Die Jagd gehört zu den ältesten Tätigkeiten der Menschheit. Schon in der Frühzeit des Menschen waren Jagdtechniken entscheidend für das Überleben, sei es durch den Einsatz einfacher Waffen, wie Speeren oder Pfeil und Bogen, oder durch das Erkennen von Tieren sowie dem Spurenlesen. Über Jahrtausende hinweg entwickelte sich die Jagd weiter – von einfachen, handgefertigten Werkzeugen bis hin zu hochentwickelten Feuerwaffen. Doch auch mit der Einführung moderner Jagdtechniken blieb der Grundgedanke der Jagd immer gleich: das Erkennen und Erlegen von Wild.
Heute befindet sich die Jagd in einem weiteren bedeutenden Wandel, der durch die rasante Entwicklung von Technologie geprägt ist. In der Vergangenheit mussten Jäger sich auf ihre Sinne verlassen und auf ihre Erfahrung zurückgreifen, um Tiere in der Wildnis zu finden. Mit der Einführung von Nachtsicht-Technik und Wärmebildkameras hat sich jedoch eine neue Ära für die Jagd aufgetan. Diese Geräte ermöglichen es Jägern, auch bei schlechtesten Sichtverhältnissen, wie in der Dunkelheit oder bei dichtem Nebel, Wild zu erkennen.
Wärmebildkameras bieten nicht nur Vorteile bei der Jagd, sie erhöhen auch die Sicherheit: Das frühzeitige Erkennen von Tieren und das genaue Unterscheiden zwischen Mensch und Tier tragen dazu bei, das Risiko von Unfällen und Verwechslungen zu minimieren. Vor allem beim nächtlichen Ansitz auf Schwarzwild kann sich die neue Technik als hilfreiches Accessoire erweisen, um den Jagderfolg zu erhöhen und gleichzeitig Fehlabschüsse zu vermeiden.
Kurzübersicht
Pulsar Oryx LRF XG35

- Integrierter Entfernungsmesser
- Gut erreichbares Fokusrad
- Stabile Objektivabdeckung
- Live-Streaming auf Smartphone
- USB-C am Gehäuse
- Hohes Gewicht
Das Pulsar Oryx LRF XG35 überzeugt als neues Topmodell mit guter Ergonomie, geringem Gewicht und einem integrierten Entfernungsmesser. Der vergleichsweise hochauflösende 640×480-Sensor in Kombination mit einem sehr empfindlichen System unter 20 mK sorgt für eine exzellente Detailerkennung. Besonders gelungen sind die Bedienung, das gut erreichbare Fokusrad sowie die vollständige Beidhändigkeit. Ein würdiger Testsieger, der mit seiner Alltagstauglichkeit überzeugt.
Pulsar Telos LRF XQ35

- Integrierter Entfernungsmesser
- Eigenes Zoomrad
- Stabile Objektivabdeckung
- Live-Streaming auf Smartphone
- USB-C am Gehäuse und Akku
- Hohes Gewicht
- Kein Stativ-Anschluss
Das Pulsar Telos LRF XQ35 bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und beeindruckt durch seine Flexibilität und vielseitige Ausstattung, darunter ein echter Entfernungsmesser, eine hervorragende Bildqualität und eine benutzerfreundliche Bedienung. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, die Batterie flexibel zu laden und auszutauschen, was zusätzliche Flexibilität bietet. Die Stream-Vision-2-App ermöglicht eine einfache Integration von Live-Stream und Aufnahmefunktionen, was das Modell noch attraktiver macht. Trotz kleinerer Schwächen, wie dem hohen Gewicht durch den Entfernungsmesser und der fehlenden Sicherheitsschlaufe für Linkshänder, bietet es insgesamt eine sehr gute Leistung für anspruchsvolle Jäger.
Swarovski Optik TX Encounter

- Als Vorsatzgerät verwendbar
- Akku herausnehmbar
- Sehr gute Sensorauflösung
- Foto-/Video-Funktion
- Sehr teuer
- Keine Lademöglichkeit am Gerät
- Hohes Gewicht
- Kein Stativ-Anschluss
Das Swarovski Optik TX Encounter beeindruckt durch seine hohe Bildqualität, den großen Thermalsensor und die einfache Bedienbarkeit. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, das Gerät als Vorsatzgerät für Zielfernrohre zu nutzen, was die Flexibilität und Vielseitigkeit erhöht. Trotz des hohen Preispunkts und einiger Abstriche bei der Fokussierung bietet das Gerät exzellente Leistung, was es zu einer empfehlenswerten Wahl für anspruchsvolle Jäger macht. Wer auf der Suche nach einer hochwertigen Wärmebildkamera mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten ist, wird mit dem Swarovski Optik TX Encounter voll und ganz zufrieden sein.
