Kleine Wischhelfer Test: Wischroboter

Wischroboter im Test : Kleine Wischhelfer

Update 17.02.2022

Für den Wohnungsputz gibt es Saugroboter, doch Staubsaugen alleine reicht nicht, bei glatten Böden sollte auch gelegentlich gewischt werden. Wir haben daher 24 Wischroboter getestet.

Update 17. Februar 2022

Wir haben einen zusätzlichen Wischroboter getestet, der es auch gleich in unsere Empfehlungen geschafft hat: den Zaco W450.

9. Juni 2021

Wir haben drei weitere Wischroboter getestet: Der Proscenic 850T und der Zaco A10 sind neue Empfehlungen.

7. Januar 2021

Wir haben fünf weitere Wischroboter getestet. Für den Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI und den Yeedi 2 Hybrid können wir eine Empfehlung aussprechen.

7. Oktober 2020

Wir haben acht weitere Wischroboter getestet. Empfehlen können wir den iRobot Braava Jet M6 und den Prosenic M6 Pro.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Neben Saugrobotern gibt es immer mehr Roboter, die auch wischen können oder sich auf das Feuchtwischen komplett spezialisiert haben.

Unsere Testgeräte lagen dabei zwischen 250 und 450 Euro, günstig ist das nicht unbedingt. Alle waren im Test mehr oder weniger gut, einzig unsere erste Empfehlung konnte vollkommen überzeugen.

Was man vor dem Kauf wissen sollte und welche ungeahnten Probleme einen mit dem Wischroboter erwarten können, erfahren Sie im ausführlichen Test.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Mit viel ZubehörGute HinderniserkennungGlänzendes ReinigungssystemGründlichPerfektes Mapping
Kleine Wischhelfer Test: Irobot Braava Jet M6 1344x1081Test: Ecovacs Deebot Ozmo T8Test: Zaco W450Test: Zaco A10Kleine Wischhelfer Test: Yeedi 2 Hybrid
Modell iRobot Braava Jet M6 Ecovacs Deebot Ozmo T8 Zaco W450 Zaco A10 Yeedi 2 Hybrid
Pro
  • Sehr geringe Laut­stärke
  • Sehr gründlich
  • Fortsetzungsmodus
  • Unterstützt Alexa und Google Assistant
  • Sehr gute Planung
  • Sehr gründlich, selbst bei Flecken
  • Objekterkennung
  • Fortsetzungsmodus
  • Anpassbarer Wasser­durch­fluss & Saug­stärke
  • Mehrgeschosskarten und No-Go-Areale
  • Fährt bei Dunkelheit
  • Große Wassertanks
  • Überdurchschnittliches Reinigungs­ergebnis
  • Leichtes Entleeren, Befüllen und Reinigen
  • Wasserabgabe steuer­bar
  • Umfährt Teppich
  • Keine Einweg-Wischtücher
  • Saugen und Wischen gleichzeitig
  • Oszillierende Wisch­platte
  • Gute Handhabung des Schmutztanks
  • Mehrgeschosskarten und No-Go-Areale
  • Alternative Haupt­bürsten
  • Gründlich und aus­dauernd
  • Mapping: Räume & No-Go-Areale
  • Sehr leise
  • Flaches Gerät ohne Turm
  • Anpassbarer Wasser­durch­fluss
Contra
  • Lange Reinigungszeit beim Nass­wischen
  • Zubehör vglw. teuer
  • Reibedruck für trockene Flecken zu gering
  • Seltener Reifen­spuren
  • Dunkelheit verlängert Arbeits­zeit deutlich
  • Wartung der Bürsten­walzen
  • Staubtank nicht auslauf­sicher
  • Mühsame Filter­säuberung
  • Video-Manager funktionierte im Test nicht
  • Manuell in die Lade­station
  • Kein Automatik­betrieb
  • Kein Fortsetzen-Modus
  • Vorheriges Saugen sinnvoll, aber nicht zwingend
  • Relativ laut
  • Zu leichte Basis
  • Keine Schrubb­muster
  • Hantieren mit 2 Tanks
  • Hohes Gerät mit Turm
  • Mühsame Filter­säuberung
  • Lange Reinigungs­zeit
  • Geringe Wisch­wirkung
  • Wartung der Bürsten­walzen
  • Beseitigt Flecken (Fett, Zucker) nicht
Bester Preis

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Mit viel Zubehör: iRobot Braava Jet M6

Mit viel Zubehör

iRobot Braava Jet M6

Kleine Wischhelfer Test: Irobot Braava Jet M6 1344x1081
Der Braava reinigt gründlich, hat einen großen Wassertank und putzt dank Zeitsteuerung, Raumplanung und No-Go-Zonen weitgehend selbstständig.

Mit neun Zentimetern Höhe passt der iRobot Braava Jet M6 unter viele Betten, Schränke und Kommoden. Im schnellen Reinigungsmodus, der mit weniger Flüssigkeit sowie geringer Überlappung arbeitet, genügt der Wassertank für rund 60 Quadratmeter. Dagegen reicht es im Maximalmodus nur für 30 Quadratmeter. Dieser Modus ist übrigens nicht zu empfehlen für unversiegelte Holzfußböden. Erwähnenswert ist der Lernmodus: Hier legt der Wischroboter automatisch Karten seiner Umgebung an. Auch No-Go-Zonen können darin festgelegt werden.

