Kreditkarten sind in der heutigen Zeit in vielen Lebensbereichen unverzichtbar – sei es beim Online-Shopping, für Mietwagenbuchungen oder im Urlaub. Doch nicht jeder hat Zugang zu einer herkömmlichen Kreditkarte. Besonders Menschen mit schlechter Bonität oder niedrigem Einkommen haben oft Probleme, eine Kreditkarte zu bekommen. Weil es aber keine seriösen Kreditkarten ohne Schufa-Abfrage gibt, sind für sie Debitkarten ohne Bonitätsabfrage eine gute Alternative.
Debitkarten funktionieren in vielen Fällen wie echte Kreditkarten. Man kann sie für Online-Zahlungen verwenden, kostenlos oder günstig im Urlaub Geld abheben und auch immer mehr Mietwagenanbieter und Hotels akzeptieren Debitkarten für die Kaution. Weil man bei einer Debitkarte dafür vorher aufgeladenes Guthaben nutzt und keinen Kredit wie bei einer Kreditkarte, verzichten viele Banken auf eine Bonitätsprüfung.
Wir haben 22 Debitkarten ohne Schufa-Abfrage miteinander verglichen. Dafür haben wir uns die Konditionen, App-Bewertungen und den Kundenservice näher angesehen. Sechs Debitkarten können wir empfehlen. Mehr zur Methodik lesen Sie im Abschnitt »So haben wir verglichen«.
Kurzübersicht
Trade Republic Classic

- Keine Kontoführungsgebühr
- Kostenlos Bargeld abheben
- Kostenlos in Fremdwährung zahlen
- Flexibel und kostenlos Geld aufladen
- Stark eingeschränkter Kundenservice
Die Debitkarte Trade Republic Classic bietet in unserem Vergleich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kontoführung ist kostenlos, Bargeld gibt es weltweit kostenlos und auch Zahlungen in Euro und Fremdwährung sind gebührenfrei. Lediglich für die Ausstellung der Debitkarte zahlen Kunden einmalig fünf Euro. Als Neobroker unterstützt Trade Republic zudem bei der Vermögensbildung: Bei jeder Kartenzahlung investiert man automatisch ein Prozent in den eigenen Sparplan. Lediglich der Kundenservice lässt zu wünschen übrig. Wer darauf keinen großen Wert legt, sollte sich das Konto mit der Debitkarte Classic von Trade Republic genauer anschauen.
Nickel Nickel-Karte

- Kostenlos Bargeld abheben
- Einfache Kostenstruktur
- Niederschwelliges Angebot für alle
- Bargeld einzahlen vergleichsweise teuer
Die Nickel-Karte von Nickel wirkt zuerst etwas kurios: Man bekommt sie in einem von über 9.000 Tabak- und Lottoläden in Europa, in sogenannten »Nickel-Shops«. Dort holt man seine Debitkarte nicht nur ab, sondern kann auch drei Mal monatlich kostenlos Bargeld abheben. Das zugehörige Konto hat eine Jahresgebühr von 25 Euro, ein deutscher Ausweis ist nicht notwendig. Leider kostet es stets drei Prozent Gebühr, wenn man Bargeld vor Ort in einem der Nickel-Shops auf sein Konto einzahlen möchte.
Vergleichstabelle
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- Keine Kontoführungsgebühr
- Kostenlos Bargeld abheben
- Kostenlos in Fremdwährung zahlen
- Flexibel und kostenlos Geld aufladen
- Stark eingeschränkter Kundenservice

- Kostenlos Bargeld abheben
- Einfache Kostenstruktur
- Niederschwelliges Angebot für alle
- Bargeld einzahlen vergleichsweise teuer

- Kostenlos in Fremdwährung zahlen
- Kostenlos Bargeld abheben
- Unterkonten inklusive
- Unbegrenzt viele virtuelle Debitkarten inklusive
- Kundenservice nur per Chat erreichbar
- Mit Geld aufladen nur per Überweisung

- Keine Kontoführungsgebühr
- Kostenlos Bargeld abheben
- Gute Erreichbarkeit des Kundenservice
- Zahlungen in Fremdwährung immer kostenpflichtig
- Mit Geld aufladen nur per Überweisung

- Kostenlos Bargeld abheben
- Flexibel und kostenlos Geld aufladen
- Zahlungen in Fremdwährung immer kostenpflichtig
- Kundenservice nur per Chat erreichbar
An Geldautomaten 1,50 € (Euro) bzw. 2,50 € (Fremdwährung)
Bis zu 400 € kostenlos bei Paysafecash-Partnern, danach 3,5% Gebühr
Alle Infos zum Thema
Kreditkarten ohne Schufa: Das sollten Sie wissen
Früher hatten Menschen mit schlechter Bonität oder geringem Einkommen oft nur begrenzt Zugang zu verschiedenen Finanzprodukten. Oft erhielten sie lediglich eine Girocard (EC-Karte) zu ihrem Girokonto. Kreditkarten wie die von Visa oder Mastercard blieben meist unerreichbar. Das war besonders bei Online-Zahlungen, bei der Urlaubsbuchung oder auch bei Zahlungen und Bargeldabhebungen im Ausland ein erhebliches Problem. Insbesondere dann, wenn ein Kreditrahmen notwendig ist, wie bei Mietwagen- oder Hotelkautionen.