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- Integrierter Entfernungsmesser
- Gut erreichbares Fokusrad
- Stabile Objektivabdeckung
- Live-Streaming auf Smartphone
- USB-C am Gehäuse
- Hohes Gewicht

- Integrierter Entfernungsmesser
- Eigenes Zoomrad
- Stabile Objektivabdeckung
- Live-Streaming auf Smartphone
- USB-C am Gehäuse und Akku
- Hohes Gewicht
- Kein Stativ-Anschluss

- Als Vorsatzgerät verwendbar
- Akku herausnehmbar
- Sehr gute Sensorauflösung
- Foto-/Video-Funktion
- Sehr teuer
- Keine Lademöglichkeit am Gerät
- Hohes Gewicht
- Kein Stativ-Anschluss

- Gut erreichbares Fokusrad
- Live-Streaming auf Smartphone
- Geringes Gewicht
- Geringer Preis
- Geringe Sensorauflösung
- Schlechter NETD-Wert
- Kurze Reichweite

- Als Vorsatzgerät verwendbar
- Akku herausnehmbar
- Sehr gute Sensorauflösung
- Keine Lademöglichkeit am Gerät
- Nur zwei Farbmodi
- Sehr teuer
- Kein Dioptrienausgleich
- Keine App-Anbindung

- Sehr gute Auflösung
- Einfache Bedienung
- Live-Streaming auf Smartphone
- USB-C am Gehäuse
- Abdeckung schwergängig
- Griffigkeit

- Ultrakompakt
- Günstig
- Geringe Sensorauflösung
- Niedrige Bildrate sorgt für Bewegungsunschärfe
8 Farbmodi
Zoom-Ring
Akku entnehmbar
8 Farbmodi
Zoom-Ring
Akku entnehmbar
2 Farbmodi
Automatische Abschaltung
Akku entnehmbar
Hosentaschenformat
Stativanschluss
2 Farbmodi
Automatische Abschaltung
Akku entnehmbar
Hosentaschenformat
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Überblick im Dunkeln: Wärmebildkameras für die Jagd im Test
Die Jagd ist ein faszinierendes Handwerk, das tief in der Geschichte der Menschheit verwurzelt ist. Nicht umsonst werden frühzeitliche Menschen als Jäger und Sammler bezeichnet. In der Vergangenheit waren Jäger auf ihre Sinne und jahrelange Erfahrung angewiesen, um das Wild zu finden und sicher zu erlegen. Beides ist auch heute noch von Vorteil, jedoch hat die Technologie die Jagd maßgeblich verändert und auch zugänglicher gestaltet. Insbesondere die Einführung von Wärmebildkameras bietet Jägern eine völlig neue Sicht, indem sie es ermöglicht, Wärmequellen selbst in völliger Dunkelheit oder bei schlechtesten Sichtverhältnissen zu erkennen.
Technische Grundlagen: Wie funktionieren Wärmebildkameras?
Die Leistung einer Wärmebildkamera für die Jagd hängt maßgeblich von der Qualität des Sensors ab. Im Wesentlichen erfassen diese Sensoren, die Microbolometer, mittlere bis langwellige Infrarotstrahlung, die von jedem Objekt ausgeht, und wandeln sie in ein Bild um, das die Wärmeverteilung darstellt. Dazu möchten wir zunächst eine wichtige Frage klären: Was ist der NETD-Wert?
Dabei handelt es sich um die Temperaturempfindlichkeit einer Wärmebildkamera. Das Akronym steht für Noise Equivalent Temperature Difference. Anhand des NETD-Werts lässt sich erkennen, wie gut kleinste Temperaturunterschiede wahrgenommen werden können. Umso kleiner der Wert, umso präziser können Wärmesignaturen erkannt werden. Laut Zeiss sind Werte kleiner als 50 Millikelvin (mK) gut. Allerdings ist der NETD-Wert nur ein Puzzleteil in der Wärmebildtechnik. Je besser der thermische Sensor, desto präziser und detaillierter ist das Bild. Ein hochwertiger Infrarotsensor sorgt dafür, dass auch bei schlechtesten Lichtverhältnissen eine klare und scharfe Darstellung der Umgebung erfolgt.
Präzision ist das A und O
Die Bildauflösung einer Wärmebildkamera ist einer der wichtigsten Faktoren für die Bildschärfe. Sie wird durch die Anzahl der Pixel bestimmt, die der Sensor erfassen kann. Typische Auflösungen für Wärmebildkameras für die Jagd variieren zwischen 320×240 und 1024×768 Pixeln. Eine höhere Auflösung bedeutet eine detailreichere Darstellung, was besonders bei der Identifizierung von Tieren auf größere Distanzen von Vorteil ist. Für Jäger, die bei der Wildbeobachtung oder auf längeren Distanzen auf präzise Erkennung angewiesen sind, empfiehlt sich ein Gerät mit einer höheren Auflösung.
Sollten Sie sich fragen, weshalb die Auflösung im Vergleich zu Fotokameras oder dem Smartphone vergleichsweise gering ist, dann liegt dies an einer einfachen Sache: Die Infrarotstrahlen hat ein viel größere Wellenlänge als sichtbares Licht und entsprechend größer muss auch der Sensor sein. Bei gleicher Größe fällt daher die Auflösung viel geringer aus. Um nun eine handliche Wärmebildkamera für die Jagd zu entwickeln, wird sich daher eher für kleinere Sensoren entschieden. Mit fortschreitender Technologie und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (Hochskalierung) dürfte sich die Bildauflösung in den kommenden Jahren stark verbessern.
Doch nicht nur die Bildauflösung ist von Bedeutung. Auch der Pixelabstand (Pixel Pitch) spielt eine Rolle. Mehr Pixel bedeuten ein schärferes Bild. Ist der Abstand groß, leidet die Bildqualität. Der Abstand beeinflusst zudem das Sehfeld. Werden andere optische Komponenten beibehalten, dann kann sich dadurch das Sehfeld vergrößern (kleinerer Pixelabstand) oder verringern (größerer Pixelabstand). Der Pixel Pitch wird in Mikrometer gemessen und gibt den Abstand zwischen den Mittelpunkten von zwei Pixeln eines Mikrobolometers an.
Warum sollte man Wärmebildkameras bei der Jagd einsetzen?
Nachdem wir uns nun mit den technischen Details vertraut gemacht haben, stellt sich die Frage, welchen konkreten Nutzen Wärmebildkameras für Jäger bieten. Einer der zentralen Vorteile liegt in der erhöhten Sicherheit, die diese Geräte im Revier schaffen. Gerade in Situationen mit eingeschränkter Sicht – etwa bei Dämmerung, dichtem Bewuchs oder sogar vollständiger Dunkelheit – ermöglicht eine Wärmebildkamera eine klare Erkennung von Wild und anderen Lebewesen. Dadurch lassen sich Fehlabschüsse deutlich reduzieren. Immer wieder ist in Jagdnachrichten von Verwechslungen zu lesen, bei denen in der Dunkelheit andere Tiere fälschlicherweise für Schwarzwild gehalten wurden. Mit einer Wärmebildkamera lassen sich Merkmale besser identifizieren und das Risiko solcher Zwischenfälle minimieren.