Man kann für diesen Wischroboter auch eine feingliedrige Planung anlegen, wann und wie oft welcher Raum gesäubert werden soll. Im Fortsetzungsmodus kann der Braava Jet M6 zwischenzeitlich nachladen und danach weitermachen. Alle Vorgänge werden auf Deutsch kommentiert. Bis auf die Räder hat der iRobot keine weiteren beweglichen Teile und bleibt so nicht an Kabeln oder Schnürsenkeln hängen. Die Ladestation hat eine Grundplatte, sodass der Wischroboter nicht mit dem nassen Tuch direkt auf dem Holz steht. Der Braava arbeitet außerdem sehr leise.

Der iRobot Braava Jet M6 ist mit Kameras ausgestattet, anhand derer er sich orientiert. Bei Dunkelheit funktioniert das allerdings nicht mehr so gut: Für dieselbe Fläche braucht der Roboter dann 1,5 Stunden statt 30 Minuten. Bei Licht funktioniert die Navigation dagegen sehr gut. Der Wischroboter findet sich hervorragend im Zimmer zurecht und umfährt Hindernisse, anstatt sie anzustoßen. Wasser wird nur gesprüht, wenn die Fläche vor der Düse frei ist. Zum Sprühen setzt der Braava außerdem nochmal einen halben Meter zurück.

Für die Reinigung sind im Lieferumfang einige Dinge enthalten: Die eigene Hartboden-Reinigungslösung des Herstellers, die für Fliesen und andere unempfindliche und glatte Beläge gedacht ist. Laut Hersteller soll der Braava Jet M6 nur mit dieser Lösung oder Wasser betrieben werden. Auch destilliertes oder entkalktes Wasser sollte nicht verwendet werden. Dadurch könnten metallische Kontakte korrodieren oder Düsen verkalken. Außerdem werden ein wiederverwendbares und zwei Einweg-Feuchtwischtücher, sowie Tücher zur Trockenreinigung in der gleichen Menge mitgeliefert.

Der iRobot Braava Jet M6 ist robust verarbeitet: Der solide Wassertank tropft ein wenig, das Wasser wird aber in der Mulde des Tanks aufgefangen. Der Tank wird mit einem Klappgriff fixiert, sodass er nicht herausfallen kann. Er fasst 475 Milliliter und sollte auch beim Trockenwischen gefüllt sein, damit er ein höheres Gewicht auf das Tuch ausübt. Der umlaufende Bumper vorne am Wischroboters reagiert auf Hindernisse. Hier ist auch die Wasserspritzdüse integriert.

Oben findet man drei Bedientasten für Start/Stopp, Spotcleaning und die Rückkehr zur Ladestation. Der Wischroboter kann sowohl mit Einweg-, als auch mit Mehrweg-Wischlappen verwendet werden. Diese können in der Waschmaschine oder mit der Hand gereinigt werden. Über die Auswurftaste an der Front können Einwegtücher direkt im Müll entsorgt werden. Teppiche werden von dem Roboter automatisch erkannt und zuverlässig umfahren.

Verkrustete Essensreste oder schmierige Fettflecken kann der Braava mit seiner mechanischen Kraft nicht entfernen. Loser Schmutz sowie Staub wird beseitigt und alles strahlt nachher angenehm matt. Mit einem Trockenwischtuch nimmt der Wischroboter Staub und Haare auf. Allerdings sollte man vorher mit einem Staubsauger vorarbeiten. Mit einem Nasswischtuch und klarem Wasser entfernt der Roboter Staub von Vinylböden, Laminat, Fliesen oder Dielen. Einfache Flecken werden von dem Braava Jet M6 entfernt, größere Verschmutzungen sollten manuell entfernt werden.

Gute Hinderniserkennung: Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI

Gute Hinderniserkennung

Ecovacs Deebot Ozmo T8

Test: Ecovacs Deebot Ozmo T8
Endlich keine Havarien mehr: Dank Hinderniserkennung geht der Ozmo T8 Schuhen, Kabeln und Co. aus dem Weg.

Der Deebot Ozmo T8 AIVI vereint Home-Monitoring, Wischroboter und Staubsauger in einem Gerät. Das soll auch den etwas höheren Preis rechtfertigen. Dank eines oszillierenden Mopps gibt es eine bessere Wischleistung als bei Geräten, die nur mit einem feuchten Tuch arbeiten. Über die Frontkamera werden Objekte wie Socken oder Schnürsenkel erkannt und umfahren. Zudem werden auch Bodenbeläge erkannt: So wird bei Textil oder Teppich die höchste Saugstufe abgerufen und Fliesen intensiver bearbeitet als Holzdielen. Im Wischmodus wird der Teppich nicht überfahren.