Debitkarten laufen auf Guthabenbasis
Die Zeiten haben sich aber geändert: Immer mehr Banken bieten ihren Kunden Debitkarten von Visa oder Mastercard zum Girokonto an. Weil die Debitkarten dasselbe globale Netzwerk wie Visa- und Mastercard-Kreditkarten nutzen, sind sie vom Funktionsumfang den herkömmlichen Kreditkarten sehr ähnlich. Der entscheidende Unterschied: Debitkarten laufen auf Guthabenbasis und bieten keinen Kreditrahmen. Ist das Geld auf dem Konto leer, kann auch nichts ausgegeben werden. Damit funktionieren sie ähnlich wie Prepaid-Handyverträge. Gelegentlich werden sie auch Prepaid-Kreditkarten genannt.
Basiskonto für Menschen mit schlechter Bonität
Dennoch führen die meisten Banken bei einer Girokonto-Eröffnung eine Schufa-Prüfung durch. Menschen mit schlechter Bonität bekommen dann oft nur ein sogenanntes Basiskonto. Banken sind durch das Zahlungskontogesetz verpflichtet, jedem ein Konto einzurichten – auch Menschen, die finanziell schlecht dastehen, wie Geringverdiener, Wohnsitzlose oder Asylsuchende.
Das Problem: Basiskonten müssen nur grundlegende Funktionen wie Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlung oder Geld abheben abdecken. Für den geringen Funktionsumfang sind die Kosten für Kontoführung und Funktionen wie Bargeldabhebungen aber meist vergleichsweise hoch. Bei einigen Banken gibt es zumindest eine Debitkarte dazu, aber auch nicht immer.
Debitkarten von Neo-Banken ohne Schufa-Prüfung
Doch man kann auch ohne Schufa-Prüfung an eine Debitkarte kommen. Neo-Banken wie Revolut, Vivid Money und Bunq führen in der Regel keine Bonitätsabfrage bei der Schufa durch. Das zur Debitkarte gehörende Girokonto lässt sich bequem online über die Anbieter-Apps eröffnen und kann meist direkt genutzt werden. Wichtig zu beachten ist, dass diese Banken in der Regel keinen Verfügungsrahmen anbieten. Es kann nur das Geld ausgegeben werden, was auch auf der Karte drauf ist.
Um das beste Konto mit Debitkarte ohne Schufa-Abfrage zu finden, sollte man sich ein paar grundlegende Fragen stellen:
Wie erreichbar sollte der Kundenservice sein?
Anders als Filial- und Direktbanken, die oft einen gut erreichbaren Telefon-Kundenservice bieten, sind Neo-Banken häufig nicht so einfach erreichbar. Um die Preise niedrig zu halten, bieten viele nur zu eingeschränkten Zeiten eine Kundenhotline an. Manche verzichten auch völlig auf eine Hotline und sind nur per Chat oder E-Mail erreichbar. Das muss nicht zwangsweise ein Problem sein, denn viele Angelegenheiten können Nutzer direkt über die App selbst lösen oder sie bekommen Hilfe in teils sehr umfangreichen FAQs und Communitys.
Wie viel möchte ich pro Monat für die Kontoführung ausgeben?
Die meisten Neo-Banken bieten mehrere Kontomodelle an: Vom Standard-Konto mit begrenzt kostenlosen Bargeldabhebungen bis hin zu Premium-Konten mit zusätzlichen Leistungen wie Reiseversicherungen oder mehreren Unterkonten. Je mehr Leistungen inklusive sind, desto teurer wird es in der Regel pro Monat. In unserem Vergleich lagen die Preise zwischen 0 und 19 Euro pro Monat.
Wofür werde ich die Debitkarte hauptsächlich nutzen?