Wärmebildkameras bieten Sicherheit
Zudem bietet die Technologie einen wichtigen Sicherheitsaspekt im Umgang mit Menschen im Revier. Spaziergänger, Jogger oder Hundebesitzer können selbst in späten Abendstunden unerwartet auftauchen. Durch den Einsatz einer Wärmebildkamera lässt sich ihre Anwesenheit frühzeitig erkennen, sodass der Schussbereich besser gesichert und ungewollte Unfälle vermieden werden können.
Darüber hinaus erleichtern Wärmebildkameras die Wildbeobachtung und -beurteilung. So kann etwa überprüft werden, ob eine Bache Frischlinge in der Nähe hat, die sich versteckt im hohen Gras oder im Feldrand aufhalten. Auf diese Weise lassen sich Fehlentscheidungen vermeiden, die den Wildbestand beeinträchtigen oder unnötiges Tierleid verursachen könnten. Kurz gesagt: Mit einer Wärmebildkamera sind Jäger nicht nur sicherer unterwegs, sie treffen auch fundiertere Entscheidungen und tragen langfristig zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit dem Wild bei.
Mit einer Wärmebildkamera kann die Nachsuche erheblich vereinfacht werden. Denn nicht immer liegt das Wild direkt nach dem Schuss, sondern oft springt es noch ab und zieht noch einige Meter weiter. Schnell verliert man den Standort aus den Augen – besonders im Feld oder im hohen Gras. In solchen Fällen kann eine Wärmebildkamera die aufwendige Nachsuche mit einem Hund in einigen Situationen sogar überflüssig machen, indem sie die Wärmesignatur des Wildes erkennt und den Jäger zuverlässig zum Ziel führt. So kann der Jäger schneller und präziser handeln, was insbesondere bei schwer zugänglichem Gelände von großem Vorteil ist.
Wichtige Zusatzfunktionen für Jäger und Beobachter
Im seltenen Fall erfüllen Wärmebildkameras für die Jagd nur ihre Hauptaufgabe. Oftmals handelt es sich um multifunktionale Geräte, die weit mehr können, als nur Wärmesignaturen auf dem integrierten Display darzustellen. Immerhin steckt auch der Begriff „Kamera“ darin. Entsprechend lassen sich viele Wärmebildkameras dazu verwenden, Entdeckungen in Bild und Video aufzuzeichnen. Anders als etwa beim Handy wird in der Regel kein Ton aufgenommen, was die Geräte zu Helfern bei der Dokumentation von Jagderlebnissen macht. Zudem werden Bilder und Videos im selben Farbschema aufgenommen, das durch das Okular sichtbar ist.
Ein weiteres nützliches Feature vieler moderner Wärmebildkameras, die mit der Bild- und Videoaufnahme einhergeht, ist die Live-Streaming-Funktion, die es ermöglicht, die Entdeckung direkt auf ein Smartphone oder Tablet zu übertragen. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn man die Entdeckungen in Echtzeit mit anderen Jägern oder Beobachtern teilen möchte, ohne das Gerät herumzureichen.
Entfernungsmesser: Die Art entscheidet
Einige Modelle sind außerdem mit Entfernungsmessern ausgestattet, die es dem Jäger ermöglichen, die genaue Entfernung zum Ziel zu bestimmen. Diese Funktion ist besonders hilfreich, Entfernungen besser einzuschätzen, da sie sicherstellt, dass der Schuss in der richtigen Reichweite erfolgt und so eine hohe Trefferquote gewährleistet ist. Der integrierte Entfernungsmesser spart dem Jäger zusätzliches Gewicht und Platz. Allerdings gibt es dabei zu beachten, dass es einmal die echten digitalen Entfernungsmesser gibt, die Entfernungen metergenau im Display anzeigen, indem sie mit einem zusätzlichen Modul (Laser-)Messungen durchführen. Daneben gibt es Modelle, die ungenauer sind, da sie auf eine stadiametrische Entfernungsmessung setzen. Bei diesen werden am Displayrand Tiere eingeblendet, die als Maßstab genutzt werden können. Da es sich dabei nur um durchschnittliche Größen handelt, sodass bestenfalls eine grobe Schätzung möglich ist.
Ein echtes Highlight einiger Wärmebildkameras ist die Möglichkeit, sie als Vorsatzgerät für Jagdoptiken zu verwenden. Damit bieten sie einen deutlichen Mehrwert gegenüber anderen Modellen, da man sich dadurch die Anschaffung eines zweiten Geräts sparen kann. Diese Geräte können einfach vor ein vorhandenes Zielfernrohr montiert werden, wodurch es in ein leistungsstarkes Wärmebildzielfernrohr verwandelt wird. Diese Funktion ermöglicht es dem Jäger, selbst bei völliger Dunkelheit oder in schwierigen Wetterbedingungen präzise zu zielen. Der Vorteil dieser Verwendung liegt nicht nur in der besseren Sichtbarkeit von Wild, sondern auch in der Flexibilität, da das Wärmebildgerät schnell abgenommen und als eigenständige Wärmebildkamera genutzt werden kann.
Unser Favorit
Pulsar Oryx LRF XG35

- Integrierter Entfernungsmesser
- Gut erreichbares Fokusrad
- Stabile Objektivabdeckung
- Live-Streaming auf Smartphone
- USB-C am Gehäuse
- Hohes Gewicht
Das Pulsar Oryx LRF XG35 ist unser neuer Favorit und konnte den bisherigen Textsieger ablösen. Daran, dass dieser bereits Pulsar hieß, merkt man, dass der Hersteller kontinuierlich das Feedback annimmt und seine Produkte nicht nur in Details, sondern auch in grundlegenden Funktionen verbessert. Im Lieferumfang sind ein zweiter Akku, Netzteil, USB-Kabel, eine Handschlaufe, ein Reinigungstuch, ein Clip sowie eine praktische Tragetasche enthalten. Letztere fällt äußerst kompakt, aber ausreichend stabil aus und lässt sich beidseitig an einem Gürtel befestigen. Das schafft erhöhte Flexibilität im Revier.