Nasswischen und Trockensaugen funktionieren separat: Die Ansaugeinheit und der Staubtank sind fest im Roboter integriert und arbeiten auch mit angestecktem Wischtank. Somit kann man immer Saugen oder Saugwischen, aber niemals nur Nasswischen. Im Lieferumfang befinden sich zwei Wischtanks: Ein 200-Milliliter-fassender Tank mit einer oszillierenden Platte und ein 250-Milliliter-großer mit Trägerplatte und einfacher Pumpe. Für eine oberflächliche, schnelle Reinigung eignet sich der 250-Milliliter-Tank – die Wischleistung ist hier nicht sonderlich hoch.

Anders sieht es bei dem oszillierendem Wassertank aus: Dieser ruckelt und entfernt zusammen mit zwei verschiedenen Wischmustern (gründliche versus schnelle Reinigung) sowie vier Wasserdurchflussstufen sogar fettigen, hartnäckigen Schmutz. Klebrige Flecken kann der Deebot Ozmo T8 allerdings nicht entfernen.

Über das Mapping in der App weist der Wischroboter auf Hindernisse hin, zeigt sie grafisch an und bietet nach dem Beseitigen der Hindernisse einen Nachreinigung an. Zusätzlich bietet das Mapping Mehrgeschoss-Karten und No-Go-Zonen. Der Roboter ordnet mithilfe der Raumstruktur die jeweilige Karte zu und arbeitet mit Räumen und No-Go-Bereichen.

Theoretisch kann die Kamera auch als bewegliche Wohnzimmerkamera genutzt werden, im Test ließ sich der Video-Manager in der App allerdings nicht öffnen. Andere Reviews berichten, dass der Roboter gesteuert über Pfeiltasten durch die Räume fahren kann, Video wird auf Knopfdruck aufgezeichnet. Ob es auch die Möglichkeit für geplante Überwachungsfahrten gibt, ließ sich nicht herausfinden. Außerhalb des Video-Managers gibt es hierfür keine entsprechende Optionen.

Der Deebot Ozmo T8 reinigte im Test 20 von 26 schmutzigen Stellen vollständig und ist somit ausreichend gründlich. Bei den verbliebenen sechs Schmutzstellen blieb entweder etwas liegen oder wurde über die Seitenbürsten verteilt. Das Gerät fährt Positionen nicht mehrmals an, dadurch war im Test das Erdgeschoss im Wischsaugen bereits nach 31 Minuten fertig gereinigt. Das Modell verfügt aber auch über einen Fortsetzungsmodus, in die Reinigung dem nach dem Aufladen einfach an der Abbruchposition fortgesetzt wird.

Die Lautstärke variiert je nachdem welche der vier Saugstärken eingestellt ist. Im Normalmodus war die Lautstärke moderat, nur durch den Teppich-Turbo steigt sie deutlich an. Der Staubtank lässt sich auf Knopfdruck entleeren, sodass man sich die Finger nur beim Ausschütteln des Filters schmutzig macht. Optional kann man in das Bundle investieren, in dem Wischroboter und Selbstentleerungsstation zusammen angeboten werden.

Nachteilig ist, dass die Bürsten-Lamellen-Walze kleine Schnüre und Haare aufwickelt. Diese müssen mit einem Cutter-Tool entfernt werden. Zudem ist der Staubtank nicht auslaufsicher, das Modell verfügt zudem nicht über einen Griff, der anzeigt, wie der Roboter gehoben werden sollte. Dadurch rieselt bei falscher Handhabung der Sand aus der Saugöffnung. Dies könnte durch eine kleine Rückschlagklappe verhindert werden.

Der Deebot Ozmo T8 von Ecovacs hat alltagstaugliche Oberflächen, die Räder, Tanks und Chassis scheinen solide. Das Gewicht der Basis schwer genug, dass sie rutschfest steht, das dicke Netzkabel lässt sich durch Aufwicklung kürzen.

Glänzendes Reinigungssystem: Zaco W450

Glänzendes Reinigungssystem

Zaco W450

Test: Zaco W450
Wer auf Vollautomatik verzichten kann, erhält mit dem W450 einen gründlichen Putzkamerad mit großen Schmutz- und Frischwassertanks, Absaugeinrichtung und rotierender Bürstenrolle.

Der Zaco W450 reinigt Oberflächen so gut wie kein anderer Wischroboter. Er verfügt über getrennte Tanks für sauberes und dreckiges Wasser, denn beim Putzvorgang wird zuerst das Frischwasser aufgetragen, dann mit der Rotorbürste der Boden geschrubbt und das Wasser in den Schmutzwassertank gesogen. So entsteht ein Putzergebnis, wie wir es sonst kaum beobachten konnten. Auffällig ist die Rundum-Kamera, mit welcher der Zaco die Navigation meistert. Außerdem lässt sich das Gerät mit der App verknüpfen.

Gerade die Steuerung per App ist bei diesem halbautomatischen Wischroboter aber ein wenig überflüssig, denn der Roboter muss sowieso immer von Hand dorthin gebracht werden, wo er benötigt wird. Sogar mit Alexa könnte man den Roboter bedienen, nur wirklich sinnvoll ist das auch nicht. Deutlich praktischer ist die Möglichkeit, Flächen über die Zonenreinigung zu bestimmen, beispielsweise eine Fläche von fünf auf fünf Metern. In dieser festgelegten Fläche kann dann über das Mapping in der App nachverfolgt werden, wie weit die Reinigung bereits fortgeschritten ist. Man kann per App zum Beispiel die Anzahl Wiederholungen verändern oder die gewünschte Wasserleistung für die Reinigung wählen. Einstellungen wie diese lassen sich aber auch durch die mitgelieferte Fernbedienung vornehmen.