Es macht einen großen Unterschied, ob man die Debitkarte nur für Online-Zahlungen in Euro nutzen möchte, oder ob sie mit auf große Reise ins Ausland gehen soll. Nutzt man die Karte nur digital, also beim Online-Shopping oder im Supermarkt per Apple Pay oder Google Pay, dürfte ein beliebiges kostenloses Standard-Konto reichen. Doch sobald man Zahlungen in Fremdwährung tätigen möchte, sollte man genau hinschauen, ob dafür Gebühren fällig werden. Möchte man mit der Karte auch Bargeld abheben, sollte man sich ein Konto aussuchen, dass keine oder geringe Gebühren dafür erhebt.
Welche weiteren Features sind mir wichtig?
Neben den Basisfunktionen bieten die Banken oft auch weitere Features an. Dazu zählen mehrere Unterkonten zum Budgetieren des Geldes, Ausgabenlimits oder das Investieren in Aktien und Kryptowährungen. Diese Funktionen sind eine gute Erweiterung des Kontos, sollten aber bei der Auswahl des Kontos nicht allzu schwer ins Gewicht fallen.
Unser Favorit
Trade Republic Classic

- Keine Kontoführungsgebühr
- Kostenlos Bargeld abheben
- Kostenlos in Fremdwährung zahlen
- Flexibel und kostenlos Geld aufladen
- Stark eingeschränkter Kundenservice
Unser Testsieger ist die Debitkarte Trade Republic Classic. Während sie mit ihren sehr guten Konditionen für so gut wie jeden infrage kommt, dürfte sie besonders für Anleger interessant sein.
Die Trade Republic Bank GmbH ist eine deutsche Bank mit Sitz in Berlin. Sie ist als Neobroker bekannt geworden, über den Anleger kostenlos oder günstig in Wertpapiere wie Derivate, Aktien, ETFs und Kryptowährungen investieren können. Seit Mitte 2024 bietet die Bank auch ein Girokonto mit optionaler Debitkarte an. Die früheren Verrechnungskonten der Nutzer erhielten dafür eine eigene IBAN. Eine Abfrage bei der Schufa führt Trade Republic nicht durch.
Besonderheit
Nutzer erhalten auf ihr Guthaben 3,75 Prozent Zinsen pro Jahr, die Trade Republic monatlich auszahlt. Zusätzlich hilft die Bank mit den Funktionen Saveback und Roundup bei der Vermögensbildung, ohne dass man selbst etwas dafür tun muss.
Mit Saveback investiert man automatisch für jede Kartenzahlung 1 Prozent des Betrags in einen Sparplan. Das allerdings nicht unbegrenzt: maximal 15 Euro pro Monat sind möglich. Das entspricht Kartenzahlungen im Wert von 1.500 Euro.
Bei Roundup wird jede Kartenzahlung auf den nächsten Euro aufgerundet und der Differenzbetrag in eine Aktie oder ETF investiert. Das heißt, zahlt man mit der Karte ein Getränk für 3,50 Euro, dann wird auf 4 Euro aufgerundet. Die 4 Euro werden vom Konto abgebucht, die 50 Cent Differenz werden investiert. Möchte man mehr investieren, kann man auch einen Multiplikator für den Betrag festlegen.
Konditionen
Das Girokonto von Trade Republic selbst ist kostenlos, für die Classic-Karte (Visa) zahlt man einmalig 5 Euro. Mit der Debitkarte kann man weltweit unbegrenzt oft kostenlos Bargeld abheben, sofern es mindestens 100 Euro sind. Für Beträge darunter fallen vergleichsweise günstige ein Euro als Gebühr an. Auch das Bezahlen ist sowohl in Euro als auch Fremdwährung kostenlos.
Geld auf das Konto lässt sich einfach per Überweisung, Debit- oder Mastercard- bzw. Visa-Kreditkarte sowie Apple Pay und Google Pay einzahlen. Einzahlungen per Überweisung sind stets kostenlos, für die restlichen Methoden fallen 1 Prozent Gebühr an. Weil das Geld dann sofort auf dem Konto ist, lässt sich diese niedrige Gebühr einigermaßen verschmerzen.
App
Die App von Trade Republic erhält sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store gute Bewertungen mit 4,3 bzw. 4,5 von 5 Sternen (Stand: 11. August 2024). Nutzer lobten die übersichtliche Oberfläche und die intuitive Bedienung, vereinzelt kritisierten sie die Erreichbarkeit des Supports.
Kundenservice
Dass Nutzer den Kundensupport kritisieren, ist nicht gerade verwunderlich. Der steht nämlich nur per E-Mail zur Verfügung. Zu welchen Zeiten der Support arbeitet und E-Mails beantwortet, dazu haben wir auf der Website keine Informationen gefunden. Das kann bei Problem mit dem Konto oder der Karte lästig sein. Allerdings deuten die vielen positiven App-Bewertungen darauf hin, dass es eher selten zu Problemen kommt.