Vorab: Eine Ladestation ist optional verfügbar, sodass der Ladevorgang standardmäßig in der Wärmebildkamera erfolgt, was beim Laden von mehreren Akkus störend sein kann. Daneben ist die Oryx mit einem integrierten Akku ausgestattet, während ein zweiter wechselbarer jederzeit entnommen werden kann, ohne den Betrieb zu stören.
Verbesserte Handhabung
Im Vergleich zum Telos hat Pulsar bei der Handhabung in der Oryx-Reihe viel verbessert. So wirkt der integrierte Entfernungsmesser nicht mehr wie ein angesetzter Fremdkörper, sondern fügt sich nahtlos ein. Das erhöht den Komfort beim Halten, wobei da auch direkt auffällt, dass das Oryx LRF XG35 mit rund 500 Gramm vergleichsweise leicht ist. An der Unterseite ist zudem eine Stativaufnahme vorhanden, sodass man die Wärmebildkamera etwa außen am Stand befestigen kann und innen per Smartphone das Livebild abrufen kann.
Um die Oryx LRF XG35 auch im Dunkeln gut bedienen zu können, hat Pulsar die Tastenpositionen und deren Haptik angepasst und so gestaltet, dass man sie gut fühlen kann – auch mit leichten Handschuhen. Dabei fällt außerdem ein großes Detail auf: Das Fokusrad ist nicht vorne, sondern befindet sich hinten vor der Dioptrieneinstellung. Es ist dadurch gut mit dem Zeigefinger erreichbar und lässt eine schnelle Fokussierung ohne zweite Hand zu. Übrigens ist das Oryx beidhändig verwendbar. Man kann die mitgelieferte Handschlaufe sowohl rechts als auch links am Gerät anbringen und die Erreichbarkeit der Tasten ist für beide Seiten identisch.
Die Technik überzeugt
Der Entfernungsmesser ist eine Besonderheit des Modells, wobei er eine Messgenauigkeit von einem Meter aufweist und Entfernungen bis 1,5 Kilometer messen kann. Eine kontinuierliche Messung ist dabei ebenfalls möglich. Der Infrarotsensor hingegen hat sogar eine Erfassungsreichweite von 1,8 Kilometer bei einer Sensorgröße von 640 x 480 Pixeln. Ausgegeben wird das Bild auf dem integrierten AMOLED-Display mit 1.024 x 768 Pixeln, was auch der Auflösung von Fotos und Videos entspricht. Die Temperaturempfindlichkeit des Systems liegt bei unter 20 Millikelvin, was ein sehr guter Wert ist und sich im Alltag dadurch bemerkbar macht, dass schon kleine Temperaturunterschiede erkennbar sind.
Stimmiges Design & Konzept
In der Summe überzeugt das Pulsar Oryx LRF XG35 weniger durch einzelne Highlights als durch die stimmige Gesamtumsetzung. Ergonomie, Bildqualität und Entfernungsmesser greifen sinnvoll ineinander und machen das Gerät im jagdlichen Alltag sehr gut kontrollierbar. Pulsar zeigt hier, dass echte Weiterentwicklung nicht zwingend neue Funktionen braucht, sondern vor allem eine bessere Umsetzung der bestehenden.
Pulsar Oryx LRF XG35 im Testspiegel
Bisher sind uns keine aussagekräftigen Testberichte zur Pulsar Oryx LRF XG35 bekannt. Sollten wir neue finden, so tragen wir diese hier nach.
Weitere Empfehlungen
Pulsar Telos LRF XQ35

- Integrierter Entfernungsmesser
- Eigenes Zoomrad
- Stabile Objektivabdeckung
- Live-Streaming auf Smartphone
- USB-C am Gehäuse und Akku
- Hohes Gewicht
- Kein Stativ-Anschluss
Das Pulsar Telos LRF XQ35 ist unser ehemaliger Testsieger und immer noch eine hervorragende Alternative. Mit einem Preis von knapp unter 2.000 Euro ist es nicht das günstigste Modell im Test, aber dafür das vielseitigste. Bereits der Lieferumfang ist sehr vorbildlich. Immerhin legt Pulsar eine Handschlaufe, ein USB-C-Ladekabel, ein Netzteil, eine zusätzliche Akkufach-Abdeckung, eine Akkuhülle sowie eine gepolsterte Tragetasche samt Trageriemen bei, die sich auf viele verschiedene Arten an der Jagdausrüstung befestigen lässt.
Pulsar überrascht mit einigen cleveren Features. Wie das erwähnte Akkufach vermuten lässt, kann man der Akku einfach austauschen und sogar die Abdeckung wechseln. Im Gegensatz zum Akku des Swarovski Optik tM35+ wird keine zusätzliche Ladestation benötigt, sondern die Batterie verfügt über einen eigenen USB-C-Anschluss. Am Gehäuse des Telos LRF XQ35 ist ein weiterer USB-C-Port vorhanden, sodass man die Batterie im Gehäuse oder einzeln laden kann, was maximale Flexibilität erlaubt.
Die gummierte Oberfläche ist sehr griffig und dank der IPX7-Zertifizierung auch bei stärkstem Regen widerstandsfähig. Das Objektiv wird durch eine integrierte Kunststoff-Schutzkappe geschützt, die sich seitlich aufklappen lässt und mit einem Klick auf dem Objektiv einrastet. Für das Okular gibt es einen Schutz, aber ein drehbarer Seitenschutz ist integriert, der vor seitlichem Licht schützt. Bei der Bedienbarkeit ist das Pulsar Telos LRF XQ35 sehr gut durchdacht. Am Okular befindet sich ein Dioptrienausgleich, während das Highlight vorne am Objektiv zu finden ist.
Hinter dem Fokusrad befindet sich nämlich noch ein Zoom-Ring für die digitale Vergrößerung. Eine Erhöhung sorgt dafür, dass man den Unterschied auch im Dunkeln erfühlen kann. Die Funktion ist nicht nur praktisch, sondern auch lautlos und schneller, da man keine zusätzlichen Tasten betätigen muss. Unterdessen sind die vier Tasten auf der Geräteoberseite hintereinander angeordnet, sodass man sie sowohl als Rechts- als auch als Linkshänder optimal erreichen kann.