Teppiche, die nicht höher als sieben Millimeter sind, können vom Zaco befahren werden. Dabei schlägt sich die Funktion für Teppichbereiche besonders gut. Aufgrund seines niedrigen Aufbaus kann der W450 aber so nur kleine Hürden überwinden, was bei anderen Wischrobotern zum Teil anders aussieht. Zum Laden muss das Gerät von Hand zur Station gebracht werden, was wegen der nassen Bürstenwalze gewünscht wird. Folglich erscheint uns der Start des Zacos mit der Alexa-Sprachsteuerung auch etwas unnötig. Der Wassertank hingegen ist mit ganzen 0,85 Litern im Vergleich zur Konkurrenz regelrecht gigantisch: Kombi-Wischroboter schaffen bis zu 0,3 Liter und selbst beim M6 von Braava Jet misst er 0,47 Liter. Der Unterschied liegt aber in der Wischtechnik, denn die anderen Wischroboter benetzen nur ein Wischtuch oder den Boden, was deutlich weniger Wasser benötigt.

Ein weiterer Vorteil des großen Tanks ist das resultierende höhere Gesamtgewicht, wodurch die Bodenbürste besser auf den Untergrund gepresst wird. Ist das Wasser einmal verbraucht, meldet sich der W450, um das Füllwasser ausgewechselt zu bekommen. Leider werden Wischdurchgänge aber nicht gespeichert, sodass nach dem Wasserwechsel eine komplett neue Runde begonnen wird. Das ist ein potentieller Nachteil, aber bis zum Nachfüllen muss man es erst mal kommen lassen, denn der Tank hält eine ganze Weile.

Wischroboter Test: Wischroboter Update122021 Zacow450
Zwar kann der Zaco W450 nur den Boden wischen, darin ist er Spezialist.

Beim wirklichen Gebrauch nutzt man wohl die Pfadreinigung, das heißt, der Roboter putzt den gesamten Raum, und die Bereichsreinigung, bei der die Fläche vor dem Zaco geputzt wird, am häufigsten. Entscheidet man sich für letztere, wird ein rechteckiger Bereich direkt vor dem W450 geputzt. Türen, Schränke, Sofas und weitere mögliche Störfaktoren werden dabei gekonnt ausgelassen und der Rest des Rechtecks dafür berücksichtigt. Die Größe des Rechtecks kann in der App bestimmt und angepasst werden. Bei der Pfadreinigung wird der gesamte Raum miteinbezogen, die Orientierung klappt über die Außenwände und das Gerät kann zum Mittelpunkt gebracht werden.

Wir finden, dass der W450 sehr gründlich putzt. Sogar hartnäckige Verunreinigungen, wie etwa getrocknete oder klebrige Flecken, beseitigt er gekonnt. Der Roboter verwendet aber keine Sensoren, um den Boden abzutasten, weshalb stärker verschmutzte Stellen nur so stark geputzt werden wie alle anderen Stellen auch. Manchmal können so Flecken unerkannt bleiben, die eigentlich mindestens zweimal gereinigt werden müssten.

Wischroboter Test: Wischroboter Update122021 Zaco W450
Dank des teilbaren Aufbaus lässt sich der Wassertank mühelos auffüllen und reinigen.

Einige Bodenbereiche liegen auch außerhalb der Möglichkeiten des W450. Dazu gehören unter anderem Ecken und jeweils ein Bereich im Umkreis von sieben Zentimetern um Störfaktoren wie Tisch- und Stuhlbeine.

Wenn es sich beim W450 um einen reinen Wischroboter handelt, muss der Boden vorher jedes Mal gründlich gesaugt werden? Eigentlich nur, sollten auf dem Boden überdurchschnittlich viel Staub, Haare und Ähnliches herumliegen, da solche Gegenstände dem Filter und der Bürste den Garaus machen. Liegt aber nicht viel Schmutz, ist es nicht nötig den Boden vorher zu saugen. Den Tank kann man ganz einfach von der Einheit trennen, wodurch sich das Wasser sehr schnell auswechseln lässt. Zum Auffüllen trägt man folglich nur den Wassertank herum und das gesamte Gefäß kann im Wasser gereinigt werden, da keine elektronischen Einheiten daran befestigt sind. Der Innenraum kann auch mit der beigefügten Flaschenbürste geputzt werden, lagern sollte man den Wassertank leer und geöffnet, damit die Kontakte der Wasserstandsmessung nicht anrosten.

In unseren Tests betrug die Laufzeit um die 80 bis 105 Minuten, wobei auf zwei Stockwerken mehrere Räume gewischt wurden und das Wasser nach Bedarf nachgefüllt wurde.