Was sagen die anderen?
Das Handelsblatt berichtete Anfang August 2024 ausführlich über die Debitkarte von Trade Republic und lobte die »einfache, transparente und kostengünstige Möglichkeit […], regelmäßig zu investieren und gleichzeitig von den grundlegenden Vorteilen einer Debitkarte« zu profitieren.
Auch das Verbraucherportal Finanztip verglich im April 2024 verschiedene Debitkarten ohne Schufa-Prüfung und empfahl unter anderem Trade Republic.
Weitere Empfehlungen
Nickel Nickel-Karte

- Kostenlos Bargeld abheben
- Einfache Kostenstruktur
- Niederschwelliges Angebot für alle
- Bargeld einzahlen vergleichsweise teuer
Die Nickel-Karte ist ein niederschwelliges Angebot der BNP Paribas Bank. Das »Konto für alle« richtet sich insbesondere an einkommensschwache Menschen, Einwanderer, Flüchtlinge und Ältere. Eine Abfrage bei der Schufa führt Nickel nicht durch.
Besonderheit
Das Girokonto von Nickel kann in mehr als 300 Tabak- und Lottoläden deutschlandweit und in über 9.000 Läden europaweit, sogenannten Nickel-Shops, beantragt und eröffnet werden. Alles, was man dazu braucht, sind ein Ausweisdokument und ein Smartphone. Ein deutscher Ausweis muss es aber nicht sein – Nickel akzeptiert Ausweise aus fast 190 Ländern. Die Nickel-Debitkarte von Mastercard bekommt man bei Kontoeröffnung direkt mit.
Auch besonders bei Nickel: Kontoinformationen können bis zu 60 Mal im Jahr kostenlos per SMS abgerufen werden. Das ist praktisch, wenn mal das Internetguthaben auf dem Handy aufgebraucht ist und man nicht in der App nachschauen kann.
Konditionen
Das Girokonto von Nickel hat eine Jahresgebühr von 25 Euro. Darin enthalten ist die Standard-Nickel-Debitkarte (Mastercard), die direkt nach Kontoeröffnung genutzt werden kann. Immer im Konto enthalten sind drei kostenlose Bargeldabhebungen pro Monat in einem Nickel-Shop, weitere kosten je 50 Cent. Innerhalb der EU und in Euro fallen für jede Geldabhebung am Automaten 1,50 Euro an. Außerhalb der EU und in Fremdwährung sind es 2,50 Euro. Kartenzahlungen in Euro sind stets gebührenfrei, außerhalb der EU und in Fremdwährung kostet jede Zahlung ein Euro. Das ist vergleichsweise günstig.
Vergleichsweise teuer ist es hingegen, Bargeld auf das Konto aufzuladen. Aufladen geht in den Nickel-Shops, lediglich die ersten 250 Euro unmittelbar bei der Kontoeröffnung sind gebührenfrei. Danach werden 3 Prozent des Betrags fällig. Dass das so viel kostet, könnte am Provisionsmodell von Nickel liegen: Die Betreiber der Lotto-Annahmestellen erhalten 1,13 Prozent des Einzahlungsbetrags als Provision. Überweisungen aufs Konto sind aber immer kostenlos.
App
Die App von Nickel erhält sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store sehr gute Bewertungen mit 4,8 bzw. 4,5 von 5 Sternen (Stand: 11. August 2024). Nutzer lobten den Funktionsumfang der App, vereinzelt kritisierten sie, dass es zu technischen Problemen bei den Ausgabestellen käme.
Kundenservice
Der Kundenservice ist telefonisch montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Kunden können den Kundenservice auch über ein Kontaktformular und auf Social Media (Facebook, Instagram) erreichen.
Was gibt es sonst noch?
Revolut Premium
Revolut Premium kostet 7,99 Euro pro Monat. Inklusive sind bis zu zwei Debitkarten und unbegrenzt viele virtuelle Karten. Bargeld am Automaten gibt es bis zu 400 Euro gebührenfrei, danach fallen zwei Prozent Gebühr an. Zahlungen in Fremdwährungen sind für Premium-Kunden kostenlos. Geld auf das Konto einzahlen ist mit Debit- und Kreditkarten sowie per Überweisung ohne zusätzliche Kosten möglich. Im Konto inklusive sind ebenfalls einige Versicherungen, wie eine Auslandskrankenversicherung oder eine Versicherung für die Selbstbeteiligung bei einem Mietwagen.