Seitens der Bildqualität macht das Pulsar Telos LRF XQ35 eine gute Figur. Auch wenn der Sensor nur mit 384 x 288 Pixeln auflöst, erreicht der Detektor einen NETD-Wert von unter 25 Millikelvin (mK) und ist damit besonders wärmeempfindlich, um kleinste Schwankungen wahrzunehmen und anzuzeigen. Die Displayauflösung ist unterdessen mit einer Bildrate von 50 Hertz und 1.024 x 768 Pixeln sehr ordentlich und lässt Details gut erkennen.
Bei den Zusatzfunktionen kann das Pulsar Telos LRF XQ35 punkten. So lässt es sich nicht nur mit der Stream-Vision-2-App des Herstellers verbinden, um dort Livebilder oder die Foto- und Videoaufnahmen einzusehen, sondern es verfügt als einziges Modell im Testfeld über einen echten Entfernungsmesser, der metergenau Entfernungen samt Winkel anzeigt. Damit kann man den Jagderfolg verbessern und erhält wertvolle Zusatzinformationen, die man bei anderen Modellen nur schätzen kann. Übrigens kann bei Video auch ein Mikrofon eingeschaltet werden.
Swarovski Optik TX Encounter

- Als Vorsatzgerät verwendbar
- Akku herausnehmbar
- Sehr gute Sensorauflösung
- Foto-/Video-Funktion
- Sehr teuer
- Keine Lademöglichkeit am Gerät
- Hohes Gewicht
- Kein Stativ-Anschluss
Mit dem Swarovski Optik TX Encounter führt der österreichische Hersteller die Wärmebild-Reihe konsequent fort und reicht Verbesserungen in nahezu allen Bereichen nach. Leider auch beim Preis, der auf über 4.000 Euro gestiegen ist. Dennoch konnte das TX Encounter unsere bisherige Luxus-Empfehlung ablösen. Im Lieferumfang sind ein zweiter Akku, eine Handschlaufe, eine Ladestation, ein Reinigungstuch, ein USB-Kabel sowie eine sehr gut gepolsterte Tragetasche enthalten. Optional lässt sich die Wärmebildkamera noch mit diversem Zubehör erweitern.
So besteht die Möglichkeit, das Handgerät auch als Vorsatzgerät an einem Swarovski Optik Zielfernrohr zu verwenden. Da kann man einen Adapter erwerben, der das einfache Aufschieben auf das Zielfernrohr erlaubt. Laut Hersteller soll der große Vorteil sein, dass kein Einschießen notwendig ist – obwohl wir zumindest einen Probeschuss immer empfehlen würden. Im Test funktionierte das tatsächlich und war sogar einfacher als noch beim ebenfalls getesteten tM35+ zu verwenden, bei dem man noch die Augenmuschel abschrauben musste. Dadurch ist der Wechsel zwischen Vorsatz- und Handgerät mit dem TX Encounter deutlich schneller möglich.
Haptisch hat Swarovski Optik vor allem Details verbessert, sodass das Wärmebildgerät noch griffiger ist und auch bei Feuchtigkeit noch gut in der Hand liegt. Der Kameraschutz lässt sich leicht mit einer Hand bedienen. Sowohl beim Öffnen als auch Schließen ist er sehr leise, was im Jagdalltag von Vorteil ist. An die erweiterte Bedienung muss man sich jedoch zunächst gewöhnen, da nun mehr Tasten – etwa für Fotos und Videos – hinzugekommen sind. Zudem erlaubt das Menü deutlich mehr Einstellungen als noch bei vorherigen Modellen des Herstellers.
So lässt es sich endlich auch mit einer App verbinden, sodass man Aufnahmen übertragen und Livebilder anzeigen kann. Ein echtes Highlight ist die Rückstoßaufzeichnung, die ein Video rund um den Schuss aufnimmt, da die Wärmebildkamera den Rückstoß erkennt. Dadurch kann man Schüsse nachträglich besser auswerten und eventuelle Fehler erkennen.
Auch wenn das Swarovski Optik TX Encounter mit 645 Gramm kein Leichtgewicht ist, kann es aufgrund seiner dualen Funktion als Hand- und Vorsatzgerät punkten. Mit einer IP68-Zertifizierung sind Staub und Wasser kein Problem. Die Sensorauflösung von 640 x 480 Pixeln trägt zu einer sauberen Auflösung auf dem internen AMOLED-Display (2.560 x 2.048 Pixel) bei. Aussagen zur Sensorempfindlichkeit macht der Hersteller leider nicht, aber nach der Verwendung im Alltag gehen wir von einem Wert von unter 30 Millikelvin aus. Aufgrund der zwei Farbmodi (Schwarzweiß und Weißschwarz) lässt sich das nur schwer beurteilen.
Allerdings sorgt die hohe Auflösung dafür, dass Details gut erkennbar sind – auch auf Entfernungen von 70 Metern und mehr. Das hilft besonders, um Wild frühzeitig richtig ansprechen zu können und Fehleinschätzungen zu vermeiden. Übrigens hat sich Swarovski Optik noch etwas einfallen lassen, um die Bedienung auch im Vorsatzmodus zu gewährleisten. Optional kann man eine Fernbedienung kaufen, die sich einfach am Schaft anbringen lässt.
Unterm Strich ist das Swarovski Optik TX Encounter ein High-End-Wärmebildgerät, das vor allem anspruchsvolle Jäger anspricht, die maximale Flexibilität und modernste Technik suchen.
Außerdem getestet
Pixfra Sirius S650
Selten waren wir so beeindruckt, wie von dem Pixfra Sirius S650. Das liegt an mehreren Faktoren. Dabei lässt es weder der Lieferumfang noch das Äußere vermuten. Der mehr als 2.000 Euro teure Wärmebildkamera legt der Hersteller einen zweiten Akku, eine Ladestation, USB-C-Kabel, eine Handschlaufe, ein Umhängeband sowie eine Tasche bei, die sich sowohl am Gürtel befestigen als auch umhängen lässt. Optisch wirkt das Sirius S650 gewaltig – etwa wie eine Taschenlampe. Der Eindruck verstärkt sich beim ersten In-die-Hand-Nehmen, da es mit einem Gewicht von rund 540 Gramm kein Leichtgewicht darstellt, aber das vermittelt direkt Stabilität und Robustheit.