Die Probleme des Zacos sind gleich dreierlei: Er ist ziemlich laut, er hat Schwierigkeiten in Ecken hineinzukommen und er bedarf aufgrund seiner Halbautomatik Unterstützung einer Person. Wischroboter wie der Braava Jet M6 sind noch einmal um einiges leiser. Am besten setzt man den W450 als Putzhilfe ein, da er sowieso halbautomatisch funktioniert. So können Sie parallel bereits Bereiche vorbereiten, während der Zaco noch mit anderen Räumen beschäftigt ist.

Gründlich: Zaco A10

Gründlich

Zaco A10

Test: Zaco A10
Leises und effizientes Wischen: Beim Zaco A10 sind außerdem viele Mehrweg-Wischtücher anbei, außerdem gibt es Mapping-Optionen bis ins Detail.

Mit dem Zaco A10 erhält man eine interessante Wisch-Saug-Kombination, die in beiden Einsatzbereichen gute Ergebnisse und viel Komfort liefert.

Gewischt wird hier effizient mittels Mehrweg-Wischlappen, die an eine oszillierende Wischplatte montiert werden. Die Vibration sorgt für eine bessere mechanische Wirkung als bei Wischplatten, die lediglich unter dem Roboter über den Boden schleifen. Im Lieferumfang finden sich ganze fünf Mehrweg-Wischtücher, so viele wie bei kaum einem anderen Hersteller.

 Wischroboter Test: Saugroboter Update042021 Zaco A10
Die vibrierende Wischplatte erhöht die mechanische Wirkung auf den Boden.

Spezielle Schrubb-Muster hätten die Reinigungswirkung zusätzlich erhöht. Wischen und Saugen kann separat mit eingesetztem Staubtank oder gleichzeitig mit dem Wischtank inklusive kleinem Staubreservoir erfolgen.

Den Wischtank erkennt der A10 automatisch, sodass man die App oft gar nicht bemühen muss: Einfach den Tank anstecken, schon fängt der Roboter an leise zu wischen. Er ist zwar nicht komplett lautlos, aber schon bei minimaler Saugkraft verschlingt er Staub und Flusen.

Das Erdgeschoss wurde im Test innerhalb von 68 Minuten gewischt, das Saugen dauerte geringfügig länger. Der A10 verfügt über einen Fortsetzungsmodus, sodass er bei großen Flächen für eine Zwischenladung unterbricht. Die Basis ist leider so leicht, dass sie vom Roboter gerne mal beim Start verschoben wird, auch dann, wenn die Feuchtschutzplatte dransteckt.

 Wischroboter Test: Saugroboter Update042021 Zaco A10
Der Kammerfilter verschmutzt nicht so schnell.

Im Mapping kann sich die Software bis zu drei Etagen merken, zudem können Räume und No-Go-Bereiche eingetragen werden. Auch detaillierte Planungen sind möglich: So kann man einstellen, dass der Flur jeden Tag um 9 Uhr, das Arbeitszimmer hingegen nur mittwochs und samstags gereinigt werden soll.

Das Saugergebnis des Zaco ist solide, aber nicht perfekt: Um auch tiefe Fugen sauber zu bekommen, muss die maximale Saugstärke eingestellt werden, was auch mit einer entsprechenden Lautstärke einhergeht. Die Seitenbürsten verteilen den Schmutz auch eher, als dass er aufgesaugt wird.

Die Entleerung und Wartung des 450 Milliliter fassenden Staubtanks ist hingegen gelungen: Der Kammerfilter benötigt keinen Vorfilter und verschmutzt zudem langsamer als normale Z-Filter. Das bedeutet einen geringeren Wartungsaufwand. Laut Hersteller ist der Filter besonders für Allergiker geeignet, da hier angeblich mehr Staub zurückgehalten wird.

Wasserdurchfluss und Saugkraft lassen sich über die Fernbedienung oder per App regulieren. Außerdem kann die Geschwindigkeit der Seitenbürsten feinjustiert werden. Der A10 verfügt über zwei Bürsten: Für Hartböden und (Tier-)Haare ist die Gummi-Lamellenbürste geeignet, bei Textilbelägen nutzt man die Hybrid-Borstenbürste.

Kritisch könnte die Bauhöhe des Zaco A10 sein: Mit Laser-Turm beträgt diese 9,2 Zentimeter. Damit sollte der Wischroboter aber noch unter die meisten Schränke passen. Der Laser macht zudem Nachtfahrten möglich, kameragesteuerte Roboter können das nicht.

Perfektes Mapping: Yeedi 2 Hybrid

Perfektes Mapping

Yeedi 2 Hybrid

Kleine Wischhelfer Test: Yeedi 2 Hybrid
Der Yeedi reinigt gründlich und findet sich schon nach kurzer Zeit bestens in der Wohnung zurecht.

Keine Preise gefunden.

Der Kombi-Wischsauger Yeedi 2 Hybrid bietet beim Trockensaugen hervorragende Ergebnisse, beim Nasswischen sind sie brauchbar. Für ein besseres Ergebnis fehlen hier die Musterbewegungen bzw. der mechanische Druck. Für einen oberflächlichen Glanz genügt die Leistung allerdings.