Openbank R42
Die Openbank R42 Debitkarte (Mastercard) kommt ohne monatliche Kontoführung aus. Mit ihr kann man in der Eurozone fünf Mal pro Monat kostenlos Bargeld an jedem Automaten abheben. Danach fallen nur etwaige Automatengebühren an – die übernimmt die Openbank bei den kostenfreien Abhebungen. Zahlungen in Fremdwährung kosten 1,5 Prozent des Betrags an Gebühr. Das kann man aber oftmals umgehen. Denn zusätzlich zur Debitkarte gibt es noch eine virtuelle Debitkarte (eCommerce Card) dazu. Die ist speziell fürs Online-Shopping gedacht und muss vor dem Einkaufen aufgeladen werden. Dafür gibt es dann keine Gebühren fürs Online-Shopping in anderen Währungen als Euro.
Monese Classic
Monese Classic kostet 5,95 Euro im Monat. Inklusive sind eine physische und eine virtuelle Debitkarte (Mastercard). Pro Monat sind Abhebungen an einem beliebigen Automaten weltweit für bis zu 900 Euro kostenlos. Danach zahlt man zwei Prozent des Beitrags Gebühr. Ob man in Euro oder in Fremdwährung zahlt ist egal, das ist immer gebührenfrei. Geld auf das Konto aufladen geht schnell und kostenlos mit SOFORT oder mit einer anderen Debit- oder Kreditkarte. Bar kann man Geld bei Paysafecash-Partnern wie den Tankstellen Shell und OIL! einzahlen. Das ist bis 400 Euro im Monat kostenlos, danach zahlt man 3,5 Prozent des Betrags Gebühr – mindestens drei Euro.
So haben wir verglichen
Für den Vergleich der besten Kreditkarten bzw. Debitkarten ohne Schufa haben wir Karten verglichen, für die keine Schufa-Prüfung notwendig ist. Die Karten können also auch Menschen mit schlechter Bonität beantragen.
Wir haben die Karten auf insgesamt neun Kriterien, aufgeteilt in drei Kategorien, untersucht und gewichtet. Sechs Debitkarten können wir empfehlen.
Folgende Kategorien und Kriterien haben wir in unserem Test berücksichtigt:
Bei den Konditionen haben wir unter anderem geprüft, wie viel die Karte pro Monat kostet, wie hoch die Gebühren für Bargeldabhebungen im In- und Ausland sind und wie man Geld aufladen kann (65 Prozent Gewicht).
Bei den Apps haben wir die Bewertungen der zugehörigen Banking-Apps im Apple App Store und im Google Play Store mit in den Test einbezogen (25 Prozent Gewicht).
Beim Kundenservice haben wir geprüft, zu welchen Zeiten der Support über welche Kommunikationswege erreichbar ist und wie einfach das jeweilige Preis-Leistungs-Verzeichnis der Kreditkarte zu finden ist (10 Prozent Gewicht).
Die wichtigsten Fragen
Welche ist die beste Kreditkarte ohne Schufa?
Eine seriöse Kreditkarte ohne Schufa-Abfrage gibt es nicht. Aber eine Debitkarte ohne Bonitätsprüfung ist für viele eine gute Alternative. Diese Karten sind quasi Prepaid-Kreditkarten, die mit Geld aufgeladen werden müssen. In unserem Vergleich bot die Debitkarte Classic von Trade Republic das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber auch die Nickel-Karte und Tomorrow Change könnten für einige interessant sein.
Kann man mit einer Debitkarte ohne Schufa eine Mietwagenkaution hinterlegen?
Das ist mittlerweile bei vielen Autovermietungen möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kautionsbetrag als Guthaben auf der Debitkarte zur Verfügung steht. Dieser wird dann für die Mietdauer geblockt und kann nicht anderweitig ausgegeben werden. Ob eine Kaution per Debitkarte möglich ist, sollte aber in jedem Fall vorher bei der Autovermietung angefragt werden.
Wie kann ich meine Debitkarte aufladen?
Um seine Debitkarte aufzuladen, gibt es meist verschiedene Möglichkeiten. Überweisungen auf die Karte bzw. das zugehörige Konto sind immer kostenlos, können aber ein paar Tage dauern. Einige Banken bieten das Aufladen mit einer anderen Debit- oder Kreditkarte an, könnten dafür aber eine Gebühr verlangen. Auch die Aufladung im Einzelhandel ist bei manchen Karten möglich, aber auch das kostet in der Regel eine Gebühr.

