Außerdem ergibt sich aus der einfachen Handschlaufe und der runden Bauform ein großer Vorteil: Es ist beidhändig nutzbar, wobei es nur eine kleine Einschränkung für Linkshänder gibt. Die Logo-Taste zum Ein- und Ausschalten ist dann in der Handfläche und entsprechend im Einsatz schlecht erreichbar. Alles andere bleibt jedoch sehr gut bedienbar. Insgesamt bietet das Sirius S650 alles Notwendige. Das Okular hat einen einseitigen Blendschutz und verfügt über eine Dioptrieneinstellung. Ein Fokusring am vorderen Ende sorgt für klare Bilder, während die Stativaufnahme praktisch ist, wenn man etwa das Livebild über das Smartphone ausgeben möchte.
Das Batteriefach ist gut durchdacht. Denn hinter der Batterie verläuft ein Band, das mit der Abdeckung verbunden ist. Entfernt man sie, wird auch die Batterie schon gelöst, sodass kein Klicksystem oder Fummelei notwendig ist. Einzig die Metallabdeckung für die Kamera ist bei der Bedienung ein großer Kritikpunkt. Sie ist schützt zwar die Linse sehr gut, lässt sich aber nur mit erhöhtem Kraftaufwand öffnen und ist sowohl beim Öffnen als auch Schließen etwas laut.
Auch wenn die Haptik insgesamt solide ist, ist das echte Highlight der hochauflösende Infrarotsensor, der mit satten 640 x 512 Pixeln auflöst und das Bild in FullHD (1.980 x 1080 Pixel) auf das integrierte OLED-Display bringt. Die Erkennung ist dabei auf bis zu 2.600 Meter möglich, was daran liegt, dass der Sensor mit unter 18 Millikelvin sehr empfindlich auf Temperaturen reagiert und dadurch kleinste Änderungen sichtbar macht. Die Auflösung des Sensors ist so gut, dass man auf kurze Distanzen noch einzelne Haare sehen kann, während auf 70 Meter auch ein Maschendrahtzaun noch klar erkennbar ist.
Für die Beobachtung stehen sechs Farbmodi bereit und natürlich kann man auch Fotos und Videos aufnehmen. Dazu ist eine gut erreichbare Taste auf der Oberseite des Geräts angebracht. Diese Ausgabe kann, wie schon erwähnt, auch direkt auf ein Smartphone erfolgen, sodass man auch Aufnahmen direkt weiterverwenden kann.
Topdon TS004
Das Topdon TS004 gehört zu den günstigsten Modellen im Test und ist ein potenzieller Preistipp. Wie bei fast jedem Budget-Gerät muss man aber auch einige Abstriche hinnehmen. Die jagdliche Wärmebildkamera wiegt mit 310 Gramm überraschend wenig und passt durch ihren kompakten Maße auch in die Hosen- oder zumindest in die Jackentasche. Das geringe Gewicht liegt unter anderem am Kunststoffgehäuse. Das ist nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt, wirkt insgesamt jedoch wenig hochwertig. Hauptverantwortlich dafür ist die glatte Oberfläche, die dem Gerät sowohl Wertigkeit als auch Griffigkeit nimmt, was schwerwiegender als die reine Optik ist. Gerade bei Regen sollte man daher unbedingt die mitgelieferte Handschlaufe nutzen, um Sturzschäden zu vermeiden. Auch die Front mit dem Linsenschutz trägt zu diesem Eindruck bei: Dieser ist vergleichsweise leichtgängig, während die Halterung an der Unterseite eher schwergängig ausfällt. Gleiches gilt für die Abdeckung des USB-C-Ports, die sich nur mit etwas Kraft öffnen lässt. Positiv fallen hingegen die gut erreichbaren Tasten auf, mit denen sich schnell zwischen den fünf Anzeigemodi, den Zoomstufen sowie Foto- und Videofunktion wechseln lässt. Im Jagdalltag kann jedoch das grüne Statuslicht als störend empfunden werden, da es unnötig Aufmerksamkeit erzeugt, aber hier kann man notfalls erfinderisch werden.
Grundsätzlich ist das TS004 beidhändig nutzbar, aber man merkt an einem Punkt, dass es vorwiegend für Rechtshänder entworfen wurde. Das Fokusrad ist nämlich links angebracht und ist entsprechend für Linkshänder mit der rechten Hand nur sehr schwer erreichbar.
Am Ende zählen jedoch die inneren Werte. Der Sensor mit einer Auflösung von 256 × 192 Pixeln ist für diese Preisklasse noch ordentlich, ebenso das Display mit 640 × 480 Pixeln. Deutlich schwerer wiegt allerdings der NETD-Wert von unter 40 Millikelvin, der spürbar weniger Empfindlichkeit auf feine Temperaturunterschiede annimmt als bei vielen Konkurrenzmodellen. Ein anderes Manko ist jedoch die vom Hersteller angegebene Reichweite von nur 410 Metern. Grundsätzlich funktionierte die Erkennung in unserem Test auch darüber hinaus, aber durch die geringen Auflösungen war nicht allzu viel zu erkennen. Die meisten aktuellen Wärmebildkameras für jagdliche Zwecke sind auf 1.000 Meter und mehr ausgelegt. Hier bleibt das Topdon TS004 klar zurück.
Wer das Topdon TS004 lediglich als Zweitgerät – etwa zu einem Vorsatzmodell – oder für den schnellen Check auf kurze Distanzen nutzen möchte, macht damit nicht viel falsch.