Dafür kann das Modell mit seiner Gründlichkeit überzeugen: Im Test fuhr es alle 26 Schmutzstellen an, viele Bereiche sogar mehrfach, sodass nichts liegenbleibt. Für das Erdgeschoss im Test benötigte der Roboter zum Wischsaugen insgesamt 105 Minuten. Danach war der Boden auch vollständig schmutzfrei.

Die Lautstärke unterscheidet sich je nach gewählter Stufe: Die Saugkraft kann dreistufig, die Wischnässe vierstufig eingestellt werden. Die normale Saugkraft ist recht angenehm, in der leiseren Stufe kann man auch nebenher ein Buch lesen. Bei tiefen Fugen oder textilen Belägen ist die Saugkraft dann aber nicht mehr so gut.

Eine Fernbedienung gibt es bei diesem Modell nicht, alle Einstellungen werden in der App vorgenommen. Die Einrichtung geht schnell, außerdem kann man mit der App genau planen: Nach den ersten Fahrten wird ein detaillierter Grundriss erstellt. Dann schlägt die App Räume vor, die getrennt gereinigt werden können – so kann beispielsweise der Flur mehrmals täglich, das Wohnzimmer dafür nicht gesaugt werden. Zudem kann man No-Go-Bereiche festlegen.

Wischen und Staubsaugen funktioniert separat: Der Staubtank ist fix im Gerät integriert, zum Wischen wird der Wassertank mit Trägerplatte auf der Rückseite aufgesteckt. Wenn der Roboter wischen soll, klickt man den befüllten Wassertank ein. Nach dem Betrieb muss die Wischplatte entfernt werden, da sonst beispielsweise die Holzdielen geschädigt werden könnten. Daher ist die Ladebasis auch besser auf Fliesen aufgehoben. Zudem wird vom Hersteller empfohlen, den Wassertank nach der Nutzung zu entleeren.

Der Staubtank ist nahezu auslaufsicher, somit kann der Roboter angehoben und in allen Positionen gehalten werden. Größtenteils verhindert eine kleine Rückschlagklappe, dass Sand herausrieselt. Um die Bürsten-Lamellen-Walze wickeln sich zügig kleine Schnüre und Haare auf, die mit einem Cutter-Tool entfernt werden müssen. Dafür kann die Walze ganz leicht entnommen werden.

Tanks, Räder, Chassis und Bumper machen einen soliden und alltagstauglichen Eindruck. Die Basis ist zwar zu leicht, steht aber dank sehr guter Gummierung sicher auf glatten Unterböden. Das Kabel kann durch Aufwickelung aufgeräumt werden. Die mattweiße Oberfläche des Yeedi 2 Hybrid gefällt weniger: Diese ist schnell verschmutzt und sie vergilbt je nach Sonneneinstrahlung.

Was gibt es sonst noch?

Der Proscenic 850T besticht vor allem durch seine flache Bauarbeit – er hat eine Höhe von gerade einmal 7,3 Zentimetern – und passt dadurch unter manche Möbel. Der Proscenic kann zur gleichen Zeit sowohl wischen als auch saugen, und das sogar leise, wenn man die entsprechende Einstellung verwendet. Er verfügt über eine Mapping-Funktion, aber mehr als den Wischverlauf aufzeichnen kann er leider nicht. Dafür lässt sich der 850T genug Zeit, um den Boden gründlich zu putzen. Vor der Verwendung sollte man die gröbsten Verunreinigungen entfernen, da diese im Wischlappen hängen bleiben oder sogar im Raum verteilt werden können.

Der Wischroboter MD 18379 von Medion hat eine Laufzeit von 87 Minuten, Schlieren gibt es keine und der Reinigungseffekt ist dank Frisch-/Schmutzwassertank auch groß. Seine Bedienung ist einfach: Man wählt aus zwischen Punktreinigung, dem Flächenmodus und der Automatik- oder Wandreinigung. Eine Fernbedienung ist auch dabei, bei der gibt es die Fahrtmodi und eine manuelle Steuerung mit Richtungstasten.

Egal ob Automatik- oder Flächenmodus – wie bei den Saugrobotern kommen hier Ecken und Ränder zu kurz. Nach der Flächenreinigung müssen mit dem passenden Modus die Wände abgefahren werden. In den Ecken kann dieses Gerät nicht reinigen, bei Hindernissen reinigt er mit 7 Zentimetern Abstand. Gut fanden wir seine Zuverlässigkeit, er ist immer an seinen Ausgangspunkt zurückgekehrt.

Mit dem MD 18379 bekommt man ein stabiles Gerät mit 3,6 Kilo. Die Tanks für Frisch- und Schmutzwasser sitzen nicht im Korpus, sie sind ein eigener Teil. Das Tankkabel wird vom Roboter abgeklappt. So kann man sich beim Entleeren, Reinigen und Befüllen um die Tankeinheit kümmern.

Mit dem Proscenic M6 PRO kann man sowohl saugen als auch wischen. Für das Trockensaugen steht ein 400 Milliliter großer Solo-Staubtank bereit, der Kombi-Tank für Wischen und Saugen fasst 300 Milliliter Staub und 200 Milliliter Wasser. Es können maximal fünf Karten für die gezielte und planmäßige Reinigung von Räumen, Wohnungen und Etagen angelegt werden. Der Proscenic erreicht in puncto Reinigungsleistung und Gründlichkeit ein passables Ergebnis. Für eine gründlichere Reinigung kann man die zweimalige Reinigung aktivieren. Die Wassermenge lässt sich per App in drei Stufen einstellen.

