“ beinhalten. Die Acht steht dabei für eine achtfache Vergrößerung. Je höher die Vergrößerung, umso stärker wird auch das Sichtfeld eingeschränkt, sodass man zwar mehr Details erkennen kann, aber gleichzeitig auch weniger von der Umgebung sieht. 

Wie teuer ist ein hochwertiges Jagdfernglas mit Entfernungsmesser? 

Man kann generell davon ausgehen, dass hochwertige Ferngläser mit integriertem Entfernungsmesser etwa bei 1.500 Euro beginnen. Daneben sollte man sich darüber bewusst sein, dass ein zusätzlicher Wartungsfaktor ins Spiel kommt. Schließlich möchte man nicht mit einer leeren Batterie auf Ansitz sein.

Haben Brillenträger Schwierigkeiten, Jagdferngläser zu verwenden?

Nein. Nahezu alle Modelle verfügen über einen anpassbaren Dioptrienausgleich, der sich meist im Bereich von minus vier bis plus vier einstellen lässt. Damit kann man auch ohne Brille gut mit dem Fernglas sehen. Sollten Sie höhere Werte benötigen, können Sie unter Umständen auch die Brille aufgesetzt lassen, wenn die Augenmuscheln in der Tiefe anpassbar sind. Drehen Sie sie dafür vollständig rein und lassen Sie den Dioptrienausgleich auf null stehen.

Wie wichtig sind die Beschichtungen bei einem Fernglas?

Sehr! Eine Beschichtung kann nicht nur einen Lotuseffekt bieten, der beispielsweise im Regen nützlich ist, sondern sie sorgt auch für eine natürliche Farbwiedergabe und – noch wichtiger – für Licht. Unbehandeltes Glas wirkt sich aufgrund von Reflexionen negativ auf den Lichteinfall aus und erhöht sich schnell, da ein Objektiv aus mehreren Linsen besteht. Sind alle Linsen entsprechend beschichtet, wird der Lichtverlust durch Reflexionen auf ein Minimum reduziert.

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