Swarovski Optik tM35+
Auch bei den Wärmebildkameras für die Jagd kann man sich mit dem nötigen Kleingeld ein echtes Highlight kaufen. Das Swarovski Optik tM35+ ist das einzige Modell im Testfeld, das sich auch als Vorsatzgerät für Jagdoptiken verwenden lässt. Dazu muss man jedoch einen optionalen Adapter erwerben, da die Optiken bekanntlich verschiedene Durchmesser haben können. Swarovski verspricht dabei, dass in Verbindung mit den eigenen Swarovski-Optik-Zielfernrohren kein Einschießen notwendig ist und man nach dem Anbringen sofort loslegen kann. Swarovski Optik garantiert dafür eine maximale Treffpunktabweichung von vier Zentimetern.
Um Fehler beim Schuss zu verhindern, setzt man auf ein Shutterless-Design. Der Shutter, beziehungsweise die Blende, ist ein mechanisches Element, das zwischen Thermalsensor und Detektor sitzt. In den meisten Wärmebildkameras schließt er sich gelegentlich, um sich erneut zu kalibrieren. Beim Swarovski Optik tM35+ fehlt der Shutter. Dadurch gibt es keinerlei Bildunterbrechungen und auch nicht das typische Klicken, das man bei den meisten Geräten immer wieder hört. Das Design hat weitere Vorteile, da dadurch weniger Energie benötigt wird und man das Gerät kleiner und auch leichter bauen kann. Außerdem startet die Wärmebildkamera schneller, sodass sie in wenigen Sekunden einsatzbereit ist.
Swarovski Optik entschied sich übrigens gegen eine Anpassung der Abmessungen und integrierte stattdessen einen größeren Thermalsensor mit einer Auflösung von 640 x 512 Pixeln, während das hochwertige AMOLED-Display mit 2.560 x 2.048 Pixeln bei 60 Bildern pro Sekunde auflöst. Die Kombination gewährleistet ein scharfes und ruckelfreies Bild. Um den Bedienkomfort zu vereinfachen, hat das Swarovski Optik tM35+ lediglich vier Tasten und verfügt über keinerlei Menüs, Aufnahmefunktionen, verschiedene Farbmodi oder App-Anbindung. Die Modi-Taste gibt die Auswahl zwischen „White Hot“ und „Black Hot“ als Anzeigemodus.
Swarovski Optik hat die Wärmebildkamera auf das Nötigste reduziert und viele Funktionen automatisiert. Entsprechend passt sich die Helligkeit automatisch an, während die Abschaltautomatik beim Neigen (30 Grad) und Kippen (70 Grad) Energie spart. Das Ladekabel kann man ebenfalls zu Hause lassen. Der Hersteller verzichtet auf einen Ladeanschluss, sondern setzt auf wechselbare Batterien. Dadurch ist man nicht nur schnell wieder einsatzfähig, sondern Swarovski Optik erreicht damit eine IP68-Zertifizierung, sodass Staub und zeitweiliges Untertauchen kein Problem für das Gerät sind. Hat man keinen Wechselakku, sollte man unbedingt darauf achten, dass die Batterie stets geladen ist. Sie hält zwar im Dauerbetrieb mehr als sechs Stunden durch, aber dennoch sollte man das Risiko nicht eingehen. Die mitgelieferte Ladestation bietet Platz für zwei Akkus und wird über den altmodischen Micro-USB-Anschluss aufgeladen.
Ansonsten liegen dem Swarovski Optik tM35+ eine Okularschutzdecke, eine Handschlaufe, ein Seitenlichtschutz sowie ein Trageriemen für die sehr hochwertige Funktionstasche bei. Der Objektivschutzdeckel ist integriert und besteht aus stabilem Kunststoff, der ordentlich schließt. Sowohl am Okular als auch am Objektiv fallen wichtige Details auf. Wie schon beim Vorgänger verzichtet Swarovski Optik auf einen Dioptrienausgleich sowie einen Fokusring. Eine präzise Fokussierung ist daher nicht möglich, und man muss sich auf die Voreinstellung verlassen, die für die typischen Jagdsituationen und ab circa zwölf Metern Entfernung funktioniert. Dies ist laut Swarovski Optik notwendig, um die Verwendung als Vorsatzgerät ohne Einschießen zu ermöglichen.
Wer in der Luxusklasse nach einer erstklassigen Wärmebildkamera sucht und bereit ist, in hochwertige Qualität zu investieren, wird mit dem Swarovski Optik tM35+ nicht enttäuscht. Es bietet exzellente Bildqualität und Benutzerfreundlichkeit. Dennoch sollte man die fehlende Fokussierung und den Verzicht auf einige moderne Anschlussmöglichkeiten in Kauf nehmen, um von der hervorragenden Gesamtleistung zu profitieren.
Flir Scout TKx
Die Flir Scout TKx konnte uns in zwei Punkten beeindrucken: Größe und Gewicht. Sie wiegt nur etwa 184 Gramm und ist unglaublich handlich. Die Kamera ist etwa so lang wie ein modernes Smartphone und passt damit auch in die Hosen- oder Jackentasche. Damit ist die Flir Scout TKx äußerst flexibel einsetzbar. Doch Größe ist nicht alles. Auch die Funktionalität der Wärmebildkamera weiß zu überzeugen. Immerhin setzt der Hersteller bereits auf USB-C und legt neben einem passenden Ladekabel auch eine sehr solide Tragetasche mit zusätzlichen Staufächern bei. Außerdem ist das Gerät nach IP67 zertifiziert und trotzt damit Staub und zeitweiligem Untertauchen – entsprechend auch starkem Regen.
Leider meint es Flir mit dem Kernstück der Scout TKx nicht ganz so gut, was auf den geringen Preis sowie die kompakte Größe zurückzuführen ist. So setzt der Hersteller lediglich auf einen kleinen Bildsensor mit 160 x 120 Pixel, während die Konkurrenz meist auf Sensoren mit mehr als doppelt so vielen Pixeln setzt. Auch beim integrierten Display macht Flir Abstriche, über die man hingegen nur schwer hinwegsehen kann. So löst es nur mit 640 x 480 Pixeln auf und hat eine Bildwiederholrate von nur neun Bildern pro Sekunde. Dadurch sind Bewegungen nicht flüssig, und Tiere, die laufen, sind nur schwer zu erkennen. Vorbildlich ist jedoch die Möglichkeit, die Displayschärfe anzupassen.