Die Basisstation hat zwei Ladekontakte, Kabelwickel sowie rutschhemmende Füße. Eine feuchtigkeitsresistente Grundplatte gibt es leider nicht, sodass der Roboter mit Kombi-Tank immer auf Fliesen abgestellt werden sollte. Die Laser-Navigation des Proscenic M6 PRO arbeitet exakt, sodass der Wischroboter nur sehr selten an Möbel oder andere Hindernisse stößt. Mit 9,4 Zentimeter Höhe passt das Gerät aber nicht unter alle Möbelstücke. Hindernisse, die sich nur wenige Millimeter über dem Laser-Turm befinden, werden nicht erkannt. Auch im leisen Modus ist der Roboter beim Saugwischen noch deutlich zu hören.

Der ZACO A9s bietet zwei Tanksysteme: Mit dem Saugtank kann man trocken aufsaugen, mit dem Kombi-Tank nass wischen und saugen. Der Saugtank kann 600 Milliliter an Staub und Schmutz aufnehmen, der Kombi-Tank hat durch die 300-Milliliter-Wasserfüllung dafür etwas weniger Volumen zur Verfügung. Mit 7,5 Zentimetern passt der Wischroboter unter fast jedes Bett und jeden Schrank. Der oszillierende Wischmopp bringt zwar etwas mehr mechanische Kraft auf die Fläche, eine gründliche Fleckenreinigung erreicht man aber nicht. Ein Mapping mit Raumplanung und No-Go-Zonen ist nicht möglich, die Wasserabgabe kann in drei Stufen verändert werden. Die Reinigungsleistung ist leider auch in der höchsten Saugstufe nicht sehr gründlich. Mit der mitgelieferten Gummi-Lamellenwalze kann das Gerät auch auf textilen Bodenbelägen verwendet werden.

Der Ecovacs Robotics Deebot Ozmo 610 ist eigentlich ein Saugroboter, kann mit seinem zusätzlichen Wassertank und der Pumpe aber auch wischen. Sogar Saugen und Wischen gleichzeitig. Möchte man nur Saugen, so lässt man das Gerät erst ohne Tank fahren, nur zum Saugen. In den Tank passen 300 Milliliter hinein, rückseitig schiebt man ihn in den Sauger. Jedoch ist der Staubbehälter mit 380 Millilitern eher klein und beim Saugen ist die Gründlichkeit auch nicht perfekt, wenn es um eine ganze Etage geht. Klebt der Schmutz, kapituliert das Gerät, schließlich zieht er auch nur einen Wischmopp hinter sich her.

Der Eufy RoboVac L70 Hybrid besitzt nur einen Kombi-Tank für Wasser und Schmutz: Der Schmutztank fasst 450 Milliliter, die Wassermenge beträgt 120 Milliliter. Zum Wischen muss also nur noch die Wischplatte mit Tuch unter das Gerät geklickt werden. Das Wasser wird eigenständig vom Roboter darauf gepumpt. Die Wassermenge kann nach Bedarf reguliert werden. Über das Mapping können No-Go-Zonen eingerichtet werden, oder das Erdgeschoss in zwei Zonen aufteilen und den Wischroboter zielgerichtet in den verschiedenen Zonen arbeiten lassen. Das Wisch-Ergebnis ist aber etwas schwach und mit der Bauhöhe von 10 Zentimetern kann das Gerät auch nicht unter allen Möbeln wischen.

Wissenswertes über Wischroboter

Unter Wischrobotern versteht man meist Saugroboter, die zusätzlich eine Wischfunktion haben. Es sind aber reine Wischroboter erhältlich. Bei Kombi-Geräten ist zusätzlich ein Wassertank und ein Wisch-Unterbau angebracht. Das ist im Grunde nur ein flaches Brett mit einem Putzlappen. Aus dem Wassertank strömt das Wasser selbstständig heraus, alternativ wird es mit einer Pumpe auf den Lappen tropfenweise aufgebracht.

Medion MD18379: durch diese Düsen gelangt das Frischwasser auf den Fußboden
Medion MD 18379: Über die Düsen gelangt das Frischwasser auf den Boden.

Eine weitere Möglichkeit ist das Auftragen von Wasser über Sprühdüsen. Die spritzen dann in regelmäßigen Abständen Wasser auf den Boden und der Lappen verteilt es oder es wird von der Putzrolle aufgenommen.

Meist kann man den Tank entnehmen und dann einfach am Waschbecken nachfüllen. Eher selten ist er fest ins Gerät integriert.

Medion MD18379: der Wischroboter besteht aus zwei Teilen, den Tanks und dem Roboter.
Medion MD 18379: zwei Teile – Tanks und Roboter.

Wie ist das Reinigungsergebnis?

Wischroboter sind für die Oberfläche zuständig. Feuchtes Wischen beseitigt den letzten Staub, sodass die Oberflächen sauber werden und glänzen.