Die Wärmebildkamera verfügt über zwei weitere praktische Funktionen. Zum einen lassen sich Fotos und Videos damit aufnehmen, wobei dazu eine eigene Taste vorhanden ist. Ein einfacher Druck schießt ein Foto, während das Gedrückthalten ein Video startet. Auf der anderen Seite ist die Möglichkeit, zwischen neun Farbmodi zu wählen, mindestens genauso praktisch, wodurch eine gute Anpassung an die eigenen Bedürfnisse möglich ist. Alles in allem bietet die Flir Scout TKx eine gute Leistung für ihren geringen Preis und macht sie zu einer ausreichenden Wahl für Jäger, die für die Pirsch eine besonders kompakte Wärmebildkamera suchen.
So haben wir getestet
Im Test bewerten wir zunächst Lieferumfang, Materialqualität, Verarbeitung und Robustheit der Wärmebildkameras. Dabei prüfen wir, wie sauber die Geräte gefertigt sind und ob alle Komponenten passgenau und stabil wirken.
Anschließend folgt die Bewertung der Handhabung. Wir testen, ob sich die Geräte intuitiv bedienen lassen und die Menüführung auch unter widrigen Bedingungen – etwa mit Handschuhen oder bei Dunkelheit – zuverlässig funktioniert.
Um die Leistungsfähigkeit unter realen Jagdbedingungen zu beurteilen, setzen wir die Wärmebildkameras in unterschiedlichen Szenarien ein, darunter Dämmerung, Nachtjagd und dichter Bewuchs. Dabei prüfen wir Bildqualität, Erfassungsleistung und die Praxistauglichkeit integrierter Funktionen wie Entfernungsmesser oder Live‑Streaming.
Die wichtigsten Fragen
Welche ist die beste Wärmebildkamera für die Jagd?
Die beste Wärmebildkamera für die Jagd ist das Pulsar Oryx LRF XG35, das durch seine herausragende Bildqualität, einen Entfernungsmesser und eine solide Bedienung besticht. Mit einer hohen Bildauflösung und einer präzisen Wärmeempfindlichkeit ist es ideal für die Jagd bei schwierigen Sichtverhältnissen. Besonders hervorzuheben ist die Flexibilität durch die Möglichkeit, die Batterie sowohl im Gehäuse als auch einzeln zu laden. Darüber hinaus bietet es eine Vielzahl von Zusatzfunktionen, die es zu einem unverzichtbaren Werkzeug für anspruchsvolle Jäger machen.
Auf welche Distanzen kann man eine Wärmebildkamera verwenden?
Die Reichweite einer Wärmebildkamera für die Jagd hängt maßgeblich von der Qualität des Geräts und der Auflösung des Sensors ab. Günstigere Modelle bieten eine Reichweite von etwa 100 bis 500 Metern, während hochwertige Geräte Distanzen von über 1.000 Metern erreichen können. Geräte mit besserer Auflösung und höherer Bildwiederholrate ermöglichen eine genauere Erkennung über größere Distanzen. Jedoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass sich die Jagd meist in einer Distanz bis etwa 130 Metern abspielt.
Wie teuer sind Wärmebildkameras?
Die Preisspanne für Wärmebildkameras für die Jagd ist breit und reicht von etwa 300 bis über 3.000 Euro. Einsteigergeräte in der unteren Preisklasse (ca. 300 bis 1.000 Euro) bieten bereits eine gute Grundausstattung, sind aber in der Auflösung und Reichweite oft sehr begrenzt. Mittelklasse-Modelle zwischen 1.000 und 2.000 Euro bieten eine höhere Bildqualität, längere Akkulaufzeiten und erweiterte Funktionen. High-End-Modelle über 2.000 Euro bieten erstklassige Auflösung, hohe Reichweiten und eine besonders robuste Bauweise sowie praktische Zusatzfunktionen – etwa die Verwendung als Vorsatzgerät oder einen integrierten Entfernungsmesser.
Für welchen Einsatz eignen sich Wärmebildkameras?
Wärmebildkameras eignen sich hervorragend für den Einsatz bei der Nachtjagd und in dicht bewachsenen Gebieten, wo herkömmliche Sichttechniken versagen. Sie sind besonders hilfreich, um Wild in völliger Dunkelheit oder bei Nebel und Regen zu erkennen. Auch bei der Wildschadenbeseitigung oder der Überwachung von Wildtieren kommen sie zum Einsatz. Die Geräte sind nicht nur für die Jagd selbst nützlich, sondern auch für die Wildbeobachtung und die Verbesserung der Sicherheit im Revier, indem sie eine genaue Identifikation von Tieren und potenziellen Gefahren ermöglichen.
Was macht eine gute Wärmebildkamera für die Jagd aus?
Eine gute Wärmebildkamera für die Jagd zeichnet sich durch mehrere Schlüsselmerkmale aus. Die Bildauflösung und der Sensor spielen eine große Rolle: Je mehr Pixel, desto detaillierter ist das Bild und desto leichter lassen sich Tiere und Details erkennen. Auch die Reichweite ist entscheidend – je weiter das Gerät das Wild erkennen kann, desto besser. Weitere wichtige Faktoren sind die Akkulaufzeit, da längere Jagdeinsätze ohne häufiges Nachladen ermöglicht werden sollten. Eine robuste Bauweise ist ebenfalls wichtig, da die Kamera unter rauen Bedingungen funktionieren muss. Hier sollte man auf eine IP-Zertifizierung von mindestens IP65 achten, sodass die Wärmebildkamera starkem Regen sowie Staub bei der Ernte trotzt. Zudem sollten Zusatzfunktionen wie ein Foto- und Videomodus, App-Anbindungen sowie eine Stativ-Unterstützung an Bord sein.










