Aber mehr sollte man von so einem Gerät nicht erwarten. Trockene oder fettige Flecken kann weder Wischroboter noch Kombi-Gerät.

Medion MD18379: hinter der Reinigungsrolle zieht eine Wischlippe das Wasser ab
Medion MD 18379: eine Wischlippe beseitigt das Wasser.

Soll heißen, für den tägliche Gebrauch sind die Geräte geeignet, für die richtige Grundreinigung ist der Wischmopp aber doch unverzichtbar.

Und Teppich?

Manche Wischroboter können über Teppich fahren, andere nicht. Das liegt an der Konstruktion. Beim Braava liegt das gesamte Gewicht auf dem Putzlappen, dadurch ist die Reinigungswirkung besser.

Kombi-Geräte können aber meist zumindest über flache Bodenbeläge fahren. Je nach Bodenbelag sollte man vor der Kaufentscheidung aber überprüfen, was das Gerät kann.

Wartung, Verbrauchsmaterial und Bodenschäden

Gereinigt wird mit Reinigungsrollen oder Nasswisch-Mikrofasertüchern. Die Rollen oder Tücher lassen sich in der Maschine oder per Hand waschen und man kann sie mehrere Wochen verwenden.

Für ein 3er-Set zahlt man zwischen 13 und 20 Euro. Werden sie stark gebraucht, kommt man auf mindestens 15 Stück pro Jahr.

Außerdem wollen noch HEPA-Filter, Seitenbürsten und Walzenbürste gewechselt werden.

Walzenbürste und Seitenbürsten wollen zudem regelmäßig von Haaren befreit werden. Auch den Wassertank sollte man etwa alle drei Monate mithilfe einer Reinigungsflüssigkeit oder mit Essig saubermachen.

In den Tank passen meist zwischen 120 und 850 Milliliter. Die Wohnung überschwemmen kann das Gerät damit nicht.

Wenn es blöd läuft und sich der Roboter verheddert, kann er dennoch liegenbleiben und mit ihm das nasse Tuch. Bei Echtholzparkett oder Holzdielen kann es dabei zu Flecken und bleibenden Schäden kommen. Das Gleiche kann passieren, wenn das Gerät nach der Arbeit einfach stehen bleibt oder mit dem feuchten Tuch in die Basisstation fährt.

Um das auszuschließen, sollte die Ladestation auf Fliesen stehen oder man nimmt eine wasserunempfindliche Unterlage. Für den Fall einer Störung sollte man auch in der Nähe sein.

Aufgrund dieses Nässeproblems gibt es auch Hersteller, die auf festlegbare Arbeitszeiten verzichten. Diese Roboter kann man so nur manuell starten.

 

Medion MD18379: fährt nicht in die Ladestation hinein, er muss manuell eingesetzt werden.
Den Medion MD 18379 muss man in die Ladestation einsetzen.

So haben wir getestet

Wir haben in mehreren Etappen Wischroboter getestet. Wichtig war dabei vor allem die Relation von Kosten und Nutzen. Ist man mit einem Wischmopp schneller und gründlicher?

Wir haben uns die Geräte genau angesehen und im eigenen Haushalt getestet. Einige Fragen waren dabei besonders wichtig.

Interessiert hat uns, wie aufwändig die Bedienung ist. Als Beispiel: mit einem Wischmopp ist das Erdgeschoss in 30 Minuten sauber, dazu gehört das Befüllen des Eimers, sowie das Wegräumen. Beim Roboter dauert das länger und so gründlich ist er auch nicht. Das Gerät erreicht nicht jede Ecke und damit alles gereinigt werden kann, müssten sämtliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Beim Wischmopp muss man da nicht ganz so konsequent sein.

Für die Fahrt muss man den Roboter in Position bringen und danach wieder einsammeln, außer wenn er von der Ladestation losfährt.

Die Programme kann man entweder direkt am Gerät per Taste oder per App oder Fernbedienung wählen. Wir fanden Fernbedienung und Tasten für die Praxis besser, das Smartphone beim Putzen stört eher. Zumindest eine Punktreinigung und ein Flächenmodus sollte vorhanden sein, außerdem Eck- und Randfahrt.

Wichtige Punkte sind auch, wie oft man das Wasser nachfüllen muss, denn teils sind die Tanks winzig. Die Reinigung des Tanks braucht auch etwas Zeit, ebenso die der Wischtücher. Nutzt man nur Frischwasser, dann will der Wassertank alle paar Monate mit Essig oder Reinigungsmittel saubergemacht werden.

Sofern ein Schmutzwassertank vorhanden ist, sollte dieser auch nach zwei bis drei Wochen mit Reinigungsmittel gespült werden. Per Hand kann man meist die Wischtücher spülen und teils dürfen sie auch in die Waschmaschine.

Getestet wurde auf Parkett und Fliesen. Auf den Fliesen haben wir auch die punktuelle Reinigung ausprobiert und hierfür auf den Boden einmal Quark und einmal Schokolade verschmiert. Wir wollten sehen, ob fettige und eingetrocknete Reste beseitigt werden können.

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